Schwach gespielt, aber: 3 Punkte und Papadopoulos

Schalke 04 gewinnt ein insgesamt schlechtes Fußballspiel gegen den SC Freiburg mit 2:0. Emotionaler Höhepunkt des Nachmittags waren die ersten Spielminuten des Kyriakos Papadopoulos seit dem 27. November 2012.

Eigentlich ist damit schon alles gesagt. Das Ergebnis und das damit verbundene Aufholen von 2 Punkten in der Tabelle gegenüber Platz 4 hilft über die Qual der ersten Halbzeit hinweg. Andererseits führte zuvor das Beobachten dieser ersten Halbzeit dazu, sich seiner Gedanken an einen Champions League-Platz schlecht zu fühlen. Da lässt einen wieder mal nur die Reihenfolge im Frieden zurück.

Freiburg hat das gut gemacht, in der ersten Hälfte, keine Frage. Flotten Schrittes ging es auf den jeweils um Aufbau bemühten Schalker. Dessen Hilflosigkeit erleben zu müssen tat allerdings weh. Die Innenverteidiger und Neustädter, der sich für eben diesen Aufbau immer wieder zurückfallen lies, standen blank vor den angreifenden Freiburgern. Die nächsten Schalker waren irgendwo ganz weit weg. Wieso das eine ganze Halbzeit so bleiben musste, kann ich nicht verstehen.

Der nun tiefer im Mittelfeld eingesetzte Prince funktionierte bei eigenem Ballbesitz jedenfalls überhaupt nicht. Wie alle anderen Offensivspieler war auch er in der Regel für Matip oder Santana nicht anspielbar. Schalkes Innenverteidiger blieben die Deppen, die sich nach den von den eigenen Mitspielern erzwungenen, langen Pässen dem Unmut der Zuschauer ausgesetzt sahen. Das Leben ist ungerecht, so ohne Spielidee auf Schalke.

Aber eine Spielidee ist nicht zwingend nötig, wenn der Gegner Eigentore erzielt. Somit kam Schalke zufällig auf die Siegerstraße, wusste sich das aber immerhin in der zweiten Halbzeit durch den größeren Aufwand zu verdienen.

Freiburg ging mehr und mehr die Kraft aus. Schalke kam nun durch schnelleres Spiel auf die Flügel besser ins Angriffsdrittel. Dort konnte man den Ball weitestgehend halten und erzeugte damit zwangsläufig Druck, ohne sich jedoch klare Torchancen zu erspielen. Auch für das zweite Tor brauchte Schalke wieder Glück, denn das Foul zum Strafstoß hätte der Schiedsrichter ebenso gut vor den Strafraum platzieren können. Hat er aber nicht, Farfán verwandelte sicher. Ab da war es ein Schaulaufen, was Jens Keller die Möglichkeit eröffnete, Kyriakos Papadopoulos ohne größeres Risiko, nach einer kleinen Ewigkeit, wieder auf den Platz zu schicken.

Jubel nach Schlusspfiff, Aufruhr am späten Abend. Verschiedene Medien, zuerst die Ruhr Nachrichten, verkündeten, dass es bereits feststünde, dass Jens Keller in der Winterpause von Thomas Schaaf abgelöst werden soll, dass nur Schalkes Aufsichtsrat noch sein Okay geben müsse, was bereits am heutigen Montag geschehen könne. Schalke 04 dementierte offiziell gegenüber derwesten. Ma’abwarten.



54 Kommentare zu “Schwach gespielt, aber: 3 Punkte und Papadopoulos”

  1. blues sagt:

    Keine Frage, von einem fußballerischen Höhepunkt war dieser Sonntagnachmittag sehr weit entfernt. Trotzdem punktet Schalke mit Prince. Sogar mit Prince auf der Doppelsechs. So sähe die Tabelle aus, wenn man die Spieltage eins bis drei vor dem Prince Transfer nicht mitzählt:

    München 35
    M´gladbach 29
    Bayer 28
    Schalke 26
    VW Wolfsburg 26
    Dortmund 23
    Stuttgart 19

  2. Karsten sagt:

    Mir tat Neustädter etwas leid, der aus Mangel an Alternativen häufig zurück zu Fährmann spielen musste und dafür auf’s heftigste ausgepfiffen wurde.

  3. M-1904 sagt:

    Der Spielaufbau über die AV hapert, da Kolasinac und Hoogland wenig Spielpraxis haben und spielerisch nicht so stark sind wie Aogo/Uchida. Ausserdem klappt es im Zusammenspiel mit Fuchs und bes. Farfan nicht besonders.
    Aus unserer Stammviererkette ist nur Matip dabei. Die Doofen zeigen es zurzeit auch, das es dann schwierig wird.

  4. Lutt sagt:

    Dieser kleine Herr Meyer fängt ja mal an, richtig Spaß zu machen. Der Fallrückzieher war m.E. das fußballerische Highlight des Spiels ;-)
    Dieser Arbeitssieg war gut und wichtig. Kein Feuerwerk, aber in Anbetracht der Verletztenlage durchaus ok. Und über Papa habe ich mich auch gefreut. Alles in Allem ok.
    Einen Thomas Schaaf kann ich mir als neuen Trainer durchaus vorstellen. Ich bin nach wie vor kein großer Keller-Freund – und Thomas Schaaf hat die Erfahrung, das Können und die Ruhe, Schalke weiterzubringen. Dass sowas, falls es denn wahr ist, wieder vorzeitig rauskommt, wäre mal wieder typisch Schalke…

  5. derwahrebaresi sagt:

    die „doofen“ spielen selbst mit ihrem 2. anzug einen ansprechenderen fussball. auch am samstag hatten sie wieder chancen für 2 spiele.
    das deren 4er-kette (aus der not geboren) schwierigkeiten hat, liegt auf der hand. trotzdem klappt deren aufbauspiel wesentlich besser als bei uns.
    das liegt grundsätzlich an den limitierten technischen fähigkeiten vieler in unserer truppe!

    grottenkick gestern, bester mann meyer.

