Ausnahmepunktgewinn

Der FC Schalke 04 spielt beim FC Bayern 1:1 unentschieden. Damit ist Schalke der erste Club überhaupt, der in dieser Saison in München einen Punkt gewinnen konnte! Ein verdienter Erfolg nach einer taktisch guten Leistung.

Über weite Phasen des Spiels war der FC Bayern die bessere Mannschaft. Oft genug fehlte es Schalke an Präzision, wurden Konter nach Ballgewinnen überhastet angegangen und vertändelt. Schalke änderte seine Spielweise auch nicht, als Jerome Boateng von Platz gestellt wurde, als man in Überzahl war. Und dann war da noch der doch sehr schwach geschossene, vergebene Elfmeter. Das führte dazu, dass Schalker um mich herum am Ende nicht zufrieden waren mir dem Spiel der eigenen Mannschaft.

Solch eine Unzufriedenheit lässt mich nur mit dem Kopf schütteln.

Einen Elfer so zu vergeben ist doof, sicher, aber das gilt es abzuhaken, in dem Moment, in dem es passiert. Der FC Bayern München gehört zu den Top-Teams der Welt, steht auf einer Stufe mir Real Madrid, das Schalke zuletzt gleich zweimal die Hosen auszog. In den bisherigen 9 Heimspielen gewann München 9 Mal, bei 28:2 Toren. Beim letzten Auswärtsspiel der Schalker in München stand es nach 28 Minuten 4:0 für die Bayern. Dies zu verhindert war das erste und mehr als legitime Ziel einer gut organisierten, defensiven Herangehensweise der Schalker in diesem Spiel.

Eine Herangehensweise die funktionierte, auch wenn sie nicht alle Chancen verhindern konnte, dafür ist München einfach zu stark. Eine Herangehensweise, die immer auch Kontersituationen ermöglichte, auch wenn diese zu selten gut ausgespielt wurde. Selbstverständlich wünscht man sich mehr, aber soweit ist Schalke eben noch nicht. Roberto Di Matteo ist erst seit 120 Tagen Trainer auf Schalke, und zwischen der kurzen Phase Rangnick und ihm lagen 3 Jahre taktisches Stückwerk.

In diesem Spiel lies Schalke den Bayern kaum Raum. Wo auch immer auf dem Platz München einen Ball gewann, sofort war Schalke hinter dem Ball in Überzahl. Ein Joel Matip agierte, als hätte er nie gefehlt. Spieler wie Meyer, Sam oder Prince mochten offensiv überhastet agiert haben, defensiv waren sie aber eine Laufstarke Reihe weit vorne. Ohne den nun mal unstoppbaren Weltklassespieler Ajren Robben wäre München kaum zu Torchancen gekommen.

Eine defensivtaktische Mannschaftsleistung wie diese und ein Punkt in München ist, gemessen am Stand des FC Schalke 04 unter Roberto Di Matteo, an dem zur Verfügung stehenden Kader und in Anbetracht der Tatsache, dass man in der zweiten Hälfte auch noch mit einem Juniorentorhüter antreten musste, aller Ehren wert. Darüber darf, nein, darüber sollte man sich freuen. Wer das nicht schafft, tut mir fast schon leid. Drei oder mehr Tore erzielt Schalke dann wieder gegen Clubs wie Stuttgart, Mainz oder Wolfsburg.



69 Kommentare zu “Ausnahmepunktgewinn”

  1. Simon sagt:

    Ich bin sehr zufrieden! Endlich haben wir uns mal nicht in München abschießen lassen, sondern mit Kampf und recht guter Defensivorganisation dagegengehalten. Das ist in meinen Augen dann durchaus ein Fortschritt, den man erkennen kann.

    Schade nur, dass der Elfer so schwach geschossen war. Vermutlich wäre dann sogar mehr drin gewesen. Aber ein 1-1 bei den Bayern ist noch nie ein schlechtes Ergebnis gewesen.

  2. Ney sagt:

    Sehr zufrieden. In München gewinnt das tapfere Schalke genau dann, wenn der Gastgeber mit 9 Mann, dabei ohne Torwart [1] und mit Weiser, Rode, Kurt, Gaudino spielt. Sofern wir 2 Elfer vorgegeben kriegen.

    [1] Es gibt eine humorige Statistik anhand der Schüsse aufs Bayern-Tor, die besagt, dass Bayern München in der vergangenen Saison auch ohne Torsteher Meister geworden wäre.

  3. Simon sagt:

    Tja, man kann sich eben alles auch schlecht reden.

    Eine defensive Taktik war genau das Richtige. Alles andere ist gegen Bayern blanker Selbstmord. Etwas mehr Mut nach vorne, wäre nicht schlecht gewesen, aber es fehlen wie schon gesagt zur Zeit auch eine ganze Reihe guter Konterspieler.

    Gegen Gladbach sollten wir aber natürlich nicht in der Art spielen, wie heute abend. Das ist vollkommen klar.

    Nebenbei. Wo die DFL doch gerade im Sheriff-Modus ist, sollte sie sich überlegen ‚den Pep‘ mal für 1-2 Spiele auf die Tribüne zu schicken. Der hat sie doch nicht alle.

  4. blues sagt:

    @Torsten
    ohne Zweifel ein extra schöner Punkt!

    Aber dein Verständnis hätte ich mir mal – in den langen Monaten der tiefergelegten Kritik – für Keller gewünscht. Einen spielerischen Fortschritt sehe ich nach vier Monaten Di Matteo übehaupt nicht. Taktisch, mit der 5er-Kette hat er ein Steinchen hinzugefügt. Für diese 5er Kette haben wir aber auch in der Winterpause über 12 Mill. Euro zusätzlich ausgegeben. Übrigens, dieser Keller spielte in der Hinrunde gegen die Bayern auch unentschieden. Da waren die sogar über 90 Miunten vollzählig. Und Schalke hatte noch 12 Mill. Euro weniger Schulden.;-)

    @Simon
    Der Pep hatte mit seinem kunstvollen Schalgehänge und dem Platzverweis von des Prinzen Bruders, eine doppelte schwere Last zu tragen. Da er mit dem schweren Schal gar nicht die Tribüne hochgekommen wäre, hatten die Referees Mitleid mit ihm.
    Von Peps´voluminösen Schalarrangement hörte ich das Gerücht, dass der Uli das in in der Anstalt selbst häkelt. Es wird also noch eindrucksvoller werden und der Pep wird dann noch schwieriger auf die Tribüne zu verweisen sein.

  5. Ney sagt:

    @Simon
    Inwiefern schlechtreden? Schalke würde in München nur unter sehr besonderen Bedingungen gewinnen, da ist 1 Punkt doch vorgezogenes Ostern.

  6. Voice sagt:

    Ich kann das Gerede vom fehlenden Mut auch nicht verstehen. Der Sky-Reporter z.B. hat sich ja gar nicht mehr eingekriegt. Man muss das doch mal so sehen, nur durch die rote Karten hatten wir überhaupt eine Chance dort etwas mitzunehmen. Der bisherige Saisonverlauf zeigt doch, dass es kaum etwas auszurichten gibt gegen diese Mannschaft (9 Heimspiele, 9 Siege). Elfer vergeben ist natürlich bitter, aber Torchancen werden nun mal auch mal ausgelassen, seis drum. Bin zufrieden, Bayern hatte deutlich weniger Torgelegenheiten als sonst. Geärgert haben mich nur die vielen leichten und unnötigen Ballverluste in der Vorwärtsbewegung, da hätte man evtl. die eine oder andere gefährliche Situation kreieren können.

    Jedes mal aufs Neue verschlägt es mir aber die Sprache ob dieser Ausfallmisere jenseits aller Wahrscheinlichkeit. Nach drei gespielten Halbzeiten in der Rückrunde waren es schon wieder vier neue Ausfälle. Unfassbar.

  7. Detlef (Doktor_d) sagt:

    Ebent.
    Wer sich über einen Punkt in München nicht freut, dem ist nicht zu helfen. Das die Bayern nur mit 10 Mann spielten machte es für Schalke nicht schwerer, aber das ist zumindest mir sch…egal.

