Schalkes Saisonstart: Fußball auf Aufsteiger-Niveau

Nach dem schwachen Spiel gegen Maribor enttäuscht Schalke auch in Hoffenheim und verliert 2:1. Von 21 möglichen Punkten in drei „englischen Wochen“ gewann Schalke nur 9. Die guten Nachricht zur Oktober-Länderspielpause lautet: Sowohl in der Champions League, als auch in der Bundesliga sind die Ziele „Achtelfinaleinzug“ und „Champions League Qualifikation“ weiterhin möglich. Die schlechte ist: Spielerisch zeigt sich Schalke auf einem rudimentären Level.

Schalkes Fußball sieht gut aus wenn der Gegner das Spiel macht, wenn man von Beginn an aus einer eng stehenden Defensive agiert, wenn man diese auch bei Gegenstößen beibehält und nicht zu weit aufrückt. Das ist so ungefähr das, was man von Clubs erwartet, die gerade in die Bundesliga aufgestiegen sind. Steht der Gegner selbst tief – wie Frankfurt – oder weiß er ein vernünftiges Pressing aufzuziehen – wie Hoffenheim – kommt Schalke nicht zurecht. Sowohl im Spielaufbau unter Druck, als auch im Offensivspiel ab 30 Meter vor des Gegners Tor, zeigte sich Schalke zu Beginn der Saison 2014/2015 wiederholt planlos.

Die Mannschaft Hoffenheims wusste ziemlich genau, wie sie gegen Schalkes Spielaufbau vorgehen musste. Ballführende Innenverteidiger ließ man relativ weit nach vorne stoßen, der erste ihrer Passempfänger wurde massiv attackiert und zu Ballverlusten gebracht. 5 Minuten sah Schalke in diesem Spiel gut aus, danach war es eine Taktiklektion. Da Schalkes Linksverteidiger Christian Fuchs – wie immer – bei Ballbesitz weit aufrückte, stieß Hoffenheim immer wieder nach Balleroberungen schnell über die rechte Seite nach vorne. Kein Schalker Trainer, der seinen Außenverteidiger zurückpfiff, keine defensive Mittelfeldspieler, die diese Lücke füllten, ein Roman Neustädter, der sich wieder und wieder alleine mehreren Angreifern gegenüber sah. Schalke spielte zunehmend unsicher, machte viele Fehler und agierte in der Offensive umständlich. Am Ende war das 1:2 schmeichelhaft. Spielerisch war‘s ein 0:5.

Hoffenheims Pressing lag Schalke nicht. Schalke ist derzeit aber von der Spielweise des Gegners abhängig. Schalkes Spiel ist nicht komplett, Schalkes Spiel sind nur 50%. Defensiv ordentlich stehen und nach Ballgewinn flott nach Offensive umschalten funktioniert recht gut. Nach Ballverlust in Defensive umschalten und mit eigenem Offensivspiel eine organisierte Defensive auseinanderzuspielen funktioniert schlecht. Schalkes Mannschaft weiß zu kämpfen und Schalke hat mehrere Spieler, die mit Einzelleistungen glänzen können. Das reicht, um ab und an zu jubeln. Dem Gegner aber das eigene Spiel aufdrängen, dazu ist Schalke nicht in der Lage. Ein „aktives eigenes Spiel“ hat Schalke nicht.

Deshalb stehen Achtungserfolgen gegen spielstarke Gegner immer wieder Enttäuschungen gegen vermeintlich schwächere, zumindest aber weniger aktive Mannschaften gegenüber. Schalke wird sich weiter durchwurschteln. Mal hier und mal da punkten um dranzubleiben, auf einen eigenen Stil verzichten und auf geeignete Umstände hoffen. Eine Ausnutzung von Torchancen nahe 100% ist zwar unrealistisch, trotzdem hieß es auch nach einem Spiel von so deutlicher Unterlegenheit wie in Hoffenheim allenthalben, hätte man die frühen Chancen doch genutzt, so wäre alles anders verlaufen. Ja, das stimmt wohl. Hätte man nur. Schade. Vielleicht ja gegen Hertha. Ma’kucken.



77 Kommentare zu “Schalkes Saisonstart: Fußball auf Aufsteiger-Niveau”

  1. Simon sagt:

    Welche Früchte „Zeit und Arbeit“ tragen, werden wir dann in zwei Wochen sehen.

    Danach kommt hoffentlich niemand mehr mit der Ausrede/Erklärung (wie man es halt sieht), dass so viele verletzt sind (sah bei der heutigen Aufstellung nicht sooo schlimm aus; da waren grade vorne alle großen Namen dabei und trotzdem passiert nicht viel – hinten baut man mit Fuchs ohne jede Not das personifizierte Sicherheitsleck ein), dass die Mannschaft halt nicht eingespielt ist, weil die Vorbereitung irgendwie schlecht war (hm…) oder dass unsere Dutzenden WM-Fahrer halt noch nicht in Topform sein können (einer der wenigen, der von Einsatz und Kampfkraft bislang durchgehend überzeugt hat, war ebenfalls bis zum letzten WM-Wochenende dabei, wenn auch ‚nur‘ als Dritter am Ende).

    An meinen Klammerbemerkungen kann man ableiten, wo ich mich in den Erklärungsversuhen verorte. Ich will mich nicht zu sehr reinsteigern, aber ich finde es – wieder mal – befremdlich, dass Keller nach dem Spiel Statements gibt, die den unwissenden Betrachter vermuten lassen könnten, dass er selbst nichts mit der schlechten Darbietung zu tun hat. So als hätte er einen „enttäuschenden“ Film gesehen. Bei der besten Rückrunde aller Zeiten hatte aber natürlich vor allem er „großes geleistet“. Ich denke, dass wir in dieser Uneinsichtigkeit ein großes Problem haben und ich ganz persönlich habe große Zweifel, dass er sich dahingehend bald ändern wird…

  2. derwahrebaresi sagt:

    nach 7 spieltagen 8 punkte, großartig.
    hochgerechnet dürfte das am ende der
    saison nicht reichen.
    ich hoffe dennoch, dass der beste kader
    aller zeiten 40 punkte erstolpert.

  3. ozzi sagt:

    @derwahrebaresi: ich hatte hier schon vor 2 wochen darauf hingewiesen, nicht den abstand auf die cl plätze, sondern den abstand nach unten zu betrachten…
    @torsten: vielleicht könntest du einen tread eröffnen „was anlass zur hoffnung auf besserung gibt“. ich habe heute festgestellt, dass ich die gegentore fast schon gleichgültig hingenommen habe… mich würde interessieren, was Ihr denkt, woraus man Hoffnung schöpfen könnte…

  4. Martin sagt:

    Mich würde mal interessieren wie die Leute hier die sich irgendwie inhaltlich wiederholenden Aussagen von Huntelaar deuten:

    Hoffenheim:
    „Trainieren was schief läuft. Stellungsspiel, Konzentration, Taktik – das müssen wir besser machen, um Zugriff auf den Gegner zu haben. Und wach zu sein, gucken, wo die Leute sind. Dass wir nicht mit drei Mann gegen einen stehen und zwei andere sind dann frei.“

    Maribor:
    „Wir können nicht zufrieden sein. Wir waren zu leichtsinnig und zu langsam“, sagte der niederländische Torjäger und ergänzte: „Wir hätten Maribor einfach wegspielen müssen.“

    Gladbach:
    „Wir müssen die Dinge, die gegen Gladbach nicht gut gelaufen sind, schnellstmöglich ändern, uns als Mannschaft zusammenreißen und über die Fehler reden. Wir müssen einen Plan haben, um das zu verbessern“

    Ich finde es schon interessant das er sich immer genötigt fühlt solche klaren Statements abzugeben. Ist auch der einzige der das in der Art tut. Von anderen hört man immer eher versteckte Ausreden ala „Hätten wir vorher das Tor gemacht …“ wie jetzt gegen Hoffenheim.

    Für mich sieht das nach ganz schön viel Frust aus. Aber irgendwie doch auch klar kritisch gegenüber Trainer, Taktik oder Mitspieler?

  5. McP sagt:

    ozzi, mit 10 Mann auswärts gegen eine starke Mannschaft 1:0 gewonnen. Wie viel Hoffnung brauchst Du denn noch?

  6. Ney sagt:

    Stets derselbe Käse gegen Kontermannschaften wie Hannover, Gladbach, Hoffenheim. Null Punkte.

    Dumme Auftritte gegen Dresden, Frankfurt, Maribor.

    Mit Energieleistungen gegen Bayern, Chelsea, Dortmund gepunktet. Naja, immerhin.

    Achja, dann noch Bremen geschlagen.

    Wenigstens werden wir gegen Hertha gewinnen (wg. Jens-Keller-Fortune in extremen Krisensituationen).

