Quasi-Stammplatzgarantie für Uchida

Schalke sucht nun doch keinen Rechtsverteidiger mehr, sagte Horst Heldt in einem Interview. Stattdessen würde man gerne noch einen Stürmer verpflichten, berichtet kicker, einen anderen Spielertyp als Klaas-Jan Huntelaar und Adam Szalai darstellen. Diese Entscheidungen sind nicht sensationell, gehören in die Kategorie „kann man machen“. Immerhin bemerkenswert sind sie schon, stellen sie doch das Gegenteil von dem dar, was bislang als Plan in Sachen Kaderoptimierung galt.

Atsuto Uchida hat sich in den letzten Spielzeiten positiv entwickelt. Als Neuzugang war er ein Risiko für Schalkes Defensive, mittlerweile ist er ein guter Rechtsverteidiger. Gleichwohl ist er nicht so gut, dass er keine Konkurrenz gebrauchen oder Schalke sich auf dieser Position nicht verstärken könnte.

In der vergangenen Saison kam Atsuto Uchida lediglich auf 17 Ligaspiele. Eine halbe Spielzeit war vor allem Tim Hoogland Schalkes Rechtsverteidiger. Dessen Vertrag lief aus, demnächst will Schalke bei einem Uchida-Ausfall frickeln. Andere könnten diese Position auch spielen, sagte Horst Heldt, und nannte einen Pool an Spielern, die allesamt auf ihren anderen, herkömmlichen Positionen besser aufgehoben sind. Dass Tim Hoogland in der letzten Saison, trotz gleicher Optionen, als zweiter Rechtsverteidiger gesetzt war, zeigt auf, dass Schalke an dieser Stelle weiter an Qualität einbüßt.

Für den Angriff verpflichtete Schalke im letzten Sommer mit Adam Szalai einen reinen Stoßstürmer. Dieser galt stets als echter Backup für Nr. 1-Stürmer Klaas-Jan Huntelaar. Dass Schalke mit offensiven Flügeln und nur einer echten Spitze spielen würde, war seit Jahren klar. Andere Stürmertypen, wie Teemu Pukki oder Ciprian Marica, wurden nie gebraucht und bei Zeiten abgegeben.

Nun werde über ein Zwei-Stürmer-System nachgedacht, heißt es. Man wolle taktisch variabler werden. Variabel ist immer gut, natürlich, das stünde Schalke gut zu Gesicht. Trotzdem wurde der Kader in der jüngeren Vergangenheit vor allem auf den Positionen aufgepumpt, von denen in einem Zwei-Stürmer-System eine Planstelle weniger gebraucht würde. Gerade die offensiven Außen und die zentrale Offensivposition im Mittelfeld sind auf Schalke doppelt und dreifach besetzt. Wie gesagt, kann man machen. Aber wirklich weitsichtig wirkt das nicht.

Ma’kucken.



139 Kommentare zu “Quasi-Stammplatzgarantie für Uchida”

  1. Grieche sagt:

    Ich kanns mir ehrlich gesagt kaum vorstellen. Seit über einem Jahr heißt es, dass Schalke einen Rechtsverteidiger sucht. Warum braucht man plötzlich keinen mehr? Weil der angebliche Topkandidat Jung abgesagt hat und Heldt nicht mehr suchen will? Spielt Schalke nächste Saison mit Dreierkette? Oder ist ein neues Finanzloch aufgetaucht? Die positivste Erklärung ist meiner Meinung nach der Vergleich mit Raffael letzte Saison, der nicht fest verpflichtet wurde, um Meyer als neuen Regisseur aufzubauen. Also z.B. Marvin Friedrich als neuer Meyer hinten rechts.
    Klappte allerdings damals nur, weil kurz vor Schluss noch Boateng kam.

  2. maddin sagt:

    Ich find das jetzt nicht so verkehrt. Uschi war ja vor dieser langen Pause nicht wirklich verletzungsanfällig, oder? Mit Höger, Aogo und Benni haben wir solide Backups. Das die Verletzungsseuche nochmal auf einer Position so komprimiert zuschlägt glaube ich nicht.
    Wobei mir schon länger auffällt, dass gute Außenverteidiger wirklich rar gesät sind.
    Ich frage mich ernsthaft woran das liegen mag…

  3. blues sagt:

    Ich denke, es ist ein Strauß von Fakten, der dazu führt, zunächst keinen neuen Rechtsverteidiger zu holen.

    Uchidas Vertrag läuft noch ein Jahr, verlängert hat er noch nicht, obwohl Schalke das gerne hätte. Lag es an der möglichen Konkurrenz (durch Jung) oder möchte Uchida bei der WM zunächst noch vor internationalem Publikum vorspielen um seinen Marktwert möglicherweise zu erhöhen oder zu wechseln?

    Die gute Erfahrung auf Meyer statt auf Raffael zu setzen, die Fähigkeit von Keller starke, junge Spieler wie Goretzka und Ayan in den Kader zu integrieren, die Marketingmöglichkeiten mit Uchida und nicht zuletzt die Schulden. Von den 20 Mill. Euro für die CL-Teilnahme 2014/15 bleiben ja nur, nach Abzug der 13 Milionen alten Schulden aus 2013, noch mickrige 7 Millionen Euro über, die Schalke investieren könnte.

    Donis Avdijaj, Marvin Friedrich und Pascal Itter, ein Stürmer und zwei Verteidiger aus der A-Jugend, brauchen Bundesligaspielzeit, damit Heldts Plan, hochkarätige, mit der Fritz Walter Medaille ausgezeichnete Talente, an die Knappenschmiede zubinden, auch in Zukunft funktioniert.

    Warum dann noch ein Stürmer? Ich tippe, dass Szalai geht.

  4. Karsten sagt:

    Kellers lieblingssystem ist das 4-4-2. Darum ist Szalai gekommen, hat nicht geklappt. Jetzt soll wer anderes kommen, damit es weiter probiert werden kann. Taktische variabilität ist eine tolle Sache. Aber in Zeiten, in denen die erfolgreichsten Mannschaften ohne echten Stürmer spielen auf ein System mit zwei Stürmern zu setzen halte ich für fragwürdig.

    Außer natürlich es wird eine Alternative zu Huntelaar gesucht, so dass das Spiel tatsächlich komplett umgebaut werden kann. Aber das wäre dann ein alternativ-Stürmer keine Doppelspitze.

    Man wird sehen. :)

  5. Detlef (Doktor_d) sagt:

    Ob Schalke wirklich Qualität einbüßt? Hoogland war schließlich der Backup der Backups und meiner Meinung nur gespielt, weil die Backups ebenfalls verletzt waren.
    Eine solche Seuchensaison wird es hoffentlich nicht noch einmal geben.
    Höger kann Uchida gleichwertig ersetzen und defensiv wäre sogar Bene mindestens gleichwertig.

    System: Wenn man variabler werden will heisst das nicht zwangsläufig, dass man IMMER die neue Taktik spielen möchte, von daher ist eine Ergänzung um einen weiteren Stürmer, der andere Qualitäten als Klaas und Adam hat, nicht schlecht.
    Außerdem macht es Sinn hier mehr Quantität zu haben, da Schalke in der abgelaufenen Saison ja teilweise ohne gelernten Stürmer spielen möchte.

    Ich fände übrigens ziemlich Interessant, wenn Jule mal eine Art 2. Spitze spielen würde. Aber ich bin nur ein Sofacoach ;-)

  6. RWDJojo sagt:

    Vielleicht ist es ja auch ein taktisches Manöver von Heldt. Die Konkurrenz wiegt sich in Sicherheit und dann schnappt Schalke bei einem guten Rechtsverteidiger zu :-)

    Adam Szalai konnte leider nicht überzeugen und scheint mit seiner Reservistenrolle auch nicht zufrieden zu sein. Ich könnte mir vorstellen, dass Schalke ihn bei einer vernünftigen Ablöse ziehen lässt. Spätestens dann braucht Schalke vorne noch eine Alternative. Donis Avdijaj darf nächstes Jahr noch in der A-Jugend spielen und ist seit April wegen einer Leisten-OP außer Gefecht. Ich kann mir nicht vorstellen, dass man Avdijaj schon für die kommende Saison fest im Profikader einplant.

    Nur was für eine Verpflichtung macht Sinn? Im Sturm ist es so, wie auf jeder Position, von der es im System nur eine Planstelle gibt. Huntelaar ist (völlig zurecht) gesetzt. Stürmer Nr. 2 kommt daher voraussichtlich nur sporadisch zum Einsatz, soll aber im Fall der Fälle einen fast gleichwertigen Ersatz darstellen. Man müsste schon einen Typen wie Pizzaro verpflichten. Der ist da, wenn man ihn braucht. Aber solche Typen gibt es leider viel zu selten. Vielleicht wäre es am sinnvollsten und risikoärmsten, weiterhin auf Szalai zu setzen. Ich hoffe darauf, dass er dieses Jahr zur Akklimatisierung bei einer Topmannschaft brauchte und in der kommenden Saison eine bessere Alternative darstellt.

    Aktuell ist Schalke wie folgt aufgestellt:

    TW (1 Planposition): Fährmann, Giefer
    LV (1 Planposition): Kolasinac, Fuchs, Aogo
    RV (1 Planposition): Uchida, Friedrich, Itter (?)
    IV (2 Planpositionen): Höwedes, Santana, Papa, Ayhan, Matip
    6er (2 Planpositionen): Kirchhoff, Boateng, Höger, Neustädter
    Außenbahn (2 Planpositionen): Farfan, Draxler, Clemens, Sam, Obasi
    10er (1 Planposition): Meyer, Goretzka
    ST (1 Planposition): Huntelaar, Szalai

    Wenn alle fit sind, ist Schalke in der kommenden Saison gut aufgestellt. Mit Aogo, Höwedes, Ayhan, Matip, Kirchhoff, Itter, Boateng, Höger, Draxler und Goretzka hat man einige Spieler, die auch auf anderen Positionen eingesetzt werden können und dort nicht viel schlechter spielen.

  7. leoluca sagt:

    Mit dieser Entscheidung des Vorstandes bleibt die rechte Seite hinten unsere Schwachstelle, Uchida spielt nicht mehr als gutes Ligamittelmaß und keiner aus dem Kader ist auf dieser Position besser. Ich tippe auf Finanzlücke.

    Szalai war immer als Back Up für den Hunter gedacht, was sich nach Huntelaars früher und langer Verletzung auch schnell als vernünftige Planung erwies. Warum sollte man davon abgehen? Huntelaar wird nicht jünger und Szalai kann deutlich mehr als er im ersten Jahr auf Schalke gezeigt hat. Taktisch variabler kann man auch mit dem derzeitigen Kader sein, wenn der Trainer es will und kann.

  8. Torsten sagt:

    An einen Szalai-Transfer glaube ich nicht.

    Für einen Deal müssen alle zufrieden sein. D.h. zum einen müsste S04 annähernd ohne viel Verlust aus dieser Personalie herauskommen – was angesichts der kolportierten 8 Mio Ablöse an Mainz schwierig werden dürfte. Weiter müsste Szalais-Berater einen Club finden, der ihm ein ähnliches Gehalt zahlt – auch nicht so leicht, nach dieser eher unauffälligen Saison.

    Deshalb gehe ich (auch) davon aus, dass Adam Szalai am Ende „seien Chance auf Schalke nutzen will“.

    @Karsten:

    Kellers lieblingssystem ist das 4-4-2.

    Hat er das mal gesagt? Woran machst Du das fest?

  9. Tom sagt:

    Hi,
    Ich möchte zuerst einmal ein Lob für diesen tollen Blog aussprechen, den ich seit Monaten regelmäßig verfolge! Vielen Dank.

    Zunächst finde ich es sehr gut, wenn der Kelle über ein 4-4-2 System als Alternative spricht. Ist offensiver und kann mit einer Raute variabel gespielt werden.
    Was ich nicht ganz nachvollziehen kann ist, warum Adam Szalai immer dermaßen in der kritik steht. Ich habe natürlich auch regelmäßig die Händer vors Gesicht geschlagen, wenn ihm mal wieder ein Ball versprungen ist. Aber auf der anderen Seite ist er mit 7 Saisontoren und den Championsleaugetreffern auch der ideale Ersatz. Man muss ja bedenkene, dass auch Szalai quasi nur die halbe Saison gespielt hat und in vielen Rückrundenspielen sogar gar keine Spielminuten bekommen hat. Ich bin der Meinung, dass sich kein andere Stürmer mit dieses Qualität bei uns auf die Bank setzen würde. Davon abgesehen wird er sich in seinem Passspiel wahrscheinlich auch noch steigern.

    Bei der Rechtsverteidiger-position denke ich, dass Heldt und Keller auf Pascal Itter setzen werde. Ich halte dies vorallem deswegen für eine gute Idee, weil ich denke, dass wir als Verein ordentlich in die Tasche greifen müssten um eine Steigerung auf dieser Position zu erreichen oder Uchida auch nur konkurrenz zu machen (zB. Jung für 8 mio.)

    Da sollen sie das Geld lieber in die Infrastruktur und Verbindlichkeiten stecken.

  10. Karsten sagt:

    Angedeutet hat er das ein paar Mal. Ich glaube nicht, dass er das mal so offen gesagt hat, aber ich finde das ist deutlich erkennbar. In jeder Vorbereitungszeit lässt er das einstudieren. Sein erstes Spiel gegen Mainz damals war auch im 4-4-2. Immer wenn er nicht weiter weiß (so wirkt es zumindest auf mich) fällt er wieder darauf zurück und lässt flanken. Der Grund Szalai zu holen war die Doppelspitze zu bedienen. Das wurde auf Teufel komm raus probiert, bis sich Huntelaar verletzt hat. Letztlich wird aber irgendwann offensichtlich, dass Schalke kein Spielermaterial für ein klassisches 4-4-2 hat.

  11. Simon sagt:

    Mich hat diese Nachricht ehrlich gesagt schon ziemlich überrascht. Ich empfinde die RV-Position seit Jahren, auch mit einem fitten Uchida, als echte Schwachstelle in unserem Kader und hätte da gerne eine Neuverpflichtung gesehen. Allein: Im gesamten internationalen Profibereich sind wirklich gute Spieler für die Außenverteidigerpositionen doch recht rar gesät. Das führt dann wiederum schnell zu relativ hohen Ablösesummen und genau hier dürfte natürlich der Grund liegen, dass wir es weiter mit Uchida + Aushilfs-RV probieren werden.

    Im Sinne eines Schuldenabbaus ist das ja auch an sich vernünftig. Wir haben nunmal nicht die Mittel, um in einer Transferperiode auf allen Schwachpositionen so nachzurüsten, wie es im Prinzip angebracht wäre. Andererseits haben die Nachwuchsspieler, die hochkamen, in den letzten Jahren einen so guten Eindruck gemacht, dass es vielleicht nicht so vermessen ist, hier noch nach einem RV zu forschen.

    Wie ist denn das Niveau in U 19 und U 23 auf dieser Position? Ich muss ehrlich gesagt zugeben, dass ich es nicht weiß.

    Zum möglichen 4-4-2: Ich finde das eine sehr gute Idee, wenn wir je nach Gegner und Spielsituation in der Lage sein sollten, das System zu ändern. Das 4-4-2 sollte man an sich auch keineswegs einmotten, auch wenn es teilweise – m.E. unberechtigt – als altbacken angesehen wird. Vor zwei Jahren konnte Deutschlands Supertrainer, der ja auch keine Ecken trainieren will, Anschauungsunterricht nehmen, wie weit man mit dieser Formation noch kommen kann: http://spielverlagerung.de/201.....talien-12/

    Klar: Immer und jeden Gegner geht das nicht, aber es wurde ja auch nirgendwo geschrieben, dass es geplant sein sollte, grundsätzlich nur noch mit 4-4-2 anzutreten.
    Insofern finde ich es auch nicht sooo dramatisch, dass wir eine Art Übergewicht an Mittelfeldspielern und Außenstürmen im Kader zu haben scheinen. Ich könnte mir auch vorstellen, dass dies Huntelaar ganz gut tun würde, weil ein zweiter Stürmer Abwehrspieler von ihm wegziehen könnte. Aber wie Torsten schon sagte – Ma’kucken.

