Alles wie immer: Horizont Hoffenheim

Wenn’s stürmt und der Gegenwind rau ist, wenn einem vom ständigen hoch und runter übel wird, braucht man einen Fixpunkt. An Deck eines Schiffes ist das der Horizont. Für Schalke ist das nun Hoffenheim.

Nein, ich bin kein „ob 0:1 oder 0:3 ist doch egal“-Typ. Natürlich kann man ein Derby verlieren, aber das Wie war arg enttäuschend. Die Schalker Darbietung war unwürdig, war weniger als nur den eigenen Ansprüchen nicht angemessen. Das gilt es aufzuarbeiten, wobei das Akute von Roberto Di Matteo behandelt und das Grundsätzliche von Horst Heldt beurteilt werden muss.

Aber jetzt kommt Hoffenheim, daran gilt es sich auszurichten.

Schalke startete mit einer gefestigten Defensive in die Rückrunde, in der …

Wat? Keine Lust auf Wiederholungen?

Zugegeben, das alles stand hier auch schon heute vor einem Jahr. Und wieder ist Markus Gisdol zuzutrauen, Schalkes Schwächen auszunutzen, und wieder gilt es zu hoffen, dass Schalkes Trainer die Löcher stopft. Die sich ewig um sich selbst drehende, große, königsblaue Kugel, der Schalker Planet.

Vor einem Jahr schlug Schalke die TSG letztlich mit 4:0. Diesbezüglich wäre eine Wiederholung nicht schlecht. „Schalke bringt sich wieder in die Spur“ schrieb kicker damals. Ja, das brauchen die Blauen diesmal auch.



Hattip @ rolf



48 Kommentare zu “Alles wie immer: Horizont Hoffenheim”

  1. blues sagt:

    „und das Grundsätzliche von Horst Heldt beurteilt werden muss.“

    Ja, das stimmt. Doch Horst Heldt strikt an Mythen, statt an einer Analyse. Bei Sportal.de wird er so zitiert: „…Heldt stärkte Trainer Roberto Di Matteo weiter: „Wir haben vor seiner Zeit einfach viel zu leicht, zu viele Tore bekommen.“

    Da jetzt die Zeit der Wiederholung ist, hier nochmal die Fakten:

    Nachdem das Schalker Torwartwechselspiel mit der Festlegung und der Leistung von “Ralle” Fährmann beendet war, waren wir defensiv guter Durchschnitt. Die Gegentorebilanz der ersten 10 Mannschaften am 34. Spieltag der Saison 2013/14 sah so aus:

    Bayern 23
    Dortmund 38
    Schalke 43
    Leverkusen 41
    Wolfsburg 50
    Gladbach 43
    Mainz 54
    Auigsburg 47
    TSG 1399 70
    Hannover 59

    Dass wir in die Saison 2014/15 defensiv schlecht gestartet sind, hatte mMn seinen ursächlichen Grund darin, dass wir bis zum 7. Spieltag:

    4 Spiele ohne Uchida,
    3 Spiele ohne Matip
    4 Spiele ohne Höwedes

    spielten.

    Clemens, Ayan und Santana waren als Backup auf den Positonen meist überfordert.

    Nach dem Di Matteo die Trainerposition übenommen hatte, kehrten die Verletzten zurück. Dazu kaufte Heldt im Winter einen IV und löste so das Problem mit Santana. Wenn dann Di Matteo auch noch 7-8 Defensivspieler aufstellt, sollte das Wirkung zeigen.

  2. Carlito sagt:

    Ich bin wirklich gespannt auf Samstag. Zwei Ergebnis-technische Wundertüten treffen aufeinander. Wir sollten auf alles vorbereitet sein.

  3. Benjamin sagt:

    Ich frage mich wirklich, was eine angemessene Reaktion des Trainers auf das Spiel in Dortmund sein kann. An eine sofortige Systemumstellung (Abkehr vom Defensivfokus) glaube ich nicht, immerhin wurde bisher immer die Personalsituation als Begründung für das 5-3-2 angeführt. Die fehlenden Alternativen in der Offensive ließen es durchaus sinnvoll erscheinen, unser defensivstarkes Personal geballt auf den Platz zu bringen. An der Personalsituation hat sich aber nichts geändert. Daher würde mich eine Umstellung der Spielweise überraschen. Gut, vielleicht eine Umstellung auf Viererkette, aber das weite Zurückziehen, sobald der Gegner mit dem Ball über die Mittellinie kommt, wird angesichts der Konterstärke von Hoffenheim vermutlich nicht aufgegeben.

