Schalke.V.ereint

In demokratisch geprägter Politik geht es um verschiedene Meinungen, um das Werben darum und um das Erlangen einer Mehrheitsentscheidung. In demokratisch geprägter Vereinspolitik ist das nicht anders. Der FC Schalke 04 ist ein solcher Verein, laut Satzung ist die Mitgliederversammlung das oberste Beschlussorgan. Der aktuelle Vorstand und Aufsichtsrat hat zu den Themen für die am 04. Mai stattfindenden Jahreshauptversammlung bereits ausführlich für seine Meinung werben können. In einer Magazinausgabe des Schalker Kreisels wurde jedem Mitglied, unter der neutralen Darstellung aller Anträge, die Meinung der Clubführung in Farbe präsentiert. Andere Meinungen haben es sehr viel schwerer, sich Gehör zu verschaffen. Um diese Situation zu verbessern gibt es jetzt eine Initiative nebst entsprechender Webseite: „Schalke.V.ereint“

Dahinter steht keine einzelne Organisation. Die Macher sind Mitglieder verschiedener unabhängiger Fanorganisationen und unorganisierte Fans. Bei den Inhalten gehe es laut eigener Aussage darum, die einzelnen Anträge zur Jahreshauptversammlung zu analysieren. Dabei sollen die Motive der Antragsteller herausgearbeitet und hinterfragt, sowie die Pros & Kontras aus Sicht der Initiative „Schalke.V.ereint“ dargestellt werden. Man möchte ein Gegengewicht zur Darstellung im Schalker Kreisel bieten und damit den Mitglieder des FC Schalke 04 bei den zu treffenden Entscheidungen ein Urteil ermöglichen, das nicht nur einseitig, durch die Interessen von Vorstand, Aufsichtsrat und Schalker Fan-Club Verband, vorgeprägt ist.

Ich persönlich wünsche mir, dass sich möglichst viele Mitglieder bereits im Vorfeld der Jahreshauptversammlung Gedanken zu den verschiedenen Themen und Anträgen machen. Obwohl ich keiner „Seite“ ein pauschales Dafür erteilen will, kann ich eine geeignete Darstellung einer „anderen Meinung“ nur gutheißen. Ich hoffe es gelingt.



36 Kommentare zu “Schalke.V.ereint”

  1. Maddin sagt:

    Ich werde mir in Ruhe alle Pros und Contras geben und mir zu jedem Thema eine differenzierte Meinung bilden. Allen Demokratie-Verdrossenen und Sarkasten sei gesagt:
    WIR haben durch die letzte JHV DIE dazu gebracht den Viagogo-Deal rückgängig zu machen.
    Demokratie funktioniert also. Wenn man es richtig macht und nicht wie der Elefant durch den Porzellanladen trampelt.
    Was im übrigen für alle beteiligten Parteien gilt!!

  2. leoluca sagt:

    Mir gefällt dieser Schritt zur größeren Meinungsvielfalt auch. Vereinsopposition kann nichts schlechtes sein, wenn man demokratisch denkt. Allerdings habe ich bisher nicht so richtig verstanden, worin die Opposition eigentlich genau besteht, worauf sie abzielt, außer auf das allgemeine Ziel „Vereinsdemokratie“. Die ist meines Wissens auf der JHV gegeben und auch das Verfahren zur Besetzung des Aufsichtsrates ist m. E. demokratisch, da jeder AR-Posten nur mit Zustimmung des durch die JHV gewählten Wahlausschusses besetzt werden kann. Auch war an der zunächst befürchteten Infragestellung der Organisationsform „e.V.“ durch den Vorstand am Ende nichts dran, oder?

    Auf welche Punkte zielt also die Opposition? Welche Themen des Vereins will sie gegenüber der Vorstandspolitik geltend machen? Da fehlt mir irgendwie das Fleisch in der Suppe.

  3. Ney sagt:

    Uff, das artet fast in Arbeit aus, sich ein Urteil zu bilden. Aber ist nützlich. Danke für den Hinweis.

  4. Tom sagt:

    Mich interessiert, ob die „Interessengruppe“ Schalke.V.ereint, ein verlängerter Arm der Ultras GE ist?

    Laut Artikel des Stadtspiegel Gelsenkirchen ist dieses Konzept ein Produkt dieser Fangruppierung.

    Dabei geht es mir darum zu wissen, ob es das Anliegen der „neuen“ Interessengruppe ist, wirklich für die Beibehaltung/Festigung von Mitgliederrechten einzutreten oder ob der längerfristige Sinn sein soll, Interessen der Ultragruppierungen zu unterstützen und zu vertreten und diese neue Interessengruppe ins Leben gerufen wurde, um unter dem unverfänglicheren Namen, Vereinspolitik zu machen, da der Begriff „Ultra“ ja nicht nur positiv besetzt ist?

