Schattentrainer Tuchel

Schalke ist schlecht in die Saison gestartet und nicht nur die Ergebnisse, auch das Spiel der Blauen enttäuscht. Viele Fans fordern die sofortige Ablösung von Trainer Jens Keller, auch deshalb, weil sie Jens Keller mit Thomas Tuchel vergleichen. Dieser ist derzeit ohne Job und spätestens seit bekannt wurde, dass sich Horst Heldt bereits in der letzten Saison mit ihm beschäftigte, schwebt er als Schalkes Quasi-Zukunfstrainer über dem Berger Feld; zumindest in den Köpfen der Fans. Aber was ist, wenn er es nie wird?

Keine Frage: Auch ich sehe Jens Keller kritisch und auch ich halte Thomas Tuchel für einen sehr guten Trainer, den ich mir bestens auf Schalke vorstellen könnte. Jens Keller ist nun seit mehr als anderthalb Spielzeiten Trainer auf Schalke und machte nie den Eindruck als sei er Herr der Lage, als führe er diesen Club, als wäre er es, der die Richtung vorgibt. Von Beginn an wirkte er getrieben und fehl am Platz, auf der großen Bühne, die Schalke 04 nun mal ist. Mittlerweile wurden unter Jens Keller vier Vorbereitungszeiten absolviert. Dreimal startete Schalke danach schwach in die nächste Runde. An Formation oder Spielstil hat sich nie Entscheidendes geändert, lediglich das Personal wechselte in dem von Manager Heldt vorgebenen Rahmen. Jens Keller war Interim-Trainer und ist es bis heute, auch wenn Schalke es verpasste, ihn nach einem halben Jahr abzulösen.

Thomas Tuchel hat bereits bewiesen, dass er sogar einem eher durchschnittlichen Kader eine bemerkenswerte taktische Flexibilität beibringen kann. Er hat gezeigt, dass er während Spielen schnell reagieren und Einfluss nehmen kann. Gemessen an den Möglichkeiten des FSV Mainz 05 war Thomas Tuchel bereits über Jahre ein erfolgreicher Bundesliga-Trainer. Für ihn würde ein Club wie Schalke 04 einen passenden Schritt in der Karriere darstellen. Zudem ist er auch in der Disziplin Öffentlichkeitsarbeit gut, einer, der diesen Club gut darstellen und eine gewisse Euphorie entfachen kann. Thomas Tuchel verkörpert Ehrgeiz, so wie ich es mir wünschen würde von demjenigen, der die Profimannschaft meines Clubs zu führen hat.

Aber Horst Heldt scheiterte bereits im Frühjahr 2013 daran, einen „Wunschtrainer“ zu verpflichten. Was, wenn auch auf Jens Keller nur die nächste Notlösung folgt? Schwebt Thomas Tuchel mittlerweile nicht derart hoch über allem, dass jede andere zukünftige Trainerverpflichtung enttäuschend wäre?
Hiermit fordere ich von jedem „Keller-Raus“-Fan ein Selfie, falls plötzlich Markus Babbel auf Schalkes Bank sitzt …



98 Kommentare zu “Schattentrainer Tuchel”

  1. Tenkelberry sagt:

    Torsten, jetzt machst Du mir aber wirklich Angst….. ;)

  2. blues sagt:

    Wenn es wirklich ernst wird, und das wird es jetzt, sind die Kellerkritiker ob eines möglichen Nachfolgers zum einen so in Not, dass sie jetzt sogar den Selfie-Pranger für alle Keller-Raus-Rufer fordern, und zum andern präsentieren sie mit Tuchel wirklich nur einen einzigen ernstzunehmenden Kandidaten?

    Noch zwei Niederlagen und die Tuchelfreunde werden die lauten Efffeeee-Rufe nicht nur durch den Blog klingen hören.

  3. eakus1904 sagt:

    Eins vorweg: Eigentlich verbietet sich die Diskussion. Denn sie kommt einzig und alleine aus dem Umfeld, also von Journalisten und Fans, bis jetzt ist die Ablösung von Jens Keller bei den Verantwortlichen kein Thema.Man stellt sich sogar demonstrativ hinter ihn (siehe das aktuelle Interview von CT).

    Und der Name Tuchel kreist ja auch nur über dem Berger Feld, weil ein angepisster Mainzer Manager aus Frust von Gesprächen berichtet, die wahrscheinlich im laufe einer Saison zu hunderten geführt werden, aber ansonsten eben nicht an die Öffentlichkeit gelangen.

    Aber gut, die Mechanismen des Geschäftes werden bei anhaltenem Misserfolg trotzdem zugreifen. Geht die englische Woche in die Hose, wird Keller wohl gehen müssen. Dann wird man wieder was von „mussten was tun,um die Ziele nicht aus den Augen zu verlieren“ lesen. Wie immer halt. Sollte man mit Tuchel aber wirklich schon für die nächste Saison einig sein, wird man versuchen, Jens Keller mit aller Macht zu halten, denn für einen sofortigen Austausch hat man aus meiner Sicht schlicht und einfach kein Geld. Die Abfindung für ihn dürfte noch zu stemmen sein, aber Mainz wird einen Mondpreis aufrufen,um Tuchel aus dem Vertrag zu bekommen.

    Btw: So wenig, wie man sicher sagen kann, dass ein Tuchel auf Schalke funktioniert, genau so wenig weiss man auch, ob ein Babbel auf Schalke nicht funktionieren würde. Das heisst jetzt nicht, dass ich mich über eine derartige Verpflichtung freuen würde, aber er wäre mir um längen lieber als so ein Unsympath wie Effenberg, der als Trainer noch gar nichts erreicht hat.

    Aber im Augenblick hoffe ich noch darauf, dass die Mannschaft-wie auch immer-die Kurve kriegt und die Diskussion irgendwann abebbt. Was dann in der neuen Saison passiert, wird man sehen, was genau passiert, weiß ohnehin nur (hoffentlich!) Horst Heldt.

  4. RWDJojo sagt:

    Ich glaube, dass Thomas Tuchel sein sehr, sehr guter Trainer ist. Seine Arbeit in Mainz war vielversprechend. Aber ob Tuchel auch auf Schalke funktioniert, weiß kein Mensch. Auf Schalke ist das Umfeld deutlich unruhiger. Auch kleinere Durststrecken werden hier zu einer großen Krise. Ob Tuchel dem gewachsen ist, kann man nicht wissen. Ich könnte mir auch vorstellen, dass Tuchel mit seiner Art bei den hiesigen Medien nicht so gut ankommt. Tuchel hat bereits öfter auf Kritik dünnhäutig reagiert. In Mainz hat man das hingenommen, ob die Schalker Medienlandschaft dies tut, bezweifle ich.
    Außerdem glaube ich, dass Tuchel ein „Machtmensch“ ist. Sein Abgang in Mainz war auch nicht in Ordnung. Tuchel würde, ähnlich wie Magath oder auch Rangnick, sein Ding durchziehen wollen. Bekommt er dann nicht das was er will, wird er bockig. Dass während der Magath-Ära auf der Schalker Geschäftsstelle eine Stimmung der Angst bei den kleineren Mitarbeitern herrschte, ist ja ein offenes Geheimnis. Ähnlich war es wohl auch unter Rangnick, über den man diesbezüglich auch nichts Gutes hört. Und ich glaube unter Tuchel könnte es ähnlich werden. Das will ich nicht.

    Thomas Tuchel hat bereits bewiesen, dass er sogar einem eher durchschnittlichen Kader eine bemerkenswerte taktische Flexibilität beibringen kann. Er hat gezeigt, dass er während Spielen schnell reagieren und Einfluss nehmen kann.

    Der Vorteil von Mainz war und ist, dass man nicht international spielt und auch weniger Nationalspieler hat. Dadurch ist der Kader öfter zusammen bzw es kann besser trainiert werden, da nicht ständig unter der Woche ein wichtiges Spiel ansteht. In englischen Wochen ist ein vernünftiges (taktisches) Training doch kaum möglich. Ob Tuchel auch auf Schalke variable Taktiken trainieren kann, steht in den Sternen bzw. wird länger dauern als in Mainz. Erst recht, wenn Tuchel während der Saison kommt.
    Reaktionen auf das Spielgeschehen und die Veränderungen der taktischen Ausrichtung sind nur möglich, wenn die Mannschaft dies auch trainiert hat. Da wären wir beim ersten Punkt.

    Ich bin kein Keller-Freund, aber ich habe es satt, dass auf Schalke nach zwei Niederlagen der Trainer in Frage gestellt wird. Es mag sein, dass man sich früher hätte trennen sollen, aber Keller hat nun mal auch bewiesen, dass er mit einer schwierigen Mannschaft die gesteckten Ziele erreichen kann. Das Hauptproblem sind nämlich die Spieler, die da teilweise lustlos über den Platz traben und nix auf die Kette kriegen.

    „Schattentrainer“ sind übrigens typisch für Schalke. Ich erinnere nur mal an Büskens, Magath (bevor er kam), Rangnick (nach seiner 1. Amtszeit), etc etc etc
    Immer wieder sehnt die Schalker Fanseele sich nach einem anderen (besseren) Trainer. Da reicht es manchmal schon, dass ein Name irgendwo genannt wird und wenige Wochen später quasselt das ganze Umfeld davon.

  5. francois04 sagt:

    Die Idee mit dem Selfie finde ich sehr gut.

    Viel lieber wäre mir allerdings ein „Leseverbot“ der B-Zeitung und der anderen Hetz-Blätter.

    Viel von der gegenwärtig misslichen Situation wird von außen in den Verein getragen. Durch die Presse und durch die „Fans“.

    Ich bitte alle Fans, alle Leser zu berücksichtigen, dass auch Trainer und Spieler nur Menschen sind.

    Wer sich mal ein wenig mit Psychologie auseinandergesetzt hat, der wird möglicherweise auch eine mentale Verunsicherung unseres Umfeldes in Betracht ziehen. Und dabei möchte ich noch nicht einmal den „Teufel an die Wand malen“ und unterstellen, dass das von der Presse so beabsichtigt ist.

    Obwohl…., ich finde schon, dass sich die deutsche Presse auf unseren Verein eingeschossen hat!

  6. Der Hans sagt:

    Slomka wäre die logische Fortführung der mit Rangnick und Stevens gestarteten Tradition, Trainer zurückzuholen. Oder ist erst Fred Rutten an der Reihe?

  7. Jan sagt:

    Auf Spiegel Online ist ein Artikel über den Rauswurf von Mirko Slomka, in dem u.a. der Satz „HSV-Trainer gewesen zu sein, ist anscheinend ein Killerkriterium für nachhaltige Anschlussjobs“ fällt. Begründet wird dies damit, dass so gut wie keiner der HSV-Trainer der letzten Jahre wieder einen anständigen Posten innehat.

    Und natürlich wird Tuchel ins Spiel gebracht. Zitat letzter Absatz: „Tuchel wäre sehr dumm, sich diesen Ruf durch einen Job beim Hamburger SV zu zerstören. Er sollte auf den Anruf vom FC Schalke 04 warten.“

  8. Blauer Ys sagt:

    Hmm, eakus1904, der Babbel ist Dir lieber als ein Effenberg, der noch gar nichts erreicht hat? Was hat denn der Babbel bisher erreicht? Bei dem kann man besser eine Liste mit den Dingen aufmachen, die er schon alle versiebt hat…!

