Schalke stibitzt einen Punkt in London

Trotz einer Abwehrkette, die so noch nie zusammengespielt hat, kommt Schalke 04 beim FC Chelsea zu einem 1:1 und entführt einen Champions League-Punkt. Dabei lieferten die Blauen ein packendes Spiel und bewiesen, dass eine zur Situation passende Einstellung mehr wert sein kann als das individuelle Können einzelner Spieler.

Jens Keller hatte aus dem Spiel in Gladbach gelernt, dass seine derzeit schlecht aufeinander abgestimmte Defensive besser keine Bälle in den Rückraum zulässt, und stellte die Mannschaft entsprechend tief auf. Das alleine ergibt noch kein stabiles Gebilde, und gerade in der ersten halben Stunde kam Chelsea zu einigen aussichtsreichen Situationen. Vor allem Schalkes rechte Abwehrseite mit Marco Höger und Kaan Ayhan war mehrmals überfordert und kam mit dem heranstürmenden Eden Hazard nicht zurecht. Doch auch daraus lernte Schalke, in der zweiten Hälfte wurde Hazard früher gestellt und die Gefahr durch ihn wurde minimiert.

Schalke blieb stets kompakt, verlor nur selten die Ordnung und führte seine Offensivaktionen nur mit wenigen Spielern aus. Was im Normalfall als Schissertaktik gelten muss, war in der aktuellen Situation das geeignete Mittel zum Zweck. Besonders gut gefielen mir dabei Sidney Sam und Prince. Sidney Sam war mindestens so oft im Abwehrdrittel aktiv wie in des Gegners Hälfte. Eine derart gute Unterstützung der Defensive hatte ich ihm nicht zugetraut. Prince war nach den schwachen Auftritten in den ersten Pflichtspielen nicht wiederzuerkennen. Mit großer Präsenz war er der Dreh- und Angelpunkt im Spiel der Schalker, eben so, wie man es aus einigen Spielen der letzten Saison kannte und wie man es sich immer wünscht.

Leider war Schalkes Offensive sehr unpräzise, sonst wäre tatsächlich auch ein Sieg drin gewesen. Zwar folgte nach Ballgewinnen häufig ein schneller Vorstoß, doch meistens wurde dabei der Ball vertändelt. Gerade Max Meyer gelang wenig, als 10er wäre er bei solchen Vorstößen eigentlich die wichtigste Schaltstelle gewesen. So kam es vor allem dann zu aussichtsreichen Situationen, wenn ein Spieler möglichst weit alleine ohne Abspiel vorstoßen konnte. Meistens war das Julian Draxler. Wie auch in der Situation, die zum Ausgleich führte.

Natürlich hatte Schalke auch Glück, das braucht es immer, wenn in Spielen, in denen die Favoritenrolle so klar vergeben ist, der Underdog erfolgreich sein soll. Trotzdem brachte mehr als nur Glück und „toller Kampf“ Schalke die Möglichkeit zum Punktgewinn. Vielmehr hatte Jens Keller diesmal alles richtig gemacht. Die defensive Einstellung, das zurückbeordern der offensiven Außen, der Prince in der Zentrale und sogar die Aufstellung Roman Neustädters in der Innenverteidigung zahlten sich aus. Zweifellos war dies der bislang gelungenste Tag in dieser bis dato tristen Saison.



Foto: Russel Trebor



45 Kommentare zu “Schalke stibitzt einen Punkt in London”

  1. Lucho sagt:

    Treffende Analyse!
    Mourinho hat in der Pressekonferenz gesagt, seine Mannschaft hätte genug getan, um zu gewinnen. Damit hat er zum Glück Unrecht. Sie haben uns unterschätzt, indem sie nach der frühen Führung über weite Strecken passiv agierten, offensichtlich davon ausgehend, wie im letzten Jahr nur auf unsere Fehler warten zu müssen.
    Erstaunlich, was für Räume sie uns im Mittelfeld überlassen haben. Es hat ein bisschen gedauert, bis unsere nicht gerade vor Selbstbewusstsein strotzende Mannschaft das so richtig realisiert bekam. Julian Draxler hat die Räume in diesem Spiel am besten ausgenutzt, beeindruckend seine Leistung! Huntelaar und Boateng waren diesmal gute Leadertypen, selten habe ich mich über eine gelbe Karte gefreut, aber das war ein gutes Signal vom Hunter nach dem 0:1.
    Herausheben möchte ich hier mal Christian Fuchs, den ich als Linksverteidiger schon abgeschrieben hatte. In diesem Spiel fand ich ihn kämpferisch erstklassig.

  2. Netsmurf sagt:

    „stibitzt“ ist eine sehr treffende Beschreibung.
    Ähnlich wie im Bayernspiel haben die Königsblauen Ihre Chance genutzt.

    Chelsea schien nur im 4 oder 5 Gang unterwegs gewesen zu sein. Zuweilen haben mich die 65% Ballbesitz in der 2. Hz für Königsblau richtig erschreckt. Da hatte Chelsea einen großen Anteil dran.

    Keller hat mal wieder eine Top Leistung seiner Mannschaft gesehen, die auch alle taktischen Vorgaben top umgesetzt hat.
    Für meinen Teil habe ich eine kämpferisch sehr gute Einstellung gesehen, ein Draxler, der sich auf der internationalen Bühne präsentieren möchte(?) und verdammt viel Glück gesehen. Das Umschaltspiel war verbessert, aber nicht top.
    Das Top lasse ich lediglich für das Gemeinschaftswerk der 11 aufgestellten Spieler, von denen man kein 1:1 in Chelsea hätte erwarten können, gelten. Nicht aber für alles andere!