  7. Watson04 sagt:

    Ich weiß, dies ist noch nicht der Hoffenheim-Text, aber ich hab mal ne Frage, ob das nur mir aufgefallen ist: Ich saß in der ersten Halbzeit hinter dem Hoffenheimer Tor und ich fand das Spiel nach vorne zumindest in dieser Halbzeit bis zum Strafraum nicht verkehrt. Allerdings verstehe ich nicht, wieso man, wenn man an der Strafraumgrenze ankommt, der Hunter einem schon anzeigt, dass er nun steil geht, den Ball nochmal nach außen passt. 5 (in Worten fünf) Mal hab ich diese Situation gezählt. Es war auch zu erkennen, dass der jeweilige Ballführende den Hunter gesehen hat. Jedes Mal wieder dieser, ja, uninspirierte Pass nach außen, anstatt dem Hunter den Ball schnörkellos aufzulegen. Und wir reden hier von Edeltechnikern, wie Draxler oder Meyer. Resultat dieser Spielweise war übrigens, dass Huntelaar sich die Bälle nachher selbst im Mittelfeld holen musste. Hat leider nur einmal funktioniert.
    Und das, was Fuchs spielt, hat mit Bundesliga-Fussball soviel zutun, wie Kevin Großkreutz mit Rethorik. Schon zur Halbzeit hätte ich mein Auto verwettet, der kommt nicht zurück, Aogo auf Außen und der Prince auf die 6. Aber er hat durchgespielt. Und ich hab Glück, jetzt nicht zu Fuß gehen zu müssen.
    Jetzt kann man natürlich wieder den Trainer anzählen, aber mal im Ernst, ich kann mir nicht vorstellen, dass der den Jungs sagt, spielt am Strafraum nochmal quer. Genauso wenig sagt der dem Fuchs, der soll seine Position nicht halten und sonst wo überlaufen werden.
    Was ich mir allerdings vorstellen kann ist, dass sie das Vorgegebene nicht umsetzen wollen. Oder nicht können…aber was weiß ich schon…

  8. mani sagt:

    Bei aller Liebe – ich bin leider nicht oft im Stadion, aber nach dem gestrigen Spiel muss man sagen Held hat recht, so geht es nicht weiter. Das führt zu nix. Wir treten seit 2 Jahren auf der Stelle. Der Trainer ist für die Aufstellung und Einstellung der Mannschaft verantwortlich. Die Mannschaft ist tot – keine Einstellung, keine Leidenschaft, kein Verständnis, kein Tempo, keine Idee, unfähig Druck aufzubauen und sich zu wehren.
    Ich kann nicht nachvollziehen wie man einen Fuchs gegen den Volland spielen lassen kann, da wundere ich mich über nichts. Was der Julian Draxler gestern gespielt hat war eine Frechheit. Ich verstehe nicht wie ein Trainer solche Sachen einfach laufen lässt.
    Es gibt nur eine Lösung: Der Mann muss weg – und Wilmots holen.
    Jetzt sofort, es sind 2 Wochen Zeit in der Länderspielpause.

  9. hellwach sagt:

    @ woraus man Hoffnung schöpfen könnte…

    …nun ja, Aogo und Höger sind zurück, Uschi auch, die WM-Fahrer und Weltmeister kommen bald zurück, Joel fehlt nur gegen Hertha, die Dauerverletzten Giefer, Santana, Kirchhoff kommen wieder, Sam und Choupo-Moting werden Verstärkungen sein und dann spielen wir eine der besten Rückrunden aller Zeiten mit den super-talentierten Eigengewächsen und steigen nicht ab.

  10. hellwach sagt:

    @ woraus man Hoffnung schöpfen könnte…

    …ach ja, in der besten Rückrunden aller Zeiten 15 Gegentore. Aktuell nach 7 Spieltagen derer 12 -lediglich zwei Teams haben mehr kassiert-. Vielleicht zieht ja diesmal der Keller-Effekt schon vor der Rückrunde. Sind ja nur 5 Punkte auf Platz 3…

  11. blues sagt:

    Diese Niederlage tut wieder richtig weh. Aber. Schalke hatte in den bisherigen Begegnungen mit einem gerade erst 19 Jahre alt gewordenen Zehner gespielt, von dem hier wahre Wunder im Spiel nach Vorne erwartet werden. Einer solchen Erwartungshaltung kann Meyer nie und nimmer gerecht werden! Auch nicht unter Tuchel. Von daher übe ich mich weiter in Geduld, aber ich kann verstehen, dass Schalker, wenn es so weiter geht, bald eine blau-weiße Klagemauer gebrauchen könnten.

  12. johajoha sagt:

    @ woraus man Hoffnung schöpfen könnte…

    Nach dem 7. Spieltag der vergangenen Saison hatte Schalke ebenfalls erst 8 Punkte, mit der exakt gleichen Bilanz von 2 Siegen, 2 Unentschieden und 3 Niederlagen. Schalke hatte mehr Gegentore (16, jetzt 12), und ein Tor weniger erzielt (10, jetzt 11). Man war auf Platz 14 (jetzt 11), der Abstand auf Platz 3 betrug 10 Punkte (jetzt 5).

    Wenn man nur auf die Zahlen schaut, sah es sogar noch ein bisschen schlimmer aus, als dieses Jahr.

  13. hoffedocS04 sagt:

    Gestern Abend war Jens Keller zu Gast bei Sky90.
    Er wurde z.B. gefragt: „Herr Keller, Dortmund steht für schnelles Umschaltspiel ..etc., Bayern steht für Dominanzfußball ..etc. für was steht eigentlich Schalke unter Jens Keller?“
    J(ey) K(ey): „Ja, äh, wir stehen für Pressing, äh, für schnelle Balleroberung, äh..“
    „Ja, aber Herr Keller, das gilt ja nur für Spiele gegen Mannschaften, die gegen Schalke dominant spielen wie Chelsea, Bayern etc. Was ist, wenn eine Mannschaft wie Gladbach oder Hoffenheim Sie das Spiel machen lässt. Man hat den Eindruck, dann können Sie das Spiel nicht aufziehen. Wie wollen Sie dann spielen? Das kann man nicht erkennen.“
    Jey Key: „Doch, doch, dann pressen wir eben weiter vorne. Mann kann doch auf allen Ebenen pressen. Gegen Dominanzfußball pressen wir hinten, gegen Mannschaften, die auf Konterfußball ausgehen, pressen wir vorne. Pressen geht doch immer.“
    Betretenes Schweigen.
    „Aber, Herr Keller, das haben wir gegen Hoffenheim nicht gesehen. Das hat nicht funktioniert.“
    Jey Key: „Ja, glauben Sie, darüber bin ich gücklich? Ich habe deutliche Worte gefunden. Ich bin auch laut geworden.“
    „Herr Keller, Sie sind seit 21 Monaten im Amt..“ Jey Key unterbricht: „Seit 22 Monaten!“ (lächelt) „Ja, also seit 22 Monaten. Wir sehen keine Weiterentwicklung.“
    Jey Key: „Doch ich bin stolz auf das, was ich gemacht habe. Ich habe viele junge Spieler integriert. Die Kritik kann ich ausblenden. Ich bin glücklich in meinem Job auf Schalke. Was meinen Sie, wie viele Trainer mich um diesen Job beneiden.“
    „Aber, Herr Keller, Sie stehen doch dauernd in der Kritik. Denken Sie nicht selber manchmal daran, zu gehen?“
    Jey Key: „Nein, die Kritik prallt an mir ab“ ……………

    Das war jetzt keine wörtliche Mitschrift, aber im Prinzip das Gespräch. Währenddessen liefen unten am Bildschirmrand Twitterkommentare: die meisten: „Herr Keller sei doch so ein sympathischer Mann.“

    Mich hat das an Babbel in Hoffenheim erinnert. Immer lächelnd. Immer höflich. Wo andere Konzepte im Kopf haben, nur Leerstellen. Wo andere betroffen von der Kritik reagieren, nur lächelnde Unversehrtheitsbeteuerungen. Der sympathische Herr Keller mit dem leeren Kopf wird nie eine Kritik an sich ranlassen. Vielleicht versteht er sie auch gar nicht..

  14. Torsten sagt:

    Was Fuchs spielt, hat mit Bundesliga-Fussball soviel zutun, wie Kevin Großkreutz mit Rethorik. [..] Aber er hat durchgespielt. [..] Jetzt kann man natürlich wieder den Trainer anzählen, aber mal im Ernst, ich kann mir nicht vorstellen, dass der den Jungs sagt, spielt am Strafraum nochmal quer. Genauso wenig sagt der dem Fuchs, der soll seine Position nicht halten und sonst wo überlaufen werden. Was ich mir allerdings vorstellen kann ist, dass sie das Vorgegebene nicht umsetzen wollen. Oder nicht können…aber was weiß ich schon…

    Ich denke schon, dass es so gewollt war, dass Christian Fuchs bei Ballbesitz weit vorrückt um auf Höhe Mittellinie anspielbar zu sein. Das ist schließlich häufig eine geeignete Variante im Spielaufbau. Es ist nur gegen Hoffenheim wiederholt nach hinten losgegangen, weil der Ball schon verloren wurde bevor er bei Fuchs ankam und Fuchs dann eben nicht mehr hinten war, um zu verteidigen.
    Zu sagen, dass das, was passiert, nicht in der Absicht des Trainers lag, mag zunächst wie eine Verteidigung seiner klingen, aber ehrlich gesagt, ich weiß nicht was ich schlimmer finde: Dass der Trainer Dinge, die nicht funktionieren, nicht abgestellt, oder den Gedanken, dass ein Trainer dermaßen wenig Einfluss gelten machen kann, dass da eh jeder tut und lässt, was er will.

    Aber Schalke hatte in den bisherigen Begegnungen mit einem gerade erst 19 Jahre alt gewordenen Zehner gespielt, von dem hier wahre Wunder im Spiel nach Vorne erwartet werden. Einer solchen Erwartungshaltung kann Meyer nie und nimmer gerecht werden!

    Richtig. Um einen jungen 10er vor zuviel Erwartungsdruck zu schützen, wurde der Prince verpflichtet. Trotzdem blieben die „Spielmuster“ doch sehr gleich, egal ob bei Siegen oder Niederlagen, egal ob mit Prince, Draxler, Meyer oder zuletzt mit Barnetta oder Choupo in zentraler Offensivposition. Das führt letztlich eben dazu, dass es nicht gut ist, nur auf die Genialität von Einzelspielern zu warten. Bei Hoffenheim hatte Volland zwar einen grandiosen Tag, er wusste aber auch über Schalkes Schwächen bescheid, seine Mannschaft spielte „dort entlang“ und nutzte das aus. Das hatte die TSG den grünen Blauen voraus.