    @voice
    Der Sky Kommentator ist Lüdenscheider und auch sonst eher schwer erträglich.

    @Torsten
    Mehr Tore gegen Mannschaften wie … und Wolfsburg?
    Sind wir ein wenig euphorisch? Recht so.

  8. Dirk sagt:

    Bin ebenfalls zufrieden. Unter anderem auch mit der Audio-Option auf Sky, wo man den Kommentator weg- und die reine Stadionatmo anschalten kann (bei Marcel Reif ist das Pflicht, und gestern bei dem Dittmann musste es auch sein).

    Nein, es unter’m Strich gibt’s nix zu möppern.

  9. Carsten sagt:

    ein Punkt womit keiner gerechnet hat…

    im Gegenteil… es wurde ja Schalkes „abschlachten“ als Rache für das letzte Freitagspiel prognostiziert!!! da waren sich doch alle einig!

    um so mehr freue ich mich…. ich bin zufrieden!

  10. Mario Albrecht sagt:

    Es ist mir ehrlich gesagt völlig egal, wie die Leistung und das Auftreten bewertet werden.
    Am Ende haben wir einen Punkt, den noch keine andere Mannschaft gewonnen hat. Das alleine zählt.
    Hätten wir versucht, mitzuspielen und zur Halbzeit mit 3-0 zurückgelegen, hätten sich die gleichen Klugschießer wieder darüber bemoppert, wie man mit solch einer Harakiritaktik in München antreten kann.
    Die Taktik war offensichtlich genau richtig und hat zum gewünschten Erfolg geführt, wir haben nicht nur keine Klatsche bekommen, sondern mit Mumm dagegen gehalten.

    Die Zwischenbilanz weist somit drei Punkte mehr aus, als in der Hinrunde nach zwei Spielen.
    Über fehlenden spielerischen Fortschritt zu jammern mag ja gerechtfertigt sein, aber es sind immer noch die Punkte, die zählen.
    Und wenn uns ein ähnliches Spiel am Freitag drei Punkte beschert, fahr ich zufrieden nach Hause.

    Gladbach spielt auch nicht souverän, Leverkusen wie eigentlich immer auch nicht, Wolfsburgs Supermannschaft mogelt sich in Frankfurt zu einem Punkt, und keine dieser Mannschaften muss auch nur annähernd so viele Spieler ersetzen, wie wir.
    Die VW-Betriebssportgruppe verjubelt in drei Transferperioden fast 100 Millionen Euro, die sie gar nicht hat, das darf man alles nicht außer acht lassen.
    In Leverkusen ist auch keine signifikante Verbesserung des Spiels erkennbar, und was sind die zwischenzeitlich bejubelt worden.

    Das Ziel der direkten CL-Quali ist nur ein paar Punkte weg, obwohl die Mannschaft im Drei-Tages-Rhythmus neu zusammengestellt werden muss.
    Ich meine, dass wegen all dieser Umstände
    erstens das Erreichte ein respektables Zwischenergebnis nach dem Rückrundenstart darstellt und
    zweitens der Trainer das Beste aus den vorhandenen Mitteln macht.

    Und genau das konnte Keller nicht.

    Grüße,

    Mario

  11. Juergen_s04 sagt:

    so ein schöner Tag, ich freu mich noch immer :-)

    Zum Glück wurde die defensive Ausrichtug nach dem Platzverweis nicht verändert, wahrscheinlich der Schlüssel zum Ergebnis.

    Die Sky Kommentare sind für Schalker Fans doch fast immer schwer erträglich.

    @Dirk
    -in diesem Zusammenhang muß aber noch einer erwähnt werden
    -Fritz von Thurn und Taxis ist für mich als Kommentator auch ein NoGo… (Ton aus) :-))

  12. Frank aus Rheinhessen sagt:

    Danke Torsten, schön auf den Punkt gebracht. Das einzige nervige gestern waren der Kommentator auf sky und die Nörgler aus unserer
    Königsblau Rheinhessen Truppe. Sehe das ganz genauso, wie du. Taktische Vorgabe befolgt und mit Geduld gearbeitet und gut dagegengehalten. Robben ist einfach nicht zu stoppen, war aber lange Zeit gut im Griff.

  13. eakus1904 sagt:

    Danke Torsten, recht haste!

    Ein Punkt in München ist definitiv ein PunktGEWINN, und darüber darf,nein muss man sich freuen. Jetzt gilt es diesen nur am Freitag zu vergolden.

    Es ist übrigens herrlich zu lesen, wie sich die ganzen Bayern über die Spielweise von Schalke aufregen. Scheint,als hätte der ein oder andere ein Deja-vu…:-)

  14. Oliver Mertens sagt:

    Ich kann mich nur anschließen: Endlich ist die Defensive wieder stabil, es wurde hervorragend verschoben und am Ende verdient ein Punkt geholt.

    Mir geht das Anspruchsdenken von denen, die in München mehr Offensive erwarten, richtig auf den Keks. Ganz vorne dabei ist Kai Dittmann. Ich habe gestern irgendwann auf Stadionton umgestellt, weil ich seine Kommentare nicht mehr ertragen habe. Da hieß es „mutlos“, „kraftlos“ und „enttäuschend“. Das sind dieselben Leute, die einen verhöhnen, wenn man offensiv spielt und eine Klatsche bekommt.

    Ich ziehe den Hut vor Di Matteo und hoffe auf viele weitere Jahre kontinuierlicher Arbeit von ihm. Dann kann Schalke den entscheidenden Schritt nach vorne machen. Und ich ziehe den Hut vor Horst Heldt, der ihn geholt hat.

  15. schalkoholiker sagt:

    Ein Punkt, mit dem vorher nicht zu rechnen war. Sehr gut. EMCM hat mir mit der Analyse seines nicht ganz so prickelnden Elfmeters im Anschluss des Spiels gut gefallen. Und dass der Sky-Reporter nur die Schalker Fehlpässe erwähnt und das bayerische Gestolper unterschlägt: Geschenkt. Läuft für mich unter dem Titel: Ich wiederhole eine Halbwahrheit solange, bis sie sich für mich logisch anhört – denn ich habe ja sonst nix zu sagen…

    Vielleicht wäre es ja eine Option, die Bayern künftig immer nur zu zehnt spielen zu lassen, damit wieder ein wenig Spannung in die Liga kommt. Es gibt doch bei dem ein oder anderen Autorennen auch ein Zusatzgewicht für die dominanten Fahrzeuge, damit die Schwächeren zumindest eine theoretische Chance haben.

    Um mich herum gibt es (leider) jede Menge Bayernfans. Die haben interessanter- und ungewohnterweise heute alle die Schalker Leistung als „top“ anerkannt. Da sollten wir uns nicht selber schlechter machen als wir sind.

  16. bernd sagt:

    Ich war doch sehr beeindruckt von unserem Spiel. Diszipliniert und nicht aus der Ruhe zu bringen. Tatsächlich sehe ich es als Kompliment, wenn die Bayern sich über unsere Spielweise aufregen. Sehr schön auch, dass sich Sam als Option gezeigt hat.
    Gewundert habe ich mich ja, dass Giefer bei Minusgraden in kurzer Hose spielte bzw. stand. Das orthopädische Laienwissen in mir, nannte das schon zu Beginn des Spiels jugendlichen Leichtsinn.

  17. RJonathan sagt:

    Man kann es auch mal so zusammenfassen: In der Startelf stand in keinem Mannschaftsteil die Bestbesetzung in eingespielter Form. Giefer/Wellenreuther im Tor. Nastasic neu und Matip im ersten Spiel nach längerer Verletzung, Boateng und Neustädter zum ersten Mal im neuen System gemeinsam auf der 6, Boateng zum ersten Mal von Anfang an seit längerer Verletzung, Sam zum ersten Mal als Stürmer, Fuchs nominell die Nummer 3 auf der Außenbahn – bleiben nur Höwedes, Uchida, Neustädter, Meyer und ECM. Auswärts gegen den besten Heimverein aller Bundesliga-Zeiten. Da erübrigt sich doch wohl hoffentlich das lamentieren über mangelnde offensive Qualität und Eingespieltheit…

    Ich möchte aber unbedingt Nastasic mal herausheben. Was mir viel zu kurz kommt: Er spielt genau die Pässe, die man sich von ihm erhofft hat. Intelligent und sicher. Kommt nur 2-3 Mal im Spiel vor, aber dann fällt es mir doch jedes Mal sehr auf. Der Gegner presst und stellt alle kurzen Optionen zu, er wird angelaufen, und spielt einen langen Ball ins zentrale oder offensive Mittelfeld, der auch noch ankommt. Das ist, was uns so lange gefehlt hat!

