In Fährmanns Fäustchen gelacht

Schalke gewinnt sein Heimspiel gegen Borussia Mönchengladbach 2:1. Ein glücklicher Sieg einer teilweise desolat agierenden Schalker Mannschaft. Aber Schalke hat einen großartigen Torhüter zwischen den Pfosten und manchmal sind die „dreckigen Siege“ die schönsten. Als nach dem Spiel Gladbachs Mannschaft und Trainer überhaupt nicht mehr aufhörten, sich ob ihres angeblich so tollen Spiels selbst auf die Schultern zu klopfen, konnte man sie als Fan schön lächelnd reden lassen.

In der ersten Halbzeit bot Schalke den missratensten Fußball, seit André Breitenreiter Trainer der Blauen ist. Dieser stellte nicht nur viel neues Personal auf, er präsentierte auch eine neue Formation. Eine 3er-Kette, beflankt von Sead Kolasinac und Leon Goretzka, mit einem 6er davor. Bis man das als Zuschauer erkannte, verging allerdings eine Weile. Man begann zu erahnen, wie es hätte aussehen sollen, es sah aber nie so aus, weil die Umsetzung nicht funktionierte. Wenn Gladbach längst wieder den Ball hatte, rannten Kolasinac und Goretzka im Irgendwo herum. Pierre-Emile Höjbjerg war im defensiven Mittelfeld vollkommen überfordert und Matip, Neustädter und Riether sahen sich den Angriffsversuchen Gladbachs mal um mal bloßgestellt gegenüber. Hauptsächlich vor den drei Alleingelassenen, zu oft auch auf den Flanken, bekam Schalke große Räume nicht geschlossen.

André Breitenreiter versuchte alles. Aber egal ob Leroy Sané rechts oder links spielte, das Offensivspiel wurde dadurch nicht beeinflusst. Egal ob Leon Goretzka rechts oder vor der Innenverteidigung agierte, Gladbach blieb in allen Varianten ungestört. Letztlich wurden die Gladbacher Abschlüsse erst weniger, als sich Schalke weit zurückzog, das Maximum an Beinen vor das eigene Tor stellte und auf Mitspielen weitestgehend verzichtete.

Ja, Schalke spielte furchtbar. Aber Ralf Fährmann hielt eben fantastisch. Leroy Sané agierte in dieser einen Szene vor dem 1:0 unnachahmlich, klaute den Ball, spurtete und behauptete sich. Und Gladbach war an diesem Tag eben eher nach Eigentoren.
Schon in der 23. Minute fälschte man eine Riether Flanke zur besten Schalker Chance der ersten Hälfte ab. Der Treffer nach Sanés Vorbereitung hatte das Zeug, ein Eigentor-Klassiker zu werden. Auch Goretzkas Siegtreffer wurde erst durch Xhakas Körper so richtig unhaltbar.

Wen Gladbach anderes als sich selbst für diese Niederlage verantwortlich machen möchte, ist mir ein Rätsel. Wofür sie sich nach diesem Spiel alle selbst lobten auch. Gegen einen derart schwachen Gegner werden sie sobald nicht wieder spielen, gegen diese Schalker wäre an diesem Tag jede Mannschaft zu einem Haufen Chancen gekommen. Gegen die andere Borussia in drei Wochen würde eine solche Leistung der Blauen zu einem Debakel führen. Gegen Gladbach waren’s drei Punkte.

Fäustchen machen, reinlachen.



Foto: Tomek Bo



43 Kommentare zu “In Fährmanns Fäustchen gelacht”

  1. Faxendick sagt:

    Auch eine negative Entwicklung ist eine Entwicklung, insofern verständlich, dass die Truppe nach Abpfiff auch noch lautstark abgefeiert wurde.

    Ein Wort noch zu Fährmann; ich will seine Leistungen wirklich nicht schmälern, aber 80% seiner „Glanzparaden“ sind Torhüter-Basics, das sind 1000x am Tag trainierte Bewegungsabläufe und Stellungsspiel. Oder auf fußballdeutsch: er wird, wie viele andere auch, angeschossen oder „steht im Weg“.
    Deswegen hat ihn Löw auch nicht eingeladen, in der N11 muss der Keeper „spielen“ können, Bälle aufs Tor sind quasi nicht existent. Und der gute Ralle kann alles, aber nicht fußballspielen.

  2. Faxendick sagt:

    Nachtrag: Hab jetzt noch die Einschätzung der verlinkten Halbfeldflanke gelesen.
    Mein lieber Scholli, Breitenreiters Hilflosigkeit und Verzweiflung freudig als lang vermisstes Ingame-Coaching zu verkaufen, ist schon sehr gewagt.

  3. Manfred sagt:

    Fiel der Satz ‚Das war nicht fair, Mann.‘ irgendwann?
    Hihi.

  4. Marcel04 sagt:

    Ein unerwarteter 6-Punkte-Sieg. Warum sollten wir uns nicht auch einmal ueber „Bayerndusel“ freuen?

  5. Rjonathan sagt:

    Was man mMn in den beiden letzten Spielen gesehen hat: Wir haben keinen Spieler vom Format eines Kalou oder Raffael. Die Souveränität und Gefahr, die solche internationalen Offensiv-Stars ausstrahlen, strahlt bei uns keiner aus. Auch wenn Meyer und Sané natürlich gefährliche Spieler sind. Ihnen fehlen noch viele Jahre Erfahrung, ihre Qualitäten derart selbstbewusst in einem Spitzenspiel auf den Platz zu bringen.

    Es fehlt nicht ein Draxler-Ersatz. Es fehlt – wer hätte das gedacht – ein Boateng-Ersatz, denn er war der letzte, der diese Rolle erfolgreich ausfüllt, bei unserer letzten CL-Quali vor 2 Jahren.