  15. Christian sagt:

    „der beste Kader aller Zeiten“

    Ups naja, ich sag mal auf jeden Fall der teuerste!
    Was mich am We mehr beschäftigt hat als diese Pleite in
    Hoffenheim, waren die 1/2 Jahres Zahlen:

    Zitat: der Aufwand für Spieler, Trainer und Betreuer betrug
    im ersten Halbjahr 2014 54,4 Millionen Euro (1. Halbjahr 2013:
    44,3 Mio. Euro)

    Vielleicht sparen wir diese Saison (dank der gezeigten Leistungen)
    ein paar Prämien ein, aber offenbar kostet dieser Kader über 100 Mill
    pro anno. Respekt Herr Heldt!

    Zurück zum sportlichen Thema, auch dieser Sportvorstand trägt
    Verantwortung für die Spieler und Trainer.
    Morgen soll ja wieder einmal eine Krisensitzung starten, ich
    vermute Hr. Heldt wird dann von Keller abrücken….

  16. Carsten sagt:

    versaut, verloren, geschädigt…

    wann endlich reagiert der Aufsichtsrat und beendet dieses abenteuerliche Treiben…

    wie viel davon kann Schalke noch ertragen?

    meiner Meinung nach wackelt nun auch schon HH´s Stuhl

  17. Woischwat sagt:

    Das traurige ist ja, selbst wenn das spielerische Element nicht da ist, kann man doch wenigstens erwarten, dass die Mannschaft kämpft. Aber in der 2. Hälfte war kein Aufbäumen da, nichts.

  18. JK sagt:

    Lachnummer…. den Tatsachen ins Auge sehen wäre nicht verkehrt in dieser Situation. Die Zeiten in der 2.Liga haben mir mehr Spaß gebracht als das Siechtum unter HH. S04 steht schon seit längerem für unattraktiven, konzeptlosen Fussball. Victoria Köln ist spannender. Schnauze voll.

  19. schalkoholiker sagt:

    @Martin:
    Bei Hunters Aussagen ist mir auch dieses durchgängige Muster aufgefallen. Nach meiner Interpretation scheint er zumindest eine Ahnung zu haben, was anders/ besser gemacht und trainiert werden könnte. Wenn er für diese Äußerungen die Öffentlichkeit sucht, dann bedeutet das im Umkehrschluss, dass er intern nicht auf Resonanz stößt.
    Normalerweise bin ich der festen Überzeugung, dass solche Dinge manschaftsintern geregelt werden müssen. Aber: Bei den Leistungen der vergangenen Wochen (und da beziehe ich in Bezug auf den spielerischen Wert auch das Derby und die Bremen-Partie mit ein) geht mir vor allem die gleichtönend letharigische „Wir-müssen-jetzt-analysieren-und-dann-wieder-neu-konzentrieren-Rhetorik“ gehörig auf den Nerv. Deshalb bin ich sehr dankbar zu sehen, dass da jemand ist, der auch mal Kante zeigt. Klar, dass sind jetzt keine revolutionären Aussagen vom Hunter, aber in der heutigen Medienlandschaft ist ja auch jeder nicht einstudierte Spruch ein medialer Drahtseilakt.

  20. Stollengewitter sagt:

    Keller hat bei uns nichts im Griff. Beim Sky90 Gespräch gestern wurde er mit Internas konfrontiert, die nur von jemandem kommen können der an den Mannschaftssitzungen teilnimmt. Er hat keine Spielidee und ich glaube dass ihn auch innerhalb der Mannschaft immer weniger Leute Ernst nehmen. Es braucht einen Wechsel-blöd nur dass kein Trainer jenseits der Labbadias und Babbels jetzt antun möchte.

  21. Simon sagt:

    Oh mein Gott.

    Dieses Sky-Gespräch hat wirklich so in der Art stattgefunden??? Ich dachte, dass wäre ein satirischer Text von hoffedoc gewesen. Es ist leider alles so, wie es Torsten schreibt und es wird auf diese Weise und mit diesem Trainer nicht besser werden.

    Hier und da klappt mal was, aber letzten Endes hat das alles kein System und das ist ja auch genau der Grund, warum keine Konstanz reinkommt.

  22. Stollengewitter sagt:

    Mir tat der Keller gestern in der Sky-Runde fast schon leid.

  23. Dirk sagt:

    @hoffedocS04:

    Danke für die hübsche Zusammenfassung. Ich habe mir die Runde absichtlich nicht angeschaut, weil mir 90 deprimierende Minuten am Wochenende reichen, und es keine 180 sein müssen. Beim Durchzappen bin ich allerdings doch kurz hängengeblieben. Da ging es gerade um die Zielformulierung für die laufende Saison. Jetzt weiß ich immerhin, dass das Überstehen der CL-Gruppenphase uns schon reicht und ZIEL ist. Erbärmlich, oder? Muss ein Ziel nicht erreichbar UND anspruchsvoll (!) sein? Müsste es also nicht heißen: „Ziel ist mindestens das Erreichen der Viertelfinales“? Oder sind wir schon so schlecht, dass das Überstehen der Gruppenphase „offiziell anspruchsvoll“ ist?

    @ alle:

    Kann es sein, dass hier ganz schön was an Themen zusammenkommt? Es dreht sich meiner Meinung nach schon lange nicht mehr nur um die originäre Trainerleistung.

    Gut beobachtet finde z.B. den Punkt, dass Huntelaar seit Wochen seine treffenden Analysen in die Fernsehkameras formuliert, er aber in der Mannschaft Niemanden zu erreichen scheint. Reden die nicht miteinandert? Also dass beispielsweise viele Bälle nicht steil zu ihm, sondern ohne Not quer gespielt werden? Und die dann genau dort dann verloren gehen. Woraufhin wir v.a. über die linke Seite Probleme bekommen, weil Fuchs (richtigerweise) ja in der Vorwärtsbewegung ist (das macht Uchida auch nicht anders) und das Mittelfeld (-> Prince) nicht wirklich aushilft.

    Ich verstehe nicht, dass diese leicht erkennbaren Fehler im Spielaufbau nicht abgestellt werden können. Die Mannschaft müsste sich Spiele wie gegen Hoffenheim oder Maribor doch nur mal nachher zusammen als Aufzeichnung anschauen, es ist doch echt nicht schwer zu sehen, was da permanent nicht stimmt. Aber bei Trainingszeiten ab 15 Uhr so wie diese Woche machen die ja wahrscheinlich genau das vorher, gell?

  24. derwahrebaresi sagt:

    @Fußball auf Aufsteiger-Niveau

    mit dieser überschrift schmälert man die bisherigen leistungen der paderborner …

  25. Carsten sagt:

    bin mir im Moment gar nicht sicher ob ich mich freuen soll oder nicht?
    Julian Draxler wird sicherlich seinen Vertrag auf Schalke bis 2018 erfüllen, denn welcher Verein bezahlt schon 45 Mio. für solch eine Leistung!
    Gegen Hoffenheim hätte man ihm locker bes. in der 2. Hälfte einen Stuhl hinstellen können da er eh nur teilnahmslos rumstand!

    auch das wurde übrigens JK im Sky90 vorgespielt! dazu sagen konnte er nichts

  26. Carsten sagt:

    aber vielleicht wollte sich Julian ja nur schon mal für die N11 schonen..

  27. Stefan sagt:

    Im Westen nichts Neues….
    Und es wird sich auch nicht viel ändern auf absehbare Zeit.
    Schalke dreht sich immerzu im Kreis.
    2-3 Spiele enttäuschend, dann mal wieder ein Achtungserfolg nach nem Motivationsvideo.
    Ich erwarte derzeit, egal gegen wen erstmal gar nichts.
    Siege entstehen eher zufällig als geplant.
    Es ist ein Trauerspiel und kein Fußballspiel derzeit.

  28. bernd sagt:

    „Morgen soll ja wieder einmal eine Krisensitzung starten,“
    @Christian: Woher ist denn diese Info?

    Die Länderspielpause bietet sich ja nun an ein Resümee und damit auch einen klaren Schnitt zu ziehen.

  29. Malte sagt:

    Trotz der Weltuntergangsstimmung hier, ist die Lage ja grundsätzlich nicht viel schlechter als vor Jahresfrist. Auch damals haben viele Hochrechnungen angestellt und prophezeit, dass Schalke bestenfalls im Mittelfeld landet. Ich sehe nicht, warum es in dieser Saison schlechter laufen sollte. Der Kader ist besser und auf dem Trainerposten hat man Kontinuität. Ich bin ziemlich zuversichtlichtlich dass in absehbarer Zeit deutliche Fortschritte erkennbar werden, mindestens auf dem Niveau der Rückrunde.

    Keller jetzt oder in den nächsten Wochen aus rein sportlichen Gründen zu entlassen wäre aus meiner Sicht dilettantischer Aktionismus auf HSV-Niveau. Punkte werden wir schon noch holen, das haben Trainer und Mannschaft schon zur Genüge bewiesen. Wenn die Mannschaft am Ende nicht die Entwicklung zeigt die man sich vorstellt, muss halt zum 1.7.2015 jemand neues kommen. Im schlimmsten Fall in der Winterpause.

  30. Martin sagt:

    @schalkoholiker

    Ich sehe es alt genauso wie du es schreibst. Ich wollte das nicht in den Raum werfen, da es ja wirklich nur so zwischen den Zeilen mitschwinkt.

    Ich habe das gleiche Gefühl wie du. Huntelaar sieht Defiziete die man trainieren könnte, die aber nicht in der Art trainiert werden, sonst würde er es nicht die Aussagen wiederholen. Der scheint kein Bock zu haben mit der Mannschaft wie ein Trottel auszusehen und Intern auf taube Ohren zu Stoßen. Ich denke das ein Erfahrender Spieler wie Huntelaar so was nicht mehrfach aus einer Laune heraus wiederholt.

    Interessant finde ich in dem Zusammenhang, die Anmerkungen des Bild Reporters aus Sky90. Das war eingebunden in der Taktikdiskussion die hoffedocS04 schön zusammengefasst hat. Seine These: Es ist keine Taktik zu erkennen. Erschreckend übrigens wie viele Interna der kannte, auch Details aus der Kabine (Nur negative Szenen aus Hoffenheim Spiel bei der Besprechung gezeigt, Draxler mehrmals direkt auf mangelndes Defensivverhalten hingewiesen, Keller wollte das nicht kommentieren und sage so was wie „ich spreche nicht über Interna, auch wenn das einige Spieler wohl anders sehen“).