    Die Fans hörten sich im Live TV mal wieder top an.

    Das Ergebnis bringt hoffentlich wieder etwas Ruhe in den Verein, das wäre nicht nur notwendig sondern auch verdient. Keller jedoch wird nie richtig fest im Sattel sitzen, dazu fehlt im das Standing, die Ausstrahlung und der „echte“ Erfolg.
    Ruhe, das wäre erst einmal schön.
    Aber ich unterstelle einmal, das es dazu weitere Siege, angefangen am Samstag gegen die Eintracht aus Frankfurt, Bedarf. Wünschenswert wäre Ruhe aber schon.

  3. Սաշա sagt:

    Man sah heute mal wieder, wie sehr es hilft, wenn die offensiven Außen ihre Defensivhausaufgaben machen. Dann sieht auch Christian Fuchs als LV respektive Marco Höger auf der ungeliebten RV-Position gar nicht so schlecht aus – wohlgemerkt gegen Spieler des Formats William und Hazard. Dabei half natürlich die grundsätzlich tiefstehende Grundausrichtung und man (Keller) sollte sich, zumindest bis große Teile der Verletzten wieder fit und im Kollektiv eingespielt sind, überlegen, ob das nicht auch in der BL ein probates Mittel ist, wenn es gegen Mannschaften geht, die potentiell im oberen Tabellendrittel anzusiedeln sind. Schissertaktik hin, Schissertaktik her (sehe ich normalerweise ja tatsächlich so) – in der aktuellen Situation sollte man die Ästhetik wohl erstmal hintenanstellen.

    Draxler war heute sehr gut drauf. So wünsche ich mir ihn konstant. Vor allem die Szene, in der er vier gestandene Fußballer von internationalem Format (Matic, Ivanovic, Cahill und am Ende Terry) auf sich zog, sich durchsetzte und dann nur knapp am langen Pfosten vorbei schob, hat mir sehr imponiert.
    Max Meyer mag bei seinen Pässen heute teilweise unglücklich ausgesehen haben. Allerdings ist es auch bei ihm beeindruckend, wie gut es ihm in seinem Alter und vor allem auf diesem Niveau schon gelingt den Ball abzuschirmen und zu behaupten.

    Chelsea hat vor allem den Fehler gemacht, dass es nach dem (für mich aufgrund des Fouls an Meyer übrigens klar regelwidrigen) 1:0 abermals das Fußballspielen eingestellt und sich zurückgezogen hat. Daneben haben sie natürlich noch einiges liegen gelassen, was man auf diesem Niveau einfach nicht liegenlassen sollte.

  4. ReinerEdelmann sagt:

    …wundervolle Leistung der Mannschaft! Mein Dank geht an das Trainerteam für die passende Einstellung; ein moderner Konzepttrainer würde sagen: Der Matchplan ist aufgegangen.

    Zu den Fans: Überragende Stimmung von Anfang bis Ende; so hat man erneut gezeigt, was Fußball-Kultur ist.

  5. leoluca sagt:

    Diese Mannschaft ist stark und immer für eine Überraschung gut. Das hat sie gestern wieder gezeigt.

    Über Julian Draxler, seine Spielfreude, schnellen Solos und Pässe, habe ich mich riesig gefreut. Das ist schön, das er wieder da ist.

    Boateng war diesmal, wie Torsten schon sagt, sehr stark, weil er endlich mal wieder seine Rolle, seine Position voll ausspielte, wie überhaupt die Doppelsechs mit Aogo gut funktionierte. Schneller und beweglicher als die bisherige Formation.

    Außerdem haben wir ab gestern einen neuen Innenverteidiger.

  6. Jan sagt:

    Das Ergebnis zeigt m.E., dass die Mannschaft es prinzipiell kann, aber viel zu oft nicht willens ist. Spielt man etwa „gegen den Trainer“ und hat in dem Zuge den DFB-Pokal fahrlässig hergeschenkt…?

    Dieser blöde, nagende Gedanke macht mich nicht glücklich.

  7. ReinerEdelmann sagt:

    @ Jan,

    zum Pokal: Sehr blöd, dies passiert aber Jahr für Jahr – nicht nur uns, sondern auch anderen Bundesligisten.

    Es handelt sich um Vollprofis in der 3.Liga, der Gegner war zu dem Zeitpunkt noch Tabellenführer, zusätzlich durch die Kulisse euphorisiert und, der wichtigte Grund, voll im Spielbetrieb, während es für uns das erste Pflichtspiel nach einer katastrophalen Vorbereitung (nicht nur die Testspielergebnisse, sondern kaum gezieltes Training möglich durch die vielen fehlenden Verletzten und abwesenden WM-Fahrer) war.

    Macht das Ausscheiden nicht besser – erklärt es aber und ist hilfreicher als ein „Spielen gegen den Trainer“.

  8. malte sagt:

    @Jan/ReinerEdelmann: Es ist wahrscheinlich auch ein großer Unterschied, ob Schalke als Favorit oder als Aussenseiter ins Rennen geht. Sowohl was die Einstellung als auch was die Spielgestaltung angeht. Am Samstag gegen Frankfurt muss man wieder selbst das Spiel machen. Da könnten wir auch wieder das bekannte Ballgeschiebe sehen und uns mit etwas Pech 1-2 Kontertore einfangen.

    Andererseits hat man in der gestrigen Formation mit Ayhan, Neustädter, Boateng und Aogo ein relativ Ball- und Passsicheres Zentrum. Evtl wirkt sich das (und das neu gewonnene Selbstvertrauen) auch auf den eigenen Spielaufbau aus.

