Wörtlich: André Breitenreiter

Wir müssen davon wegkommen, dass nach einem Sieg alles toll ist und nach einer Niederlage alles mies. Alle müssen Geduld aufbringen, wir haben eine der jüngsten Mannschaften der Liga. Wenn keiner die Nerven verliert, dann werden wir nachhaltigen Erfolg haben.

… spricht André Breitenreiter Worte, die weise erscheinen. Sie erscheinen aber auch wie die Empfehlung eines Mineralwasservertreters in der Wüste. Schließlich gehört Ungeduld zur hervorstechenden Eigenschaft dieses Clubs. Schließlich macht die extreme Emotionalität diesen Club aus, im Positiven wie im Negativen.



24 Kommentare zu “Wörtlich: André Breitenreiter”

  1. teamnullvier sagt:

    Ja, das macht nicht nur den Club, sondern auch dessen Abschneiden in den Meisterschaftswettbewerben der letzten Jahre aus.
    Ich kann André Breitenreiter nur beipflichten. Wenn wir, der Verein und seine Verantwortlichen es nicht schaffen Ruhe zu bewahren, wird auch dieser Anlauf scheitern. Man muss sich schon wundern, dass es immer wieder Trainer gibt, die sich den FC Schalke zutrauen…
    Ich glaube auch, dass ein „befriedeter“ S04 für hochkarätige Spieler interessanter wird und wir nicht immer mit viel Geld (welches wir nicht wirklich haben) und sehr komfortablen Verträgen locken müssen.
    In diesem Sinne:
    Ruhig bleiben und dem Trainer und der Mannschaft Zeit geben.

  2. Ogro sagt:

    Auch ich kann AB da nur beipflichten. In der Vergangenheit hat jedenfalls das Stecken von hohen Zielen eher nicht zu Erfolgen geführt.
    Manchmal gewinnt man den Eindruck, als ob viele Schalker einen (Teil-)Verlust ihrer Identität fürchten, wenn jemand versucht, die chronische Aufgeregtheit des Umfeldes zu thematisieren. Ich persönlich fänd’s mal erfrischend, wenn die Mannschaft sich mit EINEM Trainer über zwei, drei Saisons steigern dürfte…

  3. Taisumi sagt:

    Wenn AB unserer Truppe eine leidenschaftliche offensive Spielweise einimpft, bei der jeder Zuschauer sieht, dass die sich zerreißen und die Zuschauer mitgenommen werden, dann stehen uns rosige Zeiten bevor. Das wünsche ich mir einfach jetzt mal so für diese Saison.

  4. Ney sagt:

    Falls sich im Vergleich zu den letzten zehn Jahren nicht dramatisch was geändert hat, sollte Breitenreiter das wohl in erster Linie dem Aufsichtsratsvorsitzenden mitteilen. Der wird seine öffentlichen Stellungnahmen und die Personalentscheidungen (falls ihm der übrige Aufsichtsrat nicht endlich mal in den Arm fällt) allein daran orientieren, was ihm bei der angestrebten Wiederwahl 2016 nützt. Demontage von Manager, Trainer, Mannschaft, je nachdem, sind da stets Optionen gewesen.

  5. Torsten sagt:

    Kurzer Offtopic Breaking News Einschub:

    Heiko Buschmann, bei „RevierSport“ für S04 zuständig, schreibt heute, dass der Transfer von Gökhan Inler fix sei. Der Spieler habe heute einen 3-Jahres-Vertrag unterschrieben. Die Ablöse läge bei „5 bis 6 Millionen Euro“. Außerdem stehe Prince vor einem Wechsel in die Türkei. Der Club sei noch nicht bekannt.

    http://www.reviersport.de/3106.....erkei.html

  6. Spalki1904 sagt:

    Der Wunsch von André Breitenreiter ist verständlich, aber auf Schalke ist das nicht möglich. Ist so, war immer schon so und wird sicher auch immer so sein. Alleine die Medien leben Schalke nach Siegen hoch und lassen sie nach Niederlagen wieder tief fallen. Aber geht mir ja genau so. Rege mich nach Niederlagen völlig auf und nach Derbysiegen sehe ich uns als unschlagbar für die nächsten Jahre ;-) Erschrecke mich manchmal selbst, wenn ich meine Twitterkommentare nach Spielen schreibe und diese später lese.
    Schalke ist Emotion. So ist Schalke, da kommt keine Ruhe rein und Ungeduld gehört wohl hier dazu.

  7. leoluca sagt:

    Gewiss gehört die Nervosität oder auch nervöse Ungeduld zu den Schalker Konstanten. Erregungskartell halt.

    Allerdings war es in der Assauaer-Stevens-Ära dennoch anders. Mehr Zusammenhalt, mehr Vertrauen in die Führung, äußerst starke Sympathie zu den Spielern.