    Wäre schön, wenn man mir das beantworten würde.

  5. Ney sagt:

    Steht auch nochmal auf der auf Schalke.V.ereint verlinkten Reviersport-Seite
    http://www.reviersport.de/2659.....mmung.html

    Dass die Supporter und die Schalker Fan-Ini neuerdings „verlängerte Arme“ der Ultras sein sollten, wäre etwas überraschend. Frag vielleicht mal direkt bei denen nach und schildere, was Du in Erfahrung bringen konntest.

  6. Tom sagt:

    Gelesen habe ich das auch aber ich dachte, hier bekomme ich vielleicht weiterreichende Infos. Ich habe nicht grundsätzlich was gegen Ultragruppierungen, kann mich nur mit einigen Anliegen und Sichtweisen nicht identifizieren und deshalb ist es für mich wichtig zu wissen, was die langfristige Intention der Interessenngruppe ist und ob es auch das Ansinnen ist, mittelfristig eine Vereinsinterne Opposition zu werden.

    Für mich entscheidet sich dadurch einfach, ob ich so etwas grundsätzlich unerstütze oder eben nicht.

  7. sandsturm sagt:

    Ich denke das es ein wenig wie bei ViaNogo vor einem Jahr ist.
    ViaNogo wurde ja von Frank Zellin und Michael Eckel,zwei Mitgliedern des Supperters Club, ins Leben gerufen und waren sowas wie die Gesichter von ViaNogo. Unterstützt wurden sie dabei natürlich auch von den drei genannten Gruppierungen in unterschiedlichster Form. Soweit ich mich erinnern kann war damals auf der Jahreshauptversammlung kein Redner der UGE dabei. Wohl aber der Roman Kolbe, dessen Name im Impressum der Schalke.V.eint-Seite steht und wohl sowas wie das Gesicht der Iniative ist. Immerhin habe ich zwei Online-Berichte über ihn gefunden. Roman ist beim Schalke Unser. Er verkauft immer am Eingang der Nordkurve. Da kann man ja direkt nachfragen.
    Diese Gruppierungen haben gewisse personelle Überschneidungen wo Mitglieder in allen drei oder auch in zwei Gruppierungen sind. Ich denke das bei verschiedenen Aktionen/Projekte Mitglieder dieser Gruppierungen sich zusammenschliessen, diese dann tragen, unterstützt (in welcher Art auch immer)von den Rest-Gruppen. Die Dauer der „Oppositions-Arbeit“ wird wohl davon abhängen, welche Erfolge man hat (welche Satzungsänderungen kommen durch, welche nicht)und welche Schnittmengen es bei anderen „Projekten“ gibt.
    Als Ziele von Schalke.V.ereint sehe ich für diese JHV die Zulassung aller Anträge auf Satzungsänderung. Wenn ich das richtig in Erinnerung habe sind die 7 abgelehnten Anträge nicht aus juristischen Gründen abgelehnt wurden, sondern weil sie inhaltlich nicht das wiedergeben was sich der Aufsichtsrat vorstellt.
    Ich bin der Meinung alle juristisch einwandfreien und nicht gegen das Leitbild verstoßende Anträge sollten zugelassen werden. Dann kann man sich die Pro/Contra-Argumente anhören und dann abstimmen.
    Selbstverständlich auch Anträge in der die JHV seine Einflussnahme selber beschneiden soll. (Bsp: Änderung der Zusammensetzung des Wahlausschuss)
    Auch da gibt es Pro/Contra-Argumente.
    Am Ende soll die JHV entscheiden, wie es weitergehen soll und nicht der Aufsichtsrat durch eine Vorauswahl der genehmen oder Aussortierung der unangenehmen Satzungsänderungsvorschläge.
    Das ist gelebte „Vereinsdemokratie“

    Hier die Links zu einem Interview mit Roman Kolbe

    http://fanzeit.de/der-antrag-i.....frech/1364
    http://fanzeit.de/ich-wandle-m.....ft-um/1373

    Der zweite Artikel an den ich gedacht hatte handelt eher über Gazprom.
    Aber auch von Roman Kolbe der Verfasser des Briefes an den Ehrenrat ist,
    der den Besuch der Schalker Mannschaft bei Putin thematisiert. Ist aber ein anderes Thema, trotzdem der Link

    http://www.zeit.de/2014/13/rus.....04-werbung

  8. Ney sagt:

    Nochmal: das ist doch gar keine exklusive Ultra-Veranstaltung. Supporters und Fan-Ini (u.a.) wirken da ebenfalls maßgeblich mit. Der V.i.S.d.P. ist von der Fan-Ini/Schalke Unser.

