Schalke macht den nächsten Schritt

Obwohl unser Trainer Jens Keller vor dem Spiel nicht weniger als elf Ausfälle verkraften und seine Mannschaft dementsprechend umbauen musste, konnte Schalke 04 mit einer jugendlichen Mannschaft gegen „die alte Dame“ Hertha BSC mit 2:0 den nächsten Heimsieg einfahren.

Vor dem Spiel suchte ich im Regelwerk des DFL schon mal danach, wie viele Spieler noch ausfallen müssten, damit Schalke eine Spielverlegung beantragen kann. Kaan Ayhan, seines Zeichens Nachwuchsspieler mit der Erfahrung zweier Bundesligastartelfeinsätze, konnte aber eben doch auflaufen. Das Verrückte daran ist wohl eher, dass Schalke-Fans in ganz Deutschland ein erleichternder Seufzer über die Lippen ging, als man davon erfuhr. So rückte lediglich Chinedu Obasi in die Startelf und Leon Goretzka konnte zum ersten Mal in einem funktionierenden Team auf seiner Paradeposition im zentralen Mittelfeld spielen.

Die ersten Minuten zeigten direkt, an welche Leistung die „Schalker Rasselbande“ (© Jens Keller) anknüpfen wollte und auch anknüpfte. Wie zuvor im Revierderby presste man aggressiv nach vorne und drückte den Gegner weit in dessen Hälfte. Im Unterschied zum Derby konnte der Gegner allerdings kein Mittel dagegen finden und wurde im Pressing mehr oder weniger erdrückt. Schalke schob dazu weit vorne bereits auf die Gegenspieler. Obasi und Draxler zum Beispiel verfolgten die Außenverteidiger Berlins bis weit in deren Hälfte, auch Hoogland und Kolasinac kannten keine Grenze bei der sie stoppten und deckten ihre Gegenspieler eng. Der entscheidende Punkt war jedoch die Laufbereitschaft aller Beteiligten. Nach jedem Hertha-Pass verschob sich unser Team mit intensiven Läufen um den Ballführenden um seine direkten Anspielstationen unter Druck zu setzen. Insbesondere die offensiven Spieler waren sich nicht zu schade, den Herthanern hinterherzugehen und aus einer weiteren Richtung Druck zu machen. Weil Goretzka und Neustädter zudem eine traumwandlerische Sicherheit bei der Besetzung von kritischen Räumen zeigten, konnten viele Zweikämpfe scheinbar einfach gewonnen und zahlreiche Fehlpässe erzwungen werden.

Leider schien es zunächst so zu sein, als sei man vor lauter Einübung des Pressings noch nicht dazu gekommen, was man mit einer Balleroberung in der gegnerischen Hälfte so anfängt. Man fühlte sich ein wenig an die Anfangsphase der Saison erinnert, wenn man sah wie hilflos das Zusammenspiel vorgetragen wurde. Da wurden Bälle zu lange gehalten, sich zielsicher an die Seitenlinie kombiniert oder der Klassiker „Einer hat den Ball, alle rennen weg“ aufgeführt. Es schien fast so, als spiele die Hälfte der Mannschaft im Kopf einen Konter aus und die andere einen normalen Spielaufbau. Besonders Huntelaar und Meyer schienen den Ball lieber erst noch zwei bis drei Sekunden am Fuß behalten zu wollen bevor sie ihn wieder abgaben. Die Hertha nutzte diese Zeit dagegen um ihre zwei Viererketten wieder aufzubauen. Stand der Gegner erstmal sicher, fiel unserer Mannschaft auch recht wenig ein. Positionswechsel, um den Gegner mal aus der Ordnung zu bringen, wie wir sie gegen Braunschweig noch einige Male gesehen haben, gab es keine.