    Unterm Strich sieht das so aus als seinen einige Spieler nicht einverstanden mit der Art wie gespielt wird. Da der Trainer aber nun mal der sportliche Leiter ist haben sie keine Möglichkeit groß dagegen vorzugehen. Darüber hinaus kann ich mir auch gut vorstellen das es verschiedene Lager gibt und die Mannschaft sich da sicher nicht einig ist. Das ist aber natürlich alles Spekulativ, gibt aber ein schlüssiges Gesamtbild.

    Naja, ich hab mich gefreut, dass die kritischen Fragen die kamen bei Sky90 auch meine gewesen wären. Was mich allerdings traurig stimmt, das Keller sie nicht wirklich kontern konnte. Eins seiner Argumente war immer, das er die Spieler so toll weiter entwickelt. Das sehe ich allerdings weniger. Ein Meyer oder Ayhan kamen mit diesem Niveau aus der Jugend und ein Draxler stagniert unter Keller…

  31. Simon sagt:

    Von den Punkten her ist es schon richtig, dass wir noch einiges erreichen können, und das sollte man bei allen Beschwerden immer im Auge behalten. Es kann noch eine alles in allem gute Saison werden. Aber nach meinen bisherigen Eindrücken ist der Verweis auf das letzte Jahr eben nicht zutreffend:

    1. Vor einem Jahr mögen noch nicht viel mehr Punkte da gewesen sein, die Auftritte boten aber mehr Anlass zur Hoffnung – besonders in der CL. Diese Saison habe ich wettbewerbsübergreifend noch nicht ein einziges Spiel von uns gesehen, das von Anfang bis Ende überzeugend gewesen wäre.

    2. Ist das wirklich ein gutes Zeichen, dass wir genauso beschissen in die Saison starten, wie vor einem Jahr und mindestens genauso wenig spielerische Ansätze zu erkennen sind?

    Trainerwechsel pauschal als unüberlegte Panikreaktionen abzutun, ist genau so falsch, wie hierin generell ein Allheilmittel zu sehen. Daher zieht auch der stereotype Verweis auf den HSV (in der Tat ein besonders gruseliges Beispiel der Unfähigkeit in der sportlichen Führung über Jahre hinweg) nicht. Jede Situation, jeder Verwein muss für sich betrachtet werden. Gladbach hatte sich seinerzeit z.B. schon eher zu spät von Frontzeck getrennt und bei Mainz musste Andersen mal schon vor dem ersten Spieltag gehen. Nicht zuletzt kann man auf den Wechsel Berger/Stevens bei uns im Herbst 1996 verweisen. In allen Fällen hat der Trainerwechsel die jeweiligen Vereine auf ein neues Niveau gehoben.

  32. klopenner sagt:

    @bernd: Der Westen berichtet von einer Krisensitzung am Dienstag
    http://www.derwesten.de/sport/.....00771.html

    @Christian: Thema Bilanz

    Die Zahlen sind in der Tat etwas verwirrend. Es gilt zu bedenken, dass 2013 die CL Quali erst im August geschafft wurde und daher zum Ende des 1. Halbjahres keine Prämien ans Team bezahlt wurden.
    2014 hingegen haben wir die Quali über die Bundesliga im Mai fest gemacht und dann werden auch sofort die Prämien fällig.
    Im Umkehrschluss könnte das heißen, dass die Mannschaft 10 Mio an Prämien kassiert hat. Allerdings fallen ins Halbjahr 2013 keine Gehälter von Aogo und Boateng, die ja auch erst Ende August zu Mannschaft gestoßen sind.

    @Thema Ziele:
    Ziele sollten nicht unbedingt anspruchsvoll sein. In erster Linie müssen sie realittisch sein. Da unser Verein betriebswirtschaftlich geführt wird, gibt es da sicher Ziele, die SMART formuliert sind.
    S wie spezifisch (eindeutig definiert)
    M wie messbar
    A wie angemessen (kann aber auch anspruchsvoll sein)
    R wie realistisch
    T wie terminiert (also zeitliche Vorgabe)

    @Thema Spiel:

    Zum Spiel gibt es nicht viel zu sagen. Das gleiche Elend wie immer. Relativ kurze gute Phasen mit schönem Fußball, dann Überheblichkeit, Gang zurück schalten, auskontern lassen, Köpfe hängen lassen, Einzelaktion zum Tor, Abpfiff!

    Thema Sky90: Hab ich mir zur Hälfte angesehen. So wie hoffedoc es geschrieben hat, ist es zwar nicht ganz gewesen, aber es trifft doch den Kern der Aussagen. Jens Kellers Spielsystem soll aus einer kompakten Deckung mit Gegenpressing in verschiedenen Pressingzonen den Gegner unter Druck setzen um dann in schnellem Umschaltspiel mit Offensivaktionen zu Toren zu kommen.
    Sehr bezeichnend fand ich seine Reaktion auf den Einwand der anderen Teilnehmer, dass Schalke gegen die „schwachen“ Gegner das Spiel fast nie machen kann. Das stimme ja so nicht. In Bremen hätten wir auch ein gutes Spiel abgeliefert und zu 0 gewonnen. (so ähnlich) Ich frage mich echt, ob mein Anspruch an ein gutes Spiel so hoch hängt, oder ob er wirklich die falsche Wahrnehmung hat?
    Auf der einen Seite brüstet er sich damit, die beste Rückrunde „gespielt“ zu haben und unglaublich viele Jugendspieler eingebunden zu haben, auf der anderen Seite meckert er darüber, dass er die ganzen 18/19-jährigen ja permanent spielen lassen muss. Muss er das? Wir haben noch andere Spieler auf der Bank. Manche davon sind auch erst 18, aber sicher nicht schon überspielt wie Ayhan, Meyer oder Draxler. Klar geht dann etwas Qualitätsverlust einher, aber so viel schlechter kann es auch nicht werden.

    Falls morgen tatsächlich eine Krisensitzung stattfindet und das Ergbnis ein Trainerwechsel ist, dann kann ich nur BETEN und HOFFEN, dass es eine sinnvolle Lösung mit einem Nummer 1 Trainer gibt und nicht eine Übergangslösung wie Keller sie sein sollte, die sich dann zur Vollzeit-Notlösung entwickelt. Dann lieber bis Saisonende „nur“ mit den Co-Trainern weiter machen und zur neuen Saison die Nummer 1 präsentieren. Aber nicht jetzt nen Trainer nur bis Saisonende holen.

  33. leoluca sagt:

    Das war die Vorführung eines ohnehin angezählten Trainers – an dieser Sky-Runde hätte Jens Keller besser nicht teilgenommen. Warum hat Horst Heldt das nicht verhindert?

    Von Heldt selbst stammt der Satz direkt nach dem Hoffenheim-Spiel am Samstag: „So kann es nicht weitergehen.“ – Klaas-Jan Huntelaar äußert ebenfalls direkt nach Spielschluss zum dritten Mal in kurzer Zeit seine große Unzufriedenheit mit dem Schalker Spiel. – In den Fanforen reißt vielen mittlerweile der Geduldsfaden mit diesem Trainer und den offenkundigen spielerischen Mängeln des Teams, die Torsten in seinem Kommentar kurz und gut zusammenfasst.

    In dieser Situation geht der Trainer am Sonntag abend in eine Journalistenrunde, die ihn mit internen Infos aus der Mannschaftssitzung und mit kritischen Fragen zum Schalker Minimalfußball konfrontiert, die ihn ziemlich schlecht und hilflos aussehen lassen. Überzeugend kontern kann er nicht.

    Ich hatte den Eindruck einer öffentlichen Demontage.

  34. ion sagt:

    Malte: Wer gibt einem denn die Gewissheit, dass man wieder so in die Spur findet, wie in der letzten Saison? Huntelaar hat es auch schon angesprochen, man kann sich nicht jedes Jahr darauf verlassen, dass die Manschaften über einem reihenweise einbrechen und sich die Mannschaft von alleine findet. Es gibt kein erkennbares Konzept, seit 22 Monaten. Keller hatte 2 komplette Saionvorbereitungen, wir haben immer noch ein System. Wir können nicht auf den Gegner reagieren, wir stellen taktisch nicht um. Eine Spitze, zwei schnelle Außen. Dieses „es wird schon irgendwie werden“, ich kann es nicht mehr hören. Es sind jetzt zehn Pflichtspiele in dieser Saison absolviert. Zwei Siege. Vier Niederlagen und vier Remis. Das ist keine gute Bilanz, die Verweise auf die vergangene Saison machen wenig Mut. Keller ist jetzt öffentlich angezählt, Heldt hat alle möglichen Ausreden am Samstag einkassiert. Tönnies ist schmallippig, offene Kritik aus der Mannschaft „das sind Dinge, die wir trainieren müssen“, dazu gelangen Internas aus der Mannschaftsbesprechung an die Öffentlichkeit. Da liegt was in der Luft.
    Nur was kommt? Ist das mit Tuchel so sicher, wie viele glauben? Was macht einen so sicher? Dass man mit ihm in der Winterpause Kontakt hatte? Dass man bislang Keller keine Vertragsverlängerung angeboten hat? Dass der ja von vornherein Bock auf Schalke hat?
    Was macht man denn, wenn Tuchel doch keine Lust hat? Die anderen Kandidaten,die von Verein zu Verein weitergereicht werden treiben mir den Schweiß aus allen Poren, Babbel, Fink, Labbadia und Co. Puuhh, ja man hat einfach den Zeitpunkt für einen klaren Schnitt und eine Trennung klar verpasst. Die Oberen haben so wenig Übersicht und Weitsicht wie es der jetzige Trainer hat. Was wurde in den letzten Jahren bei uns entwickelt? Eine Spielidee? Wir stehen von der Entwicklung her im Dezember 2012. Wir holen Punkt durch Kampf (was immer eine Grundvoraussetzung sein sollte) und das Können einiger Spieler. Und haben einen schweineteuren Kader. Und eigentlich sehr viel Talent. Es wird nur selten abgerufen. Man schiebt einen Porsche 800 Meter üher die Straße und fährt dann ab und an 200 Meter um danach wieder zu schieben.
    Ermüdend und enttäuschend.

