Endspiel!

In 04 Tagen hat Schalke ein Endspiel. Ein „Spiel für die Saison“. Jetzt gehört die Versagensangst ausgeblendet. Jetzt geht es darum, sich auf seine Stärken zu besinnen. Jetzt darf es nicht mehr heißen, will wollen unbedingt gewinnen. Jetzt muss es heißen, wir werden gewinnen.

Das letzte Endspiel hat Schalke gewonnen. Am 21. Mai 2011 ging es um eine tolle Trophäe, um Stolz, um eine Party und um die Teilnahme an der Qualifikation zur Europa League. Samstag geht es um den vierten Platz in der Abschlusstabelle, grundsätzlich viel schnöder, aber eben auch um die Teilnahme an der Qualifikation zur Champions League. Dieser Preis ist wertvoller und hat deutlich mehr Einfluss auf die nähere Zukunft.

Damals spielte man gegen einen verletzungsgeschwächten Zweitligisten. Diesmal erwartet Schalke ein ebenbürtiger Gegner. In Freiburg ist man mit sich selbst höchst zufrieden. Freiburg hat keinen Druck. Freiburg hat nichts zu verlieren. Freiburg funktioniert. Freiburg hat einen Trainer, um den es von Horst Heldt beneidet wird. Aber das Thema war gestern.

Jetzt geht es nicht um gestern und noch nicht um das Danach. Nicht um Zukunft und schon gar nicht um Angst. Nach dem Spiel gegen Stuttgart sagte Jens Keller, dass man nun das Endspiel hätte, das man sich zu Beginn der Rückrunde gewünscht hätte. In meiner Enttäuschung über die Niederlage gegen den VfB hielt ich das zunächst für Schönrederei. Aber Jens Keller hat recht. So muss dieses Spiel angenommen werden. Im Fußball geht es immer wieder um Endspiele. Endspiele sind Feiertage, es gilt, sich darauf zu freuen!

Sieht man von den Langzeitverletzten ab, wird Schalke in Bestbesetzung antreten. Diese Mannschaft hat in dieser Saison „Auswärts-Tests“ in London, Piräus, Montpellier, Istanbul und Dortmund bestanden. Schalke 04 wird auch in Freiburg bestehen. Sich in die Hose zu scheißen ist keine Option.



34 Kommentare zu “Endspiel!”

  1. eakus1904 sagt:

    „Und wieder so ein Auswärtsspiel wie wir es manchmal von uns Schalkern sehn
    ein Gegentor – verdammter Mist – mein Nachbar will nur schnell nach Hause gehn
    und dann der Ausgleich kurz vor Schluß – ein Punkt mit dem man leben muß,
    Träum‘ von (UEFA-Cup) und Champions-League.
    Auf dem Weg zum Auto denk ich mir, wie wenn das jetzt der Anfang wär,
    einer neuen Schalker Blütezeit – ja Blütezeit!“

    Quelle: Die Kellergeister-Ich war noch niemals in Paris

    Den UEFA-Cup lassen wir mal weg,ansonsten wäre es doch schön,oder!?

  2. Marcel04 sagt:

    Wenigstens haben wir in Horsts Rechnung (wie war das? in den nächsten 10 Jahren 8x Uefacup 1x CL und 1x nix) nicht sofort die Nullnummer gezogen. So oder so.

  3. RWDJojo sagt:

    Endspiele bzw. Alles-oder-Nix-Spiele sind geil!!! Das macht den Fußball aus. Deswegen üben die Pokalwettbewerbe ja so eine Faszination aus. Aber wenn es in der Liga zu einem „Endspiel“ kommt, dann freut das nur die schlechter platzierte Mannschaft. Aus Schalker Sicht ist es eher schlecht, dass es nun zu einem Endspiel kommt. Denn für Schalke bedeutet dies, dass man in den vergangenen Spielen „versagt“ hat und der Gegner nun so nah dran ist, dass man den 4. Platz noch hergeben kann. Hätte mir jemand Anfang Februar gesagt, dass Schalke am 34. Spieltag noch den 4. Platz klarmachen kann, hätte ich das unterschrieben. Aber der weitere Verlauf der Saison zeigt, dass nun das große Zittern angesagt ist und man wenig gewinnen, aber viel verlieren kann. Sorry, aber ich habe für Samstag ein beschissenes Gefühl. Bis auf das Potential der Mannschaften spricht derzeit ALLES für Freiburg (Form, Heimspiel, man kann noch was gewinnen, Euphorie im Umfeld…).

