Desolate Leistung im KO-Spiel: Schicht im Schachtar

Schalke unterliegt Schachtar Donezk 0:3 und scheidet aus der Europa League aus. Ausgerechnet in diesem KO-Spiel, gegen einen schlagbaren Gegner, die schlechteste Saisonleistung auf den Platz zu bringen, ist ein echtes Ärgernis. Dass man verliert, dass man ausscheidet, das kann passieren. Sich allerdings über 90 Minuten derart desolat zu präsentieren ist für alle Fans ein Schlag ins Gesicht.

Sicherlich wäre der Abend anders verlaufen, wenn Johannes Geis‘ Freistoß in der 3. Minute ins Netz statt zurück in den Strafraum gesprungen wäre. Das hätte Sicherheit gegeben und Donesz unter Zugzwang gesetzt. So aber wurde Schalke von Minute zu Minute unsicherer. In der Rückwärtsbewegung unterliefen den Spielern Fehler um Fehler. Nach vorne agierten sie in einer Trab-Geschwindigkeit, die an die unausgegorenen Ballbesitzfußball-Versuche unter Jens Keller erinnerte. Unsicherheit und Unglaube liefen als Schatten mit jedem blauen Spieler über den Platz. Schalkes Spieler waren nicht etwa heiß darauf, ein KO-Spiel zu gewinnen; nein, sie hatten die Buxe gestrichen voll!

Zur zweiten Halbzeit und mit 0:1 in Rückstand liegend brachte André Breitenreiter alles auf den Platz, was ein bisschen Offensive versprach. Dass dabei der früher offiziell und zuletzt praktisch aussortierte Sidney Sam die letzte Patrone des Trainers war zeigt auf, wie schlecht es gerade um den Kader bestellt ist. 15 Minuten durfte man noch hoffen, dass vielleicht irgendein Schuss den Weg ins Tor finden könnte, dass dadurch nochmal ein Feuer entfacht werden könnte – bis Schachtar nach einem haarsträubenden Matip-Fehler die Hoffnung ausblies.

Vor dem Spiel „liebte“ Klaas-Jan Huntelaar „diese Spiele“ und André Breitenreiter wollte ins Europa League-Finale. Nach dem Spiel bemängelte André Breitenreiter, dass bei den Fans eine zu hohe Erwartungshaltung geschürt worden sei. Er meinte, dass man eben nicht weiterkommen könne wenn man kein Tor erziele, und dass die Mannschaft nach 10 Minuten einen Gang zurückgeschaltet hätte – fast so als hätte er mit alldem nichts zu tun.

Dabei ist es genau jetzt an ihm, die Kurve zu kriegen. Niemand will hören, dass Spieler aus dem Kader gestrichen werden weil sie nicht gut trainiert haben. Es ist an ihm, die Spieler zum guten Trainieren zu bringen. Es reicht nicht, sich über eine schlechte Chancenverwertung zu beklagen. Es ist an ihm, die Stürmer wieder treffsicherer zu machen.

Nachdem die elendig langweilige Gruppenphase der Europa League überstanden war, hoffte man auf Europa Cup-Gefühle in der KO-Phase. Durch diese unsägliche Leistung ist die Aussicht auf Spaß in diesem Wettbewerb nun schon vorbei. Was bleibt ist die Bundesliga, in der man auch gerade zwei nichtgute Spiele ablieferte. Ernüchterung greift um sich.

Jetzt muss der Trainer ankommen und diesen Club zu seinem machen. Jetzt muss er den Spielstil justieren und fortan von „wir“ statt von „hier“ reden. Die nächsten Spiele müssen die Fans in puncto Intensität überzeugen. Jetzt muss André Breitenreiter aufhören, auf andere zu zeigen, und stattdessen die Verantwortung annehmen.



Foto: pixabay



59 Kommentare zu “Desolate Leistung im KO-Spiel: Schicht im Schachtar”

  1. Werner04 sagt:

    -1.000 % Selbstvertrauen:

    Wie immer gut begonnen aber beim ersten Gegentor eingeknickt.

    Es fehlt der Glauben an sich selbst.

    Leider.

    Jegliche Taktikdiskussion oder Auswechslungsdebatte erübrigt sich dmit. Solange man nicht im entscheidenden Moment ausreichend läuft (vorne wie hinten) klappt es halt nicht.

    Herrgott swchenke dieser Mannschanft endlich Selbstvertrauen.

  2. Klopenner sagt:

    Ganz sicher der spielerische Tiefpunkt der Saison. Heute hatte keiner Normalform. Weder Spieler, noch Trainer. Super scheiße, dass Goretzka vermutlich lange fehlen wird, wenn sich die Schultereckgelenkssprengung als wahr erweist. Dann dürfte die Saison für ihn schon fast gelaufen sein. Davon mal ab, war aber auch er heute kein Lichtblick.

    Dass nach dem Spiel der Trainer aber gegen die Fans „schießt“ ist für mich schon ein Zeichen von Hilflosigkeit. Was ist denn seine Erwartungshaltung gegenüber den Fans? Dass wir immer 90+x Minuten Vollgas geben und auch bei dämlichen, glücklichen, unverdienten oder verdienten Niederlagen die Mannschaft feiern als wäre sie gerade Meister geworden? Die Rückrunde ist bisher schlecht, der Auftritt im Rückspiel geht in Richtung Arbeitsverweigerung, aber wir – die Fans – dürfen nicht früher das Stadion verlassen oder unseren Unmut ob der gezeigten „Leistung“ kundgeben? Das war heute nicht nur ein Rückfall in Kellersche Zeiten, das ging auch ein bisschen in den Rhythmus unter DiMatteo. Eine Erwartungshaltung die von Vereinsseite so geschürrt wurde. Nicht nur die Sprüche mit einem Traum vom EL Finale, sondern auch Platz 3 als Abschiedsgeschenk von/für Horst Heldt. Zusätzlich ist es doch normal, dass man als Fan einen Sieg im Rückspiel erwarten darf, nachdem im Hinspiel einzig die Chancenverwertung miserabel war. Donezk ist bei allem Respekt keine Übermannschaft, die sind auch eigentlich nicht auf Augenhöhe. Aber sei es drum.

    Ich bin bis heute ein Fan von Breitenreiter gewesen. Aber sein Ansehen ist nach dieser Aussage in Verbindung mit dem Verlauf in 2016 bei mir deutlich gesunken.
    Meine bisher positive Stimmung über die Entwicklung unter Breitenreiter und die Geduld für den notwendigen Umbruch sind heute ebenfalls deutlich zurückgefahren worden. Der Auftritt war einfach eines EL K.O.-Runden Spiels nicht würdig. Gegen keinen Gegner. Heute kann man keinen Spieler positiv herausstellen, da nichtmal Fährmann Möglichkeiten hatte seine Form zu zeigen. Zu alleingelassen war er bei den 3 Toren. Schade für ihn.

  3. Grieche sagt:

    Lieber Torsten, hoffentlich liest André Breitenreiter deinen Beitrag! Sonst könnte es für ihn bald vorbei sein. In der SZ las ich von Heidel, der sich einen neuen Trainer, und Weinzierl, der sich einen neuen Verein wünschen könnte.

    (http://www.sueddeutsche.de/spo.....-1.2880404)

  4. mika sagt:

    Schalke hat fertig…..da hilft keine Analyse mehr. Heidel kann erst mal 70% der Mannschaft inkl. Trainer entsorgen….hoffentlich hat er dafür frei Hand…Zeit und Rueckhalt im „Aufsichtsrat“…

  5. blues sagt:

    Ich habe mir seit November alle Kommentare zu Breitenreiter gespart und werde das prinzipiell weiter tun. Nach diesem Abend der Trostlosigkeit erlaube ich mir aber doch eine einzige Ausnahme. Breitenreiters Konzept- und Strukturschwäche in Sachen Defensive wird deutlicher. Nur irgendwie nach vorne spielen lassen, reicht halt nicht.
    Der bereits leicht überspielte Leroy Sané ,ein paar Verletzte und die kommenden schweren Spiele lassen keine Hoffnung auf Besserung zu. Ich sehe für den Rest der Rückrunde blau-schwarz. Eine kleine Frage möchte ich deshalb noch loswerden:

    Was macht und plant Lucien Favre?