  9. Torsten sagt:

    Herausheben möchte ich hier mal Christian Fuchs, den ich als Linksverteidiger schon abgeschrieben hatte. In diesem Spiel fand ich ihn kämpferisch erstklassig.

    Stimmt, Fuchs hat mich auch positiv überrascht. Aber wie Սաշա schon schrieb …

    Man sah heute mal wieder, wie sehr es hilft, wenn die offensiven Außen ihre Defensivhausaufgaben machen. Dann sieht auch Christian Fuchs als LV respektive Marco Höger auf der ungeliebten RV-Position gar nicht so schlecht aus

    Das war auch nicht solche in „jetzt hat er sich mal angestrengt und vorher nicht“-Ding, sondern diesmal war die Mannschaft so eingestellt, dass die Schwächen bestmöglich kaschiert wurden. Genau daraum geht es eigentlich bei jeder Einstellung für ein Spiel. Gegen Gladbach war das überhaupt nicht so. Deshalb schrieb ich im Text zum Gladbach-Spiel bewusst, es war ein „Laufenlassen“.

    Natürlich ist „Motivieren“ eine Sache des Trainers und „Einsatz zeigen“ ist Voraussetzung für die Spieler. Aber in sehr vielen Fällen greift das zu kurz. Auch gegen Gladbach sind die Schalker viel gerannt, nur eben hinterher und nicht so schön kompakt wie gestern.

    Dabei half natürlich die grundsätzlich tiefstehende Grundausrichtung und man (Keller) sollte sich, zumindest bis große Teile der Verletzten wieder fit und im Kollektiv eingespielt sind, überlegen, ob das nicht auch in der BL ein probates Mittel ist, wenn es gegen Mannschaften geht, die potentiell im oberen Tabellendrittel anzusiedeln sind. Schissertaktik hin, Schissertaktik her (sehe ich normalerweise ja tatsächlich so) – in der aktuellen Situation sollte man die Ästhetik wohl erstmal hintenanstellen.

    Absolut. Doof, dass das nicht schon in Gladbach so gemacht wurde. Umgekehrt wird das gegen Frankfurt nicht funktionieren. Beim derzeitigen Tabellenstand muss Schalke punkten und Schalke wird häufig den Ball haben. Da wird es zwangsläufig zu Situationen kommen, in denen bei Ballverlust die Defensive weiter aufgerückt sein wird als gestern. Ich habe von der Eintracht unter Schaaf noch nicht genug gesehen, um da irgendwelche Vorhersagen zu treffen, aber das wird sicher spanend.

    Zum Pokal: […] Es handelt sich um Vollprofis in der 3.Liga, der Gegner war zu dem Zeitpunkt noch Tabellenführer, zusätzlich durch die Kulisse euphorisiert und, der wichtigte Grund, voll im Spielbetrieb, während es für uns das erste Pflichtspiel nach einer katastrophalen Vorbereitung (nicht nur die Testspielergebnisse, sondern kaum gezieltes Training möglich durch die vielen fehlenden Verletzten und abwesenden WM-Fahrer) war.

    Ich sehe das völlig anders. Ich halte einen solchen Auftritt wie den in Dresden für unentschuldbar und ich finde gerade den Verweis auf eine ach so schlechte Vorbereitung falsch. Testspiele hin oder her, WM-Fahrer hin oder her: Es gab ein Trainingslager und ein großer Teil der Mannschaft war lange zusammen. Da wurde viel besprochen und trainiert, man hatte sehr viel Zeit, sich auf das Spiel in Dresden und vorausschauend auf das Spiel in Hannover vorzubereiten. WM-Fahrer, die davon nicht viel mitbekommen haben, dürfen dann eben nicht aufgestellt werden! Egal wer spielt, von der individuellen Klasse wäre Schalke gegen Dresden mit jeder Aufstellung überlegen gewesen. Aber auch da gilt: Die richtige Einstellung (sowohl in Sachen Motivation als auch Spielstil) ist wichtiger als die Klasse der Einzelspieler. Dabei war Dresden überlegen. Und das war von Schalker Seite aus gesehen einfach peinlich unprofessionell.

  10. Stephan sagt:

    Ich habe gestern gesehen, dass wir mächtig Dusel hatten. Macht Chelsea nur ein oder zwei der Riesenchancen der ersten HZ rein, bricht unser ganzes Spiel wieder wie ein Kartenhaus ein. Wer jetzt glaubt, wir wären „über den Berg“, verschliesst sich der Realität. Schlimm finde ich, dass Spieler in der CL ihr letztes Hemd geben und in der BL oder Pokal auf Schonmodus schalten. In der Hoffnung, dass ich mich irre und wir Samstag die Frankfurter ähnlich ernst nehmen wie die Londoner…

  11. blues sagt:

    @leoluca /neuer IV

    „Außerdem haben wir ab gestern einen neuen Innenverteidiger.“

    Im Interview sagte Neustädter sinngemäß, er hätte damals in Mainz, anderthalb Jahre lang häufiger als IV gespielt. Überwiegend nur im Training. Klopp war zu der Zeit Trainer in Mainz.

    @Torsten / @Pokalspiel

    „Es gab ein Trainingslager und ein großer Teil der Mannschaft war lange zusammen.“

    Dem kann man kaum widersprechen.Dazu in dieser Vorbereitung nur wenige Spieler neu integriert werden mussten und Keller in aller Ruhe arbeiten konnte – zum ersten Mal hatte er in dieser Vorbereitung den Rücken komplett frei. Das kurzfristig sichtbare Ergebnis war mager.