    Was mit ‚vereinsinterne Opposition werden‘ konkret gemeint ist, weiß ich nicht, könnte mangels Einsicht in das Innenleben dieser Initiative aber über deren langfristigen Ziele auch nichts sagen. Falls damit gemeint ist sowas wie eine Organisation, die sich Grundsatzopposition gegen den Vorstand
    auf die Fahnen geschrieben hat, das habe ich in der Vergangenheit bei keiner der beteiligten Vereinigungen beobachtet und das geht m.E. auch aus der SchalkeVereint-Seite nicht hervor. Das Ziel ist laut http://schalkevereint.de/index.php/page/3/ „die Erhaltung der Demokratie und damit der Mitgliederrechte in unserem eingetragenen Verein FC Gelsenkirchen-Schalke 04 e.V.“, als selbstgestellte Aufgabe ist angegeben, die Mitglieder vor der JHV zu informieren.

    Man muss das ja nicht aktiv unterstützen, nutzen kann man es als ein Mittel zur Meinungsbildung allemal.

  9. leoluca sagt:

    @Sandsturm

    Klar, zwei der eigenständigen Fanorganisationen, die aus dem Fandachverband ausgetreten sind, organisieren sich jetzt stärker selbst und das ist auch gut so. Die Fanini „Schalker gegen Rassismus“ und das SchalkeUnser zum Beispiel waren mir schon immer sympathisch – weil sie eben auch eine interessante Verbindung von Fußball und Politik herstellten.

    Nach deiner ausführlichen Darlegung und dem Fanzeit-Link müsste man jetzt eigentlich jemanden aus dem AR hören, ob der tatsächlich für eine Selbstbeschneidung durch festgelegte Plätze im bisher rein demokratisch gewählten Wahlausschuss steht, jenem Wahlausschuss, der die AR-Posten bestimmt.

    Was die Nichtanerkennung bestimmter Anträge durch den AR angeht, so ist der AR dazu erstens per Satzung legitimiert – und dieses Prinzip hat ja gerade auf Schalke gute historische Gründe. Zweitens hat die JHV die Möglichkeit, mit einer Zwei-Drittel-Mehrheit die Befassung eines Antrages auch gegen das Votum des AR durchzusetzen.

  10. sandsturm sagt:

    @Leoluca
    Bei dem besagten Antrag geht es darum, das demnächst 9 Mitglieder im Wahlausschuss sein sollen, 6 gewählte, 3 des Amts wegen entsendete(SFCV, Ehrenrat, der letzte fällt mir auf die Schnelle nicht ein). Der jetzige hat 7 gewählte.
    Also hat der jetzige Wahlausschuss 100% von der JHV direkt legitimierte Mitglieder, der zukünftige (falls der Antrag durchgeht)lediglich 2/3 der JHV direkt legitimierten Mitglieder.
    Das ist durchaus eine Beschneidung der Einflussnahme der JHV.

    Näheres später, ich muss jetzt los zum Spiel.

  11. sandsturm sagt:

    Der dritte Teil von Romans Interview

    http://fanzeit.de/langfristig-.....ieren/1369

  12. Links anne Ruhr (24.03.2014) » Pottblog sagt:

    […] Schalke.V.ereint (Königsblog) – […]

  13. leoluca sagt:
  14. Roman Kolbe sagt:

    Hallo,

    hier ist ja schon ein wenig über mich gesprochen worden.

    Vielleicht einige Worte zur Klarstellung: hinter SchalkeVereint stehen auch einige Mitglieder der UGE, diese sind aber – wenn ich das sagen darf – sogar eher in der Minderheit. Viele kommen von den Sups, fast die Mehrheit aber ist – wenn ich das richtig überblicke – sogar echt unorganisiert. Einfach Schalke-Mitglied und es dadurch vielleicht auch etwas leid, gewisse Privilegien, die der SFCV nun mal hat (z.B. AR-Sitz), „erdulden“ zu müssen.

    Wir haben gestern ein „Wir über uns“ veröffentlicht. Es folgt noch in Kürze eine Vorstellung von Ansprechpartnern der Initiative. Dann bekommt das Ganze auch noch mehr Gesicht. Aufgrund der Spiele in Madrid und jetzt das Derby haben wir dazu noch nicht die Zeit gefunden, wir liefern das aber schnellstmöglich nach. Versprochen.

    Aufgrund des Zuspruchs sind wir uns sicher, dass die Initiative auch noch nach der JHV weitergeführt wird. Es wird ja auch weiterhin noch vereinspolitische Themen geben, die uns Mitglieder bewegen.

