Ärgerlich. Unglücklich. Unverdient.

Schalke 04 verliert in Mönchengladbach mit 1:2 und hat nun sieben Punkte und 14 Tore Rückstand auf eben diesen, auf Platz 4 liegenden Gegner. Dabei machte Schalke aber ein den Umständen entsprechend ordentliches Spiel, nach dem ein Remis das gerechtere Ergebnis gewesen wäre.

Nein, der Schiedsrichter war nicht schuld. Ein Handspiel wie das von Benedikt Höwedes wird regelmäßig mit einem Strafstoß geahndet. Auch die Gelbe Karte entsprach den Regeln. Besonders blöd, da er zuvor bereits auf Höhe des Mittelkreises Arango in die Beine sprang und auch dafür sehr vertretbar eine Gelbe Karte sah. Somit war es nicht Schiedsrichter Zweyer sondern Benedikt Höwedes, der seiner Mannschaft, wenngleich auch unter bestabsichtlichem, vollen Einsatz, den letztlich spielentscheidenden Schlag versetzte.

Zuvor, in der ersten Halbzeit, war Gladbach zwar die strukturierter agierende Mannschaft, insgesamt zerstörten aber beide Defensivreihen das Tun des Gegners erfolgreich genug, um wenig Spiel aufkommen zu lassen. Prince war als Stürmer überall und nirgends auf dem Platz zu finden, was nicht wirklich gut funktionierte. Der stets anspielbare Max Meyer wurde von Gladbach immer wieder erfolgreich isoliert, fand keine Anspielpartner. Auf der anderen Seite lies auch Schalke der Gladbacher Offensive sehr wenig Platz. Schalke ließ sich nicht „überkombinieren“. Der zwischenzeitliche Ausgleich entstand aus dem Nichts, Neustädter hätte Raffael nicht ziehen lassen dürften, Santana fälschte den Schuß unglücklich ab und machte ihn damit unhaltbar. Abgesehen von einem Kopfball nach einer Ecke hatte Gladbach nur noch die Schußszene, die zu Höwedes‘ Hinausstellung führte.

Schalkes Führung ging der einzige gelungene Spielzug der Blauen in der ersten Halbzeit voraus, ein toller Konter: Meyer, Draxler, Farfan, über 70 Meter. Es war die einzige Situation in der ersten Hälfte, in der die Gladbacher Defensive überrascht werden konnte, weil es schnell ging, weil es zielstrebig war. Das klare Foul an Prince brachte den Strafstoß.

Nachdem Gladbach in den ersten 45 Minuten gut verteidigte, dann führte und mit einem Spieler mehr auf dem Platz stand, fiel mir Optimismus zur Halbzeit schwer. Umso überraschter war ich, dass Schalke doch noch zurück ins Spiel fand.

Gladbach hatte genug Chancen, den Sack zu zumachen, „natürlich“ möchte man fast sagen, angesichts des nun notdürftig zusammengewürfelten Defensivverbundes auf Schalker Seite. Trotzdem gelang es den Blauen, ein Konterspiel durchzuführen, trotzdem konnte man Gladbach zeitweise in einen offenen Schlagabtausch ziehen. Gladbach kam im Laufe der zweiten Hälfte die defensive Ordnung abhanden. Schalke warf alles nach vorne und erspielte sich dabei sehr gute Chancen. Am Ende war es Pech, dass der Ball nicht mehr den Weg ins Netz fand.

Im Vergleich war Gladbach die in allen Mannschaftsbereichen bessere Mannschaft. Defensiv verschob man besser, offensiv ließ man den Ball schneller laufen. Aber Schalke wuchtete zurück, mit viel Einsatz hinten wie vorne, und einem prima Ralf Fährmann zwischen den Pfosten. Ein Spiel wie Apollo Creed gegen Rocky, die Filigranen gegen die Verbeulten, die partout nicht umkippen wollten. Ein moralisches Unentschieden für Schalke 04. Nur der Spielstand war am Ende nicht so.



36 Kommentare zu “Ärgerlich. Unglücklich. Unverdient.”

  1. Torsten sagt:

    Moin.

    In der Regel verschiebe ich ja die Kommentare zum Spiel, aus der Zeit von nach dem Spiel bis zur Veröffentlichung des entsprechenden Beitrags, hierhin. Diesmal blieb die Diskussion so verwoben, dass ich nicht zwischen „Allgemein“ und „zum Spiel“ trennen konnte.

    Deshalb bleibt alles von vor 7:04 da http://koenigsblog.net/2013/12...../#comments

  2. blues sagt:

    So sähe die Tabelle aus, wenn wir die Punkte nur ab dem Prince-Transfer zählen könnten. Auch mit Prince verlieren wir derzeit an Boden…

    München 32
    Bayer 28
    M gladbach 28
    FC Schalke 23
    VW Wolfsb. 23
    Lüdenscheid 22
    VfB Stuttgart 19

  3. eakus1904 sagt:

    Ich war im Stadion und habe das Spiel gar nicht so positiv gesehen. In der Draufsicht viel auf, dass unheimlich wenig Bewegung im Spiel ohne Ball stattfand. Zudem hat man das Spiel zu wenig verlagert (was möglich gewesen wäre) und sich daher sehr oft festgerannt. Das mag am Bildschrim anders wirken,ich weiß es nicht.