    Dass wir plötzlich ein funktionierendes Umschaltspiel nach vorne entwickeln und Konter gut ausspielen können, erscheint mir angesichts der Erfahrungen der letzten Monate unwahrscheinlich. Alles in allem rechne ich im Offensivspiel auch für Hoffenheim eher mit langen Bällen oder gemächlichem Aufbau.

    Bleibt noch die Personalschraube. Bei Umstellung auf Viererkette wird Neustätter weiter nach vorne rücken und Aogo links hinten spielen, denke ich. Fuchs wäre dann auf der Bank. Meyer wird hoffentlich für Boateng beginnen. Ich hoffe, Di Matteo merkt auch endlich, dass Choupo dringend eine Pause braucht. Bei Viererkette kommt eigentlich nur Sam für ihn infrage, bei Fünferkette auch Barnetta oder gar Platte?

    Hm, das liest sich für mich alles nicht nach der ersehneten Wende im Offensivspiel. Eher Business as usual. Hoffentlich liege ich einfach ganz falsch und Di Matteo überrascht mit einer Idee. Die Fünferkette kam ja auch aus heiterem Himmel.

  4. Torsten sagt:

    Es ist ja nicht so, dass eine 5er-Kette automatisch defensiv und eine 4er-Kette offensiv ist. Beides kann offensiv oder defensiv interpretiert werden. Vor allem aber kann beides gut oder schlecht gespielt werden.

    Die Grundformation ist nur das unterstützende Gerüst. Entscheidend ist die Spielweise.

    Ich hoffe ja vor allem auf einen Einsatz Christian Wetklos. Mögen dann auch noch so viele Knappenschmieden-Fans loskrähen und mag Timon Wellenreuther auch einige Bälle toll gehalten haben: Er ist im Moment noch nicht der Rückhalt, den Schalke da hinten braucht.

  5. BlueNote sagt:

    Emotionslos geht’s in die neue Woche. Glaubt man den Aussagen von Höger http://www.derwesten.de/sport/.....16525.html, so hat RDM am Sonntag ganz ruhig und sachlich der Mannschaft geschildert, was er von der Darbietung am Samstagnachmittag hält. Ich zitiere: „Das wird sachlich angesprochen. Wir sind vom Kopf her so weit, dass wir niemanden brauchen, der uns anscheißt“, erklärt Marco Höger.
    Wenn ich ehrlich bin, lässt dies nichts Gutes hoffen. Wenn nicht ganz bald wieder irgendjemand ein gerüttelt Maß an Emotionen in diese blutleere Truppe pumpt und offenbar sediert über den Platz wankende Profis auch mal für seelenlose Auftritte „anscheißt“, sehr ich schwarz für die Saisonziele. Immer nur sachlich und immer nur psychologisch feinfühlig mit den sensiblen Profis umzuspringen, ist mir dann doch zu esoterisch…
    Und das taktische Grundgerüst gibt in der Tat nur den Rahmen vor. Wenn das Fleisch jedoch nicht willig ist, wird’s am Ende auch gegen SAP wieder nur Gegurke geben.

  6. Farbverlust sagt:

    Ich würde mir beruflich eine sachliche Aufarbeitung immer wünschen, warum man bei Fussballern immer denkt anschreien und lautstarkes aufrütteln wäre funktionaler versteht wohl nur der Stammtisch.

  7. hoffedocS04 sagt:

    Na, eins wird am Sonnabend auf jeden Fall anders sein als im Derby. Die TSG wird nicht wie der BVB das Spiel machen, sondern es Schalke machen lassen.
    Was ich im Derby erstaunlich fand: die ersten Minuten hat Schalke zwar aus der Defensive, aber gut nach vorne gespielt und das dann früh grundlos(?) geändert.
    Gegen die TSG werden sie das aber durchhalten müssen, weil die gar nicht bereit ist, bei einem CL-Klub das Spiel zu machen.
    Warum auch?

    Die TSG ist klein, Schalke ist groß.
    David gegen Goliath.
    In diesem Sinne..

  8. Carlito sagt:

    Guter Einwurf, @Farbverlust.

