Die Abwesenheit von Aufbruchstimmung

Schalke will sein Spiel justieren, die Defensive verbessern, vor allem 3 Tabellenplätze gutmachen. Dazu sollte man sich stark fühlen. Da hilft eine „Jetzt erst recht“-Stimmung. Die fehlt auf Schalke. Seit Jens Keller Trainer ist, gab es noch nie sowas wie Aufbruchstimmung.

Vor einem Jahr kassierte Schalke 04 in einem Testspiel gegen Bayern München, im Rahmen des Trainingslagers in Katar, eine 0:5 Klatsche. Nur ein Testspiel, natürlich. Ein tolles Trainingslager, natürlich. Und doch missriet der Rückrundenauftakt gehörig. Nach einem 5:4 Sieg gegen Hannover 96, einem unnormalen Spiel ohne Defensive, spielte Schalke gegen Augsburg und Fürth sehr schwach und ohne Selbstvertrauen. Jede Hoffnung auf Trainer Keller als neuen und entsprechend gut kehrenden Besen war wie weggeblasen.

Ralf Rangnick sorgte bereits durch sein Auftreten für Hoffnung, außerdem war da das Wunder von Mailand. Huub Stevens sicherte Platz 3 und sorgte durch den besten Saisonstart seit zig Jahren für Hoffnung. Sein Nachfolger Jens Keller zeigte sich unerfahren und ließ sich ein halbes Jahr in jedem Interview über die seines Erachtens unfaire Presse aus, bevor er überhaupt mal anfing, über Fußball zu reden.

Nachdem Schalke mit Ach und Krach – und lediglich 55 Punkten – die Qualifikationsrunde zur Champions League erreichte, wurde Horst Heldt in der Sommerpause für seine Transferpolitik viel Lob zuteil. Er verpflichtete junge Spieler mit viel Talent, verstärkte den Kader in der Breite. Er korrigierte, was Schalke fehlte, so hieß es. Die Stimmung war okay, bis der Ball wieder rollte. Nach drei Spielen ohne Sieg war die Aussicht futsch. Trotz der nachträglichen Verpflichtung des Princen blieb Schalke die gesamte Hinrunde an der Schwelle zu den Europa League-Plätzen hängen und spielte in der Regel auch nicht besser.

Jetzt wollte sich Schalke einen Dämpfer gegen Bayern München ersparen und organisierte zwei Testspiele gegen unterklassige Gegner. Ein Zweitligist für die erste Elf, ein Viertligist für die Ersatzspieler. Zum Tanken von Selbstvertrauen reichten beide Spiele nicht. Jetzt soll Roman Neustädter eine Rolle ausfüllen, für die er der Erfahrung nach nicht geeignet ist. Jetzt soll Prince vermehrt Löcher stopfen, obwohl er doch in der Offensive so dringend gebraucht wird. Auf Grund der Verletzungen ist jetzt der Kader dünn. Schalke fehlt der Haken, an den man seine Hoffnung hängen könnte. Eigentlich ist der Trainer der Mann im Club, der die Fans überzeugen muss, der aufzeigt, warum was wann funktioniert oder nicht, der die Öffentlichkeitsarbeit eines Fußballclubs führt, der für die Hoffnung zuständig ist. Aber Jens Keller ist nicht so.



53 Kommentare zu “Die Abwesenheit von Aufbruchstimmung”

  1. Karsten sagt:

    Vieles von dem was Du da schreibst, trifft natürlich einmal mehr den Nagel auf den Kopf. Allerdings bin ich mit dem vorletzten Satz nicht einverstanden. So ein Trainer ist toll, dafür gibt es auch ein paar Beispiele, aber das ist ja nicht zwingend die Rolle eines Trainers. In der Bundesliga trifft das ja auch nur auf 3-5 zu. Selbst Heynckes etwa würde auf so eine Beschreibung mEn nicht passen.

  2. stg5600 sagt:

    Müsste es nicht heissen (1 Satz,letzter Absatz) Jetzt wollte sich Schalke einen Dämpfer WIE gegen Bayern München ersparen… ?

  3. Simon sagt:

    Man kann jeden Absatz (leider) so unterschreiben. Alles in allem gründet sich leise Hoffnung lediglich darauf, dass sich ‚irgendwie‘ was ändert, ‚irgendwie‘ der ‚Knoten platzt‘, usw. Aber selbst diese vage Hoffnung ist trügerisch: Spiele, bei denen man dachte, nun ist der Wendepunkt gekommen, hatten wir auch schon mit Keller (Derby letzte Rückrunde, Spiel gegen Leverkusen am 4. Spieltag), nur um danach zu erleben, dass sich eben doch nichts geändert hatte.
    Bei nicht allzu pessimistischer Prognose, fügt die Borussia den Bayern am Freitag die erste und einzige Saisonniederlage zu, wir holen nur einen Punkt in Hamburg (aber ein Punkt auswärts ist ja grundsätzlich immer super…) und verlieren dann gegen Wolfsburg. Damit wäre die Rückrunde dann gelaufen…

  4. Redondo sagt:

    Wir haben nicht nur einen der teuersten, sondern auch einen der besten Kader der Liga – trotz aller Verletzten. Um dies zu „kompensieren“ leisten wir uns seit 13 Monaten einen Trainer, der möglicherweise ausreichenden Sachverstand besitzt, aber ansonsten in allen Belangen hoffnungslos überfordert ist, der es vor allem nicht schafft, der Mannschaft ein selbstsicheres, selbstbewusstes und mutiges Auftreten einzuimpfen. Das Resultat ist Mittelmaß und wird es auch bleiben. Es ist erschütternd: Es fehlt (mir) jede Hoffnung, dass unser Spiel unter diesem Trainer besser werden kann – erfolgreicher schon gar nicht. Und ohne Hoffnung in eine Rückrunde zu starten, sich über die permanenten Durchhalteparolen und Allgemeinplätze („sind auf einem guten Weg“, „haben viel richtig gemacht“, „hatten ein tolles Trainingslager“) aufzuregen, ist desillusionierend. Ende Februar ist die Saison – gemessen an den eigenen Ansprüchen – gelaufen, der Trainer wird entlassen und die Saison zur Übergangssaison erklärt.

