Absteiger der Woche: Mesut Özil

Wir freuen uns generell über jeden Neuzugang, der uns verstärkt. Und Gareth Bale ist ein sehr, sehr guter Spieler. Ich weiß genau, was ich kann, und ich werde mich auch in diesem Jahr durchsetzen.

… sagte Mesut Özil letzten Mittwoch als Spieler Real Madrids. Sonntag saß er beim Spiel gegen Atletic Bilbao erstmals nur auf der Bank. Einen Tag später wechselte er zum FC Arsenal.

Ich bin absolut begeistert, bei einem Klub diesen Formats zu spielen.

… sagte Mesut Özil nach dem Wechsel. Das nennt man wohl „professionell“.




48 Kommentare zu “Absteiger der Woche: Mesut Özil”

  1. detlef sagt:

    Schnippisch würde ich sagen, was kümmert mich mein Geschwätz von gestern.

    Ich bin froh das Mesut von Real weg ist und bei Arsenal gelandet ist. Ob es für ihn ein Abstieg ist? Man wird sehen.
    Aber es ist besser zu gehen, wenn man den Eindruck hat man wird nicht mehr gebraucht. Vor allem wenn eine WM vor der Tür steht.

  2. francois04 sagt:

    Umstände wie der oben beschriebene verdeutlichen mir immer wieder, dass die gute alte Zeit vorüber ist. Und dass es immer schwieriger wird, sich mit „seinem Verein“ „zu identifizieren“!

    Wir leben nur noch von der Erinnerung.

  3. eakus1904 sagt:

    @francois04
    Ja und nein: Seit jenem Torwart,der vor einiger Zeit gen Süden wechselte, war bei mir das letzte bisschen Hoffnung, dass es für Spieler so etwas wie Vereinstreue gibt, komplett erloschen. Deswegen könnten mich auch Wechsel von Draxler/Meyer usw. nicht mehr so treffen.

    Und wenn man sich den Umgang mit dem Eigengewächs Matip ansieht, kann man die Spieler ja sogar teilweise verstehen. Denn an dieem Fall sieht man, dass es ja scheinbar gar nicht darauf ankommt,ob und wie lange man bei einem Verein ist. Du kannst in der F-Jugend begonnen haben und dem Verein lebenslange Treue geschworen haben-spielst du schlecht,wirst du niedergepfiffen!

    Dennoch habe ich keine Probleme mich mit meinem Verein zu identifizieren, denn Schalke ist ja viel viel mehr als 90 Minuten Fußball schauen!

  4. Stefan sagt:

    Ganz ehrlich? Auf Ancelotti und Ronaldo hätte ich auch keinen Bock. Man weiß auch nicht, was man Özil zwischen seinen beiden Aussagen nahegelegt hat. Die Bank am Sonntag war jedenfalls ein klares Zeichen. Eines ist klar, Fußballer sind heut zu Tage wie ein mittelständisches Wirtschaftsunternehmen. Man muss sich ständig auf neue Gegebenheiten einstellen und sich der Situation schnellstmöglich anpassen um weiter erfolgreich zu sein. Das mag zwar niemand gefallen, mir übrigens auch nicht, aber so ist es nun mal. In Anbetracht auf die kurze Karrieredauer und das Geld um das es geht sogar irgendwie verständlich. Da sind dann Berater gefragt um schnellstmöglich eine der Situation angemessene, möglichst geschmeidige Aussage zu präsentieren. Uns Fans bleiben leider nur romantische Momentaufnahmen. So wie letzten Sammstag, als das ganze Stadion sang “ Der S04 ist wieder da!“ Aber schön war’s trotzdem!

  5. Rychi sagt:

    Da ich Arsenal sehr sympathisch finde, freue ich mich über den Wechsel.

    Und dass Fussballclubs und -stars eigentlich nur noch in stereotypen Phrasen reden, dürfte heute keine Überraschung mehr sein. Deswegen sind die meisten Interviews auch furchtbar langweilig geworden – und die Presse wartet sehnsüchtig darauf, dass alle paar Monate mal einer aus diesem rhetorik-geschulten Einheitsbrei ausbricht und eine ‚Wutrede‘ hinlegt.

    Ich kann nur hoffen, dass die Entscheidung zum Wechsel nicht komplett über seinen Kopf hinweg getroffen wurde.

  6. RWDJojo sagt:

    Also ich glaube ja, dass Real Özil loswerden wollte und nicht andersherum. Wahrscheinlich hat Özil in den letzten Tagen gemerkt, dass er bei Real keine Zukunft mehr hat und hat sich dann entgegen seiner vorherigen Aussagen für einen Wechsel entschieden.
    Leider ist es so, dass sich auch die Vereine immer seltener an die Verträge halten. Özil ist da ein sehr prominentes Beispiel. Die Trainingsgruppe 2 bei Hoffenheim oder das Verhalten vom HSV gegenüber Scharner und Co sind weitere Beispiele.

    P.S. Für Schalke ist das übrigens ein guter Wechsel, da man einen kleinen Anteil der Ablöse erhält :-) Dies berichtet reviersport.de

  7. Werda sagt:

    Für mich ist es auch ein ziemlich Abstieg. Arsenal hat doch seit Urzeiten nix mehr gerissen und so richtig verstärkt haben die sich ja nun auch nicht.

  8. SebNeu sagt:

    Kann mir irgendwer erklären, wie solche Wechsel im Zeiten von „Financial Fair Play“ ablaufen können? Was hat Arsenal in den letzten Jahren gewonnen, dass sie mal eben 50Mio hinblättern können? Oder Real? 100Mio? Für Bale?
    Da wird doch lieber die Einführung von FFP weiter nach hinten geschoben. Sonst kommt man ja in Konflikt mit den großen Vereinen Europas.

  9. #Link7: Deutsches Eck in London, Tor durch John Lennon und der Tod des 1.Konzepttrainers | Fokus Fussball sagt:

    […] dem Paradies”. Christof Kneer (SZ) eine “Flucht aus dem Zirkus”. Torsten Wieland (Königsblog) kürt Özil zum “Absteiger der […]

  10. McP sagt:

    Armer Mesut, da wartet er nun bis zum letzten Tag, ob noch der ersehnte Anruf von Heldt kommt und dann das.

