Zwei Ligen Champions League

Schalke muss im Champions League-Achtelfinale gegen Real Madrid antreten. Schon wieder. Der FC Schalke 04 ist mittlerweile ein etablierter Champions League-Club. Die Champions an sich ist aber längst nicht mehr mehr die Spitze des Fußballs. Innerhalb dieses Wettbewerbs hat sich eine neue 1. Liga gebildet. Diese zu erreichen ist für Schalke unmöglich.

Bayern München gehört zu dieser 1. Liga. Um dorthin zu gelangen reichten aber auch dreißig Jahre sportlicher Erfolg bei gleichzeitigem seriösen wirtschaftlichen Handeln nicht aus. Sie waren zusätzlich darauf angewiesen, hunderte Millionen Euro aus Anteilsverkäufen der Club-AG zu generieren.

Dem FC Schalke 04 sind ähnliche Schritte in Richtung dieser 1. Liga unmöglich. Für Schalke ist es ein großer Erfolg, zum vierten Mal in fünf Jahren am Achtelfinale der Champions League teilzunehmen. Dies ist Ziel und Grundlage für das erneute Erreichen des gleichen Ziels zugleich. Eigentlich ist Sport, sich neue, höhere Ziele zu stecken. Auch Fußballfans wollen positive Entwicklungen erleben, das gilt auf allen Ebenen. So betrachtet ist die Lage des FC Schalke 04 nicht schön. Es gilt, sich am Status Quo zu erfreuen. Zu sein statt zu werden. Das gilt auch, wenn das Geschehen auf dem Platz gegen Real Madrid wieder bitter werden sollte. Mit Sport hat die Veranstaltung Profifußball auf Champions League Niveau eh nur noch nebensächlich zu tun.



38 Kommentare zu “Zwei Ligen Champions League”

  1. DerTobi sagt:

    Schöne Erkenntnis, die man sich nur immer wieder zur Gemüte führen muss.
    Wenn man mal genauer hinschaut trifft diese Situation auf viele anderen Vereine auch zu, dessen Selbstbild noch viel größer als das der Schalker ist/sein sollte.
    Dortmund und Arsenal fallen mir da spontan ein. Vielleicht auch Juve und Porto.
    Man gehört sicher zur Top 16, kratzt immer mal wieder an der Top8 und mit ein bißchen Losglück schafft man es mal ins VF, realistisch ist für jedes dieser Teams nach dem AF aber Ende. Dortmund hatte dieses Glück jetzt 2 Spielzeiten, Schalke nicht.

  2. Dirk sagt:

    Deine Analyse trifft mal wieder den Kern der Sache. Erkenne ich hier schon einen guten Vorsatz für’s neue Jahr? Ich höre ein „Seid bescheidener! Mehr als das, was wir in den letzten Jahren erreicht haben, wird es eh nie werden!“. Ich höre eine jahreszeitlich bedingte (?) Sanftheit bei Dir.

    Ich stimme Dir wie gesagt voll zu, was Du zu der Zwei-Klassen-Gesellschaft in der CL sagst. Aber bedeutet das nicht auch, dass wir das Erreichen des Achtelfinales feiern sollten wie … tja, wie wenn man ALLES erreicht hat, was geht?

    Aber wo ist er denn dann, der Autokorso?

  3. Torsten sagt:

    “Seid bescheidener! Mehr als das, was wir in den letzten Jahren erreicht haben, wird es eh nie werden!”. Ich höre eine jahreszeitlich bedingte (?) Sanftheit bei Dir.

    Ne, mit Sanftheit hat das nicht zu tun. Ich empfinde es eher als bittere Erkenntnis. Ich halte diese Situation auch für den Grund der latente Unzufriedenheit unter einem Großteil der Fans auf Schalke. Man kann sich schnell begeistern, man kann sich auch an sich selbst erfreuen und man feiert auch gerne die Vergangenheit. Aber wie oben geschrieben: Ich denke in allen Clubs und auf allen Niveaustufen wollen Fans immer ein „Vorankommen“ erleben, etwas worauf man hoffen kann. Und das passiert auf Schalke eben nur in einem sehr engen Rahmen und ist nach oben hin sehr limitiert.

    Umso schlimmer wog m.E. das Ausscheiden im Pokal. Das ist eigentlich der perfekte Feiertagwettbewerb für einen Club wie unseren. Aber ich schweife ab …

  4. Der Hans sagt:

    Wir haben das erreicht, was realistisch gesehen machbar ist. Das heißt aber nicht automatisch, dass man nicht auch mehr erreichen kann, wenn alles gut läuft. Wie Titelverteidiger bezwungen werden, weiß man auf Schalke jedenfalls.

  5. bernd sagt:

    „So betrachtet ist die Lage des FC Schalke 04 nicht schön“
    Ja, aber so will ich das nicht betrachten. Wir sprechen doch weiterhin über Fußball und nicht über Mathematik. Eine lineare Steigerung ist hier kaum möglich. Es wird immer Auf und Abs geben und das ist ja auch der Reiz. Ich möchte auf Wunder hoffen (schließlich sind wir ja auch gegen Dresden im Pokal ausgeschieden) und ich glaube auch, dass wir als Kollektiv, mit einer guten Taktik und 104% Einsatz eine Chance haben.