    Ich freue mich jetzt schon!

  5. tenkelberry sagt:

    Konnte man denn wirklich erwarten, dass es nach diesem Trainingslager
    besser wird? Man konnte hoffen, ja. Aber grundsätzlich bin ich doch nicht überrascht über das Ergebnis dieser Vorbereitung.
    Es ist, so meine ich, doch nun die 3. Vorbereitung mit Jens Keller.
    Mit welchem Ergebnis? Gut evt. erleben wir gegen den HSV eine faustdicke Überraschung. Schalke spielt tollen Fußball, kontert die hanseaten mit 3-4 Ballkontakten aus und lässt uns Alle komplett berauscht zurück…..
    Allein mir fehlt der Glaube daran!
    Es wird sich nichts ändern. Ich befürchte es wird eher schlimmer.
    Natürlich haben sich auch die Bauern blamiert. Aber die sagen sich:
    Scheiss drauf. Nächste Woche legen wir mal wieder ein, zwei Schüppen drauf!
    Aber ob das beim FC Schalke funktioniert? Ich habe da so meine Zweifel!

  6. Barbara sagt:

    Oh wie gerne würde ich jetzt schreiben, dass ich davon ausgehe, dass Du völlig im Dunklen tappst. Aber ich fürchte Du hast mit jedem Satz recht.

    Toller Blog übrigens! Ich lese schon eine ganze Weile mit.
    VG Barbara

  7. Franzi sagt:

    Irgendwie alles wie immer..

    Es ist Montagmorgen, hab irgendwie schlecht geschlafen und bin ich nicht so gut drauf.
    Auf meinem Arbeitsweg nach Hamburg komme ich wie immer an der Imtech Arena vorbei und
    freue mich ein erstes Mal an diesem Morgen, denn am WE rollt endlich der Ball wieder und ich bin sogar im
    Stadion dabei. Naja, und dann in der Firma, klar es ist ein Hamburger Unternehmen und hier sind fast alle HSV Fans.
    Sie grinsen mich an, voller Übermut, wie immer beim HSV bei ein bissl was Positiv (Basel und HSV Plus)und fragen mich, wie war euer WE und ich denke verärgert, naja 2 Testspielniederlagen gegen unterklassige Gegner und diese Sache da in Köln, war wohl auch „einer von uns“. Hmmmm, also irgendwie alles wie immer… Aber sch… drauf, ich will von keinem anderen Verein Fan sein und ich liebe die blau-weißen einfach…
    Das war mein Wochenbeginn…

    Allen einen angenehmen Start in die Woche.

    BwG aus dem Norden
    Franzi

  8. papa04 sagt:

    Noch habe ich etwas Hoffnung (vor allem durch Hunters baldige Rückkehr).
    Zwar hatten wir letztes Jahr mehr Punkte Rückstand auf Platz 4, man muss aber
    Auch sagen, dass mit Gladbach und Wolfsburg (jetzt auch noch mit de bruyne) die Konkurrenz wesentlich stärker als letztes Jahr ist.
    Auch wenn ich jetzt kein Fan von Keller bin, finde ich es falsch immer auf ihn draufzuhauen. Unter den Umständen macht er seine Sache nicht so schlecht. Klar könnte es besser laufen und klar ist Keller jetzt nicht DER Trainer. Aber ob ein Trainerwechsel jetzt was gebracht hatte? (Ich weiß Thorsten, den wolltest du schon im Sommer).
    Ich hoffe einfach man kann nach der wm wilmots loseisen.
    Klar wärs schön gewesen, wenn wir die Testspiele gewonnen hätten. Aber darüber braucht man sich, finde ich, nicht sonderlich aufzuregen. Wenn man sich anschaut, was die Medien so schreiben, weil die Bauern Salzburg nicht abgeschossen haben…

    Den Rest lasse ich einfach auf mich zulaufen. Mal schauen.
    Glück auf

    Ach ja, die Bayern wollten kein Testspiel machen, nicht wir ;)

  9. tenkelberry sagt:

    @papa04

    Was heist unter den Umständen macht er die Sache nicht so schlecht?
    Meinst Du die vielen Verletzten?
    Aber ein Spielsystem ist ein Spielsystem. Mit dem Hunter oder mit Adam.
    Mit Jones oder mit Höger. Das muss erkennbar sein.
    Glaubst Du Favre verfällt ins absolute Chaos wenn dort drei Stammspieler ausfallen?

    Ich glaubs nicht!

  10. Kowski04 sagt:

    FM wurde sofort plattgemacht. HH und Keller, wieviel Chancen sollen die denn noch bekommen?

  11. bernd sagt:

    Beim Lesen fiel mir wieder dieser Text ein, der hier glaube ich auch schon mal verlinkt wurde und es wunderbar (wie Torstens Beiträge auch) auf Punkt bringt:

    http://gegendenball.com/versuc.....chalke-04/

  12. bernd sagt:

    Wollte noch schreiben:
    Bei den Testspielniederlagen von Bayern und uns sollte man nicht außer Acht lassen, dass Rangnick/Schmidt und Schmadtke/Stöger in schwierigem Umfeld einen sehr guten Job machen. Neid!

  13. papa04 sagt:

    @tenkelberry
    Ja, das meine ich. Klar, dass man unter Keller keine klare Handschrift erkennt, da stimme ich allen zu, das kritisiere ich sonst auch an Keller. Und mit favre kann man Keller nun wirklich nicht vergleichen. (Das wäre einer, bei dem ich schreiben würde er wäre DER Trainer; aber favre kriegen wir leider nicht)

    Wenn szalai mal ne Pause gekriegt hätte, wäre der Ball öfter im Netz gewesen, dazu hat er noch mit Schmerzen gespielt (hätte hätte fahrradkette, ich weiß)

    Höger ist mMn eigentlich unser bester 6er, aogo hat klasse aufgespielt.