  18. leoluca sagt:

    Ein Remis beim Supermeister ist immer ein Erfolg. Die Mannschaft hat taktisch klug und sehr diszipliniert gespielt. Man hat die Handschrift des Trainers deutlich erkennen können.

    Schalke hat nicht nur gut verteidigt und den Bayern wenig Luft gelassen, auch das Spiel nach vorn war längst nicht so schlecht, wie der unglaubliche Kai Dittmann es dem Zuschauer weis machen wollte. Die Idee war ja offenbar, das Spiel nach vorn in die Breite zu ziehen, den Ball zu halten, um zu plötzlichen Vorstößen in die Mitte zu kommen. Das gelang zwar nicht so oft wie gewünscht, weil der Ball zwar schnell auf die gut positionierten Kollegen gespielt wurde, aber eben häufig nicht präzise genug.

    Gleichwohl blieb die Mannschaft nicht nur hinten stabil: sie ließ sich nicht nach einem ihrer verunglückten Angriffe durch zu langsames Umschalten auskontern. Ich denke, diese Schwäche ist dank Matteo wirklich Geschichte. Nein, man ließ sich auch in der taktischen Ausrichtung nach vorn nicht entmutigen und hätte bis zum Schluss mit etwas Glück das Spiel sogar gewinnen können.

    Boateng hat für mich ein gutes Spiel gemacht und aus dem DM heraus intelligent und sehr kämpferisch gelenkt. Das Duell mit Schweinsteiger kann sich durchaus sehen lassen. Gefreut habe ich mich über Sams Leistung, der endlich gezeigt hat, was er kann. Kam mir teils sogar übermotiviert vor. Dass Joel Matip wieder da ist, und zwar voll, ist eine absolut gute Nachricht. Sehe ihn als den eigentlichen Abwehrchef.

    Beim Elfer muss man einfach berücksichtigen, dass Manuel Neuer jeden Stürmer nervös machen kann. Und dass wir auch einen noch ganz jungen, ziemlich guten Keeper haben, das wissen wir jetzt auch.

  19. Սաշա sagt:

    Ich kann die Unzufriedenheit gut verstehen. Zwar hat man nun in dieser Saison in zwei Spielen gegen den FCB zwei mal nicht verloren, aber dennoch war das ein mutloser Auftritt mit ordentlich Kackstift in der Hose, von dem ich zum Glück nur die Hälfte mit den beiden Toren gesehen habe. Mutlos bedeutet für mich auch nicht, dass man sich zwangsläufig offensiver aufstellen muss, um mutiger zu sein. Die Ausrichtung war vollkommen in Ordnung, denn auch gegen zehn Bayern darf man als Schalke – zumal nicht annähernd in Bestbesetzung – seine Prioritäten auf die stabile Defensive gesetzt lassen. Ich denke allerdings, dass man sich zu wenig zugetraut hat, wenn man den Ball hatte. Zu wenige spritzige Ideen und zuviel vom alten Alibi-Hin-und-Her-Geschiebe bringen einen FC Bayern in Unterzahl eben nicht in Verlegenheit.

  20. Michael sagt:

    Schöne dass wir einen Punkt mitgenommen haben, aber ich frage mich wirklich haben wir eine medizinische Abteilung und Ausstattung, die einem Spitzenclub gerecht wird. Schon wieder eine Muskel/Bänderverletzung, da ist doch was faul. Vielleicht müssen auch die Spieler selbst sich hinterfragen, ob sie alles (z.b. Ernährung, Regeneration) dafür tun oder wird doch zum Teil falsch trainiert, es sind ja auch immer wieder, die gleichen Spieler, die solche Verletzungen bekommen.

  21. McP sagt:

    Den Punktgewinn finde ich völlig in Ordnung. Allerdings habe ich mich während des Spiels schon auch gefragt, wie viele Platzverweise Bayern hätte kassieren müssen, bis Schalke bereit wäre, das Zepter zu übernehmen. Das ist gar nicht als Vorwurf gemeint, sondern als Gedankenspiel. Hätte man sich mit 11 gegen 9 immer noch hinten reingestellt? Schalke gehört vom sportlichen Erfolg sowie vom Geld einnehmen und ausgeben mMn zu den Top20 in Europa. Schalke ist aber nicht in der Lage, 11 gegen 10 in München das Kommando zu übernehmen. Das ist schon ein trauriger Zustand für die Bundesliga.

  22. #Link11: Hakuna Matata | Fokus Fussball sagt:

    […] betrachten das Spiel aus taktischer (Spielverlagerung), Münchner (Miasanrot) und Schalker Sicht (Königsblog). Neuling des Tages war Torhüter Pumbaa Wellenreuther, der in der zweiten Hälfte den […]

  23. schoschi sagt:

    wir spielen nicht den Fußball den die Top3 der Welt spielen! Der Punkt wurde hart erarbeitet, und die defensive Einstellung der Manschaft hat gestimmt. Das kann er ja. Ein vielleicht unattraktives aber erlaubtes und gegen die Bauern, ein fast logisches Mittel um etwas dagegen zu setzen. Und dem kleinen Holländer hats die Lederhose ausgezogen. Von wegen nicht verdient!!! Das war ein zufriedenstellender Fußballabend! Warum sich Fabian Giefer den Muskel verletzt hat will mir nicht in den Sinn kommen. Ausser ich halte es mit der Mutti, die immer gesagt hat: Junge, zieh dich warm an, iss kalt draussen!!! Da war’s doch so kalt!!! Der Dritte Torwart im Spiel!!! was das noch wird!! übrigens war Herr Sam recht fix unterwegs. Herr Meyer ist schnell gefallen und Herr Boateng hat mir offensiv gar nicht gefallen! Und Leroy Sane müsste man vielleicht etwas mehr motivieren!!!! Und gegen Gladbach steht noch was offen!!!! Da wünsch ich mir, wie wir alle mal, ein tolles Spiel mit gutem Ausgang für uns!!! und bitte keine weiteren Verletzten!! Glückauf!

  24. Carsten sagt:

    ACHTUNG
    was für eine Überraschung…. Einspruch Schalkes stattgegeben

    Huntelaar nur noch für 3 Spiele gesperrt

  25. Carsten sagt:

    mmm man sollte die Artikel erst zu ende lesen..omg

    http://www.kicker.de/news/fuss.....piele.html

    etwas komplizierter ist es dann doch

  26. Torsten sagt:

    Was die Verletzten angeht: Der Arzt wurde gewechselt. Die Trainer wurden auch gewechselt. Die Verletzungen passieren mal im Training, mal im Spiel. Es sind eben nicht stets die gleiche Spieler, sondern es zieht sich breit durch den Kader.

    Das ist schlecht zu greifen.

    Mein erster Gedanke, als Giefer nicht zurückkam, galt übrigens nicht seinen kurzen Ärmeln, sondern der Frage, warum Wetklo nicht auf der Bank saß. Verletzt ist er jedenfalls nicht.

  27. Carlito sagt:

    Hätte mir vorher jemand ein 1:1 angeboten, hätte ich direkt gefragt, wo ich unterschreiben muss.

    Während des Spiels, sozusagen im Bann der Emotionen, hätte ich mir schon mehr Mut und damit vielleicht den Sieg gewünscht.

    Nach dem Spiel muss ich Dir einfach beipflichten. Clever, taktisch diszipliniert und verdient einen Punkt geholt.