    Die Meinungen im Stadion waren jedoch alle so ziemlich gleich. Deswegen auch die sehr lauten „Wir haben die Schnauze voll“-Rufe.
    „Keller raus“ gab es auch. Nicht gerade von wenigen Leuten, aber die „Schnauze voll“ Rufe waren um einiges lauter.

  4. Taisumi sagt:

    Apropos Zuschauer-Meinungen im Stadion. Ich bin gespannt wie die Atmosphäre am Mittwoch in der Arena sein wird. Ich werde vor Ort sein und für mich gibt es nur eine Einstellung am Mittwoch: totale Unterstützung bis die Stimme versagt! Egal wie, irgendwie ins Achtelfinale brüllen und stolpern. Vielleicht gibt’s für Felipe Santana in kürzester Zeit das 2. CL-Wunder diesmal für den S04 und magische Minuten in der Nachspielzeit. Das wäre verdammt wichtig.

    Noch was anderes schalkiges: Auf kicker.de gibt’s diese tolle Übersichtsgrafik ‚letzte 10 Spiele‘. 3 Siege gab’s in dieser Zeit nur. Unterm Strich ist das wirklich zu wenig.

  5. RWDJojo sagt:

    Ich habe nur die erste Halbzeit und die letzten 10 Minuten gesehen. Ich denke schon, dass der Schiedsrichter durch falsche bzw. unglückliche Entscheidungen zum Ausgang beigetragen hat. Gladbach hätte meiner Meinung nach neben dem Elfmeter auch noch Rot kassieren müssen. Denn Boateng war einschussbereit und wurde gefoult. Klare Notbremse, die gem. den Regeln einen Elfmeter und Rot nach sich zieht. Das ist zwar eine doofe Regel, weil es eine doppelte Betrafung gibt, aber derzeit ist es eben eine Regel, an die sich der Unparteiische zu halten hat. Die nächste Fehlentscheidung war der Gladbacher Handelfmeter und die daraus resultierende Geld-Rote Karte gegen Höwedes. Der Elfmeter an sich war schon grenzwertig. Ich hätte ihn eher nicht gegeben, da ich Höwedes keine Absicht unterstellen kann und auch die Armbewegung natürlich finde. Aber das ist sicherlich Auslegungssache und da lasse ich auch eine Diskussion zu. Die Gelbe Karte für dieses Vergehen, die dann sogar zu einer Gelb-Roten wurde, ist eine Frechheit. Gelbwürdig ist ein ABSICHTLICHES Handspiel. Da Höwedes den Ball blocken möchte und den Körper verdreht und dann eher angeschossen wird, als dass er aktiv mit dem Arm zum Ball geht, kann ich hier wirklich keinen Vorsatz erkennen. Also kann man hier nicht Gelb zeigen. Die Aktion von Höwedes wurde ja im Endeffekt genauso bewertet wie das Foul von Korb an Boateng. Und das ist ehrlich gesagt ein Witz!

    Naja, ansonsten war die erste Hälfte schwach. Bis auf das Tor, das nach einem schönen Angriff fiel, hatte das Schalker Angriffsspiel wenig Ideen. Das Spiel erinnerte mich zeitweise an Kreisligafußball, wo manchmal sogar mehr Bewegung zu sehen ist. Defensiv stand Schalke aber sicher, so dass ein 1:1 zur Pause gerecht gewesen wäre. Zur zweiten Halbzeit sage ich nix, da ich diese nicht gesehen habe.

    Ein Handspiel wie das von Benedikt Höwedes wird regelmäßig mit einem Strafstoß geahndet. Auch die Gelbe Karte entsprach den Regeln

    Dem ersten Satz kann ich noch folgen. Wie schon gesagt, diskussionswürdig, aber nicht zwingend falsch. Den zweiten Satz verstehe ich nicht. Wie lautet die Regel, dass eine Aktion, die zu einem Starfstoß führt, zwingend mit Gelb bestraft werden muss??? Unabhängig von dieser speziellen Aktion ist mir schon häufig aufgefallen, dass auf einen Strafstoßpfiff auch eine Gelbe Karte folgt, egal wie hart das Foul war. Ich klugscheißere mal ein bisschen… Ein Strafstoß hat zu erfolgen, wenn ein Regelverstoß im eigenen Strafraum stattfindet, der an anderer Stelle des Spielfeldes mit einem direkten Freeistoß geahndet werden würde. Da nicht jeder Regelverstoß, der zu einem direkten Freistoß führt mit einer persönlichen Strafe (Gelbe oder Rote Karte) zu ahnden ist, ist auch ein entsprechender Regelverstoß innerhalb des Strafraums nicht mit einer Karte zu bestrafen.