  12. Սաշա sagt:

    Ich hoffe man versucht es wirklich mal mit Ayhan rechts. Auf der anderen Seite spielt mit Kolasinac auch einer, der in der Jugend eigentlich in der Zentrale gespielt hat. Ich traue es Ayhan den Anlagen nach zu, dass er den Rechtsverteidiger als Stammbesetzung spielen kann und Uchida dann der Backup ist. Natürlich steckt darin sehr viel Hoffen und Unsicherheit, aber wenn sich dieses Szenario verwirklichen sollte, müsste man Horst Heldt gratulieren. Dafür, dass er ein weiteres mal einem unserer hochtalentierten Jugendspieler keinen teuren Star vor die Nase gesetzt hat.

    Dass es sinnvoll sein kann, talentierte Innenverteidiger bei entsprechenden Anlagen zunächst außen spielen zu lassen, zeigen Spieler wie Maldini, Puyol oder Ramos. Letzterer bleibt für mich allerdings ein besserer Außenverteidiger.

  13. RJonathan sagt:

    Ich finde es mittelgut. UNsere Defensive ist prinzipiell stark besetzt. Dabei haben wir vor allem in der Zentrale für jeweils 2 Positionen in IV fünf Spieler denen man Stamm zutrauen kann (Höwedes, Papa,. Matip, Ayhan, Santana) und das gleiche in für das DM (Boateng, Neustädter, Höger Kirchhoff, Aogo). Deswegen macht es Sinn, einen dieser Spieler auf rechts zum Konkurrenten von Uchida zu machen. Allein wegen der Zufriedenheit im Team. Das würde ich auch nicht zwangsläufig als „Gefrickel“ ansehen. Wenn ein Spieler da strukturell umgeschult wird, dann kann das mehr werden. Das beste Beispiel dafür dürfte wohl Alaba sein. Der ist vielleicht der beste Außenverteidiger der vergangenen Saison. Aber natürlich ist das mit einem Risiko verbunden.

    @RWDJojo
    Fuchs hat eine Freigabe und wird derzeit nicht für RV geplant.

  14. #Link11: Es gibt einen Fußballgott | Fokus Fussball sagt:

    […] mit kurdischen Wurzeln geht zu Kasimpasa (kicker) + + + Schalke sucht Stürmer: Torsten Wieland (Königsblog) über die kolportierte Transferpolitik von S04 + + + Finanzierungslücke: Dem MSV Duisburg fehlt […]

  15. RJonathan sagt:

    PS: Habe mal nachgeschaut. Arnautovic und Choupo Moting sind bei Rogon und erfüllen das Profil. Ich tippe auf Choupo Moting, Arnautovic werden sich Heldt und Keller nicht aufhalsen. Oder sollte es tatsächlich ein Transfer von einem anderen Berater werden?

  16. Chris sagt:

    Höger und Höwedes haben oft genug gesagt (und gezeigt), dass sie RV spielen, wenn es sein muss, das aber nicht als ihre Kernkompetenz erachten.
    Ayhan hat fantastische Anlagen als IV gezeigt. Bin nicht sicher, ob es gerade jungen Spielern (und der Mannschaft) gut tut, wenn sie als Back-Up mal hier und mal da eingesetzt werden. Kola hatte damals die Chance längere Zeit auf der Position zu spielen und hat sich reingefunden. Er wollte das dann aber auch.
    Denke – wie hier schon mehrfach erwähnt – auch, das Problem ist das Geld (das man einsparen will) in Kombination mit unserem Überangebot an guten IV und 6ern/8ern.
    Mich hat die Nachricht, dass wir nun doch keinen RV holen wollen, negativ überrascht. Halte das für einen Fehler. Uschi ist in Verbund mit Farfan offensiv gut, defensiv aber meiner Meinung nach nicht gut genug. Er zehrt von seinem Stellenwert im Marketing für den japanischen Markt. Eine Verstärkung hätte uns gut zu Gesicht gestanden.

    Zum Stürmer: Eigentlich hätte ich gewettet, dass Held Cacau holt.

  17. Սաշա sagt:

    ROGON hat bei weitem nicht mehr so viele Spieler des FC Schalke unter Vertrag wie früher, als der halbe Kader zu seinen Klienten gehörte. Aber gut, dass wir das – ein paar Tage nachdem bild.de daraus etwas konstruieren wollte („BILD klärt auf: Das sind die heimlichen Strippen-Zieher auf Schalke“) – auch hier mal thematisieren.

    Ich glaube, dass die Berater-Wahl, keinen oder zumindest keinen großen Einfluss auf den möglichen Stürmer-Transfer haben wird. Natürlich wird beispielsweise ROGON Choupo-Moting anbieten, wenn Schalke öffentlich kommuniziert, dass sie einen anderen Stürmer-Typ suchen (und Choupo-Moting „sich verändern will“). Ob dann allerdings eben dieser andere Stürmer-Typ im ewigen Talent EMCM gefunden wurde, sollte an anderen Parametern als seiner Berater-Wahl festgemacht werden.

  18. RWDJojo sagt:

    Was ist eigentlich mit Philipp Hofmann? Kommt der zurück oder bleibt der noch ein Jahr in Ingolstadt?

  19. Սաշա sagt:

    Der ist noch für die komplette kommende Saison verliehen.

  20. Torsten sagt:

    Zu Philipp Hofmann: Ingolstadts Trainer Ralph Hasenhüttl geht nicht unbedingt vom einem Verbleib aus. In kicker wurde das wohl thematisiert, hier gibts einen Text dazu …
    http://liga-zwei.de/fc-ingolst.....iter/33217

    Dass er in naher Zukunft bei S04 eine Rolle spielen kann, glaube ich nicht.

    Das würde ich auch nicht zwangsläufig als “Gefrickel” ansehen. Wenn ein Spieler da strukturell umgeschult wird, dann kann das mehr werden.

    Wenn ein dafür ausgewählter Spieler umgeschult wird, wäre das sicher was anderes. Dass Horst Heldt allerdings recht viele Spieler nannte, die das „auch können“, klingt eher wie „bei Bedarf mal sehen wer zur Verfügung steht“ … -> frickeln ;-)

  21. blues sagt:

    “ Ich tippe, dass Szalai geht.“

    Ich fand Szalai in der Rückrunde etwas lustlos in seinem Spiel, und bezog mich auf diesen Artikel beim reviersport.de:

    http://www.reviersport.de/2682.....ieden.html

  22. RJonathan sagt:

    @Torsten
    Naja, das liegt vielleicht daran, dass es Sache des Trainers ist, das Thema in der Saisonvorbereitung mit den Spielern anzugehen. Wenn HH jetzt groß eine Lösung verkündet und in der Vorbereitung merkt man, dass es nicht klappt, beschädigt man sich selbst und den Spieler. Oder anders: Es fällt nicht in HHs Aufgabenbereich öffentlich zu sagen, wer wo spielt. Er kann nur über Kaderplanung sprechen und da hat er mit Keller wohl ausgemacht, dass es mindestens einen Plan (wahrscheinlich noch mind. einen Plan B) gibt, wie man mit der Situation von nur einem Außenverteidiger rechts umgehen will.

  23. Dropkicker sagt:

    Wann und in welchem Interview hat Heldt denn gesagt, dass er keinen RV mehr sucht? Ist mir völlig neu.

    Die Jungs von sportal bringen heute jedenfalls Daniel Wass von Evian ins Spiel, an dem Schalke interessiert sein und ihn letzte Saison mehrfach beoachtet haben soll. Das alles laut Ekstra Bladet aus Dänemark. Der Spieler ist mir ziemlich unbekannt, könnte mit seinen 24 Jahren als rechter Allrounder und dänischer Nationalspieler aber perfekt in die königsblaue Suppe passen.
    Link zur Meldung: http://www.sportal.de/medien-f.....8132200000

  24. klopenner sagt:

    @Dropkicker

    In diesem WAZ Artikel ist davon die Rede und Horst Heldt wird entsprechend zitiert

    http://www.derwesten.de/sport/.....65474.html

  25. Malte sagt:

    Ich finde die Argumentation von RJonathan sehr schlüssig. Schalke hat viele sehr gute Spieler, die auf ihrer Paradeposition starke Konkurenz haben. Dazu gehören unter anderem eben Ayhan und Höger. Wenn die weniger als 10 Spiele in der Saison machen verschenkt man ihre Qualitäten, dazu kommt noch dass fehlende Spielpraxis meist auch nicht besser macht. Da finde ich es schon sinnvoll, sie auch mal auf andere Positionen auszulagern.

  26. Carlito sagt:

    Vielleicht schon genannt, aber ggf. wollte/will Heldt potenzielle Kandidaten auch nur ein wenig kitzeln/unter Druck setzen, um eine Entscheidung herbei zu führen.

    Sehe übrigens beide Positionen gleichermaßen wichtig an, wenn es um vernünftige Backups geht. Es sei denn Szalai macht einen Quantensprung kommende Saison. Woran ich bei allem Einsatzwillen seinerseits nicht glaube. Leider.

  27. swe sagt:

    Zu diesem Thema gibt es denke ich viele Ansätze zum argumentieren und insgesamt finde ich Torstens Einstellung, so wie sie im Artikel durchscheint, deutlich zu negativ.

    Generell lese ich folgende Kritikpunkte aus seinem Artikel heraus:
    a) Uchida ist nicht gut genug für „Stammplatz-Garantie“ ein gleichwertiger oder besserer Spieler sollte verpflichtet werden
    b) Die Lösung falls Uchida ausfällt/eine Formkrise hat ist gefrickel; der Ersatz im Kader nicht ausreichend
    c) die Planung eines weiteren Stürmers für ein 4-4-2 zerstört die Kaderplanung der letzten Jahre

    Zunächst Zustimmung zu c) Kellers Aussage ein Zwei-Stürmer-System weiter zu verfolgen hat mich wirklich SEHR überrascht. Ich hoffe, das ist nur eine Nebelkerze. Letztendlich wären in einem 4-4-2 ganz viele Spieler aus unserem Kader nicht einsetzbar. Mit flacher Vier fällt der Zehner weg. Mit Raute fallen alle offensiven Außen weg (Draxler, Farfan, Obasi, Sam). Vor allem aber haben in der Bundesliga schon seit Jahren keine Topteams mehr mit Raute/4-4-2 gespielt. Raute ist momentan das eher ein Anti-System um das 4-2-3-1 kaputt zu machen. 4-4-2 spielen vor allem ausgeprägte Kontermannschaften. Des weiteren glaube ich auch nicht an einen Szalai-Verkauf, da wie Torsten im Kommentar angemerkt hat die Vorraussetzungen zu schlecht sind.

    Nun zum Kontra:

    a) Hier gibt es aus meiner Sicht zwei Möglichkeiten: (1) Top-Spieler für viel Geld verpflichten und Uchida verkaufen. (2) Konkurrent für Uchida verpflichten.

    Die Lösung (1) löst das „Backup-Problem“ nicht. Die Lösung (2) wäre z.B. Jung. Hier ergibt sich das Problem, dass man den Spieler mit entsprechendem Gehalt ködern muss. Im Falle einer Verletzung steht man dann besser da, sonst aber nicht! Im Gegenteil, man hat zwei RV auf einem Niveau von denen einer auf der Bank sitzt, den Nachwuchsspieler (Ayhan, Itter) verdränt und noch dazu königliches Gehalt verdient.

    In allen bisherigen Artikeln zu dem Thema hat Torsten (zum größten Teil zurecht) gegen die Ausgabepolitik was Spielergehälter angeht gewettert. Da ist es finde ich unfair, bei einem kommunizierten Verzicht da auch dagegen zu sein. Gleichzeitig die Aufrüstung des Kaders bis in den 25. Spieler und Kostenreduzierung zu fordern passt halt nicht zusammen und irgendwo muss man eben Abstriche machen.

    b) Auch das sehe ich nicht so. Gehen wir mal die interne Konkurrenz durch:
    Kaan Ayhan: Hat in der Jugend häufiger RV gespielt, zeigte gegen Freiburg, dass er Laufwege eines Außenverteidigers deutlich besser als Kolasinac beherrscht und das sogar auf der „falschen Seite“. In meinen Augen bringt er bessere Anlagen für die Position des RV mit, als für die des IV (wo wir sowieso überbesetzt sind).
    Marco Höger: Zeigte bei uns ebenfalls schon starke Leistungen als RV und hat für die wenigen Einsätze auf dieser Position eine überragende Assist-Statistik. Falls man tatsächlich Huntelaar und Szalai aufstellt, wäre er dank guter Flanken sogar meine erste Wahl. Da wir im zentralen Mittelfeld nun stärker besetzt sind (Goretzka und Boateng) muss er auch nicht zwingend dort spielen.
    Pascal Itter: Ihn hat man extra aus Nürnberg verpflichtet um RV langfristig zu besetzen. Wenn man nun neben Uchida (nicht alt) noch Jung installiert (auch nicht alt) und Ayhan als Option 3 sieht (auch nicht alt) kann man Itter auch gleich abgeben.
    Das Wort „frickeln“ finde ich gegenüber unseren Spieler hier schon sehr despektierlich.

    Anmerkungen zu einigen Kommentaren:

    @RWDJojo: Deine Kaderzusammenstellung ist nicht schlecht hat aber leider einige Mängel: Sechser und Achter gehören nicht in einen Topf. Goretzka ist kein Zehner und Friedrich kein Außenverteidiger.

    @Chris: Hier stimme ich Chris nicht so ganz zu, ich fand, dass Ayhan sowohl als DM (vs. H96) als auch als LV (vs. SCF) bessere Anlagen zeigte, denn als IV. Dort konnte er in meinen Augen noch nicht die notwendige Zweikampfstärke nachweisen.

    Mein Fazit:
    – Aus Kostengründen ist diese Entscheidung zu 100% die Richtige
    – Will man weiterhin Jugenspieler fördern ist die Entscheidung ebenfalls zu 100% richtig.
    – Zwei-Stürmer-System = bäh

  28. leoluca sagt:

    Egal, welches System Keller favorisiert (4:3:2:1 etc.) – sein gemächlicher Ballbesitzfußball ist trotz mancher Fortschritte beim Verteidigen und Pressing eigentlich überholt und könnte Schritt für Schritt durch schnellen Konterfußfall abgelöst werden – wenn man es denn wollte. Dafür sind schnelle und feine Techniker erforderlich, die Spielübersicht besitzen und überraschende Ideen.

    Es gab unter Huub Stevens eine kurze Phase zum vorletzten Saisonbeginn, da wurde in diese Richtung gespielt (zwei Mal gegen Arsenal, beim klaren Sieg in Dortmund): mit Höger und Neustädter auf der Doppel-6, Farfan rechts und Afellay links, der schnelle Draxler in der Mitte hinter Huntelaar, Matip glänzte von hinten mit einem raschen und präzisen Spielaufbau.

    Uchida ist für ein solches Spiel nicht schnell und zweikampfgeschickt genug und vorne fehlt dafür neben Huntelaar eine zweite Spitze, die stets für rasche Positionswechsel und Unruhe sorgt. Uchidas Stammplatzgarantie und das weitere Festhalten an einer Spitze könnte bedeuten, dass Keller sein Spiel nicht wesentlich ändern wird. Stabile Viererkette mit langen Bällen nach vorn, viel Ballbesitz in der Mitte und wenig überraschenden Angriffsfußball. Nun ja. Einmal ist es ja gut gegangen, in etwa.

  29. Chris sagt:

    War mir nicht bewusst, dass Ayhan eine Vergangenheit als RV hat. Das ändert die Sache. Wenn er dann auch noch Lust hat, diese Position zu spielen (wie Kola), dann glaube ich auch, dass Uschi auf Sicht mehr Konkurrenz bekommt, als ihm lieb ist.