  35. RWDJojo sagt:

    Bis auf Tuchel (und ab und an Wilmots) habe ich noch nicht einen vernünftigen Namen als Keller-Ersatz gehört. Wilmots dürfte aktuell eher nicht zur Verfügung stehen. Abgesehen davon, konnte er als Vereinstrainer noch nicht wirklich etwas vorweisen. Zum Thema Tuchel habe ich mich schon mehrmals geäußert. Ich habe meine Zweifel, dass er der Heilsbringer ist. Aber sicherlich aktuell die beste Alternative. Die Frage ist jedoch, ob Tuchel tatsächlich eine Alternative ist. Steht er überhaupt zur Verfügung? Hat er beim HSV abgesagt, weil er nicht zum HSV wollte oder hat er abgesagt, weil er bis zum Sommer keinen Job haben möchte?
    Wie sieht es eigentlich mit Gertjan Verbeek aus? Auch wenn er in Nürnberg gescheitert ist, konnte er seiner Mannschaft seinen Stempel aufdrücken. Der Misserfolg war dann eher unglücklichen Umständen und einem zu schlechten Kader geschuldet. Aktuell wäre man in Nürnberg wohl froh, wenn man mit ihm in die 2. Liga gegangen wäre.
    Alle anderen Verdächtigen (Labbadia, Babbel, Fink, Slomka, etc.) möchte ich ungern auf der Schalker Trainerbank sehen. Da ist Keller der bessere Mann.

    @Trainerwechsel im Sommer verschlafen
    Hat man das? Wer wäre im Sommer als Alternative in Frage gekommen? Tuchel? Eher nicht (siehe oben)! Sonst wer? Außerdem sah es im Sommer (nach der besten Rückrunde aller Zeiten) ja tatsächlich so aus, als hätte Keller es endlich gepackt. Zwar waren die Spiele nicht so doll, wie die Ergebnisse, aber dennoch wäre eine Trennung im Sommer unglücklich gewesen. Insbesondere, da keine wirklichen Alternativen da waren.

  36. Detlef (Doktor_d) sagt:

    Ich hab vom Hoffenheim Spiel nur die letzten 25 Minuten gesehen und davon nur 15 Minuten wirklich aufmerksam. Selten habe ich ein Tor von Schalke mit weniger Regung wahrgenommen als das Tor vom Hunter.
    Kurz gesagt, ich hab so zugeschaut wie Schalke spielte.
    Teilnahmslos, ohne Plan, ohne Leidenschaft.
    Der Unterschied, ich hatte trotzdem einen schönen Tag ;-)

    Was nicht läuft/funktioniert wurde hier schon oft geschrieben, das fällt also dem Laien auf, dem Trainer wohl auch, nur machen tut er augenscheinlich nichts, oder besser es ist nicht sichtbar.
    Das ist mittlerweile sehr bedenklich.
    Immer wieder flüchtet sich Keller in die „wir haben viele Verletzte, viele junge Spieler“ Ecke. Mein Gott, er redet die Mannschaft schlecht, statt sie zu stärken.

    Das es auch anders geht haben sowohl Mannschaft wie Trainer ja bewiesen, in der letzten Saison.
    Und das ist das was mir immer noch Mut macht.

  37. Malte sagt:

    Auch wenn die Rückrunde bisweilen gerne überbewertet wird, ein Zufallsprodukt war sie nicht. Es waren immer noch einige Schwachpunkte erkennbar, aber auch eine gewisse Konstanz in den Leistungen. Es ist also schon so, dass Kellers Arbeit Früchte tragen kann.

    Jetzt scheint Keller eine Weiterentwicklung zu versuchen, die aber weit von einer gelungenen Umsetzung entfernt ist. Mir geht das trotz aller Begleitprobleme auch alles zu langsam und die allgemeine Unzufriedenheit bei Fans und Verantwortlichen ist ja auch völlig berechtigt. Ich halte es aber für völlig verfehlt mitten in der Saison den Resetknopf zu drücken und damit alle laufenden Entwicklungen zu unterbrechen, es sei den es gibt größere Verwerfungen innerhalb von Mannschaft und/oder Trainerstab. Also so wie zuletzt bei Stevens oder damals bei Jörg Berger.

  38. blues sagt:

    Huntelaar als Kronzeugen zu zitieren ist absurd. Er kommt in der Bundesliga selbst seinem Job nicht annähernd nach. Alle 230 Minuten ein Tor zuschießen ist deutlich zu wenig. Das macht über die ganze Saison lächerliche 11 Tore, deutlich zu wenig für seine Gehaltsklasse.

    Dass in dieser Sky Sendung scheinbar auch Kabinen-Internas zu Draxler aus der morgendlichen Schalker Spielersitzung über den Sender gingen, wie der Westen berichtet,spricht in der Tat dafür, dass auf Schalke dringend ein Krisengespräch stattfinden muss.

  39. Erle72 sagt:

    Interna werden ausgeplaudert und der Aufschrei des Trainers bleibt aus? Das allein reicht schon als Indiz, um interne Verwerfungen gröberer Art zu vermuten. Das Held auch nicht eingreift, macht die Sache noch merkwürdiger.
    Schalke wie es leibt und lebt. Jetzt fehlt nur noch Tönnies Rhetoriktalent um die Sache rund zu machen. Glück auf…

  40. blues sagt:

    @Erle72

    „…der Aufschrei des Trainers“

    Erwartest du von Jens Keller so was drastisches wie es die coachende Vuvuzela aus Lüdenscheid liefern würde.

    Auf das Rhetoriktalent von Herrn Tönnies freue ich mich auch immer.

  41. bernd sagt:

    Ich habe mir gerade Auszüge von dieser Skyrunde auf Youtube angeschaut. Eigentlich war das noch schlimmer als Hoffedoc es wiedergegeben hat. Unser Spielsystem ist, wir pressen überall, hinten wie vorne und dann ist Unruhe beim Gegner und wir schießen ein Tor. Daraufhin ein sehr mitleidiges betretenes Gesicht von Werner Hansch. Gruseliger Auftritt.
    Interessant ist doch auch, dass Choupo Moting mit der Begründung geholt wurde, man sei nun flexibler und es kann auch ein 442 gespielt werden. Dies scheint weit entfernt, zurzeit wird er ja eher da aufgestellt wo grad ein Platz frei ist.

  42. Simon sagt:

    @ Huntelaar: Naja. Was soll er denn machen, wenn kaum mal ein Ball vernünftig zu ihm kommt? Natürlich hätte auch er in manch einer Situation besser agieren können, aber ich sehe ihn bislang meist noch unter den besseren Spielern. Und wenigstens spricht er mal deutlich die Missstände und an und versteckt sich nicht hinter irgendwelchen Phrasen und Ausflüchten.

    Dass Interna aus der Mannschaftssitzung genau rechtzeitig zu Kellers Termin bei Sky rauskommen, ist allerdings äußerst bedenklich und deutet daraufhin, dass eine Reihe von Spielern extrem unzufrieden ist. Da braut sich was zusammen, was sich nicht allein dadurch lösen lässt, dass jetzt mal zwei Wochen Spielpause ist.

    @ Draxler: Er lässt sich grade irgendwie hängen und ist weit von 45 Mio. Ablöse entfernt. Das heißt nun aber nicht, dass er bei ausbleibendem Erfolg im nächsten Sommer nicht für wesentlich weniger gehen könnte! Verpassen wir die CL, dann kann man bei unserer desaströsen Kassenlage wohl von Verkäufen ausgehen und das ist dann genau die Situation, auf die andere Vereine warten, um den Preis zu drücken. Das passiert vielleicht nicht nach einer verpassten Teilnahme, nach der zweiten aber sicher. Ich würde die 45 Mio. jedenfalls mal eher nicht allzu fest einplanen bzw, davon ausgehen, dass Draxler länger bleibt, wenn er schwächer spielt. Nur mal nebenbei bemerkt.

  43. Königsblau MS sagt:

    @ Simon (1. Kommentar):
    Der gebürtige Stuttgarter J.K. fand schon immer große Worte wenn es um seine eigene Person geht. Armin Veh hingegen beklagte 2010 öffentlich als damaliger HSV Trainer die Illoyalität vom neuen VFB coach J.K. gegenüber seinem Vorgänger Christian Groß. Nach nur 59 Tagen Amtszeit wurde Keller dann von seinem ersten Chef-Posten als BL Trainer gefeuert. Auf Schalke bekam er von Heldt eine 2. Chance und genießt offenbar immer noch hohes Vertrauen bei den Entscheidern.

    Für einen Trainerwechsel bietet eigentlich die Länderspielpause ein gutes Zeitfenster. Allein mir fehlt der Glaube.

  44. Torsten sagt:

    Mal kurz 2 Erinnerungen:

    1) Niederlagen gegen Hoffenheim scheinen Tönnies/Heldt besonders zu wurmen. Zumindest vom Gefühl her waren beide in ihrer Wortwahl zuletzt nach dem Pokalaus gegen eben Hoffenheim so deutlich in ihrer Kritik.