    Zum Thema Trainer:
    Torsten schrieb ja schon unter Woche, dass die nun ausgerufenen Endspiele für Keller Quatsch sind. Denn entweder bin ich von einem Trainer überzeugt oder eben nicht. Und es ist falsch die Zukunft des Trainers nur von wenigen Ergebnissen anhängig zu machen. Durch fragwürdige Schiedsrichterentscheidungen ist Schalke nun in der Liga ins Hintertreffen geraten. Ich sehe es schon kommen, dass man am Mittwoch durch einen falschen Elfmeter in der 89. Minute nur Remis spielt und aus der CL ausscheidet. Vermutlich wird Keller dann noch vor den Feiertagen beurlaubt, obwohl man die beiden ausstehenden Ligaspiele noch glanzlos aber souverän gewinnt, da der Abstand auf Platz 4 weiterhin 7 Punkte beträgt.
    Ein anderes Szenario wäre, dass man am Mittwoch durch einen glücklichen Elfmeter gewinnt, gegen Freiburg und Nürnberg glanzlose Dreier einfährt und Gladbach, Dortmund und Wolfsburg nur noch ein Pünktchen holen, weil diese Teams mal Pech mit Schirientscheidungen haben. Dann darf Keller bleiben, obwohl er alles so gemacht hat wie im ersten Szenario?

  6. Diderot sagt:

    Dass Keller sich kurz über die Schiedsrichterentscheidungen echauffiert, ist ok (obwohl sie korrrekt waren). Dass Heldt da so drauf rumgeritten ist, war einfach peinlich.

  7. papa04 sagt:

    Ich war wirklich lange für Keller und war auch froh, dass er im Sommer auf dem Trainerposten geblieben ist. Eigentlich möchte ich nicht schon wieder nen Trainerwechsel, aber ich hab (trotz der mMn recht guten 2. Halbzeit) den Eindruck, dass Keller irgendwie ratlos wirkt und das kann nicht gut sein.
    Hätte gerne Norbert Elgert als Trainer, aber der wird wohl keinen großen Rückhalt bekommen, da dann jeder nur schreien würde, was wir mit dem nächsten Jugendtrainer wollen. Und das wäre sehr schade, denn in Elgerts Interviews klingt es so raus, dass er 2015 weg ist, wenn er nicht die Profis trainieren darf, weil er als Jugendtrainer nicht die Anerkennung bekommt.

  8. Stefan sagt:

    Ich bewundere dich trotz aller momentanen Hysterie zu deiner Objektivität Torsten!
    Einzeln betrachtet eines der bessren Spiele der Blauen in dieser Saison, dass auch eine gerechte Punkteteilung verdient gehabt hätte. Bei der derzeitigen Lage aber letztlich trotzdem nur ein weiteres Mal hinter den Erwartungen zurückgeblieben.
    Was mich sehr nervt sind diese schönfärberischen Aussagen bezüglich der Situation. „Letzte Saison haben wir sogar 10 Punkte Rückstand aufgeholt.“ – Nach dem Spiel in Bukarest – „An der Ausgangslage hat sich nichts geändert…..“
    Wenn etwas schlecht ist oder war sollte man das auch so kommunizieren und alles tun dies zu korrigieren.
    Derzeit hätte ich lieber einen Sammer der Klartext redet und knallhart wachrüttelt, aber auch Lösungen hat als einen hilflosen HH und JK.
    Finde übrigens die öffentliche Berichterstattung über Keller grad widerwärtig.

  9. Maddin sagt:

    „Apollo Creed gegen Rocky, die Filigranen gegen die Verbeulten…..“

    You made my day!
    Endlich mal wieder ein herzhaftes Lachen bei Kaffee und Koenigsblog am Morgen.

  10. detlef sagt:

    Ordentlich ist genau das Wort das das Schalker Spiel am besten beschreibt.
    Einsatz war da, Möglichkeiten auch, aber es sollte eben nicht sein.

    Mir fehlt in deinen Ausführungen etwas zum Elfer für Schalke, bzw die für mich fehlende rote Karte.

  11. Lutt sagt:

    naja, bei den Schiedsrichterentscheidungen sind wohl gerade alle überfordert. Ich habe mal die Regeln des DFB gescannt, weil im ZDF gesagt wurde, dass die „Notbremse“ kein Rot war, weil Boateng den Ball nicht kontrolliert hat. Das ist Quatsch. Es geht um die Vereitelung einer Torchance, also wäre Rot hier richtig gewesen (nach Regelwerk!).
    Der zweite Fall: gelb für Howedes: kann auch nur falsch gewesen sein. Entweder er wertet es als absichtliches Handspiel und Verhinderung einer Torchance: Rot! Oder halt unabsichtliches Handspiel, dann hätte es nicht mal einen Elfer geben dürfen.

    Aber am Ende des Tages möchte ich in solchen Situationen auch nicht in der Haut des Schiedsrichters stecken. Mich wundert nur immer, wo die Moderatoren diese Regelwerk-Sätze herzaubern, wie „Stürmer muss den Ball kontrollieren“ oder „Vergrößerung der Körperfläche“… hier steht das nicht: http://www.dfb.de/fileadmin/us.....14-DFB.pdf

    Kann mich einer aufklären?

  12. Kark Heinz sagt:

    Draxler hat das ja heute auch erkannt – jahrelange Schwankungen die nicht abgestellt werden konnten.

    Mit Strategie und gutem Mgmt weit entschwunden sind LEV, MG und nun auch Wolfsburg.

    Wieder nur ein Trainerwechsel wird diese Lücke nicht schließen.

    Jetzt gilt es deutlich kleinere Brötchen zu backen, erst recht wenn wir am Mittwoch die komplette Saison weggeschmissen haben werden.

