Sieg mit Aussicht

Schalke 04 gewinnt 5:0 in Duisburg und erreicht souverän die 2. Pokalrunde. Ein Spiel das nicht überbewertet werden sollte, das aber Lust auf mehr machte.

Der MSV Duisburg ist mit zwei Niederlagen in die Saison gestartet und musste einige Verletzungen wegstecken. Vor großer Kulisse waren sie redlich bemüht, aber letztlich in allen Belangen überfordert. Für Schalke ist nie ein Sieg selbstverständlich, Schalke kann sich prima auch selbst im Weg stehen. Trotzdem war die Rollenverteilung natürlich eindeutig, ein Schalke-Sieg war zu erwarten, ein MSV-Triumph wäre eine Sensation gewesen. Insofern war das „Dass“ flott abzunicken. Das „Wie“ machte aber Spaß.

Mir gefiel vor allem, dass die Mannschaft auch noch beim Stand von 4:0 in der 75. Minuten den Gegner mit Ball jagte. Über die Pflicht hinaus ging es darum, die neue Spielweise mit Pressing tief in des Gegners Hälfte und schnellem Umschalten zu etablieren. Das Offensivspiel insgesamt war variabel, die Innenverteidigung ließ nichts anbrennen. Julian Draxler war auf Außen ein die Offensive gestaltender Spieler, Johannes Geis war stets anspielbar und gab das Tempo vor. Gegen Werder Bremen wird dies alles viel schwieriger werden, aber man konnte sehen wie Schalke werden soll. Ein schöner Ausblick.

Und dann redeten allerdings alle über ein Transparent von ein paar Deppen. Sehr geschmacklos, natürlich. Abgesehen vom Geist der „Künstler“ selbst gab es dazu aber auch keine zwei Meinungen. MSV-Geschäftsführer Bernd Maas bat direkt nach dem Spiel um Entschuldigung, Rudi Assauer und seine Tochter nahmen an und gaben sofort verständnisvolle Worte zurück. Damit hätte es gut sein können.
Aber wenn die Empörungsmaschinerie erstmal anläuft, gibt es kein Stoppen mehr. Schalke-Fans krakelten gegen „die Duisburger“, MSV-Fans wetterten gegen „die Idioten in der Kurve“, Zeitungen und Onlineportale produzierte gesonderte Berichte. So wurde ein Zwischenfall zur eigenen Story. Zuviel Aufmerksamkeit, zuviel Ablenkung vom Wesentlichen. Auch davon, dass bei diesem „Hochsicherheitsspiel“ letztlich nichts wirklich schlimmes passierte. Oder davon, dass die Duisburger Zuschauer ihre Mannschaft am Ende trotz Niederlage feierten und damit zeigten, dass sie das Geschehen richtig einordnen konnten. Schade.



45 Kommentare zu “Sieg mit Aussicht”

  1. derwahrebaresi sagt:

    stimmt, nur nicht überbewerten.
    auf schalke waren die verantwortlichen nach dem sieg ja auch nicht überschwänglich.
    diese „lust“ und leistungsbereitschaft mit in das spiel gegen Bremen nehmen, vllt. kann sich daraus ein lauf entwickeln.
    für den anfang sah das alles sehr gut aus!

  2. SpeedGlas sagt:

    Ich denke auch, dass man das Spiel nicht überbewerten darf, denn der MSV war erschreckend schwach. Wenn der Hunter und Di Santo nicht so verschwenderisch mit den Chancen umgegangen wären, hätte das Spiel auch gut gerne 7 oder 8:0 ausgehen können.

    In Sachen Spielweise bin ich ganz bei dir Torsten. Wie die Mannschaft gespielt hat wusste zu gefallen. Besonders was Draxler in der Offensive bot hat gezeigt, warum Juventus Turin sein Angebot nachbessern will.

    Geis und Goretzga haben im Mittelfeld für meine Begriffe schon gut zusammengespielt. Wobei es mir sehr gefiel, wie beide zusammen mit der Abwehr die ballführenden Angreifer immer direkt unter Druck gesetzt haben und so fast jeden MSV Angriff im Keim erstickt haben.