  9. Alex.GlueckAuf.04 sagt:

    Um gegen Hoffenheim was zählbares zu holen sollte di Matteo erstens deutlich offensiver im Mittelfeld aufstellen, wie zB mit Meyer, Barnetta und vielleicht ja wieder Sam. Zweitens sollten Huntelaar und Choupo eine deutlich bessere Form wie zuvor haben. Drittens sollten sie viel mehr Zuch zum Tor haben und nicht wie zuletzt sich nur auf den Gegenspieler und auf das Zustellen der Passwege konzentrieren. Außerdem würde es einen freuen wenn mal endlich mal wieder ein schönes RAUSGESPIELTES Tor sehen würde und nicht wie gegen Bremen wo Meyer durch ein Glückstor die Schalker in Führung gebracht hat. Viertens sollte Schalke eigentlich dafür stehen das sie malochen und Kämpfen, was ja gegen den BVB nicht der Fall war. Dass man auch wenn zurückliegt versucht wieder ranzukommen und nicht wie Huntelaar dem der Ball ganz billig abgenommen wird sich einfach hinschmeißen und so tun als wäre es ein Foul anstatt versuchen sich den Ball wieder zu holen.
    Hoffen wir das beste das Schalke wieder in die Spur findet und auf CL Kurs geht…
    Glück Auf

  10. Ney sagt:

    Oh ja…seelenvolle, emotionale Aufarbeitung… http://tinyurl.com/lt49m5s

  11. Benjamin sagt:

    @Torsten

    Deswegen schrieb ich auch, dass das weite Zurückziehen vermutlich nicht aufgegeben wird, ob Vierer- oder Fünferkette. Und das ist Teil einer grundsätzlich defensiven Sielweise – weniger Risiko, ein Tor zu bekommen, mit dem Preis, selber länger zum Umschalten zu brauchen und einen weiteren Weg zu Tor zu haben.

    Wobei ich, wenn ich darüber nachdenke, schon glaube, dass eine echte Fünferkette per se defensiver ist als eine Viererkette, jedenfalls fällt mir auf die schnelle keine Mannschaft mit Fünferkette ein, deren Spiel ich als offensiv charakterisieren würde. Vielleicht schaue ich auch zuwenig andere Mannschaften – aber Mannschaften mit Fünferketten, die offensiv pressen, hoch verteidigen oder tollen Kombinationsfussball im Umschaltspiel zeigen, fallen mir spontan nicht ein.

    Ehrlicherweise wäre ein Torwartwechsel das letzte, auf das ich Wert legen würde. Wellenreuter hat deutliche Defizite in der Strafraumbeherrschung und beim Rauslaufen, aber die Leistung vom Samstag hatte am wenigsten mit ihm zu tun. Und Wetklo hat mehr als ein Jahr keine Wettkampfpraxis, ebenfalls Defizite in der Luft und nichts mehr zu lernen. Das ist auch nicht gerade der Rückhalt, den wir brauchen.

  12. blues sagt:

    @BlueNote @ Farbverlust

    Di Matteo arbeitet weiter mit seinem Stil und er trainiert weitgehend unter Ausschluß der Öffentlichkeit. Er hat sich die zweite Woche hinter den Zaun der Parksstadionruine oder gleich ganz ins Geheimtraining zurückgezogen. Man kann ihm das negativ auslegen, so wie er bisweilen fragende Reporter einfach stehen lässt, lässt er jetzt die Schalker stehen. Vielleicht zieht er aber ganz ganz ruhig sein Ding durch und wartet und hofft bis seine Ideen greifen und umgesetzt werden. Ob er wohl noch mehr als zwei oder drei Spiele hat, wenn er in diesen nicht punkten kann?

  13. BlueNote sagt:

    @blues

    Ein Blick in den Spielplan könnte beim Beantworten Deiner Frage eventuell Hilfestellung geben. Ich sehe das so: Falls gegen SAP und beim Besuchen der alten Dame keine Punkte geholt werden, dürfte Di Matteo, den Gesetzmäßigkeiten der Branche und insbesondere derer des extrem emotionalen S04 zu Folge, in den unmittelbar danach folgenden beiden „Sechspunktespielen“ gegen die Pillendreher und die Fugger bereits um seinen Job spielen. Alles andere würde mich sehr überraschen.
    Sofern in den nächsten Spielen deutlich wahrnehmbare Besserung auf dem Feld zu sehen ist, wird ihm die Fanseele wohl auch das Abschotten und die vielen Geheimtrainings milde nachsehen. Ein Dauerzustand darf das aber auch nicht werden, wenn er nicht ratzfatz sämtlichen Kredit verspielen will. Ich habe es selbst schon einmal erlebt, dass ich über 120 km an einem Urlaubstag nach Gelsenkirchen fuhr, um einmal hautnah dabei zu sein und das Training, damals noch unter Keller, ganz spontan und unangekündigt vom Haupttrainingsplatz in die Ruine verlegt worden war. War nicht schön…

