Höwedes sorgt für Schalkes Achtelfinaleinzug

Am Ende steht ein 3:1. Schalke 04 kämpft sich gegen Darmstadt 98 ins Pokal-Achtelfinale. Benni Höwedes war der Held, der Sieg letztendlich verdient, trotzdem war die Leistung das Gegenteil von souverän.

Schalkes Anfangsphase war stark. Bevor sich Darmstadt sortiert hatte ging Schalke hohes Tempo und kam zu Chancen. Nach rund 20 Minuten verebbte das Tempo allerdings, Darmstadt fand zur Ordnung und Schalke tat sich zunehmend schwerer.

Gefühlte 264 Mal wurde der Ball zwischen Joel Matip und Benni Höwedes hin und her gespielt. Zwischenzeitlich missriet ein Pass und ein forsch nach vorne rennender Darmstädter musste gefoult werden. Der einzige gelungene Spielzug nach der 20. Minute führte zum Foul an Farfán und dem entsprechenden Elfer. Blöd nur, dass man eine Minute später den Ausgleich kassierte, weil Darmstadt Standardsituationen in der Regel sehr gut, und Schalke Standardsituationen in der Regel sehr schlecht beherrscht.

Es sei ein echter Drittligakampf, sagte Beckmann zu Scholl in der Halbzeitpause. Er wollte damit Darmstadts Aggressivität loben. Tatsächlich kritisierte er damit auch Schalke 04 überaus passend, denn Schalke lies sich auf einen eben solchen ein, statt seine fußballerische Überlegenheit auszuspielen.

Max Meyer machte ein ordentliches Spiel, und doch wurde er zu wenig einbezogen. Kontrollierte Spielzüge Richtung Darmstädter Tor waren Mangelware, auch in der zweiten Hälfte stockte Schalkes Spiel mehr als es lief. Haarsträubende Fehler, wie der in den Boden tretende Timo Hildebrand, setzten noch Schlaglichter auf das eh nicht gute Gesamtbild. Zum Glück konnte Darmstadt auch nicht recht, hoffte auf hohe Bälle, am liebsten aus Freistößen oder Ecken. Benni Höwedes war es letztlich, der Schalke den Sieg bescherte. Nicht nur durch seinen tollen Kopfball zum 2:1, vor allem durch große Präsenz im Abwehrzentrum, als der Ball doch noch quer durch Timo Hildebrands Strafraum flog.

Schalke hatte viel Ballbesitz und war bemüht, Darmstadt hoffte nur auf Standards. Ein fraglos verdienter Sieg, allerdings auf ganz schwachem fußballerischen Niveau. Jaja, der Pokal hat seine eigenen Gesetze, ich weiß. Ich frage mich trotzdem, weshalb eine auf jeder Position besser besetzte Mannschaft, unterstützt durch ein Trainerteam inklusive dem „Mastermind“ des letztjährigen Triple-Siegers, nicht mal kacknüchtern einen Drittligisten beherrschen und Spielzüge aus sich heraus generieren kann, die zu einem langweiligen 3:0-Erfolg führen. Auch gegen Darmstadt 98 brauchte Schalke Helden.

Danke, Benni.



Bildvorlage: Michael Kranewitter



31 Kommentare zu “Höwedes sorgt für Schalkes Achtelfinaleinzug”

  1. Daniel Ku. sagt:

    Mir fällt nun schon zum wiederholten Male auf, dass Schalke gut in eine Partie startet, mit guten Kombinationen und scheinbar auch mit einer echten Idee, das Spiel zu gestalten. Dann fällt aber immer wieder auf, dass, wenn es nicht zu einem Tor kommt, die Jungs irgendwie nervös werden und sich scheinbar denken, „scheisse, klappt nicht“ und dann unsicher werden! Oft reicht ja echt ein kleiner Fehler, um die Jungs aus dem Konzept zu werfen! Das ist meines Erachtens ein Kopfproblem, denn die Klasse ist ja fraglos da!

  2. ReinerEdelmann sagt:

    80 Prozent Ballbesitz, nur Chancen für den Gegner nach Standards, Hauptsache eine Runde weiter etc. etc.

    Alles richtig – und doch sieht jeder die unfassbare spielerische Armut, die Hilflosigkeit, die mangelnde Klasse vieler Akteure.

    Alles wie immer: behäbiger Spielaufbau, technische Mängel, keine Ideen im offensiven Mittelfeld bzw. im letzten Spieldrittel. Diesmal war der Gegner zum Glück schwächer.