    Ja unter nem anderen Trainer hätten wir vll ein spielsystem mit Handschrift, einen Trainer, der die Spieler weiterentwickelt… Haben wir jetzt halt nicht, und da hätte heldt im Sommer vll was tun sollen; das ist jetzt nicht der Fall und daher bin ich es leid, dass immer auf ihn eingeprügelt wird. Wie gesagt, ich bin kein Fan von Keller und kritisiere auch eben genanntes. Aber der Mann war noch vor dem ersten bulispiel das Gesicht der Krise (ja über seine aussendarstellung lässt sich streiten), aber trotzdem haben wir Platz 4 erreicht.
    Das einzige Ziel, dass wir diese saison bis jetzt nicht erreicht haben, war im DFB-Pokal. Cl-Achtelfinale erreicht, Platz 4 ist schwierig aber nicht unmöglich. Unter den gegeben Umstanden nicht völlig übel. Noch dazu, wenn Keller von manchen (nicht hier im koenigblog) jegliche Kompetenz in Sachen Fußball abgeschrieben wird.

  14. tenkelberry sagt:

    @papa04

    Ich prügel nicht auf Keller ein.
    Ich bin nur der Meinung, dass wir im letzten Jahr Platz 4 erreicht haben, weil unsere Mitbewerber da einfach zu blöd waren!
    Das wird in diesem Jahr weitaus schwieriger.
    Während Gladbach in diesem Jahr wieder einen Schritt nach vorne getan hat, sind wir max. stehen geblieben.
    Ich gebe Dir recht, aktuell würden uns andere Mannschaften sogar beneiden. Bis auf den DFB-Pokal sind alle Ziele erreichbar. CL gar erreicht)
    Das, und nur allein das ist es was für Jens Keller spricht.
    Aber und das wurde auch hier schon angesprochen, das ist überwiegend der individuellen Klasse einzelner anzurechnen als einem durchdachten Spielsystem. Ich kann persönlich auch mit Platz 5, 6, 7 leben. Was mich aber komplett ankozt ist dieses (bis auf wenige Ausnahmen) völlig
    blutleere, ideenlose und frei von jeder spielerischen Lust vorgetragenen
    gekicke meiner Mannschaft.

  15. #Link11: Spiel(er)ausfall | Fokus Fussball sagt:

    […] Torsten Wieland kritisiert weiter an Jens Keller und die Stimmung auf Schalke […]

  16. Malte sagt:

    Aufbruchstimmung, papperlapapp. Hatten wir schon letzten Sommer, da waren hier alle gut drauf. Genützt hat es auch nichts.

    Ich finde, trotz der Verletzten, dass man von der Rückrunde einiges erwarten kann, zumindest sollte. Es ist Kellers dritte Vorbereitung. Einige Spieler sind jetzt schon gut drauf (u.a. Fährmann, Matip, Farfan), andere werden im Laufe der Rückrunde ihr Leistungsmaximum erreichen (Draxler, Papa, Hunter). Die Belastung ist sehr wahrscheinlich kleiner als in der Hinrunde.

    Wenn man, unabhängig vom Tabellenplatz, am Ende immer noch keinen besseren Fußball sieht, sollte man sich von Keller trennen. Aber noch lasse ich mir meinen Optimismus nicht nehmen. Schon gar nicht von so ein paar blöden Testspielen.

  17. Der Feind in den eigenen Reihen » blogundweiss.de sagt:

    […] kommt der FC Schalke 04 nicht von der Stelle. Aufbruchstimmung gibt es nicht. Weder der Spitzenreiter der 2. Bundesliga, noch ein Viertligist wollten sich die Blöße geben, […]

  18. papa04 sagt:

    @tenkelberry

    Mit dem einprügeln meinte ich auch nicht dich
    Aber wenn ich sonst (gestern) im Netz so manche Kommentare lese zu Keller, weil wir zwei Testspiele verloren haben, da krieg ich auch zuviel. Ich hätte gerne einen Trainer a la Favre, aber das ist im Moment einfach nicht drin und deswegen warte ich jetzt mal bis Sommer ab und hoffe dann auf so jemanden. Was Spielidee, etc angeht stimme ich dir ja vollkommen zu, da sieht man unter Keller nicht wirklich was.

    Kampf denke ich muss von den Spielern kommen, ich weiß nicht wie viel Einfluss der Trainer darauf hat. Vielleicht auch mehr als ich zugeben mag, da ich Keller grundsätzlich nicht unsympathisch finde :)

    Ich glaube vor der Saison waren sich alle zu sicher, dass alles von allein geht und unsere jungen wilden die Buli rocken würden (ich übrigens auch, muss ich gestehen).

  19. derwahrebaresi sagt:

    ein funktionierendes spielsystem ist stets abhängig von den technischen fähigkeiten einer mannschaft.
    ich hatte es schon einmal geschrieben, die meisten in unserere truppe sind diesbezüglich recht limitiert …

  20. bernd sagt:

    @derwahrebaresi
    Das sehe ich aber komplett anders. Dem einzigen, dem ich dies unterstellen würde ist Jones und der ist nun raus. Alle anderen haben ihre technischen Fähigkeiten schon bewiesen. Wenn den Spielern aber nicht vernünftig und glaubhaft vermittelt wird, wie zusammen gespielt werden soll, kann der Zuschauer nach dem Spiel auch bei Messi oder Ronaldo technische Defizite feststellen.

  21. Torsten sagt:

    Allerdings bin ich mit dem vorletzten Satz nicht einverstanden. So ein Trainer ist toll, dafür gibt es auch ein paar Beispiele, aber das ist ja nicht zwingend die Rolle eines Trainers. In der Bundesliga trifft das ja auch nur auf 3-5 zu. Selbst Heynckes etwa würde auf so eine Beschreibung mEn nicht passen.