    Ich setze darauf (bzw. hoffe), dass seine Basisarbeit in Ballbesitzspiel und Dominanz bei uns Grundlagen schafft, die uns ähnlich lange tragen, wie das bei den Bayern in der Folge von vGaal der Fall war bzw. ist.

    Dresden hatte nach diesem Spiel einen solchen Kraft- und Spannungsverlust, dass sie direkt zweimal hintereinader als Verlierer vom Platz gingen.
    Auf dieses, u.a. in KO-Spielen erwartbare Engagement der Gegner, muss ein Trainer jeden einzelnen Spieler und das Team als Ganzes motivieren können. Bei Keller gelingt das bisher auffällig oft noch nicht.

  12. Detlef (Doktor_d) sagt:

    Ich hatte mir gestern hier eine Mannschaft gewünscht. Mein Wunsch wurde erfüllt. Es war ein Unterschied wie Tag und Nacht zwischen den Leistungen gegen Gladbach und gegen Chelsea und das, so wie Torsten es sieht in vielen Punkten.

    Interessant finde ich, dass Sidney Sam positiv erwähnt wird. Ich hab den speziell in der 2. Halbzeit nur bei seiner Auswechslung wahrgenommen. Mir viel bei Kontern oft auf, dass die rechte Seite oft nur besetzt war. Vielleicht lag es ja an der Defensivarbeit die Sam verrichten musste.

    Ich hoffe, dass es gegen Frankfurt eine ähnlich Einstellung gibt und hoffe das sich bis dahin nicht noch jemand verletzt.

  13. McP sagt:

    Mit diesem Spiel hat man Boden unter die Füße bekommen. Keine Ahnung ob es schon fester Boden ist, aber immerhin. Mit dieser „Schissertaktik“ kann man durchaus auch in die nächsten Spiele gehen, Sicherheit gewinnen, Routine und Selbstvertrauen bekommen und sich dann Stück für Stück weiter vortasten. Gut gemacht, sehr gut sogar.

  14. Königsblau MS sagt:

    Die internationale Bühne und Aufmerksamkeit machen offensichtlich Beine. Allen voran bei Draxler und Prince. Vor diesem Hintergrund ist die Leistung in der Liga noch beschämender. Das Pokalaus gegen Dresden in der 1. Runde bleibt der Gipfel der Unvollkommenheit.
    Keller muss sich viele Fragen stellen …

  15. ReinerEdelmann sagt:

    Ich will hier, nach einem wichtigen Erfolg, nicht zu lange beim Pokal bleiben.

    „Unentschuldbar“: wahrscheinlich – aber eben erklärlich – was es natürlich auch nicht besser macht.

    Die Gründe darf man selbstredend ignorieren, wenn man blauäugig ist. Und zu sagen, dass der Kader über weite Strecken der Vorbereitung zusammen war, darf wohl als Scherz gewertet werden.

  16. klopenner sagt:

    Ich konnte gestern erst ab der 40. Minute sehen, von daher kann ich mich zu den Chancen von Chelsea in Halbzeit 1 nicht äußern.

    Was das Spiel angeht, so kann man sicher festhalten, dass es ne Leistungssteigerung im Vergleich zur BuLi war. Aber erstmal war es nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Diese Leistung gilt es auch in der Liga in JEDEM Spiel zu zeigen. Mindestens jedoch die Leistungsbereitschaft.

    Allerdings fand ich auch, dass wir auch viel Glück hatten. Klar, das kann man sich ja so schön erarbeiten, aber wir verdanken diesen Punkt auch Chelsea. Gerade in der Schlussviertelstunde haben wir 3 oder 4 Hochkaräter zugelassen, weil eben doch nicht alles gut lief. In der Szene in der Hazard durchstartet und der Ball über die Abwehr geflankt genau in seinen Lauf kommt und Fährmann dann diesen tollen Reflex zeigt. Da lief Draxler nicht entscheidend mit, bzw. hat im Gegensatz zu Hazard abgebremst. Darf eigentlich nicht passieren.

    Klar hat Jule ein paar tolle Szenen gehabt. Direkt vor der Halbzeit, oder die Vorlage zum 1:1. Auch ansonsten war er oft anspielbar in HZ2. Mehr aber auch nicht. Über den Prince hab ich nur gehört, dass er seit der 20. Minute auf die Zähne gebissen hat. Respekt dafür, aber auch ein hohes Risiko einen angeschlagenen Spieler auf einer Schlüsselposition drin zu lassen. Ist diesmal gut gegangen, aber schon oft in die Hose.

    Von Sam hab ich ehrlich gesagt auch nur seine Auswechslung gesehen. Er hat dann seine starken Szenen wohl in HZ1 gehabt.

    Alles in allem war das sicher überzeugender als zuletzt und in Anbetracht der Personalsituation wirklich sehr geil, aber ich fühle mich dann auch irgendwie etwas verarscht von der Mannschaft. Die Pflicht wird wieder vernachlässigt, in der Kür können sie es dann doch. Fragt sich nur, wie das Spiel gegen Maribor werden soll. Kür weil Champions League, aber auch Pflicht weil wir der Favorit sein dürften.
    Gegen Chelsea haben wir zwar verdient einen Punkt geholt, aber zu einem großen Teil nur, weil Chelsea uns gelassen und sich selbst verkalkuliert hat. Ich hänge den Punkte daher auch nicht zu hoch und will auch in Zukunft von der Mannschaft überzeugt werden. Auch gegen Augsburg, oder Paderborn, nicht bloß gegen Chelsea und Bayern.

