Weltmeister 2014

Manuel Neuer
Kevin Großkreutz
Matthias Ginter
Benedikt Höwedes
Mats Hummels
Sami Khedira
Bastian Schweinsteiger
Mesut Özil
André Schürrle
Lukas Podolski
Miroslav Klose
Ron-Robert Zieler
Thomas Müller
Julian Draxler
Erik Durm
Philipp Lahm
Per Mertesacker
Toni Kroos
Mario Götze
Jérôme Boateng
Shkodran Mustafi
Roman Weidenfeller
Christoph Kramer

… und die Trainer und Du und alle und sogar der schwer erträgliche Mehmet Scholl und ich gar schon zum dritten Mal. Glückwunsch miteinander!



45 Kommentare zu “Weltmeister 2014”

  1. eakus1904 sagt:

    Ebenfalls Glückwunsch! Wie lange wird es wohl dauern, bis unsere WM-Prämie auf dem Konto ist? :-)

    Torsten, vielen Dank für deine WM-Begleitung hier im Blog. Es war mir eine Freude, die Beiträge hier zu verfolgen!

  2. schalkoholiker sagt:

    Glückwunsch zu einem der verdientesten Weltmeistertitel!

    Ich hatte Benni so sehr das Tor gegönnt – und bin trotzdem sehr froh, dass es am Ende unwichtig war. Benni wird mit einem Riesenselbstvertrauen aus Brasilien zurück kehren. Jule hatte seine Minuten in einem Traumhalbfinale. Das wird uns gut tun!

    @Torsten
    Ich oute mich: Ich finde Mehmet Scholl völlig O.K. und sehe ihn gerne. Ich mag gar nicht daran denken, wenn gestern Oliver Kahn geredet hätte. Da wäre es dann wieder darum gegangen, die Leistung von Manuel Neuer als „ganz O.K.“ einzuordnen…

  3. Simon sagt:

    Ich fand Kahn erträglicher. ;) Ist aber auch egal.

    Der Titel ist nun sicher verdient und es ist schön, dass Benni Höwedes alle Partien durchgespielt hat. Ich denke auch, dass dies seinem Selbstvertrauen gut tun wird.

    Aber Argentinien war auch wirklich stark und Neuer hatte in meinen Augen Glück, dass er nicht mit Rot vom Platz geflogen ist…

    Dennoch: Meine Frau hat mich gestern gefragt, ob ich schonmal bei einem Fußballspiel so nervös war, wie sie gerade. Antwort: „Bei jedem zweiten BL-Spiel von Schalke ab der 70. Minute.“ ;) Gestern eher weniger. Ich freu mich für die Spieler, dass sie den Pokal geholt haben, aber ich freu mich vermutlich noch mehr, wenn Ende August die Bundesliga wieder losgeht. :)

  4. leoluca sagt:

    Glückwunsch an die beste Mannschaft des Turniers.

    Argentinien war (für mich) überraschend stark im MF, doch im Unterschied zu NL hatte die deutsche Mannschaft gegen das Bollwerk ein Konzept und am Ende das nötige Glück. Viel Ballzirkulation und feine Ballstafetten bis zum Schluss. Neuer, Schweinsteiger und Özil überragend – und natürlich der Pfostenknaller von Bene. Wie sehr hätte er das Tor verdient gehabt nach dieser großen Leistung auf einer fremden Position.

    Dank auch von mir an Torsten für die interessante WM-Begleitung.

  5. derwahrebaresi sagt:

    @das Bollwerk ein Konzept

    ?

    ich habe kein mauern der gauchos erkennen können.

  6. leoluca sagt:

    Ich habe ebenfalls kein Mauern gesehen, von dem ich ja auch nicht spreche.

    Aber wie kompakt diese argentinische Defensivordnung war, konnte man daran sehen, dass Deutschland in Hälfte zwei kaum zum Torschuss kam.

    Aber klar: Ich fand das Finale an vielen Stellen ausgeglichener als erwartet, weil Argentinien mehr tat als nur auf steile Pässe Richtung Messi zu setzen. Argentinien versuchte schon früh, den Gegner mit plötzlichen Pressingaktionen zu überrumpeln. Besonders in der zweiten Halbzeit fand ich Argentinien im MF äußerst stark mit einigen gefährlichen Angriffen. Ohne Neuers Präsenz wäre das eventuell schief gegangen.

  7. ReinerEdelmann sagt:

    …Noyas „Präsenz“ hätte in meinen Augen aber auch zwingend mit „Rot“ bestraft werden müssen – zum Glück hat er Higuain nur seitlich getroffen und nicht frontal, sonst wäre es Schumacher 2.0 gewesen.

    Ich fand das Spiel spannend – Argentinien ist an der Chancenauswertung (Higuain, Messi, Palacio) gescheitert.

    Nun freue ich mich aber auf die Bundesliga!

  8. RJonathan sagt:

    Wow!

  9. Thomas 04 sagt:

    @ Torsten
    Danke für die WM Berichterstattung!!!

    In meinen Augen war das ein 50:50 Spiel mit dem besseren (vielleicht auch glücklicheren)Ende für uns.

  10. Lutt sagt:

    Super, Deutschland zum vierten Mal Weltmeister. Ick freu mir!
    Ich glaube, das gestern war so ziemlich das beste Spiel der Argentinier bei dieser WM. Nicht gemauert, aber doch größtenteils abwartend agiert und die Deutschen hatten ihre Problemchen… vor allem bei eigenen Ballverlusten im zentralen Mittelfeld stand ich einige Male vorm direkten Herzkasper.

    Rot für Neuer? Sorry, das hab ich nicht gesehen.
    Insgesamt aber eine durchwachsene Schiedsrichterleistung, bei der zum Glück keine entscheidenden Fehler gemacht wurden.