Aus den zahlreichen Balleroberungen konnte man also in der ersten Halbzeit keinen Profit schlagen, zum Glück gelang dies beim Spiel von hinten heraus in der 16. Minute. Zu dem Zeitpunkt hatte sich Kaan Ayhan bereits einen dicken Bock geleistet als er, Joel Matip und Ralf Fährmann das Spiel von hinten aufbauen wollten. Im Gegensatz zu Timo Hildebrand nach seinem Chelsea-Fauxpas behielten die nun Beteiligten jedoch die Nerven und nutzten fortan eben nicht die „sichere“ Variante des Nach-vorne-Bolzens. Ayhan spielte den Ball sauber zu Ralf Fährmann zurück, dieser umspielte Ramos mit einem Pass auf Matip (ermöglicht dadurch, dass Joel diesen Ball auch haben wollte und sich entsprechend freilief). Zu diesem Standpunkt formierte sich Schalke in der Offensive sehr weit gestreckt und schuf so im Zentrum weite Räume. Die Außenverteidiger agierten enorm hoch und breit, die offensiven Spieler drückten die gegnerische Abwehr weit nach hinten. Die Folge war ein fast schon verwaistes Zentrum in das Joel Matip ungehindert bis zur Mittellinie vorstoßen konnte. Nachdem er deutlich sichtbar mehrere Varianten evaluierte entschied er sich für die öffnende Seitenverlagerung auf Chinedu Obasi. Der nutzte die Unkonzentriertheit der Herthaner dann eiskalt aus und markiert das 1:0.

Leider ließ neben der Intensität des Pressing auch das Aufbauspiel zunehmend nach. Mehr und mehr ließ man die Bälle einfach von Ayhan oder Fährmann nach vorne schlagen und positionierte sich nicht mehr für das Aufbauspiel. Das Spiel verflachte dadurch immer mehr, zusätzlich wurden sehr viele Fouls gespielt, was den Spielfluss vollends zum erliegen brachte. Nachvollziehbar war für mich dabei, dass man diese Form des Pressings nicht über 90 Minuten würde durchhalten können. Weniger nachvollziehbar war, wieso man darauf verzichtete geordnet aufzubauen. Mit Ayhan und Matip standen zwei sehr sichere Passspieler auf dem Feld und auch unser Mittelfeld war offensichtlich in guter Verfassung. Dies gilt umso mehr, da sich die Hertha gut eingestellt zeigte was lange Bälle anging, und es dann schaffte, den Ball auch selbst über mehrere Stationen zu kontrollieren. Folgerichtig hatte Schalke nach dem Tor keinen gefährlichen Abschluss mehr in Halbzeit Eins.

Die Gäste hingegen entschieden sich, wenn sie die Zeit dazu hatten, meist für lange Bälle auf ihre Stürmer. Nachdem Ramos gegen Matip keinen Stich machte (und auch nicht mehr machen sollte) visierten die Berliner zunehmend das Pärchen Ayhan-Wagner an. Dadurch konnte Berlin wenigstens ab und an gefährliche Szenen kreieren, teilweise auch, weil Kolasinac in Strafraumnähe die Bissigkeit, die er beim Pressing an der Mittellinie noch eindrucksvoll unter Beweis stellte, komplett abging, und gar zu passiv zuschaute wie geflankt bzw. geschossen wurde.

Zum Glück schien Jens Keller in der 15-minütigen Halbzeitpause noch eine Sonderlektion „Umschaltspiel nach Ballgewinn“ eingeschoben zu haben. Krankte das Spiel davor noch an zu wenig Direktheit, zeigte man sich danach sehr viel zielstrebiger. Balleroberungen wurden dementsprechend wie Konter gespielt: Ball erobern, Ball behaupten und weiterleiten, Steilpass, Abschluss. So war es bereits nach nicht einmal einer Minute zu sehen: Wieder zog man das Pressing auf, in der Intensität wie zu Beginn des Spiels. Auch wenn Kaan Ayhan den Ball letztendlich erobert, indem er den Gegner bis in die eigene Hälfte verfolgt, hatte doch Leon Goretzka großen Anteil daran, der sich in den Sekunden davor geschickt bewegte, Räume verknappte. Dadurch zwang er die Hertha in die enge Situation, welche die Balleroberung ermöglichte. Danach war er direkt anspielbar und leitet den Ball vertikal auf Chiedu Obasi weiter (und spielt z.B. nicht den überflüssigen Seitenwechsel ganz links raus). Obasi zeigt gutes Timing beim Steilpass, und Huntelaar weiß eben wie man Tore schießt.