    Babbel wäre für mich der Super-Gau. Den braucht bei uns wirklich keiner! Und, um das nicht falsch verstanden zu wissen: Den Effenberg braucht meiner Meinung nach auch keiner.

    Aber jetzt wird’s wirklich unheimlich: Slomka ist beim HSV schon gefeuert und auch dort wird Tuchel gehandelt. Zumindest, wenn man der Presse glauben darf. Und ich bin mir auch nicht so sicher, ob Tuchel der richtige für uns ist. Aber wo ich mir sicher bin ist, daß Keller auf keinen Fall der richtige ist und Babbel auch mal schon so gar nicht.

    Was denn jetzt, wenn plötzlich der Tuchel in Hamburg auftaucht und die hier zitierten Träume der Fans platzen? Und wenn unser Verein dann nach den nächsten Niederlagen, die meiner Meinung nach ganz sicher in den nächsten Spielen kommen werden (ich glaube nämlich nicht, daß „die Mannschaft-wie auch immer-die Kurve kriegt“), auch völlig planlos die Reissleine zieht? Das können die ja gut in unserer Führungsetage.

    Was dann? Kommt dann Slomka zurück auf Schalke? Wäre das schlecht (ich habe keine Ahnung)? Oder ist das von allen Lösungen vielleicht sogar die beste?

    Eigentlich möchte ich nur in’s Stadion gehen und meine Mannschaft Fussball spielen sehen. Und mit Fussball meine ich Fussball – nicht das, was sie jetzt spielen. Und damit mich da auch keiner falsch versteht: Damit meine ich nicht, daß sie jedes Spiel gewinnen, sondern daß sie einfach mal so spielen, daß man Bock hat, das Spiel zu sehen. Ich habe mich nach all den Jahren nämlich auch schon dabei erwischt, daß ich eigentlich wegen meiner Kumpels im Block, dem Bier und der Wurst jedes Heimspiel mit dem Zug aus Köln inne Arena komme, und nicht mehr unbedingt in erster Linie, weil da so geiler Fussball zu sehen ist…

    …und das hat definitiv der Keller zu verantworten!

    In diesem Sinne bleibe ich sehr gespannt! Hoffentlich passiert jetzt ganz schnell was!

    „Glück auf!“

  9. Ney sagt:

    Ob ein Trainerwechsel angezeigt ist und ob er in dieser Phase der Saison überhaupt nützen würde, will ich an dieser Stelle nicht beurteilen.

    Tuchel wird allerdings, falls das Getuschel so stimmt, spätestens nächste Woche neuer Trainer in Hamburg.

    Da der HSV seine Trainer so ca. alle 4 Monate wechselt, wird Tuchel also zur Winterpause wieder frei sein.

  10. Carsten sagt:

    ich will die alle nicht….

    keinen Babbel, keinen Effe, keinen Finke und erst recht keinen Lodda

    ich will aber auch keinen Keller mehr…

    ich will Christoph Daum…
    meiner Meinung nach der perfekte Trainer… vom System her lässt er bevorzugt 4-2-3-1 spielen! und er ist erfahren genug S04 zum Erfolg zu führen! und er wäre verfügbar…

    aber mich fragt ja keiner…

  11. Blauer Ys sagt:

    Ja, Carsten: Gott sei Dank fragt Dich keiner!

  12. Carsten sagt:

    es wird sich Donnerstag zeigen wer beim HSV Trainer wird… sollte nämlich FM mit Fullham das nächste Spiel auch verlieren… denke ich wird auch er entlassen/freigestellt und ist somit als Wunschtrainer des Herrn Kühne frei für den HSV

  13. Carsten sagt:

    genau Yps.. ;-) besser is datt

  14. Dan sagt:

    Ein Thomas Schaaf hätte es ja beispielsweise für die nächsten 10 Jahre auch erst mal getan ;) Unverständlich, warum man im Sommer nicht einen Schlussstrich gezogen hat, so ganz ohne Theater usw.. Beim Babbel wäre auf jeden Fall bei mir endgültig mal eine Schalke Pause angesagt, den würde ich hier nicht auch noch verkraften..

  15. Blauer Ys sagt:

    @Dan: Dann brauche ich Dir meine Dauerkarte wohl nicht anzubieten, falls der Babbel auf der Bank sitzt, oder?!

    Wenn dem so kommt: Ich bin zu Verhandlungen bereit…

  16. Dustin Kaufmann sagt:

    ein sehr interessanter beitrag, dem ich nichts hinzufügen kann.. nach der entlassung von hsv trainer mirko slomka geht das gerücht rum, die hamburger wollen tuchel verpflichten. so ein junger, emotionaler und talentierter trainer gehört nicht zu einem verein wie hamburg, der keine klaren strukturen in der vereinsführung hat und immer wieder mit skandalen auf sich aufmerksam macht. tuchel würde schalke norm helfen, er ist in meinen augen ein sehr talentierter und engargierter trainer, der mit seiner positiven ausstrahlung und seinem ehrgeiz schalke dabei helfen könnte wieder in die spur zurück zu finden. keller hat zwar die beste rückrunde der vereinsgeschichte hingelegt, jedoch strahlt er keine autorität aus und identifiziert sich nicht mit dem verein. allerdings akzeptiere ich jeden der anderer meinung ist und nehme konstruktive kritik an meiner meinung und an meiner aussage gerne an. wer intere3sse hat berichte rund um den fc schalke 04 zu lesen kann gerne mal vorbei schauen . glück auf http://derschalke04blog.blogspot.de/

  17. Ney sagt:

    Höwedes: Hüftbeuger-Teilanriss. Wird aktuell in München behandelt.

  18. Dan sagt:

    „Tuchel wäre sehr dumm, sich diesen Ruf durch einen Job beim Hamburger SV zu zerstören. Er sollte auf den Anruf vom FC Schalke 04 warten.“

    http://www.spiegel.de/sport/fu.....91794.html

  19. Chris sagt:

    Unser sportlich über jeden Zweifel erhabene, hochkompetente Boss Tönnies hat ja bereits erklärt, dass „Tuchel nicht auf dem Zettel steht“ (WAZ). Das von Torsten skizzierte Armageddon nimmt Formen an.

  20. McP sagt:

    Meiner Meinung nach ist der eigentliche Schattentrainer Jürgen Klopp. Nicht das man den sich nun bei Schalke herbei wünscht. Aber jeder sieht doch, dass er seinem Club hunderte Millionen in die Kasse gespült und nebenbei noch Titel gewonnen hat. Die Voraussetzungen waren dort schlechter als bei S04. Und jetzt steht offensichtlich Schalke im Schatten. Und das tut weh. Tuchel ist nur ein Name. Der eigentliche Wunsch ist, eine sportliche Führung zu haben, die Schalke Stück für Stück voran bringt, sportlich und wirtschaftlich.

  21. Dan sagt:

    Mit fähigen Menschen in der Führungsebene würden bei uns jetzt folgende Spieler zu weitaus günstigeren Konditionen als beispielsweise Prince Boateng spielen:

    – Kruse
    – Hahn
    – Raffael

    Wären alle locker zu haben bzw. zu halten gewesen.. Warum haben wir zwei Jahre hintereinander zwei potentielle Nationalspieler verschlafen? Nur mal so als Beispiel..

    Dazu hätte man sich mit fähigen Menschen in der sportlichen Leitung ohne grosses Theater im Sommer von Jens Keller trennen können. Der hätte dann jetzt beispielsweise nachhaltig den Ruf, mit S04 die beste Rückrunde aller Zeiten gespielt zu haben. Aber wen juckt das jetzt bitte noch??

  22. leoluca sagt:

    @McP: Da unterschreibe ich jedes einzelne Wort und zitiere es noch mal gern:

    „Meiner Meinung nach ist der eigentliche Schattentrainer Jürgen Klopp. Nicht das man den sich nun bei Schalke herbei wünscht. Aber jeder sieht doch, dass er seinem Club hunderte Millionen in die Kasse gespült und nebenbei noch Titel gewonnen hat. Die Voraussetzungen waren dort schlechter als bei S04. Und jetzt steht offensichtlich Schalke im Schatten. Und das tut weh. Tuchel ist nur ein Name. Der eigentliche Wunsch ist, eine sportliche Führung zu haben, die Schalke Stück für Stück voran bringt, sportlich und wirtschaftlich.“

  23. Dropkicker sagt:

    Das Höwedes zu Müller-Wohlfahrt reisen muss, ist wirklich ein schlechter Witz. Bis der nächste Kreuzbandriss vermeldet wird, kann es nur noch Minuten dauern. Wahrscheinlich rutscht jemand auf der Gangway in London aus.

    Mourinho und Diego Costa reiben sich schon die Hände, ein Bombentorverhältnis steht an. Ich bin so genervt, Champions League ist die absolute Fußballsahne und Schalke fährt mit einem indisponierten Trümmerhaufen voller Rekonvaleszenten zum englischen Tabellenführer. Feiertage sehen anders aus …

  24. Torsten sagt:

    @McP:

    Klopp hat in Dortmund großartiges geleistet. Aber …

    Der eigentliche Wunsch ist, eine sportliche Führung zu haben, die Schalke Stück für Stück voran bringt, sportlich und wirtschaftlich.

    … galt und gilt doch immer, oder?!

    Was Tuchel auf jeden Fall mit Klopp gemeinsam hat ist, dass beide noch keine Karriererückschlag erlitten haben, obwohl man sie schon seit Jahren aus einem bestens ausgeleuchteten Ligabetrieb kennt. Beste Hoffnungsträger-Voraussetzungen.

    @Dan:

    Wäre 2012 ein riesen Kommentar gewesen. Heute liest sich das irgendwie zu einfach. Und ich denke nicht, dass man mit Schalkes Kader keinen guten Fußball spielen kann.

  25. Dan sagt:

    @ Thorsten

    Es soll kein riesen Kommentar sein, sondern belegt ganz einfach an ein paar eindeutigen Beispielen was man ständig so alles verpasst hier auf Schalke..

  26. klopenner sagt:

    @Dan: Ich meine mich erinnern zu können, dass wir an Hahn dran waren. Allerdings hat er sich bewusst für Mönchengladbach entschieden. Kruse war wohl zu teuer. Allerdings war Boateng dann auch zu teuer. Und Raffael hat man ziehen lassen um Meyer nicht die Perspektive zu nehmen. Auch da ist Boateng irgendwie das falsche Signal gewesen.

    @Blauer Ys: Mir kannst du deine Dauerkarte dann gerne anbieten. Ob ich sie nehmen, hängt dann aber davon ab, was du noch oben drauf legst. :-D

    Zum Thema: Ich hab auch schon häufiger gesagt, dass ich nicht sicher bin, ob Tuchel der richtige Mann für Schalke ist. Ich finde seine Trainingsmethoden nicht schlecht, wenn man sich auf das Rulebreaker Video bezieht, das hier schon mehrfach kursierte. Ansonsten finde ich aber, wie RWDJojo schon schrieb, dass Tuchel oft sehr dünnhäutig reagiert und auch sehr gerne den Schiedsrichter angeht, oder ihm sogar die Schuld zugeschoben hat. Gut finde ich das jedenfalls nicht. Ob was dran war, vermag ich nicht zu beurteilen, da ich Mainzer Spiele nur gesehen habe, wenn der Gegner Schalke hieß.

