Hoffnungslos

Es ist egal, wer auf Schalke Trainer ist, denn wenn es drauf ankommt greift der Vorstand Sport zum Steuer und regelt die Dinge. Es ist egal, wer auf Schalke Vorstand Sport ist, denn wenn es drauf ankommt greift der Aufsichtsratsvorsitzende zum Mobiltelefon und regelt die Dinge. So gestaltet sich die Schalker-Hierarchie, und das ist leider kein Treppenwitz.

Clemens Tönnies ist Vorsitzender des Aufsichtsrates. Eigentlich ein mehrköpfiges Gremium, dessen Aufgabe das Bestellen und die Kontrolle des Vorstandes ist. Eigentlich ist es Aufgabe des Vorstandes, eigenverantwortlich die Belange des Vereins zu regeln und den Verein in der Öffentlichkeit darzustellen. In einem Interview in der Sky-Sendung „Audi Star Talk“ hat Clemens Tönnies gestern Abend allerdings wieder einmal deutlich gemacht, dass er seinen Posten längst zum alleinigen Boss ausgebaut hat.

Er ist derjenige, der via SMS den Anstoß zu Spielerfreistellungen gibt. Er ist derjenige, der mit den Spielern spricht, ihnen die „Schalker Werte“ aus seiner Sicht schildert. Er ist derjenige, der feststellt wann sich wer verändert hat und plötzlich nicht mehr zu „unserem Schalke“ passt. Er ist derjenige, der „erst die Maloche“ fordert, womit er die Qualifikation zur Europa League meint, bevor er Horst Heldt den Vertrag verlängert.

Ob nun Horst Heldt seinen Job über die Saison hinaus weitermachen darf oder nicht: Jedem Zuschauer der gestrigen Sendung wurde schnell klar, dass auch ein Nachfolger vor allem das zu „entscheiden“ hat, was ihm von Clemens Tönnies vorgegeben wird. Schalke braucht Ruhe, Fußballfachleute sollen Konzepte verfolgen, Krisen überwinden? Hoffnungslos. Auf Schalke regiert der Mann aus der Fleischbranche nach Gutsherrenart.



90 Kommentare zu “Hoffnungslos”

  1. Chris sagt:

    So wie Hr. Kind in Hannover. Und dafür muss ihm der Verein bei uns nicht mal gehören.

  2. Chris sagt:

    Solche Auftritte wie im Star Talk erträgt man nur als Katholik und Flagellant.

  3. Lucho sagt:

    Es ist mal wieder zum Schämen.
    Was für ein armseliges Krisenmanagement.
    Offensichtlich fehlt es den Verantwortlichen an der Fähigkeit zur Selbstkritik. Wer hat denn die Spieler für viel Geld hergelockt, die sich jetzt plötzlich als charakterlich nicht passend erweisen. Wer hat denn den Trainer für viel Geld hergelockt, der mit der Kernkompetenz Menschenführung unabhängig von der sportlichen Bilanz offensichtlich völlig überfordert ist?
    Dabei haben wir einen der fähigsten Trainer der Welt, leisten uns aber den Luxus, ihn als A-Jugendtrainer zu beschäftigen. In anderen, weitsichtiger operierenden Vereinen wäre so ein Ausnahmekönner längst am großen Ruder und nicht nur in der Ehrenkabine. Spieler wie Özil oder Kolasinac sind sicher nicht leicht zu führen, aber er hat es immer hingekriegt, und wird von ihnen bis heute verehrt. Wenn so eine klare Grundidee, wie ich mit meinen Spielern umgehe und wie ich sie zur Leistungsgrenze motiviere, vorhanden ist, dann kann man auch als „problematisch“ bekannte Charaktere verpflichten.
    Eine solche Grundidee ist bei den aktuellen Verantwortlichen leider nicht erkennbar. Magath, Rangnick, Stevens, Keller, di Matteo (habe ich einen vergessen?). Kann mir irgendjemand das übergeordnete sportliche oder persönlichkeitspsychologische Leitbild hinter diesen Personalentscheidungen erklären?
    Da freue ich mich doch auf das Saisonfinale der U19, Pokalfinale (West) und Endrunde der deutschen Meisterschaft.

  4. Stollengewitter sagt:

    Clemens Tönnies ist das Grundübel unseres Vereins. Solange der mit seiner Großmannssucht die Richtung bestimmt wird sich an dem Gewurschtel bei uns nicht viel ändern. Ich finde im übrigen nicht dass Norbert Elgert den Cheftrainerposten bei uns übernehmen sollte, der ist in der Knappenschmiede schon am wertvollsten.

  5. blues sagt:

    Auf Schalke regiert der Mann aus der Fleischbranche nach Gutsherrenart.

    Tönnies überdehnt seine satzungsmäßige Rolle als Vorsitzender des Aufsichtsrates stark und greift ins operative Geschäft ein.

    Wie erfolgreich ist Clemens Tönnies mit seiner Art der Führung?
    Gemessen an dem was im Fußball zählt, nämlich eine Mannschaft zu haben, die attraktiven Fußball spielt und die ab und zu einen Titel gewinnt, ist er nicht erfolgreich.

    Sein Modell den Verein zu führen ist dabei zunehmend nicht mehr auf der Höhe der Zeit. Den Fußball, den Tönnies Führung, Modell und Struktur hergibt, wird von Vereinen wie Dortmund, Leverkusen, Wolfsburg und Mönchengladbach aktuell auf die Plätze verwiesen.

    Das Modell des Tönniesschen Fußballs, das zu teuer bezahlte Einzelspieler um noch teuere Alphaspieler oder Fußballheroen wie Raul, Boateng, Khedira gruppiert, wirkt gegen die geschlossen auftretenden Mannschaften der oben genannten Vereine zwischenzeitlich antiquiert. In einer sportlichen Krise spaltet sich und zerfällt das Schalker Team deshalb regelmäßig.

    Bald fünfzehn lange Jahre ist Tönnies auf Schalke als Chef unterwegs. Neben dem Versagen seiner fußballerischen Struktur, hatte Tönnies auch kein Glück mit seinem Finanzmanagement. Unter Tönnies Ägide sind die Schalker Schulden nur marginal weniger geworden. Die Arena, der Schalker Fußballtempel, musste zur Schuldendeckung sogar teilweise an eine städtische Gesellschaft verkauft werden, er perönlich wurde als Aufsichtsrat zu seinem größten Gläubiger.

    Tönnies konnte seine Erfolge aus der Schlachter- und Fleischbranche in keiner Weise auf das Fußballgeschäft übertragen. Tönnies ist auf Schalke gescheitert.

    Man sollte ihn aber deshalb nicht unterschätzen. Auch wenn er, gemessen an dem was attraktiven und modernen Fußball ausmacht, komplett versagt, sein Finanzmanagement den Verein nicht aus der hohen Verschuldung herausgeführt hat, als Machtmensch sichert ihm allein schon der hohe Werbeetat seiner vielen Fleisch- und Wurstmarken, bei den heftig um jeden Anzeigekunden kämpfenden Verlagen, eine gute Presse. Ihm persönlich für seine Interessen, aber nicht dem Verein.

    Tönnies private Interessen decken sich aber längst nicht mehr mit dem was dem Vereins und den Fans Freude bereitet. Er sollte den Weg frei machen für einen Schalker Neuanfang, der den Strukturen der Konkurrenten gewachsen ist.
    15 Jahre regiert

  6. Manfred sagt:

    Der Witz bei Magath war ja: kaum wollte er mehr gab’s den Tritt.
    Man sollte ja meinen, dass nach solchen Erfahrungen wie mit Siebert und Eichberg – naja…

  7. mika sagt:

    Der Artikel bringt es auf den Punkt. Leider…
    Klingt wie eine Grabrede für unseren Verein.
    Ich werde am Samstag das letzte mal in der Arena sein.
    Für mich war es das…ich bin noch immer sprachlos ob der
    Selbstdarstellung von Herrn Tönnies…da passt Gazprom wie die
    Faust aufs Auge…..der hat S04 zu seinem Eigentum gemacht und sich jeglicher Leistungskontrolle entzogen.

  8. leoluca sagt:

    Mir ging’s auch so, ich bin platt, wie dreist sich Tönnies gestern als Boss präsentierte. Eine Missachtung der Vereinssatzung, der leitenden Vereinsgremien durch eine autoritär strukturierte Persönlichkeit, die allerdings auch das Charisma eines Patriarchen nicht hat. Klingt alles irgendwie so hölzern, so hohl. Parolen halt.

  9. Carsten sagt:

    tja….
    vielleicht dauert es nicht mehr lange und der S04 gehört dem Fleischhändler…

    bei einem Umsatz von über 8 Milliarden pro Jahr… kann er sich das leisten

    ^^

  10. Karl Heinz sagt:

    Auf den Punkt gebracht.

    Die Vereinsstruktur ist doch auch gescheitert, oder habe ich die Wahlfreiheit falsch verstanden? Der Fussball wird nicht auf uns warten. Mal sehen wie weit und wie lange wir noch abschmieren müssen.

    Die entstandene riesige Lücke zu all den gehassten angeblichen Plastik Clubs ist riesig und wir haben nicht einmal eine Idee wie unser MGM und Strategie aussehen „könnte“.

    Wir stehen da wo wir hingehören und nehmen uns soooo wichtig. Am Samstag stehen dann wieder alle „kleinen Gruppen“ im Block und machen schön Choreo.

    Es gibt bei uns keine wirkliche gute Opposition – im Verein und Mob.

  11. Detlef (Doktor_d) sagt:

    „Auf Schalke regiert der Mann aus der Fleischbranche nach Gutsherrenart.“

    Der Satz bringt es auf den Punkt. CT sieht Schalke als seinen Verein. ER macht, ER gibt Kredit, ER bestimmt usw …

    Es wäre an der Zeit drüber nachzudenken, wie sich Schalke 04 von CT und seinem Gefolge lösen kann, ihnen Einfluss nehmen kann, sonst wird sich nichts an den Abläufen ändern, es wird nur kurzfristig und oft impulsiv gehandelt. Ich möchte gar nicht drüber nachdenken, wo das hinführen kann.

    @blues
    Du führst den Tönniesschen Fussball an. Tönnies selbst hat in einem Interview mal gesagt, dass er von Fussball keine Ahnung hat, dafür gäbe es Fachleute auf Schalke. Leider werden die wohl von ihm beeinflusst, wenn nicht gelenkt. Von einem, der eben keine Ahnung vom Fussball hat.