    Und wie schrieb mein Kumpel gestern schon so schön:
    „Fährmann
    Ayhan – Kirchhoff – Kolasinac – Aogo
    Goretzka / Höger
    Farfan – Draxler – Obasi
    Huntelaar
    Fällt Jemanden was auf? O.k. 2 davon waren heute zumindest wieder mit im Kader
    Bei den Verletzten war das auch gegen 10 Mann eindeutig ein Punktgewinn!!!“

    Und dazu dann noch der TW-Wechsel inner HZ. Das dann Konter mal nicht sauber zu Ende gespielt werden, ist ärgerlich, aber bei dem Personalnotstand geschenkt.

  28. Ney sagt:

    Dass unablässig Euphorie verbreitet wird über die super Defensivleistung gegen ein auch gestern, ja sicher, spielerisch als Weltspitzenmannschaft auftretendes Bayern München, während das sub-kellereske Offensivspiel bedauerlich zu finden fast schon verboten gehört, klingt schon ein bißchen so, als müsste man sich kollektiv die Leistung mit Gewalt schönreden. Wieso eigentlich, ist doch auch so ok. Gegen 10 Mann 70 Minuten hinten reingestellt, Glück gehabt, dass Robben keines hatte, ungeplant 1 Punkt mitgenommen, wer wollte von Schalke auch mal mehr erwarten (ich bestimmt nicht!).

  29. Simon sagt:

    @ blues: Das ist in der Tat die einzig denkbare Erklärung, für die Gnade gegenüber Guardiola. :)

    Man muss nicht auf dem Tisch tanzen wegen der Leistung und dem Ergebnis gestern, aber es war – eben besonders unter den gegebenen Umständen – mehr als respektabel. Ich habe mich u.a. gefreut, dass Sam endlich mal ein besseres Spiel abgeliefert hat, das ihm Auftrieb geben könnte. Nastajic ist schon jetzt ein Gewinn. Die Dreierkette, die gestern spielte, könnte zu einem echten Bollwerk heranwachsen.

    Ich finde besonders bedenkenswert, was Torsten nochmal in Erinnerung gerufen hat: Wir hatten nach Rangnick eine Phase, wo Stevens die Mannschaft stabilisiert hatte, aber keine Ambitionen hatte, das Team in irgendeine Richtung weiterzuentwickeln (das hat er ja selbst mehr oder weniger so zu verstehen gegeben). Keller wollte das bestimmt, aber ihm fehlte einerseits der Mut und wohl auch die Ideen. Bei di Matteo habe zumindest ich den Eindruck, dass der Mann einen Plan hat und ihn auch zunehmend umsetzt. Das mag subjektiv geurteilt und damit auch unfair gegenüber seinen Vorgängern sein – ich denke aber, dass ihn zu holen eine gute Entscheidung war und die Offensivtaktik im Laufe der Rückrunde (mit Rückkehr der Langzeitverletzten) auch variantenreicher daherkommen wird.

    Die anderen sogenannten Spitzenteams (vor allem Bayer 04 und BMG) treten tatsächlich spielerisch kaum besser auf. Besonders bei den Borussen jubelt ihnen aber die halbe Sportwelt zu. Nicht vollkommen unberechtigt, aber hier wird oft mit zweierlei Maß gemessen. Ich bin gespannt auf Freitag.

  30. schoschi sagt:

    eben. vielviel mehr geht vielleicht auch nicht. deshalb: freuen und hoffen! das müssen wir schon sehr lange! vorher war defensiv noch schlechter! mehrere spiele hintereinander fantastischen mitreißenden oder sonstwie wahnsinnsfußball spielen??? dauert noch! ich glaube aber an die richtige richtung! die nachbarn haben lange vollgasfußball etc. gespielt und jetzt grad? kommt augsburg;) ich fühl mich gut so! ganz nach dem motto: A40! woanders is auch scheisse! „wenn wir vom fußball träumen“ tolles buch!!!

  31. Torsten sagt:

    Was ist mit „spielerisch“ eigentlich genau gemeint? Ich habe den Eindruck, dass unter diesem Begriff hier verschiedene Komponenten des Spiels beschrieben werden.

    Mehr Tore gegen Mannschaften wie … und Wolfsburg?
    Sind wir ein wenig euphorisch? Recht so.

    Achwatt. Schalke hat gegen Wolfsburg ja bereits 3 Tore erzielt und dabei auch noch gewonnen.

  32. Franzi sagt:

    Also ich bin happy… Ein Punkt mit dem ich nicht unbedingt gerechnet habe. Habe heute mit zwei Bayern Fans gesprochen (ahh sie sind leider auch in Hamburg vertreten)und die waren auch so angepissed und pöbelten gleich los, was wir für’n Mist gespielt haben und peinlich etc.. Ich konnte mir dann in meinem blauen Pulli ( man hat mir Absicht unterstellt ;-) ) ein Grinsen nicht verkneifen…

    BwG aus Hamburg
    Franzi

  33. matz sagt:

    Gegen einen Punkt in München bei dem Personalstand auch gegen nur zehn Mann ist nichts zu sagen. Das Unbehagen rührt eher aus den Spielen gegen den HSV oder 96.

  34. BlueNote sagt:

    Ich fand die taktischen und läuferischen Mängel bei der Entstehung des Angriffs vor der kuriosen Ecke zum 1:0 entlarvend. Das war schon arg schwer verdaulich und überflüssig wie der berühmte Kropf. Nullnull beim Meister, ein Mann mehr auf dem Platz und dann so eine Verkettung von überflüssigem Ballverlust, Undisziplin, falschem Stellungsspiel, vergeigtem Gegenpressing und lahmen Prinzen-Lenden…Da nutzt mir dann leider auch die ansonsten sehr ordentliche taktische Grundordnung im letzten Drittel des Platzes während des restlichen Spiels nix mehr…Darauf kann man zwar aufbauen, aber verdorrich, da waren gestern durchaus 3 Punkte drin…und die könnten fehlen am Ende…Die wenigen Gesunden haben uns immerhin auf den Vierten Platz geschossen und da ist noch Luft nach oben…Die haben das drauf, muss man denen vielleicht einfach nur mal sagen, anstatt immer die vielen Verletzten als Ausrede und Alibi aus dem Hut zu ziehen…Puh…

  35. Eisenschleuder sagt:

    Der Artikel spricht mir aus dem Herzen. Natürlich war das mit dem Elfer doof. Aber vor dem Spiel hätte ich mir dieses Ergebnis gewünscht. Außerdem entwickelt sich die Manschaft trotz der Verletztenmisere. Nastasic und Chupo stellen für mich von Beginn an eine Bereicherung dar. Wenn diese Manschaft die Zeit bekommt, könnte man langfristig Manschaften wie Wolfsburg paroli bieten.

    Apropos: 200 WOB-Fans in Frankfurt. Ich habe gestern beschlossen, dass ich nie wieder einen Audi kaufe. So ein ätzender Scheiß!

  36. blues sagt:

    @Torsten
    ich kann nur sagen was ich mit fehlendem „spielerischem Fortschritt“ meine. Es ist die auch unter Di Matteo pragmatische Herangehensweise, für die hier der alte Trainer und die Mannschaft ab Janaur 2013 bis Sommer 2014 heftig kritisiert wurden.

    RainerEdelmann hat die aktuelle Spielweise locker in fünf Worte gefasst: „kelleresques Spiel, nur mit Dreierkette.“

    Es ist die Fortsetzung des auch schon von Stevens und Keller zwangweise praktizierten Pragmatismuses, nur in einer ergänzenden taktischen Variante.

  37. woischwat sagt:

    Ich sehe es ganz genauso und kann es ebenfalls nicht nachvollziehen, dass so viele da am Meckern waren. Die Bayern haben nunmal diese wahnsinnige Qualität aus einer Chance etwas Zählbares zu machen. Da fällt ein Mann weniger viel nicht so leicht ins Gewicht, wie bei anderen Mannschaften.

    Und wenn ich bedenke, wie oft Fährmann uns letztes Jahr in München noch gerettet hat, da kam wirklich wenig aufs Tor. Das fand ich sehr positiv.