    Was der Tönnies in der WAZ sagt, und was hinter den Kulissen läuft können zwei paar Schuhe sein. Er kann sich schlecht jetzt dahinsetzen und sagen, dass sie jetzt doch mit nem anderen Trainer verhandeln. Allerdings geht es hier nicht bloß um Jens Keller. Auch Horst Heldt dürfte langsam um seinen Job bangen. Spieler die wirklich eingschlagen sind, kann man an einer Hand abzählen (ohne Knappenschmiede). Eingesetzte Trainer und deren Erfolge ebenso. Das ganze Vertragskonstrukt von Jens Keller kommt noch oben drauf. Als Interimstrainer geholt, dann verlängert, dann im Winter mit Schaaf und Tuchel gesprochen, aber trotzdem an Keller festgehalten und in die neue Saison geschleppt und jetzt wieder Theater. Da muss auch Hotte mal in den Fokus gestellt werden. Sein Timing ist jedenfalls nicht das beste.

    Neuer Trainer: Ich habe auch keine Ahnung wer das sein könnte. Babbel, Effe, Daum, Tuchel, Slomka. Das sind doch fast die Standardnamen die immer aufgezählt werden. Zuzüglich der paar freien Trainer, die gerade irgendwo entlassen wurden und immer schnell die Vereine wechseln.
    Unter Slomka haben wir in der Saison 2006/2007 teilweise guten Fußball gespielt und haben dann die Meisterschaft weggeschmissen, weil wichtige Spieler (Lövenkrands, Varela) ausgefallen sind. Ob Slomka deswegen wieder passen würde? Keinen Plan.
    Ich denke, dass es in jedem Fall ein Trainer mit echter Autorität sein muss, der nach Möglichkeit auch schon was erreicht hat. Sei es als Spieler, oder besser noch als Trainer. Dem auch ein Huntelaar oder Boateng zuhören, weil sie wissen, dass der, der es sagt, es definitiv weiß. Und da zweifle ich sowohl an Slomka, als auch an Tuchel. Dafür haben wir einfach doch ein paar zu große Egoisten im Kader. Deshalb hat es Keller auch nicht so einfach, deshalb entscheidet ein Boateng während des Spiels einfach über die Taktik. Weil, in meinen Augen, Jens Kellers Autorität nicht groß genug ist.

    Lange Zeit habe ich auf Arsene Wenger gehofft, der mit Arsenal so große
    Probleme hatte und auch ein Vertragsende bevor stand. Wurde bekanntlich nix, wäre aber wohl auch nicht zu finanzieren gewesen.

    So ist jedenfalls meine Sicht.

  27. Detlef (Doktor_d) sagt:

    Ich habe langsam die Befürchtung, dass die Personalie Jens Keller dem FC Schalke 04 schaden kann, oder schon tut. Wohlgemerkt nicht der Trainer, oder die Person Jens Keller, sondern der Umgang mit ihm.
    Wobei die Unruhe von außen kommt, bzw. zumeist von außen kam.

    Nur ist das ein Grund den Trainer Jens Keller von Seiten des Vereins in Frage zu stellen? Derzeit sieht es genau danach nicht aus.

    Und schließlich hat die letzte Saison gezeigt, dass man auch nach einem bescheidenen Beginn ganz gut abschließen kann, sogar ohne Trainerwechsel.

    Ich hab am Samstagabend selbst auch JK zum Mond gewünscht – reflexmässig, aber wer sagt denn, dass Tuchel überhaupt kommen würde.
    Klar wünschen sich viele einen typen wie ihn auf Schalke, einen Taktikexperten, nur eine Garantie das es dann besser wird gibt es auch nicht.

    Um es klar zu sagen: Es gibt keinen akuten Grund einen neuen Trainer zu holen. Jens Keller ist unser Trainer. Oh Gott jetzt schreibe ich wie CT ;-)

  28. blues sagt:

    @25 Kommentare weiter

    ist immer noch kein Trainername aufgetaucht, der ernsthaft neben Tuchel in Betracht zuziehen wäre. Da wird hier 20 Monate auf Keller draufgehauen und wenn es zählt, dann fällt den versammelten Dauerkritikern nur Tuchel und Klopp ein?

    Sorry, aber das ist die komplette Bankrotterklärung der Kritiker die hier seit vielen, vielen Monaten einen Trainerwechsel fordern!

    @Torsten
    Was für eine grandiose Idee mit den Kellerkritikselfies!

  29. Taisumi sagt:

    @Blues: Du kannst aber nicht leugnen, dass Tuchel und Klopp in den letzten Jahren zu den taktisch versiertesten, erfolgreichsten und was die öffentliche Wahrnehmung angeht eloquentesten Trainern gehören. In diese Reihe können sich finde ich nur Heynckes und Guardiola einreihen. Ist leider so, finde ich.

  30. klopenner sagt:

    @blues: nur weil man keine Alternative kennt, heißt es nicht, dass Jens Keller kritiklos davon kommen kann. Man wird doch feststellen können, dass der Trainer, subjektiv betrachtet, nicht das leistet oder umsetzt, was man erwartet, ohne sofort die pauschale Lösung zu liefern. Schließlich befassen sich auch viele nicht mit Trainern die irgendwo unter Vertrag stehen, oder in anderen Ligen tätig sind. Ne Bankrotterklärung erkenne ich dabei nicht.

    Was ich allerdings ein bisschen vermisse, sind deine Boateng-Tabellen. Jetzt war er im Vergleich zum Saisonauftakt der letzten Saison in den ersten drei Spielen schon da und gebracht hat es dieses Jahr genau so wenig Punkte wie im letzten Jahr. Mit dem Unterschied, dass der bisher einzige Punkt in dieser Saison OHNE Boateng erreicht wurde. ;-) Ist das jetzt ne Bankrotterklärung für die Boateng-Fans? Ich denke nicht.

  31. ReinerEdelmann sagt:

    Mourinho nun in wenigen Minuten live:

    http://www.chelseafc.com/videos/epg.html

  32. McP sagt:

    blues, mal unabhängig davon, wie man zu Keller steht, welche Trainer kennst Du denn die vermutlich CL-Ansprüchen genügen und momentan nicht unter Vertrag stehen (sie sollten möglichst auch deutsch sprechen und woanders nicht schon verbrannt sein)? Ich finde, Dein Vorwurf der Bankrotterklärung geht als an der Sache vorbei. Tuchel ist das Blogthema, also wird über ihn kommentiert.

    Davon ab gibt es doch zur Zeit viele interessante Trainer-Personalien in Deutschland. Weinzierl, Streich, Breitenreiter, Luhukay, Favre, Roger Schmidt, Lieberknecht, Frank Schmidt, Zorniger. Jeder dieser hat seinen derzeitigen Verein voran gebracht und wirkt damit erstmal vielversprechend. Zumal sie oftmals Mannschaften mit höheren Etats hinter sich gelassen haben. Nur was bringt es über diese zu reden, nur um mehr Namen in der Lostrommel zu haben? Sie stehen unter Vertrag und für einige käme S04 vielleicht auch zu früh.

    Also nochmal, wenn Schalke gerade trainerlos wäre, welche Namen fallen Dir da als Alternative ein?

  33. blues sagt:

    @Klopener

    hujuijui…

    Mit Boateng sind wir Dritter geworden. Ohne Boateng waren wir Drittletzter.

    Den Weg von Schalke mit Boateng habe ich letzte Saison mit Zahlen nachvollzogen. Die Punktezahl versteht jeder, denn sie spricht ja fast für sich. Von der Meisterschaft war bei mir nie die Rede, sondern vom Unterschied den Boateng machte. Der reichte, um vom Drittletzten auf den dritten Platz zu klettern.

    Boateng war WM-Fahrer. Ob Draxler, Höwedes, Matip, Kolasinac, Huntelaar, alle sind sie entweder nicht in Bundesligaform oder verletzt. Boateng stand wenigstens bisher auf dem Platz.

    Doch, ich finde man muß mehrere echte Alternativen parat haben, wenn man den Rausschmiss des Trainers fordert.

    Trainerkritik und Trainerwechsel sind zwei verschiedene Stiefel. Die Kritik an Keller ist teils richtig und berechtigt, notwenidg sowieso und für mich auch nachvollziehbar.

    Die Forderung nach seinem Rausschmiss ist etwas ganz anderes. Die Gründe warum der Trainer nicht einfach entlassen werden kann, haben ich und ein paar wenige andere hier ja vorgestellt aber sie wurden nicht als besonderns relevant vernachlässigt. Deshalb war ich ja auch ganz gespannt, wen denn die Keller-Rausschmeißer aus dem Hut zaubern würden, wenn es soweit ist.

  34. blues sagt:

    @McP

    „Also nochmal, wenn Schalke gerade trainerlos wäre, welche Namen fallen Dir da als Alternative ein?“

    Ich habe den Rausschmiss nicht gefordert. Aber ich habe mich da Ende der letzten Saison hier im Blog festgelegt: Tuchel kommt, notfalls als Ehrenamtilcher mit Übungsleitervertag… :-)

  35. Blauer Ys sagt:

    Van Gaal.

  36. derwahrebaresi sagt:

    @Ich bitte alle Fans, alle Leser zu berücksichtigen, dass auch Trainer und Spieler nur Menschen sind.

    Wer sich mal ein wenig mit Psychologie auseinandergesetzt hat, der wird möglicherweise auch eine mentale Verunsicherung unseres Umfeldes in Betracht ziehen. Und dabei möchte ich noch nicht einmal den “Teufel an die Wand malen” und unterstellen, dass das von der Presse so beabsichtigt ist.

    selbstverständlich sind das auch nur menschen.
    ich frage mich jedoch, was man gegen „mentale verunschicherung“
    tun kann, die augenscheinlich seit mehr als 2 jahren vorhanden zu sein scheint.
    ich sehe da kein fortschritte …

  37. derwahrebaresi sagt:

    bujo

  38. klopenner sagt:

    @blues: Ja, wir sind mit Boateng dritter geworden. In der Saison davor ohne ihn Vierter. Ob es jetzt ihm alleine zuzuschreiben ist, dass wir einen Platz geklettert sind? Oder ob es nur er war, der uns von Platz 16 nach 3 Spieltagen nach oben geführt hat? Ich hatte das letztes Jahr auch mal statistisch belegt, dass wir in Spielen OHNE ihn einen besseren Punkteschnitt hatten, als mit ihm. Hab jetzt allerdings keine Lust den Kommentar zu suchen, ich nehme aber an, du erinnerst dich!?

    Ich habe nie einen direkten Rausschmiss von Keller gefordert. Ich sage nur, er ist nicht der richtige Mann für diese Position und dass Horst Heldt die perfekten Zeitpunkte gleich zweimal verpasst hat. Was sicher auch daran lag, dass es keine Alternative gab. Ich kann nicht sagen, wer am besten passen würde. Weil ich ein Laie bin. Weil ich Fan bin. Weil ich vom Tagesgeschäft zu weit weg bin. Ich hoffe aber inständig, dass Horst Heldt einen besseren Einblick hat welche Trainer sinnvoll wären und verfügbar sind bzw. nicht verfügbar waren und deshalb zu diesen Zeitpunkten nicht handeln konnte.