    Ich für meinen Teil mag den Wechsel. Mit der spanischen Liga werde ich nicht warm. Ab und an El Clasico gucken – klar. Aber ansonsten ist mir die Überdominanz von Barca und Real zu viel. Da sehe ich lieber nach England und finde es dann nett, zusätzlich noch auf Bekannte aus der Bundesliga oder gar Deutsche zu treffen. Da sammelt sich ja nun einiges in London – Merte, Poldi, Özil, Riether, Schürrle und noch ein paar jugendliche Talente.

    Zum „Abstieg“: Ja schon, vor allem titelmäßig. Aber der Wettbewerb ist in England größer. Das Gehalt wohl auch. Und wenn Özil ohne Titel zur WM reist, hat er vielleicht noch mehr Bock dort was zu holen. Außerdem musste Schumacher damals auch zu Ferrari absteigen, um die große Legende zu werden. Wenn Arsenal um Özil herum wieder zu einem Titel-Team aufsteigt, wird man ihm das deutlich höher anrechnen als irgendwelche Sieg bei Real. Meine guten Wünsche hat er.

    Sebneu: Arsenal hat das aus seinen Gewinnen bezahlt. Dort sind die Fans eher auf die Barrikaden gegangen, weil man Geld bunkerte, statt in Spieler zu investieren. Siehe zB hier einen Bericht über die Finanzmittel von Arsenal (auf englisch) http://swissramble.blogspot.de.....night.html

  11. SebNeu sagt:

    @McP
    Wie schön, wenn man das kann.
    Danke für den link, das werde ich dann mal lesen. Unabhängig davon zähle ich mich auch eher als Arsenal Sympathisanten – jetzt haben sie noch einen Grund mehr Spiele von Ihnen an zu schauen…

  12. McP sagt:

    SebNeu, der Artikel ist sehr lang, falls es Dir nur um einen groben Eindruck geht, kann man den aus dieser Grafik zu den Gewinnen der letzten Jahre bekommen http://1.bp.blogspot.com/-1FvH.....+Trend.jpg

    Gerade aus der Blogschau von Fokus-Fussball.de entnommen, die Reaktionen der Madrid-Fans zum Özil-Verkauf. https://www.youtube.com/embed/kzjelVtrXqg Ich denke, wenn Real die 100 Mio in der Portokasse gehabt hätte, wäre Özil geblieben. So wird man ihn schon unter Druck gesetzt haben.

  13. Սաշա sagt:

    Arsenal macht der Wechsel jedenfalls stärker. Dass Özil wechselt, ist für ihn aus sportlicher Sicht zweifelsohne sinnvoll. Ich sehe ihn nicht an Bale, Ronaldo oder Isco vorbeikommen. Eigentlich nicht mal an Di Maria.
    Arsenal ist einer der wenigen Clubs der Premier League, dessen Fußball man sich anschauen kann. Sicher, die haben schonmal bessere Tage gesehen und dass Merte und Podolski dort als Leistungsträger spielen, sagt dann auch schon einiges über den sportlichen Abstieg Arsenals aus(man vergleiche einfach mal die Mannschaft aus der Saison 03/04, als sie ungeschlagen Meister wurden, mit der aktuellen).
    Özil, Giroud, Cazorla, das sind doch zumindest schon wieder Spieler, mit denen man ein offensives Mittelfeld hochkarätig besetzen könnte(zumindest wenn Giroud nicht Stürmer spielen müsste, weil Wenger kein Geld für einen richtigen Stürmer in die Hand nehmen will).
    Ansonsten interessiert mich die selbsternannte „Stärkste Liga der Welt“ ohnehin nicht so sehr. Da schaut man sich ein Spitzenspiel(United – Chelsea) an und was passiert? Der Ball wird hin- und hergepöhlt, wie zu besten Kick and Rush Zeiten. Mit Fußball hat das nichts zu tun. Jeder portugiesische Club aus dem unteren Tabellendrittel spielt Fußball, der erträglicher ist als das unmögliche Gebolze, was bei United – Chelsea geboten wurde. Die spanische Liga mag etwas zu einseitig sein(u.a. aufgrund der Selbstvermarktung und der damit verbundenen TV-Gelder – auf Barca und Real entfallen 50 Prozent der gesamten TV-Gelder, die restlichen 50 Prozent teilen sich über 50 andere Clubs), aber auch da spielen sie vom 1. bis 20. Platz schöneren Fußball.
    Wenn wir mal ehrlich sind, werden in England auch immer die gleichen Vereine Meister. Seit Einführung der PL 1992 waren es ganze Fünf. Darunter ein Ausreißer(Blackburn), der es so schnell nicht wieder wird und ein sportlicher Absteiger(Arsenal), der es ebenfalls so schnell nicht wieder wird. City hat es auch erst einmal geschafft. Nüchtern betrachtet wird am Ende also auch nur entweder United oder Chelsea Meister. Das ist also genauso spannend, wie die spanische Liga.
    Sicher möchte mir wieder irgendwer erzählen, dass das Feld hinter United und Chelsea aber viel besser ist. Das schließt man dann aus der Überlegenheit Barcas und Reals in der spanischen Liga. Die könnte in der englischen Liga aber ähnlich ausfallen. Arsenal z.B., immer noch ein Club der um die CL-Plätze spielt, hat unseren Verein auch nicht gerade vor unlösbare Probleme gestellt.
    Eine Liga, in der dieses United, das ich am Wochenende gegen Liverpool gesehen habe, um die Spitze mitspielt und letztes Jahr Meister wurde, kann jedenfalls unmöglich „Die stärkste Liga der Welt“ sein.

