S04 gegen Berlin: Das verlorene Spiel um Platz 3

Schalke verliert bei der Hertha in Berlin 2:0. Eine verdiente Niederlage, die am Ende durchaus höher hätte ausfallen können. Nach ordentlichem Beginn fehlten Schalke die Mittel, um gegen eine sich steigernde Hertha bestehen zu können.

Nach dem Spiel war man sauer auf Dennis Aogo. Schalkes Rechtsverteidiger hatte die größte Torchance kläglich vergeben. Als er in der 55. Minute eher zufällig frei vor Hertha-Torhüter Rune Jarstein zum Schuss kam, hätte das der Ausgleich sein können. Dass man darauf angewiesen war, dass man auf ihn schimpfte, und nicht auf das insgesamt überaus unproduktive Offensivspiel der Mannschaft, war bezeichnend für das Spiel und die Schalker Mode, bei öffentlichen Statements mit Umständen zu hadern und alles irgendwie bemüht positiv zu sehen.

Neben Dennis Aogo vergab Klaas-Jan Huntelaar eine große Torchance. In der 21. Minuten kam er frei zum Kopfball, nachdem Junior Caicara den Ball von der Gundlinie in den Strafraum flankte. Eine Situation, wie für ihn gemacht, die gleichsam als Gegenstück zu dem stand, wie Schalke seinen alleinigen Stürmer ansonsten einzusetzen versuchte. Vor allem in der ersten Halbzeit agierte Schalke lange nicht schlecht, das Pressing funktionierte, man versuchte schnell auf Offensive umzuschalten. Aber alle Angriffsversuche stockten immer wieder, weil Klaas-Jan Huntelaar daran scheiterte, Steilpässe vernünftig anzunehmen und zu verwerten, oder weil die Pässe zuvor bereits schlampig gespielt wurden.

Während Schalke sich immer wieder an sich selbst versuchte, konnte sich Hertha BSC im Spielverlauf steigern. Ab Mitte der ersten Halbzeit waren die Gastgeber die bessere Mannschaft. Bis zur Halbzeit konnte man den Spielverlauf aus Schalker Sicht als unglücklich erachten. Auch Berlin hatte bis dahin nicht viele Chancen, Schalke machte eben den einen Fehler, der Hertha zur Führung reichte. Aber Schalke spielte nach der Pause gleichförmig weiter, als stünde es noch 0:0. Hertha hingegen wurde immer souveräner. Die Chance Dennis Aogos war ein „Fehler im System“, ansonsten hatte die Hertha das Spiel im Griff. Defensiv ließ man nichts anbrennen, offensiv suchte und fand man immer wieder Lücken im Schalker Mittelfeld. Hertha vergab einige beste Chancen und ließ den immer wieder in höchster Not rettenden Roman Neustädter zu Schalkes bestem Spieler werden.

Auf Schalke spricht man häufig von „konstanten Leistungen“ und meint doch eigentlich nur konstante Ergebnisse. Gewinnt man zweimal in Folge wird dies als was erachtet worauf „aufzubauen“ sei, unabhängig davon, wie sich die Spiele und die präsentierten Spielweisen darstellten. Pal Dardai hat hingegen tatsächlich aus seiner Mannschaft ein konstant spielendes Team geschaffen. Eine gut funktionierende Defensive ist die Grundlage für ein Spiel, das sich keinesfalls auf diese Defensive beschränkt, sondern das in der Offensive den Fähigkeiten seiner Protagonisten entspricht und deshalb erfolgreicher ist, als es die ganze Liga erwartet hat. Die Hertha ist vollkommen klar in ihrem Tun, hat eine für sich passenden Spielstil entwickelt, auf den sich tatsächlich aufbauen lässt.

Dem hinkt Schalke 04 hinterher. Schalke liefert jede Woche unterschiedliche Leistungen ab, häufig genug auch unterschiedliche Herangehensweisen. Auf Schalke passt die Spielausrichtung keineswegs immer zu den Stärken der Protagonisten, und letztlich hat man auch keine so guten Stürmer wie Salomon Kalou und Vedad Ibisevic. Wenn dieses Spiel der Kampf um Platz 3 war, wie die Begegnung vor dem Anpfiff medial verkauft wurde, bleibt zu konstatieren: Den hat Schalke verloren.



Foto: Tomek Bo



29 Kommentare zu “S04 gegen Berlin: Das verlorene Spiel um Platz 3”

  1. Teotor sagt:

    Verdient verloren, gar keine Frage. Es hat sich wieder einmal gezeigt, dass gegen eine Mannschaft, die weiß, wie man vernümftig verteidigt, offensiv einfach die Ideen fehlen. Man spielt mit einem Stürmer, und den setzt man noch nicht einmal richtig in Szene (Ausnahme der Kopfball nach Flanke Caicara). Da hat die Hertha mit zwei sich sehr gut ergänzenden Stürmern klare Vorteile. Defensiv war das eine ganze Weile in Ordnung bis, und da kommt für mich etwas schwer verständliches. Die Auswechslung von Johannes Geiß war vollkommen in Ordnung, der Junge hatte einen schlechten Tag. Dass nach dem Wechsel das Zentrum aber komplett offen war, was die Hertha dann auch dankend nutzte und Roman Neustädter zum besten Schalker werden ließ, kann ich nicht verstehen. Da passte gar nichts mehr. Insgesamt ein gruselig anzusehendes Spiel. Wer Konstanz sucht, das ist eine Stadt am Bodensee und hat nichts mit den Auftritten einer bekannten deutschen Fußballmannschaft zu tun. Man hat es nicht leicht mit Schalke im Moment.
    Es spricht nicht gerade für die Liga, dass wir immmer noch um die Fleischtöpfe mitspielen.