  12. KellerJ sagt:

    ad Karl Heinz

    Du solltest Dich schämen unsere Geschichte und Organisation schlecht zu machen ! Wir wollen gar nicht „Plastik“ sein, wir sind anders unser Selbstverständnis ist klar.

    Wir wollen so bleiben wie wir sind…großes Herz…solidarisch und wenig erfolgreich !

  13. Karl Heinz sagt:
  14. Carlito sagt:

    That’s it. Traurig, aber wahr.

  15. Peter sagt:

    So böse Kommentare, dabei handelt der Mann nur aus aller-aller-edelsten Motiven: Weil er seinem Bruder auf dem Sterbebett versprechen musste, sich um Schalke zu kümmern…

    Allein an dieser ekelhaften, melodramatischen, selbstgestrickten Legende hätte allen längst auffallen müssen, dass es da einem vor allem um die Behauptung der eigenen Macht geht. Jedem anderen Menschen wäre so eine Story zu peinlich. Selbst wenn sie stimmen würde, würde man sie nicht erzählen.

  16. Ombre04 sagt:

    Sorry Thorsten, ich schätze deinen Blog und meist auch deine Meinung, aber ohne jetzt hier eine der handelnden Personen in Schutz nehmen zu wollen:
    Sowohl im Blog als auch vorallem in den Kommentaren darunter erkennt man eindeutig die grundsätzliche Ablehnung der Person Tönnies, egal wie, ob oder was er da gestern gesagt hätte…

    Daher erübrigt sich leider eine Diskussion an dieser Stelle, ebenso wie mit den ganzen Facebook Trainern…

    Fakt ist, Tönnies Macht liegt schon seit Jahrzehnten in der Hand der Mitglieder……………….

  17. Dennis sagt:

    Ihr habt alle Recht und das ist einfach nur peinlich und traurig. Aber noch sind wir ein Verein und haben zumindest noch einen kleinen Rest an Mitspracherechten. Tönnies Amtszeit läuft bis 2016. Das heißt, wir haben ein Jahr Zeit, eine echte und glaubhafte Opposition aufzubauen und bis dahin dafür zu sorgen, dass die Mitspracherechte der Vereinsmitglieder nicht weiter eingeschränkt werden. So wie mittlerweile die AR-Kandidaten bestimmt werden, wird es sicher schwierig, gegen den Willen des Managements eigene Kandidaten aufzustellen. Einen Versuch wäre es aber wert. Vielleicht kann man ja so auch endlich die unsägliche Gazprom-Ära beenden.

  18. BlueNote sagt:

    Danke Torsten, dass Du hier so klar Stellung beziehst zu dem unfassbaren Auftritt des Unaussprechlichen gestern Abend. Mich haben heute früh schon mehrere Bekannte, deren Herzen an ganz anderen Clubs hängen, angeschrieben und auf das Gutsherreninterview angesprochen. Sie alle waren fassungslos. Die Medien sind voll davon und als ich davon las, war ich einfach nur noch entsetzt.

    Es fällt mir auch gerade schwer, meine Wut in Worte zu fassen. Dieser Mensch missbraucht m.E. sein Amt und scheißt auf unsere Satzung. Er fügt dem Verein Schaden zu. Er ist mediengeil, arrogant und machtversessen. Ich will diese Fratze nicht mehr sehen müssen im Zusammenhang mit meinem Verein! Schalker verhalten sich nicht so! Schalker brauchen diese Wurst nicht! Schalke hat etwas besseres verdient als diesen nicht mehr zu kontrollierenden Selbstdarsteller. Es tut mir in der Seele weh, so etwas mit ansehen zu müssen. Ganz schlimm ist das!

  19. Erle72 sagt:

    „grundsätzliche Ablehnung der Person Tönnies, egal wie, ob oder was er da gestern gesagt hätte…“
    Es fällt schwer dies nicht als Herabsetzung der Kommentatoren zu verstehen. Es ist überhaupt nicht egal was er sagt. Ich kann mir viele Dinge vorstellen, die Tönnies zu meiner Freude hätte sagen können. Hat er aber nicht.

    „Tönnies Macht liegt schon seit Jahrzehnten in der Hand der Mitglieder“
    Jein. Fuck ist, dass er sich über seine Position hinaus, zum Gefallen der Medien, als Schalker Großsprecher präsentiert, der putinmäßig seinem Manager Entscheidungen nahelegt, die dieser dann wohl besser freiwillig Folge leistet. Für diese Rolle hat ihn keiner gewählt und jeder gute Trainer oder Manager, der Schalke als Arbeitsplatz in Erwägung zieht wird das negativ registrieren.

  20. Ney sagt:

    @Dennis (u.a.)
    Tönnies wird vermutlich im Amte verbleiben, aus mindestens 2 Gründen. Zum einen, die Medien fahren verständlicherweise auf ihn als Schlagzeilenlieranten und stets zur Verfügung stehenden Interviewpartner ab, sie werden nicht anfangen darauf hinzuweisen, dass seine Vorgehensweise Schalke schadet; zumal seine Firma auch einen attraktiven Werbetat hat. Eine Medienberichterstattung, die den Aufsichtsratschef zum alleinigen „Boss“ auf Schalke erklärt, wird für viele wählende Mitglieder die Vorstellung absurd erscheinen lassen, den „Boss“ abzuwählen.

    Der zweite Grund ist die unter den Mitgliedern sichtlich verbreitete Vorstellung, dass wir den reichen Tönnies mit seiner Geldschatulle brauchen, wenn Schalke mit dem von ihm zu verantwortenden Kurs ins Schlingern gerät. Ich gehe jede Wette ein, vor der Jahreshauptversammlung 2016 werden Berichte lanciert werden, die genau in diese Richtung zielen (außerdem rechne ich wieder mit der Indienstnahme eines Verstorbenen, nach Bernd Tönnies und „Ala“ Urban gibt es da schon eine gewisse Routine).

    Und sollte die nächste Saison glimpflicher verlaufen als die gegenwärtige, wird der Zorn im allgemeinen auch wieder gedämpfter sein.

  21. Markus sagt:

    Ich staune auch immer wieder über die Macht, der ein Aufsichtsratsvorsitzender hat. Tönnies Gabaren entspricht eher dem eines Vorstandsvorsitzenden oder gar Präsident, ich muss manchmal an unseren „Sonnenkönig“ denken. Vielleicht sollte man Tönnies einen solchen Posten auch offiziell geben und dafür den Aufsichtsrat neu bestücken. Denn der tritt ja scheinbar gar nicht mehr in Erscheinung, müsste sich im Zweifel aber gegen einen Präsidenten oder VV Tönnies durchsetzen können…

  22. Rjonathan sagt:

    Ich habe das Interview nicht gesehen. Hier sind sich aber alle heftig einig. In dem verlinkten Artikel wird leider nicht deutlich warum. Um welche aussagen geht es den eigentlich?

  23. Pukki1904 sagt:

    Seit gestern Abend müsste es nun jedem klar sein, Tönnies ist der Alleinherrscher auf Schalke und Heldt Hotte sein Erfüllungsgehilfe. Eigentlich habe ich es gewusst, das aber nochmal so deutlich bestätigt zu bekommen,ist nur schwer zu verarbeiten. Schalke, so wird das nie was- leider

  24. Bea sagt:

    Ein Sonnenkönig, der seinen Schatten auf eine ganze Region wirft und durch seine negative Strahlkraft nichts zurücklässt…außer verbrannter Erde.

  25. Königsblau MS sagt:

    Tolles Saisonfinale – original made auf Schalke! Dieses mal inhaltlich einfach schon vor die Sommerpause plaziert. Nun hat auch der Prince seine Schuldigkeit getan.

    H.H. und C.T. stehen mal wieder mit dem Rücken zur Wand, feuern Breitseiten ab und treffen ihren selber zusammen gekauften Scherbenhaufen. Schalke war immer schon der Verein der Sonnenkönige. C.T. ist derweil richtig braun gebrannt. Auf Schalke fehlt eine Managerpersönlichkeit wie Assauer zu seiner Hochzeit. Munter bleiben!

  26. Pukki1904 sagt:

    Selbst Waldemar Hartmann spricht mir aus der Seele- das soll schon was heißen

  27. derblauweisse sagt:

    Und wieder schlägt die Stunde des „Marlboro Man“…am romantischen Lagerfeuer blickt er in den Sonnenuntergang und genießt seine heile kleine Welt!
    Klappe
    Hallo aufwachen…wir sind im 21. Jahrhundert, nix Bergbau, nix Kohle…die Wahrheit, der Alltag ist gnadenloser Strukturwandel, Globalisierung und hemmungsloser Wettbewerb…Marlboro Man, Kumpel und Malocher gibt es nur noch in euren surrealen Träumen, in eurer Scheinwelt!
    Irgendwann reicht es einfach nicht mehr, irgendwann muss man die Augen öffnen, irgendwann muss Butter auf die Stulle sonst bleiben Euch am Ende nicht einmal die schönen romantischen Theaterfassaden…aber wie wir alle wissen, AufSchalke ticken die Uhren anders, da versucht man sich mit aller Fan-Nostalgie gegen das Zwangsläufige zu stellen. AufSchalke wird weniger gedacht, stattdessen haut man lieber schnell und laut auf den Tisch, AufSchalke kloppt man sich lieber untereinander statt den Mut, die Stärke aufzubringen sich mit dem unvermeidlichen konstruktiv auseinanderzusetzen, AufSchalke kommt jetzt, vor allem pünktlich zur JHV wieder die Zeit der „Spalter“, die „Spalter“ treten immer dann in Aktion, wenn es um ihren ganz persönlichen „Marlboro-Man-Zerstörer“ geht. Heute CT, morgen HH, davor war es Magath. Dabei sind die Personen eigentlich austauschbar, Hauptsache die „Spalter“ können zeigen wie wichtig doch ihr „Marlboro-Traum“ ist….die meisten von Ihnen haben aber nicht einmal das Holz um die Lagerfeueromantik aufrecht zu erhalten, Ihnen reicht es aus, AufSchalke eine Bühne gefunden zu haben, wo sich vortrefflich der aufgestaute Alltagsfrust mit allen möglichen Etiketten ausleben lässt.
    Und an Parolen wie das alles in Zukunft besser wird mangelt es nie….Also „Steh auf wenn du ein Spalter bist!“

