Joel Matip: Der Kumpel geht. Die Kohle fehlt.

Nun ist es Gewissheit. Joel Matip wird den FC Schalke im Sommer verlassen und nach England wechseln, zu Liverpool, zu Jürgen Klopp. Dazu kann man ihn beglückwünschen. Schalke verliert seinen besten und wertvollsten Defensivspieler und bekommt nichts dafür. Das ist fürchterlich.

Joel Matips Stärke ist der Blick für die Situation. Ihn sieht man selten grätschen. Nicht weil er das nicht könnte, sondern weil er es nicht muss, weil es besser ist auf den Beinen zu bleiben, weil er mit den ersten Schritten so häufig die richtige Richtung einschlägt. Außerdem hat er ein ordentliches Passspiel und ist torgefährlich. Seine Vorstöße mit raumgreifenden Schritten waren schon so manches Mal ein geeignetes taktisches Mittel. In der aktuellen Saison führt Joel Matip Schalkes Kader in den Statistiken „Geblockte Schüsse“, „Klärungen“, „Abgefangene Pässe“ und „Gewonnene Kopfball-Zweikämpfe“ an.

Nein, ich nehme Joel Matip diesen Wechsel nicht übel. Er spielt auf Schalke seit er 8 Jahre alt war. Er wechselt zu einem coolen Club. Er wechselt in die Premier League und damit auf die größte Bühne im Ligafußball. Er wechselt zu einem Trainer der ihn sehr gut kennt, für den er kein Versuch ist, der weiß was er an ihm hat. Ich bin gespannt. Tatsächlich freue ich mich darauf, Joel Matips Weg weiter zu verfolgen.

Nein, ich nehme es Schalke nicht übel, dass man Joel Matip nicht halten konnte. Aber ein Vertrag mit einem Spieler aus der Knappenschmiede, der sich derart entwickelt hat, der in die Premier League wechselt, darf niemals ablösefrei enden. Niemals.

Dieses Produzieren von Spielerwerten über die Jugendabteilung ist Schalkes Geschäftsidee, die nicht zuletzt von Horst Heldt dazu gemacht wurde. Bei den Verpflichtungen fertiger Spieler hat Schalke in den letzten Jahren stets draufgezahlt. Mit dem Geld aus den Wechseln von Manuel Neuer und Julian Draxler hat der Club Löcher gestopft, die durch verpasste Champions League Qualifikationen und Fehleinkäufe entstanden sind.

Im Fall Joel Matip handelte Schalke einmal mehr nicht vorausschauend genug. Fragen nach Matips Ablösefreiheit begegnete Horst Heldt mit einer ganz eigenen Logik. Es wäre nicht darum gegangen, mit Matip „Kasse zu machen“, man brauche seine Qualität. Im Sommer bleibt Schalke aber nun weder diese, noch die Kasse.



Foto: Tomek Bo
Bearbeitungshinweis



67 Kommentare zu “Joel Matip: Der Kumpel geht. Die Kohle fehlt.”

  1. schalkoholiker sagt:

    und jetzt auch noch matip weg. zu erwarten, aber trotzdem schade.
    ohne ablöse: sehr ärgerlich!!!

  2. derwahrebaresi sagt:

    spieler kommen, spieler gehen.
    so what!
    gute reise und viel spaß mit dem pöhler.

  3. Grieche sagt:

    Heldts Reaktion auf Matips Abgang: Er will nun Gespräche mit anderen Spieler führen, „Neustädter zum Beispiel macht einen sehr guten Job.“

    Deswegen verhandelt er mit ihm ja schon seit Wochen, ach was Monaten über einen neuen Vertrag.

  4. crisscross04 sagt:

    Ich bin echt gespannt, wie sich Matip unter Kloppo macht! Dass er sich die Gelegenheit inkl. Gehalt nicht entgehen lässt, kann man auch irgendwo verstehen. Aber er wird ein Loch hinterlassen, das geschlossen werden muss. Und er wird mir als Persönlichkeit fehlen.

    OK, es sieht auf den ersten Blick nach einem Fehler von Heldt aus, dass Matip ablösefrei geht. Aber man weiß nie, was hinter den Kulissen gelaufen ist und ob Matip nicht schon in der letzten Saison vorhatte, zu gehen.

    Ich glaube eher, dass Heldt die ganze Zeit keine Chance hatte, Matip oder seinen Berater zu einer Vertragsverlängerung zu bewegen – und das nicht erst seit dieser Saison.

  5. Carsten sagt:

    puhh endlich ist das Thema vom Tisch… gewusst hat es jeder und dieses ewige rumgeeier ging mir schon gewaltig auf den Sack…

    nun muss der neue Manager sich um 2 neue Verteidiger kümmern, denn ich hoffe das unsere 33 auch den Verein verlässt….

    dann hätten wir aktuell ja Bene, Nastasic, Uschi, Riether, Cara, Aogo und Kola sowie unser Youngsters Kehrer und Friedrich oder habe ich jemanden vergessen der für die Defensive in Frage kommt?

  6. Eddi04 sagt:

    Matip ist ein herausragender IV. Schnell, gute Spieleröffnung, Kopfballstark, Torgefährlich, guter Charakter, Schalker Junge, …;

    Man darf HH vorwerfen, dass er ihm nicht bereits vor einem Jahr ein anständiges Angebot gemacht hat. Denn diese Attribute waren seinerzeit schon vorhanden.

  7. Carsten sagt:

    @Eddie04

    hat er nicht??

  8. Eddi04 sagt:

    @ Carsten. Du glaubst doch nicht im ernst, dass Matip vor 1 Jahr eine Verlängerung um 3 Jahre mit ca.4 Mio € Jahresgehalt abgelehnt hätte?

  9. Thomas 04 sagt:

    @ Eddi04

    Da geb ich dir zu 100% Recht! Ich finde es gibt in der Bundesliga keinen besseren Innenverteidiger als Matip (ok bei den Bauern vielleicht schon den Einen oder Anderen). Aber wie du schreibst sieht man seine Vorzüge schon seit mindestens 3 Jahren. Es wurde nicht gehandelt und nun wird eine Vertragsverlängerung mit einem technisch und im Spielaufbau deutlich limitierten Kapitän bejubelt und unseren Top-Mann lassen wir ablösefrei ziehen.

  10. Carsten sagt:

    nun lasst aber mal die Kirche im Dorf

    klar hat Matip eine gute Entwicklung gemacht aber bester IV???? das halte ich aber mal für eine sehr gewagte Aussage..

    hallo? ich glaub ich bin blind…

  11. Thomas 04 sagt:

    @ Carsten

    ok vielleicht hab ich etwas übertrieben. Er ist aber mit Sicherheit seit drei Jahren UNSER bester Innenverteidiger. Der Junge ist schnell, kopfballstark, zweikampfstark, sehr gut im Spielaufbau und was der im Spiel Bälle abfängt oder abläuft ist auch erwähnenswert. Gut, bringt alles nichts, denn jetzt ist es zu spät. Jetzt müssen wir uns unsere verbliebenen Innenverteidiger schönreden!

  12. blues sagt:

    Danke Joel Matip!

    Ich fremdeschäme mich noch heute über die Pfiffe gegen Matip in Rauls letzter Saison 2011/12. Es verging damals fast kein Heimspiel ohne dass während des Spiels mehrmals Pfiffe gegen Joel Matip durch die Arena hallten.

    In der jetzt laufenden Saison war Joel Matip in 21 Bundesligaspielen an 6 Toren beteiligt! Leroy Sane war an 9 Toren beteiligt. Zusammen waren sie fast an der Hälfte der Tore der bisherigen Spieltagen direkt beteiligt…

  13. Floyd04K sagt:

    transfermarkt.de:

    abgebender Verein: FC Schalke 04
    aufnehmender Verein: FC Liverpool
    MW: 18 Mio. €
    Ablöse: ablösefrei

    Das tut weh.