    Sollte Keller den Satz mit dem erwünschten Endspiel so und ohne erkennbare Ironie geäußert haben, dann ist das Schwachsinn. Man hätte gegen Stuttgart alles klarmachen können. Man hat einen Matchball vergeben. Da kann man sich doch nicht hinstellen und sagen, man will das Spiel erst mit dem zweiten Matchball gewinnen.

    Naja, trotzdem hat Schalke die Qualität, den letzten Matchball zu verwandeln und in Freiburg zu gewinnen. Hoffen wir, dass die Geschichte gut ausgeht. Dann spricht in der nächten Woche niemand mehr von Stuttgart!

  4. Torsten sagt:

    Sollte Keller den Satz mit dem erwünschten Endspiel so und ohne erkennbare Ironie geäußert haben, dann ist das Schwachsinn. Man hätte gegen Stuttgart alles klarmachen können. Man hat einen Matchball vergeben. Da kann man sich doch nicht hinstellen und sagen, man will das Spiel erst mit dem zweiten Matchball gewinnen.

    So dachte ich im ersten Moment auch. Aber das ist die Sicht des Analytikers. Der ist in dieser Situation aber nicht gefragt. In dieser Situation – und die begann mit dem Abpfiff – ist Führung gefragt.

    Kein Nachkarten, kein Blick auf die ach so tolle Mannschaft Freiburgs, erst recht kein „Straftraining“ oder mit Ironie die eigene Mannschaft in die Pfanne hauen. Das Stuttgart-Spiel war schlecht, fertig. Jetzt braucht es eine gute Vorbereitung, ein Besinnen auf die eigenen Stärken und einen Trainer, der das Vertrauen in die eigene Mannschaft auch darstellt; meinetwegen sogar „herbeiredet“.

    @Marcel04:
    „Horsts Rechnung“ kenne ich nicht, aber die Finanzplanung verlangt angeblich zwei Teilnahmen an der Champions League und vier an der Europa League in den nächsten 7 Jahren.

  5. Ney sagt:

    Ich bin Samstag in Freiburg im Schalke Block.

    Hatte mich darauf vorbereitet, dass sich meine Depression aus dem Stuttgartspiel bis zum Anpfiff hinziehen wird. Erwartete sicher eine Niederlage.

    Torsten, Deine Zeilen richten mich wieder auf. Danke.

  6. Torsten sagt:

    Heiko Niedderer ist meinem nächsten Blogbeitrag zuvor gekommen. Ehre wem Ehre gebührt, deshalb an dieser Stelle „sogar“ einen Link zu BILD:

    4 Endspiele, 4 Siege: Schalke kann Finale!

  7. McP sagt:

    Ich habe da ein ganz gutes Gefühl. Speziell der Freiburger Auftritt im Pokal-Halbfinale hat meinen großen Respekt vor deren Leistung wieder auf Normalmaß gestutzt. Ist halt eine der vielen mittelprächtigen Mannschaften in der Bundesliga derzeit. Zwischen Platz 5 und 13 hat sich doch alles eher zufällig sortiert. Großen Respekt habe ich jedoch davor, was Freiburg aus ihrem Spieleretat an Punkten geholt hat – exzellentes Preis-/Leistungsverhältnis. Wenn Schalke sich zu einer durchschnittlichen Leistung aufrafft, muss das aber machbar sein. Das viel größere Problem sehe ich eher im nächsten Endspiel. Aber darüber können wir zu einer anderen Zeit mal reden.

  8. Detlef (Doktor_d) sagt:

    Den Text einfach ausdrucken und an die Kabinenwand tackern. Fertig.

    Ich freue mich auf Samstag. Das ist doch das, was den Fußball ausmacht. Ein Spiel in dem es um alles geht.

    Schalke packt das.

  9. blues sagt:

    Keller hat von drei Endspielen im Pokal und in der CL kein einziges gewonnen. Einmal gegen Istanbul hat er einen Punkt geholt. Ein Punkt, welch ein Glück, reicht wahrscheinlich auch gegen Freiburg. Von daher kann man optimistisch sein. Freiburg muß angreifen und wir können kontern. Und das können wir wirklich und auch nicht erst seit Keller.

