Selbstproduziertes Palaverpotenzial

Schalke 04 kommt im Heimspiel gegen den FC Ingolstadt nicht über ein 1:1 hinaus. Glück für Ingolstadt, zu wenig Ertrag ob des hohen Aufwands für Schalke 04 und Erklärungen dazu von André Breitenreiter, die zum Reden anstiften, selbst wenn man es eigentlich nicht will.

Ganz klar: Schalke hätte in diesem Spiel den Sieg verdient gehabt. Zu ausreichend vielen Chancen kam Schalke in diesen 90 Minuten. Weiterhin verwehrte Schiedsrichter Meier den Blauen einen Handelfmeter, als Benjamin Hübner in der 18. Minuten der Ball zunächst unglücklich an den Arm sprang, er diesen aber gleich danach bewusst mit dem Unterarm von Huntelaar weg buxierte. Hinzu kommt, dass auch das Gegentor kaum unglücklicher hätte fallen können. Trotzdem offenbarte Schalke Defizite die dazu führten, dass es über lange Phase des Spiels nicht gelang, den geeigneten Druck aufzubauen, um die Ingolstädter Defensive richtig zum Wackeln zu bringen.

Der Spielaufbau war zu statisch. Beim Spiel aus der eigenen Abwehr, mit nahezu allen Spielern vor dem Ball, fehlt Johannes Geis sehr, der als einziger Schalker Pässe in allen Längen zuverlässig an den Mann bringt. Ingolstadt zwang Schalke auf die Flügel und es gelang den Blauen nicht, sich dagegen zu wehren. Leon Goretzka nahm kaum am Spiel teil. Selbst als André Breitenreiter das Offensivzentrum verstärkte, indem er Max Meyer in die Zentrale beorderte, bekam Schalke nicht mehr Zugriff auf den Raum vor dem gegnerischen 16er. Was blieb war das Spiel über Außen und zu viele Hereingaben, die zu selten Abnehmer fanden.

Schalkes Trainer André Breitenreiter, dessen Aussagen nach dem Spiel für weiteren Tullus um den Club sorgen könntenSchalke hatte sich seine Chancen eher erarbeitet denn erspielt. Trainer André Breitenreiter nannte das Spiel seiner Mannschaft in der ersten Halbzeit „pomadig“ und traf es damit ganz gut. Schalke steht mit 20 Punkten aus 11 Ligaspielen weiterhin ordentlich da, besser als vor der Saison erwartet, und im Pokal gegen Mönchengladbach rauszufliegen ist auch keine Sensation. Aber Schalke ist stets laut und immer unruhig. Nach 4 Pflichtspielen ohne Sieg werden sich sicherlich Schalker finden lassen welche die Meinung vertreten, Stürmer würden Chancen vergeben weil die Managersituation im Club nicht geklärt oder weil der Trainer zu unerfahren sei. Schalker sind viele, da gibt’s alle Gedanken, egal wie krude.

Sehr berechtigt musste sich André Breitenreiter in der Pressekonferenz nach dem Spiel allerdings fragen lassen, wieso seine Mannschaft wiederholt nur jeweils in einer Halbzeit gut agierte. Statt auf das Spiel einzugehen verwies er auf ungenügende Voraussetzungen. Man dürfe „sich nicht der Realität verschließen“, und es sei „einfach Fakt“, dass der Kader Schalkes eben nicht so breit aufgestellt sei wie die Kader der Konkurrenz. Man habe keine großen Variationsmöglichkeiten und gerade im Sturm keine weiteren Optionen. In der jetzigen Phase fehle „ein absoluter Knipser, wie ihn jeder andere Topverein hat“.

Aussagen in dieser Deutlichkeit, von einem Trainer dem immerhin Klaas-Jan Huntelaar und Franco Di Santo zur Verfügung stehen, können – nein, müssen wohl als Schlag gegen den ehedem angezählten Manager Horst Heldt verstanden werden. Breitenreiter überzeugte bislang bei seinen öffentlichen Statements, wirkte stets kontrolliert. Auch wenn man ihm wohlwollend unterstellen mag, dass es ihm nun hauptsächlich darum ging, die eigene Mannschaft kleinzureden um Druck von ihr zu nehmen, wird ihm die Brisanz seiner Aussagen gegenüber Schalkes Manager bewusst gewesen sein. Sätze wie eine zischende Lunte. Es steht zu befürchten, dass sie noch von mehreren Seiten befeuert wird.



Foto: Tomek Bo



44 Kommentare zu “Selbstproduziertes Palaverpotenzial”

  1. Ogro sagt:

    1:1 gegen Ingolstadt. Das ist sicherlich dem Spielverlauf entsprechend für die Blauen etwas unglücklich. Allerdings, wie du bereits geschrieben hast, Torsten, auch dem nicht ungeschickten Abwehrverhalten der Ingolstädter geschuldet.
    Der letzte nahezu durchgängig überzeugende Auftritt war für mich in Hamburg und ist damit gefühlt eine Ewigkeit her. Man mag es als (Trainer-)Stärke empfinden, dass Schalke zumeist in der zweiten Halbzeit zuzulegen vermag, ich jedoch verstehe genau diesen Umstand nicht so richtig. Wie stelle ich mir die Vorgaben vor der ersten Halbzeit dann vor? Abwarten, wie der Gegner spielt und dann reagieren? Ein Problem entsteht dabei natürlich, wenn das im September so sattelfest scheinende Defensivverhalten in den letzten Wochen einfach in fast jedem Spiel 2 Gegentore zulässt. Sogar gegen Mannschaften, die bis dahin kaum Tore erzielt haben (auch wenn die Ingolstädter Führung zugegebenermaßen unglücklich fiel).
    Ich würde die Aussage Breitenreiters demnach auch eher vor diesem Hintergrund einordnen. Nämlich dass er nach der ersten Phase des Spiels einfach keine Spieler bringen kann, die dem Spiel der Mannschaft die entscheidenden Veränderungen zuführen können. (Ich glaube, er erhofft sich diese Impulse Regelmäßig von Hojberg). Mit der Aussage, der Kader sei zu klein, zeigt er mE weniger auf Heldt als vielmehr einfach von sich weg, da er spüren dürfte, dass die Spiele zunehmend aufwändig und ertraglos werden. Zu wenig
    Durchschlagskraft nach vorn und zu viele Gegentore hinten führen nun einmal zu Niederlagen und Unentschieden in Serie trotz hohem Aufwand.
    Alles in allem finde ich Breitenreiters Aussage daher nachvollziehbar aber unglücklich. Nicht nur, weil er damit die vorherrschende Stimmung gegen Heldt bedient, um sich selbst aus der Schusslinie zu nehmen, BEVOR jemand die Waffen zückt, sondern auch weil er damit sich selbst widerspricht. Schließlich hatte er immer betont, dass der Kader bewusst klein gehalten werden sollte (Ausnahme Draxker-Verkauf). Schade.

