Asa gibt den Crash

Gerald Asamoah ist wieder Angestellter des FC Schalke 04. Als Mann für Medien wird er den Verein repräsentieren. Als Mitglied eines „Kompetenzteams“ wird er mit Olaf Thon und einem noch nicht genannten Ex-Schalke-Profi den Aufsichtsrat beraten. In der nun beginnenden Saison soll er aber auch und vor allem als Stürmer für Schalkes Regionalligamannschaft spielen. Dabei fällt ihm die Crash Davis-Rolle zu.

Gerald Asamoah hat mit seiner Erfahrung aus über 50 Europapokalspielen und als Schalker Rekord-Nationalspieler einen Mehrwert für diese junge Mannschaft. Er kann sie führen, er kann den jungen Spielern Tipps geben, er kann sie vorbereiten auf das Profidasein. Es ist mit Geld gar nicht aufzuwerten, was Asa für uns da leisten kann.

Crash Davis ist der von Kevin Costner gespielte Protagonist des Films „Bull Durham“ (dt. „Annies Männer“), dem besten Baseball-Film von allen. Als Fänger kurz vor seinem Karriereende wird er zu seinem neuen Club geholt, um den jungen Werfer Ebby Calvin LaLoosh zu führen, der zwar einen grandiosen Wurfarm hat, dem es aber an Ernsthaftigkeit und Lebenserfahrung fehlt. Ein Film voller großartiger Dialoge, welche das Gros der Baseballfans dieser Welt auswendig zitieren kann, und an dessen Ende es LaLoosh selbstverständlich in „die Show“, die Major Leagues, schafft, wo er den Journalisten die zuvor mit Crash auswendig gelernten Plattitüden in die Mikrofone spricht. Dass an LaLooshs Entwicklung auch noch eine von Susan Sarandon gespielte Dame beteiligt ist, die sich zu jeder Saison einen Spieler des Bulls-Teams aussucht und ihm ihre eigenen Lebensweisheiten offenbart, sei hier nur am Rande erwähnt. Wer diesen Part bei Schalke übernimmt, weiß ich nicht.



15 Kommentare zu “Asa gibt den Crash”

  1. Marius sagt:

    Ich widerspreche Dir lediglich in der Beantwortung der Frage nach dem besten Baseball-Film.
    Nichts geht über “For Love of the Game”. :)

  2. derwahrebaresi sagt:

    ich muss leider torsten UND marius widersprechen:

    nichts geht über: The Babe – Ein amerikanischer Traum

  3. RJonathan sagt:

    Ich gebe derwahrebaresi recht. Aber ich gebe auch zu: Ich kenne Bull Durham nicht.

  4. #Link11: Gallien liegt an der A1 | Fokus Fussball sagt:

    [...] neues Kompetenztrio. erste Mitglieder sind Olaf Thon und Gerald Asamoah. (WAZ). Torsten Wieland (Königsblog) findet den passenden Vergleichfür die neue Rolle von Gerald Asamoah im Film. + + + Torfestival in [...]

  5. Ney sagt:

    Die Indianer von Cleveland fand ich lustiger.

    Was Asamoah & Thon & das weitere “Kompetenzteam” angeht, seit einstmals Yves Eigenrauch mit dem gleichgültigen Umgang des Vereins mit ehemaligen Spielern ins Gericht ging, verfolge ich interessiert, ob Schalke seine Ex-Spieler stärker einbindet. Mal sehen, was daraus wird.

  6. Torsten sagt:

    Bild will wissen, dass der 3. Mann des Kompetenzteams Christoph Metzelder werden soll. Noch habe er nicht zugesagt, wie ja auch schon Clemens Tönnies auf der PK verkündete.

    Von wegen bester Baseballfilm:

    Klar, das ist natürlich Geschmackssache.

    In “The Babe” wird nun mal die ehedem grandiose Karriere Babe Ruths’ dargestellt. Das würde ich nicht mit fiktiven Geschichten vergleichen wollen. Aus der Abteilung dieser “Wahre Begebenheit-Filme” ziehe ich allerdings “Eight Men Out” (“Acht Mann und ein Skandal”) vor – die Geschichte der 1918er Chicago White Sox Mannschaft, die sich vor der World Series bestechen lies. Große Besetzung, tolle Bilder dieser alten Zeit.

    Die Indianer habe ich (natürlich) auch zig mal gesehen. Dieser Film hat den Vorteil, dass er auch Leuten Spaß macht, die sich nicht unbedingt für Baseball interessieren. Die Story und die Sprüche funktionieren universell.

    Ich persönlich liebe diesen Sport, habe ihn selbst rund 12 Jahre betrieben und in einer Phase meines Lebens alles über und um ihn aufgesogen wie ein Schwamm. Zumal das zu einem beträchtlichen Teil in einer Zeit ohne Internet stattfand und die Major League entsprechend weiter weg waren, war es intensiv, man musste schon ein Stück weit bekloppt sein. Für mich stellt Bull Durham diesen Sport und das Gefühl dazu am besten dar.

    Aber wie gesagt, eine Geschmacksfrage. Die anderen Filme mag ich auch. Sogar den mit Madonna ;) (“A League Of Their Own”).

  7. Torsten sagt:

    PS: In Sachen Baseball bin ich übrigens Dodgers-Fan.

    Farbe Blau, einer der alten und traditionellen Clubs, in vielerlei Hinsicht besonders, viele Fans, in der Regel immer einer der Clubs mit sehr hohem Budget und doch in der jüngeren Historie immer dann chronisch erfolglos, wenn es darum ging, wirklich mal wieder was zu gewinnen.

    Ich weiß auch nicht, weshalb mich dieses Muster so verfolgt.