  14. BlueNote sagt:

    @Ney: köstlich :-) So geht Pausenansprache *kringel*

  15. blues sagt:

    @BlueNote
    Dein Zeitplan deckt sich mit meiner Wahrnehmung. Ich wollte es nicht schreiben. Interessant wie schnell die Stimmung kippte. Die Graue Krise brauchte nur wenig Latenzzeit. Man könnte es jetzt wieder typisch Schalke nennen, aber ich glaube, viele Fans hatten ein Spiel ohne Torchancen, beonders nach dem endlosen Ballbesitz- oder Ballgeschiebefußball unter Keller einfach satt. Vielleicht kommt Di Matteos Catenaccio deshalb für mich und viele andere Fans zur falschen Zeit.

  16. Schilzi sagt:

    @ Ney: hier noch eine Form der sachlich, nüchternen Aufarbeitung…
    https://m.youtube.com/watch?v=DAN444uQz0c

  17. blues sagt:

    @Ney, @Schilzi

    Hier noch die leidenschaftliche Variante:

    https://www.youtube.com/watch?v=TxnoI-mBWKs

    (Al Pacinos´ Kabinenansprache in „Any Given Sunday“)

  18. Torsten sagt:

    Dein Zeitplan deckt sich mit meiner Wahrnehmung. Ich wollte es nicht schreiben. Interessant wie schnell die Stimmung kippte.

    Klar, wenn Schalke fortan überhaupt keine Punkte mehr einfährt ist der Trainer, wäre jeder Trainer dran. Ich empfinde allerdings noch keine wirklich „gekippte“ Stimmung bezüglich des Trainers. Der aktuelle Aufschrei ist meines Erachtens doch sehr derbybezogen.

    So flott wird Horst Heldt diesen Trainer nicht entlassen. Wir haben ja zuvor gesehen, wie schwer er sich mit der Suche nach einem Trainer tat. Und er gab Röb bewusst einen Vertrag bis 2017. Da geht es jetzt auch um Glaubwürdigkeit.

    Und bevor hier nun jemand schreibt, dass Heldt mit einem Scheitern Di Matteos auch fällig ist: Ich habe aus dem Aufsichtsrat noch nie auch nur einen Halbsatz Kritik an Heldt gehört, und es gibt m.E. auch keine naheliegende Alternative zu ihm. Ich bin mir sicher, dass sein Vertrag in Kürze verlängert wird.

  19. schoschi sagt:

    Bitte jetzt keine Trainerdiskusion. Selbst wenn es noch schlimmer kommt. Selbst wenn wir nicht international spielen sollten. Das wäre finanziell schlecht, entspräche aber den Leistungen. Wichtige Punkte wurden bereits verschenkt!!!! Der Trainer ist der Richtige. Noch geht was!!! Wir müssen geduldig bleiben! Es sind noch genug Spiele um zu sehen wo es hingeht! Ich sehe vielleicht!!! den Vierten Platz! Und wenn nicht, lügt die Tabelle eben nicht! Ich hoffe ebenso, daß die Rückkehrer sich nicht bald wieder verletzten, und daß diesen die Last des Erfolgs nicht zu schwer gemacht wird. Weiter arbeiten und hoffen. Und so freue ich mich wieder auf Samstag! Alle Gläser müssen halb voll bleiben!!! GlückAuf

  20. blues sagt:

    @Torsten

    ja, aber großes „A B E R“

    wie oben
    http://koenigsblog.net/2015/03.....ment-57849
    gezeigt, hat Horst Heldt ein Wahrnehmungsproblem oder er muss bereits offensiv Mythenbildung betreiben…

    @schoschi
    Di Matteo wurde für ein Offensivkonzept geholt, das Keller schuldig blieb.
    Er muss jetzt, d.h. in den nächsten drei vier Spielen Punkte liefern, sonst ist die diskussion nicht mehr zu verhidnern.

  21. Torsten sagt:

    Mir ist die Darstellung der Anzahl der Gegentore zu undifferenziert. Man kann auch dreimal in Folge 2:1 gewinnen und trotzdem zu viele „leichte Gegentreffer“ kassiert haben. Unter Keller gab es große Schwierigkeiten beim Umschalten in Defensive nach Ballverlusten. In die Diskussion um das „Warum“ steige ich an dieser Stelle nicht nochmal ein.