  14. Lucho sagt:

    Bitter, dass er ohne Ablöse geht. Spätestens seit der Inszenierung der Vertragsverlängerung von Bene Höwedes war das aber so was von klar.
    Ich kann nur hoffen, dass die vielen Pfiffe, die er als junger Spieler kassieren musste, am Ende nicht auch ein innerer Beweggrund für seinen Abschied waren.
    Ein geiler Typ, der sein Ding macht und eigenwillige Entscheidungen trifft. So kann er mit 24 schon zwei WM-Teilnahmen mit einem Tor gegen Brasilien in Brasilien nachweisen. Bei uns steht er in den Top-5, was die Europapokaleinsätze betrifft.Unglaublich!
    Den Wert richtig guter Spieler erlebt man erst, wenn sie nicht mehr da sind.

  15. TobiTatze sagt:

    Ich sehe das ein bisschen anders. Natürlich ist es Schalkes Geschäftsmodell, aber es kann auch nicht immer klappen mit dem Geldsegen.
    Der sportliche und menschliche Verlust wiegt da viel schlimmer. Schalke hat noch genügend „Goldjungen“ in der Hinterhand, die irgendwann Kohle bringen. Abgesehen davon bringen Defensivspieler tendenziell immer weniger ein. Hätte man Matip in der Sommerpause verkauft, wäre maximal ein niedriger zweistelliger Millionenbetrag dabei herumgekommen.
    Joel ist und bleibt einer meiner Lieblingsspieler. Auch wegen seiner ruhigen Art auf und neben dem Platz.
    Wenn er in zwei Jahren nach Barcelona wechselt, sollten wir doch immerhin eine Ausbildungsentschädigung kriegen, oder?

  16. Torsten sagt:

    Natürlich ist es Schalkes Geschäftsmodell, aber es kann auch nicht immer klappen mit dem Geldsegen.

    Nein, es kann nicht immer klappen, mit dem Geldsegen, weil sich nicht jeder Spieler zu dieser Qualität entwickelt. Bei den wenigen, die das tun, muss es aber eben klappen.

  17. Carsten sagt:

    @eddi04

    keine Ahnung, ich kann da nicht hinter die KULISSEN schauen..

  18. Torsten sagt:

    Bearbeitungshinweis:

    Ich kann mich daran erinnern, dass erste Gespräche mit Joel Matips Berater verschoben wurden. Damals schrieben Zeitungen, die Gehaltsvorstellungen lägen zu weit auseinander. In der ersten Version meines Textes schrieb ich deshalb im letzten Absatz „Im Fall Joel Matip handelte Horst Heldt einmal mehr nicht vorausschauend genug.“

    Nun schreibt Philipp Selldorf in der SZ, das Stocken hätte daran gelegen, dass der Aufsichtsrat „in der allgemeinen Aufregung über die sportliche Krise unter dem damaligen Trainer Roberto Di Matteo“ entschieden hätte, alle Gespräche zu stoppen, da der „Schalker Profikader erst mal einer Inventur unterzogen werden müsse, bevor neue Tatsachen geschaffen würden“. Daraufhin habe ich nun den entsprechenden Satz im letzten Absatz in Absatz „Im Fall Joel Matip handelte Schalke einmal mehr nicht vorausschauend genug.“ geändert.

    Philipp Selldorfs Text gibt’s hier: Fehler im Frühling

  19. rjonathan sagt:

    Torsten hat Matip hier ja immer in all den Jahren, wo er einstecken musste für Fehlpässe und seine phlegmatisch wirkende Art in die Zweikämpfe zu gehen, immer verteidigt und sein Talent herausgestellt. Das fand ich immer überzeugend und er war auch mein „Lieblings-Talent“ in unserem Kader. Insofern werde ich wohl vor allem seinen Spielstil vermissen, den er diese Saison schließlich auf das Niveau gebracht hat, dass man sich immer erhofft hat. Auch wenn er hinten drin immer noch (selten) ein wenig schlafmützig aussieht. Die neue Erfahrung wünsche ich ihm von Herzen.

    Ob und wie Heldt mit ihm hätte verlängern können, wissen wir nicht. Seine Aussage verstehe ich so, dass er damit sagt: Er hätte ihn nicht im vergangenen Winter oder Sommer gehen lassen, nur um abzukassieren. Aber auch das ist unklar – wie so vieles bei Heldt. Ich bin froh wenn sich da was verändert, des Luftwechsels wegen.

  20. Matthias sagt:

    Beglückwünschen kann man Matip nicht, höchstens zu einem großen Zahltag. Sportlich ist der Wechsel zweifelsohne eine Verschlechterung. Wenn er nächste Saison vor dem Fernseher sitzt, während wir die CL rocken, wird ihm das vielleicht bewusst werden.

    Eine Geschäftsidee möchte ich in der Knappenschmiede nicht sehen. Das Ziel muss sein, die Mehrzahl der Spieler langfristig an den Verein zu binden. Das wird nicht in jedem Einzelfall gelingen, alles andere würde aber heißen, uns zum reinen Ausbildungsverein zu degradieren und das sollten wir wirklich nicht anstreben.

    Dass auch mal jemand ablösefrei den Verein verlässt, sehe ich nicht so dramatisch. Sowas kann einfach mal vorkommen. Wann ist das zuletzt passiert mit einem Spieler, den wir gerne behalten hätten? Nach Thomas Linke fällt mir niemand mehr ein.

  21. andres sagt:

    auf den Punkt: sowas dar niemals passieren!
    und wer da im Management gepatzt hat ist mir dabei letztlich schnuppe.
    Nur wenn Joel irgendwann in einem Interview auf die Pfiffe zu sprechen kommen sollte, wird’s mir einen Stich versetzen, denn in den Momenten hab ich immer schon die Sorge gehabt, dass er irgendwann gehen könnte.
    Und an den Verteidigungsreden die ich führen musste, merke ich, dass er für mich unser wichtigster Spieler war.
    Viel Glück, Joel

  22. Steffen sagt:

    Ich versteh sowas nicht. Ich verstehe nicht wie man Heldt das „nichtverlängern“ ankreiden kann, auch den ablösefreien Wechsel kann man nicht vollständig Heldt in die Schuhe schieben.
    Matip ist immer noch (+ Berater) ein mündiger Vertragspartner. Wenn er sich entschliesst seinen Vertrag auslaufen zu lassen um dann einen Handgeld geschmierten Wechsel in die Premier League zu vollziehen kann der FC Schalke sich bemühen wie er will – es wird keine Unterschrift geben.
    Finanziell wird sich das lohnen und auch Matip hat nur ein Leben, nach 16 Jahren was neues zu probieren würde ihm jeder Karriereberater in jedem Berufsfeld anraten. Er wechselt ins Ausland, wenigstens in diesem Fall können wir uns doch mal das böse Blut sparen.

  23. Eddi04 sagt:

    Ich denke wir sollten jetzt nicht mehr rum heulen. Es ist jetzt so wie es ist, wir können es eh nicht mehr ändern und wir müssen nach vorne schauen!

    Wir haben mit Kehrer und Friedrich zwei vielversprechende Talente in der Hinterhand und mit Nastasic und Höwedes zwei gestandene IV.

    Es wird sicher Sinn machen, Matip zu ersetzen. Da gibt es genug Leute auf dem Markt und Heidel wird sich hoffentlich auch um den Namen Dragovic bemühen.

  24. Ney sagt:

    Ich denke wir sollten jetzt nicht mehr rumheulen. Es ist jetzt so wie es ist, wir können es eh nicht mehr ändern und wir müssen nach vorne schauen!

    Dem pflichte ich bei. Eventuell kann man noch ein bißchen was aus der Sache lernen, aber viel vermutlich nicht.

  25. Carsten sagt:

    naja… es ging nicht ums Geld?