  6. Chris sagt:

    Habe gestern gelesen, dass unser Vorstand Peters nach der Auslosung Rudis alten Spruch „Form schlägt Klasse“ zitiert hat. Auch wenn ich Peters sonst nicht so schätze, hier hat er ins Schwarze getroffen. Das ist unsere 1% Chance. Mal sehen, wie sich das Ende Februar darstellt.

  7. Սաշա sagt:

    So gering die Chance auch sein mag, ich möchte wenigstens das Gefühl haben, dass die Spieler sie nutzen wollen. Wenn man gegen Real wieder im Kollektiv 180 Minuten spazieren geht, muss man sich über einzelne Teile dieses Kolllektivs Gedanken machen. Natürlich hatte auch Bayern letztes Jahr keine Chance gegen Madrid und Dortmund konnte es nur nochmal spannend machen, weil Real das Rückspiel nach dem 3:0 in Madrid nicht mehr ernst genommen hat. Aber ein Wille war bei beiden Teams zu erkennen, während sich unsere Mannschaft quasi ab der ersten Minute des Hinspiels ihrem Schicksal ergeben hat. Das muss einfach nicht sein.

  8. RJonathan sagt:
  9. Voice sagt:

    Klar ist realistisch eigentlich nur der DFB-Pokal „titelchancenfähig“. CL war ohnehin schon utopisch und die Meisterschaft scheint auf viele Jahre hinaus fest vergeben. Wenn man sich zusätzlich zur Stärke des Bayernkaders auch die wirtschaftlichen Zahlen anschaut kann man zu keinem anderen Schluß kommen. Was mir Mut macht ist, dass Bayern schon seit 30 Jahren eine Vormachtstellung inne hat und es trotzdem immer wieder andere Vereine geschafft haben Paroli zu bieten. Auch die Entwicklung in Dortmund darf man nicht vergessen. Vor 5 Jahren hätte niemand mit Titeln gerechnet. Genauso wenig ist der Absturz in dieser Saison verständlich. Ich will sagen, manchmal geht es schneller als man denkt. Aber natürlich geht die Schere weiter auf, sowohl national als auch international.

    Im sonntäglichen Doppelpass kam Berti Vogts auf das Thema zu sprechen. Leider aus meiner Sicht aus einem falschen Winkel. Er beklagte, Bayern hätte Anfang der 70iger einen Wettbewerbsvorteil durch den Bau des Olympiastadions gehabt. Der Konter fiel Paul Breitner leicht. Neue, große Stadien hatten andere auch (Hamburg, Düsseldorf, Schalke…), nur hätten sie nichts daraus gemacht. Da hat er natürlich Recht, insbesondere Schalke hat seine Chancen und die Zukunft allzu leichtfertig weggeschmissen. Schade, dass niemand auf die aktuelle Problematik hingewiesen hat, nämlich die exorbitanten CL-Gelder, die die Kluft Jahr um Jahr Jahr vergrößern. Die Unterschiede sind einfach zu groß. Natürlich soll der erfolgreiche für seine Leistungen auch wirtschaftlich belohnt werden, aber es ist eine breitere Verteilung erforderlich.

    Irgend jemand hatte hier vor einiger Zeit den Vorschlag gemacht, alle Bundesligisten sollten ihre zweite Mannschaft nach München schicken um sich die jährliche Niederlage abzuholen. Der Vorschlag hätte wirklich Charme. Armin Veh war da letzte Saison vielleicht schon ein Vorreiter. Ist natürlich utopisch aber ein netter Gedanke, ob sich die Kunden in München und das TV dann auch immer noch so über die ach so geilen Bayern abgeifern würden?

  10. Dropkicker sagt:

    Stimmt natürlich grundsätzlich, aber wie weit die Reise geht, hängt oft auch am Händchen der Losfee, in diesem Fall Air Riedle. Als Schalke Real zugelost bekam waren neben den Madrilenen nur noch Porto und Monaco im Topf. Das war eine 66%ige Wahrscheinlichkeit auf einen „machbaren“ Gegner.

    Hätte also auch Monaco und anschließend Basel/Porto sein können und zack … Halbfinale. ^^

  11. McP sagt:

    „Mit Sport hat die Veranstaltung Profifußball auf Champions League Niveau eh nur noch nebensächlich zu tun.“

    Verstehe ich nicht. Weil die Clubs unterschiedlich viel Geld für ihren Kader ausgeben können? Wenn dem so ist, dann hat der gesamte Profisport mit Sport nur am Rande zu tun. Überall können die einen mehr ausgeben als andere. Bei Systemen die Salary-Cap und Draft beinhalten, ist die sportliche Kompetenz sicher mehr gefragt. Aber ansonsten? Alleine in der Bundesliga sind Budgets mMn viel krasser verteilt, als bei den Top16 der CL. Von daher sehe ich in der CL mehr Sport, besseren Sport als national.

    Next stop: Mit Sport hat die Veranstaltung Fußball auf DFB-Pokal Niveau eh nur noch nebensächlich zu tun? Aber wie geschrieben, vermutlich verstehe ich Dich falsch.