  38. Simon sagt:

    @ Torsten: Das ist eine interessante Frage, was „spielerisch“ eigentlich genau bedeuten soll. Für mich nämlich bedeutet ein pragmatisches Spiel (wobei auch hier wieder zu klären wäre, was genau hiermit gemeint ist) keineswegs spielerischen Mangel.

    Ich stelle mir darunter erstmal ‚nur‘ einen technisch sauberen Vortrag und eine relativ hohe Vertrautheit der Spieler was Laufwege, Passspiel, usw. angeht.

    Eine spielerisch gute Vorstellung kann für mich unter Umständen durchaus darin bestehen, dass eine Mannschaft hinten mit 3-5er Kette verteidigt, dabei aber mit wenigen Fouls auskommt, und dann allerdings mit sicheren und schnellen Passspiel kontrolliert nach vorne kommt. Das wäre dann durchaus pragmatisch, vielleicht nicht für jeden ‚schön‘ anzuschauen, aber ‚spielerisch‘ mMn ansprechend. Man kann Fußball halt auf viele Weisen ‚spielen‘. ;)

    Vielleicht kann es damit auf den Punkt bringen, dass spielerisch gute Mannschaft weniger dem Zufall überlässt, sondern erkennen lässt, dass sie einen Plan hat, den sie auch versteht umzusetzen.

  39. Blauhai sagt:

    Sorry, aber das ist mir alles zu weich gespült. Klar muss man auf dem Papier mit einem Punkt bei den Bayern zufrieden sein. Nur ein Spiel entwickelt sich in Richtungen, man hätte versuchen müssen den einen oder anderen Konter zielgerichteter zu setzen. Jedoch denke ich, dass es seit langer Zeit an Qualität fehlt (warum auch immer, Charakter, Einstellung, kein Druck von Oben!),es ist doch allseits bekannt, dass die Schalker Truppe derzeit zu pomadig und zu langsam spielt.

    Selbst der Weichspüler, Manager HH, sagt zu dem Spiel in München (mir hat es fast die Sprache verschlagen):

    Dass an diesem Abend deutlich mehr drin war, bestätigte Manager Horst Heldt (45): „Es wäre eventuell mehr möglich gewesen, wenn wir mehr gemacht hätten. Wenn wir unsere Angriffe mutiger ausgespielt hätten.“

    Tja, jedoch wird vorerst das Niveau so bleiben, und wie man sieht, es wird sogar unterer Durchschnitt gefeiert. Ach die Welt könnte so GUT sein.

  40. Torsten sagt:

    Ich hatte beim Begriff „spielerisch“ auch eher an die Qualität des Spiels gedacht, ähnlich wie Simon, wie gut beispielsweise das Passspiel funktioniert, oder mit welchem Tempo der Ball zirkuliert. Wie das Spiel auf dem Platz gestaltet wird, wir aus der Verteidigung aufgebaut wird, über welche Spieler in die Spitze gespielt wird, ob über Flügel oder durch die Zentrale, das habe ich bislang als Spielweise bezeichnet.

    Wertfrei, nur der Kommunikation wegen.

    RainerEdelmann hat die aktuelle Spielweise locker in fünf Worte gefasst: “kelleresques Spiel, nur mit Dreierkette.”

    Das finde ich dramatisch schlecht beobachtet. Egal wie defensiv (bezüglich der Spieler) Jens Keller auch aufgestellt hat, er hat sich auch nach 2 Jahren noch nach nahezu jedem Spiel gefragt, wieso das defensive Umschalten seiner Mannschaft so schlecht ist, wieso wiederholt Innenverteidiger in Laufduelle gezwungen wurden. Di Matteo hat das abgestellt, und das nicht etwa durch „mehr Verteidiger“, denn die AV agieren die größte Zeit als Mittelfeldspieler. Er hat die Raumaufteilung der Mannschaft verbessert. Die Räume sind viel enger. Das Zusammenspiel aus den drei zentralen Mittelfeldspielern und der 3er Kette funktioniert mittlerweile ziemlich gut.

    Unter Jens Keller kam schnelles Offensivspiel hauptsächlich dann zustande, wenn der Gegner offensiv agierte und S04 nach Ballgewinn schnell umschalten konnte, in „Kontersituationen“ kam. Da viele Mannschaften gegen Schalke eben nicht offensiv agieren, kam es regelmäßig zu viel hin und her und wenige Chancen. Wer es gut meinte und die Hoffnung nicht aufgegeben hatte nannte das „Ballbesitzspiel etablieren“. Tatsächlich war es planlos.

    Unter Di Matteo gab da jetzt schon bessere Ansätze. Das ist noch am Anfang, aber die Doppelspitze führte schon zu mehr Bewegung im Sturmzentrum. Die Offensive agierte schon sehr verschieden auf verschiedene Gegner, bspw durch die zentrale gegen Mainz oder über links nun gegen Hannover. Das ist flexibel, so soll es sein. Wenn das „Pragmatismus“ genannt werden soll, meinetwegen. Wenn der gleiche Pragmatismus aber auch Jens Keller zugeschrieben werden soll kann ich nur sagen: „Taktisch flexibel“ ist das letzte, was mir zu Jens Keller eingefallen wäre.

  41. blues sagt:

    @Torsten

    … ist ja grundsätzlich eine schwierige Sache mit der Objektivität. Es gibt ja ernstzunehmende Leute die behaupten, das scheinbar objektiv Wahre sei letztendlich nur eine Festlegung nach Meinungsaustausch an Stammtischen, auf Konferenzen oder Tribunalen etc..
    Du hast dich nach dem Trainerwechsel auf eine andere Form des Wahrnehmenwollens bei Di Matteo kapriziert. Sicher kann man das ganz Andere unter Di Mateeo sehen, aber man muss das nicht. Haben wir wirklich mehr als 120 Tage Fünferkette von Di Matteo gesehen? Ganz wenig nur. Die Verletzungen gehen weiter,die Unmöglichkeit das Spiel zu machen geht weiter, die Flanken gehen weiter, die langen Bälle gehen weiter, die Sonderspieler für 12 Mill. Euro kommen dazu, wie bei Keller. Der Moment wo Di Matteo das Glück verlässt, dürfte schon ziemlich nahe sein.

  42. tenkelberry sagt:

    Man was haben wir Probleme…
    Letztes Jahr haben die Bayern uns noch aus dem Stadion geschossen.
    Ich freue mich sehr über diesen Punkt!
    Man kan es auch so sehen: Evt. ist dieser eine Punkt am Ende Gold wert!

    Um mal zu zeigen welche Probleme der Nachbar hat, hier mal ein
    sehr interessanter Artikel aus der „Zeit“, vom 28.01

    Meine Überschrift dazu:“Wenn das Pferd tot ist, muss man absteigen“

    http://www.zeit.de/sport/2015-.....-interview

    Gruß, Mike

  43. Սաշա sagt:

    Wer ernsthaft zu beobachten glaubt, dass das Spiel von Di Matteo und zuvor unter Keller ein und das selbe sei oder auch nur viele Gemeinsamkeiten aufweise, sollte vielleicht besser die Sportart wechseln.
    Die Spielweise unter Di Matteo mag nicht besonders attraktiv sein und spielerisch ist das auch nicht immer das Gelbe vom Ei. Man mag hier schon eine Gemeinsamkeit konstruieren können, wenn man sich den Fußballsport besonders einfach zusammenstricken möchte. Leider unterscheidet sich aber das im Ergebnis möglicherweise gleichsam unattraktive Spiel unter den beiden Trainern eklatant.

  44. ReinerEdelmann sagt:

    Ihr Lieben,

    meine Beobachtung „kelleresques Spiel, nur mit Dreierkette“ stammt vom Spiel gehen Hannover, nicht gegen Oberhaching (so auch hier verzeichnet)!
    Lesen & einordnen bildet!

    Mit dem Punktgewinn vom Dienstag bin ich weitgehend zufrieden; grundsätzlich kann ich aber im Spiel nach vorne nur sehr wenige Fortschritte erkennen. Hier ist aber ein Auswärtsspiel in Oberhaching vielleicht nicht die Referenz.