  3. Carsten sagt:

    Moinsen

    ich verstehe das einfach nicht… woran liegt es das Neustätter so an Form verloren hat… das was er da im Spielaufbau bietet ist unter aller Sau…. trotzdem hat er anscheinend eine Stammplatzgarantie!

    seit seiner Nominierung in die N11 zeigt seine Leistungskurve nach unten….

    vielleicht liegt es ja auch nur an seinen Mitspielern?
    oder sehe ich das nur so?

    Glück auf

  4. Detlef ( Doktor_D ) sagt:

    20 gute Minuten. Hatten wir das nicht neulich auch schon mal?

    Bezeichnend wie „gut“ Schalkes Leistung war, ist die Tatsache das Adam Szalai vorne förmlich verhungerte. Er bekam keine Bälle mit denen er was anfangen konnte und das obwohl er rackerte.

    Aber wenn man den Ball lieber erst zurück zum freien Nebenmann passt, statt schnell nach vorne, dann muss man sich darüber auch nicht wundern.

    Aber das Wichtigste am Spiel ist, es wurde gewonnen und das trotz des Fehlens von Stammpersonal.

    Ich hoffe nur, dass bis zum Wochenende zumindest Draxler und Boateng wieder an Bord sind und das Höger und Neustädter die Doppel 6 bilden.

  5. eakus1904 sagt:

    Alles soweit richtig, was hier sowohl im Beitrag als auch in den Kommentaren geschrieben wird. Die Frage ist doch aber, woran liegt es?? Ich denke, es gibt keine Zweifel, dass jeder der Jungs ziemlich gut kicken kann. Hat also diese übertriebene Vorsicht und das vermeiden eines Risikopasses einfach nur mit mangelndem Selbstbewusstsein zu tun? Oder gar mit Angst?

    Gerade Leute wie Neustädter und Matip wirken so schnell verunsichert. Aber wenn die beeispielsweies lesen,was so in Foren, sozialen Netzwerken etc. über sie geschrieben wird (ich hoffe, sie tun es nicht!)-da hätte ich auch Angst einen fehler zu machen. An einem Typen wie Jones prallt so etwas ab, er versucht es ja dann auch mal schnell und mit etwas mehr Risiko. Ok, da ist dann die Konsequenz Fehlpass-Foulspiel! :-)

    Ich schließe mich Daniel Ku. an: Es scheint ein Kopfproblem zu sein. Und das muss schnellstens gelöst werden. Ob das mit Jens Keller als „Motivator“ möglich ist, erscheint mir mehr als zweifelhaft.

  6. Rjonathan sagt:

    Vielleicht vergleichen wir uns im Hinterkopf einfach zu sehr mit Dortmund. Wir können Spiele einfach nicht mit 90 Minuten Hurra-Fussball nach Hause bringen. Da ist eben „Geduld“ gefordert, wie Höwedes die Ansage in der Halbzeit-Kabinen-Pause zusammenfasste. Souverän war es, mir soll es fürs Erste reichen.

  7. bernd sagt:

    #Carsten: Nach meiner Wahrnehmung spielt Neustätter immer im Duo mit Jones schlecht. Oder abgemildert, anders.

  8. McSkull sagt:

    War alles nicht so toll.
    Da stimme ich zu.
    Wollte nur anmerken:
    Wenn Hildebrand auch seine Probleme hat, bei der angesprochene Szene hat er meiner Meinung nach nicht in den Boden getreten, sondern sein Standbein hat den Rasen weggedrückt. Der Rasen war in der Situation mal wirklich der Grund für unsere Unsicherheit.

    BWG
    McSkull

  9. Spook sagt:

    Ich stimme Dir grundsätzlich zu, Torsten. Ich habe das Spiel gestern im Stadion verfolgen können und habe mir zeitweilig darüber die Haare gerauft, wie selten unseren Jungs die technische Überlegenheit zu mehr Souveränität verholfen hat. Und ich mag auch dieses ideenlose Hin- und Hergeschiebe ohne Zug nach vorne nicht mehr anschauen. Höwedes habe ich allerdings längst nicht so stark gesehen; eine „große Präsenz im Abwehrzentrum“ würde ich ihm für sein gestriges Spiel nicht bescheinigen und glaube auch einige gravierende Fehlpässe von ihm gesehen zu haben. Einzig überzeugt hat mich Max Meyer.