    Ein großes Problem von Jens Kellers Position ist sein erster Eindruck. Vorgestellt als Interimslösung bis zum Saisonende. Dann mit einer Vertragsverlängerung 2 Spieltage vor dem Ende doch noch „Cheftrainer“ geworden. Vermutlich zeichnete sich erst da ab, dass es keinen verfügbaren Trainer gab, der gepasst hätte. Dieses Image trägt er eben für viele immer noch. Um das abzuschütteln hätte (wäre wenn) er sich anders positionieren müssen und mehr Erfolg haben müssen. Vor allem aber hätte „seine“ Mannschaft besser auftreten müssen. Es kommt ja nicht von ungefähr, dass die blutleeren und kraftlosen Auftritte in Analogie mit dem Trainer gesetzt werden. Vergleichsweise tritt auch der Club aus Lüdenscheid nord auf. Trainer emotional, Spieler emotional. Oder auch der Rekordmeister. Zuletzt Heynckes und jetzt Guardiola. Beides relativ ruhige und entspannte Zeitgenossen. So spielen auch die Spieler. Ballbesitzfußball der konzentrierten und sachlichen Art. Emotionaler Hurrafußball sieht man im Süden doch eher nicht.
    So ist eine Mannschaft häufig ein Spiegelbild des Trainers. Jens Keller ist zwar körperlich ne ordentliche Kante, aber die Grundhaltung drückt eher Traurigkeit und Angst aus. So spielt unser Verein seit 2 Jahren fast durchgehend. Insofern hat Keller seine Philosophie perfekt an die Mannschaft weitergegeben. Gewollt war das so aber sicher nicht.

  39. Blauer Ys sagt:

    @klopenner:
    Super! Stimmt genau! So sehe ich das auch, konnte das aber bisher nicht so gut formulieren wie Du! Die Parallelität zwischen der Erscheinung des Trainers und dem Auftreten der Mannschaft ist mir auch schon oft aufgefallen. Stimmt vielleicht nicht immer – aber gerade in den von Dir genannten Beispielen doch sehr auffallend!

    Trotzdem bleibt dann immer noch die Frage offen: Wer ist denn dann jetzt der richtige Mann? Wenn wir weiter so spielen, wie der Trainer aussieht, ist mir wirklich fast jeder Trainer lieber als Keller … ausser Babbel!

  40. Ney sagt:

    Mal abgesehen von all den übrigen in Österreich, Benelux & Skandinavien Tätigen, die bestimmt auch in die Managerdatenbanken in Deutschland eingepflegt sind — welcher ehemalige Bundesligacoach könnte denn das blau-weiße Herz erwärmen…

    Markus Babbel
    Mike Büskens
    Thorsten Fink
    Michael Frontzeck
    Friedhelm Funkel
    Falko Götz
    Rudi Gutendorf
    Sami Hyypiä
    Martin Jol
    Peter Pacult
    Ståle Solbakken
    Holger Stanislawski
    Gertjan Verbeek*
    Marc Wilmots

  41. Ney sagt:

    *Geile Mütze. Mein Favorit.

  42. Melodie 1904 sagt:

    Warum nicht den Trainer des Jahres 2014?

  43. Stefan sagt:

    Schon irgendwie erschreckend, dass hier so argumentiert wird als wäre Keller schon weg. Scheint ja für alle beschlossene Sache zu sein.
    Frag mich nur grad wie sich das für einen Keller so anfühlt.
    Lange Zeit bleibt wohl wirklich nicht mehr um Keller eine würdevollen Abschied zu geben, denn ernsthaft scheint kein Mensch daran zu glauben das er bleibt.

    Frohe Kunde übrigens vom NDR. Tuchel hat dem HSV abgesagt. Er habe andere Pläne. Oha! Das gibt mir Hoffnung.
    Ich traue ihm sehr wohl zu mit den „Stars“ klarzukommen.
    Der setzt auch nen Boateng Peng peng peng oder sonst wen mal auf die Tribüne wenns sein muss. Halte ihn für ähnlich autoritär wie Guardiola falls es sein muss.
    Di Mateo fiele mir noch als Alternative ein.
    Gerne dürfte sich auch Ralf Rangnick nochmal auf die Bank setzen.
    Bitte nur kein Babbel und erst recht kein Effenberg!!!

    PS: Den Auftritt Morgen schenk ich mir. Da treffe ich mich lieber mit einem netten Mädel. Zu oft Seele gekotzt die letzten Wochen. Brauch ne Pause.

  44. Exildynamo sagt:

    @Stefan:

    Lange Zeit bleibt wohl wirklich nicht mehr um Keller eine würdevollen Abschied zu geben

    Wenn man das wöllte, bliebe ja eigentlich nur das Saisonende oder die Winterpause…

    Ich könnte mir auch vorstellen, dass er „freiwillig“ zurücktritt (z.B. mit der Begründung, dass er das ganze Drumherum leid ist) um seinem Freund HH zu ermöglichen, sein Gesicht zu wahren.
    Ist nur so ein Bauchgefühl von mir seid er kürzlich in einem Interview mal hat anklingen lassen, dass er auch in diese Richtung denkt.

  45. McP sagt:

    Torsten, ja, das gilt immer. Aber Dortmund vergrößert den Leidensdruck. Würden die auf Platz 5-6 rumhängen und Schalke wäre dadurch die letzten Jahre eins hochgerutscht, gäbe es mMn bei gleicher Spielweise, gleicher Punkteausbeute, gleichem Trainer weniger Stress. Nicht bezogen auf die konkrete Situation sondern insgesamt für die vergangenen Jahre.

    Man will einen Hoffnungsträger haben. Das stimmt. Wenn zur Zeit davon 3-4 auf dem Markt wären, würden 3-4 diskutiert werden. Dem scheint aber nicht so zu sein, also fokussiert sich alles auf Tuchel. Und ich kann auch etwas verstehen, wenn dieser Name einigen zum Hals heraus hängt, so oft wie er im Gespräch ist. Und wenn der Name noch ein dreiviertel Jahr Tag für Tag durchdiskutiert wird, dann müsste er im Falle einer Verpflichtung sowohl mit überzogenen Erwartungen als auch mit erheblicher Ablehnung starten.

  46. MarkusWiesbaden sagt:

    Ohne Wertung (Tuchel sagt dem HSV ab):

    http://www.ndr.de/sport/fussba.....12828.html

    Schon abgefahren was hier so abgeht, schließlich ist Keller ja noch im Amt…

  47. Սաշա sagt:

    Wieso hat eigentlich noch keiner Lothar Matthäus ins Spiel gebracht? Der gehört seit Jahren zu einem ordentlichen Namedropping im Zusammenhang mit Trainerspekulationen dazu. So als eine Art Schauergeschichte.

    Wenn Tuchel dann irgendwann mal kommt (mittlerweile möchte ich das schon selbst, wenn auch aus ganz anderen Motiven) wünsche ich ihm schon jetzt: Viel Spaß mit dem Messias-Etikett (das insgeheim ein Klopp-2.0-Etikett ist, aber das würde natürlich keiner zugeben…)!

  48. eakus1904 sagt:

    Stefan sagt:

    16. September 2014, 14:50 Uhr #

    Schon irgendwie erschreckend, dass hier so argumentiert wird als wäre Keller schon weg. Scheint ja für alle beschlossene Sache zu sein.
    Frag mich nur grad wie sich das für einen Keller so anfühlt.

    Der liest das nicht,das weiß ich! :-)

    Du hast vollkommen recht. Aber das ist eben ein Zeichen der sinkenden Hoffnung auf eine sportliche Wende. Die typische Schalke-Schwarzmalerei. Neun Punkte aus den nächsten drei Spielen und die ersten schielen schon wieder auf die Tabellenführung. S04 eben!

    Am liebsten wäre mir, mit JK erfolgreich bis zum Saisonende, dritter werden (Ja, das „wie“ ist mir egal) und fertig.

  49. gucker sagt:

    Am liebsten ohne C.T,ohne H.H ohne J.K
    und wie das ist mir auch egal.
    Ich möchte Fussball sehen und kein Punktegestümper
    von mir aus auch keinen Dienstags oder Mittwochs,
    einfach nur ehrlichen halbwegs vernünftigen
    Fussball.

  50. Ney sagt:

    Du magst zwar keinen Dienstags oder Mittwochs sehen wollen, aber mehrere Jahre ohne das, und wir können uns angesichts des Schalker Schuldenstands auf gelegentliche Montagsspiele freuen (oder Ausgliederung & Teilverkauf der Lizenzspielerabteilung). Insofern, gerne Platz 3 mit Keller, aber wenn es sein muss auch ohne ihn.

  51. MarkusWiesbaden sagt:

    Da muss jetzt die Erleichterung im Blog aber riesengroß sein: http://www.kicker.de/news/fuss.....ainer.html

    Mal schauen wie es weitergeht…

  52. gucker sagt:

    Wer Montagabends mit Ansage der Nation und WUNSCH der
    der Schreibenden Presse ,allen anders denkenden Fans denen
    den gefallen tut und sich gegen einen 3 Liga zum Kasper
    macht ,hat eh Dienstags u Mittwochs riesige Probleme.
    Nicht das man nicht verlieren kann ,aber nicht so im
    Pokal u nicht so gegen Bärenstarke Fohlen.

  53. ozzi sagt:

    bevor wir einen arbeitslosen trainer verpflichten, brauchen wir, fürchte ich, erst einen arbeitslosen innenverteidiger…
    normalerweise kann man morgen nur gewinnen, weil keiner was von uns erwartet, aber nach schalker art der letzten jahre, wird es morgen wohl richtig bitter…..

  54. blues sagt:

    @klopenner / der Führungsspieler Prince

    Also, nochmal zum Princen. Er stand 13/14 in 28 von 31 Ligaspielen auf dem Platz. Dabei spielte er mehr als 2450 Minuten. Nur Neustädter und Matip, die von Anfang der Saison dabei waren, haben ein paar Minuten mehr.

    Daraus eine Statistik ableiten zu können die belegt, dass in Spielen ohne Boateng ein besser Punkteschnitt rauskommt als in Spielen mit ihm, ist, das erkenne ich neidlos an, natürlich große Kunst.

    Wie es läuft bei Schalke, wenn Prince in einer schlechten Form aufläuft, einer Form die derzeit übrigens viele WM-Fahrer haben, kannnst du ja aktuell am Tabellenstand und am Meinungstand dieses Blogs ablesen.

    Der Prince macht grade den Matip, also den Sündenbock.

    http://www.weltfussball.de/tea.....h-minuten/

  55. derwahrebaresi sagt:

    @blues

    für kevin schmitz-boateng war die wm nach dem spiel gegen die nutellaboys (21.06.) beendet …

  56. blues sagt:

    @derwahrebaresi

    Du willst sagen, die sechs Wochen Brasilienurlaub müssten Princen einfach so wegstecken können. Schon möglich. Ich sehe das anders. Zugegeben, jammern, die Schuld bei Sündenböcken abladen und Trainer rausschmeißen macht neben Siegen, einfach am meisten Spass. Blöd halt, dass das ewige Rummlamentieren, wenn es dann ernst wird mit der Frage nach dem neuen Trainer, auch nicht weiter hilft.

