Breitenreiter muss Heidel überzeugen, keine Journalisten …

TV-Sender Sky und BILD berichteten, Schalkes zukünftiger Macher Christian Heidel würde nicht an André Breitenreiters Qualitäten glauben. Er hätte schon mit Lucian Favres Berater gesprochen. Christian Heidel dementiert das. André Breitenreiter wittert eine Intrige. Das Thema wird Schalke dennoch bis Saisonende begleiten. André Breitenreiter wäre gut beraten, seinen Kampf gegen die Medien einzustellen. Es gibt auf diesem Feld nicht mehr als Ruhe zu gewinnen. Ob er seinen Job auf Schalke behält, wird nichts mit Zeitungsgeschichten zu tun haben – vermutlich nicht mal was mit sportlichen Erfolgen.

Die Story schäumte über vor Konjunktiven. Es gäbe ein Gerücht, nach dem Heidel kein Vertrauen in Breitenreiters Fähigkeit zur Formung eines Spitzenteam habe. Er suche(!) deshalb einen „Erfolgscoach“, und habe(!) deshalb Favre auf dem Zettel. Angeblich(!) habe er bereits mit dem Favre-Berater verhandelt. Hat er nicht, wenn man Christian Heidel Glauben schenkt, er dementierte diese Geschichten. Es mag verständlich anmuten, wenn sich André Breitenreiter gegen solche Geschichten auflehnt.

Tatsächlich ist Schalkes Trainerposten aber eine sehr exponierte Stelle. Über Schalkes Trainer wird immer diskutiert, über ihn wird immer geschrieben. Schalke ist ein exponierter Club, Schalke verdient Geld damit. Sportlich mag man auf das Niveau von Leverkusen oder Wolfsburg zurückgefallen sein. Bezüglich des öffentlichen Interesses sind nur Bayern München und Borussia Dortmund ebenbürtig. Deshalb verdient Schalke 04 sehr viel Geld im Marketingbereich. Das ist nicht zu bedauern.

André Breitenreiter gab sich selbstbewusst und locker, als er auf Schalke als Trainer vorgestellt wurde. Das ist mittlerweile Vergangenheit. Heute glaubt er, seine Leistung in den Pressekonferenzen verkaufen zu müssen. Wenn was gut läuft spricht er von „Wir“, dann sind er und der Club eins. Läuft es schlecht spricht er von „Hier“, dann hat man in Gelsenkirchen zu hohe Ansprüche. Regelmäßig spielen „wir“ gut nach vorne, aber „die Stürmer“ nutzen ihre Chancen nicht. In Pressekonferenzen agiert André Breitenreiter mittlerweile in einem Verteidigungsmodus, wie man ihn zuvor von Jens Keller kannte.

Das hat er nicht nötig. André Breitenreiter macht bislang das Beste aus einem schlecht zusammengestellten Kader. Schalke hat viel Talent, aber wenig Erfahrung. Ein Kader, der nicht zu den besten vier in der Liga gehört, auch wenn das zum Selbstverständnis vieler Schalker gehören mag. Vor allem ist aber die Werbung für sein Tun nicht notwendig, weil sein zukünftiger Chef darauf nichts gibt. Christian Heidel gibt nicht mal was auf kurzfristigen Erfolg.

Eben genau das macht Christian Heidel aus, eben genau das macht den Unterschied zum bisherigen Schalke 04. Horst Heldt scheiterte daran, für den erklärten Interimstrainer Jens Keller einen Nachfolger zu finden, und verlängerte dessen Vertrag, weil er mit Ach und Krach die Champions League-Qualifikation erreichte. Christin Heidel entließ seinen Trainer nach dem großen Erfolg des Aufstiegs in die erste Liga, weil er davon überzeugt war, dass ein anderer besser zum Club passen würde.

Schalke gibt Christian Heidel das Steuer, weil dieser aus Überzeugung planvoll handelt und nicht nur bestmöglich Fehler flickt. André Breitenreiter wird Christian Heidel überzeugen müssen, keine Journalisten. Gelingt ihm das nicht, wird er einen Nachfolger haben. Ob dieser dann Lucien Favre heißt, oder wie auch immer, kann ihm letzlich ganz egal sein.