    Wichtig erscheint uns, dass wir versuchen werden, mit Argumenten zu überzeugen. Sachlich, aber dennoch auf den Punkt und konsequent.

    Wenn Ihr noch Fragen habt: Kontakt über post at schalkevereint punkt de. Oder verfolgt unsere Webseite, da werden sicher nach und nach aufkommende Fragen beantwortet.

  15. leoluca sagt:

    Eine Antwort vom Schalker Fanclubdachverband:

    http://www.sfcv.de/shownews/sc.....ustig.html

  16. Tom sagt:

    Also doch. Wenn ich Romans Beitrag richtig verstehe, hat man durchaus vor, eine Opposition innerhalb der Fanszene und zum Stammverein darzustellen/zu werden.

    Schade, wie ich finde, denn wenn man sich wirklich bezüglich der anstehenden Entscheidungen auf der JHV „vereint“ hätte, dann wäre das für mich in einigen Punkten durchaus unterstützenswert gewesen.

    Durch die Ankündigung, dass man auch nach der JHV weiter machen will, befürchte ich, dass Schalke.V.ereint sich lediglich zum SFCV-Basher aufschwingen und etablieren will und wird.

    Dies wäre/ist für mich nicht erstrebenswert, da wir nicht noch mehr Keile innerhalb der Fanszene brauchen sondern eher den Schulterschluß miteinander. Ein „Starkes Schalke“ bedeutet für mich in erster Linie eine „Starke Fanszene“. Wenn die sich jedoch ständig untereinander bekriegt, ist ein „Starkes Schalke“ von vornherein zum scheitern verurteilt. Bei allen kontroversen Themen und bei aller kritischen Begutachtung der Vorgänge beim SFCV, halte ich fest, dass der SFCV auch sehr gute Dinge macht, auch direkt für die Fanclubs. Mein eigener Fanclub hat davon auch schon profitiert (nicht Kartenvergabe) und daher verteufle ich nicht alles was dort gemacht wird.

    Ich bin selbst Mitglied im SFCV, bin aber auch kritisch in der Betrachtung des SFCV, wenn es um einzelne Punkte geht. Der ständige Sitz im AR muss nicht sein, der Meinung bin ich auch. Ich will auch nicht, dass der SFCV einen ständigen Sitz im Wahlausschuß erhält. Ich bin für absolut demokratische Strukturen innerhalb des Vereins. Dennoch halte ich den SFCV grundsätzlich für eine wichtige Organisation im Sinne vieler Fans.

    Wenn ich jetzt damit rechnen muss, dass sich durch Schalke.V.ereint eine Gruppierung bildet, bei der zu erwarten ist, dass ständig gegen den SFCV geschossen werden wird, dann unterstütze ich das nicht, denn auf ständige Schlammschlachten innerhalb der Fanszene habe ich keinen Bock. Ich befinde mich immer noch beim Sport und nicht in der Politik und so soll es, zumindest für mich, auch bleiben.

    Wie gesagt, für mich ist es schade, dass Schalke.V.ereint sich nicht nur auf die JHV konzentriert, denn dann wäre das für mich in einigen Punkten unterstützenswert gewesen.

  17. Roman Kolbe sagt:

    Tom, was soll ich dazu eigentlich noch sagen, außer, dass Kommunikation über Online-Medien irre schwierig ist?

    SchalkeVereint ist kein (!) SFCV-Basher und will dies auch unter keinen Umständen sein. Wir finden einige Dinge echt kritisch, dazu gehört der SFCV-AR-Sitz. Damit werden nur die Fan-Clubs, die im SFCV organisiert sind, vertreten, die restlichen Mitglieder und Fan-Organisationen aber leider gar nicht.

    Ich möchte jetzt aber mal Dich, Tom, fragen, wie Dein Eindruck entstanden ist, dass wir SFCV-Bashing betreiben? Woher kommt das denn?

    Wenn wir einzelne SFCV-Vertreter im Wahlausschuss kritisieren, dann weil sie sich in einem Abhängigkeitsverhältnis zum Verein oder zum Vorstand befinden und nicht, weil sie im SFCV sind. Ich selbst bin auch im SFCV organisiert und finde viele Dinge wirklich klasse. Einige aber auch nicht, und ich finde, dass man die auch noch benennen können darf.

    Wir konzentrieren uns im Moment auf die JHV, weil hier natürlich die Themen als nächstes anstehen. Wie entsteht Dein Eindruck, dass das nicht so ist und wir in Opposition gehen? Was haben wir als SchalkeVereint konkret dazu beigetragen, dass dieser Eindruck bei Dir entstanden ist?

    Wenn es da Unklarheiten gibt, müssen wir die bereinigen. Danke!

