Leermeldung

Bin schon gespannt auf deinen Kommentar über die JHV.

Hieß es gestern in einem Kommentar. Da wird es keinen geben. Aus persönlichen Gründen konnte ich leider nicht bei der Jahreshauptversammlung meines Vereins dabei sein.

Natürlich habe ich viel von der Berichterstattung darüber gelesen und natürlich habe ich eine Meinung zu den Vorgängen. Aber eben nicht fundiert genug, nicht aus erster Hand, als dass ich mich in einem entsprechenden Beitrag darüber auslassen wollte. Schade, natürlich, für mich selbst vor allem, denn ich finde diese Vorgänge sehr wichtig; aber Samstag war mir anderes eben noch ein bisschen wichtiger.



39 Kommentare zu “Leermeldung”

  1. derGrafschafter sagt:

    ja, traurig diese versammlung, anfeindungen ohne ende.
    ich hatte nach 4 stunden die schnauze voll.klar ist, der vertrag
    hätte nicht geschlossen werden dürfen. ich zahl auch was , wenn wir
    kündigen und die forderungen von viagogo kommen. wir können es auf alle
    mitglieder verteilen. das geht klar.aber ,diese persönlichen, haßerfüllten anfeindungen, die gehen gar nicht. rehberg hatte schon recht.
    wer definiert denn eigentlich, wer schalker ist. das ist per se schon schwachsinn. wir sind schalker und DU nicht. die mitglieder in schwarzen und weißen shirts sind natürlich lautstark und auch redefreudig. nur sollte man an sich respektvoll, achtsam und höflich verhalten, wenn man
    seine meinung kundtut. diese vita (ich bin schalkerin seit ich 6 bin, ja und?) mit so einer vita können viele aufwarten, ich auch. ich gehe damit aber nicht so extrem hausieren.tönnies hat uns mehr als einmal gerettet, holt ala urban heim, setzt nun auch auf die jugend.
    über den schuldenabbau, heldts bericht über die sportliche situation
    kein wort der 1% veriensmitglieder die so schnell mit dem wort sind,
    wenns um streit geht. es muss doch dann mal gut sein. der vorstand
    hat doch mehrfach gesagt, er hat verstanden. horst heldt:soll ich euch
    fragen ,wenn ich den kölner clemens verpflichten will?
    armes schalke, was so miteinander umgeht.

  2. Ney sagt:

    Haßerfüllte Anfeindungen gab es zumindest am Rednerpult nicht. Harsche Kritik, ja, aber keinen Hass, die Beiträge waren generell anständig. Vielleicht abgesehen von den Unterstellungen des ansonsten von mir sehr respektierten Gerd Rehbergs; das war ganz die alte Gelsenkirchener SPD-Schule, mir wurde richtig nostalgisch ums Herz. Über seine Vita Auskunft zu geben ist übrigens gute Sitte bei den Debattenbeiträgen, das gehört sich so.

    Tönnies hat uns aus Situationen „gerettet“, die er als Aufsichtsratschef (seit 2001!) mitzuverantworten hatte. Und ob der Vorstand wirklich „verstanden“ hat? Auf schalke04.de werden die kritischen Beiträge der Mitglieder nicht einmal als Zusammenfassung dokumentiert, geschweige denn ausführlich. Die putzen sich den Mund ab und machen weiter wie bisher, so steht zu befürchten. Die mehrfach gestellte Frage, was uns eine Vertragskündigung denn kosten würde, wurde in der Versammlung nicht beantwortet.

    Und, geschätzter Mitschalker, anwesend waren weitaus mehr als 1% der stimmberechtigten Vereinsmitglieder, und die haben in einer nicht rechtsverbindlichen Probeabstimmung den Vertrag mit den Schwarzhändlern mit deutlicher Mehrheit abgelehnt.

  3. Torsten sagt:

    es muss doch dann mal gut sein. der vorstand
    hat doch mehrfach gesagt, er hat verstanden.

    Hm. Der Vorstand hat Mitgliedern verboten, auf dem Stadiongelände für die Sache Unterschriften zu sammeln, hat mit Polizei und Stadionverbot gedroht. Alle Anträge zur Sache wurden vom Ehrenrat nicht zur JHV zugelassen. Obwohl viagogo das große Thema der JHV war, findet es in der „Berichterstattung“ auf der Clubhomepage quasi nicht statt.

    Musste der Protest nicht genau so laut sein, wenn der Club doch alles dafür tut, dass es trotz solcher Scheißentscheidungen bloß leise bleibt? Sollte man wirklich darauf hoffen, dass Aufsichtsrat und Vorstand irgendwas verstehen, wenn man früher mal gut sein lässt? Habe sie wirklich verstanden?

    horst heldt:soll ich euch
    fragen ,wenn ich den kölner clemens verpflichten will?

    Meines Erachtens ist grade dieser Satz der Wink mit dem Zaunpfahl, dass zumindest schon mal Horst Heldt in keiner Weise verstanden hat, worum es bei den Protesten ging und geht.

  4. Սաշա sagt:

    Nachtrag: Da haben mir Torsten und Ney eigentlich alles schon vorweggenommen…

    Das Problem liegt darin, dass einige nicht verstehen worum es geht. Es geht nicht ausschließlich um den Vertrag mit den Verbrechern von Viagogo, es geht auch darum, wie man im Verein grundsätzlich miteinander umgeht. Da sehe ich einfach auch das Diskutieren auf Augenhöhe nicht gegeben, sondern fast schon eichbergeskes Sonnenköniggehabe von Clemens I.
    Es gibt durchaus noch andere Bereiche, in denen begründete Kritik vorgebracht wird.
    Einige kritische Stimmen, die seiner rührseligen wie kalkulierten Propaganda nicht auf den Leim gehen, fühlen sich nicht ernstgenommen.
    Ich frage mich seit Jahren, wie man den Mann immer wieder so deutlich wählen kann.
    Auch wundere ich mich immer wieder, wie manche ihn so überschwänglich loben können für seine heldenhaften Geldspenden/-leihen, ohne sich auch nur ein einziges mal zu fragen, warum der Verein sich überhaupt bei ihm Geld pumpen muss.
    Wahrscheinlich weil er der gewissenhafteste und beste Aufsichtsratsvorsitzende ist, den sich ein Konzern nur wünschen kann.
    Die JHV hat wieder mal gezeigt, dass die dümmsten Lämmer ihren Schlachter(wie passend) selbst wählen.
    Die Probleme des Vereins beschränken sich aber sicher nicht auf Tönnies allein, diesen Eindruck möchte ich nicht erwecken. Dass er sich oft aufführt als gehöre ihm „der Laden“, macht die Personalie Tönnies aber sicher nicht einfacher.
    Gleichwohl ist nicht alles schlecht. Zumindest im sportlichen Bereich bin ich der jüngsten Entwicklung durchaus positiv gegenüber eingstellt. Auch wenn ich anders als Horst Heldt nicht der Meinung bin, dass Erfolg so teuer sein muss, wie er bei uns ist.
    Sicher wird man mit dem Budget von Freiburg nur schwerlich langfristig Erfolge einfahren können. Aber deshalb ist bei uns das Kosten/Nutzen-Verhältnis trotzdem nicht vollkommen gerechtfertigt. Was unter anderem der Nachbar zeigt.
    Diesbezüglich muss man aber sicher erstmal den nächsten Bericht abwarten, der zeigen wird, wie sich die Personalkosten entwickelt haben.
    Ich denke wenn man in Zukunft in der zweiten Reihe vermehrt auf junge Spieler setzt als auf etablierte Mittelmaßspieler(Obasi, Barnetta, Marica), werden sich auch die Personalkosten noch etwas senken lassen.

  5. Blauhai sagt:

    Keine Frage, diese Ticketverkäufer sind ein Drecksladen, genauso wie die Kartenmafia vor dem Stadion,
    Karten ankaufen und wieder teuer verkaufen, ist ja bekannt. Aber was ist mit der Wettmafia, der Energiemafia
    sind dies alles Kuschelpartner? Welchen Anspruch hat der Verein, CL, EL, BL, 2.BL, Oberliga oder Lichter aus?
    Man stelle sich mal vor, auf Grund dieses ekelhaften, pöbelhaften und zukunftdesinteressierten Verhalten einiger
    Gestalten (möchte ich nicht als Mitmenschen betiteln), schmeißen die hin, die was auf dem Kasten und in der Sport- und Finanzwelt ein gewisses Standing
    haben, gute Fußballer und Trainer machen um den S04 einen Bogen wie der Teufel um das Weihwasser (was
    ich nach dem Verhalten bei der JHV und in der letzten Saison durchaus verstehen könnte). Tja dann gehen in der Tat die Lichter aus und die ganzen
    Aktivisten = Profilneurosen (z.B. kleine Gruppe 2.0) werden dann von dem MOB, der sie heute noch feiert), mit den Knüppeln
    durchs Land gejagt. Wenn es nicht so traurig und dramatisch wäre, ich würde es mir glatt wünschen.

  6. Torsten sagt:

    Ich glaube, dass es um mehr als nur um Ticketverkäufer geht. Viagogo mag der Stein des Anstoßes sein, aber es geht viel mehr um das undemokratische Gebahren der Oberen. Aufsichtsrat und Vorstand haben mehrfach gezeigt, dass es ihnen nicht um Argumente geht, sondern um das ruhige Steuern der Masse „Mitglieder“, die dummerweise laut Satzung gewisse rechte haben. Das ist das eigentlich traurige.

    Aber das Du Blauhai, als jemand der Mitglieder nicht als Mitmenschen betiteln will und der sich einen mit Knüppeln prügelnden Mob wünscht, verstehen könntest, dass ein Club wie Schalke 04 mehr Meinung als nur Deine verträgt, glaube ich nicht.

  7. StanLibuda sagt:

    Mahlzeit!

    Klassenkampf nun auch auf Schalke.
    Warum sollte es auch anders als im „Rest der Gesellschaft“.
    Oder anders gesagt, warum sollte er uns anders behandeln als
    seine Mitarbeiter? Hat er nicht vor Jahren alle ausgebildeten
    deutschen Metzger entlassen und diese durch billige osteuropäische
    ersetzt?

    Die Frage, warum man sich beim Aufsichsratvorsitzenden Geld
    leihen muß stelle ich mir auch seit geraumer Zeit.
    Der Herr hätte übrigens genügend Kohle um den Verein komplett
    zu entlasten. Alleine wegen der Zinsbelastung hätte ich dem Verein
    schon die Kohle gegeben.

    Welch Geisteskind unser aller Vorsitzender ist kann auf folgenden
    Link (im Kommentar von „derblauweisse“) nachgelesen werden:

    http://www.spiegel.de/sport/fu.....08581.html

    Oder geht auf http://schalkeweb.wordpress.com/

    In diesem Sinne
    Glückauf

  8. Սաշա sagt:

    @Blauhai:
    Wenn wir dann supererfolgreich(mind. Rekordmeister) und seriös(mit dickem Festgeldkonto) sind, dank Verbrechern wie Gazprom und Viagogo, dank modernem Sklaventreiber als Aufsichtsratsvorsitzendem, dank Das-hier-ist-keine-Demokratie-Peters und dank des Übergehens unangenehmer Meinungen in der Vereinsfamilie, damit wir „ein geschlossenes Bild“ nach außen transportieren und wenn auch endlich mal der Pöbel aus dem Stadion verschwunden ist(vielleicht mal nen All Seater aus der Arena machen? Ist besser für den Verein, denn da kommt mehr in die Kasse!), wenn wir dann alle kleine blaue Plastikfähnchen geschenkt bekommen, dazu noch ne Klatschpappe von irgendnem Sponsor, warum dann überhaupt noch Schalke?

    Dann kann man doch auch zu jedem x-beliebigen Fußballclub gehen, der vielleicht sogar beliebter und erfolgreicher ist als wir und wo man sich nicht mit engagierten Mitgliedern herumschlagen muss, die versuchen die Seele des Vereins zu bewahren, anstatt alles zu befürworten, was dem sportlichen und wirtschaftlichen Erfolg dient. Du müsstest dich nicht mal mehr schämen, Blauhai.

