Keller bleibt: Heldt scheitert erneut

Jens Keller bleibt vor allem deshalb Trainer auf Schalke, weil Horst Heldt nicht geschafft hat, einen „Wunschtrainer“ zu verpflichten. Dass Keller genügend Rückhalt erfahren wird, die nächste sportliche Krise zu überstehen, ist nicht zu erwarten. Die bestmögliche Chance auf einen Neuanfang auf der Trainerposition nach Ralf Rangnick wurde kläglich vergeben.

Ralf Rangnick war ein Wunschtrainer Horst Heldts. Als sich dieser krankmeldete wollte Schalkes Manager nicht die schnellste, sonder die beste Lösung. Er wollte einen Trainer verpflichten, der Rangnick ähnlich ist; und kam nur fünf Tage später mit Huub Stevens um die Ecke, dem Rangnick unähnlichsten Trainer in der Geschichte der Bundesliga. Die Zeit hätte eben gedrängt hieß es, zu dem Zeitpunkt hätte Heldt sein vorhaben nicht umsetzen können, die Vorraussetzungen seien schlecht gewesen.

Als Huub Stevens Mitte Dezember beurlaubt wurde und Horst Heldt ziemlich deutlich kommunizierte, dass Jens Keller die Mannschaft nur bis Saisonende betreuen würde, hätten die Vorraussetzungen besser nicht sein können. Fünf Monate Zeit um einen Trainer zu finden, der zu Beginn der Folgesaison startet. Fünf Monate, um ein Anforderungsprofil zu erstellen, Kandidaten zu scouten und eine entsprechende Liste abzuarbeiten.

Horst Heldt wollte Thomas Tuchel, er wollte Christian Streich, und wenn Armin Veh gewollt hätte, hätte „die Geschichte mit Schalke sicher an Fahrt aufgenommen“. Aber Veh wollte so wenig nach Schalke wie die anderen.

Deshalb darf Jens Keller weiter machen. Nicht weil sich in der Zwischenzeit irgendwas Grundlegendes verbessert hätte oder weil sein „schlüssiges Konzept die Entscheidungsträger überzeugt“ hat, wie nun der Öffentlichkeit weisgemacht werden soll. Nicht weil die Ergebnisse keine Entscheidung gegen ihn zugelassen hätte, seine Pflichtspielbilanz ist durchschnittlich (8 Siege, 4 Unentschieden, 7 Niederlagen). Nicht weil seine Präsenz überragt, so was wie Aufbruchstimmung konnte er nie entfachen. Er ist einfach nur da, wo von denen, die Horst Heldt wollte, keiner hin will.

Jens Keller mag ein guter Trainer sein. Dafür, wie er die ständigen ambivalenten Statements Tönnies’ und Heldts ertrug, hat er großen Respekt verdient. Trotzdem wird er auf Grund der Art und Weise des Zustandekommens seiner Weiterbeschäftigung das „Notlösung“-Label nicht so schnell loswerden. Auf WDR 2 wurde bereits nach der unsäglichen Niederlage gegen Stuttgart die Frage gestellt, ob er bei einer weiteren Niederlage in Freiburg nicht gleich wieder entlassen werden müsse. Ich denke nicht, dass Jens Keller derjenige sein kann, mit dem Horst Heldt durch „Dick und Dünn“ gehen wird. Dabei bräuchte Schalke genau das, einen Trainer, von dem die Klubführung so überzeugt ist, dass ihm auch kurzfristige Misserfolge zugestanden werden, um Kontinuität zu wahren, um Erfolg solide aufzubauen, statt ihn durch den x-ten Umbruch vom Umbruch mit zig Millionen erkaufen zu müssen. Einen Wunschtrainer.

Horst Heldt wird weiter suchen und weiter entlassen. Demnächst Jens Keller.



81 Kommentare zu “Keller bleibt: Heldt scheitert erneut”

  1. blues sagt:

    Kein Trainer will nach Schalke! Ja, das ist das bittere Fazit das man jetzt ziehen kann oder muss. Kaum Geld für neue Spieler, dazu ein hoch emotinalisertes Umfeld und die hohen CL Ansprüche. Da kann man fast nur scheitern.

  2. Detlef (doktor_d) sagt:

    Das Bittere ist doch wie du schreibst, dass keiner der Wunschkandidaten nach Schalke will.

    Ich sehe Keller auch nur als Zwischenlösung, so man ihn denn Lösung bezeichnen will. Aber vielleicht wächst er ja mit der Aufgabe.

    Ich rechne ihm hoch an, dass er bei dem ganzen Radau der um ihn herum war und ist, sowohl aus dem Umfeld, wie auch in den Medien, die Mannschaft dahin gebracht hat wo sie jetzt ist. Schon das haben ihm wohl viele gar nicht zugetraut.

    Sollte Keller wirklich schnell scheitern, bzw. man ihn früh entlassen, dann darf Heldt gleich mit gehen. Wer es in mehr als 1 Jahr nicht schafft einen Nachfolger für Ralf Rangnick zu finden, der agiert unglücklich um es mal so auszudrücken.

    Ich wünsche Jens Keller jedenfalls alles Gute und damit auch dem FC Schalke 04. Er ist jetzt mein Trainer.

  3. Backpacker sagt:

    Bei diesem Vorstand darf / muss man sich nicht wundern, wenn die Trainer hier bei uns absagen…

  4. Christian sagt:

    Leider alles wahr!
    Aus meiner Sicht sieht der HH
    Leistungsnachweis nicht nur bei
    der Trainerfrage sehr dünn aus.

  5. Ney sagt:

    „Horst Heldt wird weiter suchen und weiter entlassen. Demnächst Jens Keller.“
    Ich vermute eher, das Schicksal Heldts auf Schalke ist jetzt an Kellers Erfolg gekettet.

  6. skAndy sagt:

    Dabei bräuchte Schalke genau das, einen Trainer, von dem die Klubführung so überzeugt ist, dass ihm auch kurzfristige Misserfolge zugestanden werden, um Kontinuität zu wahren, um Erfolg solide aufzubauen, statt ihn durch den x-ten Umbruch vom Umbruch mit zig Millionen erkaufen zu müssen. Einen Wunschtrainer.

    Ich verstehe den Gedanken. Aber ich habe meine Zweifel, dass das Wunschtrainerlabel vor dem Pulverfaß retten würde.

  7. elmonolocoenelojodeltigre sagt:

    Ich habe letztens schon mal angetönt: Ich finde es toll, wie Barca zu seinem kranken Trainer steht. Da ist Haltung und Überzeugung hinter. Selten im Fussballgeschäft. Übertragen auf Ralf Rangnick: Wenn man von ihm überzeugt gewesen wäre, hätte man dann nicht einfach auf seine Genesung warten können? Gisdol und Eichkorn hätte ich die Interimszeit ohne Weiteres zugetraut. Wenn Rangnick nach der Auszeit zurückgekommen wäre, hätten wir jetzt schon mehr als zwei Saisons Kontinuität. Aber dazu gehört von Seiten des Vorstandes Haltung und Übereugung, wie gesagt. Und vielleicht hat Rangnick auch gespürt, dass die Voraussetzungen auf Schalke nicht ganz so waren, wie er es gerne gehabt hätte.

    „Horst Heldt wird weiter suchen und weiter entlassen.“ Das ist allerdings das, womit sich Heldt bislang in Stuttgart und auf Schalke ausgezeichnet hat.

  8. Christian sagt:

    Seit Samstag habe ich auch Zweifel ob dieser Keller ein guter Trainer ist!?
    Auch Motivation gehört zum Kompetenzfeld eines Trainers.
    61673 Menschen inkl. der Schwaben war am Samstag klar, das dieses
    Spiel sehr wichtig für Schalke ist, offenbar nur den 10 Akteuren im
    Schalke Dress nicht.
    Und das war auch nicht das 1. Spiel welches unter Keller mit so einer
    „Ist eh egal“ Einstellung verloren wurde.
    Die große Harmonie zwischen Trainer und Mannschaft wird und wurde
    ja oft dargestellt aber sie scheint nicht leistungsfördernd zu sein.
    Beispiel Fuchs: sein Stammplatz wurde von einem 20 Jährigen
    Jungprofi übernommen, der Samstag verletzt ausfiel.
    Man sollte meinen das ein (ok nur österreichischer!) Nationalspieler
    dann sowas wie „Ehrgeiz“ entwickelt, aber da war nichts.
    Seine Schwächen im defensiv Spiel kann und will ein Keller
    offenbar auch nicht abstellen.

