Ausblick zum Guten

Schalke gewinnt 3:2 gegen Wolfsburg und findet damit wieder Anschluss an die Champions League-Plätze. Auch wenn man gegen Ende doch noch zitterte: Es war ein tolles Fußballspiel mit einer ersten halben Stunde, die einem Glauben an Guten Fußball geschenkt hat.

Wolfsburg hatte zuvor in acht Pflichtspielen in Folge gesiegt. Wolfsburg ist eine starke Mannschaft, hat Spieler mit hoher individueller Klasse. In der Schlussphase musste man genau davor Angst haben. Lange hatte Schalke die Führung nach der Halbzeit halbwegs souverän verwaltet. Wolfsburg durfte zwar den Ball haben, scheiterte aber daran, wirklich großen Druck auszuüben. Dann einmal nicht aufgepasst, dazu ein Ball abgefälscht, und der Sieg geriet doch noch mal in Gefahr und der Apfiff zur Erlösung. Völlig verdient gewonnen hat Schalke aber trotzdem. Vor allem zeigten die Blauen eine halbe Stunde lang, dass es sich zu hoffen lohnt, dass dieser Trainer und diese Mannschaft Dinge verändern können, die dann auch funktionieren. Ein 30-minütiger Ausblick auf das was geht, so habe ich es gefühlt.

Es sei spannend ob Schalke es schaffen würde, die Flügel dicht zu bekommen, sagte Tobias Escher im Podcast zum Spiel. Roberto Di Matteo löste das Problem kreativ. Die 3er/5er-Abwehrkette unterstützte Christian Fuchs und Felipe Santana in der Defensive. Sie förderte Fuchs’ Offensivspiel und sie schob Eric Maxim in die zentrale Position, in der der letztlich zum Matchwinner wurde. Defensiv war Benedikt Höwedes auf Grund der Formation näher bei Fuchs, ohne hinter sich eine Lücke offenbaren zu müssen. Santana durfte den Kopfballturm im Zentrum geben, seine beste Rolle, und wusste stets Höwedes und Neustädter um sich. Offensive hatten vor allem Fuchs und Uchida mehr Freiheiten. Über sie kam Schalke häufig nach vorne, im offensiven Mittelfeld hielt sich der Ball nie lange auf, so wie es sein sollte. Und zusätzlich zeigten die Blauen in dieser halben Stunde den Zug zum Tor, den man sich immer wünscht, den man in der jüngeren Vergangenheit aber auch so häufig vermisste.

Auch diese halbe Stunde war keineswegs perfekt. Olic rutschte beim Stand von nur 1:0 knapp an einer scharfen Hereingabe vorbei, da hing die Führung am seidenen Faden. Und trotzdem war es toll, das Spiel der Blauen anzuschauen. Denn es passte plötzlich viel zusammen von dem, was zuvor als nicht passend erachtet wurde.

Ein Sieg, der durch eine veränderte defensive Grundausrichtung gewonnen wurde. Eine defensive Grundausrichtung, die zu einem durchaus schnellen Spiel mit drei Toren führte. Ein Sieg nach einer spannenden Begegnung gegen einen starken Gegner, der Schalke wieder auf drei Punkte an die Champions League-Plätze heranbrachte. Das war eine ganze Menge, in diesem Spiel, von dem ich eigentlich so wenig erwartet hatte.



35 Kommentare zu “Ausblick zum Guten”

  1. Bene sagt:

    Ist es komisch, dass ich mir im Nachhinein fast wünsche, dass unsere Schalker schlechter gespielt hätten, damit hier in den Kommentaren mehr los ist?

    Ich fang mal an: Dass nach dem Freiburg-Spiel schon wieder auf eine gute Anfangsphase ein schlechtes Restspiel folgte, könnte zumindest dafür sprechen, dass die Fitnesswerte der Spieler im Gesamtdurchschnitt nicht allzu berauschend sind. Andererseits könnte das Ganze auch nur ein mentales Phänomen sein, dass die Spieler bei Führung mit einem Mal vier Gänge zurückschalten und anschließend die Kupplung im Eimer ist. Dass es etwas mit Taktik zu tun hat, glaube ich nicht. Vielleicht lässt auch nur die Konzentration nach und das >neue< Spielsystem ist noch nicht so verinnerlicht, dass es ganz von alleine gespielt wird.