    In der Abwehr hat Matip gezeigt, wozu er eigentlich so in der Lage ist. Ich bewundere immer wieder sein Stellu gsspiel und seine Technik im Zweikampf

  3. blues sagt:

    Schalke traf auf einen schwachen Gegner. Immerhin hat Schalke in einem Pflichtspiel so viele Tore geschossen, wie schon länger nicht mehr. Di Matteo brauchte vor seinem Ende für fünf Tore ganze neun Spieltage.
    Um einiges schlechter als der MSV war aber die Presse mit ihren aufgeblasenen Sonderberichten über eine Randaktion einiger Vollpfosten. Das sehe ich auch so.

  4. BlueNote sagt:

    Genau so stelle ich mir Pflichtspiele gegen unterklassige Teams vor. Das Team löste die unangenehme Aufgabe sehr seriös, mit guter Laufbereitschaft und teilweise sehenswerten Angriffen.

    Noch auszumerzende Schächen sah man, wenn weit vorne der Ball im eins zu eins verloren wurde, man also nicht zum Abschluss kam und, bedingt durch das hohe Aufrücken der Außenpositionen, der Gegner plötzlich Konter-Räume geschenkt bekam.

    Geis rückte dann mit großer Übersicht aus dem Zentrum raus und spielte Feuerwehr an der Außenlinie (stark!). Gegen spiel- und umschaltstärkere Mannschaften muss das noch abgestellt werden, sonst drohen unliebsame Kontertore.

    Für ein spielerisch doch recht limitiertes Team wie die Meidericher reichte es aber locker, der Gegner bekam so gut wie keine ernstzunehmende Torchance. Dafür stand Schalke zu gut und übte zu großen Druck aus über 90 Minuten. Hat mir gefallen und macht in der Tat Bock auf mehr!

    Zum Plakat: Du sprichst mir aus der Seele, Torsten! Viel zu viel medialer Wind von klickgeilen Portalen, um eine unbedeutende Nebensache, die unbestritten eine widerliche Geschmacklosigkeit war. Dennoch: Haken dran. Alles wurde gesagt.

  5. schalkoholiker sagt:

    „Schalker Torhunger“

    „Spielfreudige Schalker“

    „Schalke souverän“

    Das waren nur einige Schlagzeilen nach dem Sieg gegen den MSV. Ja: Ich weiß, dass es ein schwacher Gegner war. Und ja: Ich freue mich trotzdem, endlich mal wieder solche Überschriften zu lesen.

  6. Detlef sagt:

    Ich hatte Spass mir das Spiel anzuschauen. Schalke spielte Fussball.
    Allerdings sollte man das sicher nicht überbewerten, aber wenn man sich Darbietungen anderer Ligakonkurrenten so anschaut, kann das schon Mut machen.

    Allerdings waren die Meidericher schwach, ähnlich schwach wie 2011.

    Zu den Nebenschauplätzen nur so viel: Es gibt leider überall immer ein paar Spacken die zu viel Sonne abbekommen haben. Das ist nicht nur auf den MSV bezogen.

  7. carsten04 sagt:

    zwickt mich mal …………
    war das meine schalker gurkentruppe ?

    nein
    nein
    nein
    ich verbiete mir (noch) so ein gefühl von hoffnung auf eine gute saison …
    zu viele enttäuschungen in den letzten jahren …

    aber ich bin mindestens gespannt aufs erste spiel in bremen :)

    schaaaaaaaaaaaaaaaaaaalkeeeeeee
    0 4

  8. Schorsch sagt:

    Hoffentlich bleibt Draxler jetzt noch wenigstens ein Jahr.

  9. Rjonathan sagt:

    Heldt raus!
    ;)

  10. blues sagt:

    @Rjonathan
    Tönnies raus, nicht Heldt, falls Draxler unter 45,5 Millionen Euro in Cash verkauft wird. Julian Draxler unterhalb dieser Ansage in seiner Austiegsklausel zu verkaufen, wäre ein reiner Notverkauf! Alle Aussagen der Schalker Verantwortlichen, dass Schalke nicht auf internationale Spiele angewiesen wäre um sich zu refinanzieren, würden sich als dreiste Lüge entpuppen.