    7 Mio statt die von Schalke nun zuletzt 5 Mio Gehalt ist schon ein Unterschied und zusätzlich nochmal so eben 5 Mio Handgeld in die Tasche des Herrn Matip ist auch nicht zu verachten…

    da kann man ja nur hoffen das nach 4 oder 5 Jahren an der Anfield Road Joel sich weiter entwickelt hat und seinen nächsten Schritt mit einer Ablöse von 35+x weiter fortsetzt… dann kassiert Schalke ja hintenrum doch nochmal für ihn… ich glaube 10-15% als Ausbildungsverein oder?

  26. StanLibuda sagt:

    Mahlzeit!

    Ich überlege gerade, wieviel Mios. uns durch die Lappen gegangen sind,
    weil mit Matip nicht frühzeitig verlängert wurde. Sein Potential war doch
    abzusehen. Mal von ein paar Spielen abgesehen. Ich komme da auf ca. 20 Mio. Euro, wahlweise Pfund Sterling.

    Der- oder diejenige, die die Vertragsverlängerung „verschlafen“ haben, müßten soviel Veltins trinken um das Geld wieder hereinzuholen. Als Strafe quasi. ;)

    In diesem Sinne
    Glückauf

  27. detlef sagt:

    Großartige Überschrift. Die Hunderprozentige, die der S04 bei der Verlängerung des Vertrages von Bene vorgelegt hat, eiskalt verwandelt.

    Ich find es schade das Joel Matip weg geht. Noch viel schaderer auch noch für Null. Da hat Schalke nicht gut gearbeitet. Wer jetzt genau wo was falsch gemacht hat, wäre irgendwo interessant zu wissen. Ob es der Aufsichtsrat im letzten Jahr war ( siehe link den torsten in seinem kommetar bringt ), oder der Manager Heldt. Erfahren werden wir es abschliessend wahrscheinlich nicht.

    Torsten schreibt über die Qualitäten von Joel Matip. Ich sehe ihn genauso. Das er hin und wieder mal nen Bock drin hat, geschenkt. Hat jeder Spieler mal.

    Ich nehme es Jimmy nicht übel Schalke 04 zu verlassen, auch nicht das er zu. Liverpool FC geht, den ich nicht mag. Viel Spass und Erfolg dort.
    Bis dahin sind es aber noch ein paar Monate und Spiele auf Schalke.

    So traurig der Abgang ist, man muss versuchen die Lücke im Kader zu füllen, sowohl qualitativ, wie auch quantitativ. Bin gespannt wie das gelingt.

  28. leoluca sagt:

    Horst Heldt hat mit dem Satz, man habe mit Joel Matip statt „Kasse zu machen“ Qualität sichern wollen, am Ende selbst die Begründung für seinen notwendigen Abschied aus dem Amt des Schalke-Managers geliefert.

  29. wilbor sagt:

    Wie Philip Selldorf in der SZ verkündet, gab es wohl im letzten Jahr eine Sperre vom Aufsichtsrat für Heldt, der alle aktuellen Vertragsverhandlungen direkt zu stoppen hatte. Der Kader sollte erst einmal analysiert werden…als Heldt im Sommer weiter verhandeln wollte, hatte der Berater keine Lust mehr! Danke, Clemens.

  30. Carlito sagt:

    Wenn es stimmt, was SZ schreibt, liegt der Fehler wohl hauptsächlich beim Aufsichtsrat. Und nicht bei HH. Was es im Ergebnis natürlich nicht besser macht.

    http://www.sueddeutsche.de/spo.....-1.2864895

  31. eakus1904 sagt:

    Nun ja, wer weiß, was im Sommer noch passiert wäre, hätte sich Nastasic nicht so schwer verletzt. Mir sind da zu viele Unsicherheiten in der Geschichte, als das ich da jemandem bestimmten den schwarzen Peter zuschieben würde.

    Es ist natürlich total ärgerlich, dass uns so ein Spieler wie Matip verlässt. Ihm persönlich wünsche ich aber alles Gute und viel Erfolg.

  32. Voice sagt:

    Schon seit einer geraumen Zeit ist Matip einer meiner Lieblingsspieler. Lange gab es immer viele Pfiffe gegen ihn, ich habe das nie verstanden. Mittlerweile haben das auch die größten Idioten in der Arena gemerkt. IV mit einem so tollen Auge und einer so guten Antizipationsfähigkeit gibt es nicht viele. Meistens ist er der einzige, der aus der IV heraus auch vertikale Pässe spielen kann. Die Torgefährlichkeit kommt noch hinzu.
    Ich denke, Heldt meinte mit „Kasse machen“ einen Verkauf im letzten Sommer oder in der letzten Winterpause. Und da bin ich der gleichen Meinung, der sportliche Wert wiegt da die Transferentschädigung auf. Ob man bereits vor anderthalb Jahren verlängern wollte, konnte oder nicht, keine Ahnung. Die AR-Sperre wäre eine Erklärung, wenn auch eine bittere. Das passiert allerdings auch anderen Vereinen (siehe Lewandowski).
    Das es das Schalker Geschäftsmodell ist, ausgebildete Spieler für gutes Geld zu verkaufen, finde ich jedoch nicht. Man hat sich ja nicht gedacht, jetzt machen wir mal eine gute Jugendarbeit, um die Spieler später zu verkaufen. Vielmehr versucht vermutlich jeder Verein, das Beste aus der Jugendarbeit herauszuholen. Die Knappenschmiede liefert einfach immer wieder tolle Jungs, von denen viele, die meisten oder letztlich alle, irgendwann den Verein wechseln. Schalke hat einfach das Glück oder die Kompetenz, dort so gut zu arbeiten, damit man damit auch noch Geld verdienen kann. Gott sei Dank, denn sonst sähe es vielleicht viel schlechter aus. Man könnte auch sagen, Schalke ist nicht in der Position (sportlich und/oder finanziell) alle, insbesondere die Ausnahmetalente, bis an ihr Karriereende an sich zu binden. Schade, aber irgendwo auch einzusehen. Kommt ein Verein/AG mit besten sportlichen (Bayern), finanziellen (Wolfsburg) Möglichkeiten oder einer aus der Premier League, dann gehen solche Spieler halt auch dahin.
    Ich wünsche Joel Matip auf jeden Fall alles Gute und freue mich, dass er nicht innerhalb der Bundeliga wechselt.
    Übrigens wohnt er angeblich irgendwo bei mir um die Ecke in Bochum-Weitmar, gesehen habe ich ihn aber nie…

  33. Voice sagt:

    Ach ja, tolle Überschrift Torsten, das hat was!!!

  34. Exildynamo sagt:

    @Steffen:

    Wenn er sich entschliesst seinen Vertrag auslaufen zu lassen … kann der FC Schalke sich bemühen wie er will – es wird keine Unterschrift geben.

    Das sehe ich auch so.
    Und zweitens: man stelle sich mal vor, was es für ein Buhei auf HH gegeben hätte, hätte er vor einem knappen Jahr den Vertrag inkl. doppelter Bezüge verlängert und Joel hätte sich anschliessend schwer verletzt…

    Es ist sehr schade, dass es so gekommen ist, aber Reisende kann (und soll) man wohl nicht aufhalten.

    Ausserdem kommt bald der neue Manager, der sicher alles das, was HH offenbar falsch gemacht hat (nach Meinung der meisten hier ist das ja fast alles), besser machen wird…

  35. dreiköpfiger Affe sagt:

    Wenn Matip so ein genialer IV ist, dann wäre das Geschrei im letzten Sommer groß gewesen, wenn der verkauft worden wäre.
    Denn den IV, der ihn dann mindestens gleichwertig ersetzt hätte, hätte es nicht gegeben. Verlängern wollte er scheinbar nicht, daher wurde das Beste aus der Situation gemacht und er bis zum Vertragsende gehalten.