  13. Torsten sagt:

    Benny Höwedes hat sich wie ein Torwart bei der Fußabwehr in den Schuss geworfen. Sein Arm war über dem Kopf, siehe dazu das Bild oben. Dass über Strafstoß und Gelb überhaupt diskutiert wird, finde ich erstaunlich.

    Was die 11er-Szene für S04 angeht: Ich war in der Situation mit dem Strafstoß und der Gelben Karte sehr zufrieden. Ich habe dazu den Wortlaut der Regel nicht parat, aber eine typische Notbremsen-Szene – wie etwa ein Alleingang aufs Tor – war es eben nicht. Auf die Idee, Rot zu fordern, bin ich live nicht gekommen. Wenn sich die Regel für diese Szene als Notbremse auslegen lässt, kann das natürlich eine Fehlentscheidung gewesen sein. Meinem Gefühl nach wurde das Thema aber erst nach der Addition aller Spielszenen zum „Skandal“.

  14. McP sagt:

    Lutt, ich bin kein großer Regelexperte. Aber diese Körperflächen-Vergrößerung ist mindestens gängige Auslegungspraxis der Elferregel. Formuliert wurde sie wohl erstmalig von Pierluigi Collina. Ich meine, seit letzter Saison ist das auch in der Bundesliga die Sprachregelung und Handhabung für solche Situationen (wobei auch früher solche Elfer schon gepfiffen wurden, aber da begründete man es etwas anders).

    Wie auch immer, die ganze Logik schreit doch Elfer! Höwedes schmeißt mit voller Absicht(!) seinen ganzen Körper – welchen er extra „groß“ macht – in die Flugbahn des Balles. Er will(!) vom Ball getroffen werden. Dadurch wurde eine exzellente Torchance unterbunden. Man kann hier nicht einfach sagen Pech für den Angreifer, dass er den Arm traf – Weiterspielen! Sondern eben Pech für Höwedes, dass er eine klare Torchance regelwidrig unterband. Elfer und Gelb. Irgendwann die Woche kommt bei fokus-fussball.de wieder ein Schiedsrichter-Podcast, die werden das schöner als ich begründen. Hör da mal rein! Beim Boateng-Elfer hätte ich mich allerdings auch nicht gewundert, wenn es da Rot gegeben hätte. Da muss ich dann selber reinhören warum und wieso und ob hier wirklich Ballkontrolle so wichtig ist.

    Im engeren Sinne kann man für das Spiel meinetwegen der Schalker Mannschaft eine ordentliche Leistung bescheinigen. Allerdings sieht es 10 gegen 11 ja häufiger für die Unterzahl-Mannschaft ganz gut aus. Und es liegt eben auch daran, dass Gladbach als Mannschaft auf Augenhöhe wahrgenommen wird. Im weiteren Sinne empfinde ich daher die Schalker Leistung alles andere als ordentlich. Denn wie konnte es passieren, dass Gladbach innerhalb weniger Transferfenster und Vorbereitungszeiten mindestens auf Augenhöhe zu Schalke kam? Anscheinend macht man dort zuletzt seine Hausaufgaben gewissenhafter.

  15. Սաշա sagt:

    Ich tue mich ehrlich gesagt schon immer schwer mit dem Wortlaut der Regel. „Absicht“ bedeutet für mich nämlich etwas völlig anderes. Für mich ist die Absicht eine Form des Vorsatzes, also des Wissens und Wollens.

    Die Regel hat nun schon ein paar Jahrzehnte auf dem Buckel und wurde im Rahmen der Auslegung über diese Jahrzehnte immer wieder krass in ihrem Wesen verändert. Das Tatbestandsmerkmal der Absicht stammt wohl noch aus Zeiten, als sich Fußball und Rugby trennten und ich denke, dass es damals wirklich um Absicht im eigentlichen Sinne ging, also um das bewusste Führen des Balles mit der Hand.

    Hier wäre eine komplette Neuformulierung zweckdienlicher als eine mittlerweile hanebüchene Auslegung, die mit dem Wortlaut nur noch entfernt zu tun hat.

    Allerdings bin ich noch zu deutlich unter 70 Jahre alt, als dass es die Herren von der FIFA und/oder vom International Board interessieren könnte, was ich davon halte.

  16. Christian sagt:

    Ich fasse mal kurz zusammen:

    Den Sportvorstand Heldt trifft keine Schuld.
    Er beschafft die Spieler nur und trägt keine Verantwortung
    für deren Leistungen oder Verletzungen (Knie inkl.).

    Der Trainer Keller ist auch außerhalb der Verantwortung,
    schließlich trainiert er nur die Spieler und nicht die Schiedsrichter.

    Unser AR Vorsitzende Tönnies ist auch nicht verantwortlich,
    er kann Schnitzel hat aber nie behauptet ein Fußball Experte zu sein.

    Die Fans geben immer ihr Bestes (€) und erwarten nichts (Titel).

    Damit ist klar, auf Schalke ist niemand für die Situation verantwortlich!
    Ich denke damit steht einem friedvollen Weihnachtsfest nichts mehr
    im Wege.

  17. Ney sagt:

    Hört doch auf, so muffige Stimmung zu verbreiten. Denkt auch mal an die Kinder!