Foto: Tomek Bo



21 Kommentare zu “Breitenreiter muss Heidel überzeugen, keine Journalisten …”

  1. polarfuchs sagt:

    Moin Torsten.
    Deinen Beitrag habe ich schon bei Westline gelesen, sehr fundiert, wie eigentlich immer. Ein paar Gedanken von mir dazu.
    An dieser Stelle habe ich schon einmal angemerkt das ich Herrn Heidel für einen exzellenten Fachmann halte der unserem Verein guttun wird. Aber ich habe auch davor gewarnt jetzt eine allzu große Erwartungshaltung einzunehmen. Die vor ihm liegenden Aufräumarbeiten sind immens. Die Frage wird sein ob man ihn gewähren, machen lässt, ohne Querschüsse.
    Das diese Querschüsse von C. Tönnies kommen glaube ich dabei weniger. Irgendwo ist C. Heidel auch seine letzte Chance Ruhe, Struktur und damit auch Erfolg in unseren Verein zu bringen. C. Heidel ist von grosser Konsequenz. Ich erinnere in dem Zusammenhang an seinen, so ist es jedenfalls überliefert, Ausspruch: “ Bevor ich den Trainer rausschmeisse schmeisse ich elf Spieler raus „. Damals im Zusammenhag mit J. Klopp.
    Zwar kenne ich auch Herrn Heidel nicht aber so wie ich ihn einschätze wird er auch C. Tönnies in ihren Gesprächen mitgeteilt haben das er nicht den Grüssonkel macht, den man nach Belieben rumschubsen kann. Sonst schmeisst er ihm den Bettel vor die Füsse.
    Zu A. Breitenreiter. Was sich die Medien im Umgang mit Menschen anmassen ist schlichtweg eine Sauerei. Was Breitenreiter auch macht, es ist falsch. Hält er den Mund wird es als Schwäche ausgelegt, also geht`s weiter. Wehrt er sich liefert er neue Munition.
    Derzeit ist die Situation im Verein sehr unglücklich, vorsichtig formuliert. H. Heldt ist machtlos, Heidel noch nicht da. Eine unhaltbare Situation. Niemand da der beschwichtigend eingreifen könnte.
    C. Heidel kann nicht bis zu seinem Vertragsende in Mainz tätig sein. Eine frühere Aufnahme seiner Tätigkeit ist unerlässlich, vielleicht Mitte Mai, nach der Einarbeitung seines Nachfolgers. Denn da ist ja auch noch die spezielle Personalie des an Mainz bis Saisonende ausgeliehenen Spielers C. Clemens.
    Es wird Zeit das etwas in Bewegung kommt.

  2. Nordlicht sagt:

    Ich kann nie irgendwen einschätzen und lass mich überraschen. AB hat so etwas wie Schalke noch nie erlebt und Heidel mit Mainz ebenso wenig. Wenn er in Mainz hustet, interessiert es den Mainzer Tagesanzeiger und gut wars. Bei uns dagegen den gesamten deutschen Blätterwald.

    Bei Andre Breitenreiter vermute ich das Ankommen in der Schalker Realität. So ist es nun mal bei uns. Allerdings befürchte ich, dass er sich medial aufreiben wird und mich beschleicht das Gefühl einer neuen J.K. Situation.

    Bei J.K wars doch auch so. Spielte die Mannschaft schlecht, wars der Trainer, es brannte dann richtig und auf einmal spielte die Mannschaft ein paar Spiele gut. Die Spieler äusserten sich positiv und wie sehr sie hinter dem Trainer stehen. So ging es doch zwei Jahre auf und ab und hin und her.

    Deswegen lass ich mich überraschen, erwarte nichts. Wer am Rande steht ist mir völlig egal. Am Liebsten mal einen der über Jahre bei uns bleibt. Doch solange in der Arena schon während des Spiels oder schon zur Halbzeit gepfiffen wird…glaube ich nicht daran.

  3. Werner04 sagt:

    Ich kann allen Schalkern, Verantwortlichen und Fans, nur empfehlen, manchen Blättern, Personen, Sendern und Sendungen die – absolut legale – Höchststrafe für Journalisten zukommen zu lassen: die Nichtbeachtung.
    Und mit dieser LMAA-Einstellung lebt es sich eigentlich ganz gut und ruhig.

