Schalke liefert wieder

Auf dem Platz schlägt Schalke die Hertha aus Berlin mit 2:1 und macht dabei seine Fans glücklich. Abseits des Platzes sorgten Indiskretionen mal wieder dafür, dass eine wichtige Personalentscheidung von der Öffentlichkeit durchgekaut wird.

Die Schalker lassen sich abfeiern als wären sie Weltmeister geworden, obwohl sie 75 Minuten in Überzahl spielen und am Ende nur durch einen Konter im eigenen Stadion glücklich gewinnen.

… sagte Alexander Baumjohann nach dem Spiel. Enttäuscht, direkt nach Abpfiff, nichts was man ihm übel nehmen sollte. Tatsächlich weist er damit aber den Unterschied der aktuellen Schalker Phase zu vielen früheren hin, eben auch zu denen mit Alex Baumjohann in Blau: Das Stadion donnert wieder, man „feiert ab“, es macht wieder Spaß.

Diese Schalker Mannschaft stellt sich nach einer Führung nicht hinten rein und hofft auf Platz zum Kontern. Sie spielt nach vorne. Mal besser, mal schlechter, aber stetig. Natürlich hatte Schalke Glück, in diesem Spiel. Aber wieviel Glück hätte es für Hertha bedeutet, bei diesem Mehr an Torchancen für Schalke auch noch Punkte nach Berlin mitzunehmen?

Diese Schalker Mannschaft des André Breitenreiter liefert. Sie lieferte nun schon 9 Siege in 12 Pflichtspielen. Sie liefert aber vor allem das Gefühl, dass sie immer alles gibt, selbst wenn sie zwischendurch auch mal verdient verliert.

Außerdem liefert Schalke Gesprächsstoff und damit viel Tullus um Entscheidungsträger des FC Schalke 04 und des FSV Mainz 05. Vor 5 Tagen war zu lesen, dass Schalke den Vertrag mit Horst Heldt wohl nicht verlängern wolle und an Christian Heidel als Nachfolger interessiert sei. 5 Tage in der eine relativ kurze Meldung in Kombination mit ausbleibenden Dementi dazu auswuchs, dass Horst Heldt nun geneigt ist sein Gesicht zu retten, indem er einem offiziellen „nicht mehr gewollt sein“ mit einem „nicht mehr zur Verfügung stehen“ zuvorkommt.

5 Tage die auch Christian Heidel und Mainz 05 unter Druck setzten. Heidel ist seit 23 Jahren in Mainz. Er wird keinen Wechsel „durchdrücken“, das hat er klar gesagt, man kann Heidel getrost glauben. Der öffentliche Druck erschwert einen geordneten Abgang.

Schalke wird auch nach Horst Heldt einen Verantwortlichen fürs Sportliche haben, keine Frage. Die laute Öffentlichkeit macht den Club auch attraktiv. Doch gerade bei solchen Personalentscheidungen würde ich mir ein smarteres Vorgehen meines Clubs wüschen. Aber Smart ist nunmal das Gegenteil von Schalke.



23 Kommentare zu “Schalke liefert wieder”

  1. Speed Glas sagt:

    Mich hat es richtig gefreut, dass der Kapitän getroffen hat. Insgeheim habe ich darauf gehofft, dass er trifft und dann macht er so ein wuchtiges Kopfballtor, fantastisch. Endlich sind wir bei Ecken wieder richtig gefährlich.
    Völlig richtig Torsten, dass Hertha Punkte bei so vielen rausgespielten Chancen nicht verdient hätte. Schalke muss es noch schaffen, den Sack zu zumachen und die Chancen zu nutzen. Ich glaube, dann fahren wir auch mal den ein oder anderen 3:0 oder 4:0 Sieg ein.
    Am Donnerstag sollten mal andere Spieler ran, denn ich glaube Geis, Goretzga und Sané könnten eine Pause gebrauchen. Der Kader ist aktuell noch zu dünn besetzt und man muss mit den Kräften bis zum Winter gut haushalten.