    Insgesamt ein verdienter Sieg, auch kein 50/50, denn Deutschland agierte nunmal, Argentinien reagierte. Mehr Torschüsse, Ballbesitz, gewonnene Zweikämpfe etc. belegen dies (durch mich national eingefärbte) Bild auch. Deutschland war überall einen Ticken besser. Und am Ende, die Mannschaft, die es einfach mehr wollte!

    Von daher kann ich diesen Titel auch super genießen, verdienter Weltmeister! Herrlich, ein paar Tage an der Weltmeister Sonne laben und dann in dieses „aktuell 39-Tage-Loch“ bis zur Bundesliga fallen ;-/

  11. Lothar sagt:

    Wunderbar, das kann man einfach nur genießen – ein verdienter WM – Sieger. Die vielen Vereine in Deutschland haben einen sehr großen Verdienst am erfolg dieser Gruppe.

  12. Սաշա sagt:

    Ein tolles Finale, weil beide Mannschaften mitgespielt haben, nebenbei aber auch wieder überwiegend gut verteidigten. Anfangs ein Spiel auf Augenhöhe hatte Deutschland dennoch das bessere Ende, auch weil der kampfstarken Albiceleste am Ende ob der intensiven Spielweise so ein bisschen die Puste ausging, Messi gegen Ende doch angeschlagen wirkte und man die guten Chancen nicht nutzte, die man zweifellos hatte. Das schrie irgendwann schon nach „Das wird sich noch rächen“.

    Ein verdienter Sieg wäre es so oder so gewesen. Beide Teams hatten große Momente und wenn Messi, Palacio oder Higuaín eine ihrer zum Teil hochwertigen Chancen nutzen, darf sich Deutschland auch nicht beschweren. Argentinien hatte gegen eine starke deutsche Mannschaft mehr ernstzunehmende Chancen als zuvor Frankreich, Brasilien und Algerien zusammen. Auf jeden Fall war es für mich das interessanteste und schönste WM-Finale seit 1986. Und das obwohl es dieses mal nicht nach meinem Geschmack endete.

    Gute und treffende Analyse des Spiels auf ZonalMarking.

  13. Manfred sagt:

    Ich hab jetzt 35 Minuten von dem müden Kick hinter mir und muß sagen: laaaaaaaaangweilig. Was einem an diesem blutleeren Geschiebe gefallen kann außer der Tatsache, dass es Live eben spannend ist, ist mir ein Rätsel.
    Ein Spiel wie gemalt für Anna Lühse, guter Fußball geht anders.

  14. Սաշա sagt:

    Man kann auch alles krampfhaft schlechtreden. Wenn man so ein Spiel langweilig findet, sollte man ernsthaft nachdenken, ob man den Sport wechselt – oder ob man nicht ohnehin eigentlich immer was ganz anderes angeschaut hat und sich nun wundert: „Ach DAS ist Fußball!?“

    Zeig mir das EM-/WM-Finale der jüngeren Geschichte, das besser war. Die waren allesamt entweder komplett langweilig weil von zuviel Vorsicht geprägt (1994, 1996, 2006) oder viel zu einseitig, um spannend zu sein (wie 1998, 2002, 2008 oder 2012). 2000 hatte immerhin einiges an Drama zu bieten. Spielerisch gab es schlimmere Finals, aber auch bessere. 2010 hat mich auch nicht so richtig überzeugen können. Spanien überlegen, aber mit zu wenig Zug zum Tor. Niederlande brutal und mit Versagen vor dem Tor. 2004 war einfach nur seltsam. Da weiß bis heute keiner, wie zum Teufel das passieren konnte.
    Das diesjährige Finale war ausgewogen und intensiv geführt. Das habe ich in dieser Form selten gesehen. Das war guter Fußball von beiden Seiten. Guter Fußball ist nicht nur dann, wenn sich eines der beiden Teams vom strahlenden Sieger abschießen lässt.

  15. David sagt:

    @Manfred: Vielleicht liegt’s an „Re-Live“? Ich fand’s gestern sehr spannend und hochklassig. Für mich (wie für Sascha vor mir) hat zwar auch die falsche, nämlich DIE MANNSCHAFT, gewonnen, aber es war nicht unverdient. Neuers Aktion fand ich schon ganz schön krass. Ebenso die Schiri-Entscheidung auf Freistoß DE. So ein ähnliches Ding hatte er doch gegen Algerien auch schon mal; dieses robuste Einsteigen. Hat er nicht auch einen Spieler mal so richtig in seine Schulter krachen lassen, gegen BRA oder ARG?

  16. Սաշա sagt:

    Ja, Neuer hat schon mal einen Algerier abgeräumt und da hätte er für meinen Geschmack auch Gelb sehen dürfen (gab es da nicht sogar Gelb? Ich weiß es nicht mehr…). Gestern muss ich sagen, dass ich das zwar auch wieder als Foul gesehen habe, aber nicht als so hart, dass man ihn dafür vom Platz stellen muss. So ganz Schumacher ’82 war es dann zum Glück doch nicht.

    Sehe allerdings gerade, dass es im Strafraum war… naja. Bitter.

  17. Սաշա sagt:

    Das hier ist das gegen Algerien. Zunächst köpft er zwar sauber den Ball, aber deshalb darf er den Gegner danach noch lange nicht so abräumen.

  18. MarcB sagt:

    Warum darf sich denn ein Döner werfender Foyerpinkler, oder Ziegenfeller, der bestenfalls drei Wochen in einer Sonnenbank eingeklemmt war, jetzt „Weltmeister“ nennen?
    Schweini, der ist Weltmeister. Und Neuer. Benni. Götze.

