Sign o’ the Times

Das Spiel gegen Darmstadt war typisch Schalke, sagte Ossi. Gegen einen sehr defensiven Gegner Probleme zu haben, das Spiel zu machen, sei nichts Neues. Das Spiel gegen Wolfsburg war die Fortführung, meinte er. Auch da habe Schalke nicht gut gespielt. Vielleicht sei die Europa League eben nicht der Ausrutscher, vielleicht müssen wir uns daran gewöhnen, sagte Pepo. Gestern Abend haben Pepo, Ossi und ich die 3. Folge des Glückauf Pils-Podcasts aufgenommen, die jetzt hier nachzuhören ist.

Die Bewertung der einzelnen Spiele sehe ich anders, aber Pepo hat vermutlich recht. Auch für mich fühlt es sich so an, als sei Schalke 04 gerade in die 2. Kategorie der Bundesligaclubs abgerutscht. Der FC Bayern ist so weit weg wie nie zuvor, Wolfsburg und Leverkusen modeln ihre Kader nach Belieben um, Dortmunds ehedem starke Mannschaft erhält durch den Trainerwechsel neue Impulse. Schalke hingegen fährt den Jugendkurs. Prince Boateng, Christian Fuchs, Tranquillo Barnetta, Jefferson Farfan und eben auch Julian Draxler, der mit 21 Jahren schon viereinhalb Bundesligaspielzeiten Erfahrung hatte, sind weg, stehen Trainer Breitenreiter nicht mehr zur Verfügung. Der Top-Einkauf Johannes Geis ist 21 Jahre jung. Schalke setzt auf die Zukunft und spart sich die Investitionen in die Gegenwart.

Das darf man sympathisch finden. Schalke hat immer noch zig Millionen Euro Verbindlichkeiten. Viele Fans fordern seit Jahren einen „Neuanfang“. Diese Saison fühlt sich nun so an. Aber dann muss man eben auch seine Ansprüche justieren.

Schalke 04 startet mit einem recht kleinen und vor allem unerfahrenen Kader in die Saison. Das Problem ist nicht, dass Trainer André Breitenreiter bestimmte Positionen nicht besetzen kann. Das Problem ist, dass Breitenreiter allzu junge Spieler auch dann einsetzen muss, wenn sie nicht in Form sind, wenn er sie eigentlich schützen sollte.

Gegen Darmstadt 98 hätte Schalke gewinnen müssen, natürlich; am Ende war es eben Pech. Gegen Wolfsburg war Schalke allerdings mehr als klarer Außenseiter. Aus der Erfahrung der letzten Jahre sind Schalke-Fans hohe Ansprüche gewohnt – aber das wird von den jüngsten Entwicklungen über den Haufen geworfen.

Man muss sich schlicht entscheiden. Entweder man hält Schalkes Kader für heruntergewirtschaftet, oder man findet es richtig, dass die Blauen darauf hoffen, dass da eine neue Mannschaft aus vielen talentierten, jungen Spielern zusammenwächst. In beiden Fällen gilt es allerdings, im Hier und Heute keine allzu beeindruckenden Ergebnisse zu erwarten.



21 Kommentare zu “Sign o’ the Times”

  1. blues sagt:

    Dass Schalke nicht gut gespielt hat und dass Schalke in die 2. Kategorie abgerutscht ist, teile ich. Dass ich unserem unerfahrenen Trainer und Team zwei oder drei Jahre Geduld entgegenbringe, ist so angedacht.

    Warum meine Hoffnung auf ein gutes Ende trotzdem eingeschränkt ist, hat seinen Grund in dem Verdacht, dass vielleicht mittelfristig kein Team entsteht, sondern auf Grund des Schuldendienstes nur Spieler entwickelt werden, die bei einem guten Angebot dann leider schnell verkauft werden müssen.

    Wie schon mal weiter vorne geschrieben, warten auf Schalke meiner Meinung nach zwei bis drei schwere Jahre. An deren Ende ist noch nicht abzusehen, wie die besondere Mischung aus Fans, Führung, Verschuldung und einem immer weiter globalisierten wirtschaftlichen Umfeld, den Kader dabei zurechtgerüttelt haben wird.

  2. Simon sagt:

    Sehe ich ebenso. Platz 5 ist in dieser Saison sowie wohl auch in der danach voraussichtlich das Maximum. Das hat zum einen sicher auch mit Fehlern aus der Vergangenheit zu tun, in der viel Geld verbrannt worden ist. Allerdings wurde auch z.B. in Wolfsburg sehr viele Geld rausgeworfen, aber denen tut es aus bekannten Gründen halt nicht weh.