  11. leoluca sagt:

    „Wir wollen ihn behalten. So ein Thema kann man aber erst am 31. August endgültig abschließen, alles andere wäre nicht ehrlich. Wem bringt es etwas, wenn ich heute sage, er wird nicht wechseln, und ein paar Tage später flattert ein Mega-Angebot für ihn auf den Tisch.“ (Horst Heldt)

    Ehrlich? Wenn er ihn wirklich noch ein Jahr behalten wollte, würde er anders reden. Unser Kommunikationschef.

  12. Rjonathan sagt:

    Traurige Leistung mal wieder. Aber wenn jetzt tatsächlich Arsenal einsteigt, werden wohl andere Summen abgerufen werden.

  13. blues sagt:

    Das könnte so sein. Die anhaltende und undementierte mediale Befeuerung dieses Transfers und Heldts aktuell kolportiertes Statement lassen sich leider wie eine Dauerwerbesendung des Vereins für J.D. lesen!

  14. Malte sagt:

    Ein bisschen rechne ich auch damit, dass der Verein noch eine Chashcow zu Wurst verarbeitet. Das Transfersaldo ist sonst doch arg im Minus. Muss ja nicht zwingend Draxler sein. Meyer könnte seine neue Rolle unter AB missfallen. Und Matips Vertrag ist erstaunlicherweise immer noch nicht verlängert worden. Wäre in bei jedem schade drum, deshalb hoffe ich sehr dass am Ende doch alle genannten bleiben.

  15. Manfred sagt:

    Spaßfakt: immer, wenn Schalke im DFB-Pokal mit 5:0 gegen den MSV gewann, wurde man Pokalsieger.

  16. michael sagt:

    Wenn du ein Angebot für Draxler über 40 mio bekommst und der Spieler auch will, musst du verkaufen. Auch wenn´s weh tut. Darunter wäre es allerdings – so wie blues schreibt – eine Frechheit und wieder mal eine Enttäuschung für die Fans.

    Man fragt sich ob Herr HH und Herr CT sich das leisten können und wollen!

  17. schoschi sagt:

    Auch in dieser Periode sind schon Transfers abgewickelt worden die dem einen oder anderen Verein nicht gefallen haben. Das ist schon länger so, und wird auch so bleiben. Ich glaube wir werden erst mal so schnell keinen Spieler abgedruckt auf einem LKW mehr sehen. Wenn die Summe stimmt, wird der Verein rechnen. Und wohl rechnen müssen. Das ist wohl Tagesgeschäft. Ob wir nächstes Jahr international spielen kann hier und heute niemand wissen. Trickots küssen, echte Liebe, Versprechen abgeben….Namen und Vereine gibt es viele…….Ohne den richtigen Durchblick zu haben muss vernünftig gerechnet werden! Ich werde dem neuen Trainer, der hoffentlich anderen Spielweise und auch dem Managment um HH erneut vertrauen schenken. Der Anfang lässt hoffen. Mehr aber auch noch nicht. Die ersten drei Spiele sind eine gute Mischung. Danach wird man sehen….GlückAuf

  18. Simon sagt:

    Also wenn man Horst Heldt doch eines NICHT vorwerfen kann, dann ist wohl, dass er kein guter Verkäufer wäre, und damit meine ich nicht nur den Neuer-Transfer.

    Alles was er in der RP gesagt hat, war doch, dass wenn jetzt ein Wahnsinnsangebot auf den Tisch kommt, er nicht garantieren kann, dass Draxler in diesem Jahr auf Schalke bleibt. Und WENN meinetwegen Arsenal nächste Woche kommt und mit 40 Mio rumwedelt, dann muss Heldt Draxler auch abgeben, wenn dieser denn gehen will. Es ist halt ein notwendiger Teil des Schalker Geschäftsmodells eigene Talente für viel Geld abzugeben. Und ich wage zu behaupten, dass dies auch so bleiben wird, so lange Schalke ein e.V. bleibt. Ist aber auch nicht so schlimm, wie ich finde. Es geht immer weiter, egal welcher Spieler den Verein verlässt. Es sollten halt nur nicht zu viele auf einmal sein.