    Diejenigen, die du in Schutz nimmst als die, „die was auf dem Kasten und in der Sport- und Finanzwelt ein gewisses Standing haben“, haben unseren Verein in den letzten Jahren in eine finanziell ziemlich angespannte Lage gebracht(bis hin zu Lizenzauflagen durch die DFL – ja, das war noch Magath, aber wer hat den eigentlich verpflichtet?).

    Sicher, ein Mann wie Tönnies hat ein gewisses „Standing“. Nicht zuletzt dank Videoüberwachung der Mitarbeiter und Falschetikettierung von Fleisch.
    Solange er rührselige Propaganda und Folklore im Lokalkolorit bietet, dazu noch ab und an mit dem Geld wedelt und die nächste Krise, für die er selbst Mitverantwortung trägt, durch ein gönnerhaftes zinsloses Darlehen entschärft, solange sind wir beim „Arbeiter- und Malocherklub“(tm) Bestest Friends Forever mit dem Sklaventreiber.

    Diejenigen dagegen, die du als „zukunftsdesinteressierte“ „Gestalten“ herabwürdigst, die es deiner Meinung nach verdient hätten, mit „Knüppeln“ verprügelt zu werden, sind größtenteils deutlich zukunftsbewusster als es für dich mangels Reflektionsfähigkeit jemals möglich sein wird. Denn diese Mitglieder haben erkannt, dass es etwas gibt, dass unseren Verein besonders macht und das bewahrenswert ist. Etwas, das verloren gehen kann, wenn man sich an alles und jeden verkauft, ohne sich über die langfristigen Konsequenzen Gedanken zu machen.

    Diese Bedenken halte ich für nachvollziehbar und ich empfand es als unverschämt und vereinsschädigend, wie die Vereinsführung in den letzten Monaten inkl. der JHV damit umgegangen ist.
    Das letzte was man in dieser Situation braucht, sind Vereinsmitglieder, die Linientreue einfordern oder andere am liebsten gar mit Knüppeln auf Linie bringen würden, während die Vereinsführung gegen grundlegende Werte verstößt, auf die man sich im Leitbild geeinigt hat(weil sie unseren Verein ausmachen).

  9. Netsmurf sagt:

    hier geht die gleiche Hauerei und Stecherei weiter, wie sie vorgestern auf der JHV auch schon vorhanden war.
    Die einen singen „wir sind Schalker, Ihr eben nicht“ und die anderen überziehen bewußt, indem Sie dem Wunsch einer basisdemokratischen Beteiligung bei Verpflichtungen eine Abfuhr erteilen.

    Mit einem bin ich mit CT komplett einer Meinung: Wenn doch alles so dumm läuft, warum steht keiner auf und läßt sich für den Aufsichtsrat aufstellen! Es ist ehrenamtlich und man darf neben nicht nur die Geschicke des Verein lenken, Nein, man darf auch auf der JHV von 9000 frenetischen Mitgliedern bejubelt werden.

    CT hat dem Verein Geld geliehen, als er kurz vor dem Aus stand. Nicht umsonst, aber zu vernünftigen Konditionen, die Schalke bei den Banken nicht mehr bekommen hätte. Die Leute, die gegen Bayer und Wolfsburg agitieren, die verlangen hier das Tönnies alle Schulden übernehmen könnte. Ein Widerspruch par excellence.
    Man muß Ihn nicht mögen, aber eines kann man Ihm nicht absprechen. Er macht alles für Schalke aus tiefer Überzeugung.

    Den Viagogo Deal haben die offiziellen total falsch bewertet und ich messe Sie an den gestern getätigten Aussagen.
    Aber was mir gestern auch klar geworden ist, das die Gruppe um ViaNogo sich genauso wenig fair und ehrlich bewegt. Die Anträge zur JHV sind laut Dr. Buchta allesamt mit persönlicher Begründung abgelehnt worden. Die Nachfrage nach konkreten Beispielen für eine Behinderung/Benachteiligung wurde ausgewichen. Eine Bewegung in der Sache war überhaupt nicht zu erkennen und die Aussage von Herrn Eckl, das er das Stadion nicht mehr betreten wird solange da Werbung von viagogo hängt, zeigt doch auf, das hier keine andere Meinung respektiert wird.

    Diese kleine Gruppe 2.0 gräbt schneller Gräben als CT Bulldozer kaufen kann.
    Wer von den beiden dem Verein mehr Schaden wird, zeigt uns nur die Zukunft.

    Die Sympathie hat die ViaNogo Gruppe bei mir gestern zumindestens verspielt. Gepunktet hat CT, trotz der leichten emotionalen Anwandlungen.

  10. Henning sagt:

    Das Kernproblem ist, dass Grundsatzfragen unterschiedlich beantwortet werden:

    Für den Vorstand stehen wirtschaftliche Fragen im Mittelpunkt. Dem dient alles weitere. Die besagte Fangruppe strebt nach dem „Kumpel- und Malocherclub“, den eher sozialen Zielen. Letztere stehen dabei mit der Satzung (§ 1 Abs.1) grundsätzlich eher in Einklang („Er [der Verein] erstrebt die körperliche, geistige und charakterliche Bildung seiner Mitglieder – vornehmlich der Jugend – durch planmäßige Pflege der Leibesübungen.“), soweit man wirtschaftliche Entscheidungen nicht als bestandssichernd einordnen kann (dann müssen sie erfolgen). Auf die Idee könnte man angesichts der Schuldenlage natürlich kommen.

    De facto muss man konzessieren, dass der Verein, obwohl nach Satzung gemeinnützig und nicht auf erwerbswirtschaftliche Zwecke ausgerichtet, de facto ein Wirtschaftsunternehmen ist und sein muss, wenn er seine aktuelle Rolle (Spitze Bundesliga) beibehalten will. Wirklich gemeinnützige Vereine müssen sich nämlich grundsätzlich aus den beiträgen ihrer Mitglieder und Spenden tragen können, was beim S04 ganz offensichtlich kaum zu realisieren sein dürfte. Die Zeit der „Amateure“ im Fussball und den Vereinsführungen läuft überall ab. Der Wettbewerb nimmt zu, das Soziale nimmt ab, nicht wirklich überraschend.