    Wer glaubt es würde sich etwas ändern….
    AufSchalke stimmt es grundsätzlich schon lange nicht! Das Beispiel „Magath“ hat viele der Schalker-Probleme offengelegt….nur geändert hat sich gar nichts! Magath wurde vom Hof gejagt, weil er sich und sein Tun bedingungslos dem Erfolg verschrieben hat…zur Erinnerung…das hat einem „Fan“ nicht gefallen, weil er sich und seinen Status nicht genug gewürdigt und berücksichtigt sah…und schwups….weg war der Trainer/Manager Magath…übrigens der letzte, der es mit Schalke offensichtlich ehrlich meinte und sich komplett der Sache „Meisterschaft AufSchalke“ verpflichtet hat! Danach durfte darüber ja nicht mehr geredet werden….
    Jeder Vorstand/Aufsichtsrat eines Aktienunternehmens könnte sich mit solchem Verhalten unzähligen Schadenersatzforderungen konfrontiert sehen…soviel zum Thema e.V.! In einem e.V. können die doch machen was sie wollen, Konsequenzen….keine! Auch wenn ich in Sachen e.V. durchaus positiv denke, die Nachteile sind nun einmal da! Vor allem, wenn sich die aktive Fanlandschaft, wie AufSchalke vor allem aus hoffnungslosen Sozialromantikern, Arbeitslosen oder sonstigen Nostalgikern rekrutiert…Was man von den erwarten darf klingt ungefähr so:“Alle Profis weg jagen, die Jugend spielen lassen und auf sportliche Ziele am besten ganz verzichten, weil es reicht ja, wenn man sich am Wochenende, wie zu einem Musikkonzert trifft, bejubelt und zudröhnt und dabei datt iss mein Schalke singt…“
    Auf ein Neues, wir sehen uns nächste Saison wieder im Stadion und alles beginnt von vorne, oder war es jemals anders?

  28. crisscross04 sagt:

    @rjonathan:

    Also als erstes ging es in erster Linie um die Art & Weise des Interviews. Es war eine alleinige Selbstdarstellung von CT. Es gab einen längeren Trailer zu seiner Person und seiner Verdienste um den Verein.

    Im Gegensatz dazu wurden keine wirklich kritischen Fragen gestellt. Natürlich wurde die derzeitige sportliche Krise und auch die Personalentlassungen angesprochen. Jedoch kritisch nachgefragt wurde nicht. Aber man weiß ja, weshalb. Dazu wurde hier in einigen Kommentaren schon die Verbindung zwischen Werbeetats und Medien berichtet.

    Tönnies hat öffentlich die entlassenen Spieler denunziert. Das ist im höchsten Maße unprofessionell und lässt nun jeden Deppen in die interne Vereinsführung und ihrer unprofessionellen Arbeitsweise Einblick gewähren.

    Zu dem Thema, wer die Personalentlassungen vorgenommen hat, hat sich Tönnies wie folgt geäußert. Er hat HH eine SMS geschickt, aber angeblich nicht gesagt, dass er Spieler entlassen soll und schon gar nicht wen. Er hat behauptet, HH sei der Boss und es liegt in seiner Verantwortung. Sprich, er hat sich aus der Verantwortung genommen.

    Bzgl. Vertragsverlängerung hat er gesagt, dass zuerst die Leistung (also Euro League) erbracht werden muss und dann würde man sich zusammensetzen. Rückendeckung sieht anders aus.

    Der Trainer steht auch lt. seinen Aussagen nicht zur Diskussion!
    Es war ein typisches Tönnies Interview, in dem mehr rumgeflachst wurde (Thema “Feierbeast) als über sachliche Themen gesprochen wurde.

    Er hat unterschwellig immer durchblicken lassen, dass ohne ihn auf Schalke nichts läuft. Und er tat so, als wenn wir schuldenfrei wären…

    Das Interview hatte eher den Anstrich als wenn Du mit einem Vereinsvorsitzenden einer Kreisligamannschaft sprichst.
    Also alles in allem sehr peinlich und für unseren Verein unwürdig. Aber leider passend, wenn man in unsere Historie schaut.

  29. Alex.GlueckAuf.04 sagt:

    Vllt wär ein Neuanfang mit nem neuen Boss besser der bessere Machtverhältnisse stellt
    Und der ein Konzept hat

  30. michael sagt:

    Da hilft kein Jammern und Lamentieren. Jeder hat die Regierung, sprich Vorstand, den man verdient. Bleibt nur abwählen. In dieser Konsequenz dann auf die jungen Schalker setzen, aber dann auch nicht jammern, wenn´s dann mal gegen den Abstieg geht…….nur bleibt das leider ein Traum.

  31. sandsturm sagt:
  32. Ney sagt:

    Hoffnungslos durch die Nacht,
    Und kein neuer Tag erwacht
    Hoffnungslos, alles aus
    Meinen Augen wie ein Graus
    Hoffnungslos durch die Nacht
    Spür‘ was Schalke aus sich macht
    Hoffnungslos, Quälerei, und sie geht nicht bald vorbei

    Melodie: bekannt.

  33. hoffedocS04 sagt:

    Mal über den Tellerrand schauen:

    In Frankfurt werden gerade Bruchhagen und Hübner in Frage gestellt und deren Verpflichtung von Thomas Schaaf.
    In Hannover hat Kind die Ultras sogar für Wochen aus dem Stadion „vertrieben“ und wird vehement in Frage gestellt.
    In Wolfsburg wurde die ganze Führungsstruktur in Frage gestellt bis Allofs und Hecking kamen und danach Ruhe einkehrte mit dem Erfolg.
    In Stuttgart wurde die ganze Führungsriege ausgetauscht, und sie stehen auf dem 18. Platz.
    HSV gilt als DER Chaosklub.

    Was ich damit sagen will: viele Vereine wurschteln sich durch und suchen mal mehr und mal weniger erfolgreich nach Wegen aus der Krise oder aus einer unbefriedigenden Situation.
    Vor einigen Wochen wurde auf sämtlichen Kanälen in allen Sportdiskussionsrunden Klopp durchgehechelt, und dass Dortmund viel zu abhängig von ihm sei und ihn nicht entlassen könne aus „Dankbarkeit“ für die zurückliegenden Erfolge. Dann kündigt er seinen Rücktritt an, und alle Diskussionen sind wie weggefegt.

    Schalke hat jetzt etwas probiert. Sie werfen einige der Spieler raus, die dem Verein eine lange Nase gezeigt haben.
    Es war ein Schritt, dessen Wirkung man erst mal abwarten muss.

    In Horst Heldts Interview habe ich sehr viel Selbstkritik rausgehört. Er weiß, dass er diese Spieler geholt hat. Mein feines Ohr hat mir gesagt, dass er an Rücktritt denkt zu Saisonende. Dann ist in diesem Punkt Ruhe. Aber ob das nur gut wäre, wenn er sich verabschiedet? Ich halte nicht wenig von ihm.

  34. Raul 04 sagt:

    … jemand hat heute mal geschrieben “ … nach Raul ging es bergab“

    also hoffedoc, Du hältst viel (nicht wenig) von HH

    Horst Held ist ein Blender, wie ein Politiker mit allen Wassern gewaschen, ein blendender Verkäufer, wenn man seinen Hintergrund als KFZ-Mechaniker betrachtet. Aber auch ein Vermögensvernichter. Kein guter Einkauf, kein guter Verkauf (selbst ein Holtby, der bei Schalke Nationalspieler wurde, musste unter den „Anschaffungskosten, die für das Jungtalent an Aachen gezahlt wurden“ verkauft werden), bei der Trainerwahl nur teure Totalausfälle (außer Rangnick). Chancen im Markt werden konsequent verpasst: Kruse, Raffael, Tuchel …

    Man muss sich mal die Spieler aus der Knappenschmiede wegdenken, dann wird das Werk von HH sichtbar. Und da sind wir uns ja einig, dass die vielen Talente nicht die Leistung von HH sind, sondern der Nachwuchsarbeit und von Elgert.

    Wieviel wird diese Suspendierung wohl Schalke an Ablösesumme für Boateng und Sam kosten? Für das eigene Ego werden Spieler niedergemacht und wie will man dann noch Ablösesummen bekommen (das gleiche wie bei Jones).

  35. leoluca sagt:

    Tut mir leid, aber den Ultra-Aufruf zum Fanboykott am Samstag gegen Paderborn finde ich falsch.

    Der Zeitpunkt ist falsch, denn durch einen Sieg kann Schalke die EL erreichen und da benötigt unsere Mannschaft jede Unterstützung.

    Außerdem wird so die Mannschaft für die Misere verantwortlich gemacht, obwohl jeder weiß, dass die Gründe tiefer liegen.

    Für meinen Geschmack wäre die MV der richtige Ort, um Tacheles zu reden.

    Ich teile auch die These von der „Schalker Wohlfühloase“ nicht. Das riecht nach Arschaufreißen, Grasfressen, Blutschwitzen dieser Scheißmillionäre – und all dem halbmilitärischen Gedröhne.

  36. StanLibuda sagt:

    Mahlzeit!

    @derblauechris
    Erklär mir doch mal bitte wo der Unterschied zwischen einem e. V., der wie eine AG aufgebaut ist und einer AG als solche.
    Was wäre jetzt anders?

    Ich sehe keinen Unterschied.

    In diesem Sinne
    Glückauf

  37. Torsten sagt:

    Mein feines Ohr hat mir gesagt, dass er [Heldt] an Rücktritt denkt zu Saisonende.

    Der Boss hat im Audi Fan Talk recht deutlich durchblicken lassen, dass er erwartet, dass zumindest die Europa League-Qualifikation geschafft wird, bevor der Vertag mit Heldt verlängert wird. Ich denke, was da aus Horst Heldts Stimme zu hören war, waren die Zweifel, dass diese Mannschaft das schaffen wird.

    Man muss sich mal die Spieler aus der Knappenschmiede wegdenken, dann wird das Werk von HH sichtbar. Und da sind wir uns ja einig, dass die vielen Talente nicht die Leistung von HH sind, sondern der Nachwuchsarbeit und von Elgert.

    Dass es die Knappenschmiede heute in dieser Form gibt, ist Horst Heldts Verdienst.

    Er hat die Abteilung neu strukturiert, Trainer und Scouts verpflichtet, einen neuen Koordinatior eingesetzt, die Aufmerksamkeit erhöht und dafür gesorgt, dass die Spieler aus der U19 nicht mehr in die Welt verkauft werden, sondern zu allererst mal dem eigenen Profikader zugute kommen.