  9. Die Sache mit der Verlustangst | WEB 0.4 sagt:

    […] nicht haben. Und wie sollen wir dann einen Startrainer bekommen. Also so einen, den wir ihn jetzt offensichtlich auch jetzt nicht bekommen. Und am Ende bleiben vielleicht sogar noch Fans weg. Und kaufen den […]

  10. derGrafschafter sagt:

    die MANNschafft ist gefordert. jens keller hat respekt verdient.
    er hat gute kontakte zur a- und b-jugend, hat nach stevens unter
    sehr schweren bedingungen die truppe einigermaßen auf kurs gebracht, ist kein showtyp. hat draxler vertraut und kolasinac hochgezogen, meyer
    schon mal spielen lassen. das ist die zukunft.
    und klar ist uns wohl allen, jemand, der dauerhaft mit schalke04 klar kommt,der muss erst noch geboren werden.

  11. francois04 sagt:

    Ich beurteile die Situation ähnlich skeptisch mache aber die vorherrschende Situation in erster Linie an der Vereinsführung fest. In erster Lnie natürlich an dem für Verpflichtungen verantwortlichen Horst Heldt. Da ich aber davon ausgehe, dass auch Heldt keine Entscheidung ohne Peters und Tönnies treffen wird/darf, sehe ich dort den Beginn des eigentlichen Übels.

    Wie sagt ein altes Sprichwort: Der Fisch stinkt vom Kopfe.

    Ich habe kein Hintergrundwissen und kann mich an dieser Stelle nicht sonderlich weit aus dem Fenster lehnen aber ich teile auch die Auffassung, dass mit Heldt, in seiner Rolle, nicht die optimalste Besetzung gefunden wurde.

    Weil aber in der Beständigkeit wohl eher das Heil liegt, sollten Heldt und auch Jens Keller nun die Chance erhalten, dem Verein im Laufe der nächsten Saison ihren Stempel aufzudrücken und die Mannschaft zu irgendeinem Erfolg zu führen.

  12. McP sagt:

    Bei der Überschrift dachte ich für einen Moment, Torsten meint es vielleicht ironisch. Leider sehe ich es genauso und hatte gehofft, dass hier an meiner Meinung etwas gedreht wird. Man möchte ja grundsätzlich optimistisch bleiben.

    Ich mag nicht glauben, dass Schalke keine Wunschtrainer bekommt. Ich denke eher, dass die Bemühungen nicht ausreichten, dass man nicht genügend Namen abgearbeitet hat und dass man hier an der falschen Stelle Geld sparen will. Keller wird auf lange, lange Zeit eine lame duck bleiben. Ich kann an so viel Ergebnisglück nicht glauben, als dass dies gut gehen könnte. Ich bezweifele auch, dass Keller ausreichend Gewicht hat, um die Mannschaft zu gestalten. Er ist mMn nur die ausführende Hand Heldts, also nicht nur für die Mannschaft sondern auch für den Manager ein Wohlfühltrainer. Erinnert mich beinahe an Slomka. Irgendwie da rein geraten, die Ergebnisse – je nach Sichtweise – so lala bis okay. Aber man hatte nie das Gefühl, der isses jetzt für die nächsten x Jahre. In der Begründung steht, dass der Kellervertrag auch Zeichen der eingeschlagenen Kontinuität sei. Na dann Glück auf Schalke, wenn ein halbes Jahr ohne Trainerwechsel dafür schon ausreicht.

    Ich habe mal eine Frage an Euch, wie Euer Innenleben bei solchen Vorgängen aussieht. Da ist eine sportliche Situation bei Schalke, wo Ihr eine komplett gegensätzliche Meinung habt. Also hier z.B. der Trainer (und/oder der Manager) wird es mittel- bis langfristig nicht bringen, zumindest nicht auf Schalke. Hofft Ihr dann insgeheim, dass es schnell gegen die Wand fährt, damit man mit einer Lösung weitermachen kann, die sich „richtig“ anfühlt. Oder drückt Ihr die Daumen, dass es irgendwie gut geht und man sich selbst getäuscht hat? Variante B ist natürlich naheliegend. Aber wenn man so überhaupt kein Vertrauen hat, will man dann wirklich hoffen, dass die Ergebnisse der nächsten 2-3 Jahre keine Veränderungen erzwingen? Schwingt nicht zu sehr das Gefühl mit, dass das alles vergeudete Jahre sind?

  13. Uvok sagt:

    Die Frage ist doch ob wir uns demnächst nicht eher lieber einen neuen Manager als Trainer suchen sollten.

    Jens Keller ist auch sicher eine Wahl von HH, um jemanden an der Seite zu haben der nicht wiederspricht und egal wie auch jede Vorgabe aussehen wird , tonlos folgen wird.

    Eins muss man dem Manager Heldt zugestehen. Er hat aus dem besonderen Verein Schalke 04, einen Charackterlosen Verein gemacht und das finde ich schon erstaunlich.

  14. RWDJojo sagt:

    Schalke und seine Trainer… eine unendliche, peinliche Geschichte!!! Mal ganz unabhängig von der Person des Trainers, verstehe ich den Zeitpunkt für die Bekanntgabe der Verlängerung nicht. Angeblich war ja schon vor einigen Wochen alles klar (Aussagen Tönnies im Sport-1-Doppelpass). Dennoch wurde wöchentlich ein neuer Name gehandelt, weil Schalke sich nicht positioniert hat. Dieses Gehampel sorgt nun dafür, dass Keller als B-Lösung darsteht. Das Gerücht, dass Keller nur weitermachen darf, wenn er Platz 4 erreicht war doch ok. Man hätte also noch ein paar Tage warten müssen mit der Bekanntgabe. Hätte Keller Platz 4 verpasst (was er ja immer noch kann), dann hätte man eben am 19.05. gesagt, dass man dennoch von Keller überzeugt ist und fertig. Dieses Rumgeeiere im Vorfeld war einfach nur wieder typisch Schalke!!!

    Ob es wirklich andere Kandidaten gab und Keller nur weitermachen darf, weil kein anderer es machen will, ist Spekulation. In meinen Augen gab es neben Keller eh nur 4 ernsthafte Optionen.

    Veh
    Streich
    Tuchel
    Di Matteo

    Die ersten drei wären bekloppt, würden Sie sich derzeit Schalke antun. Alle drei sitzen in ihren Vereinen fest im Sattel und dürfen sich auch mal schwächere Phasen erlauben. Frankfurt und Freiburg können am Ende sogar vor Schalke stehen. Die Chancen mit Schalke genauso viel Aufsehen zu erregen sind eher gering.
    Und für di Matteo war Schalke wahrscheinlich nur eine Option bei sicherer CL-Teilnahme.

  15. Schalker1904 sagt:

    Meiner Meinung nach ist Heldt unser Untergang !
    Bei der Vertragsverlängerung von Raul hat er schon Mist gebaut, als Raul ein 2-Jahres Vertrag wollte, hat Heldt gesagt, dass er erst überlegen müsse und Raul nur ein 1-Jahre Vertag angeboten…RAUL WIRD ABER AUCH IN 2 JAHREN NOCH EIN ÜBERRAGENDER FUßBALLER SEIN.
    Dann Keller zu verlängern, 2! Spieltage vor Schluss, obwohl er soviel Zeit hatte um einen neuen Trainer zu suchen. Außerdem wollte Helft Kanidaten wie Effenberg (kotz).
    Ich hoffe Schalke trennt sich so schnell wie möglich von HH.
    Glück auf

  16. Grieche sagt:

    Ich glaube auch, dass viele Wunschtrainer aus Deutschland Heldt abgesagt haben (RWDJojo hat sie schon aufgezählt). Heldt wollte explizit einen, der gut Deutsch spricht, was ich nachvollziehen kann, weshalb aber Trainer aus dem Ausland (David Moyes und Rafa Benítez wurden ja mal gehandelt) nicht infrage kamen. Und bei Di Matteo (der sehr gut Deutsch spricht) hieß es immer, dass er nur kommt, wenn Schalke in die Champions League kommt. Und da dachte sich Horst Heldt vielleicht: Wenn Jens Keller Platz 4 schafft und wir ihn dann trotzdem nicht weiterbeschäftigen, versteht das kein Mensch, da machen wir lieber mit ihm weiter und verkaufen das als Kontinuität („Keller war immer unser erster Ansprechpartner“).

  17. peterausge sagt:

    Torsten, du hast es mal wieder sehr gut beschrieben.
    Die ganze Aktion war mal wieder keine Glanzleistung von Horst Held.
    Überhaupt hat er bis jetzt nicht sehr viel richtig gemacht. Schade.
    Denke das einige Leute an der Spitze ausgetauscht werden müssten.
    Es wird nicht sehr professionell gehandelt. Leider.

  18. Christian sagt:

    Meine Zweifel an der Kompetenz von Herrn Keller wachsen.
    Heute ist „trainingsfrei“ auf Schalke.
    Wahrscheinlich weil die Mannschaft ja alles so gut kann.

    Allein die Defizite im Bereich der Standards schreien zum Himmel.
    Freistöße und Ecken sind bessere Lachnummern und eine regelmäßige
    Kontereinladung für den Gegner.

