Versöhnliches Ende nach mauer Leistung

Leroy Sané: Torschütze zum 2:2 Ausgleich2:2 endet das Europa League Heimspiel des FC Schalke 04 gegen Sparta Prag. Eine eher schwache Partie der Blauen, die ihren Gegner zum Mitmachen einluden, nach Fehlern zurücklagen aber eben trotzdem zurückkamen. Ein Ergebnis mit dem man leben kann.

Vieles lief nicht gut in diesem Spiel. Nach gutem Start und früher Führung verlor Schalke seine Linie. Das neu zusammengestellte Mittelfeld mit Kaan Ayhan und Pierre-Emile Höjbjerg hatte arge Abstimmungsprobleme und ließ in der Rückwärtsbewegung häufig viel Raum vor Schalkes Abwehrkette ungedeckt. Raum, den Prag ab der Hälfte der ersten Halbzeit zu nutzen begann und Schalke fortan unter Druck setzte.

Nach der Pause kam auch noch ein Offensivpressing Spartas dazu. Nun war Prag die eindeutig bessere Mannschaft. Zwar hatte Sparta zwei Querschläger in der Schalker Abwehr nötig, um Tore zu erzielen und das Spiel zu drehen. Trotzdem dachte ich nach dem zweiten Treffer, dass das Ding gelaufen sei – Schalke hatte einfach keinen guten Tag.

Aber die Blauen kamen eben doch wieder zurück. Durch die Klasse eines einzelnen – Leroy Sané, einmal mehr – aber auch weil man eben bis zum Schluss alles versuchte. Und das ist es, was mich letztlich mit dem Spiel versöhnte. Solange ich das Gefühl habe, dass die Mannschaft nicht kapituliert, dass sie gewinnen will, kann ich auch ganz gut damit leben, wenn die Dinge mal nicht allesamt wie gewünscht zusammenlaufen.



Foto: Tomek Bo



8 Kommentare zu “Versöhnliches Ende nach mauer Leistung”

  1. Basten04 sagt:

    Genau so!
    Und jetzt weitermachen und als Mannschaft den Mist rundrum bestmöglich ausblenden.
    HH soll noch den Vertrag mit Matip verlängern und dann- ma guck’n.
    Glück auf Schalke!

  2. Detlef sagt:

    Unterschreibe ich so. Wenn Wille zu erkennen ist, dann kann man auch mit solchen Spielen zufrieden sein.
    Eins noch als Ergänzung. Speziell in der 1. HZ war die linke Abwehrseite für mich ein weiterer Schwachpunkt. Das lag aber nicht nur an Kolasinac, dem man fehlende Matchpraxis anmerkt, sondern auch daran, dass er zu oft allein gelassen wurde.

    Es ist übriegsn schwer bei 15 Minuten Dauergesang dem Spiel noch zu folgen ;-)

  3. ReinerEdelmann sagt:

    Stimme zu, wobei man beim 2:1 nicht di Santos Zuckerpass, genau im richtigen Moment gespielt, unterschlagen sollte.

    Der „zweite Anzug“ sitzt noch nicht ganz.

  4. Ney sagt:

    Das wir immer den Sane brauchen, um zu punkten, das kann auf Dauer nicht gutgehen. Vielleicht sollte Breitenreiter mal den Choupo-Moting bringen [Ironie]. Das Tor war aber nicht nur eine Einzelleistung, Fährman hatte sehr präzise und weit abgeworfen, di Santo ein cleveres Zuspiel geliefert.

    Uneingespieltes defensives Mittelfeld, Schwäche bzw. heftige Fehler einzelner Spieler, trotzdem zumindest noch den Punkt gemacht, da unterschreibe ich Torstens letzten Satz voll und ganz.

  5. #Link11: Der letzte Kreuzzug | Fokus Fussball sagt:

    […] war gestern auch. Schalke Remis und Sané erklärt Schalkes Torplan (kicker). Auch Torsten Wieland (Königsblog) ist am Ende irgendwie zufrieden. Augsburg gewinnt in Alkmaar (FAZ). Und Aubameyang sichert mit […]

  6. leoluca sagt:

    So versöhnlich das Ende auch war – jetzt weiß man wieder genau, wie kurz die Kaderdecke wirklich ist. Passt irgendwie zu dieser Schalker Woche, die von der Personalie des Managers geprägt war.

  7. Chris sagt:

    Das war aber auch ein krasses Rotieren. Innenverteidiger und zentrale Mittelsfeldspieler haben noch nie in dieser Konstallation zusammen gespielt.

    Hoffe, für Kaan findet sich noch ein Platz (oder eine Ausleihe; kein Verkauf). Das könnte ein sehr Guter werden und einen zweiten Mann für gescheite Standards zu haben wäre auch nicht von Nachteil.

    Ja. Dünne Personaldecke haben wir!
    Ja. Di Santos Pass war gestern so entscheidend, wie Matips Vorbereitung am Samstag.

  8. Walk around Letná sagt:

    […] bleibt ist etwas Neugier auf Schalkes Leistung. Prag war im Hinspiel ein starker Gegner, in der zweiten Halbzeit war Sparta die bessere Mannschaft. Ma’kucken was Schalke daraus gelernt […]

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