    Ich denke allerdings, dass es immer schwieriger werden wird, langfristig einen Kader aufzubauen, da die Verlockungen aus England für Spieler, Berater und Vereine im kommenden Sommer noch größer sein werden. Das wird freilich nicht nur Schalke betreffen. Eine gute CL-Saison z.B. von Calhanoglu dann kommt das 40-50 Mio. Angebot aus London, Manchester oder Liverpool, ähnlich bei Xhaka oder Hermann in Gladbach, usw.

    Möglicherweise wird sich das in ein paar Jahren wieder runterkühlen, wenn mehr Spieler realisieren, dass lukrative Wechsel nicht unbedingt besser sind und mehr PL-Clubs sehen, dass Spieler nicht besser werden nur weil sie nun 50-100% mehr kosten. Aber das wird wohl ein paar Jahre dauern. Schwer abzusehen, wie da die BL-Vereine unter Bayern durchkommen werden.

  3. rjonathan sagt:

    @blues
    Ja, die große Frage ist, in welche Richtung das Pendel am Ende schlägt. Das wird man sehen, einen sichereren Weg sehe ich aber nicht, oder?

    @Simon
    Meine Hoffnung bei der Premier-League-Geschichte ist, dass die großen 5 Vereine dort durch das viele Geld eher eine Gefahr für Paris, Bayern, Real, Barca usw. sind. Natürlich kaufen sie auch den anderen Klubs die Perlen weg, aber denen würden sie ja ohnehin früher oder später weggekauft. Wenn die aber im großen Stil einkaufen, werden viele Spieler da mit viel Geld auf der Bank sitzen.
    Bei den kleineren Vereinen muss ein Spieler dann tatsächlich die Abwägung treffen, was ihm das für seine Karriere bringt nach West Ham zu wechseln. Jeder, der nicht nur an sein Geld denkt, findet genug Argumente in der Bundesliga zu bleiben.

  4. bea sagt:

    „Wasch mir den Puckel, aber mach mich nicht nass!“

    Genau das war mein erster Gedanke eben…seit Jahren fordern wir den Neuanfang, erwarten wir die Einbindung der Knappenschmiede, zeigen wir auf den ungeliebten Nachbarn, der die Verjüngungskur nebst Neuanfang wie ein Stehaufmännchen bewältigt hat.

    Is nu ma so: wenn man wie Phönix aus der Asche aufsteigen möchte, muss man etwas weiter unten starten.

    Also einfach mal die Ansprüche ein wenig zurückschrauben und den Reset positiv begleiten. Ich denke, AB hat das Zeug dazu, konsequent, kontinuierlich und nachhaltig aufzubauen. Wenn man ihn lässt.

  5. eakus1904 sagt:

    Ich hab mit dieser Art Neuanfang überhaupt kein Problem. Das ausgegebene Ziel: „ansehnlicher Fußball“ reicht mir persönlich erst mal aus. Denn wenn man den spielt, kommt der Rest von ganz alleine.

    Ich hoffe nur, dass sich das ganze auch irgendwann einmal in den Personalkosten widerspiegelt. Denn die dürften immer noch auf Champions-League Niveau liegen. Ich bin gespannt auf die nächsten Geschäftsberichte.

  6. Lutt sagt:

    ja, mit einem Neustart und „auf Knappenschmiede bauen“ bin ich einverstanden. Dafür schraube ich auch gerne meine Ansprüche herunter.
    Das gilt übrigens für die ganze Bundesliga, die sich hoffentlich nicht an diesem explodierenden Transferwahnsinn beteiligen wird.

    Aber leider ist das kein bewusster Neuanfang, sondern vielmehr durch Zufall oder was auch immer entstanden. KPB bleibt auf der Payroll, Sam ist begnadigt, Abgänge dieses Jahr sind unter anderem: Draxler, Itter, Sobottka, Multhaup und Schröter. Kehrer wollte weg, weil man nicht mit ihm gesprochen hat – und wurde in die 2. Mannschaft degradiert.
    Für mich sieht das nicht nach „auf eigene Jugend bauen auf“, jedenfalls nicht bewusst.

    Abgesehen davon hat unser Königstransfer Draxler die Hälfte von dem gebracht was die geldüberschwemmten englischen Vereine vielleicht im nächsten Jahr nach einer passablen Saison bezahlt hätten.

    Kein Zweifel, mir als Fan ist bewusst, dass AB und sein Team eine schwierige Saison mit gesunkenen Ansprüchen vor sich haben und ich werde diese bei jedem Stadionbesuch als Fan unterstützen, auch wenn’s nicht so läuft.

