Huub Stevens‘ Chance zur Revanche

Die UEFA möchte, dass sich Schalke 04 im Kampf um die Champions League-Qualifikation mit PAOK Saloniki misst, weil Metalist Charkiw 2008 gefudelt haben soll. PAOK sollte ein leichterer Gegner sein. Wäre da nicht Trainer Huub Stevens.

PAOK Saloniki hatte sein Heimspiel gegen Charkiw mit 0:2 verloren. Charkiw hat mehr Geld als Saloniki, die teureren Spieler, mehr Legionäre. Während Charkiw in der ukrainischen Premyer Liga bereits 5 Spieltage absolviert und seinen Rhythmus gefunden hat – man steht nach 4 Siegen und einem Remis auf Platz 2 der Tabelle – wird Saloniki am kommenden Samstag den 1. Spieltag der neuen Saison bestreiten. Schalkes Chancen sollten sich durch diesen Gegnertausch eigentlich verbessert haben. Blöd nur, dass Salonikis Trainer Schalkes Stärken und Schwächen besser kennt, als es durch noch so viele Videoanalysen herauszufinden wäre.

Wenn Schalke am Mittwoch kommender Woche in der eigenen Arena gegen Saloniki antritt, wird Huub Stevens den lautesten Applaus bei der Vorstellung der Protagonisten erhalten. Er wird dann seit 248 Tagen nicht mehr Schalkes Skipper sein. 248 Tage, in denen es sein Nachfolger Jens Keller schaffte, die Chance auf die Teilnahme an der diesjährigen Champions League-Hauptrunde zu wahren; in denen Jens Keller aber nicht schaffte, irgendetwas grundsätzlich zu verbessern. Schalke spielt ziemlich genau so wie unter Huub Stevens und Schalke punktet mit so ziemlich dem gleichen Schnitt wie unter Huub Stevens. Huub Stevens trifft auf die Mannschaft, mit der er innerbetrieblich im Herbst 2012 nicht mehr zurecht kam, die er aber in- und auswendig kennt. Es steht zu befürchten, dass er sein Wissen zu nutzen weiß.

Aber vielleicht möchte das Court of Arbitration for Sport (CAS) gar nicht, dass die UEFA möchte, dass sich Schalke mit dem Ex-Trainer statt mit Metalist Charkiw misst. Ma’abwarten.



13 Kommentare zu “Huub Stevens‘ Chance zur Revanche”

  1. Oebel sagt:

    Stevens verstand es aber auch nicht die Unzulänglichkeiten der Schalker Mannschaft abzustellen. Wenn es die atmosphärischen Störungen mit ihm gab sind evtl. die Spieler besonders motiviert. Ich freue mich auf das Wiedersehen mit Huub. Ich sehe es als Vorteil an, dass das Spiel in Griechenland vor leerer Kulisse stattfindet.

  2. detlef sagt:

    Huub wird sich überraschen lassen, weil es nichts überraschendes gibt.. Lassen wir uns überraschen wie das Playoff ausgeht.
    Ich bleibe Optimist. Wir schaffen das.

  3. francois04 sagt:

    Und ich finde es völlig egal gegen wen unser Team antreten muss. Es gibt so oder so nur eine erforderliche Konsequenz. Das Spiel muss gewonnen werden.

    Und egal welcher Trainer welches Team begleitet, den Spielern sollte bewusst sein, dass sie alles, aber auch wirklich alles bei diesen beiden Spielen aufbieten sollten, was sie auf Lager haben!

  4. Carsten Siegfried sagt:

    moin

    bin sicher wir schaffen das…. Insiderwissen hin oder her…

    Glück auf

  5. #Link11: Krisenreporter, Scheunentore, fallende Zäune | Fokus Fussball sagt:

    […] “nur weil sich Saloniki nicht sportlich qualifiziert hat”. (Der Westen). Sieht auch der Königsblog und fürchtet sich vor der Rückkehr des Jahrhundertrainers, der nun eine Chance zur Revanche […]

  6. Patigol sagt:

    Genau das ist das Problem: „in denen Jens Keller aber nicht schaffte, irgendetwas grundsätzlich zu verbessern. Schalke spielt ziemlich genau so wie unter Huub Stevens.“ Halbwegs erfolgreich und komplett unattraktiv. Schade, vielleicht kriegt Keller ja noch die Kurve. Von Tempofußball sind wir jedenfalls meilenweit entfernt.