  8. Manfred sagt:

    Ich kann nix finden, was an extremer Emotionalität positiv sein soll.
    Je schneller man sich auf Schalke von diesem ‚entweder himmelhoch jauchzend oder zu Tode betrübt‘-Schwachsinn verabschiedet, desto besser für alle Beteiligten.
    Das hier mal als Erinnerung, ist noch gar nicht so lange her:
    http://www.spox.com/de/sport/f.....ophie.html

    Allerhöchste Zeit, dass die ganzen Besoffenen (von sich selbst, vom Erfolg, von Macht, von Schalke oder auch nur von welchem Gesöff auch immer) mal gründlich ausgenüchtert werden.

  9. blues sagt:

    Inszenierte Aufreger: Heute aktuelle Transfers

    Neusten Gerüchten zu Folge, hat „Tönnies` Impro- und Kasperle Theater“ neben Büskens, Sand & Stevens noch einen weiteren Akteur verpflichtet. Wie aus gut unterrichteten Kreisen zu hören ist, soll Felix Magath aktuell das Transferkarusell bedienen. Wer dagegen den Vorsitz im neuen Schalker Förderverein „Prinzenhilfe e.V.“ – der sich um die Inklusion von invaliden Schalker Spieler kümmern soll, übernimmt, steht noch nicht fest.

  10. schalkoholiker sagt:

    Ich kann Breitenreiter, mit Blick auf die letzte Saison, nur bedingt Recht geben. Denn hier ging es nicht einfach nur um Niederlagen (die hätten wir wohl alle auch ruhiger verarbeiten können) und Siege. Entscheidend war vielmehr das WIE.

    Soviel steht fest: Wenn unsere Mannschaft künftig genauso ambitionslos auftritt, dann werde ich mich künftig auch genauso darüber aufregen. Ansonsten kann ich gleich Bayern-Fan werden.

  11. schalkoholiker sagt:

    Zu Gökhan Inler: Spielerisch habe ich ihn nicht verfolgt, aber das ist viel Geld für einen Mann in seinem Alter. Wenn ich das richtig sehe, dann ist er ein 6er oder 8er, oder?

    Ich persönlich hoffe darauf, dass in der kommenden Saison bei Leon Goretzka der Knoten platzt und er verletzungsfrei bleibt. Da schlummert meiner Meinung nach eines unserer größten Potenziale.

  12. Lutt sagt:

    ich kann dem schalkoholiker nur beipflichten. Ich denke auch nicht, dass Sieg oder Niederlage allein entscheidend für den Glücksfüllstand der Schalker Seele sind, sondern die Art, wie die Mannschaft sich präsentiert.

    Kein Draxler-Verkauf, Boateng vermutlich auch nächstes Jahr auf der Gehaltsliste und trotzdem noch geplante Transfers… is ja alles toll.
    Ham wir im Lotto gewonnen? Wo kommt eigentlich die Kohle her?

  13. leoluca sagt:

    Habe schon die Verpflichtung des Ligamittelmaßes Di Santos nur bedingt verstanden und keine Vorstellung davon, was aus Felix Platte werden soll. Aber warum Inler ein Thema ist, ist mir vollständig schleierhaft. Man würde ihn Leon Goretzka vor die Nase setzen, oder verstehe ich da was komplett falsch?

  14. Oberwäller sagt:

    Dann fangen wir doch mal für diese Saison an uns mit einem Platz

    „unter den ersten 8″

    (bei ordentlicherem Fussi als in der vergangenen Saison) zufrieden zu geben und gehen mit dieser Einstellung in die Saison.
    Wer macht mit ?
    *ironie off*

    Irgendwie sind wir Schalker bei allem Frust der letzten Saison doch mehr oder weniger erfolgsverwöhnt – oder kann jemand meinen ersten Satz oben „voll und ganz unterschreiben“?

  15. SpeedGlas sagt:

    @leoluca: Ich sehen das ähnlich mit Di Santo. Warum wird nach dem Abgang von Farfan nicht nach einem Ersatz für ihn gesucht. Stattdessen wird Di Santo geholt, obwohl Choupo Moting und Platte noch da sind.

    Inler kenne ich nicht, deswegen verbietet sich mir erst einmal ein Urteil über ihn. Dennoch finde ich es gut, dass noch ein erfahrener Spieler für die doch sonst sehr junge Truppe geholt wird.

    Ansonsten kann ich Luft und Schalkeoholiker nur bepflichten. Es ist entscheident wie man gewinnt oder verliert. Ich meine hier in den Blog-Kommentaren gelesen zu haben, dass sich Siege wie Nierderlagen anfühlen. Die Spielweise in den letzten Jahren bot auf Schalke keinen attraktiven Fussball. Spielerisch und taktisch besaß Schalke keine Seele.
    Dazu hat uns unser Nachbar vorgeführt wie man es macht und zweimal hintereinander die Meisterschaft geholt, dazu den Pokal sowie das CL-Finale erreicht.

    Schafft AB es Schalke wieder Leben einzutauchen wird er sicherlich Recht behalten und Erfolg haben. Dazu hätte man aber nicht nur den Trainer tauschen müssen.