  10. Simon sagt:

    Zum letzten Satz von „blues“: Ja, ich hoffe auch, dass die Mannschaft eher kontrolliert offensiv auftritt und wenigstens zu Beginn eher auf Konterchancen lauert als auf Teufel komm raus versucht, die Führung in der Anfangsphase zu erzwingen.

    Insgesamt sind mir ähnliche Gedanken gestern nachmittag auch durch den Kopf gegangen wie Torsten sie hier darstellt. Auch wenn am Samstag nach dem Spiel alles ziemlich beschissen aussah: letztlich muss man, wenn alles halbwegs normal läuft, nur Unentschieden in Freiburg spielen… Das sollte trotz allen Schwierigkeiten, die die Mannschaft diese Saison in Spielaufbau und Defensivverhalten hat, doch locker zu machen sein.

    Zum Trainer: Keller macht das einzig Richtige, indem er den Fokus sofort auf nächste Spiel lenkt. Die Bayern haben oft genug vorgemacht, wie man auch Niederlagen und teils indiskutable Leistungen im Saisonendspurt abhaken und ein, zwei Wochen später doch der Gewinner sein kann. (2000, 2001…)

    Dass die Mannschaft in manchen Teilen eine Neuerung benötigt, steht auf einem anderen Blatt… aber das zu diskutieren, wird ja ab nächster Woche genügend Zeit haben. ;)

  11. stollengewitter sagt:

    Danke Torsten-bist ja doch kein Mopperkopp :)

    Ich freu mich auf das Endspiel, gibt doch nix geileres im Fußball-schlußendlich gehts doch genau darum. Ne Kaffeefahrt nach Freiburg wäre doch auch langweilig gewesen. Stuttgart kann man in der Sommerpause besprechen-Freiburg zählt, habe ein gutes Gefühl.

  12. Oberwäller sagt:

    Ich will dann mal n i c h t in die allgemeine Euphorie hier einstimmen.

    Wenn ich mich daran erinnere, dass wir gegen den abgeschlagenen Tabellen-Letzten zu Hause (!) in der Rückrunde 3 Punkte verloren haben, die uns jetzt wahrscheinlich weh tun…. oh Mann

    Alles andere als ein 1:0, 2:0 oder 3:0 für Freiburg würde mich am Sanstag überraschen – egal in welche Richtung das Ergebnis abweicht.

  13. Der Hans sagt:

    Ich will dann mal n i c h t in die Schwarzseherei einstimmen.

    Wenn ich daran danke, dass wir gegen den Vizemeister und Champions-League-Finalisten auswärts und zu Hause (!) 6 Punkte gewonnen haben, ohne die wir gar kein Endspiel mehr hätten…. oh Mann

    Ein 1:0, 2:0 oder 3:0 für Freiburg würde mich am Sanstag überraschen – egal in welche Richtung das Ergebnis abweicht.

  14. RJonathan sagt:

    Jetzt geht es mir besser. Bester Schalke-Motivator im Internet! Danke.

  15. Սաշա sagt:

    Danke @Der Hans, du hast den Beitrag verfasst, den ich wortwörtlich genauso oder zumindest in ziemlich ähnlicher Form geschrieben hätte.
    Dieses ständige an die Wand malen von diversen Teufeln ist was für Manschen, die nachher gerne sagen „Ich hab’s ja gesagt!“, vielleicht weil es ihnen dann leichter fällt, einen möglichen schlechten Ausgang des Spiels leichter zu verarbeiten. Man muss sich dann schließlich nicht mehr ärgern, muss nicht wütend oder sauer sein. Man hat es ja schließlich „kommen sehen“.
    Mir ist das jedenfalls zu blöd, mir einzureden, dass Freiburg sowieso gewinnt, weil die motivierter sind, den psychologischen Vorteil/keinen Druck haben, während unsere Spieler auf jeden Fall gar keinen Bock auf CL haben/total unter Druck stehen. Ich rege mich lieber nach dem Spiel auf, falls es in die Hose geht. In das Endspiel gehen wir, wenn man den ganzen Hobbypsychologenquatsch und Schwarzmalen zum Selbstschutz mal beiseite lässt, mit dem faktischen Vorteil, dass alles außer einer Niederlage reicht. Wir liegen in der Tabelle vor Freiburg und Frankfurt, wir haben es in Hand, wir sollten nach Freiburg fahren, auf Sieg spielen, drei Punkte mitnehmen und dann wieder nach Hause. Schlimm genug, dass man es überhaupt so knapp gemacht hat, nachdem es eine Zeit lang so aussah, als ob man vielleicht noch an Leverkusen herankommen könnte.

