Wörtlich: Atsuto Uchida

Jens Keller ist ein guter Trainer und ich würde gerne mit ihm weiterarbeiten.

… diktierte Atsuto Uchida der WAZ, und auch Jermaine Jones sprach sich gegenüber SportBild für eine Weiterbeschäftigung mit Jens Keller aus. Da solche Interviews grundsätzlich vom Verein autorisiert werden, bleiben zwei mögliche Annahmen.

Entweder man begrüßt solche Spieleraussagen, da die Weiterbeschäftigung Jens Kellers intern beschlossene Sache ist, und solche Statements die öffentliche Stimmung in die richtige Richtung lenken. Oder man lässt sehenden Auges zu, dass sich Spieler öffentlich für einen Trainer aussprechen, der möglicherweise bald abgelöst wird, was Druck auf das eigenen Management ausübt und der Pressearbeit des Clubs einen Bärendienst erweist.

Ich tendiere zur ersten Annahme.



36 Kommentare zu “Wörtlich: Atsuto Uchida”

  1. eakus1904 sagt:

    Dritte Möglichkeit: Man war sich bereits mit einem Nachfolger einig und hat daher stets betont, dass es sich bei dem Engagement von Keller um ein zeitlich befristetes handelt. Jetzt ist dieser Nachfolger jedoch wieder von Bord (oder wahlweise von der sechsspurigen Autobahn) gegangen und man versucht nun, die mangelnden Alternativen so gut wie möglich als Wunschlösung darzustellen.

    Ist aber natürlich reine Spekulation, ich bin nicht so gut informiert wie mancher Boulevard-Journalist!:-)

  2. Torsten sagt:

    Das ist aber keine dritte Annahme, sondern eine ausführlichere Variante der ersten Annahme.

  3. peterausge sagt:

    Ich denke man sollte solche Spieleraussagen nicht überbewerten.
    Was soll ein Spieler sonst sagen, wenn er nach dem aktuellen Trainer befragt wird.
    Da kommt als Antwort immer die gleiche Phrase.

  4. Ernst Kuzorra sagt:

    Ich tendiere auch zu Version 1, aber der peterausge liegt sehr richtig:

    Selbst wenn es weder Variante 1 noch 2 ist, bzw. das Management den Spielern nicht sagt, wie die Planung aussieht, wie oft hört man einen Spieler auf die dämliche Frage nach dem Trainer sagen:
    „Der is ja ma richtig kacke! Der schlechteste Trainer ever! Soll er mich doch auf die Bank setzen!“
    Eher nie……A. Streit vielleicht, aber den klammern wir jetzt mal aus, ich meinte ‚normale‘ Spieler.

  5. schalker71 sagt:

    Ich gebe Peter recht, möchte aber auch noch eine Variante ins Spiel bringen. „Uschi“ findet den Keller so super, dass er mit ihm egal wohin geht… Nach Paderborn, Leipzig, Osnabrück oder Oberneuland… :-) Mein ja nur!

  6. eakus1904 sagt:

    Torsten sagt:

    11. April 2013, 09:05 Uhr #
    Das ist aber keine dritte Annahme, sondern eine ausführlichere Variante der ersten Annahme.

    Ok,ok! :-)Ein Unterscheid bestünde nur darin, ob jetzt schon ein Nachfolger feststand oder wirklich noch mit niemandem gesprochen wurde. Aber das wird-sehr wahrscheinlich,bei unserm Club kann man sich da nie sicher sein- intern bleiben!

  7. RWDJojo sagt:

    Das ist alles Spekulation! Ich glaube nicht, dass jedes Wort und jeder Satz von Spielern vom Verein autorisiert wird. Möglicherweise handelt es sich ja auch nur um ein kurzes Statement auf dem Weg zum Auto. Oder es hat diese Aussagen gar nicht gegeben. Das würde ich bei den beiden Quellen nicht ausschließen ;)

    Solange es keine offizielle Mitteilung vom Verein gibt, kann ich mir alles vorstellen!!!

  8. Torsten sagt:

    @RWDJojo:
    Doch. Und es waren jeweils Interviews im sitzen.