  6. P.Howard sagt:

    @ blues:

    Bitte mal eine Tabelle mit allen Spielen seit dem Papadopoulos wieder da ist.
    Oder das Dach der Arena nicht mehr geschlossen wurde.

  7. eakus1904 sagt:

    Treffende Analyse, guter Text. Die erste Halbzeit war so mit eine der schlechtesten diese Saison. Zweite HZ wurde es dann besser.
    Aber hey, drei Punkte. Nicht mehr,aber eben auch nicht weniger. Sogar Platz drei ist wieder in Sichtweite.Platz 8 natürlich genau so,keine Frage. Aber immerhin haben wir es geschafft, nach einem guten Spiel auch ein weniger gutes zu gewinnen und nicht zu vergeigen!

  8. Rjonathan sagt:

    Seh ich genau wie M-1904. In der ersten Halbzeit trauten sich die Aufbauspieler nicht Hoogland und Kola einzubinden. Auch vorne war vieles schwierig, da Fuchs prinzipiell nicht die Qualität und Farfan nicht seine beste Halbzeit spielte.

    Auf Sky war es interessant zu hören wie der Kommentator ständig die Freiburger Verletzten als Entschuldigung für deren Spiel anführte, bei Schalke aber immer nur das mangelnde Zusammenspiel anprangerte. So machen Medien Stimmung…

  9. Der Hans sagt:

    Das Ergebnis und das damit verbundene Aufholen von 2 Punkten in der Tabelle gegenüber Platz 4 hilft über die Qual der ersten Halbzeit hinweg.

    Warum so bescheiden? Es geht doch um Schalke. Wir haben sogar 3 Punkte auf Platz 2 gutgemacht.

    Für diejenigen, die meinen, dass wir nur aufgrund schwächelnder Konkurrenz noch Anschluss an die oberen Plätze halten (zu denen ich mich zugegebener Maßen auch zähle): letzte Saison reichten den Dortmundern 27 Punkte nach Spieltag 16 für Rang 3, punktgleich mit Frankfurt auf 4. Und wir sind mit 25 Punkten in die Winterpause gegangen.
    Gerade die Top4 sind diese Saison allesamt stärker als im letzten Jahr.

    Zum Spiel: ich habe zum Glück nur die zweite Halbzeit etwas verfolgt. In der war Meyer für mich der beste Mann auf dem Platz, herausstechend natürlich sein Fallrückzieher.
    Farfan wirkte wieder sehr lustlos, seine Standards fast ausnahmslos harmlos und berechenbar (Ecken kommen auf Kniehöhe, Freistöße fliegen über alle hinweg).

  10. eppinghovener sagt:

    Ich fand das Spiel – auch in der ersten Halbzeit – gar nicht so grausam. Auch „keine Spielidee“ würde ich so nicht unbedingt unterschreiben.

    Ja, die Innenverteidiger waren mit Neustädter zusammen oft isoliert, dass sich Neustädter aber so weit hat fallen lassen, ist durchaus nicht immer so, und war eine notwendige Anpassung an seinen Partner im zentralen Mittelfeld.
    Das dieser sich wiederrum deutlich zu weit nach vorne orientiert hat – und sich auch andere nur seltener angeboten haben, das hat den Spielaufbau so unschön gestaltet und bleibt anzukreiden. Genau so großen Anteil daran hat aber auch Freiburg selbst, die sehr gut verteidigt haben.

  11. Christian sagt:

    Ob ein neuer Trainer kommen wird und wer es dann sein wird ist
    eigentlich fast egal, auf ihn wartet eine Herkulesaufgabe.

    Für Fußballer wie Meyer, Draxler oder Farfan muss es doch eine
    echte Qual sein mit Spielern in einer Mannschaft spielen zu
    müssen, die technisch so reglementiert sind wie Fuchs, Hoogland
    oder Santana. Wenn ein Fuchs den Ball nicht in der richtigen
    Geschwindigkeit im richtigen Winkel auf seinen linken Fuss bekommt
    dann ist der Mann völlig hilflos. Santana kann Kopfbälle….
    Hoogland sieht interessant aus….

    Da müßte ein Schaaf schon Wunder vollbringen können, aber auch er
    wird mit diesem merkwürdig zusammengestellten Kader arbeiten müssen.

  12. Erle72 sagt:

    Dat is typisch Schalke: da spielt einer nach gefühlten Jahren zum ersten Mal wieder 90 Minuten (Hoogland), um dann sprachlich sofort limitiert zu werden. Aua…

  13. Stefan sagt:

    Mir gehen diese idiotischen Pfeiffer in der Arena sowas von auf den Pin! Geht am Besten zu Lüdenscheid Nord oder den Bauern. Pfeiffen macht die Mannschaft weder besser noch sicherer. Wem soll das nützen außer dem Gegner???

  14. schalkoholiker sagt:

    3 Punkte kann man auch mal mit einer semi-tollen Leistung holen. Das trübt meine Laune nicht wirklich. Die Einstellung der Jungs hat gestimmt, die Mittel waren z.T. ein wenig beschränkt. Ist aber in Anbetracht der wirklich nennenswerten Ausfälle durchaus erklärbar. Fazit: Sieg gegen einen Wahrscheinlich-Absteiger. Haken dran. Fertig.

