Wörtlich: Clemens Tönnies

Ich sehe natürlich Fortschritte, gar keine Frage.

Clemens Tönnies ist der Babo von Schalke.
Deshalb sind kurzen Sätzen von ihm gedanklich grundsätzlich ein „Basta“ anzuhängen.

Es ging ihm dabei übrigens nicht um den Umsatz seiner Fleischfabrik und erst recht nicht um Schalkes Schuldenabbau, sondern um die Entwicklung der Schalker Profimannschaft unter Trainer Jens Keller.



Quelle: sid via RevierSport



21 Kommentare zu “Wörtlich: Clemens Tönnies”

  1. Thomas 04 sagt:

    So unterschiedliche Wahrnehmungen gibt es tatsächlich. Ich seh Rückschritte. Was ich mir von Clemens Tönnies wünschen würde: 1) mehr ehemalige Spieler an den Verein binden, wir hatten unglaubliche Spieler in unseren Reihen die haben doch alle Ahnung vom Fußball und sie haben auch ein Standing bei den Fans (Sand, Nemec, asamoah, anderbrügge, Fischer, büskens, Lehmann?, waldoch, Wilmots…).
    2) Neuanfang spätestens in der Winterpause, unser Trainer hat eine katastrophale Körpersprache und aussendarstellung. Hat es in über einem Jahr nicht geschafft die Abwehr zu stabilisieren.
    3) einen neuen Manager unter Vertrag nehmen. Meines Erachtens ist die Zahl der Fehlentscheidungen zu hoch, ich will hier keine Namen aufzählen (dies gehört sich nicht, außerdem hoffe ich bei jedem aktuellen Schalker Spieler noch auf den Durchbruch), aber die Sache mit Raúl kann ich horst heldt nie verzeihen. Ich zähle lieber die Namen auf die unser jetziger Manager NICHT verpflichtet hat, meines Erachtens sind diese Spieler zum größten Teil das Gerüst unseres Teams (Matip, höwedes, Papadopolous, Uchida, höger, kolasinac, Farfan, Meyer, draxler, huntelaar)

  2. Torsten sagt:

    Wenn Du hier die Spieler aus der eigenen Jugend aufzählst und schreibst, dass Heldt sie nicht verpflichtet hat, ist m.E. eine verzerrte Darstellung. Heldt hat diese Jungs natürlich nicht gekauft/geholt, aber er ist auch für die Jugendarbeit verantwortlich.

    U19-Trainer Elgert lobt die Zusammenarbeit mit Heldt jedenfalls in den höchsten Tönen, und Heldt sorgt für die Durchlässigkeit des Systems. Talente haben viele Clubs, aber Schalke ist einerseits zum Erfolg verpflichtet und schafft es andererseits trotzdem, dass Knirpse wie Meyer, Kolasinac und demnächst Ayhan auf den Platz kommen. Das ist nicht selbstverständlich.

    Raul passte nicht zur Idee Rangnicks von einer systematisch Pressing spielenden Mannschaft. Das Raúl-Palaver seinerzeit wird heute gerne vergessen (siehe auch „Die Raúl-Situation“). Insofern fand ich die Nicht-Weiterverpflichtung damals nachvollziehbar. Dass Schalke im November 2013 immer noch mit sowenig System und so abhängig von individueller Klasse auf dem Platz steht, konnte ich damals nicht ahnen.

  3. Stephan sagt:
  4. detlef sagt:

    Mir fehlen die Worte. Macht bitte weiter so, dann kann Schalke sich bald von teuren Spielern verabschieden. Nein muss.
    So langsam kriege ich echt Angst.