    Ich wünsche mir ein bisschen, dass es mit der Fitness zu tun hat. Das wäre etwas, was man einfach lösen könnte und Di Matteo scheint es erkannt zu haben und versucht daran zu arbeiten. Das würde auch die Hoffnung auf eine tolle Rückrunde und die anschließende Champions-League-Qualifikation am Leben erhalten.

  2. blues sagt:

    Di Matteo hat seine Chance genutzt und ganz überraschend die 3er/5er Kette aus der Taktikkiste geholt und mit auf den Platz gebracht. Die Kunst taktisch variabel spielen zulassen, die ich mir von Keller immer gewüscht und die sich andere von Tuchel erhofft haben, hat jetzt den Matchplan des Wolfsburger Trainers ins Leere laufen lassen. Damit hat Di Matteo nicht nur einem direkten Kokurrenten drei Punkte abgenommen, sondern auch bei mir seine ersten „Big Points“ erzielt.

  3. Carsten sagt:

    überraschend….

  4. Maddin sagt:

    Ein schöner Nachmittag und ein aufregendes Spiel, ohne Frage. Und klassisch schalkig wie grosskotzig die halbe Arena nach 25 Minuten wurde: „macht sie alle, schießt sie aus der Halle“. Mich beruhigt allerdings nicht einmal ein 5 Tore Vorsprung. Kaum fiel der Anschluss Treffer konnte man an der Körpersprache der Spieler sehen, dass sie es offenbar genauso empfinden. Man ging nicht mehr so gallig in die Zweikämpfe und ließ Wolfsburg wieder ins Spiel kommen. Wieso unsere Außenverteidiger immer nur Geleitschutz geben und nicht mal die Grätsche auspacken erschließt sich mir nicht.
    Sei es drum : Ende gut, Alles gut!

  5. Tery Whenett sagt:

    Eine Frage bleibt weiter offen: Schafft es diese Schalker Mannschaft auch gegen einen tiefstehenden Gegner offensiv Lösungen zu finden?

    Dahin muss m.E. die Entwicklung gehen, auch wenn der Sieg gegen Wolfsburg und die taktischen Anpassungen eine wunderbare Sache sind.

  6. schalkoholiker sagt:

    Wenn in den ersten 30 Minuten drei Tore für uns fallen, dürfte es auch in Zukunft für drei Punkte reichen. Endlich gab es mal Zug zum Tor, endlich landeten die Bälle mal dort, wo sie hingehören. Gut so. Dass es danach eher um Ergebnissicherung gehen würde, war zu vermuten. Bei der Wolfsburger Klasse und dem ein oder anderen unvermeidlichen Fehler war auch klar, dass das knapp werden könnte. Der ein oder andere Entlastungsangriff mit Chance auf das vierte Tor hätte erlösend wirken können – und wäre aus meiner Sicht auch ohne Harakiri machbar gewesen. Hier lässt sich definitiv etwas verbessern. Ansonsten war ich positiv überrascht von Herrn Fuchs, dem die Kapitänsbinde beim ÖFB offensichtlich gut getan hat. EMCM war in der ersten Spielhälfte überragend. Bei Santana wünsche ich mir manchmal, dass er seine Rolle wirklich auf den Kopfballturm beschränkt: Habe immer Bammel, dass er seine Gräten im falschen Moment in den Weg hält und den Ball in die falsche Richtung lenkt.
    Ansonsten: Wolfsburg und Gladbach nehmen sich am kommenden Woche gegenseitig die Punkte ab und wenn wir drei Punkte gegene Mainz einfahren, was machbar sein sollte, dann sieht die Lage (unverhofft) schon wieder ganz annehmbar aus.

  7. Carlito sagt:

    Sehr gute Zusammenfassung, Torsten. Habe mich schon nach ca 30 Minuten gefragt, ob ich da im richtigen Stadion bin. ;)

    Und meine Befürchtung, dass der Sohnemann beim 2. Heimspiel ein ganz bitteres erleben könnte, hat sich glücklicherweise nicht bewahrheitet. Und sein Tipp mit 5 Toren stimmte sogar auch. Ok, er hatte eigentlich 5-0 gesagt… Dachte nach 30 Minuten ernsthaft daran, dass er recht behalten könnte… :D

  8. Torsten sagt:

    Der Herr Carlito alias „Mr. SocialMedia“ oder „BloggerohneBlog“ hat heute übrigens Geburtstag!
    Und alle:


    Heute kann es regnen,
    stürmen oder schneien,
    denn du strahlst ja selber
    wie der Sonnenschein.
    Heut ist dein Geburtstag,
    darum feiern wir,
    alle deine Freunde
    freuen sich mit dir

    Wie schön dass du geboren bist,
    wir hätten dich sonst sehr vermisst.
    wie schön dass wir beisammen sind,
    wir gratulieren dir, Geburtstagskind!