    Bei Höger fand ich immer problematisch, dass er (wie der kolportierte Castro von Leverkusen) keinen Bock auf die RV-Position hat. Das schlägt immer (negativ) durch.

    Ich hoffe, das Benny nicht zu oft dort spielen muss (damit der Kapitän überhaupts spielt).

    Auf Links freue ich mich auf Aogo (und hoffe, dass Kola auch so seine Einsatzzeiten bekommt und bei uns bleibt). Der Fuchser dürfte seine Zelte wohl abbrechen.

    Szalai werden wir wenn überhaupt, erst gegen Ende der Transferperiode abgeben, wenn irgendein verzweifelter englischer Ligist mindestens 8 Mio. auf den Tisch legt. In der Stuttgarter Zeitung reden sie davon, dass Joselu ein Kandidat für S04 ist.

  30. matz sagt:

    Das Bemerkenswerte an Horst Heldt ist, dass sich seine Transferaktivitäten nicht unbedingt aus seinen öffentlichen Aussagen herauslesen lassen (und selten vorab in der Bild zu finden sind).
    Ich habe in der Vergangenheit nicht mit Boateng, Szalai und Goretzka gerechnet und werde mich deshalb überraschen lassen, ob nicht doch ein RV nach der WM, wenn der Transfermarkt kräftig durchgeschüttelt wird, praktisch aus dem Nichts auftaucht. Erscheint mir fast wahrscheinlicher als die untauglichen Versuche mit Höger, Höwedes et al. auf der rechten Seite.

  31. Dropkicker sagt:

    Danke für den Link @klopenner
    Tja, dann wird es wohl so geplant sein, oder aber Heldt ist im August der Spitzenreiter in den *Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern*-Charts. ;-)

    Hier wird mir definitiv das 4-4-2 zu negativ gesehen, es soll doch lediglich die dringend benötigte, perfekt funktionierende Alternative sein. Außerdem wurde das in dieser Saison des öfteren schon praktiziert, es war laut Keller nur nicht genügend einstudiert/trainiert. Einige tun ja so, als würde Fußball aus der Steinzeit zur Debatte stehen, dabei gehört dieses System in jedem Team zu den absoluten Basics, wer taktisch variabel agieren will, muss das zwingend beherrschen. Gelegentlich mal bei z.B. Hoffenheim zusehen, da verwischen nämlich dauernd die Grenzen und es riecht nominell und auch praktisch sehr oft nach 4-4-2 / 4-2-2-2 / bei Ballbesitz sogar 2-4-4.
    Alles eine Frage von Flexibilität, im Fall Hoffenheim bekanntlich mit größter offensiver Durchschlagskraft und mörderischem Unterhaltungswert.

    Und nicht vergessen, warum wird Tuchel u.a. so abgefeiert? Weil Mainz innerhalb eines Spiels in der Lage ist/war, gleich mehrfach das System zu wechseln. War übrigens auch auf Schalke zu sehen, jaja diese verdammte altmodische Raute. Hat sie wieder funktioniert und den Gegner verwirrt. ;-)

  32. McP sagt:

    Ich glaube in Sachen Profimannschaft nur das, was am 1.9. auf der Schalker Gehaltsliste steht. Sicher geht man mit einer gewissen Planung in die Transferphase. Aber über die Ziellinie läuft man dann doch wieder anders als gedacht.

    Im Großen und Ganzen erwarte ich eine unaufgeregte Transferzeit, ohne einen Königstransfer. Viel Geld kann eigentlich nicht zur Verfügung stehen, da man wohl noch vorjährige Deals bezahlen muss. Aber kann natürlich sein, dass ein Draxler-Wechsel oder zwei verlorene Spiele im August das Treiben wieder verrückt machen.

    Ich werde mir mal die WM ansehen und dann ein paar unbezahlbare Empfehlungen für S04 aussprechen.

  33. Torsten sagt:

    In allen bisherigen Artikeln zu dem Thema hat Torsten (zum größten Teil zurecht) gegen die Ausgabepolitik was Spielergehälter angeht gewettert. Da ist es finde ich unfair, bei einem kommunizierten Verzicht da auch dagegen zu sein. Gleichzeitig die Aufrüstung des Kaders bis in den 25. Spieler und Kostenreduzierung zu fordern passt halt nicht zusammen und irgendwo muss man eben Abstriche machen.

    Es ist ja nicht so, dass Horst Heldt gesagt hätte, er wolle in diesem Sommer kein Geld investieren und verzichte deshalb auf eine Verstärkung für die RV-Position. Es sieht gerade so aus, dass Schalke nicht in die seit langem vernachlässigte RV-Position investiert, stattdessen aber (dieses) Geld in die Hand nimmt für eine Position, in die bereits letzten Sommer 8 Mio investiert wurden.

    Das Wort “frickeln” finde ich gegenüber unseren Spieler hier schon sehr despektierlich.

    Für das Empfinden kann ich nichts, das Verb frickeln ist nicht negativ belegt:

    „sich an einer relativ kleinteiligen Sache, die man verbessern, um- oder ausbauen möchte, handwerklich oder technisch betätigen“ (Duden)

    Hier „kleinteilig“ im Sinne vieler möglicher Spieler, aus denen bei Bedarf ein gerade passender gesucht wird; als Gegensatz zu klarer A/B-Lösung-Kaderplanung, wie auf anderen Positonen.

    Trotzdem vielen Dank für das Feedback. Und überhaupt für den(die) ausführlichen Kommentar(e)!

  34. Raymond sagt:

    Irgendwie möchte ich das 3-5-2 mal rein bringen. Das System könnte man mit dem Schalker Kader (wenn noch nen Stürmer dazu kommt) durchaus mal versuchen.

    Da wir mehre gelernte Innenverteidiger haben die außen spielen können könnte ich es mir mit drei Mann hinten durchaus stabil vorstellen.

    Auf der WM plant Louis van Gaal mit der NL-Nationalmannschaft das zu spielen. Feyenoord war damit in der Eredivisie durchaus erfolgreich.

    Allerdings geht die niederländische Version von offensive Außenverteidiger aus. Ich könnte es mir durchaus offensiver vorstellen mit Farfan auf der Außenbahn.

    Ein Beispiel wäre:
    Fährmann
    Höwedes Matip Kolasinac
    Höger Neustädter
    Farfan Meyer Draxler
    Szalai Huntelaar

    Ich könnte diese Aufstellung vorstellen oder Variationen mit z.B. Draxler neben Huntelaar und Fuchs auf links, Uschida rechts und Farfan weiter vorne, 6-er und 8-er Variationen (gäbe es genug), ….

  35. 33rpmPVC sagt:

    Die Rechtsverteidiger-Position ist bei uns nur gut besetzt, wenn Uchida einen guten Tag hat. Im Offensivspiel mit Farfan ist er unersetzlich gewesen. In der Defensive bleiben wir hinten rechts dann wohl weiter nur schwach besetzt… Unser Scheunentor…

  36. eakus1904 sagt:

    33rpmPVC sagt:
    Unser Scheunentor…

    Was aber in der Rückrunde erstaunlich gut dicht gehalten hat. 15 Gegentore (davon fünf in einem Spiel) ist schon nicht so schlecht. Bzw. es ist sogar der zweitbeste Wert der Bundesliga.
    Man hat sich im Winter zurecht darüber aufgeregt, dass wir zu viele Gegentreffer kassieren. Dann hat man an den Schrauben „Torwart“ und „defensives Mittelfeld“ gedreht und es wurde wesentlich besser. Die Schraube „RV“ blieb-aus Mangel an Alternativen bzw. wegen Verletzungen nahezu unangetastet. Und es funktionierte trotzdem. Evtl. hat das zum Umdenken bei HH geführt.

  37. Սաշա sagt:

    Naja, tatsächlich gedreht hat man eigentlich nur an der TW-Schraube. Die anderen Schrauben haben sich ganz ohne eigenes Zutun verstellt.
    An der DM-Schraube hätte man ohne Högers Verletzung eher nicht gedreht. Dass Prince auf der Position neben Neustädter spielt, ist immer noch eher improvisiert und keine irgendwie geschraubte Verbesserung.

  38. eakus1904 sagt:

    An der DM-Schraube hätte man ohne Högers Verletzung eher nicht gedreht.

    Ich dachte hier mehr an das Lösen der „Schraube Jermaine Jones“!

  39. Torsten sagt:

    Off-Topic:
    Meister Schaaf wird neuer Trainer bei Eintracht Frankfurt!

  40. Simon sagt:

    Das könnte für die Eintracht ein guter Griff sein. Ich habe das Gefühl, dass es dort passen könnte.

    Wiederum Off-Topic, aber irgendwie mit den Transfererwägungen hier in den Kommentaren verbunden:
    http://www.sueddeutsche.de/spo.....-1.1971006

    Ich würde mir bei Bayer nochmal überlegen, ob man für einen Spieler, der todsicher in spätestens zwei Jahren anfangen wird, davon zu quatschen, dass er im Prinzip außer Real oder Barca keinen angemessenen Arbeitgeber für sich sieht, für 10 Mio zu verpflichten. Von ein paar spektakulären Fernschüssen abgesehen, ist er beim HSV jetzt auch nicht so wahnsinnig positiv aufgefallen, aber unter den Einäugigen ist bekanntlich der Blinde König. ;)

    Ich finde es übrigens etwas seltsam, dass sich hartnäckig Gerüchte über unsere angeblichen Interessen an diversen Rechtsverteidigern halten. Alles nur Nebelkerzen und Heldt stellt in ein paar Wochen einen kompletten Überraschungstransfer vor…?

  41. Daniel Ku. sagt:

    Ich will auch mal Off-Topic: Draxler bekennt sich auf Sport1 nochmal definitiv zu S04, für mindestens ein weiteres Jahr. Find ich gut.
    http://www.sport1.de/de/fussba.....95480.html

  42. Malte sagt:

    @Daniel Ku.

    Okay, auf Basis des Draxler-Interviews spinn ich jetzt mal ein bisschen rum um wieder die Kurve zu Thema zu kriegen. Draxler lobt die Boateng-Verpflichtung und würde gerne weitere Stars in der Mannschaft sehen. Ähnliches meine ich auch schon von Huntelaar gehört zu haben.

    Meine These dazu: Wenn gleich mehrere Spieler sich in eine solche Richtung äußern, hat das vielleicht was zu bedeuten. Für hinten rechts gibt es keine Stars auf dem Markt, deshalb bastelt man sich da eigene Lösungen. Und für vorne hat man einen dicken Fisch an der Angel.

  43. Daniel Ku. sagt:

    @Malte: Man könnte das auch weiterspinnen und sagen, dass Draxler schon mehr weiß bzgl. Stars und deshalb sagt, dass er sicher bleibt. Natürlich nicht, wer kommt, aber die Größenordnung. Alles Spekulatius…;-)

  44. Սաշա sagt:

    Ich dachte hier mehr an das Lösen der “Schraube Jermaine Jones”!

    Das ist sicher richtig und hat geholfen. Diese Schraube hätte man rückblickend besser schon vor der Saison austauschen sollen.

  45. leoluca sagt:

    Das Draxler-Interview finde ich erstens deshalb interessant, weil seine Sätze eine bemerkenswerte Kritik an sich selbst enthalten: er, Julian, denke noch zu oft als „Talent“ und nicht als einer der reiferen Stützen der Mannschaft. Ich hoffe, da wird ihm das Trainerteam mehr helfen als in der abgelaufenen Saison.

    Zweitens: Draxlers letzte Einforderung von höherer Kaderqualität ist ein Jahr her, als er für den Verbleib von Raffael plädierte, von dem er viel lerne und Sicherheit bekomme. Nachdem ihm das Management da nicht gefolgt war, musste man nach den Katastrophenspielen zum Saisonbeginn nachbessern und den Princen verpflichten. Also Draxler im Nachhinein recht geben. Ich hoffe, das passiert diesmal früher – vorne fehlt es fürs schnelle, ideenreiche Angriffsspiel an routinierter Klasse.

  46. blues sagt:

    @leoluca

    „Ich hoffe, da wird ihm das Trainerteam mehr helfen als in der abgelaufenen Saison.“

    Cool, du bist aber nah dran an Draxler.

    Oder ist es vielleicht einfach nur aus Frust mal so rausgehauen, dass du statt Konter-Spektakel und Highspeed- Fussball,also dem einzig wahren totalen Fußball-Fan-Erlebnis, jeden Tag ein Haar in der langweiligen Trainersuppe finden musst?

  47. leoluca sagt:

    @Blues

    Keiner der von dir verwendeten Begriffe (Konter-Spektakel etc.) stammt von mir. Was ist dein Problem?

    Julian Draxler hat in der vergangenen Saison leider nicht den Sprung vom großen Talent zu einem reifen Spitzenspieler geschafft. Das hat sicher mit seinen Verletzungen zu tun. Und zu seiner Denke, die er selbst kritisch sieht, sagt er ja selbst das Nötige. Aber was ist dagegen einzuwenden, hier auch das Trainerteam in der Verantwortung zu sehen? Bei der positiven Entwicklung unserer jungen Talente sehen wir doch auch die Arbeit der Trainer als eine Ursache dafür an, oder nicht?

  48. blues sagt:

    @leoluca

    Problem? Nö, schon eher Spass mit den Aussagen fußballromatischer Kellerkritiker, humorloser Hobbykabinenpsychologen…

  49. leoluca sagt:

    Blues, gibst du auch Sprechstunden?

  50. blues sagt:

    @leoluca
    klar, Ball aufpumpen Kabinenansprachen, Taktiktafelpsycholgie, hunderte Übungen, habe ich alles drauf. Bin sogar schon mal mit ner Jugendmannschaft Meister geworden…

  51. KarstenTS sagt:

    Wenn ich mich kurz in die Diskussion zwischen Blues und Leoluca einmischen darf: Ich schreibe Draxlers Stagnation auch dem Trainer-Team zu. Was ihm fehlt ist ausgereifteres taktisches Verständnis um die Entscheidungsfindung zu verbessern. Das bekommt er von Keller aber nicht. Daher meine Befürchtung, dass wir bei all den anderen jungen Talenten etwas ähnliches erleben werden… außer Tuchel kommt. ;)

  52. leoluca sagt:

    @KarstenTS

    Genau diese Befürchtung in deinem letzten Satz habe ich auch, wenn Schalke die nächsten Jahre auf Jens Keller setzen sollte.

  53. blues sagt:

    @KarstenTS

    „Ich schreibe Draxlers Stagnation auch dem Trainer-Team zu.“

    Das liegt an deiner falschen Grundannahme, dass körperliche und mentale Entwicklungen ausschließlich kontinulierlich und gleichmäßig verlaufen. Daneben macht der junge Mensch aber Entwicklungssprünge. Die sind erst mit ca. 23 Jahren abgeschlossen.Draxler hatte neben seiner Verletzung und teilweise durch seine Verletzung, eine normale Entwicklungspause.

  54. Malte sagt:

    @blues @KarstenTS @leoluca

    Ich finde die Debatte vor allem deshalb reizvoll, weil Eure Thesen sich dank Kellers Verbleib in der kommenden Saison einem Praxistest unterziehen lassen. Ich persönlich habe sehr hohe Erwartungen an eine Weiterentwicklung der Mannschaft und die sportlichen Resultate. Daran werde ich Keller messen. Ich bin jetzt schon sehr gespannt wie es weitergeht.

    Im übrigen sagt mir mein Bauchgefühl, dass Eto’o in der kommenden Saison das königsblaue Trikot tragen wird.

  55. Simon sagt:

    @ Malte:
    Mein erster Gedanke als Eto’o sich über Mourinho ausließ und im gleichen Satz meinte, dass er im nächsten Jahr bei einem CL-Verein anheuern würde, war: „Bitte nicht!“ ;) So rund 6 Mio. Jahresgehalt wären natürlich ein guter nächster Schritt auf dem Weg der wirtschaftlichen Gesundung.
    Ich glaube es aber auch nicht und denke eher, dass Eto’o und Drogba nächste Saison ein Hammer-Sturmduo bei Gala bilden werden.

