Dominante Defensive

Schalke besiegt Borussia Mönchengladbach mit 1:0. War es gut aber nicht schön? Oder ist gut immer auch schön? Ist alles egal wenn der Erfolg stimmt, ist Erfolg Unterhaltung? Ist Unterhaltung wichtiger als Erfolg? Es wird derzeit viel diskutiert, sowohl um Schalke herum als auch unter Schalkern. Aber in einem sind sich alle einig: Der Sieg war verdient.

11 Minuten hatte Schalke häufig den Ball. Gleich bei der ersten Torchance war man erfolgreich. Danach durfte Gladbach den Ball zwar haben, damit aber nicht anfangen was es wollte. Schalke verbat Gladbach, aufs Tor zu schießen. In dieser extremen Form vielleicht auch, weil die Blauen mit Timon Wellenreuther einen Debütanten zwischen den Pfosten hatten. In dieser Mission zeigte man sich jedenfalls erstaunlich souverän. Gladbach brachte im gesamten Spiel genau einen Ball auf das Schalker Tor. Einen harmlosen Fernschuss von Granit Xhaka, in der 16 Minute.

Ein Spiel, in der die Dominanz der Schalker Defensive beeindruckte, das aber über 90 Minuten kaum Torraumszenen bot. Selbstverständlich sind damit nicht alle zufrieden. Fans und Spieler anderer Couleur mögen schimpfen oder sich beschweren, bei ihnen ist es aber nur Hilflosigkeit, denn lieber würden sie auf eine erfolglose Schalker Mannschaft herabsehen. Unter Journalisten finden sich selbstverständlich alle Meinungen. Schwer wiegen die Meinungen der Schalker, die an der Spielweise der Schalker Mannschaft keinen Spaß haben können.

Da gibt es kein Richtig und kein Falsch. Gegen Wolfsburg, Stuttgart und Mainz erzielte Schalke mit der gleichen taktischen Formation jeweils drei oder vier Treffer. Gegen Hannover gab es auf beiden Seiten relativ viele Torchancen. Gegen München und Gladbach stand nun die Defensive im Fokus und funktionierte. Da kann sich nun jeder heraussuchen was er mag; oder eben auch nicht mag.

Ich erfreue mich vor allem daran, dass das, was es zu sehen gibt, gekonnt ist. Schalke wurde gegen Gladbach nicht vom Gegner in die Defensive getrieben, sondern man war stets Herr der Lage. Der Trainer wusste um die Schwäche Gladbachs, das Spiel zu machen, und nutzte dies aus. So wie der Trainer auch gegen Hannover erkannte, dass man über die Linke Seite am besten zu Chancen kommt, weshalb für 90 Minuten Christan Fuchs zum Spielmacher avancierte.

Ich mag gute Defensive, schon immer, sei es im American Football, in meinem Lieblingssport Baseball oder in „unserem Fußball“. Als ich 2007 zu schreiben begann war es selbstverständlich, dass Schalke 04 vor allem durch defensive Stabilität zu seinen Punkten kam. Damals hießen die Protagonisten noch Bordon und Krstajic. Die Arbeit des damaligen Trainers Mirko Slomka habe ich so lange für gut befunden, bis sich die Offensive seiner Mannschaft derart zurückentwickelt hatte, dass kaum mehr als Hoffen auf Torerfolge durch Standardsituationen übrig blieb.

So weit wird es unter Roberto Di Matteo hoffentlich nicht kommen.



Foto: Tomek Bo



47 Kommentare zu “Dominante Defensive”

  1. schalkoholiker sagt:

    Drei Punkte gegen eine gute Mannschaft. Sehr gut. In der Defensive so stabil, dass mich selbst gefühlte 90 % Ballbesitz für Gladbach nicht nervös gemacht haben. Das macht mich wirklich zuversichtlich und ich freue mich. Bei der Freude beschleicht mich ein komisches Gefühl – und seit ein paar Minuten weiß ich, woher das kommt: Die Spielweise erinnert mich an italienische Mannschaften in den 80ern. Und über die habe ich mich damals echt geärgert. Aber eben nur damals. Solange wir in jedem Spiel einen Paolo Rossi haben, soll es mir recht sein.
    Glückauf!

  2. blues sagt:

    @RJonathan
    Ich will nicht nerven, doch der Catenaccio wirkt in seiner calvinistisch-schweizerischen Variante nicht schöner, sondern nur noch strenger. Ich kann mich an diesem System, auch wenn der Beton blau-weiß gestrichen ist, nicht erfreuen. Klar, man darf sich darüber freuen, dass Schalke endlich ein System, eine unverkennbare Handschrift hat. Leider ist es die Handschrift des Anti-Fußballs. Ich wünsche viel Spaß und verabschiede mich eine für einige Zeit. Ciao.

  3. Carlito sagt:

    Das Konterteam (BMG) das Spiel machen lassen und ca 1,5 Chancen zulassen. MIR gefällt das! Endlich wieder eine VT, die diesen Namen auch verdient. Kein Zittern mehr bei jedem Angriff. Trotzdem nach vorne immer wieder gefährliche Angriffe. Wir haben einen Coach der coached. Kann ich sehr gut mit leben!

  4. Ney sagt:

    @blues
    Jezz mach kein Scheiß!