  6. Torsten sagt:

    @Faxendick:

    Ja, 80% sind Torhüter-Basics, das ist bei allen so. Die anderen 20% machen den Unterschied.

    Ich bin auch davon überzeugt, dass Fährmann auf Grund der Defizite mit Ball am Fuß nicht zur Nationalmannschaft eingeladen wird, und dass ist schon okay so. Trotzdem ist Fährmann für Schalke gerade Gold wert, eben weil so oft die Defensive nicht gut funktioniert.

  7. Voice sagt:

    Von den so ca. 400 Heimspielen, die ich in den lezten 30 Jahren besucht habe, war dies sicherlich einer der glücklichsten (nicht unverdientesten) Siege, vielleicht sogar die Nr. 1 in dieser Kategorie. Das Spiel lässt sich nur als grotesk bezeichnen, unglaublich. In Halbzeit zwei ein Torschuss aber zwei Tore, Wahnsinn. Ansonsten war es schlecht, sehr schlecht. So vorgeführt wurden wir lange nicht mehr. Bedenklich ist, dass in den letzten drei Spielen der Gegner jeweils deutlich mehr Chancen hatte als wie. Dass wir trotzdem davon zwei gewonnen haben lag zum großen Teil am gegnerischen Unvermögen und, natürlich, an Ralf Fährmann. Ich denke, man kann seinen Lauf nicht hoch genug schätzen. Den im kurzen Eck und den Kopfball am Ende muss man erstmal halten, das waren keine Basics. Wann hat er eigentlich seinen letzten Fehler gemacht?

  8. Guybrush Threepwood sagt:

    Meine Güte, was für eine hilflose und überforderte Mannschaft. Dies macht wahrlich Lust auf die kommenden Bonusspiele.
    Wenigstens waren die Aussagen nach dem Spiel eindeutig und es wurde nicht wieder von einer Partie auf Augenhöhe fabuliert.

    Zum Drumherum:
    Kann mir mal jemand das massive Polizeiaufgebot rund ums Stadion erklären (Wasserwerfer, Reiterstaffeln usw.). Ein solches habe ich seit den 80er nicht mehr erlebt.
    Die Begegnungen gegen die Gladbacher waren doch noch nie Risikopartien.
    Hat jemand eine Ahnung was das sollte?

  9. westecke sagt:

    Mir ist am Freitag bei jedem Angriff über Raffael das Zitat eingefallen, dass man von seiner Weiterpflichtung bei S04 abgesehen hat, um die Entwicklung von M.Meyer nicht zu behindern. Das war für mich eine der schlechtesten sportlichen Entscheidungen in den letzten Jahren.

    @Rjonathan: 100% Zustimmung. Es gibt keinen solchen Spieler in der aktuellen Mannschadt. Wobei wir wieder bei meinen Zeilen oben wären.

    Es soll Spieler geben, die in einer Situation dem Coachingchaos (und nichts anderes war es) ein Ende bereiten und selber auf dem Platz entscheiden, was die Mannschaft ändern muss.

  10. Detlef sagt:

    Zum Spiel nur so viel, was nutzen taktische Umstellungen, wenn die Spieler nicht in der Lage sind diese auf den Paltz zu bringen? Ich hatte während des Spiels den Eindruck, dass ( fast ) alle Blaune auf dem Platz zu langsam waren und zwar nicht unbedingt mit den Füssen, wohl aber mit dem Kopf. Es gelang nie „Zugriff zum Spiel zu bekommen“.

    Was wäre wohl im Schalke Universum los, wenn das Spiel wohl anders rum gelaufen wäre? Der Trainer würde in der Luft zerrissen worden, wenn er seine Mannschaft für das Spiel an sich lobt.
    Gladbach hat in den entscheidenden Situationen versagt. Wer mehr als ein Dutzend Chancen gegen einen so hoffnungslos unterlegenen Gegner nicht nutzt und in der Abwehr 2 mal versagt, der verliert eben so ein Spiel.

    Das ist Fussball, darum geht man immer wieder hin, selbst wenn man sich, wie ich in der Halbzeit, fragt warum man sich das antut. Wegen des Endes.
    Die dreckigen Siege machen halt besonders Spass.

    @Faxendick
    Ja es sind viele Basics, aber das macht Ralf Fährmann eben schon ziemlich gut.
    @torsten
    Sehe es genau wie du, Fährmann wird wohl wegen der fussballerischen Defizite nicht zur N11 eingeladen.
    @voice
    Ich frage mich auch, wann Ralle zuletzt einen groben Fehler gemacht hat.
    Fehlerminimierung auch ein Merkmal einen guten Torwarts.

    Ich pfeif jetzt noch ein bisschen Opa Pritschikowski vor mich hin.
    Und freu mich auf die Kollegen Galdbachfans bei der Arbeit.

  11. Ney sagt:

    Keine Deckung, keine einstudierten offensiven Spielzüge. Könnte man nicht wenigstens mal einen Konter einschleifen? Was macht der Trainer eigentlich mit den Spielern auf dem Trainingsplatz, Ringelpietz? Warum muss es so sein, dass man in Berlin und gegen Gladbach von Mannschaften dominiert wird, die keineswegs besser besetzt sind.