    Vielleicht erweckt mein Satz einen falschen Eindruck, vielleicht hast Du zuviel interpretiert. Mir geht es nicht darum, dass der Trainer ein Zampano sein muss. Aber er muss der führende Mann des Clubs in der Öffentlichkeit sein. Das Gesicht des Clubs, wenn es um den Fußball als solches geht. Dann ergibt es sich von selbst, dass er derjenige ist, der überzeugen muss, der für die Hoffnung zuständig ist.
    Meines Erachtens ist das bei den allermeisten Clubs so. Vielleicht ist es nur mein Gefühl, vielleicht trügt mich meins auch, aber ich habe stets den Eindruck, dass, wenn ein Journalist fragen zu Schalke hat, er stets lieber Horst Heldt fragt, weil von Jens Keller so wenig kommt. Jens Keller hat Sprechen geübt, gibt sich nun lockerer, ist nicht mehr so nervös wie vor einem Jahr. Aber mehr als Floskeln bringt er nicht an den Mann, es ist extrem selten, dass er mal Einblick in seine Gedanken gewährt. So wirkt er nie als Fachmann, der er sicherlich ist, das spreche ich ihm überhaupt nicht ab. Aber S04 ist Bundesliga, da gehört Öffentlichkeitsarbeit dazu, da muss man auch in diesem Bereich gut sein. Gut, nicht lala.

    Müsste es nicht heissen (1 Satz,letzter Absatz) Jetzt wollte sich Schalke einen Dämpfer WIE gegen Bayern München ersparen… ?

    Mit der Formulierung „wie gegen …“ hätte ich alle möglichen, vermeintlich für Testspiele zu starken Gegner einbezogen. Tatsächlich lag es aber nah, in Doha erneut „gegen Bayern München“ zu spielen, da die nun mal auf dem Nachbarplatz trainierten und eine solche Begegnung von entsprechend großem öffentlichen Interesse gewesen wäre. Ich bin froh, dass S04 diesen Fehler nicht wiederholt hat.

    Beim Lesen fiel mir wieder dieser Text ein, der hier glaube ich auch schon mal verlinkt wurde und es wunderbar auf Punkt bringt:
    http://gegendenball.com/versuc.....chalke-04/

    Ja, diesen Text finde ich auch sehr treffend.

    Klar wärs schön gewesen, wenn wir die Testspiele gewonnen hätten. Aber darüber braucht man sich, finde ich, nicht sonderlich aufzuregen. Wenn man sich anschaut, was die Medien so schreiben, weil die Bauern Salzburg nicht abgeschossen haben…

    Mir geht es nicht um die Ergebnisse als solche. Der Vergleich mit Bayern München ist vollkommen abwegig. Deren Erfolge führen zu einem unterschütterlichem Ego, da wäre auch eine Niederlage gegen den Hülser SV nur eine Anekdote. Für S04 geht es aber eben erst darum, Selbstvertrauen zu gewinnen.

    Ich finde, trotz der Verletzten, dass man von der Rückrunde einiges erwarten kann, zumindest sollte. Es ist Kellers dritte Vorbereitung.

    Beim „sollte“ bin ich bei Dir, beim „können“ hege ich Zweifel, durchaus auch auf Grund der durch die Verletzten fehlenden Kadertiefe, für die Jens Keller nichts kann und die man m.E. auch Horst Heldt nicht ernsthaft vorwerfen kann. Die Frage wird sein: Funktioniert, was Jens Keller mit der Mannschaft im Trainingslager eingeübt hat, oder nicht. Ma’kucken.

  22. S04Forever sagt:

    @tenkelberry: du sprichst mir aus dem herzen! welcher spieler gerade verletzt ist oder nicht – für mich ist auch entscheidend, dass ich ein spielsystem erkennen kann. und wenn man sich mal (auf einem sitzplatz) zurücklehnt und sich unser spiel mal etwa emotionsfrei anschaut, ist von einer idee nichts/kaum zu erkennen. langsam und quer wird vornehmlich gespielt. das ist das eigentlich traurige.
    hoffnung auf rang vier habe ich keine, weil bor mg und wolfsburg einfach stärker sind und vor allem bor mg als team mit spielidee auftritt.
    Für mich ein Negativ-Höhepunkt des Trainers war, Boasteng als Spitze auflaufen zu lassen. Total verschenkt der Mann!
    Schön wäre es, mal auf CL als Saisonziel zu verzichten und eine Mannschaft über ein, zwei Jahre aufzubauen.
    Glück auf!

  23. Torsten sagt:

    Das mit „keine Handschrift / kein System“ halte ich für falsch. Auch „langsam und quer“ ist ein System, vielleicht nur in der Ausführung nicht flott genug. Man sollte durchaus immer davon ausgehen, dass das, was die Mannschaft auf dem Platz tut, so auch geplant ist.

  24. tenkelberry sagt:

    @torsten

    Wenn dem so ist, macht es die Sache für mich nur noch schlimmer.
    Das würde bedeuten, dass dieses grausige Spiel so gewollt ist oder aber die Spieler nicht in der Lage sind das „System“ umzusetzen.

  25. Pierre sagt:

    Hallo
    Das stimmt ja mal zu 100% ich finde Herrn Keller nett aber 1 Bundesliga ?
    Meine Meinung falls er in den ersten 5 spielen nicht mehr als 9 Punkte holt ,dann wars das wohl für Keller und Schalke mit der Champions Leage .
    Danke Hotte

  26. papa04 sagt:

    @Thorsten
    Der Vergleich mit den Bayern war eventuell etwas unglücklich gewählt, aber vielleicht hilft es dem ein oder anderen Spieler zu erkennen, dass nichts einfach so läuft und man sich alles erarbeiten muss. (Klar, wer das noch nicht kapiert hat, dem ist vermutlich auch nicht mehr zu helfen, aber man weiß ja nie :) )