Nach dem Treffer spielte Berlin etwas offensiver, was den Schalker Kontern mehr Raum und Zeit gab. Aus taktischer Sicht wurden die Konter richtig gespielt: Das Spiel wurde beschleunigt, Querpässe vermieden und der riskante Steilpass gesucht, um trotz Unterzahl in gefährliche Situationen kommen zu können. Leider versuchten es Max Meyer und Julian Draxler einige Male gar zu offensichtlich, die Gasse zwischen Innen- und Außenverteidiger zu finden.

Individuell schien Obasi neue Batterien eingesetzt bekommen zu haben. Waren seine Dribblings in Hälfte Eins oft noch pomadig anzusehen, zeigte er in Hälfte Zwei wieso wir uns freuen können ihn im Kader zu haben, und wieso er von seinen Fähigkeiten eher auf die Rechtsaußen-Position gehört als Leon Goretzka.

Der Hertha dagegen gelang aus dem Spiel heraus kaum etwas. Bis circa zur 70. Minute gingen die Gäste im Pressing unter, dann ließen die Kräft bei den Königsblauen merklich nach. Das einzige Kapital, was Hertha daraus schlagen konnte, war jedoch der Versuch Standards schon aber der Mittelinie zu „ziehen“. Ohne Vertrauen in den eigenen Spielaufbau wurden lange Bälle in den Strafraum geschlagen, immer auf den „Lucky Punch“ hoffend, der dieses Spiel nochmal hätte spannend werden lassen können. Ironischerweise gelang dies sogar noch. Ich weiß immer noch nicht, was der Schiedsrichter abgepfiffen hat, als er Herthas Treffer in der 81. Minuten die Anerkennung verweigerte. So aber blieb es beim 2:0.

Auch wenn Hertha danach noch einen Abschluss von Ramos verzeichnen konnten, waren die spielerischen Offensivbemühungen der Berliner ähnlich harmlos wie die der Braunschweiger. Obwohl Schalke sichtlich erschöpft war und um jeden Meter kämpfen musste, hatte man doch irgendwie das Gefühl, das Spiel klinge in den letzten Minuten so langsam aus. Martin Max als Co-Kommentator war hörbar aufgeregt als sein Filius eingewechselt wurde, und die Mannschaft musste nach dem Abpfiff erstmal mehrere Minuten verschnaufen, bevor man sich zur Nordkurve schleppen konnte.

Eine ganz hervorragende Leistung zeigte für mich Leon Goretzka. Zum ersten Mal konnte ich nachvollziehen, warum um ihn ein solches Tohuwabohu veranstaltet wurde. Im zentralen Mittelfeld verband er ein kluges Stellungsspiel mit aggressiver Zweikampfführung. Obwohl er so erstmals mit Roman Neustädter zusammenspielte, profitierten beide voneinander, dominierten das Zentrum und präsentierten sich in der Abstimmung so stark, als spielten sie seit der U16 zusammen. Nach vorne zeigte er ein gutes Auge für den zu bespielenden Raum und ein paar starke Dribblings. Besonders an den Dribblings stach heraus, wieso er ein zentraler und kein Flügelspieler ist. In Jefferson Farfans Lieblingssituation namens „Wir wissen beide, dass ich gleich ein Dribbling starte“ kommt Leon nicht am Gegenspieler vorbei. Hat er dagegen im Mittelfeld die Option, auch den Pass zu spielen, kann er die die Gegner durch sein Vorbeiziehen überraschen.
Joel Matip spielte Ramos schlicht an die Wand! Gefühlsmäßig waren die einzigen verlorenen Zweikämpfe jene, die der Schiedsrichter unverständlicherweise als Foul abpfiff. Aber da solche Leistungen eher Regel als Ausnahme bei ihm sind, überrascht das ja niemanden mehr.