  12. Grieche sagt:

    Im November spielte Schalke grandios gegen Gladbach und verlor trotzdem (DFB-Pokal, 2. Runde). Diesmal wars halt andersrum. Ausgleichende Gerechtigkeit

  13. BlueNote sagt:

    Urlaubsbedingt konnte ich das Spiel nicht sehen. Somit verpasste ich nach über einem Jahr mal wieder ein Live-Spiel in voller Länge. Was soll ich sagen? Ich fand’s saugeil, weil’s mir wurscht war, wie der Sieg zustande kam. Ich freute mich stattdessen königlich über diese immens wichtigen drei Punkte. Live am TV wäre ich wahrscheinlich frustriert durchgedreht und drei Tage lang nicht ansprechbar gewesesen vor Ärger. Mal schauen, ob ich das Derby aus gleichem Grunde sausen lassen werde.

  14. derwahrebaresi sagt:

    Gegen die andere Borussia in drei Wochen würde eine solche Leistung der Blauen zu einem Debakel führen.

    so weit würde ich nicht schauen.

    mit dieser Leistung geht man auch
    in ingolstadt unter.

  15. michael sagt:

    @ derwahrebaresi: wohl wahr……….

    ….ein grausames Spiel. Ich verstehe diese Aufstellung nicht. Im November spielte Schalke grandios gegen Gladbach und verliert unglücklich, weil Matip auf einem sehr schlechten Rasen ausrutscht. Warum dann diese total neue Ausrichtung in einem sooooo wichtigen Spiel. Ich verstehe Herrn Breitenreiter immer weniger und ich habe seit einiger Zeit das Gefühl, dass er mit seinem Latein am Ende ist. Hinzu kommt, dass er es nicht wirklich schafft Spieler konstant besser zu machen.

    Ich sag mal, Schwein gehabt und viel Dusel oben drauf. Ganz ehrlich, ich will so einen Hühnerhaufen nicht mehr sehen. Das macht kein Spass. Einziger Lichtblick für mich war, dass Goretzka wieder fit ist und nach der Länderspielpause hoffentlich da weitermacht wo er vor seiner Verletzung aufgehört hat und dass Sané langsam wieder in Form kommt.

  16. mika sagt:

    Ich habe selten so gelacht nach dem Abfiff des Spiels, aber:
    was war das fuer eine katastrophale Leistung?
    Bei der Entwicklung unserer Spielkultur wird mir Angst und Bange…
    Was denkt sich wohl Herr Heidel, wenn er so etwas sieht….?
    Dem wird wohl nicht nach Lachen zumute sein….
    Ich lege mich mal fest, Herr Breitenreiter wird ab Sommer wieder auf dem Markt verfügbar sein…hilfloser und verzweifelter geht es nicht mehr.
    Er hat fertig…..

  17. crisscross04 sagt:

    Wenn die Saison mich eines lehrt, dann dass man die Leistungen der Mannschaft nicht generalisieren darf, weil im nächsten Spiel eh wieder alles anders sein wird – sowohl im Einzelnen (Spieler) als auch im Ganzen (Team).

    Daher kann man sich eigentlich über die 3 Punkte einfach nur freuen! Eigentlich. Denn wenn man anfängt, unser Spiel zu analysieren, wird es ganz bitter!
    Aber man muss sich wirklich fragen, wie eine solche Leistungseinstellung und -darbietung in so einem wichtigen Spiel gegen einen direkten Ligakonkurrenten überhaupt zustande kommt.
    Die Mannschaft stand hilf- und orientierungslos auf dem Platz und hat sich, gerade in der 1. Halbzeit, einfach ergeben.
    Da kann eigentlich nur die Frage nach dem Trainer folgen. Aber ich bin es einfach auch leid, diese Diskussion zu führen. Denn sie bringt uns im aktuellen Zeitpunkt nicht weiter. Ich sehe auf alle Fälle keine Weiterentwicklung zu Keller oder Di Matteo. Natürlich ist es die Gretchenfrage, ob man diese Leistung der fehlenden Kaderqualität oder der mangelhaften Einstellungsfähigkeit des Trainers zuschreibt.

    Ich merke nur Zunehmens, dass ich mich meinem Zustand der letzten Rückrunde annähere: der Zustand des Leidens oder gar der Gleichgültigkeit beim Ansehen der Spiele. Spaß oder Freude habe ich auf alle Fälle nicht. Ich weiß schon gar nicht mehr, wann ich ein so richtig souveränes und dominantes Spiel der Mannschaft gesehen habe. Und das auf Dauer! Denn gegen Köln, Wolfsburg und Hamburg (um nur die letzten Siege zu erwähnen) hatten die anderen Mannschaften durchaus Gelegenheiten, das Spiel anders ausgehen zu lassen.

    Vielleicht bin ich aber auch zu kritisch und sollte mich einfach nur freuen. Denn beim nächsten Spiel wird ja sowieso wieder alles anders. Hoffentlich! Und hoffentlich besser!

    P.S.: Zum Thema Fährmann und Nationalmannschaft:
    Fährmann hat in der Nationalelf nichts verloren, weil er einer der schlechtesten Torhüter der Liga in der Spieleröffnung ist. Deshalb ist die Diskussion auch nur nervig – auch wenn er noch so grandiose Reflexe auf der Linie hat. Meine Meinung.

