Pluspunkt Darstellung

Gestern wurde Roberto Di Matteo auf Schalke vorgestellt. Seine erste Pressekonferenz dauerte rund eine halbe Stunde. Kurz darauf gab es für ihn in den sozialen Netzwerken Lob im Sekundentakt. Herr Di Matteo wirkte außerordentlich smart. Natürlich saß sein Anzug. Er lächelte viel und wusste den einen oder anderen kleinen Scherz einzubinden. Er hielt durchaus Distanz, blieb die ganze Zeit über sehr ruhig. Aber er antwortete sehr präzise und kam vollkommen ohne Phrasen aus. Wenn er eine Frage nicht beantworten wollte, sagte er das auch so, trotzdem blieb er nichts schuldig. Wenn jemand zuvor keine Meinung zu Roberto Di Matteo hatte und sich diese Pressekonferenz ansah, war er fortan positiv gestimmt. Mehr kann man auf einer Vorstellungs-Pressekonferenz kaum leisten.

Horst Heldt sagte vor anderthalb Jahren mal, dass er es schade finden würde, dass die Öffentlichkeitsarbeit von Trainern so wichtig genommen wird. Es ginge doch eigentlich nur um die Arbeit auf dem Platz. Viele Fans formulieren es ähnlich. Auch in diesem Blog gibt es Kommentare zu finden, in denen manchen Trainern eine Art Schauspielerei vorgeworfen wird. Wichtig sei nur die Einstellung der Mannschaft, die Öffentlichkeitsarbeit sei zu vernachlässigen, heißt es da.

Nein. Man kann es schade oder meinetwegen auch falsch finden, aber man wird es nicht ändern. Ein Trainer ist auch ein Darsteller, nicht im Sinn von Schauspieler, sondern im Sinn des Darstellens, des Präsentierens seiner und seines Clubs. Der Trainer ist „das 1. Gesicht“ eines Clubs. Die Darstellung eines Trainers bedingt das Ansehen und die Stimmung rund um seine Arbeit.
Das ist nicht das Wichtigste. Das Wichtigste ist der Fußball, sind die Ergebnisse, ist das Spiel. Aber es ist eben auch wichtig. Wer souverän auftritt, seine Ansichten vermitteln und mit seiner Art seinen Gegenüber für sich einnehmen kann, hat’s leichter. Auch privat, in einer Führungsposition wie der eines Fußball-Coaches erst recht. Eine gute Darstellung ist ein Pluspunkt.

Diesen hat Roberto Di Matteo bis auf Weiteres schon mal auf seinem Konto.



Die Pressekonferenz zur Vorstellung Roberto Di Matteos kann – auch ohne Abonnement – bei s04.tv nachgeschaut werden:
Hier.



40 Kommentare zu “Pluspunkt Darstellung”

  1. McP sagt:

    Sehr fleißig der Herr Wieland. Danke für den Hinweis, werde ich mir gerne ansehen.

  2. blues sagt:

    Ja, Roberto die Matteo schaffte es scheinbar mühelos aus seiner ersten Pressekonferenz eine wirklich gute Performance zu machen!

    Seine Aufführung hat mir so gut gefallen, dass ich dachte, Mann, wenn das Spiel mal schlecht war, schaust du in Zukunft als Ausgleich einfach noch die sich anschließende Aufführung „PK nach dem Spiel“ an. Wenn es Roberto Di Matteo auch in Zukunft gelingt, solch gute Aufführungen im Schalker Schacht hinzulegen, bietet es sich bei einer spielerisch schlechten Schalker Phase oder bei einer Niederlagenserie wahrscheinlich sogar an, das Spiel selbst auszulassen und direkt nur die „PK mit Roberto DI Matteo“ zu gucken.

    Spass bei Seite – auf seine Ausführungen zu kommenden Spielen, Gegnern und Taktiken darf man sich schon mal freuen.

  3. Carsten sagt:

    meine Güte… nach den letzten gestammelten PK´s war das eine Freude zu zuhören

  4. Cocktailmixer sagt:

    Ich stimme da vollkommen zu. Ich frage mich nur, wieso man ihn dann noch zusätzlich in übertriebener und protziger Heiland-Pose in der Arena zu Schau stellen muss!? In meinen Augen vollkommen überflüssig. Mag ja Geschmackssache sein, aber weniger ist da für mich eindeutig mehr…

    Glück auf!