  2. Speed Glas sagt:

    Es bleibt das gleiche Problem, wie es auch schon unter anderen Trainer ungelöst war. Sobald der Gegner Schalke zwingt das Spiel zu machen und sich selbst nur hinten reinstellt um auf Konter zu lauern, hat Schalke große Schwierigkeiten.
    Köln, Darmstadt und Berlin haben sich ebenso verhalten wie Ingolstadt. Schalkes Spielaufbau ist in der Tat zu statisch und zu unpräzise, um gegen gut verteidigende Mannschaften Chancen herauszuspielen.
    Immer wieder entstehen diese Situationen wie beim Handball – Schalke spielt im „U“ um den Sechszehnmeterraum herum und der Gegner doppelt bei jedem Dribbelversuch aggressiv den ballführenden Spieler. Ich glaube nicht, dass Schalke mit Geis zu mehr Chancen gekommen wäre, oder dass der betriebene Aufwand nicht reichte. Wenn man 90 min gegen 11 Mann im eigenen 16ern anlaufen muss, zert das an der Substanz. Die Mannschaft muss mehr miteinander spielen. Wenn ich mir Spiele von anderen Teams ansehen, wird dort viel mehr kombiniert und füreinander gelaufen. Die Schalker machen das auch, aber uneffektiv.
    Man kann noch viel über das Thema schreiben, da jeder andere Ansichten hat. Ich denke, dass weniger über taktische Themen wie Formation diskutiert werden sollte. Stattdessen sollten die Spieler einfach Fußball s p i e l e n, d.h. für mich kombinieren, Doppelpässe, kreuzen und hinterlaufen, mehr den Mann decken, als im Raum stehen, den einfachen Pass spielen statt immer wieder Bälle in die zugestellte Spitze.

  3. Ney sagt:

    Wenn Du da Woche für Woche im Sturm Huntelaaar, Choupo-Motig und di Santo, die pro Jahr zusammen vermutlich mehr als 12 Millionen Gehalt kosten, ohne Ertrag rumturnen hast, und am Ende ist es wieder unser U19-Stürmer, der für den Punktgewinn sorgt, sorgen muss, dann stellt sich das als eher etwas unbefriedigend dar.

    Und zu Null zu spielen schaffen sie auch nicht.

  4. BlueNote sagt:

    Gute Analyse Torsten und mit „pomadig“ trifft Breitenreiter den Nagel auf dem Kopf. Ich würde sogar weitergehen und (nur auf HZ 1 bezogen) von einem ersten Rückschritt sprechen, was Einstellung, Laufbereitsschaft und taktische Disziplin angeht. In einem Heimspiel darfst Du so nicht auftreten. Die Fehlerkette vor dem Gegentor war dem Umstand geschuldet, dass null Druck auf die ballführenden Spieler ausgeübt wurde, man sowohl im zentralen Mittelfeld meterweit wegstand, nur hinterherlief, man außen ungehindert flanken ließ (warum muss Höwedes da eigentlich rechts außen eine Flanke verteidigen???), als auch im Zentrum vorm Tor ungeordnet und trotz Überzahl tatenlos zuschaute, wie Monsterstürmer Tobias Levels endlich sein 1500. Bundesligator in gefühlt 26 Jahren Bundesliga reinmachte. Das war Kacke von vorne bis hinten und für ein Heimspiel bemerkenswert leidenschaftslos und nicht entschuldbar. Es geht mir einfach auf den Sack, wenn der Gegner bei uns in der Arena mehr rennt, mehr ackert,taktisch disziplinierter spielt und es einfach mehr will als die eigenen Mannen. Das war Kacke. Punkt.
    Die 2. Halbzeit ließ sich dann viel besser an und war ok. Kam aber alles zu spät.

    Zur Diskussion um den Kader: Ich glaube, dass die Kritik Breitenreiters dahingeht, dass für Farfan und Draxler eben kein gleichwertiger Ersatz geholt wurde. Das Spiel über die außen war derart besch… am Samstag, dass man sich dort wieder die alten Flügel wünschte. Di Santo und Huntelaar verhungerten bei dieser schlaffen Spielanlage. Insbesondere Huntelaar wich selbst oft auf die Flügel aus und haute die Flanken rein. Da rieb man sich erstaunt die Augen. War das so gewollt vom Chef?

    Egal, wen man am Samstag vorne zentral reingestellt hätte: dort wäre an jenem Nachmittag jeder verhungert. Die Qualität der Flanken, egal wer sich versuchte, war unterirdisch. Und 35 bzw. 50% gewonnene Zweikämpfe im DM gaben uns dann den Rest. Ein gebrauchter Tag.

    So wird’s richtig schwer in den nächsten Wochen. Puh…

  5. Lokonda sagt:

    Ich finde es allgemein etwas ermüdend, dass nun jedes Ergebnis und jede Aussage mit der Heldt-Personalie in Verbindung gebracht wird. Wir hatten auch vor dieser Diskussion schon schlechte und auch sehr durchschnittliche Spiele, die wie gegen Wolfsburg oder Köln verloren bzw. gegen Stuttgart, Frankfurt oder Mainz glücklich gewonnen wurden. Und das Remis daheim gegen Darmstadt hatte viele Parallelen zum Ingolstadt-Match. Wenn man die einzelnen Spieler und die Mannschaft realistisch bzgl. Qualität und Quantität bewertet, muss man eigentlich zu der Erkenntnis kommen, dass Platz 5 oder 6 am Ende der Saison ein Erfolg wäre und man auch als Fan damit zufrieden sein sollte, wenn es in Sachen Wille, Leidenschaft und Mentalität einen positive Entwicklung gegeben hätte. Und sicherlich ist auch in den Punkten noch Luft nach oben, aber trotzdem gibt es schon positive Schritte. Um ernsthaft wieder um die CL Plätze spielen und in diesen Bereichen der Tabelle konkurrenzfähig zu sein, braucht es 2-3 Jahre und mehrere Transferperioden,in denen der Kader nach und nach den Vorstellungen von Breitenreiter angepasst wird. Aber auch da wird es Rückschläge geben, denn Leute wie Matip oder Sané könnten als Korsettstangen wegbrechen.

    Und so brisant in Richtung Heldt finde ich die Aussagen vom Trainer auch nicht. In erster Linie sind es realistische Einschätzungen und Feststellungen. Und dass der Kader in der Offensive keine Optionen bietet, ist nun mal ein Fakt. Breitenreiter hat immer gesagt, dass er mit dem Draxler Verkauf nicht einverstanden war. Damit hat er auch gemeint, dass er sich zumindest einen Ersatz gewünscht hätte. Diesen gab es nicht und selbst die meisten Fans fanden das seinerzeit für falsch und wiesen auf die Risiken hin. Um quantitativ eine weitere Option zu schaffen (da ja auch Farfan ohne Ersatz abgegeben wurde),wurde Sam eine neue Chance eingeräumt.

