André Breitenreiter

Auf Schalke Trainer zu sein ist nicht der angenehmste Job, den man haben kann. Ich sage aber nicht, dass er das nicht hinbekommen würde. Man darf ihn nicht unterschätzen. Er kam aus der vierten Liga nach Paderborn und man hat ja gesehen, was er aus dem Verein gemacht hat. Nicht nur, dass er den Aufstieg geschafft hat, er hat auch diverse andere Sachen voran gebracht. Das Trainingszentrum war jahrelang ein Diskussionsthema und wird jetzt endlich gebaut. Und er ist tatsächlich ein sehr, sehr guter Trainer, der nicht umsonst heiß umworben wird.

So sprach Stephan Simann, SC Paderborn-Blogger, vor einer Woche im Rasenfunk Royal über André Breitenreiter, als thematisiert wurde, dass Breitenreiter als Di Matteo-Nachfolger im Gespräch sei. Seit heute ist André Breitenreiter offiziell Roberto Di Matteos Nachfolger und neuer Trainer des FC Schalke 04. Ich finde das gut.

André Breitenreiter ist ein geerdeter Typ und passt meines Erachtens gut zu diesem Club. Jedenfalls zu dem FC Schalke wie ich ihn sehe. Ich mag, dass es in seiner Karriere bislang stets nach oben ging. Ich mag, dass Schalke einen Trainer verpflichtet hat, der über eine gewisse Erfahrung verfügt, für den Schalke aber trotzdem der nächste große Schritt ist.

Wer in André Breitenreiter nur einen Bundesliga-Absteiger sieht ist ignorant. Tatsächlich ist sein bisheriger Trainerweg eine Erfolgsstory. Den Regionalligisten TSV Havelse rettete er zunächst vor dem Abstieg, führte ihn bis auf Platz 2, qualifizierte sich über den Gewinn des Niedersachsenpokals für den DFB-Pokal und warf in der ersten Runde den 1. FC Nürnberg raus. Damit machte er auf sich aufmerksam und Paderborn holte ihn in die zweite Liga. Den SCP machte er von einem durchschnittlichen Zweitligisten zum Aufsteiger. Und in einer Erstligasaison, vor der man den Club schon mit Tasmania Berlin vergleichen wollte, in der Paderborn als Mannschaft galt, die so früh absteigt wie Bayern Meister wird, holte Breitenreiter mit einer kaum verstärkten Truppe immerhin 7 Siege und 31 Punkte. Tatsächlich stieg Paderborn erst am letzten Spieltag auch rechnerisch ab. Das war mehr als jeder erwartet hatte.

André Breitenreiter beherrscht die freie Rede. Auf Pressenkonferenzen und in Interviews ist er klar und direkt. Mit den medialen Anforderungen auf Schalke wird er keine Probleme haben. Seine Spieler in Paderborn machte er zu einem verschworenen Haufen. Ob ihm das auch mit seinen neuen Spielern gelingt, ob er die Präsenz bieten kann, nach der dieser Club nach den wenig präsenten Trainern Roberto Di Matteo und Jens Keller so sehr dürstet, ob er letztlich erfolgreich sein wird, bleibt abzuwarten. Aber die Garantie hätte man auch bei keinem anderen der kolportierten Kandidaten für diesen Job gehabt. Womit ich noch kurz zu Marc Wilmots kommen möchte.

Ich glaube, dass nur die allerwenigsten derjenigen, die gerne Marc Wilmots als neuen S04-Trainer gehabt hätten, dessen Leistungen als Trainer einschätzen können. Davon sieht man hier schlicht zu wenig. Ich glaube, dass die Hoffnungen bezüglich Marc Wilmots eher dahin gingen, dass er eine starke Persönlichkeit ist und dass man ihm zugetraut hätte, die Führung des Clubs zu übernehmen, die sportliche Ausrichtung zu bestimmen. Eben das ist aber der Job Horst Heldts.
Man mag von Horst Heldt halten was man will und ich persönlich könnte mir sehr gut eine andere Struktur vorstellen. Aber solange der Club einen operativen Vorstand Sport beschäftigt bleibt ein Trainer ein Trainer, und nicht mehr. Schalke ist in einer schwierigen Phase, hat die Fans gegen sich aufgebracht, spielt schlechten Fußball und muss zu sich zurückfinden. Ein Gegeneinander im operativen Bereich ist definitiv etwas, was dieser Club gerade überhaupt nicht braucht.

Herzlich Willkommen und Glückauf, André Breitenreiter.



128 Kommentare zu “André Breitenreiter”

  1. Dropkicker sagt:

    Sport1 TV hat soeben die Einigung mit Breitenreiter vermeldet.
    Ich kann nicht mehr, das ist mein finaler Todesstoß. Auch noch mit Ablöse, dreht der Heldt jetzt komplett durch?

  2. michael sagt:

    Ich bin sprachlos…………

  3. Carsten sagt:

    gut… dann is da ja jetzt ein Deckel drauf…. ob er passt werden wir sehen

  4. derwahrebaresi sagt:

    @Dropkicker
    Wir müssen sparen … -;)

    Lassen wir ihn doch erst einmal machen!

  5. Pukki1904 sagt:

    so geht es gar nicht. Dank an Horst Heldt, der sorgt schon dafür, das wir uns bald niergendwo mehr blicken lassen können.

    http://www.kicker.de/news/fuss.....rgert.html

  6. leoluca sagt:

    Ich bin entsetzt. Der nächste schwache Trainer ohne großes Standing im Club. Heldt wird von Tönnies im Sattel gehalten, weil er sich so selbst schützen kann, und der darf eine starke Figur wie Wilmots verhindern. Meine Hoffnung liegt auf der JHV, wo diesen Dilettanten hoffentlich die Brocken um die Ohren fliegen.

  7. leoluca sagt:

    Das ist unglaublich. Der Mann muss gehen. Wilmots hat recht: Das ist wirklich nicht mehr mein Schalke.

  8. Johannes sagt:

    Und Willi hat natürlich recht. HH hat unrecht und macht alles falsch. Bzw. richtig, denn er soll ja den S04 in den Untergang führen. Breitenreiter taugt höchstens als Rasenrausschieber oder so …

    Mann Mann Mann

    Bei aller berechtigten Kritik an der Vereinsführung – manchmal denke ich, dass das größte Problem auf Schalke die sogenannten Fans sind.

    Herzlichen Willkommen in unserem reizenden königsblauen Irrenhaus, Herr Breitenreiter!

    Im Ernst, Breitenreiter klingt nach einer geerdeten Lösung. Und ich finde, dass HH echt ‚ne coole Socke ist. Ich mag exklusive Ansichten …

  9. michael sagt:

    ich bin entsetzt. Vor allem wie mit Willi umgegangen wird. HH ist und bleibt ein echter Dilettant. Schande hoch 4.

  10. Pukki1904 sagt:

    @leoluca- ich denke das auch. HH wollte keinen starken mann als Trainer der auch die Strukturen verändert hätte, er will so weiter machen wie bisher. Offensichtlich will das CT auch, hat er doch in Hotte eine schwachen Handlanger, ,der aber wie man sieht sich nicht zu schade ist,im Zweifelsfall über Leichen zu gehen wenn es um seinen Ar…geht
    Ich hoffe dass Breitenreiter stark genug ist, um das zu erkennen und sich durchzusetzen.
    Ich dachte immer es kann nicht schlimmer kommen, es geht aber immer schlimmer. meine letzte Hoffnung ist jetzt, dass sich die MItgleider dadurch nicht beruhigen lassen. Wenn man allerdings die sChalker Foren liest, dann wird HH seit gerade schon wieder gefeiert. Also Horst Heldt, Ziel erreicht?

  11. Chris sagt:

    Ich muss gestehen, dass ich wenig über Hr. Breitenreiter weiß. Aber seine Auftritte im Saisonfinale fand ich wenig ansprechend und mit viel Schnappatmung. Viel Expertise bringt er auch nicht mit. 1 Saison erste Liga mit Abstieg. Null internationale Erfahrung. Nun gut. Wenn ihn nicht gerade Herr Heldt gewählt hätte, wäre ich vielleicht trotzdem optimistisch.
    Da gehen wir mit einem Manager-Trainer-Team in die Saison, von denen einer schwer angeschlagen ist und der andere ein Quasi-Novize mit wenig Standing.
    Aber nun ist es so.

    Und Willy hat Recht mit seinen Aussagen. Echt bedenklich, das alles. Aber das denken die meisten hier ja schon eine ganze Weile.

  12. Grieche sagt:

    Ihr habts wahrscheinlich zum Großteil schon gelesen, aber die Info verdient es, wiederholt zu werden: „Die zunächst ausgetauschten unterschiedlichen Gehaltsvorstellungen wären nach kicker-Informationen am Ende kein K.-o.-Kriterium geworden, sehr wohl aber die Position und Herangehensweise von Manager Horst Heldt. Wilmots hätte als starke Persönlichkeit sicher nicht unter dem taumelnden Heldt gearbeitet, sondern allenfalls auf Augenhöhe – also auch mit entsprechendem Einfluss bei der Kaderplanung und bei künftigen Transfers. Den für Schalkes Ansprüche viel zu fehlerhaft und überteuert zusammengestellten Kader hatte Wilmots gegenüber Heldt bereits deutlich angesprochen.“

    Wilmots hätte weniger Heldt bedeutet. Es spricht meiner Meinung nach gegen Heldt, dass er nicht dazu bereit war, Macht abzugeben. Wie Breitenreiter damit umgeht, wenn ihm Spieler vor die Nase gesetzt werden, müssen wir noch rausfinden.

  13. Henning sagt:

    Junge, Junge, das Niveau der Kommentare in diesem Blog hat sich leider bei einigen Kommentatoren auf demjenigen der Schalker Auftritte zum Saisonende eingependelt. Diejenigen, die den Blog schon länger verfolgen, wissen was ich meine. Schade, da Torsten unveränderter gute Diskussionsanstöße liefert, die dann leider immer öfter auf dem niedrigen Level, der im Internet offenbar üblich wird, zugespamt werden. Stammtisch auch im königsblog? Ich hoffe nicht, dass es so kommt…

  14. michael sagt:

    @ Grieche

    uns wird es wie dem VFB Stuttgart ergehen. Da hat HH schon das gleiche Spielchen gespielt. Ich hoffe nur, dass die Jungen zünden, sonst sieht´s düster aus.

    @ Chris
    Da gehen wir mit einem Manager-Trainer-Team in die Saison, von denen einer schwer angeschlagen ist und der andere ein Quasi-Novize mit wenig Standing.
    und genau deshalb wird Breitenreiter nicht in Ruhe arbeiten können. Der steht jetzt schon, wie auch Heldt auf der Abschussliste.

    so und jetzt habe ich fertig (ich könnten heulen, so Elend ist mir) und halt mal meine Klappe.

  15. joha sagt:

    Zu Wilmots und Schalker Stilfragen: Die Älteren hier werden sich vielleicht noch an die Ära Neubarth und den „Maulwurf“ in der Mannschaft erinnern. Nicht wenige hatten den Eindruck, dass der Maulwurf sich damals auf die Trainerbank gegraben hat.

    Zu Breitenreiter: Ich bin gespannt, ob er mit dem komplexen Umfeld und der schwierigen Mannschaft umgehen kann. Und ob er die Unterstützung bekommt, wenn ein paar Gutverdiener auf der Bank sitzen und wir mit jungen Leuten zunächst eher im oberen Mittelfeld spielen. Die Umbruchstrategie wird spannend, langsam kehrt die Vorfreude zurück.

    Unabhängig davon gilt: Hätte Tönnies nur einen Funken Reflexionsvermögen und strategische Klarsicht (was den Verein betrifft), würde er auf der JHV ankündigen, 2016 nicht mehr anzutreten und das Jahr nutzen, einen Nachfolger aufzubauen. Das wird aber natürlich nicht geschehen. Und so glaube ich weiter nicht daran, dass wir die Profiabteilung strategisch so aufstellen können, dass wir nicht alle 18-24 Monate komplette Umbrüche und Philosophiewechsel erleben.

  16. Oligro sagt:

    Irgendwie kommt man nicht umhin, das Gefühl zu entwickeln, dass es eh Wurscht gewesen wäre, welchen Trainer HH geholt hätte. Kann ja nix werden, ist ja der Heldt gewesen. Der, der ja eigentlich nix zu sagen hat. Weil ihn entweder Tönnies oder die Presse vor sich her treiben.

    Aber wo ist denn jetzt schon wieder das Problem? Zu schnelle Entscheidung, zu unerwartet (weil vorher in der Presse nicht als hohe Wahrscheinlichkeit eingestuft)? Breitenreiter zu unerfahren? Heldt sowieso doof? Nähe Rheda zu Paderborn, da stimmt doch was nicht…?
    Sicherlich hätte der Verein sich in dem ganzen Prozedere besser präsentieren müssen. Aber was um den Verein herum passiert ist, kann ja nicht alles HH in die Schuhe geschoben werden.

    Wenn man die erste Reaktion von Wilmots zum Beispiel liest, kann man eigentlich froh sein, dass er es eben nicht geworden ist. Auf der einen Seite hat er jetzt zugegeben, dass man in den Vorstellungen weit auseinander gelegen habe. Dann hat er sich erbeten, nach zwei weiteren Wochen erneut Gespräche aufnehmen zu wollen. Wohl wissend, dass Schalke diese Zeit eigentlich nicht hatte. Das klingt, wie jemand, der dem Verein Handschellen anlegen wollte… Und der gleiche Mann spricht dann von Herzensclub Schalke. Meinlieberscholli.
    Im Grunde musste der Verein vor heute Abend (also dem Belgien-Spiel) einen Trainer präsentieren….
    Summasummarum: wie wäre es, wenn wir alle erstmal abwarten, ob Breitenreiter nicht selbst das Potential hat, das Potenzial einer Mannschaft zu steigern….
    Und vielleicht schauen dann auch die wieder Fußball, die sich heute spontan von diesem Sport in die innere Emigration zu verabschieden gedenken ;-)

  17. tobias sagt:

    Breitenreiter….. gefällt mir gut, vorausgesetzt die Führung begreift, dass man bei Gegenwind mal Rückgrat zeigen muss. Gutes Gefühl bei der sache. Vom Typ sympathisch, mit Medien kann er auch.