    Dass Max Meyer diesen Sommer noch geht, glaube ich nicht. Es ist wohl niemandem verborgen geblieben, dass er in seiner Entwicklung stagniert und – nicht nur auf Schalke, sondern auch etwa in der Jugendnationalmannschaft – in letzter Zeit wenig gerissen hat. Klar – sein Potential ist überragend, doch sollte davon jetzt mal langsam wieder mehr zu sehen sein. Da eine lange Saison aber auch ihm genügend Einsatzchancen bieten wird, bin ich auch recht optimistisch.

  19. Steffen sagt:

    Wegen dieser Aussagen Horst Heldt schon wieder an den Karren urinieren zu wollen halte ich für ziemlich traurig. Welche Aussage hätte er denn treffen sollen? Ordentlich auf den Tisch hauen und brüllen Draxler bleibt auf jeden Fall?

  20. andres sagt:

    oha – im Aufsichtsrat trägt man harte Bandagen
    unschön zum Saiosonauftakt
    wüsste gern, was Fragestellung und Ergebniss des Gutachtens waren
    http://www.derwesten.de/sport/.....82784.html

  21. derwahrebaresi sagt:

    hier http://www.meineaufstellung.de/ kann sich jeder seine aufstellung für samstag „basteln.“ ;-)

  22. Speed Glas sagt:

    Das ist echt cool mit der eigenen Aufstellung =)
    http://www.meineaufstellung.de/show/d01a1e6da0/m

  23. leoluca sagt:

    @andres.

    Ebenfalls keinen Schimmer, worum es im Detail geht.

    Wenn man allerdings das hier liest, ist die Vermutung nicht ganz abwegig, dass der Wahlkampf 2016 nun eröffnet worden ist. Nur nicht von der Seite, von der man es erwartet hatte.

    http://www.westline.de/fussbal.....te-schalke

  24. blues sagt:

    @leoluca
    Es geht um den „Eilausschuss“. Das Schalker Gremium heißt so, weil der Eilausschuss schnelle Entscheidungen im Transfergeschäft gewährleisten soll. Durch die Besetzung dieses Gremiums mit fußballerischen Laien oder wenn man es gut meint, Autodidakten wie Clemens Tönnies, wird dieses Gremium aber ad absurdum geführt. Es hat demnach noch einen anderen Zweck oder wird für einen solchen intrumentalisiert.

    Wie können von diesem Gremium unter Zeitdruck richtige Kauf- oder Verkaufentscheidungen über Spieler getroffen werden, wenn man so wenig von zeitgemäßem Fußball versteht wie Clemens Tönnies. Dass der Sinn dieses Gremium hinterfragt wird, weil es durch seine personelle Besetzung wie ein reines Machtinstrument und nicht wie ein Kompetenzzentrum wirkt und agiert, ist für mich richtig.

    Dass das Scheinwerferlicht nicht allen gefällt, spricht für ein genaueres hinschauen. Welche Entscheidungen wurden in den letzen Jahren als „eilig“ deklariert und von Tönnies und Partner kurzer Hand entschieden? Eine geleakte Liste würde sicher mehr weiß ins blaugrau des Eilausschusses bringen.

  25. blues sagt:

    Oligarchie Tönniescher Prägung pur: „Hefer erklärte vor Gericht, der Eilausschuss im Aufsichtsrat um den Vorsitzenden Clemens Tönnies habe im vergangenen Geschäftsjahr mit einer Ausnahme über alle Vorgänge entschieden – nicht nur über die zeitlich dringlichen.“ (WAZ)

    Alle Entscheidungen bis auf Eine – Der Aufsichtsrat und seine Kontrollfunktion auf Schalke sind eine Farce und eines eingetragenen Vereins nicht würdig!

    zitiert aus der WAZ:
    http://www.derwesten.de/sport/.....85850.html

  26. Torsten sagt:

    Das bestätigt das Bild, dass wir von Tönnies haben. Einigermaßen spektakulär an diesem Text finde ich auch noch eine andere Stelle:

    Es geht schließlich um den Vorwurf, Interna nach Außen zu tragen, und der Ehrenrat fungiert als Exekutive. Trotzdem steht da sehr eindeutig, dass der Ehrenrat selbst eben genau dies tat, nämlich der WAZ erzählen, wie es im Aufsichtsrat so abgeht …

    Hefer habe sich im Rahmen seiner Aufsichtsrats-Tätigkeit „sehr agil, um nicht zu sagen: aggressiv” verhalten, erklärte Professor Klaus Bernsmann, Mitglied des Schalker Ehrenrates, am Donnerstag im Gespräch mit der WAZ.