  2. Carsten sagt:

    und täglich grüßt das Murmeltier…

    wer glaubte nach 7 Punkten aus der englischen Woche würde es weiter aufwärts gehen, das sich die Mannschaft gefestigt hätte wurde eines besseren belehrt.

    und wieder einmal ein unbegreiflich….. schade

    Punkte? 3-20-4

  3. Rjonathan sagt:

    Prinzipiell sehe ich das Spiel ähnlich. Allerdings fand ich schon, dass man nach der Pause eine kleine Schippe drauflegte und ich habe Aogos Chance als Konsequenz dessen gesehen. Das zweite Tor war dann der Genickbruch.

    Alles in allem ist das Spiel erwartet abgelaufen. Ich kann die viele schlechte Laune hier und anderswo überhaupt nicht verstehen. Wir haben gegen den Tabellendritten auswärts gespielt. Die beste Heimabwehr der Liga. Es war vorher klar, dass es da nicht Chancen im Minutentakt geben wird. Wieso alle am angeblich mangelhaften Offensiv-Spiel der Schalker rummosern, ist mir schleierhaft. Es sind eben die kleinen Dinge, die solche Spiele entscheiden. Wenn Aogo das Ding rein macht, verläuft das Spiel anders. Wenn man gegen eine solche Abwehr seine Riesenchance nicht nutzt, verliert man. Das ist nun mal so, und ich finde es völlig in Ordnung. Manchmal gewinnt man, manchmal verliert man. Weil der Gegner ein entscheidendes Stück kaltschnäuziger ist und kein Sturmerproblem hat.

  4. andres sagt:

    @Rjonathan
    nun einerseits beklagst Du das gemoser am Offensivspiel, andferseits postulierst Du selbst das Stürmerproblem
    Ich hab das Spiel bis zum 2:0 auch nich so schlecht gesehen. Natürlich hatte die Hertha mehr vom Spiel, aber hätten wir die Chancen genutzt, hätte alles anders verlaufen können. Nur wurden die nicht konsequent ausgespielt, blieb es immer an Einzelnen hängen, was draus zu machen, Da hat der Druck der Mannschaft gefehlt – was ich nicht verstehen kann, denn grad weil es gegen den Dritten ging, hatte ich mehr Dynamik gehofft

    (und offtopic: das Mannschaftsbetreuer-Veranstaltung war ganz launig. Mal schaun, was draus wird)

  5. Rjonathan sagt:

    @andres
    Stimmt. Mit Sturmer-Problem meinte ich die Chancen-Verwertung, nicht das herausspielen von Chancen. Bei letzterem sehe ich uns durchaus auf dem Niveau um die CL mitzuspielen. Auch wenn das Spiel immer wieder unausgewogen ist. Aber wenn dafür müssten wir ersteres in den Griff bekommen. Und das scheitert meiner Meinung nach am Personal. Kalou ist halt ein anderes Kaliber. Oder Rafael. Oder Aubameyang.

  6. Eddi04 sagt:

    Ich würde gerne mal das Thema Hunter hier thematisiert wissen. Immerhin Topverdiener auf Schalke und seit ca 1 Jahr mit ganz schwachen Leistungen.

    Es fehlt die Schnelligkeit, er macht kaum Bälle vorne fest, Kopfballtore sind selten, er gewinnt keine Zweikämpfe, …

    Für mich ist seine Zeit abgelaufen und ich kann einfach nicht verstehen, warum Di Santo nicht einmal ein paar Spiele eine Chance bekommt.

  7. Ney sagt:

    Torstens Darstellung bringt es korrekt auf den Punkt, vor allem was die Vorteile des Gegners an diesem Abend betrifft. Eine so kompakte Defensive würde ich mir in der nächsten Saison regelmäßig auch von Schalke wünschen, plus Stürmer, die die ihre Chancen verwerten.

  8. BlueNote sagt:

    Das war eine verlässliche Standortbestimmung. Für die ersten drei Plätze ist der Kader zu dünn und das Leistungsvermögen ohne Nastasic, Höwedes, Goretzka und Choupo nicht ausreichend für eine direkte CL-Qualifikation. Insbesondere, wenn dann auch noch Sane überspielt oder außer Form ist und zusätzlich Geis mal einen schlechten Tag erwischt.

    Die mediale Außendarstellung hat hingegen nicht mal EL-Niveau. Heldt zählt ungewohnt scharf und überflüssiger Weise Aogo an, Ralle sieht Schalke auf Augenhöhe mit Hertha, der Schlachter will Maulwürfe im AR mit drastischen Geldstrafen zur Raison bringen. Selbstkritik und Demut gehen mit der Erwartungshaltung (wohl angesichts des sündhaft teuren Kaders und mangels ehrlicher Selbstreflektion) keine glückliche Ehe mehr ein in dieser Saison.

  9. Andreas sagt:

    Leider läßt Schalke in dieser Saison viel zu viele Chance zu.
    Soll heißen:
    Spielt der Gegener ineffektiv, dann gewinnen wir, wenn aber eine halbwegs effektive Truppe gegen uns spielt, dann gehen wir meist als Verlierer vom Platz. Schaut mal auf die Siege gegen Golfsburg, Hamburg oder Köln und was der Gegner da versiebt hat–oder Ralle bombig entschärfen konte.
    Auch kritisch sehe ich die vielen Gegentore nach Standartsituationen–und dass wir selber nach Ecken kaum noch Gefahr entfachen.