  16. blues sagt:

    @Սաշա
    „Dieses ständige an die Wand malen von diversen Teufeln ist was für Manschen, die nachher gerne sagen “Ich hab’s ja gesagt!”, vielleicht weil es ihnen dann leichter fällt, einen möglichen schlechten Ausgang des Spiels leichter zu verarbeiten. Man muss sich dann schließlich nicht mehr ärgern, muss nicht wütend oder sauer sein. Man hat es ja schließlich “kommen sehen”.“

    In selbigem Kommentar weiter unten richtig als „Hobbypsychologenquatsch“ beschrieben. ;-)

  17. Ney sagt:

    Naja, bei unserer Profimannschaft kommt man mit „Hobbypsychologenquatsch“ zur Vorhersage manchmal ziemlich weit.

    Aber ist doch letztlich müßig alles, am Samstag 17:20 wissen wir Bescheid.

    Auf jeden Fall können wir dann am 18. Juni mit unserer U19 mal eine wirklich erfolgsorientierte und erfolgreiche Schalker Truppe in der Arena beim Halbfinale gegen Wolfsburg genießen (leider zur wenig familienfreundlichen Anstoßzeit 20:15).

  18. Büskens04 sagt:

    Christian Fuchs über…… die Ausgangslage vor dem Spiel in Freiburg:
    „Es geht um alles oder nichts. Daran sind wir selber schuld.“

    Donnerwetter, Sepp Herberger würde sich verbeugen, wenn er die täglichen Fussballweisheiten unserer Spitzenspieler in unserem Vereinsorgan heute noch erleben könnte.

  19. matz sagt:

    Ich habe kein gutes Gefühl, weiß aber, dass sich das vor allem aus 2001 und 2007 speist. Also auch wenig rational ist.

  20. Uwe sagt:

    Ich freue mich sehr auf kommenden Samstag. Wir sollten taktisch so spielen wie in Wolfsburg – dann wird dat schonn

  21. Oberwäller sagt:

    @ Der Hans,Սաշա,blues:

    Ihr dürft gerne mit großer Freude auf einen Sieg ins Wochenende gehen – ich ging es vergangenes Wochenende auch, weil ich nach dem „big-point“ in M’Gladbach dachte, das war’s, jetzt noch einen Heimsieg gegen schwächelnde Stuttgarter, die Jungs wissen – gem. Ihren Interviews – worum es geht, etc,. pp.
    Wieso sollten sie ausgerechnet gg. Freiburg, die in der Rückrunde nur einen Sieg weniger als wir auf dem Konto haben, zuhause nur 4 x verloren haben in dieser Saison, besser spielen?
    Wieviel Spiele haben wir diese Saison erlebt, wo wir konstant über 80-90% des Spiels gut gespielt haben ? Meist war nur eine gute HZ dabei, die dann oft gereicht hat.
    Auch wenn die Statistik der letzten 4 Begegnungen im Breisgau gegen meine Meinung spricht ( 2 Siege , 1 x unentscheiden bei einer NL des S04), „gefühlt“ haben wir uns gegen und vor allem in Freiburg immer/meist schwer getan.

    Ihr dürft gerne euphorisch auf einen Sieg des S 04 warten, ich bin es nicht, weil meines Erachtens die Situation gegen uns spricht. Irgendwer hatte es schon (ggf. woanders) geschrieben: Das Team, welches jagt/aufzuholen hat, tut sich meist leichter, weil sie nichts zu verlieren haben.
    Und das ist genau die Situation: wenn wir nur 6. werden, jammert alles herum, wenn Freiburg 5. oder 6. wird haben die immer noch eine Super-Saison gespielt.
    Ich würde mich freuen, wenn die Jungs Druck in positive Leistung umsetzen könnten – nur glaube ich nicht recht daran.

  22. Սաշա sagt:

    Wenn man sich nicht selbst irgendwas einredet oder einreden lässt, beginnt unabhängig sämtlicher Statistiken(wie oft Freiburg zuhause verloren hat, wie die letzten Spiele gegen und in Freiburg ausgegangen sind) dieses Spiel bei 0:0.
    Das einzige, woran ich glaube, ist unser Vorteil der überlegenen individuellen Klasse, sowie unseren Punktevorsprung und die damit verbundenen bessere Ausgangslage.
    Ja, wenn wir 5. oder 6. werden, ist das Gejammer groß.
    Weil wir einen Kader haben, der an Klasse und Gehältern gemessen ohne wenn und einen CL-Platz holen muss, ist das Gejammer dann aber auch gerechtfertigt.