    Unsere guten Wünsche
    haben ihren Grund:

    bitte bleib noch lange
    glücklich und gesund.
    Dich so froh zu sehen,
    ist was uns gefällt,
    Tränen gibt es schon
    genug auf dieser Welt.

    Wie schön dass du geboren bist,
    wir hätten dich sonst sehr vermisst.
    wie schön dass wir beisammen sind,
    wir gratulieren dir, Geburtstagskind!

    Montag, Dienstag, Mittwoch,
    das ist ganz egal,
    Dein Geburtstag kommt im Jahr
    doch nur einmal.
    Darum lass uns feiern,
    dass die Schwarte kracht,
    Heute wird getanzt,
    gesungen und gelacht.

    Wie schön dass du geboren bist,
    wir hätten dich sonst sehr vermisst.
    wie schön dass wir beisammen sind,
    wir gratulieren dir, Geburtstagskind!

    :-)

  9. ReinerEdelmann sagt:

    Glückwunsch und Kompliment an das Trainerteam und die Mannschaft! Verdient würde ich den Sieg nicht unbedingt nennen, das ist mir aber auch vollkommen egal.

    Wolfsburg hat gezeigt, dass es die VW-Millionen gut angelegt hat – wenn jetzt noch ein Knipser hinzukommt, handelt es sich um eine echte BuLi-Spitzenmannschaft.

    Unsere linke Abwehrseite mit Höwedes und Fuchs war bärenstark, unsere rechte mit Neustätter und davor/daneben Uchida umso schwächer. Über die lief praktisch jeder Wolfsburger Angriff – diese Schwäche hat di Matteo sehr spät zu korrigieren versucht.

    Ein Offensivspiel fand später gar nicht mehr statt – aber: Es herrscht Zufriedenheit!

  10. Սաշա sagt:

    Wie der erwartet unnötig knappe Ausgang des Spiels schon verrät, hat man defensiv immer noch einiges zu tun. Allerdings waren die beiden Gegentore (vor allem das 3:2) eher individueller Fehlernatur und weniger einer kollektiven Planlosigkeit im Abwehrverhalten geschuldet. Das stimmt mich extrem positiv.

    Am größten ist die Freude allerdings über die neu gewonnene Perspektive. Erstmals seit vielen Monaten habe ich das Gefühl, dass hier etwas interessantes entstehen könnte.

    Man muss sich mal meine Verwirrung vorstellen: Ich hatte erst kurz nach Anstoß eingeschaltet, somit die Aufstellung verpasst und mir in der Folge über die komplette erste Halbzeit versucht einen Reim darauf zu machen, wie man die Spieler auf dem Feld im 4-5-1 oder 4-4-2 anordnen kann. Natürlich bin ich zu keiner sinnvollen Lösung gekommen, die sich mit dem Geschehen auf dem Platz gedeckt hat. :D

  11. Dan sagt:

    Ein super Spiel war das, auch wenn ich die letzte halbe Stunde schon wieder um 5 Jahre gealtert bin. Ne, aber war echt okay. Am Samstag gegen Mainz gewinnen und es sieht alles schon wieder wirklich besser aus. Beispielsweise spielen Golfsburg und Gladbach gegeneinander, da könnte mit etwas Glück die Tabelle Richtung Weihnachten schon wieder viel schöner aussehen..

  12. ReinerEdelmann sagt:

    @Սաշա

    das ist vor dem Fernseher kaum machbar, da alles perspektivisch auf „rasant/schnell“ gestellt ist. Live war mit der Aufstellung zum Anstoß klar, dass es ganz anders und spannend werden wird.