    Positiv aufgefallen ist mir Hojberg….der kommt langsam in Fahrt.

    @Eddi
    Der Hunter entwickelt sich immer mehr zum „Problem“, denn viele seiner Aktionen enden mit einem Freistoß für den Gegener, weil er im Abseits stand, oder seinen Gegner gefoult hat. Schade, Schade, aber auch er wird nicht jünger.
    Aber ich denke AB will jetzt nicht noch Unruhe in die Manschaft bringen, indem er den stellvertretenden Kapitän draußen lässt.

  10. Speed Glas sagt:

    Die Berliner waren auf Schalke besser eingestellt als umgekehrt. Wenn es gegen eine Mannschaft geht, die nicht nur läuferisch stark ist, sondern auch eine taktische Marschroute von ihrem Trainer bekommt und umsetzt, braucht man sich auf Schalker Seite nicht zu wundern, dass das Spiel verloren geht. Bei der Hertha hatte man das ganz Spiel über den Eindruck, dass sie wissen, was zu tun ist, wer wo steht und hinläuft und wo Schalkes Schwächen liegen. Dieses Spiel zeigt einmal mehr, dass Schalke in allen Belangen zu schwach für die CL und nach dem Ausscheiden gegen gegen Donezk vielleicht zu schwach für die EL ist. Momentan ist es Glück, dass die anderen Teams hinter Schalke auch Punkte liegen lassen, ansonsten würde man wohl eher um Platz 10 spielen. Die Ausfälle von Höwedes und Nastasic können Matip und Neustädter nicht auffangen, was eventuell zu verkraften wäre, wenn sich nicht eine absolute Abschlussschwäche des gesamten Teams wie ein roter Faden duch die ganze Saison ziehen würde. Im Gegensatz zu vielen anderen sehe ich in Belhanda keine Verstärkung für Schalke. Man hat merkt, dass er und Meyer sich im Spiel nach vorne gegenseitig die Räume nehmen. Ähnlich wie es bei Huntelaar und Di Santo der Fall ist.
    Ich nehme mal an, dass es gegen Gladbach wieder eine Niederlage setzten wird. Schalke hat momentan weder spielerisch noch taktisch die Voraussetzung um das internationale Geschäft mitzuspielen.

  11. Frank sagt:

    Gute Analyse, allerdings würde ich es wieder mit Seo links versuchen. Gegen Köln schläft Aogo beim Gegentor und versagt zwei Meter vor dem Tor. Und nun gegen Hertha ( obwohl es bei Schöpf anfängt) schaltet er vor dem Gegentor ab in dem er einfach stehenbleibt. Zu der vergebenen Torchance ist ja schon alles gesagt.
    Leider war es wie immer. Viele Fehlentscheidungen in den Pässen ( Meyer , Belhanda), schlechte Performance ( Geis,Huntelaar) und falsche Wechsel vom Trainer.
    Ich frage mich ob Breitenreiter die Spieler zurück entwickelt? Geis ist nur noch ein durchschnittlicher Spieler der warum auch immer das Spiel nicht lenken kann . Die Freistöße/Ecken kommen nicht mehr und nach 69 Minuten wirkt er platt auf dem Feld.
    Nun geht es gegen unseren Angstgegner Gladbach. Durch das schnelle Kombinationsspiel von denen werden wir Problem bekommen.
    Eigentlich wollten wir ja auch so spielen, leider ist da aber nichts von zu sehen.
    Was mich zum Hauptproblem führt.
    Nicht die Erwartungshaltung der Fans oder der Presse ist der Grund, sondern die Aussagen der Verantwortlichen oder Spieler.
    Wenn ein Spiel gewonnen wird, spricht man von hervorragenden Fußball sogar überragend. Wenn man allerdings diese Spiele anschaut, sieht man nur einen Rumpelfussball und der Beobachter denkt sich Hauptsache gewonnen.
    Ich kann mich nur an zwei oder drei Spiele erinnern , wo die Schalker das Spiel im Griff hatten. Sonst wären die Siege nur der Unfähigkeit des Gegners geschuldet. Köln, Stuttgart HSV , Das sind nur ein paar Beispiele wo wir eigentlich hätten verlieren müssen. Und das sogar zweimal.
    Ist Breitenreiter der Richtige?
    Nein. Er hatte im Vorfeld genauso wie die Mannschaft jeden Kredit bei den Fans. Leider ist er mit der Rückzahlung im Verzug. Wir sehen Fußball von DiMatteo und er hat das Glück eines Jens Keller, das er im entscheidenen Moment einen Sieg abliefert
    Somit hätten wir uns die Trainerwechsel sparen können . Er sollte von sch aus einsehen, das Schalke für Ihn eine Nummer zu groß ist.Sicherlich kommen nun viele mit Geduld oder ähnliches. Klar ist das auf Schalke ein Problem, allerdings kommt mir nach den Interviews der Spieler nach dem Spiel die Galle hoch. Nach dem Herthaspiel zu sagen, das war ausgeglichen ( Huntelaar) 50:50 Spiel ( Geis) , Spiel auf Augenhöhe ( Fährmann der neue Pressesprecher von Schalke) war schon stärker Tobak. Auf der einen Seite habe ich eine Mannschaft (Hertha) gesehen die unbedingt wollte und Schalke eben nicht.
    Lösungen habe ich auch nicht, allerdings würde ich ein paar Spieler abgeben.
    Leider kommen ja noch nicht mal aus China Angebote für unsere Spieler. Und wenn, dann gehen Sie Ablösefrei.