  8. derwahrebaresi sagt:

    @Dodgers-Fan.

    na, dann wirst du den start (08.08) von 42 wohl kaum erwarten können. :-)

  9. Marius sagt:

    Ich habe dann doch eher einen starken Hang zu den Cubs.
    Ist wie mit Schalke. Viele Jahre warten auf einen Meistertitel….

  10. StanLibuda sagt:

    Mahlzeit!

    Haben die nicht früher in Brooklyn, New York gespielt?
    Aber der Stadtwechsel hat ja in den USA auch Tradition.
    Ich stelle mir gerade vor, wenn Schalke aus Gelsenkirchen
    wegziehen würde. Gruselig!

    Mein Lieblingsteam in den USA hat allerdings die Falschfarben
    derer aus der Nähe von Lüdenscheid. Das ist noch gruseliger. ;)

    Wie auch immer. Schalke scheint genügend Geld für den sinnlosen
    Kram wie die eines Kompetenzteam zu haben. Das nötigt mir die Frage
    auf, wieviel Gehalt und vor allen Dingen wem alles Geld gezahlt wird
    außer Spieler, Trainer und Manager. Bei dem Gedanken wird mir allerdings
    besonders übel.

    In diesem Sinne
    Glückauf

  11. Manfred sagt:

    Mal sehen, welcher Jüngling zuerst mit Strapsen kicken wird :D
    Field of Dreams fehlt mir noch in der Aufzählung. Vor allem aber ‘The Bad News Bears’ mit olle Walter Matthau, der meine erste Begegnung überhaupt mit Baseball war und mein Lieblingsfilm innert dieses Genres ist.

  12. Carlito sagt:

    Ich glaube, ich habe bis hierhin schon viel Input bzgl. noch zu guckender Filme bekommen! ;)

  13. Սաշա sagt:

    Was Baseball angeht muss ich passen. Filme gibt es einige, die ich gerne gesehen habe und immer noch gerne sehe.
    Field of Dreams gehört zu meinen Lieblingsfilmen, die Indianer von Cleveland mochte ich gerne. Auch ein jüngeres Beispiel mit realem Bezug, Moneyball mit Brad Pitt, gefiel mir wirklich gut. 42 interessiert mich auch sehr, bin ich aber leider noch nicht dazu gekommen. Aber ich fürchte man muss Baseball mal gespielt haben, um die Faszination für den Sport selbst nachvollziehen zu können.

    Auch auf die Gefahr hin, dass man mir ob der Beachtung solcher optischer Nebensächlichkeiten die Männlichkeit absprechen will:
    Das Coolste am Baseball sind die schicken Spieleruniformen, die haben auf jeden Fall was.
    Außerdem: der Bart von Brian Wilson. Könnte ich doch auch nur so einen Bart tragen!
    Und die Stadien – vor allem die alten.
    Den Sport kann ich mir einfach nicht ansehen. Ich habe es schon wirklich oft versucht. Egal ob Regular Season, All Star Game, Play-Offs oder gar die World Series. Es will mir nicht gelingen eine Begeisterung oder irgendeine andere Regung zu entwickeln, wenn ich Baseball schaue.

    Selbst ein Footballspiel pro Jahr schaffe ich mich mit Leichtigkeit(natürlich: Super Bowl), obwohl dieser undynamische, von ständigen Unterbrechungen durchzogene Sport es einem nicht gerade leicht macht. Aber ich kann ihm mittlerweile zumindest aufgrund der taktischen Komponente, der im besten Fall vorhandenen Dramatik und natürlich dem Spektakel etwas abgewinnen.

    Von allen vier Sportarten, die in den USA traditionell groß sind – also Football, Basketball, Eishockey und Baseball – ist mir Baseball jedoch die am schwersten zugängliche.

    Vielleicht versuche ich es ja mal wieder. Aber ich fürchte das wird nichts mehr mit mir und dem Baseball. Obwohl ich während der 2010er World Series sogar schon Sympathien entwickelt habe. Damals für die Giants. Woran das lag kann ich mich leider nicht mehr erinnern.

  14. Torsten sagt:

    Haben die nicht früher in Brooklyn, New York gespielt?

    Richtig. Sie sind 1958 nach Los Angeles verkauft worden. Gleichzeitig zogen die New Yorker Erzrivalen, die Giants, nach San Francisco um. Die heute in NY spielenden Mets tragen (Dodgers-)blaue Caps mit orangefarbenem (Giants-)NY-Zeichen.

    Dass vielen Leuten hierzulande der Zugang zu diesem Spiel fehlt, könnte an der grundsätzlichen Andersartigkeit des Spiels liegen. Im Gegensatz zu allen anderen „großen Sportarten“ wird beim Baseball eben da der Punkt gemacht, wo das Spielgerät NICHT ist.

    Zu den schicken Uniformen noch eine Bemerkung: Die Caps sind kein modisches Überbleibsel aus einer Zeit, in der noch Hut getragen wurde, sondern sind ein sinnvoller Teil der Ausrüstung. Vernünftige Baseballfelder sind mit der Homeplate gen Süden ausgerichtet, damit der Schlagmann die Sonne im Rücken hat und den Ball gut sehen kann. Entsprechend haben die Feldspieler die Sonne im Gesicht, wogegen die Kappenschirme helfen.

    So genug baseballgeplaudert.

    Hat vom Testspiel der Blauen in Koblenz jemand mehr als das Ergebnis mitbekommen? Irgendwelche Erkenntnisse?

  15. M-1904 sagt:

    @StanLibuda
    Hatte auch gehofft, dass wir einen kompetenten Aufsichtsrat haben.
    Schlanke Strukturen sehen jedenfalls anders aus.
    Hoffe das Kompetenzteam nimmt hauptsächlich Sponsorentermine wahr.

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