  14. Roif sagt:

    Ob es für Özil ein sportlicher Abstieg mit Hinblick auf die WM ist sei mal dahingestellt! Ob es ihm auch von Seiten des Vereins nahegelegt wurde weiss ich nicht und ist mir auch egal. Meiner Meinung nach hast du das mit dem „Absteiger der Woche“ etwas zu überheblich formuliert! Solche Aussagen haben im heutigen Fussballgeschäft genau null Aussagekraft und sind mittlerweile völlig normal! Vielleicht war diese Aussage von Özil auch ein letzter Versuch die Fans für sich stark zu machen. Ich halte das mittlerweile auch für ein strategisches Spielchen zw. Verein und Spieler um zu sehen wie wahrscheinlich ein Verkauf bzw. ein bleiben ist! Oder ist Boateng für dich auch ein Absteiger? Immerhin hat er vor nichtmal 2 Monaten gesagt hat: „Ich werde den AC Milan nicht verlassen – Ich bin glücklich hier!“ oder vor 3 Wochen: „D… ist mein Lieblingsclub!“

  15. bernd sagt:

    Natürlich ist es ein es ein sportlicher Abstieg. Um Titel wird Özil diese Saison wohl nicht mitspielen. Aber was hier und in der Presse anscheinend niemand aufregt ist die Art wie mit ihm umgegangen wurde. Es spielt doch keine Rolle ob er uns sympathisch ist, arrogant erscheint oder ob er 1000 € oder 5 Mio verdient. Die Vorgehensweise, ihn von heute auf morgen auf die Bank zusetzten und ihn mehr oder weniger zu zwingen zu wechseln, ist nichts anderes als eine Art von Mobbing. Und sobald es sich um Großverdiener handelt, scheint dies als Methode gesellschaftlich akzeptiert.

  16. Johannes sagt:

    Özils Marktwert hat sich in drei Jahren von 15-18 Millionen, die Real an Werder gezahlt hat, auf ca. 50 Millionen in etwa verdreifacht.

    Absteiger der Woche, mit verdreifachtem Marktwert. Die Fußballwelt ist schon verrückt. Aber ist Özil wirklich ein Absteiger?

  17. Inside 11 sagt:

    Ein sportlicher Abstieg ist es für Özil sicherlich. Aber eine enorm wichtige Verstärkung für Arsenal. Nach den letzten Jahren muss man dort dringend wieder in die Spur finden, Özil könnte ein wichtiger Baustein werden.

  18. toms3n sagt:

    Es geht doch gar nicht um seinen Marktwert, sondern was der Vereinswechsel für seine Entwicklung und seine sportlichen Aussichten bedeutet.
    Und ob diese besser geworden sind, darüber lässt sich mindestens streiten.

  19. Ney sagt:

    Real hat ihn rausgeschmissen, um sich Geld und Platz für Bale zu verschaffen. Schalke und Rot-Weiss Essen erhalten je 800.000 Euro aus der 50 Millionen-Transfersumme, wie man hört. Die Stimmung in englischen Stadien soll mittlerweile zwar ausnehmend öde sein (bei Arsenal schon vor 12 Jahren, wenn ich mich an unser CL-Auswärtsspiel dort recht erinnere), aber vielleicht macht ihm der Fußball von Wengers Truppe zum Ausgleich ja Spaß.

  20. bertifux sagt:

    Unfassbar mit welcher Arroganz hier wieder von Schalker Seite reagiert wird.

    Wie kann sich ein Verein wie Arsenal einen 50 Mio Transfer leisten? Indem man in den letzten Jahren enorme Gewinne erzielt hat und diese nicht völlig sinnlos verpulvert hat. In dem man seit über einem Jahrzehnt durchgängig in der CL vertreten ist. In dem man sein 500 Mio € teures Stadion innerhalb 10 Jahre abbezahlt hat und danach (in ca. 2 Jahren) zu den reichsten Vereinen der Welt gehört.

    Es ist natürlich richtig, dass Arsenal nicht das Renomme von Real Madrid hat. Dennoch ist es für den guten Mesut wahrscheinlicher mit Arsenal in Zukunft einen Titel zu gewinnen, als für einen Kevin Prince Boateng. Der ist auch von einem internationalen Top-Verein AC Milan, eine Stufe runter gegangen. Von daher ist der Abstieg von KPB doch deutlich größer. Denn wie in den Kommmentaren zu lesen, ist die PL ja wahrlich nicht gut. Da ist das absolute Topspiel Chelsea – ManUtd ein reines Gebolze.
    Natürlich ist die Chance von Arsenal da geringer eine Meisterschaft zu gewinnen, als für Schalke. Die sich „nur“ vor solch Gurkentrupps wie Bayern, Dortmund und Co.platzieren müssen. Gelingt dem „geilsten Club der Welt“ ja ohnehin ständig.

  21. Torsten sagt:

    Vielleicht hätte ich das zweite Zitat weglassen sollen. Mir ging es eigentlich nicht darum, seine gegensätzlichen Aussagen gegenüberzustellen. Mir ging es darum, darzustellen, dass er sich dem Umstand fügte, von Real nicht mehr gewollt zu werden.

    Darauf zielte meine Einschätzung des Abstiegs. Mesut Özil ist ein begnadet talentierter Spieler. Einer dessen Weg vorgezeichnet war, einer der besten Spieler der Welt bei einem der besten Clubs der Welt zu werden. Einer, der deshalb in früheren Vertragsfragen grundsätzlich am längeren Hebel saß. Das merkte einst Andreas Müller als Manager des FC Schalke 04, aber auch der viel erfahrenere Klaus Allofs fühlte sich irgendwann zu solch einem Blödsinn wie einem „Ultimatum“ gertrieben. Ich schrieb darüber, damals, hier.

    Zweieinhalb Jahre später ist es plötzlich andersrum. So hat sich das bei Özils sicher niemand vorgestellt.

    Natürlich ist die Chance von Arsenal da geringer eine Meisterschaft zu gewinnen, als für Schalke.

    Herrjemine. Als wäre es irgendjemandem um einen Schwanzvergleich zwischen Schalke und Arsenal gegangen …

  22. bertifux sagt:

    @torsten

    Dioh habe ich damit auch nur bedingt gemeint. Aber wenn man sich manche Kommentare durchliest, dann muss man zu dem Schluss kommen, dass Schalke inzwischen der gesamten PL meilenweit Voraus ist. (s. z.B. Սաշա sagt:
    3. September 2013, 10:55 Uhr #)

    Vermutlich hat man sich das bei den Özils nicht so erhofft, dass man nach 3 eigentlich gar nicht so schlechten Jahren mehr oder weniger vor die Tür gesetzt wird. Andererseits ist es doch genau das, was sich viele hier wahrscheinlich von einem Streit erhofft hätten. Der Verein will ihn loswerden und bei 1. Gelegenheit geht der nicht mehr erwünschte Spieler.