    2) Auch das nun interne Probleme interpretiert werden und dass ausgerechnet Huntelaar öffentlich offensiv vorgeht, erinnert an die jüngere Vergangenheit, nämlich an die Ablösung Huub Stevens. Auch damals agierte Huntelaar zumindest gefühlt „offensiv“ und seine Vertragsverlängerung gelang prompt als Stevens gekickt war. Damals wollte „dem Vernehmen nach“ ein Teil der Spieler lieber Gisdol folgen als Stevens, weshalb Gisdol als Nachfolger für das ganze Team eben auch verbrannt war und nicht nächster Cheftrainer werden konnte.

    Und noch 2 Links:

    Den Ruhrbaronen war Jens Kellers „skurriler Auftritt“ in der Sendung Sky90 einen Beitrag wert, hier:
    http://www.ruhrbarone.de/skurr.....-job/91295

    Auszüge aus der Sendung lassen sich hier nachschauen:
    http://www.sky.de/web/cms/de/v.....wkz=WXFSL1

  45. RJonathan sagt:

    @Huntelaar/Kabineninternas
    Als zentraler Punkt für den Erfolg der vergangenen Rückrunde wurde immer die mannschaftliche Geschlossenheit angeführt. Egal was wie wo jetzt richtig oder falsch ist: Die Mannschaft macht keinen geschlossenen Eindruck derzeit. Das sollte die erste Aufgabe von Heldt & Keller sein, das wieder hinzubekommen.

    @Fuchs/Außenverteidigung
    Die Causa Fuchs nervt mich persönlich am meisten. Bei den Gegentoren wurde er jeweils von dummen Ballverlusten in der Vorwärtsbewegung überrascht, das möchte ich ihm nicht unbedingt ankreiden. Aber wenn er gerade mal nicht überrascht wurde, dann hat es eigentlich kaum einen Unterschied gemacht. Volland ist so oft und so leicht an ihm vorbei wie DDR-Bürger an der Mauer am 3. November 89.
    Man wollte Fuchs ja auch schon längst aussortiert haben, insofern ist man sich ja auch über seine beschränkten Fähigkeiten einig. Was ich deswegen aber nicht verstehe: Wieso wird nicht entweder eine Alternative ausprobiert oder die Taktik für die linke Außenbahn angepasst. Bei der WM hat Löw nach wenigen Spielen die Reißleine gezogen und Lahm auf die Außenverteidiger-Position gesetzt. Weil sich herausgestellt hat, dass es die Haupteinfalls-Tore für gegnerische Angriffe waren. Außerdem hat er für Höwedes eine Art Offensiv-Verbot ausgesprochen. Der ist kaum über die Mittellinie nach vorne. Beides sind meines Erachtens nach Optionen für rechte Seite: Entweder Aogo auf links, komme was wolle und lieber in der Mitte (wo genug Talent durch die Gegend läuft) einen schwächeren Spieler spielen lassen (Friedrich?), oder klare taktische Ketten an Fuchs.
    Für mich ist die Causa Fuchs auch eine Art deja vu. Fuchs wird zum Jones dieser Hinrunde.

    @Spielleistung
    Davon abgesehen: Es ist natürlich dramatisch, dass jedes Spiel ein anderer Defensiv-Spieler einen Totalausfall hat (Ayhan, Höger). Ich frage mich woher das kommt.
    Nach vorne lief es stellenweise in HZ1 auch gegen nach hinten gut arbeitende Hoffenheimer gar nicht schlecht. Das ist der einzige Lichtblick den ich derzeit sehe, aber ohne eine funktionierende Defensive ist das nicht in den Griff zu bekommen.

  46. RJonathan sagt:

    Übrigens interessant: Im kicker werden sowohl Keller als auch Huntelaar deutlich freundlicher zitiert:

    http://www.kicker.de/news/fuss.....rauer.html

  47. ion sagt:

    man kann die Löcher in der Straße immer wieder flicken und nach ein paar Wochen sindse wieder da. Oder man knallt mal einen ordentlichen Untergrund hin und macht nen neuen Belag drauf. Ganz simpel gesprochen. Diese Flickschusterei, es ist doch zum verzweifeln. Als Übergangslösung installiert, hätte man ihn nach der Saison 12/13 ohne große Probleme wieder im Verein als Jugendcoach installieren können. Hätte man, wenn man sein Verbleib nicht an Platz 4 geknüpft hätte.
    Diese „beste Rückrunde aller Zeiten“ war sicherlich nicht nur Glück und das Pech der anderen. Aber die vergangene Saison sollte doch gezeigt haben, wie schwer es wird, da wieder hinzukommen. Sich daruf zu verlassen, dass die anderen schon Platz machen werden, wenn der FC Schalke 04 mal in Fahrt ist, puh, fragwürdig. Wir haben keinen Gegner zu keiner Zeit dominiert, ausgenommen die Anfangsphase des Derbys. Die anderen, die Ansprüche auf das internationale Geschäft haben, sind sicherlich nicht schlechter geworden.
    Ohne Ralf hätte das am Samstag eine richtige Klatsche geben können, die die Entwicklung im Verein vllt deutlich beschleunigt hätte.
    Und die Einwechslungen von Obasi sind ja inzwischen zu einem running gag geworden. Einen harmloseren Spieler haben wir nicht im Kader, er kommt trotzdem ständig. Das nur am Rande.

  48. ReinerEdelmann sagt:

    Dieses dumpfe Fordern, den Trainer zu wechseln oder seine öffentliche Darstellung zu kritisieren, l a n g w e i l t.

    Der Beskaz (Beste Kader aller Zeiten) ist nicht so stark, wie erhofft.

    Warum steht man aktuell nicht besser da?
    * Katastrophale Vorbereitung, deren Auswirkungen wir immer noch spüren
    * die Breite im teuren Beskaz fehlt
    * die anderen können auch kicken, verdammt noch ´mal!

    Schaut nach Hoffenheim, Gladbach, L´kusen, Augsburg, Mainz, Wolfsburg – glaubt ihr, unser Beskaz haut die einfach so weg?
    Nix, selbst in Bestbesetzung wird es da schwer! Die Saison ist jedoch ein Marathonlauf und wird erst nach 34 Spieltagen entschieden. Kopp hoch, Brust ´raus!

  49. leoluca sagt:

    Stichwort Marco Höger. Kann sein, dass er allgemein einen gebrauchten Tag erwischt hatte.

    Für wahrscheinlicher halte ich, dass die 6er bei diesem schlechten Umschaltspiel der Schalker Mannschaft die ärmsten Socken auf dem Platz sind. Der Druck auf das DM ist so hoch, dass ihnen Fehler unterlaufen, die sie vermutlich selbst nachher nicht mehr begreifen können.

  50. ReinerEdelmann sagt:

    …zudem wurden weiter oben die Zweitligazeiten angesprochen („…haben mehr Spaß gemacht…“). Watt?

    Wer in Solingen (beim Duell 19. [wir] gegen 20. [Union]), Kassel, Meppen, Aschaffenburg, Schweinfurt etc. etc. war, wird da aber stärkstens widersprechen! Das war da nicht prima, das war sch**ße! Aber Erinnerungen verklären…

  51. ReinerEdelmann sagt:

    @leoluca

    Höger: Kann sein – wahrscheinlicher ist, dass er einfach, vor allem psychisch, platt ist. Er hatte eine lange Verletzungspause (Kreuzbandriss), hat sich rangekämpft, war in der Vorbereitung verletzt und hat trotzdem seit dem 18.08. bereits wieder 8 Pflichtspiele absolviert – trotz weiterer Verletzungspausen.

  52. ion sagt:

    @Reiner:
    Du sagst, ein Grund für die derzeitige Situation ist die katastrophale Vorbereitung. Weshalb war die katastrophal? Und wer ist schlussendlich für die sportliche Leitung verantwortlich?
    Punkt 2: Die Breite im Kader fehlt. Klar gibt es Ausfälle, wenn die wieder fit sind, dann ist die Breite doch da.
    Punkt 3: Die anderen sind auf einmal so super? Und unser Kader, der weitesgehend seit Jahren so besteht ist auf einmal schlechter geworden?
    Versteh ich nicht so ganz.
    Und wieso es stumpf sein sollte, sich einen anderen Trainer zu wünschen, der nach fast zwei Jahren spielerischem Stillstand etwas bewegen könnte, das versteh ich auch nicht so ganz..

  53. ReinerEdelmann sagt:

    @ion,

    Du musst es ja auch nicht verstehen, ist meine Wahrnehmung der Dinge.

    Zu Beginn der Vorbereitung fehlten 9 Spieler, die nach dem Sommerturnier noch im Urlaub weilten.
    Dies waren z.T. Leistungsträger – Huntelaar, Choupo-Mouting, Draxler, Höwedes, Matip, mit Ausnahme von Barnetta aber alles Stammkräfte (Uchida, Kolasinac, Boateng). Farfan meldete sich zudem verletzt zurück.

    Anschließend zogen sich die Verletzten wie der rote Faden durch die Vorbereitung – ich glaube, Sane war der Erste, Goretzka legte direkt im ersten Testspiel nach.

    Weitere Verletzte in der Vorbereitung:
    Sam (öfters)
    Choupo-Mouting
    Kolasinac
    Uchida (fast komplett)
    Kirchoff (weitgehend)
    Obasi
    Giefer, dann zusätzlich Unfall
    Clemens
    Boateng (immer ´mal wieder)
    Dies ist nur ein Auszug!

    So kann man einfach nur schwerlich gruppen- und mannschaftstaktisch trainieren.

    Breite: Sicher, der Kader ist quantitativ gut besetzt. Es fehlt aber mindestens an Alternativen im offensiven Mittelfeld, an einem Huntelaar-Backup, einem starken Außenverteidiger rechts und einem torgefährlichen 6er.
    Schalke muss sich hier nach der Decke strecken, auch da viele teure Spieler (Barnetta, Obasi, Clemens, Fuchs) nicht die notwendige Leistungsstärke für gehobene Aufgaben haben. Rausschmeißen kann Keller sie aber nicht; im Gegenteil, angesichts der Misere braucht er sie beständig.