  10. Torsten sagt:

    Nettes Bild von Höwedes auf der S04-Instagramseite :-)

  11. #Link11: aPOKALypse HSV | Fokus Fussball sagt:

    […] Hannover 96. Bei Schalke 04 verhindert Benedikt Höwedes einen weiteren Pokalcoup von Darmstadt 98 (Königsblog), sein Torjubel animiert Web 0.4 dazu, weitere Varianten zu präsentieren. Commando Bochum sieht […]

  12. Ben sagt:

    Bayern hat einen Personaletat von Faktor 1,5-1,7 im Vergleich zu unserem Kader.
    Darmstadt hat wahrscheinlich ein Etat von 1/15 im Vergleich zum Kader.
    Nachdem ich mir die Spiele gegen beide Mannschaften angesehen haben, kommt es mir eher so vor, als ob unser Etat nah an Darmstadt dran ist und weit entfernt von den Bayern ist..Irgendetwas läuft doch ja schief..

  13. Schilzi sagt:

    ich sehe es gar nicht so negativ!
    Kicken kann ein 3.ligist eben auch, haben ja größtenteils auch Profibedingungen und dafür kam nicht viel von Darmstadt…
    blöd nur, dass unsere Stärke nicht bei Standards zu suchen ist ;)

    treffender finde ich den Artikel im kicker heute – der trifft seit längerem wieder meinen Geschmack!

    Glück auf!

  14. hoffedocS04 sagt:

    @Daniel Ku, ReinerEdelmann, eakus1904, Carsten

    Es stimmt, Neustädter hat „an Klasse“ verloren, Barnetta hat, kaum weg, wieder an Klasse gewonnen. Die Mannschaft wirkt uninspiriert etc. etc.

    Für mich gehört das alles zum Aufgabenbereich eines Trainers. Nehmen wir noch Hildebrands Abschläge, die oft beim Gegner landen. Nach anfänglichem Ärger über Hildebrand, habe ich auch da gedacht, dass das in die „Richtlinienkompetenz“ des Trainers fällt.

    Ich kann allmählich Keller nach den Spielen nicht mehr ertragen, nicht wegen seines AusSEHENS, sondern wegen seiner AusSAGEN! „Wir hatten den Gegner 90 Minuten im Griff“ ????????????
    Alle noch so mühsam Gewonnenen waren „gute Spiele“, wie ER sie den Spielern „VORGEGEBEN“ hat??!! Ging ein Spiel verloren, benennt er einen Sündenbock, der angeblich die Niederlage verschuldet hat.

    Herr Keller, was wollen Sie denn spielen lassen?
    Woran wollen Sie sich denn messen lassen? Daran, dass ein Draxler, ein Boateng, ein Höwedes, ein Farfan u.a. im Alleingang ein Tor schießt, wenn es gebraucht wird?
    Das war dann Ihre „Vorgabe“? .. nach dem Motto „Jungs, habt bloß eine geniale Idee, wenn´s drauf ankommt. Ich kann Euch hier nicht helfen.“

    Herr Keller, kann es sein, dass Sie bei jedem aufgrund der Einzelleistung eines Spielers gewonnenen Spiel die Meriten für sich beanspruchen? Und wenn ein Spiel verlorengeht, dann haben die Spieler Ihre „Vorgabe“ nicht umgesetzt, diese nie sichtbar werdende, mysteriöse Idee?
    Das habe ich alles GENAU SO bei der TSG Hoffenheim schon mal mit dem „Trainer“ Babbel erlebt: Erfolg war ER, Misserfolg war die Mannschaft.
    Solange Keller Trainer ist bei Schalke, werde ich keinen Einzelspieler mehr bewerten. Das ist sowieso nicht so mein Ding, aber unter diesen Umständen schon gar nicht.

  15. Frank aus Rheinhessen sagt:

    @Spook. Ich war auch in Darmstadt und sehe das mit Höwedes auch nicht so dolle, wie er hier von Torsten gelobt wird. Ich beobachte schon seit einiger Zeit die Abwehr ganz genau und das Zusammenspiel der IV’s im Besonderen. Was mir auffällt und nicht nur bei einem Spiel, ist das Benny fast nie einen Pass nach vorne spielt, sondern immer quer auf
    Matip, der dann spätestens nach dem dritten Mal hin und her, dann entweder den Pass nach vorne versucht, im schlechtesten Fall einen langen Ball schlägt oder selbst versucht zu gehen, wenn er eine Lücke
    sieht. Der Kapitän geht mir zu wenig voran und schiebt die Verantwortung
    im Spielaufbau auf Matip.