    Wie man es macht, macht man es falsch…so ist und bleibt es auf Schalke…

    Geld da -> Spieler weg ; finden 50% blöd (Neuer, Draxler, etc)
    Geld weg -> Spieler da ; finden die anderen 50% kacke (Matip)

  36. Stollengewitter sagt:

    Sehe das absolut so wie Du Torsten. Wenn man sich mal die Gehälter die unlängst geleaked wurden, anschaut ist es auch ein Witz was Matip im Vergleich zu Spielern wie Sam, Barnetta oder Fuchs erhielt. Matip hat von Vereinsseite nie die Wertschätzung erfahren die er verdient gehabt hätte. Das geht ganz klar auf Heldt und deshalb wird es auch Zeit dass er demnächst seinen Hut nimmt.

  37. leoluca sagt:

    Nein, es wurde nicht das Beste aus der Causa „Joel Matip“ gemacht. Dass diesmal wohl weniger Horst Heldt, sondern eher der Aufsichtsrat verantwortlich war, macht die Sache nicht besser.

    Das Argument, vor einem Jahr wäre der Fan-Protest gegen einen lukrativen Matip-Verkauf sehr laut gewesen, zieht nicht, weil Schalkes Geschäftsmodell eben darin besteht, in die Arbeit der Knappenschmiede zu investieren, um damit – so oder so – gutes Geld zu verdienen. Also muss man unsere Großtalente entweder auf Dauer halten, um die Mannschaft zu Erfolgen zu führen, oder eben frühzeitig für teuer Geld verkaufen. Einen dritten Weg, den man bei Matip gegangen ist, den darf es nicht geben im Interesse der wirtschaftlichen Stabilität des Vereins – egal, ob die sogenannte Basis protestiert oder nicht.

    Beim urplötzlichen Verkauf von Julian Draxler im letzten Sommer lag die Sache anders als bei Matip. Sein Vertrag hatte lange Laufzeit und man hätte ohne Not noch ein Jahr mit dem Transfer warten können, was für den Aufbau des jungen Teams absolut sinnvoll gewesen wäre, nachdem Julian die komplette Saisonvorbereitung auf Schalke absolviert hatte und Breitenreiter ihn eigentlich dringend gebraucht hätte. Ersatz gab es weder für Draxler noch für Farfan, zwei unserer stärksten Spieler.

    Vergleichbar sind beide Personalien in einem Punkt: Man kriegt das Gefühl nicht los, dass die Planlosigkeit vorherrscht und man sich durchwurschtelt.

  38. eakus1904 sagt:

    leoluca sagt:
    Einen dritten Weg, den man bei Matip gegangen ist, den darf es nicht geben im Interesse der wirtschaftlichen Stabilität des Vereins – egal, ob die sogenannte Basis protestiert oder nicht.

    Den gibt es aber, weil ein entscheidender Faktor dabei nicht berücksichtigt wurde: Das Interesse des Spielers bzw. auch das des Beraters. Warum sollte denn Matip dem Verein eine Ablöse gönnen, wenn er sich das ganze ein Jahr später auch als Handgeld einstreichen kann? Und dabei in diesem einen Jahr trotzdem gut verdiene!? Nicht falsch verstehen, ich will jetzt nicht den Spieler als Raffzahn darstellen. Aber sicherlich wird man auch die wirtschaftliche Seite betrachten.

    Dem Verein bleibt daher nur, Verträge mit jungen Eigengewächsen schon extrem früh (zwei Jahre oder mehr vor Ablauf) zu verlängern oder Verlängerungen, die später passieren, mit einer dem Handgeld vergleichbaren Prämie zu entlohnen. Und hier wird es für uns ohne CL-Millionen schwer bis unmöglich.

  39. Spete04 sagt:

    @dreiköpfiger Affe

    „Geld da -> Spieler weg ; finden 50% blöd (Neuer, Draxler, etc)
    Geld weg -> Spieler da ; finden die anderen 50% kacke (Matip)“

    Und Spieler weg und kein Geld da finden wahrscheinlich alle kacke ;)

    Wenn der Verein an das Potenzial von Matip richtig eingeschätzt hätte und ihm die angemessene Wertschätzung hätte zukommen lassen, dann hätte man vor 1-1,5 Jahren unter deutlicher Verbesserung seiner Bezüge mit ihm verlängern müssen und ihm ggfs. eine Ausstiegsklausel für 15-20 Mio, die ab dem nächsten Sommer gilt in den Vertrag setzen können.

    @Exildynamo
    „Und zweitens: man stelle sich mal vor, was es für ein Buhei auf HH gegeben hätte, hätte er vor einem knappen Jahr den Vertrag inkl. doppelter Bezüge verlängert und Joel hätte sich anschliessend schwer verletzt…“

    Dann müssste vermutlich nicht der Verein zahlen, sondern es würden Versicherungen greifen? Siehe http://www.sueddeutsche.de/spo.....-1.2148703

    Hätte, wenn und aber ist ja jetzt auch müßig zu diskutieren.

    Ich habe Matip sehr geschätzt und mich haben die Leute, die ihn bei Fehlern ausgepfiffen haben, aufgeregt. Gerade vor einigen Jahren, als er noch so richtig jung, aber gefühlt schon eine Ewigkeit dabei war ,fand ich es verlogen, nach Jugendspielern zu verlangen und dann den eigenen Jungen so fertig zu machen.

  40. crisscross04 sagt:

    : Hui, ganz schön viel Kaffeesatzleserei hier. ;-)

    Der SZ Artikel beleuchtet doch auch nur eine Seite der Medaille. Die Schuld soll beim Aufsichtsrat liegen. Aber was ist mit den Interessen des Spielers bzw. Beraters? Dazu äußert sich der Autor nicht, weil er sie genauso wenig kennt, wie wir hier.

    Nur weil Schalke/der Aufsichtsrat u.a. auch mit Matip in der letzten Rückrunde die Verhandlungen gestoppt hat, ist Schalke bzw. der Aufsichtsrat nun Schuld, dass es keine Ablöse mehr gibt?!

    Ähmm, sorry, das Ganze ist mir zu trivial und berücksichtigt mir zu wenig die damalige (Vereins-)Situation. Und warum waren denn Matip und sein Berater im Sommer zu keinen Verhandlungen mehr bereit?

    Matip ist seit 16 Jahren auf Schalke. Er kennt den Verein und somit auch das Management. Es werden sicherlich permanent Gespräche gelaufen sein – egal ob der Aufsichtsrat Anweisungen gibt oder nicht. Deshalb hört doch der Manager nicht auf, mit den Spielern zu reden. Ich glaube aber schon, dass man Matip auch zu diesem Zeitpunkt signalisiert hat, dass man ihn gerne halten möchte. Dass dann 2-3 Monate später bereits „der Zug abgefahren“ sein soll, ist eine sehr einseitige Theorie, die auch nicht begründet wird. Gerade bei einem Spieler, der seit 16 Jahren auf Schalke ist, macht diese „einfache“ Begründung aus meiner Sicht keinen Sinn.

    Noch ein anderer Punkt: Als sich in der letzten Rückrunde die Lage so richtig zugespitzt hat, war den Entscheidern wohl klar, dass Roberto Di Mateo wohl nicht mehr die nächste Saison erleben wird. Bei Heldt war man sich auch nicht sicher.
    Und zu diesem Zeitpunkt hätte man mit Matip & Neustädter verlängern sollen? Ohne zu wissen, welcher Trainer auf der Bank sitzt?
    Natürlich sieht das jetzt ziemlich dilettantisch aus und man kann schwere Vorwürfe gen Aufsichtsrat erheben.
    Aber sind wir doch mal realistisch: Wenn Schalke mitten in der Grottenrückrunde mit Matip & Neustädter verlängert hätte, dann wären wohl die Fans, in der damalig aufgeheizten Stimmung, Amok gelaufen. Also war die damalige Entscheidung doch durchaus nachvollziehbar. Noch einmal: Ich glaube nicht, dass das beinhaltet hat, dass es keine Gespräche mehr stattgefunden haben.

    Vielleicht hat aber auch die Grottenrückrunde mit der Fanrevolte inkl. Trainerwechsel den Ausschlag gegeben, dass Matip sich gedacht hat, ein anderer Verein wäre auch mal ganz schön.