    Nach Meinung vieler hat der Mesut nun auch noch eine Gehaltssteigerung kassiert und ist von einem von vielen bei Real, zu dem Gesicht von Arsenal aufgestiegen. Auf dem Weg zum Weltstar vielleicht gar nicht so schlecht. Thierry Herny hatte seine beste Zeit auch als „König von London“ und nicht als „Bankdrücker von Barca“.

  23. Torsten sagt:

    Սաշա bringt in seinem Kommentar von 10:55 Uhr zum Ausdruck, dass er die Premier League nicht mag und gegenüber anderen Ligen für überschätzt hält. Schalke kommt allerdings nur in dem Satz „Arsenal z.B., immer noch ein Club der um die CL-Plätze spielt, hat unseren Verein auch nicht gerade vor unlösbare Probleme gestellt“ vor. Die von Dir im ersten Kommentar angeprangerte „unfassbare Arroganz“ kann ich daraus nicht erkennen.

  24. Սաշա sagt:

    Ich brauche auch keine Schwanzvergleiche zwischen Arsenal und Schalke. Mir reichen für mein Urteil direkte Aufeinandertreffen und die Gewissheit, dass ich an einem normalen Wochenende mehr verschiedene Ligen schaue, als die meisten anderen Spiele.
    Wenn ich deshalb sage, dass die PL für mich größtenteils reines Gebolze ist, das zu einem großen Teil aus Bolzen und Sprinten besteht, dann weil ich den Vergleich zwischen der PL und anderen Ligen wie z.B. Spanien, Deutschland, Portugal, Italien, Russland oder sogar Argentinien ziehen kann. In den meisten dieser Ligen wird nunmal Fußball gespielt, bei dem im Mittelfeld aufgebaut wird, anstatt es mit langen Bällen zu überbrücken. Der typische englische Midtable club spielt 4-5-1 und lange Bälle auf einen athletisch starken(oft dunkelhäutigen) Stürmer. Da weiß ich manchmal nicht mehr, ob das jetzt schon das nächste Spiel ist oder immer noch das Spiel davor läuft.
    Arsenal und City sind da Ausnahmen, auch Tottenham kann anders spielen und hat mir schon oft gefallen(das North London derby hat mir zum Beispiel gut gefallen – AVB macht einen tollen Job und Arsenal spielt ohnehin den etwas anderen Fußball in der PL).
    Aber Chelsea – United war trotzdem Rumgebolze, mit dieser Einschätzung war ich an dem Tag nicht alleine. Alle anwesenden, die mit mir dieses Spiel geschaut haben, sind zu ähnlichen Urteilen gekommen.
    Natürlich gibt es in Deutschland ebenso langweilige 0-0 Spiele, in denen sich Mannschaften taktisch neutralisieren. Was es hier aber auch gibt sind Verteidiger, die spielerische Lösungen anbieten können. Die hat das Topspiel der PL völlig vermissen lassen.
    Dadurch, dass man in Spanien etc. eher das Kurzpassspiel pflegt, ist das Spiel natürlich in der Regel langsamer, das stimmt. Der Trugschluss ist allerdings das Fazit, dass die PL der PD deshalb auch überlegen sei. Es sind zwei unterschiedliche Philosophien und die eine davon finde ich nunmal unerträglich.
    Obwohl zum Beispiel die argentinische Liga nicht ansatzweise über die spielerische Qualität und schon gar nicht über die taktische Reife(Ausnahme letzte Saison NOB, dank „Tata“ Marino, der nun in Barcelona auf der Bank sitzt) europäischer Topligen verfügt, liegt mir der Fußball, der dort gespielt wird, doch deutlich näher als fast alles, was ich in der PL geboten bekommen.
    Fußball bedeutet für mich im Optimalfall den Gegner dominieren zu wollen, statt ihn zu Aktionen zu zwingen, um selbst mit Reaktionen antworten zu können.
    Das gibt’s auf Schalke zwar genausowenig wie in der PL, aber ich habe mir meinen Verein ja auch nicht nach taktischen Erwägungen ausgesucht. Dann müsste ich ihn ja alle paar Jahre wechseln. Ehrlich gesagt, habe ich diesbezüglich sowieso nicht viel ausgesucht, sondern wurde viel mehr ausgesucht.
    Was der Vergleich mit Schalke soll, weiß ich sowieso nicht. Ja, ich frage mich auch warum Kevin Prince bei uns gelandet ist, wenn er doch im besten Alter Stammkraft bei Milan war.
    Ob das aber Özils Abstieg weniger abstieglich(ich bin kreativ – ich erfinde Worte!) macht, wage ich zumindest anzuzweifeln. Wie schon richtig erwähnt wurde: Real ist einer der (ca. drei) Vereine mit dem größten Ansehen weltweit. Arsenal dagegen ist seit Jahren auf dem absteigenden Ast und verliert immer mehr an Boden auf die Topclubs – und zwar ganz unabhängig davon, ob und wieviele Titel Kevin-Prince auf Schalke holen kann.
    So oder so: Für Arsenal ist es ein Gewinn, für Real kein Verlust. Özil spielt regelmäßig, u.a. auch CL und ist daher zur WM in Höchstform(außer, wenn es gegen die Türkei gehen sollte – da ist er erkältet, ganz zufällig). Bei diesem Transfer haben somit eigentlich alle nur gewonnen.

  25. blues sagt:

    @bertifux
    deinen Kurzschluß,dass „Schalke inzwischen der gesamten PL meilenweit Voraus ist“ sehe ich nicht. Aber immerhin konnte sogar Schalke den direkten Vergleich mit Arsenal letztes Jahr zu seinen Gunsten entschieden.