  6. Matthias sagt:

    Sehr richtig, Torsten. Ich bin nach wie vor überzeugt, dass „Breite“ der richtige ist aber jetzt steht er in der Verantwortung. Unabhängig von der Verletzungsseuche, der Abschlussschwäche und allem anderen muss Sonntag und Mittwoch zumindest eine Mannschaft auf dem Platz stehen, die sich für den Sieg zerreißt. In der Hinrunde ging das ja auch, auch wenn bei weitem nicht alles perfekt war, hat die Einstellung gestimmt.

    @ Grieche: Die Süddeutsche Zeitung ist das, was sie ist: Eine süddeutsche Zeitung und als solche Schalke nicht gerade wohlgesinnt. Nachdem sie im Januar schon versucht haben, mit dem unsäglichen Selldorf-Artikel Unruhe in den Verein zu bringen, ist dies nun ein weiterer Versuch. Dabei gibt der Artikel nicht einmal vor, irgendeine Faktenbasis zu haben, es ist reinstes Geschwafel. Für mich mit das Schlechteste im deutschen Sportjournalismus, nur Kuhlhoff von 11 Freunde ist noch ein größerer Hater.

    Pit Gottschalk irrt sich (siehe http://koenigsblog.net/2016/01.....r-manager/): Die meisten Fans wollen eine kritische Berichterstattung über ihren Verein. Was sie nicht wollen ist Dreck, der entweder aus finanziellen Motiven (skandalträchtige Schlagzeilen) oder aus dumpfem Hass (Kuhlhoff oder Andreas Ernst) nur dazu dient, Unruhe in den Verein zu tragen.

  7. Carsten sagt:

    Tja.. Es wurde alles gesagt
    Ironie spar ich mir an dieser Stelle auch
    Meckern über einzelne Personen ebenfalls

    Ich bleib mal dabei… Es ist und bleibt unbegreiflich

    Saure Gurkenzeit

    Hoffentlich hat Heidel einen großen Besen und kann/darf diesen auch nutzen

    Euch allen Glück auf

  8. westecke sagt:

    Geduld, Übergangssaison, Umbruch, Kontinuität, Ruhe im Umfeld, realistische Erwartungshaltung, usw. All das war hier und anderswo vor der Saison zu hören und zu lesen. Was ist davon übergeblieben? Nichts.
    Im Gegenteil, wenn die drei nächste Spiele (alles Gegner die beissen, aber schlagbar sein sollten) in die Hose gehen, dann ist die Amtszeit von Breitenreiter hier auch schon wieder zu Ende. Und man kann froh sein, dass wir dann gottseidank schon 34 Punkte haben. Vor den Bonusspielen…

  9. Hüpp sagt:

    Du sprichst mir aus der Seele. Man sollte AB diesen Text mal unter die Nase halten… Seine Aussagen gestern waren eine eben solche Frechheit, wie die Nichtleistung der Mannschaft zuvor auf dem Platz.

  10. Blauhai sagt:

    Die Mannschaft ist in einem erbärmlichen Zustand (hat 2. HZ Stuttgart schon gezeigt), physisch und psychisch,
    der Grund scheint wohl in der katastrophalen Wintervorbereitung zu liegen,
    dass Trainingslager (Info aus Sponsorenkreisen) war wohl ein einziger
    Reinfall, extrem Ärger mit dem Hotel, Trainingsplätze, Wartezeiten usw.
    Damit extreme Unzufriedenheit der Spieler.
    Natürlich auch wieder das Verletzungspech.

    Ein Durchreichen in der Liga bis zu einem zweistelligen Tabellenplatz würde mich nicht wundern.

    Den Spieler Belhanda habe ich in beiden EL Spielen genau beobachtet, wenn man den Vergleich
    Zu den Ligaspielen zieht, gegen Donezk wollte er nicht, halbherzige Schüsse, hat sich versteckt,
    Ball nur weggeschoben usw., entweder haben Ihn die Ukrainischen Oligarchen oder die Wettmafia
    in der Hand gehabt. Jedoch konnte er nach Schlusspfiff mit den Ukrainern noch herzhaft lachen.
    Für mich stinkt da was gewaltig.

    Und was den neuen Manager Heidel angeht, ist doch wohl klar, dass ein neuer Manager über kurz
    Oder lang „seinen“ Trainer installieren möchten, in dem Fall wohl eher kurz, Breitenreiter wird auch
    bald Geschichte sein.

  11. Carlito sagt:

    Die Entscheidung gestern, anlässlich des Geburtstages der Frau lecker beim Italiener essen zu gehen, war wohl die einzig richtige Entscheidung.

    Die Aussagen von den Verantwortlichen und Spielern hören sich schon wieder verdammt nur noch nach Ausreden und Alibis an.

    Halte AB grds. immer noch für einen Trainer der passen kann. Aber wie Torsten schon schreibt, er muss JETZT liefern.

    Darüber hinaus weigere ich mich aber zu glauben, dass es bei uns immer am Trainer liegt. Der wievielte Trainer nach Stevens erster Amtszeit ist AB jetzt? Der 15.?! Egal, das Muster ist immer dasselbe. Am Anfang ist alles gut und der neue Trainer lt. Mannschaft der beste überhaupt. Aber regelmäßig, so meist spätestens nach nem 1/2 – 3/4 Jahre, scheint die Mannschaft plötzlich keinen Bock mehr zu haben.

    Von daher halte ich es viel mehr für erforderlich, dass Heidel im Sommer mal mit eisernem Besen durch die Mannschaft kehrt. Hier muss endlich eine andere, professionellere Einstellung und Mentalität rein!

  12. Eddi04 sagt:

    Für Andre Breitenreiter ist Schalke 04 ein Nummer zu groß. Das zeigen immer wieder seine unüberlegten Aussagen (Kritik an den Stürmern, Dortmund sei Vorbild, …).

    Überlegt doch mal, wie glücklich wir in der Hinrunde teilweise die Punkte geholt haben und auch nicht gut gespielt haben.

    Gestern nimmt er nach der 1 Hz den für mich besten Mann, Kolasinac, raus.

    Ich sehe Positive am Ausscheiden. Unser Team kann keine Doppelbelastung. Das Erreichen des Minimalziels Platz 6 wird schwer genug mit dem Kader/Trainer.

  13. Roman sagt:

    Hervorragend analysiert, Torsten.

    Mich erschreckt etwas, dass Andre Breitenreiter tatsächlich versucht hat, mit seiner Aussage, die Erwartungshaltung der Fans sei zu hoch, eben diesen Fans eine Teilschuld für das Ausscheiden aus der Euro League zuzuweisen. Möglicherweise bewerte ich das auch über, aber die Erwartungshaltung hat – wie Du richtig schreibst – ja nicht die Fangemeinde erzeugt, sondern der Verein selbst. Wieder einmal gibt es von den verantwortlichen in Sport/Kommunikation keine klare Kommunikationslinie.

    @Matthias: Die Süddeutsche Zeitung hat zwar einen gewissen Schwerpunkt auf Süddeutschland, ist aber bundesweit schon viel gelesen und beachtet. Philipp Selldorf ist in meinen Augen oft sehr gut informiert, besser als manch einer seiner Kollegen, deren Zeitung näher an Gelsenkirchen beheimatet ist. Ihn als „Hater“ zu bezeichnen, weil er kritisch dem Verein ggü. ist, halte ich für grundlegend falsch. Er ist Journalist, noch dazu Schalke-Fan (siehe https://sportlich.wordpress.com/tag/philipp-selldorf/), warum sollte er Schalke hassen? Ich kann mich zudem an viele Selldorf’sche Artikel erinnern, die hier verlinkt wurden und dabei große Zustimmung erfahren haben.

  14. tenkelberry sagt:

    Guter Text Torsten!
    Es ist zum verrückt werden! Solch ein „Leistung“ abzuliefern und im Anschluss noch die Fans zu kritisieren ist unglaublich.
    Da fahren die Fans teilweise hunderte von Kilometern um sich ab 19:00 Uhr einen
    Oligarchen Club anzusehen und dann bekommt man so etwas geboten.
    Was glaubt AB und ein großteil dieser „Mannschaft“ eigentlich?
    Nach dem Spiel zeigte Sky noch einen kleinen Schalker Jungen, der bitterlich geweint hat. Da lagen die Spieler aber wahrscheinlich schon im Sprudelbecken und haben sich erholt.
    Wir alle wollten einen Umbruch (wieder einmal). Das man bei einem Umbruch
    natürlich auch Rückschläge bekommt, ist auch klar.
    Aber ein Umbruch darf eine solche Nichtleistung nie und nimmer rechtfertigen.
    Ich bin maßlos enttäuscht und stinksauer. Wie viele andere kann ich auch mit Niederlagen leben. Aber dann muss ich spüren, dass das Team trotzdem alles gegeben hat und sich versucht gegen eine Niederlage zu wehren. Das war gestern nicht der Fall.
    Aber das alles diskutieren wir ja nicht das erste Mal!
    Und, wenn man das Trainingslager nach aus Marketinggründen in Florida abhält und dann ein solches Fiasko erlebt, ist das ebenfalls äusserst unprofessionell.

