Wörtlich: Jörg Neubauer

Es gibt eine Ausstiegsklausel. Punkt.

Der Mann ist Spielerberater, unter anderem eben von Leon Goretzka, um dessen Vertrag es bei dieser Aussage geht. Jörg Neubauer ist ein sehr erfahrener Mann, die Liste der von ihm beratenen Spieler ist imposant. Wir können davon ausgehen, dass er weiß, wie eine Ausstiegsklausel formuliert zu sein hat.

Laut Peter Müller und Stefan Rebein (WAZ) soll die für die besagte Ausstiegsklausel fällige Ablösesumme bei rund 2,8 Millionen Euro liegen. Da muss einem der VfL Bochum fast schon ein bisschen leidtun.



PS: In der verlinkte Liste fehlt Goretzka, da Spieler unter 18 von transfermarkt.de diesbezüglich außen vor gelassen werden.



16 Kommentare zu “Wörtlich: Jörg Neubauer”

  1. papa04 sagt:

    Das wäre wirklich ein Schnäppchen für 2,8 Millionen. Die 4, die anfangs im Raum standen hätte ich auch noch in Ordnung gefunden. Aber dieses Rumgeeiere nervt; es gibt ja momentan nicht mal nen neuen Gesprächstermin! Ich schätze mal, dass Bochum auch versucht, so noch einigemaßen vor den eigenen Fans das Gesicht zu wahren, nach dem Motto man habe alles versucht.
    Hoffentlich geht das jetzt schnell über die Bühne (möchte nicht, dass das an irgend nem Schmarn noch scheitert).

  2. derwahrebaresi sagt:

    spätestens zu beginn der vorbereitung ist die kuh vom eis.
    da der junge sich für s04 entschieden hat, wird da nichts
    mehr schiefgehen.

  3. erda sagt:

    Öhm, seit wann haben Spielerberater das Image „unbedingt zur Wahrheit verpflichtet“?
    Also das ist ja nun wirklich nicht die Branche mit der höchsten Glaubwürdigkeit.
    Wenn ein Spielerberater die Existenz einer Ausstiegsklausel bestätigt bin ich 100% davon überzeugt, dass so eine Aussage seinen Verhandlungen gerade weiterhilft …und höchstens 20% davon überzeugt, dass diese Aussage auch wirklich der Wahrheit entsprechen muss.

  4. RWDJojo sagt:

    @erda
    Mag ja sein, dass Spielerberater nicht die ehrlichsten Menschen der Welt sind, aber warum sollte Hr. Neubauer in diesem Fall lügen? Sollte es nämlich wirklich nicht stimmen, dass Goretzka eine Ausstiegsklausel hat, dann steht Neubauer als Berater da, der nicht mal seine eigenen Verträge kennt.

  5. Ney sagt:

    @erda
    Da sollte man vielleicht den Einzelfall betrachten. Hat Neubauer den
    Ruf eines Schaumschlägers und Schwindlers? Meines Wissens nicht. Könnte
    er sich auf seinem Niveau (siehe Liste der von ihm vertretenen Spieler)
    einen solchen Ruf leisten, wenn er in Verhandlungen ernstgenommen werden will? Eher nicht. Ich schätze, es läuft auf die Frage hinaus, die Torsten
    angesprochen hat, nämlich ob Neubauer sich da schlicht geirrt haben könnte.
    Und da traue ich Moment der Kompetenz Neubauers mehr als dem Sachverstand
    der aktuellen VfL-Führung.

  6. Der Hans sagt:

    Kommt es nur mir komisch vor, dass die Spekulationen um die angebliche Ausstiegsklausel erst aufkamen, als Herr Hochstätter in neuer Funktion bei Bochum angefangen hat? Mir scheint es so, als ob dieser versucht, sich direkt mit dem „Retten“ eines Talentes profilieren zu wollen.

  7. Carsten Siegfried sagt:

    der VFL hat nun ein bisschen gebrüllt und getrommelt… sollen sie, müssen sie sogar für ihre Fans veranstalten… soll ja keiner hinterher sagen man habe nicht um ihn gekämpft!

    Nun ist aber auch gut gewesen… Eintüten und gut is… Peter sollte an sein Herz denken

    Glück auf

  8. Don Altobello sagt:

    Ich tippe darauf, dass es nur noch darum geht, vielleicht noch einen Betrag im unteren 6stelligen Bereich zusätzlich rauszuschlagen, um das Gesicht zu wahren.

  9. blues sagt:

    Zwar off topic, passt aber trotzdem, wenn es um Personaletats geht. Bezogen auf unseren Personaletat, scheinen die Lüdenscheider nur „Hungerlöhne“ zuzahlen. Kein Wunder, dass ihnen die Spieler weglaufen. Hier die Beträge:

    2012/13 :48,5 Millionen
    2011/12: 41 Millionen
    2010/11: 35 Millionen

    http://www.derwesten.de/sport/.....74665.html

    Die neusten Zahlen aus dem spanischen „Fußball-Casino“ werden hier zusammengefasst:

    http://www.heise.de/tp/blogs/8/154451

  10. Nik sagt:

    Aber bitte nicht vergessen, dass der Nachbar in der nächsten Saison zum Überholen ansetzen wird/will:

    2013/14: 67-68 Mio

    Dennoch, die Zahlen sind irgendwie erschreckend. Vor allem wenn man den simplen Vergleich zwischen (finanziellem) Aufwand und Ertrag zieht und das Ganze dann mit den entsprechenden Zahlen unseres Vereins vergleicht.

