Christian Heidel folgt auf Horst Heldt

Christian Heidel übernimmt ab Sommer Horst Heldts Job und wird auf Schalke Vorstand für die Bereiche Sport und Kommunikation. Dies wurde offiziell, nachdem sich Christian Heidel selbst dem Schalker Aufsichtsrat vorstellte und sich das zehnköpfige Gremium, mit 8 Stimmen bei 2 Enthaltungen, für eine Zusammenarbeit mit dem bisherigen Manager des FSV Mainz 05 aussprach. In den letzten Wochen war in Zeitungen zu lesen, Heidel solle dem Schalker Vorstand als Chef vorstehen. Davon ist nun keine Rede mehr. Neben Christian Heidel wird auch Teammanager Axel Schuster aus Mainz aufs Berger Feld wechseln.

Ich begrüße diesen Wechsel. Wer hier regelmäßig mitliest weiß, dass ich Horst Heldt in einigen Punkten kritisch gegenüberstehe. Nicht generell und erst recht nicht persönlich. In den Social Networks ist man flott als „Hater“ verschrien, wenn man eine klare Meinung vertritt.

Horst Heldt hat sich in den Jahren auf Schalke vollkommen mit seiner Aufgabe identifiziert. Er hatte maßgeblichen Anteil daran, dass die „Knappenschmiede“ zur Marke wurde und dass heute die Verzahnung von Jugend- und Profiabteilung auf Schalke so gut funktioniert wie bei keinem anderen Bundesligaclub. Außerdem hat es Respekt verdient, wie souverän Horst Heldt jetzt mit dieser für ihn persönlich schwierigen Lage umgeht, seit Bekanntwerden des Schalker Interesses an Christian Heidel.

Aber Horst Heldt hat keine Linie. Er sagt dies und tut jenes. Oder er sagt dies und übermorgen das Gegenteil. Er lässt sich immer wieder von Umständen treiben. Man kann seinen Worten keinen Glauben schenken. Einem Basta folgt ein Nachgeben. Er gibt vor wie es gehen soll, scheitert dann aber daran es umzusetzen. Dies zieht sich durch seine ganze Zeit auf Schalke, ob im Umgang mit Trainern, im Umgang mit Spielern oder bei Aussagen gegenüber der Presse.

Gerade bezüglich der Glaubwürdigkeit hoffe ich auf Besserung mit Christian Heidel. Dieser zeigte sich als Manager des FSV Mainz schon so manches Mal „störrisch“, etwa im Fall des wechselwilligen Thomas Tuchel. Als Heidel sagte, Tuchel werde bis zum Ablauf seines Vertrags bei Mainz 05 keinen anderen Job annehmen, war das „Basta“ bereits impliziert, und man hatte gleich das Gefühl, dass es daran nichts zu rütteln gäbe.

Christian Heidel ist in Mainz geboren und hat nun 24 Jahre für den gleichen Club gearbeitet. Manch einer führt das als Kritik an. Es bliebe abzuwarten, ob er sich umstellen, ob er auch auf Schalke erfolgreich sein könne. Selbstverständlich. Aber welche Kriterien führt man an, wenn man einen neuen Manager sucht?
Christian Heidel war in Mainz überaus erfolgreich. Als er beim FSV anfing, spielte der Club gerade in der zweiten Liga vor 4.000 Zuschauern. Aktuell konkurriert er mit Schalke, man hat ein neues Stadion gebaut und die vielleicht beiden besten deutschen Trainer auf die Fußballbühne gehoben. Sein Denkmal hat sich Heidel mit dem Status Quo in Mainz längst verdient. Dass er nun wechselt, dass er diese Herausforderung annimmt, diesen nicht ganz einfach zu führenden blau-weißen Fußballclub führen zu wollen, ist auch ein Statement.

Ich bin gespannt.

Den Text zu dem nach der Aufsichtratssitzung erfolgten Bundesligaspiel gibt’s übrigens hier:
Glücklicher Punktgewinn gegen Stuttgart.