  18. Pukki1904 sagt:

    Wie soll man sich freuen können wenn der Torwart seit Wochen derjenige ist, der die Mannschaft oben hält? Was für ein grottiges Fußballspiel. Ich habe langsam überhaupt keinen Spaß mehr dabei zuzusehen. Auch in die Begeisterung über den dreckigen Arbeitssieg und das große Schalker Glück kann ich überhaupt nicht einstimmen.Das Schalker Spiel war nur auf das Spiel des Gegners ausgerichtet. In der ersten Halbzeit vor allem wurden die Gladbacher begleitet, statt ihnen das eigene Spiel aufzuzwingen. Eine eigene Spielidee, wie man den Gegner dominieren kann war offensichtlich kaum vorhanden. Mehrfache taktische Umstellungen misslangen und sind mit den Spielern auf dem Platz entweder nicht umzusetzen oder nie eingeübt worden? So langsam komme ich immer mehr zu dem Schluss, dass AB echt überfordert ist. Wenn die Leistung bis Ingolstadt so bleibt, werden wir auch dort mit Maus und Mann scheitern.Die zwei Spiele danach sind eh verloren und Leverkusen ist spielerisch einfach viel stärker, so dass auch dort nicht unbedingt mit Punkten zu rechnen ist.
    Wer jetzt noch von der CL- Teilnahme redet ist m.E. nach ein ganz großer Optimist. Schalke kann froh sein wenn die EL noch zu schaffen ist. Aber auch das wird nicht einfach. Für mich beginnt die neue Zeitrechnung erst mit der neuen Saison und mit Christian Heidel.Ich hoffe sehr und denke auch, dass er sich jetzt schon Gedanken bezüglich des Trainers macht. Denn wenn die spielerische Entwicklung der Mannschaft so weiter geht wie bisher, wäre es ziemlich mutig von ihm, mit AB in die neue Saison zu gehen.

  19. Werner04 sagt:

    Leute, eigentlich sind wir im Soll. Vor der Saison wurde bewusst kein Ziel ausgegeben und es ist nur der absoluten Unfähigkeit mehrerer anderer Mannschaften zuzuschreiben, dass wir überhaupt noch Chancen nach oben haben. Würden nämlich z.b. Gladbach, Leverkusen und Wolfsburg nach ihren Fähigkeiten spielen, wäre das Thema CL schon komplett durch und die Erwartungshaltung dtl. geringer. Jeder würde sich an die Worte zu Saisonbeginn erinnern und die Mannschaft könnte sich mit weniger äußeren Störungen entwickeln. So erwartet jeder jedes Wochenende den Durchbruch. Der wird aber diese Saison definitiv nicht erfolgen. Da müssen wir schon noch geduldig warten. Bis zum Saisonbeginn 2016 oder 2017.

  20. ebbe04 sagt:

    Fussball ist ein Ergebnissport. Soviel zu den 3 Punkten.Die spielerische
    Leistung hat mich natürlich auch erschüttert . Fühlte mich zeitweise an
    die Brasilianer im WM Halbfinale erinnert . Wenn ich Andre Breitenreiter
    beobachte und seine Interviews höre glaube ich , dass er mit dem
    Job einfach überfordert ist . Was ich schade finde , weil ich ihn echt
    sympathisch finde. Bin gespannt wie Christian Heidel das sieht .

  21. Nordlicht sagt:

    Guten Tag Zusammen,

    was soll man zu so einem Spiel noch Worte verlieren? Mir ist es ziemlich gleich ob glücklich, unverdient oder was auch immer. Toll, dass wir die 3 Punkte mitgenommen haben. Aber auch, dass wir auf Platz 4 stehen?? Alle reden davon, dass wir ruhig auch mal so einen dreckigen Sieg mitnehmen können. Ich finde, wir haben schon einige dreckige Siege in dieser Saison mitgenommen ( nur ein Beispiel : Hinspiel Stuttgart ) und hätten wir nicht einen Ralle in dieser Form, würden wir in der unteren Region stehen.

    Fakt ist für mich, dass wir einfach keine Chance hatten und das im wahrsten Sinne des Wortes. In einem Heimspiel wohlgemerkt, mit einer super Stimmung im Rücken. 4 Torschüsse in 90 Minuten und davon 3 abgefälscht bzw. einer noch im „Slapstickformat“.
    Fakt ist für mich auch, dass wir in dieser Saison gegen nicht einen direkten Konkurrenten wirklich ein Chance hatten. Ok, gegen Wolfsburg. Doch die haben genug Probleme mit sich selber.

    Ich finde die Vorstellung erschreckend, mit der Mannschaft in die CL zu kommen. Ich lege keinen Wert darauf, mir Spiele anzusehen, in denen wir gnadenlos vorgeführt werden. Andere mögen es als „Highlight“ sehen. Ich kann auf Heimspiele, wie gegen Madrid oder Chelsea, verzichten. Klar könnte man sich an dem einen Rückspiel in Madrid berauschen. Letztendlich sind wir dort, ausgeschieden, ist es schon längst Vergangenheit und es gab dafür keine Extrakohle oder Wildcard fürs Jahr darauf.

    Was mich erschreckt ist, dass bei uns immer noch kein System zu erkennen ist. Bei anderen Mannschaften erkennt man sofort die Handschrift vom Trainer und welchen Fussball er spielen lassen möchte. Nur ein Beispiel. Die Gladbacher zeigen es vom ersten Spiel an unter Schubert und auch sie hatten viele Verletzte und nicht immer ihren Wunschkader parat. Man könnte wohl noch mehr aufzählen. Ich – für mich – habe auch schon unter Keller nicht erkennen können, für welche Art Fussball Schalke steht oder stehen möchte. Nur unter RdM war es zu erkennen. Doch das war auch kein Fussball.

    In diesem Sinne… schöne Woche und fussballfreies Wochenende.

    P.S. Ich sage es ist bei AB wie unter JK. Kaum ist der Trainer in der Kritik spielen sie zwei bis drei Spiele ansehnlich. Hat sich alles wieder beruhigt geht es so lange, immer ein bischen weniger, bis von Aussen die Kritik wieder da ist. Ich könnte im Kreis k…! Aber wir/ die Mannschaft hat es wieder geschafft mit dem Trainer das für sich bequemste Alibi zu schaffen.