    Das alles ist spekulativ, wenn es darum geht, warum man mit Matip nicht frühzeitig verlängert hat. Und ja, es ist ärgerlich, passiert aber auch anderen Vereinen, weil langfristige Verträge immer auch ein hohes Risiko beinhalten. Kurzum: Hinterher ist man immer schlauer. Daher abhaken und nach vorne schauen! Auch wenn es sicherlich weh tut. Mir jedenfalls!

  41. Torsten sagt:

    Nebenbei:

    Schalke hat Fabian Reese einen Profivertrag gegeben, gültig bis Sommer 2019.
    http://www.schalke04.de/de/akt.....-213-.html

  42. Jörg Ludwig sagt:

    Ich bin der Meinung. Spieler die gehen möchten auch gehen zu lassen .ich nehme das matip auch nicht übel . Na man hätte vielleicht noch ein paar Euro von den Verein Liverpool bekommen können .

  43. @kurschaot sagt:

    Sehr schön geschrieben

  44. MarkuS04 sagt:

    Eins vorneweg, auch ich halte Matip für einen der besseren IV der Bundesliga, und sehe es mit einem weinenden Auge (Schalke) und einem lachenden Auge (für den Spieler), das er im Sommer geht.
    Ich kann aber nicht direkt erkennen, daß hier einer wirklich einen Fehler gemacht hat, ohne das man die ganze Geschichte kennt (wie schon einige Vorblogger erwähnt haben).
    Ich halte auch den Kommentar von HH für durchaus schlüssig, lieber die Qualität zu halten (mit Matip noch Chance auf CL / EL – ohne Matip und den viele Verletzten vielleicht Platz 10-12, siehe u.a. seine Torbeteiligungen). Etwas ähnliches hat der Nachbar vor 2 Jahren mit Lewandowski gemacht.
    By the way, ohne Matip wären wir vielleicht noch im Pokal dabei ;-))

  45. Rjonathan sagt:

    Schon den Kuhlhoff-Kommentar bei 11freunde gelesen. Manchmal glaube ich, der nimmt zu viele Drogen.
    http://m.11freunde.de/artikel/.....veraendern

  46. Maddin sagt:

    Möge jedes Raunen und jeder einzelne Pfiff den Matip-Hatern – die jetzt natürlich NIEMALS welche waren – im Hals stecken bleiben.
    Das sie niemals etwas aus diesem schmerzlichen Verlust lernen zeigten all die dummen Sprüche und Pfiffe gegen Draxler beim letzten Heimspiel und werden genauso all die dummen Sprüche und Pfiffe gegen Max Meyer und Leroy Sane zeigen, wenn diese mal 2-3 schlechte Spiele infolge zeigen.
    What you deserve is what you get!
    Das gilt auch für den Aufsichtsrat.

  47. crisscross04 sagt:

    Noch etwas zum Thema „befristitete Verträge“ und „Ablösesummen“:

    http://www.spiegel.de/sport/fu.....25379.html

    „Sollte das Urteil im Fall Müller auch vor dem Landesarbeits- und Bundesarbeitsgericht rechtskräftig bleiben, dürften befristete Verträge, die derzeit gängige Praxis im Profifußball sind, der Vergangenheit angehören.“

    Oha, dann könnte wohl die nächste „Bosman“-Lawine auf dem Profifußball zurollen.

    Aber OK, erst einmal abwarten. Aber damals hat auch keiner geglaubt, dass Bosman Recht zugesprochen bekommt.

  48. Thomas25 sagt:

    zu Matip:

    Habe ihn in den ersten Jahren als Fehlpassmonster gesehen und dabei leider immer vergessen wie jung er war. Mit Benny und Matip hatte ich bei jeder Ecke oder Freistoß das Gefühl: Da könnte was gehen! Matip hat neben seinen vielen Stärken ein außergewöhnliches timing beim Kopfball! Sowas finden wir auf dem Markt wohl kaum wieder! Doppelt Schade das Pappa nun in Leverkusen Angst und Schrecken verbreitet!

    16 Jahre Schalke, was für ein Junge! Was für ein feiner Typ!

    Zu AR/HH und dem IV-Markt:

    Als David Luiz für 50 Millionen von Chelsea nach Paris wechselte, gab der Verantwortliche von Paris ein interessantes Interview im Kicker: Sie wollten eigentlich Hazard von Chelsea holen. Dann hätten Sie den internationalen IV Markt analysiert und festgestellt das große, kopfballstarke IV große Mangelware auf dem Markt sind. Und bevor ihn jemand anders holt haben Sie ihn dann geholt, da Sie ja eh über unbegrenzte finanzielle Mittel verfügen. Finde das Interview leider nicht online. Anyone?

    Bei den Summen die im Sommer auf den Markt geworfen werden, da hätte man mal so richtig Kasse machen können! … Für was haben wir eigentlich einen Sportvorstand ?….

  49. BlueNote sagt:

    @RJonathan: Der 11Freunde-Kommentar spricht mir 1. aus der Seele und 2. genau die Befürchtungen aus, die ich tatsächlich auch habe. Und ich glaube, ich bin nicht alleine damit. Oder glaubst Du wirklich daran, dass Meyer, Sane und Goretzka in zwei Jahren noch auf dem Mannschaftsposter zu sehen sein werden? By the way, ich habe mir eben mal das Poster von 2011/12 angeschaut. Ganze sechs Spieler aus dieser Saison sind heute noch im Kader. Sechs! Meine Identifikation mit Schalke begründet sich nur noch auf Sentimentalität und auf Erinnerungen an etwas glücklichere Jahre und die Hoffnung, dass es irgendwie und irgendwann vielleicht doch noch einmal besser werden kann.

    Schalke hat seine Strahlkraft bereits verloren. Es ist nicht nur die Kohle anderer Vereine, die Spieler weggehen lässt. Es ist für viele der Jungs einfach nicht mehr das Geilste überhaupt, für uns zu kicken. Wir Fans sind alleine damit, dem geilsten Club der Welt zuzujubeln und viele feiern auch nur noch sich selbst im Stadion ab. Falls sie nicht gerade junge Talente auspfeifen.

    Der Club hat ein Imageproblem allererster Kajüte, einen AR-Vorsitzenden der peinlichsten und ahnungslosesten Sorte, keinen versierten Kommunikationschef, einen Sponsor, der absolut unannehmbar ist und zurzeit leider auch keine glaubhafte Vision davon, wie man das, was man mal hatte, ins Jahr 2030 + rüberretten soll.

    Wenn’s irgendwie dabei helfen könnte, den Schlachter spätestens bei der JHV loszuwerden, sollte der AR am Sonntag der Einstellung von Heidel nicht zustimmen. Der Würstchen-Oligarch will mit dieser Nummer nur seine Wiederwahl sichern. Ich kann eh nicht begreifen, dass ein integerer Mensch wie Heidel ernsthaft in Betracht zieht, mit diesem Fußball-Legastheniker und bekennendem Putin-Freund zusammen zu arbeiten.

    Unser aktuelles Problem ist nicht der Manager, sondern das Kontrollgremium darüber. Ausmisten muss man da. Aber ganz schnell…

  50. Lothar04 sagt:

    @BueNote
    Deine Wortwahl hinsichtlich des Aufsichtsrates und dessen Vorsitzenden passt irgendwie genau so dazu wie du diese Menschen beschreibst. Offensichtlich Respekt- und niveaulos. Der Gebrauch der Wörter „Schlachter““ Legastheniker“ ist nun mal negativ und niveaulos.
    Es war auch vielleicht für einen Profi noch nie das geilste überhaupt für Schalke zu kicken. Da standen wohl schon immer Clubs wie Real und Barca oder früher auch die italienischen Clubs viel höher in der Gunst der Kicker.Von einigen deutschen Clubs mal ganz zu schweigen. Denk mal was Gladbach, Köln und auch Hamburg mal für einen guten Ruf hatten. Da waren wir nicht mal in Deutschland unter den 10 geilsten Cubs. Heute natürlich auch die finanzstarken Cubs der PL. Und ob mann nur wegen des Geldes für Liverpool spielt ist sicher fraglich. Ich bin schon immer auch Fan von Tottenham und Newcastle und stelle die durchaus auf eine Stufe mit Schalke(natürlich nicht im Herzen;-)
    Woher weißt du das Heidel integer Ist?
    Strahlkraft? Hatten wir diese denn?
    Sind unsere Finanzen nur unter Tönnies versaut worden?
    Ich gebe dir Recht das von AR; HH und Sponsor Zuwenig positive Signale ausgehen aber muss man sich dann im Ton so äußern wie du. Sei ehrlich, in Wirklichkeit hasst du den Tönnies weil er so erfolgreich ist und du nicht.
    Siehst du, ich hab es doch geahnt.

