Meister Schalker Gefühlswelten

Norbert Elgerts U19 gewinnt 3:1 gegen die TSG Hoffenheim, wird Deutscher A-Jugend-Meister und beschert den Fans einen grandiosen Abend!

Hoffenheim war Favorit und konnte das auch auf dem Rasen in den ersten 30 Minuten deutlich machen. Mir grandiosem Pressing setzte man Schalkes nervös wirkende Hintermannschaft immer wieder unter Druck. Aber Schalke bäumte sich auf. Elgert wechselte und die Blauen merkten noch vor der Halbzeit, dass da was geht, dass Hoffenheim verwundbar ist, wenn man denn nur erst mit Ball ins Angriffsdrittel kam. Fortan wirkten sie wie losgelassen, mit der Unterstützung von 12.000 Schalkern im Wattenscheider Lohrheidestadion. Schalkes U19 überrollte Hoffenheim und gewann am Ende sehr verdient den Titel.

Ein Spiel wie ein Wundpflaster für königsblaue Seelen.

Eine Mannschaft, die wirklich alles daran setzte, ihr Ziel zu erreichen. Die eben sowohl gut, als auch sehr emotional agierte. Die sich antreiben ließ, von einem Publikum, dass diese Rolle liebte, das nach solchem Fußball dürstete und unbedingt ein Teil des Erfolges sein wollte. Fußball, wie er sein sollte. Wie Fans sich ihn wünschen. Und wie man ihn bei den Profis dieses Clubs leider immer und immer wieder vermisst.



14 Kommentare zu “Meister Schalker Gefühlswelten”

  1. Ney sagt:

    Isset nicht schön? Deutscher Meister!

    Und dazu auch mal wieder Fussball in einem richtigen Stadion.

  2. Lucho sagt:

    Es war ein geiler Abend!
    Überragend, wie Norbert Elgert diese Jungs immer wieder einstellt. Dabei haben sie die höchste Belastung aller deutschen U19-Mannschaften, weil sie in allen Wettbewerben (Youth League, Deutscher Pokal, Westfalenpokal: Finale am Freitag) sehr weit gekommen sind.
    Am beeindruckendsten fand ich, als nach dem Sieg Sané und Kapitän Kehrer sich gegenseitig interviewten: „Wer hat das Tor geschossen? Die Mannschaft! Wer hat das Tor geschossen? Die Mannschaft!“. Da gibt ein Trainer eine Einstellung vor, die bei allen ankommt.
    Norbert Elgert hat nach dem Spiel gesagt, dass er, wenn er es gewollt hätte, schon Trainer der Profis hätte werden können. Er brauche jetzt Urlaub oder noch besser eine Kur, man solle ihn in 1-2 Jahren nochmal fragen.
    Ich würde ihn gerne jetzt schon fragen.
    Zumindest wünsche ich mir einen Trainertypen, der so intelligent, so ehrlich, so integer und so authentisch zum Ausdruck zu bringen versteht, was er von seinen Jungs erwartet.

  3. Lutt sagt:

    Das hat Spaß gemacht.
    Und 12000 Schalker, die eine Stimmung machen, wie es in der arena schon lange nicht mehr gab.
    Das ist schon einzigartig. Großer Sport von Mannschaft, Trainer und Fans!

    „Seht ihr, Profis? So wird das gemacht!!!“

  4. leoluca sagt:

    Ein klasse Spiel unserer Mannschaft. Nach dem frühen 0:1 musste man wirklich fürchten, dass der Gegner diesmal zu stark sei. Wie sich dieses Team dann allmählich aus der Nervosität löste und in der zweiten Halbzeit die Dominanz erspielte, das war ganz groß.

    Ein großartiger Abend. Ich verbeuge mich vor Meister Elgert.

    Eine beeindruckende Mannschaft, in der gleichwohl ein paar Spieler herausragten. Mich hat das Spiel von Kehrer besonders fasziniert. Ich könnte mir den auch als einen guten 6er vorstellen.

  5. eakus1904 sagt:

    Ja, es war ein echt tolles Spiel gestern. Hat Spaß gemacht, zuzuschauen. Auch am Samstag habe ich bei der U23 ein schönes Fußballspiel gesehen. Sicher, dort gab es keinen Druck und es ging um nichts mehr. Aber es war toll zu sehen, dass eine Mannschaft im königsblauen Trikot durchaus schnell und zielstrebig nach vorne spielen kann. Der Abschied vom Asa war dann, trotz oder gerade wegen der eher kleinen runde(rund 500 Zuschauer) sehr emotional.