    Ein echter Gradmesser wird Gladbach; trotz aller Verletzten wäre ein Sieg ungeheuer wichtig.

  45. Torsten sagt:

    @ReinerEdelmann:

    Mit dem Punktgewinn vom Dienstag bin ich weitgehend zufrieden; grundsätzlich kann ich aber im Spiel nach vorne nur sehr wenige Fortschritte erkennen.

    Wenige Fortschritte nach vorne, da geben ich Dir recht. Doch erhebliche Fortschritte bezüglich der Defensive, sind wir uns da auch einig?

    Falls ja sind wir nah beieinander in der Beobachtung, nur eben nicht in der Bewertung. Für mich ist das kein „nur“. Insgesamt hat sich da schon einiges verändert. Und das wird es ziemlich sicher weiterhin.

    @blues:

    Nein, ich habe mich auf kein bestimmtes Wahrnehmenwollen festgelegt. Der gleiche Kopf schaut die Spiele, hat unter Keller einiges Gutes und mehr Schlechtes gesehen, und sieht seit Di Matteo einiges Schlechtes und immer mehr Besserwerdendes.

    @tenkelberry:

    Ich finde dieses Eilenberger-Interview ganz furchtbar. Klopp ist nicht wegen irgendeinem Sektenquatsch „unantastbar“, sondern weil er 6 Jahre herausragende Arbeit geleitet hat. Würde die Gelben Klopp nach einer halben Saison Misserfolg rausschmeißen, käme irgendein Parallelclown und würde eben genau das als Wahnsinn mit ähnlichen starken Sätzen bemängeln. Reine Schlagzeilenwichserei, dieser Text, meines Erachtens.

  46. Սաշա sagt:

    Wie man es auch dreht und wendet – auch gegen 96 komme ich unter dem Strich auf keine kelleresques Spiel. Eher auf das Gegenteil.
    Um es auf das Wesentliche zu reduzieren: Gegen 96 standen wir in der zweiten Halbzeit ganz überwiegend sicher und haben nichts mehr anbrennen lassen. Hannover hatte über 70 % Ballbesitz.
    Unter Keller wären wir irgendwo um die 50:50 (+/-5) bei Ballbesitz gewesen und um einige defensive Nahtoderfahrungen reicher gewesen. Vielleicht wäre am Ende das gleiche Ergebnis herausgekommen, allerdings unter ganz anderen Vorzeichen.

  47. ReinerEdelmann sagt:

    @Torsten,

    ich sehe durch di Matteo eine höhere taktische Flexibilität, finde, dass er sich gut auf andere Teams einlassen kann. Zudem denke ich, dass man seine Arbeit aufgrund seines Einstiegs im November (mit vielen englischen Wochen), den vielen Verletzten und der unbefriedigenden Wintervorbereitung immer noch schwer beurteilen kann. Viele Verletzte und eine unbefriedigende Vorbereitung hatte aber auch Keller.

    Womit ich Probleme habe, ist die Trennung in Offensive (mau) und Defensive (verbessert) – hoffentlich verstehe ich Dich hier richtig.
    Ein Spiel ist immer in der Balance: di Matteo neigt zur Sicherheit; die verbesserte Defensive kann nicht ohne Einfluss auf eine mattere Offensive bleiben. In den für den Gegner gefährlichen Räumen befinden sich schlicht viel zu wenig eigene Spieler, über Außen wird zu wenig angeschoben, im Zentrum fehlen Spieler, die einmal einen 2.Ball gewinnen und dann auch behaupten können.

    Insofern ist di Matteo pragmatisch – hinten weniger kassieren, vorne hilft uns (hoffentlich) ein Geniestreich der teuer eingekauften individuellen Qualität. Kann man so spielen, muss man aber sicherlich nicht.

    Mit seinem System gibt jeder Trainer einen tiefen Einblick in seine Seele. Solange die aber nicht so angsterfüllt ist, wie Röbi in L´kusen, kann ich _einstweilen_ damit leben.

  48. ReinerEdelmann sagt:

    @Սաշա

    wer meint, gegen die mittelmäßige Mannschaft Hannover überwiegend sicher gestanden zu haben und weiter das eigene Publikum mit Ballbesitz im Bereich 30 % zu erfreuen, der ist mit ganz wenig zufrieden.
    Beneidenswert!

  49. Սաշա sagt:

    Lesen, junger Mann! Ich schreibe ganz ausdrücklich, dass ich gerade den offensiven Teil unseres Spiels högschd unattraktiv finde.

    Hier:

    5. Februar, 13:15 Uhr

    Die Spielweise unter Di Matteo mag nicht besonders attraktiv sein und spielerisch ist das auch nicht immer das Gelbe vom Ei.

    Die eklatanten Probleme im Textverständnis nehmen mir hier allmählich etwas zu viel Platz ein…

    Das hier…

    Mit seinem System gibt jeder Trainer einen tiefen Einblick in seine Seele.

    …finde ich übrigens sehr amüsant. Vielleicht lässt sich ja auch noch am System ablesen, ob der jeweilige Coach im Bett eher dominant oder devot ist und welche Partei er wählt…

  50. Torsten sagt:

    die verbesserte Defensive kann nicht ohne Einfluss auf eine mattere Offensive bleiben.
    […]
    hinten weniger kassieren, vorne hilft uns (hoffentlich) ein Geniestreich der teuer eingekauften individuellen Qualität.

    Das ist doch ein Allgemeinplatz. Das ist m.E. auf dem Platz so nicht zu sehen. Egal ob gegen Hannover, gegen Hamburg oder Köln: In allen Spielen kam Schalke zu mehr als ein oder zwei zufälligen Chancen. In den Spielen davor wurden gar zweimal 4 und einmal 3 Tore erzielt.

  51. ReinerEdelmann sagt:

    @Սաշա

    beziehst Du Dich nun auf mich? Dies gibt in der Tat – deinerseits – überhaupt keinen Sinn.
    Ich musste lediglich über Deine knapp 30 % Ballbesitz zuhause und das angeblich sichere Stehen in der Defensive innerlich schmunzeln.

    Wie gesagt, beneidenswert!

  52. ReinerEdelmann sagt:

    @Torsten,

    natürlich ist das ein Allgemeinplatz! Was denn sonst?

    Dennoch wird doch aber hier strikt mit Trennungen in Offensive und Defensive gearbeitet; so funktioniert Fußball aber schon lange nicht mehr.

  53. Սաշա sagt:

    Oh man, ich gebe es – mal wieder – auf, Reiner. Ich habe als einen der Unterschiede (und ich habe mir für dich extra einen ganz oberflächlichen, einfachen und nicht zu komplizierten ausgesucht) das Ballbesitzverhalten lediglich beschrieben, nicht bewertet, auch wenn du den Unterschied zwischen einer bloßen Beschreibung und einer Bewertung offensichtlich nicht kennst. Ich habe diese Unterschiede aufgezeigt, weil dadurch deutlich wird, dass blues und du wohl nicht den Sport schaut, den die meisten anderen hier schauen, wenn ihr beiden voller Überzeugung die These vertretet, dass sich der Fußball unter Keller und der Fußball unter Di Matteo nur in der Anzahl der Verteidiger unterscheiden.
    Mir geht es nicht darum irgendwelche Aussagen über die Attraktivität oder die Qualität des Schalker Fußballs unter Di Matteo zu formulieren, schon allein deshalb, weil das in der aktuellen Situation für mich nicht von übergeordneter Bedeutung ist. Mir ging es einzig darum klarzustellen, dass deine These so nicht haltbar ist.

  54. ReinerEdelmann sagt:

    @Սաշա

    was solch ich zu Deinen ad hominem-Bemerkungen sagen?

    @Torsten,

    Danke für den Blog & Deine Arbeit; aber an dieser Stelle steige ich dann aus.