  18. Roman Kolbe sagt:

    Ich möchte vielleicht noch kurz ergänzen: Dass wir „nicht auf Krawall gebürstet“ sind, sondern vielmehr an konstruktiven Lösungen in Zusammenarbeit mit Verein (und sicher auch mit SFCV) interessiert sind, wird glaube ich auch schon ganz gut dadurch dokumentiert, dass zwei unserer Anträge, die zuvor abgelehnt worden sind, nun vielmehr vom Aufsichtsrat zugelassen und auch befürwortet werden. Dazu sind Kompromisse von beiden Seiten eingegangen worden. Es handelt sich dabei um die Anträge von Stefan Schorlemmer (siehe aktuellen Kreisel) und Thorsten Altfeld.

    Natürlich wird es auch Themen geben, bei denen man nicht einer Meinung ist. Und dazu wird es ggf. eine Abstimmung auf der Mitgliederversammlung geben. Das Ergebnis ist dann demokratisch entstanden und zu akzeptieren.

    Wir werden diesen Weg gern konsequent weiter verfolgen. Wenn Euch, und Dir Tom, dabei aber einige Dinge unklar sind, meldet Euch. Mir ist leider immer noch nicht klar, wie der Eindruck so bei Dir entstehen konnte, das möchte ich gern wissen. Danke.

    Vielleicht können wir dazu ja auch mal telefonieren, dann bitte Kontakt an post at schalkevereint punkt de

  19. Tom sagt:

    Wie gesagt, der Eindruck wird bei mir dadurch erweckt, dass man sich eben anscheinend nicht als „Informationsvereinigung“ hinsichtlich der JHV sieht, sondern plant eine dauerhafte Organisation zu sein.

    Aufgrund der Kritik, die seitens Schalke.V.ereint gegen den SFCV gerichtet wird, und das ist doch wohl eindeutig erkennbar, befürchte ich, dass ihr, als neue/weitere Fanorganisation, mehr in Opposition zum SFCV gehen werdet. Grundsätzlich habe ich dagegen nichts einzuwenden und ich bin ja selbst auch kritisch gegenüber dem SFCV, was diverse Themen betrifft aber ich bin dabei der Meinung, dass man Veränderungen innerhalb einer solchen Fanvereinigung wie dem SFCV, am besten von innerhalb bewirken kann. Eine ständig in Opposition zu einer anderen Fanorganisation stehende Initiative ist meiner Meinung nach daher nicht zielführend und wird, auf Dauer, zu nur noch mehr Spaltung der Fanszene führen, die du ja auch selbst schon kritisiert hast.

    Wenn du, Roman, nun schreibst, dass du ja selbst auch Teil des SFCV bist, sehe ich es sogar noch kritischer, wenn man dann so eine „Initiative“ wie Schalke.V.ereint auf Dauer betreiben will. Es ist doch ähnlich wie in einer Familie. Wenn es Probleme gibt, intern, dann versucht man die auch erstmal intern zu lösen. Wenn man da von außen dann Kritik übt, dann ist das meiner Meinung nach eher kontraproduktiv, es sei denn, die Fronten sind so verhärtet, dass es anders nicht mehr geht. Ist das so?

  20. Roman Kolbe sagt:

    Tom, es gibt tatsächlich Probleme, die ist man auch schon 99 Mal angegangen und hat versucht diese zu lösen. Man kann es auch noch ein 100. Mal versuchen. Und gerne, ich bin dazu bereit, erwarte dann aber auch tatsächlich mal ein wenig Entgegenkommen.

    Wie gesagt, mit dem Verein haben wir das jetzt schon zweimal erfolgreich gemeistert. Ich gebe da nicht auf, es auch ohne Konfrontation zu versuchen. Steter Tropfen … Du weiß schon.

    Kurz zum SFCV: Ich bin (auch) in einem lokalen Fanclub organisiert. Und damit Teil der SFCV-Familie. Hat Vorteile, hat auch Nachteile. Und ich glaube, wir wären als Fanszene noch deutlich stärker, auch was das Sportliche angeht (12. Mann und so), wenn wir da auch mal eine Einigkeit hinbekommen würden.

  21. Tom sagt:

    Ich würde das sehr begrüßen Roman. Dran bleiben heißt das Motto, nur dabei muss man immer den gegenseitigen Respekt bewahren. Ich hoffe das können alle Seiten. Ein Gegeneinander auf Schalke können wir jedenfalls nicht gebrauchen und das ist es, worum es mir geht.