  56. Malte sagt:

    @Simon

    Wenn noch ein erfahrener und spielstarker Stürmer gehobener Klasse kommen soll, wird man nicht drum herum kommen ein Spitzengehalt zu zahlen. Dank Ablösefreiheit und kurzer Vertragsdauer ist das auch so ziemlich die einzige Kategorie „Topstar“ die man sich auf Schalke leisten kann. Eto’o passt schon ziemlich gut in das kommunizierte Anforderungsprofil. Vielleicht hat Matip ihm ja verklickert, was für ein geiler Verein Schalke ist ;-)

  57. Սաշա sagt:

    Ich finde die Debatte vor allem deshalb reizvoll, weil Eure Thesen sich dank Kellers Verbleib in der kommenden Saison einem Praxistest unterziehen lassen. Ich persönlich habe sehr hohe Erwartungen an eine Weiterentwicklung der Mannschaft und die sportlichen Resultate. Daran werde ich Keller messen. Ich bin jetzt schon sehr gespannt wie es weitergeht.

    Und das ist auch der einzig richtige bzw. rationale Ansatz. Ich hatte und habe auch Befürchtungen, auf der anderen Seite habe ich auch Hoffnungen. Beides ist aber keine Grundlage, um die Arbeit eines Trainers zu bewerten. Die Entwicklung einiger Spieler, z.B. Meyer und Goretzka, finde ich vielversprechend, während Draxler etwas stagniert hat.
    Was sagt uns das nun? Dass Meyer und Goretzka sich ganz alleine so gut entwickelt haben und bei Draxler das Trainerteam versagt hat? Hat das Trainerteam doch gute Arbeit geleistet, wie man zweifellos an Meyer und Goretzka sieht und bei Draxlers Entwicklung liegt es am Spieler und nicht an der Arbeit des Trainerteams? Oder ist es irgendwas dazwischen, u.a. weil nicht jeder Spieler mit jedem Trainer gleich gut arbeitet und umgekehrt (außer natürlich bei Tuchel, er kann man mit jedem Spieler – er ist so cool und jugendlich, die Spieler wollen wie er sein und die Frauen wollen bei ihm sein – und ein paar Männer bestimmt auch)?
    Das kann man nur sachlich und nüchtern analysieren, wenn man nahe an der Mannschaft ist, die tägliche Arbeit der Trainers sieht und weniger mit hysterischem Boygroup-Fanatismus argumentiert oder glaubt, man habe die Deutungshoheit darüber, was taktisch zeitgemäß ist, weil man mal den schlechten Zonal-Marking-Abklatsch Spielverlagerung gelesen hat. Was taktisch zeitgemäß ist, hat Otto Rehhagel mal erklärt – inklusive anschließendem Praxisbeweis mit Griechenland:

    Modern spielt, wer gewinnt.

    Druckt es euch aus, rahmt es ein und hängt es euch übers Bett! Wenn in den eigenen Überlegungen Taktikgewichse (man möge mir den Ausdruck verzeihen, aber mehr ist es für mich nicht) zum Selbstzweck verkommt, dann hat man den Fußball und seine Prioritäten nicht verstanden.
    Außerdem hege ich ernste Zweifel, ob wir überhaupt die Spieler für „spektakuläres“ Umschaltspiel haben. Oder ist der Plan, dass wir einfach alles neu kaufen, bis wir Spieler und Trainer haben, die das Umschaltspiel auch physisch spielen können, damit wir zeitgemäß und total cool sind – zumindest bis zum nächsten Paradigmenwechsel?

  58. McP sagt:

    Wie groß ist eigentlich noch die Vorfreude auf Sidney Sam? Seine Saison erscheint mir für ihn recht typisch. Ein Drittel gut (auf dieses Sam würde ich mich sehr freuen), ein Drittel verletzt, ein Drittel nichts Brauchbares. Da kann man nur hoffen, dass er seine gesundheitlichen und sportlichen Auszeiten gut mit Farfan abstimmt.

    Mir scheint das Verletzungspech dann in Teilen auch hausgemacht, wenn man Spieler mit größeren Anfälligkeiten holt. Und es ist dann auch Teil des Problems des exorbitanten Gehaltsetats bei Schalke. Was wird Sam bekommen? 3 Mio vielleicht? Für ein Drittel der Saison. Ich weiß, bei Verletzungen gibt es nur 6 Wochen Lohnfortzahlung. Aber meistens schauen die Spieler ja dann rechtzeitig mal wieder beim Training vorbei.

    Kurz gesagt, so richtige Vorfreude kommt bei mir noch nicht auf. Kann gut gehen, ist aber ein ziemlicher Risikotransfer.

  59. Simon sagt:

    Ich freue mich schon noch auf Sam, auch wenn er in der Tat verletzungsanfällig zu sein scheint. Wie schon geschrieben: Wenn sich dann alle Spieler passend abwechseln mit ihren Ausfallzeiten, ist das doch eine tolle Sache, weil dann auch nie jemand unzufrieden werden kann.^^

    Ja. Mir ist auch klar, dass wir Geld in die Hand nehmen müssen, gerade wenn die Absicht sein sollte, gute Offensivspieler dazu zu holen. Aber das ginge ja auch mit Leuten, die etwas jünger sind und deren Marktwert vielleicht nochmal steigen könnte. Wenn Eto’o wirklich kommen sollte, dann wäre er mir seiner Klasse wegen aber grundsätzlich schon sehr willkommen.

    Aber erstmal ist das ja sowieso nicht mehr als ein wildes Gerücht ist, dass wir uns streng genommen gerade selbst ausgedacht haben – ein interessanter Einblick in die Arbeit mancher Sportredaktion quer durch Europa würde ich annehmen. ;)

  60. Torsten sagt:

    Gute Güte, jetzt wird Jens Keller schon mit einem Zitat Rehhagels aus dessen Antifußball-Phase verteidigt. Das hat er nun wirklich nicht verdient …

  61. Սաշա sagt:

    Antifußball hin oder her: Man muss zunächst mal schauen, was das Spielermaterial hergibt und dann aus diesen gegebenen Tatsachen heraus entscheiden, welche Ausrichtung und welches System sinnvoll ist. Genau das hat „Rehakles“ 2004 gemacht. Schön war es sicher nicht, aber dennoch imposant anzusehen, was man mit unterlegenem Spielermaterial erreichen kann, wenn man ein passendes System und eine sinnvolle Ausrichtung diszipliniert verfolgt.
    Was ich, du oder Tuchel attraktiv finden, kann dabei erstmal dahinstehen. Ich will das Rehhagel-Zitat auch nicht als Keller-Verteidigung verstanden wissen. Eher als grundlegende Kritik am Verständnis einiger Kommentatoren.

  62. McP sagt:

    Sehe ich ähnlich wie Սաշա. Mein Aaaaber wäre jedoch, Schalke hat doch in den allermeisten Spielen überlegenes Spielermaterial. Da bräuchte man nicht zu rehakeln. Und dort wo man es bräuchte – weil man keine individuelle Überlegenheit hat – setzte es teils herbe Klatschen. Und wäre Tuchel nicht eher in der Rehhagel-Klasse anzusiedeln? Es ist doch gerade seine Stärke, aus dem Gegebenen sehr viel rauszuholen. Schön anzusehen, ist das selten. Deshalb wünsche ich ihn mir auch in einem Club mit mehr Spielerbudget. Würde gerne sehen, was er mit mehr Ressourcen bewegen kann.

  63. Chris sagt:

    Seit 2004 sind 10 Jahre vergangen, in denen sich der Fußball noch mal ein ganzes Stück entwickelt hat. Ich bezweifle, dass so ein Rehakles heute noch diesen Erfolg hätte. Außerdem ist ein Turnier mit Nationalmannschaften etwas ganz anderes als eine Liga mit eingespielten Teams und einem Sieger nach 34 Spielen (anstatt nach 6).
    Der Ausspruch „Modern spielt, wer gewinnt“ hat zudem noch nie gestimmt. Das eine hat mit dem anderen nicht zwangläufig etwas zu tun.

    Ist das Wort Material im Zusammenhang mit Menschen nicht ziemlich übel?

  64. Սաշա sagt:

    Ja, ich bin mir sicher, dass Worte wie Spielermaterial zutiefst verletzend sind. Ich werde bei Gelegenheit eine Kerze in der Kirche anzünden.

    Was ich aber viel schlimmer finde: Obwohl du aufmerksam genug gelesen hast, um auf einzelne Worte einzugehen, fällt es dir sichtlich schwer, den gesamten Kontext des Gelesenen richtig einzuordnen. Eventuell solltest du deine Prioritäten diesbezüglich nochmal überdenken.

    Ich habe weder gefordert, dass wir wie Griechenland anno 2004 spielen, noch habe ich in irgendeiner Form einen Wettbewerb mit einem anderen verglichen.

  65. Chris sagt:

    Oha, da ist jemand ordentlich auf Krawall gebürstet. Bevor du in zuviele Kontexte abschweifst, liest du vielleicht noch einmal meinen Text und schaust nach, wo ich dir da irgendetwas vorgeworfen habe. Ich sehe da nichts. Allerdings habe ich mir herausgenommen, meine Meinung zu Rehakles und dem Zitat zu schreiben. Das ist denke ich nicht verwerflich.
    Lass das mit den Kerzen mal, wo sollte das enden?

  66. blues sagt:

    @Chris
    ja, den Begriff „Spielermaterial“ – ist er vielleicht richtig?

    Spricht man von „Spielermaterial“, nimmt man die Perspektive des Generals, mit Blick auf seine Soldaten, seinen Formationen und den Kampfverbänden, mit Blick auf den Gegner ein.

    Der Trainer agiert mit seinen „Söldnern“ in seiner 11er-Formation ähnlich.

    Je ausgeprägter die taktischen Vorgaben, desto weniger Freiraum für die einzelnen Spieler aber umso mehr werden sie ein disponibles Ding. Material eben.

    Für die Spieler auf dem Spielfeld im aktuellen Spitzenfußball, sind die Räume und die Wege in diese Räume ebenso wie die Ziele, streng und genau beschrieben und definiert. Dasselbe gilt für die Zeitpunkte und die Geschwindigkeit in der das zu geschehen hat. Eine Pressing-Maschine wie Klopp sagt. So gesehen, lässt sich das Wort Spielermaterial im Kontext der Taktik-und Pressingmaschinen auch gar nicht mehr schönreden oder mit Kerzen beruhigen.

  67. KarstenTS sagt:

    Aus vorhandenem Spielermaterial das beste rauszuholen ist eine Sache. Eine Mannschaft perspektivisch zu entwickeln und dafür zu sorgen, dass die Qualität des Spielermaterials möglichst hoch gemessen an einer bestimmten Spielidee ist, eine ganz andere. Improvisieren muss jeder Trainer. Das funktioniert bei manchen besser als bei anderen. Und das ist natürlich nicht nur abhängig vom Trainer. Eine Idee zu haben und eine Mannschaft danach zu dirigieren, dagegen schon eher.

  68. ReinerEdelmann sagt:

    …-Material will ich in der Tat überhaupt nicht hören – und: Der Spruch „Modern spielt, wer gewinnt“, ist ebenso grober Unfug, wenn man das Spiel an sich liebt. Wer diesen Spruch 2014 herauskramt, sollte nicht von „Irgendwas-Gewichse“ reden.

  69. Ney sagt:

    Unser Auftraggeber ist ein erfolgreiches Traditionsunternehmen mit hervorragendem Namen und Sitz in Westdeutschland. Der Hersteller sportlicher Gebrauchsgüter mit höchsten Ansprüchen an Funktionalität, Form und perfekte Verarbeitung gilt als Spitzenunternehmen in seinem Segment. Innovative Produktideen und Designs werden mit unterschiedlichen Materialien realisiert und sind europaweit bei den Kunden gefragt. In der Entwicklung und Herstellung hochwertigen Darbietungen besitzt das Unternehmen langjährige Kompetenz. Für den Bereich Entwicklung und Produktion suchen wir einen

    TEAMLEITER MATERIALENTWICKLUNG m/w

    (etc.)

  70. Ney sagt:

    „Bohnern (Wichsen, früher auch Bohnen, Blocken, Blochen) nennt man das Versiegeln und Polieren von Fußböden aller Art mit Wachs. Das Wort bohnern leitet sich vom niederdeutschen bohnen ab, was so viel wie polieren bedeutet. Seit dem 18. Jahrhundert gehört es zum allgemeinen deutschen Wortschatz.“

  71. Սաշա sagt:

    @Ney: Mittlerweile eben auch in all seiner Bedeutungsvielfalt und den entsprechenden Konnotationen. ;)

    @Reiner:

    1. „Spielermaterial, Spielermaterial, Spielermaterial“
    Wenn ich von Spielermaterial gesprochen habe, dann tatsächlich weil es in diesem Fall mehr um Eigenschaften der Spieler geht, als um die tatsächlichen Menschen (eine grausame Sichtweise – wie gesagt, ich werde eine, vielleicht auch zwei Kerzen für die unmenschliche Behandlung herabgewürdigter Fußballmillionäre in aller Welt anzünden). In diesem Fall ging es tatsächlich darum, ob wir überhaupt Spieler mit den passenden Eigenschaften haben, um Dortmund zu kopieren taktisch „zeitgemäßes“, attraktives Umschaltspiel zu praktizieren.

    2. „Wer das Spiel an sich mimimimi…“, mag ja alles stimmen und ich sehe auch lieber schönen Fußball. Nur hat jeder eine andere Vorstellung davon, was schöner Fußball ist. Für mich gilt eben nicht „schön = das, was irgendwer „zeitgemäß“ findet“. Darum ging es im Ausgangspost ja auch. Nur hätte man den eben auch lesen müssen.

  72. Schilzi sagt:

    Hallo zusammen,

    Wer weiß, vielleicht wird nach der WM die 3er Kette als Nonplusultra entdeckt und übernommen und Keller dieser Taktikfuchs hat es schon vorher gewusst und daher in der Kaderzusammenstellung auf einen weiteren RV verzichtet;)

    Glück auf euch allen!

  73. blues sagt:

    @Schilzi

    Ja, dass Schalke mit Dreierkette spielt, habe ich mir auch schon versucht vorzustellen. Kann man das Kirchhoff, Matip, Höwedes,Ayan und Keller zutrauen? Ich finde, es ist einen Versuch wert.
    Mit Höger und Aogo in der offensiven und mit Uchida und Kolasinac in der defensiveren Variante, könnte gegnerbezogen aufgestellt und situationsbezogen gewechselt werden.

  74. Raymond sagt:

    Ich habe das 5-3-2 hier oben also zu offensiv ausgelegt?

  75. Ney sagt:

    Und wenn das über-nächste dicke Ding das 2-8-0 wird, nähern wir
    uns wieder den Ursprüngen des Fussballs (1-0-9).

    Würde ja gerne mehr über Dreierkette diskutieren, aber man will
    ja nicht des Taktikgebohneres geziehen werden. (SCNR)

  76. blues sagt:

    @Raymond

    Mit Matip, Höwedes, Kolasanic und Uchida steigen, wegen der WM, vier Verteidiger verspätet in die Vorbereitung ein. Dazu fehlen Huntelaar, Draxler und Prince. Da wird Keller, ohne diese sieben Stammspieler, nicht groß experimentieren. Weder mit einem 3 x x noch in einem 5 x x System.

    Der Schwerpunkt der Vorbereitung dürfte darauf liegen, die neuen oder langverletzten Spieler Höger, Kirchhoff, Clemens, Aogo sowie Giefer und Sam in die Mannschaft um Farfan, Neustätter, Fährmann,Meyer, Ayan und Goretzka einzubinden, sowie Automatismen im Spiel in die Spitze einzuüben.

    Viel Neues erwarte ich nicht.