Foto: Fuguito



39 Kommentare zu “Christian Heidel folgt auf Horst Heldt”

  1. Glücklicher Punktgewinn gegen Stuttgart sagt:

    […] Sommer den Vorstandsposten für Sport und Kommunikation übernehmen wird. Dieses Thema wird hier in einem gesonderten Beitrag besprochen. Foto: Tomek […]

  2. Matthias sagt:

    Heidel und Glaubwürdigkeit? Durch diese Nummer hat er doch bereits bewiesen, dass ihm nicht zu trauen ist:

    http://www.faz.net/aktuell/spo.....10775.html

  3. Tobias sagt:

    Spannend wird’s.

    In der Bewertung Helds Regentschaft wäre ich vorsichtig. Denn ins richtige Licht rückt eine Amtszeit oft erst im Nachgang. Schon jetzt sehe ich vieles, was Held geleistet hat, nicht so schlecht.

    Ein teils gelebtes Hin und Her, vor allem in der Kommunikation, ist in meinen Augen auch vielfach der Tatsache geschuldet, dass dauernd von anderer Stelle im Verein konterkarierende Aussagen kommen, so dass es Held einfach schwer hat, eine vernünftige Kommunikationsstrategie zu verfolgen.

    Wichtiger ist aber für mich eh die sportliche Substanz, die Held hinterlässt. Sieht für mich auch ganz passabel aus mit vielen jungen, noch entwicklungsfähigen Spielern. Mit zwei, drei wirklichen Verstärkungen, die einschlagen, haben wir nach wie vor eine wirklich konkurrenzfähige Truppe beisammen, die es nur lernen muss, konstant zu werden.

  4. andres sagt:

    @Matthias
    warum? Aus Mainzer Perspektive, die er da ja vertreten hat, war das doch völlig legitim

  5. Carsten sagt:

    wichtig ist das das Thema vom Tisch ist…. wie Heidel auf Schalke arbeitet, ob er ohne Mainz wie es singt und lacht zurecht kommt, das wird man sehen denn das ist eine ganz andere Nummer…

    wie schreibt Torsten immer….. Ma´kucken

    ach ja gespannt darf man auch sein

  6. westecke sagt:

    Ich sehe das wie Tobias. Unter so einem Vorsitzendem zu arbeiten macht das konsequente Handeln und Umsetzten einer Linie extrem schwer.
    Bin gespannt wie Herr Heidel das meistern will. Ansonsten versprüht er doch die Konstanz, die man sich in unserem Verein so sehr wünscht.
    Für micht steht aber auch fest, dass Heldt öfters schlechter beurteiltet und härter kritisiert wurde, als das es gerechtfertigt gewesen wäre.

  7. detlef sagt:

    Endlich gibt es Klarheit was den Manager für die Zukunft angeht. Ich habe ehrlich gesagt nicht schon jetzt damit gerechnet. Man kann jetzt annehmen, dass Ruhe auf Schalke einkehrt, da diese Baustelle geschlossen ist.

    Ich bewerte Horst Heldt ähnlich wie Torsten. Seine Bilanz was sportlichen Erfolg betrifft ist so schlecht nicht, wenn man die reinen Platzierungen betrachtet, aber es war halt vieles dabei was man sich anders gewünscht hätte.

    Christian Heidel wünsche ich ein glückliches Händchen bei der der ein oder anderen Entscheidung, vor allem aber Standfestigkeit vor allem gegenüber des „Schalke Boss“ Clemens Tönnies.

  8. BlueNote sagt:

    Drei meiner Gedanken dazu:

    1. Wird Heidel auf Dauer mit dem Schlachter klarkommen? Für mich wird da noch kein Schuh draus.

    2. Bis zum Schluss hielt ich es für möglich, dass die Opposition im AR diesen Deal ausbremst, um Tönnies zu Fall zu bringen. Vermutlich habe ich zuviel Borgen und House of Cards geschaut. Wie auch immer, da wäre ich gerne mal Mäuschen gewesen.

    3. Schon vor Ende der gestrigen Sitzung hatte mal wieder jemand der Funke-Gruppe gesteckt, dass Heidel zugestimmt wurde. Und heute berichtet die Funke-Gruppe von einer Meisterprämie, die im Vertrag steht. Wie und durch wen gelangen solche Interna an die Medien? Es ist so furchtbar armseelig.