    Ein Trainer sollte vor einem so wichtigen Spiel dankbar sein
    für jede Trainingsmöglichkeit, aber scheinbar nicht Herr Keller.

    Mir geht es jetzt nicht um ein sogenanntes „Straftraining“ aber
    wann und wie sollen diese Defizite wenn nicht durch Training
    behoben werden?!

  19. elbdeichrutscher sagt:

    Mir wäre nach Spott und Häme, aber weiterhelfen würde das ja auch nicht.
    Ich hab’s neulich schon geschrieben, dass zu befürchten ist, Heldt hat keinen Plan gehabt…

    Jetzt auf Jens Keller zu setzen hat den ( vielleicht derzeit einzign) Vorteil, dass man ihn „am billigsten“ loswird, wenn es nicht läuft wie erhofft. Also, warten wir mal ab, was der letzte Spieltag bringt, welche Transfers möglicherweise zu und von uns folgen…und dann weiter in der nächsten Saison, bis zum x. Spieltag mit diesem Trainer.
    Nichts gegen Keller, vielleicht kann er mit einem nach seinen Ideen mitgestalteten Team ja echt was erreichen – und wenn es nur Stabilität ist. Immerhinhat er es geschafft, den völligen Absturz aufzuhalten und das Team wieder hochzubringen ( noch ohne Stbilität allerdings…)

    Und ansonsten ist es wohl so – kein „vernünftiger“ Trainer höherer Qualität will zu uns…was ein Signal ist. Vermutlich nicht gegen das Team, aber gegen das Management.

    Bitte, um mich richtig zu erfreuen, kann mir noch jemand verraten, wie hoch die Bezüge des Managers sind?

  20. erda sagt:

    Ich war von Anfang an enttäuscht, dass ein international spielender Verein die Mannschaft seinem Jugendtrainer anvertraut und es kam dann in der Cl ja auch so, wie ich es befürchtet habe.
    Mal abgesehen von der fehlenden Erfahrung und der mangelnden Erfolge werd ich mit dem Typen auch sonst einfach nicht warm. Dass er ausgerechnet einen meinen Lieblingstrainer ersetzt hat macht es auch nicht einfacher.
    Seit der „CL-Achtelfinale und 2.Platz in der Bundesliga. Ab jetzt wird alles nur noch toll“-Euphorie im letzten Herbst und dem anschließenden Kater inkl. Trainerwechsel hab ich ein Stück weit die Lust an Schalke verloren.
    Ich denke, „Schalkefan“ nenn ich mich erst wieder wenn wir wenigstens einen vernünftigen Trainer haben, der dem Verein angemessen ist.
    …aber die paar Monate werd ich schon überstehen.

  21. Daniel Ku. sagt:

    @erda: Dat sind mir die liebsten! Kommste halt wieder, wenns gut läuft, ne…
    Schon komisch, denn in solchen Momente merke ich erst, wie sehr ich Schalkefan bin!
    Wie ich schon meinem Sohn erklärte, der fragte, woran man denn merkt, was für ein Fan man ist: Man ist nicht Fan der Mannschaft, bei der man sich am meisten freut, dass sie gewinnt, sondern von der, bei der es einem am meisten wehtut, wenn sie verliert!

  22. papajoe sagt:

    mein Eindruck aus der Ferne: Keller macht vieles richtig. Die Vereinsführung hat seit Verabschiedung von Ralf Rangnick nicht wirklich einen Plan. Sehr gut beschrieben Torsten.

  23. Kowski04 sagt:

    Kritische Töne.
    Endlich.
    Alles Verlorene Zeit, leider. Stillstand bis Rückschritt. Schade.
    Warum darf hier ein HH und Wurstpelle eigentlich ohne Korrektiv basteln?
    Aber was will man auch erwarten, wenn in der Nordkurve das Top Thema Ticketportale etc. ist. Man möchte doch eigentlich Büskens und Untertage-Museums Touren.
    Mit dem MGMT werden wir nur weitere Zeit verlieren und weiter Träumen dürfen.
    Die Musik spielt woanders.

    Glück Auf

  24. Volker sagt:

    Es ist bestimmt nicht hilfreich vor unserem Endspiel alles in frage zu stellen. Supportet unseren S04. Nach der Saison können wir alles hinterfragen. Also ich möchte in die CL. In diesem Sinne. BWG

  25. matz sagt:

    Zitat:
    Warum darf hier ein HH und Wurstpelle eigentlich ohne Korrektiv basteln?

    Die Frage dürfte sich bei einem kurzen Blick in die Vereinsstrukturen von alleine beantworten.

  26. matz sagt:

    Wunschtrainer war in meinen Augen Armin Veh. Der ist nun bekannt eigensinnig und macht lieber sein eigenes Ding. Nach der Absage war eben kein Plan B da. Wunschtrainer kann es per definitionem ohnehin immer nur einen geben.

  27. HH@online.de sagt:

    Über Wochen und Monate wird spekuliert, wer denn nun der Nachfolger von Keller werden könnte. Es schien als stecke ein echter Plan dahinter bis zu einer endgültigen Qualifikation (ja/nein CL)zu warten. Welche Eingebug HH und WurstOfficer nun hatten frühzeitig voll auf Keller zu setzen wird sicher deren Geheimnis bleiben. Ehrlich gesagt möchte ich es auch gar nicht wissen, da es so unerklärlich Widersinnig ist und wir bei einer Niederlage gegen Freiburg die nächste Trainerentlassung sehen werden und zzgl. Abfindung zahlen werden. Ohne Not wird hier mit Geldern des Vereins verantwortungslos umgegangen und wir sind erneut Zeuge des Schalker Problems geworden. Der Verein leidet unter anhaltender Erfolgslosigkeit des Managements. Schalke war doch für viele erfolgreiche Trainer mehr ein Karriereknick als eine Erfolgsstory. Von Heynckes über Slomka, Magath und 2.Periode Stevens zzgl. der ganzen NoNames ist Schalke stets ein sportlicher Flop für die genannten gewesen. Den einzigen Trainer/Manager der strukturell an der „Schalker Erfolgslosigkeit“ etwas ändern wollte haben wir für viel Geld verjagd FM.
    Der nächste bitte auf die Bank

  28. DeepBlue sagt:

    Ich mag diese Wunschtrainerdiskussion nicht – und sie ist in meinen Augen auch völlig überflüssig. Die Erfahrung der letzten Jahre, ja Jahrzehnte zeigt doch: Selbst, wenn sich Schalke einen Trainer backen könnte, würde der früher oder später scheitern!

    Am Vorstand oder Aufsichtsrat, am Präsidenten, an den Möchtegernstars unter den Spielern, am überzogenen Anspruch des Publikums, an den Fans, an sich selbst, an was auch immer.

    Wir hatten sie doch alle schon, die Wunsch-, die Erfolgs-, die Supertrainer.

    Sucht Euch doch aus der Zeit seit 1980 einen Namen aus:
    Ferner, Ristic, Schafstall, Lattek, Heynckes, Stevens, Rutten, Rangnick, Magath, …

    Sie waren doch alle schon da, und alle – selbst unser Jahrhundertrainer Huub Stevens – sind letztendlich an Schalke gescheitert.

    Das Problem ist doch nicht der Trainer selbst. Das Problem ist doch vielmehr, dass es auf Schalke ein Umfeld mit extrem hoher Reibung gibt.

    Wie es Rudi Assauer mal treffend formuliert hat: „Entweder schaffe ich Schalke oder Schalke schafft mich.“ Auch er ist an Schalke gescheitert.

    Kaum an anderer Verein hat eine solche „Erfolgsserie“. Darauf können wir aber nicht stolz sein. Ein wenig mehr Ruhe, ein wenig mehr Durchhaltevermögen wäre allen zu wünschen. Wie in Dortmund, wie in Bayern, wie in Bremen.

    Wie bei Jens Keller!

    GlückAuf.

  29. Klopenner sagt:

    Eines unserer größten Probleme ist das Leck, durch welches immer wieder Interna an die Öffentlichkeit gelangen. Sei es ein offensichtliches durch Tönnies, der seinen Mund nicht halten kann (Doppelpass Story) oder ein nicht ganz so offensichtliches. Woher weiß die Presse denn andauern von Veh, Streich, Effenberg etc.? Von offizieller Seite kommen da immer Dementis bis es doch einer zu gibt.

    Wir müssen erst mal lernen die Klappe zu halten und der WAZ nicht alles zu stecken.

    Das Händchen von Horst Heldt ist nicht gerade ein glückliches. Soviel sollte mittlerweile klar sein.

    Die Raul Geschichte war schon nicht die beste, der Umgang mit Rangnicks Erkrankung, Farfans Vertragsverlängerung nach ewigem Hin-und-Her. Die Installation von Huub Stevens, Huntelaars großzügiger Vertrag, die Demontage von Huub Stevens und Jens Keller als Phönix aus der Asche, die Suche nach einem neuen Trainer. Nicht unbedingt in chronologischer Reihenfolge.