  5. Henning sagt:

    Ich bin auch sehr beeindruckt. Ein ruhiger, sachlicher Typ, der aber auch die Botschaft ausstrahlt, dass man mit ihm keinen „Bullshit“ treiben kann. Von dieser ruhigen und – ich nenne es mal: „gefährlichen“ Ausstrahlung her, erinnert er mich sogar ein bisschen an Magath, was insoweit uneingeschränkt positiv gemeint ist.

  6. eakus1904 sagt:

    Ich würde dir in soweit widersprechen, dass die Aussendarstellung nicht wichtig ist, solange man gewinnt. Ich stimme dir aber zu, dass man es damit leichter hat, sollte es mal eine Phase geben, in der die Ergebnisse nicht stimmen.

    Der erste Eindruck stimmte gestern, Herr di Matteo (ich will immer di Ospeo sagen, keine Ahnung warum :-) ) kam sehr sym­pa­thisch rüber.

  7. leoluca sagt:

    Eine überzeugende Vorstellung des neuen Trainers, der eine feine Mischung aus Understatement, Präzision und Esprit präsentierte. In der Tat: er kam ganz ohne Phrasen aus.

    Das Plädoyer von Torsten für eine gute Öffentlichkeitsarbeit teile ich voll und ganz. Es geht um die Kunst der Darstellung.

    Stichwort Understatement: ein bisschen viel „ein bisschen“ vielleicht.

  8. Carlito sagt:

    @eakus1904:

    … Herr di Matteo (ich will immer di Ospeo sagen, keine Ahnung warum :-) ) …

    You made my day, Henning! ;) (Aber is nicht so, dass diese Assoziation auch für nicht tatsächlich nahe liegt… :) )

    @Torsten: Ja, vielleicht muss ich Dir rückwirkend wirklich mal Recht geben. Das sich gut verkaufen/darstellen können, scheint – auch bei mir – seine Wirkung nicht zu verfehlen. Ich vermute, man hat es zumindest eine gewisse Zeit lang leichter, wenn es mal nicht zu richtig rund läuft. Selbst in unserem Club. Hier teile ich die Einschätzung von eakus1904.

    Und auch Henning möchte ich hier beipflichten: es erinnert tatsächlich etwas an Magath. Und auch ich meine diesen Aspekt durchaus positiv. Denn auch FM hatte es ja lange Zeit auch noch relativ ruhig, obwohl es schon nicht mehr so recht lief. Und er ließ sich nicht zum Spielball der Medien machen. Diese Einschätzung habe ich jetzt schon von RdM, dass dies bei ihm auch so schnell nicht passieren wird.

  9. Stefan sagt:

    Moin!
    Sehe ich genauso, Torsten.
    Auch die Spieler bekommen mit, wie sich ein Trainer öffentlich präsentiert und verkauft.
    Erzeugen seine medialen Auftritte ein souveränes, starkes Echo, wird er sicher auch von den Spielern besser akzeptiert.
    Mehr noch, bietet der Trainer den Medien keine Schwächen, lastet mehr Verantwortung auf den Spielern, denn der Trainer wird dann seltener für schwache Leistungen zum Sündenbock gemacht. Alles Psychologie des Geschäfts.
    Hab’s leider nicht sehen können und war ehrlich gesagt auch etwas enttäuscht, dass es nicht Tuchel wird.
    Bin aber jetzt auch positiv gespannt auf dM. Wie schreibst du immer so schön….
    Ma gucken!
    ;-)

  10. derwahrebaresi sagt:

    Herr di Matteo (ich will immer di Ospeo sagen, keine Ahnung warum :-) )…

    … seufz, das waren noch zeiten.

    „Dios Mios Fußballgott“

    :-)

  11. Torsten sagt:

    Hab’s leider nicht sehen können

    Oben, unter dem Text, zwar ganz klein aber trotztdem, der Link:
    Lässt sich jederzeit in Ruhe nachschauen. Lohnt sich m.E.

  12. Linksaussen sagt:

    Wenn der Trainer das 1. Gesicht eines Klubs ist, passt di Matteo dann überhaupt zu Schalke?