  18. thomas25 sagt:

    ….Andre Breitenreiter kommt….unterschrieben auf Mallorca, was für ein Start!!!..:)

    -4 Jahre Trainer der gute Mann, vier Jahre nur Erfolge….(die Bundesligasaison mit Paderborn rechne ich ihm hoch an, Büskens hatte mit dem ähnlich kleinen Fürth eine weniger glückliche Runde gespielt..
    – Pokalsieg, Pokalsensation, Aufstiege..aus wenig viel machen….

    Die Vorfreude auf die neue Saison ist bei mir soeben angekommen…

  19. Werda sagt:

    ich könnte mir vorstellen, dass das klappt.

  20. MarcB sagt:

    „Stammtisch auch im königsblog?“

    Ich lese hier ja ab und an noch mal rein. Ist eine Reflexhandlung bei „wichtigen“ Sachen, wie Trainer. Nachher bedaure ich es auch.
    Leider stimmt es, im schlimmsten Fall endet es hier wie bspw. dem Blog der Eintracht: blog-g.de
    Da gibt es dann 600 Kommentare pro Artikel. Einer sinnloser als der andere.

    Das ist wie Rauchen: Kann man sich abgewöhnen.

  21. Werda sagt:

    Der Blog hier ist definitiv nicht zum abgewöhnen. Ja, einige Kommentare nerven,so what? Das Niveau ist insgesamt sehr hoch.

  22. SpeedGlas sagt:

    Jetzt ist Breitenireiter neuer Trainer, aber ich glaube, dass es völlig egal ist, wer auf Schalke Trainer ist solange der Kader nicht ausgemistet wird. Die Mannschaft braucht erstmal neue Grundpfeiler, ansonsten wird jeder Trainer auf Schalke scheitern. Da müssen die alten Zöpfe abgeschnitten werden, wie man so schön sagt.
    Rückblickend haben doch schon so viele Trainer versucht, diesen Kader in den Griff zu bekommen, wobei aber kein attraktiver Fußball herauskam.

    Ich habe sogar die Angst, dass Breitenreiter eine ähnliche Marionette wird Held. Mit Wilmots ist es sicherlich nicht wegen der Gehaltsvorstellung oder des Trainerstabes gescheitert, sondern weil er eine klare Meinung und Vorstellungen hat wie es laufen soll. Ich glaube z.B. nicht, dass Wilmots einem Khedira-Transfer zugestimmt hätte – einem Spieler der genau wie Boateng ein Wuschspieler von Tönnies war.

    Wie schon gesagt spielen auf Schalke auf den wichtigen Positionen Spieler die nur unteres Mittelmaß sind. Dort muss der Trainer und das Management anfagen, neue Leute zu holen. Vorher sehe ich für keinen Trainer eine realistische Erfolgschance auf Schalke.

  23. Henning sagt:

    @ Werde: Stimmt, das Niveau ist vergleichsweise hoch. Aber merklich niedriger als es einmal war, sicherlich auch verursacht durch die aufgeheizte Stimmung der letzten Monate.

    Was ich meine, kann man u.a. am vorstehenden Post erkennen. Es werden nicht im Ansatz belegte Annahmen aneinandergereiht: Heldt sei eine Marionette (dahinter schimmert schon CT und die immer gerne genommene „gutsherrenart“), der neue Trainer werde eine Marionette sein. Anders MW, der hätte den „alten zöpfen“ gezeigt, wo der Hammer hängt. Noch mehr: der hätte sich Transfers a la boateng oder kedihra – wunschspieler von CT wie der Kommentator weiß – nicht bieten lassen! Nicht genug, der Schalker Kader habe auf zahlreichen Positionen unterdurchschnittliche Spieler, die aber nicht benannt werden.

    Was soll man mit derartigen „Meinungen“ anfangen. So kann man nicht konstruktiv und produktiv diskutieren.

  24. hellwach sagt:

    Torsten (aka The Hater),

    jetzt wird -endlich- auch dein extrem schlechtes Blog als -wesentlicher- Teil der Schalker Krise eingeordnet.

    Wenn es du nicht bald aufhörst mit deinen ungefragt herausgerotzten Beiträgen Stimmung zu machen, es dir nicht bald gelingt, zuverlässige Informationen zur Trainersuche, Spielertransfers, Spielerfrauenaffairen, Spielerwohnungssuche, Spielerkinder-Kita-Platzsuche oder A-Jugend Gehaltswunschvorstellungsszenarien zu liefern, solltest du endlich gefeuert werden.

    Außer gaga darf keiner bleiben!

  25. Malte sagt:

    Schön, diese Meinungsvielfalt. Dat is mein Schalke ;-)

    Auch typisch Schalke, vor allem aber passend zur aktuellen Situation: Eine aus meiner Sicht eigentlich hoffnungsvolle Trainerverpflichtung wird getrübt durch fiese Nebengeräusche. Egal wie sehr Wilmots nun Recht oder Unrecht hat, seine Aussagen finde ich sehr traurig. Nicht weil Sie irgendwer gemacht hat, sondern einer meiner großen Schalker Helden.

    Trotzdem: Herzlich Willkommen auf Schalke, André Breitenreiter!

  26. tobias sagt:

    Ganz interessant, dass auch Blogger als Teil der Probleme benannt werden. Nicht ganz zu unrecht, wenn man die hier oder woanders publizierten Beiträge unreflektiert hinnimmt. Ein allerdings grds problem des Internets. Jeder, der seine Meinung halbwegs in die tasten hauen kann, findet Gehör. Dass meist null Einblick in interne Abläufe bestehen kann, wird vergessen. Allerdings von den Lesern, wofür der Blogger erstmal nix kann. Der Blogger kann sich zurück ziehen und alles als seine persönliche Meinung darstellen. Bei der Popularität dieses Blogs ist allerdings die Frage erlaubt, ob hier schon verantwortungsvoller mit Themen umgegangen werden müsste….?!? Fakt dürfte zumindest sein, dass hier Stimmung erzeugt wird, derer sich viele anschließen.

  27. westecke sagt:

    @ hellwach: du hast wohl ein entweder ein exklusives Ironie Niveau oder einfach zu viel vorgeglüht am fühen Samstag Abend.
    Ansonsten scheint mir, dass viele hier im Forum langsam in die verdienten Sommerpause gehen sollten. Scheint emotional für den ein oder anderen alles zu viel zu sein.
    Ich mag diesen Blog und kann nicht erkennnen, dass hier negativ Stimmung erzeugt wird.
    Zum Thema: Andre Breitenreiter hat eine Chance verdient und ist mit Sicherheit keine schlechte Wahl. Eine geerdete Lösung.
    Wohl sein.

  28. Torsten sagt:

    @tobias:

    Der Blogger kann sich zurück ziehen und alles als seine persönliche Meinung darstellen. Bei der Popularität dieses Blogs ist allerdings die Frage erlaubt, ob hier schon verantwortungsvoller mit Themen umgegangen werden müsste….?!? Fakt dürfte zumindest sein, dass hier Stimmung erzeugt wird, derer sich viele anschließen.

    Danke für das Feedback.

    Es ist ja tatsächlich so, dass ich nahezu ausschließlich „Kommentare“ veröffentliche, keine Beschreibung von Abläufen. Für das, was ich schreibe, stehe ich aber nun mal auch gerade, mit Namen, Gesicht, und auch durchaus ab und an gegenüber Mitarbeitern unseres Clubs.

    Ich möchte fragen: Wo war ich Deiner Ansicht nach nicht verantwortungsvoll genug? Wo hätte ich Deines Erachtens verantwortungsvoller sein sollen?

  29. Lucho sagt:

    @Torsten
    Chapeau! So geht man mit unkonkret verschwurbelter Kritik um. Schon mal darüber nachgedacht, Dich bei einem extrem choaotischen, aber extrem geilen Fußallclub als Vorstand Kommunikation zu bewerben?
    Da könnte demnächst eine Stelle frei werden

  30. Grieche sagt:

    „Aber solange der Club einen operativen Vorstand Sport beschäftigt bleibt ein Trainer ein Trainer, und nicht mehr.“

    „Ein Gegeneinander im operativen Bereich ist definitiv etwas, was dieser Club gerade überhaupt nicht braucht.“

    Hast du nicht mal geschrieben, Torsten, dass „nur Trainer“ nicht reicht? (http://koenigsblog.net/2011/10.....cht-nicht/) Dass ein Trainer mit dem Manager zusammenarbeiten muss, z.B bezüglich der Nachwuchsabteilung und Spielertransfers? Ich gehöre auch zu denen, die gehofft haben, dass Wilmots einen Teil von Horst Heldts Arbeit übernimmt und nicht wie vorherige Trainer Spieler vorgesetzt bekommt, die zwar grade billig mit Ausstiegsklausel zu haben waren, aber die er nicht unbedingt gewollt hat. Mir wäre ein Gegeneinander im operativen Bereich im Moment lieber als ein Weiter-So bei gleichbleibender Machtfülle für Tönnies und Heldt. Wie du selber schreibst, ist Schalke in der derzeitigen Konstellation für neue Spieler nicht attraktiv. Ich hatte gehofft, dass der Trainerwechsel genutzt würde, am Schalker Grundübel etwas zu verändern – der strategischen Ausrichtung und v.a. der Zusammenarbeit zwischen Trainer und Manager, in dem ersterer nicht nur Angestellter des Clubs ist, sondern diesen auch repräsentiert, wie Favre, wie Streich oder Gisdol. Wilmots wäre ein guter Kandidat dafür gewesen und Heldt wäre so auch etwas aus der Schusslinie geraten.
    Ich will damit aber nicht sagen, dass das mit Breitenreiter unmöglich ist. Inwieweit er fähig ist, den Kurs der nächsten Jahre (spielerisch, taktisch und in der Zusammenstellung der Mannschaft) vorzugeben, kann man erst ein einigen Monaten sagen.

  31. bloodflash sagt:

    Wilmots!?

    Da ich erst vor 10 Jahren zu Schalke gestossen bin, hat er mir in der ganzen Diskussion der letzten Wochen nicht viel gesagt. Wahrgenommen habe ich derweil die Hochachtung die ihm entgegengebracht wurde. Warum ihn viele als Trainer sahen statt als Sportdirektor, habe ich allerdings nicht verstanden.

    Nur sein Ausplaudern der Anbahnungsgespräche ohne Not und jetziges Nachtreten á la beleidigte Leberwurst sprechen Bände! Was will Schalke mit so einem unehrlichen Selbstdarsteller? Sich wieder einer dubiosen Lichtgestalt ausliefern?

    Gut, dass das nichts geworden ist! Der Mann hat sich doch in kürzester Zeit selbst disqualifiziert…

    Naja, jetzt ist bis zum x-ten Spieltag wieder hoffen angesagt ;)
    Die Transferperiode könnte aber wieder spannend werden. Wird auch mal Zeit die ausufernden Kaderkosten auf ein vernünftiges Mass zu bringen! Was Held, Peters und Tönnies bei den Finanzen angerichtet haben, ist IMHO viel hinterfragungswürdiger.

  32. blues sagt:

    Nur sein Ausplaudern der Anbahnungsgespräche ohne Not und jetziges Nachtreten á la beleidigte Leberwurst sprechen Bände! Was will Schalke mit so einem unehrlichen Selbstdarsteller? Sich wieder einer dubiosen Lichtgestalt ausliefern?

    Ich denke Marc Wilmots war in einer schwierigen Lage. Schalke fragte zu einer Zeit an, als er mit Belgien in der Vorbereitung auf ein wichtiges Qualifikationsspiel zur EM steckte. Weil die Schalker Führung mächtig unter Druck stand und einen simsender Metzger als Chef hat, konnte Willi nicht sicher sein, ob die Gespräche der Öffentlichkeit verborgen bleiben würden. Er machte deshalb mit seiner Offenlegung und einem Zeitpunkt für vertiefte Verhandlungen mit S04 erst nach dem Spiel gegen Wales, als Nationaltrainer alles richtig.

    Das Heldt nicht warten musste, weil es mit Breitenreiter passte, kann man als für Wilmots mit „blöd gelaufen“ abhaken. Den ein oder anderen leicht gekränkten Kommentar von Willie sollten wir ertragen. Er hat im Rahmen seines Jobs als Trainer der belgischen Nationalmannschaft alles richtig gemacht.

  33. OlliS04 sagt:

    Also das jetzt hier alle von Beginn an gegen Breitenreiter sind, nur weil ein Marc Wilmotz jetzt die beleidigte Leberwurst spielt ist völlig daneben!

    Wilmots muss sich nicht beschweren! Ich persönlich hätte ihn auch durchaus gern auf Schalke gesehen…aber doch nur weil er ein Spielertyp war, wie wir Schalker sie immer schon geliebt haben.
    Kmetsch, Latal, Nemec oder halt Wilmots…alles Fußball-Arbeiter und nicht so Schön-Wetter-Kicker – aber Wilmots hat sich schlicht verzockt!
    Aus dem medialen Hype hat er gedacht er sitz am längeren Hebel und kann Zahlen und sonstige Forderungen dem Horst Heldt ins Notizbuch diktieren, der muss das dann ja machen…und gerade da finde ich ausnahmsweise Heldt seine Reaktion mal richtig gut!
    Er hat sich nicht mit Druck zu etwas drängen lassen wovon er nicht 100% überzeugt war – GUT!!!
    Ob natürlich das wovon er überzeugt ist jetzt unterm Strich funktioniert und den sportlichen Erfolg bringt weiß ich natürlich auch nicht – aber das hätte ich auch bei keinem anderen Trainer vorher gewusst!
    Also lasst uns schauen was der neue so zustande bringt und ihn lieber herzlich empfangen, statt ihn – wie Keller zum Beispiel – vom ersten Tag an nieder zu machen!
    In diesem Sinne…Glückauf!