  11. Սաշա sagt:

    „CT hat dem Verein Geld geliehen, als er kurz vor dem Aus stand. Nicht umsonst, aber zu vernünftigen Konditionen, die Schalke bei den Banken nicht mehr bekommen hätte. Die Leute, die gegen Bayer und Wolfsburg agitieren, die verlangen hier das Tönnies alle Schulden übernehmen könnte. Ein Widerspruch par excellence.“

    Nein, gar kein Widerspruch. Schon gar nicht per excellence. Es ist eine etwas einfach gestrickte, leicht polemisierte Forderung, nach der Tönnies für die fehlgeleitete Finanzpolitik der letzten Jahre mit seinem Privatvermögen haften soll. Sowas hört man immer wieder in Verbindung mit Firmenpleiten.

    Es mag unrealistisch sein, ja sogar unmöglich, obendrein liegt die Verantwortung für die Entstehung der finaziellen Schieflage auch nicht allein bei Tönnies. Aber es ist mit Sicherheit kein Widerspruch.

    Es ist – wie gesagt stark vereinfacht – eine Forderung nach Konsequenzen für die Fehler der letzten Jahre.
    Und dieser würde ich mich im Grundtenor anschließen. Zwar mit anderem Ergebnis – wenn es nach mir geht, sollte Tönnies seine Position lieber gestern als heute räumen – aber Konsequenzen hätte ich sehr begrüßt.
    Leider hat das der Schalker Vereinssouverän anders gesehen und diese demokratische Entscheidung muss man nun anerkennen.

  12. Sperge sagt:

    Ein schöner Beitrag, Netsmurf.

  13. Torsten sagt:

    Ich hoffe doch sehr, dass es der Verein niemals zulassen wird, dass irgendjemand die Schulden aus eigener Tasche zahlt und den Club damit de facto übernimmt. Nicht Clemens Tönnies, kein Softwarefirmenexbesitzer, kein Scheich.

    Man muß [Clemens Tönnies] nicht mögen, aber eines kann man Ihm nicht absprechen. Er macht alles für Schalke aus tiefer Überzeugung.

    Das denke ich allerdings auch. Trotzdem gefällt mir der Kurs des Clubs nicht, der andere Meinungen klein halten will und ohne jegliche Bedenken und ohne jeden Stolz jedem reichen Freier den Hintern entgegenreckt, um es mal bildlich zu formulieren.

    Dass jemand mit Überzeugung handelt heiligt nichts, wirklich schlechte Dinge geschehen in der Regel immer aus Überzeugung. Aber ja, ich glaube auch, dass es Clemens Tönnies in Sachen Schalke mehr um sein Wohlfühlen als Macher als um Macht oder sonstige Ziele geht. Ich denke er führt gerne und ihm liegt die Sache tatsächlich am Herzen. Daraus ziehe ich mein kleines Fünkchen Hoffnung, dass er vielleicht tatsächlich mal über den Umgang mit den Mitgliedern nachdenkt. Dass er eine gewisse Wende einleitet, wie im Frühjahr 2011, als er einsah, dass Magath „die Menschen nicht mitnimmt“. Jetzt sollte er dafür sorgen, dass er so handelt, dass er selbst die Menschen mitnimmt, dass er sich vielleicht sogar ein bisschen selbst mitnehmen lässt.

    Ein kleines Fünkchen. Sehr klein.

  14. derGrafschafter sagt:

    traditon bewahren. das ist ja gut und schön ,und wichtig .
    es fängt aber schon da an , was tradition ist. frag 10leute und du hast 11 meinungen. schalke 04 ist ein wirtschaftsuntenehmen, wer das nicht einsehen kann, soll zum ar- kandidieren, sich wählen lassen und den verein führen.
    für die vertragsgegner ist doch alles schlecht. toennies, der vorstand,
    die trikotfarben, die werbeverträge, klaus fischer , (Ehrenrat), Herr
    rehberg, der gesamte aufsichtsrat,einfach alles. was ist denn überhaupt gut? sie definieren schalke nach ihrem gusto. wer das übernimmt, ist ein guter schalker, wer nicht , wird ausgebuht. soviel zur toleranz.
    das die vertagsgegner alles besser wissen, ist schon angekommen. toll.
    ich selber hielt damals magath quasi für den „retter“, lobte toennies
    in den höchsten tönen, wie auch viele blogger. das war ein fehler.
    und wenn man den zugibt. zeugt das von größe, genauso übrigens, wie, wenn
    man zu seiner freundschaft steht, wie toennies zu herrn h. aus m., auch
    wenn ich ihn selbst sehr kritisch sehe. vor allen dingen nach der
    steuergeschichte.wer aber will, das man einen freund fallen läßt,
    weil der einen fehler gemacht hat, neben dem möchte ich in der arena nicht sitzen. im übrigen ist es privatangelegenheit von toennies.

  15. eakus1904 sagt:

    Auch auf die Gefahr hin,hier verbal gesteinigt zu werden:
    Vorstand und Aufsichtsrat haben genau das bekommen, was sie verdienen! Ich fand jedes gesprochene Wort in Ordnung, man muss auch berücksichtigen, dass sich die Mitglieder auf Schalke durch alle soziale Schichten ziehen und es nicht jedem vergönnt ist, sachlich zu argumentieren. Da kann es in der -absolut verständlichen- Wut auch mal zu einer verbalen Entgleisung führen.

    Denn Vorstand und AR haben schließlich die Ursache selbst gesetzt und sind nun auch für die Wirkung verantwortlich. Nicht der Viagogo-Vertrag im allgemeinen, sondern der Umgang mit dem Protest war das aller-allerletzte! Ich hatte bis Samstag nur davon gehört, wie mit den Mitgliedern umgegangen ist, die ihre satzungsgemäßen Rechte wahrnehmen wollten. Nach der Rede eines ViaNOgo-Aktivisten kann ich aber nun eine Szene vom Hoffenheim-Heimspiel wesentlich besser deuten,da ich sie selbst beobachten musste:

    Vor dem Spiel standen wir an unserem normalen Treffpunkt vor N5,plötzlich wurde ich von hinten heftig angerempelt. Ursache war ein Mitarbeiter des Wachdienstes,der jemanden mehr oder weniger im Schwitzkasten hatte und Richtung Ausgang schubste bzw. eigentlich sogar prügelte. Der Junge wehrte sich nicht,es ging keinerlei aktive Gewalt von ihm aus, sondern er versuchte sich lediglich aus der Umklammerung zu befreien. Da mittlerweile noch ein zweiter Wachmann da war, hatte er aber keine Chance und wurde aus dem Stadion geworfen.