  5. Steffen sagt:

    In der Hinrunde war es doch noch lang genug so, dass andere Mannschaften sich hinten geparkt haben und Schalke das Spiel machen sollte, wir hatten unendlich Ballbesitz und haben uns den Ball hin- und hergeschoben ohne gefährliche Situationen zu erzeugen, dann Ballverlust vorm gegnerischen Strafraum, Konter und es hat gab ein Tor für den Gegner. Die Schwäche, die gefühlt an diversen Niederlagen verantwortlich war, hat man abgestellt. Die Defensive steht sicher.
    Ich finds müssig das man immer die Verletzten anführen muss, aber ich glaube man sollte sich als Fan auch von der Vorstellung verabschieden irgendwann den ganzen Kader zur Verfügung zu haben. Es werden sich weiter Spieler verletzen und das ganze pegelt sich auf einem unangenehmen Krankenstand ein – so geht und wird das allen Vereinen gehen die regelmässig international spielen.
    Auf Schalke fehlen aktuell leider eklatant viele Pfeiler des Offensivspiels, mit Zaubern is da nix – egal, drei Punkte.

  6. bariton76 sagt:

    Es ist genau eine Winterpause her, da wurde die Gladbacher Spielweise bei uns als planlos, ideenlos, systemlos bezeichnet. Jetzt soll unsere Spielweise wieder scheisse sein, weil die anderen 0,0 Torchancen rausspielen? Ich bin zufrieden. Wenn jetzt noch an der Offensive gearbeitet wird, könnte aus uns ne ziemlich gute Kontermannschaft werden.

  7. Rjonathan sagt:

    @blues
    Bin mit grad nicht sicher ob ich mich doof ausgedrückt habe. Wollte eigentlich nur meine Verwunderung zum Ausdruck bringen. Wenn das irgendwie blöd rüberkam, dann tut mit das leid. Nervig finde ich deine Beiträge jedenfalls nicht. Sie sind eigentlich immer gut beobachtet und interessant. Ich habe nur über einen Teilaspekt reden wollen. Wenn du mit dem Fußball von DiMatteo unzufrieden bist kann ich das akzeptieren. Ich bin ja ein großer Fan des italienischen Fußballs. Habe mich für sie auch über den Sieg 2006 gefreut. Wie souveran Höwedes, Matip und Nastasic agiert haben, das war schon Spitzenklasse. Muss man aber natürlich nicht mögen.

  8. Spook sagt:

    Meine Güte, was isn hier los??? Keep calm and enjoy 7 points!

  9. Ney sagt:

    Oh, super, Diskussionsverbot nach Punktgewinnen scheint mittlerweile Mode geworden zu sein.

    Aber Stillstand ist bekanntlich Rückschritt im Sport.

  10. Spook sagt:

    Von Diskussionsverbot war auch nicht meine Rede, Ney, sondern von dem Wunsch nach einer Beruhigung der Gemüter. In meiner Wahrnehmung ist die hier geführte Debatte aktuell z.T. reichlich überhitzt. Ich finde es befremdlich, wenn Kommentatoren aufgrund ihrer Meinung derart angegangen werden, dass sie es vorziehen, sich eine Auszeit vom Blog zu nehmen.
    Was meinen Hinweis auf die Punkte angeht: Zugegeben – derzeit ist mir das zählbare Resultat wichtiger als das Wie. Ich hoffe aber auch darauf, dass Di Matteo im Rahmen der jeweils gegebenen Möglichkeiten das Spielsystem wieder flexibler gestaltet. Und da er von Anfang an betont hat, dass er von den Möglichkeiten des Kaders ausgehend, pragmatisch an die Sache geht, aber grundsätzlich auch gerne offensiv spielen lässt, will ich ihm das erst mal glauben und warte ab, was da so passiert, wenn Draxler, Farfan (ob das noch was wird..?) und Co. wieder einsatzfähig sind.

  11. blues sagt:

    @Rjonathan
    Kein Problem. Ich kann es nachvollziehen, dass man den Sack mit den Stöckchen für Keller (bester Kader aller Zeiten, fehlende Idee das Spiel zu machen) irgendwann zumachen muss, und für den neuen Trainer dann neue Maßstäbe gelten, weil er eine andere Spielanlage hat. Wahrscheinlich ist ein neuer Trainer immer auch ein bischen wie Sylvester. Das alte Jahr / der alte Trainer ist verbraucht und man startet neu mit einem unverbrauchten!

    Da man, wie du sagst, dem Catenaccio auch etwas abgewinnen kann, will ich da nicht dauernd dagegen halten und dabei letztendlich selbst eine Art rhetorischen Catenaccio aufführen.

    Dass Di Matteo in nur 120 Tagen eine schwere Herausforderung für die gegnerischen Trainer und ihre Spielsysteme geschaffen hat, erkenne ich gerne an. Vielleicht ist es sogar derzeit der einzige für Schalke bezahlbare Weg, die schnellen und trickreichen und für Schalke selbst unbezahlbaren Aussen- oder Flügelspieler der gegnerischen Mannschaften in den Griff zu bekommen, um in der Spitze mitzuhalten können.

    Weil aber Di Matteo nach meinem Geschmack gerne den ein oder anderen eigenen Angriff mehr zu lassen sollte, gehe ich, bis er das macht, für eine Weile an die Seitenlinie.

  12. Manfred sagt:

    Ein Trainer, der Favre bzw dessen 11 auscoacht, kann so schlecht nicht sein.

  13. mika sagt:

    @manfred
    ….auch meine Meinung.

    Aus den momentan vorhandenen Möglichkeiten im Kader das beste herausgeholt.
    Ich würde auch gerne mehr erfolgreichen Offensivfußball sehen,
    aber mit wem von den gesunden Spielern soll das bitte funktionieren ?
    Ich habe am Freitag viel Spaß gehabt, die Gladbacher so einfallslos zu sehen..
    Jetzt noch mit der in Zukunft verfügbaren Offensivpower (Farfan, Draxler, Hunter und Goretzka) ein bisschen mehr Spielwitz und dann läuft es…

  14. Aquii sagt:

    alles nicht so schlimm, RDM lässt spielen, was das Personal kann. Die Verletzten der Offensive werden bald zurück kommen, dann wird es auch wieder mehr eigene Tore geben, also weiter so!