  38. Stollengewitter sagt:

    Wieso halten eigentlich viele die zweite Rangnick-Amtszeit für erfolgreich? Ich finde gerade diese Zeit hat uns extrem zurück geworfen. Nach Magath hätte man die Saison auch mit dem Co zuende spielen können, viel besser wurde es ja eh nicht mehr (Ausnahme Mailand) und hätte sich trainermäßig wunderbar auf die neue Spielzeit einstellen können. Stattdessen wurden wir im Stich gelassen und unsere Trainer sind immer nur (Not) Lösungen aus der Situation heraus.

  39. StanLibuda sagt:

    `Ähm…peinlich… in meinem Post vorhin meinte ich „derblauweisse“.
    Wenn man das ändern kann, dann bitte ändern und diesen Post löschen.
    Danke schön!

  40. derblauweisse sagt:

    Ohne Worte…Die geballte Kompetenz in unserem e.V. Was soll’s kostet doch nur Geld, das der CT doch gerne gibt, schließlich will er ja einmal den Verein übernehmen…
    http://www.reviersport.de/3040.....klage.html

  41. andres sagt:

    über die UGE Aktion Halber Bock hab ich mich zunächst gefreut
    aber auch sie wird missverstanden werden
    grad wird im SPON daüber berichtet und es geht nur um die Kritik an der Mannschaft
    schade

  42. leoluca sagt:

    Danke, Torsten, für deinen Hinweis auf die Verdienste von Horst Heldt rund um die Knappenschmiede.

    Ich kann mit der jetzt um sich greifenden Abrechnungswelle nicht viel anfangen.

    Schalke braucht eine deutliche Stärkung der sportlichen Kompetenz und sportlichen Führung – meinetwegen auch mit Horst Heldt.

  43. Christian sagt:

    Der FAZ Kommentar zu Schalke wurde weiter oben ja schon verlinkt,
    hier der Kommentar eines Lesers dazu:

    Zitat Anfang
    Macht euch mal ehrlich in Westfalen
    Gelsenkirchen ist etwa so groß wie Chemnitz. Auch wenn manche es nicht glauben,
    die Stadt in Sachsen hat inzwischen weniger Arbeitslosigkeit als die in
    Westfalen. Dennoch findet man es vermutlich völlig ok, dass der FC Chemnitz
    ein solider Drittligist zu sein hat, während Schalke 04 angeblich in die
    Champions League gehören soll. In genau diesem Missverständnis liegt das Elend
    von Schalke begraben. Rund ein Drittel der Einwohner Gelsenkirchens
    interessiert sich primär für die Süperlig und nicht die Bundesliga.
    Gelsenkirchen war mal reich und groß, heute ist es arm und hässlich.
    Für den trostlosen Wiederaufbau nach Krieg kann es nichts, aber es kommt der
    Zeitpunkt, wo das Sein mit dem Bewusstsein in Übereinstimmung gebracht werden
    muss. Langfristig hat Schalke nur die Möglichkeiten von Mainz, Kaiserlautern
    oder Freiburg.
    Zitat Ende

    Bevor jetzt Mißverständnisse aufkommen, ich komme nicht aus der DDR, aber
    manchmal braucht es einen Blick von außen.
    Und ja ich fürchte da kommen noch andere häßliche Dinge auf uns zu.
    Oder um es mit den Worten des großen Rudi zu sagen:
    wenn der Schnee schmilzt sieht man wo die Scheiße liegt.

  44. blues sagt:

    @Torsten …könntest du den Spam zu GE oben raus nehmen?

  45. Ney sagt:

    @blues
    Besser nicht. Das ist dermaßen merkbefreit und am Thema vorbei, dass es fast schon zum lachen ist.

  46. Thomas25 sagt:

    —-Horst H.:

    @leoluca-Knappenschmiede: habe irgendwo gelesen das wir der einzige Verein sind, indem alle Trainer UND Co-Trainer der Knappenschmiede Hauptamtlich tätig sind. Dieser Schritt wurde unter HH gemacht, was ja positiv zu bewerten ist und zeigt wie wichtig HH die Jugendarbeit im Verein war und ist.

    @Transfers:…sind schon ein paar deutliche Fehlgriffe dabei, manche billig, manche weniger billig, was aber auch viel mit den Trainerwechseln zu tun hat, woran nicht immer nur HH Schuld war…..war stets bemüht würde da glaube ich im Zeugnis stehen…:)

    @Trainer:…Preisleistungsverhältnis stimmt bei allen Trainern, außer bei seinem Wunschtrainer Di Mateo…was schon etwas tragisch ist…für HH…

    HH ( und Di Mateo) hat den Verein ordentlich geführt, aber wirklich weitergebracht hat er Ihn bisher noch nicht…und es fällt schwer daran zu glauben…bzw. an eine bessere Zukunft….kann die Spiele kaum noch anschauen….

    @Tönnies:

    Er hat Schalke gerettet mit seinen Privatkrediten und kann in der Krise den Verein als ultrastarker mann ( Gutsherr) zusammenhalten und mit Kontakten in die Wirtschaft Sponsoren an Land ziehen……Aber aus einen guten Verein einen Spitzenverein zu machen….ich glaube nicht mehr daran….

    @Raul 04/blus/Torsten( zu den Berufen der sportlichen Führung):

    Wir haben einen KFZ-Mechaniker und einen Metzger die zusammen einen der größten eingetragen Vereine in die europäische und damit Weltspitze führen sollen bzw. uns näher an die nationale Spitze heranführen sollten….irgendwie muss ich schon beim tippen der zeilen leicht lachen ( nicht schmunzeln, lachen)…und bitte ich bin technisch total unbedarft und habe höchsten Resepekt vor Handwerkern und stamme selbst aus einer Handwerkerfamile…..

  47. Christian sagt:

    @ney @blues
    Ich stehe zu dem oben von mir zitierten „Spam“.
    Und ja ich finde es wichtig die Dinge auch mal
    von ganz außen betrachten zu lassen, auch und gerade
    wenn einem diese Erkenntnisse nicht gefallen wollen.

    Das Thema „merkbefreit“ können wir gerne am kommenden
    Samstag im Kuzorra diskutieren.Dort kann dann jeder
    einmal seine Erwartungshaltung für die kommenden 12
    Monate skizzieren und dann sehen wir mal in einem
    Jahr wer von uns näher dran war.

    Übrigens ich möchte gar nicht Recht behalten….

  48. Stollengewitter sagt:

    @Christian Objektiv betrachtet kommt ja der Vergleich Chemnitz/Gelsenkirchen ja noch hin aber hier geht es doch nicht um einen Städtevegleich.
    Schalke steht doch nicht nur für Gelsenkirchen-Schalke steht für einen wenn man so will „Way of Life“ und ist mitnichten eine lokale Angelegenheit. Über 130.000 Mitglieder rekrutiert man sicher nicht nur im Ruhrgebiet. Sowas sieht man von außen eben nicht wirklich, erst recht wenn man sich mit dem Fußball im allgemeinen und Schalke im speziellen nur rudimentär beschäftigt. Wenn man sich aber nur ein klein wenig damit beschäftigt erscheint dieser Vergleich vollkommen absurd. Boah ey, Gelsenkirchen ist ja noch ned mal größer als Chemnitz oder Mannheim, was wollen die eigentlich?

  49. Christian sagt:

    @Stollengewitter
    Den Städtevergleich muss ich mal unkommentiert lassen,
    ich war noch nie in Chemnitz.

    Aber deine Wertigkeit im Bezug auf die Mitgliederzahl
    schreit nach Widerspruch. Ich bin seit 2005 Mitglied
    und damals waren es um die 50.000.
    Diese aktuelle Zahl ist m.E. viel durch das Marketing
    und diverse Maßnahmen gepusht worden. Da wurde in der
    jüngeren Vergangenheit vieles miteinander verwoben,
    Trikotkauf, Ticket für Mitglieder usw.

    Wie groß der Anteil der wirklich aktiven Mitglieder
    ist, kannst du auf jeder JHV sehen.
    Sind wir mal ehrlich, das ist kein way of life sondern
    eher „kostet nicht viel und ich kann die Kartenchancen
    erhöhen“.
    Die Bauern haben über 200.000 heißt das der bayrische
    way of life ist besser?

  50. Torsten sagt:

    Über 130.000 Mitglieder rekrutiert man sicher nicht nur im Ruhrgebiet.

    Wo die Mitglieder wohnen lässt sich hier nachsehen:
    http://interaktiv.morgenpost.d.....256/6.9516
    Schalke 04 ist übrigens der viertgrößte Sportverein der Welt.

    Und wenn man davon ausgeht, dass die Mitglieder dies sein wollen um Vorteile zu haben und nicht um mitzuwirken, kann man von der Mitglieder-Verteilung erst recht auf eine Verteilung der „Kundschaft“ des FCS04 schließen. Schalke hat deutschlandweit und darüber hinaus Kunden. Profifußball ist längst kein regionales Geschäft mehr.

    Wir haben einen KFZ-Mechaniker und einen Metzger die zusammen einen der größten eingetragen Vereine in die europäische und damit Weltspitze führen sollen bzw. uns näher an die nationale Spitze heranführen sollten

    Ach Thomas, ab und zu mal lachen ist ja sicher gesund, aber das ist doch populistischer Käse. Der Metzger führt ein Firmenimperium mit 5,6 Milliarden Euro Jahresumsatz und der KfZ-Mechaniker ist seit 25 Jahren im Profifußball tätig. Beide sind selbstverständlich für ihre Aufgaben qualifiziert.

    Dass man Entscheidungen und Gebaren diskutieren kann, sollte, muss, steht auf einem anderen Blatt. Es hilft aber doch niemandem weiter, so zu tun, als seien da Volltrottel am Werk.

  51. Stollengewitter sagt:

    @Christian
    Klar sind die Mitgliederzahlen der Vereine mittlerweile enorm aufgeblasen. Hauptgrund ist die Kartenknappheit bei den großen Clubs wie eben Schalke (wir waren schon immer verhältnismäßig groß) und somit sehen viele die Vereinsmitgliedschaft als Grundgebühr für den Kartenvorverkauf. Das ist doch aber nicht nur bei Schalke so.
    Natürlich kommen keine 130000 Mitglieder zur JHV, wo sollen die auch alle auf einmal sitzen? Aber wir brauchen schon die Veltinsarena um unsere Jahreshauptversammlungen abzuhalten.
    Worauf willst du eigentlich hinaus? Das Schalke irrelevant ist!? Für manche ist das sicher so, für sehr viele mehr als du denkst aber ganz sicher nicht.

    @Torsten
    Danke für den Link, sehr interessant.