  18. malte sagt:

    Es birgt schon eine gewisse Ironie, dass Torsten bereits in „Endspielscheiße“ in Aussicht gestellt hat, dass eine strittige Szene über die Zukunft des Trainers entscheiden könnte und wir uns hier nun tatsächlich über genau so eine Szene (oder zwei) die Köpfe heiß reden. Es hätte ja auch einfach mal ein ganz „normales“ Spiel in die eine oder andere Richtung geben können.

    Die Höwedes-Szene habe ich zuerst gar nicht verstanden. Selbst in den ersten Wiederholungen konnte ich nicht erkennen, dass er den Ball überhaupt an den Arm bekommen hat. Für mich sah das erst nach Rücken/Schulter aus. Heute habe mir das noch mal langsamer angeguckt und erst dabei gesehen, dass der Ball doch eher an den Oberarm geht. Dann kann man die Regelauslegung natürlich verstehen, muss man aber nicht. Klar haben die Hände da oben im Grunde nichts zu suchen, aber es sah für mich nach einer völlig normalen Körperhaltung aus, die man intuitiv ausführt, um den Körper bei einer Grätsche im Gleichgewicht zu halten. Ob jetzt vorm Tor oder sonstwo auf dem Feld.

    Wenn diese Regelauslegung so bleibt oder sich sogar noch verschärft, muss demnächst wohl mehr interdisziplinär trainiert werden. Zumindest Verteidiger sollten dann zwei mal die Woche nur noch mit Handschellen auf dem Rücken trainieren und zusätzlich noch etwas Rodeltraining bekommen, um sich eine adäquate Armhaltung anzugewöhnen.

  19. McP sagt:

    Wie ist eigentlich Eure Gemütslage in Sachen Championsleague? Mein Befinden sieht etwa so aus: Ja klar wäre es schön gegen Basel das Weiterkommen zu erreichen. Andererseits, fliegt Schalke dann nicht sowieso in der nächsten Runde raus? Ich meine, die Spiele gegen Chelsea waren schon sehr ernüchternd. Da hätte ich doch viel mehr Bock darauf, noch ein paar Runden im Uefa-Cup zu rocken. Nun gut, Schalke ist derzeit nicht gerade eine Rockband. Aaaaber vielleicht gibt es als Bonus ja noch ein Trainer-Upgrade und via Heilungverlauf noch einige Spielerzugänge. Und übrigens kann man sich auch als Uefa-Cup-Sieger für die CL qualifizieren. Um es einfach zu machen, könnt Ihr auch einfach nur ankreuzen ;)

    [ ] Ich möchte lieber im CL-Achtelfinale ausscheiden
    [ ] Ich möchte lieber den Uefa-Cup gewinnen

  20. Werner sagt:

    Ich fände die Entscheidung von Herrn Zwayer verständlicher, wenn wir in den 14 Speilen vorher auch schon einmal einen solchen Elfmeter bekommen hätten. Ich kann mich aber nur an 2 gegen uns gefpiffene erinnern:
    Joel gegen den HSV und eben jetzt Höwedes in MG.

  21. Torsten sagt:

    Hört doch auf, so muffige Stimmung zu verbreiten. Denkt auch mal an die Kinder!

    :-))

    @McP:

    Vielleicht gibt es das Upgrade ja gerade, wenn man mit dem Geld aus dem CL-Achtelfinale planen kann … und vielleicht ist dann auch nicht mehr alles so ernüchternd wie gegen Chelsea.

    Viel vielleicht, zugegeben. Aber is numma Schalke.

  22. Voice sagt:

    @McP
    Lustigerweise habe ich vorhin ungefähr das gleiche gedacht. Lassen wir die Auswirkungen auf das Selbstvertrauen und evtl. verspieltes Renommee mal außen vor. Rein wirtschaftlich betrachtet wäre ein Unentschieden am Mittwoch vielleicht gar nicht so schlimm. Es wird immer von 4,5 oder 5 Mio. geschrieben, die man mit eine Achtelfinaleeinzug sicher hätte. Dazu kommen die Zuschauereinnahmen. Aber seien wir ehrlich, es bedürfte schon einer gehörigen Portion Glück bei Auslosung und Spiel, um gegen einen der Gruppensieger zu bestehen. Realistisch gesehen ist dann Schluß. Zwei, drei Runden in der Europa League würden vielleicht sogar mehr bringen. Schlimm wären allerdings die daraus folgenden Sonntagsspiele.

    So zynisch, dass ich mich übers Scheitern freuen könnte, weil es dann zum Trainerwechsel kommt, bin ich zum Glück (noch nicht). Ich könnte mir vielnmehr vorstellen, dass es so oder so zum Wechsel kommt. Es sei denn es gibt wirklich drei überzeugende Siege. Aber wer bitteschön möchte denn daran glauben?

    Zur Schiedsrichterleistung:
    Ich habe mir am Samstag die Frage gestellt, ob es eine Steigerungsfom zum Ausdruck Notbremse gibt. Notbremser, am Notbremsesten? Deutlicher kann man eine 100-Prozentige Torchance ja wohl nicht verhindern. Was soll das denn mit Ballkontrolle zu tun haben. Prince hätte den Ball schließlich nur noch ins leere (!) Tor schieben müssen. Kontrollieren konnte es den Ball nicht, weil ein Gladbacher mit seinem gesamten Gewicht an des Prinzen Arm hing. Weniger kräftige Spieler hätten sich dabei bestimmt die Schulter ausgekugelt.
    Aber wenn ein Spieler auf den Torwart zu läuft (der den Ball evtl. ja auch halten könnten) und gefoult wird, dann ist es eine Notbremse oder wie? Das habe ich mir übrigens schon direkt nach unserem Elfmeter gedacht.
    Unerträglich wurde es dann sicherlich erst nach der gelb-roten gegen Höwedes. Darüber kann man sich mMn nicht wirklich aufregen, kann man geben, muss man nicht. Das Gesamtpaket ist jedoch zum Kotzen. Und dann bekommt der Typ vom Kicker eine Note 3,5. Lächerlich.