  55. Սաշա sagt:

    Ja, frag‘ mich mal: Wie vereinfacht soll ich es noch schreiben, damit du es verstehst und ich mir keine Unterstellungen von dir anhören muss wie die hier:

    wer meint, gegen die mittelmäßige Mannschaft Hannover überwiegend sicher gestanden zu haben und weiter das eigene Publikum mit Ballbesitz im Bereich 30 % zu erfreuen, der ist mit ganz wenig zufrieden.
    Beneidenswert!

    oder die hier:

    Dies gibt in der Tat – deinerseits – überhaupt keinen Sinn.
    Ich musste lediglich über Deine knapp 30 % Ballbesitz zuhause und das angeblich sichere Stehen in der Defensive innerlich schmunzeln.

    Wie gesagt, beneidenswert!

    Ich finde es dagegen beneidenswert, wenn jemand sich soweit aus dem Fenster lehnt und dann noch naiv genug ist zu glauben, dass sowas nicht auch zurückkommt.
    Vor allem, wenn das überhebliche Weit-aus-dem-Fenster-lehnen gleich zwei mal auf mangelndes Textverständnis zurückgeführt werden muss.

    Übrigens halte ich Textverständnis – egal ob gut oder schlecht ausgeprägt – nicht für einen Charakterzug. Von daher geht ‚ad hominem‘ hier fehl. Zumal auch keine meiner sonstigen Aussagen irgendwie auf dich als Person abzielt.

  56. Torsten sagt:

    @Սաշա:

    Mir geht Dein Ankacken anderer Kommentatoren gehörig auf den Sack!

    Nicht zum ersten Mal wie Du weißt, aber zum letzten Mal. Wenn Du es nicht drauf hast, trotz Unterschied in den Meinungen höflich zu bleiben, bist Du hier falsch. Miese Stimmung braucht hier niemand, dafür gibts genug Foren.

  57. blues sagt:

    @ReinerEdelmann
    Sorry, hätte auf das Hannoverspiel bezüglich deiner Aussage verweisen sollen, aber ich fand „kelleresques Spiel“ einfach schön treffend.

    @Torsten
    Gegen Hannover standen fünf Verteidiger und mit Höger und Neustätter zwei Sechser auf dem Platz. Gegen Bayern spielte Prince für Höger. Wir sehen eine Beton-Taktik bei der 7 von 10 Feldspielern, gelernte und /oder taktische Defensivkräfte sind. Das ist in meinen Augen reinster Beton. Massive,rechnerisch absolute, defensive Überzahl, die funktioniert ist auf Grund von Überzahl funktioniert ist eben auch Taktik.

    Die spielmachenden Flanken von Fuchs, waren Kellers Mittel gegen Bremen. Die langen Bälle, waren Kellers Mittel gegen Dortmund. Bisher greift Di Matteo offensiv auf die in deinen Augen desaströse Arbeit von Keller zurück.
    Das ist weiter erfolgreich, weil mit Chuopo-Moting ein kongenialer Partner für Huntelaar gefunden wurde. Nun aber wirkt CM überspielt. Wenn er weiter aufläuft, wird er sich bei diesem Wettter verletzen. Oder er muss 2 bis 3 spiele pausieren. Und dann, so oder so, nehme ich an, werden wir sehen, was Di Matteo im Spiel nach vorne taktisch und spielerisch zu leisten in der Lage ist. Es wird der Moment der Wahrheit.
    PS. Mit Di Matteo habe ich natürlich auch viel Geduld.

  58. Torsten sagt:

    Wie man Schalkes Spiel als „Beton“ ansehen kann, kann ich nicht verstehen. Das Bayern-Spiel nehme ich da aus, natürlich, aber das ist schließlich auch ein Ausnahme-Gegner.

    Und selbst wenn Schalke mit 10 nominellen Verteidigern auflaufen würde: Wichtig ist, was auf dem Platz passiert. Und da spielt sich Schalke regelmäßig Chancen heraus. Darum geht’s beim Offensivspiel.

    Das ist übrigens der Unterschied zwischen Formation und Spielweise.

    Mit Di Matteo habe ich natürlich auch viel Geduld.

    Ich merk’s schon :-)

  59. blues sagt:

    Nachdem sich die gegnerischen Trainer auf Di Matteos Fünferkette eingestellt hatten, was zugegeben eine Weile dauerte und für viele Tore auf Schalker Seite sorgte, kehrt scheinbar Normalität ein. Fünf Tore in fünf Spielen zeigen , dass trotz der Heroenpower von Huntelaar und einem Choupo-Moting in der Form seines Lebens, entweder die Chancenverwertung nicht stimmt, oder doch einfach nicht besonders viel im Spiel nach vorne passiert.

    Wie gesagt, ich freu mich über die Punkte, die gelungene Installation der 5er Kette, über CM und sein Zusammenspiel mit dem Hunter, aber sonst sehe ich da wenig mehr, was mich jetzt mehr begeistert als unter Keller.

    Parallel zur Kritik an Keller wurde hier ja immer auf die taktische, mediale und persönliche Ausstrahlung von Klopp verwiesen. Er selbst und seine Aktuere erleben gerade den vorhergesagten Burnout im Druck ihrer „Pressing-Maschine“. Vielleicht kann Di Matteo deshalb ein wenig mehr strahlen…

  60. Torsten sagt:

    blues, Du schaust Dir die Spiele doch auch an, nicht wahr? „5 Tore in 5 Spiele zeigen ..“ ist ein Satz von jemanden, der sich seine Meinung nur aus kicker-Texten bildet. Du hast doch gesehen, dass S04 beispielsweise gegen Köln eine sehr gute erste Hälfte gespielt und schlicht Pech hatte. Wieso vereinfachst Du dann derart und reduzierst auf solche simplen Schlussfolgerungen?

    Parallel zur Kritik an Keller wurde hier ja immer auf die taktische, mediale und persönliche Ausstrahlung von Klopp verwiesen. Er selbst und seine Aktuere erleben gerade den vorhergesagten Burnout im Druck ihrer “Pressing-Maschine”.

    Der vorhergesagte Burnout trat nach 6 Jahren ein, im Fußball eine Ewigkeit. Nach 2 Meisterschaften, einem DFB-Pokalsieg und einem CL-Finale. Dazu unter dem Umstand, dass ihm mehrmals die besten Spieler weggekauft wurden.

    Kannst Du einen ähnlichen Burnout auch dem werten Roberto Di Matteo voraussagen, BITTE!?

  61. StanLibuda sagt:

    Mahlzeit!

    Mal ne Frage in die Runde, wenn wir jetzt keine Schalker wären,
    wie würden wir das Spiel „unserer“ Mannschaft interpretieren?
    Nicht nur beim Spiel gegen die Bajuffen, überhaupt meine ich.
    Das würde mich glatt interessieren.

    Ich fürchte fast, daß Roberto mit dem „Spielermaterial“ auskommen
    muß, das ihm zu Verfügung steht. Wie jeder Trainer auf Schalke
    vor…. und nach ihm.

    Und meiner bescheidenen Meinung nach bleibt dem Mann nichts anderes übrig.

    In diesem Sinne
    Glückauf

  62. blues sagt:

    Vor sechs Jahren? Ich spreche von Kellers Amtszeit. Der Zauberer aus Lüdenscheid galt bei dir und allgemein hier im Blog als Großmeister der Motivation, als einer der immer alles besser macht, vor allem die einzelnen Spieler zu etwas größerem Ganzen formt.

    Wenn man hier nicht gerade Effenberg oder Tuchel für Kellers Stelle holte, wurde auf die hohe Kunst des Pöhlers auf dem Platz und in der PK verwiesen. Bei uns dilettierte nur der Jugendtrainer Keller.

    Nachdem Klopp über 100 Millionen Euro Transfergelder für den letzten Tabellenplatz verbraten hat, keinen mehr besser macht, sondern viele Spieler nur noch von dort weg wollen , der Fixstern Klopp seine Strahlkraft verliert, sieht man wieder besser, dass andere Trainer auch was können.

    Ich denke nur, dass Keller bei dir immer zu schlecht abgeschnitten hat, und di Matteo nun besser wegkommt als für mich zu erkennen ist. Neben dem Tabellenletzten und medial und taktisch hilflosen Klopp, kann aktuell sogar ein wenig erfahrener Trainer wie Di Matteo punkten.