  5. Mike sagt:

    Ich finde, man kann durchaus Fortschritte erkennen. Der Einbau und der Fokus auf junge Talente z.Bsp.
    Was mich stört, ist, das in manchen elementaren Fragen seit Monaten wenig bis nix passiert. Ein Spielsystem durch das sich die Mannschaft einerseits auszeichnet und das anderseits auch auf dem Platz beherrscht wird, vermisse ich seit langem. Das Team ist oft eine launische Diva deren Zuschauer keine Herzleiden haben dürfen, weil sie sonst an der Fehlpassquote und der Laufleistung spätestens ab der Halbzeitwurst arg gefährdet sind. Die Torwartposition, die linke Verteidigerposition, Neustädters offensichtliche Jones‘ Allergie, das mangelnde Selbstbewußtsein der jungen Spieler und vor allem der Zusammenhang von Trainer und Team, das alles sind Baustellen an denen ich kaum Fortschritte sehe.
    In den meisten Teams spiegelt sich das Wesen des Trainers wieder – das ist normal. Das war bei Huub so, das ist bei Pep so, bei Tuchel auch, bei Klopp, bei Veh etc. und bei Schalke ist das natürlich auch so. Das in sich ruhende, introvertierte, leicht phlegmatisch anmutende Wesen sei JK unbenommen, privat find ich das ganz sympathisch, aber als Vortänzer in der Leistungsshow BuLi fehlt mir da die Identität, das vorbildliche Selbstbewusstsein, die Power und die gelebte Motivation.
    Ich kann Spieler verstehen denen die Hutschnur platzt bei den wiederkehrenden Fehlern und den wiederkehrenden Leiern um das große Chelsea, das tolle Bayern und das erfolgreiche Dortmund Blabla. Egal wie realistisch das sein mag, Motivation geht anders als sich ständig mit Schutzbehauptungen zu wattieren. Ausser dem Bayernspiel, wo kollektive Dunkelheit herrschte und es an taktischer Einstellung und den passenden Mitteln offensichtlich fehlte, habe ich in den Vergleichen mit den ‚großen‘ Teams vielmehr individuelle Fehler und altbekannte Schwächen gesehen. Daran kan man wachsen, theoretisch.
    Ich bin überzeugt, das Schalke 04 längst nicht am Limit ist. In keinem Bereich – da geht was. Ich könnte gut mit fast allen Ergebnissen leben, wenn denn nur Fortschritte des gesamten Teams in den wichtigen Bereichen erkennt.

  6. Maddin sagt:

    @Thomas04

    Zur neuen Saison kommt Wilmots als Trainer.
    Kevin de Bryne ist schonmal sein Wunschspieler.
    Lasst uns alle hoffen, dass Belgien bei der WM nicht all zu weit kommt.

  7. Thomas 04 sagt:

    @ Torsten

    Du hast mit deinem Kommentar TEILWEISE Recht, aber wirklich nur teilweise. Der eigene Nachwuchs die letzten Jahre waren Matip, Draxler, Höwedes, Meyer, Kolasinac, Neuer. Davon wurden die ersten zwei unter Magath in die Mannschaft eingegliedert, Höwedes und Neuer sogar noch vorher und nur die letzten beiden unter der Führung Heldt und hierzu möchte ich sagen: Jeder der nicht blind ist hätte Meyer in den Kader geholt. Wie die Zusammenarbeit mit der Jugendabteilung funktioniert kann ich nicht beurteilen, da muss ich mich auf deine Aussagen verlassen, aber allein an der Fülle von eigenen Jugendspielern zu schließen die Zusammenarbeit ist gut kann man nicht, da nur zwei der Spieler unter Horst Heldt „entdeckt“ wurden.
    Zur Raul Situation kann ich nur sagen ich hätte ihn trotz dem Raul-Palaver und trotz des Gehalts liebend gerne noch zwei Jahre behalten. Er hat immer Einsatz gezeigt, er hat gescored und war ein Vorbild und sowas passt wie ich finde in jedes System auch wenn das Umschaltspiel mit ihm (aufgrund der fehlenden Schnelligkeit)etwas schwerer fällt. Gedanklich war er sowieso alles andere als langsam.

  8. Carsten sagt:

    moin…

    ich fasse es nicht….
    aber eigentlich kennt man das ja schon… heute quatschen se so und morgen gibt’s ein Knall und alles sieht plötzlich anders aus…

    wollen wir mal hoffen das es ein „lauten“ Knall gibt…

  9. Torsten sagt:

    @ Thomas 04:

    SPOX: Sie gehören seit Jahren zu den führenden Jugendtrainern des Landes. Aber erst mit dem Wechsel an der sportlichen Führung von Felix Magath zu Horst Heldt 2010 scheint die Nachwuchs-Abteilung eine Aufwertung zu erfahren.