    Ebenfalls kritisierte Breitenreiter von Beginn an völlig zurecht den Hype um junge Spieler, die eigentlich herangeführt werden müssten. Aber durch den Draxler Verkauf und dem ständigen Ausfall von Sam, der erst Trainingsrückstand und dann wieder eine langwierige Verletzung hatte, musste man Spieler wie Meyer und Sané ständig bringen. Wenn man mit Doppelspitze agierte, saß vielleicht auch mal einer der beiden auf der Bank, war dort aber die einzige offensive Option und wurde dann jeweils auch eingewechselt.

    Wenn man in 3 Wettbewerben antritt, dort konkurrenzfähig sein will und auch einen eigenen Anspruch hat, kann und darf es nicht sein, dass man offensiv in Quantität schlechter aufgestellt ist als z. B. Mainz, Stuttgart, Hoffenheim oder Köln.

    Hinzu kommt die berechtigte Feststellung, dass ein Knipser fehlt. Heldt, der den Huntelaar ja vor der Breitenreiter Verpflichtung ja leider verlängerte, und der Trainer selbst hätten wohl nicht damit gerechnet, dass der Holländer nur noch ein theoretischer Knipser ist. Obwohl das eigentlich nicht verwundern dürfte, dass er außerhalb einer überragenden Saison eh nur noch durchschnittliche Quoten schaffte. Bisher hat Huntelaar 95 Scorerpunkte in der Liga geschafft, aber davon alleine 42 in einer Spielzeit. Wenn man die übrigen 53 auf die anderen Spielzeiten verteilt, sieht das schon lange nicht mehr nach großer Klasse aus. Dazu kommt, dass di Santo Huntelaar zu ähnlich ist und bei uns eine andere Rolle als in Bremen spielt, wo das Spiel auf ihn zugeschnitten war. Hinzu kommt, dass er in Bremen auch nur eine sehr starke Saison hatte, dort aber seine Vorzüge zeigte. Ich könnte mir gut vorstellen, dass Breitenreiter in Zukunft gerne mit di Santo als Wandspieler und zentrale Spitze agieren möchte und Huntelaar nach dieser Saison einen anderen Status bekommen wird. Aber aktuell spielen beide und auch di Santo trifft nicht. Damit kritisiert Breitenreiter sich mit der Aussage über den fehlenden Knipser ja auch selbst, denn di Santo war und ist sein Wunschspieler. Im Endeffekt fehlt unserem Kader in vielen Bereichen Qualität, ihm fehlt Quantität und ihm fehlt seit Jahren Tempo in Kopf und/oder Beinen. Heldt hat es bei seinen ganzen Transfers kaum geschafft, darauf zu achten. Auch ein Grund, warum die wenigsten seiner Transfers die nötige Klasse hatten. Mit Sané, Farfan und Draxler hatten wir 3 Spieler im Kader, auf die das zutraf. Zwei davon hat Heldt abgegeben,ohne mindestens einen Ersatz zu holen.

    Und sicher hat Breitenreiter mal gesagt, dass man den Kader bewusst klein gehalten hat. Aber da stand noch ein Draxler im Kader und Spieler wie Höger und Nastasic waren da noch nicht schwer verletzt. Und ein Geis war da nicht 5 Spiele gesperrt.

    Und man muss dem Trainer auch zugute halten, dass er bis Ende der Transferperiode gesagt hat, dass er im Mittelfeld noch Erfahrung und Zweikampfstärke gebraucht. Und wen holt Heldt dann letztlich: Ein Talent von Bayern, welches selbst bei Augsburg nicht Stammspieler war.

    Für mich ist wichtig, dass Heldt bald Geschichte ist und Breitenreiter den Kader in den nächsten Transferperioden weiter umbauen kann. Und das bald – spätestens ab Sommer – hoffentlich mit der Hilfe von Heidel. Und mir ist wichtig, wo wir nach 34 Spielen stehen und da hoffentlich das eingangs erwähnte Ziel erreichen. Darauf kommt es an und nicht darauf, wo man nach den Spielen gegen Dortmund, Bayern und Leverkusen steht. Deswegen sollte man selbst bei 3 Niederlagen als Verein und Fan die Ruhe bewahren, da diese nicht von ungefähr kämen.

    Zum Schluss möchte ich sagen, dass kein Fan, kein Medium, kein Verantwortlicher und kein Spieler diese Manager Diskussion als billiges Alibi für evtl. schlechte Leistungen und/oder Ergebnisse benutzen sollte.

    In Gladbach gibt es seit etlichen Wochen eine Trainerdiskussion und trotzdem spielen sie attraktiv und erfolgreich. Wenn Huntelaar und di Santo gegen Gladbach beste Chancen auslassen oder Matip wg. dem seifigen Rasen bzw. Untergrund ausrutscht, hat das nicht mit der Personalie Heldt zu tun.

  6. leoluca sagt:

    Breitenreiter hat mit seiner Bemerkung zum dünnen Kader gewiss seine Mannschaft und auch sich selbst in Schutz genommen. Aber ungewollt hat er auch all den schlauen Jungs (bis zum guten Selldorf von der SZ) einen kleinen Hinweis gegeben, die in den vergangenen Wochen die Schalker Personaldebatte um den Sportdirektor verständnislos kommentierten. Hier wolle der Aufsichtsrat offenbar den Verantwortlichen für den überraschenden Schalker Aufschwung selbst vor die Tür setzen, so lautete die Medienschelte. Tja, mal schauen, was die Jungs jetzt zu sagen haben.

  7. schalkoholiker sagt:

    Breitenreiters Aussage als (verstecktes) taktisches Manöver auf Heldt zu werten – das finde ich recht konstruiert. Klar kann man sich als Profi/ Trainer darüber im Klaren sein, dass die Öffentlichkeit diese Schlussfolgerungen zieht bzw. ziehen will. Aber wenn man einen derart großen Bogen um vermeindlich heikle Themen macht, dann sind künftig die Interviews noch weniger gehaltvoll. Und Breitenreiter fand ich in dieser Hinsicht bislang immer schön gradlinig und ehrlich.

    EMCM empfand ich am Samstag endlich mal wieder als richtig positive Bereicherung. Ich hoffe, das tut ihm nachhaltig gut und setzt in seinem Kopf eine positive Reaktion in Bewegung, denn er hat m.E. das Potenzial für einen richtigen guten Stürmer. Der Hunter hat schon häufiger solche Phasen gehabt (keine Entschuldigung, aber es wundert mich irgendwie nicht mehr. Di Santo ist nach wie vor ein Rätsel für mich. Vielleicht platzt der Buli-Knopf bei ihm im nächsten Spiel… Das wäre dann richtig gut.

    Die Verteigung vor dem Gegentor wurde schon beschrieben. Traurig. Ich werde schon immer ganz unruhig, wenn ich Verteidiger (wie in diesem Fall Bene) sehe, die mit Händen auf dem Rücken und einem Meter Abstand zum Gegner in die „Zweikampf“-Situation gehen. Bei soviel Risikominimierung steht einer schönen Hereingabe nicht mehr viel im Wege.

  8. Carsten sagt:

    Moinsen

    leider ein weiterer unschöner Nebenschauplatz…. Benni hat sich nach dem Foul von Hinterseer die Mittelhand gebrochen und musste am Sonntag noch operiert werden!