  52. Christian sagt:

    @Stollengewitter
    Worauf will ich hinaus – nun lass es mich mit deiner
    letzten Frage beantworten:
    Ist Schalke irrelevant? Nein!
    Kann Schalke irrelevant werden? Ja und das kann schnell gehen.

    Der Faktor Geld hat den Fußball leider nicht nur auf dem
    Platz beschleunigt und Fehler können heute nicht mehr via
    „Übergangssaison“ korrigiert werden.

    Woher nehmen eigentlich die meisten hier die Gewißheit das es
    nächste Saison wieder besser wird? Ich sehe das nicht.
    Die Knappenschmiede als Allheilmittel?
    Sorry aber das ist ein wenig wie Kirchenglaube, kann helfen
    muss aber nicht und dann?

    Ich bin da vielleicht der mehr untypische Schalker aber ich
    sehe die Realitäten – auch dann wenn sie mir nicht gefallen.

    Am Ende bleibt Schalke vielleicht relevant, aber die
    Konditionen werden andere schreiben.

  53. klopenner sagt:

    Woher nehmen eigentlich die meisten hier die Gewißheit das es
    nächste Saison wieder besser wird?

    Wenn du mit „hier“ tatsächlich hier den Königsblog meinst, dann sehe ich das eher nicht so. Ich sehe hier zwar eine Menge verschiedene Kommentatoren, aber ich empfinde es eher so, dass die meisten hier schon ganz gut einschätzen, dass es nächste Saison nicht zwangsläufig besser wird. Viele sind der Meinung, dass es nicht bloß an den Spielern liegt, dass es nicht einfach nur ein paar Transfers sind, die die nächste Saison besser machen. Ich habe eher den Eindruck, dass es für viele besser wird, wenn sich im Management und der Führung etwas verändert. Der Meinung bin ich im Übrigen auch. Allerdings sehe ich auch ein, dass es nicht so einfach sein wird und der FC Schalke 04 nur Tönnies und Heldt auszutauschen braucht, damit es wieder läuft. Da müssen ein paar weitere Faktoren bedacht werden. Auch diese wurden teilweise hier im Blog schon mehrfach aufgeführt.

    Ich kann jedenfalls keine Mehrheit erkennen, die eine Gewissheit haben, dass es nächste Saison wieder besser wird.

  54. Chris sagt:

    Wie sagte Peter Scholl-Latour immer: Wenn du einen Tyrannen stürzt, solltest du vorher wissen, wen du an seine Stelle setzt.
    Wer könnte das sein? Gibt es noch irgendetwas neben CT?

    Stimme Thorsten zu, dass HH auch sehr gute Arbeit gemacht hat. Für mich ist er eher Manager eines Unternehmens, als Manager Sport einer Mannschaft.

  55. uli sagt:

    Geld regiert die Welt…..auch auf Schalke

  56. Schalkes Stolz: Die Knappenschmiede sagt:

    […] geht steil, dieser Tage. Die Profis verlieren, der Boss schwadroniert, der Manager suspendiert. Horst Heldt steht in der Kritik. Auch ich schrieb, er sei mit seinem […]

  57. rjonathan sagt:

    @crisscross
    Wenn es um die Art und Weise geht, wie sich Tönnies präsentiert hat, kann man das natürlich schwer kommentieren ohne es gesehen zu haben. Ist dann aber auch wahrscheinlich Geschmackssache.

    Einige deiner Kritikpunkte kann ich nachvollziehen, andere finde ich ein wenig inkonsistent. Wenn Tönnies oberflächclich rumschwafelt, dann ist das uninformiert. Wenn er fachliche Statements abgibt, dann mischt er sich ein. Ja was denn nun?

    Oder: Wenn er sagt Heldt ist der Boss, dann stiehlt er sich aus der Verantwortung. Wenn er seine Rolle im operativen beschreibt, dann greift er ungerechtfertigterweise ein.

    Oder: Wenn er Heldt den Rücken stärkt, dann ist er blind und nicht kritikfähig. Wenn er sich vorsichtig äußert, fällt er ihm in den Rücken.

    Hinterlässt bei mir den Eindruck, als ob er es teilweise gar nicht richtig machen kann. Und das ist immer eine ziemlich blöde Grundlage für Kritik. Würde ich an seiner Stelle nicht ernst nehmen. Manchen Menschen kann man es nicht recht machen.

    @Führung
    Ich setze mich viel mit Theorien zu erfolgreicher Führung auseinander. Es gibt eine Theorie, nach der man die Management-Fähigkeiten in 5 level einordnen kann. Level 5 sind die Manager, die aus sehr guten Firmen Weltklasse-Firmen machen. Bedingung für Level 5 Leadership ist Bescheidenheit – das Gegenteil von Selbstdarstellung. In diesem Punkt glaube ich tatsächlich, dass Tönnies kein guter Anführer ist. Er ist höchstens ein Level-4-Leader. Ob das nun eine richtige Theorie ist und ob sie sich so einfach auf Tönnies anwenden lässt – keine Ahnung. Aber ein wenig Bescheidenheit würde ihm wohl gut zu Gesicht stehen.

    @Ultras
    Ich finde die Maßnahme ist okay. Schließlich hat die Mannschaft zuletzt die Arbeit verweigert. Nur ist das alles ein wenig komisch begründet. Ich vermute (oder eher hoffe) bei diesem ganzen Tönnies gebashe gibt es einen Insider-Informationsfluss, den man aus der Ferne nicht mitbekommt. Die organisierte Fan-Szene ist ja deutlich näher am Verein als ich es bin. Ich hoffe inständig, dass das nicht auf sich verselbstständigenden Gerüchten und Animositäten beruht. Denn das fände ich so unglaublich peinlich und vereinsschädigend, wenn man immer nur das Gefühl hätte das der doofe Papa alles falsch und doof macht, aber gar keine Einblicke darin hätte was er wie macht und man eigentlich nur seine allgemeine Frustration oder das Unbehagen mit dem Lauf der Welt/der Dinge in diese eine Personalie projiziert.

    @Heldt
    Ich finde es schon krass wie er hier angegriffen wird, in einem Moment, in dem er für die Krise sehr viel Verantwortung übernimmt und damit sicher auch die Weiterexistenz seines Jobs an das Umlenken bindet. Ich finde sein Krisenmanagement erstmal einen interessanten Ansatz. Wohin es führt wird die Zukunft zeigen und daran wird er sich messen lassen müssen. Aber ich möchte den Stab zu diesem Zeitpunkt noch nicht über ihm brechen.

  58. Exildynamo sagt:

    Mich würde mal interessieren, welche Transfers ihr HH konkret vorwerft.

    Als damals ein Neustädter verpflichtet wurde, haben viele positiv zugestimmt. Barnetta, Clemens, Santana haben (für mich zumindest) insofern Sinn gemacht, dass sie offiziell für ‚ne relativ kleine Mark verpflichtet wurden, vermutlich mit dem Hauptziel, den Kader zu verbreitern bzw. als Backups. Bei allen war auch noch die Möglichkeit gegeben, dass der eine oder andere vielleicht doch noch „einschlägt“. (Bei Barnetta hätte es fast geklappt) Einen Aogo und einen Sam habe ich zum Zeitpunkt der Verpflichtung auch nicht so schlecht gesehen, als dass sie uns nicht hätten weiterbringen können. Lediglich bei Obasi und Szalai hat HH etwas tiefer in die Tasche gegriffen und lag bei Obasi richtig daneben, Szalai hat laut transfermarkt.de ein Minus von 2 Mio gebracht. Würde ich unter „Ok, passiert“ abhaken. Das passiert auch in anderen Vereinen.
    Dann kommt natürlich der Königstransfer mit dem Prinzen. Diesen Transfer habe ich von Anfang an nicht verstanden und der muss HH nun wohl auch richtig zur Last gelegt werden. Was immer damals auch hinter den Kulissen (z.B. mit den Ärzten) passiert war – es war ein 10-Mio-Missverständnis.
    Aber das passiert nun mal. War z.B. auch in Gladbach so, mit de Jong.
    Es kann doch nicht jeder Transfer sitzen! Und hinterher ist man immer schlauer. Das Gegenteil wäre die Einkaufspolitik von FM, wonach man aus einem Pool von gefühlt hundert Spielern vielleicht ein paar Kracher extrahiert.

    Was ich nicht verstehe, ist, warum diese Spieler, nachdem sie zu uns gekommen sind, so massiv abbauen und ihre Leistungen nicht weiterhin bringen. Neustädter treibt mich regelmäßig zur Weißglut, Sam kann ich überhaupt nicht mehr beurteilen und über Aogo braucht man im Moment auch nicht weiter reden.

    Noch ein Wort zu der geplanten Aktion der Ultras.
    Ich kann die Leute gut verstehen und finde so eine Aktion auch gerechtfertigt. Aber vielleicht sollte man diese Schweige-Halbzeit auf die 2. HZ verlegen, wenn in der 1. HZ keine Reaktion seitens der Mannschaft zu erkennen ist. Nach diesen Suspendierungen ist die Mannschaft ja nun extrem gefordert und muss eine Reaktion zeigen. Da wäre ein Liebesentzug mMn das falsche Signal.

    Glück auf!

  59. MarkuS04 sagt:

    Ich bin auch hin- und hergerissen, was ich im Moment von Schalke halten soll. Einerseits das katastrophale Spiel in Köln, das mir fast körperliche Schmerzen bereiten hat. Danach die Suspendierungen, die nach Panikaktion aussehen, und jetzt der Boykottaufruf.
    Und egal, wie lange ich Pro und Contra abwäge, ich kann mir keinen Reim darauf machen.
    Kritik an der Führung: ja, aber welche Alternativen gibt es wirklich (vielleicht mal ein Medien-Sabbatical von CT – 3 Mte keine Interviews oder Talkauftritte, das wär doch was);
    Kritik an HH: auch das, bestimmt macht er genügend Fehler, aber er hat auch einige positive Aspekte (z.B. Konzeption der Knappenschmiede).
    In Bezug auf den Kader pflichte ich z.B. Exildynamo bei. Die meisten Transfers (i.d.R. für wenig bis keine Ablöse) fand ich zum Zeitpunkt der Verpflichtung eigentlich ganz gut. Auch bezüglich HHs beiden ‘Königstransfers’ Szalai und Boateng sehe ich die Bilanz nicht so negativ. Szalai hat vor zwei Jahren in der CL-Quali die entscheidenden Tore geschossen (damit seine Ablöse eigentlich schon eingespielt) und Boateng hat zumindest im letzten Jahr seinen Anteil am 3. Platz gehabt.
    Was die Kaderkosten und den immer genannten zweithöchsten Etat angeht, habe ich auch eine etwas dezidiertere Meinung. Nimmt man nämlich mal die Ablösesummen mit dazu, dann dürften WOB, BVB, und ggfs sogar MG doch etwas über unseren Kosten liegen.
    Trainer: na ja, auch da hatte ich mit mehr versprochen, aber auch hier: was wäre die Alternative. Tuchel ist weg (wobei ich da erhebliche Zweifel habe, ob er tatsächlich der richtige für Schalke wäre), Klopp wird wohl nicht zu uns kommen, Wenger, Ancelotti, Mourinho, etc. – alle wohl nicht zu bezahlen ;-)), Streich hat schon mal abgesagt, vielleicht Weinzierl, der hat aber gerade in Augsburg verlängert.
    Also die letzten beiden Spiele vernünftig zu Ende bringen, hoffentlich doch die EL schaffen (ja, darauf hoffe ich wirklich), dann alles auf den Tisch bringen, und (intern) schonungslos analysieren, die richtigen Schlüsse ziehen, 1-2 neue Spieler (die richtigen !) dazu holen, und dann alles auf ‘Start’ und die neue Saison spielen.