  15. Raymond sagt:

    Wenn wir endlich akzeptieren dass, der neue Trainer dieses Jahr nichts holen muss, dass es schlechte Spiele und weniger schlechte Spiele gibt, dass man im Endeffekt mal nicht in Europa spielt, dass man eine junge Truppe hat die Fehler macht, dass es noch keinen Konstanz gibt, dass Pfiffe gegen die eigene Mannschaft diese Mannschaft nur noch schlechter spielen lässt, dass der Trainer der falsche Wortwahl auf der Pressekonferenz hat, …, dann braucht am Jahreshaubtversammelung keine gehen Vorstand und Trainer zu wettern, dann bleibt es ruhig im Umfeld, dann bekommt einen Trainer Zeit eine Mannschaft zu formen, dann ist einen Umbruch auch mal zu Ende durchgeführt.

  16. Roman sagt:

    @Raymond: Ich habe kein Problem, dass es schlechte und weniger schlechte Spiele gibt. Und auch nicht damit, dass man den internationalen Fußball verpasst.

    Ich habe aber ein Problem damit, dass jemand, der dafür verantwortlich ist (insbesondere Trainer und Mannschaft), die Verantwortung nicht annimmt und stattdessen auf andere zeigt. Dass die Spieler nach zehn Minuten aufgehört haben, anständig und mit Einsatz zu kicken, kann doch beim besten Willen nicht an der Erwartungshaltung der Fans gelegen haben.

  17. M-1904 sagt:

    Di Santo und der Hunter passen im Sturm nicht zusammen. Schon zur Halbzeit die Zentrale so zu entblößen war ein Fehler.
    Was ist nur mit Sane los? Ein Schatten seiner selbst…

  18. Stefan sagt:

    Volle Zustimmung, M-1904. Was hat er sich bei der Umstellung auf 442 gedacht? Breitenreiters gestrige Leistung war taktisch und kommunikativ ein Debakel.

  19. crisscross04 sagt:

    Heute Morgen bekomme ich auf FB einen dieser nervigen Erinnerungsposts (mit der Aufforderungen zum Teilen) angeboten. Es war ein 2 Jahre alter Post von mir und es ging um das Heimspiel gegen Real in der CL und meine Überschrift vor dem Spiel war: „Macht mich stolz“. Das Endergebnis war bekanntermaßen 1:6 inkl. 3 Verletzte mehr auf der nach oben offenen Verletztenskala von S04.

    Das ist schon fieses Déjà-Vu, oder?!

    Heute fühle ich mich mal wieder genau so leer wie damals. Nur, dass es eben nicht die CL war, sondern „nur“ die EL. Nur, dass es eben nicht Real Madrid war, sondern „nur“ Schachtar Donezk. Also sind meine Ansprüche doch schon tiefer gesunken als damals, oder?!

    Ich bin schon ein wenig hin- und hergerissen. Natürlich haben wir eine junge Mannschaft, man sollte ihr Zeit geben und keine übergroßen Erwartungen an sie haben. Aber sollte eine junge Mannschaft nicht eher hungrig auf Erfolge sein?! Sollte nicht gerade bei einer jungen Mannschaft immer die Bereitschaft vorhanden sein, alles zu geben?! Ist die Handballmannschaft, die gerade die EM gewonnen hat, nicht ein gutes Beispiel, wie man mit jungen und international eher unerfahrenen Spielern trotzdem war „reißen“ kann.

    Ich habe in den letzten Wochen auch sehr viel Geduld und Verständnis für Trainer und Mannschaft aufgebracht. Aber diese Aussage von Breitenreiter gestern war echt ein Armutszeugnis. Du hast es mit deinem Beitrag auf den Punkt gebracht, Torsten. Es ist Aufgabe des Trainers, den aktuellen Zustand der Mannschaft zu ändern. Mittlerweile bin ich nicht mehr davon überzeugt, dass er die Mannschaft mit seinem Stil motivieren und aufbauen kann. Die Mannschaft wirkt müde, kraft- und willenlos. Und das alles wird auch noch offiziell zugegeben.

    Wenn ich da in Nachbarschaft schaue, wird mir erst richtig bewusst, wie weit weg wir von einer guten Einstellung sind. Natürlich kann man das alles auf den Kader herunterbrechen. Aber genau dieser Kader stand in der letzten Saison lange im Tabellenkeller. Aber die gewinnen gestern in Porto und alle Beteiligte sind aufgrund ihres „schlechten“ Spiels angefressen. Weil sie eben mehr wollen als nur gewinnen – sie wollen „ihr Spiel spielen. Genau daran sieht man, dass die Mannschaft den Ehrgeiz des Trainers verinnerlicht hat. Und bei uns?

    Bei uns hat die Mannschaft scheinbar die (niedrige) Erwartungshaltung des Trainers („Bonusspiele“) auch verinnerlicht und das Ergebnis sehen wir auf dem Platz. Kein Einsatz, kein Wille, kein Glaube – denn die Mannschaft weiß ja: „Wir sind noch nicht so weit und wir brauchen Zeit!“

    Tolle Ausrede für die kommenden „Bonusspiele“ bis zum Ende der Saison.

  20. Klopenner sagt:

    In die kommenden „Bonusspielen“ sind mittlerweile mehr als nur die Teams aus der Hinrunde aufgenommen worden.
    Wenn ich mir den Tabellenstand und die Punkteausbeute ansehe, komme ich zu einer gewissen „Erwartungshaltung“.

    Es sind jetzt noch 12 Ligaspiele die unsere junge Mannschaft bestreiten muss. Davon sind 5 Teams punktemäßig „deutlich“ (mehr als 6) hinter uns. Frankfurt, Hamburg, Hannover, Augsburg, Hoffenheim. Die anderen 7 Spiele sind inzwischen Bonusspiele. Gegen die Bauern und die Zecken gibt es nichts zu holen. Bleiben noch 5 Bonusspiele. Alles unmittelbare Konkurrenz ober- oder unterhalb unserer derzeitigen Platzierung. Köln und Ingolstadt hinter uns, Hertha, Gladbach und Leverkusen vor uns.

    Meine Erwartungshaltung ist quasi nach dem Spiel gegen Hamburg gleich 0 bis zu den letzten 3 Spielen. Ich hoffe mit diesen 7 sieglosen Spielen in Serie komme ich Breitenreiter als Fan genug entgegen. Aber da wir ja jetzt direkt noch eine englische Woche haben, sollte ich evtl. meine Erwartung auch für Frankfurt und Hamburg runterschrauben auf mit Glück maximal 4 Punkte.

  21. polarfuchs sagt:

    Moin zusammen.
    Eigentlich wurde alles gesagt zum gestrigen Spiel. Trostlos! Aber wo liegen die Gründe dafür? Ich hatte schon einmal hier gefragt ob es bei uns immer am Trainer liegt. Wer soll sich denn noch versuchen? Liegt es an den Spielern? Die zusammensetzung des Kaders verändert sich doch auch durch Zu- und Abgänge. Was bleibt ist Ratlosigkeit, eine große Leere.
    Das Spiel des östlichen Nachbarn habe ich mir gestern im TV angesehen, leider. War nicht überragend aber flott, viel Bewegung. Dann stellen sich Spieler und Trainer am Ende hin und sagen das war nicht so doll. Würden wir ein solches Spiel unserer Mannschaft sehen würden wir uns glückselig in den Armen liegen. Unfassbar.
    Wie können jetzt Gedanken aufkommen nach personellen Veränderungen? Wer soll das bezahlen? Weiß jemand wieviel Trainern wir noch Gehalt zahlen? Ein halbes Dutzend neuer Spieler, woher soll das Geld kommen?
    Der neue Manager ist schon jetzt eine arme Sau,sag ich mal so locker. Wenn die Mannschaft so weiter macht fliegt der ganze Laden in die Luft.
    Was bleibt ist eine große Leere, Trost- und Ratlosigkeit.