  17. Frank aus Rheinhessen sagt:

    Danke Torsten, wie so oft den Nagel auf den Kopf getroffen. Interessant aber auch immer die unterschiedliche Wahrnehmung.

    Boateng hat sich körperlich voll reingehauen und auch das taktische Foul im richtigen Moment gemacht. Der eine Schuss aufs Tor hat wohl Schmerzen verursacht, war ein ordentlicher Kracher.

    Sam fand ich offensiv nicht besonders stark, schwacher Abschluss und oft hängengeblieben, wurde aber auch mehrfach gefoult. Seine Defensivarbeit war in der Tat auffallend gut.

    Meyer hab ich stärker gesehen, da er immer auch einen Überraschungsmoment kreieren kann und Draxler offensiv saustark.
    Da war Tempo, Willen und Können zu sehen. Selbst gegen den Riesenhirten Matic ist der ohne Angst in der Zweikampf rein. Sein Interview nach dem Spiel hat mir außerordentlich gut gefallen. Klar, bescheiden und weiterhin fokussiert.

    Bei Fuchs hatte ich am Anfang Angst, wenn er den Ball hatte. Er schien nervös oder unkonzentriert zu sein, da er viele Fehlpässe nach vorne drin hatte. Je länger das Spiel lief, umso sicherer wurde er dann. Er und Neustädter retteten beide auf der Linie und somit waren beide auch maßgeblich am Unentschieden beteiligt.

    Hat Fährmann die Trommelfellgeschichte eigentlich komplett schadlos
    überstanden? Er wirkte gestern in manchen Szenen unsicherer als sonst.

    Gut für das Selbstvertrauen war das gestern. Ich hoffe, dass das Auftrieb für Samstag gibt, auch wenn die Eintracht sicher nicht das Spiel machen wird und mit Kontern arbeiten. Mein Cousin ist SGEler und
    der meinte, dass alle Spiele bisher äußerst mies waren, keine Biss und nichts läuft zusammen. Abwarten, gegen uns sind andere Mannschaften gerne mal extra motiviert.

    Um dass noch mal deutlich zu machen, ich hab mich über den Punkt gefreut und das Auftreten der Truppe hat Spaß gemacht. So müssen sie
    weiter machen.

  18. Uwe sagt:

    Die Kommentare von ReinerEdelmann sprechen mir aus der Seele. Was noch auffällt, ist, dass bei guten Spielen der Anteil des Trainers kleingeredet wird. Klar sollte man in der 1. Pokalrunde gegen einen Drittligisten nicht verlieren. Kann aber mal locker passieren, ohne dass es gleich erforderlich ist, die Vorbereitung insgesamt in Frage zu stellen. Eine realistische Bewertung hierzu ist ohnehin erst zur Mitte der Hinrunde möglich (Spielsystem, Standards etc.). Die teilweise recht unsachlichen Kommentare zu Keller (z.B., „geschissen auf die beste Rückrunde der BL-Geschichte“) nach dem Gladbach-Spiel hier sind schade.

  19. Ney sagt:

    Basel gewann beide Spiele gegen Chelsea in der letzten CL-Saison. Eigenartiges Team.

  20. Torsten sagt:

    Hat Basel nicht beide Spiele gegen Chelsea gewonnen in der letzten CL-Saison?

    Ja, 2:1 und 1:0. Außerdem wurden sie (natürlich) Schweizer Meister. Am Ende der Saison wurde Murat Yakin trotzdem gefeuert. Vermutlich weil sie zweimal gegen Schalke verloren …

    Noch eine Randbemerkung (für die ich vermutlich Haue kriege, aber trotzdem …):
    Jens Keller macht es sich selbst auch immer wieder schwer, er denkt über seine Außenwirkung offensichtlich keine Sekunde nach. Er hätte sagen können, dass er den Princen von dessen Wichtigkeit überzeugte. Nein, er formulierte „flehte ihn an“. Sicher war es nur umgangssprachlich gemeint, er wird nicht auf die Knie gegangen sein. Trotzdem wurde die Formulierung bereits in Überschriften zitiert. Das schürt wieder das Bild des um Einsatz bittenden und bettelnden Trainer, dessen Spieler ohne ihn entscheiden, was so passiert, auf Schalke.

  21. Սաշա sagt:

    Murat Yakin wird es leicht genommen haben. Mittlerweile sitzt er bei Spartak auf der Bank und dürfte sich, sowohl was das Gehalt angeht, als auch was Budget und Spieler angeht, „verbessert“ haben.

    Natürlich wird er in Russland nicht jedes Jahr Meister oder gar jedes Jahr zu den CL-Qualifikanten gehören, aber dafür lernt er nun erstmals als Trainer eine Liga mit echtem Wettbewerb kennen.

  22. Carlito sagt:

    Gute Analyse zu einem packenden und mitreißenden Spiel unser Truppe!

  23. blues sagt:

    @Torsten / „flehte ihn an“

    Fiel mir auch auf. Er kann sich, wie es scheint, wirklich ganz schlecht verstellen. Der ist einfach so. Jens Keller ist der Anti-Magath und vermutlich in hohem Maße zu Empathie fähig. Ein Wert an sich. Das scheint bei den jungen Spielern bisher auch gut anzukommen…

  24. Torsten sagt:

    @Սաշա:

    Ja, Geld ist wichtig. Aber in Russland ist man doch „out of bounds“, oder?! Gab es das schonmal, dass jemand dorthin verschwand, und dann zurück in die großen Ligen kam und noch einen Karriereaufstieg erlebte?