  13. Mario sagt:

    Hallo
    Stefan, Du hast recht.
    Der Mechanismus ist doch ganz einfach:

    Da kommt jemand her, müder Blick, graue Haare, nuschelnde Stimme ohne Esprit, grammatikalisch nicht immer ganz astrein, der obendrein von dem was er sagt, auch nicht absolut überzeugt wirkt.
    Was denken alle?
    Pfeife! Von Dir laß ich mir gar nix sagen. Aber gut, dass Du immer das Schauer nach unseren Scheißspielen abkriegst!
    Opfer! Ein gefundenes Fressen für die Presse.

    Dann kommt jemand, adrett gekleidet, mit einem schelmischen Grinsen, der weiß, was er will und das auch genau so artikuliert. Dem man anrechnet, daß er die deutsche Sprache gut spricht, und ihm dennoch einen sprachlichen Fauxpas nachsieht, weil er ja „nur Italiener“ ist.
    Hier und da ein kleiner Scherz, im Kern der Aussagen aber klar. Und obendrein mit einem Titel im Gepäck und der (meiner Meinung nach) selbst erworbenen Auszeichnung, einen Schmierfinken auch mal wie einen Schuljungen stehen zu lassen.
    Rumms.
    Und dann, was denken alle?
    Hui, der weiß, wie´s zu laufen hat.
    Dem tanzen wir nicht auf der Nase herum.
    Den frachste mal lieber anständig, sonst krisse gar keine Antwort.

    Wer hat mehr Ahnung, Berti Vogts oder Kaiser Firlefranz?
    Wer hat mehr erreicht, wem lag der Boulevard zu Füßen?

    Ich weiß, das ist sehr schwarz-weiß, aber im Kern ist es doch so.
    Die Art, wie Du Dich präsentierst, ist ganz entscheidend dafür, wie Du die Leute dazu bringen kannst, Dir zu folgen.
    Mir ist es zunächst mal herzlich egal, wie die Presse das findet, aber die Spieler erkennen in ihm hoffentlich einen Fachmann, dessen Philosophie sie folgen.
    Und das ist das, was letztendlich einen guten Trainer ausmacht, was Jens Keller offenbar leider nicht konnte, und weswegen er für mich kein guter Bundesligatrainer war.
    Deswegen halte ich die Selbst-/Außendarstellung eines Bundesliagtrainers für eine seiner wichtigsten Qualifikationen überhaupt.

    Und abschliessend: wie ist die hier vorherrschende Meinung zu Effenberg, Matthäus, Babbel, Skibbe, Röber?
    Entweder Chaoten, die durch ihr Privatleben in der öffentlichen Wahrnehmung umherlichtern, oder Dackelblicke, deren Vereine mir immer leid getan haben, weil sie solche Trantüten verpflichtet hatten.

    Nun bleibt abzuwarten, was di Matteo in den ca. 10 Tagen kurzfristig bewirken kann, und vielleicht können wir zum Ende der Hinserie schon was erkennen.
    Danach ist bald Frühling, und da keimt ja dann alles, auch die Hoffnung!

    Grüße,

    Mario

  14. dreiköpfiger Affe sagt:

    Ich finde die PK ebenfalls äußerst gut, eloquent und ein wenig lustig.

    Ich muss Linksaussen aber rechtgeben, ein Typ fürs Fensterbrett im Ruhrgebiet ist er nicht.
    Aber muss er dass? Auch die junge Schalker Generation ist es nicht…und auf einer Wellenlänge mit den Fans sein ist glaube ich kein „Was wir von dir erwarten“ Punkt in der Bewerbungsanzeige.
    Da würde die Auswahl der zur Verfügung stehenden Trainer auch radikal schrumpfen. Und Pedda Neururer hat ja schon einen Job… ;-)

  15. Lutt sagt:

    Die Darstellung und die PK fand ich auch gut. Hab’s mir heute morgen im Auto angehört.
    Aber ich verspüre hier einen etwas weichgelutschten, sehr generellen, überwiegend postivien Ton, deswegen möchte ich mal ein bisschen auf die Sache eingehen bzw., was mir aufgefallen ist:

    Das war die blödeste Frage:
    -> „Was ziehen Sie zum ersten Schalke Spiel an“ – interessiert das einen?