  7. Bierbauch sagt:

    Tjoa, auch wenn es mir schmerzt:
    Ich hab die zärtlich gehegte Hoffnung aus der Saisonvorbereitung auf ein schöneres Spiel bzw. Abstimmung der Mannschaft bereits wieder begraben und beginne wieder in das typische Schwarz (-sehen) zu verfallen.
    Ich würde mir echt gern die Finger abhacken und auf folgende Worte verzichten, aber das (Zwischen-) Fazit von Thorsten ist mir eigentl. zu lasch! „… irgendetwas grundsätzlich zu verbessern.“ Mir scheint es eher, dass dem armen Mann nix einfällt die Mannschaft zu erreichen und alte Strukturen unter den Spielern zu stark sind um durchbrochen zu werden. Diese „dümpelt“ praktisch seit 2010 nur vor sich hin und schafft es nie das spielerische Potential, welches zweifelsohne in diesen 52 teuren Waden steckt dauerhaft abzurufen. Dieses sieht man nur immer wieder durchblitzen …
    Ich rechne damit, dass es eine extreme Wackelnummer gegen PAOK wird und befürchte das schlimmste.

    Aber wer weiß, evtl. steckt ja hinter diesem „Ende“ ein echter Neuanfang …

  8. Carlito sagt:

    Ma gucken, watt sich die UEFA respektive der CAS für uns noch so alles einfallen lässt…

  9. George sagt:

    Glaubt ihr allen Ernstes, dass PAOK eine Chance hat? Never… Schön wär‘ s aber der griechische Fußball ist derzeit auf dem absoluten Tiefpunkt (Höhepunkte gab es eh wenige aber im Moment ist schlimm) und einzig und allein Motivation ist auch nicht alles… So schön ein Erfolgserlebnis für den griechischen Fußball mal wieder wäre.

  10. Սաշա sagt:

    @George:

    Wenn eine griechische Mannschaft eine Chance hat, dann doch PAOK gegen DIESES Schalke.
    Nach bisher drei Pflichtspielen in denen man erst mit ach und krach einen Fünftligisten im Pokal bezwang, dann gegen Hamburg glücklich 3:3 spielte und gestern vier Stück von Wolfsburg gefressen hat, möchte ich doch meinen, dass gegen Schalke auch PAOK ein paar Buden machen kann.
    Ein Jahr ohne CL tut Schalke eh mal ganz gut. Vielleicht werden dann ein paar überflüssige Spieler zu teuer und verlassen den Verein. Ich bin mir mittlerweile nicht mehr sicher, wer es überhaupt noch verdient hat, unser Trikot tragen zu dürfen.
    Für die tollen Fans von PAOK würde ich mich dagegen sehr freuen, wenn sie sich in der CL präsentieren dürften. PAOK ist mir seit jeher der sympathischste griechische Verein.

    Nicht dass man mich falsch versteht: ich möchte schon, dass Schalke gewinnt und die CL erreicht. Aber ich fürchte wir verschleppen die Probleme dann immer weiter

  11. Torsten sagt:

    Ein Jahr ohne CL tut Schalke eh mal ganz gut.

    Schalke hat noch nie zweimal in Folge in der CL gespielt. Das regelmäßige Nicht-CL-Spielen hat bisher allenfalls zu Liquiditätsproblemen geführt.

  12. derwahrebaresi sagt:

    @Für die tollen Fans von PAOK würde ich mich dagegen sehr freuen

    mit solchen aussagen wäre ich sehr vorsichtig.
    ich habe die mal live erlebt, und das war nur
    ein freundschaftsspiel …

  13. Սաշա sagt:

    @Torsten: Stimmt auch wieder. Vielleicht müssen es auch zwei Jahre sein. Sollten wir die Quali gegen PAOK verpassen, rechne ich ohnehin mit mindestens zwei Jahren ohne CL. Mit dieser Defensive sehe ich uns diese Saison bestenfalls im gesicherten Mittelfeld.
    Es wäre sicher besser, wenn man die Probleme ohne Zwang und mit mehr Handlungsspielraum angehen könnte. Wenn es aber anders nicht geht, muss es wohl erst zum Zugzwang kommen. Wenn man sich die Kalkulation von Peter Peters ins Gedächtnis ruft, in der zwei Spielzeiten ohne CL nicht eingeplant wurden, sind wir diesbezüglich auf einem „guten“ Weg.

    @Baresi: Mir sind die Schattenseiten griechischer Fankultur durchaus bekannt und ich will auch gar nichts gutheißen oder verharmlosen. Aber die Atmosphäre auf den Rängen imponiert doch schon sehr.

    Sicherlich nicht jedermanns Geschmack:

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