  15. Woischwat sagt:

    Wie Torsten geschrieben hat, gab es auch schon unter Di Matteo höhere Siege. Von den Top Teams hat S04 die beste Offensive nach FCB und Wob. Und wenn das Spiel gegen solche Mannschaften so defensiv ausgelegt ist, kann ich mich daran erfreuen. Die Frankurter haben mit 38 Toren mehr als S04 erzielt, aber dafür auch 41 Stück kassiert. Da ist mir so ein 1:0 wesentlich lieber. Denn auf einer guten Defensive kann man aufbauen.

  16. derTorstn (der Andere!!!) sagt:

    Hab im Web etwas Interessantes gefunden: „seit di Matteo da ist haben wir 20 Tore geschossen,
    Augsburg und Gladbach je 18, und Leverkusen 16 Tore.“

    Unter Stevens und auch Keller hatte ich sehr oft das Gefühl, unsere Mannschaft wurde zu selten auf den Gegner eingestellt. Gegen Hannover glänzte Fuchs, da Hannovers Linke recht schwach ist, Gladbach wurde auch „austaktiert“ – genau das fehlte mir in der Vergangenheit. Das vorn die Kreativität etwas fehlt, Klaro, Farfan-Draxler-Goretzka fehlen.
    Was ich eigentlich sagen wollte, ich bin richtig zufrieden mit den letzten 3 Spielen.
    Grüße undso.

  17. Dirk sagt:

    Ich komme da langsam nicht mehr mit … Der Kicker weist eine Torschuss-Statistik von 10:8 für den S04 auf. Ich frage mich, wie die Königsblauen das bloß hinbekommen haben, da sie angeblich freiwillig nie über die Mittellinie gehen? Ist es jetzt schon ’80er-Jahre-Italo-Gerumpel, wenn man öfters aufs Tor schießt als der Gegner?

    Außerdem finde ich es bezeichnend, dass Mannschaften wie Gladbach durchaus positiv als „Kontermannschaften“ gefeiert werden, was aber nix anderes heißt als erstmal hinten drinstehen und dann nach vorne preschen. Nur eben positv ausgedrückt.

    Und ja, ich bin froh, mir heute nicht das Geheule anhören zu müssen, was aufgekommen wäre, nachdem wir uns von genau dieser Mannschaft hätten ausgekontern lassen, mit einer Niederlage am Ende, die dann auch wieder niemand verstanden hätte. Buhuuuhh!

    Ein vollständiges Bild der Schalker werden wir erst dann sehen und bewerten können, sobald die Mannschaft auch mal einigermaßen vollständig IST. Und so lange gilt: Fans, die sich nicht über Siege ihrer Mannschaft freuen mögen, sind mir suspekt.

  18. DSTS: Wirbel-Liga. Ausrufezeichen! - Zweierkette sagt:

    […] auf dem Rasen behaupten kann. Das von Trainer di Matteo eingeführte System basiert auf einer sehr stabilen Defensive, dazu sind wenige Gegner gewohnt das gewählte 3-5-2/5-3-2 zu bespielen. Die Folge sind wenig Tore, […]

  19. Erle72 sagt:

    Ein packendes Spiel in dem beide Mannschaften fair und trotzdem mit vollem Einsatz alles versucht haben, den Gegner in Schwierigkeiten zu bringen. Die taktischen Mittel und Gegenmittel waren dabei gut zu erkennen. Das das Schalker Offensivspiel noch nicht optimal läuft – geschenkt. Das wird hoffentlich noch kommen, wenn mehr Offensivspieler gesund werden und/oder in Form kommen. Entscheidend war eine mannschaftliche Geschlossenheit, die ich vorher des öfteren vermisst habe. Weiter so…

  20. Lutt sagt:

    Der Bericht und einige Kommentare hier bringen es auf den Punkt. Es scheint mir auch im dritten Rückrundenspiel nachhaltig zu sein, dass Schalke nicht mehr den Ball hinten hin und her schiebt, um dann durch leichte Ballverluste auf dem Weg nach vorne ins offene Messer zu laufen.
    Das war meines Erachtens einer größten Fehler unter Keller, der immer wieder auftrat. Das scheint weitgehend behoben.

    Ich interpretiere aus dem Spiel auch eine Ansage, den Ball schnell nach vorne zu tragen und nicht mehr großartig hinten rum zu spielen – und das hatte viele Ballverluste zur Folge.
    Aber das ist eigentlich auch der Fußball, den ich sehen will – hinten sicher stehen, schnell und risikoreich nach vorne spielen. Da kann ich auch mit ein paar unnötigen Ballverlusten leben, die mit den häufig genannten Rückkehrern und der weiteren Optimierung des Systems sicherlich auch bald besser werden. Es bleibt zu hoffen, aber ich bin zuversichtlich.

  21. Michael sagt:

    @blues
    di Matteo hat doch wieder alles Richtig gemacht! die Gladbacher ausgeguckt und den Matchwinner reinrotiert. Klar würde ich mich über mehr Tore und besser zu Ende gespielte Konter noch mehr freuen.

    Das kommt aber sicher noch………

  22. RWDJojo sagt:

    Also mir ist ein 4:3-Sieg lieber als ein 1:0-Sieg. Aber ein 1:0-Sieg ist mir immer noch lieber als eine 3:4-Niederlage. Wenn man innerhalb einer Woche gegen zwei Topteams der Liga lediglich 3 bzw. 0 gefährliche Torschüsse zulässt, dann ist das super. In der Hinrunde haben wir in den ersten drei Spielen folgende Ergebnisse erzielt: 1:2, 1:1, 1:4. Offensiv ist Schalke nun nicht schlechter, kassiert aber 6 Tore weniger.