    @eakus1904:
    Ob man es nun „Verhandlungen“ nennt, die es ja nicht gab, oder Gespräche unter Freunden; dass Veh auf Schalke Trainer geworden wäre, wenn er in Frankfurt in‘ Sack gehauen hätte, dessen bin ich mir sicher. Zitat Heldt dazu: „Wenn er sich gegen Eintracht Frankfurt entschieden hätte, dann hätte die Geschichte mit Schalke sicher an Fahrt aufgenommen“

    @peterausge & Ernst Kuzorra:
    Die Spieler wissen alle sehr genau, wie man solchen Frage ausweicht. Die entsprechenden Wischiwaschi-Antworten hört man in Interviews mit Bundesligaspielern doch allenthalben.

  9. Torsten sagt:

    Oh. Heute lässt sich auch Benni Höwedes im kicker (Print) entsprechend aus. Gleich über drei Antworten hinweg offensive Lobenhymnen.

  10. Detlef sagt:

    Gab es solche Ausagen zum Trainer nicht sogar schon, als es nicht gut lief, also kurz nach der Winterpause?

    Klar man kann jetzt in Aussagen von Spielern einiges herein interpretieren, muss man aber nicht.

    Ich als Otto Normal Fan kann mir derzeit (fast) alles vorstellen was den Trainer 2013/14 betrifft. Und da ist einiges dabei, was ich mir gar nicht vorstellen will ;-)

    Was macht eigentlich Heiko Vogel so?

  11. Maddin sagt:

    Wie heißt es doch so schön:

    S04 – das S steht für Paranoia

  12. Grieche sagt:

    Solche Äußerungen sind schnell wieder vergessen. Wichtiger ist die Qualifikation zur Champions League. Wenn Keller das schafft, hat er öffentlich ein ganz anderes Standing – und daran wird er dann auch gemessen. Ich glaube deshalb auch, dass die Entscheidung über den Trainer nächste Saison erst gefällt wird, wenn klar ist, ob Schalke dann in der Champions League spielt.

  13. Torsten sagt:

    Ich glaube deshalb auch, dass die Entscheidung über den Trainer nächste Saison erst gefällt wird, wenn klar ist, ob Schalke dann in der Champions League spielt.

    Was bedeuten würde, dass die Ergebnisse in ein oder zwei Spielen, vielleicht ein falscher Abseitspfiff oder ein Elfmeter über die zukünftige Ausrichtung des Clubs entscheidet. Ja, das ist leider denkbar. Ich hoffe es ist nicht so.

  14. RJonathan sagt:

    Klingt fast wie eine konzertierte PR-Aktion, wenn Höwedes das auch noch sagt. Ich glaube an Variante 1.

  15. Simon sagt:

    „Variante 1″ klingt für mich ebenfalls sehr wahrscheinlich. Hat Draxler sich vor ein paar Wochen nicht auch schon positiv über Kellers Arbeit geäußert? Weiß nicht mehr genau wo, aber ich habe was davon im Kopf.

    In jedem Fall haben Spieler alle Möglichkeiten, solche Aussagen in richtigen Interviews nicht zu machen bzw. auszuweichen (das entscheidet der Verein, usw.).

    So wie die sich äußern, klingt es eher danach, als ob Kellers Verbleib wahrscheinlich wäre – und/oder danach, dass sie ihn und seine Arbeit wirklich gut finden. Da die genannten Spieler in den letzten Jahren ca. 10 Trainer testen durften, hat ihre Meinung auch ein gewisses Gewicht. ;)

  16. bernd sagt:

    Variante 1 klingt sehr wahrscheinlich. Aber wieso seit Ihr euch so sicher, dass die Interviews autorisiert werden müssen? Ist dies allgemein Usus, steht das in den Verträgen? Es gibt doch genügend Interviews, auch im Sitzen, nach denen sich die Spieler entschuldigen müssen oder gar Strafe zahlen.