  12. DerTobi sagt:

    Ärgerlicher ist ja finde ich vielmehr:
    Das, was die großen dem S04 voraus haben, das hat Schalke ja auch den Nachfolgenden Teams vorraus. Wobei die Schere da nicht so groß ist und das breite Mittelfeld an dessen oberen Ende sich S04 bewegt ja auch sehr dynamisch ist.
    Aber nichts desto trotz ist man in einer Situation, wo weniger als das AF unter dem Anspruch ist und mehr als das AF fast unmöglich.
    Man kann in der CL also fast nie was reißen sondern immer nur die Erwartungen erfüllen die nicht mal sonderlich hoch sind sondern nur realistisch.
    Bleibt zu hoffen auf das Losglück…

  13. Detlef (Doktor_d) sagt:

    Wieder Real, musste ich nicht haben. Freuen tue ich mich trotzdem und ich werde sogar versuchen eine Karte zu bekommen und das obwohl ich gegen Chelsea im Stadion war, denn die Champions League ist ein Bonus für Schalke. Ein Privileg dabei sein zu können und das, wie Torsten schreibt, ja regelmäßig in den letzten Jahren.

    Und ja die Champions League verkommt langsam zur Geldbeschaffungsmaschine für die Großen, die Kleinen und auch die mittelklassigen Teams werden nur noch als Füller benötigt, um die Zahl der Spiele die vermarktet werden möglichst hoch zu halten.

    Die Überraschungen werden wahrscheinlich immer weniger werden und deshalb muss man als Klub der 2. Reihe froh sein, wenn man Champions League spielen kann und als Nebeneffekt dadurch einen ordentlichen Batzen Geld bekommt.

    Zurück zum Achtelfinale. Real ist stark, sie haben eine außergewöhnlich besetzte Offensive und genau da muss man ansetzen. Man muss ihnen den Spaß am Spiel nehmen und da traue ich Roberto di Matteo zu, ein Mittel zu „erfinden“. Es muss aber alles passen, wenn man Erfolg haben will.
    Unmöglich ist im Fußball nämlich gar nichts, deshalb mögen ja so viele Leute den Sport.

    Übrigens ist es nicht mal 04 Jahre her da stand Schalke im Halbfinale der CL und hatte den Titelverteidiger aus dem Rennen geworfen, der grad zuvor die Bayern eliminiert hatte.

  14. Malte sagt:

    Abgesehen von der jüngsten Vergangenheit hat Schalke in der CL immer sehr unterschiedlich abgeschnitten. Ein Stück weit hat der aktuelle Trend auch mit Zufällen zu tun. Andererseits war es selten so, dass eine Begegnung mit den ganz Großen dermaßen hoffnungslos war. Schon komisch, viel mehr Geld haben die doch schon länger. Jetzt haben sie zwar noch mehr, aber es scheint als ob sie es inzwischen auch besser nutzen.

  15. schoschi sagt:

    Ich freu mich über Real! hätte mich auch über vielleicht schwächer spielende Manschaften gefreut. Aber ich versuche mich immer in die Spieler zu versetzen. Man darf gegen Real spielen….nun gut, es war deutlich! und auch deutlich zu hoch um motiviert zu bleiben. Aber die Jungs kicken eben gerne gegen den Ball. Und das schon ihr meistens kurzes Leben lang! Ob es dann heißen kann: ‚Augen auf bei der Berufswahl‘, oder’hättest du in der Schule besser aufgepasst’!!!! Es ist immer noch Sport! Leistungssport! Da wir ne Menge Geld verdient und man muß ordentlich die Knochen hinhalten! Gut, da unterscheiden sich die Einstellungen schon mal. Ganz wie im ‚richtigen Leben‘. Jedoch ist dann irgendwann gegen Ende zwanzig, Anfang dreißig Schluß mit aktiver Spielerkarriere. Deswegen: Fußballspielen, und versuchen jeden Gegner zu schlagen! Sportlich bleiben und sich für sein Geld und den Verein ordentlich reinhängen!!! Und dann vielleicht überraschen!!! Und hinterher versuchen sich ein prominentes Trikot zu ergattern um dieses seinen Kindern stolz zu präsenetieren oder gar zu vererben. Je nach Spiel;) Ich will hier eigentlich nur die Motivation oben halten. Für alle die, die rechnen und/oder zu viel nörgeln! Freu mich auf die letzten 2 Spiele! Gegen Hamburg dann vielleicht mit Belohnung unterm Baum. Vielleicht singt die Arena ja dann Weihnachtslieder vor Freude über einen noch möglichen dritten Tabellenplatz! Na dann: Oh du Fröhliche! und: GlückAuf!!!

  16. derwahrebaresi sagt:

    @voice

    was breitner nicht gesagt hat … die bauern konnten das stadion nach der olympiade nahezu MIETFREI nutzen.
    das macht schon einen gewaltigen unterschied gegenüber den anderen vereinen aus.
    obendrein war es zu seiner zeit das größte (@fassungsvermögen) stadion in deutschland

  17. Trainer Baade sagt:

    Dass Bayern keine (oder fast keine) Miete bezahlen musste, stimmt nicht.