  27. Christian sagt:

    Ich als schalker bin auch total enttäuscht wie wir die hin runde absolviert haben. Aber müssen wir das alles an Jens Keller festmachen? Der im prenzip von Anfang an in Frage gestellt wurde? Meiner Meinung nach spielen wir seid Jahren den gleichen fussball. Leicht auszurechnen für jeden Gegner. Wenig laufbereitschaft ohne den Ball z.b. Wenn ein Gegner uns früh stört dann haben wir schon ein Riesen Problem. Wenn ich da mal Freiburg und Mainz sehe was die laufen. Da frage ich mich liegt es da nicht an jeden einzelnen Spieler? Der Trainer steht nicht auf den Platz. Und wenn die Spieler das nicht umsetzen was der Trainer fordert was soll er machen? Er könnte hin und wieder acht oder neun Spieler auswechseln. Nur das geht nicht. Wie oft höre ich den Satz von Spielern Jeder sollte sich selbst hinterfragen ob er alles gibt. Daß verletzungspech trägt seines dabei. Ich glaube das Jens Keller nicht einmal seid einem jahr seine wunsch elf auf den Platz hatte er mußte immer wieder improvisieren. Den Hunter papadopulus aogo fafarn höwedes ….Ich weiß nicht wie viele Spieler gefehlt haben . Die Ansprüche sind hoch auf Schalke so soll es auch sein. Wichtig finde ich auch in der Hinsicht auch zu erwähnen das wir 180 Millionen Schulden haben und das da unsere Möglichkeiten begrenzt sind Transfers zu tätigen. Wir müssen von den Schulden runter um dann auch mehr Möglichkeiten zu haben. Wir haben ein großen Kader. Wir haben auch super Spieler .Aber auch viele die einfach nur durschnitt sind. Wir haben kaum alternativen auf der Bank. Ich weiß auch noch nicht einzuschätzen ob die verflichtung vom Prince gut war (immer wieder diese Knie Probleme) .im großen und ganzen würde ich sagen gebt denn Jens Keller die Chance. Und wenn jemand sagt man sehe kein system muss ich mich auch fragen ob die Spieler vielleicht nicht die Qualität haben ein System zu spielen. Aber kämpfen das sollte jeder können.

  28. blues sagt:

    Welche Überraschung. Auch im Blog wird auf dem Niveau des Vorjahrs weitergenörgelt. Nebei bemerkt, zu glauben, dass der extrem spröde „Wunschtrainer“ Thomas Tuchel die Masse der Schalker Öffentlichkeit besser oder klarer erreichen würde, bleibt reines Wunschdenken.

  29. Thomas25 sagt:

    @zu Keller:

    Wir haben einfach zu viel Qualität im Kader, da kann nicht mal der Herr Keller verhindern, das wir uns im letzten Jahr für die CL qualifiziert haben.

    So viel individuelle Klasse haben vielleicht noch 2 andere Bundesligavereine. In einigen Jahren werden wir mit Wehmut zurückschauen und uns zurauen:

    “ Julian Draxler, der Hunter, Max Meyer, Josef Farfan Papa, Fährmann und Höwedes in einem Kader…was hatten wir für eine geile Truppe..nur leider kam nichts dabei raus…“

    Keller ist wahrscheinlich kein ganz schlechter Trainer. Aber sicherlich keiner, der uns irgendwie weiterhilft….

  30. mick72 sagt:

    Hat eigentlich mal jemand laut über ein Trainerduo nachgedacht?

    Ich finde JK macht seine Arbeit gut im Bereich der taktischen Maßnahmen.
    Das das Team großes Verletzungspech hat steht außer Frage und das sollte auch so berücksichtigt werden.
    Aber JK ist (noch?) nicht der richtige Mann für eine PK und für die Motivation der Spieler. Mir kommt da sofort der Name Mike Büsgens in den Sinn, der kann motivieren und auch mal eine Pressekonferenz führen und hat auch eine positive Ausstrahlung.
    Wäre das nicht eine Möglichkeit?
    Jeder erinnert sich an FM, HS und RR, an JK wird sich SO kaum jemand erinnern (wollen).

  31. ney sagt:

    @Christian
    Zwar wirkt die Spielweise häufig pomadig, aber Einsatz
    und Kampfgeist kann man der Mannschaft nicht
    rundheraus absprechen (vgl. z.B. mehrere aufgeholte
    Rückstände). Rennen würden sie vielleicht schon wollen,
    nur anders als die Freiburger und Mainzer wissen sie
    anscheinend nicht, wohin sie denn rennen sollen, bzw.
    wozu. Ist ja auch kein Selbstzweck, z.B. die Bayern
    rennen auch nicht viel.

  32. Rjonathan sagt:

    Einen Punkt muss ich zur Spielsystem-Kritik (insbesondere @tenkelberry @bernd) loswerden. Es wird ja immer gesagt, wenn wir Spiele gewinnen, dann aufgrund der INDIVIDUELLEN KLASSE. Aber was ist eigentlich das Gegenteil von individueller Klasse? Genau, ein KOLLEKTIVES SYSTEM. Kollektiv heißt alle zusammen und das heißt, dass das auch irgendwann mal alle zusammen in Training und Spiel lernen müssen. Und deswegen ist meiner Ansicht nach gerade eine Saison in der ständig ein neuer Stammspieler ausfällt oder angeschlagen ist schwierig, um kollektiv etwas zu entwickeln. Insofern finde ich, das Argument KOLLEKTIVITÄT sei unabhängig von Verletzungspech zu betrachten, nicht stichhaltig. Sieht man ja auch an Freiburg, dass wohl wie kein anderer Verein für dieses Prinzip steht und die mit den Abgängen und dem Verletzungspech in dieser Saison enorm zu kämpfen haben. Und auch bei Dortmund, da kann das Kollektiv Defensiv-Ersatzbank auch nicht retten, dass es derzeit schlechter läuft als in den letzten zwei Jahren. Und: zu individueller Klasse gehört auch die Fähigkeit sich in ein funktionierendes Kollektiv einzugliedern. Das sieht man an den Bayern. Das ist schon auch deren erstklassiges Spielerpotenzial, dass die wechseln können wie sie wollen und ein Schweini sich verletzt und sie spielen trotzdem eine Riesensaison.