  77. Torsten sagt:

    Habe gerade dieses Interview mit Pedro Andreu gelesen, über das spanische Duell zwischen Real und Atletico. Titel: „Simeone ist reiner Rock’n’Roll“

    Eine emotionale Beschreibung, und wieder wird es mir gewahr: Es gibt viel, was man an Jens Keller loben kann, aber er begeistert mich nicht; und ich denke das geht sehr vielen Fans so. Er verdient Respekt, aber er reißt niemanden mit, übernimmt nicht die Führungsrolle im Club (die hat Horst Heldt inne).

    Mal ganz direkt an diejenigen, die Jens Keller für den geeigneten Trainer für Schalke 04 halten:

    Was titscht Euch an, an Jens Keller? Oder braucht es Eurer Ansicht nach tatsächlich keine Emotion bezüglich des Trainers? Ist nicht der Trainer das Gesicht des Clubs? Welches Gesicht ist Jens Keller für Euch? Fühlt ihr ihn als Macher, wo ich ihn doch als Getriebenen fühle? Fühlt ihr Ehrgeiz, wo ich nur auswendig gelernte Floskeln höre?

    Ich halte Thomas Tuchel für einen sehr guten Trainer, ich denke dass er sehr gut zu S04 passen würde. Ich denke, dass Horst Heldt diese Chance verpasst hat und dass das arg bedauerlich ist. Ich brauche aber nicht Herrn Tuchel speziell. MIr gehts eher um den Typ Trainer.

    Ich denke, dass Schalke 04 Führung braucht. Ein Chef der vorgibt und nicht nur antwortet. Einer der Chef ist, obwohl da noch ein Horst Heldt und ein Clemens Tönnies sind. Ein Chef der seine Ansichten erklärt und die Leute dafür begeistern kann.

    Ein Chef eben.
    Jens Keller erlebe ich als Angestellten, nicht als Chef für irgendwas.

    Aber vielleicht fühle ich ja auch falsch, oder vielleicht finde nur ich das wichtig?!

  78. Raymond sagt:

    Interessante These Torsten.

    Ich bin auf jeden Fall pro Keller aber im Moment bin ich zwiegespalten. Er ist laut Statistiken eine der erfolgreichsten Trainer auf Schalke. Es kommt bei mir rüber als hat er das Vertrauen der Mannschaft und er vertraut seinerseits die Mannschaft. Braucht man da ein Trainer der sich nur aufregt an der Seitenlinie? Das was zählt ist doch auf dem Platz, die Außendarstellung ist da Zweitrangig.

    Wir sind doch stolz auf unser e.V. dann soll doch auch die Kraft da gestellt werden vom Vereinsorgane? Auch der Trainer ist im jeden Verein oder FußballAG nur ein Angestellter (auf mittel Führungsebene) (die Doppelfunktion Vorstand und Trainer außen vor gelassen).

    Auf http://www.halbfeldflanke.de ist die Saison analisiert mit genau die Pros und Kontras die mich schon zweifeln lassen. So etwas wie die Unfähigkeit das Tor zu treffen wenn da zwei Viererketten auf den Sechzehner stehen.

    Aber Keller arbeitet erst anderthalb Jahre mit der Mannschaft. Wenn ich zum Osten schauen darf, hat der Kloppo dort auch zwei Jahre gebraucht bis da auf einmal das Lob und die Meisterschaften kamen. Dabei wurde in Europa überhaupt erst erfolgreich seit 2012/2013 erfolgreich gespielt (und kamen ins Finale) vorher gab es immer das Gruppen aus.

    Das was ich Keller auf jeden Fall gönne ist Zeit.

    Dort gegenüber steht das ein Trainer wie Tuchel zu haben wäre. Auch ich bin gespannt was er mit ein Kader wie unseres anstellen kann.

    Aber der Anstallt sagt mir aber das man Keller nicht einfach rausschmeißen kann. Auch bin ich noch gespannt/neugierig was Keller noch erreichen kann bei uns.

    Mit Wünschtrainer hat man ein Paar Faktoren die gleichzeitig stimmen sollen. Der Wünschtrainer muss verfügbar sein. Der Wünschtrainer soll sich auch wünschen der Stelle des Treiners besetzen zu wollen. Und am ende soll der Stelle natürlich offen sein.
    (Hierbei ist Geld natürlich ein Gleitmittel das vieles grade biegen kann) Aber der Faktor offene Stelle gibt es im Moment nicht auf Schalke.

  79. Սաշա sagt:

    Aber vielleicht fühle ich ja auch falsch, oder vielleicht finde nur ich das wichtig?!

    Kann man wichtig finden, kann man sogar am wichtigsten finden. Sicher finden das auch andere wichtig. Für mich ist es zu vernachlässigen. Ich finde es wichtiger, dass er die Mannschaft richtig einstellt. Dass er gegenüber der Mannschaft wie der Chef wirkt. Ob an der Linie einer steht und einen auf unsportliches Rumpelstilzchen macht, das ständig den vierten Offiziellen bepöbelt, weil er besonders emotional ist (oder weil ihm einfach der Respekt fehlt), ist mir furchtbar egal. Auch ob er schlechte Witze auf der PK reißt, über die irgendwelche Sportjournalisten dann lachen – ob aus Mitleid oder schlimmer noch, ganz im Ernst. Wenn es einen Einfluss auf das Spiel hätte, ob der Trainer mich mitreißt, dann müssten wir uns bei Jens Keller wirklich Gedanken machen. Das tut er natürlich nicht. Da es aber völlig egal für die Leistung der Mannschaft ist, kann zumindest ich getrost darüber hinwegsehen. Wenn die Mannschaft mitreißenden Fußball (ungleich megageile Pressingmaschine und Konter) spielt, dann muss der Trainer für mich auch gar kein Entertainer sein. Ich hoffe an diesen Punkt kommen wir auch wieder. Denn unser Spiel ist deutlich besser geworden, aber vom Stuhl haut es mich auch noch nicht.

    Schlimmer fand ich es in der Hinrunde. Da schien nämlich auch die Mannschaft so euphorisiert vom Trainer zu sein, wie ich und andere hier. Das gab schon Anlass zu Bedenken und nicht selten wurden sowohl hier als auch in der Presse Parallelen von Kellers Außenwirkung zu seiner Trainerarbeit gezogen. Hätte sich dieser Eindruck bestätigt, gäbe es auch keinen Grund an Keller festzuhalten.

    Ich bin jedenfalls überzeugt, dass es nicht unbedingt „Rock’n’Roll“ bei einem Trainer braucht, solange er die Mannschaft motivieren und entsprechend einstellen kann.
    Thomas Schaaf hat in Bremen Titel geholt und der ist ca. so Rock’n’Roll wie Celine Dion, Auch Pep Guardiola wirkt deutlich weniger wie ein rüpelhafter Bauer, verglichen mit den Herren aus (ehemals) Mainz und Dortmund. Trotzdem bescheinigt ihm z.B. Dani Alves, dass er ein großartiger Motivator ist und das jeder immer genau wusste, was er zu tun hat. Das halte ich im Übrigen für einen zentralen Punkt. Wenn Keller jedem Spieler vermitteln kann, was er von ihm erwartet und die Spieler wissen, wie sie diese Anweisungen umsetzen müssen, dann ist das deutlich mehr wert als „witzige“ Pressekonferenzen.

    Übrigens kann man sich sogar mit Stil wie ein unsportliches Arschloch benehmen. Das beweist Mourinho nun seit über zehn Jahren. Vielleicht kommt das ja bei Tuchel und Klopp noch. Bei Mourinho kann man mit etwas Humor wirklich gut über den Unsinn, die großen Gesten und die Verschwörungstheorien lachen.

    Gedanken über Keller sollte man sich dann machen, wenn man einen begründeten Eindruck hat, dass er die Mannschaft nicht verbessert und nicht (mehr) erreicht. Ansonsten finde ich diese Sehnsucht nach einem Trainer mit Popstar-Attitüde nicht wirklich nachvollziehbar. „Rolf“ und „der nette Herr Slomka“ waren für mich auch gute Trainer, sehr gute sogar, ganz ohne große Show – abgesehen von Rolfs Ehrenrunde am Ende seines ersten Engagements, aber ich habe ihm gerne applaudiert.

  80. Torsten sagt:

    @Սաշա:

    „Chef sein“ und „vorangehen“ hat m.E. nichts mit Witzen oder Aufregen an der Linie zu tun. M.E. wirkt Tuchel auch abseits des Liniepalavers wie einer der eine Idee verfolgt und der seine Ansichten vermitteln kann. Aber vielleicht ist Tuchel ein zu rotes Tuch, als dass er noch zur Diskussionsgrundlage taugt. Deshalb ganz ohne Tuchel:

    Empfindest Du Jens Keller als Chef, als denjenigen, der das Sagen hat? Als denjenigen, der vorgibt, was auf Schalke passiert?

    Egal was man gerade an Mourinho, Guardiola, Tuchel, Klopp oder auch Schaaf mag oder doof findet, m.E. sind sie in ihren Clubs stets Herr der Lage. Jens Keller wirkt auf mich hingegen getrieben. Der neben Heldt eben.

  81. Սաշա sagt:

    Keller wirkt nicht nur getrieben. Von Teilen der Medien wird er doch auch noch immer getrieben. Die Tuchel-Geschichte kam gerade wie gerufen, es war schließlich schon fast zu harmonisch um Keller geworden. Er hatte durch die Ergebnisse in der Rückrunde ja fast schon Ruhe – so viel Ruhe, wie man auf Schalke eben bekommen kann. Nun wird in Zukunft bei jeder kleinen Gelegenheit genau diese Tuchel-Geschichte herausgekramt. Dazu kommen noch die Umstände, unter denen er zum Cheftrainer wurde, die ihn immer noch wie eine Notlösung aussehen lassen. Ja, Keller ist ein Getriebener, der unter diesem Druck abgeliefert hat. Platz 3, direkte Qualifikation für die Champions League, deutliche spielerische Verbesserungen trotz immer wieder neuer Verletzungssorgen im Kader. Ich weiß nicht, ob das jeder Trainer so hinbekommt. Da kann er noch so getrieben wirken oder sein, er macht im Umgang mit Spielern offensichtlich vieles richtig. Dass man Ayhan einfach so reinwerfen kann und der doch beachtlich souverän für seine ersten Spiele wirkt, halte ich zum Beispiel nicht für selbstverständlich. Für diese Leistungen verdient er zumindest von mir Respekt und keine Zweifel.

    Sonst bin ich immer jemand, der auf die Qualität (puh, „Qualität“… das hört sich schon wieder so nach Sacheigenschaft an. @BlogCorrectnessPolizei: Darf man das noch schreiben?! „Qualität“?! Ich weiß es nicht mehr…) des Kaders verweist und darauf, dass man mit diesen Spielern entweder den dritten Platz erreichen muss oder etwas falsch gemacht hat. Hätte ich allerdings vor der Saison den Verlauf der Verletzungen gekannt, hätte ich das Saisonziel ziemlich nach unten korrigiert.

    „Das Sagen haben“ finde ich nicht ganz passend. Natürlich ist er ein Vorgesetzter der Spieler, wenn man das so ausdrücken möchte. Aber ein Trainer ist ja auch so etwas wie ein Lehrer und auch da gibt es verschiedene Herangehensweisen, die zum Ziel führen können.
    Wenn es um die Frage geht, ob er Respekt und Autorität in der Mannschaft genießt, dann muss man das nach der Rückrunde ganz klar mit Ja beantworten. Wie erwähnt habe ich das Gefühl, dass er die Mannschaft erreicht und diese sich zusehends besser auf dem Feld zurechtfindet. Das würde ohne den nötigen Respekt nicht funktionieren.
    Ganz grundsätzlich müsste man aber näher dran sein, um das wirklich beurteilen zu können.

    Ich weiß mittlerweile gar nicht mehr, was man von ihm erwartet. Soll er nach Außen kommunizieren, was er vorhat und ganz genau auflisten, wie er dieses Ziel verfolgt, damit man ihm glaubt, dass er einen Plan hat und müssen wir annehmen, dass er keinen hat, wenn er seine Pläne nicht nach außen kommuniziert? Oder geht es jetzt schon soweit, dass wir aus Kellers Außendarstellung ableiten, dass er keinen Plan hat, weil… ja warum eigentlich? Weil er zurückhaltend und unsicher im Umgang mit den Medien ist?
    Also wenn es nur um „das Gesicht des Vereins“ gehen soll, können wir auch jemanden verpflichten, der wie Tuchel oder ein angeblich passenderer Trainer xy wirkt, also wie einer, der einen Plan hat und der vorweg geht, der aber in Wirklichkeit nur ein Schauspieler ist und überhaupt keine Qualifikation für die Arbeit eines Fußballtrainers aufweist. Im Hintergrund kann der dann nicht mehr so getriebene Keller in Ruhe weiterarbeiten.

    Nicht dass man mich falsch versteht: Ich habe einfach langsam den Eindruck, dass wir uns in dieser Diskussion schon zu weit von den Kernkompetenzen eines Trainers entfernt haben und wie schon zu Beginn seiner Amtszeit wieder bei Kellers zweifellos mangelhafter Außendarstellung angekommen sind. Wenn dieses Kriterium nun den einzigen Kritikpunkt bildet, bin ich an dieser Stelle offiziell raus aus der Diskussion. Wie weiter oben erwähnt, fehlt mir dafür irgendwie das Verständnis und die einzige für mich vertretbare Lösung wäre weder Tuchel noch ein anderer Trainer, sondern der von mir vorgeschlagene Schauspieler.

  82. blues sagt:

    @Torsten

    „das Sagen haben“
    Da ist sie wieder, die Sehnsucht nach „Führung“. Ich habe sie nicht.Ich vermisse die Führung des Trainers nicht. Ich brauche sie auch nicht als verlängerte Darstellung, als Avatar meiner inneren Fußballwelt in den Medien.

    Keller hat nicht immer „das Sagen“, wie u.a. der Positionswechsel Boateng/Goretzka gezeigt hat. Das scheint aber seinem Standing in der Mannschaft und dem notwendigen Erfolg mit der Mannschaft keinen Abbruch zu tun. Es scheint so, dass ein Trainer mit anderen Qualitäten, wie du sie für notwendig hälst, auf Schalke erfolgreich arbeiten kann.

    Keller kann seine Ansichten nicht vermitteln? Der Mannschaft schon. Vielleicht passt dir einfach seine Art der medialen Präsenz nicht.

    Bei den Taktikern von spielverlagerung.de fand ich ein Zitat aus der Abschlußarbeit zum Fußballlehrer von Carlo Ancelotti:

    „Es gibt ständig ein hohes öffentliches Verlangen nach einem Produkt, das spektakulärer und aufregender ist. […] Die Öffentlichkeit möchte Unterhaltung…“.

    Das öffentliche Verlangen nach Spektakel und Aufregung muss man neuerdings nicht nur auf den Spielstil, sondern auch auf den Auftritt des Trainers beziehen. Marketingtechnisch kann ich das nachvollzihen. Allein, ich brauch keinen eloquenten Dampfplauderer, keinen wilden Motivator und auch keinen klug führenden, medialen Chefdarsteller.

    Hier der Link zu dem Zitat von Reals Madrids Trainer im dortigen Zusammenhang:
    http://spielverlagerung.de/201.....r-maestro/

  83. Manfred sagt:

    Auf die Musik(er)analogie möchte ich gar nicht erst eingehen, weil die den ganzen Quatsch wieder zu sowas wie Kunst erhebt und somit überhöht. Braucht kein Mensch.
    Wie irre schwierig ist es denn, einfach mal einen seinen Job machen zu lassen, aber ohne den ganzen sinnlosen Zirkus drumrum?
    Also dieses ‚zu ruhig‘, was ich aus Սաշաs Beitrag rauslese – hach, schön, oder?
    Da ist ein Trainerteam, was versucht, seinen Job so gut wie möglich zu machen und das sicherlich mit dem Erreichten zufrieden sein darf, umso mehr, wenn man die Umstände bedenkt. Oder? Ja, ne? Gut.
    Dass es immer ein bißchen besser geht und eine Steigerung nur dann möglich ist, wenn man nicht die ominöse perfekte Saison gespielt hat – geschenkt. Ein kurzer Blick gen Süden langt und auch einer Richtung Norden: hier ein Verein, der im genau richtigen Moment anfing, sich seine Saisonkrise zu nehmen, dort einer, wo seit Jahren mit geradezu professionellem Dilettantismus die Anhänger gequält werden.
    ‚Uns geht’s ja noch gold‘ würde (wenn ich das richtig erinner) Margarethe Kempowski da erleichtert seufzen. Und das zurecht.
    Ich persönlich will keinen mediengeilen Zampano, keinen medial überhöhten und von denen herbeigekritzelten Taktikguru, keine Rampensau, keinen Narziß – ich bin mit einem Typen wie Keller höchst zufrieden, weil er all das eben nicht ist. Das isn guter Mann. Basta.