    Die Olympischen Spiele 1972 bescherten Bayern München das Olympia-Stadion (Kosten: 85 Millionen Mark) für 76 000 Zuschauer. In fünf Jahren setzte Bayern München nahezu 50 Millionen Mark im neuen Stadion um — führte allerdings fast 25 Millionen an Steuern, Mieten und Abgaben ab.

    Quelle: Spiegel.

    Wobei ich jetzt keine Vergleichszahlen habe, was andere Clubs aufbringen mussten bzw. erlösen konnten. 5 Mio pro Jahr klingen da doch recht hoch.

    Das Fassungsvermögen hat allerdings auch nicht den alles entscheidenden Unterschied gemacht, auch wenn damals Ticketeinnahmen ein sehr bedeutender Faktor des Haushalts waren.

    Ich hatte letztens aber mal geguckt und der Zuschauerschnitt der Bayern war seit Einzug ins Olympiastadion bis Anfang der 1990er nicht bemerkenswert höher als jener der Konkurrenten, das Stadion war nur 1-2x pro Saison ausverkauft, meist gegen den aktuellen Titelkonkurrenten und ansonsten standen da auch nur 12.000 gegen Braunschweig oder 17.000 gegen Düsseldorf rum.

    Quelle: meine Erinnerung an Recherchen letztens.

    Dennoch kann es sein, dass ich mich täusche und die Einnahmen der Bayern tatsächlich doch relevant höher waren, weil die Unterschiede damals ja gering waren und ein ausverkauftes Haus mehr schon bedeuten konnte, mit dieser Kohle den Konkurrenten durch Abwerben von Spielern zu schwächen, was unbestritten die Strategie war (oder den Konkurrenten ganz nach Reagan’scher Doktrin kaputtzurüsten).

    Wobei ich merke, dass ich hier selbst zu viele Fragezeichen und nicht geklärte Vergleichsmöglichkeiten von Zahlen drin habe, es bleibt also schwammig. Jedenfalls waren die Bayern im Olympiastadion nicht mietfrei.

    Eigentlich müsste man diese ganze Legende mal in einem kompletten Beitrag aufdröseln, aber ich will hier jetzt auch nicht die Kommentare kapern.

  18. malte sagt:

    Es gibt auch ohne Titel noch viel zu erreichen bzw. reichlich Verbesserungspotential. Schalke spielt zwar regelmäßig in der CL und hat dort in den letzten Jahren auch meistens die Vorrunde überstanden, aber es war fast immer viel Glück im Spiel und auch immer auf den letzten Drücker. Vom Budget (bzw. der Ausgabenseite) ist man sicher unter den Top 3, sportlich aber eher unter den Top 6 und hatte halt die letzten Jahre Glück, dass es gerade noch Top 3 oder 4 wurde.

    Man rechnet irgendwie immer damit, dass die aktuelle Saison die letzte Saison mit CL-Fußball werden könnte. Ein erster großer Schritt (und damit auch ein sportliches Ziel) könnte es also schon sein, den eigenen Anspruch, unter die Top 3 der Bundesliga zu gehören, nachhaltig zu untermauern. Also was auch DerTobi sagt: die Schere zu den anderen Clubs etwas vergrößern.

  19. bernd sagt:

    @Malte
    „Schon komisch, viel mehr Geld haben die doch schon länger.“
    Vielleicht ist es Zufall, aber aktuell haben Chelsea, Real, Atletico, Paris und Bayern Trainer die es geschafft haben aus den teuren Einzelspielern eine Mannschaft zu formen. Das war früher anders, da bildeten Manchester U. und Barca eher die Ausnahme.

  20. johajoha sagt:

    @McP

    Mit Sport hat die Veranstaltung Fußball auf DFB-Pokal Niveau eh nur noch nebensächlich zu tun? Aber wie geschrieben, vermutlich verstehe ich Dich falsch.

    Die Entwicklung ist hier ähnlich. Im DFB-Pokal haben die „Kleinen“ sicherlich den Vorteil, dass sie in den ersten Runden eventuell etwas eingespielter sind, als die Bundesligisten (soll keine Entschuldigung für uns sein ;) ). Form schlägt Klasse eben. Auch gibt es keine Gruppenphase, keine Rückspiele etc. wodurch die Großen in längeren Wettbewerben kleinere Ausrutscher ausbügeln können.

    Chelsea hat ja auch in Maribor nur einen Punkt geholt. Gegen uns im Hinspiel auch. Im Pokal würden sie eventuell so im Elfmeterschießen verlieren. In der CL gewinnen sie die restlichen 4 Spiele, sind souverän durch und plötzlich Titelanwärter.

    Tendenziell sind in den letzten Jahren unterklassige Vereine auch in den letzten Runden des DFB-Pokals immer weniger vertreten. Von 1987 bis 1997 waren die Bayern in KEINEM Pokalfinale. Hat mich auch überrascht. Seit 1998 standen sie in 11 von 17 Finals. Dortmund in 3, Schalke und Bremen in 4.