    Jones spielt meistens „hinten rum“, Höger und Neustädter versuchen es mehr direkt nach vorne zu spielen, weil auch beider besser mit dem Ball umgehen können als Jones. Sind sie allerdings in schlechter Tagesverfassung, gibt es eine Menge Fehlpässe.

    Höger kann Uchida auf rechts nicht ersetzen und harmoniert null mit Farfan.

    Clemens kann zwar rennen, aber leider oft uneffektiv.

    Interessant war zu beobachten, dass bei fast allen hohen Bällen die Darmstädter gewonnen haben.

    Max Meyer ist meiner Meinung nach auch der auffälligste Spieler gewesen, aber auch bei ihm machte der holprige Platz einige gute
    Szenen zunichte.

    Am TV war das Spiel sicher schlimm anzusehen.

    Die Lilien auf den Rängen haben ordentlich Alarm gemacht, allerdings war das musikalische Repertoire stark eingeschränkt.

  16. STRIGGA sagt:

    Ehrlich gesagt kann ich die vielen grundsätzlich negativen Kommentare nicht nachvollziehen. Ich möchte kein schlechtes Spiel gut reden, jedoch gibt es doch einige Faktoren, die dazu geführt haben, dass das Spiel gestern eben nicht so souverän war, wie man es vielleicht gegen ein zwei Klassen schlechteres Team erwartet:

    – Spiel des Jahres für Darmstadt vor ausvekaufter heimischer Kulisse
    – auf dem höherklassigen Gegner lastet der Druck
    – dieser hat zuletzt eine 0:4 Heimpleite kassiert und war dementsprechend angeschlagen
    – erneute englische Woche, weshalb einfach Kräfte geschohnt werden müssen
    – das wiederum war schwierig, weil man Verletzungsprobleme hat
    – diese Probleme betrafen die 2 herausragenden Spieler der letzten Wochen

    Unter dem Strich bleibt also, dass man – drei Euro ins Phrasenschwein – bei einem Gegner wie Darmstadt nur schlecht aussehen kann. Das vor allem mit einer Elf, die so selten zusammenspielt und die eine Sturmspitze hat, die gesundheitlich angeschlagen ist. Wegen der Niederlage gegen Bayern und des nicht souveränen Auftritts in Darmstadt die drei Spiele zuvor, bei denen Schalke stabile Leistungen brachte und niemals gefahr lief, eines der Spiele zu verlieren, wieder alles in Frage zu stellen und gar von einer „unfassbaren spielerischen Armut zu sprechen“, halte ich für völlig unangebracht.

  17. blues sagt:

    @hoffedocs04
    „Solange Keller Trainer ist bei Schalke, werde ich keinen Einzelspieler mehr bewerten“

    Da hast du ja auch kaum noch Zeit zu, denn die brauchst du komplett für dein Kellerbashing. :-) Du kannst weiter endlos auf Keller einhauen, es wird nichts daran ändern, dass all die Wunder- und Konzepttrainer und Großmotivatoren ob sie nun Veh, Streit oder Tuchel heißen, auf Schalke nicht den Trainer geben wollten. Apropos Tuchel. Wie passt dessen heftige Negativserie in dein Trainerweltbild?

  18. Ney sagt:

    „Ceterum censeo Cellarium esse dimittendum.“

  19. Dropkicker sagt:

    Ach, für mich war es gestern nur ein weiteres Pixel im langsam unerträglichen Gesamtbild. Ich hab‘ längst die Hoffnung verloren und möchte auch nicht weiter ausholen, sondern zitiere lieber Marcello Lippi, der anlässlich zu Klinsmanns Engagement bei den Bayern die Wahrheit auf den Punkt bringt:

    “Wenn bei einem Trainer, abgesehen von den Zielen des Klubs, nach sechs Monaten keine Handschrift auf psychologischer und taktischer Ebene zu sehen ist, dann ist er abgelaufen.”

    Touché!

    Interview seinerzeit in der Welt: http://www.welt.de/sport/artic.....hance.html

  20. blues sagt:

    „Es ist schwer zu verstehen, warum quer durch die Bank die Spieler die Form verlieren. Das geht so in der Art nicht…das liegt auch an mentalen Dingen, am Kopf“, sagte der Mainzer Manager Heidel gestern über seine Mannschaft. Man sieht, auch anderswo haben Wundertrainer keine Überspieler.