  34. derwahrebaresi sagt:

    Alle?
    Das sehe (lese) ich nicht!

  35. Torsten sagt:

    Hast du nicht mal geschrieben, Torsten, dass “nur Trainer” nicht reicht? Dass ein Trainer mit dem Manager zusammenarbeiten muss, z.B bezüglich der Nachwuchsabteilung und Spielertransfers?

    Natürlich müssen sie, sollen sie zusammenarbeiten. Und ich bin mir sicher, dass Horst Heldt das auch grundsätzlich zulässt. Und da geht es dann eben auch darum, dass der Trainer eine passende Idee davon hat, wie S04 aussehen sollte. Gerade diesbezüglich hoffe ich auf Breitenreiter.

    Und wie geschrieben, ich könnte mir auch eine andere Struktur vorstellen. Eine, in welcher der Manager nur den großen Rahmen und für das vernetzen zuständig ist und in welcher der Trainer letztlich die sportlichen Entscheidungen trifft. Aber so ist es derzeit nicht.

    Ich hatte am Ende das Gefühl, dass sich viele durch Marc Wilmots eine Entmachtung Heldts „durch die Hintertür“ erhofften, und wäre es ähnlich gekommen, ich hätte es fatal gefunden. Will man Horst Heldt nicht mehr, muss man ihn freistellen. So lange die Struktur aber so ist wie sie ist muss die Hierarchie klar sein – bei hoffentlich trotzdem guter Zusammenarbeit.

  36. McP sagt:

    Das ist für Wilmots tatsächlich dumm gelaufen. Seine enttäuschte Reaktion zeigt doch, dass er es schon gerne gemacht hätte. Das er sich vor dem Quali-Spiel nicht den halben Tag lang mit Schalkes Zukunft beschäftigen kann, ist doch verständlich. Nun hat er den Job nicht bekommen, dafür wurde in der Öffentlichkeit quasi als zu raffgierig dargestellt und hat obendrein noch sein Spiel gegen Wales verloren.

    Der Breitenreiter-Lösung stehe ich neutral gegenüber. Es stimmt schon, dass er bisher aus wenig viel gemacht hat. Andererseits zeigte die Tendenz in Paderborn dann letztlich doch nach unten und näherte sich den Vor-der-Saison-Erwartungen an. Insgesamt ist sein Blatt dann eben noch zu unbeschrieben, um pure Euphorie auszulösen. Aber ich bin schon zufrieden, wenn ich von Schalker Entscheidungen nicht enttäuscht bin. Von daher: Alles gut soweit.

    Es ist vielleicht nahe liegend, Breitenreiter für eine weiter-so Entscheidung zu halten. Also im Sinne: Nimm einen relativ schwachen Trainer, damit Heldt und Tönnies weiter rumwursteln können. Sehe ich aber nicht so. Im Gegensatz zu Keller und di Matteo war Breitenreiter bisher in seinen Vereinen eine dominierende Persönlichkeit. In der Außendarstellung ist eher ein Gegenentwurf. Wenn es mit ihm schief geht, könnte das zumindest auch Hotte mit wegspülen. Die Entscheidung ist also mutiger, als wenn man Wilmots genommen hätte.

    Sie ist sicher auch günstiger. Das ist ja schon mal ein Pluspunkt. An dem darf Breitenreiter gerne weiterarbeiten. Spieler holen und entwickeln, ebenso die vorhandenen besser machen. Ich traue ihm vor allem zu, dass er ein besseres Gespür für die Mannschaftschemie hat und wie man hier ein höheres Niveau erreicht. Da liegt es an Heldt/Tönnies die Autorität des Trainers nicht durch dumme Aktionen zu untergraben.

    Ich glaube, mein „neutral“ ist vielleicht doch ein „vorsichtig optimistisch“.

    PS Können mal bitte Alle damit aufhören Allen Alles zu unterstellen? Nein? Na gut, dann halt nicht.

  37. nedfuller sagt:

    Ich habe es gestern schon getwittert, aber hier passt es besser: Ich glaube Breitenreiter kann es schaffen S04 zu bändigen. Oder erden um bei deinem Adjektiv zu bleiben. Sehr gute Verpflichtung

  38. leoluca sagt:

    Ein Wort noch zu Marc Wilmots, der viel mehr ist als die alte sympathische Lichtgestalt mit Schalke im Herzen. Er ist heute ein Trainer mit großem Charisma und viel Leidenschaft, das hat man gerade bei der WM vor einem Jahr sehen können.

    Es gibt durchaus Berichte und Analysen über ihn, wie er die Historie der jungen belgischen Mannschaft als großen Lernprozess beschreibt, wie Wilmots darin seine intellektuellen und charakterlichen Stärken einbringt und ausbaut.

    Wilmots ist noch kein reifer Trainer, aber er verfügt über einen für sein Alter ungewöhnlich soliden Erfahrungsschatz im Teambuilding, in der Förderung junger Talente und besonders in Fragen der Taktik und Strategie des Spiels.

    Die beeindruckende spielerische Entwicklung der belgischen Nationalelf in den vergangenen drei Jahren – mit vielen Aufs und Abs – ist für mich eines der stärksten Argumente für Wilmots. Er hat konzeptionelle Klasse und das wiegt seine Schwächen, seine mangelnde Reife auf diesem Gebiet auf.

    Dass nun offenbar, so berichten es die meisten Medien, die Verhandlungen mit Schalke nicht primär beim Geld, sondern vor allem an den unterschiedlichen konzeptionellen und strukturellen Vorstellungen gescheitert sind, das macht mich nicht gerade zuversichtlich.

  39. blues sagt:

    @Zusammenarbeit

    Norbert Elgert hatte eine heftige Problemanzeige gemacht, was die Strukturen zwischen U19 und dem Profikader betrifft. Ich hoffe, bzw. kann mir vorstellen, dass mit Breitenreiter die von Elgert thematisierte Herausforderung zwischen Eigenrecht der U19, Durchlässigkeit zum und Instrumentalisierung für den Profikader, im zukünftigen Konzept neu und im gegenseitigen Interesse geregelt werden konnte.

  40. Thomas Puckert sagt:

    Thema Wilmots
    Ich gehöre zu denen, die Marc Wilmots aufgrund seiner Leistungen in den 90er Jahren verehren. Er ist eine Ikone und ich will, dass das so bleibt und er die Belgier in einer als historisch zu bezeichnenden Situation zum Titel führt.
    Aber ich glaube nicht, dass er – begleitet von seinem belgischen Trainerteam und hohen finanziellen und strukturellen Forderungen – die riesigen Erwartungen erfüllen könnte.
    Weinzierl wäre eine sehr gute Besetzung gewesen, Breitenreiter ist eine wirklich gute.
    Ich leide seit über 40 Jahren mit meinem Club. Aber was ich am Ende der Saison an fußballerischer Zumutung ertragen musste, geht auf keine Kuhhaut.
    Seit gestern bin ich vorsichtig optimistisch.

  41. ReinerEdelmann sagt:

    Sehr gute Wahl – er war von Beginn an, neben Frank Schmidt von Heidenheim, mein Favorit.

    Sicher hätte ich gerne auch Wilmots gesehen – habe mir aber auch Sorgen gemacht, dass eine verdiente Spieler-Ikone „verbrannt“ wird.

    Breitenreiters Persönlichkeit, Einstellung zum Fußball passen wunderbar.
    Ich hoffe, er bekommt Zeit und auf Schalke kehrt endlich Demut ein.

  42. Äärnz sagt:

    Ich bin zunächst einmal froh, dass die Hängepartie beendet ist und nun die Saisonplanung vorangetrieben werden kann. Also aufatmen, Luft rauslassen, sich durchschütteln und dann André Breitenreiter eine faire Chance geben. Welche Erfahrung hatte Markus Gisdol, als er nicht Trainer bei Schalke wurde? Heute würden sich viele wünschen, er wäre es damals anstelle von Keller geworden, denn mit dieser verzagten Entscheidung des Sportvorstandes begann ja die jüngste Malaise. Also – das Argument geringer Erfahrung trägt nur bedingt. Ich halte mich an die Erfolge Breitenreiters in Paderborn und den Umstand, dass der Abstieg auch einigen sehr unglücklichen Niederlagen geschuldet war, zB auf Schalke. Eine Zusage Weinzierls wäre mir natürlich noch lieber gewesen, aber die Entscheidung für Breitenreiter hat Potential. Das HH ihm offenbar skeptisch gegenüber stand, muss nicht gegen ihn sprechen, im Gegenteil. Und vielleicht wird daraus ja eine ähnlich erfolgreiche Geschichte wie weiland mit Rangnick, den Rudi Assauer ja auch nicht richtig wollte („Rolf Rangnick“). Ich kann mich jedenfalls wieder mehr auf die neue Spielzeit freuen als noch vor ein paar Tagen.

  43. michael sagt:

    Patient Schalke 04

    Mit der Trainerlösung André Breitenreiter hat sich Schalke und die handelnden Personen einmal mehr für die Bekämpfung der Symptome entschieden und nicht für die Behandlung der Ursachen. Einmal mehr wird ein neues Medikament ausprobiert, mit allen Risiken und Nebenwirkungen. Wie lange wird der Genesungsprozess dauern. Werden die Anhänger die Geduld aufbringen, die dafür nötig ist. Wir wissen es nicht. Eine Heilung ist nicht ausgeschlossen, aber Schalke ist noch immer in einem sehr kritischen Zustand.
    Ja, ich war und bin der Meinung, dass wir einen Art Wunderheiler, vielleicht auch Guru wie Marc Wilmots gebraucht hätten, der sie Ursachen angeht. Auch gegen manche Wiederstande und auch hierbei ist eine Heilung nicht zwangsläufig.
    Unser Schalke ist schwer krank, kranker als viele glauben. Ich hoffe, dass so ein charismatischer Mensch und guter Charakter wie Marc Wilmots der unseren Verein liebt, wie wir ihn lieben in den nächsten Jahren auf Schalke ankommt.
    Mal sehen was die nächsten Wochen bringen, Hoffen wir dass das Medikament Breitenreiten Wirkung zeigt und dass auf der JH eine Turnaround stattfindet. Denn Schalke ist ein Sanierungsfall.

  44. crisscross04 sagt:

    Breitenreiter? Breitenreiter!
    OK, ich muss zugeben, ich musste erst einmal schlucken und mich schütteln.

    Ich kann seine Qualifikationen und sein Standing bzw. Durchsetzungskraft genauso wenig einschätzen wie bei Wilmots.
    Daher gilt bei mir die Grundregel: „Think positiv“

    Wenn man sich diese Personalentscheidung genauer anschaut, gerade im Hinblick der getätigten Aussagen bei der RdM Verpflichtung, wird eines deutlich: das ist eine 100%ige Kehrtwendung.
    Breitenreiter hat weder internationale Erfahrung noch ist er eine Galionsfigur a la Pep Guardiola, die HH und CT so gerne für ihren Verein hätten und mit RdM gehofft haben, einen 2. Pep zu bekommen.
    Deshalb zeigt sich für mich mit der Breitenreiterlösung eigentlich nur eines: Die Konzeptlosigkeit der Führung, getreu dem Motto: Was kümmert mich mein Geschwätz von gestern.
    Und das ist bitter, wenn man bedenkt, dass ein Verein mit Perspektive und mit einer ganz klaren Strategie geführt werden muss. OK, dass wir das nicht haben sollte jedem spätestens seit gestern klar geworden sein.

    Breitenreiter könnte man als „Back 2 the roots“ Lösung beschreiben.
    In diesem Fall sind wohl die meisten erst einmal beruhigt, auch wenn man natürlich mit André auch viele Fragezeichen bekommt. Aber das wäre mit Wilmots auch nicht anders gewesen. Wilmots hätte nur bei den Fans mehr Kredit gehabt.
    Insofern drücken wir alle die Daumen, dass André es schafft, die Mannschaft wieder zu ein Team zu schweißen. Dann wird auch der Erfolg kommen.
    Nur eins ist auch klar: es war der letzte Versuch von HH mit dieser Kehrtwendung seinen Allerwertesten zu retten.

  45. Tonton1801 sagt:

    Also ich muss sagen mir ist auch eigentlich nur noch wilmotz als neuer Trainer eingefallen aber die Lösung jetzt finde ich besser und da muss ich sogar hh in Schutz nehmen es ist doch völlig legitim einem Trainer abzusagen wer glaubt der wilmotz denn wer er ist ?

  46. rjonathan sagt:

    Ich bin zufrieden. Offizieller Wunschtrainer seit letztem September: http://koenigsblog.net/2014/09.....ment-52882
    ;-)

    @michael
    Finde ich super dargestellt.
    Man könnte aber zur jetzigen Situation auch sagen: Die Antikörper des Vereins sind die Mitglieder/Fans. Das Medikament kann nur unterstützend wirken. Und wenn die Antikörper JETZT SCHON anfangen das Medikament zu bekämpfen, anstatt die Ursachen – und wenn das Medikament dann nicht in Ruhe gegen die Krankheit arbeiten kann, weil es JETZT SCHON in der Verteidigung gegen die Antikörper aufgerieben wird, dann ist eine Heilung fast schon sicher ausgeschlossen.