    Alles nur ein Traum, oder holt mich die Realität mit Chaos, miesen Leistungen, Wut wieder ein.

  60. Exildynamo sagt:

    @MarkuS04:

    Kritik an der Führung: ja, aber welche Alternativen gibt es wirklich

    Das wäre jetzt der nächste Schritt.
    Die Trainerdiskussion hatten wir ja erst vor ein paar Wochen – da hat sich nicht wirklich viel an den Alternativen geändert.
    Deshalb werde ich für mich auch erst in der nächsten Winterpause ein Fazit ziehen…sollte RdM da noch im Amt sein.

    In puncto Manager/Sportdirektor wüsste ich persönlich gar nicht, wo man da sucht.
    Altgediente Stars? Manager von anderen Vereinen?
    Gibts vielleicht sowas wie einen „Managerschein“ (analog zum Trainerschein)?

  61. MarkuS04 sagt:

    @exildynamo:

    Genau da sehe ich auch das Problem.
    Ich könnte mir z.B. Metzelder gut vorstellen (hat aber auch keine Erfahrung, macht aber auf mich einen vernünftigen Eindruck).
    Auch ein Marc Wilmots wäre eine gute Lösung (Internationale Kontakte, Schalker Herz), aber leider Trainer in Belgien bis mindestens 2016.
    Und bei möglichen Ex-Schalkern (Asamoah) fehlt mir irgendwie der Glaube, das da ein echter Sieger dabei ist.

  62. crisscross04 sagt:

    @rjonathan:

    In puncto Heldt Aussagen von CT hast Du mich missverstanden – da lag keinerlei Wertung von mir vor. Sorry, ich habe mich nicht eindeutig ausgedrückt.

    Was die Aussagen von CT betreffen, ist meine persönliche Interpretation lediglich, dass sich CT die Tür über die Zukunft von HH offen hält. Das kann jeder werten wie er möchte. Ich würde es „Bauernschläue“ nennen, damit er sich im nächsten Wahljahr nicht angreifbar macht.
    Ich habe auch nicht behauptet, dass CT HH in den Rücken fällt, sondern dass er ihm diesen durch „seine offene Tür“ nicht stärkt.

    Ich gebe zu, ich mag es überhaupt nicht, wenn mein Verein mit Stammtischparolen geführt und der Öffentlichkeit in solchen Interviews präsentiert wird. Ist aber meine persönliche Meinung. Jeder kann darüber anders denken, aber dann braucht man sich auch nicht wundern, wenn unser Verein nicht ernst genommen wird. Und ein Imageschaden kann nachhaltig sehr negative Folgen haben.

    Zu HH: Die ganzen Transfers, die er getätigt hat, nachträglich zu bewerten, halte ich auch für nicht zielführend.

    Jedoch:
    1.) Die Höhe der Spieler-Gehälter sind schon diskussionswürdig und das obliegt dem Manager, diese auszuhandeln. Und wir sind uns ja wohl alle einig, dass bei vielen Spielern das Preis/Leistung Verhältnis nicht stimmt.

    2.) HH hat Di Matteo inkl. seinem ganzen Trainerstab verpflichtet. Sorry, aber ich glaube nicht an diesen Trainer, an seine taktischen Fähigkeiten und vor allem nicht an seinem Stil, Spieler zu führen und richtig einzusetzen. Daher beurteile ich das Projekt Di Matteo als gescheitert, nicht nur, weil wir die Champions League deutlich verpasst haben, sondern auch, weil der sportliche Abstand zu den ersten 4 unter Di Matteo deutlich größer geworden ist.

    Ob man HH aus den o.a. Gründen entlassen sollte, darüber bildet sich sicherlich jeder seine eigene Meinung. Aber die Frage nach professionellen Alternativen auf der Managerposition auf dem Markt kann ich auch nicht beantworten.

    Emotional gesehen, empfinde ich HH & CT auf Schalke als Fehlbesetzung. Aber man sollte sich im Geschäftlichen nicht zu häufig von Emotionen leiten lassen… ;-)

  63. Carsten sagt:

    Höger steht vor Vertragsverlängerung auf Schalke

    http://www.goal.com/de/news/36.....ID=TP_HN_2

    so berichtet Hassan von der Seite „Goal“

    tja… was sagt man dazu…^^

  64. derwahrebaresi sagt:

    … besser nichts.

  65. leoluca sagt:

    @rjonathan.

    Ja, mehr Bescheidenheit und weniger Selbstdarstellung bei CT wäre nicht schlecht. Glaube aber, dass das primär keine psychologische oder Charakterfrage ist, sondern eine vereinspolitische.

    Ich denke, dass Tönnies auf Schalke einfach das fehlt, was er aus seiner Praxis als Großunternehmer zur Genüge kennt: das Gegengewicht, die Gegenmacht der Betriebsräte, der Sozialpolitik, der Kommunen.

    An vergleichbarem Gegengewicht fehlt es leider im Club.

    Ich sehe öffentliche Auftritte von Clemens Tönnies gar nicht grundsätzlich kritisch. Es wäre nur besser, er würde sie auch mal dazu nutzen, mehr Selbstreflexion zu zeigen, mehr den kritischen und besonders den selbstkritischen Blick auf Schalke zu richten.

    Wo etwa sieht er denn seine eigenen Fehler und Schwächen angesichts der Schalker Misere, wo hat er eventuell die sportliche Kompetenz und Klasse überschätzt etc.?

    So hätte er Horst Heldt durch seinen Auftritt beim Auditalk den Rücken stärken können, wenn er die Spielersuspendierung einfach gelobt hätte. Einfach gesagt hätte, er halte diese Aktion von Horst Heldt für absolut richtig, weil sie dem Trainer helfen würde, sein sportliches Konzept mit der Mannschaft zu verwirklichen.

    Aber nein, Tönnies musste stattdessen deutlich zu verstehen geben, dass er höchstselbst diese Spieler schon viel früher suspendiert hätte. Damit stellt er den armen Hotte als reinen Befehlsempfänger dar, eigentlich als einen Deppen.

    Damit muss bald Schluss sein.

  66. Eigenart sagt:

    @leoluca: du sprichst mir in vielem aus der Seele, insbesondere was das Gegengewicht angeht. Ich kann nicht beurteilen, ob es eine Alternative zu Tönnies als AR-Vorsitzendem gibt. Aber Ergänzungen des Vorstandes sollten doch wohl möglich sein. Man hat den Eindruck, alle Entscheidungen werden von CT und HH getroffen. Vielleicht würde es ja schon helfen, mehr Sachverstand in den Verein zu holen. Ich persönlich halte Heldt für einen (gar nicht so schlechten) Manager im Sinne eines operativ agierenden Verwalters/Geschäftsführers. Was mir auf Schalke fehlt, sind die Leute, die in anderen Vereinen meist ehrenamtlich arbeiten und in der Regel die Funktion haben, den Verein weiter zu entwickeln, die Visionäre, die immer wieder das Leitbild mit Leben füllen. Aus der freigemeinnützigen Arbeit weiß ich, dass solche Leute die hauptamtlichen Geschäftsführer extrem nerven können, andererseits aber auch unverzichtbar für ein lebendiges Gemeinwesen sind. Auf die Weise könnte man Sachverstand in den Verein holen und Netzwerke stärken. Und der Patriarchen-Nummer von CT etwas entgegensetzen.

  67. crisscross04 sagt:

    Ich möchte mal noch etwas anderes ins Feld führen, das meiner Meinung nach gerade neben der aktuellen Situation ein wenig untergeht:

    Was macht eigentlich HH gerade so, außer dass er sich mit den Spielersuspendierungen beschäftigen muss?

    Dafür, dass es bei uns im Sommer einen Umbruch geben soll, gibt es erstaunlich wenig Gerüchte über potentielle Wechsel zu uns – Gerüchte über Abgänge gibt es ja im Gegensatz dazu relativ viele. Auch wenn man nicht allen Gerüchten Wahrheit schenken sollte, stellen sich einige aber doch als wahr heraus. Und wenn viele Personen mit einem Verein in Verbindung gebracht werden, zeigt es auf alle Fälle, dass etwas in Bewegung ist.

    OK, Khedira, aber ansonsten???

    Mir fiel gerade auf, wie viele Spieler schon mit anderen Vereinen in Verbindung gebracht werden – nur unserer Name fällt da eher selten oder gar nicht. OK, wir haben uns auch gerade nicht in eine optimale Ausgangssituation für Spielerverhandlungen gebracht…

    Sehr viele Vereine, die in der Tabelle aktuell über uns (inkl. der Nachbar) stehen, haben die Talente oder gar Leistungsträger von Mainz, Bremen, Frankfurt, etc. abgegriffen. Dass evtl. Spieler gar von den über uns platzierten Vereinen zu uns wechseln könnten, rede ich schon gar nicht, da wir eh grad nicht gut dastehen – tabellarisch und imagemäßig.

    Jetzt kommt mir bitte nicht mit, wer das im Einzelfall denn schon ist – ich will hier nicht über einzelne Namen philosophieren, sondern ich finde es für den prophezeiten Umbruch einfach viel zu ruhig!

    Es gibt also jetzt erst recht viel zu tun für HH. Ich hoffe, er macht seine Arbeit, kümmert sich nicht nur um die Suspendierungen bzw. Abgänge oder sitzt nicht nur seine Zeit ab, bis er die Gewissheit hat, ob er seinen Vertrag verlängert bekommt.