    Aber den Vogel abgeschossen hat er jetzt mit der Verlängerung von Keller. Warum? Warum jetzt? Laut Tönnies stand alles bereits vor Wochen fest. Ich war immer der Meinung, dass es dann nicht Keller sein könne, weil man das doch ganz einfach hätte sagen können. Tat man aber nicht. Es blieb ein Geheimnis. Jetzt ist das Geheimnis gelüftet. Wahnsinn. Überraschend ist es sicher, aber sinnvoll?
    Was macht Keller so viel besser? Okay, wir hatten ein Krise und viele Verletzte, aber im direkten Bundesligavergleich mit Stevens

    Stevens: 7-4-6 27:25 25 Punkte (komplette Hinrunde)
    Keller: 8-3-5 29:24 27 Punkte (Rückrunde)

    Keller kann also auf 2-5 Punkte mehr kommen und er wird in den Himmel gelobt? So ganz plötzlich? Vergessen ist das Ausscheiden im Pokal – was vermutlich auch unter Stevens passiert wäre – und das Ausscheiden in der CL mit keinem Sieg aus 2 Spielen, nachdem wir vorher ungeschlagen waren.

    Die Rückrunde hatte sicher ein paar Highlights, aber die hatten wir in der Hinrunde auch. Und meistens fängt sich eine Mannschaft nach einer Krise immer selbst. Sofern sie über individuelle Klasse verfügt. Und die haben wir ja zweifellos.
    Ist es also Jens Keller gewesen, der die Mannschaft aus der Krise geholt hat? Seine Arbeit ist in der Bundesliga jedenfalls nicht enorm besser, als es die von Stevens war. Darauf jetzt aufzubauen ist einzig und allein der mangelnden Alternativen geschuldet, die unser Verein als Ganzes zu verantworten hat.
    Die Rückrunde als Erfolg zu verkaufen, liegt doch nur daran, das die Erwartungen nach der Krise im „Keller“ (Achtung Wortspiel) waren.

    Ergänzend sei dem Heldt noch die Draxler Verlängerung auf die Fahne geschrieben. Wahnsinns Leistung. Draxler hatte noch 3 Jahre Vertrag ohne Ausstiegsklausel. Wie teuer wäre er da wohl 2014 oder 2015 gewesen? Jetzt zu verlängern finde ich vollkommen richtig, aber wenn man bedenkt, dass wir jetzt auf jeden Fall 3 Jahre lang 1,5Mio MEHR bezahlen als es vorher der Fall war, also 4,5 Mio und dafür eine Summe kassieren könnten, die Vereine wie München und Madrid etc nicht mal zucken lässt, hat eigentlich nur Julian alles richtig gemacht. Mehr Geld, ne offene Tür für einen Wechsel und automatische Marktwertsteigerung.
    Dieses ganze Theater mit den Werbefahrzeugen dagegen halte ich für billig, traurig und teilweise peinlich. Den Abend vorher noch sagen, es sei noch nichts unterschrieben, aber am nächsten Tag Werbung fahren lassen. Die Plakate wurden also in einer Nacht-und-Nebel-Aktion gedruckt und auf die Fahrzeuge geklebt? Ahja. Klar war das schon lange bekannt, sowas plant man nicht über Nacht. Ansich auch nicht verkehrt, aber das darf dann vorher nicht an die Öffentlichkeit. Wieder dieses Leck! Das ruiniert dann direkt die ganze Show. Schalke eben!

    Wenn Tönnies nicht lernt seine Klappe zu halten und Heldt nicht lernt ordentlich zu handeln, dann wird das auch in den nächsten Jahren nichts. Weder mit Keller, noch mit DiMatteo, Effenberg, Tuchel, Streich oder auch nicht mit Klopp!

  30. matz sagt:

    Ah, es geht wieder los, das gnadenlose Herunterschreiben unseres Vereins.

    Mirko Slomka hat bei uns also einen Karrieknick erhalten. Hatte der Mann ohne uns überhaupt eine Karriere? Cheftrainer bei TeBe Berlin? Und Huub Stevens war was, als er zum 2. Mal zu uns kam? Richtig: arbeitslos. Und wer hat ihm überhaupt eine Karriere in Deutschland ermöglicht? Der angeblich an Schalke gescheiterte Rudi Assauer, der mit diesem Verein einen Europapokal und zwei DFB-Pokale gewonnen hat, ihn zu einem der umsatzstärksten Vereine Europas und zu einem Top 3 -Verein in Deutschland (samt Top-Stadion) aufgebaut hat (und ich bin noch nicht einmal ein Fan von ihm gewesen). In der gleichen Zeit haben Vereine mit gleichen Voraussetzungen offensichtlich ein Imperium aufgebaut, das uns vor Neid erblassen lässt: Köln, Frankfurt, Stuttgart, Mönchengladbach, der HSV. Kaum ein anderer dieser Vereine hat offensichtlich je ein Manager- oder Trainerproblem gehabt. Nur wie. Da wünschen wir uns dann das Durchhaltevermögen der Bayern, die Meistertrainer wie van Gaal oder Magath rausgeschmissen haben oder totale Fehgriffe wie Klinsmann oder Nerlinger mit viel Geld (das wir nicht haben) korrigieren mussten.

  31. Poeli Mann sagt:

    Allenthalben hört man von Schalkern „nichts gegen Keller, aber er bringts einfach nicht“, das ist nicht konstruktiv und fair schon gar nicht. Ich denke er macht seine Sache nicht schlecht, seine Bezüge werden nicht die grôssten sein. Und muss es immer der „Startrainer“ sein? Ich denke von dennen hatten wir die letzten Jahre genug, erfolgreicher waren sie auch nicht. Ausgenommen der unglückliche Ralf Rangnick. Und einen Trainer der nur Schalke ins Spiel bringt um seine Bezüge zu erhöhen brauch ich auch nicht.

  32. hendrik sagt:

    Eigentlich ne intelligente Entscheidung. Machen wir uns nichts vor: Bei fehlenden Ergebnissen wäre ein Tuchel genauso nach einem halben Jahr gefeuert wie Keller. Weil der Verein immer noch 10-20 mio mehr für Gehälter ausgibt, als er sich leisten kann. Dann ist ja klar, dass keine Geduld möglich ist, wenn die champions league unbedingt erreicht werden muss.

    Wenn man dem „Dortmunder Modell“ folgen will, muss man Leute wie Huntelaar und Farfan verkaufen (zur Not verschenken, wenn niemand sonst das Gehalt zahlen will) und mit Phillip Hofmann als Mittelstürmer und Max Meyer als Rechtsaussen in die Saison gehen.

    Leider klappt das „Dortmunder Modell“ auch nur einmal in 100 Versuchen, denn die quasi perfekte Transferbilanz lässt sich auch mit dem besten Manager der Welt wohl kaum wiederholen. Keine schöne Situation.

  33. schortyxxl sagt:

    Man sagt immer „Der Fisch stinkt am Kopf“. Was in dem Beitrag steht ist alles richtig und ich unterstütze das voll. Es geht ja nicht nur um den Trainer. Ich stelle jetzt die Frage „welchen Spieler hat Horst Heldt geholt der Schalke sportlich geholfen hat??????“ Herr Heldt gehört entlassen und das sofort. Aber es ist ja bald JHV und da wird der Baum brennen. Außerdem muß ein anderer Aufsichtsrat gewählt werden……

  34. Dodo 04 sagt:

    Das eigentliche Problem bei uns hat einen Namen !!!
    Nämlich : Horst Held.

    Ich sags nur ungern , aber es wird Zeit für ihn zu gehen.

  35. Poeli Mann sagt:

    Geduld ist eine Eigenschaft die Schalke nie ausgezeichnet hat. Das zieht sich aber vom Vorstand bis zur Basis durch. Konsequent.

  36. Manfred sagt:

    Für die aufgebrachte Masse hier einige Vorschläge zum Vortrag auf der JHV:
    Clemens ist alles Wurst.
    Jens geht’s schneller in den Keller.
    Horst Heldt, was er verspricht.
    Alle Spieler in nen Sack – Knüppel drauf, ihr spielt nur Kack.
    Mit Papa wär das nicht passiert, der hätt Ibisevic rasiert.

    Reicht? Fein.

    Ansonsten: was Poeli Mann sagt.