    @blues:

    Das kommt an? Das kommt nicht an? Woran macht man das fest?
    Ich schlage regelmäßig die Hände über dem Kopf zusammen, habe Mitleid und frage mich, warum ihn niemand besser berät. Er könnte es leichter haben.

  25. Սաշա sagt:

    @Torsten:
    Ehrlich gesagt glaube ich nicht, dass jemand von dort überhaupt zurück möchte. Überwiegend ist es doch so: Die Spieler, die dort hinwechseln, machen das ganz sicher nicht wegen der sportlichen Perspektive, sondern in aller erster Linie des Geldes wegen. Von dem vielen schönen Geld bleibt dann nach Abzug der Steuern auch noch ordentlich was über, weil der Steuersatz so niedrig ist. Man führt ein absolutes Luxusleben. Dazu hat man dort gute Trainingsbedingungen und es wird einem nicht zuviel abverlangt. Wie ich oben schrieb, halte ich die Liga zwar für kompetitiver als die in der Schweiz, aber ganz sicher auch nicht für vergleichbar mit England, Spanien oder Deutschland.

    Auf der anderen Seite glaube ich auch, dass die Stars, die dort hinwechseln, so zufrieden mit sich, dem Geld und der Welt sind, dass sie sportlich abbauen und dann tatsächlich auch nicht mehr zurück könnten, wenn sie denn wollten. Wer mittlerweile alles bei Zenit spielt und unfassbar an Format verloren hat (Hulk, Witsel) oder ziemlich sicher noch verlieren wird (Javi Garcia, Garay – letzterer ärgert mich besonders, da er nach der letzten Saison bei Benfica und der großartigen WM mit Argentinien beinahe überall hätte spielen können), ist aus sportlicher Sicht schon etwas traurig.

  26. StanLibuda sagt:

    Mahlzeit!

    Zum Thema Motivation @Torsten:
    Ich bin nicht der Meinung, daß der Trainer für die Motivation
    der Mannschaft verantwortlich ist. Jedenfalls nicht grundsätzlich.
    Das Team hat sich selbständig zu motivieren. Der Trainer kann höchstens
    bei zu „geringer“ oder zu „hoher“ Motivation regulierend eingreifen.

    Ansonsten:

    Wer jetzt noch behauptet, daß Klaas-Jan nur in einem,
    auf ihn zugeschnittenen Spielsystem funktionieren kann,
    der wurde beim Spiel gegen Chelsea meiner Meinung nach
    eines Besseren belehrt. Gebt dem Mann meinetwegen 8 Mio. ;)

    Insbesondere fühle ich mich in meiner Meinung nach dem Cl-Spiel
    bestätigt, daß ein Team nur bestehen kann, wenn Leistungswille
    vorhanden ist. Über einzelne Unzulänglichkeiten will ich mich
    nicht äußern, die waren zu Genüge vorhanden. Die meisten aber
    wurden durch Laufbereitschaft ausgebügelt.

    Entsetzt war ich allerdings vom englischen Publikum.
    Was für Pfeiffen! Da kam ja nix.

    In diesem Sinne
    Grüße an die Fans, die nach London gefahren sind.
    Geile Stimmung! Respekt!

  27. johajoha sagt:

    @Torsten

    Gab es das schonmal, dass jemand dorthin verschwand, und dann zurück in die großen Ligen kam und noch einen Karriereaufstieg erlebte?

    Keisuke Honda könnte man da vielleicht anführen. 2 sehr erfolgreiche Jahre in Venlo, 4 mittelprächtige Jahre in Moskau, dann in die Serie A zu Milan. Aber sicherlich auch nicht das beste Beispiel, weil für ihn der Schritt nach Russland zumindest regelmäßige CL-Teilnahmen bedeutete, und somit als kleiner Fortschritt gesehen werden kann. Auch wenn er dadurch aus der allgemeinen Wahrnehmung etwas verschwand. Aber ob der Wechsel nach Milan zu einem Karriereaufstieg führt, muss sich auch erst noch zeigen. Insgesamt gesehen kommen wohl wirklich die wenigsten nochmal zurück.

  28. blues sagt:

    @Torsten

    „Woran macht man das fest?“

    Die Mannschaft spielt bisher nie gegen ihn. Und mit und unter ihm so, dass sie zu den Stichtagen die Vorgabe erfüllen und in Reichweite der CL-Plätze stehen.

    „…warum ihn niemand besser berät.

    Ich nehme an, sie haben das gemacht. Ergebnis: Jens Keller kann sich nicht dauerhaft überzeugend verstellen. Was also tun? Ergebnis: Er soll authentisch bleiben.

    „Er könnte es leichter haben.“
    Ohne Zweifel.

  29. Watson04 sagt:

    @Torsten: Eto’o kam auch aus Russland zurück und spielte dann nochmal auf hohem Niveau bei Chelsea. Traf ja dann auch gegen uns.

  30. RJonathan sagt:

    @Spiel
    Ist das meiste gesagt. Ich persönlich würde Draxler und Boateng herausheben, Sam war defensiv gut, offensiv meistens ohne Druchschlagskraft und in der 2. HZ komplett abgetaucht. Aber das ist in Ordnung so.

    Fuchs fand ich grauenhaft und wundere mich, dass einige ihn hier positiv rausstellen. Weil er zweimal den Ball erlaufen konnte als man ihm versuchte in den Rücken zu spielen? Willian hat mit ihm gemacht was er will. In HZ 2 liefen fast alle erfolgreichen Angriffe vor dem Pressing in den letzten 5-10 Minuten über seine Seite. Auch die nicht erfolgreichen meistens, er hat also nicht alles falsch gemacht. Aber man hatte ihn sich wohl bei Chelsea als Schwachpunkt augeschaut und war damit nicht unerfolgreich. (Übrigens würde ich auch nicht Draxler bei dem weiten Ball auf Hazard kritisieren sondern Fuchs, der sich genau 0cm in Richtung des hohen Balles orientiert um wenigstens noch stören zu können sondern einfach zuschaut.)