  12. Treat sagt:

    Hallo Schalker,

    bin hier über einen Link in unserem Hertha – Blog der Berliner Morgenpost (www.immerhertha.de) hereingestolpert und war sehr angetan von der sachlichen Analyse oben im Blogtext und auch vom angenehmen Tonfall in der Diskussion in den Kommentaren darunter.

    Diesen positiven Eindruck wollte ich hier einfach mal hinterlassen. :-)

    Und glaubt mir, es gibt viele, sehr viele Herthafans, die mit der uralten Feindschaft zu Schalke 04 nichts anfangen können – ich gehöre dazu. Das sind nur in der Regel nicht die Lauten! Also, nicht verzagen.

    Blauweiße Grüße (passen ja bei euch auch)
    Treat

    P.S.: Es ist für mich als leidgeprüften Herthaner sehr interessant zu lesen, wie stark unsere Mannschaft inzwischen von anderen Lagern wahrgenommen wird, wahrscheinlich ist man der eigenen Truppe gegenüber doch immer am kritischsten… Und auch, wenn wir natürlich hoffen, in dieser Saison mal oben bleiben zu können, ihr habt uns die nächsten Jahre noch so einiges voraus, glaube ich. Aber wir kommen näher! ;-)

  13. polarfuchs sagt:

    Vor dieser Saison habe ich meine Erwrtungshaltung auf Null gefahren. Zu stark war die neue Spielzeit mit den Geschenissen der letzten vorbelastet.
    Man wollte einen Neustart mit neuem Personal, die Anhäger wieder für sich gewinnen. Eine übergangs Spielzeit eben, man forderte Geduld und Verständnis ein. So weit, so gut.
    Mittlerweile sind zwei Drittel der Saison vorüber ohne das eine gravierende Veränderung erkennbar wäre. Aber der geneigte Anhänger hat ja Geduld und Verständnis. Überraschend ist allerdings die aktuelle Platzierung. Das 04 mit den gezeigten Leistungen und eingefahrenen Punkten im Kreis der Bewerber für die internationalen Plätze mitspielt ist eher kein Zeichen eigener Klasse. Eher ist es ein Anzeichen wie arm an Klasse die Liga “ hintendran „ist.
    Zum Saisonende wird gewogen und gesiebt werden. Eine neue Übergangssaison wird anstehen. Denn viele werden gewogen und für zu leicht befunden werden.
    Gut nur das H. Heldt dies nicht mehr tun muß.
    Ein altes, jahrelanges Phänomen möchte ich noch ansprechen. Spieler die bei anderen Vereinen so stark aufspielen das wir sie verpflichten sacken bei uns leistungsmäßig extrem ab, sind kaum mehr wiederzuerkennen. Aktuelles Beispiel, nur eines, Johannes Geiss. Sicher, er ist jung, bewegt sich jetzt in einem aufgeregteren Umfeld. Vielleicht wirkt auch das Foulspiel gegen Andre Hahn noch nach. Aber er ist Profi.
    Meiner Meinung nach kann es bei uns erst besser werden wenn diese unerklärliche Ursache gefunden und beseitigt wird.
    Wird das angepackt habe ich kein Problem mit einer weiteren Saison der “ kleinen Brötchen „. Glück Auf allen hier!

  14. Schalke for ever sagt:

    Ich war am Freitag im Stadion und kann nur sagen, dass Frieren hat sich nicht gelohnt ! Schalke war anfangs definitiv das spielbestimmende Team, Hertha als Heimmannschaft stand hinten sicher und hat auf die Konterchancen gewartet. Schalke hat es nie geschafft, schnell von der Balleroberung umzuschalten und den Ball vors gegnerische Tor zu bringen. Es fehlte der Pass in die Tiefe mit vorher einstudierten Laufwegen, wie man das bei Hertha sehen konnte ( hier gehen die Punkte im Vergleich Dardai zu Breitenreiter eindeutig an Dardai), ich meine, dass letztendlich die taktische Einstellung der Mannschaften das spielentscheidende Moment war. Von der spielerischen Qualität waren beide Teams durchaus ebenbürtig. Huntelaar als Goalgetter hat seinen Zenit überschritten, ab und an blitzte die alte Klasse noch auf, er war stets sehr engagiert und kämpfte, an der Einstellung liegt es sicherlich nicht. Meyer hat zu oft den Ball vertändelt, wenn er in Strafraumnähe kam, generell fehlte der Zug zum Tor. Geis war bei seinen Freistössen nie gefährlich, dreimal hat er aus bester Position in die Mauer geschossen ! Gleiches gilt für die Eckballsituationen, die Eckbälle waren sämtlichst harmlos. Umgekehrt resultierte das 2:0 aus einem Eckball einer Balleroberung von Kalou (!) nahe am eigenen Strafraum, Schalkes Abwehr war so indisponiert, dass Stark unbedrängt zum Kopfball kam. So etwas darf bei einem Spitzenteam, als das sich Schalke bezeichnet, nicht passieren. Generell fand ich Schalke bei Standardsituationen schwach, keine kreativen Spielzüge und auf den Gegner schlecht eingestellt. Wenn man aus dem Spiel heraus keine Torgefahr generieren kann, muss man es mit den Standards schaffen.
    Sane kam nach seiner Einwechslung nie richtig ins Spiel, er hat sich angeboten und freigelaufen und wurde mehr oder weniger geschnitten, hier muss der Trainer ran, falls es Mißhelligkeiten im Team gibt.