Alles in allem spielte Schalke ein starkes Pressing, so stark wie ich es bei unserer Mannschaft selten bis nie gesehen habe. Bereits gegen Braunschweig und Dortmund konnte man sich dahingehend verbessert und gut zeigen, ich würde dieses Spiel gegen Hertha allerdings als die definitive Etablierung ansehen. Dabei ist es klar, dass ein solches Pressing nicht über 90 Minuten aufrecht erhalten werden kann. Letztendlich zeigte man in beiden Hälften ein Drittel hochintensives, ein Drittel mittelstarkes und ein Drittel wenig Pressing. Wie man mit den vielen eroberten Bällen denn nun umgehen soll wusste man dagegen (zu) lange nicht. Erst nach der Halbzeit schienen alle Spieler der gleichen Marschroute zu folgen. Dadurch verlor das Spiel zwischendurch immer mal den Faden, und es tat sich längere Zeit nichts in den Strafräumen. Vergleicht man diese Leistung mit dem, was wir in der Hinrunde ansehen (des Öfteren auch ‚ertragen‘) mussten, ist der spielerische und mannschaftstaktische Fortschritt sehr deutlich zu erkennen, und ein großes Lob geht an dieser Stelle an das Trainerteam um Jens Keller. Letztendlich macht Schalke also sowohl auf der taktischen Ebene als auch im Kampf um die Champions League Plätze genau einen, wenn auch großen, Schritt nach vorne. Deshalb bin ich auch guter Dinge, dass bis zum Saisonende die nötige Menge an weiteren Schritten auch noch stattfindet.



PS: Wenn man sich anschaut, welche Spieler von Schalke für die neue Saison als interessant erachtet wurden oder werden (Sam, Firminho, Hahn), fällt auf, dass dies genau solche Hochtempospieler sind, welche in vielen Szenen des Spiels gegen Hertha BSC ihre Stärken hätten ausspielen können …



20 Kommentare zu “Schalke macht den nächsten Schritt”

  1. Lutt sagt:

    Sehr schöner, ausführlicher Bericht, swe.
    Das trifft es genau. Ich glaube, dass uns das Schalker „Bubi-Ensemble“ noch viel Freude bereiten wird. Zum Ende hin fehlt dann doch noch etwas Luft und Erfahrung, was durch wiederholtes Rausdreschen auffiel. Aber das ist absolut ok und nachvollziehbar.
    Besonders gefreut hat mich der grandios getretene Freistoß von Ayhaan. Auch auf diese Fertigkeit kann sich das Schalker Herzchen in Zukunft freuen…

    Schade trotzdem, dass sich ein Andre Hahn für die Vfl entschieden hat…

  2. bernd sagt:

    Danke swe für den schönen Bericht.
    Sam, Kirchhoff, Clemens, Aogo, Uchida, Höger, Papadopoulos, Santana und die halbe U19 (dieser übrigens Gratulation zum erreichten Pokalfinale), das sind doch reichlich neue Spieler für die nächste Saison. Mein Bedarf ist damit eigentlich gedeckt.

  3. leoluca sagt:

    Eine feine und genaue Spielanalyse. Dank dafür. Goretzkas Leistung muss man unbedingt hervorheben und wie selbstverständlich er schon mit Neustädter zusammen spielte, das war wirklich großartig.

  4. Philipp sagt:

    Richtig tolle Analyse!! Danke!!

  5. MarcB sagt:

    Komisch, ich habe ein anderes Spiel von Obasi gesehen. Eine Fehlpass-Orgie, er hat nicht einen einzigen Ball an den Mann gebracht.

  6. derwahrebaresi sagt:

    @MarcB

    @er hat nicht einen einzigen Ball an den Mann gebracht.

    … wer war noch der passgeber zum 2-0 ?

  7. Erle72 sagt:

    @er hat nicht einen einzigen Ball an den Mann gebracht

    … wäre beim Schuß zum 1:0 auch echt unpassend gewesen.

  8. Carlito sagt:

    Sehr lesenswerter und ausführlicher Bericht, swe! Freue mich schon auf die hoffentlich weiteren Schritte in der Entwicklung unserer Truppe. Macht echt Spaß, dieser zuzuschauen. Auch wenn beileibe noch nicht alles klappt. Aber die Richtung stimmt auf jeden Fall!

  9. Torsten sagt:

    Komisch, ich habe ein anderes Spiel von Obasi gesehen. Eine Fehlpass-Orgie, er hat nicht einen einzigen Ball an den Mann gebracht.

    Ohne einen Statistik parat zu haben und ohne seinen Fleiß bei der Defensivarbeit in Abrede stellen zu wollen: Das mit den Ballverlusten haben ich auch so erlebt. Mein Live-Tweet dazu sah so aus:

  10. RJonathan sagt:

    @swe
    Super-Artikel, habe nur die zweite Halbzeit gesehen, da stimme ich mit dem Geschriebenen überein.