    Elgert: Ich kann hundertprozentig bejahen, dass Horst Heldt die Ankündigung, dass ihm die Nachwuchsarbeit wichtig ist, mit Leben ausfüllt. Ich will nicht sagen, dass es eine Aufwertung ist, weil unserer Abteilung schon immer eine relativ große Rolle zukam. Was vergessen wird: Wir haben nicht nur jetzt, sondern in der Vergangenheit viele Spieler in die Bundesliga gebracht: Christian Pander, Mike Hanke, Sergio Pinto, Tamas Hajnal, Christian Wetklo, Christofer Heimeroth, nur um einige zu nennen. Aber klar ist auch: Wir spüren heute eine sehr starke Unterstützung von Horst Heldt. #

    @ Mike:

    Tönnies bezog seinen erkannten Fortschritt auf das Geschehen auf dem Platz, nicht auf die Entwicklung der Personalsituation. Siehe dazu vielleicht das ganze Interview, ist oben verlinkt.

    Ansonsten mag ich nahezu allen Deinen Aussagen zustimmen.

  10. Simon sagt:

    Bei aller berechtigten Kritik sollten wir doch die Kirche im Dorf lassen und somit den Manager im Verein. Auch einer sofortigen Trennung von Keller stehe ich skeptisch gegenüber. Ich sehe zwar ebenfalls wenig Fortschritte im taktischen Bereich und manchmal auch zu wenig Mut vom Trainer zu Entscheidungen gegen etablierte Leute. Aber zur Zeit würden wir auf dem Trainermarkt wohl auch keine Granate verpflichten können. Die aufgezählten ehemaligen Spieler mit Sachverstand sind doch teilweise bei uns angestellt (Asamoah, Waldoch (U 13 Trainer)) bzw. sie sitzen fest auf anderen Stellen. Und wen würden wir uns denn jetzt als anderen Trainer wünschen, der auch verfügbar wäre???

    Vielleicht bin phantasielos, aber mir fällt jedenfalls niemand ein. Ich glaube schon, dass auch Tönnies und Heldt nicht zu 100% zufrieden sind – weder mit dem Abschneiden, noch mit der Entwicklung der Mannschaft, noch mit dem Trainer. Aber sie scheinen aus der Schalker Vergangenheit gelernt zu haben, dass man das nicht unbedingt in der Öffentlichkeit breit treten muss. Vermutlich haben sie sich darauf verständigt, gegenüber dieser Öffentlichkeit keine weitere Unruhe reinbringen zu wollen, somit also den Trainer zu stützen so lange es irgendwie vertretbar ist. So jedenfalls meine hoffnungsvolle Interpretation. ;)

    Eine andere – scherzhaft reingebrachte ? – Option scheint mir aussichtsreicher: Während der Saison werden wir keinen Neuanfang starten können. Also wird die aktuelle Spielzeit bei halbwegs normalem Verlauf (wir spielen bis zum Ende um Platz 4 mit) mit Keller zu Ende gebracht. Da man vermutlich aber leider auch bis dahin keine große Spielkultur und keine Siegesserien sehen wird, wird Keller dann ins zweite Glied zurückbeordert (was ich fair fände) und mit Tuchel oder Wilmots ein Dreijahresvertrag ausgehandelt. Vielleicht kommt’s ja so.

    Lieber wäre mir selbstverständlich, dass wir heute Abend die Geburtsstunde einer neuen Schalker Mannschaft erleben, die all die Selbstzweifel und Unsicherheiten ablegt, hinten einen dichten Riegel aufbaut, der von einem souveränen Torhüter dirigiert wird und sich phantasievoll durch die gegnerischen Abwehrreihen kombiniert. Mit einem zufriedenen Trainer Keller, dessen bisher kaum zu erkennender Plan endlich umgesetzt wird….

  11. Thomas 04 sagt:

    @ torsten
    @ maddin
    @ simon

    Es freut mich ja das die Zusammenarbeit Heldt/Elgert gut funktioniert, und auch von Schnellschüssen halte ich nichts. Trotzdem meine ich muss man die Arbeit von Heldt in Frage stellen. Die Positionen an denen er nichts unternommen hat und die Einkäufe die er getätigt hat waren alles andere als Optimal.