    Alles in allem ein super Schalke-Wochenende. Wenn, ja wenn dieses „Spiel“ in Hamburg nicht gewesen wäre.

  6. Rabenherz sagt:

    Tolles Spiel! Hat mich am Wochenende doch wieder mit dem Verein versöhnt. Zumindest ein bisschen. Mal sehen, was der Sommer jetzt so bringen mag…

  7. Andrea sagt:

    ein toller, emotionaler Abend :-)

  8. Fan sagt:

    In der Tat: Einfach GEnial, was Elgert und seine Jungs da geschafft haben. Mentalität schlägt Qualität, so würde ich es auf den Punkt bringen.

    Nun, wie ernst das Elgert gemeint hat mit den 1 – 2 Jahren Urlaub, die er nun bräuchte, das weiß ich natürlich nicht.

    Aber eins kann sich ja wohl jeder denken: Kein Trainer mit einer mittel- oder gar langfristigen konzeptionellen Ausrichtung, kein fähiger und vernünftiger Trainer wird unter dem Manager (und damit Chef und Trainervernichter) Horst Heldt Trainer der Schalker Profis werden wollen. Schon gar nicht Elgert, der viel zu intelligent ist um sich von Horst Heldt vor einen Karren spannen zu lassen.

    Vielleicht ist das aber auch gut so, weil so Elgert der Schalker Jugend erhalten bleibt (und nicht auch noch von Horst Heldt verbrannt wird)!

  9. Jan sagt:

    Exakt meine Gefühlswelt, Torsten. Für mich auch ein Zeichen dafür, dass ein Schalker Publikum mitgerissen werden will, die wollen gar nicht meckern! Der Grad der Lebendigkeit des Publikums scheint doch proportional zum Grad der Lebendigkeit der Mannschaft zu sein.

  10. detlef sagt:

    Die Mannschaft hat gewonnen. Sie hat das Publikum mitgenommen und das hat etwas zurückgegeben. Ein schöner Fussballabend in der Lohrheide. Ich hab mein Kommen nie bereut.

    Einige der Spieler wird man schon bald bei den Großen sehehn können und da meine ich nicht nur Schalker Spieler.

  11. #Link11: Oh Lilien! Oh Lienen! Oh Lilien! | Fokus Fussball sagt:

    […] Elgert, der mit der U19 des Vereins die deutsche Meisterschaft gewinnen konnte (RevierSport, Königsblog), schloss ein Engagement als Trainer der 1.Herrenmannschaft praktisch aus. (sid u.a. bei 11 […]

  12. leoluca sagt:

    Was ich sehr interessant fand: wie schnell und klug Norbert Elgert seine Taktik änderte und damit auf die ersten 30 Minuten Hoffenheimer Superpressing reagierte.

    Er brachte nicht nur Sane, sondern stellte Hendrik Lohmar von der 10er-Position ins defensive Mittelfeld, wo Lohmar sich unheimlich schnell zurecht fand. Kurz danach ging die Nervosität der Schalker Abwehr zurück und mit ihr die gefährlichen, überfallartigen Hoffenheimer Angriffe. Schalke hatte endlich den Zugriff, wie es so schön heißt.

    Weiß jemand was über die Zukunftspläne von Hendrik Lohmar, der einst über Dortmund und Siegen in die Knappenschmiede kam?

  13. Champions-Duell gegen Ajax Amsterdam sagt:

    […] am Donnerstag auf Schalke im Rahmen der Europa Liga gegen Asteras Tripolis an. Schalkes U19 ist Deutscher Meister und spielt in der Youth League aka Junioren-Champions League. Morgen um 16 Uhr, gegen Ajax […]

  14. Knappenschmieden-Überstücke sagt:

    […] zum Team Norbert Elgerts, das im Mai vergangenen Jahres im Endspiel gegen die TSG Hoffenheim die A-Junioren Meisterschaft gewinnen konnte. Damals stach aber vor allem Stürmer Felix Schröter heraus. In 38 Pflichtspielen der […]

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