    Di Matteo wurde für ein Offensivkonzept geholt, das Keller schuldig blieb.

    Ich werde bei Gelegenheit noch mal suchen, mir vielleicht die PK der Di Matteo-Vorstellung noch mal anschauen. Vielleicht habe ich es einfach nur vergessen. An eine so formulierte Anforderung kann ich mich nicht erinnern.

  22. blues sagt:

    @Torsten
    Schalke hatte im Vergleich mit seinen Konkurrenten kein taktisches oder strukturelles Gegentrefferproblem, sondern nur ein Personalproblem in der Abwehr : Santanas Umschalt- und Passspiel,ein fehlender Backup für Uchida und ein Spieler der den „Sechser“ alleine spielen kann.

    Das Umschaltspiel in die Offensive blieb Di Matteo bisher sowohl konzeptuell als auch faktisch schuldig. Aber was solls. Ich glaube man muss jetzt nur noch drei oder vier Spiele abwarten. Dann ist das Problem so oder so erledigt.

  23. Ney sagt:

    Jo, wenn wir die Kurve kriegen und wenigstens 4. werden, wäre das die 5. „Scheiß-Saison, aber mit versöhnlichem Ende“ in Folge.

    Mehr kann man wohl nicht erwarten.

    „Grau und waiß, wie lieb ich Dich / grau und wa-ha-haiß verlass mich nicht…“

  24. fec sagt:

    @Farbverlust:
    Das ist unter Sonderschulpädagogen auch zu 99% der Fall.
    Auf´m Bau siehts anders aus!

  25. leoluca sagt:

    Di Matteo sprach auf seiner ersten PK auf Schalke ausdrücklich über die Stabilisierung der Defensive als seine erste und vornehmliche Aufgabe. Daran erinnere ich mich genau.

    Wie blues auf die Idee kommt, DM sei damals von Heldt extra für ein Offensivkonzept geholt worden, ist mir schleierhaft. Wobei ich sicher bin, dass er an einem solchen arbeitet und es auch irgendwann lüften wird, vielleicht sogar schneller als man denkt.

    Eine erste Stabilisierung der Defensivordnung hat er jedenfalls erreicht und warum er gegen Hoffenheim ausgerechnet die Fünfer-Reihe zugunsten der alten Viererkette auflösen sollte, diese Spekulation will mir nicht einleuchten. Besser kann man den Abwehrschwächen der beiden Außen, vor allem denen von Fuchs, nicht begegnen, und die Dreierreihe ist momentan der einzige Mannschaftsteil, der einigermaßen funktioniert.

    Gespannt bin ich weniger auf taktische Umbrüche als auf die personellen Wechsel, die DM vornehmen wird. Meyer für Boateng? Neustädter auf der Bank? Aogo hinten links? Kurzeinsatz für Goretzka?

    Zur Torwartfrage teile ich Torstens Meinung: Wetklo würde mehr Sicherheit hinten ausstrahlen als Wellenreuther.

  26. Ney sagt:

    Außerdem hätte Wetklo mit Reus bestimmt was anderes gemacht, als sich den Ball wegnehmen zu lassen.

    Vermutlich verengt die schlechte Laune meinen Horizont, aber im Moment kommt es mir so vor, als würde di Matteo gerne die falschen Spieler aufstellen bzw. auf die falschen Positionen stellen und im Spiel auch schlecht auswechseln.

    Und komme mir jetzt keiner mit Tatsachen, die dem Eindruck widersprechen!

  27. blues sagt:

    @Ney
    Kader, Startelf, Positonen, System – das alles kommt wie aus der Lostrommel. Natürlich nur für engstirnige Ungläubige. Die Gläubigen sehen die Auferstehung der Abwehr, auch wenn diese nicht wirklich tot sondern nur verletzt war. Der Heiland fährt ja neuerdings einen grau-weiß gestreiften Betonmischer.

  28. Schilzi sagt:

    Ich bin der Meinung, dass dieses Fordern nach dem Abrücken des Defensivkonzeptes die falsche Forderung ist.
    Du kannst – die Einstellung vorausgesetzt – auch offensiv aus dem 5-3-2 agieren, teilweise schon gesehen, nur eben noch nicht über 90′.
    Fragt euch mal wie die Entwicklung weiter geht? Ich glaube kaum, dass der Trainer nur Beton anrühren wird.
    Ich finde der Trainer sollte nicht in Frage gestellt werden und bin überzeugt wir werden 4.!
    Glück auf!