    Das fand ich unglücklich:
    -> „Wenn ich arbeite, interessiert meine Familie mich nicht“ – das schreiben wir mal in die Kategorie ‚unglückliche Formulierung‘ ;-)
    -> „Ich habe viel Fußball geschaut und mir einige Systeme angeguckt. Außerdem habe ich Kurse besucht…“ – auf die Frage, wie er sich weitergebildet hat. Die Aussage war doch sehr unkonkret. Mich hätte wirklich interessiert, was konkret an Fortbildung gemacht wurde. Jetzt habe ich den Eindruck, er hätte auf der Couch gesessen, Fussi geguckt und einen VHS Kurs besucht ;-/

    Das fand ich super:
    -> „Absolut – ich habe in meiner Vergangenheit immer junge Spieler integriert, wenn sie denn Talent hatten“ – die Aussage muss er so machen, besonders gefallen hat mir aber, dass es sehr authentisch und ohne Denkpause rauskam.

    Generell hat er sich sehr bedeckt gehalten und ist selten konkret geworden. Aber das ist am ersten Tag völlig ok und beeindruckend, wenn es denn ein kalkuliertes Vorgehen war. Zudem hat er analytisch die Fragen aus den Vorträgen der Reporter herausgefischt und diese beantwortet, was mir vom Typen her besser gefällt, als Trainer, die abschweifen und Monologe halten, ohne die eigentliche Frage zu beantworten.

    Es gab noch einige Fragmente der PK, die aber ja schon in den Boulevardzeitungen plattgetreten werden.
    Alles in allem ein gelungener erster Auftritt (jetzt mach ich auch schon so ein weichlutsch). Ob ein Trainer medial souverän auftritt, zeigt sich sowieso erst beim ersten Gegenwind… (hoffentlich nicht so bald ;-))

  16. bernd sagt:

    Passen den Diego Simeone und Arsène Wenger zu ihren „Arbeiterclubs“?
    Die dauernde Beschreibung des Vereins als Chaosclub, ist doch genauso eine Stigmatisierung, wie die Behauptung auf Schalke müssten die Trainer Schnauzbart und Ballonseide tragen. Natürlich ist das alles ein Teil einer gewissen Folklore, die auch ihren Hintergrund und Reiz hat. Ich komme nicht aus dem Ruhrgebiet, aber ich schätze die Menschen sehr. Ich schätze vor allem die direkte Art, die Ehrlichkeit und die Toleranz. Wenn hinter der Fassade auch ein guter Inhalt steckt, ist die Fassade nebensächlich (und das ist leider nicht überall so).

  17. ion sagt:

    am geilsten war die Frage nach der uralten Story zu „Pol Gasgäng“…
    sehr souveräner Mann.
    Es werden sich nicht wenige umschauen. In der Mannschaft und in der Medienlandschaft.

  18. Grieche sagt:

    Eine Phrase hab ich gefunden: „Ich habe mit meinen Mannschaften immer versucht einen Fußball zu spielen, der erfolgreich ist.“
    Na, da ist er bei uns richtig.

  19. Ney sagt:

    „Robbie“ muss nicht ins Ruhrgebiet passen, der
    zieht ja wohl eh nach Düsseldorf.

    PKs kuck und hör ich mir zwar nicht an, habe ich
    auch bei früheren Trainern nie getan, aber die Presse
    scheint ja begeistert zu sein (z.B. Süddeutsche
    Zeitung von heute).

    Nach dem teilweise schwer gekränkten Aufschrei,
    auch hier, angesichts der Bösen_Und_Inkompetenten
    [tm] Berichterstattung über Schalke ist das vielleicht
    einfach mal ein Trostpflaster.

    Aber was gilt das alles im Vergleich zum Ergebnis
    des nächsten Spiels…

  20. deuserband sagt:

    Auch auf mich macht er einen sehr sympathischen Eindruck, aber ich glaube, ich möchte nicht in der Nähe sein, wenn er seine Ruhe verliert, speziell im Fall, dass er sie wegen mir verliert…hat etwas Bedrohliches hinter seinem Lächeln der Gute.

  21. Detlef (Doktor_d) sagt:

    Dank des Links oben hab ich die ersten bewegten Bilder von di Matteo gesehen. Die ersten auf Schalke.

    Was und wie er sagt gefällt mir, jetzt muss nur noch das Spiel der Mannschaft auch gefallen, oder zumindest die Ergebnisse.

    Ich habe Hoffnung das es auch so kommt, aber die hatte ich unter Jens Keller auch nie(selten) verloren.

    Im Gegensatz zu Jens hat Roberto einen wesentlichen besseren Start und das ohne auch nur ein Spiel gecoacht zu haben.