    Und was kommt nun? Wegen der Aufs und Abs der letzten Monate stellt sich leider kein Gefühl von „Jetzt starten wir aber mal eine richtige Serie“ ein. Und auch die Option Thomas Schaaf bringt mich nicht zum Jubeln. Das bzw. der ist nicht die Zukunft. Ich will eine Mischung aus Dynamik, Vision, Erfahrung und Erfolg. Und die verkörpert meiner Meinung nach Markus Weinzierl am besten. Der muss doch irgendwie zu haben sein…

  15. blues sagt:

    @P.Howard

    Bitte mal eine Tabelle mit allen Spielen seit dem Papadopoulos wieder da ist.
    Oder das Dach der Arena nicht mehr geschlossen wurde.

    Sehe ich das falsch, Du gehörst auch zur „Neue Post“ Fraktion und kommentierst wohl lieber das Knie vom Prinzen oder die Schwächen von „Papa“ und dem Dach. Macht ja nichts.

  16. #Link11: Weihnachtsstress | Fokus Fussball sagt:

    […] Bremen geht es weiterhin abwärts (Papierkugel Blog). Schalke 04 gewinnt gegen den SC Freiburg, Königsblog hält fest “Schwach gespielt, aber: 3 Punkte und […]

  17. blues sagt:

    @Rjonathan

    „wie der Kommentator ständig die Freiburger Verletzten als Entschuldigung für deren Spiel anführte, bei Schalke aber immer nur das mangelnde Zusammenspiel anprangerte. So machen Medien Stimmung…“

    Habe ich auch so empfunden.

    Interessant auch, dass der Bayern Pep ganz doll für seine taktische Raffinesse das Lüdenscheider Mittelfeld mit einfachen langen Bällen zu überbrücken, um so die Dortmund Pressingmaschine leerlaufen zulassen, von der Fachpresse gewürdigt wurde. Da wir nicht diese Qualität für Langpässe haben, sah das bei uns machmal nicht so gut aus, aber es hat funktioniert.

  18. Chris sagt:

    Dass wir keine Spielidee haben, wird immer wieder deutlich. Auch, wenn wir vor einer massierten Abwehr am Strafraum stehen. Dann gibt es ein bisschen hilfloses Hin- und hergeschiebe und dann schließt jemand belanglos mit einem Distanzschuss in die Nordkurve ab. Da ist keine Bewegung, keine Dreiecke um Anspielstationen zu schaffen, nichts.

    Aber Thomas Schaaf? Bitte nicht!!!! Hr. Schaaf hat es bei Werder 10 Jahre lang nicht geschafft, eine stabile Abwehr hinzubekommen. Ich dachte, wir wollten keine spektakulären 3:3 oder 3:4 Ergebnisse mehr. Ich wünsche mir für Schalke modernen Fußball, keine Raute mit Spielmacher.

  19. Klopenner sagt:

    @blues:
    Ich verstehe auch nicht so ganz, warum du nach jedem Spiel die Tabelle mit Punkten seit Prince bringst. Könnte auch eine Tabelle seit Aogo sein (auch wenn er jetzt nicht mehr spielt) Oder eine Tabelle seit dem ich mein letztes Auto verkauft habe. Prince ist wichtig für unser Spiel, keine Frage, aber er ist sicher nicht allein verantwortlich dafür, dass wir seit dem 4. Spieltag besser punkten, als an den ersten drei. Genau genommen finde ich ihn seit seinem Nationalmannschaftscomeback eher schwach im Spiel. Wenig druckvoll und es ist mir jetzt in jedem der letzten 5 Spiele aufgefallen, dass er unheimlich oft den Ball nicht abspielt und stattdessen darauf wartet, dass ein Gegner ihn in den Zweikampf verwickelt. Egal wo er steht. Vor dem Strafraum mag das ja noch einigermaßen sinnvoll sein, weil die Freistoßentfernung gut ist, aber in Höhe vom Mittelkreis? In meinen Augen unsinnig bis fahrlässig.
    Wo soll also genau die Aussagekraft deine Tabelle sein?

    @Thema Pfiffe:
    generell bin ich auch kein Freund von Pfiffen, aber man muss doch als Fan der Mannschaft auch irgendwie signalisieren können, dass man mit der Spielweise gegen einen Abstiegskandidaten mit gerade mal 2 Saisonsiegen nicht einverstanden ist, dass sich die Mannschaft mal auf den Ball zu bewegen muss, damit unsere Defensive überhaupt Anspielstationen hat. Da waren teilweise 30m Abstand zwischen Neustädter und Prince/Meyer.
    Wie also darf man sich als Fan während des Spiels äußern? Die Mannschaft zeigt einfach zu häufig dieses Gesicht, wo man das Gefühl bekommt, die denken wieder, dass es von alleine geht, weil es ja nur Freiburg ist. Und es war das letzte Spiel in der Arena dieses Jahr. Da kann man die Fans auch anders verabschieden.
    Gegen Nürnberg schenken wir so unseren Freunden dann doch den ersten Saisonsieg.

    Thema Schaaf:
    Guter Mann, aber nicht für uns. Genauso ruhig und eher introvertiert. Zwar medienpräsenter als Keller, aber er würde sich auf Schalke seinen Namen eher kaputt machen, glaube ich. Zudem ist mir auch direkt, wie Chris, durch den Kopf gegangen, dass unsere Abwehr dadurch nicht stabiler wird und das ist immer noch unser Hauptproblem. Für ein Tor sind wir eigentlich immer gut, aber leider auch gegen jeden Gegner für ein Gegentor.