    @leoluca
    Was du über Wilmots sagst, mag ja alles richtig sein. Aber beschäftige dich doch mal ähnlich wohlwollend und intensiv mit den Qualitäten Breitenreiters. Alles was ich bisher über und von ihm gehört habe, fand ich gut. Ich verstehe den Frust einen solchen Trainer gefunden zu haben deswegen überhaupt nicht. Ob es am Ende erfolgreich wird, zeigt ohnehin nur die Zeit. Und die sollte er jetzt unbedingt bekommen.

  47. rjonathan sagt:

    @crisscross
    Wahlweise ist bei dir die Führung entweder nicht in der Lage zu lernen, oder sie hat kein Konzept und kümmert sich nicht um das Geschwätz von gestern. Eines von beidem passt immer. Ich kann mir gar nicht vorstellen, dass du irgendwann auch nur einmal einen Halbsatz positiv über die beiden schreibst. Das ist schon eine sehr färbende Brille, die du dir da angezogen hast – wahrscheinlich auch aus Frustration über der letzten 2 Jahre resultierend.
    Ich bin der Meinung, dass man an Punkten des Neuanfangs auch kurz mal die Emotionen auf null schrauben kann und den Leuten eine Chance geben kann. Wenn sie jetzt nicht ein halbes Jahr ruhig arbeiten können, dann geht es sowieso schief. Und wenn man Heldt endlich austauscht – oder gar Tönnies – wird dann alles besser sein? Oder werden dann nicht wieder irgendwelche neuen Querelen mit dem neuen Personal losgehen?

  48. Eigenart sagt:

    Ich finde die Verpflichtung von Breitenreiter gerade deshalb gut, weil sie für mich eine (notwendige!) Kehrtwendung signalisiert. Ich kann seine Fähigkeiten als Trainer genauso wenig einschätzen wie die von Wilmots, aber offenbar kann er Spieler besser machen und aus Individuen ein Team formen, das hat er in Paderborn bewiesen. Und mir scheint, genau das ist auf Schalke bitter nötig. Schalke (Tönnies?) hat schon zu oft auf große Namen, Heilsbringer und vermeintliche Lichtgestalten gesetzt, die es dann bitte richten sollten, und ich hatte das Gefühl, dass auch Wilmots (wie Di Matteo, Boateng, Khedira) in diese Kategorie fällt.
    Breitenreiter hingegen könnte ein Hinweis sein, dass auf Schalke eine neue Bescheidenheit Einzug hält, die auf Arbeit, Teamgeist und Erfolgswillen setzt statt auf Stars und millionschwere Namen. Auch die Vertragsverlängerungen mit Platte und Friedrich zeigen in diese Richtung, und ich hoffe sehr, dass das kein Zufall ist, sondern eine gewollte neue Ausrichtung. Jetzt fehlen noch ein paar gute Spieler (RV, 6er), und die müssen nur Potenzial haben, nicht aber große Namen. Der Nachbar hat es so doch auch geschafft! Wenn Heldt an dieser Linie festhält, hat er meine volle Unterstützung.

  49. Torsten sagt:

    @michael

    Dein Beitrag bestätigt mich in der Annahme, dass Wilmots eher als Lichtgestalt aka Guru gewollt wird, denn als Trainer. Um eben diese Position Trainer ging es aber nunmal jetzt.

    @crisscross04

    Eine 100% Kehrtwende zur Entscheidung Di Matteo, ja. War es nicht genau das, was wir zuletzt alle gefordert hatten? Ich habe den Eindruck es geht mehr um den Rausschmiss Heldts, als eine Art Bestrafung, statt um die Sache.

    @RainerEdelmann

    Frank Schmidt ist ein gutes Stichwort. Ähnlicher Typ, etwas grober vielleicht, aber auch ein interessanter Trainer dem „mehr“ zuzutrauen ist.

    Und was mir ein gewisses Wohlfühlen bringt ist das, was ich mit …

    ist ein geerdeter Typ und passt meines Erachtens gut zu diesem Club. Jedenfalls zu dem FC Schalke wie ich ihn sehe

    … meine. Wer mal Mike Büskens über S04 hat reden hören und sich daran erinnert, wird das nachfühlen können. Mehr Machen denn Glänzen. Man schaue auch auf Norbert Elgert: Haare aus den 80ern, zu seinem Glauben stehend, Klartext redend, unangepasst, aber eben einfach gut.

  50. Raul 04 sagt:

    Ich sehe Marc Wilmots überhaupt nicht als „beleidigte Leberwurst“, seine Reaktion ist berechtigt und lässt eher Rückschlüsse auf die „Vertragsanbahnungen“ mit ihm durch HH zu.

    Marc Wilmots hat einen tollen Job. S04 ist auf ihn zugegangen. Ob aus Zuneigung zu S04 oder wirtschaftlichen Gründen hat er sich auf Gespräche eingelassen. Was soll er sagen, wenn er zu Kontakten zu S04 gefragt wird und das wahrscheinlich sowieso schon in der Zeitung stand.

    Ich glaube, wir alle waren überrascht, als wir lasen, dass da anscheinend noch mit Busladungen anderer Trainer neben Marc Wilmots verhandelt wurde. Ich befürchte, er selbst wohl auch.

    Und dann muss man auch einer verdienten „Spieler-Ikone“ die Möglichkeit für einen Rückzug geben und sie nicht demontieren. Wann wollte sich Marc Wilmots äußern, heute? Warum kann HH nicht Marc Wilmots sagen, wir haben uns für einen anderen Trainer (z. B. aus wirtschaftlichen Gründen) entschieden und willst Du uns absagen oder wie wollen wir vorgehen, wie sollen wir das der Öffentlichkeit kommunizieren.

    Das hat ein Marc Wilmots verdient, dass er sein Gesicht wahren kann, man muss mal einen möglichen Imageverlust nach dieser zweiwöchigen HH-Zirkusnummer für ihn z.B. in Belgien in Erwägung ziehen. HH Sie können nicht Wirtschaft und Sie können noch nicht mal Kommunikation!

    Entschuldigung Marc Wilmots, Glück auf Andre Breitenreiter

  51. crisscross04 sagt:

    @rjonathan:
    In puncto Neufang muss ich dir widersprechen: ich gebe AB und damit auch gleichzeitig HH sehr wohl eine Chance und schraube meine Erwartungshaltung und damit auch meine Emotionen herunter. Wie gesagt, wie auch schon bei RdM warte ich ab und schaue mir das auch gerne mit viel Geduld an, was da kommen wird. Ich denke da eher positiv – wie beschrieben.

    Das einzige, was ich wirklich kritisiere, ist, dass ich kein langfristiges Konzept sehe, wenn ich nur einmal die beiden Trainertypen RdM und AB vergleiche.

    OK, man kann sich eingestehen, dass vielleicht RdM ein kompletter Fehlgriff war. Man kann sich irren oder sich in Personen täuschen. Aber dann möchte ich dieses Eingeständnis auch hören. Aber es kommt nichts. Es wird einfach wieder zur Tagesordnung übergegangen.

    Und da bin ich wieder bei der mangelnden Außendarstellung.

    Daher ist das eigentlich „nur“ mein 2. Kritikpunkt: Ja, ich hätte gerne eine professionelle Besetzung im Bereich Kommunikation.

    Und jetzt soll sich HH zusammen mit AB mit Hochdruck der neuen Kaderplanung widmen.

  52. leoluca sagt:

    @Rjonathan

    Ich teile die Einschätzungen so gut wie alle, die hier über Breitenreiters Qualitäten geäußert werden. Soweit ich sie beurteilen kann. Nur benötigt mein Glaube daran, dass dieser talentierte junge Trainer sich das nötige Standing im Verein schafft statt von der bestehenden Macht auf Schalke erledigt zu werden, noch ein paar ordentliche Wachstumshormone. Natürlich hat Breitenreiter jedes Wohlwollen verdient, wie kommst du darauf, dass ich das anders sehen würde? Ich hatte auf Wilmots halt als den in mehrfacher Hinsicht stärkeren Trainer gehofft. Ich wünsche uns und den Verantwortlichen, dass sich Breitenreiter als viel durchsetzungsstärker herausstellt als viele befürchten und einige sich erhoffen.

    @Raul04.
    Danke für diese Einschätzung. Ich teile sie absolut.

  53. MarkusWiesbaden sagt:

    Ich denke man sollte es jetzt einfach mal dabei belassen. Das alle beteiligten Personen jetzt versuchen ihr Gesicht zu bewahren und halbwegs unbeschadet aus der gesamten Situation heraus zu kommen ist nur legitim. Was soll Wilmots auch sagen?
    Allerdings wäre es meiner Meinung nach genau so fahrlässig gewesen, Wilmots quasi zu erlauben uns abzusagen, was Raul 04 ja vorgeschlagen hat. Was hätte das für ein Bild abgegeben? HH und der S04 wären mal wieder die Dummen gewesen und Breitenreiter noch vor Antritt diskreditiert. Ist das professionell? Ich bin nun wahrlich kein großer Freund von HH aber soweit ich das mitbekommen habe, habe ich keine Aussage von HH im Sinne von „wir haben Wilmots abgesagt“ gehört. Das tauchte auf einmal im Boulevard auf und wurde sofort von jedem Sportblättchen abgedruckt.
    Man hat sich halt mit mehreren Trainern befasst, was durchaus Sinn macht und völlig normal ist, wenn man eine wichtige Personalentscheidung treffen muss. Schlussendlich hat man sich für Breitenreiter entschieden und somit natürlich gegen Wilmots. Ein absolut normaler Vorgang.
    Freuen wir uns doch einfach das nun endlich eine Entscheidung gefallen ist. Das diese nicht im Sinne aller Fans ist, ist natürlich klar aber jetzt gilt es doch den Fokus auf die nächste Saison zu legen.
    Ich stehe auf jeden Fall hinter Andre Breitenreiter und unseren Spielern. Was HH angeht, bin ich mir noch nicht so sicher aber auch er hat wohl noch eine allerletzte Chance verdient.

    Euch allen ein schönes Wochenende!

  54. Carsten sagt:

    ich finde sie Lösung mit Breitenreiter gut… man sollte ihm eine Chance geben!

    ich war von vornherrein gegen ein Verpflichtung Wilmots! nach dem durchsickern seiner Forderungen sogar noch mehr!

    Aber vor allem weil er unser Willi ist… er hat eine Stellung unter uns Fans die seines gleichen sucht und ich befürchte das würde als Trainer gestört!

    ich möchte nicht im Wohnzimmer sitzen/stehen und mit ansehen wie die Kiste an die Wand fährt…. Trainer kommen und gehen aber bei einem wie Willi tät es weh

  55. Carsten sagt:

    und gz an Torsten für seinen Beitrag…

  56. Torsten sagt:

    MarkusWiesbaden schrieb …

    Allerdings wäre es meiner Meinung nach genau so fahrlässig gewesen, Wilmots quasi zu erlauben uns abzusagen, was Raul 04 ja vorgeschlagen hat. Was hätte das für ein Bild abgegeben? HH und der S04 wären mal wieder die Dummen gewesen und Breitenreiter noch vor Antritt diskreditiert. Ist das professionell?

    Ich denke auch, dass es genau darum ging. Stichwort „Tanzbär der Medien“.

    Es spricht nichts dafür, dass Horst Heldt die Story um Weinzierl lanciert hat, der Vorteil durch die Veröffentlichung lag beim FC Augsburg und auch bei Weinzierl selbst. Heldt war angeschmiert.

    Nun stand an, dass Wilmots nach dem Belgien-Spiel die entsprechenden Fragen der Journalisten erhält und dann zu Protokoll gibt, dass er doch lieber Nationaltrainer bleiben würde. Das wollte Heldt nicht auch noch schlucken müssen, er wollte nicht wieder als Verlierer dastehen und er wollte vielleicht auch noch seinem neuen Trainer den „Medien-Vorzug“ geben. Ich denke das lässt sich so ganz gut nachvollziehen.

  57. Lutt sagt:

    ja, Torsten. So ähnlich wird’s gewesen sein.

    Da ist ein Manager, der im Fokus der Öffentlichkeit auch mal politisch gefragt. Ein Anruf bei Wilmots mit dem Ziel einer gemeinsamen Erklärung, dass man finanziell und konzeptionell nicht zusammen komme – und alles wäre gut gewesen.

    Bei solchen Sachen hat der Hotte einfach kein gutes Händchen und dazu kommt noch, dass Schalke bei solchen Themen einfach ein Porzellanladen ist.

  58. MarkuS04 sagt:

    @ Torsten

    ich sehe die Sache mit der sogenannten Absage an Wilmots genau wie Du; wäre zuerst die wahrscheinliche Absage von Wilmots gekommen, dann wäre Breitenreiter dann nicht nur als 2. Wahl, sondern sogar als 3. Wahl abgestempelt. So hat HH zumindest die ‚Deutungshoheit‘, dass Breitenreiter die erste Wahl ist.

    Zum neuen Trainer: Ich finde die Wahl ausgesprochen gut, und er verdient definitiv eine Chance. Allerdings sollte die Neuausrichtung ganz dringend mit einer deutlich reduzierten Zielvorgabe einhergehen (z.B. EL-Platz plus vielleicht 2-3 Runden DFB-Pokal, KO-Runde EL), alles andere würde wieder zu viel Frust führen.
    Ich bin, wie einige andere Foristen, seit gestern wieder etwas positiver gestimmt, was die nächste Saison angeht, und verspüre sogar eine gewisse Vorfreude. Meine Hoffnung besteht darin, dass AB ja eigentlich nichts zu verlieren hat (wenn’s schiefgeht, hat es sowieso jeder gewusst), und wir ggfs sogar eine Entwicklung wie bei unserem Nachbarn hinkriegen (auch Klopp kam damals von einem Absteiger).

