Star des Schalke-Cups: Der Bierträger

Der Schalke-Tag zog viele Fans an, wie in jedem Jahr. Das Interesse am gleichzeitigen Freundschaftsturnier namens „Schalke-Cup“ war hingegen mau. Gerade am Samstag waren blockweise kaum Fans zu finden, und das nicht nur beim Spiel der fremden Mannschaften, sondern auch beim Kick der Blauen gegen West Ham United. Spaß hatten vor allem die mitgereisten englischen Fans.

Tags zuvor hätten sich Fans von Newcastle und West Ham in Düsseldorf geprügelt, las ich. Die auf Schalke waren dann andere. Dort begegneten sich die Fanlager der Premier League-Clubs schon zwei Stunden vor dem ersten Spiel ohne Aggressivität, dafür lautstark, fröhlich und, wie von unsereins erwartet, rothäutig in praller Sonne.

Ihnen gefiel Schalkes Stadion, sie kauften sich Schals, sie mochten Veltins und sie liebten die Idee des Papp-Bierträgers: Kaum ein englischer Bierträger-Träger, der sich nicht tragend fotografieren ließ. In den englischen Profiligen dürfen Speisen und Getränke nicht mit auf die Ränge genommen werden, man muss sie an den Kiosken bzw. in den Außenbereichen verzehren. Ein vom Veranstalter angebotenes Hilfsmittel, das ermöglicht, gar fördert, dass gleich 6 Becher auf einmal mit auf die Ränge genommen werden können, muss ihnen als verrückte deutsche Idee vorgekommen sein.



4 Kommentare zu “Star des Schalke-Cups: Der Bierträger”

  1. Metty sagt:

    Ich habe in meiner Heimat auch mal ein Freundschaftsspiel zwischen dem SV Lippstadt 08 und Glasgow Rangers gesehen. Ein angereister Fan hatte an einer Bierbude anscheinend so viel Bier bestellt, dass er von der Bedienung kurzerhand eine Wäschewanne zum transportieren ausgeliehen bekommen hat. Er ist sichtlich glücklich damit zu seinen Kumpels zurück gewankt. Fand ich auch amüsant.

  2. Erle72 sagt:

    Zwischendurch gab es doch einige Rangelein (um Papp-Bierträger?) in der Südkurve, die vom Einmarsch eines Trupps Uniformierter rasch beendet wurden. Es blieb ein ,zweiseitig mit rot-weißem Band abgesperrter, Mittelgang ,um die Hämmer von den Elstern zu trennen. Vielleicht trug auch das Leeren der Papp-Bierträger-Inhalte zur Befriedung bei. Besonders da schon das ein oder andere Fahrbier viele englische Fans beim Anmarsch schwanken ließ.

  3. Torsten sagt:

    Die Blockunterteilung gab es eigentlich von Beginn an. Allerdings war auch das Ordnungspersonal im „Tag der offenen Tür“-Modus. Wie sonst nur gegen Nürnberg konnte man auch im Unterrang die komplette Runde ums Stadion drehen. Ich habe mich jedenfalls erst im Hammers-Block, dann im Newcastle-Block nett unterhalten.

    Zum Gerangel kam es dann, als leider irgendein West Ham-Fan unbedingt eine Newcastle-Fahne mitgehen lassen musste. Danach waren die Türen wieder zu. Schade, eigentlich.

  4. Der Blick der Anderen auf Schalke 04 sagt:

    […] Dass es den englischen Fans, denen ich am vergangenen Wochenende begegnete, auf Schalke gefiel, schrieb ich schon. Neil Cameron, Journalist bei Chronicle Live, einer Tageszeitung Newcastles, brachte seine […]

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