  20. McP sagt:

    Mi. 26.02. Schalke – Real
    Di. 18.03. Real – Schalke

    Hinspiel im großen „Wir hatten mal Raul“-Derby damit im Free-TV. Real geht solche Spiele im Vertrauen auf die Heimstärke öfters mal recht lässig an. Ich denke, daher ist es auch ein großer Vorteil, dass Schalke zunächst zu Hause spielt. Vielleicht können knackige -10°C noch zusätzlich die Spiellust einfrieren. Die Schalker Tore erbitte ich mir dann für die 84. und 90+2. Minute damit da keine Zeit für einen Gegenschlag mehr bleibt. Im Rückspiel gelingt wunderbarer Weise der Auswärtstreffer und Real muss nach einem 3:1 das Projekt „La Decima“ wieder beenden. #dream.on

  21. RWDJojo sagt:

    „Wir haben uns vorgenommen, dass wir die Schalker zwingend, den Ball so oft zum Torwart zurückzuspielen, dass die Zuschauer pfeifen. Das ist aufgegangen“

    Zitat Oliver Baumann auf derwesten.de

    So ähnlich hat sich auch der Augsburger Trainer mal geäußert. Ich finde es traurig, wenn die gegnerischen Mannschaften schon auf das launige Schalker Publikum spekulieren. Pfiffe sorgen nicht dafür, dass die Mannschaft besser spielt. Pfiffe sorgen dafür, dass die Mannschaft verunsichert wird. Pfiffe bauen den Gegner auf, nicht die eigene Mannschaft.

  22. Torsten sagt:

    Fragt sich, was einfacher ist: 10.000 Leuten beizubringe, nicht zu pfeifen, was auch immer sie sehen, oder den drei Schalkern mit Ball, am hinteren Ende des Platzes, mal behilflich zu sein, nicht mehr jeden vierten Ball zu Torwart zurückspielen zu müssen.

    @blues:

    Keller hat schon wieder wie Guardiola spielen lassen? Verdammte Hacke, kannst Du mir die Info nicht mal live zukommen lassen?! Dann macht der Mist sicher Spaß, wenn man ihn erst als genial durchschaut.

    @ CL-Auslosung:

    Mein Wunschlos, ehrlich gesagt. Die haben wir noch nicht gehabt. Ronaldo ist toll, auf den freue ich mich. Dazu vermutlich allgemeine Raul-Umpuschelung. Schön.
    Schwer, klar. Aber leicht is‘ gegen keinen.

  23. blues sagt:

    @Klopenner
    Was hast du gegen Tabellen. Für mich stehen Fakten und Meinungen gleichberechtigt nebeneinander. Ausserden gehe ich davon aus, dass inidviduelle Klasse nicht nur für das Spiel der Bayern verantworlich ist, sondern auch für unser Spiel. Warum diese Tabelle?

    1. Ich bin der Überzeugung, dass Prince die Mannschaft auf Grund seiner Technik, seiner internationalen Erfahrung und vor allem auf Grund seiner Persönlichkeit über das rein spielerische hinaus stabilisiert hat und sich das nach Punkten, also mit Fakten, belegen lässt. Diese besondere Rolle in der Mannschaft war seit Rauls Weggang gar nicht oder nur schlecht besetzt.

    2. Die Tabelle zeigt darüber hinaus und das über drei oder vier Spieltage hinweg, dass Schalke ungefähr im Gleichschritt der anderen CL-Anwärter punktet, und das trotz des „Untrainers“ Jens Keller, obwohl die Mannschaft keine Spielidee und der Trainer keine Handschrift hat.

  24. Tobias sagt:

    @RWDJojo:

    Besser wäre als Gegner sich allerdings vorzunehmen, gegen die Blauen zu gewinnen…. Das erscheint mir nicht zwingend schwerer, als dass die Zuschauer pfeifen.

    Allgemein:
    Was man der Truppe mal zu Gute halten muss, ist, dass man kräftemäßig dem Gegner (wie jetzt auch Freiburg) fast immer voraus ist. Viele Spiele wurden gefühlt durch pure Willenskraft gewonnen. Auch z.B. mit 10 Mann gegen 11 Gladbacher war von numerischer Überlegenheit der Gladbacher nicht viel zu sehen.

  25. Bastian sagt:

    Zufaellig, schlecht, Qual – Worte, die den Sonntagmittag gut beschreiben. Und trotzdem waren am Ende des Tages 3 Punkte auf dem koenigsblauen Konto zu verbuchen. Ueberrascht hat mich, dass auch ein Spieler mit internationaler Klasse wie Boateng nicht ohne Weiteres den Spielaufbau gravierend verbessern. Das sagt Vieles ueber das Funktionieren des Keller’schen Systems, auch wenn ich im zugute halte, dass er diese Variante endlich mal ausprobiert hat. Habe das Spiel zusammen mit einem Freund geschaut, der Freiburg-Fan ist. Sein Tenor ‚Verdient gewonnen, aber fuer einen CL-Anwaerter..!?‘ – mehr muss man nicht mehr dazu sagen.

  26. McP sagt:

    blues, was die Punkeausbeute nach dem 3. Spieltag betrifft, gebe ich Dir komplett recht. Seitdem hat Schalke im Schnitt 2 Punkte geholt. Das ist genau der Schnitt, den man von einer Mannschaft im erweiterten Favoritenkreis erwarten muss.