  9. Torsten sagt:

    Bis zum Schluss hielt ich es für möglich, dass die Opposition im AR diesen Deal ausbremst, um Tönnies zu Fall zu bringen. Vermutlich habe ich zuviel Borgen und House of Cards geschaut. Wie auch immer, da wäre ich gerne mal Mäuschen gewesen

    Es gab ja letztlich zwei Enthaltungen. Die darf man interpretieren.
    Letztlich hätte ein Scheitern dieser Personalie im AR den Club doch arg erschüttert. Ich bin froh, dass sich offensichtlich jeder dessen bewusst war.

  10. Carsten sagt:

    @Torsten
    wurde die Abwesenheit des Russen als Enthaltung gewertet??

    11 von 12 ARM waren doch wohl anwesend oder? und nicht alle gelten da als loyale Anhänger CT´s

    aber wie du schreibst haben sich alle für den Verein entschieden…

  11. polarfuchs sagt:

    Endlich ist die Entscheidung gefallen, C. Heidel wird neuer Manager bei Schalke. Eine gute und richtige Entscheidung, bekommt man doch einen der fähigsten Köpfe der Branche. Obwohl ich von Herrn Heidel voll überzeugt bin warne ich doch davor zu glauben das jetzt alles gut wird, wir jetzt zu Überfliegern werden. Zu groß ist die Unruhe, zu groß sind die Erwartungshaltung in unserem Club.
    Das C. Heidel sich vom Aufsichtsratsvorsitzenden die Butter vom Brot nehmen lässt glaube ich nicht. Herr Heidel ist eine Führungspersönlichkeit von großer Konsequenz. Eine Eigenschaft die extrem wichtig ist wenn man sich die Aussagen seiner Kollegen Eberl und Schmadke im Sportstudio angehört hat.
    Entgegen einiger anderer Aussagen bin ich auch der Meinung das der aktuelle Kader schon eine Menge an Baustellen bietet, in allen Mannschaftsteilen mit Ausnahme der Torhüter. Dies hat auch das gestrige Spiel gegen den VFB Stuttgart einmal mehr gezeigt. Anspruch und Wirklichkeit klaffen doch sehr weit auseinander. Leistung und Gegenleistung stehen in keinem angemessenen Verhältnis.
    Torsten, sicher steht man schnell im Verdacht ein Hater zu sein. Aber ein harmonisches Verhältnis in puncto Trainer/Mannschaft herzustellen hat Horst Heldt nie geschafft. Entweder waren es die falschen, auch zu teuren Spieler oder der falsche Trainer. Aber liegt es bei der Vielzahl unserer Trainer immer an diesen? Da waren ja nicht nur Pfeifen dabei. Nochmal zu Eberl/Schmadke im Sportstudio : der Verein gibt Philosophie vor, dazu muß der Trainer passen, damit muß er sich identifizieren, alles andere wird teuer!
    C. Heidel ist konsequent, mit allen Wassern gewaschen. Mainz hat ständig gute Leute abgeben müssen, günstig einkaufen, mit gutem Gewinn verkaufen. Das tolle an der Sache ist das es C. Heidel in den weitaus meisten Fällen geschafft hat in kürzester Zeit Ersatz zu verpfichten, ohne Substanzverlust.
    Ich wünsche Herrn Heidel bei uns einen guten Start, Arbeit in Ruhe, gutes Gelingen.

  12. Carsten sagt:

    na bravo….. und es geht schon los…. angeblich gibt es im vertrag auch eine fette Meisterschaftsprämie…. lol ich kanns nicht mehr hören..

  13. Lutt sagt:

    wenn man sich den Leistungsnachweis von Heidel bei Mainz mal anschaut – ungeachtet einiger Kleinigkeiten – sieht das schon ganz gut aus.

    Er hat dort auch die Jugendabteilung zu einer der Top-Adressen im deutschen Fußball mit ausgebaut, der FSV hat sich kontinuierlich verbessert. Unter seiner Ära gab es wohl in 24 Jahren 15 Trainer. Von seinen letzten 5 Trainern, die er „installierte“, haben zwei nicht so gut funktioniert, während Klopp, Tuchel und Schmidt wohl echte Volltreffer waren.

    Subjektiv – ohne große Nachforschungen zu betreiben – habe ich bei seinen Spielerverpflichtungen ein sehr gutes Gefühl. Man denke an Szalai, Geis, Okazaki, Malli, Ujah, Fuchs, Muto, Choupo usw., die alle in Mainz ihren Wert beachtlich steigern konnten. Einige davon sind ihm aber auch ablösefrei von der Schippe gesprungen.