    Alles in allem haben im Ergebnis 5 oder 10 % gefehlt, um mit der sicherlich auch nicht überragend spielenden Hertha mithalten zu können.

  15. Klausi 04 sagt:

    Hallo Schalker,

    lese jetzt schon lange mit und möchte mich jetzt auch mal ein bißchen äussern.
    Habe mir gestern das Spiel LEV:HSV angeguckt, war jetzt kein Highlight
    aber was mir aufgefallen ist, und daß nicht zum ersten Mal, viele andere Mannschaften, allen voran unser ungeliebter Nachbar, kämpfen bis zur letzten Minute und erarbeiten sich auch große Chancen. Gestern war es der HSV, der in den letzten Minuten noch den Ausgleich hätte erzielen können, mehrere Chancen dazu waren da.
    Wenn ich jetzt unser Spiel in Berlin sehe, und da die letzten 15Min richtig in Erinnerung habe, war da kein Aufbäumen und kein Wille das Ding noch zu kippen. Sam´s Schuß lasse ich da mal außen vor.
    Der Trainer hat in der 68 Minute voll auf Offensive gesetzt, di Santo und Leroy für Geis und Schöpf, aber das Einzige was dabei rauskam waren noch mehr Chancen für die Berliner, anstatt Chancen für uns.
    Desweiteren kommen die Flanken unserer Aussen zu 96% aus dem Halbfeld, und ob da andere Stürmer viel mehr mit anfangen können als der Hunter sei dahin gestellt. Gegen Berlin gab es eine Flanke von der Grundlinie,
    und daraus resultierte dann auch die einzige Großchance, auch wenn der Hunter keinen Druck mehr hinter den Ball mehr bringen konnte. Gegen Köln entstand daraus das Tor durch di Santo. Ich verstehe es einfach nicht und verzweifele daran. Warum ist die Mentalität der Mannschaft so gegensätzlich zu der unserer Auswärtsfans? Warum kann man die letzten Meter, oft auch ohne Gegenspieler bis zur Grundlinie nicht laufen?
    Zum Schluß noch zu den Aussagen der Spieler und Verantwortlichen, wenn ich die höre, denke ich immer ich muß bei einem anderen Spiel gewesen sein.
    Jetzt ist aber auch gut.
    Glückauf

  16. Speed Glas sagt:

    @polarfuchs:

    „Man wollte einen Neustart mit neuem Personal, die Anhäger wieder für sich gewinnen. Eine übergangs Spielzeit eben, man forderte Geduld und Verständnis ein. So weit, so gut.
    Mittlerweile sind zwei Drittel der Saison vorüber ohne das eine gravierende Veränderung erkennbar wäre“

    Diese gravierende Veränderung gab es bei Berlin. Seit dort Pal Dardai neuer Trainer ist, hat die Hertha das geschafft, was wir uns vor der Saison erhofft haben. Wie Torsten es schon sehr richtig beschreibt, passt das Spiel unter Pal Dardai zu seinen Spielern:

    „Pal Dardai hat hingegen tatsächlich aus seiner Mannschaft ein konstant spielendes Team geschaffen. Eine gut funktionierende Defensive ist die Grundlage für ein Spiel, das sich keinesfalls auf diese Defensive beschränkt, sondern das in der Offensive den Fähigkeiten seiner Protagonisten entspricht und deshalb erfolgreicher ist, als es die ganze Liga erwartet hat. Die Hertha ist vollkommen klar in ihrem Tun, hat eine für sich passenden Spielstil entwickelt, auf den sich tatsächlich aufbauen lässt.“

    Ich denke genau das fehlt seit langer Zeit auf Schalke. Man darf dabei natürlich nicht vergessen, dass mit Höwedes, Goretzga und Choupo-Moting mindestnes drei potentielle Stammspieler fehlen und, dass der Abgang von Farfán eine große Lücke hinterlassen hat. Trotzdem muss das Spiel mehr den Spielern angepasst werden. Eddi04 kritisiert Huntelaar:

    „Ich würde gerne mal das Thema Hunter hier thematisiert wissen. Immerhin Topverdiener auf Schalke und seit ca 1 Jahr mit ganz schwachen Leistungen.

    Es fehlt die Schnelligkeit, er macht kaum Bälle vorne fest, Kopfballtore sind selten, er gewinnt keine Zweikämpfe, …“

    Mit Recht kann man sich darüber ärgern, dass er kaum noch trifft, mich lässt das auch in aller Regel verzweifeln. Allerdings ist er auch nicht der Typ Stürmer den das Schalker Spiel braucht, nämlich einen spielstarken Stürmer der Bälle verteilt und auch selber Angriff einleitet. Das war noch nie Huntelaars Spielweise, der ein klassischer Mittelstürmer ist und davon lebt, dass er von seinen Mitspielern in Szene gesetzt wird. Kevin Volland und Thomas Müller sind da ein ganz gutes Gegenbeispiel denke ich. Sie schalten sich viel mit in den Spielaufbau ein und versuchen Chancen herauszuspielen. Huntelaar hingegen sucht die 1:1 Situation gegen den Torhüter oder den direkten Abschluss nach Zuspiel. So spielt Schalke aber halt eben nicht.