    Seit Samstag weiß ich,was dieser Junge „verbrochen“ hat.Er hat über ViaNogo informiert.
    Das sind Polizeistaatmethoden! Und mit den (indirekt)Verantwortlichen dafür soll ich jetzt Mitleid haben, weil sie verbal unfair angegangen wurden? Nein, das kann ich beim besten Willen nicht!

  16. RWDJojo sagt:

    Die Forderung, dass sich die kritischen viaNOgo-Aktivisten doch für den AR aufstellen lassen sollen, amüsiert mich! Es gibt auf Schalke einen Wahlausschuss, der darüber entscheidet, wer zur Wahl zugelassen wird und wer nicht. Leider informiert dieses Gremium nicht darüber, aus wievielen Bewerbern man die drei Kandidaten ausgewählt hat. Weiterhin wird nicht darüber informiert, weshalb Bewerber abgelehnt wurden.

    Ich weiß nicht, ob jemand aus den viaNOgo-Kreisen für den AR beworben hat (ich vermute nicht). Ich bin mir aber sicher, dass Bewerber aus diesem Umfeld vom Wahlausschuss nicht zugelassen würden.

    Dank diesem intransparenten Wahlausschuss ist die Forderung „dann lasst euch doch für den AR aufstellen!!!“ so einfach nicht umzusetzen.

  17. derGrafschafter sagt:

    rwd jojo:
    wenn du das alles weißt, dann frag auf der jhv wer aus welchen gründen
    nicht zugelassen wurde. ich bin gespannt auf die antwort.
    wenn nicht geantwortet wird, ist der wahlausschuss vor aller augen bloßgestellt und disqualifiziert. meine unterstützung hast du.toennies hat sich am samstag bereit erkärt , alle dinge, die strittig
    sind anzuhören und sich darum zu kümmern. auch die, mit dem 18 jährigen tobias aus velbert.
    also, hol dir einen termin…

  18. Torsten sagt:

    Die Entscheidungen des Wahlausschusses sind nicht zu begründen und unanfechtbar. Die Entscheidung soll sich alleine an der Eignung der Kandidaten zum Aufsichtsratsamt orientieren.

    … steht im unserer Satzung, Hervorhebung durch mich. Außerdem will ich an dieser Stelle noch kurz darauf hinweisen, dass wir (ich auch) 2011 einen neuen Wahlausschuss gewählt haben. 4 von 7 Mitgliedern gehörten zum Zeitpunkt der Wahl den großen Fanorganisationen an.

  19. derGrafschafter sagt:

    torsten, wenn da so ist: sind die großen fanorganisationen
    uge, sfcv, sups? und wenn von 7 leuten 4 eben diesen organisationen angehören, dann haben sie die mehrheit.sie wählen dann, satzungsgemäß,
    ohne zu begründen, aus. ja, und jetzt?
    satzung abschaffen, verein abschaffen? diese gremien sind doch alle
    mehrheitlich, demokratisch gewählt.

  20. Blauhai sagt:

    @Սաշա
    Deine linkssozialistischen Parolen u.a. gegen die Person CT haben nun mal nichts mehr
    mit der eigentlichen Sache, Schalke 04 zu tun. Personen mit so einem Gedankengut sind
    nun wirklich, bei einem wirtschafts- und kapitalorientierten Profiklub in Europa, fehl am
    Platze. Such dir besser eine Amateurspielwiese ala Walldorfgedanken, jeder darf einmal,
    wieso hat der jetzt ein Tor geschossen? Bei aller Liebe zur Tradition, der FC Schalke hat
    schon immer nach Erfolg gelechzt und wenn es „nur“ der Aufstieg nach dem Abstieg war,
    wenn es die Teilnahme an dem Uefacup war usw….und in den noch früheren Jahren so
    wie so, und, und dies ist auch gut so. Auch ich habe in der 2.Liga mit Dauerkarte die Spiele
    vor teilweise 6-8000 Zuschauer besucht und was meinst du was meine Kumpel
    von damals und ich, Mailand 97, die Tränen in den Augen hatten, das erreicht man
    aber nicht, wenn man nicht zukunftsorientiert arbeitet. Warum wohl hat RA die Arena im
    Kopf gehabt (und durchgesetzt)? Warum hat ein RA einen Möller von nebenan geholt, trotz
    der hasserfüllten Tiraden vom MOB (Schalker Unser lässt grüßen)? So ein 0 : 4 Sieg in
    Lüdenscheid, das vergisst man nicht. Ich spreche hier nicht von Meisterschaft, erlebe ich
    wohl so wie so nicht mehr, nein es gibt viel mehr Momente..Aber auch diese muss man sich
    erarbeiten, wirtschaftlich und sportlich. Und ich, seit 75 im Stadion, habe Respekt auch vor
    „Neuen“ Schalkern, ich stempel die nicht als Eventfans ab. Nein, ich möchte immer weiter
    nach vorne schauen, jedoch in Maßen, ich habe nur was gegen Ewiggestrige und Dauerantiaktivisten.
    Mir gehen auch einige Dinge in der heutigen Zeit auf den Zeiger, zuviel Event z.B. vor dem
    Spiel und nach dem Spiel, ist halt so, ich versuch es zu ignorieren. Und wenn dann irgendwann,
    wie im Eishockey, die Spielfläche plakatiert ist, bleib ich Zuhause und ein anderer freut sich
    auf meine DK.

    Ach ja noch: ich fand es GUT, wie Horst Heldt im zynischen Ton geantwortet hat, aber die
    meisten Schreihälse haben dies so wie so nicht kapiert.

    Ich bin auch gegen die Partnerschaft mit Viagogo, großer Fehler im Vorfeld, die Kohle hätte
    man sich auch anders holen können. Nur, es kann nicht sein, dass jede Geschäftsaktion
    oder Transfer (Super HH) mit den entsprechenden Daueraktivisten diskutiert wird, daher
    finde ich es richtig, dass der Vorstand und AR dies komplett durchgezogen haben, ich hätte
    auch so gestimmt. Gib Ihnen den Finger, sie nehmen die ganze Hand.
    Der Fehler wurde im Vorfeld begangen.