  13. schalkoholiker sagt:

    Anderes, aber nicht ganz fremdes Thema. Armin Veh hat beim VFB Stuttgart hingeschmissen. In Anbetracht der Tabellenlage: Kann man so machen. Ungewöhnlich ist es trotzdem. Insbesondere wenn man bedenkt, dass er bei seinem Antritt ja die Truppe vorgefunden hat, die in der letzten Saison nicht gerade berauschend gespielt hat. Was hat er erwartet? Und warum traut er sich nicht zu, mit ein wenig mehr Zeit als starker Mann (der er nach dem Abgang von Bobic war) das Ruder rumzureißen?
    Warum schreibe ich das hier? Wenn ich mich recht entsinne, war Armin Veh als angeblicher Heldt-Freund ja auch bei uns im Gespräch. Und nicht alle fanden das zu Keller-Zeiten schlecht. Man stelle sich vor, er hätte zu Saisonbeginn übernommen und sich nach ein paar Niederlagen wieder vom Acker gemacht. Klingt irgendwie auch ziemlich schalkig – bin aber ganz froh, dass dieser Krug an uns vorbeizog.

  14. blues sagt:

    Zu Santana, den ich wie häufig, irgendwo zwischen Genie (Kopfball, Schnelligkeit) und Wahnsinn (Pässe) fand, findet sich bei spielverlagerung.de eine genaue Analyse seiner Rolle:

    „Kurios war allerdings Santanas Rolle. Der Brasilianer interpretierte die zentrale Verteidigerposition im Aufbauspiel sehr liberoartig. Er bewegte sich unorthodox und frei, versuchte vereinzelt sogar ein bisschen aufzurücken und agierte im Passspiel dominant. Diese Spielweise entspricht aber nicht seinen Stärken und er erreichte eine katastrophale Passquote von 50%. (Höwedes und Neustädter rangierten über 80%.) Santana leitete zwar auch das 2:0 mit einem riskanten hohen Pass ein, aber beschädigte die Effizienz und Spielkontrolle, was dann vor allem in der zweiten Halbzeit zum Problem wurde.“

    Das und noch einiges mehr schreibt in einer gut lesbaren Taktikanalyse Martin Rafelt bei spielverlagerung.de.

    http://spielverlagerung.de/201.....chreckens/

  15. Սաշա sagt:

    Auf Santanas Libero-artiger Position könnte ich mir sehr gut Matip vorstellen. Die Fehlpässe Santanas fielen schon ins Auge. Mit seinem Kopfballspiel hat er zwar geglänzt, allerdings wird man gerade auf der Libero-Position, wenn man sie in dieser Form beibehalten möchte, einen passsicheren Spieler brauchen. Da sind Matip, Kirchhoff oder Neustädter dann doch die sinnvolleren Kandidaten.

  16. ReinerEdelmann sagt:

    …die drei Genannten könnte ich mir auch gut da vorstellen, zumal Neustädter auf rechts völligst neben der Spur war.

    Ich denke aber nicht, dass Schalke nun immer mit Dreierkette spielen wird. Diese ist verdammt schwer zu spielen – die Abwehrprobleme wurden ja auch nicht abgestellt, vielmehr haben wir diesmal 3x vorne zugeschlagen. Lag dies am System? Vielleicht – es lag aber sicherlich an Choupos Klasse und Träschs gebrauchtem Tag sowie an den in der ersten Halbzeit viel zu tief hängenden 6ern der Wolfsburger.

    Ich bin sehr froh, dass Schalke in Zukunft weniger aurechenbar sein wird.

  17. eakus1904 sagt:

    Ich fand es gut am Samstag. Kurzweiliges Spiel, Spannung und am Ende gewinnen die richtigen. Nehme ich gerne, auch wenn ich natürlich nichts dagegen habe,mal nicht ne halbe Stunde zittern zu müssen.

    Die Reaktion der Fans im Stadion hat mich zudem sehr beeindruckt. So ungefähr 10 Minuten vor Schluss merkte so ziemlich jeder, dass dieses Spiel auf der Kippe steht. Ich glaube,da hat dann fast keiner mehr gesessen und alle haben die Truppe vorbehaltlos unterstützt. Keine Pfiffe bei misslungenen Aktionen, kein Geraune, kein Gemecker. Das ist der 12.Mann,wie man ihn braucht!