  33. Christian sagt:

    Also ich meine gelesen zu haben das meine schalker die lauf faulste manschaft der Liga wären. Von 18 Mannschaften letzter und Freiburg auf Platz eins.das heißt doch was. Ich kann mich an das Spiel in Basel erinnern was war dort für eine laufbereitschaft einer ist für den andern gelaufen. Die Spieler sagten nach den Spiel das man an dieser Leistung anknüpfen müßte.aber das War schnell vergessen. In andern spielen sieht man im defensiv verhalten das man nur nebenher lauft keine Aggressivität und wenig Zweikampf verhalten.im Spiel Aufbau schauen die meisten Spieler zu was der ballführende Spieler mit der Kugel macht. Ist das nicht so liege ich da falsch.

  34. Torsten sagt:

    @Rjonathan:
    Natürlich erschwert es das Einspielen, wenn eigentlich gesetzte Spieler auf Grund von Verletzungen wegbrechen. Und derzeit ist es wirklich sehr heftig. Aber grundsätzlich fallen doch in jeder Saison mal wichtige Spieler aus, und es wird ja auch nicht nur mit den ersten 11 Stars trainiert, sondern mit dem ganzen Kader. Ich befürchte, dass das frisch Eingeübte aus Katar nicht so recht auf den Platz kommen könnte, weil wichtige Spieler an den taktischen Übungen nicht teilnehmen konnten, und dafür kann nun mal niemand was. Aber nach den letzten beiden Vorbereitungstrainingslagern im Sommer und im letzten Winter kam S04 eben auch nicht „taktisch gefestigt“ aus der Pause …

    @Ney:
    Da bin ich ganz bei Dir. „Nicht kämpfen“ ist ebenso wie „kein System“ oder „keine Handschrift“ einfach zu oberflächlich.

  35. Ney sagt:

    @Christian
    Schalke steht nach Ende der Hinrunde auf Platz 9 nach
    gelaufenen Kilometern.

    Platz 18 belegen übrigens die lauffaulen Bayern.

    Quelle:
    http://www.sport1.de/dynamic/d.....2013-2014/

  36. McP sagt:

    Torsten, ich verstehe den Zeitpunkt Deines Beitrages nicht so recht. Wolltest Du nur Dein Ist-Gefühl vor dem Rückrundenstart zu Papier bringen oder hattest Du gehofft, dass es in der Winterpause Veränderungen/Verbesserungen gibt, die Dein Gefühl heben? Wenn ja, welche?

    Meiner Meinung nach waren in der Pause ohnehin keine Stimmungsbesserungen zu erwarten. Die kann sich Schalke nur über gute und sehr gute Pflichtspiele holen. Da es keine gab, hat sich für mich in den letzten Wochen nichts verbessert oder verschlechtert.

    Wie ist denn jetzt eigentlich der Verletztenstand? Ich bin mittlerweile so genervt von dem Thema, dass ich Informationen gar nicht mehr aufgenommen habe. Höger und Aogo fallen aus. Draxler braucht noch etwas. Der Rest ist mehr oder weniger im Mannschaftstraining. Kirchhoff zähle ich mal gar nicht mit, der war ja eh nur obendrauf auf Saisonplanung gesetzt. Was habe ich übersehen?

  37. stg5600 sagt:

    Torsten, S04 wollte ja gegen Bayern spielen, deshalb hatte ich wegen Deiner Formulierung angefragt .

    Ab Minute 5:01

    http://www.sky.de/web/cms/de/v.....6099971001

  38. McP sagt:

    Oh, ich sehe gerade, wir sind wohl nur die Zweitverwertung für den neuen WAZ-Kolumnisten https://twitter.com/peterausge/status/425566329945726976/photo/1

    Glückwunsch und weiter so!

  39. Torsten sagt:

    @stg5600:
    Hab ich von Beginn an nicht geglaubt.

    @McP:
    Klar habe ich auf „Veränderungen/Verbesserungen“ gehofft. Es ist doch wirklich extrem blöd gelaufen. Der Wechsel Kirchhoff für Jones hätte Hoffnung geben können; nix. Alleine dass beim erklärt wichtigen Taktik-Einüben ausgerechnet die erklärt wichtigen Säulen Draxler, Höwedes, Huntelaar und der „nun sich zeigen“ müssende Goretzka fehlten, ist doch zum verzweifeln. Zum Schluss der Test, bei dem mit der ersten Elf getestet werden sollte, ob das Eingeübte funktioniert (so der Trainer), und auch das ging inne Buxe. Blöder laufen kann es eigentlich nicht. Und m.E. ist für den Text dazu das Ende der Winterpause und der Beginn der Vorbereitung auf das erste Rückrundenspiel ziemlich richtig.

    Und ich weiß, wie Du es meinst, aber tatsächlich ist die WAZ „Zweitverwerter“, was diejenigen aber wohl nicht betrübt, da wir hier ja vergleichsweise unter Ausschluss der Öffentlichkeit schreiben/kommentieren/diskutieren ;-)

  40. schalkoholiker sagt:

    @Torsten
    „Blöd gelaufen“ ist in der Tat der erste Reflex, wenn man sich die Verletzungsgeschichte der letzten Wochen und Monate anschaut. Ich stelle mir aber die Frage, wie es zu dieser unsäglichen Häufung von Verletzungen kommen kann. Ich bin zwar kein Statistikfreak, aber allein meine paar Jahre Lebenserfahrung haben in mir die Erkenntnis reifen lassen, dass Glück und Pech einigermaßen gleich verteilt sind. Wenn sich das ein oder andere vermehrt zeigt, dann hängt das fast ausschließlich mit Aktivitäten, Entscheidungen und Kompetenz der Beteiligten zusammen – nur dass man das auf den ersten Blick vielleicht nicht immer so wahrnimmt. Isofern gehe ich davon aus, dass im Bezug auf die Trainingseinheiten (Dosierung, Intensität, etc.) irgendetwas richtig schief läuft. Dann fehlt am Ende eben das entscheidende Quäntchen Schnelligkeit, Stabilität und Widerstandskraft, um aus einer kritischen Situation unbehelligt hervor zu gehen.