    Vermutlich hätten wir aber auch bei 10-10 oder 11-11 verloren, dennoch kann ich nicht nachvollziehen, auch nach Studium der Regeln, dass es bezgl. der Karte gegen Gladbach verschiedene Meinungen gibt.

    Über die Saison gesehen wurden wir allerdings auch schon mal bevorteilt (z.B. Elfer gegen Stuttgart, nicht gegebener Elfer für Mainz). Das ist also nicht der Grund für die Misere.

  23. McP sagt:

    Habe mal beim Twitteraccount von @CollinasErben nachgesehen. Dessen hochgeschätzte Meinung zum Boateng-Elfer: „… Korbs Foul an Boateng war rotwürdig. Eindeutige Torchance verhindert, auch wenn Boateng (noch) nicht in Ballbesitz war …“ Ausführliche Begründung lässt er im nächsten Podcast folgen. Ebenso zur Höwedes-Sache („… Der Handelfmeter gegen Schalke war korrekt, Gelb-Rot ebenfalls, weil Höwedes einen Torschuss blockiert hat …“ und „Doch, regeltechnisch war es Absicht, und nur darauf kommt es hier an. Gelb (und damit Gelb-Rot) war außerdem zwingend …“)

  24. RWDJojo sagt:

    Warum kann man die Regel nicht klarer formulieren und vereinfachen?

    Hand ist Hand. Ob Absicht oder nicht spielt nur eine untergeordnete Rolle. Zieht der Spieler bzw. die Mannschaft aus dem Handspiel einen Vorteil (Ballbesitz, Schuss abgeblockt, Flugbahn des Balles verändert, dann ist dies mit einem direkten Freistoß oder Strafstoß zu ahnden.
    Persönliche Strafen dürfen nur dann ausgesprochen werden, wenn der Spieler den Ball vorsätzlich mit der Hand gespielt hat, die Hand also aktiv zum Ball gegangen ist. Ein vorsätzliches Handspiel zum Verhindern eines Tores oder einer klaren Torchance sollte dann mit Rot bestraft werden.

  25. Schilzi sagt:

    treffend beschrieben dein Bericht!

    Über die Karten kann man diskutieren, ich denke aber dass sie (leider) vertretbar sind!

    Jeder wusste, dass es ein „6-Punkte“-Spiel wird in MG, doch momentan sind wir nicht stark genug (durch Verletzungen wichtiger Spieler, fehlender „Trainerhandschrift“, Formschwächen,…) so ein Spiel favorisiert anzugehen.

    Ich befürchte, dass wird noch längere Zeit so bleiben, hoffe trotzdem auf baldige Besserung (wünschen darf ichs ja) und ein Weiterkommen am Mittwoch!

    Glück auf!

    @ Ney: du hast Recht – ich lass meine Kinder jetzt wieder ausm Keller… ;)

  26. derwahrebaresi sagt:

    [x] Ich möchte lieber T.W. und Սաշա als neues Trainergespann sehen. :-)

  27. W.Hannes´79 sagt:

    Torsten,

    Deine Einschätzungen treffen meist ins Schwarze, auch dieses mal. Unabhängig davon, dass ich denke, dass Draxler den Ball niemlas in die Mitte klären darf. Der Rafael nimmt dann Fahrt auf und da sieht man verteidigend immer schlecht aus.

    Was ich aber sonst wieder im Blog lese, ärgert mich schon fast wieder mehr, als die Niederlage in Gladbach: die Truppe ist nach Sinsheim total verunsichert, sie spielt bei (!) einer Mannschaft, die 5 Spiele und 7 Heimspiele hintereinander gewonnen hat. Und Gladbach kommt überhaupt nicht ins Spiel!! Das Tor von Rafael ist eine hervorragende Einzelleistung nach einem individuellen Fehler! Und was passiert hier wieder: der Keller ist Schuld, hat auch zur 2. Hz kein Konzept. Geht´s noch? Die Mannschaft war doch gut eingestellt. Auch in Halbzeit 2. konnte sie das Spiel bis zum Schluß offenhalten. Und das mit den Totalausfällen Draxler und Neustädter. Wen soll Keller denn dafür bringen? Jones und Clemens oder gar Fuchs? Solche Kommentare wie u.a. von MCP gehen an der Realität vorbei. Natürlich ist Gladbach mit uns (erst recht daheim) auf Augenhöhe. Wir haben auch einen Sack voll Leistungsträger nicht dabei, werden von den Medien niedergemacht und sind durch die pfeifenden eigenen Fans verunsichert. Wie kann man denn nach so einem Spiel mit Kampf bis zum Schluß in die Kurve kommen und den Stinkefinger gezeigt bekommen? Ich bin nicht mehr im Kuzorra-Forum, weil da jeder 2. Thread gegen die Mannschaft und damit auch gegen den Verein ging. Langsam glaube ich, dass einige „Schalke-Fans“ sich freuen, wenn was schiefgeht, damit sie wieder sinnlos negative Kommentare schreiben können.