    Ich habe mich vor einigen Jahren dazu entschlossen, als mal wieder eine besonders verlogene Welle durch die Presselandschaft lief. Es bleiben dann ca. eine handvoll Medien über – leider nicht mehr.

    Aber neben André Breitenreiter müssten auch die anderen Verantwortlichen und die Fans diese Art des Medienboykotts KONSEQUENT durchziehen.

    Solange leider ein signifikanter Anteil der Fans auf die speziellen Medien abfährt, muss AB reagieren, wohlwissend, dass – vollkommen egal wie er es sagt – dieses auch wieder negativ ausgelegt wird.

    In vielen Dingen kann ich AB, dem derzeitigen und zukünftigen Manager nur empfehlen, der Sache mit Humor zu begegnen – hilft ungemein.

  4. bernd sagt:

    Schön, dass Du schreibst: „Das hat er nicht nötig. André Breitenreiter macht bislang das Beste aus einem schlecht zusammengestellten Kader.“

    So sehe ich das auch.

    Aber Deine wiederholte Kritik an seinem Umgang mit den Medien, halte ich für übertrieben. Wir haben uns doch gefreut, dass wir mit Breitenreiter einen Trainer bekommen haben, der sehr ehrlich und authentisch scheint. Zu dieser Authentizität gehört dann auch die Überraschung, der Schock hinsichtlich des Gegenwindes, den Gerüchten, den vielen negativen Artikel etc. und sein unsicherer Umgang damit. Wenn er die Zeit bekommt wird er sich dabei verbessern. Aber aktuell ist mir das so lieber, als ein aufgesetztes pseudo-professionelles Schauspiel (das kann auch Schweigen sein, wenn man eigentlich nicht schweigen will).

  5. michael sagt:

    lieber Torsten,

    du bringst es wieder mal auf den Punkt. ich finde auch, dass AB etwas souveräner reagieren und in seiner Wortwahl genau abwägen sollte, wie er die Dinge beim Namen nennt. Z.B. von einer Intrige zu sprechen, hängt ein Gerücht dann einfach zu hoch auf und zieht schon wieder zu viel Aufmerksamkeit auf diese Sache. Er kann doch einfach hinstehen und sagen: Ich bin der aktuelle Trainer von S04, habe einen Vertrag über diese Saison hinaus und alles andere interessiert mich nicht und spielt auch keine Rolle. Punkt!
    Mit seinem Zaudern und seinem Lamentieren bringt es sich selbst in die Defensive und das ist nicht gut. Übrigens, dass Schalke ein heißes Pflaster war und ist, sollte ihm vorher klar gewesen sein.

  6. Cello sagt:

    Eine Anmerkung:

    Ja, Schalke gehört zu den drei größten Clubs in Deutschland, die auch ein entsprechendes Medienecho hervorrufen – Thema Ruhe. Vielleicht kommt es mir nur so vor aber weder der BVB noch Bayern haben allwöchentlich mit so vielen Störfeuern zu kämpfen. Alles, aber wirklich alles sorgt für Unruhe. Das empfinde ich bei anderen Vereinen gleicher Größenordnung bei weitem als nicht so schlimm. Aluhut auf ;) Es wirkt für mich so, als wenn gerade die (lokalen) Medien ein großes Interesse besitzen, Schalke einen Schaden zuzufügen! Man sollte künftig Informationsquellen einfach besser auf den Grund gehen. Ist vielleicht ein extremes Beispiel, aber ich sehe das ähnlich wie bei den ganzen erlogenen Geschichten über Flüchtlingsstraftaten. Einfach mal zurückverfolgen, wer solche Gerüchte wie die gestreute Trainerdiskussion in die Welt gesetzt hat und dann Rückschlüsse ziehgen…

  7. BlueNote sagt:

    In solchen Situationen, in denen Teile der Medien harte Geschütze auffahren, hat der Kommunikationsvorstand des Vereins dafür Sorge zu tragen, dass das von ihm eingestellte Personal, für das er eine Sorgfaltspflicht hat, eine professionelle, der Größe, Bekanntheit, Relevanz und Wirtschaftskraft des Vereins angemessene PR-Beratung bzw. -Unterstützung erhält. Leider hat unser Kommunikationsvorstand aber von Unternehmenskommunikation keinen blassen Schimmer. Und schwupps, geht der liebe André Breitenreiter dem Boulevard viel zu emotional und mit unglücklichen Formulierungen auf den Leim. Tja…