  23. Michael sagt:

    @RWDJojo

    ganz ehrlich: mir ist ein berechenbares Schalke lieber als ein unberechenbares. Das hatten wir die letzten 3 Jahre zur genüge und mich hat es genervt. Ich will endlich Strukturen und einen Matchplan erkennen und sehen, dass sich eine Mannschaft weiterentwickelt, auf einer soliden Basis, sprich gut organisierten Defensive. Deshalb darf es gerne so weiter gehen.

  24. Torsten sagt:

    Ich mag ein 4:0 lieber als ein 1:0, aber bei einem 4:3 mag ich das schon nicht mehr so pauschal zu sagen. Das ist natürlich allen Geschmackssache.

    Ich bevorzuge grundsätzlich eine Leistung, die den Faktor Glück so weit es geht ausschließt. Fußball ist ein ziemlich zufälliges Spiel, wenn man bedenkt wie wenig Tore i.d.R. fallen, wie häufig Tore „irgendwie reinflippern“. Aus dieser Ansicht heraus kann ich mich an einem Spiel wie diesem gegen Gladbach ähnlich erfreuen wie an einem Sieg, der über die klare Mehrheit an erspielten Torchancen deutlich gewonnen wurde.

     
     
    [Edit]

    Mir ist ein berechenbares Schalke lieber als ein unberechenbares.

    Schön auf den Punkt gebracht. Dafür brauchte ich einen ganzen Absatz :-)

  25. Mario Albrecht sagt:

    Grundsätzlich ist mir erst Mal jeder Sieg unserer Mannschaft lieb.

    Meine Vorher-Nachher-Statistik weist jetzt sechs Punkte mehr aus, als in der Hinrunde.
    Dazu nur ein Gegentor nach jeweils recht souveränen Vorstellungen.

    Als ich die Aufstellungen der Mannschaften gelesen hatte, habe ich noch so für mich gedacht: Mannomann, was die Gladbacher da zu bieten haben, gehört schon zur gehobenen Qualität. Eigentlich.
    Und da halte ich es mit Torsten: eine gute Defensivleistung, die in einem Sieg mündet, macht mich auch zufrieden, denn sie gibt mir Hoffnung, dass endlich mal wieder Stabilität und so etwas wie eine punktemäßige Verlässlichkeit einkehren.
    Wir liegen jetzt endlich im nötigen Schnitt von zwei Punkten pro Spiel, die für eine direkte CL-Quali als nötig erachtet werden.
    Unsere Mitbewerber halten den Schnitt nicht, und schon geht´s für uns bergauf.

    Aogo ist eingewechselt worden (eine sehr beachtliche Leistung, in gut fünf Minuten Spielzeit eine gelbe Karte zu bekommen!), Matip hat durchgespielt, Sam ist nur leicht verletzt, ich finde, es deutet vieles darauf hin, dass wir auf dem richtigen Weg sind.

    Vielleicht ist es ganz gut, dass die angeschlagenen Spieler tröpfchenweise zurück kommen, so ergeben sich nach und nach Varianten, wegen derer aber nicht das eingeführt, funktionierende Spielsystem komplett über den Haufen geworfen werden muss.

    Ich glaube schon, dass di Matteo zu gegebener Zeit auch offensiver spielen lassen wird.
    Bis dahin können sich die 13 Mannschaften aus der Bundesliga, die nie, nie mit dem Anspruch nach Gelsenkirchen kommen, mitzuspielen und zu gewinnnen, gerne darüber ärgern, dass wir jetzt begriffen haben, wie damit umzugehen ist.
    Die restlichen drei Teams kommen jetzt vielleicht mit dem Wissen, dass sie nicht mehr auf unsere taktischen und spielerischen Fehler warten können, sondern gut achtgeben müssen, selber keine Fehler zu machen.

    Es ist noch nicht so ganz lange her, da haben wir mal ein Heimspiel gegen Real Madrid relativ deutlich verloren. Laut war der Aufschrei, wir hätten Fußballdeutschland eine Schande bereitet. Die Leistung sei einer CL-Mannschaft nicht würdig gewesen. Auch hier waren etliche Aktive vorsichtig ausgedrückt ernüchtert ob des Gebotenen.

    Jetzt kommen noch eineinhalb Wochen als Vorbereitung auf das nächste Spiel gegen Real, und ich bin über die Maßen gespannt auf das Ergebnis.
    Realist wie ich meistes bin, und oft genug enttäuscht von Schalke, wäre ich mir einem 1-2 oder 1-3 nach guter Leistung schon zufrieden.
    Denn das wäre dann wirklich der Beweis eines Fortschrittes auf ganz hoher Ebene.

    Meiner Meinung nach muss sich jeder einzelne darüber klar sein, was er erwartet. Und wer sich über ein 1-6 oder 5-0 auswärts aufregt, der sollte doch eigentlich froh darüber sein, dass nun ein System etabliert wird, das dazu dienen soll, solche Klatschen zu vermeiden.
    Da passt sinngemäß wieder mein Lieblingsinterview aus 2014 von Herrn Mertesacker: „Wat wollnse? Ich versteh die ganze Fragerei nicht!“

    Lassen wir die Jungs mal machen, da könnte was raus werden.