  22. dingens sagt:

    „Sicherlich wäre der Abend anders verlaufen, wenn Johannes Geis‘ Freistoß in der 3. Minute ins Netz statt zurück in den Strafraum gesprungen wäre. Das hätte Sicherheit gegeben “

    Wenn man sich anschaut, wie Schalke in den letzten Spielen mit einer Führung umgegangen ist, möchte ich das doch sehr bezweifeln.

    Ganz im Gegenteil: Nichts hab ich so sehr befürchtet wie eine frühe Führung, nach der man sich dann entspannt zurücklehnt und den Gegner machen lässt um dann in der zweiten Hälfte auch wegen Konditionsproblemen komplett einzubrechen.

    Im Nachhinein muss ich sagen: Wäre schön gewesen im Sechzehntelfinale der Europaleague wenigstens ein Tor zu schießen.

  23. leoluca sagt:

    Mein Respekt, Torsten, so kurz nach dem Spiel diese treffende Analyse zu liefern. Auch die leichte Anspielung aufs Schalker Marketingsprech gefällt mir.

    Die wachsende Unsicherheit unserer Spieler war gewiss so, ich hatte allerdings den Eindruck, dass sie bis zum ersten Gegentor von einer Lässigkeit eingeleitet wurde, um nicht zu sagen Schlampigkeit, die sich durchzieht und die der Trainer der Mannschaft offenbar nicht abgewöhnen kann.

    Das Scheitern gegen Donezk nahm seinen Anfang bereits im Hinspiel. Wer mehr als eine halbe Stunde den Gegner so absolut dominiert und es trotzdem weiter 0:0 steht, dem fehlt die nötige Konzentration und Willenskraft.

    Die gleiche Lässigkeit beim Passspiel nach vorn gestern im ersten Viertel des Spiels. So gut wie kein Pass hatte das richtige Timing und meist fehlte einfach der richtige Blick dafür, den Ball präzise in den Lauf des Kollegen zu spielen.

    Ich habe mir von einem Schalker Trainingsvideo auf Facebook erzählen lassen, wo man im 5 gegen 2 genau diese Lässigkeit im Passspiel sieht. Warum kann Breitenreiter den Spielern diese Mätzchen nicht austreiben?

    Und als man sich dann gestern mit dieser Lässigkeit das erste Gegentor eingefangen hatte, waren plötzlich die Hosen voll und es ging fast nichts mehr zusammen.

    Breitenreiter hat es in beiden Spielen gegen Donezk nicht geschafft, der Mannschaft den Willen zu vermitteln, wirklich ernsthaft das Tor zu wollen, und nicht nur zu zeigen, dass man schön den Ball laufen lassen kann, der meist sehr schnell wieder beim Gegner landete. Wie kann man nur gegen einen tief stehenden und konterstarken Gegner das entscheidene Mittel nicht anwenden: präzise Pässe und Ballsicherheit.

    Führt man sich das am Ende alles vor Augen, dann ist die nachträgliche Publikumsbeschimpfung durch Breitenreiter und Fährmann ziemlich armselig. Pfeifen würde ich selbst niemals. Aber ich wünsche mir da doch den guten alten Rudi zurück, der dem Publikum in solchen Fällen das Recht zugestand, seine bittere Enttäuschung auch gut hörbar auszudrücken.

  24. Alex sagt:

    @Torsten: volle Zustimmung – sehr gut geschrieben. Insbesondere bei Breitenreiter wünscht man sich wirklich, dass er sich eines Tages mal voll mit Schalke identifiziert (oder wie Torsten sagt: „wir statt hier“). Da ist ihm Horst Heldt um Längen voraus.

    Zum Spiel: ja es war scheiße. Die Pfiffe finde ich dennoch übertrieben. Die machen es nicht besser, sondern schlimmer. Ich wünsche mir, dass unsere Fans auch mal bei einem so schlechten Spiel wie diesem der Mannschaft Ihren Rückhalt geben. Schade! Zu viel verlangt?

    Glück auf!
    Alex

  25. andres sagt:

    @ leoluca
    und jetzt ist ausgerechnet HH derjenige, der Verständnis für die Schalker Seele ausdrückt
    Er hatte ja auch eine ‚überzogene Erwartungshaltung‘ (Platz 3)

  26. leoluca sagt:

    @andres. Von HH würde ich öffentlich gerne gar nichts mehr hören solange er noch da ist. Sein Spruch aus der vergangenen Woche, nun wolle er zum Abschied mit diesem Team wenigstens noch die Champions League erreichen, könnte man für ein gelungenes Bonmot halten. Nur Heldt hat das wirklich ernst gemeint.

  27. andres sagt:

    eben

  28. megafelli sagt:

    Es wird immer viel über die angebliche Schalker-Seele geschrieben. Nach solchen Spielen muss man noch hinzufügen, dass es augenscheinlich auch eine existentielle Schalker-Eigenart ist, in entscheidenden Spielen/ Phasen komplett zu versagen. Vielleicht ist es aber auch eine genetische Sache…..ich weiß es nicht…..

    Irgendwie bin ich es aber auch leid, immer Entschuldigungen/ Ausreden für ein neuerliches Versagen zu suchen und auch zu finden! Erst ist es die Unruhe im Umfeld/ Verein, dann ein Aufsichtsrat der alles macht nur nicht beaufsichtigen, dann kommt eine überzogene Erwartungshaltung hinzu, dann wieder Verletzungspech, mal einfach ein schlechter Tag, mal waren die anderen einfach besser, eine ungeklärte oder geklärte Managerfrage verunsichert die Mannschaft, Wetter-Reisestrapazen-schlechtes Trainingslager oder Herbizide im Bier….irgendwas ist immer Schuld!

    Auch das Gerede um die „junge-unerfahrene“ Mannschaft kann ich nicht mehr hören…wenn ich einfach mal auf die Startaufstellung schaue, dann sind da schon einige dabei, die nicht zum ersten Mal in einer solchen Situation gestanden haben. Das ein Sane etc mal einen schlechten Tag oder schlechte Phase hat…geschenkt, aber wieso ist es bei Schalke immer so, dass gleich die gesamte Mannschaft desolat spielt? Auch die falsche Kaderzusammenstellung hindert doch keinen, zu kämpfen und alles zu versuchen? Aber sich selber nach einem KO-Spiel einzugestehen, dass die anderen den Sieg einfach etwas mehr wollten, ist ein absolutes Armutszeugnis!

    Klar Ansätze sind teilweise erkennbar, aber irgendwie vermisse ich die Leidenschaft-den Willen sich gegen eine Niederlage zu stemmen…selbst Mannschaften im Abstiegskampf können das und versuchen damit spielerische und taktische Unzulänglichkeiten zu übertünchen…aber Schalke???

  29. Melodie 1904 sagt:

    Junge, entwicklungsfähige Mannschaft,junger unverbrauchter Trainer. Das war’s doch, was die meisten von uns sich gewünscht haben. Denen wollten wir Zeit geben, sich zu entwickeln.
    Sei vorsichtig, was du dir wünschst, es könnte in Erfüllung gehen.
    Jetzt haben wir diese junge Truppe und alle machen Fehler. Leider aber alle auch noch gleichzeitig,incl. Trainer.
    Ich denke auch, dass der Trainer gefordert ist, die Mannschaft zu schützen und zu motivieren. Und wenn er nicht weiß wie Motivation geht, kann er ja mal bei Norbert Elgert „Nachhilfe“ nehmen, der weiß wie es geht.

  30. Anonym sagt:

    Auch wenn viele es nicht hören wollen aber was sich der „Schalke“ Fan (nicht alle aber vor allem die Edel Fans) rausnehmen ist ein unding. Schalke wird in 50 Jahren keine Schale haben wenn die Fans so weiter machen.

    Der Verein brauch nur eine Sache… Ruhe, in Ruhe arbeiten zu können ohne all die ganzen besser Wisser und Co. Trainer. Ich nehme gerne Dortmund als Vergleich, hier weiß der Fan was er zu schätzen hat nachdem man kurz vorm Ende stand, nachdem ein Uli H. Kredite ausgestellt hat…. Vielleicht wäre es mal ganz gut wenn der Schalke Fan so etwas auch erlebt um über jedes Spiel in der Bundesliga froh zu sein.

    Aber nein… sobald man mal auf dem 10. Platz ist muss der Trainer gewechselt werden, der Manager etc…. wie wäre es mit dem Fan?

    Ein Jürgen Klopp konnte auch in Ruhe in Dortmund arbeiten, wo stand er die erste und zweite Saison… nicht in der Champions League und nicht im Europa Cup. Auf Schalke ein unding!