  51. Grieche sagt:

    @Rjonathan:

    Der 11Freunde-Artikel ist großer Käse und zwar in mehrfacher Hinsicht. Gerade Matip wurde nicht von der Folklore, der Liebe und den in ihn gesetzte Hoffnungen erdrückt. Und auch der Satz „Auch treue Seelen aus der vermeintlich zweiten Reihe sind nicht mehr bereit, alles zu ertragen“ trifft auf Matip eben nicht zu, hat er doch betont, immer schon in der Premier League spielen zu wollen und innerhalb der Bundesliga nur für Schalke. Anders als Draxler kann hier von einem Flüchten nicht die Rede sein.
    Und wie Herr Kuhlhoff auf folgenden Punkt kommt, ist mir auch schleierhaft: „Denn irgendwann wird auch der stete Talentestrom der Knappenschmiede versiegen, wie es die dubiosen Geldquellen aus Russland (Gazprom) langsam tun und England (Schechter-Anleihe) getan haben.“
    Gerade die Karrieren von Özil, Neuer, Draxler und Matip zeigen doch, wie gut man auf Schalke ausgebildet wird und dass es sich lohnt, als junger Bursche dorthin zu wechseln (Kolasinac und Goretzka sind weitere Beispiele).

    Der Artikel ist ein gutes Beispiel für erst schreiben, dann nachdenken. Und für die Devise: Nur schlechte Artikel (mit düster-melancholischen Überschriften) werden gelesen. Wer wirklich denkt, anhand von einer Wechselentscheidung Schalkes Zukunft skizzieren zu können und (zwischen den Zeilen) den Abstieg zu prophezeien, scheint etwas zu sehr in seine Hellseherfähigkeiten verliebt zu sein.

  52. BlueNote sagt:

    @Lothar04: Leider nötigst Du mich zum Klugscheissen: Ein Mann der hauptberuflich Tiere schlachtet oder schlachten lässt, heißt nun mal Schlachter. Ich kann daran als bekennender Fleisch-Junkie nichts Niveauloses finden.

    Ein Fußball-Legastheniker ist umgangsprachlich jemand, der von Fußball nicht viel versteht oder nicht gerade vor den Ball treten kann. So wie schon Mohammed, der mit zwinkerndem Auge im Vereinslied besungen wird. Legasthenie ist übrigens kein Schimpfwort, sondern eine Diagnose. Und der AR-Vorsitzende hat nunmal keine einschlägigen Kenntnisse oder Berufserfahrung im Fußball-Umfeld. Und genau hier stinkt der Fisch. Nicht umsonst hat sich der Schlachter vor einem halben Jahr eine beratende Experten-Kommission (Sand, Büskens, Stevens)in den AR geholt. Er erkennt überraschend doch seine Grenzen, auch wenn man sie ihm erst mit medialem Druck und ordentlich Gegenwind aus den eigenen Mitgliedsreihen einbläuen musste. Pinkanterweise recht kurz vor den nächsten Wahlen. Ein Schelm, der böses dabei denkt, oder was?

    Ich weiß es nicht (weil ich ihn persönlich nicht kenne), sondern ich glaube, dass Heidel integer ist, weil er schon so lange und loyal beim gleichen Arbeitgeber mit nachweisbaren Erfolgen arbeitet. Er gilt in der öffentlichen Wahrnehmung (und somit auch meiner) als unbescholten und moralisch einwandfrei. Gemeinhin bezeichnet man Letzteres als integer.

    Ja, wir hatten mal Strahlkraft. Auf dieser beruht der ganze Mythos S04. Leider fehlt es schon seit Jahren an der Führungs- und Fachkompetenz, die einem so großen und wichtigem Club, wie Schalke es nun mal ist, gut tun würde. Den Mythos hält man halt nicht allein dadurch am Kacken, indem man den Spielertunnel mit Kohle auskleidet oder das Wort „Kumpel“ trillionenfach auf T-Shirts druckt oder blöde Sprüche mit diesem Wort kloppt, sobald mal ein Spieler wieder Tinte unter einen neuen Vertrag haut. Den Kumpel muss man leben und nicht dauernd darüber schwätzen. Das war immer Teil des Mythos. Blöd nur, wenn von der Sorte echter Kumpel zu wenige im AR sitzen. Und auf den Tribünen mittlerweile auch. Kein Wunder, bei den Vorbildern.

    Am Schluss sprichst Du sogar von Hass, den ich hätte. Nein, ich hasse den großen Schlachter nicht. Ich mag ihn und seine Art und Weise wie er sein Unternehmen führt, wie er in der Öffentlichkeit auftritt, wie er kommuniziert und den AR des S04 selbstherlich leitet, einfach nicht.
    Und das fühlt sich gut und rund in mir an. Tönnies erfolgreich? In seiner Ägide hat der Verein begonnen, seine Seele endgültig zu verkaufen. Wenn Du uns das hier als Erfolg verkaufen willst, bitte schön. Ich bin da aber raus.

    Schönen Abend noch!

  53. Lothar04 sagt:

    @BlueNote
    Okay. Ich hab verstanden.
    Jemand der schlachtet ist ein Schlachter und jemand der klugscheißt ist ein Klugscheißer.
    Auch nen schönen Abend

  54. Torsten sagt:

    Horst Heldt, am Montag, gegenüber Elmar Redemann, zur Ablösefreiheit Matips:

    Ging nicht darum, mit Matip Kasse zu machen.

    Horst Heldt, am Mittwoch, gegenüber Elmar Redemann, zur Kritik an der Ablösefreiheit Matips:

    All das habe ich versucht, um dann noch Geld zu verdienen.

  55. BlueNote sagt:

    Sehr schön gesehen, Torsten! :-) Es ist zum Heulen, diese Art der Außendarstellung.

  56. Rjonathan sagt:

    @Bluenote
    1. Die Strahlkraft von Schalke war noch nie größer als die von Liverpool. Welche vergangene Größe und Strahlkraft wird da Schalke angedichtet? Aus den Dreißiger?
    2. Welche Spieler aus der Jugend von Mainz und Bremen spielen/spielten bei Real, Arsenal, Liverpool und München? Welche werden von Barcelona und Man City umworben?
    3. Welcher Verein im europäischen Fußball kann jungen Spielern das Versprechen geben, mit 21 Jahren viel Verantwortung und internationale Ambitionen zu bieten?
    4. Wie passen versiegende Geldflüsse mit Meldungen zu einer wahrscheinlichen Vertragsverlängerung mit Gazprom zusammen? Und was bitte ist das Geile an der Schechter-anleihe, die man bei der Umschuldung durch Fan-anleihen extra abgelöst hat wegen zu Hoher Zinsen?

    In der Champions League ist Schalke tatsächlich so was wie Mainz. Ein kleiner Verein, der ab und an einen bescheidenen Achtungserfolg landet, aber beständig gute Talente hervorbringt. Aber was bitte ist daran schlecht? Und was schlechter als früher? In Frankfurt, Köln, Hamburg und Stuttgart schaut man neidisch auf die Schalker.