  9. Carsten sagt:

    was natürlich bedeutet das er Minimum fürs Derby wenn nicht länger ausfällt

  10. klopenner sagt:

    Ich kann dem Kommentar von Lokonda in wirklich allen Punkten zustimmen.

    Wir haben doch vor der Saison alle eine äußerst durchwachsene Saison erwartet, die wir sogar ohne EL Platz beenden könnten. Was hat sich denn seitdem geändert? Nichts. Nur der Eindruck über die Mannschaft, nach diesen 6 Siegen in Serie. Dass davon aber 4 glücklich waren wird dann oft und schnell vergessen.

    Die Mannschaft hat mich zwar mit Leidenschaft und Einstellung überzeugt – während dieser Serie, aber nicht mit super gutem Fußball. Guten Fußball gab es doch in dieser Saison erst ungefähr 4 Mal. Im Pokal gegen Duisburg, in der Buli gegen Werder, International gegen Tripolis, Nicosia und im Pokal gegen Gladbach jeweils eine Halbzeit. Da ist noch mächtig viel Luft nach oben. In der Buli haben wir eben tatsächlich noch nicht ein Spiel komplett überzeugt. Wie auch? Es sind ja überwiegend die gleichen Spieler wie in der letzten Saison. Da dauert die Entwicklung eben Monate. Das wussten wir doch vorher.

    Dass Breitenreiter die Kaderbreite kritisiert sehe ich auch nicht direkt als „Angriff“ auf Heldt, aber recht hätte er damit.

    Ich kann mich noch dran erinnern, dass Breitenreiter nach der Vorbereitung in der dritten Juli Woche noch 2-3 erfahre Spieler für das Mittelfeld und die Offensive gefordert hat.
    DiSanto kam dann noch, Riether kam dann noch, Hojbjerg kam genauso wie Jugendkeeper Nübel.

    Demnach wären seine Wünsche ja teilweise erfüllt worden. Dass dann aber noch Farfan und Draxler abgegeben wurden war so nicht Teil seines Plans. Damit fehlen ihm definitiv die beiden Außen.
    Und wie schon gesagt, mit den Ausfällen von Höger, Nastasic und Geis, sowie „Waffe“ Sam und dem Langzeitverletzten Uchida wird der Kader eben sehr dünn.
    Das sind aktuell 7 Spieler weniger als von Breitenreiter gewünscht.

    Also alle mal etwas auf die Bremse treten und die Erwartungen etwas zurück schrauben. Wir wollten der Mannschaft Zeit geben und müssen gerade jetzt in den nächsten Wochen mit den Rückschlägen leben ohne die Mannschaft zusätzlich noch zu verunsicher.

    Ja, das Spiel gegen Ingolstadt hat mir auch nicht gefallen und ich habe mich mächtig aufgeregt, weil es 3 Tage vorher ja auch deutlich besser lief, aber die Pfiffe zur Halbzeit gingen mir auf den Keks. So wird doch nur wieder unnötig Unruhe in die Mannschaft gebracht und sie wird bei Druck wieder auseinander fallen.

    Diese Saison wird eine Entwicklung stattfinden, aber sie wird Zeit brauchen und im Winter müssen Verstärkungen kommen, dann kann die Rückrunde auch wieder mit ner Serie von Siegen starten.

  11. Simon sagt:

    @ klopenner:
    Absolut richtig. Das trifft ziemlich genau auch meine Gedanken zur aktuellen Situation. Andere Teams, die gerade besser als wir dastehen bzw. besser spielen, mussten auch mal etwas schwierigere (Halb-)Serien durchmachen, und insgesamt scheint mir die Marschrichtung schon zu passen.

  12. #Link11: 4 Asiaten (mit dem Kontrabass) | Fokus Fussball sagt:

    […] »Schalker sind viele, da gibt’s alle Gedanken, egal wie krude.« Hier die von Torsten Wieland (Königsblog) + + […]

  13. blues sagt:

    Unser Spiel und wie anzunehmen auch die Vorgabe, war ähnlich einfallslos wie gegen Darmstadt.

    Seit Raul weg ist hat es kein Schalker Trainer geschafft ein Konzept gegen tiefstehende Mannschaften zu entwicklen und damit Siege einzufahren. Jetzt, nach 120 Tagen Breitenreiter, darf man auch ihn getrost dazu zählen.

    Es ist lange bekannt, dass Huntelaar Doppelspitze nicht kann. Dass Breitenreiter das erstens nochmals versucht und dann zweitens 15 Spiele und noch ein paar Spiele mehr braucht um festzustellen, dass der Hunter kein Stürmer für eine Doppelspitze ist, spricht ebenso wenig für ihn, wie die fehlenden vier Punkte gegen zwei Aufsteiger zu Hause.
    Er sollte, da selbst ziemlich erfahrungslos in der Bundesliga, aufpassen auf wen er wann in welcher Gegenwart draufschlägt. Sonst wird das nichts mit ihm auf Dauer.

    Apropos Huntelaar. Interessant wie sich das Bild von ihm auch hier geändert hat. Vor ein paar Monaten war man mit Huntelaarkritik noch Rufer in der Wüste.

  14. leoluca sagt:

    Interessant ist doch, dass niemand Andre Breitenreiters Aussagen in der Sache widerspricht.

    Sie lauten:
    „Das (die nächste 3 Spiele)sind Bonus-Spiele. Auch der große FC Schalke 04 darf sich keinen Zacken aus der Krone brechen, das mal einzugestehen. Wir dürfen uns nicht der Realität verschließen. Unser Kader ist nicht so breit aufgestellt wie bei Bayern, Dortmund, Gladbach, Wolfsburg und Leverkusen.“- „Wir haben keine großen Variationsmöglichkeiten, der Kader ist nun mal klein. Uns fehlt die Konstanz und ein absoluter Knipser.“

    Natürlich ist es nicht egal, zu welchem Zeitpunkt man diese Sätze sagt. Und natürlich sind sie in dieser leicht kriselnden Lage brisanter als sie es vor 4 Wochen gewesen wären. So fliegen sie ihm ja auch jetzt teils um die Ohren.

    Aber vielleicht ist Breitenreiter die klare Kante wichtiger als die Diplomatie. Mir gefällt das. Er redet sich und uns die Sache nicht schön, und darin sehe ich einen großen Unterschied zu Jens Keller – und Horst Heldt, der allein an diesem Wochenende wieder reichlich süße Sosse über den Schlamassel kippt.

  15. blues sagt:

    Bonusspiele? Erfinden wir jetzt die Liga neu? Es gibt in diesem Wettbewerb keine Bonusspiele.
    Wenn Breitenreiter so weiterargumentiert, dass das was er uns vor Wochen als Vorteil verkaufte, nämlich ein schlanker Kader, in dem alle trotz Konkurrenz ihre Einsätze erhalten“, sich heute als Wettbewerbsnachteil rausstellt, kann sich Heidel schon bald mal auf die Suche machen…

    Was doch keiner erwarten konnte: Sane´ersetzt doch bisher den späten Farfan und Draxler zusammen. Also auch hier kein Grund zu jammern wie ich finde, obwohl ich den Moment verflucht habe an dem sie Draxler verkauften.