  17. scrotus sagt:

    …Der Kapitän meldet sich nun auch zu Wort! Riecht für mich nach der ersten Hypothese!!!

    http://www.transfermarkt.de/de.....18945.html

  18. blues sagt:

    Kann sein dass die PR-Abteilung am Profil von Keller arbeitet. Letztes Wochenende wurde ja schon geschrieben, dass er in der Kabine getobt (!) hat. WOW! Vielleicht reden sich die Spieler aber auch nur stark, oder sind in der Pflicht, weil sie den letzten Trainer mit stürzten? Vielleicht ist es auch nur eine vorbeugende Massnahme. Oder alles zusammen.
    Keller hat, wie schon Stevens, nur gegen die schwachen Gegner aus der unteren Tabellenhälfte gepunktet. Ausnahme Dortmund. Bei Entscheidungsspielen im Pokal und in der CL hat Keller nicht entscheidend gepunktet. Gegen Leverkusen steht das erste richtige Entscheidungsspiel in der Liga Endphase an.
    Mehr als einen Punkt für uns sehe ich auf Grund der schwachen 1. Halbzeiten nicht. Eher gar keinen. Und wenn es so kommt wird Keller von Teilen der Medien und Fans sofort wieder in Frage gestellt werden. Ist aber kein Problem, denn zwischen Spieler und Trainer passt (s. Statements) kein Blatt. So reichen die Statements gegenfalls um bis zum Saisonende über die Runden zu kommen. Aber auch nicht weiter. Darüber hinaus ist das ein Blick in die Kristallkugel.

  19. Սաշա sagt:

    Eine präventive Strategie, die den aktuellen sportlichen Erfolg nutzt, um „das Gesicht der Schalker Krise“ auch über eventuell folgende Tiefs hinweg bis zum Saisonende haltbar zu machen, erachte ich für ebenso wahrscheinlich wie eine Strategie zur Vorbereitung auf die Weiterbeschäftigung Kellers, z.B. weil die (präferierten) Alternativen weniger werden oder Keller möglicherweise gar die derzeit einzig realistische Lösung ist, da Verhandlungen mit anderen Kandidaten bislang noch nicht die gewünschten Ergebnisse brachten oder gar nicht erst in eine fortgeschrittene Phase gelangten.
    Um dies abschließend beurteilen zu können, müsste man jedoch neben Horst Heldt am Verhandlungstisch sitzen.

  20. Steile These (45) | Turnhallengeruch sagt:

    […] Dann muss er eigentlich auch nicht nach England wechseln. Und wer weiß: Vielleicht ist sein Wunschtrainer ja im nächsten Jahr auch noch auf Schalke tätig… […]

  21. kippefell sagt:

    @blues:
    Kann es sein, dass du irgendwelche persönlichen Ressentiments Keller gegenüber hegst? Wenn er nur gegen drei Teams aus der oberen Tabellenhälfte bisher spielen konnte, dann ist es keine Überraschung, dass er mehr Punkte gegen Teams aus der unteren Hälfte holt.
    Gegen Bayern verloren wie so ziemlich alle anderen Teams, auswärts in Mainz einen Punkt geholt, gegen Dortmund Derbysieg eingefahren. Finde ich jetzt nicht sooooo schlecht.
    Die Pokalniederlage anzuführen ist recht billig, nachdem er erst zwei Tage zuvor als Trainer installiert worden ist.
    Das Ausscheiden aus der CL sehe ich jetzt nicht so dramatisch. Vercoacht oder gar sang- und klanglos ausgeschieden war’s zumindest nicht.
    Jetzt schon mehr oder weniger zu behaupten, dass man gegen Leverkusen schon verloren hat, tja, Glaskugel, schön‘ guten Tach…
    Dass Spieler so weit gehen zu behaupten, zwischen Keller und ihnen „passe kein Blatt“, kann ich nirgendwo rauslesen.
    Ein bisschen nüchterner und realistischer sollte man das alles schon betrachten.

  22. McP sagt:

    Gegen Variante 1 spricht, dass Heldt bisher dadurch auffiel, Entscheidungen auf die lange Bank zu schieben. Ich bezweifele, dass er jetzt schon weiß, was er mit wem und wann machen will. Gegen Variante 1 spricht, dass der Zeitpunkt mit dem bevorstehenden Spiel im Grunde nicht gut gewählt ist. Wenn man Rückenwind für eine pro-Keller Entscheidung braucht, sollte man die Kampagne doch eher vor einem „sicheren“ Sieg starten, oder nicht?