    Und, der FC Schalke 04 hat das Recht von seinem Hausrecht Gebrauch zu machen und die,
    die in irgendeiner Form vor oder beim Spiel versuchen Poltik zu machen vor die Tür zu setzen.
    Wie viel hunderte von Protestgrüppchen soll es denn dann in Zukunft zu einem Spiel geben?

    H.H.: habt ihr Bock auf Fußball???

  21. Torsten sagt:

    Nichts und jetzt. Ich finde gut, dass der Wahlausschuss so zusammengesetzt ist. Ich denke, dass das eher RWDJojos Annahme, kritische Leute hätten per se keine Chance, ein bisschen entkräftet.

    Dem Vernehmen nach gab es sehr wenige Bewerber für den Aufsichtsrat. Drei wurden zugelassen, maximal 4 hätten es laut Satzung sein dürfen („Der Wahlausschuss soll mehr Kandidaten zulassen, als Aufsichtsratsämter zu besetzen sind, höchstens aber die doppelte Zahl“).

  22. Ney sagt:

    @Blauhai
    Versuch’s doch bitte mal, ohne permanent diejenigen Vereinsmitglieder
    anzupöbeln, die Deine Ansichten nicht teilen. Es gibt doch genug Foren
    im Netz, in denen Dein Stil gepflegt wird; ein paar Refugien wie dieses hier
    könnte man doch mal ohne sowas bestehen lassen.

  23. Blauhai sagt:

    @Ney
    Du gehörst doch auch eher zu der Sorte, die keine andere Meinung zulassen. Pöbeln? Ich mit nichten. Gepöbelt haben andere z.B. am Samstag.

  24. Blauhai sagt:

    „pseudointellektuell“:
    Jemand der meint, er oder sie darf ‚einzigstes‘ sagen weil er oder sie am ‚besondersten‘ ist.
    Hinweis :einzige lässt sich verdammt nochmal NICHT steigern‘ meint er oder sie nur, die Duden müssten halt überarbeitet werden.
    Soll man drüber lachen oder eher weinen?

  25. RWDJojo sagt:

    @Grafschafter
    Wie Torsten schon geschrieben hat, braucht der Wahlausschuss seine Entscheidung nicht begründen. Also würde ich auch keine Antwort bekommen!

    @Blauhai

    Nur, es kann nicht sein, dass jede Geschäftsaktion
    oder Transfer (Super HH) mit den entsprechenden Daueraktivisten diskutiert wird, daher finde ich es richtig, dass der Vorstand und AR dies komplett durchgezogen haben

    Im ersten Teil hast du vollkommen Recht. Ich glaube, jeder hat verstanden, dass ein Vorstand nur dann erfolgreich arbeiten kann, wenn ihm das operative Geschäft übertragen wird und er eben nicht für jede Entscheidung sich das OK der Mitglieder einholen muss. Aber sollte eine Entscheidung des Vorstandes nicht auf Gegenliebe bei den Fans und Mitgliedern stoßen, dann ist es unser gutes Recht, dies auch zu zeigen. Es gab und gibt viele Entscheidungen des Vorstands, die auf Ablehnung stoßen (Gazprom, ultra-beauty, Möller, Metzelder, etc.). Viele Kröten werden auch geschluckt, weil man sich eben bewusst ist, dass es verschiedene Interessen gibt und am Ende der Zweck (sportlicher Erfolg) die Mittel heiligt. Im Fall viagogo ist hier aber eine Grenze überschritten worden. Während beispielsweise Gazprom ein ähnlich dubioses Unternehmen wie viagogo ist, kann man sich mit den Russen noch ein Stück weit anfreunden, da es sich hier „nur“ um einen normalen Sponsorenvertrag handelt und Gazprom sich nicht weiter in Vereinsbelange einmischt. Viagogo hingegen sichert sich für vergleichsweise läppische 1,2 Mio € nicht nur Werbefläche auf Schalke, sondern auch Zugriffsmöglichkeiten auf die Fans, indem eine gut funktionierende Ticketbörse dort hin wandert und 300 Karten, die ansonsten im freien Verkauf wären, nun nur noch über viagogo zu erwerben sind. Dort können die Karten deutlich teurer werden. Den Preisunterschied kassiert viagogo. Desweiteren werden Ticketverkäufe unter Fans teurer, da viagogo horrende Gebühren erhebt. Das sind alles Punkte, die es legitimieren, dass die Fans und Mitglieder gegen diesen Vertrag angehen.

  26. Սաշա sagt:

    Linkssozialistisch finde ich ehrlich gesagt zum Schreien komisch. Hat ein bisschen was von der guten alten Zeit des kalten Kriegs, wenn man dem „uneinsichtigen“ Diskussionsteilnehmer das Kommunistenschild umhängt.
    Ich werde mich zwar Zeit meines Lebens wohl nicht mehr verdächtig machen FDP zu wählen, aber dem anderen Extrem, dem Sozialismus, kann ich ebenso wenig abgewinnen. Wenn wir es schon auf große politische Schubladen übertragen wollen, bin ich doch wohl eher konservativ: Wertebewusst(zumindest schieben die Konservativen immer „Werte“ vor – welche auch immer das sein mögen), aber an Wettbewerbsfähigkeit interessiert.

    Nur damit das grundlegend klar ist: Ich stehe z.B. total auf CL-Abende. Das ist die ganz große Fußballbühne und es macht mich stolz, dass unser S04 dabei ist, zuletzt auch immer die Gruppenphase überstanden hat, wo man sich dann mit den ganz großen messen durfte(ok, letzte Saison wars „nur“ Gala).

    Aber ich bin der Ansicht – und da bestätigen mich auch immer wieder diverse Lippenbekenntnisse des Vorstands – dass wir nicht irgendein Club sind. Wir dürfen niemals vergessen, wer wir sind und wo wir herkommen. Für den Erfolg darf nicht jedes Mittel recht sein.
    Der Vorstand gibt nach außen doch ganz klar zu verstehen, dass er die besonderen Bedürfnisse dieses Clubs anerkennt und den Spagat zwischen Tradition und Moderne versuchen muss.