    Ob das Sport ist? Im Sinne von Leibesertüchtigung mit Sicherheit. Aber je kleiner der Kreis der möglichen Gewinner wird, ohne dass die Teilnehmerzahl sich verringert, desto mehr wird aus einem eigentlich sportlichen Wettbewerb ein sportliches Spektakel ohne viel Wettbewerb.

  21. der grafschafter sagt:

    ja klar, die cl ist eine zweiklassengesellschaft. da kann man wenig machen.
    ob es auf dauer gut für die liga ist, wenn die tiroler derart dominieren,
    bezweifle (nicht nur ) ich. s. Vogts am sonntag im doppelpass. Breitner
    danach muß man nicht mehr ernst nehmen.
    ich denke schon, das Schalke 04 vieles richtig macht.besonders wenn ich auf den vereinseigenen nachwuchs schaue.
    was oft probleme macht, sind die allg. sehr hohen ausgaben für die lizenzspieler. hier erwartet man dann einfach mehr leistung. wenn spieler bei uns sind, verlieren sie ob des guten geldes manchmal die lust aufs spiel oder sind ewig (warum eigentlich) verletzt. hierfür stehen z.b.
    obasi und sam. oder sind sie wirklich krank? man weiß es natürlich nicht wirklich und deshalb muss man wohl auch hier nachsicht üben.
    alles in allem können wir stolz auf unseren verein sein.

  22. Manfred sagt:

    @ Trainer auf Kaperfahrt^^, der Punkt war aus meiner Sicht immer der, dass ihnen das Stadion quasi hingestellt wurde.

  23. Donauschalker sagt:

    Die monetäre Situation sieht tatsächlich so aus und gebe dir recht. Aber im umkehrschluss sollte es einen Ansporn sein, seine Finanzen zu regeln, ein gutes und fachkundiges Management zu installieren, die Maßstäbe an Trainer und Mannschaft zu definieren und mit ein wenig Glück und Spucke mal ein paar Jahre gut zu investieren und arbeiten. Denn dann denke ich kann man in ähnliche Fußstapfen treten wie die Südstaatler.

    Denn diese sind nicht nur wegen der Millionen der letzten Jahre wegen anteilsverkauf so „Reich“ und erfolgreich, sondern weil davor schon der Grundstein gelegt wurde. Den andere haben ja inzwischen den Weg beschritten Anteile zu verschachern. Jedoch mit einem Zehntel von den südstaatlern. Und das Geld ist schnell weg und ist nicht endlos machbar. (Aber das ist ja noch ein anderes Thema)
    Den ist das Stadion bei uns auch mal abbezahlt, dann wäre bei uns auch mehr in der Kasse.

    Will jetzt auch nicht falsch verstanden wissen, das es im Moment nicht auf Schalke vorherrscht, sondern das wir in der Vergangenheit ein paar Fehler begangen haben die es jetzt gilt nicht mehr zu machen. Und dann sollte, wahrscheinlich nicht die nächsten Jahre, aber auch der Schritt nach oben gelingen.

    Und im Moment das mögliche erreichen und da hilft uns die Champions-League enorm weiter, wenn wir die regelmäßig erreichen.

  24. BlueNote sagt:

    Mein Frust sitzt mittlerweile tief.

    Frust darüber, leidenschaftlicher Anhänger eines Clubs zu sein, der auf der einen Seite aus finanziellen Gründen unbedingt in einem künstlich aufgeblähten, der völligen Dekadenz verfallenem, Wettbewerb spielen muss, um die Konsolidisierung voranzutreiben, der aber andererseits (derzeit) ein Niveau hat, welches ihn eher in der Euro-Ligue zu einem der Favoriten machen würde. Was übrigens keine Schande ist. Zur CL (so wie sie heute aufgestellt ist) verdammt zu sein, ist doch eine viel zu große sportliche Bürde für unseren Herzensclub…Und dies wird sich auf Jahre hinaus kaum ändern können. Also erträgt man brunzlangweile Vorrunden-Unentschieden oder -Niederlagen, um am Ende zu hoffen, dass im Achtelfinale nicht gleich ein Klopper kommt. Früher freute man sich irgendwie mehr auf solche Spiele. Was ist bloß passiert?

    Frust darüber, dass Sport oft genug nur noch Mittel zum Zweck ist, vorbei an den Wünschen, Träumen und Bedürfnissen der Fans, die das ganze Spektakel am Ende dennoch bezahlen mit Ihren Pay-TV-Abos, mit den Produkten, die sie kaufen und deren Hersteller am Ende die Vereine und die UEFA mästen und die die Eintrittsgelder in den Stadien zahlen oder Merchandising-Artikel in den Arenen und Online-Shops kaufen. Ich gehöre auch dazu, warum motze ich dann bloß???

    Frust darüber, dass mein Club für eine Sitzplatzkarte gegen Madrid rund 25,00 € (!) Top-Zuschlag verlangt. Für mich ein Schlag ins Gesicht. Dann doch lieber Bela-Rethy oder gar Marcel Reif…??? Pest und Cholera, wo man hinschaut?