    Das Zitat hab ich von der Seite des SWR. Hier der Link:

    http://www.swr.de/landesschau-.....4/1i8oxl3/

  21. Malte sagt:

    Diese extreme Reaktion einiger kann ich mir eigentlich nur durch den Frust des bisherigen Saisonverlaufs, insbesondere durch das Bayernspiel, vorstellen. Da gibt es sicher einiges, was zu hinterfragen wäre.

    Was das gestrige Spiel angeht: Dass das ein echter Pokalfight wird, war zu erwarten. Wenn man mit der Vorstellung reingegangen wäre das spielerisch zu lösen hätte es wahrscheinlich auf die Mütze gegeben. Zu den von Strigga genannten Argumenten würde ich noch die Rasenqualität dazunehmen. Unter diesem Gesichtspunkt war es auch nicht unklug Jones drin und Uchida draußen zu lassen. Warum Jones gegen Bayern gespielt hat, verstehe ich dagegen nicht.

    Bei allem was zuletzt schiefgelaufen ist, und vielleicht auch grundsätzlich schief läuft, hier fand ich die Strategie des Trainerteams(?) grundsätzlich nachvollziehbar. Das Spiel war nicht berauschend, aber nur für sich gesehen fand ich es nicht besorgniserregend. Vielleicht abgesehen vom Defensivverhalten bei Standardsituationen.

  22. blues sagt:

    @Ney
    Wahrscheinlich liest hoffedoc auch Asterix und geht nun davon aus, daß Hoffenheim am Samstag diese kleine gallische Dorf ist.

  23. Thomas 04 sagt:

    @ frank aus rheinhessen
    Ich seh ebenfalls Benny als Matchwinner, starkes Kopfballtor aus dem Nichts, hinten kaum was zugelassen und einmal in höchster Not gut geklärt. Trotzdem seh ich ebenfalls den schlechten Spielaufbau von allen unseren Innenverteidigern Höwedes ist da keine Ausnahme, auch der hoffentlich bald wieder einsatzbereite Papa hat seine Schwächen im Spielaufbau ebenso die Neuverpflichtung Santana. Ich denke tatsächlich hat von unseren Innenverteidigern Matip die beste Übersicht und den besten Spielaufbau.
    Weiter behaupte ich auch ist genau dies unser größtes Problem, deshalb erspielen wir uns bisher auch so wenig Torchancen. Wir hatten mal die beste Innenverteidigung der Liga mit Leuten wie Kristajic,Bordon,Dario Rodriguez (damals war jede Ecke von uns eine Torchance und bei Ecken gegen uns konnte man sich entspannt zurücklehnen),aber auch damals war der Spielaufbau unsere Schwäche. Zumeist lief der Spielaufbau über den Rechtsverteidiger Rafinha. Verglichen mit den absoluten Top-Teams ist dies schon immer unsere Schwäche.

  24. hoffedocS04 sagt:

    @Ney: Exactus et infatigabilis!

    @blues: im kleinen kraichgauerischen, never gallischen(!) Dorf wird sich am Samstag an einen sehr emotions- Ge und Be -ladenen Jahrestag, nämlich den Unfall von Vukcevic, erinnert werden. Die Mannschaft wird für ihn spielen, die Fans planen eine Choreo, und alle werden sich für ihn zerreißen.
    Übrigens: „Handschrift eines Trainers“ heißt nicht unbedingt und immer Sieg, aber es wird erkennbar, was er spielen lassen will, und daran lässt er sich messen, und wenn er sich verkalkuliert hat, übernimmt er die Verantwortung!! .. und das erwarte ich .. .. ..

  25. blues sagt:

    @hoffedocS04

    Die Jugendstiltruppe von der Mathildenhöhe haben wir am Mittwoch weggehauen, die Jugenstiltruppe aus Zuzenhausen ist morgen dran. Denn auch unleserliche Trainer-Handschriften schießen, wie man sieht, Tore. Daran ändert auch das neue Hoppelheimer Marketing um „Gisdols Style“ nichts. :-)

  26. hoffedocS04 sagt:

    @blues
    Gisdols Style braucht kein Marketing. Das haben echte Styles so an
    sich ^(^