    @StanLibuda
    Das Di Matteo schlauen Pragmatismus abliefert, erkenne ich immer wieder an. Was mich stört, sind die Lobhuddelein über seinen Betonfußball, von dessen spielerischen Fortschritt ich bisher nicht überzeugt bin. Das kann aber noch kommen. Nur aktuell sehe ich das nicht.

  63. schalkoholiker sagt:

    Anderes Thema: Ramos und James fallen länger aus. Real wird also wahrscheinlich mit einer besseren Kreisligamannschaft auflaufen. Ich buche schonmal Tickets fürs Viertelfinale.
    Glückauf!

  64. leoluca sagt:

    Man redet Di Matteos Leistung klein, wenn man sie auf die reine Installation einer 5er-Kette reduziert. Durch diese taktische Umstellung ist das Mannschaftsspiel insgesamt stabiler und flexibler geworden.

    Gegen Bayern konnte man natürlich in puncto Ballbesitz und Kombifußball nicht mithalten.

    Aber rund 60 Prozent Ballbesitz sind nun auch nicht die totale Dominanz und in Hälfte zwei konnte man sehen, dass die Bayern vorsichtiger agierten, sie standen tiefer, weil sie Respekt vor den wenigen, aber dann sehr direkt gespielten Schalker Kontern hatten: Boateng und Sam bewegten sich ziemlich schnell und unberechenbar.

    Wie ich ohnehin der Meinung bin, dass es nicht reicht, nur allgemein über die hohe Fehlpassquote des Schalker Spiels zu sprechen, aber nicht darüber, dass Schalke sich die Fehlpässe meist im Spielaufbau, nicht aber vor dem gegnerischen Strafraum leistete, wo sie relativ häufig auftauchten. Sie standen eben nicht einfach hinten drin, sondern verbanden die defensive Vorsicht immer wieder mit direkten Offensivaktionen. Das ist m. E. eine Folge der taktischen Umstellung, die ihr mehr erlaubt als das Kellersche Sicher-in-die-Breite-spielen.

    Natürlich wurde jeder Ballverlust von den Bayern sofort mit einem heftigen Konter bestraft. Arjen Robben! Aber die Umschaltschwäche, die Schalke in solchen Situationen unter Keller einfach nicht wegkriegte, sie ist fast nicht mehr da. Schalke spielte im defensiven MF klug und hielt das gleiche Tempo, den gleichen Rhythmus während des kompletten Spiels. Das finde ich gut und nicht schlecht.

    Nicht zuletzt: Das Kombinationsspiel unserer Dreierreihe hinten hat unbedingt das Zeug zur Ligaspitze.

  65. blues sagt:

    @leoluca

    „unsere Dreierreihe hinten hat unbedingt das Zeug zur Ligaspitze“

    Unbedingt! Wurde gerade auch erst mit 12 Mill. Euro upgegradet und dürfte nun so rund 45-50 Mill. Euro Wert sein. Da sollte doch der Fan auch einiges erwarten dürfen.

    @Torsten

    „…es wäre ja auch sehr kurzsichtig gewesen von Di Matteo, ins Konterspiel der Gladbacher zu laufen“. So oder so ähnlich werden wohl die Kommentare lauten, nachdem wir heute Abend höchstens wieder ein Tor geschossen haben werden und mit 8 Defensivkräften angetreten waren. Ein bischen Sportprophetie musste natürlich noch sein.:-)

  66. Simon sagt:

    @ blues: 2/3 der Dreierkette, die mir so übrigens auch gut gefällt, kommen aber aus der eigenen Jugend. Aber klar: Man kann, darf und sollte von der Truppe einiges erwarten. Ich glaube das ist ja auch unbestritten.

    Schauen wir einfach mal wohin der weitere Weg gehen wird. Ich denke auch, dass sich Fortschritte unter Di Matteo deutlich erkennen lassen. Das hat leoluca mMn ganz gut beschrieben.

    Über kurz oder lang sollten Fortschritte natürlich auch in einem etwas flüssigeren Offensivspiel zu erkennen sein.

    Heute abend wird es ganz sicher kein Schützenfest geben. Das würde mich jedenfalls sehr überraschen. Di Matteo lässt z.Zt. lieber defensiv spielen (was ich vollkommen richtig finde), Favre aber erst recht. Bin aber frohen Mutes, dass wir mit einem 2-1 vom Platz gehen.^^

  67. Michael sagt:

    Wer erinnert sich an das Vorrundenmatch gegen Gladbach mit einem Trainer Keller. Ich habe da eine selten naives S04 gesehen, das sich wie eine Schülermannschaft auskontern lies (und ich habe mich furchtbar darüber geärgert, zumal auch noch mein Nachbar Gladbachfan war). Ich glaube auch fest daran, dass das unter dem neuen Trainer eben nicht passiert. Das mag ja pragmatischer Fussball sein, den manche Fans nicht sehen wollen, aber ich bin der Meinung, dass eine wir diese Sicherheit in der Defensive brauchen, damit sich die Mannschaft weiter entwickeln kann und Automatismen greifen können. Dafür brauchen wir aber auch 15-18 Spieler die top fit sind (mein altes Thema, dass wir viel zu viele verletzte Spieler haben). Ich finde deshalb i.A.,dass di Mateo alles richtig macht. Langfristig ist das allerdings zu wenig um die nächste Stufe zu erreichen.

  68. blues sagt:

    @Simon
    Ja, Höwedes und Matip kommen aus der eigenen Jugend. Aber ich denke,Schalke zahlt bestimmt Löhne, die sowohl ihrem sportlichen Wert als auch ihrem Transferwert gerecht werden. Diese Klasse hat ihren Preis. Zuletzt 12 Mill Euro für einen 21-jährigen Bankspieler.

    Wenn ich dran denke, wie endlos hier im Blog und in den Kommentaren über die Ablöse von Boateng gehadert wurde, und wenn ich lese wie selbstverständlich jetzt Di Matteo seinen IV transferieren kann, freut mich die Lernfähigkeit darüber, dass Trainer manchmal wertige Spieler holen müssen um ihre Vorstellungen zu verwirklichen. Aber nach solchen Ausgaben gilt der übliche Schalker Maßstab, schafft der Trainer die Cl-Teilnahme?

  69. RJonathan sagt:

    @Michael
    Ja das kenne ich. Mein Nachbar ist auch Gladbacher. Fühlt sich für mich immer an wie ein kleines Derby.

    @blues
    Ich frage mich seit DiMatteo immer ein wenig, welche Stoßrichtung Deine Beiträge eigentlich haben. Es ist ja kein Geheimnis, dass wir während der Ära Keller weitestgehend einer Meinung waren (leider finde ich diesen wunderbaren Kommentar nicht mehr, indem ich „der aus Berlin, der dir immer zur Seite springt“ war). :-)

    Seit ein paar Monaten beschränkst du dich nun häufig darauf, noch mal rückwirkend darauf hinzuweisen, wie unfair man im Vergleich zu DiMatteo mit Keller umgegangen ist. Und obwohl ich das ähnlich sehen kann, finde ich diesen Hinweis seit dem 2. oder 3. Mal lesen etwas langweilig. Lass uns doch mal nach vorne schauen und darüber freuen, dass man sich entschlossen hat, bei DiMatteo die Leistung realistischer zu bewerten als bei Keller. Ich habe nicht den Eindruck, dass mit DiMatteo die große Euphorie ausgebrochen ist. Aber zumindest gibt es jetzt eben endlich mal einen realistischen blick auf das, was die Mannschaft vielleicht im jetzigen Zustand zu leisten im Stande ist. Manchmal braucht es dafür eben einen Führungswechsel, um zu erkennen, dass es an ganz anderer Stelle brennt (Verletzungspech, Verletzungspech und Finanzen/Kaderplanungs-Spielraum). Ich bin allein aus diesem Grunde froh über den Trainerwechsel, weil ich diese Keller-Diskussionen nicht mehr führen muss. Oder wirst du vielleicht doch tatsächlich von ihm bezahlt? ;-)

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