  26. McP sagt:

    Um2m, vielleicht hätte es gereicht, wenn Du Dich auf Deinen Geschmack berufen hättest. Je konkreter Du wurdest, desto weniger stichhaltig sind Deine Argumente gegen den sportlichen Wert der BPL. Ob nun La Liga oder BPL besser sind, darüber kann man ja noch streiten. Je nachdem, wie hoch man den Wert der Euroleague und einem Weiterkommen in diesem Wettbewerb hängt. Sieh doch mal abseits der jeweiligen Top2-Clubs. Da findest Du in England Chelsea und Arsenal, zwei Vereine die seit Ewigkeiten die CL mitdominieren. Wo wird denn sonst der sportliche Wert gemessen, wenn nicht hier? Wo sind denn die Dritten und Vierten aus den anderen Ligen in den letzten 10 Jahren gewesen?

    Dir hat also Chelsea-ManUnited nicht gefallen. Wenn ich mir dagegen die letzte Bundesliga-Saison angucke, da hat mir so gut wie kein Spiel gefallen. Alleine dieses Schneckenrennen um den vierten Platz! Das ist doch nicht entstanden, weil alle midtable Clubs gleich stark waren sondern viel mehr gleich schwach (oder meinetwegen mittelprächtig). Die abgelaufene BPL-Saison war dagegen vollgepackt von aufregenden Spielen. Während in Spanien oder Deutschland alles in Richtung der TOP2-Vereine verödet. Ich denke auch, dass man in England taktisch etwas in Rückstand geraten ist. Aber ich bin mir sicher, dass wird schnell behoben werden. Allerdings wird auch dann die BPL immer noch dunkelhäutiger sein als andere Ligen.

  27. Marvin sagt:

    @ Սաշա, „oft dunkelhäutige Stürmer“, really?

  28. Benjamin sagt:

    Ich finde Arsenal jetzt auch keinen schlechten Wechsel. Da isser vermutlich gesetzt und spielt in ner guten Liga, bei einem aufstrebenden Club, der auch Champions League spielt. Mit dem Herzen isser eh noch bei uns… ;D
    Nein, Fußball-Romantik ist leider nichts mehr, was uns Anhänger glücklich macht. Aber trotzdem ist es noch immer der gleiche Sport, bei dem es einfach Spaß macht, mitzufiebern. Ich denke, wir Schalker nutzen das ganz gut, um den Zusammenhalt wenigstens zwischen den Fans wieder zu stärken und auf eine hohe Konstante zu heben.

  29. Սաշա sagt:

    Abseits der jeweiligen Top2? Ich würde Chelsea aktuell zu einer Top3 mit United und City zählen. Arsenal hat aber rein gar nichts mehr von top-irgendwas und dominiert in der CL auch nichts mehr. Es freut sich doch mittlerweile jeder, wenn er von den Gruppenköpfen in der Auslosung nur Arsenal erwischt. Das ging mir letztes Jahr nicht anders als den Dortmundern dieses Jahr.
    Dass dir die Bundesliga nicht gefällt, dazu möchte ich dir hingegen gratulieren. Damit zeigst du, dass du trotz deutschem CL-Finale nicht verblendet bist von der darauffolgenden Hysterie.
    Und wenn ich dir jetzt sage, dass ich mir überhaupt keine BL ansehen würde, wenn es Schalke nicht gäbe, weil für mich die BL und die PL auf ziemlich einer Stufe stehen, was die Attraktivität angeht, dann weißt du nun auch, was ich von der Bundesliga halte.
    Ich sehe nur keinen großen Unterschied, ob eine Liga jetzt eine Top 2 oder eine Top 3 hat. Früher hat man in England mal von den Big Four gesprochen, aber die Zeit ist deutlich vorbei. Eine Tendenz zu drei oder weniger Spitzenclubs ist da genauso gegeben.
    Dass Chelsea übrigens erst die CL und dann die EL gewonnen hat ist – in Anbetracht dessen, was sie in beiden Spielzeiten geboten haben – ein Verbrechen und eine Schande für den Fußball.
    Was Erfolg angeht meine ich mich zu erinnern, dass gerade England letztes Jahr doch recht ausgedünnt aus der CL-Gruppenphase kam, um sich dann im Achtelfinale vollends zu verabschieden.
    Die dritten und vierten aus anderen Ligen gibt es in diesem Maße so häufig gar nicht, weil abgesehen von Spanien, England, Deutschland niemand vier Teilnehmer ins Rennen schicken darf.
    Der dritte der BL(Schalke) hat es bekanntlich leider nur ins Achtelfinale geschafft – und damit weiter als Chelsea und Meister City. Der vierte, Gladbach blieb in der Quali hängen und spielte deshalb EL – wie Chelsea nach der Gruppenphase. City war übrigens letzter und ganz raus, keine EL, überhaupt nichts.
    Der italienische Dritte Udine musste in die Quali und ist da ebenso gescheitert(am portugiesischen Dritten Braga) wie Gladbach.
    Der spanische Vierte Granada ist im Viertelfinale dank vierfach Abseits an Dortmund gescheitert und damit einen Tick später als der damals amtierende englische Meister City und immer noch eine ganze Runde später als die beiden nach der Gruppenphase verbliebenen englischen Teams.
    Wenn man ein paar Jahre zurückgeht, dann stimmt es, da haben sogar englische Dritte und Vierte die CL mitdominiert. Allerdings gibt es meiner Meinung nach wie schon gesagt keine Big Four mehr, sondern nur noch eine Big Three und die haben – wie die gesamte englische Liga – in den letzten Jahren kontinuierlich nachgelassen.
    Der CL-Titel von Chelsea ist da nur Augenwischerei, der über grundlegende Probleme hinwegtäuscht, ähnlich wie der EM-Sieg Deutschlands 1996.
    Was dir an Stichhaltigkeit fehlt, weiß ich nicht, denn dazu äußerst du dich nicht konkret genug.
    Die PL, das timmt, gefällt mir zum einen nicht, zum anderen finde ich sie aber auch fürchterlich überbewertet, denn sie hat nachgelassen und ist bestenfalls noch in irgendwelchen Werbespots von Sky die „Beste Liga der Welt“.

    @Marvin: Ja, really. Die spielen da nunmal auffallend oft als einzige Spitze. Das ist eine reine Feststellung, keine Wertung.