    Für Variante 1 spricht, dass möglicherweise gar nicht Heldt diese Entscheidung trifft (bzw. nur eine Stimme von mehreren ist). Für Variante 1 spricht, dass man bei einem Sieg gegen Leverkusen und anschließenden Pokalsiegen der Bayern und Freiburger quasi sicher im Eurogeschäft ist. Die Programmierung lautet dann vielleicht, wenn diese Bedingungen eintreten, dann …

    Ansonsten sehe ich erstmal nicht, warum nette Worte für einen Trainer gleich ein Problem oder Bärendienst sein sollten. Angestellten, von denen man sich trennt, wirft man doch auch im richtigen Leben noch warme Worte nach und schreibt ihnen ein „stets bemüht“ usw. ins Zeugnis.

    Aber mal ganz davon ab, wenn ich Spieler gut über ihren Trainer reden höre, habe ich eher ein ungutes Gefühl. Ich kann nicht mal genau beschreiben warum, aber ich höre da sofort Alarmglocken. Wenn der Trainer eine sehr charismatische Figur ist, dann habe ich dafür Verständnis. Ansonsten zweifele ich eher, dass ein Wohlfühltrainer der Spieler die beste Wahl ist. Das soll aber keine indirekte Kritik an Keller sein. Als Interimstrainer, der die Saison retten soll, würde ich auch erstmal am Athmosphärischen arbeiten, statt an Dingen, die sich mittel- und langfristig auswirken.

  23. blues sagt:

    @kippefell

    „….als Trainer installiert worden ist.“

    Das triffts fast genau. Keller wirkt in seiner Aussenwirkung und Selbstdarstellung eher so als sei er „Opfer“ und nicht Macher. Aber er sollte im Pokal das Weiterzukommen sichern, deshalb wurde er so schnell der neue Trainer.

    Das Ausscheiden aus der CL kann man sicher ebenso schönreden, wie das im Pokal. Es bleiben trotzdem verlorene Entscheidungsspiele. Und morgen steht wieder ein Entscheidungsspiel an. Gegen einen eher auch starken Gegner.
    Der Optimismus kann da wirklich nur aus der Hoffnung aber nicht aus der Erfahrung kommen.Da braucht man keine Kristallkugel.

    PS. Die Schalker B-Jugend fährt auch ohne Jens Keller bisher bis auf ein Unentschieden nur Siege ein. :-))

  24. kippefell sagt:

    Maddins Kommentar kann man eigentlich nur unterstreichen. Und zwar doppelt, und noch ein Ausrufezeichen dazu.

  25. kippefell sagt:

    Blues, welches „Schönreden“ meinst du?
    Was wird morgen entschieden?
    Fandest du Leverkusen am vergangenen Spieltag wirklich stark?
    Was tut das Abschneiden der B-Jugend zur Sache?

  26. blues sagt:

    Mit Schönreden meine ich: „das Ausscheiden aus der CL sehe ich jetzt nicht so dramatisch“,was ja bedeuted auf runde 10 Mill. Euro mal ebenso verzichten zu können. Kann auch heißen auf 10 Jahre Vianogo Sponsoring verzichten zu können oder sich noch zwei Obasitransfers leisten zu können.

    „Fandest du Leverkusen am vergangenen Spieltag wirklich stark?“
    Nein. ich fand uns gegen Nürnberg und Hoffenheim und Bremen mindestens eine Halbzeit lang ziemlich schwach.

    „Was tut das Abschneiden der B-Jugend zur Sache?“
    Kellers Leistungen dort wurden offiziell als eine seiner Leistungsbefähigungen für den Trainerjob genannt.

    „Was wird morgen entschieden?“
    Morgen wird entschieden ob wir noch Dritter werden können. Der dritte Platz bringt eine frühe Planungssicherheit für die nächste Saison.