    Aber das ganze Hickhack im Management geht mir tierisch auf den Nerv. Vor allem HH neigt dazu, Tatsachen zu definieren und diese kurz darauf wieder über den Haufen zu werfen. Eine Strategie kann ich nicht erkennen. „Auf Knappenschmiede bauen“ ist es auf jeden Fall nicht!
    Ich hoffe, nach HH-Vertragsablauf holt sich der Vorstand einen neuen Manager, denn auch falls die Saison erfolgreich verlaufen sollte, liegt es nicht an der Managerleistungen in diesem Jahr.

  7. rjonathan sagt:

    @Lutt
    Wenn ein Jugendspieler nicht gut genug ist, soll man ihn gehen lassen. Wir können doch nicht alle Spieler in die erste Mannschaft hochziehen. Wie soll das denn funktionieren?

  8. westecke sagt:

    Zum Thema Knappenschmiede:
    Vielleicht sind die so hoch gelobten Talente auch gar nicht alle so bundesligatauglich wie man uns immer glauben machen mag. Mir erscheint das Gerede von der Knappenschmiede doch mehr und mehr als Pfeifen im Walde.
    Wie hier schon erwähnt wurde, kann man m.E. eine schlechte Einkaufs- bzw. Verkaufspolitik nie nur mit Nachwuchsspielern ausgleichen.

  9. Simon sagt:

    Grundsätzlich bundesligatauglich sind sicher mehr oder weniger alle Nachwuchsspieler, die es so weit gebracht haben, bei Schalke oder einem anderen großen Verein in der U 19 zu spielen. Siehe hier für auch nochmal den interessanten Spiegel-Artikel, den Torsten hier letztens verlinkt hatte. Die Frage ist eher, ob es dann nachher für einen Verein aus der ersten Tabellenhälfte oder doch mehr der zweiten reicht bzw. wohin sich die Karriere halt entwickelt.

    Aber natürlich können nicht alle jungen Spieler bei uns auch genügend Spielpraxis und Anlaufzeit bekommen, um sich auch tatsächlich in der ersten Elf zu etablieren. Das geht auch sonst nirgendwo und daher ist doch auch ganz normal, wenn da hin und wieder auch mal jemand geht. Zumal die Fälle je für sich ja auch unterschiedlich sind. Schröter etwa wurde doch nur ausgeliehen und gleichzeitig mit einem Vertrag bis 2018 ausgestattet. So lange das keine Verhältnisse wie beim HSV erreicht, wo so ziemlich jeder talentierte Spieler der letzten 10 Jahre irgendwohin vergrault wurde, finde ich es unproblematisch.

  10. Detlef sagt:

    Im Großen und Ganzen finde ich die Zusammenstellung des Kaders von der Struktur her ganz ok, nein es gefällt mir ausserordentlich gut. Einzige Ausnahme sind die offensiven Aussenpositionen. Da ist es etwas dünn.

    Ich für mich stelle keine Ansprüche an die Mannschaft was eine Platzierung am Ende der Saison betrifft. Ich möchte einfach nur Spass haben am zuschauen wenn Schalke spielt.

    Es wird interessant zu sehen was sich auf Schalke entwickelt.

  11. Carlito sagt:

    Die Ansprüche der Realität anpassen. Sollten wir Schalker tun.

    Auch deshalb kann ich, wie teilweise gehört, nichts negatives an den Aussagen von AB zum Abgang von Julian Draxler finden.

    Zumindest interpretiere ich diese nicht als schaffen eines Alibis. Sondern lediglich als Tatsachenfeststellung.

    Und um dem Anhang dies auch mal vor Augen zu führen. Zwecks Einnordung der Erwartungshaltung unter den Fans und dem Entgegenwirken gegen eben eine meist generell zu hohe.

  12. eakus1904 sagt:

    Lutt sagt:
    Abgesehen davon hat unser Königstransfer Draxler die Hälfte von dem gebracht was die geldüberschwemmten englischen Vereine vielleicht im nächsten Jahr nach einer passablen Saison bezahlt hätten.

    Uns nicht, denn da wäre ja immer noch die Ausstiegsklausel gewesen.

    Und wenn jetzt jemand sagt, die AK ist immer noch höher als die Summe, die wir jetzt bekommen haben: Ich habe im Schalke-Forum mal etwas gelesen, dass sich das durch Steuern wieder relativieren würde, wenn man beispielsweise Ratenzahlungen vereinbart, kann man (legal!) Steuern sparen. Beim ziehen der AK durch andere Vereine wäre das aber nicht möglich. Bin Laie auf diesem Gebiet und habe keine Ahnung, ob das stimmt. Daher nur mal ganz wertfrei als Denkanstoß, evtl. kann ja dazu jemand etwas sagen, der sich damit auskennt.