    Aher auch ansonsten ist die Situation mehr als bescheiden. Und das muss ich leider sagen, obwohl ich mir wirklich Mühe gegeben habe, meinen Optimismus-Akku in der Winterpause wieder aufzuladen. Die ersten Eindrücke waren ernüchternd und ich bin mittlerweile felsenfest davon überzeugt, dass auch weitere Neuzugänge keine entscheidenden Schübe geben können. Denn zum einen ist diese Signalwirkung bei den letzten Aktionen immer sehr schnell verpufft (s. z.B. Prince) und zum zweiten bleibe ich bei meiner Meinung: Das spielerische Potenzial in unserer Mannschaft ist (auch trotz der Verletzungen) vorhanden. Es muss „nur“ abgerufen werden. Der entscheidende Impuls ist die Einstellung, ein An-Sich-Glauben, ein wirklicher Siegeswille und ein guter Teamgeist. Hier erhoffe ich mir einige Impulse von unserem neuen Mental-Coach, denn die Vergangenheit hat gezeigt, dass Keller hier (höflich formuliert) ein paar Defizite hat. Logisch, dass die Systemfrage auch zum Können der Einzelspieler passen muss, aber hier kann dann niemand mehr Herrn Keller aus der Pflicht nehmen.

  41. Ney sagt:

    So gut wie alle Mannschaften, die international spiel(t)en in der laufenden Saison
    und zudem Nationalspieler stellen, hatten viele wichtige Verletzte (siehe Dortmund,
    Frankfurt, Freiburg, Bayern, wobei letztere das leicht kompensieren können; in Bezug
    auf Leverkusen bin ich nicht auf dem Laufenden).

  42. RJonathan sagt:

    @ Ney
    Leverkusen hält sich im Vergleich sehr im Rahmen. Robbie Kruse und Sam länger und Spahic und Wollscheid mal kurz, wenn ich das richtig sehe.

    @Torsten
    Ich habe damit nicht Keller prinzipiell aus der Schusslinie nehmen wollen. Laufbereitschaft und Arbeit nach Hinten sind für mich die entscheidenden Probleme. Daher kommen die Gegentore. Und da ist Keller in der Pflicht, das sehe ich ähnlich wie schalkoholiker.
    Aber das Argument, man müsse doch über das Kollektiv was reißen ist in einer solchen Saison entgegen so mancher Wortmeldung nicht schlüssig. Darauf wollte ich hinweisen.

    @schalkoholiker
    Es gab ja Aussagen von Heldt zur Winterpause, dass man das Problem intern nicht als Zufall einschätzen würde und deswegen genau schauen wird woran es liegt. Insgesamt scheinen mir aber die Verletzungen in allen vereinen sehr hoch diese Jahr. Vielleicht weil die Intensität der Liga so krass zugenommen hat in den letzten Jahren?

  43. Werda sagt:

    Was ich ja bei all dem Gejammer über zuviele (internationale) Spiele nie verstehen werde: In anderen Sportarten ist das Standard. Eishockey, Handball, Basketball… Tennisspieler spielen bei Grand Slams alle zwei Tage bis zu 5 Stunden – klar die haben Pausen, aber auch Fußballer sind nicht immer in Bewegung und müssen vor allem nicht bei jedem Ball 100 % konzentriert sein. In Australien bei 40 Grad im Schatten – und der Platz liegt oft in der Sonne! Im Tennis bedeutet fehlende Konzentration einen direkten Punktverlust. Statistisch gesehen dauert ein Fußballspiel doch auch nur 60-70 Minuten, wenn man die ganzen Pausen herausrechnet.

    Ich finde es auch immer wieder krass, welchen Einfluss eine Verlängerung bei WM/EM-Turnieren hat, da verliert oft die Mannschaft, die vorher 120 Minuten gehen musste.

  44. Klopenner sagt:

    @ Werda:

    Diese Frage hab ich mir auch schon mal gestellt und danach etwas gesucht. Wenn man bedenkt welche Platzgrößen es im Fußball gibt und welche in den anderen Sportarten, wird einiges klarer.

    Beim Eishockey, Handball und Basketball gibt es fliegende Wechsel, die beliebig oft durchgeführt werden können. Beim Fußball maximal 3 fixe Wechsel.
    Dazu sind bei allen drei Sportarten die Spielfelder deutlich kleiner. Beim Eishockey tragen auf die Kufen an den Schuhen viel dazu bei, dass ein Spieler „ausruhen“ kann in dem er einfach „gleitet“.

    Die meisten Saisonspiele machen die Baseballspieler. Die haben aber ein deutlich geringeres Laufpensum.

    Nur beim American Football und Rugby kommen die Spieler auf ähnlich große Felder. Dafür sind die effektiven Spielzeiten dort relativ gering und es wird auch nicht immer über den ganzen Platz gerannt.

    Gerade das Laufpensum von ca. 10km beim heutigen Fußball (1954 noch ca 4-5km) ist in anderen Sportarten fast unerreicht. Mal abgesehen von reinen Laufsportarten natürlich. Es wird zwar nicht immer im vollen Tempo gerannt, aber ca. 10km in 90 Minuten inkl. Ball und an einem herumzerrenden Gegenspieler find ich schon anstrengend.

    Dazu gibt es hier: http://www.pm-magazin.de/a/wel.....n-schuften ein paar nette Informationen.

    Das von dir angeführte Tennis ist zwar in manchen Matches sehr lang, aber die Spielzeit eines Ballwechsels von durchschnittlich 6 Sekunden bei anschließenden 12-18 Sekunden Pause ist daher nicht mit der Intensität anderer Sportarten vergleichbar.