    In diesem Sinne, eine schöne Sommerpause, und Glück Auf Andre Breitenreiter

  59. Rjonathan sagt:

    Zur Wilmots-Debatte
    Das Kind ist doch in den Brunnen gefallen als Wilmots freimütig gesagt hat, er sei angefragt worden und brauche noch zwei Wochen. So kommuniziert eigentlich nur, wer einen Vertrag unterschrieben hat und es noch nicht bestätigen will. Das war schon ziemlich dreist, allem anderen Kandidaten und dem Verein gegenüber. Wie kommt man aus der Nummer eigentlich überhaupt unbeschädigt raus? Das er jetzt im Nachgang auf die Gerüchte in der Presse WIEDER mit einem öffentlichen Statement Druck auf dem Verein ausübt finde ich krass unprofessionell. Da hätte man auch souveräner auf Presse-Berichte reagieren können. Zum Beispiel betonen, dass man diese Entscheidung verstehen könne, weil es konzeptionell nicht gepasst hätte. Und dem neuen Trainer viel Erfolg wünscht.

  60. crisscross04 sagt:

    Laut Breitenreiter fand eine erste Kontaktaufnahme am Mittwoch statt. Am Mittwoch!

    Damit wissen jetzt auch alle, dass Breitenreiter nicht der Wunschkandidat Nr.1 von S04 war. Also eine B, C oder was auch immer Lösung.

    Ob diese Aussage die Position von HH oder CT stärkt? Ob das ein uneingeschränktes Vertrauen in die Qualitäten des Trainers bedeutet? Zieht eure Schlüsse selbst daraus.

    Aber warum müssen solche Sätze in der Presse landen? Es geht grad weiter mit dilettantischen Pressearbeit…

  61. Carsten sagt:

    @Rjonathan so siehts aus…

  62. Carsten sagt:

    nun spekulieren wir mal…

    AB bekommt mit Geis noch den Mann für das Mittelfeld (Neustätter kann meiner Meinung nach noch verkauft werden)

    Benne verläßt (wenn nicht jetzt, dann spätestens nächstes Jahr) den Verein, Matip verlängert bis 19/20

    ein neuer RV muss noch kommen vielleicht wird es ja dieser Brasilianer Caicara aus Bulgarien, dann blüht auch Santana wieder auf, den will eh niemand kaufen.

  63. Simon sagt:

    Ich denke, dass alle der drei in dieser Woche genannten Trainer interessante Kandidaten waren und dass wir bei allen dreien mit einem gewissen Risiko hätten leben müssen. Auch bei Weinzierl hätte niemand garantieren können, dass sofort alles besser wird.

    Die Gründe für das ganze Gerummel in den Medien um Schalke ist sicher auch nicht allein bei Heldt oder anderen Beteiligten auf Schalker Seite zu suchen. Zur Frage von Stil usw.:

    – Warum muss der FCA dreimal in einer Woche triumphierend raushauen, dass Weinzierl bei ihnen bleibt, und wer hat Weinzierl gezwungen am Tag nach der Absage an Schalke ein Interview mit dem Spiegel zu geben, in dem er nochmal erklärt, warum er abgesagt hat? Dass wirft auf Augsburg und Weinzierl ein bescheidenes Licht, da sie offenbar auf Kosten eines Ligarivalen fröhlich das Schalke-Bashing weiter mitbetrieben haben.

    – Wilmots hat sich in der Tat vor zwei Wochen recht deutlich selbst so in den Fokus gestellt. Das hätte nicht sein müssen. Auch dadurch war Heldt doch im Grunde gezwungen, einen neuen Trainer zu präsentieren, bevor auch noch Wilmots evtl. absagt und man dann vielleicht wieder so blöd dasteht.

    Nicht missverstehen: Ich denke auch, dass Schalke in den letzten Wochen und Monaten in der Öffentlichkeit ein schlechtes Bild abgegeben hat, und dass daran auch die Verantwortlichen einen Anteil haben, aber anhand dieser beiden Fälle kann ich die harte Kritik nicht so richtig nachvollziehen.

    Zu Breitenreiter: Ich muss zugeben, dass ich ihn nicht so richtig auf dem Zettel hatte und auch bislang wenige Spiele seinen Mannschaften gesehen habe. Wenn ich Paderborn mal habe spielen sehen, dann hat die Mannschaft mich positiv überrascht. Sie sind sicher eher an der teils mangelnden Qualität der Einzelspieler gescheitert, und dass dieser größere Dorfverein überhaupt in die erste Liga eingezogen ist, kann man nach wie vor als Sensation betrachten.

    Vom Typ her scheint er zu passen und ich bin froh, dass nun Klarheit herrscht, damit auch die weiteren Planungen für die neue Saison vorangetrieben werden können.

  64. hoffedocS04 sagt:

    Meist versuche ich ja, an den Verfahrensweisen von S04, insbesondere der Person von Horst Heldt, das Positive hervor zu heben.
    Zu dem, was jetzt abgelaufen ist, möchte ich aber doch einmal kritisch anmerken, dass Schalke mit Art und Zeitpunkt der Trainersuche diesmal medial
    u n d nach innen ein äußerst schlechtes Bild abgegeben hat.

    Ich finde, man muss Verfahren und Inhalt trennen.

    Wer hier regelmäßig liest, weiß, dass ich dafür war, di Matteo weiter arbeiten zu lassen. Es scheint mir unlogisch, seine „Widersacher“ aus der Mannschaft zu entfernen .. und dann ihn selbst. Es wäre interessant gewesen, zu sehen, wie sich die Mannschaft ohne die geschassten Spieler unter ihm entwickelt. Khedira hat in einer PK in den letzten Tagen gesagt, er wäre v.a. wegen di Matteo gerne zu Schalke gegangen. Nachdem der entlassen war, habe er nicht mehr zu Schalke gewollt. Ich kann das gut nachvollziehen.

    Nun also: di Matteo w u r d e entlassen.

    Als Wilmots ins Spiel kam, fand ich das dann eine äußerst vielversprechende Lösung, der ich auch jetzt noch nachtrauere. Es wäre eine g r o ß e Lösung gewesen, und ich gebe all denen Recht, die sagen, dass sich Wilmots natürlich erst auf die Spiele der belgischen Nationalmannschaft konzentrieren musste, und dass er Recht hatte, Mitsprache und Wahl des eigenen Trainerstabs zu fordern.

    Dass Bild, das Heldt ab diesem Zeitpunkt bei der Trainersuche abgegeben hat, war kläglich. So gern ich ihn sonst verteidige. In diesem Fall geht das nicht.

    Davon trennen möchte ich die P e r s o n a l i e Breitenreiter.

    Das sehe ich wie Torsten und einige andere hier. Es ist eine „Arbeitslösung“. Er ist sicher ein geerdeter Trainer mit wenig exaltierten Ansprüchen, der mit Bereitschaft zur Hingabe an „seinen“ Verein und seiner hemdsärmeligen Art gut zum „Arbeiterverein Schalke04″ passt.

    Also, ok, Herr Breitenreiter, auch Ihnen herzlich willkommen.

    (Aber ein solches Bild wie in den letzten Wochen sollte Schalke nicht öfter abgeben..)

  65. blues sagt:

    Ob AB eine C-Lösung oder eine Panikverpflichtung vor der MV ist, ist mir eigentlich egal. Mich kann ein neuer Trainer sowieso nur noch spielerisch überzeugen. So hat jetzt Breitenreiter eine Chance und Horst Heldt auch, wenn auch seine letzte. Wenn es schief geht wird der simsende Metzger beide freistellen und den sich durch Heldt gekränkt gebenden Wilmots einstellen. Das sichert Tönnies die Wiederwahl und verschafft dem belgischen Alphatrainer Genugtung. Es wird langsam unsäglich wie Wilmots sich gebärdet um sich als Gegenspieler zu Heldt schon mal gut in Szene zusetzen. Auf keinen Fall hilft er Schalke damit weiter. Alte Liebe geht anders.

  66. Mario Albrecht sagt:

    Ich finde die Verpflichtung gut, aus mehreren Gründen.

    Zunächst aus Gründen, die mit Breitenreiter selber nichts zu tun haben.

    Horst Heldt hat agiert, nicht reagiert. Als Antwort auf die hier häufig gestellt Frage, was „der denn eigentlich jetzt gerade mache?“ Nein, er war nicht im Urlaub, er hat gearbeitet, so, dass es keiner gemerkt hat, so, wie es sich hier immer alle wünschen. Dann seid doch wenigstens damit mal zufrieden.

    Wenn Wimots´ Forderungen tatsächlich so waren, wie kolportiert, war das eine absolute Frechheit gegenüber dem Verein. Er hat de facto noch weniger BULI-Erfahrung als Breitenreiter und quasi nix vorzuweisen, außer das Glück, eine Hochbegabtentruppe zur rechten Zeit übernommen haben zu können.
    Da Hat Heldt Rückgrat gezeigt und eben nicht um seinen Arsch zu retten zu einer viel zu teuren, dafür aber populären Lösung gegriffen. Ist natürlich auch wieder falsch…
    Dass Wilmots nun angepiekst ist, ist verständlich, aber es glaubt doch niemand in diesem Geschäft, dass Heldt so dämlich ist, nur mit einem Trainer, der obendrein vertraglich noch gebunden an eine attraktive Aufgabe ist, verhandelt, um sich diesem und dessen Forderungen schutzlos auszuliefern.
    Verzockt.

    Ob Breitenreiter zweite, dritte oder welche Wahl auch immer ist, weiß doch sowieso keiner von uns, was also sollen diese Abzählreime?
    Wilmots war auch nur zweite Wahl, weil Tuchel nicht wollte.
    Tuchel war auch nur zweite Wahl, hinter di Matteo, der wiederum auch erst interessant wurde, als Tuchel nicht durfte oder andersrum und dann Keller blablabla.

    So, nun zu himself.
    In beiden Spielen gegen uns war Paderborn besser, engagierter, mit mehr Plan, mehr Chancen und dem besseren Fussball.
    Gewonnen haben wir, weil Paderborn keinen bundesligatauglichen Stürmer hat. Dafür kann der Trainer nichts.
    Zu verantworten haben den Abstieg des SCP Finke und Born, die zu feige waren, in der Winterpause einen 10-Tore-Stürmer zu verpflichten zu versuchen. Der hätte nämlich den Klassenerhalt bedeutet. Da aber speziell Herrn Finke die finanziell Konsolidierung des Vereines wichtiger war, als alles andere, hat er eine Verpflichtung gescheut und den Abstieg einkalkuliert.
    Herr Finke ist in Paderborn das, was Tönnies bei uns ist, nur ein paar Nummern kleiner. Breitenreiter hatte genügend Scharmützel mit Finke, er ist keiner Konfrontation aus dem Weg gegangen, er hat unmittelbar nach dem Aufstieg (!!) sein Bleiben davon abhängig gemacht, ob der Dorfverein sich zumindest zweitligataugliche Strukturen gibt, ob die Jugendarbeit gefördert wird, ob vernünftige Trainingsbedingungen geschaffen werden und ich weiß nicht was sonst noch. Erst, als ihm das versichert wurde, war er bereit seinen Erfolg mit der Mannschaft in der ersten Bundesliga zu veredeln. Das nötigt mir Respekt ab, und zwar ordentlich.

    Weiterhin kann er wie bereits erwähnt sprechen, Deutsch, mit Emotionen, klar und deutlich, ich glaube ihm, was er sagt.

    Er hat in Paderborn Leistungsträger, die nicht mitgezogen haben, zeitweise aussortiert, er hat also Rückgrat und Mut.

    Er hat aus einer limitierten Dorftruppe mit dem Etat eines besseren Regionalligisten einen Bundesligisten geformt, der meiner Meinung nach nur aus oben erläuterten Gründen abgestiegen ist.

    Er steht für Fussball mit Herz, Willen und Einsatz bei einem klaren taktischen Konzept.

    Und auch, wenn es ein Argument ist, dass nichts mit seiner Eignung zu tun hat: er kostet nur 500.00 Euro Ablöse, bekommt einen Zweijahresvertrag und wird nicht 4 Millionen pro Jahr verdienen.

    Und für all diejenigen, die ihn nur deswegen blöd finden, weil er nicht der ist, der er ihrer Meinung nach hätte sein sollen:
    Wenn´s nicht klappt, sind bald beide weg, HH und AB, dann habt Ihr doch, was Ihr wollt.
    Mehr Vorteile gehen doch fast gar nicht, oder?

    Ich bin positiv gespannt, was jetzt kommt, ich freue mich auf Breitenreiter, und ich sach Euch, dat klappt!

    Jetzt noch zu den Verpflichtungen: die letzten grossen Verpflichtungen, Huntelaar, Raul und Boateng (hier groß ohne charakterliche und sportliche Wertung) sind allesamt ohne Geräusche im Vorfeld abgewickelt worden.
    Die Tatsache, dass man nichts hört, kann also auch etwas Positives bedeuten.

    Grüße aus dem schönen Örtchen 20 Kilometer weg von Paderborn,

    Mario

  67. leoluca sagt:

    blues schreibt: „Wenn es schief geht wird der simsende Metzger beide freistellen und den sich durch Heldt gekränkt gebenden Wilmots einstellen. Das sichert Tönnies die Wiederwahl und verschafft dem belgischen Alphatrainer Genugtung. Es wird langsam unsäglich wie Wilmots sich gebärdet um sich als Gegenspieler zu Heldt schon mal gut in Szene zusetzen. Auf keinen Fall hilft er Schalke damit weiter. Alte Liebe geht anders.“

    Wer sich so weit aus dem Fenster lehnt mit einer Verschwörungstheorie, die die Kampagne der Bildzeitung über den angeblich geldgierigen und egozentrischen Belgier sekundiert, sollte eigentlich ein paar Belege für seine Theorie anführen können. Die verärgerte Reaktion von Wilmots auf die gescheiterten Verhandlungen mit Heldt, die der Kicker zitiert, gibt eine solche Interpretation ganz und gar nicht her.