    Sollte AB nach dieser Saison den S04 verlassen müssen möchte ich gerne wissen wer diesen Verein noch ernst nimmt. Dann muss man sich nicht wundern wenn alle Spieler weg wollen und keiner hier hin möchte. Wie sollen da junge Talente gefördert werden in so einem Umfeld…

    Es ist kein Wunder, dass Schalke so ein klasse Bild nach aussen gibt.

  31. johajoha sagt:

    @Matthias
    Kuhlhoff ist Schalker. Seine Artikel muss man natürlich nicht gut finden. Aber dass er Schalke hasst, und dann auch noch dumpf, ist dann doch etwas abwegig.

    Zum Spiel:
    Schalke wiederholt sich.

  32. Pukki1904 sagt:

    Ich habe lange geglaubt, AB könnte der richtige sein. Was ich in den letzten Spielen gesehen habe, lässt mich doch stark Zweifeln. Ich sehe weder etwas von taktischen Raffinessen, noch sehe ich Kampfgeist und Siegeswille bei der Mannschaft. Im Gegenteil, die Spieler wirken wie neben sich, völlig unkonzentriert und lethargisch. Das war am Anfang anders, ich weiß nicht warum es schon wieder vorbei ist.
    Nach der gestrigen Leistung allerdings auch noch den Fans die Verantwortung für das Zusammenbrechen der Mannschaft zuzuschreiben,finde ich echt frech und ich merke ich bin erstmalig richtig sauer auf ihn.
    Davon mal abgesehen war es sicher auch nicht besonders clever von HH, sich vor dem Spiel konträr zum Trainer so weit aus dem Fenster zu legen. Aber das macht er ja immer,unüberlegte Kommunikation nach Außen um ja nicht den Einruck zu erwecken, man zieht an einem Strang. Seine Art des Machtkampfes- fatale Signale an die Mannschaft.
    Das zeigt aber auch, wie weit AB und HH voneinander weg sind.
    Jetzt kann ich nur noch hoffen, dass noch ein paar Punkte für den Rest der Saison geholt werden und das es irgendwie noch mit der EL klappt. Danach muss es einen Neuanfang geben. Von mir aus auch mit neuem Trainer.

  33. Roman sagt:

    @Anonym (warum eigentlich Anonym?):

    >>Aber nein… sobald man mal auf dem 10. Platz ist muss der Trainer gewechselt werden, der Manager etc…. wie wäre es mit dem Fan?<<

    Netter Versuch.

    Kommen wir doch mal zurück auf den Kommentar von Torsten: Wo fordert da denn Torsten den Trainerwechsel? Genau! Nirgends! Torstens wichtigste Sätze sind im letzten Absatz zu finden:

    "Jetzt muss der Trainer ankommen und diesen Club zu seinem machen. Jetzt muss er den Spielstil justieren und fortan von „wir“ statt von „hier“ reden. Die nächsten Spiele müssen die Fans in puncto Intensität überzeugen. Jetzt muss André Breitenreiter aufhören, auf andere zu zeigen, und stattdessen die Verantwortung annehmen."

    Das ist nicht die Forderung nach einem Trainerwechsel. Sondern die Aufforderung, dass der Trainer mit den geeigneten Mitteln gegensteuert. Das ist nicht zuviel verlangt.

  34. Lutt sagt:

    Warum dürfen Fans eigentlich nicht pfeifen?
    Oder anders: wenn es gut läuft, sollen die Fans singen und feiern und anfeuern, wenn es schlecht läuft… auch? Werden die Fans dafür bezahlt?
    Die Fans sind doch diejenigen, die den ganzen Invest für den Verein betreiben und (ich habe es nur im Fernsehen gesehen) gestern fand ich das Fanverhalten vorbildlich. Trotz grausiger Leistung 80 Minuten abgefeiert und dann – erst als nix mehr ging – gepfiffen, weil man als Fan ja anders seinen Unmut nicht ausdrücken kann.
    Die meisten dieser Fans stehen beim nächsten Spiel wieder in der Kurve und feuern die Mannschaft an.
    Ich finde diese Fanschelte eine Frechheit! Pfeifen muss erlaubt sein!

    Zum Spielerischen: dasselbe Bild wie gegen Bremen oder Stuttgart. Es war zwar immer die 2. HZ, aber ich glaube, sobald die Mannschaft ein Tor schießen muss, hat jeder Spieler mind. 50g Kacka inne Buchs.
    Ein Umstand, der genau das Problem von Jens Keller darstellte. Erstaunlicherweise sind sowohl Spieler (teilweise) als auch Trainer nicht mehr dieselben – aber es ist dasselbe Phänomen.
    Woran liegt es also? Brauchen wir neue Vereinsfarben?

    Bevor wir einen weiteren Trainer vom Hof jagen, hätte ich dazu gerne mal die Ursache geklärt.

    Im Ganzen muss ich aber sagen, dass diese Mannschaft mir in dieser Saison auch durchaus Freude bereitet hat. Und ich kann Kommentare a lá „Mannschaft austauschen“ o.ä. – diese Generalschelte – echt nicht nachvollziehen. Ich glaube, das ist auch typisch „schalkig“.

  35. Klopenner sagt:

    @leoluca

    Warum kann Breitenreiter den Spielern diese Mätzchen nicht austreiben?

    Ich schätze mal, dass es auch damit zu tun hat, dass die Spieler keine Konsequenzen sehen. Es wird nicht genug rotiert. Ein Spieler der in einem Spiel schlecht war sollte natürlich nicht sofort auf die Bank, aber bei Spielern die über einen längeren Zeitraum schwach sind, sollte das der Fall sein. Und dann eben nicht nur für ein Spiel, sondern ruhig mal 2-3 Spiele. Huntelaar zum Beispiel, Neustädter zum Beispiel. Aber auch Geis oder Choupo dürfen sich mal ausruhen. Choupo hat jetzt ne Zwangspause wegen einer Verletzung. Das ist nicht gleichzusetzen mit einer „Verbannung auf die Bank“ durch den Trainer.
    Alternativen sind im Kader vorhanden. Sie mögen nicht sonderlich gut sein, oder nicht gut genug, aber sie sind da. Und schlechter kann es mit ihnen auch nicht laufen. Sané sollte ja ne Pause bekommen, wird dann für Choupo eingewechselt, spielt dann gegen Stuttgart diesen Rotz zusammen und darf gegen Donezk trotzdem anfangen. Wo bleibt also seine Pause? Wenn man sowas mal durchziehen würde, gäbe es vielleicht auch in den Köpfen der Spieler ne Reaktion. So denkt sich doch jeder von denen, dass sie machen können was sie wollen, aber trotzdem spielen dürfen.

    Wir haben doch auch Meyer, Goretzka oder Sané einfach ins kalte Wasser geschmissen und sie haben sich entwickelt. Dann schmeißt doch endlich mal Kehrer und Friedrich ins kalte Wasser und lasst sie zu einer Alternative reifen. Was ist mit Riether? Warum darf der nicht mehr ran? Muss ja nicht gleich heißen, dass Caicara (der mir gegen Donezk noch mit am besten gefallen hat) raus muss. Caicara und Riether zusammen auf der rechten Seite haben wir doch auch schon mal gesehen. Damit könnte Sané mal pausieren. Das gleiche könnte man einfach mal auf links versuchen mit Kola und Aogo und so Choupo ne Denkpause geben (nach seiner Verletzung)
    Von gleichwertig Ersetzen ist da natürlich nicht die Rede, aber man kann doch mal über den Tellerrand gucken und vielleicht dadurch ein stärkeres Mannschaftsgefüge aufbauen, als immer nur zu glauben, dass die Summe der Einzelspieler höher ist, als eine funktionierende Mannschaft mit etwas weniger individueller Klasse.
    Aber wenn immer nur dieselben 14 Mann auf den Platz gehen, dann gibt es logischerweise immer welche die unzufrieden sind, die Stimmung schlecht machen und die Stammspieler sich alles erlauben können.

  36. megafelli sagt:

    Bevor ich ins Wochenende verschwinde….

    Mir geht auch das Gerede von „…in Lüdenscheid hat der Trainer etc einfach mehr Ruhe/ Zeit was aufzubauen etc…“ langsam aber sicher auf den Sa…Geist.

    BULLSHIT!!!

