Ein neuer Jupp für Schalke 04

Schalke 04 hat Joseph – genannt Jupp – Boyamba verpflichtet. Ein 17-Jähriger Junge, der in Troisdorf geboren wurde, der die Hautfarbe und den Nachnamen seines im Kongo geborenen Vaters hat, und dessen Mutter Französin ist. Er begann beim FC Hennef 05 und wechselte später in die U17 des MSV Duisburg. In dieser Saison spielte er für die U19 der Zebras, unter Trainer Carsten Wolters, hauptsächlich im zentralen offensiven Mittelfeld. In 14 Spielen erzielte er 7 Tore. Drei Treffer bereitete er vor, einen davon beim 3:3 gegen Norbert Elgerts Knappen-U 19. Bereits vor drei Wochen wurde bekannt, dass sich Boyamba für einen Wechsel zu Schalke 04 entschieden hat, sein Vertrag beim MSV lief im Sommer aus. Die Meldung, dass er nun sofort zu Norbert Elgerts Team wechseln würde, kam einigermaßen überraschend.

„Jupp Boyamba“, ein Name mit Kultpotential. Wenn ich richtig nachgesehen habe gab es in der Profiabteilung des FC Schalke 04 bislang „nur“ 4 Jupps/Josefs. Da waren Josef Machniki (1951/1952), Josef Broden (1959-1966), Josef Elting (1965-1970) und Welttrainer Josef Heynckes (2003/2004). Ob der neue junge Jupp irgendwann dazugezählt werden kann, bleibt abzuwarten. Tatsächlich weiß ich nicht mehr über ihn als das oben Aufgeschriebene, ich habe ihn noch nie kicken sehen. Dass sein sofortiger Wechsels allerdings so „laut“ vonstatten geht – verschiedene Webseiten führen den Wechsel im Profi-Transferticket auf, man könnte meinen, der Junge würde in 3 Wochen hinter Klaas-Jan Huntelaar auftauchen – verwundert mich doch.



13 Kommentare zu “Ein neuer Jupp für Schalke 04”

  1. Carlito sagt:

    Mir geht es da wie Dir. Dann warten wir mal ab, ob wir in Zukunft, bei den Profis, noch mehr von ihm hören werden. Bin gespannt.

  2. meinzu sagt:

    Wünschen wir ihm alles Gute und „wer weiß wer weiß“.
    Herzlich Willkommen.

  3. Ney sagt:

    Ansonsten passiert (gerade) nichts bei uns in Sachen Profi-Transfers,
    da wird halt mal eine Jugendspieler-Personalie in den Fokus gerückt.

  4. schlupp sagt:

    Vielleicht will man Avdijaj zur ersten Mannschaft hochziehen und hat Ersatz für die U19 geholt?

  5. Torsten sagt:

    Donis Avdijaj ist aber ein echter Stürmer, während Jupp Boyamba 10er spielt. Außerdem dauert es bestimmt noch ein bisschen, bis Donis Avdijaj im Profikader ein Thema wird, wenn überhaupt. Er ist erst 17 und eigentlich setzt der Profikader auf einen anderen Stürmertyp. Da haben Marcel Sobottka oder Pascal Itter vermutlich bessere aussichten, demnächst in der Profimannschaft aufzuschlagen.

    @Ney: Da hast Du sicher recht. Hier ist es schließlich auch so.

  6. Սաշա sagt:

    Ich würde mir wünschen, dass wir auch mal auf einen spielenden, wendigen Stürmertyp setzen. Man wäre im Zusammenspiel mit dem Stürmer deutlich weniger limitiert.

  7. Torsten sagt:

    Limitiert klingt mir da zu negativ. Egal auf welchen Stürmertyp man setzt, die Qualiäten des anderen Typs fehlen dann. Richtig blöd ist eigentlich nur, wenn man anderes spielt als es der engagierte Stürmer gebrauchen kann. Dann setzt man schonmal arg viel Geld in den Sand. Vergleiche dazu den Fall De Jong in Gladbach

    Die größte Frage bleibt jedoch: Warum hat ihn Eberl im Sommer 2012 überhaupt geholt? Der Verein hatte viel Zeit, einen Nachfolger für Marco Reus zu finden. […] Gab es keine Absprache zwischen Sportdirektor und Trainer? Konnte man sich in der Einschätzung eines international bekannten Spielers so irren?

  8. #Link11: Wo sind all die Spieler hin? | Fokus Fussball sagt:

    […] Mancini (Tagesspiegel) +++ Don Jupp: Torsten Wieland macht einen Mann mit Kultpotential aus (Königsblog) +++ FFP: Kein Problem für Wolfsburg, sagt VfL-Geschäftsführer Wolfgang Hotze (Wolfsburger […]

  9. Stan (@zukunftslos) sagt:

    Auf Wunsch des werten Blogautors auch noch mal hier : „Es steht im Profitransferticket weil er gute Chancen gehabt hätte im Sommer MSV Profi zu werden.“ So erklärte mir das ein befreundeter Sportredakteur.

  10. Սաշա sagt:

    @Torsten: „Limitiert“ meinte in diesem Zusammenhang auch nur limitiert für spielerische Lösungen. Fraglos bietet jeder Stürmertyp Vor- und Nachteile.

    So sollte man in einem Team mit einer quirligen 1,70-False-Nine vielleicht eher weniger den hohen Ball ins Zentrum suchen. Diese Option fällt dann sicher weg. Dafür kann der quirlige Typ auch mal einen Konter alleine ausspielen. Dribblings von Huntelaar über den halben Platz, ohne dass er nach zwei Metern eingeholt wird, erfordern dagegen viel Phantasie. Im Zweifel hat man dafür aber auch schnelle Außen(so z.B. bei uns Jefferson Farfan).

    Allerdings laufen Teams mit einem klassischen Stürmer oftmals Gefahr das Spiel zu sehr auf eben diesen Stürmern zu fokussieren. Darauf können sich Gegner leichter einstellen und dann fällt oftmals mehr als nur eine Option weg.
    Diesbezüglich mache ich mir aber bei uns eher weniger Sorgen. Die Hinrunde hat gezeigt, dass auch das Mittelfeld die Tore machen kann, wenn sie der Stürmer nicht macht.

  11. j. sagt:

    „Kultpotential“ wird also durch hautfarbe in kombination mit besonders deutschem namen definiert? und wieso ist es von belang wo seine eltern geboren sind?

  12. Ney sagt:

    @ j.
    Das Kultpotenzial von „Jupp“ ist doch unabhängig von der Optik. Eher liegt der Gag im Alter. Man stelle sich mal „Jupp“ Draxler oder „Jupp“ Meyer oder „Jupp“ Goretzka vor.

  13. Torsten sagt:

    Im Alter und in der Kombination aus traditionellem Vornamen und fremd/modernen Nachnamen. Die Angabe zu den Eltern gehört zur bloßen Beschreibung.

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