  16. derwahrebaresi sagt:

    @Dass Breitenreiter das erstens nochmals versucht und dann zweitens 15 Spiele und noch ein paar Spiele mehr braucht um festzustellen, dass der Hunter kein Stürmer für eine Doppelspitze ist, spricht ebenso wenig für ihn

    … ich glaube das war a.b. schon mit beginn seiner tätigkeit auf schalke klar.
    zu diesem zeitpunkt war der hunter aber bereits mit seinem rentenvertrag
    ausgestattet.
    den alten käskopp :-) mit start der saison auf die bank zu setzen, ist aus seiner sicht augenscheinlich nicht zielführend.
    mit der NICHT-teilnahme an der em werden die holländer ganz sicher auch ihre nati umrüsten und eines der ersten „opfer“ wird der hunter sein.
    damit dürfte dann wohl auch der „generationswechsel“ ;-) im sturm der Schalker in gang gesetzt werden.

  17. leoluca sagt:

    Wem die klaren Worte von Breitenreiter missfallen, der darf sich mit Horst Heldts kleiner Märchenstunde vom Wochenende trösten.

    „Es wird jetzt ein bisschen einfacher für uns, weil wir gegen die kommenden Gegner nicht mehr unbedingt die Favoritenrolle haben.“-

    „Es ist nun mal eine Facette des Mannschaftssports Fußball, dass der eine mal glänzt, während der andere vielleicht ein Päckchen mit sich herumträgt.“

  18. Torsten sagt:

    Breitenreiter hat den engen Kader nie als Vorteil verkauft.

    Er musste das mittragen und hat entsprechend nach solchen Dingen gesucht wie dem Spruch, dass dadurch alle zu ihren Einsätzen kämen. Aber wenn man sich nochmal in Erinnerung ruft, wie sehr er sich gegen einen Draxler-Wechsel ausgesprochen hat, wie häufig er dabei eben nicht nur auf Draxlers Qualität, sondern auch auf die Kadergröße hinwies, dann wird einem flott klar, dass er da anderer Meinung war.

    Nebenbei bemerkt: Die typisch hott’sche Kreiselentscheidung um Sidney Sam würgt sich mir an jedem verdammten Spieltag wieder hoch, in dem diese Waffe nicht mal auf der Bank Platz nimmt.

  19. Pukki1904 sagt:

    endlich mal ein Schalker Tranier der sich traut die Wahrheit über den Zustand des Kaders zu äußern, der den Mut hat das auszusprechen, was offensichtlich nur wenige hören wollen bzw. können. Schalke hat jahrelang so getan, als könnten wir selbstverständlich oben mithalten. Aber nach 120 tagen Breitenreiter wird nun wieder mal für alle ersichtlich, dass Schalke es in den letzten Jahren verpasst hat, eine funktionierende spielstarke Mannschaft zusammen zu stellen. Wie denn auch bei all den Trainerwechseln in den letzten Jahren und der Stagnation unter Jens Keller ? Jetzt wird aber schon wieder der neue trainer in Frage gestellt, von der Presse und von den Fans.
    Breitenreiter tut mir leid, weil er niemanden hat im Verein, der ihm den Rücken stärkt. HH ist abgetaucht, weil eh bald weg. ( er hat ja eh nie einem Trainer den Rücken gestärkt wenn es zu Krisen kam) und auch der AR incl. CT riskieren mit ihrem Schweigen und ihrer Passivität, dass die Sitation noch schlimmer wird.Das ist vereinsschädigendes Verhalten! Würde mich nicht wundern wenn AB irgendwann in den Sack haut. Und selbstverständlich sind die nächsten Spiele sog. Bonusspiele, weil die anderen- zumindest Bayern und Dortmund uns Lichtjahre voraus sind.Aber warum darf das keiner sagen? Weil wir auf Schalke seit Jahren des Kaisers neue Kleider spielen? Entwicklung ist nur dann möglich, wenn man sich mit der Realität auseinandersetzt. OK, vielleicht ist der Zeitpunkt nicht gut gewählt, aber was soll AB denn sagen? Bei Jens Keller haben sich immer alle aufgeregt, wenn er mal wieder alles schön redete und sich konsequent weigerte die Realitäten zu benennen. Jetzt will die Wahrheit aber auch keiner hören.Und vielleicht versucht Breitenreiter ja auch einige Spieler durch seine Aussagen zu provozieren und die Antworten mit Leistung auf dem Platz? Hat ja bei eingen Spielern schon funktioniert.
    Ich drücke die Daumen für die nächsten „Bonusspiele“, vielleicht ist ja doch noch der ein oder anderer Punkt drin. Vor allem hoffe ich, dass die Fans nicht durchdrehen, das wird den Druck auf AB und auf die Mannschaft nur negativ verstärken. Außerdem werden die Fehler von AB nicht weniger, wenn er keine Unterstützung bekommt.Da er das von seinen Vorgesetzten offensichtlich nicht bekommt, sollten wenigstens die Fans jetzt hinter ihm und der Mannschaft stehen. Glück Auf!

  20. blues sagt:

    Breitenreiter hat den engen Kader nie als Vorteil verkauft

    Sicher hat er das, zum Beispiel wird er bei westen.de so zitiert:

    „Bisher hatte der Trainer stets gesagt, dass der Kader bewusst so klein gehalten wurde, damit jeder seine Spielanteile bekommt und sich ein Zusammengehörigkeitsgefühl entwickelt.

    http://www.derwesten.de/sport/.....x129512622.

    Mit Geschichtenklitterung und dem parallelen Wahrnehmungsboykott gingen ja bereits die Prognosen für Schalke mit Di Matteo völlig in die Hose.

    Das Heldt noch Entscheidungen trifft und Interviews gibt, ist allerdings sehr seltsam. Dem glaubt und traut doch keiner mehr. Mehr Vorstands-Zombie geht nicht. Ich dachte bzw. hoffte mit Halloween sei Schluß.Warum er sich so aussetzt?

  21. klopenner sagt:

    @blues:

    Ein Zitat aus einem Kommentar von Manfred Hendriock wird aber nicht zu einer Aussage von André Breitenreiter.

    Dann doch besser den Kicker nehmen, der Zitate von Breitenreiter liefert.
    z.B.:“Wir brauchen auf jeden Fall noch zwei, drei Leute“ oder „Schalkes Personaldecke ist derzeit noch „sehr klein“, wie André Breitenreiter nach dem 3:2 anmerkte“

    http://www.kicker.de/news/fuss.....aenge.html

    Wie in meinem Kommentar vor einigen Stunden schon geschrieben: Danach kamen noch Riether, DiSanto und Hojbjerg sowie Junior Torhüter Nagel. Abgegeben wurden aber noch Farfan und Draxler.