    Aktuell streckt sich aber nur das „moderne“ Bein zum Spagat und zieht das „traditionelle“ einfach hinter sich her. Spagat geht jedenfalls anders. Ein Leitbild, wie das, was wir uns als Verein gegeben haben, hätten wir uns nach aktuellem Stand auch einfach sparen können. Es scheint Zeitverschwendung gewesen zu sein.

    Ich kann auch nur nochmal bekräftigen, dass es genug Alternativen in Deutschland und auf der Welt gibt, wenn man einfach nur Fan eines erfolgreichen Vereins sein will und einem auch egal ist, ob der Verein für etwas steht und wofür.

    Dass du(wie auch Horst Heldt) einfach nicht verstehen willst/kannst, worum es geht, sehe ich ja mittlerweile ein. Dass du auch noch gut findest, was HH sagt, weil u.a. ihr beiden nichts verstanden habt, ist eher unglücklich, muss mich aber auch nicht stören.

    Niemandem geht es darum, ob man Clemens verpflichet oder irgendwelche Ex-Borussen wie Metze, Möller, Santana, Anderbrügge etc. Es geht u.a. darum, dass man Deals abschließt, die zu Lasten der Vereinsmitglieder und Fans gehen. Es geht darum, dass man nur noch in der Marketingabteilung weiß, wo der Verein seine Wurzeln, wenn man wieder neue „Kumpel- und Malocherclub“(tm)-Shirts produzieren lässt, grüne Gelsenkirchen-Trikots herausbringt, vor jedem Spiel das Steigerlied erklingt oder den Fanshop im Zechen-Stil einrichten lässt, aber wenn es dann um die Belange der „Kumpel- und Malocher“(hier sinnbildlich für die Gesamtheit der Anhängerschaft, ob organisiert, unorganisiert, ob Mitglied oder nicht) geht, dann ist die Vereinsführung taub und blind. Das ist Heuchelei. Dann sollen sie doch den ganzen Scheiß sein lassen und einfach Shirts in allen erdenklichen Formen und Farben drucken lassen, die ohne derlei Arbeiterfolklore auskommt.
    Es geht um das vom Vorstand selbst betonte Miteinander auf Augenhöhe und dabei auch darum, dass man trotz Hausrecht Mitgliedern erlauben muss, für ihr Anliegen zu werben, sonst können wir uns die Farce einer Vereinsdemokratie auch schenken und Clemens darf sich selbst zum neuen Sonnenkönig krönen, dem der Vorstand unterstellt ist und gewählt wird sowieso nichts mehr.

    Der aktuelle Vorstand kann für seine Sache mit regelmäßigen PR-Meldungen sowie pompösen Präsentationen auf der JHV effektiv und mit großer Reichweite werben. Der gleiche Vorstand verbietet aber den Kritikern des Viagogo-Deals am einzigen Ort für ihre Anliegen zu werben, an dem sie wenigstens einen einigermaßen großen Personenkreis erreichen können und in der offiziellen Zusammenfassung der JHV auf der Vereinsseite werden die unangenehmen Themen einfach gänzlich ignoriert, als hätten diese Diskussionen nie stattgefunden. Das ist Demokratie nach russischem Verständnis(also „lupenrein“), was angesichts unseres Hauptsponsors wiederum sehr passend ist und einer gewissen Ironie nicht entbehrt.

    Übrigens @Blauhai und alle anderen „alten Säcke“(nicht despektierlich gemeint, mehr salopp ehrfürchtig), es ist mir furchtbar egal, ob ihr seit 1937, 1923 oder gar seit 1904 auf Schalke geht. Das macht dich weder glaubwürdiger, noch deine Argumentation sachlicher oder deine totalitäre, blind linientreue Einstellung erträglicher.

  27. Blauhai sagt:

    @RWDJojo
    alles soweit ok was du anführst, bin ja auch gegen Viagogo, nur die Fehler haben beide Seiten im Vorfeld gemacht und als es 5 vor 12 war konnten die Verantwortlichen nun wirklich nicht mehr einen Rückzieher machen.
    Übrigens…ich habe nichts gegen ehemalige aus Lüdenscheid die zu uns kommen, hat es zu meiner Zeit auch gegeben, ok fanden wir auch nicht toll alls u.a. der Rolli bei denen spielte, war aber so. Der Schachzug von RA mit Möller fand ich im zweiten Moment genial (erst baff), dass dieser dann so nieder gemacht und bespuckt wurde, einfach ekelhaft und peinlich. Bin immer noch der Meinung, wenn die Hetze (u.a. Schalker Unser)nicht so massiv gewesen wäre, hätte es in der Saison 2000/01 nicht nur die 4 min DM gegeben.

  28. StanLibuda sagt:

    Mahlzeit!

    Man ist also links und sozialistisch,
    wenn man auf Demokratie und seine Rechte pocht,
    seine Meinung äußert und Fakten präsentiert?!

    Spätestens nach dem Kommentar in dem von mir oben
    erwähnten Link hat sich CT meine Sympathie ganz verscherzt.
    Ich persönlich kann auf dieses Schalke gut verzichten.
    Die JHV hat mir den Rest gegeben.
    Meine DK jedenfalls habe ich verkauft.

    In diesem Sinne
    Glückauf

  29. ReinerEdelmann sagt:

    Blauhai,

    auch wenn es schwer fällt, nicht polemisch werden.

    Versuch´ es mit Argumenten – wenn Du zu dünne Bretter bohrst, einfach nichts sagen. Kann hilfreich sein.

  30. Der Hans sagt:

    Meine DK jedenfalls habe ich verkauft.

    Bei Viagogo?

    SCNR

  31. Torsten sagt:

    Ein Nicht-Schalke-Fan nimmt sich des Themas an. Kann man ma‘ lesen, denke ich.

    „Viagogo – Schalke 1:0“

  32. eakus1904 sagt:

    Blauhai sagt:

    2. Juli 2013, 16:14 Uhr #

    Bin immer noch der Meinung, wenn die Hetze (u.a. Schalker Unser)nicht so massiv gewesen wäre, hätte es in der Saison 2000/01 nicht nur die 4 min DM gegeben.

    Mit Verlaub, das ist der größte Mist, den ich seit langem gelesen habe!
    Hast du dafür irgendwelche Fakten? Nein,kannst du nicht haben, denn als der Protest am größten war-zu Beginn der Saison- haben wir die ersten sechs Spiele nicht verloren.