    Das Thema Heldt ist eine schwere Baustelle. Ich habe hier schon einiges dazu gelesen und auch gestern den Doppelpass verfolgt. Heldts Abgang scheint so gut wie sicher zu sein. Er hat sich sehr souverän verhalten und sich nichts entlocken lassen. Wenn ich zwischen den Zeilen lese klingt es für mich so, als hätte er gegenüber Tönnies einmal zuviel nein gesagt. Des öfteren habe ich jetzt schon gehört, dass Heldt im Sommer unter keinen Umständen Khedira holen wollte und damit in Ungnade gefallen ist. Ähnlich verhält es sich mit Boateng. Ich halte den ganze Vorgang für interne Drahtziehereien zur Machterhaltung. Die öffentliche Diskussion passt aber ins Bild: Keller bei Sky90, zwei Tage später weg. Heldt im Doppelpass… und aller Voraussicht nach weg.

  2. derwahrebaresi sagt:

    @und am Ende nur durch einen Konter im eigenen Stadion glücklich gewinnen

    wie gut, dass es KEIN konter war und glücklich eh nicht!
    glänzend herausgespielt und absolut verdient!

  3. andres sagt:

    immerhin hält man in Mainz auch eine undichte Stelle in den eigenen Reihen für denkbar
    http://www.allgemeine-zeitung......295665.htm

  4. Ney sagt:

    Schöner Pass von Matip. Wie werden ihn schmerzlich vermissen.

    Die zusätzlichen 2 Punkte brauchten wir wohl dringend auf Vorrat. Gegen die Mannschaften der derzeitigen oberen Tabellenhälfte sprang bisher nicht viel raus (gegen Wolfsburg und Köln verloren, gegen Darmstadt Unentschieden, gegen Hertha 2:1 mit Ach und Krach), jetzt haben wir die übrigen am Stück.

  5. schalkoholiker sagt:

    Baumjohanns Kommentar habe ich auch live gehört und er hat mich in meiner Meinung bestärkt: Der hat Schalke noch nie verstanden!

    In seiner königsblauen Zeit war er bei einem Spielerempfang in unsererm Fanclub und ich kann mit Fug und Recht behaupten, dass dies der arroganteste und unangenehmste Auftritt eines Schalker Spielers war, den wir dort jemals erlebt haben.

  6. Lutt sagt:

    @Ney: wieso werden wir Matip vermissen? Weißt du da mehr als ich?

    Ich fand den Sieg durchaus verdient. Alleine Goretzka hätte 4 Tore machen können…
    Am Ende war es natürlich etwas glücklich, was mich aber irgendwie auch doppelt gefreut hat, denn ich kann mich an unseren letzten „Last-Minute-sieg“ kaum erinnern.

    Bleibt dieser bittere Beigeschmack der anstehenden Manager-Entlassung. Ich für meinen Teil finde das überhaupt nicht schlimm. Zudem geht es primär darum, einen Vertrag nicht zu verlängern – ja es geht noch nicht mal um eine Entlassung.
    Nach meinem Dafürhalten ist der momentane Erfolg auf Schalke nicht der Verdienst des Managers. Zumindest nicht so, dass man sagen möchte:“Jaa, das hat er geil geplant und es ist genauso aufgegangen!“.

    Der Erfolgsfaktor und damit Vater des aktuelle Aufschwungs ist Andre Breitenreiter, der damals angeblich dritte Wahl bei HH war. Der Manager hat klare Ansagen gemacht und ist dann umgekippt (Sam, Draxler). Er hat unsere Außenbahnen verkauft, ohne für Ersatz zu sorgen.
    Und gestern rühmt er sich im Doppelpass mit einer positiven Transferbilanz, die auch nur durch den Draxler Verkauf zustande kam.
    Jetzt funktioniert AB perfekt, junge Leute drängen sich auf und zeigen, was sie können und Schalke kämpft und siegt.

    Für mich hört sich das alles eher nach Glück als nach einer funktionierenden Strategie an – und deshalb finde ich das Vorgehen von CT absolut nachvollziehbar.
    Leider mal wieder typisch schalkig, dass das nach Außen dringt ;-/

  7. Mike sagt:

    Das hat der Strutz von Mainz pfiffig lanciert mit dem Managerwechsel. Ich denke nicht, dass das aus S04 Kreisen kommt. Erstens kriegt Mainz mehr Kohle für Heidel, weil der S04 unter Druck gerät und außerdem will Strutz nicht nochmal so ein persönliches Fiasko erleben wie mit Tuchel.
    Man kann nur hoffen, dass es fix von statten geht, damit wieder Ruhe einkehrt – schlimm genug, dass es vor den kommenden schweren Spielen dazu gekommen ist.
    Ich denke auch, das HH weg will und so verabschiedet er sich ordentlich. Danke dafür, Horschtel! Wegen mir hätt’s nicht gemußt, schon allein, weil ihn nun alle lieben, die vorher auf ihm rumgehackt haben – aber, was soll’s? Das blaue Leben hängt nicht an Namen.