  37. matz sagt:

    @ Manfred: :-)

  38. Heiko Gauditz sagt:

    Da isser wieder der FC Schalke, ich glaube es einfach nicht ! Draxler verlängert langfristig mit `ner Ausstiegsklausel die uns mal richtig Geld bringt, falls er doch irgendwann gehen sollte. Höwedes verlängert, Meyers Vertrag wird verlängert, Hoffmann kommt zurück, wir spielen sicherlich nicht die beste aber sicherlich auch nicht die schlechteste Rückrunde UND ….es wird gemeckert ! Es ist einfach nur noch zum Kotzen, alle wissen alles immer besser, ein jeder kann die Mannschaft besser aufstellen als der Trainer und absolut jeder kann ja bei uns Öffentlichkeitsarbeit besser als irgendjemand da kann mittlerweile, glaube ich kommen wer will.
    Beschämend ist das uns „die anderen“ vormachen wie es gehen kann. Gut bei denen gab es auch in der Zeit wo Klopp kam nichts, aber auch gar nichts mehr zu verlieren, aber zwei Jahre den Trainer in Ruhe arbeiten gelassen (bei uns wäre der Mann wohl schon nach `nem halben Jahr rausgeflogen), ein schlüssiges Konzept erstellt, viele andere Sachen zumindest nicht verkehrt gemacht und siehe da !
    Aber der FC Schalke gibt seinem neuem – alten Trainer Feuer und dem Rest natürlich direkt mit, WARUM NUR ? Mir will das nicht ins Hirn, alles nur um, ja um was eigentlich ? Bin mal gespannt wenn es nächstes oder übernächstes Jahr erfolgreich laufen sollte wer dann am lautesten schreit ich habs ja immer schon gewußt !

    Ich für meinen Teil, finde auf jeden Fall die Arbeit von HH und JK und auch von CT in Ordnung, Probleme habe ich an und für sich nur mit PP und unserem Teflon Mann und der viagogo Entscheidung, aber für sowas haben wir ja eine Hauptversammlung. Und auch hier finde ich den Versuch nicht schlecht über „nen Familientag“ mehr Mitglieder zu ziehen, ob die dann alle bleiben wenn die Show vorbei ist bleibt abzuwarten, höchstwahrscheinlich werden es dann sowieso wieder nur zwischen drei u. viertausend sein die da bleiben und wieviele aus den Foren da sind würde ich persönlich auch mal gerne wissen, denn anonym zu was in einen Blog zu schreiben ist für viele wohl allemal bequemer.

    Also, lassen wir uns doch endlich mal Zeit, der Mannschaft, dem Trainer und und und, und vielleicht klappt es ja dann mal richtig gut !

    in diesem Sinne : Ein Leben lang…bis in den Tod

    Glück auf !

  39. Udo sagt:

    Ich gebe dem Gespann Held/ Keller 5 Spieltage in der neuen Saison dann ist Feierabend. Ich kann aber auch die Mannschaft nicht verstehen bei so einer Chance brauch ich keinen der mich motiviert da muß ich von mir aus motiviert sein ansonsten scheint es den Spieler scheiß egal zu sein wo man spielt das ist für mich als Fan nicht nachvollzierbar

    Glück auf

  40. Poeli Mann sagt:

    An der Motivation wird es nicht gescheiteret sein, die Spieler wissen ja auch um was es geht, aber wenn es um was geht haben wir seit dem Finale in Berlin gegen den MSV nichts mehr gerissen. Ist auch eine Art Tradition, selbst diese kann man noch Vermarkten, wenn man es geschickt macht…

  41. MarkusWiesbaden sagt:

    Ich kann mich da der Meinung von Torsten nur anschließen. Auch ich habe weder den Zeitpunkt der Trainerentscheidung noch die eigentliche Entscheidung verstehen können. Was HH angeht, ist eigentlich alles gesagt. Nach 37 Jahren Schalkefan ( die ersten 5 Jahre war ich mit Laufen lernen beschäftigt, dann hat Opa mir mein erstes Trikot geschenkt) wäre ich so froh, einmal Kontinuität in meinem Verein zu erleben. Bleibt wohl weiterhin ein Traum. Aber eins ist sicher: ich entlaste den Vorstand nicht bei der JHV! Und das ich mir das Stuttgart Spiel bei 34 Grad im Urlaub hab ansehen dürfen, war auch kein Trost. Fragt mal meine Frau… Wie auch immer, es geht weiter. Irgendwie.

  42. matz sagt:

    Den Vorstand auf der JHV abzusetzen und den Verein damit führungslos zu machen, entspräche deinem Wunsch nach Kontinuität?

  43. MarkusWiesbaden sagt:

    @ Heiko
    Muss mir in der Uniklinik nur noch Frei verschaffen, dann bin ich da. Muss ja auch mal wieder die Eltern besuchen…
    Ich fürchte halt das mit Jens wird nix langfristiges…
    Aber ich irre mich auch gerne, dann werde ich aber trotzdem nicht warm mit Keller. Muss ich aber auch nicht. Mein Problem;-)

  44. MarkusWiesbaden sagt:

    Hallo Matz,
    Nein, dass hat nix mit Kontinuität zu tun. Das ist mir schon klar. Aber ich hätte gerne einmal Ruhe im Verein und das man sich wieder auf das Wesentliche konzentriert. Die Ganzen Geschichten die in die Öffentlichkeit getragen werden, Clemens als oberster Plapperkönig, Effenberg, Kahn, was alles so erzählt wird, Showautos vorm Idunapark, eine JHV mit Jahrmarktatmosphäre, ich kann das alles nur noch schwer ertragen. Aber auch wenn ich nur noch selten in Gelsenkirchen im Stadion bin, bleib ich bei allem was passiert natürlich ein Blau Weißer. Und ich mag auch die ganzen unterschiedlichen Meinungen rund um Schalke. Das macht den Verein aus. Aber vielleicht wäre ein rigoroser Schnitt nicht verkehrt. Ich werde es halt nicht erleben. So isset eben…

  45. Oebel sagt:

    @christian: am Montag mag kein Training stattgefunden haben, aber es gab am Sonntag Blutgrätschen-Training mit Keller himself. Es ist immer wieder schön zu beobachten, dass negative Ergebnisse die Kommentatorenzahlen hochschnellen lassen. Wer hätte denn als Trainer mit langfristiger Perspektive verpflichten werden sollen?Mit Tuchel und Favre fielen zwei Trainer aus, die meiner Ansicht dem Verein gut getan hätten. Beide sind langfristig gebunden gewesen, wobei beide Trainer zurzeit auch nicht erfolgreicher sind. Bei Mainz ist das aufgrund des geringeren Budgets nachvollziehbar, bei MG sieht es schon anders aus. Offensichtlich sind viele Trainer von den Gegebenheiten auf Schalke abgeschreckt. Ich persönlich hätte mir Luhukay vorstellen können, der eine angenehm unaufgeregte Art besitzt. Ich finde mit Keller hat man die richtige und nachvollziehbare Wahl getroffen. Heldt muss von ihm überzeugt sein, sonst hätte er nicht diese Wahl getroffen. Sollte nicht die CL erreicht werden, ist auch er derjenige mit dem man konsequent einen Neuaufbau mit z. T. jungen Spielern
    wagen kann. Ich finde, dass man seitens der Vereinsführung nur den Zeitpunkt falsch gewählt hat. Eine Verkündung nach dem Saisonende hätte nicht so eine schwere Hypothek für Keller hinterlassen. So entsteht ein noch größerer Druck für ihn. Ein ähnlich strategisch dummer Fehler, wie er bereits gemacht wurde als vor dem Pokalspiel die Demission von Stevens veranlasst wurde. Jetzt wurde wieder unnötig eine Entscheidung herbeigeführt. Mich interessiert, warum man seinerzeit nicht Gisdol die Chance gegeben hat? War er sich für eine Interims-Lösung zuschade?

  46. Der Hans sagt:

    Das Schalke, das ich liebe und das mich gleichzeitig so oft zum Verzweifeln bringt, wurde hier mal wieder innerhalb von 12 Stunden wunderbar und zu ungefähr 1904% passend durch die Kommentare dargestellt.
    Da wird die Trainer-Kontinuität der Bayern hoch gelobt (acht Trainer in den letzten 10 Jahren), die Rückrundenbilanz (nur Bayern, Dortmund und Leverkusen waren von Spieltag 18 bis 33 besser) infrage gestellt, als Hauptverantwortlicher Horst Heldt herangezogen (ganz so, als sei vor Heldt immer alles schiedlich-friedlich und in bester Harmonie abgelaufen) und zu guter Letzt mal wieder Felix Magath als der einzig fähige Mann, der in der letzten Dekade auf Schalke wirken durfte hingestellt. Das ist doch genau das, weshalb wir alle immer noch dabei sind und uns diesen Scheiß Woche für Woche wieder antun. :-)

    Zum Thema: Ich halte, auch wenn der Zeitpunkt kombiniert mit früheren Aussagen (Tönnies, Doppelpass) meiner Meinung nach höchst unpassend ist, Jens Keller durchaus für einen fähigen Mann, der es sich verdient hat, auch über das Saisonende hinaus den Cheftrainer zu geben.