  18. leoluca sagt:

    Ich war überrascht, wie gut die Mannschaft mit dieser Systemumstellung bereits zurecht kam.

    In der ersten Hälfte spielte sie das 3:5:2 im starken Pressing teils sogar ausgezeichnet aus und die ersten beiden Tore waren nun wirklich kein Zufall.

    Dass man dieses Spiel in Hälfte zwei gegen diesen starken Gegner nicht durchhalten konnte und so fast durchgehend im 5:3:2 stand, hat mich wiederum überhaupt nicht überrascht, denn noch vor 2 Wochen hatte man sich in Freiburg übel abfertigen lassen.

    Man muss allerdings zugeben: In Hälfte zwei war vor allen Dingen die rechte Außenverteidigung nur noch bedingt dicht. Uchida (und Neustädter) taten sich sehr schwer gegen zwei Hochklassespieler, die sich schnell und präzise abwechselten: Perisic und De Bruyne. Da musste das Glück helfen.

    Fuchs allerdings profitierte das komplette Spiel über vom neuen System. Die Vorteile für ihn im Offensivspiel hat Torsten angesprochen. Aber gerade auch in der Rückwärtsbewegung kam die Fünferkette Fuchs zugute, dass er beim Verteidigen auf außen bleiben konnte und nicht nach innen ziehen musste, wo er in der Vergangenheit oft zu langsam und taktisch zu ungeschickt war.

  19. derwahrebaresi sagt:

    mir geht es hier schon wieder (überwiegend)
    viel zu euphorisch zu …

  20. ReinerEdelmann sagt:

    @derwahrebaresi,

    sehe ich bei mir nicht so…ist aber schalkig – es gibt nur schwarz oder weiß (ach nee, blau oder weiß), kein grau.

    Vielleicht lässt auch etwas die Häme gegenüber einzelnen Spielern nach – siehe Christian Fuchs.

  21. Exildynamo sagt:

    Am meisten hat mir gefallen, dass die ersten beide Tore so richtig schön herausgespielt wurden. Klassepass von Höger beim ersten und selbst Herr Boateng hat zumindest ansatzweise gezeigt, wozu er fähig ist.

    Ich habe die erste halbe Stunde nur im Radio verfolgen können. Da hiess es nach dem 3:0 sogar: „Schalke spielt sich jetzt in einen Rausch!“
    An sowas konnte ich mich seit dem herrlichen 5:2 in Mailand überhaupt nicht mehr erinnern…

    Hoffentlich geht das so weiter!

  22. Lutt sagt:

    Schön, dass wir einen weiteren Pfeil im Taktik-Köcher haben. Aber mir kam das doch noch alles extrem wackelig vor. Vielleicht lag das daran, dass ich dummerweise die erste halbe Stunde verpasst habe. Aber in Zusammenfassungen habe ich im nachhinein lediglich zwei schön erarbeitete Torchancen und einen Torwartfehler sehen können. Zudem hatte der VFL auch eine richtig dicke Chance.
    Ansonsten bestanden die 60 Minuten, die ich sehen durfte quasi nur aus Wolfsburg :(
    Freude über einen Sieg, ja, die hab ich auch. Aber ich fand ehrlich gesagt noch nicht mal, das dieser verdient war. Egal. Freu mich auf Chelsea :)

  23. Carlito sagt:

    Vielen lieben Dank, Torsten, für Dein Ständchen!* Fühle mich geehrt! :)

    *Wobei, bei der Länge des Ständchens könnte man glatt von einem Stand sprechen! ;)

  24. hellwach sagt:

    @derwahrebaresi
    Wenn du eine halbe Stunde lang gegen SGE nicht aufs Tor schießt,
    wenn du gegen Hertha nach 27 Minuten zum ersten mal aufs Tor schießt,
    kannst du bei einem 3-0 gegen VW nach 25 Minuten schon euphorisch werden. Ich auch ;-)

  25. hellwach sagt:

    @schalkoholiker
    war Veh nicht der, der nach dem HSV keinen anderen Verein mehr trainieren wollte?