    Wenn es damals schon dünn war, dann sind in Summe 2 Zugänge sicher besser, aber mit den derzeitigen Ausfällen an verletzten und gesperrten Spielern sieht es eben NOCH dünner aus, als es schon im Sommer war

  22. Torsten sagt:

    Mit Geschichtenklitterung und dem parallelen Wahrnehmungsboykott

    Das empfinde ich als Unverschämtheit.

    Wenn Du Diskussion nicht ohne Provokation hinbekommst, suche doch bitte das Weite. Mich in meinem eigenen Blog blöde anmachen zu lassen, dazu reicht meine Toleranz dann doch nicht.

  23. blues sagt:

    @klopenner
    Es ist halt meine Meinung das Breitenreiter gerade kommunikativ schlecht aussieht (Quark erzählt) und taktisch-spielerisch wenig bietet. Zieht man mal die Einzelaktionen von Sane ab, bleibt da bisher spielerisch nicht viel. Nur nach vorne spielen wird genauso schiefgehen wie nur hintenrein stellen. Es ist eine andere Meinung von Hendriock , die ich zitiere und der, wie ich annehme, Breitenreiter viel engmaschiger verfolgen konnte, wie mir das möglich ist, der aber trotzdem einen ähnlichen Eindruck hat.

    Breitenreiter hat mit Heldt in dessen Angebot auf Mallorca eingeschlagen. AB machte damals auch den Eindruck, dass er zwei und zwei zusammenzählen kann und das vier ergibt und H. Heldt war massiv beeindruckt von der Anaylsefähigkeit des Paderborners. Wenn er sich nun ausgerechnet über die Schalker Finanzen verkalkuliert hat, spricht das nicht gerade für ihn. Wenn er sich seinen Spieleretat nicht vertraglich zu sichern hat lassen auch nicht.

    Bringt eigentlich Heidel eigenes Geld mit, oder wieso denken so viele, dass mit ihm dann irgendwas besser wird?

  24. dergucker sagt:

    Wenn man einen Manager hat,einen anderen gerne hätte ,
    schafft man Fakten wenn alles in trockenen Tüchern ist und
    keinen Pups vorher.
    Welch verhalten von der Nr.1 .
    Vorgeführt von der Gilde der begehrten und seitdem abge-
    taucht .
    Das größte Problem des Vereins ,ausser Sprechblasen kommt
    kommt da nicht viel von Vorstand usw.
    Unter die ersten fünf gehören wir vom Potenzial sicher nicht,
    das muß man nicht nicht sagen ,das seh ich selber . Eins verlange
    ich schon, Leidenschaft pur ,was in den ersten Spielen noch da war.
    Was ich ganz sicher nicht brauche ist ein Trainer der jetzt schon versucht
    das Zukünftige zu erklären ,er soll das beste daraus machen ,nicht mehr
    und nicht weniger.

    nichts vom Vorsitzenden und Vorstand.
    Und auch für HR.Breitenreiter gilt ,die Wahrheit ist auf dem Platz.

  25. detlef sagt:

    Schalke war schlecht, so meine kleine Tochter die erstmals bei einem Bundesligaspiel in der Arena war. Ich würde ihr niemals offen widersprechen, möchte es aber etwas präzisieren.
    Die 1. Halbzeit war in der tat schlecht, obwohl es einige Chancen gab. Insgesamt, Torsten beschreibt es als statisch, war zu wenig Bewgung und zu wenig Wechsel der Positionen zu sehen. Ausserdem gefiel mir das Zweikampfverhalten nicht.

    Nach dem Wechsel und der Einwechslung von Choupo Moting wurde es etwas besser, aber erst in den letzten 15 Minuten, genau nach dem Pfostenschuss von Caicara baute Schalke auch Druck auf und erzwang den Ausgleich quasi.

    Warum es jetzt nicht mehr so läuft, wie noch vor einigen Wochen, darüber kann ich nur mutmassen, nehme aber an, dass es mit der Personalie des Mangers zu tun hat. Schalke hat sich da in eine schlechte Position manövriert und es ist höchste Eisenbahn das Hin und her zu beenden.

    Ebenfalls ein Grund sind die fehlenden Alternativen, für die nächsten Spiele fällt ja jetzt sogar noch Bene Höwedes aus, den einige im Netz für den Punktverlust am Wochenende verantwortlich machen. Viel stärker wiegt eher die fehelnde offensive Alternative. Die beiden Stürmer di Santo und Huntelaar standen sich so unglaublich oft im Weg rum, da fehlt es an Abstimmung und da der Trainer eben niemanden hat den er einwechseln kann, spielen sie halt weiter.

    Das die Situation im Kader aber seit Saisonbeginn klar ist, ist es eben doch am Trainer damit klar zu kommen und als Entschuldigung zählt das nicht. Ich hoffe, dass in der Winterpause noch der ein odere andere Offensive nach Schalke findet, denn obwohl die kleine Tochter nicht zufrieden war mit dem Spiel, würde sie trotzdem nochmal wiederkommen.
    Die Große übrigens auch, die hielt sich mit Kritik zurück.

  26. Mad sagt:

    Wenn man die ganze Saison realistisch sieht, kann man mit dem Erreichten zufrieden sein. Man hätte einen Weltklasse Tormann und das nötige Glück. Dies fehlt nun und man sieht was die Truppe kann.Eine Mittelmäßige Mannschaft die wie die letzten Jahre überschätzt wird.Der Trainer ist ein armes Schwein da Heldt diese Truppe die letzten Jahre zusammengestellt hat mit zig verschiedenen Trainern.Da kann man auf Dauer nichts aufbauen da der Sportvorstand die größte Flasche ist. Der gehört längst entsorgt.Schaut man zu Nachbarvereinen und dessen Etat wird man neidisch.Wenn ich sehe was der Sam und Boateng jeden Monat abkassieren für solche Verträge gehört Heldt eigentl. in Knast, und diMatteos Abfindung noch die sollte er selbst bezahlen. Jeder Manager in der Wirtschaft wäre sofort geflogen.Und noch was zum Trainer di Matteo, in dieser Zeit war Tuchel frei aber Heldt musste unbedingt diese Pfeiffe haben.Er hatte es in der Hand und billiger wäre Tuchel sicherlich auch gewesn aber es müsste ein Champlsiegertrainer sein.Die Truppe wird irgendwo im Mittelfeld sich finden,das heißt Sane und Bene wie auch Matip sind weg. Es läufst wie die letzten Jahre die was taugen gehen und Heldt kauft teueren Schrott. Der muss !!!!!!!! schnellstens weg, schlechter geht’s nimmer

  27. Werner sagt:

    Irgendwie wird mir die Diskussion zu negativ. Wir wussten zu Saisonbeginn, dass wir nicht die Liga rocken werden und jetzt wird es bestätigt – also was soll’s. Wahrscheinlich werden in den nächsten Wochen noch ein paar Niederlagen folgen und wir finden uns im oberen Mittelfeld wieder – und’?? Das war von vornherein klar. Gebt doch den jungen Spielern die Zeit. Und natürlich muss der (neue) Managre auch nochwas an der Kaderentwicklung tun.