  22. leoluca sagt:

    Dass Gladbach den Übergang zu einem neuen Trainer so gut bewältigt hat, dass sie uns mit einem deutlich preiswerteren und keineswegs besser besetzten Kader an die Wand spielen können, kann man ohne die hervorragende Arbeit von Schuberts Vorgänger, Lucien Favre, nicht erklären. Auch nicht ohne den Hinweis darauf, dass der Club am Niederrhein seit ein paar Jahren gut geführt wird. Die haben einen Plan.

    Was nichts daran änderte, dass ich diesen Dreckssieg ordentlich gefeiert habe.

  23. Erle72 sagt:

    Wat is denn jetzt. Gibt man dem Trainer Zeit, oder muß seine Handschrift nach ein paar Monaten erkennbar sein? Nach jedem schlechten Spiel wird gerne der Trainer in Frage gestellt. Dabei hat dem Breitenreiter sein Assi in der Halbzeitpause genau beschrieben was falsch läuft und benannt was sich ändern muss. Nix war es mit Ratlosigkeit. Gut – das mit dem »in die Praxis umsetzen« klappt noch nicht so richtig. Die Räume zu weit, das Zulaufen zu spät; statt Zweikämpfe oft erfolgloser Begleitservice. Es scheint also noch eine Weile zu dauern bis das Gelehrte bei den Schülern im Kopf und in den Beinen ankommt. Sollte deshalb der Lehrer rausgeworfen werden? Vielleicht fehlen doch nur die 1 – 2 erfahrenen Spieler um mit gezieltem Takt das Spiel zum Klingen zu bringen. Mannschaften wie Gladbach und Hertha hatten mit Favre und Luhukay dann doch andere Trainer für die Basics gehabt als Schalke…

  24. Werner04 sagt:

    @Erle72: Danke für den Kommentar, 1904% Zustimmung.

  25. Chris sagt:

    Netter Beitrag in der Zeit. Vielleicht eine Lesefreude auch für nicht in und um Berlin herum lebende.

    Fußballfans im Exil: Nur zur Hertha gehn sie nicht
    Der Job, die Liebe, das Leben spült Fans aus ganz Deutschland nach Berlin. Im Exil schauen sie die Spiele ihres Clubs in dunklen Kneipen. Nun huldigt ihnen ein Film.
    http://www.zeit.de/sport/2016-.....-interview

  26. Nordlicht sagt:

    @ Erle72 – Es geht mir nicht darum den Trainer rauszuwerfen. Mir persönlich wäre es ganz recht, wenn wir mal einen hätten, der einen Zeitraum prägt. Die letzten Jahre haben ja gezeigt, dass es egal ist, welche Art Trainer am Rande steht.

    Ich stelle – für mich – nur fest, dass es wie bei JK abzulaufen droht. Trainer im Fokus der Medien. Die Mannschaft öffentlich nie in der Kritik, sondern der Trainer. Danach ein paar bessere Spiele ( Mannschaft beweist Charakter und Teamgeist ) und dann geht langsam wieder zurück zum Nullpunkt und alles beginnt wieder von vorne.

    Auch stelle ich mir die Frage zu deinen aufgezählten Punkten „Warum begreifen die Spieler es nicht?“ Wieso benötigt der Trainer Monate Zeit, um den Spielern zu erklären, dass es Zweikämpfe erfordert und keinen Begleitservice?? Warum funktioniert es 2 Spiele und danach nicht mehr? Warum werden wir nach unseren Halbzeitpausen nie besser?? Ich lese hier ständig was von „Basics“ Was sind denn Zweikämpfe im Fussball??

    Am Lehrerbeispiel würde ich sagen: Wenn der Lehrer den Stoff nicht vermitteln und man nicht alle Schüler von der Schule schmeissen kann, wird wohl der Lehrer gehen, oder??

    Es wäre wirklich schade um Andre Breitenreiter. Von mir aus kann er jahrelang Trainer bei uns bleiben. Nur befürchte ich halt, dass er verbrannt ist und die Spieler sich dahinter verstecken. Mir wäre es am liebsten, ich würde mich täuschen. Aber so ist mein Gefühl .

  27. Äärnz sagt:

    Ich sehe es wie Nordlicht. Wenn wir mal die unmittelbare Konkurrenz nehmen, also Gladbach, Leverkusen oder Mainz, dann ist dort ein klareres und konstanteres System zu erkennen, und das in allen Fällen schon bald nach der Übernahme der Trainertätigkeit durch R. Schmidt, M.Schmidt und auch Schubert, von dem zumindest eine klare Linie zu Favre bzw. umgekehrt führt. Das erkenne ich bei uns nicht in dem Maße, auch wenn ich die Vergleiche mit der Zeit von JK bzw. RDM nicht passend finde, weil die Mannschaft mE insgesamt durchaus besser spielt – nur haben eben andere Mannschaften eine noch bessere und gradlinigere Entwicklung durchgemacht. Es reicht halt nur mit Dusel für die Spitzenplätze, das hat diese Saison gezeigt, und daraus muss man Konsequenzen ziehen. Bin gespannt, ob Heidel sich das traut.
    Jedenfalls war nicht nur das Taktikchaos gruselig und die Aufstellung wundersam, auch wurde mal wieder deutlich, wie viele Baustellen es im Kader gibt. Ob Kolasinac, Neustädter, Riether oder Aogo – was für ein Gestochere, welch technischen Defizite; da fehlt für die CL-Ränge eben doch das entscheidende Quäntchen, vom Sturm mal ganz zu schweigen. Ich frage mich, ob AB in der Situation nicht doch für die Genannten mal einen der Nachwuchsspieler aufs Feld schicken sollte, das vermisse ich in dieser Saison. Und was die Ralle-Diskussion anbelangt: Der hält seinen Kasten sehr sauber, und dafür sehe ich ihm seine Defizite in der Spieleröffnung nach. Das ist schon fast eine Luxus-Diskussion. Und als Identifikationsfigur ist er ohnehin kaum zu übertreffen.