    @Saison
    Ich habe das Glück den Beginn der Saison verpasst zu haben. Aber eine Sache stimmt auf jeden Fall: Es ist zu früh die Sache für gescheitert zu erklären. Auch wenn der Fehlstart natürlich ärgerlich ist.

    @Keller
    Die Außendarstellung fand ich auch an einem anderen Punkt albern. Schon wieder wurde hervorgehoben, dass ein Motivationsvideo gezündet hat. Das fand ich auch schon beim ersten Mal letzte Saison so was von altbacken! Und jetzt noch mal… Wieso sagt man nicht einfach mal: Die Mannschaft hat die taktischen Maßgaben perfekt umgesetzt. Und schon ist er der Dirigent des Erfolges. Auch fand ich das positive Ausrasten beim 1-1 etwas übertrieben. Wir haben Chelsea nicht 90 Minuten an die Wand gespielt. Ich finde man hätte bei allem überschwänlichen lob auch mal sagen können, dass es natürlich dennoch wie immer einige Baustellen gäbe, die man bearbeiten wird.

  31. Mika sagt:

    Ich freue mich jetzt schon auf die Analysen zum Spiel gegen Frankfurt!
    „Toller Kampf, leidenschaftlich gespielt, mit Pech verloren…….bla, bla“

    Ich hoffe, dass jetzt den letzten „Blinden“ die Augen aufgehen…
    Bisherige Ausbeute des „besten Kaders“ – welche Spieler damit gemeint sind hat sich mir noch nicht erschlossen – nach 6 Spielen:

    4 glasklare Niederlagen und 2 geschenkte Punkte von Bayern und Chelsea!

    Auf Augenhöhe mit dem BxB!

  32. Mika sagt:

    Verzeihung, ich möchte mich korrigieren – nur 3 Niederlagen in 4 Spielen.
    Schon wieder einen Punkt durch eine grossartige Leistung erkämpft.
    2 Tore Rückstand aufgeholt und Frankfurt am Rande einer Niederlage gehabt….!

  33. JK sagt:

    Mika:
    Ich habe Deinen Kommentar gelesen und ganz tief durchgeatmet!! Leider stimme ich Dir, selbst nach dieser Entspannungsübung, immer noch umfänglich zu. Es ist unsäglich schlecht was abgeliefert wird und der Spaß geht mir langsam aber sicher vollständig flöten. Es wird Zeit den Dingen entgegenzutreten, Mannschaft, Trainer und HH sind ein Problem. Ich denke der totale Absturz steht uns noch bevor…wir reden ja auch jeden Scheiß noch schön. Stuttgart und Schalke auf Augenhöhe..

  34. leoluca sagt:

    Wenn der Schiri nicht so grottenschlecht gewesen wäre, hätten wir zur Pause 0:3 zurückgelegen. Gegen eine Mannschaft, die angeblich keinen Fußball spielen wollte und sich nur hinten rein stellte.

  35. leoluca sagt:

    Ich korrigiere: 0:2 zur Pause.

  36. Սաշա sagt:

    @leoluca:

    Hast du denn was anderes als tief stehen und als Spieleröffnung lange Bälle bei der Eintracht entdeckt? Ich jedenfalls sehr selten. Selbst bei 9 vs. 11 hat Frankfurt meist die Flanke aus dem Halbfeld geschlagen, weil sie mit Kombinationen fast nie durchkamen. Das sieht dann für mich schon nach einer Mannschaft aus, die um jeden Preis nichts für das Spiel tun möchte. Ehrlich gesagt sah man das sogar sehr offensichtlich. Nun geht die halbe Liga so gegen uns vor, wundern muss man sich darüber deshalb wohl nicht. Aber wie gesagt: Ein Spiel gegen einen solchen Gegner ist anstrengend, vor allem wenn man die Chelsea-Kilometer noch nicht ganz aus den Knochen bzw. Muskeln geschüttelt hat. Wenn sich dann noch einzelne Spieler nicht im Griff haben, muss man eben auch mal mit einem 2:2 zufrieden sein, selbst wenn der Gegner nicht Fußball spielen kann (nebenbei: hinten standen die Frankfurter ja auch überwiegend wirklich sehr diszipliniert und gut. Aber eine frische Mannschaft hätte die entscheidende Lücke ganz sicher öfter gerissen).

  37. ReinerEdelmann sagt:

    Drei Tage nach dem Chelsea-Spiel und mit dem so ziemlich letzten Aufgebot, muss man mit einem Punkt leben.
    Ärgerlich fand ich lediglich die beiden Fehler Boatengs vor den Gegentoren (speziell vor dem 0:2).

    Habt ihr bemerkt, wie die Zecken und Oberhaching rotiert haben? Können wir leider nicht…

  38. Uwe sagt:

    Hallo Torsten, Königsbloger, melde mich auch mal wieder. ReinerEdelmann schrieb:

    >Habt ihr bemerkt, wie die Zecken und Oberhaching rotiert haben? Können >wir leider nicht…

    Naja, wir haben dafür ja beim leichteren Auswärtsspiel in Gladbach mächtig rotiert…

    Gruß, uwe

  39. leoluca sagt:

    @ Սաշա

    Klar stand die Eintracht tief und Schalke fiel nichts ein, um das Spiel nach vorn über die Außen breiter und insgesamt schneller zu machen. Hier zu behaupten, Frankfurt habe den Fußball verweigert und destruktiv gespielt, finde ich arrogant und eine indirekte Schönfärberei unserer spielerischen Armut. Frankfurt hat einfach zur richtigen Taktik gegen uns gegriffen und uns zwei eingeschenkt.