  27. blues sagt:

    Wenn das so stimmt, putscht Tönnies durch die Ausschaltung des Aufsichtsrates über den Eilausschuss, die Vereinsdemokratie weg.
    Tönnies ist ein Mann der Kartelle! Er verabredet sich in Wurstkartellen zur persönlichen finanziellen Bereicherung und zum Schaden von uns Verbrauchern und Steuerzahlern und er verabredet sich in Entscheidungskartellen wie dem Schalker Eilausschuss zur persönlichen Ermächtigung. Tönnies schadet dem Ansehen des Vereins und dem Willen seiner Mitglieder zwischenzeitlich massiv.

  28. Chris sagt:

    Die ganze blau-weiße Schunkelei rund um CT ist der pure Zynismus. Vielen Dank für die Infos @blues & @Torsten

  29. blues sagt:

    Axel Hefer kann seiner Aufsichts- und Kontrollfunktion im Aufsichtsrat weiter nachkommen. Das Essener Gericht hat ihm heute recht gegeben.

    Dass der Eilausschuss ein Tönniessches Instrument zur Aushebelung des Aufsichtsrates ist, wurde so öffentlich. Ein echter Knieschuss von Clemens Tönnies und den ihm scheinbar dankbar ergebenen Mannen im Ehrenrat. Kartell-Clemens sollte 2016 abgewählt werden.

  30. leoluca sagt:

    Ganz so einfach ist es leider nicht. Wie ein Sprecher des Essener Landgerichtes gegenüber „Reviersport“ bestätigte, wird der Beschluss des Ehrenrates (Hefers Suspendierung) solange ausgesetzt, bis rechtskräftig in der Hauptsache entschieden worden ist. Das heißt, die Frage, ob Hefner gegen seine
    „Verschwiegenheitspflicht“ verstoßen habe, wird erst noch in einem Hauptsacheverfahren entschieden werden.

    http://www.reviersport.de/3113.....t-amt.html

    In der Sache selbst fällt es mir schwer, Partei zu ergreifen. Das von den Schalker Ultras einst aufgestellte Aufsichtsratsmitglied, Axel Hefer, behauptet, dass der AR in der vergangenen Saison bei nur ein oder zwei Entscheidungen eingebunden war und ansonsten der Eilausschuss, der im vergangenen Jahr aus Clemens Tönnies und Uwe Kemmer bestand, über alle anderen Vorgänge allein entschieden habe, und zwar nicht nur über die zeitlich dringlichen.

    Sollte das tatsächlich stimmen, wäre das ein Skandal und wohl das Ende von CT als AR-Vorsitzender.

    Ist diese Aussage aber wirklich wahr? Dazu würde ich gerne mal die Gegenseite hören, ehe ich Hefers Version glaube.

    Stimmt es übrigens, dass Axel Hefer mit dem Global Player „Rocket Internet“ verbandelt ist? Ich entnehme diese Info dem Westliner Schalke-Forum. Rocket Internet macht derzeit durch dubiose Firmen- und Beteiligungsstrukturen und fallende Aktienkurse Schlagzeilen:
    http://www.welt.de/wirtschaft/.....ernet.html

  31. Chris sagt:

    Mal eine Frage off topic an die Lokals hier im Blog.
    Wo gibt es rund um Gelsenkirchen ein Städtchen mit einer netten Kneipenszene, wo man Samstagabend nach dem Besuch der Arena noch bis nach Mitternach ein paar gepflegten Pils genießen kann?
    Kenne von der Region eigentlich nur die Arena und die Gelsenkirchener Innenstadt und würde mein Wissen gerne erweitern, wenn ich mal wieder aus Berlin komme und ein Spiel besuche.
    Danke für Tipps
    und entschuldigt die Zweckentfremdung des Blogs

  32. blues sagt:

    Leoluca, du versuchst mal wieder diskreditierende Nebelkerzen zuwerfen: „Stimmt es übrigens, dass Axel Hefer mit dem Global Player „Rocket Internet“ verbandelt ist?“

    Ist Rocket Internet böser als Tönnies Schlachthaus oder als Zuckerbergs Imperium das in diesem Blog, indem du viel unterwegs bist, immer mitschreiben,mitlesen und mittracken darf? Darf oder muss man deiner Meinung nach möglichst von Finanzkapitalismus und Verfahrenstricks in Geschäftsordnungen keine Ahnung haben, dass man Mitglieder im Aufsichtsrat vertreten kann?