  29. leoluca sagt:

    blues, du willst doch nicht etwa bestreiten, dass Fußball auf Schalke Religion i s t .

    Unser Stadion ist ein Tempel, die Gesänge sind sakral und es gibt den heiligen Rasen. Spieler bekreuzigen sich, weil ihr himmlisches Tor eine Erlösung ist. Selbst Heirat und Taufe sind in Schalkes Fußballtempel möglich. Vor jedem Spiel werden Kutten angelegt, es wird gepilgert, verteufelt und verhext.

    Schalke Unser eben.

  30. Simon sagt:

    Von Platz 3 bis zum Rausfallen aus den Europacup-Plätzen ist wohl noch alles drin und die nächsten Spiele sind sehr wichtig.

    Ich erwarte am Samstag keinen Systemwechsel. Wir haben schließlich auch schon sehr gute und für uns erfreulich torreiche Spiele mit diesem System gesehen. Wichtiger ist die Besetzung und da wird es ja auf jeden Fall Änderungen geben. Matip kommt zurück (zum Glück!), Boateng wird wohl auf die Bank müssen und Meyer für ihn beginnen – das scheint ja mehr oder weniger ausgemachte Sache zu sein. Aogo ist wohl verletzt, daher sehen wir wohl Neustädter als 6er neben Höger; nun ja.
    Auch wenn ich Choupo sehr schätze, wäre es vielleicht noch eine Idee, ihm mal eine Pause zu geben und Sam dafür eine Chance von Beginn an zu geben.

    Bei der Torwartfrage bin ich im Prinzip auch bei Torsten. Wetklo wäre da eine routinierte Alternative und Wellenreuther zeigt zwar auch tolle Szenen, wirkt mir insgesamt aber ein wenig zu hibbelig. Vielleicht tut man ihm sogar einen Gefallen damit, wenn er mal raus darf.

  31. blues sagt:

    @leoluca
    Für Gläubige ist Fußball auf Schalke Religion.Unbenommen. Für Atheisten ist vieles von dem was du beschreibst nur religöse Folklore, ausgeschmückt mit alten Sagen und Mythen und für die Gläubiger unserer Schulden sowieso nur ein immatrielles Gut.

    Die angebliche Stabilsierung der Abwehr ist so ein Mythos. Nicht nur im Vergleich zu den Konkurrenten in der Bundesliga um Platz ein bis vier, sondern auch im direkten Vergleich Keller und Di Matteo.

    Keller hat in den 34 Bundesligaspielen 13/14 im Schnitt 1,3 Tore kassiert. Di Matteo musste in seinen bisherigen 21 Spielen mit Schalke auch 1,3 Tore pro Spiel wegstecken. Die angebliche Stabilsierung der Abwehr unter Di Matteo entpuppt sich im Licht der Zahlen auch hier, nur als eine weitere Verklärung der Wirklichkeit.

    Dabei wurde Keller offiziell aufgrund der „fehlenden notwendigen Konstanz, um unsere gesteckten sportlichen Ziele zu erreichen“ entlassen…

    Nach den zur Auferstehung der Schalker Abwehr verklärten ersten 150 Tage von Di Matteo, wartet die religöse Gemeinde jetzt scheinbar auf Pfingsten. Der Sage nach ist es ja so, dass bald nach der Auferstehung das Pfingstwunder geschieht. Das ist der Tag, an dem dann auch auf dem Schalker Feld die weißen und grauen Tauben fliegen und alle die gleiche Sprache sprechen und verstehen: die Lostrommel, der Heiland, das System, der Kader, der grau-weiße Betonmischer …
    Glücklicherweise, oder religiös betrachtet als höhere Fügung, ist der 34. Spieltag im Rahmenspielplan auf das Pfingstwochenende gelegt.

  32. Ney sagt:

    Horizont Hoffenheim

    Hinterm Horizont geht’s weiter
    ein neuer Tag
    hinterm Horizont immer weiter
    zusammen sind wir stark
    Das mit uns ging so tief rein
    das kann nie zu Ende sein
    sowas Großes geht nicht einfach so vorbei…

    (soweit Herr L. aus HH)

  33. Torsten sagt:

    @blues:

    Für mich fühlt es sich so an als wolltest gerade Du hier einen Mythos stricken bzw. einen gestrickten durch häufiges Wiederholen etablieren.
    Dazu sei kurz bemerkt: Auch wenn ich nicht bei jeder Wiederholung „Nein“ rufe finde ich Deine auf starke Vereinfachung aufbauenden Rückschlüsse vollkommen falsch.

