Die Sache mit der Krise

Schalke 04 hat 6 der letzten 8 Pflichtspiele gewonnen.
Schalke 04 konnte von den bisherigen 7 Bundesligaspielen nur 2 gewinnen.

Gleichzeitig.



via Jan



11 Kommentare zu “Die Sache mit der Krise”

  1. blues sagt:

    Sag ich ja, es handelt sich nur um eine imaginäre Krise.

    Beispiel: Habe mir,zum einen weil ich hoffte die Bauern kriegen eins auf die Mütze, und zum anderen für die Schalker Standortbestimmung, gestern das Spiel der Bayern gegen Manchester City angeschaut. Fazit: ManCity wurde genauso vorgeführt wie Schalke.

  2. Rjonathan sagt:

    @blues
    Das Gemotze nach dem Bayern-Spiel habe ich nicht verstanden. Man kann bemängeln, dass sich die Mannschaft nicht aufgerafft hat, wenigstens Ergebniskosmetik zu betreiben. Aber dass man da eine realistische Chance hätte gegen diese Bayern, wenn sie ihr Bestes abruft, das halte ich für Schalker Größenwahn. Und wenn andere (Freiburg oder so) besser aussehen gegen die Bayern, dann liegt das sicher daran, dass die Münchener gegen (nominelle) Spitzenmannschaften (wie zb Schalke) mit einer besseren Einstellung in das Spiel gehen. Gerade wenn es um was geht, drehen sie richtig auf. Nächste Standort-Bestimmung in dieser Richtung: Samstag bei Leverkusen.

  3. Erle72 sagt:

    Gleichzeitig ist natürlich Unsinn, da die schlechteste Bundesligaphase vor den letzten 8 Pflichtspielen lag:). Da jetzt charakterlich wieder alles ok ist (Keller) und damit die Maßnahmen von KellerHeld ein voller Erfolg waren, hoffen ich auf das Beste und befürchte doch auch das Schlimmste. Gleichzeitig.

  4. blues sagt:

    @Erle72
    „… befürchte doch auch das Schlimmste“

    Meinst du damit, daß Jermanine Jones wieder in der Startelf steht? ;-)

  5. blues sagt:

    @Rjonathan
    Ich verstand das beim Bayernspiel als reines Kellerbashing. Deshalb wollte ich mir mal ganz „bundsliganeutral“ ein Bild machen.
    Interessant fand ich, wie die Bayern nach dem Wechsel von Schweinsteiger zu Kirchhoff unsicherer wurden, was prompt in der roten Karte für Boateng endete. Fazit: ein falscher defensiver Mittelfeldspieler und schon kommt der Gegner mächtig auf. Siehe auch Mr. Jones.

  6. Torsten sagt:

    @blues:

    Ich selbst schrieb ja in meinem Text zum Bayern-Spiel, dass S04 eben in allen Belangen überfordert war, und erwähnte den Trainer nur bezüglich der für mich überraschenden Aufstellung Jones’, seine Taktik aber mit keinem Wort. Insofern fühle ich mich bezüglich des „Bashens“ nicht angesprochen. Trotzdem 2 Anmerkungen/Erklärungsversuche:

    Ich glaube, dass ganz vielen Fans Kellers Art, mit solchen Niederlagen umzugehen, auf den Sack geht – und da zähle ich mich auch dazu. Natürlich ist Bayern München über allem, vielleicht derzeit die beste Mannschaft der Welt. Trotzdem ist es devot bis peinlich, wenn man alles mit der bloßen Klasse des Gegners erklärt. Das war kein Pokalspiel zwischen Landesligist und Bundesligaclub. Schalke 04 ist Champions League-Teilnehmen, immerhin. Da darf man schon mal schauen, ob mal selbst wirklich alles Bestmögliche getan hat. In Kellers Interviews ist die Leistung entweder überragend, oder individuelle Fehler verhinderten den Erfolg.

    Der 2. Punkt betrifft „Ein falscher defensiver Mittelfeldspieler und schon kommt der Gegner mächtig auf. Siehe auch Mr. Jones.“
    Mr. Jones ist kein Schicksalsschlag für Jens Keller, mit dem er notgedrungen leben muss.
    Vom ersten Spiel unter Jens Keller, das Pokalspiel gegen Mainz, bis vor dem Spiel in Basel, hat Jens Keller eben diesen Mr. Jones in JEDEM Pflichtspiel eingesetzt, wenn Mr. Jones nicht gerade verletzt oder mal wieder gesperrt war. In jedem heißt in Zahlen:
    33 Spiele unter Keller: 21 x Startaufstellung. 3 x für Neustädter/Höger eingewechselt. 3 x verletzt. 3 x gelbgesperrt. 2 x rotgesperrt. 1 x suspendiert.
    Ich halte es für ziemlich offensichtlich, dass Jens Keller gerne mit Jones spielen lässt, und dass er will, was Jermaine Jones so tut. Stammspieleriger als Jones kann ein Stammspieler jedenfalls kaum sein.