  27. Markus sagt:

    Leute,
    nennt mir einen Buli-Spieler der gegen den eigenen Coach spricht.
    Selbst wenn der kurz vor dem Rausschmiss steht, wird nichts negatives gesagt. Auch hinterher wird selten nachgetreten, es besteht immer die Möglichkeit unter diesem Coach bei einem anderen Verein wieder zu spielen.
    Das gleich passiert doch in Nürnberg, Wiesinger ist Übergangstrainer und alle Spieler werden gefragt, ob sie unter Ihm weiterarbeiten wollen.
    Klar, alle sind dafür:-)
    Es gibt bei jedem Trainer Gewinner (Kolasinac, Hildebrand…) und Verlierer (Fuchs, Unnerstall…).
    Selbst diese Spieler werden sich pro Keller aussprechen. Obs die Wahrheit ist;-)?

  28. Der Hans sagt:

    Mit Schönreden meine ich: “das Ausscheiden aus der CL sehe ich jetzt nicht so dramatisch”,was ja bedeuted auf runde 10 Mill. Euro mal ebenso verzichten zu können. Kann auch heißen auf 10 Jahre Vianogo Sponsoring verzichten zu können oder sich noch zwei Obasitransfers leisten zu können.

    Ich fände es außerordentlich gut, wenn dadurch zwei Transfers der Marke Obasi verhindert worden sind. ;-)

    Kellers Leistungen dort wurden offiziell als eine seiner Leistungsbefähigungen für den Trainerjob genannt.

    Man könnte jetzt sofort mit dem Finger auf das einzige Spiel mit Punktverlusten zeigen und laut losschreien, dass dieses in die Nach-Keller-Zeit fällt. Also war die B-Jugend mit Keller besser. Eine ungefähr genauso gute Schlussfolgerung wie die verpassten CL-Millionen weiter oben.

    Morgen wird entschieden ob wir noch Dritter werden können. Der dritte Platz bringt eine frühe Planungssicherheit für die nächste Saison.

    Morgen wird einzig und allein entschieden, ob wir vor den letzten fünf Spieltagen einen, vier oder sieben Punkte Rückstand auf Leverkusen haben. Dritter können wir dann immer noch werden, egal wie es ausgeht.

  29. erda sagt:

    Meine Interpretation:
    Vor den letzten, entscheidenen BL-Spielen wird noch einmal öffentlich gute Stimmung auf Schalke gemacht. Dazu gehört auch, dass man sich hinter den Trainer stellt, damit die Fans ruhig bleiben.
    Wenn man die Saison dadurch halbwegs übersteht sind die Sprüche von Jones und Uchida Schnee von gestern, der niemanden interessiert.

    Die Fans schon darauf einzustimmen, dass Keller auch nächste Saison (1.Liga)-Trainer bleibt, wie hier vermutet wird: Das hat jetzt keinerlei Priorität und bringt dem Verein in dieser Phase auch nichts.

    @kippefell: *wenn* man zu dem ungewöhnlichen Schritt greift, einen Trainer ein paar Tage vor Winterpause und DFB-Pokal-Spiel auszuwechseln, dann weil man nur so Erfolgsaussichten sieht. Wenn der Erfolg solcher seltsamen Maßnahmen dann ausbleibt muss der neue Trainer sich das schon anrechnen lassen: Er war nicht der Heilsbringer für den man ihn so übereilt geholt hat!

    @kippefell und @all: Kann man endlich mal damit aufhören, bei Kritik an einem Trainer, der in seiner Karriere noch keine grossen Erfolge vorzuweisen hat, dafür aber ein Ausscheiden in DFB-Pokal und CL immer wieder „persönliche Ressentiments“ zu unterstellen?
    Ich käme mir verdammt dumm und unsachlich vor, wenn ich den Keller-Befürwortern unterstellen würde, dass sie vielleicht nur seinen Knackarsch geil finden.