  8. #Link11: Ende mit Schrecken? | Fokus Fussball sagt:

    […] 5. Apropos… zum (dramatischen) Bundesligaspiel zwischen Schalke und Hertha BSC gibt es bei Spielverlagerung eine taktiklastige Nachbesprechung. Die “Knappen” wussten zwar abermals nicht gänzlich zu überzeugen, doch Torsten Wieland hat gespürt, dass sich etwas verändert hat, im Staate Gelsenkirchen (Königsblog). […]

  9. Grieche sagt:

    „Heldt hat ausgerechnet die Chance, die gar keine mehr war, genutzt.“
    Guter Kommentar der Ruhrnachrichten:
    http://www.ruhrnachrichten.de/.....37,2847843

  10. leoluca sagt:

    Natürlich hat sich unsere Mannschaft 70 Minuten gegen einen Gegner in Unterzahl gequält, der das Remis stur verteidigte, und ohne den ausgezeichneten Fährmann und den Pfostenschuss hätte man das Ding beinahe sogar verloren.

    So mussten die Emotionen explodieren beim späten Siegtreffer. Da sind die vielen Schwächen, die man vor allem im Angriff sehen konnte (Choupo-Moting, Di Santo), ziemlich schnuppe. Entscheidend ist, dass Schalke anders als in der vergangenen Saison wieder eine Mannschaft hat, die diesen Namen verdient. Dafür hat sie sich selbst belohnt. Und deshalb musste man nach dem Abpfiff einfach euphorisch sein.

    Horst Heldt hat für sich die Entscheidung getroffen zu gehen, das ist so gut wie sicher. Heldt hat einige gute Spielerverkäufe und ein paar gute Einkäufe getätigt. Doch sein bestenfalls mittelmäßiger Scouting – Apparat und seine beiden schlechten Trainer-Entscheidungen legen einen Wechsel auf dem Managerposten nahe. Das Trainerkarussel, die nicht geschickten öffentlichen Äußerungen zu Trainern, zu Verträgen, zu Zielen, zu Suspendierungen, die öffentlichen Abfuhren von Weinzierl und Wilmots etc. Für eine Vertragsverlängerung spricht wenig. Dass die Schalker Führungsetage zu diesem Zeitpunkt, ein halbes Jahr vor Vertragsende, einen neuen Manager sucht, halte ich für legitim, zumal die Indiskretion wohl eher vom Mainzer Präsidenten kommt als aus den Schalker Gremien.

    Jetzt beruhigt erstmal das ordentliche Punktepolster vor den nächsten schweren Spielen. Die nächsten Manager-Aufgaben stehen kurz bevor: Wintertransfers fürs offensive Mittelfeld, die Vertragsverlängerung mit dem brillanten Joel Matip etc.

    Eine Entscheidung zum Sportdirektor in dieser Woche kann dazu führen, dass sich die Unruhe schnell wieder legt. Nicht unbedingt eine Selbstverständlichkeit für Schalker Verhältnisse. Doch was wäre, wenn Heldt sich ab sofort verabschieden würde, und der Nachfolger, Heidel, noch nicht oder gar nicht kommt?

  11. Torsten sagt:

    weil ihn nun alle lieben, die vorher auf ihm rumgehackt haben

    Es ist in der Tat verblüffend, wie kurzfristig viele Fans ihre Meinungen zu handenden Personen verändern. Habe in den letzten Tagen bei Twitter / Facebook häufig ein „aber jetzt doch nicht“ gelesen von Leuten, die Heldt vor kurzem noch sehr gerne loswerden wollten.

  12. crisscross04 sagt:

    Hey Ney,

    bist ja richtig gut drauf – aber sorry, Gladbach gehört nicht zur aktuell oberen Tabellenhälfte. ;-)

    Und Matip ist deiner Meinung nach schon weg? Gewagte These. Ich finde, dass bei dem Transferwahnsinn irgendeine Aussage immer einer Mutmaßung gleichkommt. Wer kann schon vorhersagen, wie lange irgendwer irgendwo spielt. Das Klopfen auf die Brust mit dem Vereinslogo ist ja auch nicht mehr so „in“. Also solange Matip im königsblauen Dress aufläuft und so geile Pässe schlägt, freue ich mich und der Rest ist eh nur „Geschwätz“ von Übermorgen.