  28. Marsper04 sagt:

    @Werner: sic! Meine Meinung!

  29. hellwach sagt:

    … Seit Raul (Holtby, Sand, Libuda, Kuzorra) weg ist hat es kein Schalker (Kölner, Frankfurter, Hamburger, Berliner) Trainer geschafft…

    Mann Mann Mann blues, sich obendrein mit Hendriock gemein zu machen; so erzeugst du Wahrnehmungsboykott

  30. Claudia sagt:

    Leider muss man sagen, dass das statische ins Spiel der Mannschaft zurückkehrte, als Benni Höwedes wieder Teil der Mannschaft wurde. So sehr ich ihn auch menschlich mag (weil er ein Schalker durch und durch ist, ein Kämpfer und zudem offen und ehrlich ist), seine fußballerischen Qualitäten sind im Vergleich zu vielen seiner Mannschaftskollegen recht begrenzt. Technische Feinheiten hat er nicht drauf, er hat Probleme ein Spiel zu eröffnen und er ist ziemlich steif, recht langsam und spielt den Ball sehr gerne zurück zum Torwart. Das alles führt dazu, dass das Spiel wieder statisch und langsam wirkt bzw. ist. Das war der Rückfall in alte Zeiten! Er war Teil dessen! Ich glaube, dass Roman Neustädter eine bessere Alternative ist. AB hat auch ihn „gedreht“.
    Wenn man sich im Winter verstärkt und Donis Avdijaj zurückholt, wird der Kader beweglicher. Ich hoffe, dass die Fans sich nicht wieder zur Ungeduld/Unruhe verleiten lassen (u. a. von verschiedenen Medien vorallem von Funke-Medien und der Bild). Wir Fans wollten Andre Breitenreiter Zeit geben. Er warnte von Anfang an, dass es auch Rückschläge geben wird und dass der Kader derzeit nicht viele Möglichkeiten zur Rotation gibt. Seinen Ärger über den Wechsel von Draxler ohne Nachersatz war verständlich. Er reagiert ansonsten fast immer intelligent und besonnen. Auch um die Mannschaft zu schützen.
    @ blues: Heidel ist dafür bekannt, dass er junge und hoffnungsvolle Spieler erkennt und nicht nach Namen schielt und sie für teuer Geld einkauft. Er hat in Mainz ein Konzept verfolgt. Ich gehe davon aus, dass er genau das auf Schalke fortsetzen soll. Gerade weil er es (wie in Mainz) immer geschafft hat, mit einem kleinen Budget eine gute Mannschaft zusammenzustellen. Nur leider wurden ihm in Mainz viele Spieler von größeren Clubs weggekauft. Von daher musste er alle paar Jahre wieder bei Null anfangen.

  31. Rjonathan sagt:

    Mir ist die Diskussion auch deutlich zu negativ. Ich finde vor allem die Kritik an der mangelnden „Taktik gegen tiefstehende Gegner“ totalen Quatsch. Hat zufällig jemand für Bayern gegen Frankfurt gesehen?? Für eine Mannschaft in der Stärke von Schalke (hintere Spitzengruppe) ist das ein ganz normales Problem. Breitenreiter hat das umschalten stark verbessert (auch da gibt es noch Luft), denn das hatte höhere Priorität. Eine gute defensive Konter-Mannschaft (derzeit vor allen Köln, Darmstadt und Ingolstadt) auseinander zu nehmen ist die absolute Königs-Disziplin. Das konnen nur Dortmund und Bayern derzeit – und auch nur wenn sie halbwegs in Form sind. Leverkusen hat 1:1 gegen Augsburg und 0:1 gegen Darmstadt gespielt. Wolfsburg hat 1:1 gegen Köln und 0:0 gegen Ingolstadt gespielt. Gegen Darmstadt haben sie ein gutes 1:0 geschafft. Gladbach hat 0:1 gegen Köln verloren und spielt Samstag gegen Ingolstadt. Bin ich mal gespannt, wie souverän sie das hinbekommen…

  32. Rjonathan sagt:

    @Claudia
    Das mit Höwedes sehe ich genau so. Seit seiner Rückkehr ist er immer wieder bemüht den Matip zu machen und das Spiel zu gestalten, aber er schafft es nur mittelmäßig. Natürlich braucht er auch Zeit nach seiner Verletzung, aber das große Potenzial am Ball hatte er ja noch nie. Nicht umsonst durfte er bei Löw nur quer passen.

  33. Voice sagt:

    Die Höwedes-Analyse ist interessanter Ansatz, da ist vielleicht was dran. Mal sehen, ob sich das in Prag und Dortmund bestätigt, das wäre schön.
    Ich finde auch wir befinden uns mal wieder in einer viel zu negativen Diskussion. Die letzten schwachen Ergebnisse kann man auch gut relativieren. Ingolstadt nutzte die einzige (!) Chance im ganzen Spiel. In 9 von 10 Fällen geht so ein Spiel 1-0 aus und die ganze Diskussion findet nicht statt. Auch Gladbach nutzte im Pokal seine ersten beiden Möglichkeiten, die aus unserer Sicht auch noch verdammt unglücklich zustande kamen, und entscheidet damit das Spiel. In Gladbach brauchten sie anderthalb Fehlentscheidungen, um zu gewinnen. Das man noch einem Zwei-Tore-Rückstand nicht mehr zurück kommt finde ich normal.
    Sicherlich fehlt bei uns die Effektivität, das ist ein Problem. Das statische Spiel gegen Konterteams ist zwar auch nicht so toll, aber wir haben eigentlich trotzdem genug Chancen gehabt.
    Ein positiver Gedanke noch: Nach der desaströsen ersten HZ in Gladbach kam die Mannschaft wie ausgewechselt aus der Kabine, und auch gegen Prag, Berlin und Ingolstadt sprangen noch Tore nach Rückstand (bzw. Ausgleich) gegen Spielende heraus. Das gab es in der Vergangenheit in der Form nicht und spricht in meinen Augen für eine positive Entwicklung, die hoffentlich so weiter geht.
    Ich befürchte aber, dass es in Kürze nach den zu erwartenden Niederlagen wieder los geht mit dem Gepfeife, Gemecker und Geschreibsel.
    Ein, zwei Überraschungen in den nächsten Spielen wären echt toll.

  34. Lutt sagt:

    Sehr gute Einschätzung von Voice, finde ich.

    Dazu die Ursachen-Analyse, ob nun Bene ein Faktor für die letzten Niederlagen war oder das Manager-Hickhack… naja.

    Ich möchte mich auf den Text von Voice beziehen und ergänzen: was wir in einigen der ersten Spiele an Glück hatten, ist nun wohl in Pech umgeschlagen. Die letzten drei Spiele von Schalke kamen mir beispielsweise allemal besser vor, als z.B. das gegen Stuttgart. Natürlich muss man an vielen Stellen (vor allem bei unseren Knipsern) arbeiten, um wieder in die Erfolgsspur zu kommen. Aber ich sehe keinen Grund zur Selbstzerfleischung!