    Nur haben wir immer noch zwei große Probleme. Die Spielweise lässt den Erfolg nicht zwangsläufig erscheinen. Selbst die Spieler sprechen ja von der Wundertüte. Was hat Schalke diese Saison für Spieler ausgegeben? Gehalt + Transfers = 100 Mio? Irgendwas in diese Richtung. Natürlich werden diese Ausgaben immer eine Basis an Punkten einfahren, selbst wenn ein Toastbrot das Team coachen würde. Es muss also eine Weiterentwicklung her. Die Frage ist also ob man Geduld und Vertrauen in Keller hat oder die Zeit dafür vorbei ist.

    Das zweite Problem überdeckt etwas das erste Problem. Schalke ist diese Saison vom Glück begünstigt. Den Gedanken hatte ich eh schon, bin dann aber vorhin spaßenshalber mal auf die wahretabelle.de gegangen und war dann erschrocken, in welchen Umfang das Glück zuschlug. Ohne das Glück wäre es gelinde gesagt eine richtig schlimme Vorrunde geworden. Und lass da mal Pech dazukommen…

    Wie auch immer. Die Punkte ab dem 4. Spieltag sind in Ordnung. Sie erzählen aber nicht die ganze Geschichte.

  27. P.Howard sagt:

    @ blues

    Ohje, jetzt hast Du mich aber ganz schnell in eine ganz schlimme Schublade gesteckt.
    Und das, obwohl für Dich „Fakten und Meinungen gleichberechtigt nebeneinander“ stehen.

  28. Klopenner sagt:

    @blues:
    Verstehe. Ich habe nichts gegen Tabellen, aber ich bin nicht unbedingt ein Freund davon die Statistik (die eine Tabelle nunmal auch ist) so zu biegen, dass sie schön aussieht. Die ersten 3 Spiele war Prince nicht da, okay. Aber dennoch gehören diese Spiele mit in die Bundesliga und dürfen daher nicht rausgerechnet werden, gemäß dem Motto: „Traue keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast!“

    Um aber mal die Tabelle auf eine aussagekräftigere Basis zu stellen, sollten auch Pokal und CL Spiele mit rein, seit Prince da ist. Und aus allen Spielen ein Punkte Durchschnitt errechnet werden. Dann ist jedenfalls für mich mehr Gehalt im Thema.

    Und das sieht folgendermaßen aus: Grundlage ALLE Saisonpflichtspiele. Als Quelle diente Transfermarkt.de
    Team – Spiele – Punkte – Schnitt

    Gesamte Saison
    München – 27 – 71 – 2,63
    Leverkusen – 25 – 56 – 2,24
    Dortmund – 26 – 56 – 2,15
    Gladbach – 17 – 32 – 1,88
    Wolfsburg – 16 – 29 – 1,81
    Schalke – 27 – 47 – 1,74

    SEIT PRINCE
    München – 21 – 56 – 2,67 <-+0,04 zur Gesamtsaison
    Gladbach – 13 – 29 – 2,23 <- +0,35
    Leverkusen – 21 – 44 – 2,10 <- -0,14
    Wolfsburg – 13 – 26 – 2,00 <- +0,19
    Dortmund – 21 – 41 – 1,95 <- -0,20
    Schalke – 21 – 39 – 1,86 <- +0,12

    MIT PRINCE
    Schalke – 18 Spiele – 32 Punkte – 1,78 im Schnitt

    Wir sind was Punkte im Schnitt über alle Saisonspiele angeht nur Nummer 6 von 6. Mehr Teams wollte ich nicht mit reinpacken.
    Seit Prince da ist, haben wir zwar 0,12 Punkte pro Spiel mehr, aber in den Spielen in denen er auch tatsächlich gespielt hat, haben wir nur 0,04 Punkte pro Spiel mehr geholt.
    Soweit die Fakten.

  29. blues sagt:

    @McP
    „Die Punkte ab dem 4. Spieltag sind in Ordnung. Sie erzählen aber nicht die ganze Geschichte.“

    Wollte ich auch nicht behauptet haben.

    @P.Howard

    Sorry, da habe ich die Ironieregler etwas zuweit hochgedreht. Aber „Argumente“ dürfen Meinungen, neben der Unterstellung der Beliebigkeit, schon auch enthalten.;-)

  30. blues sagt:

    @Klopenner
    Man kann Prince in unterschiedlichen Wettbewerben betrachten und natürlich auch wettbewerbsübergreifend.
    Mir ging es um eine Sicht in der alle beteiligten Mannschaften direkt vergleichbar werden. Da Wolfsburg und Gladbach in der CL nicht vertreten sind und Gladbach auch im Pokal nicht mehr dabei war, blieb nur die Bundesliga. Und da ergibt sich das bekannte Bild, in dem für Schalke wieder Platz drei und vier möglich ist. Das sah nach den ersten drei Spielen nicht mehr so aus.

    Ich habe Zählbares, also Punkte als Prämisse. Daß wir Mal eine Saison „in Schönheit sterben“ dürfen, akzeptiere ich erst nach deutlichen Fortschritten in der Schuldenmisere.

  31. blues sagt:

    @Torsten
    Es ging um den Umgang der Medienvertreter mit Keller. Guardiolo hat Kreisliga spielen lassen. Keller auch. Genial, oder bauernligaschlau, ganz egal, gehypt wurde Guardiolo deshalb vor ein paar Wochen von den Experten in den Medien trotzdem.

