Artikel im Juni 2013

Ádám Szalai, Blaze Green, Jan-Pieter Martens

Schalke 04 hat Ádám Szalai von Mainz 05 verpflichtet. Angeblich soll dafür eine Ablösesumme um 8 Millionen Euro fällig gewesen sein.

Ádám Szalai ist 25 Jahre alt und hat vor allem in der Hinrunde der vergangenen Saison gezeigt, welch ein guter Stürmer er sein kann. Auf Schalke bestand Bedarf, keine Frage, zu abhängig war man zuletzt von Klaas-Jan Huntelaar. Ciprian Marica traf einfach das Tor nicht und Teemu Pukki ist zwar freundlich und gutaussehend, von seinen Anlagen her aber auf Schalke eh vollkommen falsch. Trotzdem stellt der Szalai-Transfer für Schalke 04 eine Zäsur dar. Dass Schalke 04 soviel Geld in die Hand nimmt, um eine Position abzusichern, die mit Klaas-Jan Huntelaar als 1A-Lösung hochkarätig besetzt ist, gab es meines Wissens in den „modernen Zeiten“ des Clubs noch nie. Entsprechend groß ist die Tragweite dieser Entscheidung Horst Heldts. Mutig. Hoffentlich von Erfolg gekrönt.

Ein grandioser Transfer ist diese Personalie in jedem Fall für Mainz 05. Christian Heidel holte Ádám Szalai im Januar 2010 für eine Ablösesumme von um die 500.000 Euro an den Bruchweg. Mainz macht sehr viel sehr richtig und hält sich deshalb trotz kleinem Markt wirtschaftlich gesund in dieser Liga. Das ist aller Ehren wert.

Blaze Green

Wir wussten, was kommt, nun wissen wir, wie es genau aussieht. Schalke 04 spielt demnächst statt in Ultra Beauty auch in Grün und Schwarz, den Farben der Stadt Gelsenkirchen.

Ob Rot, Gelb, Orangefarben, Ultra Beauty oder Blaze Green: Diese alternativen Farben zieren ausschließlich dem Kommerz gewidmete Leibchen. Galten diese falschen Farben bislang als „Ausweichtrikots“, für den seltenen Fall, dass sich Schalke weder in Blau, noch in Weiß ausreichend vom Gegner unterscheidet, wurden die nun neuen, grünen Dinger als „internationale Trikots“ eingeführt. Schalke wird damit also regelmäßig antreten. Ich finde das falsch. Noch schlechter finde ich, dass das Wappen des Vereins erneut nur weiß auf die falschen Farben gedruckt wird. Meines Erachtens sollte man sein Wappen in Ehren halten und es stets und an allen Stellen in den korrekten Farben reproduzieren.

Aber mit ist klar, dass ich mit meiner Meinung zu diesen Dingen als kurioser Zausel und Angehöriger einer Minderheit im Meer der Käufer untergehe. Ihr findet dieses Grün „mal was anderes“ oder „schick“. Ihr nennt unser Wappen „Logo“. Ihr findet, dass sich Blau-Weiß mit dem Grün beißen würde und Euch ist egal, für welche Firma ihr auf Eurer Wampe Reklame tragt. Für Euch wird dieses Polyestershirt produziert, ihr zahlt 100 Euro und per Eurem Kaufentscheid bestimmt ihr, wie die Zukunft aussieht. Schließlich gilt es nicht zu zauseln, sondern zu verkaufen. Ich, und die mit mir sind, haben verloren, und verlieren stets aufs Neue.

Jan-Pieter Martens

Belgischen und niederländischen Medien zufolge wird Jan-Pieter Martens Teammanger bei Schalke 04. Auch Heiko Niedderer (Bild) deutete so was Mittwochabend an. Von Schalke selbst wurde das bislang noch nicht publiziert. Ab und an lässt Schalke solche Meldungen aber auch ausfallen.

Jan-Pieter Martens ist Belgier, 38 Jahre alt, hat zuletzt als technischer Direktor beim belgischen Club Sint-Truidense VV gearbeitet, wurde aber kürzlich nach Abstieg entlassen. Zuvor war Martens bereits als Scout für den VfB Stuttgart und auch für Schalke 04 tätig. Horst Heldt hat einst mit ihm bei Sturm Graz zusammen gespielt. Außerdem ist Jan-Pieter Martens mit Schalkes Sportdirektor Gerhard Zuber bekannt. Zuber gründete 2007 den 1. Futsal Club Graz, Jan-Pieter Martens war dort als Spieler aktiv.

Schalke 04 Google Kalender: Saison 2013/2014

Ab sofort sind in meinem „FC Schalke 04 Google Kalender“ auch die Daten der Bundeligasaison 2013/2014 hinterlegt. In den Bemerkungen zu den Terminen des FC Schalke sind die restlichen Spiele des jeweiligen Spieltags nachzulesen.

Dieser Kalender ist für jeden freigegeben und steht im XML, iCal und HTML-Format zur Verfügung. Er kann mit allen gängigen Online-Endgeräten (auch iPhone, iPad, Android, Outlook etc.) abonniert und genutzt, per Feed empfangen oder in Webseiten integriert werden. Hier die Links dazu:
 

(Hinweis für die Nutzung in Android, Hinweise zur synchronisation auf dem iPad)



Wie es zu der Idee zu diesem Kalender kam, hatte ich 2011 bereits aufgeschrieben. Das kann hier nachgelesen werden.