  8. Torsten sagt:

    von einer Intrige zu sprechen, hängt ein Gerücht dann einfach zu hoch auf und zieht schon wieder zu viel Aufmerksamkeit auf diese Sache. Er kann doch einfach hinstellen und sagen: Ich bin der aktuelle Trainer von S04, habe einen Vertrag über diese Saison hinaus und alles andere interessiert mich nicht
    […] Mit seinem Zaudern und seinem Lamentieren bringt es sich selbst in die Defensive und das ist nicht gut

    Exakt so sehe ich das auch.

    Vielleicht kommt es mir nur so vor aber weder der BVB noch Bayern haben allwöchentlich mit so vielen Störfeuern zu kämpfen. Alles, aber wirklich alles sorgt für Unruhe. Das empfinde ich bei anderen Vereinen gleicher Größenordnung bei weitem als nicht so schlimm.

    Zum einen denke ich, dass man tatsächlich das, was den eigenen Club betrifft, viel schneller und deutlicher wahrnimmt, dass es einem also wirklich „nur so vorkommt“. Zum anderen gibt es negative Meldungen eben auch nur bei Angriffspunkten, und die bietet S04 schon auf Grund der deutlich schlechteren Ergebnisse viel häufiger als München oder Dortmund.

    In meiner Twitter-Timeline krähten Bayern-Fans in der letzten Saison jedenfalls sehr häufig auf und beschwerten sich, dass die Medien mit Guardiola unfair umgehen würden. Da wurden ihrer Ansicht nach Themen wie der Zwist mit Doc Müller-Wohlfahrt oder sein Nichtbekenntnis zum Club und sein nun feststehender Wechsel zu großen Themen „aufgeblasen“, die sie eigentlich nicht seien. Dass Guardiola grundsätzlich keine Einzelinterview gibt wurde dabei als Fan(-Verschwörungs)-Theorie angeführt.

    Wie sehr sich der BVB beizeiten von der Presse „verfolgt“ fühlte, dass brachte einst Thomas Doll in seiner „Wut-PK“ zum Ausdruck. Klopp war sehr erfolgreich und wusste den Club gut zu verkaufen. Trotzdem war und ist er bei Journalisten nicht gut gelitten, er wird durch die Bank als arrogant und unfreundlich ihnen gegenüber beschrieben. Entsprechend flott kamen zu Beginn der letzten Saison, dem einzig schwachen Halbjahr des BVB unter Klopp in 8 Jahren, sehr schnell überall Texte auf, die einem erklären wollten, warum Klopp zu entlassen sein, warum das nichts mehr gäbe. Da fühlte sich sogar ein Philosoph bemüßigt. Unfassbare Story, eigentlich.

    Da kann man m.E. als Trainer am besten nur eins tun: Seinen Job. Und auf sowas nicht weiter eingehen.

  9. Torsten sagt:

    Auch heute wieder eine Breitenreiterseite zum Thema „die Medien sind ungerecht zu mir“. Es mutet kelleresk an, meiner Meinung nach.

    http://sportbild.bild.de/bunde.....sport.html

  10. leoluca sagt:

    Breitenreiter beklagt sich über mangelnde Wertschätzung seiner Arbeit und über die Wucht mancher Medien beim Gerüchtestreuen – und das sagt er dann ausgerechnet der Sportbild, die in der gleichen Ausgabe den Sky-Experten, Lothar Mätthäus, auf Breitenreiter schießen lässt.

    Gibt es keinen auf Schalke, der AB vor sich selbst schützt?

    Oder ihm ein ordentliches Trainergespräch über den Schalker Fußball bei der Frankfurter Allgemeinen oder der Süddeutschen Zeitung vermittelt?

  11. hilti sagt:

    Ich weiß nicht, wo es am besten passt, deswegen hier. Ein sehr gutes Interview bei Halbfeldflanke.de mit Roman Neustädter: Mit Roman Neustädter an der Taktiktafel: Von Positionen und Räumen.