  33. blues sagt:

    Leoluca, im Artikel zum Link unten hat westline noch ein bischen aufklärererisches Hintergrundwissen zum „Ehrenrat“ zusammengetragen:

    http://www.westline.de/fussbal.....n-ehrenrat

  34. derwahrebaresi sagt:
  35. derwahrebaresi sagt:

    Montag – Donnerstag: 17:00 – 01:00 Uhr
    Freitag: 17:00 – 03:00 Uhr
    Samstag: 15:00 – 03:00 Uhr (bei Schalke Heimspielen ab 12:00 Uhr)
    Sonntag: 17:00 – 24:00 Uhr, Feiertags ab 17:00 Uhr

  36. klopenner sagt:

    @Chris:

    Gelsenkirchen gehört zum Ruhrpott. Wenn es eins hier gibt, dann viele Städtchen mit ner Kneipenszene. ;-)

    Empfehlen kann ich das Bochumer Bermuda 3eck mit guter Anbindung an Bus und Bahn.
    Essen hat auch ne Kneipenszene, ist aber etwas weiter verstreut.
    Ansonsten meine Heimatstadt Hattingen, aber da bist du später am Abend eher ziemlich abgeschnitten von allem (außer nem Nachtexpressbus nach Bochum) passiert nicht viel.

  37. leoluca sagt:

    @blues.

    Wer die Chuzpe hat, Clemens Tönnies einen Oligarchen, Putschisten und Mann der Kartelle zu nennen, sollte die schlichte Frage nach dem beruflichen Hintergrund eines kritischen AR-Mitglieds und einen gewissen Zweifel an dessen Aussage aushalten können. Die „Nebelkerze“ ist ein Schlag unter die Gürtellinie, der eine offene Diskussion verhindern will.

  38. Ney sagt:

    Das mit rocket Internet ist jetzt ein bißchen albern, ne? Schwamm drüber.

    @ Chris, mit der Straßenbahnlinie 302 in ca. 50-70 Minuten nach Bochum Hbf, in 5 Minuten fußläufigem Abstand sind ca. 30 Kneipen vielfältiger Couleur erreichbar (vgl. Klopenner).

  39. leoluca sagt:

    @Ney.
    Einverstanden. Ein bisschen. Die anderen Textabsätze sind mir jedenfalls wichtiger.

  40. blues sagt:

    @leocuca, dass du sagst ich „bezeichne“ Clemens Tönnies als Mann der Kartelle ist eine nicht erlaubte Verniedlichung (eine ostwestfälische Nebelkerze) der Faktenlage. Denn Clemens Tönnies „ist“ ein Mann der real Preisabsprachen in einem Wurstkartell verabredet und gebildet hat und dessen Firmen deshalb 120.000.000 Euro Strafe zahlen sollten.

    Clemens Tönnies verabredet Preisabsprachen zu Lasten von Verbrauchern und Steuerzahlern also auch zu Lasten von Schalkefans und Vereinsmitgliedern. Clemens Tönnies ist der oberste Repräsentant eines Vereins der der Gemeinnützigkeit, also dem Gemeinwohl per Satzung verpflichtet ist.
    Und dieser oberste Repräsentant verabredet Kartellabsprachen die eine Strafe von 120.000.000 Euro nach sich ziehen. Die Wirtschaftswoche schreibt, die verantwortlichen Firmen gehören Clemens Tönnies privat. Alles sehr unehrenhaft und vereinsschädigend. Was sagt die Schalker Vereinssatzung dazu?
    (4.4) Ende der Mitgliedschaft
    Der Ausschluss aus dem Verein kann u. a. erfolgen
    bei unehrenhaftem Verhalten innerhalb oder außerhalb des Vereins,

    Hier ein paar Links zum Nachlesen wie Kartell-Clemens agiert, wie gesagt es handelt sich lt. Wiwo um Firmen die CT privat gehören.

    http://www.wiwo.de/unternehmen.....03150.html

    http://www.topagrar.com/news/H.....09955.html

  41. Torsten sagt:

    Es geht um den „Eilausschuss“. […] Durch die Besetzung dieses Gremiums mit fußballerischen Laien oder wenn man es gut meint, Autodidakten wie Clemens Tönnies, wird dieses Gremium aber ad absurdum geführt. Es hat demnach noch einen anderen Zweck oder wird für einen solchen intrumentalisiert.