  23. Torsten sagt:

    Wenn man sich nicht selbst irgendwas einredet oder einreden lässt, beginnt unabhängig sämtlicher Statistiken(wie oft Freiburg zuhause verloren hat, wie die letzten Spiele gegen und in Freiburg ausgegangen sind) dieses Spiel bei 0:0.

    Korrekt. Trotzdem denke ich, dass Schalke dringend beginnen sollte, sich das richtige einzureden, denn das ist so richtig wie üblich. Grade das ist doch ein prima Beispiel:

    Der Oberwäller sagt, Freiburg hat zu Hause nur 4 x verloren.
    Ich sage, Freiburg hat die Hälfte aller Heimspiele nicht gewonnen.
    Beides ist vollkommen korrekt. Tatsächlich ist es jedermanns freie Entscheidung, mit welchem Blick auf die Dinge er durchs Leben geht.

    Die Gedanken an Schalke 04 als Loser-Club, der stets versagt wenn es drauf ankommt, sind selbstgemacht. Schalke 04 ist ein sehr erfolgreicher Club, trotz (wegen?) allem Hickhacks. Vor dem HSV-Spiel hat sich auch halb Schalke inne Buxe gemacht und die Mannschaft hat verdient gewonnen. Es gibt genug Spiele, die es erlauben, an sie zu denken, und daraus positive Gefühle abzuleiten. Man muss das nur aktiv angehen. Ich hoffe Jens Keller tut das.

    Wie man in Freiburg spielen sollte hat übrigens ausgerechnet der VfB Stuttgart erst von 29 Tagen vorgemacht. Viel verdienter als es das 2:1 glauben lässt gewann man das Pokal-Halbfinale. Das Spiel kann man übrigens noch in voller Länge bei youtube finden.

  24. derwahrebaresi sagt:

    @Das einzige, woran ich glaube, ist unser Vorteil der überlegenen individuellen Klasse …

    … daran habe ich zuletzt (AUCH) vor dem spiel gegen stuttgart gedacht.
    das ergebnis ist bekannt.

    was nützt die dir die „überlegene individuelle klasse“, wenn wille und einsatzbereitschaft nicht vorhanden sind?

    anspruch und wirklichkeit klaffen bei dieser truppe schon sehr lange weit auseinander!

  25. Torsten sagt:

    Das mit „Wille und Einsatzbereitschaft“ ist so’ne Sache. Gegen Stuttgart hat Schalke mehr Zweikämpfe gewonnen als der Gegner, man hatte mehr Ballbesitz, mehr Pässe gespielt (auch mehr angekommene …), zwar weniger Gesamt-Laufdistanz aber mehr Distanz in „schnellen Läufen“. Es lag nicht am mangelnden Einsatz, sondern an der fehlenden Idee, wie man sich gegen defensiv gute Stuttgarter hätte durchsetzen könnte. Stuttgart hat Schalkes Außen aus dem Spiel genommen und Schalke/Keller haben es nicht geschafft, das auszugleichen. Deshalb sind die Spielzüge häufig im Ansatz stecken geblieben.

    Jupp Heynckes sagte in einem Interview mal, der Fangesang „Wir woll’n Euch kämpfen sehen“ wäre eigentlich falsch. Man müsse „Wir woll’n Euch spielen sehen“ singen, denn Kämpfen würden sie alle. Es mag Spiele geben, in denen sich eine Mannschaft den Schneid abkaufen lässt. Aber im Großen und Ganzen hat Heynckes sicher recht.