    Ich für meinen Teil werde auch weiterhin dem Vorstand des SFCV immer wieder auf den Zahn fühlen und meine Meinung zu Themen mitteilen, so wie ich es auch schon bezüglich des festen Platzes im Wahlausschuß getan habe oder auch in Bezug auf den „Blauen Faden“, bei dem mich auch gewisse Formulierungen stören oder werde den Verantwortlichen dies im Rahmen der Bezirkstreffen vortragen.

    Ich bin kein Jurist aber trotzdem habe ich mir vorgenommen bezüglich einiger Themen auch Anträge für die nächste JHV des SFCV zu stellen.
    Ich weiß noch nicht, wie ich es ausformulieren soll aber mal schauen.

    BWG, Tom

  22. Torsten sagt:

    Ich bin ja stets dafür, dass man alles hinterfragt, alles hinterfragen darf sowieso. Gerne auch, warum Schalke 04 irgendwie demokratisch sein soll, was daran so schützenswert ist, welche Vor- oder Nachteile das bringt. Vielleicht braucht das mal einen eigenen Blogtext um eine Diskussion dazu zu bündeln. Aber abgesehen davon höre und lese ich ganz häufig in Bezug auf den FC Schalke 04, dass „man“ es gut findet, dass der Club grundsätzlich demokratisch strukturiert ist, dass „man“ aber keine grundsätzliche Opposition will.

    Zuletzt jetzt hier bei Tom, im Kommentar von 29. März 2014, 08:55 Uhr:

    Also doch. Wenn ich Romans Beitrag richtig verstehe, hat man durchaus vor, eine Opposition innerhalb der Fanszene und zum Stammverein darzustellen/zu werden.
    […]
    Ich bin für absolut demokratische Strukturen innerhalb des Vereins.
    […]
    Ich befinde mich immer noch beim Sport und nicht in der Politik und so soll es, zumindest für mich, auch bleiben.

    Meines Erachtens ist das „nicht Fisch, nicht Fleisch“, oder auch „nix Halbet, nix Ganzet“. Demokratie gibt es ohne Opposition nicht. Will man Demokratie, muss man auch ein Gegeneinander aushalten. Mag man es lieber einheitlich und will man, dass der bloße Erfolg oder Misserfolg über einen Chef entscheidet, fährt man mit den Strukturen eines Wirtschaftsunternehmens sicherlich besser und dann gibt es auch nichts demokratisches zu schützen.

  23. Tom sagt:

    @ Torsten.

    Sorry, vielleicht habe ich mich da missverständlich ausgedrückt. Ich bin ja nun auch kein ausgebildeter Rhetoriker.

    Nochmal, ich bin für absolut demokratische Strukturen auf Schalke.
    Mit Opposition meine ich eher den Gegenpart zum SFCV. Das kann man natürlich machen aber ich habe halt meine Zweifel daran, dass dies nur um der Sache willen getan wird oder aus auch persönlichen Animositäten.

    Es gibt ja etliche Aussagen von Personen, die entweder zu Schalke.V.ereint gehören oder dieser Initiative wohlgesonnen nahe gegenüber stehen, bei denen Kommentare zu lesen sind, auch bezüglich der kommenden JHV, in denen klar erkenntlich ist, dass man eine gewisse Abneigung gegen den SFCV hat.

    Dort, beispielsweise ist zu lesen, dass es ein Irrglaube sei, dass der SFCV für „Die Fans“ sprechen würde. Das dies nicht der Fall ist und es diverse Verquickungen zum Stammverein gibt und ähnliche Dinge. Das ist alles schön und gut, gleichzeitig lese ich bei diesen Leuten aber nicht, dass beispielsweise bei den Supporters schon auf der Startseite der Homepage steht „Die Interessenvertretung passiver Mitglieder des FC Schalke 04″ http://supportersclub.de/

    Ich bin passives Mitglied beim S04. Vertreten die mich nun bzw. fühle ich mich durch die Supporters vertreten? Nein und trotzdem wird es laut „Überschrift“ behauptet und es wirken bei Schalke.V.ereint ja auch Supporters mit. Beim SFCV regt man sich auf, anderswo nicht und das weckt bei mir eben diesen Verdacht, dass es auch um persönliche Dinge geht und somit nicht nur um Sachkritik. Opposition ist für mich aber nur sinnvoll, wenn es um Sachthemen geht.

    Diese Zweifel konnte man bei mir bisher nicht ausräumen und daher sehe ich die Oppositionsfunktion in diesem Falle kritisch und mit zweierlei Maß messend. So etwas führt nach meiner Meinung und meinen Erfahrungen, in der Regel nicht zu einer Versachlichung von Diskussionen sondern bewirkt eine Polemisierung von „beiden“ Seiten und damit zu einer weiteren Trennung bzw. Spaltung. Wenn man aber eigentlich ein gemeinsames Ziel hat, wird man dieses Ziel kaum erreichen und das ist es, was mir an der ganzen Sache Sorgen macht.