    Wir sind jetzt 55 Kommentare weiter und außer Tuchel,einem imaginären Klopp 2.0 und einer irgendwie beliebigen und lieblos zusammengestellten Namensliste kam von der großen Kellerentlassungskommentatorengruppe bisher kaum Substantielles zu Personen.

    Irgedwie schade, wie hier häufig bloße Meinung gedroschen wird, ohne einzelne Gedanken- und Meinungstränge mal zu Ende zudenken.

    Aber das hat ja Torsten mit seinen Kellerentlassung-Selfies bereits in ein klares Bild gebracht…

  57. Hotte sagt:

    Tuchel, der seinen Vertrag bei Mainz mMn ziemlich dreist nicht erfüllt, wäre aus dem Grund schon NICHT mein Wunschtrainer, falls es mit Keller nicht weitergehen sollte. Aber das sehe ich noch nicht.

  58. klopenner sagt:

    @blues: Thema Boateng: Ich meine, ich habe damals auch Pokal und CL Spiele in die „Berechnung“ mit einfließen lassen. Spiel jetzt aber auch keine Rolle. Er ist für mich kein Sündenbock, aber definitiv auch nicht der Heilsbringer, für den ihn mancher gemacht hat. Und da du ihn damals schon so vehement verteidigt hattest, kann ich dich schon irgendwie dazu zählen.
    Ich wollte damals wie auch heute aufzeigen, dass man das nicht an einem Spieler ausmachen kann und seine derzeitigen Leistungen sind nun mal mehr als dürftig. Jedenfalls die auf dem Platz. Aber auch da liegt das Abschneiden der Mannschaft nicht bloß an Prince. Mit Ausnahme von Fährmann und mit Abstrichen Höwedes zeigt doch derzeit keiner eine normale Form.

    Thema Trainer: Ich habe jetzt bereits mehrfach gesagt, dass ich mich in der Materie Trainer nicht gut genug auskenne, um dir jetzt ein paar passende Trainer aufzuzählen. Aber ich kann seit 21 Monaten erkennen, dass MIR das Spiel der Schalker nicht gefällt und es seit ungefähr dem gleichen Zeitraum eine mangelhafte Entwicklung in der Mannschaft, sowie auffallend häufige Verletzungen gibt. Ob das alles mit dem Trainer zusammenhängt kann ich nicht fachmännisch beurteilen. Ich bin schließlich einfach nur FAN und kein Fachmann für Fußballmanagement. Das zu prüfen ist die Aufgabe von Horst Heldt. Der kommt offensichtlich zu anderen Erkenntnissen. Er ist deutlich näher dran als jeder von uns.
    Aber als Fan sollte es mir zustehen den Trainer zu kritisieren, für das was ich als Laie eben zu erkennen GLAUBE! Und wie es aussieht bin ich da nicht allein.

    Ich kann als Laie auch erkennen wenn eine Brücke falsch zusammengebaut wird, so dass sie in der Mitte eine Höhendifferenz aufweist. Aber ich kann keinem sagen wie er es besser machen soll. Ist mein Standpunkt jetzt klarer, oder muss ich in ein paar Kommentaren wieder lesen, dass ich (und andere) doch endlich mal den Namen eines Trainers nennen sollen, der besser passt?! Falls die Frage oder Aufforderung nochmal kommt, gleich hier meine Antwort dazu: Ich kann es nicht!

    Und auch nochmal: Ich fordere nicht die Entlassung, sage nur, dass Keller nicht passt und auch kein „Fan“ von Tuchel bin.

    Ney hatte heute Nachmittag einige Trainer aufgezählt. Außer Wilmots würde mir da auch keiner gefallen. Nicht mal Büskens. Warum? Weil sie mir entweder nicht sympathisch sind, weil sie in letzter Zeit wenig erfolgreich waren und weil ich einfach keine Ahnung davon habe.

    Allerdings kann ich sagen, dass mir ein Rangnick immer gut gefallen hat und ich es richtig scheiße fand, als er beim ersten Mal vor die Tür gesetzt wurde und er beim zweiten Mal kurzfristig erkrankt ist. Alle guten Dinge sind drei. Auch er wird wohl 2015 wieder freivertraglich verhandeln können, wenn ich richtig gehört habe.

  59. Ney sagt:

    @blues
    Der springende Punkt einer Liste freier Trainer mit Bundesligaerfahrung: jeder kann sich konkret vor Augen führen, wer überhaupt auf dem Markt ist und ob das tatsächliche eine verlockende Verbesserung gegenüber dem jetzigen Übungsleiter wäre, zumal bei den Problemen einer Ablösung mitten in der Runde.

    Mir persönlich ist die Personalie Keller momentan fast gleichgültig; et kütt wie et kütt. Leider aber befindet sich beim Trainerthema selbst hier die Diskussionskultur im Niedergang, parallel zum Schalker Spiel.

  60. Torsten sagt:

    Torsten, ja, das gilt immer. Aber Dortmund vergrößert den Leidensdruck. Würden die auf Platz 5-6 rumhängen und Schalke wäre dadurch die letzten Jahre eins hochgerutscht, gäbe es mMn bei gleicher Spielweise, gleicher Punkteausbeute, gleichem Trainer weniger Stress. Nicht bezogen auf die konkrete Situation sondern insgesamt für die vergangenen Jahre.

    Mir ist nicht klar, ob Du Dich auch auf die lokale Konkurrenzsituation mit dem BVB beziehst oder nur auf deren erreichte Leistungen.

    Meines Erachtens ist es wurscht, ob es der „Erzrivale“ BVB ist, der aufgezeigt hat, dass man mit einem geeigneten Trainer von ganz unten nach ganz oben kommen kann, oder ob das einem Club in Pusemuckel gelungen wäre. Aber natürlich schaut man da hin, natürlich ist das ein Vorbild, natürlich wünscht man sich Gleiches. Daran finde ich nichts verkehrt.

    Jahrzehnte lang war nur der FC Bayern die Blaupause für einen erfolgreichen Fußballclub in Deutschland. Dass ging so weit, dass heute jeder Bundesligaclub das Hoeneß-System aus Trainer/Manager-Doppel lebt, was international keineswegs so selbstverständlich ist wie hier. Seit dem Aufstieg des BVB („from worst to first“ würde man in den Staaten schreiben) gibt es eine zweite Blaupause. Danach erfährt der Trainer eine deutlich höhere Wertschätzung, wird gleichsam Kopf des Clubs, dem das Management/die Geschäftsführung lediglich Rahmen setzt und zuarbeitet. Das war derart beeindruckend, dass sogar der große FC Bayern München nach Jahrzehnten mit Guardiola sein System aus bleibendem Manager und austauschbaren Trainer überarbeitete und einen Trainer beschäftigt, der so stark und einflussreich ist wie nie ein Bayern-Trainer zuvor.

    Meines Erachtens ist nichts daran verkehrt, sich zu wünschen, dass sich auch der FC Schalke 04 auf den Weg zu dieser neuen Form macht und sich einen starken Trainer sucht. Wer hier welche Namen in eine Reihe schreibt oder ob man den einen oder anderen als Klopp 2.0 bezeichnet, ist meines Erachtens pillepalle. Wichtig wäre, dass ein CL-Club wie S04 endlich professionell scoutet, ins Visier nimmt und an Bord holt, und sich nicht mit einer weiteren Interim-Lösung lediglich in eine nächste CL-Qualifikation retten will.

  61. Mika sagt:

    Meiner Meinung nach haben wir für Jahre abgewirtschaftet.
    Seit Jahren haben wir einen konstanten Schuldenstand von 200 Mio. +-Delta X
    Von Konsolidation kann überhaupt keine Rede sein, wie Herr Tönnies immer behauptet.
    Die Schulden werden innerhalb der einezelnen Gesellschaften hin und her geschoben.
    Der Kader ist völlig überteuert im Verhältnis zu den Einnahmen und insbesondere zu den dargebotenen Leistungen auf dem Platz.
    Die Volkloreeinlagen von C.T. möchte ich mir nicht mehr anhören.
    Die Aussendarstellung und seine fachliche Kompetenz sind eine Katastophe.
    (Gazprom, „Uli H. ist ein guter Freund“, „Wenn Bayern patzt, dann sind wir da!“ usw…..)
    Herr Heldt, tja, seit Jahren werden Spieler von Ihm geholt, die keinerlei Anhebung der Mannschaftsqualität bewirken: Obasi, Boateng, Szalai, Clemens, Santana, Barnetta, ….
    Herr Keller ist noch das schwächste Glied im Triumvirat – was soll er machen?
    Die „Besten“ verletzt, die noch einigermaßen kicken können, er selbst hat keine Vision und auch kein „taktisches Geschick“, geschweige denn Autorität – auf ihn wird nur eingedroschen – das Schiff sinkt und er springt von Rettungsboot zu Rettungsboot…
    Meiner Meinung nach wird es Zeit für einen echten „Reset“ in allen Bereichen, so wie es die“Schwach-Gelben“ gemacht haben. Sonst wird es ein Tod auf Raten…..
    Falls jemand glaubt, noch irgendwann ein Licht am Ende des Tunnels zu sehen – es sind nur die Scheinwerfer vom Zug, der uns entgegenkommt!

  62. blues sagt:

    @Torsten

    „Wichtig wäre, dass ein CL-Club wie S04 endlich professionell scoutet, ins Visier nimmt und an Bord holt, und sich nicht mit einer weiteren Interim-Lösung lediglich in eine nächste CL-Qualifikation retten will.“

    Ohne ausreichend Geld für den Schuldendienst ist das völlig unrealistisch, und bleibt deshalb zunächst noch ein schöner Traum. Mindestens solange, bis der Verein die tatsächlichen Schulden deutlich auf unter 100 Mill. Euro gedrückt hat. So in ungefähr 4 bis 5 Jahren, und auch nur wenn alles gut geht. Dann wird dein Traum Wirklichkeit. Und weil sich die Fußballunterhaltungsindustrie in den fünf Jahren auch weitergedreht hat, nur in der Form einer AG…

  63. Torsten sagt:

    @blues:

    M.E. siehst Du das zu pessimistisch. Am Tag 1 hat der gut gescoutete Trainer die gleichen Erfolgsaussichten wie die Hopplahopp-Lösung. Heldt holte Rangnick und machte dabei m.E. alles richtig. Dass der krank wurde, dafür konnte niemand etwas. Aber Stevens und Keller waren Entscheidungsfindungen unter Druck, Notlösungen, beide. Wenn Schalke nur 10% von dem, was für ungebrauchte Profis wie Obasi, Barnetta und Szalai ausgegeben wurde, in einen vernünftigen Trainer investiert hätte, wäre der Club längst einen Entwicklungsschritt weiter.

    Das mit der AG ist für mich übrigens kein Schreckgespenst. Wir müssen das unbedingt mal thematisieren/besprechen. Leider suche ich weiterhin jemanden, der sich damit auskennt. Mir fehlt da leider das Know How.