  84. blues sagt:

    „…war es ein offenes Geheimnis, dass die kritische und selbstbewusste Art des Ex-Nationalspielers nicht bei allen gut ankam“

    Das schreibt Ralf Wilhelm auf derwesten.de, zum Abgang von Christian Wörns als B-Jugendtrainer.

    Nachfolger wird der bisherige Co-Trainer von Norbert Elgert, Uwe Grauer.
    Ich schließe daraus, dass auf Schalke von der Knappenschmiede bis zu Bundesliga derzeit ein Prinzip umgesetzt wird: ein guter Umgang zwischen Trainern und Spielern, als Vorraussetzung für alles andere.

    Link:
    http://www.derwesten.de/sport/.....71058.html

  85. malte sagt:

    Ich denke, einzelne Personen (Trainer, Spieler und etwas weniger auch Manager) taugen ohnehin nur bedingt als Gesicht eines Clubs. Dafür sind sie alle in der Regel zu sehr kleine Ich-AGs, die im Falle von zu viel oder zu wenig Erfolg einen Verein verlassen wollen oder müssen. Es gibt zwar seltene Konstellationen, in denen das Gegenteil der Fall ist, aber selbst Schaaf und Allofs, die man durchaus eine Zeit lang als das Gesicht Werder Bremens wahrnehmen konnte, haben genau diese beiden Seiten des Geschäfts aufgezeigt: der eine ist von selbst gegangen, der andere wurde gefeuert. Jetzt ist Allofs Teil des Gesichts von Wolfsburg und Schaaf wird Teil des Gesichts von Frankfurt. Die meisten Trainer, die aktuell auf den Bundesliga-Bänken sitzen, saßen vorher schon auf diversen anderen. Das kann ich (auch temporär) nicht als Gesicht wahrnehmen.

    Zum Thema Außenwirkung eines Trainers generell: Ich finde das z.B. am Fall Klopp sehr interessant. Der kommt ja durchaus eloquent und gewitzt rüber und kann auch mit Sicherheit eine gewisse Ahnung von der Materie vorweisen (und auch nach außen vermitteln). Ich selbst finde ihn aber nur widerlich selbstherrlich und mir bleiben eher seine Ausraster an der Linie im Kopf hängen als seine souverän geführten Pressekonferenzen. Ich frage mich, ob ich das nicht genau umgekehrt wahrnehmen würde, wenn er damals bei Schalke angefangen hätte und nicht bei Dortmund.

    Ansonsten schließe ich mich eigentlich den Vorrednern an: so lange die Mannschaft bzw. deren Umfeld kein Problem mit der Art des Trainers hat, ist mir die Außendarstellung des Trainers ziemlich egal.

    Und noch zu der Chef-Sache: So ist es doch, oder? Heldt kann Keller feuern. Umgekehrt nicht.

  86. leoluca sagt:

    Schalke hat immer wieder von leidenschaftlichen und mitreißenden Typen gelebt, die mehr waren als zuverlässige Angestellte und solide Profis. Darunter viele starke und gleichzeitig schräge Persönlichkeiten – dazu fallen jedem von uns sofort reihenweise Namen ein.

    Wenn ich Torsten richtig verstehe, so vermisst er bei Jens Keller ein bestimmtes Charisma, besondere Ausstrahlung. So geht’s mir auch. Und das hat sehr viel mit Fußball zu tun und viel mit neuen Ideen, überraschenden Konzepten, taktischen Kniffen …

  87. blues sagt:

    Den Zauberer mit seiner Trickkiste kann ich nachvollziehen. Aber was meinst du mit Charisma? Tönnies z.B. hat Charisma. Aber als Führer/Boss zahlt er Hungerlöhne. Er ist mit der Masche reich geworden und hat komische Freunde.Also Charisma allein ist auch nicht die Lösung. Aber in welcher Kombination dann?

  88. Սաշա sagt:

    Ah, okay. Lag ich doch mit meiner Annahme zumindest schon bei leoluca richtig. Hier werden rational überhaupt nicht nachvollziehbare Kausalketten zwischen dem Charisma und dem Vorhandensein neuer Ideen und taktischer Kniffe gebildet, die Jens Keller nicht draufhat, weil ihm das Charisma fehlt. Man muss wirklich kein Fachmann sein, um zu erkennen, dass das irgendwie nicht ganz stichhaltig ist. Ich stelle jetzt mal eine viel bessere Kausalkette auf: Jens Keller hat kein Charisma, weil er der Meinung ist, dass neue Ideen und taktische Kniffe wichtiger sind und er sich lieber auf diese Kernkompetenzen konzentriert.

    Einigen wird beim Lesen sofort aufgefallen sein, dass man auch das weder belegen, noch widerlegen kann, dass es aber auf jeden Fall mindestens genauso hanebüchen wirkt, wie das weiter oben erklärte. Wie gesagt: Soweit es euch nur um mangelnde Entertainer-Qualitäten geht, bin ich raus. Aber vielleicht kann man den Verein mal anschreiben und fragen, ob Ährwin die PKs halten und an der Seitenlinie toben kann. Soweit man allerdings Fachkompetenz und Führungsqualität an den Entertainer-Qualitäten eines Trainers festmacht, wird es undifferenziert und unsachlich.

  89. leoluca sagt:

    Darf ich euch beide so verstehen, dass ihr keine Antwort habt auf die zentrale Frage von Torsten?

    Sie lautete:

    Was titscht Euch an, an Jens Keller? Oder braucht es Eurer Ansicht nach tatsächlich keine Emotion bezüglich des Trainers? Ist nicht der Trainer das Gesicht des Clubs? Welches Gesicht ist Jens Keller für Euch? Fühlt ihr ihn als Macher, wo ich ihn doch als Getriebenen fühle? Fühlt ihr Ehrgeiz, wo ich nur auswendig gelernte Floskeln höre?

  90. Manfred sagt:

    Es gibt kaum etwas, was egaler ist, als welche Gefühle Torsten, du oder sonstwer hat/bekommt, wenn er völlig wumpe wen sieht/hört/erlebt.
    Kellers Gesicht sieht du auf Fotos. Er macht und treibt an. Er mag in seinem früheren Leben mal Bauer gewesen sein, weil er gerne mal Phrasen drischt, weil a bisserl was bleibt ja, wenn man den Mondphaseninterpretatoren von der höheren vergeistigten Charismaschule in Timbukthree glauben mag. Seinen sicherlich vorhandenen Ehrgeiz sollen diejenigen fühlen, die die Phasen ohne Phrasen erleben, also die Spieler und wer sonst alles mit dem Bereich direkt zu tun hat. Und noch lieber ist es mir, wenn die Gegner merken, dass es einen gewaltigen Unterschied gibt zwischen seiner Außendarstellung und dem, was die von ihm betreuten Spieler aufm Platz zeigen.
    Und wir alle wissen ja: das zählt.
    Von mir aus könnte ein Triumvirat aus Didi Hallervorden (als Gesicht des Klubs), Jürgen Drews (als öffentlichkeitssüchtige Rampensau) und Oliver Kahn (Ehrgeiz UND Floskeln!) für die Mannschaft verantwortlich sein, solange der Erfolg das rechtfertigt.

  91. Սաշա sagt:

    @leoluca: Siehe meinen Post (von 1:26 Uhr, ferner auch den von 3:53 Uhr). Der ist ausführlich und erklärt lückenlos, wie egal es mir ist, ob Keller Fans und Pressevertreter mitreißt und warum. Ich wiederhole mich – gerade nach so ausführlichen Posts – nur sehr ungerne.

  92. Ney sagt:

    Ich kann nur sehr empfehlen, im TV Pressekonferenzen und
    ausführliche Interviews mit Trainern zu vermeiden, vor
    allem die mit dem unseren. Dann erübrigen sich 4/5 der
    Überlegungen zu Mitriss & Ausstrahlung.

    Trainer kommen, Trainer gehen, auf Schalke im Schnitt
    so alle 1 1/2 Jahre. Vielleicht ist es gut, wenn einen
    einer nicht antitscht – dann ist der Abgang nicht
    so übel (mir z.B. tat’s beide Male bei Rangnick leid).

  93. swe sagt:

    zu Torstens Frage bzgl. Jens Keller:

    Jens Keller ist sicher nicht die charismatische Persönlichkeit nach außen, aber das muss er aus meiner Sicht auch gar nicht sein. Zugleich ist er sicher nicht emotionslos, eher stoisch. Im letzten halben Jahr hat er finde ich auch an Lockerheit gewonnen ohne direkt zum kloppschen Zirkusaffen zu mutieren. Ich vergleiche das mal mit Raul. Der war in der Mannschaft auch ein Leader und musste öffentlich und auf dem Platz trotzdem nicht durch die Gegend schreien um sich gehör zu verschaffen, so ähnlich schätze ich Keller auch innerhalb der Mannschaft ein.

    > Welches Gesicht ist Jens Keller für euch?
    Das eines Introvertierten dem man die ganze Zeit vorwirft kein Extrovertierter zu sein. (Jemand der statt zu lamentieren lieber „schafft“)

    Kurz: Dieses ganze „Außenwirkung“-Dings ist für mich hoffnungslos übertrieben und orientiert sich teilweise an mittelalterlichen Machtstrukturen („Der Staat bin ich“).

    Vergleich Jens Keller-Thomas Tuchel: Auch für mich ist Tuchel prinzipiell der bessere Trainer. Die Frage ist jedoch: Ist Tuchel auch zu Beginn der Saison 2014/15 der bessere Trainer für Schalke? Und da würde ich mit ‚nein‘ antworten. Jens Keller hat ordentlich gearbeitet und unter schwierigen Umständen gute Ergebnisse geholt. In der Rückrunde der vergangenen Saison konnte man außerdem eine kontiuerliche Weiterentwicklung der Mannschaft beobachten. Außerdem ist bei einem Wechsel da noch die gleiche Gefahr wie 2008/09. Der erfolgreiche Trainer war nicht gut genug, man muss unbedingt einen tolleren (damals Rutten) verpflichten um jetzt endlich die Meisterschaft zu gewinnen. Ergebnis bekannt.

    Für 2014/15 sehe ich zwei Szenarien: Jens Keller verbockt die Vorbereitung wie 2013/14 wieder (gröbste Fehler damals Einstudierung eines 4-4-2, Höger konsequent als RV aufgestellt, Jones als Achter) und die Mannschaft startet hilflos. Nach 5-6 Spieltagen verpflichtet man Tuchel für eine hohe Ablöse. Alternativ kann Jens Keller dieses mal in der Sommerpause tatsächlich die Mannschaft voranbringen und verbessert ihr Spiel schrittweise weiter. Zusammen mit der Einbindung/Weiterentwicklung der jungen Spieler und einer gewissen Wagenburgmentalität („die von außen schreiben uns immer schlecht“) könnte Jens Keller einer der Trainer mit der längsten Wirkungsdauer in der jüngsten Vergangenheit werden.

  94. leoluca sagt:

    Torstens Aufhänger für seine Wunschvorstellung von einem Trainer war Diego Simeone, der mit Leidenschaft, großem Wissen und Begeisterung einen alten Club aus dem armen Süden von Madrid zu neuem Leben erweckt hat,

    Über Simeone hat der spanische Schrifsteller, Javier Maris, gesagt:
    „Er ist offensichtlich ein sehr guter Coach mit großem psychologischen Geschick. Nicht mit demselben spielerischen Glanz wie Guardiola einst bei Barca, versteht sich, aber er hat Atletico auf beeindruckende Weise verändert. Er besitzt die Gabe, die Spieler zu erreichen und zu einer Einheit zu schmieden, die vor niemandem Angst hat. Sie zu motivieren, ihnen etwas einzuflößen, was sie vorher nicht hatten.“

    Wie eine Spitzenmannschaft spielt, hängt heute mehr von der Persönlichkeit des Trainers ab als von irgendeinem Spielsystem. Die Systeme mischen sich heute immer mehr und Simeones Elf spielt manchmal wie ein Mourinho-Team, dann wie ein Klopp-Team.

    Heute kennt eigentlich jeder alles, alle sind vernetzt. Es gilt, möglichst viele Stile zu kombinieren und im richtigen Moment einsetzen zu können. Diese Fähigkeit erfordert visionäre Trainer und die nötige Zeit. Simeone ist dafür ein fast perfektes Beispiel. Bei einem Klub mit knappen Finanzen und dem steten Abfluss von Stars hat er etwas geschaffen, was im Kommerzfußball kaum noch möglich schien.

  95. Manfred sagt:

    Es ist ja nicht so, dass es gar keine Parallelen gäbe:
    In seiner schlimmsten Zeit häufte der Club 517 Millionen Euro Schulden an und kaufte trotzdem teure Stars wie den Kolumbianer Radamel Falcao. Atlético gehört deshalb zu einem der ersten Clubs, die die Uefa wegen des Verstoßes gegen die Financial-Fairplay-Regeln bestrafte. Den Sponsoring-Deal mit Aserbaidschan sehen auch viele Fans kritisch. Von dort gibt es zwar viel Ölmillionen, mit den Menschenrechten wird es aber nicht so genau genommen. Trotzdem reist das Team immer wieder in das Land und lächelt.
    Aus: http://www.zeit.de/sport/2014-.....le/seite-2

    Letztes Jahr sind alle voll des Lobes über Klopp gewesen, ähnliche Story & so, zu Barcelonas Hochphase war Guardiola DER Trainer usw usf, kurz: Säue und Dörfer und so, medial aufbereiteter Hirnfick, jedes Jahr. An Unwichtigkeit kaum zu überbieten.

  96. Torsten sagt:

    Natürlich darf man nicht von der Öffentlichkeitsarbeit auf die Arbeit auf dem Platz schließen.

    Ich bin allerdings bass erstaunt, dass doch so viele glauben, eine gute Öffentlichkeitsarbeit sei nicht nötig, wäre nur ein zu vernachlässigendes Zusatzbrimborium.

    Es gibt kaum etwas, was egaler ist, als welche Gefühle Torsten, du oder sonstwer hat/bekommt, wenn er völlig wumpe wen sieht/hört/erlebt.

    Was der Einzelne fühlt ist egal, ich gehe aber stark davon aus, dass das was ich fühle, auch viele andere ähnlich fühlen. Schließlich bin ich normaler „Empfänger“ dieser Sendungen, wie tausende andere Schalker auch. Auch hier unter uns empfindet Jens Kellers Öffentlichkeitsarbeit ja offensichtlich kaum jemand anders, die Empfindung wird lediglich unterschiedlich bewertet. Und jeder, der über Schalke spricht oder schreibt, gibt seine Eindrücke weiter, sei es an den Kumpel nebenan oder sonstwen, mit dem man dazu kommt über Fußball zu sprechen. Mündlich oder über andere Kanäle, Foren, hier.

    Man sagt, einer habe „keine Lobby“, wenn trotz ordentlicher Ergebnisse so sehr gezweifelt wird wie im Fall Jens Keller. Und das ist definitiv so, bei jedem Punktverlust wird von durchaus vielen Schalkern gleich alles infrage gestellt und auch aus den Zeitungen pfeift Jens Keller schneller der Wind ins Gesicht als anderen Trainern.