    Auch Goretzkas Stärke im Vergleich zu Farfan hast du gut beschrieben. Er und Boateng gehören zu dem Spielertyp: vier Leute um mich rum und der Ball bleibt trotzdem in den eigenen Reihen. Ich hoffe Keller spielt gegen Bremen mit Neustädter – Goretzka und davor mit Boateng. Meyer kann eine Pause vertragen.

  11. RJonathan sagt:

    @Torsten
    Gute Besserung!

    Ein anderes Thema habe ich mir am Wochenende mal genauer angeschaut. Deine Frage bezüglich der Schalker Aufholjagd, ob es ein solches versagen der Mannschaften auf den oberen Plätzen schon mal gegeben hat. Ich denke die Meisterschaft von Wolfsburg kann als so eine Nummer gesehen werden. Die waren 9. mit 9 Punkten Rückstand auf die 1.

  12. bernd sagt:

    …laut ZDF Videotext hat Obasi 38 Pässe gespielt, davon sind 55% angekommen(also 20,9 Pässe :-) ). Damit war er der schlechteste Passgeber der Mannschaft.
    Ich fand er strahlte Spielfreude aus, wenn es tatsächlich so war, dass er immer unter Schmerzen gespielt hat und nun schmerzfrei ist, passt das ja. Ich freue mich für ihn.

  13. Սաշա sagt:

    @Obasi: Andreas Ernst trifft es auf derwesten.de in seiner Einzelbewertung für Obasi meines Erachtens ganz gut:

    Er zeigte zweimal, warum Manager Horst Heldt einst so viel Geld für ihn bezahlte. In der 15. Minute setzte er sich gegen die halbe Hertha-Abwehr durch, umdribbelte Torwart Rune Jarstein und schloss souverän zum 1:0 ab. Nach der Pause legte er das 2:0 mit einem Traumpass vor (46.). Dafür gab es bei seiner Auswechslung Ovationen. Aber: 13 Fehlpässe sind bei allem Lob zu viel. Note: 2

  14. swe sagt:

    Zuerst möchte ich mich bei Torsten für das Vertrauen bedanken, mich als Gastschreiber für den Königsblog ran zu lassen.

    Dann für das freundliche Feedback, ich hoffe der Beitrag hat vielen Lesern gut gefallen und war flüssig zu lesen.

    @MarcB zu Obasis Leistung:
    Ich hatte auch nicht geschrieben, dass Obasi passstark war. In der ersten Halbzeit hatte ich aber den Eindruck, selbst einfache Querpässe misslingen. In der zweiten Halbzeit kamen zwar auch einige Pässe nicht an, das waren dann aber wenigstens Risikopässe in die Spitze.

    @RJonathan:
    Auf dieses Mittelfeldzentrum hoffe ich ebenfalls gegen Bremen.

  15. Maddin sagt:

    Chapeau vor dieser Analyse. Das war definitiv auf des Blog-Chefs Niveau! Ich frage mich manchmal wie oft ihr Euch am Wochenende das Spiel wieder und wieder im voller Länge anschaut um all die Dinge zu sehen die ich niemals erkennen würde. Das hat manchmal schon was „nerdiges“. Und das mein ich absolut als Kompliment. Ich gebe es ja unumwunden zu: ich bin ja eher die biertrinkende Feiertrulla in N3 welche Fussball durchaus als kompensierende Freiheit zum beruflich Stress nutzt. Aber seit ich hier im Blog unterwegs bin hat mich durchaus der Ehrgeiz gepackt das Spiel am nächsten Tag nüchtern nochmal unter der Prämisse der fachlichen Analyse zu schauen.
    Offensichtlich bleib ich da allerdings auf Amateurniveau und wunder mich gerne Woche für Woche über Eure Blickwinkel auf den letzten Spieltag.
    Interessant ist dabei allerdings, dass sich meine doch sehr emotionale und unter Umständen pathetische Wahrnehmung des Spieles mit Euren rationalen Analysen deckt.
    Für seine Verhältnisse wird der Blogchef im Verlauf der Rückrunde ja mittlerweile geradezu manisch;)

    Find ich alles wirklich wirklich gut.
    Glückauf!!

  16. Torsten sagt:

    Ich hoffe Keller spielt gegen Bremen mit Neustädter – Goretzka und davor mit Boateng. Meyer kann eine Pause vertragen.