  32. Rjonathan sagt:

    @McP
    Jaja.. der ach so teure Kader…

    Laut Transfermarkt ist der Schalker Kader der drittwertvollste der Liga mit 184 Mio. Zählt man die sieben verletzten Stammspieler (Papa, Hunter, Aogo, Uchida, Höwedes, Draxler, Höger) ab, bleiben ca. 94 Mio übrig. Damit wären wir 7. in der Liga. Hinter BMG.

  33. Torsten sagt:

    @blues:
    Das hat aber nichts mit dem Namen, sondern mit dem Erfolg der Aktion zu tun. Wenn lange Pässe ankommen und zum Erfolg führen ist das gut. Wenn lange Pässe ins Aus fliegen ist das schlecht – und wenn man trotzdem immer weiter lange Bälle spielen lässt, ist das total Banane.

  34. blues sagt:

    Die Spieleröffnung kommt erst richtig aus dem Bananenstadium heraus,wenn Heldt Verteidiger verpflichtet, die bei der Ballbeherrschung, beim Kurz- und Langpassspiel Werte mitbringen die in diesen Fertigkeiten gehobenes Bundesliganiveau haben. Wann wird das wohl sein? 2016? 2017? Felipe Santana hat seine Stärken ausschließlich im Kopfball und in der Geschwindigkeit. Mit Papadopulus gewinnt man auch nur an Stärke und nicht an Spieleröffnungsqualitäten.
    Aber der neue Trainer wirds schon richten. Ich lach mich jetzt schon schlapp, wenn ich mir vorstelle, wieviele und welche Ansprüche der erfüllen muß und wieviele Spieler er besser machen muss. Von Gruppen- und mannschaftstaktischen Dingen ganz zu schweigen. Der neue Trainer ist schon vor seinem Antritt gescheitert.

  35. Henning sagt:

    @ blues:

    Da weist Dir Klopenner mit einigem Aufwand nach, dass die „Tabelle nach Prince“ blödsinn ist, und Du willst es immer noch nicht einsehen.

    Zudem:
    „Mir ging es um eine Sicht in der alle beteiligten Mannschaften direkt vergleichbar werden. Da Wolfsburg und Gladbach in der CL nicht vertreten sind und Gladbach auch im Pokal nicht mehr dabei war, blieb nur die Bundesliga. Und da ergibt sich das bekannte Bild, in dem für Schalke wieder Platz drei und vier möglich ist. Das sah nach den ersten drei Spielen nicht mehr so aus.“

    Nach Spieltag 3 hatten Gladbach und Wolfsburg jeweils 2 Punkte mehr als Schalke, die Bayer, Bayer und der BVB jeweils 8 Punkte. Bis auf den Rückstand zum BVB konnte Schalke keinen der Rückstände verkürzen. Der Abstand zu Bayern, Bayer und Gladbach ist vielmehr noch größer geworden.

  36. blues sagt:

    @Henning

    blödsinn??

    Die Tabelle der Punkte in der BuLi nach Prince spricht für sich. Der auch hier im Blog erträumte W U N D E R T R A I N E R scheint sich doch nicht zur Rückrunde zufinden. Mich wundert das, wie du dir denken kannst,überhaupt nicht. Deshalb wahrscheinlich auch die Aufregung um die schlichte Tabelle „Punkte nach Prince“.

  37. Torsten sagt:

    @blues:

    Du meinst, des Trainers Idee war prima, ihm fehlten leider nur die geeigneten Spieler dazu?
    Zumindest für das aktuelle Spiel gescheitert ist ein Trainer dann, wenn er Vorgaben ausgibt die nicht funktionieren – und wenn er sich das 45 Minuten anschaut, ohne einzugreifen.

    Karsten hat das hier angenehm nüchtern dargestellt:
    http://www.halbfeldflanke.de/2...../#more-471

  38. Mario sagt:

    Sollen wir nicht einfach mal das Positive festhalten?
    Nach den Vorlagen der Konkurrenz am Samstag wäre der normale Verlauf gewesen, daß Schalke schlecht spielt und maximal einen Punkt holt.
    Ich kann nicht mehr zählen, wie oft in den letzten Jahren solche Gelegenheiten, Punkte auf andere Mannschaften gutzumachen, ungenutzt geblieben sind. Und es geht gewiß nicht nur um die Mannschaften vor uns, die hinter uns können auch ein bißchen was.
    Dieses Mal haben wir schlecht gespielt aber zumindest die Punkte.
    So!
    Ohne Aogo, Uchida, Höwedes, Draxler, Höger, Huntelaar, Papadopoulos und mit Hoogland nach ewiger Verletzungspause und einer Bank, die nicht dem Gegner, sondern uns Angst einjagen könnte.
    Ich hege die Hoffnung, daß die meisten der Kassenpatienten die Wintervorbereitung komplett absolvieren können, dann stehen endlich mal wieder (fast) alle voll im Saft, dann gibt´s auch Alternativen für den Trainer. Hoffentlich vermag er sie auch zu erkennen und zu nutzen.
    Und zum Schluß: wenn alle wieder flott sind, Herr Heldt, dann kannze Herrn Jones von mir aus auch verschenken.
    Ich respektiere seinen Einsatzwillen und will ihm sein Engagenment gar nicht absprechen, aber die Zeit für Fußballlspieler seiner Prägung ist vorbei. Dafür sind die Spielsysteme der anderen Mannschaften mittlerweile zu intelligent…
    Für Nürnberg bin ich vorsichtig optimistisch, wenn auch mehr wegen der Nürnberger Schwäche. Aber ganz ehrlich, wenn´s am Ende drei Punkte bringt und zumindest für uns eine etwas ruhigere Weihnachtszeit, bitte sehr, gerne.