    Was mich aber (ohne Mutmaßung) richtig freut:

    Die Stimmung in der Arena war sensationell. Egal bei welchen Spielstand. Die Menschen freuten sich, in der Arena zu sein und hatten Spaß. Das ist doch eine grandiose Entwicklung, wovon wir vor 6 Monaten nur geträumt haben.
    Im Fußball geht es doch in erster Linie um Emotionen. Denn wenn ich rational an die Sache herangehe, gibt es keinen Grund zum Jubeln: Wir spielen in der Liga um die goldene Ananas – Lichtjahre von den Bayern entfernt. In den Pokalwettbewerben ist es auch eher unwahrscheinlich, dass wir einen Pott am Ende in den Himmel reißen werden. Also alles wie im „wahrem“ Leben, wo jeder einzelne Fan zwar sein Spiel mehr oder weniger erfolgreich spielt, aber grandiose Erfolge nur selten oder gar nie feiert.

    Also warum diese Euphorie?

    Weil wir aktuell eine geile, junge Truppe haben, denen man auch gerne mal einen Fehler verzeiht. Gefühlt haben wir eben nicht mehr eine mutlose Millionentruppe auf dem Platz. Wie gesagt, „nur“ gefühlt. Aber es ist eben ein gutes Gefühl und das ist auch der Grund, warum sich die Menschen aktuell freuen und die Mannschaft und sich selber feiern. Das ist Schalke, wo viele Menschen in die Arena gehen, um ihren Alltag zu entfliehen.

    Hinzu kommt ein aktueller Trainer, der vieles richtig macht und gefühlt viel Passendes ausspricht, was die Fans hören wollen. Ein „Wir“Trainer, kein Egozentriker oder gefühlsloser Trainer a la Keller oder di Matteo, wie man beim Tor von Meyer erkennen könnte. Eine Menschentraube mit Spielern, Ersatzspieler und Trainer – ein Team. Dieser Teamspiritfunke ist auf die Fans übergesprungen.

    Die aktuelle Situation und Diskussion rund um Managerposten ist zwar nicht gerade positiv und von Leoluca auch treffend abschließend beurteilt, dass bei einem sofortigen Abgang von Heldt und einer Absage von Heidel der Schalker Management Kessel richtig Druck bekommt – aber auch das ist noch spekulativ und wird auch nichts an dem aktuellen Wohlfühlklima ändern.

    Aber wenn Heidel wirklich kommen sollte, ist das für mich, auch wieder gefühlt, ein richtiger Schritt, von einem oft unsicher wirkenden Heldt zu einem ruhigen, erfahrenen und selbstsicheren Heidel. Irgendwie finde ich, dass Heidel auch gut zu Breitenreiter passt. Ob das alles von Dauer ist, kann keiner sagen, denn auf die Dauer hilft eh nur der sportliche Erfolg. Wenn der ausbleibt, wird sich auch die Gefühlslage wieder ändern. Aber das ist alles Zukunftsmusik und bis dahin gilt: carpe diem oder besser carpe Schalke! ;-)

    Glück auf!

  13. Simon sagt:

    Ich erwarte, dass der Wechsel von Heidel für Heldt nun rasch über die Bühen gehen wird. Mainz hat ja auch nichts davon, einen Manager bis Juni zu halten, der für die neue Saison nicht mehr zuständig sein wird. Das wird ähnlich wie bei Allofs Wechsel von Bremen nach Wolfsburg ablaufen, der ja auch mitten in der Hinrunde zustande kam seinerzeit (wenn ich mich richtig erinnere im Herbst 2012).

    Grundsätzlich halte ich die Überlegungen für nachvollziehbar. Es ist gut möglich, dass die Indiskretionen aus Mainz kamen, aber das wird sich kaum zu 100% aufklären lassen.

    Das Spiel sehe ich wie ihr anderen hier. Spielerisch phasenweise ungelenk, in der Chancenauswertung nicht clever oder abgebrüht genug, aber dafür eine Mannschaft, die das Publikum mitreißen kann. Das ist als erster Schritt nicht schlecht und wirklich Angst muss Schalke vor den nächsten Gegnern in der BL auch nicht haben. In gewisser Weise dürften Teams wie Gladbach oder Leverkusen sogar besser liegen, weil die selbst mehr machen und nicht so tief stehen. Ich bin gespannt.