    Ich erinnere mich noch an die erste Saison unter Klopp, in der dieser in der Rückrunde nach schlechten Leistungen auch sehr stark in der Kritik stand und es hörbare Unruhe auch im Stadion gab. Das es in Mainz/ Ingolstadt/ Wolfsburg/ SAPhausen etc nach mehrere schlechten Leistungen gemessen an dem finanziellen etc Aufwand und den vom Verein artikulierten Erwartungshaltung ruhig bleibt, halte ich für ein ausgesprochenes Märchen! Dort ist es in Relation zu uns nicht ganz so aufgeregt, aber das in Bremen alle ganz locker bleiben, wenn es gegen 2.Liga geht….nun ja….glaube ich nicht.

    Wenn ich von mir als Schalke-Fan spreche, dann erwarte ich nicht Fussball ala Barca, Meisterschaften am Fließband, vollkommen harmonisches Umfeld ohne jegliche Konflikte….sondern nur eine Mannschaft die sich nicht in ihr Schicksal ergibt und dann noch nach Ausflüchten sucht. Halt so wie schon teilweise in der Hinrunde gesehen!!!

    Ist das denn wirklich zu viel und zu hoch gegriffen was die Erwartung angeht?

    Schönes Wochenende bis Sonntag ;-)

  37. Matthias sagt:

    @ johajoha: Das behauptet Kuhlhoff. Wer den Verein nur für fünf Cent liebt, würde aber niemals einen Artikel abliefern, der so voller mieser Polemik und sachlicher Fehler ist wie z.B. dieser:

    http://www.11freunde.de/artike.....ueckkehrte

  38. Werner04 sagt:

    Huub Stevens, Jens Keller, Roberto DiMatteo und jetzt André Breitenreiter – seit der Saison 11/12 hat keine Schalker Mannschaft mir das Vertrauen gegeben, jederzeit aufzudrehen und einen Rückstand aufzuholen. Eher schon das absolute Gegenteil, ein sicheres Spiel noch komplett aus der Hand zu geben.
    Seit mehreren Spielzeiten kommt auch die schon oben angesprochene Schlampigkeit im Spielaufbau dazu.
    Taktisch sieht das eigentlich immer recht gut aus, wie man zu Beginn jeden Spieles beobachten kann. Bis dann halt die Schlampigkeit eintritt und dann die Unsicherheit hinzukommt.
    Zu viele Spieler haben derzeit ein „Kopfproblem“.

    Das muuss gelöst werden – von jedem Trainer.

  39. Torsten sagt:

    Ein Jürgen Klopp konnte auch in Ruhe in Dortmund arbeiten, wo stand er die erste und zweite Saison… nicht in der Champions League und nicht im Europa Cup. Auf Schalke ein unding!

    Die Geschichte um die Geduld in Dortmund hat das Zeug, ein Mythos zu werden. Zu einem Schalker Mythos, wohlgemerkt.

    Ich habe dazu einen Text geschrieben, der bislang allerdings nur bei Westline erschienen ist. Irgendwann werde ich den hier auch nochmal oben bringen. Bislang hatte sich das noch nicht ergeben.

  40. Pukki1904 sagt:

    Danke Torsten, der Text rückt einiges an Verklärtheit, wie sie ja oft bei Erinnerungen entsteht, zurück in die Realität. Kann auf keinen Fall schaden.

  41. schalker16 sagt:

    Ich weiß nicht mehr was ich denken soll..
    Auf der einen Seite will ich der Mannschaft Zeit geben und sich entwickeln aber ein umbruch kann keine Entschuldigung für so eine Leistung.
    Gegen einen eigentlich unterlegenen gegner nach guter ausgangslage 0:3 zu Hause zu verlieren war für mich schon fast arbeitsverweigerung
    Die fans dafür schuldig zu machen ist peinlich aber pfeifen bringt auch nix und bewirkt nur das Gegenteil
    AB wird in den nächsten Wochen eine Serie zu starten und zu zeigen was er kann… denn eigentlich könnte es ja auch klappen. Sonst seh ich schwarz für AB und CT wirft ihm raus
    Aber immer nur den Trainer schuldig zu machen bringt nichts sondern CT ist schuld
    Man kann nur auf Besserung und einen sieg gegen die nächsten gegner hoffen
    Torsten stimme ich vollkommen zu

  42. Lothar04 sagt:

    @Torsten
    Danke für die immer richtigen Kommentare zu Spiel. Da hab ich selbst nach Niederlagen Lust auf den Königsblog.

    Zum Spiel selbst: Einstellungssache (siehe Körperhaltung und Gesichtsausdrücke der Spieler)
    Und da muss dann der Trainer dran drehen. Wer denn sonst? Bestenfalls mit Unterstützung des Sportvorstandes.
    Hat der Trainer etwa in die falsche Richtung gedreht (bester Saisonstart und so)? Ist das Rädchen zum drehen etwa
    weg? Keine Ahnung was da so läuft.
    Erwartungshaltung bei mir? Ich habe erst einmal gepfiffen(gegen Rostock anno 2000) und ich brauche auch nicht unbedingt EL und CL jedes Jahr aber wenn wir mannschaftlich so geschlossen auftreten würden wie etwa Darmstadt, dann hätte es gestern sicher ein besseres Ergebnis gegeben.
    Also AB, Rädchen suchen, Richtung finden in die Hände spucken (Wir sind nämlich ein Malocherclub, jedenfalls viele Fans die ich so kenne) und los gehts.
    Glück auf

  43. Florian Knoop sagt:

    Ich bin nur einmal vorzeitig aus dem Stadion gegangen, und da wurde das Spiel noch nicht mal verloren:

    http://www.kicker.de/news/fuss.....-1543.html

    Vielleicht erinnert sich der eine oder die andere.
    Das ist Spiel ist jetzt über 3 Jahre her, aber hat sich in der Zwischenzeit irgendwas grundlegend geändert?

    Der Kader ist mittlerweile nicht mehr als eine hochtalentierte A-Jugend, gespickt mit einem Hunterlaar der seinen Zenit überschritten hat und Benni Höwedes der engagiert aber leider mehr als die halbe Saison verletzt ist. Horst Heldt hat es in 5 Jahren nicht geschafft auch nur einen einzigen gestandenen Fußballspieler mit internationaler Klasse auf Schalke zu installieren. Oder übersehe ich da wen?! Die Knappenschmiede ist toll, ja, aber wenn man die jungen Talente nicht länger als 3-4 Saisons halten kann darf die Schmiede auch nicht das Rückgrat des Profikaders sein.

    Sportlich wäre es wohl wirklich das beste, wenn Schalke dieses Jahr endlich mal an den internationalen Plätzen vorbeifährt und die Zeit ohne Doppel- und Dreifachbelastung nutzt, ein Team mit einer sportlichen Idee zu entwickeln. Welche Idee das ist, ist mir da fast schon wurscht.

    Heidel wird das Team nicht von jetzt auf gleich konkurrenzfähig machen können, aber auf Dauer trau ich ihm wesentlich mehr zu als Heldt.

    Letzterer hat sich in meinen Augen nun übrigens endgültig disqualifiziert durch Aussagen wie ‚Basel ist ja nicht so weit weg‘ und ‚ich würde gerne ein bestelltes Feld auf Platz 3′ übergeben. Hieß es zu Beginn der Saison noch, der Trainer hätte keinen Druck und dürfe erstmal machen, lediglich die Fans sollten wieder mitgenommen werden, hat er nun zur Unzeit eine offensichtlich unrealistische Erwartungshaltung geschürt über die man sich nach gestern nur noch kaputtlachen kann. Als Dortmundfan. Als Schalkefan kann man wohl bestenfalls den Kopf schütteln – oder festhalten: Alles wie immer.

  44. crisscross04 sagt:

    Ich glaube nicht mehr an „Übergangssaisons“ oder an „gibt der Mannschaft 3-4 Jahre Zeit, sich zu entwickeln“. Diese Zeiten sind aufgrund der immer rasanter werdenden „Bäumchen-Wechsel-Dich-Spielchen“ in den Tranferzeitfenstern vorbei. Jede Saison ist ein Neustart mit neuen Kadern.