    Natürlich geht die halbe Liga so gegen uns vor. Warum nur? Weil wir nicht frisch sind in den Spielen? Gegen Dresden, gegen Hannover, gegen Gladbach …?

  40. hellwach sagt:

    Langweiliges Spiel. Schalke hat bisher nicht einmal aufs Tor geschossen, Eintracht auch nicht so richtig und doch steht es 0:2.
    Schrieb ich gestern um 15.57 Uhr als Kurznachricht an einen SGE-Fan, der das Spiel nicht anschauen konnte:

    Das mag weder fussballtaktische Analyse beinhalten, noch psychologisches Gespür für das Innenleben Champions-League erprobter Fußballprofis. Meine Vermutung, dass es den meisten anderen Bundesligamannschaften in dieser Saison gelingen wird, gegen Eintracht Frankfurt in ihrem Heimspiel während der ersten 30 Minuten einen Torschuss anzubringen oder wenigstens einen so zu bezeichnenden Versuch zu unternehmen, kann ich nicht belegen. Damit mag ich sogar Stammtisch-Niveau unterbieten. Trotzdem erlaube ich mir zu bemerken, dass ich als Fan und Kunde bereit bin, mich mit einem Punkt zufrieden zu geben. Nicht zufrieden, ganz im Gegenteil, stinksauer bin ich ob der Diskrepanz zwischen den Kommentaren der Verantwortlichen vor dem Spiel (…Schwung mitnehmen…, …wir brauchen Konstanz…) und dem was in einer frustrierend langweiligen, armseligen ersten Halbzeit geboten wurde.

    Die Platzverweise in der zweiten Halbzeit waren das i-Tüpfelchen auf dieser unprofessionellen Darbietung. Nichtauswechslung des Prince eingeschlossen. Obendrein hat sich Herr Schmidt diesem Niveau angepasst. Furchtbarer Nachmittag.

  41. Lutt sagt:

    Echt jetzt? Geben wir uns damit zufrieden, dass der zweitteuerste Kader der Liga mit den geilsten Fans und Stadion nach dem ersten CL Auftritt müde ist? Ist „die anderen haben keinen Fussball gespielt…“ eine valide Ausrede? Ist es ok, dass die Laufleistung des Teams ganz unten in der Liga rangiert und bei unserem faden Angriffsspiel jeder Ballverlust durch schlichtweg fehlendes Gegenpressing zur Gefahr wird? Sind das dann immer nur die faulen Profis schuld?
    Wo sich in der letzten Saison noch ein Trainer feiern lassen hat, weil er die Jugend so gepushed hat, sehen wir heute Fuchs und Barnetta statt Friedrich und Sobottka.
    Jetzt kommen auch noch Disziplinprobleme dazu…
    Also mal unabhängig von den Ergebnissen – das Ganze gefällt mir nicht! Und ich wundere mich doch über die Vielfalt der Ausreden (Verletzte, zerfahrene Vorbereitung, Müdigkeit, Antifussballgegner, lalalala), die hier immer wieder herangezogen werden, um zu beweisen, das der Trainer ein ganz toller ist…

  42. pfefferstreuer sagt:

    Als mitlesender SGE-Anhänger kann ich über die Kommentare mancher Super-Edel-Fans von S04 nur amüsiert mein weises Haupt schütteln…Dass das Ergebnis für diese unbefriedigend ist, ist nach den hochgepushten Erwartungen verständlich…
    Aaaber die Schalker lagen schnell mit 0 : 2 zurück, haben dann durch einen unberechtigten Elfmeter den Anschluß geschafft und dann das Unentschieden erreicht.
    Nach den zwei Platzverweisen war die Eintracht (leider) nicht clever genug, von der numerischen Überzahl zu profitieren.
    Insofern ist das Ergebnis gerecht…
    P.S.: Ich glaube, Barnetta würde heute lieber bei der Eintracht öfter spielen, als bei Schalke als Einsatzjoker auf der Bank zu vergammeln.

  43. derwahrebaresi sagt:

    auf dieser unprofessionellen Darbietung

    … und aller in dieser saison bereits absolvierten spiele. (ausgenommen in london)
    wie gut, dass ich bisher noch nicht im stadion war.
    für das spiel gegen den bxb habe ich es mir vorgenommen, vllt.
    sollte ich es mir aber nochmals überlegen.

    nur noch traurig, was ALLE derzeit AufSchalke abliefern. :-(

  44. hellwach sagt:

    @derwahrebaresi

    In der 302 sagte ich zu meinen Mitfahrern: So schießt uns der BVB aus der eigenen Halle. Ich überlege mir, für kommenden Samstag ´nen gelben Urlaubsschein zu nehmen…

  45. Torsten sagt:

    In dieser Reihe fehlen einige Kommentare. Ich habe sie gelöscht, weil darin andere Kommentatoren persönlich angegangen wurden, oder weil sie sich nur/größtenteils auf das Gegeneinander von Kommentatoren bezogen.

    Wer sich nicht ausreichend unter Kontrolle hat, anderer Leute Meinung ausschließlich sachlich begegnen zu können, möge bitte auf anderer Welle durchs Web surfen. Danke.

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