  24. Roman Kolbe sagt:

    Das ist schon eine interessante Sichtweise, ich überspitze mal: Wenn man keine Auseinandersetzung mehr möchte, keine SFCV-Position und keine „Opposition“, dann schafft man den Verein am besten ganz ab und macht daraus eine KgaA. Dann hat man das ganze Theater nicht mehr.

    Wenn die Logik wirklich so gemeint ist, dann sollten wir da vielleicht alle nochmal drüber nachdenken, welche Vorzüge doch die Vereinsform ggü. den Unternehmensformen besitzt. Da lässt sich trefflich drüber streiten, meine Position dazu ist aber felsenfest: Ich mache aus meiner Familie auch keine Aktiengesellschaft. Da geht die Identität vollends flöten.

    Und nochmal – aber wirklich kurz – zum SFCV: Der SFCV hat wirklich in vielen Teilen gute Arbeit geleistet, und zwar quasi immer dann, wenn es um die Betreuung von Fanclubs geht, um die Organisation von Turnieren, Auswärtsfahrten, Blau-Weißen Nächten, … Das ist klasse!

    Der Schwachpunkt ist doch eher da zu sehen, wenn es darum geht, auch einmal etwas „gegen“ die Meinung des Vereins zu sagen.

    Beispiele: viagogo, Polizeiaktion, PAOK-Saloniki, Kartenausschuss.

    Da haben wir von SchalkeVereint die ganz klare Position, dass die Reaktion des SFCV (und hier natürlich von der Spitze des SFCV) die falsche war. Man hätte sich gegen viagogo stellen müssen, man hätte auch gegen die Polizeiaktion mitdemonstrieren sollen und man hätte auch im Kartenausschuss nicht so vorschnell „die Meinung des Vereins übernehmen“ sollen.

    Ich verstehe eine Fan-Vertretung auch als solche, wenn sie durch die Fan-Brille schaut, quasi wie ein „Betriebsrat in einem Unternehmen“.

    Was ich sagen will: Nicht alles im SFCV ist schlecht, überhaupt nicht, und vielleicht müssen wir das auch nochmal gezielter so darstellen. Es gibt aber Punkte, da kommen wir ganz einfach nicht überein.

    Die persönliche Komponente – da gebe ich Dir recht, Tom – spielt leider allzu häufig auch eine Rolle. Auf beiden Seiten. Wie man ja nun auch unschwer an der Reaktion des SFCV und den „Scharmützeln“ in den Kommentaren dazu entnehmen kann. Da müssen und werden wir auch dran arbeiten, dass wir die Sachthemen weiter nach vorne stellen. Und nur diese!

    Ich würde mich jedenfalls freuen, wenn Ihr alle hier unseren Weg einmal weiter – gern auch kritisch – verfolgt. Und gerne stehe ich auch zu persönlichen Gesprächen bereit, kein Thema.

  25. leoluca sagt:

    @Roman Kolbe

    Verstehe ich dich richtig, dass du im Verein resp. seitens der Vereinsspitze eine Infragestellung des „e.V.“ befürchtest? Ich kann die nicht sehen.

    Zum Dachverband: Die Kritik in der Sache an der Politik der Verbandsführung (Beispiele: viagogo, Polizeiaktion, PAOK-Saloniki, Kartenausschuss) teile ich, und einiges ist ja inzwischen davon auch revidiert.

    Aber warum diese Kritikpunkte die organisatorische Trennung vom Dachverband rechtfertigen sollen, das kann ich nicht nachvollziehen. Ich finde, wenn man den (im Prinzip absolut legitimen) Schritt einer organisatorisch eigenständigen Vereinsopposition geht, muss mehr dahinter stecken als ein paar Scharmützel mit dem SFCV.

  26. Roman Kolbe sagt:

    @leoluca

    Zu Deiner ersten Frage: Nein, das sehe ich auch nicht so. Meine Antwort bezog sich auf den Kommentar von Torsten.

    Bzgl. der Rechtfertigung zu einer anderen Organisation mal eine Gegenfrage: Warum hat sich denn Die Linke damals von der SPD abgespalten? Doch weil man überhaupt nicht mehr zusammenkam, man politische Standpunkte nicht mehr zu einem Konsens bringen konnte.

    Im völlig abstrakt übertragenen Sinne finden wir aktuell die gleiche Situation auf Schalke vor. Und man muss da nicht die Linke unbedingt nennen, es gibt zig weitere Beispiele.