  16. Ogro sagt:

    Um an dieser Stelle wieder an den Ausgangspunkt anzuknüpfen: unser Nachbar hat die ersten zwei Jahre genau das gemacht: mit jungen Spielern die Spielweise eines unangefochtenen Trainers konsequent einzuüben, bis die Früchte geerntet werden konnten… Auch wenn immer wieder Rückschläge zu verzeichnen waren, hat man dort diesen ‚Plan‘ verfolgt. Und auch das dortige Umfeld war vorher ähnlich chronisch aufgeregt wie bei uns… Einziger Vorteil, den sie hatten: der Verein war kurz zuvor nahezu klinisch tot. Und das hat die Fanbase vermutlich dankbar für jeden Fortschritt und langmütig für jeden Rückschlag werden lassen

  17. Ney sagt:

    Dass hier auch nach einem Sieg alles mies sein kann und keineswegs alles toll gefunden werden muss, hat Breitenreiter doch als Gästetrainer von Paderborn hier erleben dürfen.

    Wie andere bereits erwähnten, Erfolg und Siege sind wichtig, aber was hier eigentlich die K***cke zum dampfen bringt, ist meist was anderes als bloß der Mißerfolg.

  18. Torsten sagt:

    Einziger Vorteil, den sie [der BVB] hatten: der Verein war kurz zuvor nahezu klinisch tot. Und das hat die Fanbase vermutlich dankbar für jeden Fortschritt und langmütig für jeden Rückschlag werden lassen

    Nicht „einziger Vorteil“, sondern „der entscheidende Unterschied“. Lässt sich auch in Dortmund so nicht wiederholen.

  19. rjonathan sagt:

    @SpeedGlas & leoluca
    Inler ist ja ein Abräumer, einer wie Gattuso oder de Jong. Also ein ganz anderer Spielertyp als Goretzka. Goretzka würde dann wohl eher eine Rolle in der Offensive übernehmen (zB rechts wie bei Bochum) und auch als Ersatz für Geis spielen.
    Ich finde diese „vor die Nase setzen“-Argumentation echt falsch. Wir brauchen auch dringend erfahrene Kräfte, an denen sich die jungen Spieler festhalten können, wenn es mal nicht läuft. Das wäre ja meiner Meinung nach der Hauptvorteil eines gesunden Khediras gewesen. Insofern sind zwei Stellen offen im Team: ein echter Staubsauger und ein international erfahrener Spieler.

    Hier ein tolles Porträt von Inler, bei dem übrigens sein Entdecker Lucien Favre (in Kapitel 2) noch besser wegkommt als Inler selbst. Man sieht, wieso Gladbach immer hervorragende Spieler im defensiven Mittelfeld hervorbringt.
    http://zwei-wege-ein-ziel.nzz.ch/2-reifen/

  20. Torsten sagt:

    Danke für den Link, rjonathan!

    Schön zu lesen. Ein Beispiel mehr dafür, dass Spieler auch als Profi das Glück haben müssen, an den richtigen Trainer zu gelangen, der ihnen was bei- und sie weiterbringt.

  21. rjonathan sagt:

    Zu Boateng: Selldorf schreibt in der SZ es sei Besiktas. Die wollten eigentlich Inler aber die Ablöse nicht bezahlen. Hoffentlich klappt es endlich, Besiktas würde auch super zu ihm passen.

  22. leoluca sagt:

    @Rjonathan
    Dass Schalke nach dem Abschied Boatengs mehr Erfahrung, mehr Routine im zentralen MF benötigt, habe ich nicht bestritten. Im Gegenteil. Ich hänge nicht der romantischen Vorstellung an, primär mit den Juwelen der Knappenschmiede ein neues Spitzenteam bilden zu können. Mir leuchtete die Khedira-Diskussion damals durchaus ein.

    Mir geht es um die Personalie Inler. Ich sehe ihn nicht in der gleichen Klasse wie Boateng zu seinen guten Zeiten und Khedira, wenn er fit ist. Meine Befürchtung ist (ähnlich wie bei Di Santos), dass man solchen Talenten wie Goretzka Liga-Mittelmaß vor die Nase setzt. Stichwort Schnäppchenjagd.

    Auch sehe ich Inler weniger als Abräumer, wie du schreibst, der den offensiv orientierten Spielern wie Geis und Goretzka den Rücken frei hält. Inlers Spiel ist zwar, so weit ich das beurteilen kann, zweikampfstark und schnörkellos, auch passstark. Aber Breitenreiter sieht in ihm einen „Box to Box“-Spieler, so sein Wording gestern, was ich so verstehe, dass er die zentrale Figur im MF sein soll.

  23. rjonathan sagt:

    @leoluca
    Okay, Staubsauger ist da wohl etwas zu einseitig gedacht, ich meinte aber eben diesen Spielertyp wie Khedira es auch ist. Die moderne Version von Staubsauger. Bei Bayern wird wohl Vidal diese Rolle jetzt übernehmen. Aber es geht jedenfalls um die defensive Seite (das erste „box“ bei „box to box“). Das ist Goretzka ja auf keinen Fall.
    Finanziell können wir uns als Verstärkungen leider nicht Lewandowski und Vidal leisten. Müssen wir als mit diSanto und (eventuell) Inler vorlieb nehmen und auf positive Überraschungen hoffen.

  24. Steffen sagt:

    @rjonathan
    Danke für den Link, interessanter Artikel

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