    Meine Theorie zu der Attacke von Neuer ist, das der Schiedsrichter seinen Fehler in der Pause gegen Kramer gesagt oder gezeigt bekommen hat.
    Neuer auch nicht zu bestrafen, war dann der Ausgleich. Dunkelgelb war das mindestens.

    Wobei Tom Bartels sich wieder selbst übertroffen hat. Higuain hatte Angst vor Neuer. Die ganze Sache war auch zu groß für einen einzelnen Menschen. Un-fass-bar. Aber zum Glück jetzt auch vorbei.

    Ich freue mich wieder auf die Liga. Ohne Wimpel an den Autos. Und auf Wolff Fuss.

  19. Trainer Baade sagt:

    Danke und dito. Muss erstmal wieder runterkommen von diesem High. Der erste Titel, seit ich mir bewusst bin, dass es nicht ewig so weitergeht, hat dann doch eine ganz andere Qualität. Und ich hab gerne 2000 und 2004 miterlebt, wenn es so vergütet wird. Was ja aber kein Automatismus ist. Dass es geklappt hat: wunderbar.

  20. johajoha sagt:

    Schön, dass es am Ende gereicht hat. Über das ganze Turnier gesehen durchaus verdient, auch wenn Argentinien es natürlich genauso verdient gehabt hätte. Besonders im Finale war auch ein gutes Stück Glück dabei, weil Argentinien beste Chance wegen schlechter/überhasteter Abschlüsse vergab. Bis auf Götze und vielleicht noch Höwedes Kopfball fehlte allerdings auch der deutschen Mannschaft die Präzision im Abschluss (Kroos, Schürrle, Klose).

    Die Situation mit Neuer verstehe ich anders. Sieht natürlich fies aus. Aber Higuain kann vorher sehen, dass es auf ein Duell mit Neuer hinausläuft, geht also bewusst in den Zweikampf. Damit ein Zweikampf im 16er, in dem der Torwart zuerst den Ball mit der Hand spielt, gegen den Keeper gepfiffen wird, muss schon viel passieren. (Kann mich an keine Situation erinnern.) Neuer geht ganz klar zum Ball, mit der Hand voraus und spielt den Ball dann auch scheinbar im 16er. Dass er ein Bein im Sprung hochnimmt ist für Torhüter im 16er gängige Praxis.

    Auch in der Situation im Spiel gegen Algerien spielt er klar den Ball, was danach aus der Bewegung passiert, ist zunächst zweitrangig, auch weil der Ball für beide bereits unerreichbar ist.

    Höwedes hatte da schon mehr Glück, dass er weiter spielen durfte.

    Nichtsdestotrotz, gab es auch andere Situationen auf beiden Seiten, in denen sich niemenad über Rot oder Gelb-Rot hätte beschweren können. Ich bin insgesamt jedoch froh, dass das Finale mit 11 Mann auf beiden Seiten zu Ende gegangen ist. Platzverweise im Finale sind immer sehr schade. (Womit ich nicht sagen möchte, dass ein Finale anders bewertet werden sollte, als andere Spiele.)

  21. johajoha sagt:

    Entschuldigung für den Doppelpost, aber hier noch ein Nachtrag zu Neuer. Graham Polls Meinung:

    Italian referee Nicola Rizzoli came up with a baffling decision early in the second half when Manuel Neuer clashed with Gonzalo Higuain.
    The Germany goalkeeper had every right to go for the ball with his fist, made a clean connection and his follow-through was natural. He inadvertently cleaned out Higuain but there was no case for a penalty.
    For some observers it may have brought back memories of West German goalkeeper Harald Schumacher’s awful challenge on Patrick Battiston of France in a 1982 semi-final (above). But it was nothing like it for dangerous play.
    However, why Rizzoli decided to award Germany a free-kick was a mystery.
    A throw-in to Argentina would have been the right choice.

    Via dailymail.

  22. Manfred sagt:

    Weißte, Սաշա, das wirklich Interessante an deiner Replik ist ja: du erfindest/mißinterpretierst/ergänzt wahlloses Zeugs, von dem ich kein Fitzelchen geschrieben hab, um zu erklären, warum was so ist, wie du es gesehen hast.
    Es ist so, dass mich diese Art Fußball nicht packt und mir zB ein Schalker 5:2 in Mailand besser gefällt und mich auch deutlich mehr interessiert als jedweder WM-Kick, das Freakspiel eingeschlossen.
    @ David: mag sein, weiß ich nicht, wie schon erwähnt finde ich Fußball dieser Prägung allgemein sehr öde. Viel Lärm um verdammt wenig.

  23. Սաշա sagt:

    Ja, klar, Graham Poll. Der Torhüter hat natürlich „every right“ mit angezogenem Knie in den Mann zu springen, egal was er dabei mit seinen Fäusten macht. Das ist völlig normal und es schließlich auch noch nie jemandem ernsthaft was passiert, bei so einer Aktion. Da bricht vielleicht mal ein Wirbel an, aber eben auch lange noch nicht durch. Das muss der Fußball hinnehmen können.

    Der Schiedsrichter hat das einfach vollkommen falsch gesehen, was man schon daran erkennt, dass er Freistoß für Deutschland gegeben hat. Ich glaube auch nicht, dass diese Aktion von den erweiterten Befugnissen oder irgendeinem (Selbst-)Schutz des Torwarts gedeckt. Außerdem sollte man dazu lieber einen Schiedsrichter fragen, der bis zwei zählen kann.