    Ich denke daher, dass Fußball heutzutage durchaus sehr anstrengend ist und Teams die um die 50 Saisonspiele in gerade mal 8 Monaten haben (ohne Sommer-/Winterpause und ohne Nationalmannschaften) durchaus klagen können. Aber sie haben sich ihren Job und Verein selbst ausgesucht. Von daher hält sich mein Mitgefühl über jammernde Profis in Grenzen, ich verstehe aber die Argumentation mittlerweile besser

  45. Torsten sagt:

    @RJonathan:
    Ich glaube nicht, dass es an der Laufbereitschaft liegt. M.E. liegt es an der fehlenden Struktur, darauf wollte ich mit dem Hinweis auf die nunmehr 3. Vorbereitung unter Jens Keller hinaus. Kurz: Wenn jetzt „Taktik“ nicht klappt ist es ok zu sagen, dass Schlüsselspieler in Katar nicht dabei waren, aber „Taktik“ hat eben auch nach den anderen Trainingslagern und seit nunmehr einem Jahr nicht so recht geklappt.
    Es gibt Clubs, die stehen für Ballbesitzspiel, es gibt Clubs die zeichnen sich durch tolles Pressing aus, es gibt klare Kontermannschaften. Schalke ist dabei alles und nichts, mal so mal so, mal hü mal hott, und am Ende nichts richtig.

    @Klopenner:
    Danke für den Kommentar! Derart habe ich nie darüber nachgedacht. Das klingt sehr schlüssig. Nur zum letzten Satz möchte ich einwenden: Ich finde nicht, dass Fußball-Profis jammern. Es wird nur nach Erklärungen für Leistungsschwankungen und Verletzungen gesucht, und dass ist wohl auch ok so.

  46. deuserband sagt:

    ergänzend zu Klopenner:

    – Tennis, Baseball und Basketball sind kontaktlos, bzw. kontaktarm
    – Eishockeyspieler tragen sehr aufwendige Schutzausrüstung
    – Nur beim Fussball wird gegen den Ball getreten (kein Witz: Adduktoren!)
    – Beim Fussball wird auch sonst noch getreten (Kirchhoff)
    – Beim Fussball gibt es schnelle Richtungswechsel im Sprint (ich glaube Höger und Aogo)

  47. rjonathan sagt:

    @Torsten
    und ich sage: auch im Sommer war Taktik nicht möglich, da Schlüsselspieler nicht dabei waren (boateng) oder kurz nach Beginn verletzt (Huntelaar). man kann deswegen im Grunde nur die ersten beiden Spiele kritisieren. aber ab da war es fast konstant Chaos pur. und dann hast du den engen Spiel rhythmus und musst irgendwie Struktur reinbringen. das ist eine Herkulesaufgabe. deswegen kann ich Keller noch nicht als den versager sehen. (sorry, Mobil kommentiert)

  48. Torsten sagt:

    Naja, aber wenn Verletzungen und Spielplan jederzeit als „Ausrede“ gelten, ist keinem Trainer je irgendwo ein Vorwurf zu machen. Dann liegt alles immer an den üblen Umständen. Ich halte 3 Vorbereitungszeiten für viel Zeit für einen Trainer.

    Egal.

    Die bisherigen Ergebnisse des 18. Spieltags waren für Schalke prima. Nun sollte man tunlichst mal in Hamburg gewinnen.

  49. Chris sagt:

    Stimme da voll zu. In 3 Vorbereitungszeiten sollte sich etwas bewegen lassen. Und heute haben echt alle für uns gespielt. Jetzt müssen wir das in Hamburg nur selbst auch mal tun.

  50. Torsten sagt:

    Still, Schalke are not a completely bad side. They have enough individual strength to win tight games. Max Meyer blends well with Boateng and Draxler with all three of them able to deliver the punch to win important games. However, their tactical weaknesses in terms of defending and attacking against deep sitting opponents prevent them from gaining points more regularly.

    Falls wer noch Zeit bis zum Anstoß überbrücken mag, der lese mal hier entlang:
    Tactical frailties weaken Keller’s Schalke

  51. blues sagt:

    …it is now time for Keller to prove that he knows how to tackle these problems. If he can’t solve them, it will be hard for him to keep his job until the end of the season.

    Horst Heldt ist da schon weiter. Er sieht Keller seinen Vertrag erfüllen, weil ihm klar ist, dass ohne offensiv und defensiv starke Doppelsechs auch mit anderem Trainer die Probleme nicht lösbar sind. Und für den fehlenden Spieler muss Heldt sorgen und nicht Jens Keller.

    Die menschenferne Taktikanalyse täuscht mal wieder darüber hinweg, dass es die Spieler sind und nicht der Trainer, die die taktische Grundordnung mit Leben füllen.

    Wie wichtig die richtigen Spieler in der richtigen Kombination sind, wird deutlich, wenn wir Höger und Neustätters sowohl offensiv als auch defensiv starkes Spiel auf der Doppelsechs betrachten, wie hier früher schon mal getan. Die passende Doppelsechs aus Höger und Neustätter haute mal eben so schwache Gegner wie Arsenal, Dortmund,Bukarest und Basel weg.

  52. Mario sagt:

    Hallo
    Wenn schon quasi aus uns heraus keine Aufbruchstimmung erzeugt werden kann, haben das dankenswerterweise alle Mannschaft, die wir ernsthaft im Blickfeld haben wollen, für uns erledigt. An so einen Spieltag kann ich mich lange nicht erinnern.
    Daraus drohen die folgenden Konsequenzen: gleich ein Spiel, zum Weglaufen schlecht, mit null Einsatz, null Willen und beim Zuschauer/Zuhörer das Gefühl, es geht beim Messdienerturnier um Platz 9.
    Daran anhängend eine neue Trainerdiskussion.
    Das lehrt mich die Erfahrung der letzten 20 Jahre…
    Spiele am Sonntag Abend sind für uns ohnehin fast immer Mist, noch mister werden sie nach solch glänzenden Vorlagen der Mitbewerber.
    Möge der Fußballgott mich Lügen strafen, wer weiß, wann sich so eine Gelegenheit wieder bieten wird!
    So, gleich gilt´s. Daumen drücken und auf einen Irgendwieundscheißegalsieg hoffen!

    Hoffentlich genug Glück auf,

    Mario

  53. Mario sagt:

    Ich bin Zeuge eines Naturphänomens geworden: Hier ist vor einer Knappen Stunde die Sonne aufgegangen!!!
    Ist das schön…..

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