  28. Torsten sagt:

    Die Trainerwechsel Rangnick > Stevens > Keller > Di Matteo > Breitenreiter stellen ein derartiges Hin und Her im Kosmos der Fußballspielformen dar, dass es dabei natürlich zu keiner nachhaltigen Entwicklung kommen konnte.

    Hinzu kommt, dass die Qualität des Kaders heruntergefahren wurde. Bis 2011 gab es stets ein Korsett an gestandenen Spielern, welche die Klasse für den Internationalen Wettbewerb mitbrachten. Das ist jetzt nicht mehr so. Jetzt besteht der Kern des Teams aus sehr jungen Spielern mit viel Talent, deren Leistungen Schwankungen unterliegen. Schalkes Kader gehört nicht mehr unbedingt zu den 4 besten der Liga, so wie es zuvor eben lange war.

    Dafür kann André Breitenreiter am wenigsten. Horst Heldts Vertrag läuft zum Glück aus.

    Die Lobpreisungen der anderen Clubs finde ich ein bisschen befremdlich. Ja, Schubert führt Favres Wirken in gewisser Weise fort, deshalb ist die Mannschaft in ihrer spielerischen Entwicklung weiter. Aber zuvor hat diese Mannschaft offensichtlich gegen den Trainer gespielt. Anders ist die Niederlagenserie, gefolgt von einer Siegesserie, wohl kaum zu erklären. Ob das ein so toller Haufen ist, wage ich mal zu bezweifeln. Und ob Schubert diese Mannschaft auch noch so gut in Trab hält, wenn Favres (Personal-)Entscheidungen mal „auswachsen“, bleibt auch abzuwarten. Ich denke da als Vergleich an Mirko Slomka auf Schalke zurück, der mit dem Team, das er übernahm, gutes leistete, der aber daran scheiterte, gemeinsam mit Müller den Kader danach zu erneuern.

    Und Leverkusen ist ein absolutes Negativbespiel, wenn es um „Kontinuität“ geht. Roger Schmidt hat einen sehr auffälligen Stil, aber so gut funktioniert der eben auch nicht. Er ist längst angezählt, man ist in Leverkusen mit dem derzeitigen Stand der Dinge überhaupt nicht zufrieden. Über die Jahre hat Leverkusen die Trainer ebenso häufig gewechselt wie Schalke 04. Meines Erachtens gibt es an Leverkusen überhaupt gar nichts, was für uns begehrenswert oder irgendwie vorbildlich sein könnte.

  29. Klopenner sagt:

    Da kann ich Torsten nur zustimmen. Wenn Gladbach, Wolfsburg, Leverkusen und Mainz so ein klares System haben und die Trainer so super Arbeit leisten, warum sind sie dann alle hinter uns? Die schwanken alle genauso und geben Punkte gegen vermeintliche Leichtgewichte ab und lassen sich von Bayern bzw. Dortmund teilweise auch vorführen.

    Allerdings gibt es schon etwas in jedem dieser Vereine, das für uns begehrenswert wäre.
    Mainz: Yunus Malli
    Wolfsburg: Ricardo Rodriguez
    Leverkusen: Javier Hernández Balcázar
    Gladbach: Raffael Caetano de Araújo

  30. schalker16 sagt:

    @klopenner
    Ich stimme dir und Torsten vollkommen zu.
    Was bringt es denn wenn du jedes spiel super spielst und dann doch verlierst?Am ende zählt nur der sieg und der stand in der Tabelle zum Schluss.
    Und da halten wir ja sehr gut mit gladbach,Leverkusen und Wolfsburg mit.
    Ich glaube diese vereine wären auch nicht unglücklich wenn sie sané,fährmann oder höwedes hätten ;)
    Glück auf

  31. ebbe04 sagt:

    @ Torsten
    Sehe ich vieles genauso . Jede Mannschaft braucht eine stabile Achse an der sich gerade
    die jüngeren Spieler orientieren kann . Das fehlt bei uns völlig. Ausser Benny haben wir
    keinen Spieler , der die Mannschaft führt . Und der ist leider oft verletzt.
    Gladbach oder gerade Leverkusen finde ich auch schlechte Beispiele , aber ich finde,
    dass Mannschaften wie Mainz , Hertha oder sogar Ingolstadt und Darmstadt uns
    etwas voraus haben . Nämlich eine klare Spielidee und ein taktisches Konzept ,
    in dem jeder Spieler weiß , was er zu tun oder eben was er zu lassen hat .
    Dazu fällt mir ein warum niemand Dennis Aogo erklärt , wie man einen
    Zweikampf richtig führt.
    Ich glaube A. Breitenreiter hatte genug Zeit das alles zu vermitteln . Ich sehe aber
    nichts davon. Wenn ich mir dann die Lüdenscheider anschaue, tut es mir in der Seele
    weh, das alles zu sehen ,was ich bei unserer Mannschaf so vermisse. Und deren
    Trainer ist auch noch nicht lange da.