    Die Lobbyarbeit fehlt, er weiß die Leute nicht emotional für sich einzunehmen, also stehen sie exakt so lange hinter ihm, wie er Punkte liefert. Eine einzige Niederlage sorgt bei ihm für mehr Aufruhr als Stevens‘ 6 Spiele ohne Sieg, vor dessen Entlassung im Herbst 2012. Dabei gibt es sehr viele verschiedene Möglichkeiten, Leute zu überzeugen, in der Liga gibt es viel verschiedene Typen die das schaffen, dazu muss man nicht „laut“ sein. Dass Jens Keller das nicht schafft ist nicht egal und nicht zu vernachlässigen, das macht zu allererst ihm selbst den Job schwerer und nebenbei ist es nicht gut für den Club.

  97. Սաշա sagt:

    Die Lobbyarbeit fehlt, er weiß die Leute nicht emotional für sich einzunehmen, also stehen sie exakt so lange hinter ihm, wie er Punkte liefert.

    Das galt für jeden seiner Vorgänger ebenso. Rutten wurde mit Vorschusslorbeeren geholt, hatte also eine Lobby und war trotzdem ziemlich schnell weg vom Fenster. Das gleiche gilt für den großen Jupp Heynckes oder damals für Jörg Berger, der aus einem Abstiegskandidaten einen UEFA-Cup-Teilnehmer gemacht hat und in der Folgesaison nach ausbleibendem Erfolg in der Liga trotzdem durch Stevens ersetzt wurde. Keller ist weit davon entfernt, das für sich exklusiv zu haben. Genauso weit entfernt wie er davon ist, das außer durch Ergebnisse beeinflussen zu können.

    Und mal ganz grundsätzlich: Wenn die Presse und Teile der eigenen Anhängerschaft einem erfolgreichen Trainer nicht den nötigen Respekt für seine Arbeit zollen können, weil ihnen etwas an dessen öffentlicher Darstellung missfällt – weil zu wenig Action und Folklore geboten wird – wieso ist das eigentlich Kellers Problem? Man kann sich jetzt dahinter verstecken, dass das Geschäft eben so tickt. Tut es aber nicht (überall).

    In Lissabon hat heute Abend der stoische, emotional nicht gerade überbordende Ancelotti den Rock’n’Roll besiegt. Ancelotti hat bereits jetzt drei CL-Titel mehr geholt, als ich Tuchel in seiner gesamten Laufbahn zutraue. Ganz ohne offensive Außendarstellung welcher Art auch immer. Das hat er aus irgendeinem Grund nicht gebraucht. Er hatte sich spätestens mit den guten Leistungen bei Milan Respekt verdient. Viel wichtiger ist aber, dass er diesen auch bekommen hat.

  98. Torsten sagt:

    Wieso das Jens Kellers Problem ist habe ich gerade vorher erklärt. Dass es das ist, erleben wir alle Nase lang. Dass das nichts mit Action und Folklore zu tun haben muss, ist auch leicht herausfinden: Einfach die verschiedenen, souverän auftretenden Trainer vergleichen. Und nein, es war und ist keineswegs bei jedem Trainer so, dass es trotz insgesamt ordentlicher Ergebnisse so regelmäßig rumort.

  99. Սաշա sagt:

    Nein, es gibt natürlich auch noch Trainer wie Favre, die können eine richtig miese Rückrunde spielen und es stört keinen so richtig. Ich habe aber nicht ganz zufällig im entsprechenden Abschnitt nur ehemalige Trainer des FC Schalke 04 aufgezählt. Es war immer so und es ändert sich auch niemals, wie man u.a. an völlig überflüssigen Diskussionen wie dieser sieht.

    Es ist im Prinzip nur Kellers Problem, weil von ihm verlangt wird, dass er es zu (s)einem macht. Würde einer wie Keller in Freiburg auf der Trainerbank sitzen, es könnte der versammelten Fußballöffentlichkeit nicht egaler sein. Ich meine, dass es doch wohl eher euer Problem ist, wenn Jens Keller euer Anforderungsprofil eines jonglierenden, einradfahrenden Feuerschluckers nicht erfüllt, der euch irgendwie mitreißen muss, der euch motivieren muss und mit dem ihr euch vielleicht auch noch identifizieren wollt. Ich fürchte, dass sowohl ich als auch – und das ist viel wichtiger – Horst Heldt andere Ansprüche an einen Trainer haben. Da ich weder PKs schaue, noch einen Trainer brauche, der mich irgendwie motiviert, kann Keller genauso bleiben wie er ist. Vielleicht wäre der Schauspieler wirklich gar keine so schlechte Idee. Man könnte das alles so schön zuschneiden. Man könnte genau DEN richtigen Mann casten, der uns so präsentiert, wie wir schon immer unbedingt sein wollten.

  100. maddin sagt:

    @ um2m

    aber er muss auch noch den besonderen unverwechselbaren Schalke-Hurra-dauerpressing-offensivfussball spielen lassen. Ganz wichtig. Nach dem 4:4 gegen den FCB muss er dann noch kaugummi kauend seinen Verweis auf die Tribüne auf der PK mit einem sinnfreien aber coolen Spruch dem 4. Offiziellen in die Schuhe schieben.
    Verwegener 3-Tage Bart kommt auch immer gut.
    das am ende der Saison das gleiche wie in dieser Saison rum kommt ist dann auch endlich ein Erfolg…..

  101. blues sagt:

    „Und nein, es war und ist keineswegs bei jedem Trainer so, dass es trotz insgesamt ordentlicher Ergebnisse so regelmäßig rumort.“

    Ich widerspreche mal: schon hier in deinem Blog , werden im Durchschnitt nach Schalker Niederlagen gefühlt doppelt so viele Kommentare abgegeben wie das nach Schalker Siegen der Fall ist. Der Rumor fängt schon nach einer Niederlage an, und das trainerunabhängig.

    Nehmen wir mal an, wir hätten diesen Medienprofi als Trainer , was wäre der Effekt nach Niederlagen? Die Niederlagen würden dann toll präsentiert und in irgendeiner Form,sei es durch provozierend aufgeregtes, also mediengerechtes Schimpfen auf den Schiedsrichter oder auch durch in schlauen Worten vorgetrage Selbstkritik, etc., ganz eloquent schöngeredet. Die Punkte wären aber immer trotzdem weg.

    Dass zwischen toller Medienpräsenz und Erfolg kein kausaler Zusammenhang besteht, zeigt Keller bestens. Tolle Medienpräsenz ist keine Kernkompetenz für Fußballlehrer. Kernkompetenz ist allein die Motivation und Überzeugung der einzelnen Spieler und des gesamten Teams. Ob das erfolgreich ist, lässt sich messen. Der Unterhaltungseffekt des Trainer verkauft noch nicht mal Trikots.

  102. ReinerEdelmann sagt:

    Ich halte – aus der Ferne – Tuchel, Streich und auch, gerade nachdem ich „Trainer“ gesehen habe, Frank Schmidt für sehr gute Trainer. Alle drei funktionieren aber bisher nur in ihrem Biotop. Ich möchte nicht sagen, dass sie nicht auch außerhalb ihres Umfelds bestens wirken können, bin mir da aber nicht sicher.

    Wie einer meiner Vorschreiber, kann ich mir Schalker Pressekonferenzen nicht anschauen; nicht wegen Keller, sondern der dümmlichen Fragen, gerne vom Blöd-Vertreter.

    Die obigen drei „Charismatiker“ bekämen da sehr leicht sehr viel Feuer, für jede Emotion, für jeden Gefühlsausbruch.

    Zurück zu Keller: Er hat eine sensationelle Rückrunde gespielt mit einer Mannschaft, die man in der Zusammenstellung zu Saisonbeginn für nicht möglich gehalten hätte. Sich in dieser Situation überhaupt über andere Trainer Gedanken zu machen, ist für mich schalkig.

    Fakt ist natürlich auch, dass eine Trainerdiskussion SOFORT nach einem eventuellen „Fehlstart“ erneut beginnt.
    Dies wäre aber bei Tuchel oder Guardiola („Kann Pep nur große Mannschaften trainieren“? – „Pep auf Schalke nicht angekommen!“ – „Tönnies und Guardiola: Das großer Missverständnis!“) nicht anders.

  103. Malte sagt:

    Das gleiche gilt für den großen Jupp Heynckes oder damals für Jörg Berger, der aus einem Abstiegskandidaten einen UEFA-Cup-Teilnehmer gemacht hat und in der Folgesaison nach ausbleibendem Erfolg in der Liga trotzdem durch Stevens ersetzt wurde.

    Berger, Heynckes und später auch Stevens sind übrigens nicht primär wegen schlechter fachlicher Arbeit oder mangelndem Erfolg entlassen worden. Wegen schlechter Außendarstellung schon gar nicht. Bei allen herrschte wegen ihrer Entlassungen in der Öffentlichkeit und bei den Fans großes Unverständnis.
    Das Problem war immer, dass das Verhältnis zur Mannschaft stark belastet war. Wenn dann noch schlechte Ergebnisse dazu kommen, vielleicht auch gerade wegen des zerrütteten Mannschaftsklimas, ist kaum ein Trainer noch zu halten.

    Und damit sind wir bei einem wichtigen Grund, warum Keller noch da ist. Die Mannschaft scheint ihm zu folgen. Deswegen ist sie nach schlechten Phasen auch immer zurückgekommen. Ich glaube wir neigen wegen Kellers öffentlichem Auftreten dazu, seine Führungsqualitäten zu unterschätzen.

  104. leoluca sagt:

    Unser Co-Trainer, Peter Hermann, einer unserer Königstransfers vor einem Jahr, da vorher Kompagnon von Jupp Heynckes, geht nach Leverkusen als Co. von Roger Schmidt.

    Spricht das jetzt für oder gegen Jens Keller?

    Jedenfalls spricht es gegen Schalke 04.

  105. Սաշա sagt:

    Spricht das jetzt für oder gegen Jens Keller?

    Jedenfalls spricht es gegen Schalke 04.

    Um mich so weit aus dem Fenster lehnen zu können, fehlen mir wie so oft die nötigen Hintergründe. Gut, dass wir dafür Experten haben, die hier im Blog regelmäßig kommentieren.

  106. blues sagt:

    @Սաշա
    wenn Hintergründe fehlen, könnte man dann vielleicht nicht einfach welche malen?

    Ein Hintergrund mit der Frau von Keller vielleicht, oder auch mit einer Flamme von Uchida?
    Mein selbstgemalter Lieblingshintergrund, ist ein Bild vom leeren Reharaum im Medicos…

  107. Torsten sagt:

    Laut Frank Lussem (kicker) ist der Wechsel noch nicht perfekt. Die Meldung von Sky Sport News kam wohl verfrüht. Man wird sehen, was daraus wird.

    https://twitter.com/frankie1960/status/471259692883521536

  108. Սաշա sagt:

    Aus der kicker-Gerüchteküche und mal back to topic, weil es um einen Rechtsverteidiger geht:

    „Elabdellaoui: „Ich bin frei und kann gehen!“

    Das personelle Ausbluten bei Absteiger Eintracht Braunschweig geht weiter: Nach Ermin Bicackic, Daniel Davari und Karim Bellarabi verabschiedet sich wohl der nächste Stammspieler: Omar Elabdellaoui besitzt offensichtlich eine Ausstiegsklausel in seinem bis 2015 laufenden Vertrag. „Die Situation ist jetzt so, dass ich frei bin und gehen kann. Ich habe bewiesen, dass ich gut genug bin für die Bundesliga“, wird der Rechtsverteidiger in norwegischen Medien zitiert. Demzufolge zieht es den 22-Jährigen entweder zum FC Schalke 04 oder nach England. Elabdellaoui kam vor anderthalb Jahren als Leihspieler von Manchester City und wurde danach fest verpflichtet. In der abgelaufenen Saison stand der Nationalspieler Norwegens in 29 Spielen auf dem Rasen, schoss ein Tor, gab zwei Vorlagen und kam auf einen kicker-Notenschnitt von 3,96.“

    http://www.kicker.de/news/fuss.....markt.html

    Wie ich sehe wird ein anderer Link zum Thema auch schon im bloginternen S04-Newsticker bereitgestellt.

  109. hellwach sagt:

    @leoluca

    Will Schalke Herrmann nicht mehr?
    Will Herrmann nicht auf Schalke bleiben?

    In beiden Fällen spricht nichts gegen Schalke 04, nichts für Herrmann.

  110. Սաշա sagt:

    „Neuzugang“ für die kommende Saison – Philipp Hofmann kommt zurück:

    http://www.schalke04.de/de/akt.....-213-.html

  111. Torsten sagt:

    Ich gehe davon aus, dass Philipp Hofmann noch zu einem anderen Club transferiert wird. Heldt zog die Option und hat nun wieder das Transferrecht, der S04-Vertrag läuft bis 2016. Angeblich hat der HSV Interesse, sicher würden ihn auch noch andere Clubs ausprobieren wollen, und sicher würde sich Hofmann gerne in die 1. Liga verbessern.

    Dass er tatsächlich auf der Bank des S04 auf seine Chance warten soll, glaube ich nicht.

  112. leoluca sagt:

    @hellwach

    In beiden Fällen wäre es kein gewöhnlicher Vorgang, da der laufende Vertrag mit Herrman noch ein Jahr geht und frühzeitig gelöst würde.

    Entweder hielte Schalke seine Arbeit für uns nicht mehr für erforderlich, was ich für einen großen Fehler hielte, da wir keinen absolut überzeugenden, absolut starken Cheftrainer haben.

    Oder Herrmann will nicht mehr für uns arbeiten, was bei seiner Kompetenz und Erfahrung auch eher gegen als für uns sprechen würde, oder?

    Ich hoffe einfach darauf, dass die Sache eine Ente ist.

  113. Սաշա sagt:

    Leoluca – ein Mann für die einfachen Lösungen. Mir fallen ohne lange darüber nachzudenken noch mindestens zehn weitere Möglichkeiten ein, die weder gegen Hermann, noch gegen Keller oder Schalke sprechen.

    Nehmen wir einfach mal an, dass er und die Mannschaft nicht zusammenpassen. Nicht weil irgendwer Allüren hat oder weil die Mannschaft „untrainierbar“ wäre. Einfach nur weil es menschlich nicht passt. Das kann passieren, spricht meines Erachtens für oder gegen niemanden.
    Nehmen wir an, dass Leverkusen ihm ein Angebot gemacht hat, dass er nicht ablehnen kann, Schalke aber nicht bereit ist, beim Co-Trainer so viel nachzubessern und Hermann deshalb nicht mehr für uns arbeiten will. Völlig legitim. Spricht auch gegen niemanden.
    Nehmen wir an, dass sich in der vergangenen Saison herausgestellt hat, dass Hermann und Keller eine unterschiedliche „Philosophie“ vertreten – und sei es nur in ihrem Führungsstil – und nicht übereinkommen. Spricht das nun gegen Keller? Oder gegen Hermann? Ich denke nicht.

    Mal generell: Es ist also kein gewöhnlicher Vorgang, wenn ein Trainer vorzeitig den Verein verlässt? Ich habe es schon immer geahnt: Ich habe die ganzen Jahre über den falschen Sport verfolgt. Deshalb habe ich auch so seltsame Ansichten. Ich dachte Fußball wäre das, wo Trainer quasi ständig vor Ablauf des Vertrages den Verein wechseln… ICH VOLLIDIOT!

  114. hellwach sagt:

    @leoluca

    Ich gehöre zu den Leuten die nachdenken, auch abwägen und bewerten. Am liebsten auf der Grundlage von Tatsachen. Für Spekulationen und eine unvollständige Aufzählung möglicher Motive der einen wie der anderen Vertragspartei fehlen mir Zeit und Muße.

    Natürlich ist die vorzeitige Trennung ungewöhnlich und einer Erwähnung wert. Darum antworte ich gerne ein wenig ausführlicher.

    Du hältst die Trennung für einen Fehler

    … da wir keinen absolut überzeugenden, absolut starken Cheftrainer haben.

    Du weißt also -besser als Horst Heldt-, dass die Arbeit von Hermann, der nie Cheftriner werden wollte, genau diese fehlenden Eigenschaften ersetzt. Dann spräche dies gegen Heldt, nicht gegen Schalke.