    Gegen einen Wilmots hätte ich sicherlich nichts, es ist unfair aber irgendwie würde ich ihm auch mal eine Durststrecke eher verzeihen als einem für mich farblosen Trainer.

    Natürlich hoffe ich auch auf einen Schalker Riegel und auf die erwähnte Geburtsstunde heute Abend. Genauso wie auf den Durchbruch einiger Einkäufe von Heldt bei denen ich den Glauben noch habe.

  12. Torsten sagt:

    Während der Saison werden wir keinen Neuanfang starten können. Also wird die aktuelle Spielzeit bei halbwegs normalem Verlauf (wir spielen bis zum Ende um Platz 4 mit) mit Keller zu Ende gebracht. Da man vermutlich aber leider auch bis dahin keine große Spielkultur und keine Siegesserien sehen wird, wird Keller dann ins zweite Glied zurückbeordert (was ich fair fände) und mit Tuchel oder Wilmots ein Dreijahresvertrag ausgehandelt. Vielleicht kommt’s ja so.

    Tjahaha … das ist der immer wieder geäußerte Traum vom großen Plan der vorausschauenden Schalker Entscheidungsträger. Aber so funktioniert das nun mal nicht. Horst Heldt hatte eine eben solche „bestmögliche Situation“ in der ersten Hälfte dieses Jahres: Einen Interimstrainer der auch nur als solcher inthronisiert wurde, fast 6 Monate Zeit, sich darüber klar zu werden, welchen Trainer und welchen Fußball man will, ihn zu verpflichten. Aber Futtsack.

    Übrigens sollten die Wörter „Neuanfang“ und „Umbruch“ auf den Index gesetzt werden.

    Schalke liegt 4 Punkte hinter Platz 4, plus 14 Tore Torverhältnis. Bei sieben Punkten Rückstand wirds ungemütlich, bei 8 Punkten Rückstand wird Jens Keller seiner Aufgaben enthoben, denke ich.

  13. blues sagt:

    @Torsten
    „.. bei 8 Punkten Rückstand wird Jens Keller seiner Aufgaben enthoben, denke ich.“

    Freue dich nicht zu früh.Im Wintertransferfenster kommt ein „Sechser mit kreativen Potential“. Und Keller macht weiter, egal wie hoch der Rückstand ist. Die sportliche Leitung unseres Clubs ist weitsichtiger und analytisch besser als die meisten Kommentatoren hier im Blog (meinen).

  14. Malte sagt:

    @Torsten

    warum hältst Du es für so unwahrscheinlich, dass man eine bestimmte Art Fußball zu spielen ausgewählt hat und Jens Keller für geeignet hielt bzw. hält, diese zu vermitteln? Man hat sich vielleicht um einen erstbesten Trainer bemüht, dann aber den zweitbesten genommen. Das schließt einen Plan nicht aus.

    Ob dieser tatsächlich existiert und was passiert wenn er mit Keller nicht funktionieren sollte muss sich erst noch erweisen. Für mich ist das nicht so sehr in Stein gemeißelt wie für Dich.

  15. Torsten sagt:

    Ich freue mich nicht zu früh, ich freue mich überhaupt nicht über vorzeitige Trainerentlassungen. Denn mitten in der Saison ist die „Chance“ groß, dass es wieder nur mit Stückwerk weitergeht. Deshalb ärgerte mich die vertane Chance gegen Ende der letzten Saison auch so sehr. Ich mag die ganze Situation, wie sie jetzt ist, überhaupt nicht.

    Trotzdem greifen eben immer die gleichen Mechanismen, gerade auf Schalke, und es hat auch schon begonnen. Horst Heldt betonte unlängst, dass die Mannschaft nun endlich ihr Potenzial abrufen müsse, was beinhaltet, dass er weiterhin davon ausgeht, dass die Kaderstärke für mehr als jetzt reicht. Jens Keller selbst wird in RevierSport aus der PK nach dem Spiel in Frankfurt mit den Worten „Mangelnde Qualität ist es auf keinen Fall. Wir haben so viel Qualität und Erfahrung auf dem Platz. Aber die Laufwege stimmten nicht“ zitiert. Das klingt fast so, als wolle er sich selbst entlassen.

    warum hältst Du es für so unwahrscheinlich, dass man eine bestimmte Art Fußball zu spielen ausgewählt hat und Jens Keller für geeignet hielt bzw. hält, diese zu vermitteln?