    „Ein altes, jahrelanges Phänomen möchte ich noch ansprechen. Spieler die bei anderen Vereinen so stark aufspielen das wir sie verpflichten sacken bei uns leistungsmäßig extrem ab, sind kaum mehr wiederzuerkennen. Aktuelles Beispiel, nur eines, Johannes Geiss. Sicher, er ist jung, bewegt sich jetzt in einem aufgeregteren Umfeld. Vielleicht wirkt auch das Foulspiel gegen Andre Hahn noch nach. Aber er ist Profi.“

    Diese Beobachtung lässt sich leider bestätigen. In diese Kategorie falle auch Spieler wie C.Fuchs, bei dem sich Geister allerdings auch scheiden, A.Szalai, S.Sam und auch C.Clemens. Ich galube das liegt teilweise an dem Hype der um die Spieler gemacht wird, wenn sie auf Schalke als Neuzugang vorgestellt werden. Jedenfalls kommt es mir oft so vor, als ob Neuzugänge als der Supertransfer gefeiert werden, aber es nicht schaffen den Erwartungen zu entsprechen. Ich habe das erstes öffentlich Training von J.Geis miterlebt und fand die Erwartungshaltung vieler Fans verdammt hoch, die ihn schon als zweiten Schweinsteiger gesehen haben. Für so junge Spieler fehlt es im Kader an gestandenen Spieler an denen sie sich orientiern können und die in der Lage sind eine schwache Leistung aufzufangen.

    Ich setzte meine Hoffnung in die neue Saison mit Heidel als neuen Manager der uns vielleicht eine Frischekur verpasst. Tomasz Hajto gabe vor ca. 5 Monaten in der Reviersport ein Interview:

    http://www.reviersport.de/3187.....kilos.html

    Ich finde mit seinen Ausagen lag er damals gar nicht so falsch. Ich hoffe, dass Heidel schafft, etwas in diese Richtung umzusetzen.

  17. Detlef sagt:

    Im Grunde sehe ich es wie Torsten, mit einer kleinen Einschränkung, ähnlich wie Rjonathan sah ich ein kleines bisschen mehr an Einsatz, Druck, wie auch immer, so dass der Ausgleich nicht unverdient gewesen wäre. Aber auf Aogo rumkloppen halte ich für völlig übertrieben. Wie viele Tore hat er schon in seiner Karriere gemacht? Ausserdem war er von der Situation wohl auch überrascht.

    Überrascht waren wohl auch andere Spieler und vielleicht auch der Trainer von der Spielweise der Hertha. Anders kann ich mir nicht erklären das immer wieder Zweikämpfe verloren wurde, bzw nicht zu Ende gebracht wurden.
    Auch die gesamte Spielanlage der Berliner war der der Schalker überlegen, zumindest in Hälfte 2.

    Hunter: Ich habe es hier schon mal geschrieben, seine Zeit läuft ab. Er ist nur gefährlich wenn er Platz hat, oder er die Bälle sauber serviert bekommt, so dass er sofort abschliessen kann. Ersteres passiert selten in der Bundesliga und zweiteres passt eigentlich nicht zur Schalker Spielweise. Man möchte schnell vorne reinspielen, aber da ist niemand der die Bälle verwerten kann.

    Warum Klaas trotzdem spielt? Weil di Santo noch schwächer ist, jedenfalls scheint Breitenreiter so zu denken.

    Auf Twitter gab es den Ansatz, dass Sané vorne rein sollte, ich gkaube Torsten war es, der es geschrieben hat. Wäre vielleicht gar nicht so verkehrt gewesen.

    Mal schauen, wie die Mannschaft gegen Gladbach ein- und aufgestellt wird. Ein weiteres Spiel, diesmal um Platz 4. Und solche Spiele versemmelt Schalke ja immer, heisst es.
    Aber auf Schalke kann man sich selbst darauf nicht verlassen.

  18. Nordlicht sagt:

    Bin nicht beim Spiel gewesen. Doch wenn ich den koenigsblog lese, ist es ist wie unter Keller. Die Medien hatten sich auf J.K. eingeschossen. Es war 2.5 Jahre der gleiche Ablauf. Die Mannschaft spielte nicht konstant. Soweit ich mich erinnern kann, spielten sie die Spiele von mittelmässig bis schlecht. Dann war der Trainer Schuld und stand am Pranger der Medien. Danach immer wieder ein mannschaftlicher Treueschwur auf den Trainer und es folgten 2-3 ansehnliche bis gute Spiele und so ging es immer auf und ab. Schuld war ja immer der Trainer oder die Mannschaft hat Charakter.

    Fakt ist doch das wir in keiner einzigen zweiten Halbzeit zulegen können. Mit Glück behalten wir den Schwung aus der Ersten ein bischen bei. Aber in der Regeln brechen wir spielerisch völlig ein und können null zulegen.

    Schauen wir mal wie es am Freitag gegen Gladbach wird. Nur sollte sich die Mannschaft mal entscheiden was sie will. Entweder CL oder gar nichts. EL bringt mir persönlich nicht viel. Noch eine Saison mit so einer Vielzahl von besch… Anstosszeiten möchte ich nicht.

  19. Dav sagt:

    Wenn man was erreichen kann, dann beißen sie nicht, wie schon öfter in dieser Saison. Doch ich bin guter Dinge, dass wir gegen Gladbach gewinnen.