    Grüße,

    Mario

  26. Karsten sagt:

    Erst einmal Glückwunsch für den Schalker Sieg. Irgendwie habe ich immer Bauchschmerzen wenns auf Schalke geht und oft genug haben wir da ja auch nix geholt. Eure Taktik diesmal nicht schön aber sehr effektiv. Und da zeigt sich wieder unser Problem, wir können keinen defensiv eingestellten Gegner ausspielen. Müssen wir unsere Punkte halt anderweitig holen und ich hoffe das wir euch noch einen spannenden Kampf um den CL Platz liefern können^^.

    Gruß Karsten

  27. Ney sagt:

    Gladbach brachte im gesamten Spiel genau einen Ball auf das Schalker Tor. Einen harmlosen Fernschuss von Granit Xhaka, in der 16 Minute.

    Waren da nicht noch 2, 3 weitere Gladbacher Chancen, und mindestens einmal musste Wellenreuther parieren? 100% Sicherheit gewährt selbst die beste Defensivleistung nicht.

  28. Benjamin sagt:

    Ich kann die allgemein optimistische Grundeinstellung eher nicht teilen. Eine sichere Defensive ist ja schön und gut, wird uns aber gegen mindestens 10 andere Teams der Liga nicht so wirklich helfen, weil die im Zweifelsfall mit einem Punkt zufrieden sind und auch hinten drinstehen. Insofern sehe ich grundsätzlich für ein Team mit unseren Ansprüchen die Notwendigkeit, das Spiel machen zu können und auch gegen gut organisierte Gegner Chancen zu kreieren. Daran muss man aus meiner Sicht einen neuen Trainer messen, denn Ergebnisfußball haben auch unserer vorherigen Trainer hinbekommen.

    Ich halte die Vorstellung, mit unseren verletzten Offensivkräften würde das schon von selbst besser werden, für verfehlt. Eigentlich hoffe ich das sogar ausdrücklich. Denn hieße das ja, wir wären wieder genau in dem gleichen Maße von der individuellen Qualität der Spieler abhängig wie eh und je. Es sollte aber unser Ziel sein, zumindest teilweise unabhängig von einzelnen Spielern zu werden.

    Eine Bewertung, inwieweit spielerische, d.h. spieltaktische, von der individuellen Qualität der Spieler unabhängige Fortschritte im Offensivspiel unter Di Matteo zu erkennen sind, möchte ich noch nicht abgeben. Einige Spiele unter dem neuen Trainer waren da gut und werden hier gerne angeführt (gegen Stuttgart z.B.), anderen waren aber auch richtig gruselig (z.B. gegen Leverkusen und Hamburg). Die nächsten Spiele gegen nominell schwächere Teams werden da sicherlich weiterführende Erkenntnisse liefern.

  29. #Link11: Montag | Fokus Fussball sagt:

    […] Borussia Mönchengladbach auf Schalke an und unterlag dem blau-weißen Mannschaftsbus mit 0:1. Der Königsblog beschreibt das Spannungsfeld zwischen Schönheit, Unterhaltung und Erfolg, möchte aber »kein […]

  30. Detlef (Doktor_d) sagt:

    Schönheit liegt im Auge des Betrachters.

    Ich finde vor allem schön, wenn Schalke gewinnt. Da muss es dann nicht unbedingt ein Offensivfeuerwerk geben. Das ist mit dem derzeitig zur Verfügung stehenden Personal auch gar nicht möglich.

    Ich hatte beim Gladbach Spiel erstmals richtig Freude an der Ausrichtung des Spiels. Es machte nämlich einen Heidenspaß den Gegner der Schalker Defensive ziemlich hilflos gegenüber stehen zu sehen.
    75 % Ballbesitz, einige Gladbacher Anhänger bezeichneten das als Überlegenheit, aber wenig bis gar nichts draus gemacht.

    Übrigens war die Grundstimmung in der Arena um mich rum ähnlich.
    „Endlich sieht mal Grundsätzliches das klappt und nicht nur Stückwerk.“

    Ich bin gespannt, wenn im laufe der Rückrunde der ein oder andere Offensive zurück kommt, was RdM dann spielen lassen wird.
    Manchmal wünsche ich mir schon die Schnelligkeit eines Farfan oder Draxler bei Kontern/Angriffen.

    „Mir ist ein berechenbares Schalke lieber…“
    Ist das nicht irgendwie ein Widerspruch in sich?
    ;-)

  31. schalkoholiker sagt:

    Wir haben 7 Punkte in den ersten drei Rückrundenspielen geholt und sind Tabellendritter. Damit war nicht unbedingt zu rechnen. Interessant, dass es da vereinzelte Stimmen gibt, die sich eher auf das B-Noten-Verbesserungspotenzial konzentrieren. So ist Schalke…

    Ich hatte neulich (eher weniger Ernst gemeint) die Verletzungen von James und Ramos und damit den dramatischen Qualitätsverlust bei Real angesprochen. Jetzt haben die 0-4 gegen Atletico verloren und gezeigt, dass sie durchaus besiegbar sind. Wenn sich unsere Defensive weiter so stabil zeigt – und das hat m.E. auch sehr viel mit Selbstbewusstsein zu tun – habe ich zumindest gute Hoffnung, dass wir uns nicht wieder eine Katastrophenklatsche abholen. Mit ein wenig Glück gelingt uns vorne etwas und dann ist vielleicht sogar mehr drin als das Vermeiden einer Demütigung. Ich weiß – auch dieser maßlose Optimismus ist typisch Schalke…

    Glückauf.

  32. Mario Albrecht sagt:

    Benjamin, ich gebe Dir ja grundsätzlich recht.
    Aber was soll denn in wie kurzer Zeit alles passieren?
    Die Defensive stabilisieren. Die Konteranfälligkeit abstellen. Offensiv spielen. Tore schießen. Das Spiel machen. Ein Spielsystem entwickeln. Punkte holen. Die verletzten Spieler ersetzen. Das Publikum begeistern.