    Offensichtlich ist es leider so, dass der Schalke Fan nichts schlechter vertragen kann als eine Reihe guter Spiele ;-)

  35. BlueNote sagt:

    Der Kader ist dünn, die Stürmer haben Ladehemmung in der Liga, das Flügelspiel ist noch weit von geil entfernt, Breitenreiters Mission hat gerade erst begonnen und unsere derzeitige Lebensversicherung Sané wird auch mal nicht treffen in dem einem oder anderen Spiel. Aber die Truppe lebt! Platz 6-10 am Ende kann auch in meiner Wahrnehmung nur der realistische Anspruch sein in diesem Jahr.

    In diesem November wird sich zeigen, ob der Club wirklich bereit ist, diesen Weg ruhig und beständig weiterzugehen. Eine Derby-Niederlage ist angesichts der aktuellen Papierform nun wirklich nicht auszuschließen. Die Medien werden in diesem Falle mehr als bisher mit den Säbeln rasseln, viele Fans auch. Ich wünsche mir dann, dass wir alle hinter Breitenreiter zusammenrücken und zeigen, was 1000 Freunde wert sein können und das da im Moment kein Keil reinpasst. Auch vom Schlachter und von Hotte will ich in den nächsten Tagen nichts lesen. Die sollen sich auf Halde 12 treffen und sich dort was vors Maul hauen, mich aber einfach mal drei Wochen lang in Ruhe lassen mit ihrem inkompetenten selbstverliebten Kommunikationsscheiß.

    Die WAZ hat jetzt schon die Hosen voll und ist bereits seit Tagen im künstlich aufgeblähten Derbymodus. Täglich wird ein Kübel provozierende Scheiße ausgeschüttet aus der schwachgelbgetunkten Redaktion, nachdem man uns wochenlang nur gelobt hatte für „das neue Schalke“. Das macht mir Mut, denn es zeigt mir, dass 1. kein anderer Club im Land in der Lage ist, so viele Klicks zu erzeugen und dass wir 2. sportlich noch lange nicht so tot sind, wie viele das gerne hätten. Alles nur schwachsinnige Nebenkriegsschauplätze. Ob Goretzka 1 oder 5 Anwälte hat, ob Breitenreiter das Diplomatiediplom bekommt, ob sich 20 blaue Hools mit Gelben am Bahnhof gekloppt haben „sollen“, ob Geis in einer Parallelwelt lebt. Mehr habt ihr nicht? Ist das alles, ihr Spacken?

    Manchmal wäre ich einfach nur gerne Pfahlmuschel irgendwo auf Wangerooge.

  36. klopenner sagt:

    Die sollen sich auf Halde 12 treffen und sich dort was vors Maul hauen, mich aber einfach mal drei Wochen lang in Ruhe lassen mit ihrem inkompetenten selbstverliebten Kommunikationsscheiß.

    Gerade gelesen und trotzdem nochmal kurz zur WAZ geschlinzt und da lese ich das: „Live-Ticker
    LIVE! Erklärt Horst Heldt heute seinen Schalke-Rücktritt?“

    Schalke hat heute zum spontanen Pressegespräch geladen

  37. klopenner sagt:

    Okay, alles wie gehabt. Heldt bleibt bis zum Ende seines Vertrags Manager auf Schalke und zum 01.07. wird es einen neuen Manager geben. Der Rest ist blablabla

  38. Voice sagt:

    Kein Rücktritt, Heldt bleibt bis 30.06.2015 Manager. Danach ist aber wohl Schluß. So eben auf einer kurzfristigen PK bekannt gegeben worden.

  39. Detlef sagt:

    Ich gebe den jenigen hier recht, die die Diskussion zu sehr ins negative abdriften sehen. Vor der Saison hätten wohl wenige diesen Tabellenstand für möglich gehalten. Ich schliesse mich da ein. Aber mit den erfolgreichen Spielen stiegen nun mal die Ansprüche. Und die Remis gegen Prag und Ingolstadt waren wirklich unnötig, da kann man schon mal kurz da meckern anfangen.

    Ich bin alles in Allem mit den Leistungen bisher zufrieden, sehe aber auch das noch was mehr in der Mannschaft steckt, dazu als neustes Beispiel die 1. HZ gegen Gladbach im Pokal.

    Ich bin jetzt gespannt auf das Spiel in Prag und dann natürlich auf das Derby.

    Die Managerbaustelle scheint noch nicht abschliessend geklärt zu sein, was mich aber auch nicht überrascht. Heldt wird seinen Vertrag erfüllen, was für mich vollkommen normal ist. Ob und wann dann ein neuer Manager kommt, da müssen wir, wie Torsten schreibt, ma´ kucken.

  40. Horst Heldt wird seinen Vertrag erfüllen sagt:

    […] Breitenreiter saß ebenfalls auf dem Podium. Er nutzten die Gelegenheit um seine interpretationsfähigen Aussagen bei der Pressekonferenz nach dem Spiel gegen Ingolstadt zu konkretisieren. Er und Heldt machten klar, dass man zuversichtlich in die nächsten Spiele […]

  41. Ney sagt:

    Nicht zuletzt angesichts des heutigen Ergebnisses beim Spiel Gladbach gegen Ingolstadt fühlt man sich mit dem 1:1 gar nicht mal so katastrophal bedient. Dass die zähnzumspielen sind, wusste man ja.

    Überhaupt scheint man (außer Berlin) die Schalker Schwächephase ersteinmal nicht ausnutzen zu wollen, wie auch die aktuellen Niederlagen der Chemiefirma und der Abgasbetrüger zeigen.

  42. leoluca sagt:

    „Gladbach tat sich unheimlich schwer, das Mittelfeld zu überbrücken und seine Außen ins Szene zu setzen. Der Spielaufbau war geprägt von Fehlpässen und Ungenauigkeiten, die Ingolstadt immer wieder zum Umschalten nutzte.“

    Tja.

  43. Rjonathan sagt:

    @ney, leoluca
    Sag ich ja… http://koenigsblog.net/2015/11.....ment-66308

  44. Gruppe Zwo & die Spielstärke-Tests sagt:

    […] Der Erfolg dieser Spielweise ist der Misserfolg derjenigen, die dagegen anspielen. Dass Darmstadt 98 nach 12 Spieltagen bereits 14 Punkte gesammelt hat ist ein Schlag ins Gesicht der Clubs, deren Kaderqualität um ein vielfaches höher liegt und die es eigentlich besser können müssten. Gegen solche Gegner braucht es Tempo und Präzision. Es braucht ein variables Ballbesitzspiel, die Fähigkeit, den Gegner „auseinanderzuspielen“ und die knappen Räume zu nutzen. Vergleicht man die Ergebnisse der Clubs aus Leverkusen, Gladbach, Wolfsburg und Schalke gegen die besagten defensive Gegner zeigt sich, dass sie allesamt immer wieder an den „Spielstärke-Tests“ scheitern. Hat tip für die Idee an Rjonathan […]

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