    Und da gebe ich Dir vollkommen recht: Opposition kann man nicht um der Opposition willen tun (obwohl man da bei der Linken ja sogar manchmal das Gefühl hat ;-)). Wir arbeiten da zurzeit an Konzepten, die noch nicht spruchreif sind, sie sind eben noch in der Entwicklung. Es wird aber definitiv auch Konzepte geben, die Lösungsalternativen bieten. Ich bitte da einfach um etwas Geduld, wir alle tun dies ehrenamtlich und solche Konzepte müssen gut durchdacht und abgestimmt sein.

    leoluca: Ich biete Dir gern an, dass wir einmal telefonieren, meine Mail steht weiter oben.

  27. leoluca sagt:

    @Roman Kolbe

    Hab Dank für die schnelle Antwort und dein Angebot. Mit meiner Geduld kannst du rechnen – mit einer Mail nur dann, wenn ich auch von mir was beitragen kann. Im Moment fehlt mir leider die Zeit.

  28. Torsten sagt:

    Dingdong!

    Hinsichtlich der eingereichten und in den vergangenen Ausgaben des Kreisel vorgestellten Satzungsänderungsanträge haben sich zwischenzeitlich Änderungen ergeben: Alle Anträge zum Themenschwerpunkt Wahlausschuss wurden zurückgezogen, namentlich die Anträge der Antragssteller Günther Reipen, Reinhard Brömmel, Matthias Feck, Jan Henke und Dr. Stephan Kleier.

    Die Diskussion über Satzungsänderungen zum Wahlausschuss soll demnach auf Wunsch der Beteiligten und des FC Schalke 04 nicht konfrontativ auf der Mitgliederversammlung, sondern konsensorientiert in einem Arbeitskreis geführt werden. Dessen Ergebnisse können dann auf der Mitgliederversammlung 2015 vorgestellt und zur Abstimmung gebracht werden.

    Im Original hier.

  29. Roman Kolbe sagt:
  30. sandsturm sagt:

    Passt am besten hier rein:

    Schalke unterstützt folgende Wahlausschuss-Kandidaten:

    http://starkes-schalke.de/aktu.....ausschuss/

    Starke Stück sagt das Schalke Unser dazu:

    http://schalke-unser.de/?p=1440

  31. sandsturm sagt:

    Schalke zieht die Unterstützung zurück:

    http://starkes-schalke.de/aktu.....s-zurueck/

  32. sandsturm sagt:

    Starkes Schalke zieht Unterstützung für Kandidatur von sechs Kandidaten für Wahlausschuss zurück:

    http://starkes-schalke.de/aktu.....s-zurueck/

  33. leoluca sagt:

    Gute Nachricht. So dumm diese Unterstützungsaktion auch war, so respektabel ist die selbstkritische Korrektur durch den Verein.

  34. Ma’ Kandidaten kucken: Infoveranstaltung zur JHV sagt:

    […] findet am Sonntag eine Informationsveranstaltung statt. Veranstalter ist die Initiative Schalke.V.ereint, los geht’s um 13:04 Uhr an der Glückauf-Kampfbahn und ab 15:30 Uhr stehen Sonderbahnen der […]

  35. Federbusch sagt:

    Zitat Torsten:

    „Meines Erachtens ist das „nicht Fisch, nicht Fleisch“, oder auch „nix Halbet, nix Ganzet“. Demokratie gibt es ohne Opposition nicht. Will man Demokratie, muss man auch ein Gegeneinander aushalten. Mag man es lieber einheitlich und will man, dass der bloße Erfolg oder Misserfolg über einen Chef entscheidet, fährt man mit den Strukturen eines Wirtschaftsunternehmens sicherlich besser und dann gibt es auch nichts demokratisches zu schützen.“

    Gerhard Polt würde dazu sagen: „Ich brauche keine Opposition, weil ich bin bereits ein Demokrat.“ (Da es das Internet ist, in aller Deutlichkeit. Das meint der Herr Polt ironisch, Tom.)

  36. Roger Lenhard sagt:

    Mittlerweile ist der Wahlausschuss mehrheitlich von angagierten Vertretern von SchalkeVereint besetzt. Ich bin mal gespannt, wer zur Wahl in den Aufsichtsrat zugelassen wird. Ich als Tönnieskritiker möchte die Möglichkeit haben
    auf der Jahresmitgliederversammiung, dem oberste Beschlussorgan des Vereins, gegen CT zu stimmen. Sollte der Wahlausschuss aber, wie im letzten Jahr bei Uwe Kemmer schon geschehen, gesinnungspolitisch motiviert CT zur Wahl nicht zulassen, wäre das eine Katastrophe und würden die hehren Ziele von SchalkeVereint für mehr Demoratie und Transparenz Lügen Strafen.

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