  26. derwahrebaresi sagt:

    kannst du bei einem 3-0 gegen VW nach 25 Minuten schon euphorisch werden. Ich auch ;-)

    davon werde ich mir am kommenden samstag dann mal
    wieder ein bild machen wollen. ;-)

  27. Torsten sagt:

    @ Thema Veh:

    Warum schreibe ich das hier? Wenn ich mich recht entsinne, war Armin Veh als angeblicher Heldt-Freund ja auch bei uns im Gespräch. Und nicht alle fanden das zu Keller-Zeiten schlecht. Man stelle sich vor, er hätte zu Saisonbeginn übernommen und sich nach ein paar Niederlagen wieder vom Acker gemacht. Klingt irgendwie auch ziemlich schalkig – bin aber ganz froh, dass dieser Krug an uns vorbeizog.

    Veh wurde geholt als Bobic Sportchef war. Nach 4 Monaten warf man Bobic raus. Ob Vehs Rücktritt nun ein „vom Acker machen“ ist oder ob das den neuen Gestaltern beim VfB nicht vielleicht sogar recht sein sollte, kann ich nicht beurteilen. Mir erscheint Veh jedenfalls ziemlich „gerade“ und da er bewiesenermaßen mit Horst Heldt gut zusammenarbeiten konnte, hätte ich ihn mir auf Schalke gut vorstellen können. Mit Stuttgart hat das m.E. nichts zu tun.

  28. RJonathan sagt:

    Ich habe zu meinem Kumpel beim 3:0 gesagt: Das ist noch nicht vorbei, das wird noch ganz knapp. Und natürlich kam es so. Da muss man auch kein Hellseher sein. Man ist es einfach schon gewohnt…

    Uchida hatte keinen guten Tag, obwohl so ein 3-5-1 ja eigentlich außenverteidiger-freundlich ist. Lag aber auch an Perisic und de Bruyne, die einen super Tag hatten. Sehr ansehnlich übrigens, wie WOB mit de Bruyne die Flügel überlagert, das hat in HZ 2 auch auf der Fuchs-Seite für Unordnung gesorgt.

    In der Defensive fand ich die Mannschaft „okay“ sortiert. Es hätte hier und da ein bisschen weniger Hühnerhaufen sein können. Insbesondere Boateng nervt mich in der Rückwärtsbewegung immer enorm. Wenn er genau im Tempo des Gegenspielers 2 m hinter ihm zurückjoggt, anstatt mit einem kleinen Sprint vor ihn zu kommen. Ist aber nichts schlimmes passiert.

    Coaching-mäßig Di Matteo hat auf jeden Fall sein Gesellenstück hingelegt. Das Meisterstück könnte er von mir aus gerne heute Abend abliefern.

    Übrigens zum Tabellenstand: von den letzten 5 Partien spielt Schalke nur noch gegen Mainz gegen eine der internationalen Kandidaten (Platz 1-9). Außerdem spielen wir zu Hause gegen die zweitschlechteste Auswärtsmannschaft (Hamburg) und Auswärts gegen die schlechteste Heimmannschaft (Stuttgart). Damit haben wir mit Abstand das leichteste Restprogramm von den Mannschaften auf den Plätzen 2-7. Nur Hannover hat es annähernd so leicht.

  29. Detlef (Doktor_d) sagt:

    Meine Überraschung bei der Nennung der Namen der Schalker Anfangself war wahrscheinlich ähnlich groß wie bei Dieter Hecking.
    Ich hab die Namen im Kopf in eine taktische Aufstellung geschoben und voila, habemus Dreierkette – Fünferkette, oder Linie.

    Das es dann auch noch sau gut lief für Schalke trieb die Stimmung weiter nach oben, bei mir und allen um mich rum. Allerdings war ein Erstaunen ob der Spielweise bei einigen zu bemerken. Positives wohlgemerkt.

    Nach dem 3:0 hörte ich hinter mir, wir gewinnen heute 5 oder 6 zu 1, was mich zur Bemerkung nach dem 3:1 verleitete, wenn 3e mal reichen.

    Sie haben gereicht. Ich war froh, das es am Ende eng wurde interessiert jetzt keine Sau mehr.

    Störend fand ich wieder mal das Gemaule über Fuchs ( den würd ich nie aufstellen ) und Santana ( siehe Fuchs + „Zecke“ ).
    Wenn ein Spieler auf dem Feld steht darf er wenigstens erst mal an den Ball treten, bevor gemault wird und das hat zumindest Fuchs gut, Santana immerhin noch ordentlich.
    Und so groß waren die personellen Alternativen dann doch nicht.
    Übrigens auch Offensiv nicht, so dass die gewählte Aufstellung eigentlich fast logisch war, jedenfalls für mich.