    Andere Mannschaften haben aufgeholt – SAP hat die Defensive gestärkt und hat in der Offensive u.a. Modeste, Szalai, Volland, Firmino; BMG hat vorne Raffael, Kruse, Herrmann, Hahn, Traore, Hrgota; bei Wolfsburg müssen wir nur warten, bis VW die PS des bärenstarken Kaders auf den Teppich bekommt. Die können alle gut kicken – vergleich das mit dem Beskaz. Wir _können_ fast alle schlagen, _können_ gegen viele aber auch verlieren.

    „Stumpf“ ist es für mich, dass dieses Fordern seltenst durch sinnvolle Alternativen unterfüttert wird. Wer soll es denn machen? Und was soll er machen?
    Meinst Du, momentan kann man viel bewegen? Es sind doch wieder etliche Spieler unterwegs, andere fehlen weiterhin, da nicht transportfähig. Und am 14.10. beginnt die nächste englische Woche. Taktisch kann man momentan nichts einstudieren, konditionell kann man auch nichts machen, der Trainer kann nur versuchen, in die Birne der Spieler zu gelangen.

    Merke: Einfache Antworten („Keller ´raus!“) auf komplexe Fragestellungen bzw. Zusammenhänge sind meistens…falsch.

  54. blues sagt:

    @ReinerEdelmann

    Danke, dass du das nochmals so klar zusammengefasst hast, bevor Effe bei einigen als als blauweiße Vuvuzela verkleidet, durch die Coachingzone trudelt…

  55. Mad sagt:

    Keller und Heldt dicke Stuttgarter Freunde.Stevens wäre nach 4.Spieltag geflogen.2Jahre kein System Rumpelfussball mit einem Wltklasse Torwart sonst hätte man Chl nie erreicht.Was die 2 aus Schalke machen unverantwortlich . Da wäre mir der Kranke Rudi noch lieber.Das Geschwätz nach jedem Spiel mit besser machen usw. kannst vergessen es langweilt

  56. blues sagt:

    „Was die 2 aus Schalke machen unverantwortlich . Da wäre mir der Kranke Rudi noch lieber.“ (@mad)

    Der hat, wie ich das sehe, die vielen Schulden, die Heldt, Keller und den ganzen Verein im Hier und Jetzt massiv einschränken, erst gemacht, sie dann versteckt, und dann am Ende wohl vergessen, dass und wo er sie versteckt hatte…

    Seit anderthalb Jahren werden sie nach und nach ausgebuddelt:

    „..der Aufwand für Spieler, Trainer und Betreuer betrug
    im ersten Halbjahr 2014 54,4 Millionen Euro (1. Halbjahr 2013:
    44,3 Mio. Euro)“ (@Christian)

  57. ion sagt:

    @Reiner:
    man könnte zum Beispiel seine Mannschaft so einstellen, dass sie nicht zum zweiten mal bei einem konterstarken Gegner ins offene Messer rennt, weil man meint, man könne dem Gegner sein Spiel aufzwingen. Was hindert Keller daran, erstmal die Defensive zu stabilisieren und nicht unentwegt das Heil in der Flucht nach vorne zu suchen?
    Und es war ja nun nicht die erste Saisonvorbereitung, die man mit ihm hatte.
    So leid es mir tut, aber Keller mal machen lassen und es wird schon irgendwie, das greift bei mir nicht mehr.
    Die Vorkommnisse der letzten Wochen und Tage zeigt ja anscheinend deutlich, dass es gärt, auch mannschaftsintern. Wieso kommen ausgerechnet jetzt Internas raus? Wieso wird jetzt die Kritik lauter?
    Innerhalb von zwei Wochen kann man natürlich keinen Kader auf links ziehen und danach den geilsten Fussball zeigen. Wenn allerdings konditionelle Probleme nach dem 7 Spieltag auftreten, jo, da liegt dann aber auch einiges im Argen, oder ist das normal?

  58. Martin sagt:

    @ReinerEdelmann

    Was ich immer nicht verstehe, so viele neue Spieler sind ja vor der „Seuchenvorbereitung“ ja auch nicht dazugekommen. Und ich kann einfach nicht glauben, dass es bei dem Spielern die schon etwas länger dabei sind eine Reset-Taste gibt. Wenn Keller seine taktitischen Konzepte nicht total geändert hat sollte da doch was aus den letzem Jahr hängen geblieben sein. Gerade was die Abwehr und das defensive Mittelfeld angeht, das sind die gleichen Spieler.

    Natürlich kann man jetzt mit den Verletzten argumentieren, aber ich bleibe bei meiner Meinung. Wenn man doch ein klares System spielen möchte, pressing blablabla, dann muss das doch auch der Ersatzverteidiger das mal im Training mitbekommen haben, die sind schließlich auch schon länger dabei.

    Darüber hinaus, das habe ich glaube ich auch schon mal geschrieben, gehört es zu einem guten Trainer, dass sein Konzept umsetzbar ist von den Spielern die da sind. Wenn die Spieler es wiederholt nicht schaffen mit der Umsetzung ,habe ich doch die Pflicht was anderes zu versuchen und wenn es ist wir stehen erstmal sicher hinten drin …

    Niemand möchte einen Effe an der Linie rumhampeln haben, aber nur weil es keine gute Alternative gibt kann man ja nicht so tun als wäre alles toll.

  59. Grieche sagt:

    @RJonathan und kicker:
    Seit ich mich erinnern kann, berichtet der kicker freundlich von Keller. Ich fand das immer positiv weil sachlich, teilweise aber auch ein bißchen „blind“.

    Was den Trainermarkt angeht, der angeblich leer ist: Warum muss der Trainer aus Deutschland kommen? Ich bin mir sicher, dass es im Ausland gute arbeitslose Trainer gibt. Siehe aktuell Mainz und Köln, deren Trainer aus dem Ausland kommen und Erfolg haben. Das Argument mit dem leeren deutschen Trainermarkt ist meines Erachtens kein richtig gutes, denn es ist irgendwie logisch, dass gute Trainer nicht bzw. nicht lang arbeitslos sind.

  60. ReinerEdelmann sagt:

    @ion & Martin

    1. Ich bin aus diversen Gründen kein großer Keller-Freund; daher habe ich gar keine Lust, ihn zu verteidigen. Nur fair sollte man mit dem Trainerteam umgehen.

    2. Wer irgendwann ´mal auf einem akzeptablem Niveau gekickt oder trainiert hat weiß, dass schlechte Stimmung stets in schlechten Phasen aufkommt – es gibt keine 11 Freunde. Warum Interna nach draußen dringen? Sicher nicht wegen Keller, ist aber konsequent schalkig.

    3. Stichwort System: Ich _vermute_, Keller spielt weiterhin besonders gerne 4-2-3-1, da dies bisher erfolgreich war und wenig Zeit in der Vorbereitung blieb, Alternativen einzustudieren (wann? Mit wem?).

    4.ion/“Heil in der Defensive“: Dies sind wohlfeile, weil post-Niederlage gemachte Aussagen. Eine Antwort habe ich selbstverständlich nicht; ich weiß nur, dass Keller im kleinen Finger mehr Fußballverstand hat als Du und ich zusammen und er sich etwas dabei gedacht haben wird. Zudem: Gerne wird Keller doch als zu zaghaft, zu ängstlich dargestellt, oder nicht?

    5. Niemand behauptet _ernsthaft_, es gäbe konditionelle Probleme, oder täusche ich mich?

  61. ion sagt:

    so leid es mir tut, aber man hatte zwei Sommervorbereitungen und anderthalb Wintervorbereitungen und das einzige griffige System soll ein 4-2-3-1 sein?
    Die einzig relevante Frage ist doch schlussendlich, wie viel Zeit hat er noch, die Mannschaft auf die Beine zu bekommen. Dass das nu so langsam mal geschehen muss, darüber brauchen wir ja nicht zu diskutieren.
    Ich sage nicht, dass Keller der alleinige Schuldige ist. Aber mir kommt es so vor, als trifft er inzwischen vermehrt „falsche“ Entscheidungen.
    Alles in allem sehr ermüdend ohne schnelle Aussicht auf langfristige Verbesserung.

  62. Carsten sagt:

    Christoph Daum, Martin Jol oder Christian Gross wären verfügbar, oder?

    natürlich auch ein Doll, Babbel, Fink, Effe und nicht vergessen unser Lodda

  63. blues sagt:

    @ion

    „… und das einzige griffige System soll ein 4-2-3-1 sein?“

    Es ist blöd, aber Huntelaar irrt in einem 2-Stürmer-System durch das Angriffsdrittel, dass es nicht mehr schön ist. Da bleiben dann nicht mehr so sehr viele Varianten übrig, die man ohne pfeilschnelle Flügelstüremer und spielende Mittelstürmer auf den Platz bringen kann. Oder, in welchem System würdest du den aktuellen Kader aufstellen und spielen lassen?

  64. RJonathan sagt:

    @blues
    Da wäre ich mir heutzutage nicht mehr so sicher. So oft wie er sich inzwischen fallen lässt und Positions-Tausch betreibt könnte er inzwischen fit für’s zwei Stürmer-System sein.

  65. blues sagt:

    @hoffedocS04

    Immer wenn Hoffenheim starke Hinrunden spielt, bleibe ich völlig entspannt!

    Was deine Interpretation der Skysendung in Bezug auf Keller betrifft, halte ich sie schlicht für tendenziös. Der Ruhrbaron (was für ein Blogname!)kommt der Sache schon etwas näher. Für mich gibt Keller freundliche Antworten auf Fragen, die auf eine unverschämte Art und Weise gestellt wurden. Das spricht aus meiner Sicht also eher gegen das Niveau dieser Talkdauerwerbesendung und des Moderators, als gegen Jens Keller.

    Aber egal wer kommt, ob Tuchel als zorniger Heiland oder Effe als tanzende Vuvuzela,meinen Spass werde ich mit beiden haben. Aber obs dem Spiel hilft?