  57. BlueNote sagt:

    @Rjonathan: Mit Aussage 1 machst den Club kleiner, als er ist. Wir sollten alle mal aufhören, unser Licht immer so unter den Scheffel zu stellen. Auch wenn die großen Titel fehlen, wir sind einer der größten 15 Clubs in Europa. Aber nicht alles lässt sich an Titeln und Umsatz messen. Strahlkraft hat auch was mit Emotionen zu tun, mit dem Gefühl, zuhause zu sein, einem ganz besonderen Club anzugehören, der geiler ist, als die Titelkäufer-Vereine der Scheichs. Auch Liverpool (mein Lieblingsclub in England) lebt aktuell nur noch vom Mythos. Die letzte Meisterschaft war 1990, der letzte große Titel immerhin 2005. International spielen sie im Moment keine Rolle. Ob der Ex-Trainer der Mainzer sie wieder nach oben bringen kann, ist angesichts der aktuellen perversen Verhältnisse in England durchaus nicht zwingend zu erwarten. Trotzdem kann ich es Matip nicht übel nehmen, ausgerechnet dorthin zu gehen. Ist halt gefühlt nach wie vor einer der geilsten Clubs überhaupt. Fragt sich aber, wie lange noch? Die Liga selbst ist es dort für mich schon lange nicht mehr. Ich will keine englischen Verhältnisse hier.

    Auf Schalke geht dieses Gefühl, etwas ganz besonderes zu sein, diese gefühlte Strahlkraft des Besonderen zu haben, aber immer mehr verloren. Davon schrieb ich. Warum wollen wir uns nicht das Ziel setzen, genauso geil zu sein wie früher Liverpool oder das frühere ManU? Ist der Schalker Mythos nur ein Marketing-Gag von Alexander Jobst und ein Liebslingslied der Ultras oder gibt es ihn wirklich?

    Übrigens: Warum bist Du Fan, wenn Du der Ansicht bist, dass Schalke zuletzt in den 30ern Strahlkraft hatte?

    2. Dass unsere Jugendarbeit überragend ist, habe ich in keinem meiner Kommentare in Frage gestellt. Blöd ist nur, dass die überdurchschnittlich großen Talente fast ausnahmslos nie gehalten werden können, sondern ratzfatz bei der nationalen oder internationalen Konkurrenz spielen. Der FC Säbener Straße oder das Betriebssportteam von Volkswagen sind doch nicht ernsthaft geilere Clubs als wir. Und Arsenal schon mal garnicht. Ich kann mich auch nicht daran aufzugeilen, dass die Jungs ratzfatz bei ach so prominenten internationalen Clubs Karriere machen können. Ich habe emotional NICHTS davon. Nada, niente, rien.

    3. Zuerste leugnest Du Schalkes Strahlkraft, führst dann aber offenbar nicht ohne Stolz an, dass man nur bei uns mit 21 wichtiger Stammspieler mit Aussicht auf internationale Ambitionen werden kann. Ja was denn nun?

    Am Ende des Tages bedeutet es doch nur, dass man bei uns geil auf den Karrierezug aufspringen kann, der dann am Ende aber in ganz anderen Bahnhöfen hält. Wenn das alles ist, was unsere Strahlkraft noch ausmacht, dann gute Nacht. Und genau von dieser Sorge schrieb ich.
    Die Summe der gegangenen Talente steht in keinem Verhältnis mehr zur Größe unseres Vereins und dem Selbstverständnis der Mehrzahl der Fans als geilstem Club der Welt.

    Mein Fazit: Eine andere Führung muss her, um diesen Negativtrend aufzuhalten und wieder umzubiegen. Integere Fachleute, die Ruhe reinbringen zum Wohle des Vereins und nicht zum Wohle des eigenen Unternehmens.

    4. Zu Gazprom und Schechter-Anleihe schrieb ich nichts, Beide haben aber mit „geil“ für mich auch nichts zu tun. Bleibt Gazprom weiter auf der Brust, geht’s halt weiter gefühlt bergab für viele Fans, mich eingeschlossen. Für BWLer und Finanzvorstände vielleicht voll Porno, mich stößt das nur noch ab.

    Wir sollten zusehen, dass der Club schnellstens finanziell gesundet und allerspätestens dann muss ein anderes Logo auf der Brust prangen, sonst gehen die Reste des Mythos auch bald flöten.

    An gelegentlichen CL-Achtungserfolgen und guten Talenten ist nichts schlecht. Schlecht ist aber, wenn man sich als zweitgrößter deutscher Fußballclub als „kleinen Verein“ bezeichnet (auch international wird da kein Schuh draus, s. UEFA 5-Jahrestabelle der letzten Jahre) oder Köln, Frankfurt, Hamburg und Stuttgart als Vergleich nimmt oder als Maßstab. Ich persönlich gucke da etwas höher in der Tabelle. Da tut es weh. Da müssen wir hin. Und da gehörten wir eigentlich auch hin, wenn man alles zusammenrechnet, was den Club ausmacht, wenn man sein Potenzial sieht, die 140.000 Mitglieder, das geile Stadion, den sauteuren Kader, die geile Nachwuchsarbeit vom besten Jungendtrainer Europas.

    Bin ich wirklich alleine damit, dass sich der ganze Club schlechter anfühlt als früher? Europa-Liga ist eben nicht CL, die vielen Trainerwechsel haben müde gemacht, zahlreiche Transfers haben weh getan und tiefe Wunden gerissen in vielen Fan-Seelen. Die Markteting-Sprüche stumpfen langsam ab. Das Kumpel-Image ist sympathisch und folgerichtig, wenn man die Historie betrachtet. Aber es wird unglaubwürdig, wenn es an vielen Stellen nicht richtig gelebt wird. Und das ist eine Führungsaufgabe, die derzeit brach liegt.

    Wir müssen nicht bescheiden sein. Schalke darf groß, bunt, laut sein. Mit breiter Brust. Selbstbewusst. Ein Club wie Schalke ist nicht St. Pauli und auch nicht Mainz. Die können gut mit ihrem Underdog-Image leben und pflegen es auch liebevoll und sympathisch. Wir brauchen und dürfen es (leider) nicht. Wir brauchen irgendwann auch mal wieder Titel und in naher Zukunft zumindest die realistische Vision davon, wieder nach ganz oben kommen zu können. Der Club hat dazu eigentlich alles was man braucht. Er muss sich aber zuerst selbst, von innen heraus, reinigen und wieder beginnen zu erstrahlen. Mit Tönnies an der AR-Spitze wird das niemals gelingen können. Davon bin ich fest überzeugt. Da muss frischer Wind rein. Oder im Jobst-Sprech: Mehr Kumpels, weniger Kohle. (jaja..ganz ohne geht’s nicht…weiß ich doch…)

    Die sportliche Führung wird nächste Saison gut aufgestellt sein, auch davon bin ich überzeugt. Und ich wünsche mir, dass sie unter einem AR arbeiten darf, der dem gemeinsamen Erfolg alles unterordnet und vor allem genügend Expertise hat im Fußballgeschäft und der die Satzung des Vereins endlich wieder Ernst nimmt.

  58. rjonathan sagt:

    @BlueNote
    Danke für die ausführliche Antwort. Meine Argumente waren nicht gegen deine Aussagen gerichtet, sondern gegen die aus dem 11Freunde Artikel. Dort wurde Gazprom und Schechter Anleihe und Mainz und Bochum erwähnt. Und all das andere.

    Wenn ich dich richtig verstanden habe, geht es dir aber um was anderes als das Gefasel von Benjamin Kuhlhoff. Du redest mehr von einem Gefühl, dass sich die Dinge verändern. Und da möchte ich dir gar nicht widersprechen. Das Fußball-Geschäft hat sich gewaltig gewandelt und Schalke mit dem Umfeld zusammen. Da gibt es nichts zu lamentieren und das kannst du auch gerne ungut finden. Ich persönlich denke immer, ich kann den Lauf der Welt nicht ändern, also finde ich mich lieber damit ab. Das ist wie mit dem Altern. Das muss man auch akzeptieren.