  68. blues sagt:

    @leoluca
    Zumindest diese zweite Runde ging an klar an Heldt. Da hat Willi den Horst wohl deutlich unterschätzt. Seit dem Treffer taumelt dein belgischer Held jedenfalls angeschlagen durch die Medienarena…

  69. TheBlueOne sagt:

    Für mich ist Breitenbreiter eine gute Wahl. Wir müssen uns immer noch vor Augen halten, wie schlecht unsere Mannschaft in der Rückrunde gespielt hat. Dafür RDM die Alleinschuld zu geben, ist zu kurz gedacht. Breitenreiter hat aus mittelprächtigen Spielern in Paderborn ein Team geformt, die zumindest mit Leidenschaft und Herz auf dem Platz gestanden haben. Wenn er das bei uns auch umsetzen kann und die Spieler mitnimmt, ist der erste Schritt getan.

  70. BlueNote sagt:

    My 4 cents:

    1. Keine schlechte Wahl, der Herr Breitenreiter. Der Typ passt zu uns.
    2. Drei Kreuze, dass DIE PR-Posse des Sommerlochs nun ein Ende hat. Möge die nächste bitte ausbleiben oder 25 km weiter östlich lanciert werden und möge die Verantwortlichen für diese Sauerei der Blitz beim Scheißen treffen!
    3. Schade, dass es nicht Riegel-Rudi geworden ist…8er Kette mit Libero gegen seinen alten Club aus Meiderich wäre uns vermutlich wie ein Offensivfeuerwek vorgekommen nach den Zementeo-Monaten
    4. Mit den Füßen im Ostseesand und bei einer Hopfenkaltschale waren die letzten Tage entspannter zu ertragen als vom vollgepupten Bürostuhl aus.

    Glück auf!

  71. leoluca sagt:

    Mir gefällt dieser aktuelle Kommentar aus der WAZ:

    >>André Breitenreiter, und das ist die gute Nachricht für Schalke, geht aus dem medialen Wirbel um die beiden vermeintlichen „Top-Kandidaten“ unbeschädigt heraus. Weil er für mutigen, leidenschaftlichen Fußball steht und – nicht unerheblich in diesen Zeiten – auch in der Außendarstellung überzeugt, dürfte er von den meisten S04-Fans willkommen geheißen werden.
    Die Schalker Vereinsführung dagegen ist noch lange nicht aus dem Schneider. Zumal sie es jetzt auch noch „geschafft“ hat, mit „Kampfschwein“ Mark Wilmots ein Klub-Idol gegen den Verein aufzubringen. „Die Art und Weise“, empörte sich der Belgier, „wie das alles gelaufen ist, das ist nicht Schalke.“ Doch da irrt Wilmots: Genau das ist Schalke, wie wir es aus den vergangenen Jahren kennen.<<

    Ich hoffe, Willi bleibt uns trotzdem gewogen. Und wenn er einmal wieder – irgendwann – zur Diskussion stehen sollte als Trainer oder Sportdirektor, dann bestimmt nicht im Rahmen einer Kooperation mit Horst Heldt. Was dieser mit hoher Wahrscheinlichkeit genau so sehen wird. Er hat vermutlich Wilmots von Anfang an nicht gewollt.

  72. Carsten sagt:

    was ich jetzt so lesen muss, traurig!! Wilmots tritt gegen Schalke nach…
    ganz schlechter Style.

    und natürlich schlachten die Medien es aus… schade schade

  73. rege sagt:

    An alle, die dem Wilmots jetzt schlechten Stil vorwerfen: Habt ihr euch mal in seine Lage versetzt? Vielleicht hat sich Schalke ihm gegenüber suboptimal verhalten? Welchen Vorteil hat Schalke durch die Verkündung des neuen Trainers kurz vor dem Spiel Belgiens, anstatt das kurz danach zu tun? Meiner Meinung nach keinen. Bei den Belgiern wurde dadurch unnötige Unruhe kurz vor dem Spiel erzeugt, da würde ich mich an Wilmots‘ Stelle auch nicht gerade drüber freuen. Gerade weil er eine prominente Figur der Schalker Geschichte ist, hätte man etwas Rücksicht nehmen können.

  74. McP sagt:

    Ich finde auch, man sollte mit Wilmots hier nachsichtiger sein. Er wurde von Schalke angesprochen. Es wurde vereinbart, dass erst nach seinem äußerst wichtigem Qualispiel vertiefende Gespräche stattfinden. In der Zwischenzeit muss Wilmots lesen, dass eigentlich Weinzierl gewollt ist. In der Zwischenzeit, vier Stunden vor seinem Spiel, muss Wilmots lesen, dass nun Breitenreiter Trainer wird. Dann verliert er sein Spiel. Dann sitzt er in der Pressekonferenz. Dann fragen die BILD-Fuzzis. Dann denkt sich Wilmots: Ich habe auch keine Ahnung, warum mich diese Schalke-Heinis überhaupt ansprechen, wenn sie sich nicht mal die Zeit nehmen, mit mir über Schalke zu sprechen. Ergo ihnen mag vieles wichtig sein, aber sicher nicht Schalke. Dann äußert er sich…

  75. Steffen sagt:

    … äußert sich und behauptet er würde jetzt auf Schalke Trainer sein so er denn gewollt hätte.
    Schalke hat Kontakt aufgenommen, er hat um spätere Gespräche gebeten. Das Schalke in der Zwischenzeit nach anderen ausschau hält ist wohl legitim und man hat jemanden gefunden der anscheinend gut zu den aktuellen Bedürfnissen und ansprüchen passt.
    Von Schalke selber gab es in dieser ganzen Trainerrunde relativ wenig zu hören – man hat gesagt wir führen Gespräche, CT hat keine Interviews gegeben (zumindest wurd hier über keines hergezogen) und jetzt präsentiert man am Ende einen Trainer. Ich glaub hier wird krampfhaft so viel schlechtes an allem gesucht und gesehen. Trainersuche ist ja kein Autokauf wo man die freie Wahl hat und einfach mal ins Autohaus latscht.

  76. Torsten sagt:

    Welchen Vorteil hat Schalke durch die Verkündung des neuen Trainers kurz vor dem Spiel Belgiens, anstatt das kurz danach zu tun?

    Mag sein dass du das anders siehst, aber den Vorteil den ich da sehe hatte ich hier schon beschrieben.

    @McP

    Du glaubst nicht wirklich daran, dass Wilmots da saß, an einen Beginn der Verhandlungen mit S04 nach den Länderspielen glaubte und ohne Kontakt von den Ereignissen überrascht wurde?!

  77. McP sagt:

    Torsten, nein, so war das nicht gemeint. Er wird davon vor dem Spiel erfahren haben. Vermutlich sogar von Schalke. Er sprach ja davon, dass ihm „abgesagt“ wurde. Und er so: „wtf, abgesagt? Schalke wollte was von MIR!“ Wie auch immer, er war halt aufgeladen. Ein di Matteo hätte sich anders geäußert. Nur sollte man ihm aus seiner Enttäuschung keinen Strick drehen.

  78. Rjonathan sagt:

    Frage ist, wie tauglich so jemand für einen Job in der Medien-Hitze eines Topklubs ist, wenn er dadurch außer Kontrolle gerät? Hat Wilmots sich selbst einen Bären Dienst mit erwiesen.

  79. blues sagt:

    @Rjonathan
    Sehe ich ähnlich. „Wenn ich gewollt hätte, wäre ich jetzt auf Schalke“, das sagt man ja nicht so dahin. Das wirkt kindisch, da fühlt man sich gekränkt oder hat einen Machtkampf als Zweiter beendet, oder beides. Bei falschem Konzept, falschem Zeitpunkt und zu hohen Geldforderungen könnte man sich auch in Zurückhaltung üben. Stattdessen gibt er den schlechten Verlierer. Egal, ich kann mit Breitenreiter das Sommerloch entspannt überbrücken.

  80. SpeedGlas sagt:

    Wenn man sich den allgemeinen Kanon in den Medien so anschaut, dann bekommt man den Eindruck, dass die Mehrheit wohl nicht daran glaubt, dass Breitenreiter auf Schalke erfolgreich sein wird.

    Überall liest oder hört man Kommentater dazu, was für und was gegen Breitenreiter spricht. Er hat noch nicht ein Training auf Schalke geleitet, geschweige denn die Mannschaft richtig kennengelernt, aber auf SkySport, oder bei Reviersport.de wird in furchtbaren Kommentaren die Frage gestellt:“Kann Breitenreiter Schalke“.

    Für mich wirkt das so, als würde man jetzt schon an seinem Stuhl sägen, auf dem er noch gar nicht sitzt. Alleien mit dem ständigen Gerede von der 3. Wahl – im Radio war heute morgen die Rede von einer Zwangsehe – bekommt man doch keine Ruhe in den Verein.
    Im Prinzip wollte man einen ganz anderen auf Schalke sehen, nämlich Wilmots, sonst würde man doch auch nicht so sehr darauf eingehen, dass er gegen Schalke oder Heldt „nachtritt“. Aus Breitenreiter wird jetzt schon mal vorsorglich und mit Kalkül Heldts letzter Sargnagel in den Medien geschmiedet.
    Ähnlich verliefe es doch auch am Anfang der letzten Saison mit Keller. Da war man sich ja auch von vorn herein sicher, dass es mit ihm als Coach nichts geben wird.

    Ich selbst tue mich damit schwer einzuschätzen, ob es was mit Breitenreiter aus sportlicher Sicht wird. Ich hoffe nur, dass er trotz der ganzen Kommentare erstmal Kredit bei den Fans hat und die Zusammenarbeit mit der Jugendabteilung gut funktioniert.

  81. leoluca sagt:

    Wie man es dreht und wendet, der komische Geruch bleibt. Wenn Schalke auf Wilmots zugeht, dafür muss es ja gute Gründe gegeben haben, und Wilmots bis zu einem bestimmten Zeitpunkt um Bedenkzeit bittet, dann kann der Verein nicht vor diesem Termin eine „Absage“ öffentlich heraus hauen. Damit nimmt man die Beschädigung des Gesprächspartners mindestens billigend in Kauf.

    Warum Heldt es dennoch gemacht hat, liegt nach dieser medialen Katastrophenwoche nahe. Torsten hat dazu das Nötige geschrieben. Ob die Schalker Führung damit allerdigs wieder in einem besseren öffentlichen Licht steht, möchte ich bezweifeln. Die Vokabeln kennt man, die dann fallen: windig, unberechenbar. Ja, die bösen Medien.

    Dass Heldt auch anders kann, wenn er will, hat man bei der gemeinsamen Erklärung zur Trennung zwischen Di Matteo und Schalke gesehen, wonach beide Seiten ihr Gesicht wahren konnten. Heldt hat das diesmal einfach nicht gewollt. Und welchen Eindruck er damit als Vorstand Kommunikation hinterlässt, davon macht sich jetzt halt jeder sein eigenes Bild.

    Fanpost ist ihm jedenfalls auch aus diesem Forum sicher. Zitat aus einem der Beiträge hier: „Zumindest diese zweite Runde ging an klar an Heldt. Da hat Willi den Horst wohl deutlich unterschätzt. Seit dem Treffer taumelt dein belgischer Held jedenfalls angeschlagen durch die Medienarena…“

    Kämpfen Schalke, kämpfen!!

  82. leoluca sagt:

    Rjonathan schreibt:
    „Frage ist, wie tauglich so jemand für einen Job in der Medien-Hitze eines Topklubs ist, wenn er dadurch außer Kontrolle gerät? Hat Wilmots sich selbst einen Bären Dienst mit erwiesen.“

    So unterschiedlich kann die Wahrnehmung sein. Gerade diese leicht explosive Reaktion von Wilmots ist es, die mir gefällt. Kein seichtes Gelaber, keine Überdiplomatie, sondern klare Kante.

    Glaubst du wirklich an einen Kontrollverlust? Der Mann ist ein gewiefter Politiker und Verbandsroutinier und weiß, wie man sein Gegenüber durch Empörungsinszenierung unter Druck setzen kann. Mir haben die öffentlichen Wutanfälle von Hoeness auch immer gut gefallen, wenn Bayern München mal wieder mediale Entlastung benötigte. Klopp beherrschte das Geschäft auch ganz gut, wenn es galt, seine Mannschaft zu schützen. Ganz zu schweigen vom guten alten Rudi, der dabei auch noch witzig sein konnte.

  83. Manfred sagt:

    Ich sag‘ es mal mit Joachim Witt: Hey, hey, hey, Glückauf, André Breitenreiter.

    Trotzdem besser als Wilmots, weil keine Eurofightervorschlußlorbeeren als Ballast vorhanden sind und er so rein gar nix zu verlieren hat.
    Ich hab den ganzen Zauber so gut wie möglich zu ignorieren versucht, aber Wilmots kam imo am Ende etwa so rüber wie die Sau, die grad durchs Dorf gejagt worden ist. Auch deshalb hat mich Belgiens Niederlage gefreut.

  84. Torsten sagt:

    Wenn man sich den allgemeinen Kanon in den Medien so anschaut, dann bekommt man den Eindruck, dass die Mehrheit wohl nicht daran glaubt, dass Breitenreiter auf Schalke erfolgreich sein wird.

    Überall liest oder hört man Kommentater dazu, was für und was gegen Breitenreiter spricht. Er hat noch nicht ein Training auf Schalke geleitet, geschweige denn die Mannschaft richtig kennengelernt, aber auf SkySport, oder bei Reviersport.de wird in furchtbaren Kommentaren die Frage gestellt:”Kann Breitenreiter Schalke”.

    Für mich wirkt das so, als würde man jetzt schon an seinem Stuhl sägen, auf dem er noch gar nicht sitzt.

    Du scheinst zu sehr im Blick auf S04 gefangen zu sein. Das meine ich gar nicht irgendwie doof oder böse, aber solche Artikel schon irgendwie als „Angriff“ zu empfinden halte ich für absolut falsch, da fehlt irgendwie das „tarieren einer Normalempfindung“.