    Oder ist es einfach nur der Hass oder die Wut,gegen Fans vom Schalke Unser oder gegen die ViaNogo Aktivisten? Dann bist du nicht besser als das,was du kritisierst!

  33. Kowski04 sagt:

    @ Blauhai

    erfrischend und aufrichrichtig.

    Drittliga oder Parteigründung wäre für diese Kleingeister angebracht.

    Arm diese Art der Opposition. Man kann nur hoffen, dass der Verein nicht einbricht. Morgen haben wir sonst wieder einen Fall FM oder zu wenig Nostalgietouren Untertage etc. etc.

  34. derGrafschafter sagt:

    man kommt nicht weiter. ich hoffe , das die aktivisten dem verein
    nicht dauerhaft feindselig gegenüber stehen, dann wäre in der tat
    ein drittligaverein oder eine parteigründung angeraten.
    der msv, der wsv, die aachener sind doch wohl abschreckende beispiele.
    so falsch der vertrag mir den ticketdealern ist, so kurios auch der
    z.b. von barta gemachte vorschlag 10×300 tickets zu verschenken.
    wer soll das denn bezahlen?
    schalke 04 hat schon viel ausgehalten. und ,wieviel stimmberechtigte mitglieder haben wir? 90.000 etwa? davon waren 10% am samstag da.
    von den 9000 haben zwar die aktivisten am lautesten geschrieen und
    beleidigt, sind aber doch wohl nur vielleicht ca. 1000 oder sogar weniger.
    das relativiert einiges.
    unser sportvorstand:habt ihr lust auf fussball?

  35. Ney sagt:

    @derGrafschafter

    Wer tritt denn dem Verein feindselig (falls dieses Wort für die Kritik überhaupt angebracht ist) gegenüber? Allenfalls dem Vorstand/dem Aufsichtsrat. Die allein sind aber nicht der Verein. Nebenbei, wer wurde denn auf der JHV mit welchen Worten beleidigt? Ernsthafte, nicht rhetorische Frage.

    MSV, Aachen — gute Beispiele für Vereine, die von fehlplanenden oder selbstherrlichen, jedenfalls „wirtschaftlich denkenden“ Vorständen in den Abgrund gerissen wurden. „Aktivisten“ waren es sicherlich nicht, die das zu verantworten haben.

    Was die 9000 angeht, die nicht rechtsverbindliche Probeabstimmung hat ein eindeutiges Bild ergeben, was die überwältigende Mehrheit von der Sache hält. Vorstände und Aufsichtsratschef haben am Samstag zumindest verbal Bereitschaft gezeigt, die Diskussion ernst zu nehmen und seriös zu führen. Was hier einige an „Schnauze, sonst Knüppel“ oder „haut ab in eine Partei“ abliefern, fällt an Demokratieverständnis dahinter nun doch deutlich zurück. Übrigens wäre es am Samstag jederzeit möglich gewesen, die viaNOgo Kampagne bei der Aussprache vom Rednerpult aus zu kritisieren, einige Redner haben das ja auch gemacht.

  36. RWDJojo sagt:

    so falsch der vertrag mir den ticketdealern ist, so kurios auch der z.b. von barta gemachte vorschlag 10×300 tickets zu verschenken. wer soll das denn bezahlen?

    Niemand fordert ernsthaft, dass der Verein 10 x 300 Tickets verschenken soll, obwohl dies netter wäre, als die Karten an einen Sponsor abzudrücken. Ich vermute übrigens mal, dass die Karten mit dem Sponsorenvertrag abgegolten sind und viagogo dafür nichts zusätzlich zahlt. Wenn ich es richtig verstanden habe, handelt es sich hierbei um die Kategorien 1+2. Bei einer 50/50-Verteilung entsprechen die Karten einem Wert von 140.250 € pro Saison. Dies führt im Übrigen dazu, dass Schalke aus dem Sponsorenvertrag mit viagogo netto lediglich ca. 1,050 Mio € jährlich bekommt, wenn meine Annahme der unentgeltlichen Ticketüberlassung korrekt ist.

  37. Torsten sagt:

    Nur um das nochmal klar zu stellen, ich glaube dass das manch einer noch nicht realisiert hat (vielleicht ist gar noch ein Blogbeitrag nötig/sinnvoll?):

    Es geht nicht um die pisseligen 3000 Tickets.

    Es geht darum, dass durch den Deal auf Viagogo jeder S04-Tickets handeln kann, es werden also mit Sicherheit sehr viel mehr Tickets dort zu unverschämten Preisen angeboten werden.

    Und es geht darum, dass Schalke 04 durch diese Kooperation das recht verwehrt hat, sich gegen andere „Schwarzmarkt-Börsen“ oder auch eBay-Angebote zu wehren, weil in einem Musterprozess gegen den HSV ein Gericht entschied, dass Clubs nicht einerseits Schwarzmarkt gesponsort erlauben und gleichzeitig gegen anderen Schwarzmarkt vorgehen dürfen. Ergo ist seit Montag „Schwarzmarkt frei“ auf Schalke.

  38. derwahrebaresi sagt:

    @dass durch den Deal auf Viagogo jeder S04-Tickets handeln

    das ist mir nun auch bewusst und beantwortet meine frage im viagogo-beitrag. auf der homepage ist die alte ticketbörse inzwischen ja auch ersetzt.
    bisher bin ich immer davon ausgegangen, dass man diese beibehält und den mitgliedern – parallel zu viaNOgo – weiterhin einräumt, karten zum nennwert abzugeben.

    wenn ich jetzt meine karte zum originalkurs auf dieser SCHEIß-börse einstelle, mache ich als verkäufer, ob der hohen gebühren, definitiv einen verlust.

    das allein wird für einige der beweggrund sein, ihre karten zu überhöhten preisen anzubieten.

    BTW.
    ich hätte eine dauerkarte (S3) abzugeben. „altkundenpreis!“

  39. ReinerEdelmann sagt:

    …und Schalke hat doch bei der alten Ticketbörse auch eine gewisse Summe verdient, oder täusche ich mich? Vielleicht 200.000 EUR pro Jahr?

    Die ganze Aktion war und ist purer Unfug!

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