  47. Büskens04 sagt:

    Wer sich die bisher 44 Spiele der Blauen in der laufenden Saison nochmal vornimmt, wird feststellen, das sehr viele das Prädikat „Ich kann es nicht fasen“ verdient haben – bei mir sind es 18.
    Was auch immer das für Gründe hat, sowas darf nicht passieren!!!
    In allen Wettbewerben gute Chancen auf bessere Platzierungen verschenkt. Sowas kann mal passieren, aber nicht in der Vielzahl.
    Das Auftreten der Mannschaft einerseits, sowie das Erscheinungsbild des Vereins durch die Führungsetage andererseits ist umwürdig bis peinlich.

    Statt ständig neue und überflüssige Peinlichkeiten zu produzieren –
    wie wäre es mal wieder mit Zurückhaltung und ehrlicher Maloche?
    Glück Auf!

  48. hellwach sagt:

    @Oebel und der Hans (müsste eigentlich heißen „Hans und Der Oebel, oder?)

    Danke, wohltuend unaufgeregt und doch treffend. (Was nichts daran ändert, dass Torstens Blogbeitrag die Lage richtig beschreibt).

  49. Rjonathan sagt:

    Jau, die Sache ist Mist.
    Aber mit Affelay, Bastos und Raffael hat Heldt diese Saison wenigstens für halbwegs schlankes Geld den Kader mit internationalen Leuten und Erfahrung verstärkt. Das fand ich gut, wenn auch nicht nachhaltig.

  50. Carlito sagt:

    Ich mag diese Wunschtrainerdiskussion nicht – und sie ist in meinen Augen auch völlig überflüssig. Die Erfahrung der letzten Jahre, ja Jahrzehnte zeigt doch: Selbst, wenn sich Schalke einen Trainer backen könnte, würde der früher oder später scheitern!

    Am Vorstand oder Aufsichtsrat, am Präsidenten, an den Möchtegernstars unter den Spielern, am überzogenen Anspruch des Publikums, an den Fans, an sich selbst, an was auch immer.

    Ich fürchte, DeepBlue hat mit seiner o.g. Aussage einfach Recht. Irgendwas is doch eh immer auf Schalke! Und was haben uns denn bisher die genannten Wunsch- und Erfolgstrainer gebracht? Nüscht!

    Was wir endlich mal brauchen im Verein ist Kontinuität!!! Aber ich fürchte, dass werden wir bei unserem Umfeld und allem, was damit zu tun hat, nicht mehr erleben…

  51. Lutt sagt:

    Der Hans hat’s wunderbar auf den Punkt gebracht und diese Kommentare zu lesen ist Freud und Leid gleichzeitig.
    Wenn man der Masse hier mal folgt, fällt auf, dass alle Kontinuität, aber eben doch Erfolg und Champions League fordern.
    Vor allem ein Vergleich mit dem BxB ist mir aufgefallen. Aber wie die ungeliebten Nachbarn auch unter Watzke mit Leuten wie Röber, van Marwijk, Doll jahrelang im Mittelmaß rumgekrebst sind, um dann mit der einen goldenen Entscheidung „Klopp“ nach drei(!) Jahren unter demselben Trainer Meister geworden sind, hat man heute kaum noch präsent…
    Auf Schalke ist ein solcher Weg der Konsolidierung (genau wie drüben) eigentlich nicht denkbar – wollen wir doch jedes Jahr CL spielen! Außerdem sind wir ja wohl irgendwie doch nicht so pleite wie die Zecken es damals waren, also haun wir lieber 7 Mios für den Hunter raus, als auf eigene Talente zu setzen…

    Aber, um es auf den Punkt zu bringen:
    Der Schalker will:
    -> keine Lecks in der Kommunikation – checkt aber jeden Tag die Schalke-Rubrik der BILD
    -> Kontinuität auf dem Trainerposten – nach 3 Niederlagen wird aber jeder Trainer aus dem Stadion gepfiffen
    -> Langfristigen Erfolg – aber bitte sofort und ohne sportliche Talfahrt
    -> Solides Management – aber JEDE Entscheidung aus dem Sportvorstand wird sofort zerrissen

    Merkt ihr was? Hier stinkt der Fisch nicht am Kopf! Das mag in normalen Unternehmen so sein, aber auf Schalke kommt das Chaos durch den Schalker an sich! Historisch! Schon immer! Und das macht den Club einzigartig und einfach geil!

  52. hendrik sagt:

    Naja das macht Sinn falls das Managment sich dafür interessiert ob die Fans pfeiffen, Entscheidungen kritisieren, etc… das bezweifele ich allerdings.

    Das Problem ist der „Ritt auf der Rasierklinge“ im finanziellen Bereich… sich einen Kader zu leisten, der eigentlich nur bezahlbar ist wenn der Club jedes Jahr CL spielt… das führt zu Erfolgsdruck, was wiederum Kontinuität und das Setzen auf ein langfristiges angelegtes Konzept unmöglich macht. Also entweder es klappt und Schalke wird noch 10 Jahre lang jedes Jahr dritter und verbrennt pro Jahr nen Trainer, oder sie fallen irgendwann auf die Schnauze und wir sind finanziell am arsch und müssen wie Dortmund neu aufbauen. Es sei denn wir werden in den nächsten Jahren mal zufällig Meister und der Vorstand besinnt sich nach Erreichen des großen Zieles auf Kosteneinsparung und Konsolidierung (0,00000000000000000001%).

  53. Links anne Ruhr (14.05.2013) » Pottblog sagt:

    […] Keller bleibt: Heldt scheitert erneut (königsblog) – […]

  54. Torsten sagt:

    Das Problem ist der “Ritt auf der Rasierklinge” im finanziellen Bereich… sich einen Kader zu leisten, der eigentlich nur bezahlbar ist wenn der Club jedes Jahr CL spielt… das führt zu Erfolgsdruck, was wiederum Kontinuität und das Setzen auf ein langfristiges angelegtes Konzept unmöglich macht.

    Ja, das ist das Problem Nr. 1. Ich würde aber unmöglich durch schwierig ersetzen.
    Und genau darum gehts mir in meiner Kritik an Horst Heldt auch hauptsächlich. Diesen Teufelskreis zu durchbrechen braucht es Mut und Gradlinigkeit. Seinen Weg mit Überzeugung gehen, auch wenn das Tagesgeschäft den Druck groß werden lässt.

    Die Grundsatzkritik an Heldt teile ich nicht. Er hat einen sauschweren Job. Sicher würde er auch gerne „mehr Qualität“ einkaufen. Aber bspw. für einen zweiten sehr guten Stürmer hinter Huntelaar ist eben kein Geld da. Trotzdem stellt er dem jeweiligen Trainer eine Mannschaft zur Verfügung, die insgesamt gut genug ist, um die CL-Plätze zu spielen.

    Ich habe mal eine Frage an Euch, wie Euer Innenleben bei solchen Vorgängen aussieht. Da ist eine sportliche Situation bei Schalke, wo Ihr eine komplett gegensätzliche Meinung habt. Also hier z.B. der Trainer (und/oder der Manager) wird es mittel- bis langfristig nicht bringen, zumindest nicht auf Schalke. Hofft Ihr dann insgeheim, dass es schnell gegen die Wand fährt, damit man mit einer Lösung weitermachen kann, die sich “richtig” anfühlt. Oder drückt Ihr die Daumen, dass es irgendwie gut geht und man sich selbst getäuscht hat? Variante B ist natürlich naheliegend. Aber wenn man so überhaupt kein Vertrauen hat, will man dann wirklich hoffen, dass die Ergebnisse der nächsten 2-3 Jahre keine Veränderungen erzwingen? Schwingt nicht zu sehr das Gefühl mit, dass das alles vergeudete Jahre sind?

    Nein, wie vergeudete Jahre fühlt es sich für mich nicht an. Beim Anfühlen zählt doch vor allem das Kurzfristige. Tatsächlich ist doch jedes Jahr spannend, um was es auch grade geht, gehen tut es doch immer um irgendwas. Das hält mich emotional fest. Und darum gehts mir auch immer im Stadion.
    Ich werde ab und an damit konfrontiert, dass jemand denkt, ich hätte an Schalke und dem Fußball an sich keinen Spaß, nur weil ich hier vielleicht mal mehrere Beiträge in Folge veröffentlicht habe, die mehr kritisieren denn jubeln. So ist das aber nicht. Ich freue mich auch über jeden noch zu unverdienten Sieg, und auch über jedes noch so pisselige Tor von Spielern, die meines Erachtens nicht für Schalke spielen sollten. Das schließt ja nicht aus, dass ich/man das Erlebte im Nachhinein nüchtern beurteilt.