    Dann noch Stadion gebaut, zweite Mannschaft in die 3. Liga protegiert, Budget von 3 auf 78 Mios getrieben.

    Alles in Allem von den Werten und Vita aus gesehen ein perfekter Kandidat für den Managerposten. Nur, auf Schalke wird er keine 24 Jahre haben, um etwas zu bewirken ;-/

  14. Andreas sagt:

    Endlich ist diese Personalie vom Tisch und Ruhe kann einkehren.

    Wobei: Ruhe und Schalke – das paßt irgendwie nicht :-(

  15. Pukki1904 sagt:

    Ich bin froh dass die Personalie Heidel jetzt durch ist. Vor allem aber das der AR, hier besonders die Gegner von Tönnies, sich besonnen haben und nicht auch noch diese Personalie dazu genutzt haben, den internen Machtkampf mit CT zu weiter zu führen. Das wäre in der Tat vereinsschädigend und m.E. der Super- GAU für Schalke gewesen.
    Sicher war nicht alles schlecht was HH geleistet hat und ich finde seinen derzeitigen Umgang mit der für ihn unerfreulichen Situation sehr professionell und davor ziehe ich meinen Hut. Dennoch bin ich froh dass er geht. Unabhängig von seinen hie und da guten Leistungen war er nie ein Manager, der den Verein prägen konnte. Er hat es nicht geschafft, eine Vereinsphilosophie zu entwickeln, hatte nicht wirklich ein Händchen für passende Trainer und auch nicht für Spieler.Es fehlte ihm vor allem an Durchsetzungskraft, die ein Manager auf Schalke aber dringend benötigt. Auch hat er langfristige Planungen eher vermissen lassen. Horst Heldt ist einer, der das Tagesgeschäft gut beherrscht und kurzfristige Lösungen findet. Aber er ist keiner, der eine langfristige Strategie für einen so großen Verein wie Schalke, der hinzu noch stark erfolgsabhängig ist,entwickeln kann.
    Christian Heidel traue ich das zu. Das was er in Mainz aufgebaut hat spricht dafür, dass er jemand ist, der langfristig und strategisch plant. Sicher ist Schalke eine ganz andere Hausnummer als Mainz und ich glaube dass wird er wissen. Dennoch hat Christian Heidel in seinem Amt bisher Durchsetzungsstärke bewiesen und er war, zumindest wie ich es erlebt habe, immer klar in der Kommunikation. Er hat in den letzten Jahren bewiesen, dass er ein gutes Händchen, sowohl für Spieler und für Trainer hat und das er gut mit Geld umgehen kann. Alles Eigenschaften, die Schalke dringend benötigt.
    Wenn er den Verein Schalke als Ganzes verstehen lernt und dazu den Mut hat, sich auch mal gegen CT und andere, die im Verein gerne Unruhe stiften,zu positionieren und Tacheles zu reden,dann traue ich ihm auch zu, dass er einen positiven Umbruch schaffen kann. Ich wünsche ihm dafür auf jeden Fall viel Glück und ein gutes Händchen.

  16. Torsten sagt:

    Da ist gleich noch eine Personalie vom Tisch. Die Marco Högers nämlich ..
    http://www.schalke04.de/de/akt.....-213-.html

    Finde ich blöd. Ich mag den.

  17. Carsten sagt:

    Überraschend…

  18. Raul 04 sagt:

    hoffentlich fragt Heidel in Zukunft bei Transfers die Kindheitsträume ab,
    Holtby hat den Kindheitstraum in England zu spielen, Höger beim FC Köln zu spielen usw.

    da denkt man immer das höchste muss doch sein, bei S04 zu spielen, also da lobe ich mir Fährmann, bitte eine Gehaltserhöhung geben!

  19. Ney sagt:

    Einen gesunden Höger könnten wir im Moment sehr gut gebrauchen.

    Bei Breitenreiter hatte er anscheinend nicht so den Stand (mal abgesehen vom Kindheitstraum, für die Fäkalienschmeißer zu spielen)?