  12. crisscross04 sagt:

    BlueNote hat doch alles gesagt: Wir besitzen keine Unternehmenskommunikation! Dem ist nichts hinzuzufügen! Über die Auswirkungen, die diese „Nicht- oder besser Fehlbesetzung“ hat, braucht man sich dann auch nicht wundern.

    Jeder der ein Mikrophon vor die Nase hingehalten bekommt, darf mal ne Runde „schwätzen“. Ohne Leitfaden. Ohne Strategie. Ohne Absprachen. Ohne Fachwissen. Leider gehört auch der Trainer dazu. Und mit dieser „Weichei“-Tour („alle anderen sind Schuld…“) schwächt er sich und gleichzeitig auch den Verein.

    Aber nun gut, ich habe mit dem Thema schon vor langer Zeit abgeschlossen. Wir müssen da jetzt durch und auf „Heidelsche“ Besserung hoffen. Aber ob ein ehemaliger Autohausbesitzer mehr Ahnung von PR und Unternehmenskommunikation hat? Ich wage es zu bezweifeln.

    Ich würde mir im Bereich “ PR und Unternehmenskommunikation“ einen Spezialisten mit ins Boot holen. Im Bereich Marketing haben wir mit Jobst ja auch einen Fachmann. Und wie notwendig eine professionelle PR ist, wird an diesem Zeitungsartikel wieder mehr als deutlich. :-/

  13. Carsten sagt:

    tja.. das nächste Störfeuer kommt dann wohl aus den eigenen Reihen… und über Medien in Brasilien

    http://www.fussballtransfers.c.....ppen_62846

    Held reagiert drauf und spielt es runter….

  14. Ney sagt:

    Das steht dann morgen noch ausführlicher (wenn auch ohne zusätzliche harte Fakten) auf derwesten.de, nach spielfreien Tagen ist jeder Anlass recht, die geforderten 2 täglichen Schalke-Meldungen hinzubekommen. Und danach ein Artikel über die Reaktion des Vereins oder auch die Nichtreaktion. Und danach ein Kommentar. Und danach nächstes Thema.

  15. Nordlicht sagt:

    @ Crisscross dem ist nichts mehr hinzuzufügen. Ich denke mal es mit AB den Gang gehen wie bei J.K. Nach jedem ( halbwegs ) schlechtem Spiel wird er aufs Korn genommen.
    Warum in jedes Mikro was einem vor die Nase gehalten wird reingequatscht werden muss, frage ich mich schon seit Jahren. Vielleicht gibt es dafür auch Vertragsklauseln.

  16. BlueNote sagt:

    @Ney: Die Funke-Gruppe wird diesen Happen lieben :-)

    @Carsten: Immerhin eiert der gute Junior nicht herum. Er hat sich in den letzten Wochen ordentlich reingehauen, ist aber m.E. nur BuLi-Mittelmaß und doch wohl nicht im Ernst eine echte Option für die Weißwürste!? Ein fitter Uschi in Form wäre mir übrigens lieber auf unserer rechten Seite. Oder eine gesunde Heidelsche Neuverpflichtung mit CL-Niveau. Dennoch gefallen mir solche Spieler-Interviews nicht, bevor nicht die Tinte unter den Verträgen ist.

  17. rjonathan sagt:

    Ich finde die Medien-Auftritte Breitenreiters total im grünen Bereich. Na gut, manchmal vielleicht leicht gelb. Aber dass das hier zu so einem riesigen Thema ausgebreitet wird. Den ganzen Artikel in der Sport Bild kenne ich ja nun nicht, aber was da hinter dem Link steht ist doch einfach ein Fakt: Regelmäßig reden Medien Schalke zum CL-Aspiranten, obwohl im eigenen Verein (diese Saison) dieses Ziel niemals formuliert wurde. Dafür wurde dann aber HHs Aussage, er würde natürlich sehr gerne den Verein mit der CL-Quali verlassen (was ja wohl das mindeste ist, was man von einer Führungskraft erwarten kann), zur Zielsetzung hochgejazzt.