Übrigens …

Übrigens gab es gestern wohl ein Fantreffen mit Horst Heldt, von dem ich vorab nichts mitbekommen hatte. Der Fanclub „Asbeck auf Schalke e.V.“ hat auf seiner Facebook-Seite einige Aussagen Heldts zu verschiedensten Themen zusammengestellt. Wen das interessiert, der lese bitte hier entlang, eine Facebook-Registrierung ist dazu nicht notwendig.

Clemens, der Zwote

Schalke 04 hat Christian Clemens verpflichtet. Erst 21 Jahre alt, trotzdem bereits mit der Erfahrung aus 89 Profispielen ausgestattet, 58 Erstliga- und 31 Zweitligaspiele, dabei 72 Mal von Beginn an auf dem Platz. Rechtsfuß, vielseitig einsetzbar. In den 31 Ligaspielen der vergangenen Saison wurde er 7 Mal rechts, 8 Mal zentral und 16 Mal links eingesetzt.

Ebenda sehe ich ihn bei meinem Blick in die Glaskugel auch auf Schalke vor allem. Links. Den zweiten Clemens der Blauen.

Tatsächlich gab es in der langen Geschichte des FC Schalke 04 noch nie einen gebürtigen Clemens, weder mit Vor- noch mit Nachnamen, von Funktionären mal abgesehen. Ernst Kuzorra wurde allerdings Clemens gerufen, der besseren Unterscheidung wegen, denn gemeinsam mit ihm sorgten Ernst Poertgen und Ernst Kalwitzki für die großen Erfolge der Knappen.

Clemens, der Zwote. Möge sich der Name nicht als Bürde erweisen.
In Köln wurde Christian Clemens übrigens „Grille“ gerufen.



PS: Die „lange Geschichte“ meint hier nur die jeweils erste Mannschaft des Clubs. Schalker sind viele. Die Clemens’ der zweiten- oder der Jugendmannschaften mögen mir verzeihen.
Bild: © Raimond Spekking / CC-BY-SA-3.0 (via Wikimedia Commons)

Mit VfB und SVW läuft was schief, S04 wär‘ mal wieder dran

In 04 Tagen veröffentlicht die DFL den Spielplan zur 51. Bundesligasaison. Die Veröffentlichung wird Vorfreude schüren. Je nach Programm für den Club des Herzens wird man über einen vermeintlich schweren oder leichten Start debattieren. Man wird überlegen, ob der dann feststehende Gegner dem eigenen Club ein besonders schweres oder „machbares“ Finale beschert. Ich jedenfalls schaue zu allererst auf die Begegnungen am ersten und am letzten Spieltag. Für beide erhoffe ich mir Heimspiele, meiner Ungeduld zu Saisonbeginn und des statistischen Vorteils im letzten Spiel wegen.

Schaut man sich die bisherigen Bundesliga-Spielpläne an ist festzustellen, dass die Verantwortlichen die meisten Clubs* mit einer gerechten Quote an Heimvorteilen für eben diese ersten und letzten Spiele bedenkt: Außer den VfB Stuttgart und Werder Bremen.
 

 
Auch wenn Schalke 04 bislang insgesamt exakt mit einer 50% Quote bedacht wurde, fühlt sich die Forderung nach Auftakt- und Final-Heimspielen für die kommende Saison gerechtfertigt an. Die Serie würde sonst doch zu lang …
 




*: In der Tabelle sind nur die aktuellen Erstligisten aufgeführt. Auch unter den hier nicht aufgeführten Clubs gibt es keine, die bei angemessener Anzahl an Bundesliga-Jahren die Quoten von Stuttgart und Bremen über- bzw. untertreffen.

Wörtlich: Jörg Neubauer

Es gibt eine Ausstiegsklausel. Punkt.

Der Mann ist Spielerberater, unter anderem eben von Leon Goretzka, um dessen Vertrag es bei dieser Aussage geht. Jörg Neubauer ist ein sehr erfahrener Mann, die Liste der von ihm beratenen Spieler ist imposant. Wir können davon ausgehen, dass er weiß, wie eine Ausstiegsklausel formuliert zu sein hat.

Laut Peter Müller und Stefan Rebein (WAZ) soll die für die besagte Ausstiegsklausel fällige Ablösesumme bei rund 2,8 Millionen Euro liegen. Da muss einem der VfL Bochum fast schon ein bisschen leidtun.



PS: In der verlinkte Liste fehlt Goretzka, da Spieler unter 18 von transfermarkt.de diesbezüglich außen vor gelassen werden.

Norbert Elgert

… ist Trainer der Schalker U19 und einer der angesehensten Jugendtrainer im Land. In der letzten Saison wurde seine Mannschaft Deutscher Meister, sein aktuelles Team steht ab heute im Halbfinale um den diesjährigen Titel. Das Hinspiel in Wolfsburg wird ab 20:10 Uhr von sport1 übertragen.

Anlässlich dessen ist Norbert Elgert heute in den Medien präsent. Für RevierSport stellt er jeden einzelnen seiner Spieler durch ein kurzes Statement vor; eine nette Idee der Redaktion, die damit geschickt des Trainers Grundsatz umspielt, nie nur einzelne Spieler aus seinen Mannschaften herauszuheben. Ein sehr lesenswertes Interview mit dem Trainer ist außerdem bei SPOX zu finden. Darin sagt Norbert Elgert viele Sätze, die man sich über den Schreibtisch hängen kann, lobt Horst Heldts Engagement für die Jungendabteilung, zeigt sich selbstbewusst und kündigt an, ab 2015 etwas anderes machen zu wollen.

Für Schalkes „Knappenschmiede“ wäre das ein herber Verlust.