  34. Torsten sagt:

    @Ney:

    Ein Lied, ein Lied …
    Das erinnert mich an den Spaß „Texten für die TSG“ :-)

  35. leoluca sagt:

    Das mit uns ging so tief rein
    das kann nie zu Ende sein
    denn zwei wie wir
    die können sich nie verlier’n.
    Hinterm Horizont geht’s weiter!

    PS: Die größten Mythenschieber, die ich kenne, sind die, die die Zahlen anbeten und das als rational und objektiv verkaufen.

  36. Ney sagt:

    Die angebliche Stabilisierung der Abwehr ist so ein Mythos. (…) Die angebliche Stabilsierung der Abwehr unter Di Matteo entpuppt sich im Licht der Zahlen auch hier, nur als eine weitere Verklärung der Wirklichkeit.

    „Kennst Du den Mythos vom Schalker Markt
    Die Geschichte, die dort begann
    Stabilisierungderabwehr wurde Legende
    Eine Verklärung die niemals endet…“

  37. BlueNote sagt:

    Sechs Tage nach dem Waterloo in der Wellblechhütte ist bei mir die größte Wut verraucht. Allerdings mag sich bei mir noch keine unbeschwerte Vorfreude auf das SAP-Spiel einstellen. Die Skepsis, ob die gescholtene, beschimpfte und heftigst kritisierte Truppe den Turn Arround so schnell bewältigt, wie die ungeduldige Schalker Fanseele (mich eingeschlossen) dies erwartet, ist doch noch sehr groß. Der gefühlte Druck, angesichts der engen Tabellenkonstallation und den anstehenden, möglicherweise schon saisonentscheidenden, Spielen gegen die Pillen und Fugger, gleichfalls.

    Dafür überwiegt die Neugierde, wie die Aufstellung und taktische Grundausrichtung morgen aussehen werden. Mit welchen personellen Konsequenzen ist zu rechnen? Sehen wir morgen erstmals wieder ein 4-2-3-1? Oder zieht der Trainer seinen 5er-Riegel konsequent durch? Wird Platte neben dem Hunter stürmen, um dem ausgebrannten EMCM mal eine Pause zu geben? Bekommt Meyer wieder eine Chance von Beginn an? Wie steckt die gesamte Truppe den Druck nach dem Desaster weg?

    Spannend dürfte auch die Reaktion der Fans im Stadion werden, falls es mal nicht so gut laufen sollte. Wird wieder ab dem ersten Fehlpass geraunt was das Zeug hält oder wird geduldig oder gar bedingungslos unterstützt? Stehen die Diven auf dem Platz oder sitzen sie auf den Tribünen? Man weiß es noch nicht.

    Positiv für die nächsten Wochen stimmt mich, dass mit Goretzka und Kolasinac wieder zwei interessante Alternativen ganz kurz vor ihrem Come Back stehen.

    Wie auch immer, mein Wunschzettel für morgen steht: 90+x Minuten kratzen, spucken, beißen, sich viele Torchancen erarbeiten und den Funken wieder auf die Tribüne bringen. Dann sind auch wieder 3 Punkte drin.

    Frühlingserwachen halt.

  38. Christian sagt:

    HH hat im Dez 2012 verschlafen, statt JK den Markus Gisdol zu verpflichten. Das war der Kardinalsfehler. Da stünden wir jetzt ganz wo anders mit attraktiven Fußball.

    Gisdol war seinerzeit unser Co.

  39. malte sagt:

    Das hat meines Wissens nichts mit verschlafen zu tun. Den Gerüchten zufolge gab es doch einen Bruch zwischen Trainerteam und Mannschaft. Daher musste wohl auch Gisdol gehen.

  40. blues sagt:

    @malte
    Heldts´Plan sah Keller vor. Wenn ich mich recht erinnere sagt Horst Heldt, Bei Keller und Gisdol zusammen hätte er ein Hierachieproblem gehabt

  41. RJonathan sagt:

    Die Diskussion finde ich super. Eine eigene Meinung habe ich nicht so wirklich. Für eine echte Trainer-Diskussion ist mir nach wie vor zu früh. Ich hoffe, dass DiMatteo es bis zum Ende der Saison schafft eine halbwegs solide Basis zu erarbeiten. Die Kür dann ab nächster Saison. Da diese Erwartungshaltung nicht all zu hoch ist, denke ich auch dass er es schaffen wird.