    Das große Ganze fühlt sich allerdings tatsächlich seit längerem „nicht richtig“ an, vereinspolitisch wie sportlich. Bezüglich des Sports hatte ich große Hoffnungen in Heldt/Rangnick gesetzt und wurde enttäuscht, was ja auch zu diesem Beitrag oben führte. Trotzdem hoffe ich nun darauf, dass Jens Keller mehr drauf hat als Durchschnitt und dass Horst Heldt in der nächsten Krise mal ’nen Arsch in der Hose hat.

    Ganz kurzfristig ist nun aber erst mal Endspiel!

  55. Wicek sagt:

    Meiner Meinung nach ist Keller kein bundesligatauglicher Trainer (möge er mich eines Besseren belehren). Sehen wir uns mal seine Pflichtspielbilanz an, mindestens vier der Siege waren glücklich und hätten genauso gut nach hinten losgehen können. Glück gehört zwar zum Fußball dazu und auch eine Spitzenmannschaft braucht das nötige Quäntchen, allerdings hat die Mannschaft so viel Qualität, dass die Bilanz auch mit Glück in ganz anderen Gefilden liegt. Doch Qualität in der Mannschaft ist kein Punktegarant, wie man gerade im letzten Heimspiel gesehen hat. Ich habe dort eine Mannschaft ohne jeglichen Einsatz erlebt, die nicht ansatzweise Lust hatte die drei Punkte zu holen. Es fehlte an Biss, Kampf und Wille. Aber gut, abgehakt und nach vorne schauen. Aber wie denn, wenn diese Einstellung in der Mannschaft immer wieder durchbricht? Und da ist meiner Meinung nach die wichtigste EIgenschaft eines Trainers gefragt, er muss die Mannschaft motivieren und auch mal auf den Putz hauen und den Spielern den Kopf zurecht stutzen. Nicht irgendwelche Hütchenspiele auf dem Trainingsplatz entscheiden ob jemand ein gutes Alphatier ist oder nicht, es ist die Fähigkeit zu begeistern und mitzureißen. Auf irgendeine Art und Weise schafft Keller das sogar, denn die Mannschaft hat seine langweilige und emotionslose Art schnell übernommen…
    Aber das ist nur meine Meinung, ich hoffe wie bereits oben erwähnt, dass er mich eines besseren belehrt und er der Trainer ist, den unser Verein braucht. Allerdings glaube ich, dass es um Spieltage 8-10 der kommenden Saison eine erneute Trainerfrage geben wird und man dann wieder nur eine Not- oder Übergangslösung finden wird. Und Jens Keller kann noch zwei Jahre Gehalt beziehen, denn ich glaube kaum, dass ein anderer Fußballclub ihn in der Position einsetzen wird. Also, warum hat man mit der Verkündung, bzw. der Verlängerung der Personalie Keller nicht zwei Wochen gewartet, nämlcih wenn man die CL-Quali wirklich in der Tasche hat? Man wollte den Schwung und den Hype um die Draxler Verlängerung nutzen und so auch die Missmutigen milde stimmen.
    Ich hoffe, dass ich mich in vielen Dingen irre, bis dahin warte ich weiter geduldig und zahle Geld für Spiele, für die man mich eigentlich bezahlen müsste…
    Glück auf!

  56. Poeli Mann sagt:

    Wen man sich das halbe Jahr unter Jens Keller genau anschaut, sieht man das sich die Mannschaft praktisch selber aufgestellt hat, sei es wegen Verletzungen, Sperren, Formtiefs oder Krankheitsbedingten Ausfällen. Hier nach einer klaren Keller’schen Linie zu suchen halte ich fûr Vermessen. Anderseits wird Keller immer wieder vorgehalten er sei ein „Wohlfühltrainer“, aufgrund seiner „Emotionslosen“ Art. Währe Keller ein Rumpelstilzchen an den PK’s und an der Seitenlinie a la Ede Geyer, würden viele wohl Sagen: „Keller? Guter Mann.“
    Für so etwas habe ich kein Verständnis, in der Kabine wird auch Keller mal dazwischenhauen, davon bin ich überzeugt, aber gleichzeitig auch froh das es in der Kabine bleibt. Es hat auch schon Zeiten gegeben da hat die Bild praktisch live aus der Kabine getickert…

  57. s_we sagt:

    Zur Diskussion um die Kommunikation der Vertragsverlängerung: Mir stellt sich wirklich die Frage welcher Marketing-Azubi hier die Öffentlichkeitsarbeit übernimmt. Da ist einfach null Strategie zu erkennen. Damals bei der Amtsübernahme Kellers hieß es: „Bis Ende der Saison“ durch diese unbedachte Aussage nahm man sich jede Möglichkeit kurzfristig zu reagieren ohne als Chaosverein dazustehen. Hätte man gesagt, „Keller springt kurzfristig ein“ hätte man bei Erfolglosigkeit sein und das eigene Gesicht wahren können selbst wenn man ihn austauscht, so hat man sich unnötigerweise angreifbar gemacht. Genau das gleiche jetzt: Die Vertragsverlängerung Kellers wäre nach der Saison viel klüger gewesen, selbst bei Verpassen des 4.Platzes hätte man sagen können: „Keller ist trotzdem toll, wir verfolgen ein längerfristiges Ziel von einem Ausrutscher lassen wir uns nicht beeinflussen“. So ist es genau umgedreht und das ohne Not.

    Zur Leistung von Horst Heldt: Ich finde Horst Heldt hat mit den Verpflichtungen und Ausleihen bisher vieles richtig gemacht. Das einzige was wirklich (vorhersehbar) daneben ging war die Obasi-Verpflichtung. Die Konsolidierungsgeschichte ist etwas anderes, wenn man damit wirklich anfangen wollte, hätte man weder mit Farfan, noch mit Huntelaar und wahrscheinlich auch nicht mit Höwedes oder Draxler verlängern dürfen. Die Konsequenz davon wäre aber wahrscheinlich auch, dass die Toptalente unserer jetzigen A- und B-Jugend eben nicht (lange) bei uns spielen.

    Zu Jens Keller: Mir ist es bei einem Trainer vollkommen egal wie toll dessen Renomee ist. Das entscheidende für unsere Mannschaft wäre, einen guten FußballLEHRER zu haben, der ihnen endlich mal mannschaftlich geschlossenes Verteidigen inkl. Pressing sowie einstudierte Spielzüge im Angriff beibringt. Das wäre etwas was unsere Mannschaft dauerhaft weiterbringt, nicht dieses Palaver von Siegergenen oder „Motivatoren“ Dieses Motivationsgeblubber halte ich für sowieso Unsinn, wenn die Spieler nicht dauerhaft von alleine motiviert sind, was soll der Trainer da machen? Der kann hin und wieder mal eine großartige (Wut-)Rede raushauen, aber das nutzt sich extrem schnell ab.

  58. KönigsblauMS sagt:

    Mannschaft und Trainer sind derzeit nicht weit auseinander, eben ganz normaler BL-Durchschnitt !!
    Immerhin zeigt Kellers Entwicklung klar nach Norden. In Stuttgart wurde er im Dez. 2010 nach nicht einmal 2 Monaten als Chef-Trainer suspendiert und auf das VfB Scout-Abstellgleis verschoben. HH machte später der Schwaben-Connection alle Ehre und holte ihn da raus. Er setzte Keller zunächst auf den U-17 Chefsessel auf Schalke um ihn nach nur 5,5 Monaten zum Chef der 1. Mannschaft zu machen. Nicht schlecht – mal schauen wohin es mit Keller noch geht. HH hat hingegen mit seinem undurchsichtigen Trainer-Portfolio das Durchschnittslimit längst unterschritten.
    Verdammte Gülle … dabei sollste noch munter bleiben?

  59. Torsten sagt:

    Völlig offtopic, aber trotzdem einen Hinweis wert:
    Werder Bremen hat grade bekanntgegeben, dass man sich von Thomas Schaaf trennt ..
    http://www.werder.de/de/profis/news/44403.php

  60. Ney sagt:

    Ok, hätte schon jetzt klappen können, aber dann verpflichtet der Heldt-Nachfolger den Schaaf halt im Spätherbst.

    (SCNR)

  61. blues sagt:

    @Ney
    „… dann verpflichtet der Heldt-Nachfolger den Schaaf halt im Spätherbst.“

    SV Werder Bremen, die scheinbare Alternative zum üblichen Profifußballvereinsgebaren funktionierte letztendlich auch nur mit den Einnahmen, dem Glamour und der Attraktivität der CL Teilnahmen. „Grüne“ statt „Revier“ Folklore eben.

    Und was Horst Heldt ohne Schalker CL Teilnahme für den Verein reißen kann, darauf bin ich nicht wirklich gespannt. Da taten sich ja schon Allofs und Schaaf sehr schwer.

  62. blues sagt:

    btw, das Ende von Schaaf bei Bremen wirkt auf mich genauso beschämend und vereinskulturlos, wie der Rausschmiss von Huub Stevens auf Schalke. Was in den Köpfen der jeweils Verantwortlichen vorgeht, die so mit verdienten Leuten umgehen, ist mir unerklärlich.