    Sebstverständlich traut(e) man Jens Keller zu, der Mannschaft guten Fußball zu vermitteln. Aber das Interesse an bspw. Streich ist ja verbürgt, und Streich ist ein dermaßen anderer Typ Trainer, dass es m.E. nicht sein kann, dass Streich und Keller auf der gleichen Liste „Wunschtrainer“ auftauchen können. Und „Trainerart“ hat auch nicht unbedingt was mit der Klasse der Trainer zutun. Wer beispielsweise Guardiola haben will, kann m.E. auch nicht auf Mourinho zurückgreifen, obwohl beides Riesen sind, nur eben mit vollkommen unterschiedlichem Stil.

    Das beinhaltet allerdings, dass über so was wie „Spielstil“ überhaupt nachgedacht wird, von Horst Heldt oder wer auch immer das entscheidet. Vielleicht ist das gar nicht so. Vielleicht geht es tatsächlich nur um die blanken Punkte, die irgendwie geholt werden müssen, und wenn das nicht funktioniert, versucht man das Nächste.

  16. Simon sagt:

    @ Thorsten: Mein Szenario setzt keinesfalls eine große vorausschauende Planung voraus.

    Ich habe eher den Eindruck, dass man insofern gelernt hat, dass man den Trainer nicht ständig anzählt, das nächste Spiel zum Finale ausruft, usw. Vermutlich auch weil man (leider) erkannt hat, dass einige der jungen (?) Spieler mit solchen Situationen noch nicht so gut umgehen können.

    Deinem letzten Kommentar gebe ich übrigens vollkommen recht: Es kann eigentlich nicht sein, dass eine so unterschiedliche Bandbreite von Trainern, die kontaktiert wurden bzw. worden sein sollen, alle eine gleichwertige 1a-Lösung darstellen. Auch ich ärgere mich darüber, dass man es im Frühjahr verpasst hat, als mehr als genug Zeit war, in Ruhe einen Trainer für die nächste Saison auszuwählen. Keller war von Anfang der, der halt übrig blieb und hatte schon von daher schon vor Saisonbeginn einen wackeligen Status.

    @ Thomas 04: Mit Sicherheit wäre es generell so, dass man einem Trainer Wilmots mal eher ein paar schwächere Spiele zustehen würde. Das ist ja ein Teil des Problems, dass das halbe Stadion Keller am liebsten regelmäßig zur Halbzeitpause entlassen würde, wenn man hintenliegt und auch bei Siegen eher nach dem Negativen gesucht wird – was leider sehr leicht fällt – als die paar positiven Ansätze zu betonen.

    PS:
    Ich hatte eigentlich gehofft, die Wörter „Neuanfang“ und „Umbruch“ vermieden zu haben. Ist mir wohl leider durchgerutscht. Vielleicht kann man dafür ein Tool einbauen, das diese Begriffe rausfiltert? ;)

  17. blues sagt:

    „Doch das trostlose Bild, das Keller auf diesen Veranstaltungen abgibt, lässt sich nicht mehr trennen von dem Fußball seiner Mannschaft, Analogien sind offensichtlich: Keller strahlt ein vorsätzliches Desinteresse aus, er formuliert achtlos und stereotyp, seine Antworten sind oft von erschütternder Belanglosigkeit.“ kann man heute auf sueddeutsche.de lesen.

    Da ist es wieder „Das Gesicht der Krise“. Diesmal beschreiben von Phillip Selldorf, dem Schalke Berichterstatter von sueddeutsche.de. Schade finde ich es, dass sich Philipp Selldorf auf „Bild“ Niveau begibt, aber geradezu verrückt ist sein esoterisches Fußballverständnis, dass Taktik und System von der „medialen“ Präsenz des jeweiligen Trainers gespiegelt werden. Krass.

    Die vielen Kellerkritikter können sich so auch mal wieder freuen. Ich freue mich an 26 Punkten seit Prince und den dazugehörenden Siegen.