    @Manfred: Abgesehen davon, dass da Schalke gespielt und gesiegt hat hat, abgesehen davon, dass da ein Underdog ziemlich überrascht hat, abgesehen davon, dass da viele Tore gefallen sind: Was genau gefiel dir denn an Inter – Schalke besser? Möglicherweise interessierst du dich ja einfach wirklich nicht für Fußball…

  24. Manfred sagt:

    Wenn ich von allem absehen muß, was dir grad so als zum Ausschluß gehörig einfällt, dann bleiben immer noch einige Dinge.
    1. es war ein viel offener und 2. von beiden Seiten mit deutlich mehr Tordrang geführtes Spiel, in dem 3. Fehler zu Toren führten und 4. der Schiedsrichter besser war.
    Das so oder ähnlich mehrfach gelesene ‚es war ganz gut für ein WM-Finale‘ sagt doch schon alles aus. Natürlich wird es Hierzulande durch die schwarz-rot-gülledene Brille betrachtet überhöht, das gleiche Gesummse wie beim Titelgewinn 1990, nur war diese grad beendete WM insgesamt viel besser, derweil die 90er einfach nur grausig war, von wenigen Ausnahmen abgesehen.
    Ich hab spaßeshalber wo getippt, dass das 1. Tor im Elfmeterschießen fallen wird und allzu weit lag ich damit nicht daneben, weil eben kein Fehler ausgenutzt und kein Spieler vom Platz gestellt wurde.
    Meinetwegen sprich mir das Interesse an Fußball ab, ganz falsch ist die Vermutung nicht, denn ich mag es, wenn ein Unterhund überrascht, wenn viele Tore fallen und wenn Schalke gewinnt. Das sind ja anscheinend Kriterien dafür, dass sich jemand nicht für den Sport zu interessieren scheint.

  25. McP sagt:

    2012 – Null Einsatzminuten Höwedes
    2014 – Null Fehlminuten Höwedes

    Seien wir ehrlich (Statistiken lügen nicht), Löw hätte schon mit einem Titel zur WM fahren können. Ansonsten enthalte ich mich mal mit Analysen, gibt ja genügend davon. Schön war’s.

  26. Սաշա sagt:

    @Manfred:
    Dass der Underdog gewinnt, weil Inter – DAS Inter, dass unter Mourinho in der Saison zuvor durch geschlossene Defensivarbeit und Effizienz die CL gewann – gegen einen Underdog offensiv relativ ineffizient war, diesen zu Kontern einlud und auch noch schlecht verteidigte, macht für mich kein gutes (im Sinne von „spannendes und offenes“) Spiel aus.

    Inter war an diesem Abend geradezu unterirdisch schlecht in der Defensivarbeit, auch die Defenisvarbeit von Schalke war über weite Strecken nicht überzeugend (aber Neuer ist eben Neuer). Im Mittelfeld funktionierte bei Inter nicht viel und Schalke konterte fröhlich vor sich hin. In der zweiten Halbzeit sogar so effektiv, dass das Spiel nach der 57. Minute(4:2) überhaupt nicht mehr offen war. Fünf Minuten später gab es dann noch gelb-rot gegen Inter. Die letzte halbe Stunde war also gerade das Gegenteil von offen. In diesem Spiel sind auf beiden Seiten Tore gefallen, weil keiner wirklich gut Druck auf den Ball gemacht hat.

    Das Finale am Sonntag war dagegen an Offenheit kaum zu überbieten. Das war in den ersten 90 Minuten ein Spiel auf Augenhöhe. Inter – Schalke war es bestenfalls für 56 Minuten. Und dann stellt sich natürlich immer noch die Frage, wie hoch diese Augenhöhe ist. Die würde ich bei Deutschland – Argentinien jedenfalls deutlich höher ansiedeln. Da war in beinahe allen Belangen mehr Qualität auf dem Platz als 2011 in Mailand.

    Vielleicht erfindet ja irgendwann irgendwer eine (Ab-)Art Fußball-Sport, bei dem beide Mannschaften nicht verteidigen dürfen. Das wird dann richtig offen, „Tordrang“ gibt’s auch non-stop, weil kein Gegner mehr die Angreifer davon abhalten kann und konsequenterweise fallen auch viele Tore. Bestimmt spannend! Kein langweiliges Taktieren, einfach nur ein Torschuss nach dem anderen.

  27. hoffedocS04 sagt:

    Schaue hier zum ersten mal seit langer Zeit rein, weil ich dachte, WM sei hier Pause … und finde eine unerwartete Menge an Beiträgen und Kommentaren.
    Habe mir mal durchgelesen, was da so steht nachdem Brasilienspiel und jetzt. Zum Teil befremdlich, weil ich von dem hier kritisierten Deutschnationalen nicht einmal einen Hauch mitbekommen habe. Pure Freude, auch an den zum Teil tollen Fußballspielen und der Teamleistung der deutschen Mannschaft und viele lustig im Wind wehende Wimpel, aber immer viel Mitgefühl für die jeweils Unterlegenen(waren wir doch selber in allen letzten großen Turnieren irgendwann) und keine Schadenfreude. In der Nachbarschaft hing während der gesamten WM eine riesige spanische Fahne aus dem Fenster, in meiner Praxis eine deutsche(wir) und eine brasilianische(Gastgeber) und jeweils kleine Papierfähnchen der Nationalmannschaften, die an dem Tag spielten. Vor dem Nachbarhaus steht ein Auto mit zwei kleinen argentinischen Fähnchen.
    Ich habe eine fröhliche WM erlebt, fast wie 2006. (Ich erlebe die WMs allerdings auch immer sehr „intim“ und gucke kaum ins Internet.)

    Das Finale der WM fand ich das Beste, an das ich mich erinnern kann. (Kommentator Tom Bartels – ganz nebenbei – scheint ein ausgesprochener Schalkefan zu sein, der hat ja wohl keinen Schalkejugendtrainer der letzten 50 Jahre vergessen, aufzuzählen;-) Ist das hier niemandem aufgefallen??)

    ach ja, und wir haben jetzt ****. Ich freue mich. Glückwunsch zurück, Torsten, Glückwunsch an uns alle!!