    @Mika:

    Was stellst Du Dir unter einem „Reset“ vor?

  64. Mika sagt:

    @Torsten
    Herr C.T. soll sich einen Schützenverein suchen, um Volklore zu betreiben und seine Eitelkeit zu bedienen.
    Herr Heldt sollte durch einen kompetenten Manager mit einem guten Auge beim Scouting ersetzt werden – scheint ja machbar zu sein, wenn ich Gladbach und den BxB sehe.
    Der Trainer sollte wirklich einen Plan oder eine „Vision“ haben.

    Den Kader wirklich ausdünnen – Boateng, Huntelaar, ja auch er, und alle, die sehr hohe und unverhältnismässige Gehälter beziehen, oder aber auch technisch nicht 1.ligareif sind (Fuchs, Santana, Clemens, Obasi, Neustädter, etc.) frei setzen.
    Damit Schuldenabbau betreiben und die Kostenstrukturen minimieren.
    Mit jungen Spielern (aus der Jugend und Externen) auffüllen. die noch Spass am Fussball haben und sich darüber freuen würden, für Schalke zu spielen – davon haben wir auch nicht mehr viele.

    Viel bleibt da wirklich nicht über….Der Sponsor könnte auch mal überdacht werden.
    Mal durchgreifen wie in der 2.Liga beim VfL Bochum – die haben auch alle Altlasten entsorgt und siehe da, die Spiele sind interessanter als bei uns.

    Aber dann mal wieder Fussball spielen, wenn auch mit Rückschlägen, aber die würde ich dann gerne in Kauf nehmen.

  65. derwahrebaresi sagt:

    @blues

    Zugegeben, jammern, die Schuld bei Sündenböcken abladen und Trainer rausschmeißen macht neben Siegen, einfach am meisten Spass. Blöd halt, dass das ewige Rummlamentieren, wenn es dann ernst wird mit der Frage nach dem neuen Trainer, auch nicht weiter hilft.

    ich gehöre nicht zu den „keller-raus-rufern“ und „tuchel-heilsbringer-schreibern. ich bin auch davon überzeugt, dass die wenigsten hier in diese kategorie einzuordnen sind.
    aus den meisten kommentaren hier lese ich überwiegend den frust, ob des mangelnden fortschritts AufSchalke.

  66. Exildynamo sagt:

    @Mika:
    Oh Mann!
    Du sprichst mir aus dem Herzen!

  67. Torsten sagt:

    @Mika:

    Der Wunsch nach dem „Auf Werkszustand zurücksetzen“, ja, kann ich nachvollziehen. Funktioniert nur leider nicht, weil sich die laufenden Kosten nicht derart schnell senken lassen, wie die Einnahmen wegbrechen.

    Es ist vollkommen unrealistisch, dass man sieben bis zehn Spieler gleichzeitig nach adäquatem Marktwert verkauft bekommt, aus verschiedensten Gründen. Aber selbst wenn das funktionieren würde, könnte man mit dem Erlös immer noch nicht in ein „gesundes Leben“ starten. Selbst wenn ein Scheich käme und Schalke für die von Dir aussortierten Spieler 100 Mio böte und dieses Geld in den Schuldenabbau gesteckt werden könnte (was so ad hoc vermutlich auch nicht geht, aber nur mal angenommen …), dann bliebe Schalke weiterhin mit 130 Mio Euro Verbindlichkeiten übrig, plus einer nicht mehr konkurrenzfähigen Mannschaft. Kein europäischer Wettbewerb bedeutet sofortige Einnahmeverluste aus dem TV-Vertrag und in der Folge Einnahmeverluste aus dem Sponsoring.

    Kurz: So geht’s nicht.

  68. blues sagt:

    @derwahrebaresi

    Den Frust habe ich auch. Klar würde schnelles Umschaltspiel besser zur Schalker Mentalität passen. Nur finde ich die Lösung ist nicht so einfach, weil es mehrere Baustellen sind, die einem einfachen und schnellen Wege dorthin entgegen stehen.

    Erinnerst du dich noch an die Probleme, die Rangnick mit Raul hatte? Schon Rangnick fand nicht die Spielertypen vor, die er für sein System brauchte und als deutlich wurde, dass Heldt diese Spieler aus Budgetgründen nicht liefern konnte, wurde er krank.

    Ich nenne mal zwei Baustellen vor denen jeder Schalker Trainer aktuell steht.

    -Schalke hat hohe, alte Schulden und deshalb nicht das Geld, das

    a)für sprintstarke Spieler, wie etwas Reus, Aubameyang, Mchitaryan,Immoblie, die für das schnelle erfolgreiche Umschalten nach dem Pressingerfolg, nötig ist. Die vier Spieler kosteten Dortmund in den letzten beiden Jahren allein ca. 80 Mill. Euro Ablöse.

    b) Langsamere Spieler sind preislich günstiger. Auch deshalb hat sich mMn Heldt bei der Schalker Spielphilosophie und damit beim Spielereinkauf auf Ballbesitzfussball festgelegt und auf Talentförderung gesetzt. Heldt holt aus den Schalker Schulden zwar das Maximale raus, doch bereits bei der adäquaten Besetzung der Aussenverteidger stößt er an finanzielle Grenzen. Von hochkarätigen Notkäufen a la Alonso ganz zuschweigen.

    Wie du siehst, gehe ich davon aus, dass der Schalker Ballbesitzfussball der Finanznot und nicht dem Trainer geschuldet ist

    Andere Baustelle

    Huntelaar ist für die Schalker Finanzlage keine schlecht Lösung, aber trotzdem stellt er für jeden Trainer ein Problem dar. Er ist nur im Strafraum wirkungsvoll. Er ist nahezu unfähig sich richtig in einem 2-Stürmersystem zu bewegen. Huntelaar kann beim Pressing zwar die Gegner zwischenzeitlich gut anlaufen, ist aber nach der Balleroberung zu langsam für den Sprint zum gegnerischen Tor und dazu auch in der Ballführung zu wenig versiert.Schnelles Umschaltspiel kann mit Huntelaar deshalb nur äußerst selten bzw gar nicht, zum Erfolg führen.

    Unter diesen Umständen ist es schon das Maximale zweimal hintereinander CL zuspielen. Wie schwierig und ernst die finanzielle Schalker Situation ist, zeigt die Bilanz. Obwohl wir zwei Mal hintereinander CL gespielt haben, haben die Schulden zugenommen…

  69. Torsten sagt:

    und als deutlich wurde, dass Heldt diese Spieler aus Budgetgründen nicht liefern konnte, wurde er krank.

    Oh Mann …

  70. P.Howard sagt:

    Das ist aber lustig hier – Burnout wegen kollektiven Schnelligkeitsdefiziten.

  71. ReinerEdelmann sagt:

    @ Torsten,

    die AG (oder ähnliche) Konstrukte sind für mich das Schreckgespenst überhaupt. Aber Heldt hat zum Glück in der SZ vor einigen Wochen verkündet, dass Schalke in jedem Fall in der Nische e.V. verbleiben möchte.

    Der letzte deutsche Meister, der e.V. war, war der VfB 2007 (und der ist nun auch AG).

    Ich bin kein Fan und kein Mitglied von einem Unternehmen sondern von einem Fußballclub, auch wenn der wirtschaftlich natürlich vielfältigst verstrickt ist und mit Gazprom den beschissenst möglichen Hauptsponsor hat!

    Sollen doch Oberhachinger und Zecken Teile des Vereins verkaufen und dann mit ihrem Festgeldkonto prahlen – ist mir wumpe. Man darf in meinen Augen nicht alles für den vermeintlichen Erfolg verkaufen.

  72. ReinerEdelmann sagt:

    Nochmals zu Heldt und AG, hier der stark gekürzte Online-Artikel:

    http://www.sueddeutsche.de/spo.....-1.2074345

  73. Torsten sagt:

    Danke, ich hatte das seinerzeit bereits mitbekommen. Ich glaube, dass die Deutlichkeit der Aussage (auch) darauf fußt, dass man sich bewusst ist, welch rotes Tuch dieses Thema für eine große Zahl der Fans ist, und dass sich bei dem derzeitigen Stand der Finanzen des Gesamtkonzerns Schalke 04 eh kein lukratives Geschäft mit einem Anteileverkauf machen ließe.

    Andererseits gibt es immer wieder Stimmen die sagen, dass es eventuell demnächst rechtliche Zwänge geben könnte, dass sich die Unternehmungen unserer Unterhaltungsfirma S04 nicht mit dem Konstrukt e.V. vereinbaren ließen.

    Ich bin da aber nicht gut informiert. Das Thema kam vor ziemlich genau 3 Wochen in den Kommentaren schon mal auf. Meinen Kommentar, aus dem auch hervor geht warum ich da nicht sofort total blocke, kann man hier nachlesen:
    http://koenigsblog.net/2014/08.....ment-51429

  74. blues sagt:

    @ReinerEdelman

    Das blöde ist, dass Bauern und Lüdenscheider in Wirklichkeit kein Festgeldkonto haben, sondern mit den Erlösen aus den Aktienemissionen teure Spieler kaufen. Nimmt man dazu noch den Schalker Zinsdienst (ohne Tilgung) stehen den beiden, da sie nahezu schuldenfrei sind, jedes Jahr 50 Millionen Euro mehr zur Verfügung als uns. In 10 Jahren ist das eine halbe Milliarde. Das kannst du nicht durch Sponsoren ausgleichen.Und nicht durch zinslose Fananleihen.

    Ich will das mit der AG ja nicht herbeireden, aber auf was kannn man bei soviel mehr finanzieller Potenz bei den Gegnern überhaupt setzen oder hoffen? Da habe ich bisher wenige Ideen gehört, die da finnaziell mithalten können. Fände ich wunderbar, wenn solche Ideen noch auftauchen würden.

    Klar, Gazprom ist politisch gar nicht korrekt. Aber soll S04 deshalb ohne Werbelogo auflaufen? Hat man schon jemals gehört, dass wegen der bösen Gasprom irgendein Stadtwerk mit eigenem Gaskaraftwerk oder ein Verbraucher kein Gas mehr kauft bzw. verheizt, wo doch die Hälfte des Gases für Deutschland von Gasprom kommt?

    Für das Problem von politisch nicht korrekt handelnden Firmen gibt es niemals eine sportliche, sondern immer nur eine politisch Lösung.

    Dabei aber nur auf Schalke und seinen Sponsor zu deuten, halte ich für durchschaubare Propagada. Da tut sich die sueddeutsche aus bekannten Gründen immer wieder sehr gern hervor.

    Hast du mitbekommen wie der bayerische Entwicklungshilfeminister Müller Adidas für seine unfairere Produktion der WM-Trikots angeprangert hat? So kann das was werden. Wenn sich das abzeichnet, dass überall klare Linien bei den Sozial- und Ökostandards für den Import von Rohstoffen und Waren politisch verwirklicht werden, bin ich sofort dabei.

    http://www.manager-magazin.de/.....817-2.html

  75. ReinerEdelmann sagt:

    Nee, die Süddeutsche tut sich dabei überhaupt nicht hervor – die hat sich auch über das irre Geschäft von Bayern-Mitbesitzer addidas mit Manchester United lustig gemacht, das einem direkten Konkurrenten der Oberhachinger auf europäischer Ebene mehr als 2-fach höhere Einnahmen beschert.
    Zu dem Zeitpunkt war Hainer noch Aufsichtsratsvorsitzender des FC Bayern!