  20. Stollengewitter sagt:

    Also bei Höger bin ich froh dass er geht. Klar ist ein guter Role Player aber die Suspendierung von ihm letzte Saison kam ja nicht von ungefähr…letzte Woche bewarb er noch das Buch von Boateng. Paar Minuten später hat er wohl gemrkt dass dies nicht so gut ankam und den Beitrag wieder gelöscht. Mir scheint Höger nicht so sonderlich förderlich für den Mannschaftsgeist zu sein.

  21. schalkoholiker sagt:

    Matip war vohersehbar. Höger nicht – jedenfalls nicht für mich. Ich mag seine Art zu spielen und ich mag ihn auch als Typ. Schade für uns, aber aus seiner Sicht ist ein 5-Jahresvertrag natürlich wirklich verlockend.

  22. crisscross04 sagt:

    Bei der Personalie „Höger“ bin ich bei dir Torsten. Ich mag den auch. Schade, der hätte eine Identifikationsfigur auf Schalke werden können. Bitter – von dem Schlag haben wir nicht so viele.

  23. Eddi04 sagt:

    Donezk, Stuttgart, Heidel, …

    Höger ist für mich die größte Überraschung und tut wirklich weh! Genau ihn würden wir derzeit so brauchen. Kann diese Entscheidung ihn gehen zu lassen nicht nachvollziehen!

  24. BlueNote sagt:

    Höger? Ein Kölner geht nach Köln zurück. Finde ich gut. Kämen alle Jungs, die in GE oder Sichtweite der alten Flutlichtmasten geboren wurden, zu uns zurück, käme ein beachtlicher Kader zustande. ;-)

  25. michael sagt:

    Höger weine ich keinen Träne nach. Ständig verletzt, nicht wirklich loyal, suspendiert und auch noch ein bisschen dämlich (seihe Post zum Buch von Boateng). Ich gehe mit Raul 04 und BlueNote! jetzt bitte noch einen Abnehmer für Sam finden, das wäre dufte.
    Mit der Heidel-Verpflichtung bin ich sehr zufrieden. Eindeutig fester Charakter und einer der sich nicht auf der Nase herumtanzen lässt wie unser HH. Jetzt muss nur noch im Vorstand (Maulwurf und so weiter) ausgemistet werden. Ich setze große Hoffnung in die kommenden Jahre.

  26. westecke sagt:

    Höger ist genau der Richtige für den Abstiegskampf. Tut mir leid, aber wer den in seiner Mannschaft haben möchte, der braucht nicht von CL oder EL zu sprechen. Ein Kämpfer vor dem Herrn, aber technisch doch sehr limitiert und immer gerne mit dem Bein voraus. Und seine Suspendierung kam ja wohl nicht von ungefähr. Höger eine Identifikationsfigur? Ähm.. für so eine Assoziation bin ich wohl schon zu alt, wenn man Eigenrauch, Linke, Anderbrügge, Wilmots, etc. bewusst miterlebt hat. Ach Moment, da fällt mir’s wieder ein, Höger hatte beim Grätschen immer die Haare schön.

  27. Frank aus Rheinhessen sagt:

    Hier in Rheinhessen ist ganz schön der Blues angesagt, denn mit Heidel
    verlieren die 05er ihren Macher. Der Teammanager Axel Schuster kommt mit, der einen nicht unwichtigen Anteil an dem Erfolg hat.

    Neben der guten Jugendarbeit, ist das sehr gute Scouting noch zu erwähnen.

    Wie es für Christian Heidel auf Schalke läuft, hängt davon ab, wie er sich durchsetzen kann und das er nicht der Adlatus vom amtierenden Aufsichtsratsvorsitzenden sein wird. Die immer durchsickernden
    Gehaltsangaben, sowie die Meisterschaftsklausel-gähn (sollte es denn
    eine geben), die angeblich im Vertrag verankert ist, sind Störfeuer,
    die unkontrollierbar scheinen. Ma kucken, ob er sich da durchsetzen kann und das „Spiel“ der Medien und mit den Medien auf Schalke klar
    kommt.

  28. Dav sagt:

    Ich finde es auch schade, dass Höger geht. Aber wie bei Matip kann man es ihm nicht übelnehmen.
    Bei der Personalie Christian Clemens (nicht Heidel und Tönnies gemeint xD) bin ich mal gespannt, was Heidel da macht. Seine Entscheidung wird wichtig für den Weg von Sam sein. Kommt Clemens, wird er wohl gehen müssen. Ich bin aber seit seiner Zeit bei Bayer großer Fan von Sam. Deshalb würde ich lieber Sam halten.
    Ich weiß, dass ihr das anders seht, aber Sam ist nun mal einer meiner Lieblingskicker. Vllt kriegt er ja nochmal die Kurve.