  30. Ney sagt:

    Das Ausscheiden aus der CL war das, was uns eine Chance
    bewahrt hat, Platz 4 zu halten und Platz 3 eventuell noch
    zu ereichen. Das wird auch ohne Mehrfachbelastung sehr
    schwer, wenn so eine große Zahl Spieler verletzungsbedingt
    ausfällt oder gehandicapt ist (Farfan, Jones, Papadopoulos,
    Affelay, Huntelaar, sogar backups wie Metzelder, Obasi,
    Barnetta) oder außer Form (Neustädter, Fuchs).

  31. kippefell sagt:

    @erda und @blues:
    Interessant, dass ich von euch als Keller-Befürworter eingestuft werde, obwohl ich mich überhaupt nicht für ihn ausgesprochen habe.
    Die Installation vor dem Pokalspiel empfand ich eher so, dass man sich von einem Trainerwechsel an sich etwas versprochen hat (unabhängig davon, WEN man als Trainer installiert). Für mich geht dabei die Kritik an der Person Keller somit am Ziel vorbei. Da kann man die Vereinsführung für den Wechsel kritisieren, Kritik an der Person Keller ist da m.E. wenig fair. (Schon gar nicht, so zu tun, als sei er als „Heilsbringer“ vorgestellt worden)

    @blues: Das Ausscheiden aus der CL war für den Verein natürlich nicht schön. (Btw., wer sind wir eigentlich, dass wir mal eben so den Anspruch erheben, wie selbstverständlich zu den besten Acht in Europa zu zählen?). Das habe ich aber auch gar nicht gemeint, sondern die beiden Spiele für sich betrachtet im Hinblick auf die Trainerleistung. Von daher verbitte ich mir die Unterstellung der Schönrederei.
    Leverkusen: was haben unsere ersten Halbzeiten mit Leverkusen zu tun? Du schriebst von einem starken Gegner, darauf bezog sich meine Replik. Da kannste doch jetzt genauso argumentieren, dass wir Wolfsburg auswärts 4:1 weggeputzt haben, dafür Leverkusen sich zuhause gegen denselben Gegner nur zu einem 1:1 gewürgt hat. Du siehst, man kann es immer aus diesem und auch jenem Blickwinkel betrachten, wichtig ist m.E. dass man das auch tut, also nicht immer alles nur einseitig sehen.
    Abschneiden der B-Jugend: Tut einfach weiterhin nix zur Sache, selbst wenn selbige auf einmal nur noch Niederlagen kassiert. Was zählt ist die Arbeit von Keller mit der Profi-Mannschaft.
    Entscheidungsspiel: Wie Hans schon schrieb, nichts wird entschieden. Es folgen noch weitere fünf Ligaspiele. Es verschieben sich lediglich Ausgangslage und Wahrscheinlichkeiten.

    @erda: wo unterstelle ich Blues persönliche Ressentiments? Und warum eigentlich „immer wieder“???? Ich habe ihn lediglich danach gefragt, ob er eventuell welche hegt. Ist schon ein Unterschied.
    Ich empfände es schon mal als Fortschritt, sich nicht „immer wieder“ alles so zurecht zu biegen, um unserem Trainer irgendwie schlecht zu reden. Schwarzweißmalerei mag ich nicht, da gibt’s noch viele Töne dazwischen.

    Glück auf!

  32. blues sagt:

    @der hans
    „Dritter können wir dann immer noch werden, egal wie es ausgeht.“
    Fällt bei mir unter „Schönrechnen“! ;-)

    @kippefell
    „Schwarzweißmalerei mag ich nicht“
    Man sagt ja Pessimisten nach, sie würden in jeder Lösung ein Problem sehen. Aber ich sah ja in Keller weder eine Lösung noch in Stevens/Gisdol zum Zeitpunkt ihres Rausschmisses ein Problem. Was soll ich da machen? ;-)

    Gegen Keller habe ich nichts. Dagegen habe ich ein Problem mit der Vorstellungswelt von Horst Heldt, der die Art und Weise und den Zeitpunkt des Trainerrausschmisses für eine gute Idee und den neuen Trainer für einen guten Plan B hielt oder noch hält.

    Bei der Bekanntgabe, dass Keller das Traineramt übernimmt, war mein Tip, daß wir mit ihm nächste Saison nicht international spielen werden. Davon sind wir nicht allzuweit entfernt.