    Zu Gazprom ist, denke ich, alles gesagt. „Blanke Brust“ statt Gazprom ist zudem Quatsch; Schalke wird einen Sponsor finden, der jedoch wahrscheinlich weniger pro Jahr geben wird. Na und?
    Ich denke nicht, dass man einfach aus dem Vertrag bis 2017 herauskommen kann – dies gibt Gelegenheit nach Alternativen zu schauen – Zeit ist vorhanden.

    Ich kann nur für mich und mein Umfeld sprechen – aber ich verabschiede mich lieber aus dem nationalen und internationalen Titelrennen, bevor der Verein stückweise an Unternehmen verhökert wird. Kompromisse machen wir alle, dies ist _meine_ rote Linie.

  76. blues sagt:

    @ReinerEdelmann

    „…aber ich verabschiede mich lieber aus dem nationalen und internationalen Titelrennen, bevor der Verein stückweise an Unternehmen verhökert wird. Kompromisse machen wir alle, dies ist _meine_ rote Linie.“

    Dein „Small is beautifull“ hat ja ganz viel Charm, ist aber leider nicht der Ausweg aus der fortschreitenden Kommerzialisierung des Fußballs.

    Eine wesentliche Herausforderung für Schalke, ist die schuldengetriebene Finanzierungstruktur des Vereins. Schalke muss mind. 230 Mill. Euro geliehendes Geld zurückzahlen. Strenggenommen bedeutet das, Schalke hat sich den (Finanz)-Investoren längst ausgeliefert. Wirtschaftlich gesehen ist der e.V. nur noch Folklore für Leute wie dich und mich und Marketinginstrument des zuständigen Vorstandes. Auch die Mitgliederversammlung hat da, wenn es ernst wird, keinen Spielraum.

    Wenn Schalke keinen tragbaren Wirtschaftsplan mehr aufstellen kann, daraufhin die Kredite sehr teuer werden (Junkbonds) oder die Refinanzierung gar nicht mehr zugelingen scheint,setzen die (Finanz)-Investoren,von den Banken bis zu den Töchtern der Gelsenkrichner Stadtwerke, den Schalker Verantwortlichen die Pistole auf die Brust.

  77. ReinerEdelmann sagt:

    Ich habe doch auch keine Lösung/keinen Ausweg! Ich sage nur, wo für mich die Grenze ist.

    Bruchhagen hat es (in Bezug auf die BuLi) seit Jahren gepredigt – die Schere geht immer weiter auseinander. Mitmachen um jeden Preis? Ich sage nein.

    Dennoch könnte man bei den sehr hohen Einnahmen des FC Schalke schon etwas kreativer sein.
    Immer weiter so mit voller Fahrt auf dem Kommerzialisierungs-Zug oder reflexhaft „AG, AG“ zu rufen sind auch keine Lösungen.

  78. blues sagt:

    Ich habe die Lösung ja auch nicht, aber ich unterstelle der Dynamik, die (Finanz-)INVESTOREN entwickeln können, ein gewisse Wucht.

    Ich versuche mögliche negative aber halbwegs realistische Szenarien einzukreisen, bei dem die AG plötzlich und unerwartet durch die Hintertür kommt.

    Wenn durch Druck auf Schalkes` sportlichen Erfolg, z.B. durch die mit Aktienerlösen gestärkte Konkurrenz, die Schalker Einnahmen aus Werbung, TV-Rechten, etc. sinken, werden die Schalker Gläubiger ganz schnell unruhig werden und Veränderungen fordern.

    Dasselbe könnte eintreten, wenn sich die Zinsen stark erhöhen,
    oder der sportliche Erfolg durch unglückliche Personalpolitik oder wie aktuell durch eine „Pechsträhne“ bei Verletzungen, ausbleibt. Oder von allem ein bischen…

    Plötzlich ist dann, bezogen auf die AG,das TINA-Prinzip (there is no alternative), die bestimmende Rede zur Vereinsform, der man sich kaum noch entziehen kann, da man vor die Alternative Pleite oder Überleben als AG gestellt wird.

  79. Henning sagt:

    Ich verstehe die Aufregung um die „AG“ nicht so ganz. Mir scheint eher der eV eine „heilige Kuh“ zu sein, die nicht geschlachtet werden darf, ohne dass die meisten, die dies vertreten, überhaupt wirklich verstehen, was das eine oder das andere bedeutet.

    In (unserem) Verein wie auch in der AG trifft alle Entscheidungen des Tagesgeschäfts der Vorstand. Dieser wird vom Aufsichtsrat installiert. Der AR wird wiederum von den Mitgliedern (Verein) bzw. Aktionären (AG) gewählt. Insoweit also kein Unterschied, mit Ausnahme, dass Unternehmen die Mitgliederversammlung, die den AR im eV wählt nicht „dominieren“ können, folglich auf diese Weise keine von ihnen gewünschten Aufsichtsräte installieren können.

    Jetzt kommt aber die Überraschung: im AR sitzen bei uns doch bereits die „kooptierten“ Sponsorenvertreter! Mit dem Segen der Mitglieder! Was machte es also für einen Unterscheid, wenn einer oder drei dieser Sponsoren (lassen wir Gazprom jetzt mal außen vor), nun noch 5% der in der Gesellschafterversammlung stimmberechtigten Anteile hielte? Gar keinen! Damit kann man nichts anfangen. Man kann da noch ein schönes Verkaufsverbot („Vinkulierung“) dranheften, dann ist auch ausgeschlossen, dass ein Unternehmen alle Anteile auf sich vereinigt.

    Setzt man das Geld nun in Strukturverbesserungen (Entschuldung, Berger Feld) um, kann ich jedenfalls keinen Nachteil mehr erkennen.

  80. Henning sagt:

    Und bevor jetzt die „Büchse der Pandorra“-Argumentation kommt. Wie weiter oben schon angemerkt wurde (vll. von Blues oder Torsten?) ist die Büchse schon geöffnet worden, als man sich vor ca. 15 Jahren für sportlichen Erfolg auf Kosten immenser Verschuldung entschieden hat. Die „AG“ wäre also bei richtigem Einsatz der eingeholten Mittel eher eine Maßnahme, die Büchse zu schließen, die den eV ansonsten jederzeit (also bei im Sport stets einzuplanendem Misserfolg) in den Bankrott treiben würde.

  81. blues sagt:

    Ich denke nicht das man das Thema tabusieren sollte und hatte bisher auch nicht den Eindruck, dass das in diesm Blog und bei den kommentatoren so ist. ES wird hier eher versucht, das Thema in all seinen Facetten und aus verschiedenen Perspektiven zu beleuchten. Denn, wie Torsten immer wieder einnert: „Schalker sind viele“. Selbst wenn der eV nur noch als Symbol dastehen würde, ist das auch nichts Besonderes, denn der Fußball und die Unterhaltungsindustrie sind ohne solche Symbole nicht vorstellbar.

  82. Սաշա sagt:

    @Henning:

    Dass es für dich gefühlt keinen Unterschied macht, ist ja schön und gut. Aber wir haben beim e.V. doch eine ganz deutlich erkennbare demokratische Legitimationskette. Die kann zwar zu genau den gleichen Ergebnissen kommen, wie eine Aktionärsversammlung, fußt aber auf komplett anderen Voraussetzungen. Natürlich bleibt dann immer noch fraglich, ob eine demokratische Legitimationskette überhaupt sinnvoll und zweckdienlich ist, wenn die Ziele Profit und sportlicher Erfolg lauten. Darüber lässt sich ganz vortrefflich diskutieren, ohne dass man dabei zwangsläufig zu einem sinnvollen Ergebnis kommt. Denn am Ende hat das dann doch wieder viel mit „Glaubensfrage“ und „Symbolen“ zu tun.
    Bei aller gebotenen Vernunft halte ich auch diese Erwägungen weiterhin für völlig legitim.

  83. Ney sagt:

    Man kann sich das doch mal bei all den anderen Vereinen vor Augen führen. Die Lizenzspielerabteilung ist eine AG oder KGaA, an denen ist der e.V. mit mindestens 51% beteiligt. Welche konkreten Auswirkungen hatt(te) dies bei Bayern, Dortmund, Stuttgart, neuerdings Hamburg etc. auf die Mitwikungsmöglichkeiten der Mitglieder? Auf die Kultur des neuen Hybrids e.V./Kapitalgesellschaft? Im e.V. natürlich keine, aber welcher Nachteil erwächst konkret aus der Tatsache, dass an er Lizenzspielerabteilung noch weitere Anleger beteiligt sind? Keine rhetorische Frage – ich weiß schlicht darüber nichts.

  84. blues sagt:

    @Ney

    50 + 1 – die ersten 20 Jahre…

    passiert möglicherweise nicht viel.
    Außer dass Großaktionäre (ab ca. 10 %) gerne Einfluss auf die Besetzung von Verwaltungs-, Leitungs- und Aufsichtsorganen nehmen , oder es zumindest versuchen. Kleinere Aktionärsgruppen tun sich auch mal zusammen und bilden einen Block der dann schnell 20 oder 25 % der Stimmen erreicht und entsprechenden Einfluß sichert.

    50 + 1 – ab dem 21. Jahr…

    geht es möglicherweise Schlag auf Schlag.
    Nach 20 Jahren fällt nämlich die 50+1 Regelung und ein Investor oder auch mehrere Investoren dürfen und können dann die Kapital-und Stimmenmehrheit am Verein, ähhh an der AG, übernehmen.

    Man sollte sich da nicht täuschen lassen. Großkonzerne als Investoren denken teils sehr, sehr langfristig…

  85. Henning sagt:

    @Blues: und das ist, was ich mit „Büchse der Pandorra“-Argumentation meinte. Tatsächlich ist es doch so: Wird die Lizenzspielerabteilung in eine AG ausgegliedert, müssen nicht 49,9 % der Anteile an Investoren verkauft werden. Vielmehr kann der eV doch frei entscheiden, ob er das macht. Man könnte auch nur 9,9% oder 24,9% der Anteile in den Markt geben. Es ist ausgeschlossen (!), dass ein Investor gegen den Willen des eV die LizenzspielerAG übernehmen würde. Was eigentlich hinter deiner Aussage steht: du vertraust unserem Vereinsvorstand nicht bzw. bist nicht sicher, dass du den künftigen Vorständen vertrauen kannst. Man könnte derartigen Misstrauen aber auch vorbeugen, indem man etwa den Verkauf von Anteilen an der LizenzspielerAG durch den eV nur bei Zustimmung einer qualifizierten Mehrheit auf der Mitgleiderversammlung des eV zuließe oder ähnlichen satzungsmäßigen Beschränkungen.

  86. blues sagt:

    @henning
    Wie schon @Սաշա bemerkte, geht es für viele Schalker um demokratische Partizipation.

    Es ist ausgeschlossen (!), dass ein Investor gegen den Willen des eV die LizenzspielerAG übernehmen würde.