  22. swe sagt:

    Was taktische Fragen angeht, fand ich ihn schon bei der ersten PK und dem ersten Interview mit Jörg Seveneick konkreter als Jens Keller es 21 Monate lang war.

    Gut, man könnte es bei Keller als Medienstrategie auslegen zu Taktik grundsätzlich nichts konkretes zu sagen, was ich als akzeptieren kann.

    Mich persönlich beruhigt es aber schon, wenn der Trainer am ersten Tag direkt benennen kann, wieso die Mannschaft nicht die erwarteten Ergebnisse abgeliefert hat: Zu individualistische Spielweise, zu wenig/keine Struktur im Spiel miteinander) und wo er als erstes ansetzen will (Selbstvertrauen wieder aufbauen und defensive Organisation etablieren)

  23. Markus sagt:

    Ich war gestern bis spät abends unterwegs und habe erst eben in der Mittagspause die PK gesehen.

    Ein erfrischender Stil: sachlich, abgeklärt, mit einem Schuss Witz und er kann auch freundlich aber bestimmt nein sagen (HH hat zu Beginn ähnlich agiert. Da darf er sich gerne wieder mehr inspirieren lassen). Es gab keinen Zweifel daran, wer die halbe Stunde Chef im Ring war. Mal schauen, wie er unvorbereitet, unmittelbar nach einem Spiel agiert.

    Interessant auch die versammelte Journalistenschar, die sich monatelang über die fehlende taktische Konzepte auf Schalke die Finger wundgeschrieben haben. Da hat auch Herr di Matteo gestern – außer den Allgemeinposten, dass er Wert auf defensive Stabilität legt und seine Teams viele Tore geschossen haben, sowie die Nennung von zwei, drei taktischen Standardaufstellungen – mal annährend null zu gesagt. Und hat’s irgendjemanden gestört? Trotzdem hingen alle an seinen Lippen. Was so ein schelmisches Grinsen doch ausmachen kann. Ein Toast auf unseren Sportjournalismus! Das kann Herr di Matteo gerne weiter so handhaben. ;-)

  24. CarWal70 sagt:

    Die PK, top. Di Matteo, smarter, sehr guter und überzeugender Eindruck. Bleibt abzuwarten was er mit der Mannschaft ‚anstellen‘, oder besser wie er die Mannschaft einstellt. Aber wie so viele Schreiber vor mir, traut man dem Trainer Di Matteo allein vom Auftritt (PK) her, viel mehr zu als Herrn Keller. Ich bin kein Freund davon, immer nur den Trainer den schwarzen Peter zu geben, aber bei Herrn Keller, glaube ich, dass er die Mannschaft nicht wirklich erreicht hat. Und die Mannschaft, die letzte Rückrunde auch mindestens genau so gut, ohne einen Trainer am Rand geschafft hätte. Weil wir viele gute Spieler haben….
    Ich wünsche es dem S04 und den Fans, mir auch, das wir nun endlich das bekommen was wir verdienen ;-)
    Viel Erfolg Di Matteo und Glück Auf.

  25. Guybrush Threepwood sagt:

    Ein wenig bemitleidet habe ich ihn aber schon.
    Sich zur Vorbereitung auf unsere Mannschaft die Aufzeichnung all unserer letzten Spiele anzutun.
    Chapó.
    Dazu gehört Aufopferungsbereitschaft, Willen und Durchhaltvermögen.
    Kein Wunder, dass er sich nicht mehr mit JK treffen will.

  26. hoffedocS04 sagt:

    Eben in Sky reingelinzt, ins erste Training.
    Nicht mehr im Parkstadion, wieder Fan-nah. Es seien alle anwesenden U19 und U23 Spieler dazu geholt worden. RdM wolle alle kennenlernen. Es war trotz Länderspielpause ein Gewusel auf dem Platz und RdM mitten dazwischen.
    Es sah intensiv aus, und D.Aogo humpelte schon bald vom Platz, Obasi ließ sich schreiend fallen, wurde aber ermuntert, weiterzumachen. Der Prince kriegte einen Stumper in den Rücken als er irgendwo rumstand. Neustädter und Matip sahen ganz zufrieden aus.
    Und ca. 1000 Zuschauer hatten freudige Gesichter.