  28. Lutt sagt:

    @Սաշա: irgendwie habe ich das Gefühl, du suchst hier noch das Haar in der Suppe. Vor allem bei diesem „nicht gegebenem Elfmeter“ kann ich echt nur über deine Ansicht staunen.
    Jeder Torwart, der im 16er den Ball wegfaustet oder fängt schützt sich mit seinem Bein. Das ist tatsächlich verletzungsmindernd, weil ansonsten ein Zusammenprall mit dem Stürmer immer ungehemmt auf den Brustkorb des Keepers gehen würde – denn der kann sich ja nicht mit seinen Armen schützen.
    Außerdem hat der Stürmer die freie Entscheidung hinzugehen oder nicht – im Gegensatz zum Keeper, der – wenn er mal draußen ist – den Ball haben muss.

    Und im Falle Neuer war das Knie oben und angezogen – schulmäßig. Im Gegensatz zu einer Aktion auf der anderen Seite, die zwar weit weg vom Mann, aber trotzdem mit Spreizbein ablief.

    Und dieses „Ich bin der Einzige, der sich Fußballfan nennen darf – weil ich alleine weiß, wie das Spiel funktioniert und was man daran genießen darf“ überholt sich auch langsam. Sorry, aber da hat wohl jeder seine eigene Meinung – zum Glück!

  29. Torsten sagt:

    Dass ausgerechnet Benedikt Höwedes alle Spielminuten auf dem Platz stand, finde ich grandios. Dabei war allerdings gerade das Finale nicht so doll. Vielleicht sollte er sich offensiver versuchen – ich kann mir nicht vorstellen, dass er eigenmächtig sein Spiel geändert hat. Funktioniert hat es nicht, im Finale musste Hummels mehrmals die linke Seite abdichten, Benedikt war dann jeweils nicht zu sehen. In den Spielen zuvor hat er den Job allerdings gut gemeistert. Vor allem gegen Frankreich war er stark. Schön.

    Was die Neuer-Situation angeht: Er war zuerst am Ball. Da pfeift kein Profischiedsrichter gegen den Torwart. Alles andere ist bloße Theorie.

  30. Սաշա sagt:

    Naja, dann lassen wir ab jetzt einfach alle Torhüter ungehemmt mit angezogenem Knie in den Gegner rasseln. Dementsprechend war sicher auch Toni Schumachers Foul von ’82 einfach nur Selbstschutz und im Strafraum war es auch. Da darf der Torwart ja alles, wie ich gerade gelernt habe.

    Ich suche nicht nach Haaren in der Suppe, erkenne die Leistung der deutschen Mannschaft an, sehe es auch nicht einseitig, sondern bin auf der anderen Seite auch der Meinung, dass Mascherano sich nicht über gelb-rot hätte beschweren dürfen. Das Problem ist nur, dass man jetzt natürlich absolut kein Haar suchen darf, denn „wir haben es so sehr verdient!“. Das will ich auch nicht einmal in Abrede stellen, aber deshalb war Neuers Foul trotzdem ein Foul.

    Ich behaupte auch nicht, dass ich die letzte Fußball-Weiheit gepachtet habe, aber wenn mir jemand erzählen will, dass er Fußball nur gut findet, wenn keine der beiden Mannschaften gut verteidigt, dann muss er sich schon die Frage gefallen lassen, ob der Fußball ihm dem Wesen nach überhaupt gefällt. Rundum guter Fußball besteht immer auch aus guter Defensivarbeit, denn die ist ein Kernaspekt des Fußballs.
    Man kann natürlich jede Meinung vertreten. So vertrete ich beispielsweise die Meinung, dass es Schwachsinn ist, wenn man in guter Defensivarbeit schlechten Fußball erkennt. Ich weiß gutes Stellungsspiel, eine erfolgreiche (faire) Grätsche und ein physisch hart aber grundsätzlich fair geführtes Spiel ebenso zu schätzen wie One-Touch-Fußball, Doppelpässe und Volley-Tore.

    Nur weil ich der unverschämten Meinung bin, dass Argentinien ebenfalls ein gutes Spiel gemacht hat, heißt das jedenfalls nicht, dass ich irgendwem seine Freude über den deutschen Sieg mindern oder absprechen möchte. Da bin und bleibe ich fair – ganz im Gegensatz übrigens zu den in großer Zahl vertretenen schlechten Gewinnern auf deutscher Seite, die nach jedem Sieg und ganz besonders nach dem Titelgewinn anmerken müssen, wer nun wie geht. Diese Szenen zeigen übrigens verpackt in einem Tanz/Lied sehr eindrucksvoll, was ich in den letzten Wochen gemeint habe, wenn ich hier über Häme und mangelnden Respekt geschrieben habe. Dass dabei nun auch die Spieler mitgemacht haben, hat (bei aller nachvollziehbaren, angebrachten und verdienten Euphorie) sicherlich nicht dafür gesorgt, dass sich an meiner fehlenden Sympathie für die deutsche Mannschaft bei kommenden Turnieren sehr viel ändern wird.

  31. klopenner sagt:

    Man erkennt einfach, dass es hier grundlegende Meinungsverschiedenheiten gibt. Daran ist nichts verwerflich. Im Gegenteil, es ist gut so. Dennoch kommt es in manchen Beiträgen rüber, dass jeder für sich beansprucht, der absolute Experte zu sein und nur seine Sicht auf Fußball sei korrekt und nur so wie er es sich vorstellt sollte perfekter Fußball sein.