    Link zur suedeutschen.de:
    http://www.sueddeutsche.de/spo.....-1.1828364

  18. Schilzi sagt:

    hätte er mal besser wie Olaf Thon geantwortet:

    „mir ist aber kalt jetzt…“

  19. Torsten sagt:

    @blues:

    Selldorf schreibt nicht, dass Schalke pomadig spielt weil sich Keller pomadig gibt, sondern er formulierte eine Zustandsbeschreibung und fängt mit dem ersten Eindruck an. Kellers Farblosigkeit im Vergleich zu dem relativ smarten Armin Veh thematisierte sogar RevierSport, dabei war bislang gerade der RevierSport-Buschmann der große Keller-Verteidiger unter den Medienleuten.

    Ich finde den Selldorf-Text gut und gerade die zweite Seite aufschlussreich, die den Umgang Heldts/Tönnies’ mit der Situation darstellt. Wenn das Bild-Niveau ist, muss ich wohl auch mal wieder häufiger Heiko Niedderer / Peter Wenzel lesen ;)

  20. Սաշա sagt:

    Die einen freuen sich über 26 Punkte, ich ärgere mich mehr über die absteigerreifen 26 Gegentore, die (auch in der schöngerechneten Phase nach Boa) verschenkten Punkte(Hoffenheim, Frankfurt), sowie die schlechten Auftritte gegen deutlich schwächer besetzte Gegner, völlig chancen- und wehrlose Spitzenspiele(BVB, FCB) und darüber dass der Fußball der Mannschaft immer unerträglicher wird, je länger er auf diesem Niveau stagniert.

    Ich nehme außerdem ratlos zur Kenntnis, wie die nicht gerade als Starensemble zu bewertende Mannschaft des FC Basel sechs Punkte bei 2:0 Toren gegen Chelsea holt und frage mich, warum wir uns vom gleichen Gegner zwei mal 0:3 abschlachten lassen, wobei jener Gegner gegen uns nicht einmal Fußball spielen musste, um in dieser Höhe zu gewinnen.
    Sicher gibt es auch dazu wieder eine weitsichtige Analyse und irgendeinen Grund zur Freude, weil man sich auch hier irgendetwas schön rechnen kann.

    Soweit es um Schönreden und -rechnen geht, finde ich im Moment nur einen Trost: Was Kellers Zeit als Trainer angeht, dürfte es bald dem Ende entgegengehen. Die K.O.-Spiele gegen Basel und Hoffenheim, sowie die Platzierung am Ende der Hinrunde könnten Kellers Schicksal besiegeln. Davon gehe ich aufgrund meiner stark limitierten Weitsicht jedenfalls aus. Dann gibt es auch keine selbstgerechten Beiträge mehr von „Keller Fanboys“, die redlichen Journalisten Bild-Niveau unterstellen, weil sie den Artikel nicht richtig verstanden haben. Selldorf verwendet sogar den Begriff „Analogie“(nein, nein, nein – das hat nichts mit der „Hintertür“ zu tun). Er erklärt also auch noch explizit, was er meint. Das hat so gar nichts von esoterisch oder BILD.

    Ehrlich gesagt gehe ich davon aus, dass nach Kellers Zeit auf Schalke ohnehin niemals mehr jemand von Jens Keller im Zusammenhang mit einem Bundesliga-Club und einem Trainerposten schreiben wird(von mir aus könnt ihr mich auch darauf festnageln und nach seinem CL-Titel 2026 und seinen drei gewonnenen Weltmeisterschaften herzlich über diesen Beitrag lachen).

  21. blues sagt:

    @Torsten
    Im von mir zitierten Teil beschreibt der süddeutsche Schalkeberichterstatter das Gesicht der Krise wie es seinerzeit „Bild“ veröffentlichte.
    Als Kommentar würde der tendenziöse Text bei mir durchgehen. Ist aber ein Artikel beim dem der Autor so tut, als würde er eine objektive Beschreibung von dem was ist abliefern. Dabei landet er maximal einen bizarren Treffen als Fußballkaberettist. Das dich der Titel freuen würde, war mir klar. Ich schrieb das ja. War ja auch für den ungeduldigen und zerrissenen Schalker mit Anspruchsdenken und Unzufriedenheit geschrieben.

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