  26. papajoe sagt:

    Na dann … „Wir woll’n Euch siegen sehen“ ;-)

  27. Ney sagt:

    Wenn sich Keller schon von Labbadia auscoachen lässt,
    dann werden wir mit Streich ja wohl richtig Freude haben.
    Aber gut, vielleicht klappt das Flügespiel mit Draxler
    und einem hoffentlich stärkeren Farfan diesmal besser

  28. Սաշա sagt:

    Darauf baue ich tatsächlich etwas. Draxler ist so einer, der schon gegen Gladbach in einem eher schwächeren Spiel unserer Mannschaft genau diese Idee hatte, die gegen Stuttgart gefehlt hat, wie Torsten meiner Meinung nach richtig erkannt hat.
    Mal abgesehen von überzogenen Plakatkampagnen ist Julian Draxler mittlerweile tatsächlich ein Spieler, der im entscheidenden Moment den Unterschied machen kann.
    Das heißt nicht, dass er das auch muss. Nebenbei haben wir natürlich auch noch andere fähige Spieler. Aber mit Draxler sind wir spielerisch besser als ohne.

  29. Torsten sagt:

    Wenn sich Keller schon von Labbadia auscoachen lässt,
    dann werden wir mit Streich ja wohl richtig Freude haben.

    Mööp.
    Auch der Herr Streich hat sich kürzlich vom schönen Bruno „auscoachen“ lassen, recht deutlich sogar. Aber ich wiederhole mich.

  30. Dieters Erstes Mal sagt:

    […] Dieter Nuhr wuchs in Düsseldorf auf und ist Fortuna-Fan. In einem seiner für WDR 2 produzierten Shorties erzählt er eine nette Anekdote zu seinem ersten Stadionbesuch. Knappe 3 Minuten nette Unterbrechung der Wartezeit bis zum nächsten Wichtigen. […]

  31. Detlef (Doktor_d) sagt:

    @torsten
    Streich hat binnen 4 Tagen 2 x gegen Bruno verloren.
    Zur Passstatistik: Da sieht man wieder mal, dass so eine Statistik nicht viel aussagt. Bei Schalke waren oft Fehler beim Spiel zur Spitze drin. Ein paar mehr Pässe die angekommen wären und wir würden am Samstag alle viel lockerer sein.

    Wie dem auch sei. Schalke macht das klar.

  32. blues sagt:

    @Ney
    „dann werden wir mit Streich ja wohl richtig Freude haben“

    könnte sein, aber über Konter wird es gehen. Alles andere wäre vermessen. Keller hat einen schlechteren Punkt pro Spiel Durchschnitt als Huub Stevens. Und der wurde rausgeschmissen. Dabei hatte Keller bisher noch nicht mal eine Krise.

  33. Oberwäller sagt:

    Na wenn das alles so ist, dann bin ich jetzt natürlich überzeugt, das alles gut wird und wir überlegen und souverän das „Endspiel“ gewinnen.

    @Torsten: Ja, Schalke ist ein erfolgreicher Club, aber gerade auch in dieser Saison mal wieder eine absolute „Wundertüte“. Ich war begeistert, wie „erwachsen und souverän“ sie die Auswärtsspiele in Piräus und London gespielt haben. Andererseits bekam ich das Kopfschütteln nicht weg weg, als ich das Gekicke im Dezember 2012 sah – nein, sehen mußte.

    Lassen wir uns also überraschen am Samstag: Dem – in der Rückrunde nicht vorhandenen – Gesetz der Serie folgend müßten sie nach dem VFB-Gurkenspiel beim SCF gewinnen – mich würd’s freuen, CL gucken mit eigenem Team dabei macht Spaß. Aber irgendwie ist da was flaues in meiner Magengrube.

    Ich denke aber auch, dass uns Schalker Fans vielleicht eine Prise mehr Demut gut täte, gerade vor einem Gegner, der in dieser Säson durch teamgeist und mannschaftliche Geschlossennheit mehr erreicht hat, als ihm alle zugetraut haben.

    Ein bekannter Blogger im Netz würde schreiben…. ma kuck’n ;-)
    (hoffe, ich habe das „copyright“ nicht verletzt)

  34. hoffedocS04 sagt:

    Ja, also, Schalke hat es geschafft und ist in der Qualifikation für die Championsleague.

    Und die TSG hat es geschafft, und ist in der Relegation für die erste Liga (Eintrittsverbot für Trainer Baade).

    Es gab da ein merkwürdiges Phänomen.

    „Wir Hoffenheimer“ glaubten tatsächlich unbeirrt an einen Sieg gegen die – zugegebenermaßen favorisierten;-)) – Schwarzgelben.
    „Wir Schalker“ waren voller Zweifel.

    ICH-TSG-FAN war prall von Hoffnung.
    ICH-SCHALKE-FAN war voller Zweifel und musste mir von Torsten Mut holen.

    Woran das wohl liegt?? … ;-)

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