    Es gibt immer solches und solches. Es gibt Spiele die bei einem 0:0 total langweilig sind, weil nix passiert, weil keine Mannschaft ernsthafte Bemühungen hat ein Tor zu erzielen. Es gibt aber auch Spiele die 0:0 enden und beide Teams Chancen im Überfluss hatten, aber die Torhüter verdammt gut waren, oder die Stürmer total schlecht, oder sogar beides.
    Es gibt aber auch Spiele die mit einem würdigen 0:0 enden, in der beide Mannschaften erkennbar versuchen ein Tor zu schießen, die gegnerische Verteidigung aber einfach gut verschiebt, super Stellungsspiel hat und dadurch wenig echte Chancen entstehen.

    Gleiches gilt übrigens für jedes andere Ergebnis.

    Wer jetzt welche Spielweise interessant, spannend oder geil findet, sei jedem selbst überlassen.
    Halten wir einfach fest, dass Սաշա die defensive Spielweise sehr würdigt und gut findet, während manch anderer hier (ich schließe mich da ein) ein offensives Spektakel bevorzugt. Dabei muss nicht mal die Abwehr einfach schlecht sein, es kann auch die Offensive einfach überlegen sein. Ich persönlich halte es eher wie es das Bremen von Thomas Schaaf seinerzeit spielte. Lieber ein 4:3 als ein 1:0.

    Wie ich vor einigen Tagen auch schon schrieb, ist in meinen Augen Toreschießen das Primärziel des Fußballs, nicht Toreverhindern. Beides im Einklang wäre der Idealzustand, aber es geht im Fußball darum zu gewinnen und das kann nur der schaffen, der ein Tor erzielt, bzw. eins mehr als der Gegner. Das schließt natürlich die Defensive dann auch mit ein. Aber Primärziel muss ein Tor sein, sonst kann ich gar nicht erst gewinnen.

    Das Thema ist ähnlich dem Defensiv- und Offensivhoffer Prinzip, was es hier vor ein paar Wochen mal gab.

    Wird der Kasten sauber gehalten, gibt es für den Endstand nur zwei Optionen, Unentschieden oder Sieg. Das ist prinzipiell sinnvoller, als auf Teufel komm raus ein Tor zu schießen und die Verteidung zu vernachlässigen, denn mit eigenem Tor gibt es immer noch jede der drei Möglichkeiten (Sieg, Niederlage, Unentschieden). Ohne eigenes Tor kann jedoch nie gewonnen werden, insofern bleibe ich bei meiner Ansicht des Primärziels.

    Foul von Neuer oder nicht? Auch ohne schwarz-rot-goldene Brille war das für mich kein Foul. Es gibt im Spielverlauf häufiger Szenen, in denen eine Grätsche nicht als Foul angesehen wird, wenn zuerst der Ball, aber später dennoch der Gegenspieler „umgeholzt“ wird. Warum sollte in der Situation dann gepfiffen werden? JEder Torwart springt mit angewinkeltem Knie hoch um eine Flanke, oder Ecke herunterzupflücken, oder wie in der Szene den Ball wegzufausten. Es ist ein harter Einsatz geworden, der in Realgeschwindigkeit auch heftig aussieht, weil beide in vollem Tempo fast frontal aufeinanderprallen. Higuain hätte auch, angesichts der bekannten Spielweise von Manuel Neuer, das Tempo reduzieren können, so wie es im Achtelfinale ein paar Algerier getan haben.

    Aber was jetzt komplett übertrieben ist, ist die Negativdebatte um den „Gaucho-Gang“. Hier unterstelle ich keinem Spieler wirklich böse Absicht um den Argentiniern einen überzubraten, sondern lediglich den anwesenden Fans ein bisschen Party zu geben. Schmähgesänge gegen Lüdenscheid, oder die Bauern sind erlaubt im Vereinsfußball, aber bei Nationen muss es anders sein? Es ist immer noch der gleiche Sport, sogar die gleichen Spieler und die gleichen Fans (zumindest zum Großteil), was macht das jetzt so schlimm? Verhöhnen soll das sein? Da muss schon sehr viel reininterpretiert werden für eine solche Bezeichnung. Zumal es keine Neuerfindung ist.

    Muss man sich demnächst auch in Acht nehmen, wenn es in der Arena Gesänge gibt, die Fans, Verantwortliche und Spieler des BVBs als Hurensöhne bezeichnen? Sind sie das tatsächlich? Oder den Bauern die Lederhosen ausgezogen werden sollen? Haben die überhaupt welche an?

    Man kann wirklich bei jeder kleinen „politisch inkorrekten Aussage“ ein Fass aufmachen, oder einfach nur erkennen, dass es keine Häme, oder mangelnder Respekt ist, sondern einfach pure Freude über ein erreichtes Ziel, welches mehrfach knapp verfehlt wurde.
    Wenn überhaupt, dann sollte man die einzelnen Spieler als Ursprung betrachten und nicht auf die gesamte Nationalelf verallgemeinern. Denn wenn ich richtig informiert bin, waren es 6 von 23 Spielern, die das gesungen und getanzt haben.

    Zum Thema Häme haben sich doch eher die Argentinier ziemlich mies verhalten, als Neymar vom Erzrivalen verletzt aus dem Turnier ausgeschieden ist. So zumindest wird in diversen Medien berichtet. Von Plastikwirbelsäulen ist da die Rede. Ich selbst habe es nur gelesen, nicht gesehen. Aber im Vergleich mit einem altbekannten und harmlosen Lied ist das schon ne Spur unsportlicher.

    Aber auch das ist nur MEINE Meinung, da dürfen andere ganz anderer Meinung sein.