  7. Malte sagt:

    Wenn wir gerade dabei sind mit Zahlen zu lügen will ich das Spiel auch mal mitspielen ;-)

    Die Pokalspiele gegen unterklassige Mannschaften mal außen vor, hat Schalke in dieser Saison von 11 Pflichtspielen 5 gewonnen. Bei den 5 Siegen stand Jermaine Jones 1 mal in der Startelf (Saloniki), flog dort allerdings vom Platz. In den 6 Spielen die nicht gewonnen wurden war er immer von Anfang an dabei. Mit ihm wurden im Schnitt fast drei(!) Tore pro Spiel kassiert, in den vier Spielen ohne ihn kein einziges. Was die Offensive angeht, lassen sich dagegen keine deutlichen Unterschiede feststelllen.

    Klar, Korrelation ist nicht gleich Kausalität und Fußball ist ein Mannschaftssport. Aber diese Statistik ist schon sehr auffällig und lässt die Frage nach der Krise in einem ganz anderen Licht erscheinen. Zumal ein Blick auf die vergangene Saison eine ähnliche Tendenz zu Tage fördert.

    Es wäre wirklich mal interessant zu erfahren, was sich Keller von Jones erhofft (hat) und in wie weit dieser den Anforderungen entsprochen hat oder eben nicht. Ich lehne mich mal aus dem Fenster und sage, ob Keller in einem halben Jahr noch Trainer auf Schalke ist wird maßgeblich davon abhängen welche Entscheidungen er in der Causa Jones trifft.

  8. blues sagt:

    @Torsten

    Sorry, der Vorwurf des „Trainer bashen“ war zu pauschal und er war nicht auf dich bezogen.

    Wenn Keller mindestens so aufwändig Medienkompetenz pauken würde, wie das Guardiola mit deutschen Vokabeln tut, wäre das in der Tat sehr hilfreich. Denn es gäbe doch einiges gut zu verkaufen: z.B. wie Keller Boateng spielen lässt, ist fast so schlau, wie der Einsatz von Lahm durch Guardiola.

    Schon Rangnick konnte mit Jones Spielweise nichts anfangen. Für Keller war er bis vor kurzem tatsächlich eine Art Organisator und Sprachrohr auf dem Platz. Ob ganz bewusst oder immer als Notlösung, wegen einer fehlender Alternative, weis ich nicht. Plötzlich gab es eine Alternative.
    Jermaine Jones´ Zeit als eine Art Chef, ist auf Schalke kurz nach dem Transfer von Prince zu Ende gegangen. Prince war Kellers Wunschspieler und wurde sein Sprachrohr. Jones hat den Machtkampf mit Prince um die Führungsrolle auf dem Platz und vielleicht auch in der Mannschaft, innerhalb von knapp vier Wochen verloren. Prince ist Jones auf dem Platz in allen Belangen überlegen. Für den schnell und immer auch schwer gekränkten Jones, ist die dopplete Degradierung ein ganz heftiger Schlag.
    Was Jones (mit der von dir vermuteten Beraterhilfe) dieses Mal gerade noch diziplinierte, war seine angestrebte Teilnahme an der WM in Brasilien. Das wissen auch Keller und Heldt. In Brasilien ist er nur mit Spielpraxis dabei. Und die kriegt er nur, wenn er sich angemessen verhält und auch so spielt. Diese Karte spielt Keller aus. Ob Jones sich schnell neu erfinden und einpassen kann? Ich wünsche es ihm, aber sicher ist das nicht. Und wenn nicht? Kolasinac ist gelernter Mittelfeldspieler und wieder gesund. Dazu kann Aogo ebenfalls zentral spielen. Wahrscheinlich spart Schalke, falls Jones im Winter weg wäre, zwei Mill. Euro ein.

    PS. Der Seitenwechsel von Rafinha auf Ribery zum 1:0 der Bayern war ganz stark. Da kann man nur noch hoffen, dass er bald wieder sehr viel weniger Einsatzzeit bekommt.

  9. Der Hans sagt:

    Wären wir beim Eishockey oder Basketball, wäre Jones‘ Plus-Minus-Statistik miserabel.

  10. Torsten sagt:

    Ich habe das noch mal in einem eigenen Beitrag aufgegriffen. Hier geht’s weiter.

  11. Königsblog sagt:

    Kurz nachgezählt: Schalkes Sechser-Tandems…

    Die Aufstellung in defensiven Mittelfeld ist eine Frage der Sicherheit und der Spielkultur. Schalke spielt in der Regel mit zwei „Sechern“. Mit dem Tandem Neustädter/Höger gewann Schalke zuletzt viermal zu Null. Trotzdem setzte Jens Keller zw…

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