    Spontan habe ich nur die Zahlen für 12/13: 65 Mio. lt. RP (http://www.rp-online.de/sport/.....-1.2963462)

    Weil wir seit zwei Jahren mehr oder weniger fleißig an der Reduktion der Kaderkosten arbeiten, kann man davon ausgehen, dass der Etat in den Jahren zuvor nicht geringer war…

  11. Torsten sagt:

    Ich bin immer sehr dafür, solchen Vergleichen nicht zuviel Bedeutung beizumessen. In RevierSport (Print) werden diese Zahlen heute auf Seite 4 (Abschnitt zu BVB) dargestellt. Dabei ist zu lesen, dass demnach ein Spieler knapp über 3 Millionen Euro im Jahr verdiene, was im europäischen Vergleich im Mittelfeld läge, da bspw. Spieler in München im Schnitt 4,7 Millionen, bei ManCity gar 6,1 Millionen verdienen würden.

    Auf Seite 8 (im Abschnitt zu S04) wird das Thema Gehälter erneut dargestellt. Diesmal ist eine Tabelle dabei, in der die jeweiligen Gehälter als Schnitt pro Spieler aufgeführt sind. Die Angabe zum FC Bayern passt noch (4,17 Mio.), ManCity liegt hier aber schon bei 6,17 Mio., Borussia Dortmund liegt demnach doch unter 3 Mio. (nämlich bei 2,79 Mio.) und alle zahlen mehr als Schalke 04, denn in GE verdienen die Spieler im Schnitt demnach „nur“ 2,71 Mio. Euro.

    Was sagt uns das?
    Nichts, würde ich meinen.

    Auf den Schnitt pro Spieler kommt es schließlich nicht an, sondern auf die Gesamtausgaben. Laut Geschäftsbericht hatte S04 einen „Personalaufwand“ von 98,5 Mio. in 2012. Trotzdem werden die sonstigen Mitarbeiter kaum 50 Mio. ausmachen, noch hat S04 doppelt so viele Spieler auf der Gehaltsliste wie Borussia Dortmund.

    Alles Fischen im Trüben, da nicht kontrolliert werden kann, ob die verglichenen Zahlen tatsächlich vergleichbar sind. Es scheint mir nicht so zu sein.

  12. Սաշա sagt:

    Diverse Medien berichten soeben, dass Goretzka Klage gegen den VfL Bochum eingereicht hat.
    Damit hat nun ein Arbeitsgericht über die korrekte Auslegung von Goretzkas Vertrag entscheiden.

    http://www.derwesten.de/sport/.....87827.html

  13. Սաշա sagt:

    Nun doch wieder Kommando zurück – oder auch nicht, wer weiß das schon noch?:
    Dem VfL soll nur eine Kopie einer möglichen Klage zugegangen sein, die dem Arbeitsgericht Bochum aber noch nicht vorliegen soll.
    Auch über den Inhalt des Streits konnte man nun diverses lesen. Es soll diese „mindestens 2,8 mio.“ Ablöseklausel tatsächlich geben.
    Allerdings soll diese Klausel mit einer Verschwiegensheitspflicht versehen worden sein und Goretzka bzw. sein Berater sollen diese Vertragspflicht verletzt haben.
    Mit Schalke hat das eigentlich alles nur noch wenig zu tun. Schalke hat eventuell zufällig richtig geboten oder es von irgendwem „gesteckt“ bekommen, dass 2,8 mio. ausreichend sind. Das ist aber eine ganz andere Geschichte. Goretzka hat einen Vertrag auf Schalke unterzeichnet, Schalke ist bereit die 2,8 mio. zu bezahlen und wer auch immer möglicherweise über die „geheime AK“ Auskunft gegeben hat, ist gesondert zu behandeln, beklagen usw., wenn der VfL irgendeinen daraus entstandenen Schaden ersetzt haben möchte. Was sie selbstverständlich auch erstmal nachweisen müssten…

  14. Սաշա sagt:

    Hier ein Artikel der WELT, in dem deutlich wird, dass wohl doch noch nicht Klage eingereicht wurde:

    http://www.welt.de/sport/artic.....alent.html

    Man kann nur hoffen, dass dieser Konflikt bald ein Ende hat. Alles ist nur noch widersprüchlich und verwirrend.

  15. Torsten sagt:

    Soll sich ein Richter ernsthaft mit so etwas beklopptem wie einer „geheimen Ausstiegsklausel“ befassen?

  16. Սաշա sagt:

    Ob ein Richter das sollte oder ob die Vereine das nicht doch besser untereinander regeln, möchte ich angesichts der ganz ordentlichen Auslastung deutscher Gerichte deutlich verneinen, ob er das muss und auch müssen soll, muss ich wiederum ganz klar bejahen.
    Wenn es in diesem Fall zu keiner Einigung kommt und beide Parteien auf ihrer rechtlichen Einschätzung der Sachlage beharren, muss ein Gericht Klarheit schaffen, das ist seine ureigenste Aufgabe – auch bei sowas wirklich Beklopptem wie einer „geheimen Ausstiegsklausel“.

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