    Gute Karten hat HH derzeit auf alle Fälle nicht in der Hand.

    Oder täusche ich mich gerade?

  68. Thomas25 sagt:

    @unsere gute, aber nicht sehr gute Führungsspitze:

    „Der Metzger führt ein Firmenimperium mit 5,6 Milliarden Euro Jahresumsatz und der KfZ-Mechaniker ist seit 25 Jahren im Profifußball tätig. Beide sind selbstverständlich für ihre Aufgaben qualifiziert.

    Dass man Entscheidungen und Gebaren diskutieren kann, sollte, muss, steht auf einem anderen Blatt. Es hilft aber doch niemandem weiter, so zu tun, als seien da Volltrottel am Werk.“

    @generell:

    Es ist schon schwierig im wahren Leben in einem Bereich in die nationale und internationale Spitze vorzudringen. Aber in 2 Lebensbereichen, das schaffen nur die ganz Großen.

    CT ist der kleine Bruder von Bernd Tönnies, welcher am Aufbau und Erfolg der Firmengruppe T. den weit aus größeren Beitrag geleistet hat. Aber egal, er führt einen großen Konzern in einer sehr speziellen Branche. Warum sollte er deshalb gleich davon Ahnung haben, wie man einen Fussballverein führt? Wo soll er das gelernt haben? Von wem?…

    Er führt die Familienfirma mit Hilfe vieler Manager seit Jahren in einem schwierigen Umfeld sehr gut. Was ihn aber als Vorsitzenden des Aufsichtsrats eines Fussballvereins qualifiziert über Trainer, Systeme und Strukturen zu reden sehe ich so noch nicht. Auch hat er wenig bis keine Erfahrungen in einer anderen Branche bzw. der Sportbranche. Deshalb sehe ich nicht, warum er uns ins gelobte Land führen könnte….mit seiner Art hält er zwar den Verein zusammen..mehr aber nicht…(von Volltrottel hatte ich zwar nichts geschrieben, aber so kam es wohl rüber…)

    HH mag ein ordentlicher Spieler gewesen sein, aber warum er nun als KFZ Mechaniker zum Spitzenmanager in der Sportbranche aufsteigen sollte, sehe ich nicht. Die Gleichung geht für mich einfach nicht auf….Seine Erfahrungen in Stuttgart, als er Trap absägte und danach von dessen Arbeit ( wie fast jeder Verein nach Trap von Ihm profitiert) profitiert hat sehe ich nicht als seine Beste Arbeit an….die ersten Trainer auf Schalke stimmten zumindest vom Preis-Leistungs-verhältnis….ordentliche Arbeit einfach…und die Transfers: da habe ich auf Schalke schon schlimmeres erlebt( Mandirali, Agali und viele mehr…da darf HH auch mal bei einem Obasi danebenliegen..)

    @differenziert: beide Führungspersonen habe ordentliche Arbeit in den letzten Jahren geleistet. Aber ich glaube nicht dass sie uns in die nationale Spitze führen können, würde Sie aber trotzdem weitermachen lassen. „Wird dennoch versetzt nach Klasse 2016″….das wollte ich damit sagen…

  69. rjonathan sagt:

    @HH & Transfers
    Ich denke ich würde HH rückblickend eine mangelnde Strategie bei den Transfers vorwerfen. Und zwar wenn es darum geht, welche „Spielertypen“ man an Land ziehen möchte. Bei der Jagd nach Schnäppchen ist die Charakterfrage und auch die Spielstil-Frage manchmal hinten angestellt gewesen. Keller hat Ballbesitz-Fußball gespielt. Da ist Szalai technisch zu limitiert und Sam zu sehr ein Konter-Spezialist, der Räume braucht. Von den charakterlichen Problemen, die es in der Mannschaft immer wieder gibt (Jones, Boa), mal ganz zu schweigen.
    In diesem Punkt erwarte ich Besserung. Und das kann nur in engem Zusammenspiel mit einem Trainer passieren, der auch eine Vision hat, welchen Charakter und Stil seine Mannschaft haben soll. (Bei Dortmund finde ich das Beispiel Mkhitaryan bezeichnend. Spieler wie Kuba, Großkreutz und auch Aubemayang passen 100% zu dem Highspeed- und Kampf-Fußball von Klopp. Sie spielen deswegen zu großen Teilen weit über ihren Fähigkeiten – nicht weil sie besser werden, sondern weil das System sehr gut zu ihnen passt. Aber Mkhitaryan ist ein ganz anderer Spielertyp und deswegen floppt er in meinen Augen – was eigentlich vorhersagbar war. Er sieht immer ein wenig aus wie der Dichter in der Autowerkstatt. Oder der Geiger auf der Techno-Party. ;-) )
    Ob DiMatteo ein solcher Trainer ist – und ob Heldt mit ihm in diesem Sinne zusammenarbeitet – kann ich noch nicht beurteilen. Aber das wäre meine Hoffnung, wenn wir hier von Umbruch reden. Dass der Khedira-Transfer von Tönnies „in Auftrag gegeben wurde“, wie es hier in den letzten Wochen in den Kommentaren hieß, ist für mich nicht sicher. Wenn das aber so wäre, dann wäre das natürlich das absolute Gegenteil von meiner Vorstellung wie es laufen sollte. Aber nur weil Tönnies es als erster rausgequatscht hat, muss es nicht von ihm kommen. So zumindest meine naive Hoffnung.

    Ein anderer Gedanke der mir noch gekommen ist: Vielleicht brauchen wir eine Doppel-Spitze „Sportdirektor“ & „Manager“. Ich glaube Heldt macht das vertragliche sehr gut. Für die Vision bräuchte man aber tatsächlich jemanden, der einen weitsichtigeren und strategischeren Eindruck macht als er. Metzelder, Wilmots sind natürlich so Namen. Heidel von Mainz abwerben fände ich auch gut. Der würde Heldt dann aber wohl eher im gesamten ersetzen.

  70. Manfred sagt:

    Wurde eigentlich, als Schalke vor 4 Jahren grad mal 14. wurde, auch so ein Riesenfaß aufgemacht?

  71. klopenner sagt:

    Ich denke nicht, weil wir da a) den DFB Pokal geholt haben und b) im Champions League Halbfinale waren.
    Aber ich kann mich dran erinnern, das ich bei jedem Bundesligaspiel gedacht habe: Warum spielen die nur in der CL ansprechenden Fußball und in der Bundesliga nur dieses „Pflichtprogramm“.

  72. Ney sagt:

    Als Schalke vor 4 Jahren 14. wurde, waren der Trainer (Vizemeister mit Schalke) und der Manager (hatte u.a. Huntelaar, Raul, Papadopoulos zu Schalke geholt, Matip und Draxler in die Profimannschaft gebracht) bereits im März gefeuert worden.

  73. Manfred sagt:

    Ja, Ney, is klar^^, ich will auf was anderes hinaus: das war das einzige Mal seit Platz 13 im Jahr 2000, dass die Platzierung zweistellig war.
    Seither 2,5,7,7,2,4,2,3,8,2,14,3,4,3. Mal davon ab, dass der 6. Platz in der Sammlung fehlt^^ ist das alles 1.) mehr oder weniger schonmal dagewesen und 2.) also nix besonders, worüber sich allerseits groß aufgeregt wird.
    Wär ne Wohltat, wenn alle mal wieder n bißchen runterkämen und sich vielleicht mal den Text von ‚Won’t get Fooled Again‘ antäten.
    Meet the new boss, same as the old boss.
    Zu allem Tun gehört auch Glück. Okay, mittlerweile seit 57 Jahren (Pokalsiege interessieren letztlich doch -mit Ausnahme des Briefkopfdesigners- keine Sau, oder?), aber so isses halt.
    Und den mit weitem Abstand besten Fußball hams 2000/2001 gespielt, so über alles betrachtet, hat trotzdem nicht gereicht.
    Cool bleiben. Sacken lassen. Platz 8 und volle Konzentration auf die Bundesliga kann imo nur gut sein.

  74. Ney sagt:

    @Manfred
    Das Mißvergnügen über die finanzielle Schieflage, den Umbau der Schalker Identität, die Dummheiten der Führungsriege, die peinliche Außendarstellung, den meist unansehnlichen Fussball besteht doch schon länger und wurde auch hier im Blog oft und ausführlich diskutiert. Wenn dann nicht einfach nur mal der Erfolg ausbleibt, sondern auf allen 4 Ebenen alles auseinanderfliegt (Mannschaft, Trainer, Manager, Aufsichtsrat), wie sollte denn ausgerechnet zu so einem Zeitpunkt die Diskussion verstummen?

    Klar ist, Schalke geht weiter. Wissen wir doch alle.

  75. Manfred sagt:

    Finanzkrise, Identitätskrise, Ergebniskrise, Aufsichtsratsvorsitzenderkrise, Managerkrise, Trainerkrise – 6 Ebenen. Wenn schon, dann richtig übertreiben, wie sich das für den Verein gehört :D
    Und da sind die Spieler noch gar nicht mit drin^^, fällt mir grad auf: Lizenzspielerkrise. 7. Besser?
    Es wird sich nichts ändern. Und falls doch: wieso wird davon ausgegangen, dass dann alles besser wird (was immer wer immer auch als besser ansieht)?

  76. #Link11: Oh Mandy! | Fokus Fussball sagt:

    […] kurz auf die Bundesliga. Stevens »kramt tief in der Motivationskiste«. (kicker) Torsten Wieland (Königsblog) schreibtüber die Hierarchie und Befehlsketten bei Schalke 04. Stefan Vogel macht es wie Ilsebill […]

  77. rjonathan sagt:

    Der Machtkampf ist eröffnet:
    http://www.derwesten.de/sport/.....71051.html

  78. Pukki1904 sagt:

    „Schalkes Planlosigkeit“
    einen sehr treffenden Artikel zum Thema findet ihr hier:

    http://www.11freunde.de/artike.....nlosigkeit

  79. leoluca sagt:

    Danke für den Link, rjonathan, endlich bewegt sich intern was. Dass der Sportvorstand jetzt gegenhält, dabei muss es ja nicht bleiben. Warum nur kommt von den kritischen Aufsichtsräten keiner aus der Deckung?

    Nicht nur diese Meldung zeigt mir, insgesamt ist mein Eindruck der, dass der Trainer das geringere Problem ist.