    Man kann aber in demokratischen Prozessen die Anliegen und Interessen von größeren Gruppen, auch wenn das Investoren sind, nicht durchgehend ignorieren, sondern sollte und muss teilweise sogar, versuchen zu Kompromissen zu kommen. Sonst macht das Vereinsleben und das vereinspoitisches Engagement keine Freude.

    Man könnte derartigen Misstrauen aber auch vorbeugen, indem man etwa den Verkauf von Anteilen an der LizenzspielerAG durch den eV nur bei Zustimmung einer qualifizierten Mehrheit auf der Mitgleiderversammlung des eV zuließe oder ähnlichen satzungsmäßigen Beschränkungen.

    Beschlüsse, Verträge und Vereinbarungen gelten nicht für die Ewigkeit. Das alles kann man neu verhandeln oder sogar brechen. Siehe Vianogo…

    Beschlüsse der MV unterliegen ebenso wie Gesetze oder Verbandsregelungen, auf Grund der gesellschaftlichen Dynamik, selbst fortlaufendem Wandel und Anpassung.

    Bestes Beispiel ist ja hier die 50 + 1 Regelung selbst.

    Zunächst hatte die 20 Jahre-Regel einen Stichtag 01.01.1999. Das hiess, dass die Investitionen in den Verein vor diesem Tag erfolgt sein mussten. Eine Lex Wolfsburg und Vizekusen.

    Diese Stichtagregelung wurde aber schon bald, nämlich mit dem Schiedsgerichtsurteil auf Klage von Kind/Hannover 96 im Jahre 2011 gekippt.

    Und natürlich kann man davon ausgehen dass in den nächsten 20 Jahren noch weitere „Anpassungen“ erfolgen.

    Also „sicher“ und ist da überhaupt nichts…

  87. Henning sagt:

    @Blues:
    Ich glaube, wir reden aneinander vorbei. Gemäß dem Fall, er eV wäre Mehrheitsaktionär (zB 75,1 %) an der LizenzsspielerAG (und nur dieses Modell steht ja überhaupt zur Diskussion) und die Satzung des eV sähe vor, dass eine Veräußerung von Anteilen an der LizenzspielerAG eines Beschluss der Mitgliederversammlung mit 3/4-Mehrheit bedürfte, wäre die geforderte demokratische Legitimation doch gegeben. Da kann auch niemand irgendwas ändern bzw. Verträge brechen, weil die Satzungsregelung, die die festschreibt, ebenfalls nur von der Mitgliederversammlung des eV geändert werden könnte (also wieder die 75 %). Wo liegt also das Problem, außer dass man sich „für den Fall der Fälle“ eine zusätzliche Handlungsoption schafft (die dann immer noch von einem Großteil der Mitglieder mitgetragen werden müsste)?

  88. blues sagt:

    @henning

    Dass bei einer Analyse der Unterschiede und Gemeinsamkeiten einer schuldengetriebenen Finanzierungsstruktur und einer 50+1 Regelung, hinsichtlich Einfluß, Abhängigkeiten, Macht,Transparenz und Mitbestimmung möglicherweise spannende Ergebnisse im (Vereins-)Raum stünden, darin sind wir uns einig.

    Unsere Standpunkte unterscheiden sich in zwei Punkten.

    Zum einen, dass ich bei der Bewertung von formalen Beschlüssen, die zur Einschränkung von Macht und Einfluß und zur Festlegung der Eigentumsstruktur gefasst wurden, meine, dass solche Beschlüsse nicht in Stein gemeißelt sind und längere Zeit ohne Veränderung überdauern, sondern meist nur ein erster Schritt sind, also weitere Anpassungen folgen.

    Zum anderen sind Menschen ja findige Wesen. Deshalb kann der Sinn von einzelnen Verbandsregeln- und Satzungsparagraphen, nicht nur verändert sondern durch geschickte Interpretation, auch umgangen werden.

    RoteBrause Leipzig und Hoppelheim sind zwei Beipiele die für einen kreativen Umgang mit der DFB/DFL- Mitgliedsform „eingetragenen Verein“ stehen, die formal alles richtig machen, aber gegen den Geist der 50+1 Vereinbarungen verstoßen.

    Ein andere Frage ist, was treibt Großkonzerne zu Investitionen in Vereine und vor welchem Hintergrund geschieht dies?

    Solange dieser Hintergrund nicht ausgeleuchtet ist, muss man vermuten, dass das Interesse von Investoren und der Erlös beim Aktienverkauf einer mit eingeschränkten Rechten verbunden Emission, viel,viel geringer ist, als bei einer Perspektive, bei der der Fußball-Club mehrheitlich übernommen werden kann.

  89. RJonathan sagt:

    Nachdem ich ein Porträt von ihm gesehen habe bin ich Breitenreiter-Fan. Alternativ schon immer Favre und Luhukay, die ich beide gerne zu Schalke gehen sehen hätte, als sie frei waren bzw. noch nicht in Liga 1.
    Und vielleict schlummert ja noch die ein oder andere Perle in Liga 2 oder 3. Ich finde es sowieso komisch, dass der Nachwuchs der ersten Liga scheinbar immer aus der eigenen Jugend (Tuchel, Keller, Streich, Zinnbauer) kommt und nur selten aus den unteren Profiligen.

  90. ozzi sagt:

    Auch ein interesanter Trainer ist Frank Schmid aus Heidenheim

  91. blues sagt:

    @RJonathan

    Ich empfinde Favre immer als sehr dünnhäutig. (täusche ich mich da?). Ähnlich gehts und gings mir auch bei Rangnick. Ich persönlich finde das nicht schlimm, aber Dünnhäutigkeit ist ein sicher wichtiges KO-Kriterium für größere Aufgaben. Da hat ihnen Keller ganz viel voraus.

    Luhukay hat Stehvermögen, aber auf mich wirkt er irgendwie „dunkel“. Ich habe deshalb keine Meinung zu ihm und kommentiere ihn als Trainer auch nicht.

    Im Rückspiegel ist ja auch noch interessant, was die potentiellen Kellernachfolger aus der letzten Saison, Schaf und Veh, mit den geringen Mitteln ihrer Vereine aktuell zu leisten in der Lage sind.

    Auch in diesem Vergleich stehen wir mit Keller, wie ich das sehe, nicht schlecht da.

  92. Սաշա sagt:

    Luhukay finde ich schon sehr imposant. In seiner akribischen Arbeit gar imposanter als beispielsweise Tuchel. Das geht mir spätestens seit seiner Zeit in Augsburg so. Aber sämtliche der genannten Trainer – egal ob Breitenreiter, Luhukay oder Favre – sind im Umgang mit Spielern größeren Namens völlig unerprobt. Klar muss man Breitenreiter-Fan sein. Paderborn hat vor der letzten Saison gefühlt den halben Kader verkauft, einen neuen Trainer installiert und ist dann einfach mal aufgestiegen. Morgen fahren sie als amtierender Tabellenführer nach München. Es ist daher nicht verwunderlich, wenn Breitenreiter nun die Sympathien zufliegen. Auch in Paderborn wird allerdings interessant sein zu sehen, was bei einem anhaltenden Tief passiert und wie sich die Mannschaft über den Verlauf einer ganzen Saison in der 1. Bundesliga schlägt.

    Übrigens: Nach vier Spieltagen der vergangenen Saison in der 2. Bundesliga war Paderborn 16. mit 2 Punkten auf dem Konto.

  93. RJonathan sagt:

    Überzeugend war für mich bei Breitenreiter nicht (nur) der Erfolg, sondern auch der Stil. Sehr schlau im Umgang mit Menschen. Das ist glaube ich die wichtigste Qualität als Führungskraft. Und das sehe ich vor allem bei Favre auch. Da stelle ich mir die Frage „dünnhäutig“ gar nicht so.

    Luhukay kenne ich (als alter Krefelder) seit seiner Zeit bei KFC Uerdingen. Und da war es schon bemerkenswert, was er aus nichts rausgeholt hat. Als er dann auf einmal wieder im echten Profigeschäft aufgetaucht ist war das für mich nur logisch. Auch seine Arbeit bei Hertha finde ich supergut. Der Kader hat letztes Jahr auf jeden Fall im oberen Bereich seiner Möglichkeiten gespielt. Interessant wird aber tatsächlich wie es diese Saison weitergeht (Kalou…).

    Erfahrung mit Stars sehe ich bei Schalke nicht als Einstellungsargument, das brauchen doch nur die Bayern. Abgesehen davon ist „Star“ relativ. Jede Fußballmannschaft hat so ihre Stars. Gruppenpsychologisch muss man eben schlau sein, da gehört sicher auch zu, deine High-Performer zu managen – um mal in BWL-Sprech zu fallen. Das kann also schon auf einen Kachunga oder einen Arango zutreffen.

  94. blues sagt:

    Geldruckmaschine AG – BxB

    Im Sommer hat der BxB durch den Einstieg von Evonik, Puma und Signal Iduna 115.000.000 € Cash eingenommen.

    Auf der Hauptversammlung im November 2014 möchte er sich direkt nochmal 23 Mill. neues Kapital bewilligen lassen. Zum aktuellen Wert je Aktie von rund 4 € wären das weitere 92.000.000 € an Cash. Bei einem Kurs von 5 € sogar 115.000.000 €.

    Das Motto des BvB lautet scheinbar, „Das Geld liegt unter dem Rasen vergraben, wir müsssen es nur ausbuddeln“!

    Ist schon erstaunlich, wieviel Geld der BxB schon verbrannt hat und auch noch weiter verbrennen will. Es scheint immer noch weitere „Investoren“ zugeben, die das Geld das Watzke und Klopp „erfinden“, kaufen wollen.

  95. Ney sagt:

    War die Rede von Investionen in „stones“ statt „bones“? Die Firmen wie BVB KGaA oder Bayern AG lassen sich ja gern verlauten, dass das Geld ganz dolle in Sachwerte investiert wird.

    Obwohl, war bei unserer letzten Anleihe ursprünglich nicht anders, und dann war’s doch für Prince statt Stones.

  96. blues sagt:

    @Ney
    Schrieben sie bei westline.de nicht. Steht auch nicht auf der Einladung. Vorsicht, dass muss du dich durch viel schwattgelb klicken. Möglicherweise erklären sie das auf derr HV. Ich meine, es ist so eine Art „Vorratsbeschluß“. Man lässt sich das auf der HV genehmigen und später, bei günstiger Gelegenheit, wenn z.B. ein neuer Investor anklopft und der Börsenkurs grade gut ist, oder wenn das alte Geld verbrannt ist oder alles zusammen, nutzt man dann die auf der HV 2014 von den Aktionären genehmigte Kapitalerhöhung und füllt die leeren Kassen wieder auf.

  97. blues sagt:

    Tönnies denkt an Kapitalgesellschaft für die Schalker Profiabteilung.

    …berichtet kicker.de und zitiert das Westfalenblatt. Der kurze Textabschnitt findet sich am Ende des Artikels. Die Diskussionen könnten ins Rollen kommen, falls Roberto Di Matteao das Saisonziel in der Liga verfehlt.

    http://www.kicker.de/news/fuss.....ungen.html

  98. Ney sagt:

    Und dazu noch die Originalmeldung: http://tinyurl.com/noeffeh

    ‚s geht also los…

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