    Wie können von diesem Gremium unter Zeitdruck richtige Kauf- oder Verkaufentscheidungen über Spieler getroffen werden, wenn man so wenig von zeitgemäßem Fußball versteht wie Clemens Tönnies.

    Dieser Teil von blues bringt ganz gut das Problem auf den Punkt, dass ich mit diesem Fall „Hefer gegen die (offensichtlich) aktuelle Praxis“ habe. Ich halte den Punkt der Satzung, nachdem sich der Sportvorstand jedes Geschäft über 300.000 Euro vom AR genehmigen lassen muss, per se für Mumpitz und für einen Bundesligaclub nicht würdig. Ich sehe nicht, was an der Praxis besser werden würde, wenn nicht nur der Eilausschuss, sondern der gesamte AR über sportliche Entscheidungen „abstimmt“. Eher im Gegenteil! In Schalkes Aufsichtsrat sitzen nämlich ausschließlich „fußballerische Laien“.

    Ich bin froh, wenn niemand Dr. Langhorst um seine Meinung fragt. Der sitzt da nur, weil er beim UEFA-Cup-Sieg Mulders Waden gestreichelt hat, und weil bei seiner Wahl der Gegenkandidat nicht mal solch einen Quatsch vorzuweisen hatte. Die 300.000 Euro-Regel ist peinlich, sie gehört abgeschafft. Ein Manager muss im Rahmen eines Budgets selbst entscheiden dürfen.

    Aber klar: Dafür wäre eine Satzungsänderung notwendig. Diese hat keine Aussicht auf Erfolg, denn bei einem solchen Antrag gäbe es sofort wieder einen Aufschrei derjenigen, die um ihren derzeitigen oder auch eventuell zukünftigen Einfluss fürchten. In diesem Fall also so ziemlich von allen.

  42. Ney sagt:

    Danke, Torsten. Verzwickt ist das. Die 300T Regel ist nicht gut, aber die Satzung derart auszulegen, dass auf die Schnelle nur Tönnies entscheidet, ist auch keine Lösung. Ich weiß nicht, ob es wirklich so einen Aufschrei gäbe, wenn man das an die Gepflogenheiten anderswo anpassen wollte (wobei ich die eingestandenermaßen nicht kenne – 5 Millionen als Grenze? 3? 10?). Sollte man Heldt einmal ablösen wollen, wird sich ein potenzieller Nachfolger sowas ja auch erstmal nachdenklich ansehen…

  43. leoluca sagt:

    Die 300-T-Regel ist wirklich peinlich für einen der größten Ligaclubs. Und vermutlich hat Torsten leider recht, dass an dieser Regelung nicht nur der große Vorsitzende und seine Entourage hängen, sondern auch all die anderen, die den Aufsichtsrat nicht nur erobern, sondern ihn als Macht- und Entscheidungszentrum erhalten wollen.

    War es bei Felix Magath nicht eigentlich so, dass es in dieser Frage den ersten und dann folgenreichen Knacks zwischen ihm und dem Aufsichtsrat gab? Vielleicht bündelt sich das eigentliche Dilemma von Horst Heldt genau an diesem Punkt.

  44. Chris sagt:

    @derwahrebaresi Vielen Dank. Aber das ist die Kneipe, die ich schon mehrfach besucht habe (und mag).
    @klopenner @Ney: Danke für die Tipps!

  45. Der Pokal hat seine eigenen Gesetze sagt:

    […] einem Jahr und 12 Tagen siegte Schalke 04 beim Zweitligisten MSV Duisburg mit 5:0 und sorgte für einen schönen Nachmittag. Ein Spiel als Ausnahme, das die Regel […]

Schreibe einen Kommentar