    Welche Mannschaft kann das denn? Dauerhaft. Europaweit?
    Vielleicht zwei oder drei? Und mit wessen Geld?

    Wer kann denn jetzt schon wissen, ob di Matteo aus dem jetzt erfolgreichen Defensivspiel nach und nach, mit personellen Alternativen, mehr Selbstvertrauen und den nötigen Punkten im Rücken nicht mutiger wird spielen lassen.

    Und wie genau stellen wir uns denn „das Spiel machen“ vor?
    Tikitaka bis zum Einschlafen wie bei Barca? Ballbesitzfußball bis ins Koma wie bei der Pest des Südens? Laufen wie die angestochenen wie bei denen aus dem anderen Dorf? Konterfußball ohne Konter wie bei denen, die wir am Freitag erst geputzt haben?

    Ich finde es viel besser, wenn ein Trainer in der Lage ist, eine Mannschaft passend auf den Gegner einzustellen, und seine Mannschaft die vorgegebene Taktik auch umsetzen kann. Ich halte solche Mannschaften für schwieriger auszurechnen als solche, die immer das gleichen Konzept spielen.

    Und jetzt noch was Grundsätzliches: ich verstehe überhaupt nicht, was damit gemeint ist, dass man sich „frei machen müsse, von der individuellen Klasse einzelner Spieler“.
    Man verpflichtet doch Spieler eben wegen derer individuellen Klasse. Oder spielt Robben bei Dingsbums, weil der Quotenbeauftragte festgestellt hat, dass zu wenig Glatzköpfe im Team sind?
    Oder Neymar bei Bazza als Integrationsprojekt für Menschen mit Problemfrisuren? Dann müsste Kampl weg von den Tölpeln, die haben ja schon Aubadingsbums, einer ist genug.
    Oder Ibrahimovic in Paris, weil er die Seine so schön findet?
    Ich vermute dahinter einen ganz perfiden Plan: Diese Vereine haben Geld. Diese Vereine wollen Titel gewinnen. Dazu kaufen sie Spieler, die sie für besser als andere halten, damit sie Spiele gewinnen. Dank derer individueller Klasse.
    Was ist daran verkehrt? Im Großen bei denen wie im Kleinen bei uns?

    Perfekt wäre für mich ein System, das die individuellen Stärken der einzelnen Spieler zum Tragen kommen lässt, so dass sich daraus eine erfolgreich spielende Mannschaft entwickelt.
    Und von hinten aus betrachtet hat di Matteo das zumindest bis zum defensiven Mittelfeld schon ganz gut hinbekommen.
    Je weiter es nach vorne geht, desto schwieriger ist´s, das zu etablieren und desto länger braucht´s. Die letzten PS sind immer die teuersten…

    Wenn das spielerische Vermögen einer Mannschaft nur von der Qualität des Trainers abhängt, könnte ich also auch bei Schalke spielen, weil ich vielleicht mehr Grips in der Birne haben, als z.B. Boateng und somit des Trainers Taktik besser verstehe? Gewagte These, woll?
    Oder würde Jogi Löw mit der großen Dritten Mannschaft meines Heimatvereins nach 22 Jahren Piratenliga dann vor Erreichen seines Rentenalters den Durchmarsch in die Bundesliga schaffen?

    Ich meine, man braucht große Spieler für große Mannschaften. Nicht nur. Aber auch!

    Grüße,

    Mario

  33. Malte sagt:

    @schalkoholiker

    Ja, schlimm! Ich fang auch schon wieder an auf ein Wunder von Bernabéu zu hoffen.

  34. Benjamin sagt:

    @Mario

    Nein, ich habe ja gesagt, dass ich Di Matteo jetzt noch nicht danach beurteilen möchte, wie sich unser Offensivspiel entwickelt. Aber langfristig eben schon. Das kann sich gerne ein wenig Zeit lassen, solange die Ergebnisse stimmen, aber eben nicht ewig.

    Ich kann mich erinnern, dass eine der zentralen Kritikpunkte an Jens Keller während der Ergebnistechnisch guten Rückrunde im letzten Jahr wwar, dass wir die Ergebnisse vor allem auf Grund der Qualität der Einzelspieler eingefahren haben. Wir haben oft Konter schlecht ausgespielt und uns sehr behäbig in den letzten 30 Metern der gegnerischen Hälfte angestellt, aber eben oft zur richtigen Zeit den einen genialen Moment oder den einen Spielzug gehabt, der klappte. Kurzum: man hatte nicht das Gefühl, dass die Leistung der Mannschaft mehr war als die Summe seiner Teile. Und dann spricht man, denke ich, gerne von „fehlendem“ Konzept. Das sollte ein neuer Trainer ändern. Dann ist man natürlich nicht vollkommen unabhängig vom Spielermaterial, aber man hat das Gefühl, dass die Arbeit des Trainers etwas an unserer Spielweise ändert und zwar zum Positiven.

    Wenn man mich fragen würde, was ich bei uns gerne sehen will, dann würde ich wohl sagen, dass der Fußball der Schwarz-Gelben für uns ideal wäre, weil wir im Gegensatz zum BVB eine Chancenverwertung haben, die den Namen verdient. Und Pressing, Umschalten und Tempofussball sehen zumindest für meine Augen durchaus attraktiv aus.

