Zwischen Tradition und Kommerz

Mitte Januar fand in Gelsenkirchen eine Veranstaltung unter dem Titel „Zwischen Tradition und Kommerz“ statt. Veranstalter waren die großen Schalker Fan-Organisationen Supportersclub, Ultras Gelsenkirchen und Faninitiative, sowie die Initiative SchalkeVereint. Der Platz war begrenzt, das Interesse war groß, entsprechend schnell war die Veranstaltung ausgebucht. Um möglichst viele Fans erreichen und informieren zu können gibt es nun den nahezu kompletten Nachmittag bei YouTube nachzusehen.

Die Veranstaltung war in zwei Vorträge und eine Podiumsdiskussion unterteilt. Der Vortrag von Dr. Dirk Rasch, ehemaliger Präsident des VfL Osnabrück und Autor des Buches „Rettet den Fußball!“, fand auch meine grundsätzliche Sympathie. Seine Argumente und Schlussfolgerungen waren für mich aber nicht immer nachvollziehbar. Als sehr nachvollziehbar und gut empfand ich den zweiten Vortrag von Raphael Brinkert, Mitinhaber der Werbagentur „Jung von Matts/sports“, welche u. a. die Schalker Werbekampagne 2014/2015 führt. Als gewichtigste Stimme zum Thema bezüglich des FC Schalke 04 nahm an der abschließenden Podiumsdiskussion Finanzvorstand Peter Peters teil. Auch da lohnte es sich durchaus, genau hinzuhören.

Ich empfehle ein Anschauen, auch wenn dafür nach Internetmaßstäben viel Zeit investiert werden muss.
 

 

 



9 Kommentare zu “Zwischen Tradition und Kommerz”

  1. Vjeko sagt:

    Passt nicht ganz zum Thema, aber da es ist der aktuellste Beitrag ist :)

    http://www.bundesliga-trikots......ikots-aus/

    Bei den Trikot-Leaks für die kommende Saison soll es sich um das finale Design halten.

  2. #Link11 vom 11.2.2015 | Fokus Fussball sagt:

    […] Veranstaltung unter dem Titel “Zwischen Tradition und Kommerz”, die Torsten Wieland (Königsblog) ausgegraben […]

  3. StanLibuda sagt:

    Mahlzeit!

    Ich würde es mir gerne anschauen, aber mein Provider
    hat nur 10 GB für mich im Monat übrig. :(
    Gibt es irgendwo im Netz mehr über die Inhalte dieser Veranstaltung?

    In diesem Sinne
    Glückauf

  4. sandsturm sagt:

    Hier eine schriftliche Zusammenfassung:

    http://www.schalkermarkt.de/?p=1946

  5. Links anne Ruhr (12.02.2015) » Pottblog sagt:

    […] Zwischen Tradition und Kommerz (Königsblog) – Mitte Januar fand in Gelsenkirchen eine Veranstaltung unter dem Titel „Zwischen Tradition und Kommerz“ statt. Veranstalter waren die großen Schalker Fan-Organisationen Supportersclub, Ultras Gelsenkirchen und Faninitiative, sowie die Initiative SchalkeVereint. […]

  6. StanLibuda sagt:

    Mahlzeit!

    Danke für den Link, sandsturm.

    Mir stellen sich mehr Fragen als ich Antworten bekomme.
    Hat Schalke jetzt den Spagat zw. Kommerz und Tradition geschafft
    oder nicht? Warum brauchen wir eine Marketingabteilung? Die
    Slogans sind mir persönlich mehr als peinlich.
    „Schalke. Wir leben dich!
    Ich weiß, daß ich Schalker bin. Ich weiß auch, daß ich
    damit leben muß.^^
    Ich will nicht, daß meine Liebe zum Verein kommerziell
    ausgeschlachten wird.

    Bin ich jetzt Fan oder Kunde? Als Kunde würde ich mir eine andere
    AG suchen.

    Von mir bekommt unser sog. Verein nur noch die Dauerkarte bezahlt.
    Die Preise sind schneller gestiegen als mein Gehalt das mitmachen könnte.
    Auswärts ist nur noch selten bei mir drin. Vor 10 Jahren war das noch anders.
    Deswegen kann ich nicht verstehen, warum „Fremdkapital“ die Preise
    für uns Fans niedrig hält. Da stimmt doch was nicht.

    Nochwas: seit Gazprom und seitdem dich über Tönnies genauer
    Bescheid weiß, seitdem ist es mir ein bißchen unangenehm
    Schalker sein zu müssen.

    Wäre ich Kunde, wäre ich kein Schalker mehr.

    In diesem Sinne
    Glückauf

  7. Chris sagt:

    @StanLibuda
    Sehr gute Worte.

  8. Netsmurf sagt:

    Für den interessierten Fußballfan war da jetzt nichts wahnsinnig neues dabei. Es wird noch einmal deutlich aufgezeigt, das man, wenn man nicht den Weg der vielen anderen Traditionsvereine gehen will, das Kommerz notwendig ist. Kommerz und Tradition in der Waage zu halten, den Anspruchsdenken der Fans zu genügen und nicht in die sportliche Bedeutungslosigkeit versinken ist eine Herkulesaufgabe. Ich kann allen Verantwortlichen dabei nur viel Erfolg wünschen.

    Ich bin Fan, und sicherlich auch Kunde. Letzteres ist variabel und unterliegt kaufmännischen Grundsätzen. Das Fan sein ist Überzeugung, Emotionen und Idealismus, daher nicht austauschbar. Kunden sind in der Wertschöpfung für den Verein inzwischen durch Ihren Umsatz ein gewichtiger Faktor geworden. Despektierlich nennt der Fan die Kunden ja auch Klatschvieh. Die Fans übernehmen die Rolle der Kapelle im Opernhaus Veltins-Arena. Es ist beides wichtig und ich finde das Schalke der Spagat momentan gut gelingt. Ob sich das nachhaltig konservieren läßt, werden wir sehen….

    @StanLibuda: Zeig mir einen Sponsor, Aufsichtsratsvorsitzenden oder Präsident, bei dem nichts moralisch bedenkliches ins Feld geführt werden kann.
    Ist Gazprom besser als Telekom, ist Hoeness besser als Tönnies…?
    Wo hört das auf, wo endet das, wer legt die moralischen Kriterien fest?
    Tönnies ist ein Firmenlenker mit einer 4 stelligen Mitarbeiterzahl. Das wird man nicht, wenn man einen Schmusekurs fährt. Der Mann wird über ausreichend Selbstbewusstsein und eine Portion Egoismus verfügen. Trotzdem ist der mir allemal lieber als sein Neffe Robert.
    Was ist an Gazprom schlimmer als an VW, der Telekom, SAP….das läßt sich beliebig fortsetzen. Weil es ein russisches Unternehmen ist?

    Klar kann ich mir was patriotischeres und moralisch unbedenklicheres als Gazprom vorstellen. Aber das hat alles keinen Einfluß auf mein Fan-Dasein.
    Wenn wir sportlich erfolgreich sein wollen, dann müßen wir uns gewissen Zwängen unterwerfen. Oder aber wir verzichten auf die vorderen Tabellenplätze bzw. auch die 1. Bundesliga.

  9. „Schalke wird weiter ein fremdfinanzierter Verein sein“ sagt:

    […] sagte Schalkes Finanzvorstand Peter Peters Mitte Januar bei einer Fanveranstaltung (hier nachzuschauen, drittes Filmchen, gleich ab Minute 2:50). Ich begriff seine Sätze als zusammengehörend […]

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