  27. McP sagt:

    Hoffentlich hat ihm Boateng gleich angesagt, wie die Dinge auf Schalke laufen. Das würde netterweise Di Matteo die Eingewöhnungszeit verkürzen.

  28. Philipp sagt:

    „Neustädter und Matip sahen ganz zufrieden aus.“

    Glaub ich sofort. Italienische Taktik… die könnten nen ordentlichen Schub bekommen!

    Und bei Boateng kann man auch hoffen, dass er an die Zeiten bei Milan anknüpfen wird.

  29. Chris sagt:

    Der erste Eindruck stimmte gestern, Herr di Matteo (ich will immer di Ospeo sagen, keine Ahnung warum :-) ) kam sehr sym­pa­thisch rüber.

    Genau, sehr schön, so ging mir das auch von Anfang an :-)

  30. Carlito sagt:

    @ hoffedocS04: Ja, war ca. 75 Minuten da. Sah alles sehr intensiv und vor allem aber auch sehr strukturiert aus. Die Stoppuhr immer in der Hand. Alles schien auf die Minute genau geplant.

    Immer wieder machte RdM klare und zum Teil auch laute Ansagen. Während der Einheiten und dazwischen.

    Verfestigt den guten ersten Eindruck weiter, den ich von ihm habe.

  31. Chris sagt:

    Eine gute Darstellung ist ein Pluspunkt. Diesen hat Roberto Di Matteo bis auf Weiteres schon mal auf seinem Konto.

    Da stimme ich Torsten absolut zu. Er kommt als Mensch und Persönlichkeit sehr gut rüber, wirkt souverän und trotzdem locker. Gute Vorstellung. Herzlich willkommen.

  32. Aussenstehender sagt:

    Lol: Schalker Sprunghaftigkeit par excellence.

    Da kommt ein neuer Trainer und redet ein paar Sätze in einer PK geradeaus und hat eine Stoppuhr bei seiner ersten Trainingseinheit dabei und 30+ Kommentare sind voll des Lobes.
    Lasst die Leute doch einfach mal arbeiten und holt nicht direkt den Sockel raus, dann sind vielleicht Teer und Federn auch nicht so nah.

    Eine erste PK (gebrieft von Heldt) ist doch ein Selbstläufer. Nen bisschen offensichtliche Fehler darstellen, ein zwei Gemeinplätze gepaart mit Eloquenz (hat auch ein Slomka) und schon ist alles gut? Wenn man so einfach positiv gestimmt ist, ist der Weg zu Unzufriedenheit vielleicht ebenso kurz?

    Wartet doch einfach mal ab und urteilt nicht im Sekundentakt.

  33. Torsten sagt:

    @Aussenstehender:

    Jetzt hast Du mich tatsächlich dazu gebracht, die Kommentare nochmal durchzugehen.

    Mein Text oben beschreibt nur den Eindruck der PK und meine Ansicht bezüglich der Wichtigkeit von guter Darstellung. In den 31 Kommentaren darunter haben zwei die Hoffnung formuliert, dass sich das Souveräne auch in der Arbeit auf dem Platz bemerkbar machen wird. Alle anderen haben sich an das Thema „Darstellung“ gehalten und zusätzlich gab es 3 Kommentare zum heutigen Training, die eher nachrichtlicher Natur waren.

    Kurz: Ich verstehe Deinen „und schon ist alles gut?“-Einwurf nicht.

  34. hellwach sagt:

    Sollten die kolportierten 130′ GBP pro Woche annähernd richtig sein, entspräche dies derzeit rund 8.000 TEUR p.a. Dafür kann man dann auch schon mal den Streit geben, ein Führungsseminar buchen und die Pressekonferenz souverän bestreiten.

    Die dennoch vorhandene Anspannung kann man an Röbis Händen ablesen.

    Ich wünsche mir übrigens neben besserem Fußball (hoffentlich schon in der besten Rückrunde aller Zeiten) dass er vor den Regeln „Soziale Medien“ das Rauchen und Saufen in der Kabine verbietet und nächtliche Disco-Ausflüge mit spürbaren Konsequenzen ahndet.

  35. blues sagt:

    @hellwach

    8.000 000 EUR pro Jahr.

    Dafür kann man dann auch schon mal den Streit geben, ein Führungsseminar buchen und die Pressekonferenz souverän bestreiten.

    Die dennoch vorhandene Anspannung…

    ist verständlich, denn ich denke für Di Matteo ist ja auch ein wenig seine zukünftige Reputation als Trainer mit im Spiel.