    @Nordlicht
    Der Unterschied zwischen JK und AB ist, dass Erstgenannter immer als Übergangslösung galt. Es ist jetzt eine Theorie, aber ich schätze, dass die Spieler sich für den „Interimstrainer“ nicht reinhauen wollten, da doch sowieso bald ein neuer kommt. Bei AB sind die Schwankungen -jedenfalls meiner Meinung nach- entwicklunsbedingt

  20. Pukki1904 sagt:

    Seit Jahren immer wieder dieselben Diskussionen um den Trainer, das Fehlverhalten der Spieler. Durchgehend Einbrüche in entscheidenden Momenten und entscheidenden Spielen. So wie am Freitag. Was aber ist der Grund dafür?
    Kann es nicht sein dass es seit dem Weggang von Rudi Assauer an gradliniger und guter Führung seit Jahren mangelt? Damit wäre auch zu erklären, warum es keine Konstanz gibt und warum viele Spieler einfach auch nicht mehr bereit sind sich wirklich für Schalke den A.. aufzureißen und alles zu geben. Es wäre für mich auch eine Erklärung für die Ankündigung von Norbert Elgert den Verein verlassen zu wollen. Er hat dies ja unter RDM mal öffentlich angesprochen und kritisiert dass es an Führungsstrukturen, Kommunikation und Kooperation innerhalb des Vereins mangelt. Alle haben die Schuld bei RDM gesucht. Ich denke das Problem ist wesentlich vielschichtiger, grundsätzlicher und noch gar nicht gelöst.
    Ich hoffe Christian Heidel kann dieses Phänomen entschlüsseln und eine Antwort finden. Da wird einiges an Arbeit auf ihn zukommen.Vielleicht kann er es ja auch schaffen, Norbert Elgert mit einem schlüssigen Konzept doch noch zu halten.

  21. Ney sagt:

    Seit Jahren …. Durchgehend Einbrüche in entscheidenden Momenten und entscheidenden Spielen.

    Stimmt doch gar nicht. Betrachten wir mal vergangegen 5 Spielzeiten. 10/11 wurde immerhin der DFB-Pokal geholt und das Halbfinale der Champions League erreicht. Saisons 11/12, 12/13, 13/14 Qualifikation für die Champions League. Einmal zusätzlich mit überstandenen Qualifikationsspielen. In der CL stets zumindest die Vorrunde überstanden. Vergangene Saison war die Rückrunde schon früh vermurkst, trotzdem wurde noch Rang 6 erreicht. Außer der AG und der KGaA kann in der Bilanz der letzten Jahre keiner mithalten.

  22. Berliner Schalker sagt:

    Sagt mal Leute, gibt es eigentlich irgendeinen plausiblen Grund, warum ausgerechnet die sonntagsgeplagten Schalker jetzt zum dritten Mal nacheinander am Freitag angesetzt werden? Ich kann keinen sehen, ist das Willkür? Verpeilung? Der Abgesang an gleichmäßige Aufteilung? Was soll das!?

    Ansonsten; dass die leichtfertig verspielten 3 Punkte gegen Werder mal schmerzen würden, war klar. Aber so schnell?
    Und eins muss ich als Berliner, der öfters im Olympiastadion sitzt, dem Blogherrn mal sagen: Hertha-Spiele sind so ziemlich das unattraktivste was man sich geben kann. Die schaffen es sogar ohne (!) Torschuss 1:0 zu gewinnen, so geschehen im tristen November vs Hoffenheim, dem grausamsten Fußballspiel der letzen 20 Jahre. Frisches Beispiel gabs doch erst letzte Woche in Hamburg, da war von durchstrukturiertem Plan und gleichen Abläufen auch nicht viel zu sehen.

    Eins noch, dass einige Schalker Spieler und Verantwotrtliche eine Augenhöhe gesehen haben wollen, liegt wahrscheinlich an den Stats. In allen Bereichen zeigt dieses Spiel eine Ausgeglichenheit, von Ballbesitz bis Torschuss.
    Die Realität sah besonders gegen Ende natürlich anders aus, aber imho wirklich nur gegen Ende.

  23. Pukki1904 sagt:

    @ney- ich meinte hier die immer wiederkehrenden Schalker Probleme und zwar unabhängig davon, ob die Mannschaft dann am Ende durch glückliche Umstände noch die CL oder EL erreichen konnte .Tatsache ist doch, die Leistung der Mannschaft ist seit Jahren inkonstant. Damit meine ich vor allem die Bereitschaft zu kämpfen, aggressiv und einsatzfreudig um jeden Ball zu kämpfen. Damit meine ich auch eine gewisse Disziplin zu leben und auf den Platz zu bringen.Diese Disziplin fehlt mir und ich glaube dass sie nur da sein kann, wenn sie auch im Verein gelebt wird und von jedem Verantwortlichen vorgelebt und eingefordert wird.Und da glaube ich ist Schalke sehr schlecht aufgestellt. Ein Beispiel dafür sind auch die Vorkommnisse um Boateng im letzten Jahr. Das dies so weit kommen konnte hat auch was mit Führungsschwäche und Disziplinlosigkeit zu tun- und zwar nicht nur innerhalb der Mannschaft!
    Das Schalke in den letzten Jahren immer international spielen konnten, ist vor allem der Tatsache zu verdanken, dass die Konkurrenz noch nicht so weit entwickelt war wie jetzt.Einbrüche waren trotzdem immer da. Der DFB Pokal war der letzte Titel. Teil der Mannschaft war Raul, ein Vorbild und ein Top- Führungsspieler mit einem hohen Maß an Professioneller Haltung an dem sich jeder Spieler orientieren konnte.