  13. leoluca sagt:

    Mannschaft und Trainerteam haben sicher das Potential, dass Schalke in zwei, drei Jahren wieder ganz oben anklopft und auch schon früher wieder für Furore in der Liga sorgt. Die Schalker Rahmenbedingungen sind das Problem.

    Der größte Schwachpunkt ist das Management, konzeptionell wie kommunikativ. Wenn von dort mehr Substanz und Konstanz käme, wäre es gewiss für viele Schalker leichter, die in den letzten 10 Jahren entwickelten Ansprüche zurückzufahren.

    Dass wir immer wieder gute Spieler verlieren werden, lässt sich nicht ändern, aber wäre viel weniger ein Problem, wenn das frische Geld vernünftig investiert würde.

    Der unumgängliche Neuanfang in diesem und im nächsten Jahr sollte sich nicht auf Trainer und Mannschaft beschränken, sondern auch Vorstand und AR umfassen.

  14. Christian sagt:

    Ich glaube es nicht.
    Ich glaube euch nicht.

    Platzierung ist egal, Hauptsache Spaß haben wenn Schalke spielt?!
    Tatsächlich ist es wirklich so einfach?

    Nein, nach meiner Erfahrung eher nicht.
    Was ist ansehnlicher Fußball und wo fängt der Spaß an?
    Und wie lange hält dieser Spaß an, wenn die Mannschaft 6x Pfosten und
    Latte trifft, aber Mainz 1x vor unser Tor kommt und einlocht?!
    Hat man dann immer noch Freude am Jugendstil und Spaß am Sonntagabend?

    Die Denke ist mir zu einfach. Der neue Trainer kann Jugendstil, macht die
    jungen Spieler jeden Tag ein bisschen besser und am Ende wird alles gut.
    Wäre schön wenn es so einfach ginge….
    Die kommenden 3 Spiele gegen Mainz, Stuttgart und Frankfurt werden schon
    eine echte Standortbestimmung für uns – ich bin neugierig wie diese ausfällt.

    Spätestens im November wenn es dann 3x gegen die Spitzenteams „geklatscht“
    hat, wird der blau weiße Krisenmodus hochgefahren.

    Auch unsere Sponsoren haben eine Erwartungshaltung und werfen einem
    „vielleicht“ EL Teilnehmer deutlich weniger Geld ins Körbchen.
    Jugendspieler mit herausragenden Talenten werden in Zukunft ihr Wirken
    am Berger Feld kaum versilbern, wenn sie es woanders vergolden können.

    Viele hoffen auf eine Zukunft a la bvb und dass nach einem schmalen Jahr
    alles wieder ganz toll wird – nur ich glaube das nicht. Wir sollten unseren Blick mehr
    nach unten richten und aufpassen das wir nicht zum VFB des Westens werden.

  15. Pukki1904 sagt:

    @Lutt- bin da ganz bei Dir. Auch m.E.nach hat HH keine langfristige Strategie und keinen Plan, was die Ausrichtung der Philosophie des Aufbaus der nächsten Jahre angeht. Sollte er diese doch haben, dann müsste er mal anfangen seinen Plan, seine Vorstellungen so zu kommunizieren, das darin für jeden ein wirklicher Plan zu erkennen ist. All das erfolgt aber seit Jahren nicht sondern es wirkt bei ihm immer wie Stückwerk, nicht eingebunden in ein Gesamtkonzept. Er lässt sich offensichtlich immer gerne alle Hintertürchen auf und von den Ereignissen hin und her treiben. Somit bleibt immer das Gefühl der Beliebigkeit.
    Im Moment wirkt es/er eher so:
    OK, wir haben halt viele Transfers nicht machen können, einige Spieler nicht bekommen, einiges ist in der letzten Saison voll in die Hose gegangen ( siehe Trainer,Suspendiereungen,Konflikte mit den Fans etc…) also machen wir es jetzt mal anders, spielen wir zukünftig dann eben mit unseren eigenen jungen Talenten- das wollten wir und die Fans doch sowieso auch schon immer….
    Das hat leider gar nichts mit Konzept, langfristiger Planung und eigener Philosophie zu tun.

  16. dergucker sagt:

    @.Lutt

    so wirds gemacht,
    was mich auf die Palme bringt,ist nicht der Verkauf Draxlers,
    sondern die etwa 10Mille für nichts ,an Gehältern die unsere
    Ladenhüter kosten.
    Deshalb auch auf Managerebene Neuanfang spätestens nach
    Vertragsende.