    Damit spiele ich jetzt gar nicht auf seine Systemumstellungen an, die die Ordnung des Spiels stabiler machten: Fünfer- bzw. Dreierkette, taktische Flexibilität, alte Spieler auf neuen Positionen.

    Damit will ich auch nicht die vielen Spiele schön reden, die trotz dieser Veränderungen grottig waren und für die natürlich der Coach verantwortlich ist.

    Aber die Umstellungen an sich waren ja deswegen nicht falsch, sie zeigten nur, dass diese Mannschaft spielerische und mentale Probleme hat, die tiefer liegen und an die der Trainer bsiher offenbar nicht heran kommt.

    Interessant finde ich, dass Di Matteo recht früh zur Rückrunde Boateng und ein paar Mitläufer als Problemgruppe im Team ausgemacht hatte und daraus früh Konsequenzen zog: der Prince und Sam blieben draußen.

    Nur, es stellte sich heraus, dass diese Trainermaßnahme, die nach dem katastrophalen Dortmund-Spiel getroffen wurde, überhaupt nicht zog, denn die Leistungen der Mannschaft wurden von Spiel zu Spiel schlechter.

    Man weiß nun nicht, warum sie nicht zog. Sie zog eventuell deshalb nicht, weil Di Matteo hier allenfalls die halbherzige Unterstützung durch Horst Heldt, seinen Vorgesetzten, spürte und dadurch sein Standing gegenüber der Mannschaft schwächer wurde.

    Seit dem legendären Köln-Spiel scheint sich der Wind gedreht zu haben. Heldt hat immerhin mal durchgegriffen – und man darf annehmen: absolut im Sinne des Trainers.

    Der nächste und übernächste Samstag, die Reaktion von Mannschaft und Trainer auf die Ereignisse dieser Woche, die das Team verändert haben, werden zeigen, was los ist. Sollte sich gegenüber Köln nichts gebessert haben, dürfte der Trainer nicht zu halten sein und auch Horst Heldt auf der Kippe stehen.

    Ich rechne zwar nicht mit dem geraden Gegenteil. Kein spielerisches Feuerwerk, dazu fehlt im zentralen Mittelfeld die große Klasse. Aber eine leidenschaftliche Mannschaft, die ihr Potenzial zeigt, das erwarte ich schon.

    Danach würde die Sommerpause mit einem etwas beruhigten königsblauen Erregungskartell und einem Trainer beginnen, der dann zeigen kann, was in ihm steckt.

    Ich kann mir derzeit nicht vorstellen, dass ein neuer Trainer unsere Probleme lösen kann. Wer sollte das sein? Bin aber auch alles andere als begeistert von dem, was Di Matteo bisher erreicht hat.

    Vielleicht ja wird man diese Woche im Nachhinein mal als kleinen Wendepunkt ansehen, dem noch einige größere in Struktur, Konzept und Personal oben im Club folgen müssen.

  80. crisscross04 sagt:

    @leoluca:
    Ich gehe überhaupt nicht beruhigt in die Sommerpause – egal wie die letzten zwei Spiele ausgehen – da ich nicht daran glaube, dass sich aufgrund der aktuellen Trainer/Manager/Vorstand Konstellation etwas ändern kann.

    Der Trainer hat jetzt eine 3/4 Saison inkl. einer Winterpause Zeit gehabt und es ist ja eher schlimmer als besser geworden.

    Aber die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt.

  81. Torsten sagt:

    Սաշա ist Prince. Manfred ist Höger. Ich bin Heldt.
    Ma’kucken, ob sich das Blogklima durch diesen Eingriff wieder normalisiert.

    Ich bitte darum, auf jede Bewertung dazu zu verzichten und sich auf die Diskussionen um die Protagonisten und das Spiel des FC Schalke 04 zu beschränken.

    Glückauf.

  82. leoluca sagt:

    Heute habe ich mir einen öffentlichen Auftritt seiner Heiligkeit doch sehr gewünscht. Aber vergeblich.

    Clemens Tönnies nach dem Abpfiff in der Mixed Zone: „Leute, tut mir einen Gefallen, heute nicht“.

    Warum eigentlich nicht?

    Unser Schalke, Schalker Werte, tausend Freunde, Kumpelclub – jau.

  83. Ney sagt:

    Tönnies lässt ein Mikrofon stehen? Geil. Weihnachtswünsche werden doch noch wahr (oder zumindest 1 von 8) http://koenigsblog.net/2014/10.....ment-53547 .

  84. hoffedocS04 sagt:

    Hoffnungsvoll, nicht hoffnungslos.

    Heftig!
    Das Spiel gestern. Die Reaktion.

    Trotzdem sehe ich die Entwicklung alles in allem positiv, und Tönnies, Heldt, di Matteo, ALLE sollten bleiben und weiter arbeiten.

    Es gibt die talentierte junge Riege mit Meyer, Sané, Kolasinac etc., dazu die erfahrenen Spieler Höwedes, Huntelaar, Farfan usw. und vielleicht noch einen neuen erfahrenen Sechser als Taktgeber.

    Das alles kann stetig weiterentwickelt werden, und dazu taugt sehr gut die Europa-League, um in Tritt zu kommen.

    Zu den Sprösslingen aus der Knappenschmiede allerdings ein paar kritische Sätze: dem Schalker Nachwuchs fehlt mir oft eine Bescheidenheit wie sie z.B. Kevin Volland hat. Er will „LERNEN“. Er befolgt Traineranweisungen, drängt sich nicht auf, empfindet es als „Ehre“, mit Spielern wie Firmino in einer guten Mannschaft zu spielen.

    Die Schalker Jungspunde verdienen deutlich mehr(!), zeigen oft Starallüren, bauen mit protzigen Autos Unfälle, glauben, sie seien schon „on top“.
    Wer von ihnen hat letzte Saison im Interview gesagt, es sei für ihn eine Ehre, für Schalke04 zu spielen? Mit Weltstars wie Höwedes und Huntelaar? Unter einem international erfahrenen Trainer?

    Hier sind di Matteo/Horst Heldt gefragt.

    Hier sind die kritischen Fans gefragt, um zu vermitteln:

    ERST die Leistung, DANN die Ansprüche an Gehalt und Einsatzzeiten.
    Es ist ein „No go“, dass junge Spieler meinen, sich nicht an taktische Vorgaben des Trainers halten zu müssen, weil sie es besser zu wissen glauben. Genauso ist es ein „No go“, dass sie eine bestimmte Position im Team verlangen und sich sonst verweigern.

    Da sollten die Jungs konsequent geerdet werden.

    Aber das ist machbar, denn Schalke lebt, und das ist gut so.

  85. derwahrebaresi sagt:

    HoffedocS04
    hoffnungsvoll?
    Ich habe gestern nichts positives gesehen.
    Paderborn war spielerisch deutlich besser
    und hätte den Sieg verdient gehabt.

  86. Markus sagt:

    Dass Paderborn die klar bessere Mannschaft war, haben wir alle gesehen. Positiv empfand ich, dass Heldt und Peters nach dem Spiel die Eier hatten, sich den Fans vor der Arena zu stellen. Ich weiß zwar nicht, was die Beiden gesagt haben, hätte mir aber den Herrn Tönnies auch dazu gewünscht.

    Mit Grauen denke ich ob der blutleeren Leistung gestern an nächste Woche und an Hamburg. Schalke ist in dieser Saison gerne Aufbaugegner für die Abstiegskandidaten, und der HSV kann sich mit einem Sieg noch retten, wenn Hannover und Freiburg nicht punkten.
    [ironie]Anderenfalls können wir die ewige Bundesligauhr aus Hamburg gleich mitnehmen und in unserer Arena die die Zeit ohne Schale zählen lassen.[/ironie]

  87. klopenner sagt:

    Ich hab gestern ne Menge positives gesehen, ähnlich wie Hoffedoc. Aber es war nicht auf Schalker Seite. Ich habe zum ersten Mal überhaupt mit dem Gegner mitgefiebert. Mir ging unser Spiel relativ schnell wieder tierisch auf den S… Und ich habe mir zwischendurch die kaum noch vorhandenen Haare gerauft, weil Paderborn so fahrlässig mit seinen Chancen umgegangen ist.
    Es ist mir gerade echt peinlich das überhaupt öffentlich zu schreiben. Gewünscht hatte ich mir in manch anderen Situationen in vergangenen Spielen und Jahren sicher schon mal eher eine Niederlage unseres Vereins, damit nicht wieder alles schön geredet wird, aber das war meistens VOR einem Spiel. Ich habe aber tatsächlich noch nie mit dem Gegner gelitten und nach verpassten Chancen geseufzt. Gestern war ich aber ab der 8. Minute ungefähr eher Paderborn Anhänger als Schalke Fan. Traurig aber wahr.
    Mir tut es für Paderborn richtig leid, da ich befürchte, dass wir in Hamburg mit der gleichen Leistung nix reißen und Paderborn statt Hamburg absteigen wird. Andersherum wäre mir lieber gewesen.

    Dass unsere Mannschaft nach den letzten Wochen total verunsichert ist, ist schon klar, aber was die trotzdem gestern wieder für einen Mist gespielt haben, ist nicht zu erklären. Paderborn konnte sich ja zu jederzeit ordentlich durchkombinieren und gleich zweimal sah unsere Abwehr im Strafraum nur aus wie Fahnenstangen.

    Am kommenden Wochenende werde ich mir erstmals wenn Schalke spielt nur die Konferenz ansehen. Ich kann diesen Rotz nicht mehr sehen

  88. hoffedocS04 sagt:

    An dem Spiel gegen Paderborn habe ich auf Schalker Seite auch nichts Positives gesehen. Darum ging es mir in meinem Beitrag auch nicht. Das war langfristig gemeint.

    Die Spieler waren allerdings vor Angst auch „paralytisch“. Das muss man natürlich sehn, wenn man das Spiel bewertet.

  89. Sport Bild: Schalke trennt sich von Roberto Di Matteo sagt:

    […] in Krisensituationen in der Kabine rumbrüllt und damit den sportlich Verantwortlichen mit Leidenschaft jede Autorität raubt, wird Schalke 04 auch keinen wirklich geeigneten Trainer bekommen […]

  90. Christian Heidels Vorstellung auf Schalke sagt:

    […] allem deshalb in der Kritik, weil er sich nie zurückhalten konnte. Weil er sich immer wieder als der starke Mann zeigte, ohne den keine wichtigen Entscheidungen auf Schalke gefällt werden. Weil er sich wie ein Präsident gab, regelmäßig in TV-Shows und Bild-Interviews […]

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