    So, ach ja, schade für Real, oder?

    Grüße,

    Mario

  39. blues sagt:

    @Torsten
    Drei Punkte und gescheitert? Und wenn der Torwart rauskommt muss er den Ball haben, ist auch so eine Weisheit. Ich weiss, das Wetter ist schlecht und es ist kalt, man sitzt auf den kalten Plastiksitzen und dann so ein Spiel. Trotzdem, der Trainer/das Team haben drei Punkte geholt mit diesem gespielten Stiefel. Ganz blöd, so gesehen hat die unsichtbare Handschrift von Keller auch diesmal funktioniert.

  40. Malte sagt:

    Es führt ein bisschen weg vom Thema, aber zur Trainerfindungsgeschichte im Sommer ist im Transfermarktforum eine ganz plausible Geschichte aufgetaucht. Demnach ist sich Heldt damals mit di Matteo praktisch einig gewesen. Tönnies hat aber quergeschossen weil er lieber Effenberg wollte. Am Ende war Keller dann der Kompromiss.
    Quelle: http://www.transfermarkt.de/de.....l#p1112983

    Das muss natürlich nicht stimmen, aber erstens wäre es so richtig typisch Schalke und zweitens würde es alle damaligen Geschehnisse ganz zwanglos erklären. Leider würde es auch mein Vorurteil darüber bestätigen, wo unser Hauptproblem sitzt.

  41. blues sagt:

    @Malte

    Transfermarkt.de ist eine Gerüchteschleuder nicht nur auf dem Niveau von Bild sondern na auch im Besitz von Springer. Würde ich nur mit spitzen Fingern anfassen.
    Zu Tönnies, der Mann ist längst ein Teil des Problems und kein Teil der Lösung.

  42. Torsten sagt:

    @Malte:

    Dass das Festhalten an Jens Keller ein Kompromiss war, davon bin ich immer ausgegangen. Dafür sprachen auch die recht deutlichen Aussagen zu Veh und Streich. Was den Rest der Story angeht: Man weiß es nicht, aber dass der Manager nicht gänzlich alleine entscheidet, halte ich nicht für skandalös. Wenn der Manager damit am Ende gut leben kann, sind Kompromisse eine gute Sache. Ich glaube nicht, dass man interpretieren sollte, Horst Heldt hätte Jens Keller überhaupt nicht gewollt.

  43. Malte sagt:

    @blues

    War ein Userkommentar im Forum, hat also mutmaßlich nicht direkt mit Springer zu tun. Mir ist klar, dass das so nicht stimmen muss. Aber Gerüchte, die schwer Nachvollziehbares plausibel machen (Effenberg), glaubt man halt gerne. Und ich glaube halt gerne, dass Heldt im Grunde einen ganz guten Job macht, die Umstände (Tönnies) es ihm aber alles andere als leicht machen.

  44. Malte sagt:

    @Torsten

    Natürlich gehören Kompromisse dazu. Aber ein bekennender Fußballahnungsloser wie Tönnies kann doch nicht auf diese Weise in der Trainerfindung herumfuhrwerken. Dass Effenberg damals ernsthaft in der Diskussion war wollte ich nie wahrhaben. Das konnte nur auf Tönnies Mist gewachsen sein, den stellt doch kein seriöser Fachmann ein. Was das angeht, bin ich auf gewisse Weise immer noch dankbar, dass es dann doch wenigstens Keller geworden ist.

  45. blues sagt:

    @Malte

    „Forum“ hatte ich nicht richtig mitgekriegt.

    „..bekennender Fußballahnungsloser…“ gefällt mir, wie auch der Rest deines Kommentars, sehr gut.

    Tönnies will wiedergewählt werden und trifft deshalb eher eine populistische Auswahl in Richtung eines charismatischen Skytrainerführers. Nicht weil der mehr Ahnung hätte als Keller, sondern weil sich Tönnies für sich selbst mehr verspricht.

    @Torsten
    Tuchel finde ich auch klasse. Denke aber, dass bei dem großen Teil Fans die den skymatischen Trainerführer suchen, dessen spröde und fußballintellektuelle Art gar nicht gut ankommt.

  46. Henning sagt:

    @Blues:

    „Blödsinn“ zusätzlich zu den aufgezeigten Punkten auch deshalb, weil KPB ja nicht einmal an allen Spielen der „Tabelle nach Prince“ teilgenommen hat.

    Wenn überhaupt, solltest du dein Zeit auf eine „Tabelle nach Keller“ ver(sch)wenden…

  47. Carsten sagt:

    soweit zu hören ist hat der Aufsichtsrat und Heldt entschieden..

    Jens Keller bleibt Trainer

  48. Carsten sagt:

    http://www.reviersport.de/2560......html#stp1

    alle Diskussionen sind somit beendet!

  49. blues sagt:

    alle Diskussionen sind somit beendet!

    Da beißen die Keller Basher jetzt wohl in den Alupfosten. Obwohl viele große und charismatische Trainer am Markt sind,ist es schon wieder nichts mit dem Weihnachtswunschwundertrainer geworden. Da zeigte sich selbst der Aufsichtsrat einsichtig und wollte die Startchancen des Nachfolgers erhöhen, indem er ihm die ganzen Backups sowie Jones und Co nicht zumutete.
    Ich bin jetzt gespannt, wie weit das reflektorische Potential der Kellerkritiker hier im Blog jetzt reicht.
    Ich vermute es ist eher gering und sie hauen weiter auf Keller ein und verabschiede mich deshalb schon mal in die Ferien…

  50. Erle72 sagt:

    Herr Doktor, Herr Doktor: Ich leide an einer Kellerphobie mit geringem reflektorischen Potential.
    Haben sie Geduld, einfach den Schmerz aushalten. Irgendwann geht der blues vorbei, die Angst wird abgelöst und Besserung tritt ein. Dann klappt das auch wieder mit dem Potential.