    Sollte er auf Schalke hinter den Erfolgen von Keller in Bezug auf die CL zurückbleiben und würde keine klare Handschrift sichtbar oder könnte er die Mannschaft nicht einen und motivieren, würde ihm schnell Erfolgslosigkeit bescheinigt. Sein CL-Sieg wäre eine Eintagsfliege und er würde zukünftig als guter Zweitligatrainer durchgehen. Köln, Birmingham, Kaiserslautern und Leeds könnten dann seine zukünftigen Stationen heißen.

    Will er als Trainer überzeugen muss er das Schalker Problem, gegen tiefstehende Mannschaften das Spiel nicht machen zukönnen, zügig lösen. Er muss attraktiven Fußball spielen lassen und er muss punkten, um Geld einzufahren. Er hat keine Zeit, dazu viele verletzte Spieler und Schalke ist, was neue Spieler angeht, für einen Trainer kein Wunschkonzert. Da ist leichte Anspannung verständlich, oder?

  36. Torsten sagt:

    Gut beschrieben, blues. Für ihn ist es – obwohl er die CL gewann – tatsächlich auch „der nächste Schritt“. Und das ist m.E. sehr passen für S04.

    Zum weiteren Wünschen dann bitte hier entlang:
    http://koenigsblog.net/2014/10.....s-mit-rdm/

  37. Außenstehender sagt:

    @ Torsten.
    Ja vielleicht war ich ein wenig zu drastisch in meiner Einschätzung, aber:

    „Ich bin auch sehr beeindruckt.“
    “gefährlichen Ausstrahlung her“
    „Ja, Roberto die Matteo schaffte es scheinbar mühelos aus seiner ersten Pressekonferenz eine wirklich gute Performance zu machen!“
    „Eine überzeugende Vorstellung des neuen Trainers, der eine feine Mischung aus Understatement, Präzision und Esprit präsentierte“
    „Und bei Boateng kann man auch hoffen, dass er an die Zeiten bei Milan anknüpfen wird.“
    „Ja, war ca. 75 Minuten da. Sah alles sehr intensiv und vor allem aber auch sehr strukturiert aus. Die Stoppuhr immer in der Hand. Alles schien auf die Minute genau geplant.“
    „Verfestigt den guten ersten Eindruck weiter, den ich von ihm habe.“
    „Da stimme ich Torsten absolut zu. Er kommt als Mensch und Persönlichkeit sehr gut rüber, wirkt souverän und trotzdem locker. Gute Vorstellung. Herzlich willkommen.“

    kommt mir halt insgesamt zu dick aufgetragen rüber. Wie ich schon schrieb kann man von einem Trainer auf seiner ersten PK schon eine gute Vorbereitung erwarten und auch ein erstes Training mit entsprechendem Zuschauerinteresse wird ja nur ein völliger Dussel in den Sand setzen.

    Klar ist di Matteo eloquent und smart. Aber das er ein Spitzenteam nachhaltig führen kann muss er noch bei Schalke unter Beweis stellen. Dafür wären mir 8 Monate Chelsea als Leistungsbeweis (trotz der Titel) nicht genug. D.h. nicht, das ich ihm das nicht zutraue.

  38. Torsten sagt:

    Halten wir fest, es ging um die Darstellung. Wenn Du dazu sagst „zu dicke“, dann kann ich damit durchaus was anfangen. Eine Begründung habe ich dennoch in Petto. Denn gegenübe Schwarz wirkt auch schon Grau wie Strahlendweiß ;-)

  39. blues sagt:

    PK vor Hertha. Roberto Di Matteo hat viele Pluspunkte und Vorschußbeeren für seine Medienarbeit auf Grundlage seiner Performance auf seiner ersten PK eingesammelt. Ich habe mir nun die PK vor dem Spiel gegen Hertha angeschaut und war gespannt wie er sich selbst, die Fakten zum Spiel und die Dinge die man vor dem Spiel nicht sagen kann, präsentieren würde. Nicht dass ich enttäuscht war, aber ehrlich gesagt habe ich von Jens Keller schon PKs gesehen die mir besser gefallen haben.

  40. Torsten sagt:

    aber ehrlich gesagt habe ich von Jens Keller schon PKs gesehen die mir besser gefallen haben.

    Die habe ich verpasst.

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