    Frust darüber, dass ich, egal mit wem ich über Fußball rede, ständig höre, dass es anderen genauso geht, sich aber dessen ungeachtet nichts, aber auch garnichts, zum Positiven ändert. Ganz im Gegenteil, die Liga in der Liga manifestiert sich, Clubs aus der zweiten Reihe sind nur noch Erfüllungsgehilfen für die Zahlenspiele der UEFA. Nur noch Staffage, damit die vier ganz großen Clubs Alibi-Gegner haben in einem einfach nur lächerlichen Wettbewerb. Schlachtvieh sozusagen. Wer weiß, wann es in der DFL auch soweit ist. Vielleicht haben wir es einfach nur noch garnicht bemerkt???

    Die gelegentlichen Aussetzer der Münchener oder Ausrutscher der Schwachgelben, sind ja fast schon die alleinigen Highlights im alljährlichen Einerlei. Über den dritten Platz von Augsburg freut man sich ja fast schon mehr als über den vierten Platz des eigenen Clubs am Ende der Saison…puh…schwere Kost…Liegt’s nur an mir, am Winter, am Blues?

    Früher war weiß Gott nicht alles besser, aber als bekennender Fußballromantiker hätte ich zumindest gerne wieder die guten alten Wettbewerbsregeln zurück. Von Beginn an K.O.-Runde, nur die Meister in der CL, alle anderen in der Euro-Liga. Fertig. Alles andere ist für mich nicht die Kreide am Eckfahnenviertelkreis wert…

    Und wo wir schon dabei sind: Alles andere als Buli samstags 15:30 Uhr ist auch Biberkacke…

    Wer’s bis hierhin geschafft hat: Danke für’s Lesen, Gutfinden, Schlechtfinden, verständnislos-den-Kopf-schütteln, ja-geht-mir-genauso-seufzen. Ich wollte auch einfach nur mal darüber reden…

    Wie auch immer. Morgen abend sitze ich wieder vor der Glotze und gebe mir das NRW-Derby bei den Landbroten…komme was da wolle…Ich stelle mir einfach vor, dass die Paderborner eines der arriviertesten Top-Teams der Liga sind, dass Form Klasse schlagen kann (hoffentlich haben unsere Jungs zumindest eines der Tribute morgen Abend), dass es nichts Geileres gibt als Flutlichtspiele am Mittwochabend und dass mir wieder Haare wachsen……vielleicht hilft’s ja…

    Ich will auf’n Arm!

  25. Lutt sagt:

    Mittlerweile ist die Liga wie ein Tannenbaum (oh, ich bin weihnachtlich drauf), in dem alle guten Spieler der unteren Vereine ein oder zwei Zweige hochkrabbeln können.
    Das ist ja genau das Problem und der Grund, warum ein Verein mal die Bayern für ein, zwei Jahre überholen kann. Das sehen wir aktuell an Götze und Lewandowski, die am obersten Zweig angekommen sind.
    Wird also ein Verein mal richtig gut, kann die Bauern mal ärgern, sei es wegen guter Zukäufe, Trainer, eigener Jugendarbeit oder sonstwas, kommen die Bauern und kaufen die Topspieler weg.
    Schade nur, dass an dieser Stelle das Geld die Welt regiert, denn wenn mal eine solche Mannschaft für ein paar Jahre zusammen bleiben würde, könnte sich echt was Spannendes entwickeln. Passiert nur nicht.

    Währenddessen hat Schalke nur die Möglichkeit „unterer Zweige“ zu bedienen, nämlich Mainz, Düsseldorf, hm, naja, Leverkusen, eigene Jugend, HSV, ggf. Ausland usw. Kann auch Gutes bei rumkommen, ja – aber wenn es zu gut wird, kommen – schwups, ihr ahnt es – die Bauern (s. Neuer).
    Super eigentlich, dass unser Herr Draxler leistungsmäßig mal zum richtigen Zeitpunkt eingeknickt ist, sonst wäre er nämlich auch schon weg.

    Bei den Bauern lag Vieles an Hoeness, aber auch am Glück. Ich glaube, der BxB hatte mal eine Phase Ende der 90er, wo es was hätte werden können. Dann kam die Katastrophe mit den TV-Geldern und Aktienwahn und schon war vorbei. Das konnte Bayern damals schon viel besser verkraften.
    Und seit ~2000x sind die CL Gelder so immens hoch + Aktienverkäufe etc., dass die Finanzschere größer ist als die in der Duldungsstarre von Gina Wild.

    Das Ganze geht in eine sehr langweilige Richtung und kann m.E. nur dadurch reglementiert werden, dass in der CL weniger Kohle ausgeschüttet wird. Vielleicht einfach mal die Eintrittspreise senken, CL ins Free TV oder Freibier für alle. Ach, wär das schön. Oder ein Ligafinanzausgleich ;-) – da sind die Bauern ja schon dran gewöhnt…
    Auch eine Gehälterdeckelung für Fußball-Profis wäre vielleicht eine faire Möglichkeit, so ähnlich wie es die Schweiz mal für Manager versucht hat.
    Ach wäre das geil: die Profis verdienen nur noch max. 5 Mios, dafür kostet die Eintrittskarte wieder 10 EUR – und es rennen nicht mehr alle zu den Bauern.

    Leider alles Utopie. Aber solange bei den Bauern noch solche Vollhonks wie Breitner rumrennen und der Präses im Knast sitzt, gebe ich die Hoffnung nicht auf.