  32. michael sagt:

    ich sehe das so wie ebbe04, leider geht es bei uns um Basics, wie Laufwege, Zweikampfbereitschaft und Raumaufteilung. Alles in allem um die Grundausrichtung und taktische Disziplin und um den Lernwillen der Spieler und den schreibe ich z.B. Aogo explizit nicht zu (was man an seiner Selbstkritik auch ziemlich gut festmachen kann).
    Ich will S04 auch nicht vergleichen mit den Pillendrehern oder VW. Nein, unser Anspruch muss höher liegen. Nicht umsonst betont Herr Tuchel gerade, wie lernwillig seine Spieler sind und dass er ihnen mit dem ständigen Vordern gehörig einheizt.
    Bei uns ist das eine anderer Gemengenlage. AB hat da sicher nicht alleine Schuld. Vielmehr ist HH dafür verantwortlich, dass bei uns Spieler nicht so gierig sind, wie bei den gelb schwarzen oder bei Gladbach. Die Frage ist nun, ob AB noch die Kurve kriegt und Heidel im das Zutraut.
    Und noch was zum Thema Kader: Ich kann das mit dem Qualitätsverlust nicht mehr hören. Ja uns fehlt ein gestandene Spieler im Mittelfeld. Aber das ist nur eine weitere Ausrede!! Auch hier muss ich leider die Lüdenscheider ins Spiel bringen: wie kommst es, dass ein Julian Weigl mit seinen 19 oder 20 Jahren, bei einem EL Spiel der beste Mann auf dem Platz ist.

  33. Nordlicht sagt:

    @ Michael
    Absolut deiner Meinung!!

  34. Erle72 sagt:

    „ob AB noch die Kurve kriegt“
    Welches »noch«? Die Dortmunder und Gladbacher haben sich ihren Stand über Jahre mit einem Trainer und vielen Transfers erarbeitet. Die neuen Trainer konnten da anknüpfen. Bei uns gibt es nichts dergleichen nur einen Trainer der seine Wunschspielertypen nicht bekommt. Wieso also jetzt die Trainerfrage stellen wenn die Vorraussetzungen für eine erfolgreiche Arbeit noch nicht hinreichend geschaffen wurden?
    Im Sommer wird man natürlich sehen ob Heidel hinter Breitenreiters Arbeit steht. Falls nicht, hatte ein weiterer Schalker Trainer keine richtige Chance zwischen Managerwechsel, Transferlarifari und Fleischwurst.

  35. Torsten sagt:

    Ich kann das mit dem Qualitätsverlust nicht mehr hören. Ja uns fehlt ein gestandene Spieler im Mittelfeld. Aber das ist nur eine weitere Ausrede!! Auch hier muss ich leider die Lüdenscheider ins Spiel bringen: wie kommst es, dass ein Julian Weigl mit seinen 19 oder 20 Jahren, bei einem EL Spiel der beste Mann auf dem Platz ist.

    Nee, das ist keine Ausrede. Weigl ist ein Talent wie Sanè, Meyer oder Goretzka. Die drei sind regelmäßig unsere besten Spieler.

    Der Unterschied ist, dass es nicht auffällt, wenn Weigl mal nicht gut ist, weil die Mannschaft von der Qualität von Spielern wie Hummels, Gündogan, Mkhitaryan, Reus oder Aubameyang getragen wird. Schalke 04 hat außer Benedikt Höwedes keinen einzigen Spieler, der es in der Kombination Qualität/Erfahrung mit einem dieser genannten Spieler auch nur annähernd aufnehmen kann.

    Wenn bei Schalke die Jungspunde nicht liefern, wird das von niemandem aufgefangen. Dann ist die ganze Mannschaft am Ende.

  36. michael sagt:

    @ Torsten

    die Kombination Qualität/Erfahrung haben ausser Bene noch Matip, Geis, Huntelar mit Abstrichen Aogo (war mal Nationalspieler). Sicher haben die auch nicht ganz die Qualität von den von dir genannten. Mkhitaryan war übrigens letztes Jahr unter Klopp eher am Boden.
    Ich glaube aber auch, dass es bei unseren Spielern an der Einstellung, der Ansprache und der Aufstellung liegt und hier wirkt alles zusammen; Management, Trainer, Spieler. Bei uns werden immer große Töne gespuckt, von wegen Verhaltenskodex etc., aber am Ende ist er immer das gleiche: eine erkennbare Weiterentwicklung ist nicht wirklich zu erkennen. Traurig aber wahr.

  37. Faxendick sagt:

    Ihr könnt doch die Dortmunder dieser Saison nicht als Maßstab oder Vergleich hernehmen. Man kann die rational gar nicht beurteilen, weil bei ihnen diese Saison alles, aber auch wirklich alles wie von Zauberhand funktioniert, von Anfang an. Die bewegen sich im absoluten sportlichen Optimum und werden so eine Saison so schnell nicht nochmal spielen. Das fängt bei der unglaublichen Punkteausbeute an, geht über die ihnen extrem wohlgesonnenen Schiedsrichter, dazu haben sie quasi keine Verletzten und einen Torjäger, der einen kosmischen Lauf hat. Outstanding, extremer Ausreißer nach oben. Der Treppenwitz ist, das sie mit diesen Stats und Performances noch einer Mannschaft hinterhecheln und nur deren Hacken sehen.
    Ohne nachzuschauen behaupte ich, die haben nicht mal in ihren Meisterjahren, als sie alle abgeschossen haben, so eine Serie aufs Parkett gelegt.