    Egal wie ein neuer Trainer bei S04, Borussia Dortmund oder Bayern München heißt, es wird immer Artikel „Kann Breitenreiter Schalke?“, „Kann Tuchel Dortmund?“ etc geben. Und egal wer wann S04 Trainer wird, es wird immer einen Anteil Schalker geben die das falsch finden, wie es immer auch einen Anteil geben wird der das gut findet.

    Dass man Breitenreiter nach den Veröffentlichungen um Weinzierl und Wilmots nicht mehr als „ersten Wunschtrainer“ verkaufen kann ist klar, und ebenso klar ist es, dass irgendein Journalist einen Geschichte daraus macht. Das kann man lesen, muss man aber nicht. Letztlich „machen“ Journalisten nichts. Die Taten gehen vom Club aus, sowohl was Veröffentlichung, als auch was den Sport auf dem Platz angeht.

  85. rege sagt:

    @Torsten
    Wenn man davon ausgeht, dass zum/ab dem Zeitpunkt der Einigung mit Breitenreiter zwischen Wilmots und Schalke kein gutes Klima mehr herrschte, dann gebe ich dir recht. In meiner Naivität ging ich davon aus, dass Schalke und Wilmots sich grundsätzlich freundlich gesinnt sind, zumindest aber sich respektieren. In diesem Fall hätte man sich dann schon absprechen und ein gemeinsames Statement veröffentlichen können (am Tag nach dem Belgienspiel). Wie dem auch sei, es ist wie es ist…

  86. Ney sagt:

    Manfred, sowas kannst Du nicht machen.
    Jetzt habe ich den ganzen Nachmittag schon
    Hey, hey, hey ich bin der Breitenreiter.
    Hey, hey, hey ich bin ein Kind dieser Stadt…

    im Ohr.

  87. Manfred sagt:

    dann hier noch etwas Werbung, Ney:
    Breitenreiter, Wellenreuther
    und dazu Blanchet.
    Nur blöd, dass es keinen Spieler mit dem Namen gibt, den Schalke sich angeln könnte.
    Naja, vielleicht gibt es einen mit nem ähnlich klingenden.

  88. Torsten sagt:

    @rege:

    hätte man sich dann schon absprechen und ein gemeinsames Statement veröffentlichen können (am Tag nach dem Belgienspiel)

    S04 hätte ein gemeinsames Statement mit einem Trainerkandidaten abgeben sollen, um danach einen anderen zum Trainer zu erklären? Nachdem Wilmots zunächst sagte, dass vor dem Länderspiel eh nicht verhandelt würde und sich S04 dazu zuvor überhaupt nicht äußerte? Sollten sie das mit allen Kandidaten tun? Wer weiß wer noch alles auf der Liste stand …

    Nee.

    Marc Wilmots hat die Sache selbst öffentlich gemacht. Als er das Tat ging ich eigentlich davon aus, dass der Fall längst geritzt ist und man nur bis nach dem Länderspielen wartet, um es offiziell zu erklären. So aber ist Wilmots nicht mehr als ein Kandidat mit dem verhandelt wurde, und mit dem man nicht einig wurde, der das ganze aber meinte öffentlich zur Diskussion stellen zu müssen. Nun S04 schlechten Stil vorzuwerfen ist meines Erachtens eine Umkehrung dessen. Nur weil er Kampfschwein war und Heldt nach der letzten Saison arg in der Kritik steht, gibt es tatsächlich einige die dem Wilmots-Gezeter folgen.

  89. leoluca sagt:

    @Torsten.

    Marc Wilmots hat in der Tat selbst die Anfrage von Schalke an ihn öffentlich gemacht: auf Nachfrage im Rahmen einer PK. Ich finde daran nichts Verwerfliches. Er hat keineswegs den Eindruck erweckt, dass bereits alles geritzt sei. Er hat lediglich zu erkennen gegeben, dass er sich diesmal – anders als etwa vor einem Jahr – ein Engagement auf Schalke durchaus vorstellen könne. Mehr nicht.

    Wilmots damals vor 2 Wochen: „Ich habe dem Verein mitgeteilt, dass ich mich auf meine kommenden zwei Spiele konzentriere. Was danach passiert, werden wir sehen.“

    Du hattest das auch so gemeldet:
    http://koenigsblog.net/2015/05.....c-wilmots/

    Woran soll ich denn nun den guten Stil von Schalke erkennen, das sein ursprüngliches Interesse an Wilmots vor Termin überraschend und öffentlich und ohne jede Begründung zurückzieht? Die Verärgerung von Wilmots über dieses Vorgehen als „Gezeter“ zu bezeichnen, halte ich für eine bloße Retourkutsche.

  90. rege sagt:

    „Nun S04 schlechten Stil vorzuwerfen ist meines Erachtens eine Umkehrung dessen.“

    Ich habe Schalke keinen schlechten Stil vorgeworfen, ich habe von „suboptimalem Verhalten“ gesprochen, und für mich besteht da semantisch ein bedeutender Unterschied (das eine ist definitiv negativ zu sehen, das andere eben nicht optimal, im Sinne von „hätte man besser machen können“).

    Und nein, ich hätte nicht erwartet, dass Schalke auf alle Kandidaten so viel Rücksicht nimmt. Diesen Umstand wollte ich mit dem Satz „Gerade weil er eine prominente Figur der Schalker Geschichte ist, hätte man etwas Rücksicht nehmen können.“ zum Ausdruck bringen.

  91. blues sagt:

    @Ney; @Manfred

    Wunderbar, bin jetzt auch infiziert. Höre den Song:

    „Hey, hey, hey ich bin der Breitenreiter.
    Hey, hey, hey ich bin ein Kind dieser Stadt…“

    Dann folgt der Werbeblock im Retrolook mit der alten Sparkassenwerbung „Mein Haus, mein Auto, mein Boot“, gerade neu aufgelegt mit Marc Wilmots in der Rolle als statusheischender Beeindrucker:

    „Meine Ablöse, Mein Gehalt, Meine Postion…“

    Ich habe den Eindruck da sind eine Menge Eitelkeiten knapp an uns vorbeigezogen.

    Genau dieser Unterschied wird es vermutlich sein, der mir von diesen Tagen in Erinnerung bleiben wird. Breitenreiter als der unbeeindruckte und freche „Goldene Reiter“ und Marc Wilmots als eitler „Former Hero“.

  92. Ney sagt:

    Ups!

    …hey, hey, hey ich war so hoch auf der Leiter
    doch dann fiel ich ab
    ja dann fiel ich ab

    – sofort verdrängen, diese Zeilen, das Lied ist schließlich kein Orakel.

  93. Manfred sagt:

    Das mit der Leiter gilt eher für Timon Wellenreuther^^.

  94. leoluca sagt:

    André Breitenreiter – der gerne unterschätzt wird und auch gerne aus der Deckung kommt. Was zum Einlesen:
    http://www.11freunde.de/artike.....itenreiter

  95. crisscrosd04 sagt:

    @leoluca
    Dank dir für den Link!
    Am besten gefällt mir: „aus wenig viel machen“ – das passt doch gerade. :-D
    Trotzdem würde ich an seiner Stelle mir das Zimmer bei der Mutter warmhalten. Man weiß ja nie. ;-)

  96. Ney sagt:

    Der erste Kommentar unter dem 11Freunde-Artikel lässt an der Brauchbarkeit desselben allerdings zweifeln.

  97. leoluca sagt:

    Ob brauchbar oder nicht. Nachdem ich ihn gelesen habe, weiß ich, dass Breitenreiter auch das Verlieren kennt und wie man sich aus der Misere befreit. Das gefällt mir deutlich besser als diese Phrase vom „Erfolgstrainer“, die jetzt jedes Provinzblättchen verwendet.

  98. blues sagt:

    „Dass alles so abgelaufen ist, hat nur eine Person zu verantworten. Horst Heldt wollte mich von Anfang an nicht!

    schreibt Bild, dass Wilmots das denen so gesagt hat.

    und der westen.de meint:

    Der belgische Nationaltrainer war der Wunschkandidat von Aufsichtsrats-Chef Tönnies, der die Fans mit der Aura eines Eurofighters besänftigen wollte.

    Tönnies und Wilmots, dem Fußballgott sei Dank, dass er uns vor diesem Jahrmarkt der Eitelkeiten (zunächst) verschont hat.

  99. leoluca sagt:

    Selbst wenn das stimmen sollte: wieso spricht das gegen Wilmots, der ein paar Qualitäten mehr als seine Aura mitgebracht hätte?

    Das komplette Wilmots-Zitat aus der Bild lautet übrigens: „Dass alles so abgelaufen ist, hat nur eine Person zu verantworten. Horst Heldt wollte mich von Anfang an nicht! Diese angebliche Absage nur vier Stunden vor dem Spiel ist eine Frechheit und Respektlosigkeit. Er wusste ja, dass wir sein Angebot schon vor einer Woche abgelehnt haben.“

  100. SpeedGlas sagt:

    Eigentlich kann es uns doch egal sein, was Wilmots noch zu sagen hat. Schalke hat einen neuen Trainer gefunden. Das wir jetzt noch ein paar Tage durch die Medien geistern wie damals die Stroy um Tuchel und den HSV.

    Ich bin in erster Linie darauf gespannt, ob Breitenreiter Spieler aussortiert und Wünsche für neue hat. Heute wird er ja vorgestellt und ich bin gespannt darauf, wie er sich in der ersten PK geben wird.

  101. eakus1904 sagt:

    @leoluca:

    Das komplette Wilmots-Zitat aus der Bild lautet übrigens: “Dass alles so abgelaufen ist, hat nur eine Person zu verantworten. Horst Heldt wollte mich von Anfang an nicht! Diese angebliche Absage nur vier Stunden vor dem Spiel ist eine Frechheit und Respektlosigkeit. Er wusste ja, dass wir sein Angebot schon vor einer Woche abgelehnt haben.“

    Wilmots ging es offenbar nur um diese ominöse Absage.Ein weiteres Zitat habe ich bei derwesten.de gelesen:

    „Es stimmt, dass wir vergangene Woche Gespräche mit Schalke geführt haben. Aber danach war schnell klar, dass wir konzeptionell nur schwer zusammenkommen. Weil ich mich aber um die Nationalmannschaft kümmern muss, haben wir jedes weitere Gespräch vertagt.

    Jetzt fasse ich mal zusammen: Wilmots selbst macht Gespräche mit Schalke öffentlich. Von Vereinsseite hat niemand (zumindest offiziell) einen Kandidatennamen genannt.
    In den Gesprächen zeichnet sich ab, das es keine Einigung geben wird oder zumindest die Vorstellungen sehr weit auseinander liegen. Man vertagt sich.
    In der Zwischenzeit einigt Schalke sich aber mit Andre Breitenreiter auf eine Zusammenarbeit. Somit ist klar, das Wilmots nicht Trainer wird.

    Welches Interesse sollte Schalke nun haben, diese Meldung bis nach den Qualifikationsspielen zurückzuhalten? Da würde man sich doch nur selbst mit schwächen. Denn so hätte man ihm die Möglichkeit gegeben, es als Absage seinerseits hinzustellen. Das wäre dann nach Weinzierl die zweite offizielle Absage eines Trainers gewesen. Zumindest hätte man es so dargestellt. Automatisch wäre Andre Breitenreiters Status auf „C-Lösung“ heruntergestuft worden. Nicht innerhalb des Vereines, sondern in der Berichterstattung. Nein, diese Meldung vor den Quali-Spielen zu veröffentlichen, war das beste, was Schalke machen konnte. Dass das Marc Wilmots anders sieht, sei ihm zugestanden. Schlechten Stil kann ich aber nicht entdecken, da ist sich jeder selbst der nächste.

  102. schalkoholiker sagt:

    Breitenreiter musste ich erst einmal sacken lassen. Nicht, weil ich ihn als schlechten Trainer empfinde, sondern weil ich schlichtweg vorher gar keine Meinung zu ihm hatte. Je länger ich darüber nachdenke, desto sympathischer wird mir die Verpflichtung. Die Gründe dafür finden sich alle in den vorangegangenen Posts wieder.

    Wilmots hätte ich mir auch gut vorstellen können, noch besser hätte ich Weinzierl gefunden. Aber schauen wir der Realität ins Auge: Bei unserem derzeitigem Image und der Nicht-Quali für die CL laufen uns die Hochkaräter auch nicht gerade die Bude ein.

    Breitenreiter hat nun die komfortable Situation, dass es kaum mehr schlechter geht als zuvor. Außerdem ist er durch die Nicht-CL-Saison nicht ganz so im medialen Fokus und könnte dadurch den erforderlichen Raum für sein Konzept haben. Ich wünsche es mir und lasse mich gerne von Breitenreiter überraschen: Herzlich willkommen und Glückauf!

  103. leoluca sagt:

    @eakus1904.

    Dass Marc Wilmots auch anders hätte reagieren können als seine Verärgerung über die Schalker Vorgehensweise öffentlich zu machen, das ist weder zu bestreiten noch lohnt es sich, das weiter auszuwalzen. So isser halt, abgehakt. Ich kann ihn verstehen, andere nicht.

    Was für mich weiter diskutabel ist: die Vorgehensweise von Horst Heldt, der uns als Vorstand Sport und Kommunikation nun doch erhalten bleibt, und auf diesem Posten nicht das erste Mal einen teils windigen, teils überforderten Eindruck hinterlässt.

    Es hätte andere Möglichkeiten gegeben, die Verhandlungen mit Wilmots öffentlich zu kommunizieren statt ihn durch diesen Affront gegen sich aufzubringen.

    Woher man die Sicherheit nimmt, Heldt hätte in diesem Falle etwas für das positive Image des Vereins getan, ist mir zwar schleierhaft. Wichtiger finde ich die Frage, warum Wilmots denn nun von den Verantwortlichen aus konzeptionellen und strukturellen Gründen nicht gewollt war.