    Oder Herrmann will nicht mehr für uns arbeiten, was bei seiner Kompetenz und Erfahrung auch eher gegen als für uns sprechen würde, oder?

    Ich mache es dir einfach: Wenn ein Co-Trainer den geilsten Club der Welt verlässt, um bei einem Werksclub anzuheuern, ist dies selbstverständlich ein kaum zu überbietender Imageschaden für Schalke.

    Du kannst dir aber auch Mühe geben und nachschauen, wie viele der vergangenen 25 Jahre Peter Hermann NICHT Co-Trainer in Leverkusen war. Dann verstehst du vielleicht, warum hier nichts gegen Schalke 04 spricht.

  115. blues sagt:

    @Cheftrainerkritiker

    Es ist so: Wenn Herrmann das will,wird es einen Tranfer zum Werksclub geben. Zu den üblichen Konditionen. Also für Ablösegeld.

    Mit dem eingenommenen Betrag wird als nächstes der geniale Taktikguru Sir Thomas Tuchel aufs Schalker Feld geholt.

    Dort angekommen, gründet Thomas Tuchel sofort die „Thomas Tuchel Taktik Akademie“, die auf Schalke logischerweise „Taktikschmiede“ heist.

    Tuchels Taktikschmiede gibt sich ganz nerdig und richtet sofort Webinare für seine Fans in der Nerdkurve ein…

    @Torsten
    Philip Hofmann kommt für Szalai. :-)

  116. Ney sagt:

    Ich dachte, wir hätten uns mittlerweile darauf geeinigt,
    dass Jens „Carlo“ Keller sowas wie Ancelotti II ist?

    Was Hofmann angeht, die Ausleiherei klingt ja erstmal
    nach einer win-win-win Geschichte für alle beteiligten
    Parteien. Aber eine dritte Ausleihstation (nach Paderborn
    und Ingolstadt) innerhalb von 3 Jahren wäre doch etwas
    win-dig (Autsch!) ? Wenn man sich die ganzen dauernd
    herumverliehenen Spieler von Vereinen wie Chelsea etc.
    anguckt, dat wird doch so nix.

  117. Torsten sagt:

    Peter Hermanns Verpflichtung wurde letztes Jahr hoch aufgehängt. Er wurde bereits verpflichtet, bevor feststand, dass Schalke mit Jens Keller in die nächste Saison gehen würde. Wenn man das und Peter Hermanns exzellenten Ruf beachtet, wäre dieser Wechsel nach nur einem Jahr selbstverständlich „bemerkenswert“. Und wenn es vielleicht auch nicht „gegen“ Schalke spräche, bliebe trotzdem ein „Fehler“, entweder in den Einschätzungen zuvor oder jetzt, weil man ihn nicht vom Bleiben überzeugen kann.

    Philip Hofmann kommt für Szalai. :-)

    Das würde mir allerdings gewisse Sorgen bereiten. Natürlich wäre denkbar, dass man Adam Szalai verkauft, das Geld in einen vergleichsweise hochwertigen Stürmer anderen Typs investiert, und Philipp Hoffmann als „Stoßstürmer-Backup“ für Klaas-Jan Huntelaar auf die Bank setzt.
    Dies würde bedeuten, dass S04 richtig Geld in einen Stürmer für ein 4-4-2 System, obwohl Schalkes restlicher Kader bislang perfekt für Flügelstürmerspiel zusammengesetzt wurde. Gleichzeitig gäbe man einen erprobten Backup für Huntelaar ab und setzt auf Hoffnung, was eben auch nicht immer funktionieren muss.

  118. blues sagt:

    @Torsten

    Was ich bemerkenswert finde: Peter Hermann ist, so nehme ich an, seit einem halben Leben in Leverkusen „zuhause“:

    1976 bis 1984: 9 Jahre Leverkusen (Spieler)
    1989 bis 2008: 19 Jahre Leverkusen (Co-Trainer)
    2009 bis 2011: 2 Jahre Leverkusen (Co-Trainer)

    Peter Hermanns Weg taugt sogesehen nicht dazu, um mit ihm über Bande gegen Jens Keller zu spielen.

    Auf die Antwort zur Frage der Rolle Philip Hofmanns` in der Stürmerfrage, bin ich gespannt.

  119. Torsten sagt:

    Peter Hermanns Weg taugt sogesehen nicht dazu, um mit ihm über Bande gegen Jens Keller zu spielen.

    Mache ich doch gar nicht?!
    Kurz zusammengefasst schrieb ich: Entweder war der Tullus, der um ihn gemacht wurde, quatsch, oder sein Abgang ist ein Verlust und damit negativ für S04.

    Ich halte es aber auch für möglich, dass aus dem Wechsel nichts wird und er seinen Vertag erfüllt. Du (@blues) sagst ja, zur Saison 2015/2016 kommt Tuchel. Der will sich seine Assistenten sicherlich eh selbst aussuchen.
     
     
    Übrigens heißt das heutzutage „bespielen“ ;-)

  120. blues sagt:

    ..sorry, machst du nicht, bin da gedanklich zu @leoluca gesprungen. Guter Tipp. Bespielen liest sich viel besser….

  121. leoluca sagt:

    Nur noch mal, weil ich direkt angesprochen werde:

    Herrmann wurde auf Schalke immer in hohen Tönen gelobt: vom Manager ebenso wie von Spielern. Warum jetzt der plötzliche Abschied zur Vertragshälfte? Die Frage nach den Hintergründen liegt doch auf der Hand.

    Der Hinweis auf Herrmanns biographische Nähe zu Leverkusen ist mir zu wenig als Begründung.

    Hat sich Leverkusen nicht auch schon vor 2 Jahren um ihn bemüht? Trotzdem kam er zu uns.

    Die Vermutung liegt doch nahe, dass irgendwas nicht so geklappt hat, wie er oder der Verein sich das vorgestellt haben. Dass in diesem Zusammenhang unter anderem auch die Frage nach der Rolle von Jens Keller aufkommt, ist so weit hergeholt nun auch nicht.

  122. Malte sagt:

    Dies würde bedeuten, dass S04 richtig Geld in einen Stürmer für ein 4-4-2 System, obwohl Schalkes restlicher Kader bislang perfekt für Flügelstürmerspiel zusammengesetzt wurde.

    Ist das überhaupt noch so? Farfan ist ein reiner Flügelstürmer, vielleicht noch Clemens. Bei Draxler, Obasi und Sam würde ich das nicht so sehen. Die könnten auch in einem 4-4-2 oder 3-5-2 ihre Stärken entfalten. Goretzka, Meyer, Höger, Aogo und Boateng sowieso. Kommt natürlich auch stark darauf an, wie die konkrete Ausrichtung aussieht, aber grundsätzlich glaube ich schon das der Kader auch zu einem Zwei-Stürmer-System passt.

  123. Manfred sagt:

    Ich weiß grad nicht, wohin damit:
    http://www.statsbomb.com/2014/.....ders-2014/
    Schnäppchen, mal was ganz was neues für den S04^^.

  124. Torsten sagt:

    @Malte:

    Alle drei, sogar Draxler, suchen den Platz auf Außen und kommen ansonsten lediglich in Kontersituation durchs Zentrum gut zurecht. So sehe ich das jedenfalls. Alle drei sind sehr dynamische Spieler, deren Stärke mit einem gewissen „Anlauf“ besser zur Geltung kommt.

    Deshalb hat sich Meyer im Vergleich zu Draxler als 10er auch duchgesetzt, weil er das Talent hat, auch in statischen Situation vor einer tiefstehenden Abwehr Lücken zu reißen.

    Aber natürlich kann man alle Spieler auch anders aufstellen. Schalke hat ja auch Fuchs schon als Linksaußen und Barnetta rechts oder als 10er gebracht ;-)

  125. Malte sagt:

    Schwierig. Gerade an der Frage zu Draxlers Idealposition scheiden sich ja die Geister, zumal seine Entwicklung auch noch nicht abgeschlossen ist.

    Ma’kucken ;-)

  126. RJonathan sagt:

    @Herrmann-Diskussion
    Ich finde auch, dass das eine bedenkenswerte Nachricht ist. Aber: Selbst wenn es zwischen Keller und Herrmann nicht gut läuft – das wäre nicht zwangsläufig ein schlechtes Zeichen für irgendjemanden. Manchmal kommen auch zwei Top-Leute einfach nicht miteinander klar. Dann muss einer (und das ist in diesem Fall immer der Untergeordnete) gehen.

    Und etwas allgemeiner: Dieses Hinterherkarren von Aussagen von vor einem Jahr finde ich total nervig. Man kann sich auch irren. Nein: Man MUSS sich auch irren dürfen! Wichtig ist, dass man immer wieder hinschaut und kuckt was geklappt hat und was nicht. Und dann sind die Hoffnungsträger von gestern eben manchmal die Außenseiter von heute. Wenn man das ständig von außen bestraft und kritisiert, dass Pläne anders verlaufen als vor einem Jahr kommuniziert, fordert man eigentlich, dass nur dann gehandelt wird, wenn man sich hundertprozentig sicher ist. und das ist: nie.

    @Trainer-Diskussion
    Ich bin auf der Seite von blues (wen wundert’s ;-)) und Սաշա. Kommunikation ist sicher auch ein wichtiger Teil des Jobs aber Kommunikation ist ein Akt mit mehreren Teilnehmern und Fans und Öffentlichkeit haben auf Schalke im Allgemeinen und bei Keller im ganz Besonderen die Tendenz alles schlecht zu sehen es sei denn es wird gerade Inter Mailand oder Dortmund vom Platz gefegt. Das ist eine Situation, wo einer schon saugut sein muss um dabei gut wegzukommen. Wieviel hat denn Schaaf immer so für seine Außenwirkung als Trainerguru getan? Nix. Der war einfach kultig (und erfolgreich). Weil sie bei Werder eben einen Kult um ihren Trainer machen. Bei uns ist es der härteste job im Verein und man kann froh sein, dass Keller diese Wagenburg-Mentalität hat (tolles Wort @swe!), sich davon nicht beirren zu lassen. Denn das ist die Qualität die man _tatsächlich_ auf Schalke braucht um da bestehen zu können.

    @Chuopo-Moting
    Jetzt greift auch Hassan das Thema auf. Ich bleibe dabei, ich glaube der kommt. Weil er passt und zu haben ist und bei Rogon ist. :-) Außer: Wenn er da jetzt allerdings zum Superstar bei der WM wird, dann wird er möglicherweise zu teuer.

  127. Սաշա sagt:

    Mittlerweile glaube ich das (EMCM@S04) auch. Ich bin zwar immer noch skeptisch („ewiges Talent“, s. meinen Beitrag vom 20. Mai, 11:39 Uhr), allerdings lasse ich mich von Choupo-Moting gerne mit Leistung überzeugen, wenn er denn kommen sollte. Im Hinblick auf die WM teile ich die Bedenken, dass er durch ein gutes Turnier zu teuer werden könnte. Zumal neben der Roma auch Mitbewerber aus England im Spiel sein sollen und bei denen sitzt erfahrungsgemäß das fernöstliche Portemonnaie besonders locker.

    Gerade aufgrund meiner Skepsis ihm gegenüber, würde ich lieber nicht das ganze Geld, das man an der Ablöse spart, in Handgeld und Gehalt fließen sehen. Das wäre mir bei ihm ehrlich gesagt zu riskant.

  128. Manfred sagt:

    Nicht, dass der Jäger das am Ende vereitelt: n Schupo auf Schalke, da war doch was…^^

  129. leoluca sagt:

    Horst Heldt sagt heute im Bild-Interview, dass es zwar einige Anfragen gegeben habe, aber Peter Herrmann auf Schalke bleiben wird. Schöne Nachricht.

  130. Torsten sagt:

    Hofmann nach Lautern, berichtet kicker …
    http://www.kicker.de/news/fuss.....smtwkicker

  131. Malte sagt:

    @Hofmann

    So etwas in der Art war zu erwarten. Es wäre auch zu früh, Szalai schon aufzugeben. Ich vermute mal, dass es eine Rückkaufoption gibt. Ähnlich wie bei Kirchhoff.

    @Choupo-Moting

    Sportlich könnte das passen, ein LA der auch im Einer- oder Zweiersturm spielen kann. Eine Führungspersönlichkeit, die der Mannschaft sicher auch gut tun würde, ist er aber nicht. Anscheinend ist man von einer großen Lösung wieder abgerückt.

  132. blues sagt:

    @Hofmann
    Dieses andauernde rumdealen mit Hofmann hätte ich nicht erwartet.

  133. Malte sagt:

    @blues

    Deswegen ja ein Verkauf und keine erneute Leihe. Wäre natürlich schöner gewesen, wenn er in Paderborn oder Ingolstadt etwas länger geblieben wäre. Aber bei beiden Vereinen hat es wohl nicht so gepasst. Weiter als Wanderpokal rumreichen bringt jetzt nichts mehr. Und wenn er (noch) nicht weit genug für Schalke ist, hat es keinen Sinn ihn hier versauern zu lassen. Für Spieler seiner Art ist es nicht einfach, sich ohne Umwege bei Spitzenclubs durchzusetzen.

    Ist wohl das Beste, wenn er sich bei einem Verein mit Perspektive auf die erste Liga etablieren kann. Wenn es optimal läuft, sehen wir ihn in zwei Jahren wieder in königsblau.

  134. Torsten sagt:

    Dieses andauernde rumdealen mit Hofmann hätte ich nicht erwartet.

    Deswegen ja ein Verkauf und keine erneute Leihe.

    Äh, doch. Morgen wird in kicker-Print stehen, dass S04 ein Rückkaufsrecht auf Hofmann haben soll ;-)

  135. Malte sagt:

    Ja, die Vermutung hatte ich weiter oben schon geäußert. Alles andere wäre auch fahrlässig. Ist aber meiner Meinung nach was anderes als eine Leihe. Ob er überhaupt zurückkommt und wann, ist ja völlig unbestimmt. Kann man vielleicht lose mit Fährmann in Frankfurt vergleichen.

  136. Chris sagt:

    Zum Thema Peter Hermann

    Heldt: „Es gab Interessenten – aber wir sind glücklich, dass er bei uns ist und bei uns bleibt. Er ist einer der besten Co-Trainer, die es gibt.“

    Schreibt die Zeitung mit den großen Buchstaben

  137. blues sagt:

    …Max Meyer wird die U19 EM vom 19. bis 31. Juli spielen, nachdem eben Spaniens U19 3:1 geschlagen wurde. Wunderschön für ihn, gut für Schalke und nicht so gut für die Vorbereitung.

  138. Chris sagt:

    Dann verpasst er das Trainlingslager vom 21.07. – 30.07. Das ist natürlich nicht optimal. Auf der anderen Seite hat er jetzt erstmal genug Zeit, um die Batterien aufzuladen.

  139. blues sagt:

    Marktwert Uchidas` in „TWITTER“ gemessen

    Ich sach ja immer „Uchi“ spielt hauptsächlich aus Marketinggründen. Die Schalker Homepage belegt nun seine Reichweite:

    „Seit September 2013 twittert der S04 neben seinem offiziellen deutschen Kanal auch auf Japanisch. Der Twitter-Account @s04_jp erfreut sich seit Bestehen großer Beliebtheit unter den vielen Schalke-Fans in Japan. Mit der beeindruckenden Marke von über 50.000 Followern nach nur neun Monaten verweist der FC Schalke 04 zahlreiche internationale Topclubs, die ebenfalls Infos via Twitter auf Japanisch bereitstellen, auf die Plätze, darunter Manchester United, den FC Chelsea und den AC Mailand. Europaweit belegt der FC Schalke 04 unter allen Vereinen mit einem japanischen Twitter-Account einen sehr guten dritten Platz. Nur Real Madrid und der FC Barcelona weisen eine noch höhere Followerzahl als Königsblau auf.“

    Bei der demnächst geforderten Ablösesumme wird das sicher nicht unter den Tisch fallen…

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