    Baumjohanns Kommentar ist natürlich aus der Situation heraus nachvollziehbar, aber zeigt dann doch irgendwie auch eine gewisse charakterliche Unreife, die bei diesem Spieler ja keine echte Überraschung ist. Egal.

  14. Simon sagt:

    @ Lutt: Der letzte Lastminute-Sieg? Das letzte Heimspiel gegen Paderborn in der Vorsaison bzw. das vorletzte gegen den VfB Stuttgart… Ich denke, wenn man die jeweiligen Reaktionen auf die Siegtore vergleicht, zeigt das mehr als alle Worte, was sich seitdem auf Schalke geändert hat.

  15. Carsten sagt:

    schööön, aber zum Schluss unnötig spannend gestaltet ;-)

    alleine Goretzka hätte den Sack früher zu machen können/müssen…

    Baumjohann war schon immer ein Unsympath, guter Techniker aber auf Schalke auch nie wirklich was gerissen.. ein in die Jahre gekommenes ewiges Talent mehr auch nicht!

    alle die auf HH rumgehackt haben können sich ja nun bequem zurücklehnen und seine Demontage geniessen. Schade!

  16. Detlef sagt:

    Schalke liefert, ja und zwar nicht nur Einsatz, sondern auch positive Ergbnisse. Leider liefert Schalke auch Schlagzeilen neben dem Platz. Die sind zwar derzeit, zumindest von mir, zu verschmerzen, aber es wäre schön, wenn die Unklarheit auf dem Managerposten schnellstmöglich beseitigt wird.

    Mich würde interessieren wer da nicht dichthalten konnte/wollte, Mainz oder Schalke.

    Mich wundert es genauso wie Torsten, dass Heldt wahrscheinlicher Abgang jetzt von vielen kritisch gesehen wird. Horst Heldts Vertrag läuft zum 30.06.2016 aus und es besteht aus meiner Sicht nicht wirklich viel Veranlassung diesen Vetrag zu verlängern. Da kann auch der derzeitige Erfolg nichts dran ändern. Ich verweise gerne noch an die vorherige Saison, auch wenn das niemand hören mag.

  17. michael sagt:

    lieber Torsten,

    du hättest sich schreiben können: „Die Wahrheit liegt auf dem Platz.“ Der Unterschied zur letzten Saison ist augenscheinlich, auch wenn noch nicht alles glänzt. Wir sind auf einem guten Weg und das viel schneller als viele von uns geglaubt hätten. ich bin auf die nächsten 4 Wochen sehr gespannt.

    Und da kommen wir dann ganz schnell zu Horst Held. Viele scheinen wirklich die letzte Saison zu verdrängen, ob der jüngsten Erfolge. Letztes Frühjahr haben viele den Kopf von HH gefordert, aus gutem Grund. So gesehen ist es eine logische Entwicklung, wenn über einen anderen Manager nachgedacht wird und mit den Kandidaten verhandelt wird.
    Ich bin mir sicher, dass diesem Mal der Maulwurf nicht aus Schalke kommt, sondern Herr Strutz heißt. Aber wie immer ist der PR-Auftritt der Schalker Führungsebene nicht wirklich professionell. Wir brauchen da unbedingt einen Profi, der auch solche diffizilen Themen sauber umschifft.

  18. Torsten sagt:

    Die FAZ hält einen Verbleib Heidels in Mainz für wahrscheinlicher als einen Wechsel zu S04. Im folgenden Text werden die Motive und Probleme bei Mainz 05 beleuchtet ..
    http://www.faz.net/aktuell/spo.....63729.html