  63. Torsten sagt:

    Mir ist klar, dass das Thema keins ist, aber ich möchte trotzdem kurz feststellen:
    Ich würde einiges darauf wetten, dass Thomas Schaaf niemals zu Schalke 04 wechseln würde, egal wie viel man ihm böte. Der weiß genau, dass das unmöglich zusammenpasst.

    Zum Ablauf des „Rausschmisses“ gibt es hier Auskunft. Natürlich ist das auch so alles nicht nett, aber dass ein Club einen Trainerwechsel vornehmen will, ist in diesem Fall wohl kaum zu verurteilen. Schaaf hat die Art gewählt, die zu ihm passt.

  64. Grieche sagt:

    Jens Keller über Effenberg:

    Frage: Haben Sie die Effenberg-Thematik auch als eine Kampagne empfunden?
    Antwort: Ich habe mich nur gefragt, warum bestimmte Vereinsvertreter nach ihren Aussagen Effenberg dann nicht selbst als Trainer verpflichten?

  65. hoffedocS04 sagt:

    Zum Glück hat bei einigen Beiträgen am Ende ja dann doch der Humor gesiegt!

    Wie einige schrieben: es ist wohl „der Schalker an sich“, der hier der „Störfaktor“ ist und mich immer wieder zum Lachen bringt.

    Also wenn jemand „Eier“ bewiesen hat und seinen persönlichen Wunschtrainer überzeugend gecastet, unterstützt und gegen alle Anfeindungen von innen und von außen gehalten hat, dann doch Horst Heldt. Hier verwechseln einige Standhaftigkeit mit Wankelmütigkeit.

    Wenn ich nicht so an die Schweigepflicht gewöhnt wäre, würde ich ja fast platzen, um mal klarzumachen, WER alles nach Schalke wollte und sich nur deshalb wieder abgewendet hat, weil Horst Heldt keine Zusage machen wollte, sondern Keller den Vorrang gab.

    Schalke, dieser wunderbare und erfolgreiche Verein mit einer sehr vernünftigen Vereinsführung und eine GRABESSTIMMUNG – HUUUUUHUUUU – bei den Fans;-)))

    und die TSG
    beim BVB
    tralalalalalala

  66. hellwach sagt:

    Der größte Fehler von Horst Heldt sitzt auf de Bank. In Hoffenheim.

  67. hoffedocS04 sagt:

    @hellwach

    Das habe ich allerdings auch schon gedacht.
    Aber wahrscheinlich lag das daran, dass keiner auf Schalke wusste, „was ist Huub Stevens, was ist Markus Gisdol“.

    Die Einwechselentscheidungen hätte Stevens so nie getroffen; das sind typisch „Rangnicksche“ Entscheidungen: bringt in der Pause für den gelbrotgefährdeten Rudy den BundesligaDEBÜTANTEN SZARKA aus der ZWEITEN Mannschaft und dann den 17JÄHRIGEN SÜLE, und das
    in einem so entscheidenden Spiel
    in DORTMUND,
    wo man dachte, die Arena explodiert bei den Pfeifkonzerten und Schmähgesängen.
    Wirklich gute Nerven der Mann!

  68. Torsten sagt:

    @hoffedocS04:
    Du verteidigst oben Horst Heldt und unten hältst Du ihm vor, nicht in der Lage gewesen zu sein, zwischen dem Tun Stevens‘ und Gisdols unterscheiden zu können?!

  69. hoffedocS04 sagt:

    Ja, Torsten, das tue ich.
    Nichts ist nur schwarz oder weiß.
    Ich glaube nicht, dass der Sportdirektor – zumindest keinesfalls regelmäßig – bei Videoanalysen dabei ist, dass er, wenn er nicht wie Sammer und Co auf der Bank sitzt, genau mitbekommt, wer wann welche Einwechslungsentscheidungen trifft, wer genau an wen welche taktischen Anweisungen gibt.

    Und ich halte tatsächlich Gisdol für den „kompletteren“ Trainer verglichen mit Keller und – last but not least – er ist mir deutlich angenehmer. Ich finde ihn frischer, mutiger, gradliniger.

    Andererseits glaube ich, dass Keller noch entwicklungsfähiges Potenzial hat, und, da sich HH nunmal so entschieden hat und ihn viel besser kennt als ich, bin ich bereit, POSITIV gestimmt abzuwarten.

    Du weißt inzwischen, dass mir auf Schalke oft das KLARE, POSITIVE Denken fehlt. Und VERTRAUEN!

  70. blues sagt:

    @hoffedocS04
    „Wenn ich nicht so an die Schweigepflicht gewöhnt wäre, würde ich ja fast platzen, um mal klarzumachen, WER alles nach Schalke wollte und sich nur deshalb wieder abgewendet hat…“
    Sorry, sowas kann ich nicht ernst nehmen. Für mich ist das fröhliche Hochstapelei.

  71. Manfred sagt:

    Ich glaub, das war anders gemeint, blues: der Doc als Doc hat selber eine Schweigepflicht und sagt imo (aus), Heldt habe die auch und kann somit nicht mal eben eine Liste rausgeben. Ich hoffedoc(h) jedenfalls, dass es so gemeint war.

  72. Torsten sagt:

    Thema Bastos: Französische Medien schreiben heute, dass Schalke ihn nicht behalten will und er zum Trainingsbeginn wieder in Lyon erwartet wird.

    Möglicherweise Quatsch. Möglicherweise haben es sich Jens Keller und Horst Heldt nochmal anders überlegt. Ma’abwarten.

  73. Poeli Mann sagt:

    @torsten

    Es wurde doch bekannt gegeben das die Option zur Leihe von Bastos für die Saison 13/14 gezogen wurde.
    Aber lassen wir uns überraschen.

  74. Der Hans sagt:

    Wenn ich es richtig verstanden habe, wurde Bastos sogar sofort bis 2014 ausgeliehen, nicht erst bis 2013 mit Option auf ein weiteres Jahr Leiharbeit. Anschließend hat Schalke eine Kaufoption.
    http://www.schalke04.de/de/akt…..-213-.html

  75. Սաշա sagt:

    Völlig richtig! Der ist ohnehin bis 2014 geliehen(s. u.a. http://www.schalke04.de/de/pro.....ieler/5995 ) und wird dieses Jahr ganz sicher keinen Trainingsbeginn in Lyon erleben.
    Ich halte ihn aber sowieso nur für eine Übergangslösung. Die Leihe, vor allem über diese Dauer(eineinhalb Jahre), war ein sehr cleverer Schachzug von Horst Heldt.
    Nach Ende der Leihe kann er dann zurück nach Lyon und wir haben bis dahin hoffentlich jemanden mit Perspektive verpflichtet oder im besten Fall sogar hochgezogen.

  76. Torsten sagt:

    Dingdong!

    Սաշա sagt:
    27. Mai 2013, 14:29 Uhr

    Dies war der 20.000ste Kommentar in diesem Blog.
    Danke fürs Mitmachen!

  77. hoffedocS04 sagt:

    Sorry, mein Router hat den Geist aufgegeben, kam nicht ins Internet, deshalb erst jetzt eine Antwort.

    @blues, Manfred

    Manchmal erfahre ich was, manchmal nicht. Das hängt davon ab, wann meine „Quelle“ Kontakt hat und wann nicht. Weiß aber tatsächlich von einigen Bewerbern, die sich abgewendet haben, weil Heldt ohne Vorgespräch mit Keller keine Zusage machen wollte und denen das zu unsicher war.
    Ansonsten hat Manfred natürlich Recht.

  78. Poeli Mann sagt:

    Neben Keller wurden auch alle andern Betreuer aus dem aktuellen Trainerstab mindestens bis 2015 gebunden, aber in der Funktion teilweise verändert. Zeitlmeisel ist jetzt für die Fitness derKnappenschmiede verantwortlich. Eichkorn zum Chefscout befördert. Als Ersatz für Eichkorn wurde Peter Hermann von den Bayern verpflichtet.

  79. Überfordert in Wolfsburg sagt:

    […] Heldt hatte ab Weihnachten letzten Jahres die bestmögliche Situation für einen Bundesligamanager, den Trainerposten neu zu besetzen. Obwohl sich das Spiel der […]

  80. Klassenunterschied sagt:

    […] zu lassen. Meines Erachtens behielt Jens Keller den Job am Ende der letzten Saison nur, weil Horst Heldt keinen besseren Trainer verpflichten konnte. In keinem einzigen Aspekt des Fußballspiels konnte sich Schalke unter Jens Keller verbessern. […]

  81. Christian Heidel folgt auf Horst Heldt sagt:

    […] Horst Heldt hat keine Linie. Er lässt sich immer wieder von Umständen treiben. Man kann seinen Worten keinen Glauben schenken. Er sagt dies und tut jenes. Oder er sagt dies und […]

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