  35. Chris sagt:

    Wir haben einen Trainer mit einer Idee und einem Konzept, dass er noch dazu auf die jeweiligen Gegner und die Spieler, die er zur Verfügung hat, anpassen kann. Das hatten wir schon lange nicht mehr. Alleine darum bin ich froh.
    Wir gewinnen dazu die Spiele und schlagen direkte Konkurrenten. Die Mannschaft funktioniert und ist eine Mannschaft.
    Klar geht es immer besser oder spektakulärer aber für die jetzige Situation und für die Umstände muss ich sagen: Ich bin absolut zufrieden. Weiter so!

  36. leoluca sagt:

    Dass Gladbach so überraschend harmlos wirkte, lag in der Hauptsache daran, dass Schalke eben nicht nur hinten drin stand, sondern die gesamte Schalker Mannschaft Di Matteos Defensivkonzept äußerst diszipliniert und beweglich herunterspielte. Die gefährlichen Gladbacher Stürmer Raffael und Kruse kamen meist nicht zum Einsatz und so fehlte dem Schalker Gegner die Durchschlagskraft.

    Schalke war offensiv nicht überaktiv, aber flexibel, wenn der Ball vor dem gegnerischen Strafraum war. Choupo-Moting und Boateng wechselten vorn oft die Positionen, kreuzten, wichen auf die Flügel aus oder ließen sich zurück fallen, um Gladbach zu locken. Verbunden mit dem starken Schalker Pressing war diese Wuseligkeit der Schalker Stürmer, mit der immer zu rechnen war, ziemlich unangenehm für Gladbach.

  37. BlueNote sagt:

    Die bislang beste und vor allem engagierteste Saisonleistung. Endlich einmal zeigen geschlossen und ausnahmslos alle Feldspieler genau die Laufbereitschaft, die vonnöten ist, wenn man einen Gegner konsequent und über die gesamten 90 Minuten in seine Schranken verweisen will.

    Das Gegenpressing nach Ballverlusten (davon gab es leider immer noch zuviel, aber auch das wird man hoffentlich bald abstellen können), der Einsatzwille und die Feinabstimmung beim Arbeiten gegen den Ball, das geschickte Räumeverdichten, der unbedingte Wille bei den 1:1 Zweikämpfen, all das sah ich derart perfekt zum ersten Male nach ganz ganz langer Zeit wieder bei einem Spiel unserer Jungs. Es war eine Freude zu sehen, wie oft der ballführende Spieler des Gegners im Vollsprint zum Teil von 2 Blauen angelaufen wurde, wie man sich gegenseitig half, wie Höger den Platz umpflügte, Barnetta farfanesque 70 Meter sprintete und dribbelte, wie selbst der oft vielgescholtene Prince bis zur 90. Min (!!!) lustvoll mitackerte und offenbar endlich konditionell aufgeholt hat. Dazu eine letzte Reihe, die nichts anbrennen ließ, ein Rookie im Tor, dessen innere Ruhe geradezu meditativ anmutete und der daherkam, als hätte er die letzten 17 Jahre nichts anderes gemachts als in der BuLi im Tor zu stehen. Anderenorts würde man sagen: leider geil! Hier wie dort rümpfen dennoch manche lieber die Nase…Mir egal. Diesmal habe ich mich gut unterhalten gefühlt, auch ohne 20 Torchancen.

    Das sah alles gekonnt und vor allem gewollt aus. Nun ist Feintuning im Spiel nach vorne angesagt. Hier hoffe ich auf die technische Qualität einiger Rekonvaleszenten, auf mehr Passsicherheit bei Matip, auf noch schnelleres Umschalten durch die 6er und darauf, dass Fuchs und Uschi gegen andere Gegner wieder mehr von der Kette gelassen werden und und und…

    Ob mit so einer starken Defensiv-Leistung auch ein Punkt gegen Madrid drin ist, wage ich dennoch kaum zu hoffen. Das ist dann doch noch mal ein anderes Kaliber. Ich fürchte, dass deren individuelle technische Klasse am Ende doch reicht, uns den einen oder anderen empfindlichen Stoß zu versetzen. Nichtsdestotrotz freue ich nun wieder deutlich mehr als noch vor ein paar Wochen auf die Duelle mit den Spaniern. Es geht voran. Die Tage werden auch wieder länger. Einzig meine Haare wollen nicht wieder sprießen…

  38. leoluca sagt:

    Mal wieder auf’n Punkt – Selldorf heute in der SZ:

    „Dieses Schalker Spiel war ein Konstrukt, das die Grenzen der Liga überschritt. Es enthielt Anklänge an italienischen Catenaccio und britischen Action-Fußball, gemischt mit Elementen der neuen deutschen Fußball-Schule. Viele mögen diese Mixtur, die keine Abenteuer vorsieht, für zwiespältig halten, aber für die Schalker, die jahrelang ein strategisches Leitbild in ihrem Klub vermisst haben, ist sie ein faszinierendes Erlebnis. Sie sehen keinen Eventsport, doch sie können eine Linie erkennen.“

  39. Werner sagt:

    Also ich freue mich sehr über diesen Sieg.
    Nicht nur, weil ich im Speckgürtel von MG wohne und deshalb die nächsten 6 Monate grinsen kann, sondern vor allem, weil ich mich in den letzten Speilen immer darüber geärgert habe, dass man sich von MG auskonetern lies. Eine Mnnschaft wie MG, die hptsl. nur kontern kann und gegen uns nie das Spiel gemacht hat, musste man einmal mit den eigenen Mitteln schlagen. RdM hat das glücklicherweise verstanden.