    Ich habe am Wochenende in einem der vielen Schalke-Foren eine Reaktion auf die Ereignisse gelesen, die mir gefällt:

    „Für mich fühlt es sich – ganz subjektiv – so an, als habe HH damit eine Lösung gefunden, die für den Verein heisst: weiter so. Wenn Wilmots äußert, man sei konzeptionell nur schwer zusammengekommen, kann das drauf hindeuten, dass Wilmots grundlegende Änderungen eingefordert hat. Das wäre aus meiner Sicht auch absolut notwendig. Dennoch: Breitenreiter hat einen super Job gemacht, ist aber eine absolute Risikoverpflichtung, da er in einem vergleichbaren Umfeld keine Erfahrung hat. Ich wünsche ihm Glück.“

  104. leoluca sagt:

    Der Kicker schreibt heute:

    >>“Ich bin kein Trainertyp Magath“, sagt Breitenreiter, „aber ich habe es als Spieler sehr gut gefunden, dass er strikt nach dem Leistungsprinzip gehandelt hat. Wer im Trainiung Gas gegeben hat, hat gespielt. Das war fair.“ – In den Verhandlungen mit der Schalker Klubführung, die am Mittwoch begannen, am Donnerstag bei S04-Aufsichtsratschef Clemens Tönnies in Rheda-Wiedenbrück fortgeführt wurden und schließlich am Freitag auf Mallorca zu einer Einigung führten, sei genau dieses konsequente Handeln eines der ausschlaggebenden Argumente gewesen.<<

  105. Torsten sagt:

    aber ich habe es als Spieler sehr gut gefunden, dass er strikt nach dem Leistungsprinzip gehandelt hat. Wer im Trainiung Gas gegeben hat, hat gespielt. Das war fair.

    Das hatte übrigens Stephan Simann, der SCP-Blogger, in seinem Teil des Rasenfunk Royal auch angesprochen. Lies mich auch gleich aufhorchen.

  106. schalkoholiker sagt:

    Gleiches Thema, (jetzt aber) andere Baustelle:

    Viele von uns hatten ja Thomas Tuchel lange Zeit auf dem Wunschzettel. Unabhängig von seiner fußballerischen Kompetenz, die er demnächst bei den Nachbarn auf den Prüfstand stellen wird: Menschlich werde ich mit dem nicht warm. Das ist mir bei seinen ersten öffentlichen Statements in den letzten Tagen sehr bewusst geworden. Ich bin ganz froh, dass er nicht im königsblauen Dress durch die Gegend läuft.

  107. Malte sagt:

    Ich hab versucht da durchzusteigen, komm aber irgendwie nicht klar. Anscheinend war MW aus A der Kandidat von HH, MW aus B der Kandidat von CT. Wessen Kandidat war dann AB? Vielleicht von PP? Und wie viele Blätter passen eigentlich noch zwischen HH und CT?

  108. blues sagt:

    @leoluca
    wir wissen nicht sicher, wer was gesagt hat. Wir sehen aber was geschrieben wird. Aber vielleicht kannst du vom weiteren Gebrauch von Kampfbegriffen wie „Verschwörungstheorie“, die du mir gegenüber benutzt, und die nur der Denunziation einer anderen Meinung dient, in Zukunft absehen.

  109. hoffedocS04 sagt:

    Also, Höwedes bleibt auf Schalke. Na, ein Glück.

  110. leoluca sagt:

    @blues.

    Ja, dieser Text von Dir ist für mich eine Verschwörungstheorie und es sollte erlaubt sein, das auch so zu nennen. Wo siehst du da eine Denunziation?

    blues schreibt: “Wenn es schief geht wird der simsende Metzger beide freistellen und den sich durch Heldt gekränkt gebenden Wilmots einstellen. Das sichert Tönnies die Wiederwahl und verschafft dem belgischen Alphatrainer Genugtung. Es wird langsam unsäglich wie Wilmots sich gebärdet um sich als Gegenspieler zu Heldt schon mal gut in Szene zusetzen. Auf keinen Fall hilft er Schalke damit weiter. Alte Liebe geht anders.”

  111. schalkoholiker sagt:

    @hoffedocS04: Schade ums Geld, aber menschlich und fußballerisch gut. Ich mag Bene, seine Identifikation mit dem Verein und bin überzeugt, dass wir ihn (auch fußballerisch) sehr vermisst hätten.

    @leoluca, blues: dünnhäutige Wortklaubereien…

  112. hoffedocS04 sagt:

    Spricht jedenfalls eine klare, schnörkellose Sprache, unser André B.

    Angenehme Ausstrahlung, kein äh, äh, äh, wacher Blick, direkte Ansprache, freut sich sichtlich, da zu sein

    Kein Windbeutel, kein Schimmelbrötchen, eher gutes, herzhaftes Graubrot;-)

  113. Lutt sagt:

    Nachdem ich mich auch ein bisschen mit dem Profil unseres neuen Fußballlehrers auseinandergesetzt habe, bin ich auch guter Dinge.
    Vor allem: man glaubt es ihm. Klare Aussagen, die keine Widersprüche zu seinem bisherigen Lebenslauf bilden.

    Überrascht hat mich der Kommentar von HH:

    Heldt: „Unser Anspruch, immer den größtmöglichen Erfolg haben zu wollen, hat sich nicht verändert. Aber wir werden in diesem Jahr keine Tabellenplätze als Ziel ausgeben. Uns ist erstmal wichtig, dass die Leute sehen: Da ist Willen, da ist Leidenschaft, auch wenn wir keine Siege garantieren können.“

    Keine Vorgabe für die CL-Teilnahme in der übernächsten Saison. Ich weiß, dass alle CL spielen wollen, aber an dieser Stelle finde ich die Marschroute, die dem neuen Trainer auch etwas Druck nimmt, folgerichtig.

  114. Stollengewitter sagt:

    Das war eine meiner Meinung nach insgesamt schwache PK…schade für André Breitenreiter aber das Wilmots-Thema hat einfach nur genervt. Ich glaube Schalke braucht da ne Veränderung was den Bereich Kommunikation angeht. Damit meine ich jetzt keine Nordkorea-Style Bayern München PK’s oder jemanden der locker bei Matthias in der Weides Bullshit Bingo alle Preise abgeräumt hätte aber jemand wortgewandtes der mit den Medien anders umgehen kann würde uns durchaus gut zu Gesicht stehen. Heldt sollte professionelle Hilfe zur Seite gestellt werden.

  115. derwahrebaresi sagt:

    @Also, Höwedes bleibt auf Schalke.

    man könnte auch sagen, er muss bleiben.
    der mann ist verletzt und wird noch sehr
    lange ausfallen.

    ich vermute, dass das „große interesse“ aus england
    in diesem zusammenhang nachgelassen hat.

  116. nevolution sagt:

    Wenn man sich als Herr Wilmots das Recht raus nimmt seine „alte Liebe“ wochenlang warten zu lassen muss man sich nicht wundern wenn sich die Verantwortlichen in der Zwischenzeit mit anderen Kandidaten beschäftigen. Das man sich am Ende für jemanden der unbedingt will entscheidet, einen der einen Plan und ein wenig was vorzuweisen hat, finde ich nur logisch. Willkommen auf Schalke Her Breitenreiter!

  117. michael sagt:

    @ Stollengewitter

    sehe ich ähnlich. die PK war schwach und HH hat mal wieder ziemlich rumgeirrt als die Frage zum genauen Zeitpunkt der Gespräche mit AB (erst am Mittwoch, nach der Kontaktaufnahme am Dienstag). Hätte man klarer formulieren können ja müssen. Und das Erwähnen von vielen interessanten Gespräche kann er sich sparen. Klarheit ist das Zauberwort und ich finde er braucht da dringend Unterstützung bzw. professionelle Hilfe/Coaching.

    Breitenreiter hat mir gefallen und ich wünsche im viel, viel Glück. Kann er dringend gebrauchen. Nach wie vor ist für mich Schalke ein Sanierungsfall und AB und der Rest der Verantwortlichen haben eine Mammut Aufgabe vor sich.

  118. leoluca sagt:

    Klar ist HH nicht das große rhetorische Talent, ich habe ihn allerdings auch mal anfangs seiner Schalker Zeit – kurz nach Magaths Entlassung und seiner Inthronisierung – mit einer großartigen, geradezu leidenschaftlichen JHV-Rede erlebt und das war damals nicht sein einziges kommunikatives Glanzstück.

    Heute ist der Mann erschöpft und wer auf Dauer nicht nur etwas, sondern immer mehr an Fehlern zu überspielen sucht, kann irgendwann nicht mehr überzeugend wirken. Heldt hat seine Glaubwürdigkeit großenteils eingebüßt und das eben strahlt er auch aus. Er ist von sich selbst nicht mehr überzeugt. Das ist durch Supervision oder anderen Beratungsquatsch auch nicht zu heilen.

    Schade, leider bräuchte Breitenreiter gerade jetzt einen im Club angesehenen und starken Manager, der ihm den Rücken frei hält und ihn machen lässt.

  119. markus04 sagt:

    Ich hoffe ja auch, dass AB Erfolg hat, indem er schönen Fußball spielen lässt. Aber er sieht so aus wie HH. Und da beschleichen einen solche Gedanken wie “ Hoffentlich war das mit Paderborn bei ihm nicht so eine Glückstreffer wie die Deutsche Meisterschaft bei HH in Stuttgart.“ Naja, warten wir es mal ab. Ich hab meinen Jungs jedenfalls gesagt, dass sie erst ein neues Trikot kriegen, wenn HH weg ist. In den habe ich einfach kein Vertrauen mehr, wenn er mein Geld ausgibt.

  120. Manfred sagt:

    Erfolg hat er doch schon: erfolg t Di Matteo :D

  121. #Link11: Personalkarussell | Fokus Fussball sagt:

    […] Heldt passt. Wenn ich ehrlich bin, ich kann beide kaum noch unterscheiden (Sven Flohr via Twitter). Das Königsblog begrüßt die Verpflichtung und denkt, dass Breitenreiter der richtige Mann für den Job sein […]

  122. Ney sagt:

    Wo wir schon am Blödeln sind…

    Es war in einer Regennacht
    auf einsamer Prärie.
    Die Spieler saßen dicht gedrängt,
    Kein Trikot wärmte sie.
    Oh Kerle sind das, lau und mau,
    für sie gilt kein Vertrag,
    und Regen, Sturm und Wolkenbruch
    sind über sie gejagd.

    Yippie ey je, yippie ey jo,
    Breitenreiter zieht vorbei.

    Da tritt der Trainer in den Kreis
    und winkt dem einen zu.
    Er wendet sich verzweifelt um
    und sucht beim Himmel Ruh‘.
    Zu den Sternen will er flüchten
    und zur Sonne will er fliehn‘
    Alle Sterne werden bleich,
    die Sonne will verglühn.

    Yippie ey je, yippie ey jo,
    Breitenreiter zieht vorbei.

    Da öffnen sich die Himmel weit
    und Schalker kommen aus Höh’n.
    Und Feuer bricht aus Luxusautos,
    rauhe Winde weh’n.
    Der laue Profi wird genommen,
    keiner hat gefragt.
    Weiter geht es aufwärts dann,
    in toller wilder Jagd.

    Yippie ey je, yippie ey jo,
    Breitenreiter zieht vorbei

    Breitenreiter zieht vorbei

    Breitenreiter zieht vorbei

    (Melodie: Ghost Riders in the Sky)

  123. Torsten sagt:

    Danke :-)

  124. Ney sagt:

    Verflixt, Schreibfehler in ‚gejagt‘.

    Und Referenz vergessen: basiert auf der von Bruce Low gesungenen Version.

  125. Torsten sagt:

    Der Songtext war übrigens der 30.000ste Kommentar in diesem Blog, habe ich gerade zufällig gesehen. Sehr schön.

  126. leoluca sagt:

    Was Handfestes über Breitenreiters Spielideen:

    http://www.spiegel.de/sport/fu.....98082.html

  127. McP sagt:

    Im Sportradio360 erzählt sky-Reporter Andreas Renner eine kleine Anekdote über Breitenreiter. Aus dieser kann man möglicherweise ableiten, dass Breitenreiter reichlich paranoid ist. Paranoia ist ja durchaus eine Antriebsfeder, aber auf Schalke wird er sich da mehr Gelassenheit zulegen müssen. Ansonsten wird er sich auf Schlachtplätzen aufreiben, die es nicht wert sind.

    http://sportradio360.de/podpre.....09-s04.mp3

  128. blues sagt:

    @McP
    Danke für den Link. Ich empfand die von dem Skyreporter Andreas Renners geäußerte Wahrnehmnung zu Breitenreiter „ich hab ihn schon ein bischen als paranoid erlebt“ als sehr übergriffig,frech und unbelegt. Eine Behauptung ohne überzeugendes Argument.

    Egal ob „pro Bayern“, „pro Schönreden von Spielen“ um das Reichenweitenversprechen den Werbungbezahlern gegenüber zu erfüllen oder „pro jeweiligem Gegner“, – wer von uns möchte und kann die durch Parteilichkeit gefärbten Kommentare der Skyreporter noch wirklich hören? Kaum noch einer. Immer häufiger klappen bei diesen Herren Eigen- und Fremdwahrnehmung auseinander.

    Natürlich macht es für Vereinsverantworliche Sinn, bei dem guten Dutzend Reporter der wichtigsten Medien, zu wissen wie diese ticken. Renner liefert mit seiner dreisten Behauptung, mit der zur Paranoia gepimpten notwendigen Vorsicht, das beste Beispiel ab.

    Dass es auch anders geht zeigt Philipp Selldorfs knappe Analyse zu Di Matteo und Kehdira.

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