    In Wolfsburg ist Hecking jetzt seit 2 Jahre dran. Mit vielen Wunschspielern…

  42. derwahrebaresi sagt:

    @RJonathan
    Golfsburg hat Geld, im Gegensatz zu Schalke.
    Da hat es m. E. fast jeder Trainer einfach!

  43. Torsten sagt:

    Den Gerüchten zufolge gab es doch einen Bruch zwischen Trainerteam und Mannschaft. Daher musste wohl auch Gisdol gehen.

    Meines Wissens nicht zwischen Trainerteam und Mannschaft, sondern innerhalb der Mannschaft, in der ein Teil die Arbeit Stevens‘ und ein Teil die Gisdols favorisierte, die nun mal als Trainer unterschiedlicher kaum sein könnten.

    Eben darum konnte Gisdol nicht befördert werden, weil das für den Stevens-Teil im Team direkt negativ besetzt gewesen wäre. Und durch das Favorisieren Gisdols durch ein Teil des Teams war es auch nicht möglich, Gisdol als Co unter Interims-Coach Keller zu halten, weil da gleich Hierarchie-Probleme gedroht hätte, wie Heldt auf der PK auch andeutete und blues richtig in Erinnerung hat.

    Im nachhinein muss man sagen: Welch eine krude Idee, Stevens, Gisdol und Eichkorn in ein Trainerteam zu packen …

    Und ja, Gisdol finde ich auch gut. Ich glaube auch, dass der gut zu unserem Club gepasst hätte. Ist eben blöd gelaufen. Wie so vieles seit der Krankmeldung Rangnicks bis zur Freistellung Kellers.

  44. Simon sagt:

    Wenn man sieht, was Gisdol damals aus der Situation gemacht hat, als er nach Hoffenheim kam, kann man nur den Hut ziehen. Ok – der Klassenerhalt am letzten Spieltag (oder die Rettung in die Relegation) waren glücklich bzw. der BVB hatte es einfach vermasselt. Aber er macht zweifellos gute Arbeit.

    Wie wir alle wissen, schwanken wir auf der Trainerposition seit Rangnicks Krankmeldung von einer Improvisation in die nächste. Wenn man sich das klar macht, ist das Abschneiden seitdem nicht so schlecht (wenn auch nicht berauschend gut). Aber gerade deswegen wünsche ich mir, dass der Vorstand auch dann ruhig bleibt, wenn die nächsten beiden Spiele auch nicht gut laufen sollten. Wir brauchen hier endlich mal mehr Planung, was sich dann auch im geplanten Aufbau einer Mannschaft niederschlagen könnte.

  45. Ney sagt:

    HH hat im Dez 2012 verschlafen, statt JK den Markus Gisdol zu verpflichten. Das war der Kardinalsfehler. Da stünden wir jetzt ganz wo anders mit attraktiven Fußball.

    Ach Herrje. „Hätte, wenn und aber, alles nur Gelaber.“

    Nebenbei, glaubt ERNSTHAFT jemand, Gisdol wäre noch heute Schalke-Trainer, hätte er den Posten 2012 übernommen? Gisdol hätte dasselbe (nicht-)Standing gehabt wie Keller und jetzt di Matteo.

  46. blues sagt:

    @Torsten

    „…als wolltest gerade Du hier einen Mythos stricken“

    Mit mythischen Maschen habe ich nichts am Hut. Ich sehe mich eher als Aufklärer.Ok, habe ich etwas übertrieben formuliert. Ich war, als ich meinen ersten Post seit längerer Zeit versuchte durch Zahlen zu belegen, selbst überrascht wie wenig die addierten und gezählten Gegentore seit dem Trainerwechsel zur neuen Erzählung von der gelungen Stabiliseriung der Abwehr passten. Genauso ging es mir mit dem Überprüfen der Zahl der unter Di Matteo verletzten Spieler und bei der geforderten Konstanz, die leider so unstet wie die alte ist.

  47. Սաշա sagt:

    Für diejenigen, die den Fußball am liebsten nach Zahlen malen:
    Stand heute haben wir – nach Zahlen – die drittbeste Abwehr der Liga. In 24 Spielen kassierte Schalke 28 Tore.
    In der Vorsaison standen soviele Gegentreffer bereits nach 15 Spieltagen zu buche.
    Aber das auch nur, weil die Bälle zu platt und die Gräser zu hoch waren. Puh, war auch kalt damals. Aber ich sach ja nur ma so.

  48. blues sagt:

    3 Tore, 3 Punkte – da freue ich mich endlich mal wieder richtig…

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