    Noch ein Nachtrag. Keller hat auf der PK nach dem Galatasaray Rückspiel festgestellt, dass er von der Mittelfeldraute Galas überrascht wurde und lange nicht wusste wie er reagieren sollte. Klassisch ausgecoacht. Kann passieren. Dass er dann aber 30 Minuten keine Lösung findet, ist vielleicht doch der fehlenden Erfahrung geschuldet…

  33. Torsten sagt:

    Wie blues im letzten Absatz schon schreibt: Das Rückspiel gegen Galatasaray kann man Jens Keller tatsächlich auf den Deckel schreiben. Und natürlich ging niemand „wie selbstverständlich“ davon aus, gegen Galatasaray per se weiterzukommen. Aber deshalb ist das Wie doch nicht egal.

    Mit sind alle Meinungen um Jens Keller herum zu laut. Im Fokus steht meines Erachtens Horst Heldt, aber ich mag die ganze Sache erst dann abschließend bewerten, wenn er die Karten auf den Tisch legt und endlich alle wissen, was Sache ist.

  34. kippefell sagt:

    @Torsten:
    Das Wie des Ausscheidens ist mir mit Sicherheit nicht „egal“, ich möchte es lediglich nur nicht in Hinblick auf die Trainerleistung überbewertet sehen.
    @blues:
    Na, da kommen wir uns doch schon mal sehr viel näher! :-)
    Dass man die Niederlage im Rückspiel gegen Gala als „vercoacht“ ansieht lasse ich gelten, ok! Ob es an mangelnder Trainererfahrung lag ist aber m.E. spekulativ. Fehler machen auch erfahrene Trainer. Zumal er ja auch erst während des Spiels reagieren musste und von daher nicht von vorneherein falsch aufgestellt bzw. die falsche Taktik gewählt hatte. Ob ein Huub Stevens in der Situation adäquat und schnell genug reagiert hätte? Man weiß es nicht.
    Mal drei plakative Beispiele zum Thema Trainererfahrung:
    Sir Alex Ferguson ist im Achtelfinale ausgeschieden, obwohl er aus dem Hinspiel in Madrid mit einem 1:1 eine nicht schlechte Ausgangslage hatte. Viele hielten Manchester für die bessere Mannschaft oder zumindest nicht für die schlechtere als Real. Gemeinhin kann man ihn wohl als den Trainer mit der größten Erfahrung im europäischen Spitzenfußball bezeichnen.
    Roberto Di Matteo wurde inmitten der letzten Saison vom Co-Trainer zum Cheftrainer gemacht. Er hatte vorher nur Erfahrungen in der dritten und zweiten englischen Liga gesammelt. Trotzdem gewann er die Champions League.
    Pep Guardiola trainierte lediglich ein Jahr lang die zweite Mannschaft des FC Barcelona und führte sie von der vierten in die dritte spanische Liga. Direkt danach wurde er zum Chefcoach ernannt und räumte gleich im ersten Jahr sämtliche Titel ab, die es zu gewinnen gab, national wie international.

    Letztlich nochmal zum Thema Jens Keller bzw. Horst Heldt zurück. Mir ist das alles noch zu früh, um die Entscheidungen als richtig oder falsch zu bewerten. Am Ende der Saison sollte man sein Urteil fällen, im Augenblick sehe ich doch eigentlich nur Tendenzen. Nicht mehr, nicht weniger.

  35. Grieche sagt:

    Heldt über die Position von Jens Keller: „Es hat sich bei mir eine klare Tendenz ausgebildet. Ich sage aber nicht, dass die Entscheidung schon gefallen ist. Sie haben mich nur nach der Tendenz gefragt. Was diese Tendenz beinhaltet, werde ich ihnen nicht beantworten.“

    Torsten, du scheinst recht zu haben.

  36. erda sagt:

    @kippefell: Man kann einen Trainer nicht nur dadurch unterstützen, dass man sich für ihn ausspricht.
    Mit deinem linken Versuch, allen Kellerkritikern persönliche Motive zu unterstellen unterstützt du ihn natürlich auch gewaltig.

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