  29. Jasper sagt:

    Im Sommer dann einen richtigen Neuanfang mit Heidel und ohne Tönnies. Hach, das wäre so unglaublich schön. Leider mag ich nicht so recht daran glauben.

  30. Ney sagt:

    Wer soll es denn anstelle von Tönnies machen?

  31. Jasper sagt:

    Irgendein anderer aus dem Aufsichtsrat. Jemand der, wie sich das für einen Aufsichtsrat gehört, im Hintergrund bleibt und den Vorstand das Ruder vollständig überlässt. 15 Jahre Tönnies sind 15 Jahre Unruhe und Presse-Maulwürfe en masse. Warum nicht mal ohne ihn probieren? Schalke ist nicht abhängig von ihm.

  32. Steffen sagt:

    @Matthias
    Solche Zeiten sind vorbei, wichtige Sachen fixiert man schriftlich.

  33. Thomas25 sagt:

    Zitat:

    „Es hat nur sekundär mit Schalke zu tun“ so Heidel…. interessant… mal was neues…

    „üppige Meisterprämie“…laut kicker.de …der Hase läuft in die richtige Richtung! Willkommen auf Schalke Herr Heidel!

  34. Ney sagt:

    Dass Heidel seinen Nachfolger in Mainz einarbeitet, während wir bis 30. Juni ohne Verantwortlichen für die nächste Spielzeit dastehen, ist natürlich nicht so schön.

  35. blues sagt:

    Sehe das mit dem fehlenden „Verantwortlichen“ entspannt.

    Heidel findet neben der Einarbeitung seines Nachfolgers sicher genug Zeit, um parallel den Spieler- und Trainermarkt zu sondieren. Er kann sich sicher in aller Ruhe in die roten Zahlen der Schalker Bilanzen einlesen, den Schock der dortigen engen Spielräume verarbeiten und dann, ohne den täglichen Schalker Medienrummel,eine Idee entwickeln und planen, wie er seine eigene Struktur schafft, die schwarze Zahlen produziert.

    Für mich war die fußballerische Stagnation von Schalke unter der Ägide von Horst Heldt,immer der Preis für den Schuldenabbau.

    Ich bin gespannt wie Christian Heidel den Knoten zwischen fußballerischer Entwicklung, sportlichem Erfolg und weiterem Schuldenabbau auf Schalke löst. Eine recht schwierige Aufgabe.

  36. Ney sagt:

    Man darf erstmal keine Fehler machen, die über die Jahre zusammen an die 30-40 (?) Millionen an Ablösesummen bzw. Handgeldern und Gehältern kosten.

    Aber wer weiß, ob das überhaupt möglich ist.

  37. blues sagt:

    Ich denke, jährlich ca. 10 Millionen Euro an Fehlinvestitionen muss man immer kalkulieren. Drunter geht es bei den notwendigen Schalker Gesamtinvestionen pro Jahr kaum. Wichtig ist welche Summen über den Durchschnitt einiger Jahre gesehen, „über“ sind und zur Schuldentilgung genutzt werden können.

  38. Das Ende der Breitenreiter-Saison sagt:

    […] nächste Hoffnungsträger heißt Christian Heidel, und welcher Trainer auch immer. Foto: Thomas […]

  39. Torsten sagt:

    Sie haben in den vergangenen Jahren sehr eng mit Horst Heldt zusammengearbeitet. Sind Sie traurig, dass er geht?

    Ruhnert: Ja, absolut. Wir haben ein absolutes Vertrauensverhältnis aufgebaut, deswegen bin ich natürlich traurig, dass er künftig nicht mehr zuständig ist. Aber wir sind im Fußball, und da ist das so. Auf der persönlichen Ebene werden wir das beibehalten. Und ich habe auch beim neuen Manager ein sehr, sehr gutes Gefühl und freue mich auch da auf die Zusammenarbeit.

    Oliver Ruhnert, Direktor der Knappenschmiede, in einem lesenswerten Interview bei derwesten.de.

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