    Natürlich lohnt sich ein solcher Kampf gegen die Medien nicht. Jedenfalls nicht in dem Sinne, dass die danach alle ihr Verhalten ändern. Aber wenn es dem emotionalen Haushalt der Mannschaft dient, dass jemand mal raus geht und das laut sagt, dann ist das doch okay so. Ich verstehe den Schaden nicht, der hier scheinbar von vielen gesehen wird. Und auch nicht, wieso das Thema hier so durchgenudelt wird.

  18. rjonathan sagt:

    @BlueNote
    Ich finde Caicara in den letzten Spielen deutlich besser (weil variabler im Passpiel) als Ushida.

  19. Carsten sagt:

    sorry aber ich bin nicht davon überzeugt das Uschi nochmal für Schalke spielt

    bei Junior Caicara denke ich, das der gute Rafinha ihm einen Floh ins Ohr gesetzt hat…

    ich hoffe einfach das mit dem Einzug Heidels auf Schalke auch mit einigem aufgeräumt wird…

    die Idee eines Fachmannes für PK – Kommunikation fände ich sehr gut

  20. Carsten sagt:

    lol

    die Beschreibung ist ja klasse

    jemand Interesse an Boatengs Loge???

    http://www.immobilienscout24.d....._ID_SEARCH

  21. leoluca sagt:

    Mit einem Coaching wie in Berlin wird Breitenreiter den neuen Manager auf Schalke nicht überzeugen können, so meine Befürchtung nach dieser 6-Punkte-Niederlage.

    Warum baut Breitenreiter nicht auf die beiden offensiv gestalteten und erfolgreichen Spiele davor auf, sondern versucht es nun wieder mit ausbalanciertem Sicherheitsfußball, so dass Hertha das Spiel spätestens nach 30 Minuten vor allem im MF dominierte? Warum diese Vorsicht und Mutlosigkeit?

    Unsere Offensivleute sind gut, wenn sie den Ball vorne haben und nicht erst hinten holen müssen (Belhanda, Meyer, Huntelaar), wenn sie schnell und direkt nach vorn spielen können. Aber doch nicht, wenn die Defensive den Spielrhythmus vorgibt, wie Breitenreiter in Berlin das Spiel anlegte. JK lässt grüßen.

    Breitenreiter ließ wieder mal so spielen als könne diese Mannschaft aus einer gesicherten Defensive heraus den Ball schnell nach vorne bringen. Das kann sie aber nicht, weil sie so viel zu sehr mit der Stabilitätsschaffung hinten beschäftigt ist, um schnell spielen zu können. Das hat man doch allzu oft erlebt: gegen Augsburg, Mainz, Gladbach etc.

    Unsere Stärke ist die Offensive, nicht die Defensive. Während der Raul-Jahre z.B. waren wir hinten auch nicht super, aber die blöden Gegentore fingen unsere Stürmer vorne durch reichliches Toreschießen auf.

    Breitenreiter lernt nicht dazu und ist stur, das sehe ich vor allem beim Wechseln. Wie oft schon hat er wie diesmal einfach zu spät gewechselt, nach dem 0:2, als der Drops quasi gelutscht war? Schöpf war nicht nur vor dem ersten Gegentor, sondern überhaupt indisponiert und ich verstehe nicht, warum er so lange auf dem Platz blieb anstatt zur Halbzeit oder kurz danach durch Sane ersetzt zu werden.

    Dass die Auflösung der Doppelsechs nach dem zweiten Gegentor die Ordnung im MF vollständig zerstörte, hat man bei Breitenreiter auch nicht das erste Mal beobachten dürfen. Jetzt nun kamen Herthas gefährliche Konter im Minutentakt. Dazu der hilflose Griff zur berüchtigten Doppelspitze, die bisher noch nie funktioniert hat. Warum stellt er stattdessen Geis nicht weiter nach vorne, um dessen Torgefährlichkeit besser nutzen zu können? Oder Sane näher ans gegnerische Tor heran, wäre auch ne Idee gewesen.

    Aber gut, ich gestehe: meine Erwartungshaltung war mal wieder zu hoch. Daher fällt mir zu dem Statement vom guten Ralle, der ein ausgeglichenes Spiel auf Augenhöhe mit gleich viel Chancen gesehen hat, rein gar nichts mehr ein.

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