  19. Pukki1904 sagt:

    @michael- da stimme ich dir zu. Mir scheint es auch so, als ob plötzlich alle, hier ganz voran die WAZ, die letzte Saison und die grundsätzliche Kritik an HH vollkommen vergessen haben. Man hat das Gefühl, plötzlich sind alle pro Heldt.
    Die These, dass CT derjenige ist, der alles an die Öffentlichkeit gebracht hat halte ich für absolut unlogisch. Mit welchem Interesse sollte er das denn gemacht haben? da kommt man nur drauf wenn man die Idee hat, der Mann will Schalke immer nur schlechtes, was ich nicht glaube. Wenn man also mal ganz logisch darüber nachdenkt, dann gibt es nur zwei Parteien die ein Interesse daran haben konnten, dass die Pläne und Gespräche zwischen Schalke und Heidel öffentlich werden-Mainz bzw. Herr Strutz und Horst Heldt.
    Mainz konnte durch die Veröffentlichung den Druck auf Heidel massiv erhöhen und Schalke ganz blöd dastehen lassen. Heldt konnte die Chance nutzen, sich als Opfer von Schalke und CT zu stilisieren, jedoch gleichzeitig dafür zu sorgen, dass das Bild entsteht, dass er weiterhin loyal zum Verein und zu CT steht.Damit entstand das Bild des souveränen Managers, der trotz schlechter Behandlung noch so eine Größe zeigt. Dies zu vermitteln ist ihm im DoPa gelungen. Wie schon bei seiner JHV Rede hat er sich gut und PR wirksam beraten lassen, was sein gutes recht ist. Heute ist er in den Medien und auch bei vielen Schalker Fans der ungerecht behandelte Manager, der leider gehen muss obwohl er in den letzten Monaten doch soviel anders und richtig gemacht hat. Hut ab, soviel strategische und professionelle Kommunikationskompetenz habe ich die Jahre vorher leider immer vermisst.
    Zu CT, den ich überhaupt nicht unkritisch sehe, dem aber m.M. nach im Moment zu viel unterstellt wird. Was soll er denn jetzt machen? Er kann im Moment nur den Mund halten und hoffen, dass das Ganze gut ausgeht.Da würde ihm auch aktuell kein professioneller PR- Berater etwas anderes raten.
    Alles was CT jetzt kommentiert, würde gegen ihn verwendet. Ergo macht er im Moment genau das richtige,er hält den Mund. Äußern kann er sich erst, wenn es eine Einigung mit Mainz und mit Heldt gegeben hat. Ich hoffe die erfolgt schnell, im Sinne aller Beteiligten.

  20. Lutt sagt:

    @Simon: haste recht. Hatte den Last-Minute-Sieg gegen Paderborn schon verdrängt und den gegen Stuttgart vergessen. Die haben sich halt nicht so gut angefühlt ;-)

  21. michael sagt:

    „Aber auch bei einem derzeit nach Informationen dieser Zeitung wahrscheinlicheren Verbleib Heidels…..“ was soll das denn, informieren die sich nun selbst oder haben die keine anderen Quellen. man, man das ist echt schlechter Journalismus……..

  22. Maddin sagt:

    @Pukki1904

    „Die These, dass CT derjenige ist, der alles an die Öffentlichkeit gebracht hat halte ich für absolut unlogisch. Mit welchem Interesse sollte er das denn gemacht haben? da kommt man nur drauf wenn man die Idee hat, der Mann will Schalke immer nur schlechtes, was ich nicht glaube.“
    Weil der Schlachter eben nur ein Schlachter ist, sein Ego seit jahren über Springer-Kanäle kompensiert und gerne im Mittelpunkt steht. Man sollte sich da nicht vom monetären Privatvermögen blenden lassen, auch Milliardäre sind mitunter im Grunde total unprofessionelle, napoleon-komplex behaftete Stümper die spät Abends nach 2-3 Gläsern „guten Rotweins“ mal eben ne dumme SMS tippen. Da muss nicht zwangsläufig eine Strategie hinter stehen….

  23. rjonathan sagt:

    @Maddin
    Dass er impulshaft und emotional handelt glaube ich gerne. Nur: welche Emotion sollte ihn dazu verleitet haben? Es gab weder einen Grund sich zu ärgern, noch sich zu freuen. Es war doch (noch) alles Business und Geschäftsanbahnung. In Mainz (und beim Kicker und bei vielen anderen Medien) ist man sich einig, dass es aus dem 9-köpfigen (!) Vorstand kam.

    @Torsten
    Beim kicker ist man genau gegenteiliger Meinung. Ein Abgang wird als sicher beschrieben. Ich glaube auch, der Journalist bei der FAZ ist ein Fan, der – zwar mit guten Kontakten ausgestattet – sich eher vom Wunsch leiten lässt als vom klarer Sicht. Zumindest ist seine Sicht eine (M)Einzelmeinung. ;-)

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