  28. Lutt sagt:

    naja, Hannes, recht hast du, dass man in diesem Spiel wirklich suchen müsste, um dem Trainer was anzukreiden. Hat aber hier – glaube ich – auch keiner gemacht. Man fragt sich nur, warum Gladbach uns in den letzten Jahren überholt hat. Mit geringerem Etat und ohne CL-Anreize.
    Und die Frage – egal, ob sie Richtung Trainer oder Management geht – finde ich erst mal vollkommen berechtigt.

    Jetzt kommt noch meine Meinung dazu: man kann ja mal rechts und links gucken, bei zuletzt erfolgreichen Vereinen, wie BMG oder BxB, welche Komponente sich vor dem Start der erfolgreichen Phase verändert hat: bei beiden war das (bei gleich bleibendem Management mit großen vorherigen Misserfolgen): der TRAINER!
    Also, vielleicht ist das eine Milchmädchenrechnung, aber empirisches Denken kann ja nicht so falsch sein:
    Andere Vereine -> besser, Schalke -> nicht, entscheidende Komponente -> Trainer => Keller raus!

    (das würde natürlich implizieren, dass das Management einen richtig guten neuen Trainer einstellt und das ist das Problem. Aber manchmal trinkt ja auch ein blindes Huhn einen Korn, Glückauf!)

  29. McP sagt:

    W. Hannes, ich habe doch geschrieben, dass es für sich genommen ein ordentliches Spiel war. In meiner Realität wirkt es halt so, als ob sich im Halbjahresrhythmus das Kräfteverhältnis mehr und mehr Richtung Leverkusen, Gladbach und Wolfsburg verschiebt. Man kann ja froh sein, dass sich HSV und Stuttgart nicht auch noch weiterentwickeln. Und ich befürchte, es ist nicht einfach damit getan, dass man Jones und Keller austauscht und einen neuen Goalie holt. Das wäre zu schön, weil einfach, um wahr zu sein.

    Ich habe früher auf bescheidenden Niveau auch in Mannschaften gespielt, wo der Trainer nicht so state-of-the-art war und hier und da ein Leistungsgefälle war. Aber als Mannschaft haben wir gut funktioniert. Man hat sich automatisch auf dem Platz geholfen. Wenn man wusste, dass ein Mitspieler dazu neigt Lücken zu hinterlassen, haben sich andere so orientiert helfen zu können usw. usf. Will sagen, ich befürchte dass Schalke auch Mannschaftsgeist und Intelligenz abgehen. Und das ist viel langwieriger als ein Keller- oder Jonesproblem.

    Und wenn man den Kopf hebt, wie wahrscheinlich ist es denn, dass Schalke sich mit der jetzigen Entwicklung in den kommenden Jahren regelmäßig für die CL qualifiziert? Und welche Auswirkungen hat es, wenn die kommenden zwei Jahre ohne Schalke stattfinden würden? Sind wir alle überzeugt, dass da kein finanzielles Pulverfass explodiert? Und sind wirklich pfeifende Fans und Medienschelte hauptverantwortlich für die Realität?

  30. W.Hannes´79 sagt:

    Ach Lutt,
    wen wollen wir denn dann holen? Waren doch alle schon da! Das ist ja das schlimme: mit keinem wäre es besser als mit dem Keller. Nicht mal der Heynckes hat hier ne Chance bekommen. Lüdenscheid hat einfach nur Glück gehabt mit dem Verrückten. Wer hat uns denn überholt? Gladbach?, weil sie jetzt mal nen Lauf haben. Die verlieren zwei Leistungsträger und drei Spiele und dann sind sie wieder auf dem Boden der Tatsachen. Bei den ganzen Ausfällen und dieser ganzen negativen Stimmung kann sich doch bei uns gar nichts entwickeln. Du weißt nicht zufällig noch, wer die wirklich starken Leverkusener total dominiert hat? Vor den Ausfällen…
    Schön, wie Du das mit dem Wirgefühl beschreibst MCP. Und bei uns? Kann ja gar nicht gehen, wenn immer nur auf die Mannschaft und jeden Einzelnen eingeprügelt wird. Die sind ja nur beschäftigt, selbst keine Fehler zu machen und da irgendwie durchzukommen. Klar ist der Jones nicht mehr gut, macht viel zu viele Fehler. Aber hat er uns nicht viele Jahre mitgetragen, fast immer gekämpft. Kann er was dafür, dass er noch Vertrag hat und es kaum Alternativen gibt? Muss man ihn da permanent so angehen als würde nicht bei uns sondern bei Lüdenscheid spielen? Oder Matip, oder Unnerstall. Nach jedem Fehler werden sie wie die Säue durchs Dorf getrieben (na, Unnerstall ja nicht mehr). Nur das das klar ist: für mich bekommen die auch viel zu viel Geld. Aber das ist überall so. Und mir tut es weh, wenn ich sehe, wie sich die Fans nach dem Abpfiff in MGB verhalten und dem total parteiischen Kommentator noch Wasser auf die Mühlen kippen. Anstatt zusammen zu stehen gegen die Anderen. Für unseren Verein!