  17. blues sagt:

    @rjonathan

    „…einen sichereren Weg sehe ich aber nicht, oder?“

    Nein ich auch nicht. Das Hauptproblem, das ich sehe, ist der gewaltige Erwartungsdruck unter dem Fans und Spieler gleichermaßen leiden. Die riesige Bugwelle der Erwartungshaltung aus alten Mythen, fehlenden Meisterschaften, gepflegtem Jugendkult, Sponsoren- und Fanverpflichtungen und den Verheißungen der eingekauften Fußballhelden, die der Verein vor sich her schiebt, muss sich erst auslaufen.

  18. Detlef sagt:

    @christian
    Ich nehme an, du hast die Spiele der letzten Saison gesehen, warst vielleichgt sogar im Stadion. Hat dir das Spass gemacht, speziell im letzten Saisondrittel? So etwas möchte ich nicht wieder erleben müssen. Das meine ich mit Spass an Schalke und dem Spiel haben.

    „Viele hoffen auf eine Zukunft a la bvb und dass nach einem schmalen Jahr
    alles wieder ganz toll wird“
    Es war dort nicht ein schmales Jahr, sondern eigentlich 7 Jahre. Selbst unter Klopp war erst das 3. Jahr wirklich erfolgreich.
    Dort hatte man eben Geduld. Und genau das wünsche ich mir auch mal bei Schalke.

    Sollte das von dir beschriebene Szenario eintreffen ( 3 Klatschen ), dann wird sich zeigen, ob man wirklich Geduld haben möchte. Damit sind dann nicht nur die Verantwortlichen gemeint, sondern auch die Fans.

    Und nochmal, ich bin gespannt wa sich entwickelt.

  19. Torsten sagt:

    „Viele hoffen auf eine Zukunft a la bvb und dass nach einem schmalen Jahr alles wieder ganz toll wird“

    Es war dort nicht ein schmales Jahr, sondern eigentlich 7 Jahre. Selbst unter Klopp war erst das 3. Jahr wirklich erfolgreich.
    Dort hatte man eben Geduld. Und genau das wünsche ich mir auch mal bei Schalke.

    Das war eine sehr besondere Situation in Dortmund, die heute so dort auch nicht mehr möglich wäre. Die standen ganz kurz vor dem kompletten Aus und auch sportlich ging es abwärts, bis Klopp dann übernahm. Unter Klopp ging es dann aber eben immer ein kleines Stückchen weiter hoch, da gab es keine Rückschritte mehr. Und das ist letztlich das, was Fans m.E. sehen wollen: Eine Verbesserung. Insofern war Klopp von Beginn an immer erfolgreich und deshalb ist die so oft besungene „Geduld“ der Borussen-Fans kein so dolles Ding, m.E. haben die sich auch „normal“ verhalten.

  20. Detlef sagt:

    Natürlich waren sie gezwungen kleine Brötchen zu backen, etwas was auf Schalke auch zukommen kann, wenn auch hoffentlich nicht in dem Ausmass.
    Worauf ich hinaus wollte ist, dass es eben nicht nur ein nicht so tolles Jahr dort war, sondern es länger dauerte.

  21. Christian sagt:

    @Detlef @Torsten

    Ja ihr habt beide Recht, mein Kontext ist an dieser Stelle sehr ungenau.
    Richtig formuliert sollte es heißen, das ich in vielen Kommentaren mit
    „Geduld“ heraushöre, das dieser Übergang nur maximal eine Saison dauert
    und sich dann schon Zeichen der „Besserung“ offenbaren – so mein Eindruck.

    Und genau das glaube ich nicht, bleiben wir ruhig beim Nachbarverein als
    Beispiel, die Umstände waren viel schlechter und damit für Klopp auch
    viel besser. Oder um es mit berühmten Worten zu sagen, sein Weg war für
    diesen Verein alternativlos und es gab keinen möglichen Plan B.

    Leider haben sich die Fußballzeiten deutlich verändert, nicht nur durch
    Laptop Trainer, sondern auch durch das viele Geld das hier durch die Ligen
    Europas geflutet wird. Geld ist in seiner Wirkung leider wenig kalkulierbar,
    es kann Veränderungen erzwingen, aber auch verhindern.
    Die schlechteste Position haben Marktteilnehmer die es nicht haben,
    sie werden dann zwangsläufig zu passiven ge(be)handelten Objekten.
    Und dort sehe ich leider unseren Verein.

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