    @RJonathan:
    Auf dieses Mittelfeldzentrum hoffe ich ebenfalls gegen Bremen.

    Ohne Euch damit auf’n Sack gehen zu wollen, aber auch dazu hätte ich noch einen Live-Tweet von Freitagabend …


    ;-)

    Ich frage mich manchmal wie oft ihr Euch am Wochenende das Spiel wieder und wieder im voller Länge anschaut

    So schlimm ist das bei mir nicht. Zumal meine Texte ja nicht immer eine Analyse und nur sehr selten eine vollständige Beschreibung darstellen. Ich gehe stets davon aus, dass Leser, die in diese hintere Ecke des Internets gefunden haben, über das Spiel an sich informiert sind. In diesem Blog gehts deshalb weniger um Information als um Meinung, und jede Beschreibung ist vor allem Grundlange zur Diskussion.

    Ich schreibe meinen Text grundsätzlich, nachdem ich das Spiel nur einmal – eben live – gesehen habe. Ob ich schon Gedanken (manchmal fast den ganzen Text) direkt nach dem Spiel festhalte, oder ob ich erstmal alles sacken lasse und einen Tag später beginne, kommt auf das Spiel an und darauf, ob ich mir schon darüber im Klaren bin, was ich hervorheben will, oder nicht (auch ich leide natürlich an Fublos D). Erst wenn mein Text quasi fertig ist schaue ich mir das Spiel via S04.tv noch mal „Re-Live“ an, manchmal auch nur Teile davon. Bei mir lautet die Antwort also „maximal zweimal“.

    Was man mal erwähnen kann: Das man für ein Blog erst Montags fertig sein muss, ist natürlich sehr angenehm. Journalisten mit ihren Aufträgen für Onlinemedien oder noch zu druckendem Druckwerk müssen gleich nach Abpfiff produzieren und flott liefern. Das ist bereits bezüglich der zeitlichen Komponente nicht zu vergleichen, abgesehen von den sonstigen Zwängen vs. der maximalen Freiheit hier.

    Für seine Verhältnisse wird der Blogchef im Verlauf der Rückrunde ja mittlerweile geradezu manisch;)

    Absolut, vom Erfolg getrieben! Ich gehe fest davon aus, dass Jens Keller auf der JHV 2015 von Clemens Tönnies für die Ehrenkabine vorgeschlagen wird …

  17. schoschi sagt:

    auch von mir noch mal ein „danke“ für diesen blog! bin auch sehr zufrieden mit den spielern die hoffentlichh nächste saison dabei sein könnten. man könnte fast von einem „breiten“ kader sprechen. und vielleicht auch einem, der nicht zu teuer wird. aber was denkt ihr über die torwartpositionen 2 und 3? gut, daß wir ne top nr. 1 haben. meine meinung: nie mehr unter 194cm!!!! gruß schoschi

  18. Maddin sagt:

    @Torsten

    ich wünsche mir nochmal ein kleines JHV-Special hier im Blog. Ich hab bei den zu behandelnden Themen mittlerweile den Überblick verloren und abgesehen davon auch keine Lust mich durck diesen Chicken-Fight zwischen SFCV und schalkeVereint zu kämpfen.

  19. Chris sagt:

    Ich gehe fest davon aus, dass Jens Keller auf der JHV 2015 von Clemens Tönnies für die Ehrenkabine vorgeschlagen wird …

    :-))

  20. Mario sagt:

    Besonders erfreulich finde ich, dass unser zweiter resp. dritter Anzug viel besser passt, als der der anderen Mannschaften.
    Ein Leistungsabfall ohne die elf fehlenden Spieler ist kaum noch auszumachen, wobei ja niemand weiß, wie die Mannschaft mit den fehlenden Spielern agiert hätte.
    Ich glaube nicht, dass dazu eine andere Mannnschaft in „unserer“ Bundesliga, also ab Platz zwei, in der Lage wäre.
    Da haben sich unsere Verfolger/Mitbewerber, woher sie auch immer kommen mögen, aber ganz anders blamiert.
    Sehr erfreulich das alles, und hat fast nix gekostet!

    Ich freue mich, auch über gestern Abend…!!

    Grüße,

    Mario

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