  51. Ney sagt:

    Warten wir’s mal ab. In den letzten Tagen war das mehr so ein Presse-Gerangel mit einander jagenden, gerne gegenläufigen Meldungen.

    Mir persönlich ist es fast schon egal, wer die Mannschaft bis zum Sommer führt. Ich mag das Kellerbashen nicht, und das Kellerbasherbashen hier ödet mittlerweile ebenso an. Sollte die Verletztensituation sich entspannen und vielleicht auch der eine oder andere Konkurrent ins Stolpern geraten, kriegen wir Platz 4 eventuell noch geregelt, ob ohne Keller oder mit. Ich kann mir ohnehin keinen Nachfolger vorstellen, der aus diesem Gepöle auf die Schnelle einen schöneren Fußball machen könnte. Mit Keller wird es weiter dürftigen Fussball geben, zumindest zufolge den Erfahrungen mit seinen beiden letzten Vorbereitungen. Aber vielleicht gibt es da eine Überraschung, die Hoffnung stirbt zuletzt.

  52. RJonathan sagt:

    Hallo,

    zu den schlechten taktischen Maßnahmen Kellers, ich lese das Spiel rückwirkend so:

    Keller wusste, dass Freburg im 4-4-2 pressen würde und trug deswegen Neustädter auf sich zwischen die Verteidiger fallen zu lassen damit man in der letzten Reihe stets 3 gegen 2 steht und nicht übermäßig unter Druck gerät. Entgegen dem doofen Gepfeife der Fans zu den vielen Rückpässen würde ich diese Maßnahme als gelungen bezeichnen, denn wir konnten aufgrund des Pressings zwar kein Aufbauspiel aufbauen, aber es wurden auch keine tödlichen Konter aus der Vorwärtsbewegung ermöglicht.

    In der zweiten Halbzeit überlegte sich Keller, dass das Aufbauspiel über die Außen laufen muss und beorderte Hoogland und Kola weiter nach hinten und befahl sie mehr einzubinden. In der Foge war man weniger eingeschnürt. Dass es vorne nicht zu mehr gereicht hat würde ich auf die Form und das Verletzungspech (links) schieben. Aber nicht auf Keller im Allgemeinen.

  53. McP sagt:

    Grundsätzlich war ich immer der Meinung, man sollte einem Trainer drei Vorbereitungs- und Transferzeiten geben. Das hat sich bei mir etwas geändert. Einerseits sieht man bei anderen Mannschaften, dass es auch schneller geht und andererseits ist es nicht gerade so, als ob Keller da eine komplizierte Operation durchführen würde die ewig viel Zeit bräuchte. Er arbeitet im Großen und Ganzen mit einem bereits bestehenden System und doktert aus meiner Sicht eher an Kleinigkeiten rum. Und dritterseits habe ich mich dann in den letzten Wochen immer mehr von den Kellerkritikern anstecken lassen. Nicht missverstehen, ich war von Anfang an gegen Keller. Aber als er dann da war, wollte ich ihm die drei Zeiten zugestehen.

    So Keller denn nun bleibt, kehre ich auch wieder zu Plan A zurück. Manchmal gibt es ja sprunghafte Verbesserungen, die sich vorher so nicht andeuteten. Vielleicht braucht es wirklich nur eine bessere Stimmung, ein paar schöne Spiele, ein paar Rückkehrer und dieser Rückenwind führt dann womöglich auch zu einer spielerischen Nachhaltigkeit. Ich möchte das Jahr nicht zu negativ beenden. Daher werde ich mich für ein paar Monate auch wieder aus der Keller-ja/nein-Sache ausklinken. Meine guten Wünsche hat er. Hatte er sowieso immer. Menschlich erscheint er sympathisch. Also Glück auf!

  54. blauchef04 sagt:

    Warum wird Keller als der alleinige Sündenbock hingestellt? Er hat den besten Co an seiner Seite, der Toperfahrungen von Toptrainern aus WSpielzeiten in Vizekusen und München mitbringen müsste. Fließen seine Ideen ausreichend ein? Oder ist Keller der alleinige Taktik – und Spielsystem-Entscheider? Dieses Trainerteam muss doch in der Lage sein, anhand des vorhandenen Kaders ein Spielsystem zu kreieren, dass wenigstens einigermaßen ansehnlich und erfolgreich ist. Oder ist der Kader doch nicht so gut, wie immer bemerkt („qualitativ hochwertiger Kader“ und überall in den Medien propagiert??

    Die Doofen war bei null, sportlich und finanziell. Haben junge Spieler geholt und ein entsprechendes System geübt, gepaukt, bis zum Erbrechen. Partiell ein paar günstige erfahrene Schnäppchen eingebaut, das System aber nicht verändert….. und siehe da, was die heute spielen! Wertsteigerungen ohne Ende bei den ehemals jungen Spielern (Hummels, Schmelzer, Sahin, …….)

    Wir wollen nicht kopieren, aber ein System muss erkennbar sein, ich habe nach 16 Spieltagen immer noch keins entdeckt. Vielleicht ist mein Bildschirm zu klein, ich finde aber kein System! Wer hilft mir!

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