  30. McP sagt:

    Um2m, erstmal danke, dass Du oft längere Beiträge schreibst! Ich lese Deine Meinung ganz gerne. Letztes Jahr war es in der CL nicht weit her mit den Engländern und dieser Durchhänger könnte sich auch diese Saison noch fortsetzen. Aber das sind mMn Momentaufnahmen und geben es noch nicht her, mit Bestimmtheit sagen zu können, dass der BPL irgendeine andere Liga überlegen wäre. Wenn ich mich nicht täusche, gab es übrigens auch Spots, welche die Bundesliga zu besten der Welt ausriefen. Nun ja.

    Zu der Arsenal vs Schalke Sache. Da hatte Schalke schon arg viel Glück. Arsenal hat ja oft Probleme in die Saison zu kommen. Das ist dem komplexeren System geschuldet. Und letze Saison waren die Probleme besonders groß. In der Rückrunde hätte Schalke mMn in 8 oder 9 von 10 Duellen verloren und da hatten die noch keinen Özil.

    Ich denke, man kann es drehen und wenden wie man will; es bleibt eine Geschmacksfrage. Aus meiner Sicht gibt es zwei unterschiedliche Grundrichtungen. Diese hat neulich jemand in einem Bayernblog wunderbar beschrieben, so dass ich es der Einfachheit halber nur zitiere (Poborsky bei http://www.breitnigge.de/2013/.....ent-177611):

    „Das hängt letztlich davon ab, ob man Fußball primär als Zelebrierung technischen und taktischen Könnens sieht („Ästheten“) oder als dynamisches Kampfspiel, bei dem nicht bessere, sondern der Beherztere gewinnen soll („Dynamiker“).
    Die „Ästheten“ berauschen sich an technischer Brillianz von Kombinationen. Sie klagen, dass bei „Tor des Monats“ immer der spektakuläre Fernschuss gewinnt und nie das „einfache Tor“, das am Ende einer großartigen Kombination steht. Dann gibt es die „Dynamiker“. Sie wollen, dass es den Platz rauf und runter geht. Man will, dass die Spieler sich die Lunge aus dem Leib rennen, beherzt in die Zweikämpfe gehen und immer den schnellsten Weg nach vorne suchen. Clever im Raum stehen und das kluge Tempo rausnehmen und Ballbesitz sichern, steht da nicht so hoch im Kurs. Lieber immer noch den nächsten Risikopass oder Flanke in den Strafrum. Wenn dann im 12. Versuch der Ball reingeht, ist das kein Glück, sondern das „Erzwingen des Tores“.“

  31. Torsten sagt:

    @McP: Danke für den letzten Absatz. Eins von beidem hätte ich gerne auf Schalke ;)

  32. Սաշա sagt:

    Wirklich ein sehr interessanter Absatz. Ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich gar nicht so der entweder-oder-Typ bin. Vielleicht auch gebrandmarkt vom Jura-Studium – da gibt es ständig vermittelnde Ansichten – möchte ich hier ebenfalls einem vermittelnden Ansatz folgen:
    Sicher bin ich im Zweifel eher der Ästhet, aber auf keinen Fall dann, wenn der Ballbesitz und die technischen Momente zum Selbstzweck verkommen(das nannte dann man zu Zeiten von Nike-Spots, die am Flughafen spielten „Joga Bonito“).
    Wenn die Brasilianer, wie Mehmet Scholl es einmal ausdrückte, geradezu beleidigt sind, dass man ihnen den Ball wegnimmt und sie nicht weiter ihr Spiel „zelebrieren“ können, wenn man sieht wie körperlos deren Liga ist, dann gefällt mir das gar nicht.
    Seitdem ich Fußballfan bin, bin ich auch Fan des argentinischen Fußballs. Denn wie die Brasilianer haben die Argentinier vorne mehr oder weniger immer dieser wundervollen Techniker gehabt, gekrönt vom einzigartigen Diego Maradona, der so ziemlich jeden ansprechen muss, der Fußball liebt, egal ob eher Ästhet oder Dynamiker.
    Denn er hatte beides: das schöne, technische Element und das dynamische, willensgetragene. Und dazu diese Aura, die alleine eine ganze Mannschaft um Klassen besser spielen lässt.
    Ein aktueller Spieler, der für mich lange Zeit diese Symbiose aus Technik und Dynamik verkörperte, war Carlos Tevez, als er noch Bock hatte. Ich hoffe der alte Tevez kommt bei Juve nochmal durch, denn der hat mir immer unglaublich gut gefallen.
    Dazu hatte Argentinien früher jedoch auch noch ziemlich eindrucksvolle Abwehrspieler, gegen die man als Gegner eher ungern gespielt hat. Das fehlt ihnen heute leider. Außerdem waren auch viele der technisch beschlagenen Spieler große Kämpfer.
    Fußballnationen wie Argentinien und Uruguay spielen im Grunde bis heute diesen Fußball, der Kampf und Ästhetik vereint und dieser Fußball in Hochkultur dürfte es auch sein, mit dem ich mich am besten identifizieren kann.
    Wahrscheinlich deshalb hat mir Arsenal früher immer sehr gut gefallen: Irgendwie klassisch-britisch, aber auch nicht so richtig, sondern immer noch mit diesem gewissen Etwas. Außerdem auch einfach mit Bergkamp und einem Henry in Höchstform.