    Eins ist mir nach diesem Saisonverlauf und spätestens gestern Abend deutlich aufgezeigt worden: Unser Mannschaft fehlt es an Variabilität, Motivation bzw. Einsatzwille und auch an Selbstbewusstsein. Wieder einmal. Und daher sind wir nur noch graues Mittelmaß und haben aktuell aber auch gar nichts international zu suchen.
    Leider haben wir einen Nachbarn vor der Haustür, der uns seit 6-7 Jahren jährlich vor Augen führt, dass es auch anders gehen kann. Daher wird es auch schwer werden, die Erwartungshaltung der Fans dauerhaft herunter zu schrauben, wenn es in der Nachbarschaft jedes Jahr auf neue gelingt, dass die es „besser“ machen. Ich glaube jedoch nicht, dass die Erwartungshaltung der Fans durch Aussagen von Heldt oder Tonnies künstlich hochgeschraubt oder beeinflusst werden. Jedenfalls geht es mir so. Es ist mir relativ egal, was Tonnies oder Heldt von sich gibt. Ich schaue mir die ersten Spiele in einer Saison an und dann sehe ich relativ schnell, was möglich und realistisch ist. Umso bitterer, wenn man dann gegen Gegner verliert, die maximal auf Augenhöhe sind.

    Was mich noch mehr wütend macht, sind die Aussagen der Spieler in der Rückrunde nach den Spielen.
    Nach dem verlorenen Werder-Spiel sagten einige Spieler: „Wir müssen die Punkte jetzt in Darmstadt wiederholen.“
    Als wir in Mainz verloren haben, die gleichen Aussagen: „Wir müssen gegen Stuttgart die Punkte zurückholen.“
    Das gleiche dann nach dem Stuttgart-Spiel…
    Wann kapieren die Spieler endlich, dass verlorene Spiele auch verlorene Punkte sind?! Die kann man sich nicht wiederholen. Die sind weg! Was ist das denn bitte für eine Einstellung?!?

    Die BuLi Spiele sind eigentlich auch nur aneinandergereihte Endspiele. Wenn Du verlierst, dann hast Du unwiderruflich etwas verloren. Nur in den Pokalwettbewerben ist es halt endgültiger.
    Klopp hat zu dem Thema vor Jahren in seiner ersten Meisterschaftssaison den Spruch geprägt: „Wir denken von Spiel zu Spiel.“ Und genau das ist der richtige Weg. So machen das auch viele Extremsportler. Die denken z.B. nicht an die kompletten 100km, die noch zu laufen sind, sondern die denken, dass sie 100 x 1km laufen müssen. Das ist ein enormer Unterschied.

    Wenigstens haben die Spieler wohl nach dem Spiel selber gemerkt, dass sie gestern eine große Chance verpasst haben und dass diese jetzt nicht mehr wieder gut zu machen ist. Leider ein wenig zu spät für diese Einsicht…

    Ich bin echt gespannt, in welche Richtung wir jetzt fahren. Goretzka wird uns schmerzlich als kreativer Kopf fehlen. Und durch seine Verletzung sind wir noch unflexibler geworden, „überspielter“ Spieler mal eine Pause zu geben.
    Eigentlich bräuchten wohl auch Matip und Neustädter eine Pause. Die zeigen gerade längst vergessene Konzentrationsdefizite, die mich sehr an die letzte Rückrunde erinnern. Und eigentlich wäre das eine ideale Voraussetzung z.B. für Sam, Kehrer und Friedrich, sich zu beweisen. Aber nicht nur mir scheint der Glaube zu fehlen…

    Aber ich werde ein Teufel tun und mich mit Mittelmaß zufrieden zu geben, nur um meinen eigenen Erwartungen herunter zu schrauben. Sorry, aber wie sch… ist das denn? Ich will mich und Schalke nicht kleinreden. Und das tut leider AB seit Amtsantritt. Wie sollen da die Spieler an sich und an den Erfolg glauben können?

    Ich merke schon, wie ich mich gerade wieder hineinsteigere. ;-) Daher ende ich hier. Nur noch eins: Wieso spielen wir eigentlich erst am Sonntag um 19:30 Uhr??? Dann muss ich ja zwischen Tatort und Bundesliga entscheiden. Macht die Gesamtsituation auch nicht besser. ;-)

  45. Klopenner sagt:

    Wieso spielen wir eigentlich erst am Sonntag um 19:30 Uhr??? Dann muss ich ja zwischen Tatort und Bundesliga entscheiden. Macht die Gesamtsituation auch nicht besser. ;-)

    Wieso musst du dich entscheiden? Tatort fängt doch erst um 20:15 Uhr an, oder nicht? Dann ist Halbzeit in Frankfurt. Die zweite Halbzeit kann man sich doch 2016 bisher immer schenken. Kannst also in Ruhe die erste HZ gucken und dann komplett auf Tatort schalten. ;-)

    Warum wir so spät spielen, weiß ich aber auch nicht genau. Alle 4 EL Teilnehmer spielen sonntags und wohl erstmals auch nicht gegeneinander. Aber warum dann nicht 2 Spiele 15:30 und 2 Spiele 17:30 angesetzt werden, ist mir auch schleierhaft. Habe aber auch noch nicht recherchiert

  46. Eigenart sagt:

    @crisscross04: du sprichst mir wie so oft aus der Seele.
    Ich hätte wirklich kein Problem damit, diese Saison abzuhaken und auch in der nächsten nicht international vertreten zu sein, wenn es dafür denn endlich mal den oft geforderten Neuaufbau gäbe. Ich habe in der Hinrunde einige Spiele gesehen, die unentschieden oder zu unseren Ungunsten ausgingen, und die mich doch zufrieden gemacht haben, weil ich einen Fortschritt in der Mannschaft gesehen habe. Da habe ich sogar gedacht: „Ha! Wenn die Truppe sich so weiter entwickelt, sind wir in der Rückrunde so weit, euch Paroli zu bieten!“ Diese Spiele (gegen Bayern, Dortmund, Leverkusen) will ich jetzt nicht vergessen. Aber gestern hat Schalke (inklusive Trainer) mehr verloren als das eine Spiel und die weitere Teilnahme am Europa-Wettbewerb: nämlich eine Menge Kredit bei den Fans. Wenn wir vom Kumpel- und Malocherclub eins nicht ausstehen können, dann ist es ja mangelnder Einsatz; Nicht-Wollen ist viel schlimmer als Nicht-Können.
    Der FCA wurde heute in der WAZ als „die tapferen Augsburger“ bezeichnet. Stimmt: sich mit dem FC Liverpool zu messen als kleiner Verein, das zeugt von Tapferkeit. Ich gebe zu, ich bin neidisch auf den FCA.
    Eine kleine Hoffnung habe ich noch: auch unter Keller war der Kader fast eine ganze Saison so ausgedünnt, dass der Trainer junge Talente aufstellen musste. Vielleicht macht Breitenreiter das ja auch. Ich fand es zwar mitunter haarsträubend, wie Schöpf gestern über den Ball senste, aber er ging wenigstens hin zum Ball und schmiss sich rein, was man von vielen anderen nicht sagen konnte.
    Was ist nur passiert, dass der Aufbruch, die Leidenschaft, der Spaß am Spiel so scheinbar restlos abhanden kommen konnte?

  47. dergucker sagt:

    Schließe mich Torstens und den meisten Kommentaren traurig
    an ,den wieder einmal bin ich der SCHULDIGE .Den ich bin seit
    50 Jahren Schalkefan.
    Besuche ab und zu die Heimspiele und nehme nicht jede
    Leistung ,wenn es denn mal eine ist ,Kommentarlos und immer
    Applaudierend hin.
    Seit HR.Rangnick Gurken wir mehr oder weniger Planlos vor uns
    hin.
    Ne nix Meister oder sonst Abstruse Ideen kommen in meinem
    Wünschen vor,ganz einfach etwas besseren moderneren Fußball.
    Die Hütte war gestern Abend eh nicht voll und zum Schluß ziemlich
    leer,vorm Fernseher bei mir zu Hause war es auch so.Mit drei Mann
    gestartet war ich zum Schluss allein.Weil wir uns ganz einfach nicht
    Dingen beschäftigen wollten ,die wir in den letzten Jahren x mal durch-
    gekaut haben.
    HR.Breitenreiter, ihren Gesichtsausdruck gestern Abend kenne ich noch
    von ihrem Vorgänger .
    Jetzt habe ich auch noch ne Karte für Sonntag, ICH WAR NOCH NIE SO
    BEGEISTERT!.

  48. Gerd Verse sagt:

    Wie der Trainer redet gefällt mir ganz und garnicht. Ecken und Kanten sind bei ihm nicht zu sehen alles ist zu glatt. Die Spieler sind nach einem Gegentor in der Regel völlig verunsichert.