  26. Michael sagt:

    Liebe Schalker, ich kann euren und meinen frust sehr gut verstehen. aber mal ganz ehrlich paule breitner hat recht. wir – die traditionsklubs hinter den bayern haben sich das selbst eingebrockt. wer Jahre lang keine vision hat und nachhaltig wirtschaftet, der kann nicht premium sein. das ist in der Wirtschaft nicht anders.
    und ohne CL Gelder und gasprom würde es bei uns ja noch schlechter aussehen. was ist wenn morgen gasprom den gas und geldhahnen zudreht, was durchaus realistisch ist, weil der image gewinn für gasprom nicht der war den die sich erhofft haben (die augenblickliche politik tut ihr übriges dazu) dann ist ein huntelar nicht zu halten.
    ich bin der meinung, dass die schalker emotionalität und das nicht aufgeben und den glauben an diesen verein als unser höchstes gut ansehen müssen und jeder spieler, der bei uns im kader steht, muss diese zumindest für die zeit, wo er hier spielt zu100% beherzigen. dann, aber auch nur dann sehe ich langfristig die chance auch den ganz großen das Wasser zu reichen. hierzu ist es absolut wichtig, bei den spieler auch auf ihren charakter zu achten und wir, die fans wie auch die verantwortlichen müssen das vorleben. (schlage bei uli hoeneß nach).
    aber wir machen zu oft den zweiten schritt vor dem ersten. deshalb ist kontinuierlich auf die jungen talent setzten und wer hier auf schalke nicht mehr spielen will, verkaufen – grüße

  27. Voice sagt:

    Oh man, jetzt bin ich beim Lesen fast vor Lachen vom Stuhl gekippt…

    „…dass die Finanzschere größer ist als die in der Duldungsstarre von Gina Wild…“

    herrlich, ganz großer Sport, danke Lutt!

  28. Stollengewitter sagt:

    @BlueNote

    Ein Kommentar den ich zu nahezu 100% unterschreiben kann. Sprichst mir aus der Seele.

    PS:

    Ich will auch aufn Arm :)

  29. ReinerEdelmann sagt:

    @Torsten,

    Sehr treffende Betrachtung! – Ich denke lediglich, dass dieser fehlende Wettbewerb genauso in BuLi und DFB-Pokal (nicht-)stattfindet. Auch in anderen Sportarten ist das zu beobachten, ob Formel 1, Bobfahren etc. etc.

    @BlueNote,

    Danke dafür!

    Bruchhagen hatte die sich öffnende Schere schon vor zig Jahren angesprochen; damals haben wir Schalker gerne weggehört, da wir uns auf der Seite der Profiteure wähnten. Who cares for Frankfurt, Mainz, Freiburg und die anderen „Hungerleider“, die nicht nach oben kommen? Selbst Schuld, _wir_ haben ein Recht darauf, um die Meisterschaft zu spielen.

    Jetzt sehen wir aber, dass wir auch nicht mehr mitspielen dürfen; wir in Europa Zwerge sind und Oberhaching meilenweit enteilt ist. Jetzt werden wir aber sauer: Das ist doch unfair, wir können finanziell nicht mithalten, das ist doch kein Sport mehr!
    Wir sehen nun, wie sich andere Vereine in der BuLi fühlen müssen…

    Ich bin schalkemäßig in den 80er Jahren sozialisiert worden, als es nichts zu gewinnen gab (doch: Zweitligameister!). Logisch, ich will meine Schalker immer siegen sehen, aber so wichtig sind mir Erfolge gar nicht. 653 Jahre keine Meisterschaft? Na und? Der Mythos braucht keine Titel (nimm´ das, Koan Noya!).

    Ich will aber einen Verein sehen, der für gewisse Werte steht – eben e.V. bleibt, den Jugendspielern eine gute Ausbildung vermittelt (nicht nur in fußballerischer Hinsicht), weltoffen ist und nicht _jeden_ Kommerz-Scheiß mitmacht. Hier stoßen mir die Aktivitäten von Jobst sauer auf. Die zweitmeisten Facebook-Follower, besonders stark in China, Trainingslager in Katar (!) – watt soll das, FC Schalke 04?

    Sportlich wünsche ich mir eine klare Handschrift, die leider mit Panikkäufen wie Boateng und zig Trainerwechseln kaum zu schaffen ist. Wirtschaftlich hoffe ich, dass man spätestens 2017 ohne Gazprom auskommt (s.o.: Werte) und dass Tönnies den Hut nimmt.

    Am wichtigsten ist mir aber: Demut.

    By the way, ich finde den Vorschlag, nach Oberhaching nur mit der „B-Elf“ zu fahren, wundervoll. Dies sollten alle Bundesligisten so handhaben. Dazu kann dann Niersbach direkt am ersten Spieltag Lahm die Meisterschale in den Arsch schieben – aber bitte mit Konfettikanone.