    Für mich hat es den Anschein, dass du, lieber Սաշա, scheinbar eine himmelblau-weiße Brille traägst und dich persönlich angegriffen fühlst, wenn hier jemand die gute Leistung Argentiniens nicht direkt würdigt.
    Argentinien hat im Finale seine beste Turnierleistung abgeliefert und es hat knapp nicht gereicht, weil sie selbst ihre guten Chancen nicht genutzt haben. Nichtsdestotrotz kann man die Behauptung aufstellen, dass Deutschland verdient Weltmeister geworden ist und die Spieler es jetzt auch verdient haben das ausgiebig und auch mal etwas überschwänglicher zu feiern. Mangelnden Respekt habe ich dabei nicht gesehen oder vernommen

  32. Manfred sagt:

    Ich muß mir überhaupt keine Frage gefallen lassen, dass das mal klar ist.

  33. Ney sagt:

    Na, so ein Glück, dass 1/4 der Mannschaft während des Empfangs mit einer im Fussball stinkalltäglichen Angeberperformance aus der Rolle gefallen ist. Da konnte man sich abschließend nochmals empört in Pose stellen und über das deutsche Wesen [tm] die Hände ringen.

    Aber zu Helene Fischer: Schweigen!

    Egal. Freuen wir uns doch lieber auf die WM 2026 (Russland und Katar lass ich evtl. mal aus).

  34. Սաշա sagt:

    Schon wieder einer. Deutsches Wesen, Nation oder der alberne Rassismus-Vorwurf aufgrund dieses Tanzes/Gesangs sind mir egal. Gerade den Rassismus Vorwurf finde ich weit hergeholt.
    Ich spreche von nichts anderem als von schlechten Gewinnern, Respektlosigkeit und Häme, die ich unangemessen finde.

    Wenn man schon den Vergleich mit dem Vereinsfußball ziehen möchte: Kann sich jemand daran erinnern, dass nach unserem letzten Pokalsieg Schmähungen über Duisburg gefallen wären? Ich meine, dass man in der Regel – zu Recht – damit beschäftigt ist, die eigene Leistung und im Allgemeinen sich selbst zu feiern.
    Bei einem Derby ist das nochmal etwas anderes. Aber das habe ich in diesem Blog schon hundert mal erklärt.

    Jedenfalls geht es mir nicht um irgendein deutsches Wesen oder so einen quatsch. Diese Art und Weise mit Erfolgen umzugehen, unter ausdrücklichen Verweis auf die Niederlage (und im konkreten Falle die Trauer oder Enttäuschung) des Gegners, ist zwar sehr weit verbreitet und wird offensichtlich auch als akzeptabel angesehen („stinkalltäglich“), aber ob das als etwas typisch deutsches oder als deutsches Wesen gelten kann, weiss ich nicht. Ist jedenfalls nicht mein Stil. Nicht beim nationalen und auch nicht beim internationalen Fußball. Dass es nicht neu ist, macht es nicht besser. Ich fand es auch 2006 schon zum Fremdschämen.
    Belustigend finde ich allerdings die Reaktionen hier, wenn man irgendwas an der heiligen Weltmeister-Kuh kritisiert. Dabei ist die Szene mit Neuer und Higuaín nichtmal als Kritik oder Haar in der Suppe gemeint. Für den Schiedsrichterfehler kann keiner aus dem deutschen Team was. Genauso wie Mascherano nichts dafür kann, dass er bis zum Ende auf dem Platz stand. Aber nein, soll bloß keiner anzweifeln wie verdient das alles war. Das war es zweifellos. Aber warum man (auf Seiten der Medienvertreter und Fans) das noch hundert mal betonen muss – wie übrigens auch 90 schon – kann ich nicht so ganz nachvollziehen. Was für ein Komplex steckt dahinter? Mal ehrlich, selbst wenn es nicht verdient wäre, Deutschland nimmt den Titel keiner mehr. Oder geht das vielleicht mehr in die Richtung, dass man von anderen bestätigt bekommen möchte, wie verdient es war und das man überhaupt gar nicht fett ist?

    Zur Brille, durch die ich angeblich sehe: Nee, mache ich immer noch nicht. Vielleicht mal als Anregung zum eigenen Brillentest: Es hilft bei der differenzierten Betrachtung, wenn man auch mal über den Tellerrand schaut. International wurde das durchaus unterschiedlich bewertet. Ich kann aber alle nun eventuell verunsicherten Leser beruhigen: Auch da will keiner Haare in der Suppe suchen. Ihr habt es ganz dolle verdient und seht in dem Kleid ehrlich gar kein bisschen fett aus. Ja, ihr werdet sogar von Tag zu Tag schöner. ;-*

  35. leoluca sagt:

    Die WG aus Kroos, Klose etc. ist doch für den Gaucho-Gang schon mit Helene Fischer bestraft worden.

  36. Ney sagt:

    Was heißt bestraft, die haben das anscheinend gewünscht!

  37. Simon sagt:

    Die WM ist zwar vorbei und nun wirklich Sommerpause, aber weil wir hier in den letzten Wochen immer wieder ausdauernd über die Schiedsrichterleistungen bei der WM diskutiert haben, dachte ich, dass ich diesen Link hier mal reinsetze:

    http://www.sueddeutsche.de/spo.....-1.2051134

    Im letzten Absatz auf Seite 2 übrigens auch was zum Neuer Einsatz im Finale. Nach Ansicht der BL-Schiris ein klarer Elfer, aber die durften ja nicht pfeifen. ;)

  38. Ney sagt:

    Genauer gesagt, nach der Ansicht von Krug, nicht nach Ansicht „der“ BL-Schiris.