    Nochmal zur PL: Ich glaube auch, dass die sich wieder erholt. Dasselbe gilt für Arsenal, deren Offensive national wie international jetzt schon wieder sehr konkurrenzfähig wäre, wenn Wenger mal Geld für einen richtigen Stürmer in die Hand genommen hätte(Cavani hätte ich deutlich lieber dort gesehen, als bei PSG).
    In dieser Saison traue ich zumindest United und Arsenal international noch nicht viel zu. Klar, da kann ich mich auch täuschen, aber die machen keinen sonderlich gefährlichen Eindruck – bei United möchte ich aber erstmal abwarten, wie gut sie mit einem eingespielten Fellaini sind. Der Typ ist nämlich klasse! Das könnte ihnen nochmal einen richtigen Qualitätsschub bringen.
    Beide Clubs sollten wohl problemlos ins Achtelfinale kommen, aber das dürfte bei beiden nicht als „viel“ gelten.
    Was Chelsea mit Mourinho reißen kann, ist schwer zu sagen. Die haben tolle junge Spieler wie Oscar und Hazard, nun auch noch Schürrle und De Bruyne. Ich traue denen schon was zu. Auch wenn Mourinho mit diesen tollen Spielern ganz sicher keinen tollen(für mich ansprechenden) Fußball spielen lässt.
    City ist für mich international einfach nicht nachvollziehbar. Die haben Kun,Dzeko, David Silva, Javi Garcia, Nasri… und dann fliegen sie als amtierender Meister als letzter in der CL raus. Ich habe nicht die geringste Ahnung wie sowas passiert. Ehrlich nicht.
    Okay, wie viele englische Clubs finde ich sie vorne deutlich besser besetzt als hinten. Aber da sind sie beileibe nicht alleine. Selbst Barca ist vorne deutlich besser als hinten.
    Naja, mal sehen, was die CL-Saison bringt.
    Das mit der Rückrunde letzte Saison sehe ich übrigens ähnlich. Weniger weil Arsenal besser wurde, sondern weil wir u.a. dafür gesorgt haben, dass Fürth auch mal weiß wie das ist, wenn man auswärts einen CL-Achtelfinalisten schlägt…

  33. steigersohn sagt:

    „Fußballnationen wie Argentinien und Uruguay spielen im Grunde bis heute diesen Fußball, der Kampf und Ästhetik vereint und dieser Fußball in Hochkultur dürfte es auch sein, mit dem ich mich am besten identifizieren kann.“

    Ich auch. Passt auch am besten zu Schalke. Dieses reine Ästhetending kann ich mir für Schalke nicht denken. Ich glaube darüberhinaus, dass es sich dabei auch nicht um eine Frage des Geschmacks, sondern des „Ahnung von Fußball haben“ handelt! Besser ist beherzter.

  34. McP sagt:

    Սաշա, ich denke, letztlich ist für jeden eine Synthese aus Ästhetik und Dynamik das Nonplusultra. Die Geschmacksunterschiede rühren dann daher, von welcher Seite man sich annähern möchte. Und da komme ich von der dynamischen Seite. Ich glaube, damit gehöre ich auch zur Mehrheit in Deutschland und in England ist es traditionell auch so. In Spanien und Italien scheint man eher über die technisch-taktischen Dinge zu kommen. Das Problem ist, dass es die Synthese so selten gibt. Und wenn es schon nicht beides gibt, fühlt man sich eben zu seiner Grundpräferenz hingezogen. Bei mir dann also England.

    Dein Beispiel Uruguay überrascht mich etwas. Die waren doch jahrzehntelang der Inbegriff des Bösen, weil sie alles weggeholzt haben. 2010 waren sie bei der WM natürlich gut anzusehen. Ich denke, dass Zeitfenster wo für kleinere Nationen wie Uruguay, Chile, Paraguay oder hier zB Dänemark und Tschechien wo mal alles zusammenpasst, ist auch immer sehr klein. Den Clubfußball in Argentinien kenne ich nur aus Magazinen. Aber die Nationalmannschaft sprach mich tatsächlich auch oft an, viel mehr als die brasilianische. Die Maradona-Ära habe ich zum Glück – zumindest bei den Turnieren – noch miterlebt. Das nahe liegende Beispiel für eine beeindruckende Synthese waren die Bayern letzte Saison. Da geht ja nun auch die Befürchtung um, man würde zu viel Dynamik abgeben.

  35. matz sagt:

    Ach Gott, was heißt schon Abstieg.

    gegenwärtig ist man ja offensichtlich nur noch Weltstar, wenn man bei den Bayern, Real oder Barcelona in der Startelf steht. Selbst zu United will schon keiner mehr. Da ist der Platz dann aber begrenzt.

  36. hoffedocS04 sagt:

    Für mich besteht Özils Abstieg nicht in dem Wechsel Real-Arsenal an sich, sondern darin, dass er bei Real bleiben, die ihn aber loswerden wollten.
    Ähnlicher Abstieg bei Podolski, der plötzlich als „Zugabe“ bei einem Millionentransfer angeboten wird und noch dazu, wenn es um einen deutlich jüngeren Nationalmannschaftskollegen (Draxler) geht.

    Beide sind nicht mehr die „Begehrten“, sondern sie werden als Rangiermasse benutzt, um den Transfer eines anderen zu ermöglichen.

    DAS ist ein Abstieg in der Eigen- und Fremdwahrnehmung.

  37. McP sagt:

    Du musst gleich wieder übertreiben hoffedocS04. Özil war nicht die Zugabe, um einen Schalkespieler zu bekommen. Und Özil war auch nicht Rangiermasse weil er nicht mehr begehrt war, sondern das genaue Gegenteil davon – sehr begehrt. Für welchen anderen Spieler (Ronaldo ausgenommen) hätte Real denn umme 50 Mio bekommen? Von daher sind die Ähnlichkeiten ziemlich unähnlich. Statt wichtiger Mitspieler bei einer globalen Fußballmarke die je nach Ansichtssache so zwischen Platz 1 und 4 angesiedelt ist, wird er nun Franchisespieler bei der Nummer 6 sein. Sein persönlicher Markenwert dürfte dadurch eher steigen als sinken. Und was ist denn sonst das Wichtigste, wenn man als Profifußballer seinem Geschäft nachgeht? Welcher Club am Ende mit dem Deal glücklicher ist und sportlich weiter vorne liegt, steht eh noch aus. Wir können diesen Beitrag ja in zwei Jahren nochmal hochziehen und dann ein Häkchen an Özils Abstieg machen oder eben nicht.

  38. blues sagt:

    @hoffedocS04

    Langsam näherst du dich in deiner Dekonstruktion der Transferpolitik dem Kern des Fußball-Kapitalismus. In dieser Dunkelheit zählen Zahlen und nicht irgeneine Moral. An diesem Ort findest Du u.a. Firmen wie Vianogo und Gestalten, wie den Herr der Finsternis, Sepp Blatter.