  30. schoschi sagt:

    Herrlich! Der Humor der letzten Beiträge verannlasst mich auf meinen Blog-Wunschzettel zum Ende diesen Jahres und zum Ende der Hinrunde zu mehr Schmunzelbeiträgen aufzurufen! soo viele Zahlen:) Wenn all die Breitners, Reifs etc. herhalten müssen….gerne! Auf meinen Zettel kommen noch 6 Punkte! GlückAuf

  31. derwahrebaresi sagt:

    @By the way, ich finde den Vorschlag, nach Oberhaching nur mit der “B-Elf” zu fahren

    ja, leider hatte bisher nur veh (seinerzeit) mit frankfurt den mut.

  32. BlueNote sagt:

    Kurz OT: Sorry für die Irritationen, die ich hier erzeugt habe. Der Beitrag http://koenigsblog.net/2014/12.....ment-55888 stammt tatsächlich aus meiner Feder. Da ich in anderen Foren mit dem Namen „Blues“ unterwegs bin, hatte ich diesen Namen im Eifer des Gefechts auch hier verwandt und ganz vergessen, dass es hier ja bereits einen Stamm-User namens „Blues“ gibt. Torsten hat mich freundlicherweise vorhin per E-Mail darauf aufmerksam gemacht. Er wird den obigen Beitrag bzw. meinen Usernamen dort in Kürze wieder in „BlueNote“ umeditieren.

    @blues (den Echten!): Sorry für’s versehentliche Kapern Deines Nicks

    @Reiner Edelmann: Danke auch für Deine Gedanken und vor allem für Deinen letzten Satz. Bei der Konfettikanone habe ich ein halbes Mett-Brötchen auf den Monitor geröchelt…Sehr geil :-)

    Die andere Hälfte ging schon bei der Duldungsstarre von Lutt drauf…puh… :-)

  33. blues sagt:

    @BlueNote

    Keine Ursache. Ich wollte ja nicht mit fremden Federn geschmückt werden. Deinen Kommentar finde ich gut, er hätte inhaltlich von mir sein können.

  34. ney sagt:

    Den hab ich nicht verstanden. „Eine Finanzschere größer als
    die in der Duldungsstarre von Gina Wild“ – was für eine
    Finanzschere gibt es denn in einer Duldungsstarre? Oder
    gab es spezielle Finanzscheren im Leben von Gina Wild?

  35. Rjonathan sagt:

    Wann war eine Schalker Mannschaft denn eigentlich mal ein realistischer Favorit für das Viertelfinale (oder gar Halbfinale) in der Champions League? Manche Beiträge lesen sich, als sei uns etwas verloren gegangen. Na klar wollen wir alle gerne mal ins Finale! Aber das war doch in den guten alten Zeiten kein Spaziergang, zu den besten vier Mannschaften Europas zu gehören.

    Dramatischer ist doch die Entwicklung in der Bundesliga aufgrund der regelmäßigen CL-Einnahmen. Und da gehören wir ja noch selbst zu den Profiteuren.

    Meiner Meinung nach wäre die Lösung eine echte erste europäische Liga. Wie der Auf- und Abstieg da geregelt werden sollte ist mit noch nicht ganz klar, aber ein Abzug der Top-Clubs aus den ersten Ligen wäre doch nur konsequent. Und für die Fußball-Spieler auch gesünder, weil der Spielplan sich entzerren würde. Allein: das wird kein Landesverband mit sich machen lassen, dass er seine Topmannschaften bei der UEFA abgibt und nur noch die „zweite“ Liga betreiben darf.

  36. Սաշա sagt:

    Von wegen „mit sich machen lassen“… Diese „Erste europäische Liga“ wie du sie vorschlägst, war ein Gespenst, dass in den 90ern ständig durch den europäischen Fußball geisterte. Immer dann nämlich, wenn ein sogenannter Topklub der Meinung war, dass die Konditionen, zu denen er am Wettbewerb teilnehmen muss, nicht seinen Vorstellungen entsprechen. Immer ganz vorne dabei: Kalle R. aus M. Wenn man sich das heutige Kräfteverhältnis im europäischen Fußball anschaut, wird schnell klar, dass diese CL der „Kompromiss“ ist, den die UEFA und die Landesverbände eingegangen sind, um die Topklubs von der Gründung ihrer Superliga abzuhalten. Konsequent wäre es mittlerweile tatsächlich, wenn man den letzten Schritt zu einer exklusiven Operettenliga nun auch noch vollziehen würde.

    Von mir aus können die das gerne machen. Und mit „die“ meine ich ganz deutlich nicht „uns“.

  37. MarcB sagt:

    Als Barca die CL gewann, habe ich mal irgendwo aufgeschnappt, das der Verein drauf gelegt hätte. Die Prämien der Spieler seien höher gewesen, als die Einnahmen.
    Kann dazu im Netz nichts finden, nur ein Artikel über die Bauern:

    http://www.t-online.de/sport/f.....aemie.html

    Nicht genannt sind der Trainer und der ganze Anhang.

  38. Սաշա sagt:

    Richtig, Barca hat 2011 vier Millionen Euro Verlust mit dem CL-Sieg gemacht. Kann ihnen aber egal sein, denn die bekommen ganz andere Fernsehgelder aus aller Herren Länder und ich kann mir die Phantasiesumme gar nicht ausmalen, die Barca alleine mit dem Verkauf von Messi-Trikots macht.

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