  31. Rjonathan sagt:

    Also wenn ein Ball auf der Torlinie liegt und ein Stürmer läuft alleine drauf zu und wird dann einen Meter vor dem Ball von hinten umgerissen und der Abwehrspieler baller dass Ding dann weg, dann ist das keine rote Karte, schließlich hatte der Stürmer den Ball noch nicht unter Kontrolle? Ne is klar…

    Zur EL/CL-Frage: Warum seid Ihr Euch so sicher, dass wir in der EL weiter zu kommen? :-)

  32. blues sagt:

    @Rjonathan
    Ich hab es aufgegeben, die Regelauslegungen solcher Strafraumszenen verstehen zu wollen. Die Regelungen und ihre Auslegung füllen ganze Kommentarbände, fast wie bei den Juristen. Das wirkt alles so nebulös, als sei man auf einem Sportplatz mit kafkaeskem Strafraum. Soll es wohl auch. Wirklichen Nutzen haben wohl nur die Wettpaten in Asien und anderwo. Klare Regelungen und 2 Auszeiten für jede Mannschaft zur mediengeführten Überprüfung der Szenen würden auch nicht mehr Zeit kosten als etwa die Kunstpausen von Hoffenheim im Pokalspiel gegen uns. Trinkpausen bei der WM machen ein Spiel doch auch nicht kaputt.

  33. 53bast1an sagt:

    Warum wird nicht deutlicher heraus gestellt, das KPB als Spitze verschenkt ist, wo sind die Bemerkungen zum seltsamen Wechselverhalten, wieso wird das Spiel besser geredet, als es war. Wenn man meint, das Schalke in der zweiten HZ besser ins Spiel kam, sollte man auch den Umstand berücksichtigen, daß Gladbach quasi nur noch verwaltet hat – wie übrigens Hoffenheim in der zweiten Hz im Pokal-Spiel auch. Fakt ist, das wir uns in beiden Spielen kaum Chancen herausgeSPIELT haben, wenn es mal gefährlich wurde, war es meist ne Zufallsproduktion

  34. Torsten sagt:

    Erst mal: Nicht man man man, sonder ich ich ich, also aus Deiner Sicht du du du.

    Und: Weil ich das anders sehe. Prince war beim einzigen (sehr gut herausgespielten) Angriff in der ersten Halbzeit an der richtigen Stelle, was zum Tor führte. Er war auch in der letzten Minute an der richtigen Stelle, dass er dabei nicht den Ausgleich erzielte war schlicht Pech. Dass das System mit ihm überall nicht recht aufging, schrieb ich oben. Verschenkt war er nicht.

    Dass Gladbach nur noch verwaltete war m.E. auch nicht so. Im Gegenteil: Es war ja quasi der Fehler Gladbachs, eben nicht nur noch zu verwalten. Gladbach spielte deutlicher als nötig auf das 3. Tor, spielte riskante Pässe, die ein ums andere Mal abgefangen wurden und zu Schalker Kontern führten. Der Ausgleich wäre Lucien Favres Vorgaben anzukreiden gewesen.

    Dass Schalkes Offensivspiel eigentlich nur in Kontersituationen richtig funktioniert, wenn das Tempo stimmt und Platz da ist, da gebe ich Dir recht. Daraus kann man aber m.E. dann keinen Vorwurf machen, wenn sich diese Gelegenheiten doch noch so relativ häufig ergeben, wie in Gladbach in der 2. Halbzeit. Mit 10 Mann. Mit gefühlten 20 Schwerverletzten.

  35. Max sagt:

    War ebenfalls im Stadion. Und sehe die den Gladbacher Sieg ebenfalls als verdient an. Ein nicht geschossener Ausgleich war kein Pach, sondern ein Ausgleich unverdientes Glück gewesen. Wie schon oben geschrieben unstrukturiertes Verhalten, kaum ansehnliche Spielzüge wenig Abstimmung.
    Ich wüsste im Moment nicht was mich da für Mittwoch zuversichtlich machen sollte. Vielleicht liegt es auch an mir und ich bringe der Mannschacft auch Glück. Ein Versuch ist es wert. Habe meine Karte einem Freund überlassen, da passt es ganz gut, dass ich auch beruflich keine Zeit habe.

    im Stadion habe ich mich zunächst stark aufgeregt. Der Schiedsrichter war mal wieder „der“ Blindfisch unter den 50000. Aber dann im Fernsehen später, ja was ich sagen. Es passt, es lag nicht am Schiedsrichter.

    Das Geld für Investiotionen ist da (gewesen), die Spieler sind da, ein gutes Umfeld ist da. Wären der Sportdirektor und der Trainerstab. So what. Vielleicht sagt Tonnies ja auch, dass Trainerstab und Sportdirektor gehen können. Wäre vielleicht nicht das Schlechteste.

  36. Und nu’? Weiterhoffen! sagt:

    […] schlecht, einmal richtig gut und einmal zwar die schwächere Mannschaft, zeigte dabei aber eine den Umständen entsprechend ordentliche Leistung. Das ist dermaßen Alles in Allem, dass es schreit! Von Grusel bis Triumph in 270 Spielminuten, […]

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