    Und, blues,
    was UNS unterscheidet: ICH kann mich in jedem Fall freuen \*.*/
    Bei Dir steht es 50:50, dass Du hinterher mit hängenden Ohren dastehst ´^`
    Wenn Ihr morgens kommt: Frühstück beim Mühlenbäcker in Zuzenhausen!! Alte Bäume und Bienengesumm .. und Fußballplätze, Fußballplätze, Fußballplätze, .. Fußballplätze …… Fußballplätze …………

  27. Grieche sagt:

    Falls es einer noch nicht gelesen hat, hier ein Zitat von Gisdol zu Schalke und Jens Keller: „Schalke hat eine schwierige Rückrunde gut gemeistert und seine Ziele erreicht. Die Mannschaft spielt nicht wild drauf los – da steckt schon eine Spielidee hinter.“

  28. blues sagt:

    @hoffedocS04
    „was UNS unterscheidet: ICH kann mich in jedem Fall freuen“

    Das ist richtig. Diese Beliebigkeit geht mir in dem Fall ab. ;-)

    Apropos Marketing. Alles ist heute Marketing selbst „…Fußballplätze, Fußballplätze, Fußballplätze, .. Fußballplätze …… Fußballplätze“

    Fußballpätze und Trainerststyles wachsen ja nicht einfach auf Wiesen und Feldern in und um Zuzenhausen, sondern sind immer auch Marketinginstrument. Siehe Katar. Schalke ist dort marketingmäßig dabei, wie wir hier im Blog in den vergangen zwei Wintern diskutierten, ein katatastrophales soziales und gesellschaftliches Umfeld und wie wir jetzt wissen, auch unmenschliche Arbeitsbedingungen, zu kaschieren. Schalke, der Kumpel-und Malocherclub, produziert schöne Bilder aus Stadien die unter Zwangsarbeit gebaut wurden und werden. Das macht mir mehr zuschaffen als eine theoretische Niederlage gegen Hoffenheim.

  29. Spook sagt:

    @ Grieche:
    Ich denke, das ist nicht mehr als ein freundliches Kollegenschulterklopfen vor dem Spiel. Und vager hätte man es auch kaum formulieren können. Ich hätte von Gisdol wahnsinnig gerne gehört, was er denn glaubt, worin diese Spielidee besteht…

  30. Rjonathan sagt:

    @Spook @Grieche

    Ich finde im Gesamt-Kontext klingt das sogar eher wie eine freundliche Relativierung von der Antwort davor. Hätte Gisdol auch bei Dortmund oder Bayern gesagt „darüber will ich mir aus der Ferne kein Urteil erlauben“?

    derwesten: Das war im Frühjahr 2011 nach der Entlassung von Felix Magath. Ralf Rangnick hat damals gesagt: Schalke hat keinen Plan – ein vernichtendes Urteil. Hat die Schalker Mannschaft jetzt, unter Jens Keller, einen klaren Plan?

    Gisdol: Darüber will ich mir aus der Ferne kein Urteil erlauben.

    Aber Sie haben Schalke auch nach Ihrer Trennung weiter verfolgt…

    Gisdol: Natürlich, Schalke war und bleibt für mich immer ein besonderer Verein. Und ich kann sagen: Schalke hat eine schwierige Rückrunde gut gemeistert und seine Ziele erreicht. Die Mannschaft spielt nicht wild drauf los – da steckt schon eine Spielidee hinter.

    Quelle: Gisdol lobt Keller – „Schalke hat eine Spielidee“

  31. Torsten sagt:

    @Rjonathan:

    Du sagst es. Es ist sehr freundlich von Manfred Hendriock, dass er diese Überschrift für seinen Text gewählt hat, dadurch lenkt er die Interpretationen in die für S04 positive Richtung.

    Siehe Katar. Schalke ist dort marketingmäßig dabei, wie wir hier im Blog in den vergangen zwei Wintern diskutierten, ein katatastrophales soziales und gesellschaftliches Umfeld und wie wir jetzt wissen, auch unmenschliche Arbeitsbedingungen, zu kaschieren. Schalke, der Kumpel-und Malocherclub, produziert schöne Bilder aus Stadien die unter Zwangsarbeit gebaut wurden und werden.

    !!!

    Leider ist S04 stets gerne dazu bereit, für die entsprechenden Dollar oder Rubel den Arschlöchern dieser Welt positive Geschichten zu produzieren. Es kotzt mich an. Und ich habe mich in den letzten Tagen mehrmals gefragt, ob es bei der „Das ist doch nicht so schlimm“-Fraktion bzgl. der Werbe-Trainingslager nach den neusten Meldungen aus Katar langsam mal bimmelt.

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