  30. Dropkicker sagt:

    @RJonathan
    „Schlechteste Heimmannschaft“ mag auf dem Papier stimmen, für S04 sieht die Sache aber gaaaaaanz anders aus.
    Es ist völlig wurscht, ob Schalke oben oder unten steht, ob Stuttgart barfuß und mit verbundenen Augen spielt, es gibt beim VfB für Schalke traditionell nichts zu holen. Allein in diesem Jahrtausend ist das eine einmalige Horror-Bilanz:

    VfB Stuttgart 3-1 Schalke 04 1. Bundesliga 13/14
    VfB Stuttgart 3-1 Schalke 04 1. Bundesliga 12/13
    VfB Stuttgart 3-0 Schalke 04 1. Bundesliga 11/12
    VfB Stuttgart 1-0 Schalke 04 1. Bundesliga 10/11
    VfB Stuttgart 1-2 Schalke 04 1. Bundesliga 09/10
    VfB Stuttgart 2-0 Schalke 04 1. Bundesliga 08/09
    VfB Stuttgart 2-2 Schalke 04 1. Bundesliga 07/08
    VfB Stuttgart 3-0 Schalke 04 1. Bundesliga 06/07
    VfB Stuttgart 2-0 Schalke 04 1. Bundesliga 05/06
    VfB Stuttgart 3-0 Schalke 04 1. Bundesliga 04/05
    VfB Stuttgart 0-0 Schalke 04 1. Bundesliga 03/04
    VfB Stuttgart 1-1 Schalke 04 1. Bundesliga 2002/2003
    VfB Stuttgart 3-0 Schalke 04 1. Bundesliga 2001/2002
    VfB Stuttgart 1-0 Schalke 04 1. Bundesliga 2000/2001

    Torverhältnis übrigens 7:28!
    Lieblingsgegner sieht definitiv anders aus. :p

  31. RJonathan sagt:

    @dropkicker
    Man könnte dazu auch noch erwähnen, dass wir die schlechteste Auswärtsmannschaft sind… aber gut… ich wollte nur ein wenig Hoffnung machen.

  32. Mike sagt:

    ausblick zum guten…
    das habe ich am samstag auch gehofft. aber heute, einfach wieder nur traurig. und ich hatte nie das gefühl, das chelsea 100% geben musste.

  33. Di Matteo unterstützt, Huntelaar vollstreckt sagt:

    […] Gegen Wolfsburg gewann Schalkes 5er-Ketten-Formation auf ganzer Linie. Gegen Mainz war das anders. Diesmal brachte die Taktik keine Per Se-Überlegenheit. Aber sie kaschierte Schalkes Defensivschwäche auf den Außenbahnen und sie brachte der Blauen Offensivkräfte auf engen Raum zusammen. Erst so, nach der Halbzeit defensiver, im 4-4-1-1 auf Konter wartend, spielte die Mannschaft in den geeigneten Formationen, um den Sieg zu ermöglichen. […]

  34. 100 Tage Roberto Di Matteo: Ein Rückblick sagt:

    […] 22.11.2014: Gegen Wolfsburg bekam man auf Schalke ein tolles Spiel geboten, in welchem die Blauen erstmals mit 3er-Kette agierten, eine halbe Stunde lang richtig toll spielten, am Ende ein bisschen Glück hatten, letztlich aber nicht unverdient mit 3:2 gewannen und, auf Grund der Ergebnisse der anderen Clubs, wieder bis auf drei Punkte an die Champions League-Plätze heranrückten. […]

  35. Happy Weekend sagt:

    […] Die letzten 4 Heimspiele gegen den VfL Wolfsburg konnten die Blauen alle gewinnen. Beim letzten Heimspiel gegen die Wölfe, im November 2014, stand es nach 25 Minuten schon 3:0. Es war die Phase, da Roberto Di Matteo mit einer 3er/5er-Abwehrkette aufwartete, als das funktionierte und man noch Hoffnung hatte, dass solche Trainerideen dem Club dauerhaft helfen könnten. Meinen damaligen Text zum Spiel überschrieb ich bezeichnenderweise mit „Ausblick zum Guten“. […]

Schreibe einen Kommentar