  40. Torsten sagt:

    Jens Keller […] Kurzum: man hatte nicht das Gefühl, dass die Leistung der Mannschaft mehr war als die Summe seiner Teile. Und dann spricht man, denke ich, gerne von “fehlendem” Konzept. Das sollte ein neuer Trainer ändern …

    Das mit dem „Konzept“ mag ich nicht beurteilen. Aber ich finde schon, dass Di Matteos Formation und Spielweise die Mannschaft deutlich unterstützt und einzelne Spieler besser zur Geltung kommen lässt. Insofern macht seine Taktik die Mannschaft besser. Fuchs blüht auf, Barnetta blüht auf, Kirchhoff sehe ich auch stärker als zuvor, die anderen wurden durch die Veränderungen zumindest nicht schlechter.

    Das ist ein laufender Prozess, es werden Spieler aus Verletzungsausfällen zurückkommen die eingebaut werden wollen. Ob das immer klappt, bleibt abzuwarten. Da wird man auch Fehler zugestehen müssen. Aber die Veränderungen, die Roberto Di Matteo in der kurzen Zeit bewirkt hat, sind mit nichts in Jens Kellers Amtszeit zu vergleichen. Das Tempo der Veränderung ist unvergleichbar höher, die Führung ist klarer.

  41. Netsmurf sagt:

    das war kein spielerisches Feuerwerk, was uns da am Samstag geboten worden ist. Das war Disziplin und Kampfgeist, gepaart mit ein paar leichten Ansätzen von Spielfreude. Leider sind da doch ein paar Bälle vertendelt worden, aber das interessiert bei einem Sieg morgen doch kein Mensch mehr. Schon gar nicht, wenn am Ende der Saison der Platz 3 als Resultat herausspringen sollte.

    3 Punkte im Sack, hier gilt schon wie gegen den Stern des Südens, hätte mir vorher einer die Punkte garantiert, wäre ich zufrieden zuhause geblieben.
    Stattdessen hat man uns dem Steigerlied im abgedunkelten Stadion beraubt, und damit Schalke 25.000€ Strafe erspart. Danke an die Honks, die für das Großaufgebot in und um Schalke verantwortlich waren. Jeder der ehrenamtlich unterwegs ist, kann auf solche „Scherze“ gerne verzichten!

    Samstag geht es weiter, gerne mit 3 Punkten bei 0 Torchancen für die Adler. Am Ende der Saison werden ja nur nur die Punkte aufaddiert.

  42. Mario Albrecht sagt:

    Guten Morgen allerseits.
    Benjamin, dann sind wie also gar nicht so weit voneinander entfernt.
    Es geht darum, die individuellen Stärken starker Spieler optimal zur Geltung zu bringen, sodass man nicht von einer Einzelaktion abhängig ist. Richtig? Das fände ich auch klasse, und wie bereits erwähnt, hat di Matteo damit von hinten nach vorne begonnen.
    Das lässt sich auch daran erkennen, dass weiter oben aufgelistete Spieler, die allesamt schon als Problemfälle oder gar durchgefallen galten, wieder in die Form kommen, die sie vor uns hatten und wegen derer sie verpflichtet worden sind. Ich stelle mir im Nachhinein schon die Frage, was die vorhergegangenen Trainer alles falsch gemacht haben müssen, dass die Potentiale dieser Spieler so verschüttet waren. Verletzungspausen lasse ich als mildernde Umstände gerne gelten, aber daran allein kann´s nicht gelegen haben.

    Und Männers, bitte: Ronaldo, Bensema, Bale, Kroos, alles Holzfüße?
    Da sprießt ein zartes Pflänzchen Spielsystem, und ihr wollt daran hoch schon wieder in den Himmel klettern…

    Grüße,

    Mario

  43. schoschi sagt:

    Für mich war es das beste Spiel seit Langem. Und in Euren Ausführungen steckt so viel Richtiges. Bei mir überwiegt die Freude! Und tatsächlich, ich werde das Spiel gegen Madrid verfolgen und hoffen daß wir gewinnen! Wenn ich das Gefühl nicht mehr habe, schau ich vielleicht beim Schachspielen zu! Das sich jetzt bitte niemand angegriffen fühlt! Allerdings werde ich auch erkennen, und gegebenenfalls meine Erwartung nach unten korrigieren, wenn da nichts zu holen ist. Das konnte man bei den meisten der vorangegangen Spielen m.M. nach sehr bald! Aber nicht beim Letzten!!!! Glückauf

  44. Manfred sagt:

    skAndy war zwar ne Weile noch weiter weg als da, wo blues (es gibt Hoffnung^^!) hingehen zu wollen schrieb, aber daran, dass das n Dauerzustand sein würde, war ja nicht zu glauben, von daher und weil ich nicht weiß, wer dort so alles reinschaut:
    http://www.web04.de/2015/02/07/11243/
    Zumal sonst Torsten immer Tabellen etc pp hier reinpfercht^^.

  45. Bueskens04 sagt:

    Allen die jetzt nicht zufrieden sind möchte ich die ersten beiden Auswätrsspiele der Hinrunde in Erinnerung rufen, die von unserem Team abgeschenkt wurden. Ohne auf die Punktausbeute zu schauen brauche ich mich jetzt nicht mehr für mein Team zu schämen, das ist mir schon viel wert!!!

  46. Rjonathan sagt:

    Übrigens finde ich es sehr spannend, dass jetzt ein Spiel gegen Frankfurt kommt. Die spielen ja Schaafchen alle Mann nach vorne Fußball. Mal sehen wie diMatteo darauf reagiert. Eher hinten rein stellen oder doch mehr eigenen Ballbesitz?

  47. Das wichtige Ding „Defensive“ sagt:

    […] keinen Schuss, der wirklich aufs Tor Ralf Fährmanns ging. Diese Statistik erinnert mich an Schalkes 1:0 gegen Gladbach unter Roberto Di Matteo, als es den Blauen gelang nur einen einzigen Schuss aufs Tor zuzulassen. Allerdings war Schalkes […]

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