    Zur Strahlkraft und zum Image: Ich glaube es gibt zwei Sorten von Strahlkraft. Die Traditions-Strahkraft und die Glamour-Strahlkraft. Beide gab es schon immer. Und DER Verein schlechthin – Real Madrid – hat beides bis zum Anschlag. PSG, ManCity und Chelsea punkten nur durch Glamour. Schalke kommt eher über die Tradition. Ich sehe uns NICHT auf einer Stufe mit Mainz – genau das wollte ich ja sagen, aber das behauptet eben Kuhlhoff. Ich sehe uns auf einer Stufe bit Benfica Lissabon, FC Porto, Galatasaray, Fener & Besiktas und dem SSC Neapel. Europäische Traditions-Vereine, die in einer sehr guten Saison mal ins HF der CL kommen oder ins Final der EL. Und das Passt für mich so eigentlich sehr gut.

    Ach, und dann habe ich mir noch einen kleinen Spaß erlaubt. Weil ich dieses „heute gibt es nur noch Söldner, früher war alles besser“ noch nie hören konnte, habe ich mal deine Feststellung, dass der Kader von vor fünf Jahren „nur“ sechs Spieler von heute hatte, über die Jahrzehnte überprüft. Das Ergebnis vor allem in erfolg- (und skandal-)reichen Zeiten Anfang der Siebziger und Ende der Neunziger waren die Schalker Spieler besonders treu. Die Auf- und Abstiege in den Achtzigern dagegen waren Gift. Momentan ist Durchschnitt angesagt:

    1960 -> 1965: 3 Spieler (Broden, Becher, Kreuz)
    1965 -> 1970: 3 Spieler (Becher, Fichtel, Rausch)
    1970 -> 1975: 7 Spieler (Nigbur, Rüssmann, Sobieray, Lütkebohmert, Fichtel, Libuda, Fischer)
    1975 -> 1980: 5 Spieler (Nigbur, Rüssmann, Bittcher, Elgert, Fischer)
    1980 -> 1985: 1 Spieler (Opitz)
    1985 -> 1990: 0 Spieler
    1990 -> 1995: 5 Spieler (Lehmann, Eigenrauch, Prus, Müller, Anderbrügge)
    1995 -> 2000: 7 Spieler (Eigenrauch, Latal, Nemec, Held, Thon, Büskens, Mulder
    2000 -> 2005: 4 Spieler (van Hoogdalem, Waldoch, Sand, Asamoah)
    2010 -> 2015: 4 Spieler (Höwedes, Matip, Uchida, Huntelaar)

    Durchschnitt: 3,9
    (Daten: transfermarkt.de)

  59. BlueNote sagt:

    Klasse Arbeit rjonathan! Daumen hoch. Dann sind die 6 übriggebliebenen Spieler von 2011 bis heute ja tatsächlich kein besonders auffälliger Wert. Schon ernüchternd, das Ganze. 2005 bis 2010 fehlt übrigens noch in Deiner Liste.

  60. Klopenner sagt:

    Die ergänze ich dann mal flott. ;-)

    2005->2010: 8 Spieler (Neuer, Bordon, Pander, Rafinha, Kobiashvili, Baumjohann, Kuranyi und Asamoah)

  61. crisscross04 sagt:

    Glaubt ihr wirklich, dass Schalke eine Ausnahme darstellt?! Wohl kaum.
    Das geht doch allen Vereinen so (evtl. ist Bayern eine Ausnahme, weiß ich aber auch nicht). Und die Transfersummen und -zeiten werden immer abenteuerlicher. Eigentlich weiß doch keiner im Verein, wer nach einer Transferperiode noch für den Verein spielt.
    Das macht die Sache im Kern zwar nicht besser, relatviert aber so einiges.

  62. BlueNote sagt:

    Danke Klopenner für die Ergänzung. Immerhin 8 Spieler, die konstant im Kader waren und bis auf Pander und Baumi auch fast immer gespielt haben. Zumindest in meiner Wahrnehmung. Das deckt sich mit meinem „Bauchgefühl“ und meiner Erinnerung, dass diese Zeit emotional eine gute Periode war. Trotz Slomka und Co. Ist nur eine ganz subjektive Einschätzung. Bauch eben.
    @crisscross04: Nein, wir sind keine Ausnahme. Und die äußeren Einflüsse haben auch ihren Anteil daran. Das stimmt schon.

  63. leoluca sagt:

    @BlueNote
    Genau so war es auch nach meiner Erinnerung, und diese Spieler – von Neuer und Bordon über Pander und Kobi bis Asamoah und Sand – waren einfach klasse Spielerpersönlichkeiten, mit denen man sich identifizierte.

    Die Tabelle von Rjonathan erfasst leider nur unzureichend, dass die leidenschaftlichste Schalke Phase zwischen 1996 und 2002/03 auch von den großen Spielern Marc Wilmots, Schalker von 1996 bis 2003 (mit einem Jahr Unterbechung in Bourdeaux), und Jiri Nemec geprägt war, der von 1993 bis 2002 auf Schalke spielte. Vor allem den Meister haben wir doch richtig geliebt.

    Auch sollten wir nicht Jörg Böhme und Oli Reck vergessen, Schalker Publikumslieblinge über mehrere Jahre

  64. crisscross04 sagt:

    Genau, ihr bringt es auf den Punkt:

    Uns fehlen in erster Linie die starken Persönlichkeiten, die einem sofort in den Kopf kommen, wenn man an Schalke denkt und damit auch die Identifikation mit dem Verein festigen.

    Mit fällt da aktuell nur Bene und mit Abstrichen Ralf ein. Beide haben, wie es der Zufall will, gerade ihre Verträge langfristig verlängert.
    Schon komisch, dass mir nicht ein Hunter, Aogo, Höger oder Uschi in den Sinn kommen. Evtl. liegt es beim Hunter oder Uschi daran, dass immer noch eine Sprachbarriere da ist, warum sie von mir nicht so wahrgenommen werden. Vielleicht fehlt ihnen auch Persönlichkeit bzw. Ecken und Kanten?!

    Andererseits ist natürlich unsere Nachwuchsarbeit ein wenig „Schuld“ daran, dass weniger „erfahrene“ Spieler auf dem Platz stehen. Dafür haben wir ein sehr positives Image nach außen, wenn es um unsere Jugendarbeit geht.

    Trotzdem wäre es für alle Beteiligte gut, wenn ein paar erfahrene Führungsspieler mehr auf dem Platz stehen würden. Dann steigt auch die Identifikation mit dem Verein wieder.

    Raúl ist da ein gutes Beispiel: Was waren wir alle stolz (und haben es allen anderen Fans durch die Millionen Raúl-Trikots gezeigt), dass so einer für uns spielt, oder?! Obwohl Raúl auch nicht wirklich lange für uns gekickt hat. Aber Raúl hatte Persönlichkeit, Erfahrung, Bescheidenheit und hat auch junge Spieler an die Hand genommen (Neuer beim Gang in die Kurve beim Pokalsieg in Berlin). Solche Typen braucht eine Mannschaft, im täglichen Fussballgeschäft genauso wie außerhalb vom Platz, um Mannschaft mit den Fans zu vereinen.

  65. rjonathan sagt:

    @leoluca Ja das ist nur eine Stichprobe um den Wandel der Fluktuation über die Jahrzehnte zu betrachten. Wenn man die treuen Spieler versammeln wollte, müsste man anders vorgehen.

  66. Christian Heidel folgt auf Horst Heldt sagt:

    […] Horst Heldt hat keine Linie. Er sagt dies und tut jenes. Oder er sagt dies und übermorgen das Gegenteil. Er lässt sich immer wieder von Umständen treiben. Man kann seinen Worten keinen Glauben […]

  67. Happy Weekend (7) sagt:

    […] Spiel Joel Matip, Marco Höger, Michael Gspurning und Horst Heldt verabschiedet. Ich gehe von tosendem Applaus für Joel Matip und warmem Applaus für Marco Höger und Michael Gspuning aus. Wie sich das Stadion bei der […]

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