    Über die Bilanz von HH wollte ich eigentlich nichts mehr schreiben, aber jeder schaue halt nur, wie er sich verabschiedet. Die Mannschaft muß neu aufgebaut werden. Vielleicht hat er sich ja was bei gedacht.

    Für Heidel ist das prima. Man sieht immer bestens aus, wenn man eine desolate Situation vorfindet. Kann ja nur besser werden.

  49. mika sagt:

    Tja, ist schon traurig und ärgerlich zugleich. Wir drehen uns nur im „Schalker Kreisel“. Vielleicht muß die Uhŕ mal endgültig auf „Null“ gestellt werden, damit ein echter Neuaufbau stattfindet – unsere „Freunde“ aus Lüdenscheid haben es auch erst durch einen unfreiwilligen Neuanfang geschafft, alte Seilschaften und Machtgefüge durch kompetente Leute zu ersetzen, wobei alles bis in die oberste Etage geändert wurde!
    Bei uns habe ich mittlerweile das Gefühl, daß wir ein großer Schützenverein sind, bei dem die Kompetenzen bezogen auf Fußball doch auf allen Ebenen zu schwach sind, um erfolgreich zu sein….
    @Torsten: alle Achtung, so sachlich hätte ich das nach diesem Spiel nicht abhandeln können….

  50. libuda67 sagt:

    Der Trainer war auf dem Niveau seiner letzten Anstellung bestens aufgehoben. Auf dem Feld laufen ebenfalls einige umher, die von sich selbst weit mehr halten als sie tatsächlich auf dem Platz in die Tat umsetzen. Dabei glaube ich nicht, dass die Fans zuviel erwarten, wie Herr Breitenreiter mutmaßt. Vielmehr haben viele keinen Bock auf das ideen- und niveaulose Gepöhle, was einem meistens präsentiert wird.

  51. HelmutHaller sagt:

    Als Beobachter aus der Ferne fragt man sich, was läuft da mal wieder schief beim S04?
    Es scheint mal wieder eine ganze Menge zu sein, angefangen bei dem derzeitigen Kader, der für einen Platz im ersten Tabellendrittel einfach fußballerisch auf zu vielen Positionen zu schwach besetzt ist. Weiterhin ist keine Führungsfigur auf dem Platz erkennbar, an der sich die Mannschaft orientieren und aufrichten kann. Beni Höwedes ist seit der WM zu häufig verletzt und hat dann viel zu viel Probleme mit sich selbst, als dass er der Mannschaft helfen kann. K.J.Huntelaar ist mittlerweile weit über seinen Zenit hinaus und zudem ist das Spiel durch fehlende oder schlechte Flanken auch nicht mehr auf ihn zugeschnitten. Nur mit talentierten Spielern aus deren Knappenschmiede kann das auch nichts werden, es fehlt der richtige Mischung zwischen Alt und Jung. Ein positives Beispiel: Raul. Der hat sich noch so richtig für unseren Club den Arsch aufgerissen obwohl damit – zum Ende seiner Karriere – fast keiner mehr mit rechnen konnte.

    Der Kader wurde vom derzeitigen Manager zusammengestellt. Die Trainer der letzten Jahre hatten sicherlich Vorstellungen und Spielerwünsche, aber letztendlich war ihre Wirkungszeit auf Schalke zu kurz um eine Spielphilosophie zu installieren. Das – bei allem Respekt den Trainern und Menschen gegenüber – Hub Steevens nicht noch einmal hätte verpflichtet werden dürfen, Jens Keller viel zu lange Wirken durfte und Roberto Di Matteo zumindest von seiner emotionalen Seite nicht nach Schalke passte, lässt in der Zusammenfassung leider nur den Schluss zu, dass sich der S04 für seinen teuren Kader nur Trainer der zweiten und dritten Garde erlaubt hat. Der aktuelle Trainer scheint durch das Sky-Interview ebenfalls ziemlich angeschlagen zu sein. Sowas bekommen die Profis doch auch mit.

    Das jetzt im Sommer Christian Heidel kommt, ist ein richtiger Schritt. Auch der derzeitige Manager Horst Held hat nicht nachweisen können, dass er zu den Spitzenmanagern in der Bundesliga gehört. Seinen Einfluss auf die Knappenschmiede kann ich nicht beurteilen, zumindest waren seine Entscheidungen diesbezüglich gut und richtig.

    Nachdenklich muss auch stimmen, dass uns inzwischen fast jedes Jahr gute Spieler verlassen. Dies geschieht aus unterschiedlichen Gründen, ändert aber nichts daran, dass die Spieler – inklusive Berater und Umfeld – nicht mehr an ein „Erfolgsprojekt“ Schalke 04 glauben. Ich befürchte, dass dies auch noch weiter so geht. Wann gehen Sane, Meyer, Goretzka und Co??

    Für diese Saison bleibt zu hoffen, dass man irgendwann noch einmal die Kurve bekommt um Spiele zu gewinnen und Punkte zu machen. Wenn man die Situation realistisch betrachtet, dürfte es nichts werden mit einer Platzierung für das internationalen Geschäft.

    Was bleibt also ? Wir hoffen mal wieder auf eine Art Messias, der uns Schalker in eine gute Zukunft führt. Herzlich Willkommen auf Schalke Christian Heidel! Wunder sind ausdrücklich erlaubt und erwünscht.

  52. Flo sagt:

    Trainer und Teile der Manschaft haben da etwas falsch verstanden.

    Die Fans erwarten, dass sich die Spieler voll reinhängen und alles geben. Das ist die Erwartungshaltung der Fans. Dann werden auch (bittere) Niederlagen und das Ausscheiden aus Wettbewerben akzeptiert – wie die Vergangenheit eindrucksvoll beweist.

    Niemand erwartet jedoch ernsthaft Titel oder die direkte Qualifikation für die Champions League. Fans die das erwarten (dürfen) tragen andere Farben.

    Nach einem solchen blutleeren und in Teilen provokanten Auftritt (Stichwort Körpersprache) darf man als Fan selbstverständlich seinen Unmut äußern.

    Und das würde ich mir auch von Spielern und Trainer wünschen. Ich vermisse, dass die Spieler nach so einem Sch…spiel mal angefressen vom Platz gehen und sich mal auskotzen. Wenn ich den Großteil der Spieler nach einem solchen schwachen Spiel beobachte, erkenne ich ehrlich gesagt oft nicht, ob die Mannschaft gerade gewonnen oder verloren hat. Auch die Interviews helfen mir da nicht weiter :-) Es wirkt teilweise gleichgültig…

  53. Ney sagt:

    Jetzt aber trotz allem bitte nicht wieder so Verhältnisse im Stadion wie Ende letzter Saison.

  54. Flo sagt:

    Auf keinen Fall – weder auf dem Platz noch auf den Rängen.

  55. Klopenner sagt:

    Ich denke, das ist ein Kausalzusammenhang dessen Ursache auf dem Platz liegt. Stimmt es auf dem Platz, dann stimmt es auch auf den Rängen. Stimmt es auf dem Platz nicht, dann auch nicht auf den Rängen.

  56. westecke sagt:

    …und jetzt schauen wir ‚mal was Morgen möglich ist…
    Auswärtssieg nach einer tollen kämpferischen Leistung, zwar mit spielerischen Defiziten, aber mit Moral und Willen. Sane kommt aus dem Leistungsloch und der Hunter knipst wieder.
    Wetten dass?

  57. Lutt sagt:

    Tja, Klopenner, wenn man mal „Ränge“ durch „Umfeld“ ersetzt, steckt da wohl sogar ne Wechselwirkung drin. Teufelsspirale.

  58. Ney sagt:

    Das war teilweise hasserfüllt seinerzeit. Selbstzerstörerisch. Sowas Extremes sollte nicht mehr passieren. Selbst dann, wenn die Mannschaft schwer enttäuscht.

  59. Aeromarino sagt:

    Ich teile die große Enttäuschung zu Spiel und Nachspiel, die in all den Kommentaren zu diesem Beitrag zum Ausdruck gebracht worden ist. Dennoch bin ich der Ansicht, dass es falsch ist, seinem berechtigten Unmut durch Pfiffe im Stadion Ausdruck zu verleihen. Das hilft unserem Verein in dieser Situation auch nicht weiter, ist letztlich kontraproduktiv und trägt nur noch zur weiteren Verunsicherung aller bei. Das heißt allerdings auch nicht, dass ich in irgend einer Weise Breitenreiters Fan-Schelte und Erklärungsversuche nach dem Spiel für angemessen halte.

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