  39. Carsten sagt:

    uninteressant….

    das einzige schöne daran ist das Schalke auch noch was dran verdient!!! 800000 Euro ist auch Geld, auch wenn einige nur noch in Milliönchen rechnen…

  40. hoffedocS04 sagt:

    @blues und McP

    Ihr habt mich beide missverstanden.
    Özil war „Rangiermasse“ für den BALEtransfer.
    Und Podolski SOLLTE RANGIERMASSE SEIN für den von Arsenal angestrebten Draxlertransfer.

    Und ich dachte, ich hätte zum Ausdruck gebracht, dass ich das SCHLIMM finde für beide.

    Gibt mir zu denken: habe ich hier ein „Kapitalistenimage“? Da liegt Ihr VÖLLIG falsch!!

  41. CNW_ES sagt:

    Die Luft im Bernabeau ist extrem dünn derzeit wegen dem Özil-Transfer, sein Vater hat in diesem Gemenge ein grosse Rolle gespielt und geht derzeit durch die spanische Presse, dass der Transfer im allgemeinen gegen den Willen Özils abgelaufen ist.

    Ronaldo hat sich bereit stink-wütend über den Özil-Verkauf geäussert, ebenso haben sich auch andere Spieler angeschlossen. Vom Publikum ganz zu schweigen. Sicherlich wird in Madrid deswegen noch der ein oder andere Kopf rollen.

    Ob Özil daurch zum „Absteiger“ wurde .. das wage ich zu bezweifeln.
    Mou hat sich auch bereits zu Wort gemeldet und Özil als den weltbesten 10er und den Transfer als grossen Fehler betitelt. Auch wenn ich Mou persönlich nicht leiden kann – in dieser Sache hat er Recht. Für Özil selbst ist der Wechsel in die Premier League sicher eher eine Bereicherung

  42. McP sagt:

    hoffedocS04, na gut. Schlimm finde ich es dennoch nicht. Ich freue mich für Arsenal und bin gespannt, ob Özil die Erwartungslast tragen kann. Falls er damit klar kommt, wird das auch der deutschen N11 nicht schaden. Bei Özil liefen halt zwei Fäden zusammen und verknoteten sich. Wie refinanziert man Bale und wie schafft man Platz für Isco? Wenn sich da Real für ein spanisches Talent entscheidet, welches via Vermarktung wohl auch mehr Geld in die Kassen spült, kann ich das verstehen. Sollten die Realfans jetzt jahrelang mit den Köpfen auf den Tisch schlagen, wie man nur so blöd sein konnte, würde ich ein wenig in mich rein kichern. Aber vermutlich halten deren Köpfe einfach nur Ausschau nach dem nächsten großen Ding.

  43. blues sagt:

    @hoffedocS04

    „Ihr habt mich beide missverstanden.“

    Davon gehe ich nicht aus. Denn du schreibst:

    „… sie werden als Rangiermasse benutzt, um den Transfer eines anderen zu ermöglichen. DAS ist ein Abstieg“

    Özil Marktwert wurde „WERT“-mäßig in Euro mit Bales Marktwert verrechnet. Mehr nicht. Die Bilanz hat ja nun mal zwei Seiten. Dass du das in einem Kontext von „lieber oben statt unten“ als Abstieg interpretierst, wirkt seltsam. In deiner Wertung wird einfach nicht deutlich wie du das meinst: sportliche und soziale Wertungen meinst du ja nicht. Was aber dann?

  44. hoffedocS04 sagt:

    @blues, ich finde das jetzt etwas mühsam. Das versteht sich doch von selbst.
    Stell Dir mal vor, Du hast eine Arbeitsstelle, empfindest es als Ehre, dort arbeiten zu dürfen, fühlst Dich wohl und bringst eine gute Leistung. Als Dank stellt Dein Chef jemanden anderen ein, zahlt für ihn deutlich mehr als für Dich und jagt Dich vom Hof, um den anderen finanzieren zu können. Du wirst dafür in einer anderen Firma untergebracht. Das Ganze spielt sich in aller Öffentlichkeit ab, und deshalb musst Du, um den neuen Arbeitgeber nicht zu vergrätzen, auch noch gute Miene zum ungewollten Spiel machen.

    Und dann kommen noch „Experten“ und stellen das als Chance für Dich dar.

    Würdest Du das NICHT als Verar…., äh, Abstieg empfinden?

    (Falls wir uns da nicht einigen können, lassen wir es, bitte, auf sich beruhen.)

  45. blues sagt:

    Das manager magazin online hat aktuell einige Fakten zur Finanzierung der Bundesligen zusammengefasst. Hier der Link:
    http://www.manager-magazin.de/.....19212.html

  46. Torsten sagt:

    @blues:
    Danke. Um „lauter“ darauf hinzuweisen, jetzt als Beitrag: Prasser wie Schalke 04

  47. Björn sagt:

    @Սաշա: nichts liegt mir ferner als hier den antifa-blockwart zu geben, aber eine feststellung kann durchaus auch eine wertung sein/beinhalten; dann wenn z.b. die aussage das vorne oft nen „dunkelhäutiger spieler“ steht, einen erkennbaren sinn vermissen lässt. oder anders gefragt, wie dunkel sind denn die stürmer genau in der pl?kann man dann nachlesen in einer zeitschrift die denselben namen trägt, wie die die davorne drinstehen.

  48. Սաշա sagt:

    Achso, wenn kein(!) Sinn vorliegt, unterstellt man eine rassistische Wertung?
    Dann ist das bei allem Respekt aber genauso reflexhaft blöde wie oftmals bei den Jungs_Innen von der Antifa.
    Der Sinn war einfach den durchschnittlichen Midtable club der PL zu skizzieren.
    Wenn der durchschnittliche Midtable club oft langhaarige, kurzsichtige Stürmer mit schlechten Zähnen spielen ließe, hätte ich das genauso erwähnenswert gefunden.
    Was dich also genau an dem Begriff „dunkelhäutig“ stört, kannst du gerne mit der Gleichstellungsbeauftragten deiner Fakultät(SoWi?) besprechen. Ich bin nicht interessiert.

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