  24. Ney sagt:

    @Pukki1904
    Du schriebst ausdrücklich vom Versagen in den entscheidenden Spielen. Jetzt tust Du die 5 Qualifikationen für den internationalen Wettbewerb in Folge, davon 3x Champions League, damit ab, dass es glücklichen Umständen zuschreiben wäre. Dem kann ich nicht folgen. Zumal in derselben Zeit die Mannschaft 5 Trainer hatte und mit anderen widrigen Umständen zu kämpfen. Da muss schon ein bißchen was an Substanz drinstecken, das ist unmöglich nur Glück.

  25. polarfuchs sagt:

    Moin Speed Glas.
    Auf das aktulle Spiel vom Wochenende bin ich erst gar nicht eingegangen weil ich der Meinung bin es ist zwecklos. Es bleibt ein ständiges Auf und Ab, auch wenn wir uns hier die Finger wund tippen.
    Ansonsten bin ich Deiner Meinung. Wenn man sieht das die Mannschaft 30 bis maximal 60 Minuten marschieren kann stellt sich mir die Frage : ist die mannschaft austrainiert? Fehlt die Kondition?
    Zu Magaths Zeiten konnte die Mannschaft 120 Minuten marschieren und dann sogar noch zulegen.
    Noch eine Nachbemerkung zum vorher geschriebenen. Udo Lattek hat einmal gesagt die Spieler sind alles kleine Drecksäcke. Thomas Müller vom FCB hat sich letzte Woche in einem Interview zu Joshua Kimmich etwa folgendermassen geäussert: Zwei, drei gute Spiele reichen nicht. Bleibt mal auf dem Teppich. Beim FCB muß jeder Spieler, auch die arrivierten, in jedem Training, jedem Spiel alles geben. Machst du das nicht bist du weg, dann war`s das.
    Ich denke diese beiden Aussagen sind sehr bezeichnend. Ausdrücklich möchte ich betonen das ich jetzt nicht auf unserem Trainer herumhacken will. Denn das es bei uns immer wieder der Trainer ist glaube ich nicht.

  26. Florian Knoop sagt:

    @ Ney:
    Wenn es Schalke gelingen würde, diese ‚widrigen Umstände‘ mal endlich in den Griff zu bekommen, könnte tatsächlich mal ein Topclub draus werden.

    Dazu gehört auch ein sportliche Identität. Schließlich hatte Schalke nicht nur 5 Trainer, sondern 5 extrem unterschiedliche Trainer mit völlig unterschiedlichen Spielideen, während andere Vereine (z.B. Mainz, *zwinker) seit Jahren versuchen den von Ihnen gewünschten Fußball (Pressing und Umschaltspiel) von einem dazu passenden Trainer unterrichten und von passenden Spielern spielen zu lassen.

    Vielleicht kommt Schalke mit Heidel ja im modernen Fusball an. Wäre schön.

  27. Nordlicht sagt:

    die Bereitschaft zu kämpfen, aggressiv und einsatzfreudig um jeden Ball zu kämpfen sind doch auch eine Art von Qualität. Wenn diese Art zu spielen, ob im Training oder im Spiel, immer nur „hin und wieder“ gezeigt wird…fehlt halt diese Qualität.
    Wenn ein Profi ( mit einer Trainingseinheit am Tage ) nicht bereit ist ans sich zu arbeiten und auch mal Extraschichten einzulegen, sagt es doch alles. Gehen die Spieler jedesmal an ihre Schmerzgrenze?? Muss in Trainingseinheiten immer der innere Schweinehund überwunden werden?? Die Aussage von Julian Draxler ist doch bezeichnend für die Einstellung eines Profisportlers bei uns. J.D. hat doch ( gefühlt ) nachgelassen nachdem Raul gegangen ist. Es gibt doch bei uns niemanden mehr der die Truppe wirklich mitreisst. Der den jungen Spielern diese Werte vermittelt bzw vermitteln kann. Ein gewisses Feuer muss doch die Mannschaft selber erzeugen können. Das kann nicht immer am Trainer liegen.

    Letztendlich liegt es doch am Spieler selber inwiefern er bereit ist, sich für den Erfolg, zu quälen, oder nicht??

    Ich bin sehr gespannt auf Heidel. Für mich beginnt der Umbruch erst zur neuen Saison.

    Nun klingt es evtl jetzt alles sehr frustriert. Das soll/ ist es aber nicht. Sind ledglich ein paar Gedanken die mir oft durch den Kopf gehen.

  28. Ney sagt:

    Je nun, dann hätten wir ein strukturelles Problem a) dass es keinen Leader gibt (von den Draxlermillionen sind ja noch einige da, vielleicht kann man einen damit verpflichten), b) dass man im Training (und entsprechend auf dem Platz) zuwenig an die Grenzen gehen muss wegen der mauen Konkurrenzsituation bzw. weil der Kader eben nicht mit 22 Hochkarätern besetzt ist wie bei Bayern.

  29. Happy Weekend (5) sagt:

    […] wieder. Im Februar leitete er Schalkes Spiel gegen Wolfsburg. Im März leitete er Schalkes Spiel in Berlin. Dies ist nun also sein […]

Schreibe einen Kommentar