    Anyway, in 3 Wochen findet diese überirdische Serie dann ihr überfälliges Ende. ;-)

  38. BlueNote sagt:

    Ich sehe sehr wohl Weiterentwicklungen bei vielen Spielern. Meyer ist sehr stabil geworden unter Breitenreiter, Caicara hat sich überraschend gut entwickelt, Goretzkas Verletzung machte deutlich, wie sehr er als Antreiber im Mittelfeld fehlt. Er war vorher unter den neuen Trainern immer besser geworden. Belhanda wird ebenfalls immer besser, Hojbjerg hat in den letzten Wochen auch die Kurve bekommen. Schöpf ist eine Bereicherung. Fährmann ist unter den neuen Trainern gar durch die Decke gegangen. Dazu stehen wir derzeit auf dem so schrecklich wichtigen 4. Platz. Und das ohne Bene und Nastasic und Höger. Die derzeitigen Schwankungen sind völlig normal. Viele Spiele waren teilweise schlecht. Geschenkt. Aber die Punkte für Platz 4 wurden dennoch geholt. Mit einer sehr unerfahrenen Mannschaft. Ohne die Stamm-Innenverteidigung und einem Sane, der in der letzten Zeit eher stagnierte und etwas überspielt war und zurecht ein paar Pausen bekam. Jeder hier hätte doch vor der Saison Platz 4 mit Kusshand genommen.

    Dieser reflexhafte Meckermodus einiger Frustfans, die immer gleich alles in Frage stellen und null Geduld aufbringen wollen, ist schalkiger als es gut tut. Die Tabelle lügt nach 27 Spieltagen nicht und im Sommer wird Heidel mit Breitenreiter noch punktuell Mannschaftsteile verstärken. Im nächsten Spätherbst wissen wir dann wirklich mehr. Vorher kann sich jeder Woche für Woche entscheiden, ob er demütig und geduldig mitzieht oder lieber bequem den pauschalen Shitstorm-Knopf drückt nach jedem Spiel und sich entsolidarisiert. Punktuelle Kritik nach richtig miesen Spielen ist damit ausdrücklich nicht gemeint. Die muss sein und das ist auch gut so.

  39. rjonathan sagt:

    @BlueNote
    DANKE!!

    Insbesondere für den Satz:

    Vorher kann sich jeder Woche für Woche entscheiden, ob er demütig und geduldig mitzieht oder lieber bequem den pauschalen Shitstorm-Knopf drückt nach jedem Spiel und sich entsolidarisiert.

  40. Faxendick sagt:

    Es geht nicht darum reflexartig den Shitstorm-Knopf zu drücken, die meisten fragen sich einfach wie es möglich sein kann, innerhalb von nur 8 Wochen völlig diametral gegenüber stehende Leistungen und Einstellungen abzuliefern. Und das mitten in der Saison. Da werden Werder und Donezk schwindlig gespielt, auf dem Acker in Darmstadt routiniert ein Dreier geholt, nur um in Frankfurt, wiederum Donezk und Gladbach völlig überfordert und/oder lustlos die Waffen zu strecken. Die medialen Aussetzer vom Übungsleiter wollen wir auf keinen Fall vergessen.

    Diese Ausschläge an beide Enden der Qualitätsskala sind einmalig, wohlgemerkt nach Wintervorbereitung und entsprechender Aufladung der Akkus.

    Wie kann das sein? Ich hab sowas noch nicht erlebt …

  41. michael sagt:

    @ Faxendick

    eben….du bringst es auf den Punkt. Unter diesen Vorzeichen ist es für mich jedenfalls seit geraumer Zeit oft so, dass ich mir die Schalkespiele nur noch zeitversetzt anschaue, damit ich keinen Herzkasper bekomme. Bin auch nicht mehr der Jüngste ;-)

  42. BlueNote sagt:

    @Faxendick: Ich glaube, dass dieses Phänomen ziemlich normal ist für eine so junge Truppe, bei der Woche für Woche, weil der Kader qualitativ verdammt dünn ist, recht unerfahrene Jungs zwischen 19 und 21 die Kohlen aus dem Feuer holen müssen. Die können noch nicht alle durchweg konstante Leistungen abliefern. Zudem fehlen Stammspieler und einige Spieler sind nach ihrer Rekonvaleszenz noch nicht wieder in bester Form. Unter dieser Prämisse ist der 4. Platz fast schon eine Sensation.

    Ich sehe allerdings auch konditionelle Defizite. Es gab schon mal deutlich fittere Schalker Mannschaften. Da kann man sicherlich auch noch ansetzen und das liegt in der Tat in der Verantwortung des Trainerteams.

    „Mediale Aussetzer“ finde ich etwas hart. Ja, Breitenreiter hat sich einige wenige Male etwas unglücklich ausgedrückt. In Paderborn wäre das keiner Sau aufgefallen. Hier gucken mehr Leute die Mediengespräche als in Ostwestfalen Zuschauer zum Spiel kommen. Das hat er vielleicht unterschätzt. Außerdem fehlt bekanntermaßen PR-Sachverstand im Vorstand, der hätte unterstützen können, nein müssen! Hier muss man mal ansetzen!

    Breitenreiter finde ich nach wie vor authentisch und sympatisch und mag meinen Stab noch lange nicht über ihn brechen.
    Wir wollten einen, der gut zu unserem Malocher- und Kumpel-Image passt. Nun ist er da und man sollte ihn auch mal in Ruhe machen lassen. Dass er guten und attraktiven Fußball spielen lassen kann, hat er schon gezeigt. Ab Sommer muss er dann auch Konstanz und mehr Qualität liefern, das ist sicherlich unbestritten. Gemeinsam mit Heidel halte ich das für mehr als machbar.

    Bis dahin haben die alle bei mir noch Welpenschutz und ich drücke alle Augen zu. Zumindest ab Dienstags nachm Spiel wieder. Bis dahin schmolle ich auch manchmal. ;-)

    Wie am Ende Platz 4 geholt wird, ist mir gerade Latte. Hauptsache nie wieder EL und Sonntagsspiele en masse.

  43. Horst sagt:

    Kein Verein möchte Höwedes haben, nicht mal Fulham FC

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