  39. Սաշա sagt:

    Ja, nach der Ansicht desjenigen, der die BL-Schiedsrichter einweist und Richtlinien für die Regelauslegung vorgibt. Deshalb also tatsächlich die Ansicht „der“ BL-Schiedsrichter, wenn sie sich an die DFB-Vorgaben halten, was sie im eigenen Interesse wohl tun werden.
    Aber schon verstanden: Bloß kein Haar in der Weltmeister-Suppe…
    Langsam wird es echt lächerlich.

  40. ReinerEdelmann sagt:

    Krug/Fandel sind doch noch sehr zurückhaltend – wäre die Szene in der BuLi passiert, hätte es in jedem Fall Elfer gegeben. Noya hätte gelb bekommen, jeder andere Schnapper (mit Recht!) rot.

  41. leoluca sagt:

    Das Finale aus einer anderen Perspektive. Viel Spass!

    http://dw.de/p/1Ceda

  42. Ney sagt:

    @leoluca: Danke.

    @ReinerEdelmann:
    Ich habe mich im Spiel gewundert, dass das nicht gegen Neuer gepfiffen wurde. Es gibt unterschiedliche Meinungen dazu. Krug (als einer der 16 deutschen Schiedsrichterobmänner) sah einen Elfmeter. Andere auch. Graham Poll wiederum fand, dass es bloß Einwurf Argentinien hätte geben müssen. Der Schweizer Schiedsrichterchef Bertolini hätte weiterlaufen lassen (d.h. Einwurf). Etc. pp. Ob’s in D in jedem Falle Rot gegeben hätte, kann ich nicht beurteilen.

    Mal abwarten, ob die Szene für endloses Nachtaroken taugt, was ja auch seinen Reiz hat, oder aber eher vergessen wird.

  43. Սաշա sagt:

    Ich glaube nicht, dass endlos – auch noch in xx Jahren – darüber lamentiert werden wird. Zum einen hatte Argentinien es zu sehr selbst in der Hand, hatte mehrere Gelegenheiten um Tore zu erzielen, ist aber einfach grob fahrlässig mit den Chancen umgegangen. Zum anderen freut man sich nach der ersten Enttäuschung überwiegend über das Abschneiden der argentinischen Mannschaft.

    Vergessen wird es wohl nicht unbedingt werden, aber es wird sich sicherlich auch nicht zu etwas entwickeln, vergleichbar mit dem, was aus dem Wembley-Tor wurde. Aus dem Wembley-Tor wurde bei uns schließlich sogar ein Synonym für Tore dieser Art.

  44. ReinerEdelmann sagt:

    @Ney/Սաշա

    stimme Սաշա zu.

  45. Mario Albrecht sagt:

    Ich habe das Finale mit meiner Frau in Holland vor dem Fernseher gesehen.
    Danach haben wir uns gefreut, zur Freude derer, die in zu laut und zu offensiv geäußerter Freude eine Bedrohung unseres Ansehens in der Welt befürchten, ganz korrekt. Wir haben gelacht, waren erleichtert, konnten es nicht fassen, ich habe mich selbst auf die Schippe genommen, weil ausgerechnet mein „Lieblingsopfer“ M. G. die Hütte macht. Wir haben es der ganzen Mannschaft so gegönnt.

    Wir sind Weltmeister geworden, ohne anderen einen Wirbel zu brechen, ohne Schauspieleinlagen, ohne vor oder nach dem Spiel zu heulen, ohne Verbrüderungsgesten und wilde Mimik bei der Hymne, ohne Verschwörungstheorien, ohne Brimborium, ohne den Gegner auch während eines 7-1 Sieges zu verhöhnen. Mit der Fähigkeit, die eigene Leistung, ob gut oder schlecht, einordnen zu können.
    Mit 18 Toren und nur 5 Gegentreffern.

    Im Vergleich mit den meisten anderen Mannschaften waren wir eine brave Messdienertruppe, die es am Ende trotzdem allen gezeigt hat.
    Das ist das Bild, was von uns im Ausland Bestand hat.

    Als wir am Montag einen Ausflug gemacht haben, hatten wir unsere Trikots an, unserem Sohn hatten wir Deutschlandfahnen auf die Wangen gemalt.
    Die Reaktionen waren sehr freundlich, von Lächeln über Gratulationen und anerkennenden Worten bis hin zur Vorfreude auf die EM 2016, bei der „wir ((Holländer)) es Euch ((Deutschen)) aber zeigen werden!!“
    Das war schön, für beide Seiten, da war viel ehrliche Anerkennung drin, kein Neid.

    Und mir ist auch wirklich egal, ob sich einige unserer Landsleute in den Augen der political-correctness-Beauftragten daneben benommen haben könnten, das schmälert doch meine Freude nicht!
    Die Franzosen, Italiner und Spanier haben sich auch immer nur ganz leise gefreut, um bloß keinem auf den Schlips zu treten, sie waren alle still wie die Mäuschen…

    Wenn aus Spielern oder Fans in solchen Momenten mal was ausbricht, über das man mit etwas Abstand den Kopf schütteln könnte, wenn man denn wollte, ist das doch verständlich.
    Ich gehöre nicht zu denen, die beim jubeln eine Faust Richtung Gegner zeigen oder mit gefletschten Zähnen in die Kamera brüllen, nein, ich freue mich über ein Tor lieber lustig und fröhlich.
    Wenn andere das anders machen, bitte, ich bin nicht die moralische Instanz und genau deswegen in der Lage, den Weltmeistertitel als das wahrzunehmen, was er ist: der wichtigste Titel im Weltsport überhaupt, und wir haben ihn endlich mal wieder gewonnen.
    Und das verschafft mir tiefe Freude.
    Diejenigen, die das nicht so empfinden, tun mir leid.

    Weltmeisterlich zufrieden, auch darüber, dass ein Schalker alleine mehr Einsatzminuten hatte, als alle aus dem anderen Dorf zusammen,

    Mario

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