  66. pfefferstreuer sagt:

    @Carsten,
    aus unbeteiligter Eintracht-Perspektive muss es ja schon sehr schlimm sein,wenn Dir schon solche Perspektiven durch den Kopf gehen…;-(((
    Im Übrigen wäre ja auch noch Bernd Schuster „alias der blonde Engel“ im Angebot… ;-.))

  67. blues sagt:

    @RJonathan

    Kann ich nachvollziehen. Meine Vermutung ist, Keller hätte das mit Choupe-Moting und Huntelaar gemacht, wenn es funktionieren würde. In der niederländischen Nationalmannschaft haben die das auch nicht mit Huntelaar als Doppelspitze gespielt.

    Vielleicht ist ja auch Draxler das Problem. Kommt ja öfter bei ihm vor, dass er nicht nach hinten arbeitet. Wenn dann hinter ihm auch noch Fuchs absichert…

    Keller könnte auch ein 4 4 1 1 probieren, mit Draxler als MS und Choupo-Moting auf links.

    Ich lasse mich überraschen, wie aufgstellt wird, wenn Höwedes und Kirchhoff zurückkommen.

  68. Torsten sagt:

    @blues:

    Du hast Dich ziemlich auf Huntelaar eingeschossen, m.E. tust Du ihm damit aber unrecht. Er schafft Räume von denen seine Nebenleute profitieren und er bereitet auch Chancen vor. Wie er bspw gleich zu Beginn in Hoffenheim den Ball für Choupo durchlies und ihm damit eine hervorragende Chance servierte war ja kein Zufall, sondern eben sehr gutes Spielverständnis. Natürlich ist er ein typischer Strafraumspieler und Chancenabnehmer, aber auch außerhalb des Strafraums ist er keine solche Eierfeile, als die Du ihn hier regelmäßig darstellst.

    Choupo übrigens fand auf rechts überhaupt nicht statt. Irgendjemand schrieb das hier letztlich schonmal, und das Spiel in Hoffenheim hat das bestätigt. Er kam immer dann ordentlich ins Spiel, wenn er in die Mitte zog. Auf dem Flügel fehlte er völlig, was auch für Uchida schlecht war. Choupo ist dort falsch eingesetzt.

  69. leoluca sagt:

    Huntelaar. Dass Schalkes Spiel nicht auf ihn als Stoßstürmer ausgerichtet ist, konnte man in Hoffenheim wieder sehen.

    Der Hunter hing in der Luft, weil Schalke es nicht schafft, gegen solche Mannschaften die Bälle schnell durch die Mitte in die Spitze zu spielen. Meyer hält die Bälle zu lang statt sie schnell nach vorn oder auf die außen zu spielen. Choupo kann vieles, aber nicht Rechtsaußen, und Julian Draxler geht wie immer nicht über links, um ins Zentrum zu flanken oder zu passen, sondern zieht meist früh Haken schlagend in die Mitte, die dann aber oft schon dicht ist.

    Für mich alles Anzeichen dafür, dass es keinen Plan gibt und dass unser Offensivspiel auf den Zufall der starken Einzelleistung baut, die es ja auch in Hoffenheim durchaus gegeben hat. Nur reicht das gegen einen gut organisierten Gegner bei weitem nicht.

    Im Moment kann ich mir schlecht vorstellen, dass es zu einer Vertragsverlängerung mit Huntelaar kommt, wenn Jens Keller unser Zukunftstrainer sein sollte.

  70. hoffedocS04 sagt:

    @Erle 72
    ;-))

    @ion
    „Obasi“: ;-))

    @Reiner Edelmann
    Doch, es gibt Hinweise auf konditionelle Probleme. Einmal Konzentrationsschwächen wie die von Höger im Spiel gegen die TSG (es gibt z.B. die Theorie, dass Doping im Fußball in erster Linie der Steigerung der Konzentration unter körperlicher Belastung dient und weniger der Steigerung der körperlichen Leistungsfähigkeit an sich. Das lässt Umkehrschlüsse zu) und dann die überzufällig vielen muskulären Verletzungen im Schalker Kader.

    @blues(mein Freund°^°)
    „Immer wenn Hoffenheim starke Hinrunden spielt, bleibe ich völlig entspannt“, schreibst Du.
    Du wirst lachen: ICH auch;-))

    „Bericht..tendenziös..“
    Nö, aber subjektiv. Die Fragen fand ich allerdings eher äußerst schonungsvoll. Da hätte man ganz anders rangehen können.

  71. Carsten Siegfried sagt:

    @pfefferstreuer
    der Markt ist also leergefegt…

    also? Peter Hermann, jetziger Co. als Notcheflösung bis zum Saisonende und dann wirklich einen neuen guten Cheftrainer verpflichten!

    und über HH muss sich CT auch Gedanken machen

  72. blues sagt:

    @Torsten.
    Choupo – sehe ich genauso

    Huntelaar – so krass meine ich das nicht. Ich finde nur, dass er zu häufig außerhalb der Kritik steht und das halte ich für nicht gerechtfertigt. Als Person finde ich ihn ganz sympathisch, als Spieler mannschaftsdienlich und als Stürmer im Strafraum Weltklasse.
    Seine Stärken liegen im Strafraum, auf dem Weg kann er uns nur bedingt helfen. Für das schnelle Umschalten in jedem Pressingsystem fehlt im die nötige Grundschnelligkeit. Da unterscheiden wir uns in der Einschätzung seiner Wirkung. Auch wenn er Räume schafft,was ich auch manchesmal sehe, bisher kann diese Räume kaum ein Mitspieler nutzen. Vielleicht ist es das angesprochene Problem mit dem Doppelsturm, vielleicht ein Problem in der Anweisung zur Erarbeitung der Laufwege.

    Ich glaube, dass er nur mit einer situativ „risikoreichen“ offensiven 3er-Kette häufig genug weit vorne so in Szene gesetzt werden kann, dass er ein Tor erzielt.

  73. Rjonathan sagt:

    @Chuopo auf rechts
    Ja stimmt! Hatte ich auch schon gegen Maribor angemerkt, dass ich den Seitenwechsel für ihn nach einer starken Partie gegen Dormund einfach nicht nachvollziehen kann. Wieso nicht mal Chuopo links, Draxler zentral, Clemens rechts von Anfang an?
    Chuopo arbeitet auch besser nach hinten als Draxler…

  74. Malte sagt:

    Noch mal zu der Länderspielpause: Soweit ich das überblicken kann sind außer Fuchs keine Defensivspieler unterwegs, inklusive Doppel-Sechs. Und der eine oder andere Verletzte kommt vielleicht zurück. Gerade auf diesen Positionen hat zuletzt der Schuh gedrückt. Kann eigentlich nur gut tun.

  75. steigersohn sagt:

    Jens Keller ist ein weitaus besserer Trainer, als es sich die meisten hier selbsternannten Taktik-Füchschen denken können.
    „Dieses dumpfe Fordern, den Trainer zu wechseln oder seine öffentliche Darstellung zu kritisieren, l a n g w e i l t.“ und erzeugt in mir die Idee – ohne jemanden beleidigen zu wollen, dass, je vehementer dieses Fordern ausfällt, desto schlechter sein eigenes fussballerisches Können seien könnte. Natürlich kann ich mir noch Ausnahmen hierzu vorstellen: Zum Beispiel Personen, die erfolgreich Profi-Fussball spiel(t)en, die jedoch dennoch keine Ahnung von Fussball haben. Aus dem Zusammenhang: „[I]ch weiß nur, dass Keller im kleinen Finger mehr Fußballverstand hat als Du und ich zusammen und er sich etwas dabei gedacht haben wird.“ – das ist der Gedanke, welcher hier den Meisten fehlt. Ich finde Jens Keller super und sehe auch, dass er hervorragende Arbeit leistet.

    Nein, man muss nicht alles gut finden. Aber, wenn denn in Medien wenig verstanden werden will, dann muss man die Idiotie doch nicht übertrumpfen wollen. Wir haben viele Ausfälle. Einige davon fehlen sehr merklich, sie können von ihren guten Ersatzspielern nicht ersetzt werden.
    Taktik im Fussball ist interessant und deshalb gerade anscheinend besonders trendy – aber auch ganz klar überbewertet. Man sucht nach Namen wie zum Bsp. „Dominanzfussball“, eine Mannschaft steht für schnelles Umschaltspiel, eine Andere für Pressing: Hauptsache ist, man hat was zu labern. Ein „Konzept“ muss nicht nur erkennbar sein, nein, es muss sich benennen und die Mannschaft zu einer Figur eines Films mutieren lassen, es dient der Unterhaltung. Das ist nicht übertrieben.
    Und immernoch ekelhaft ist: Die Person bzw. Figur Jens Keller ist nicht untauglich für Medien, sie ist in einer bestimmten Weise sogar sehr tauglich. Zu viele hier, finde ich, machen sich Keller zum Sündenbock. Nur meine Meinung, mir geht es jetzt schon besser ;)

    Übrigens halte ich „Pressing“ für ne klasse Antwort!
    Zur Zeit/im Augenblick scheint es zwar nur ein Wunsch zu sein (- es ging ja um Geltung), aber ich bin der Meinung, dass dieses Stichwort immernoch und vielleicht sogar mehr denn je eine Antwort und Inspiration für allzu „taktik“-verliebte Grobmotoriker/“Experten“ unter den Fans darstellt.
    (Es wurde in Verbund mit „Maschiene“ in Lüdenscheid auch bereits als Hipster-Abendprogramm-Blockbuster-Megatitel erprobt.;))
    Farfan fehlt!

  76. Ralle sagt:

    Wer wird nachfolger?

  77. Schalke ist jetzt anders nicht komplett sagt:

    […] Schalkes Spiel nicht komplett sei, dass Schalke nur 50% gut könne, formulierte ich bereits nach dem letzten Spiel unter Jens Keller. Daran konnte sich in 18 Tagen seit dem Trainerwechsel […]

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