Die Pause vor der Schlussetappe

Osterferien, auch in der Bundesliga. Eine letzte Pause. Danach geht es in einem durch, die letzten 7 Spieltage an 7 aufeinanderfolgenden Wochenenden. Das Derby an einem Sonntag, ansonsten spielt Schalke samstags.

Die Tabelle ist dreigeteilt. München und Dortmund sind in allen Belangen enteilt. Die sechs Clubs von Hertha BSC auf Rang 3 bis Wolfsburg auf Platz 8 spielen um die Qualifikationen für die Europapokalwettbewerbe. Ab Köln (9.) geht es darum, nicht abzusteigen: Köln und Frankfurt (17.) trennen nur sechs Punkte.

Das Web 04 hat das Restprogramm der Bewerber um die internationalen Plätze veranschaulicht. Dabei muss Schalke als einziges noch gegen München und Dortmund spielen. Nimmt man aber die aktuelle Tabellenplatzierung der jeweiligen Gegner als Maßstab, hat Schalke nach Mainz das leichteste Restprogramm dieser sechs Clubs. In deutlich: Will Schalke in die Champions League, muss man nun liefern und Ingolstadt (10.), Hannover (18.), Augsburg (15.) und Hoffenheim (16.) eben schlagen. Damit käme Schalke auf 56 Punkte und könnte, gemessen am derzeit niedrigen Punkteniveau in diesen Rängen, auf Platz 4 hoffen.

Ist das realistisch? Eher nicht. Ist es denkbar? Ja. Schalke ist dermaßen unkonstant, die Spieleverläufe, die Ergebnisse, selbst die dargestellten Spielstile erscheinen derart zufällig, dass immer alles denkbar ist; im Guten wie im Schlechten.

Ehrlich gesagt, auf eine weitere Saison in der Europa League habe ich auch keine Lust. Spiele gegen Tripolis oder Nikosia interessieren mich weniger als ein Testspiel gegen Arminia Bielefeld, und die vielen Bundesligaspiele an Sonntagen in Europapokalwochen sind mir ein Greul. Aber Schalke braucht eben das Geld. Schalke droht im Ligamittelmaß zu versinken und jeder fehlende Euro macht dieses Szenario ein bisschen wahrscheinlicher.

Es ist Karwoche, da darf man auch mal mit Trübsal einen Text beenden. Aber es folgt Ostern, Licht nach dem Dunkel, neue Hoffnung, Erlösung. Abgesehen von Meisterschaft und Abstieg ist für Schalke 04 in dieser Bundesligasaison noch alles möglich. Ma’kucken.

Hier geht’s am Montag nach dem Spiel gegen die Schanzer aus Ingolstadt weiter.
Schöne Ferien, angenehme Feiertage, bis dahin. Glückauf.



6 Kommentare zu “Die Pause vor der Schlussetappe”

  1. Carlito sagt:

    Danke, Deiner Familie und Dir auch schöne, erholsame Ostertage!

  2. Detlef sagt:

    Zunächst mal wünsche ich dir und deiner Familie ein schönes Osterfest.

    Tja Schalke kann überraschen, im Guten, wie im Schlechten und das Gute ist das was die Hoffnung trägt, das es mit Platz 4 ( mit mehr rechnet ja wohl niemand, oder ) klappen kann. Wenn nicht, dann bitte 7. oder 8. werden, denn ich hab auch Null Bock auf Sonntagsspiele.

    Schliesslich befindet sich Schalke ja in einer Übergangssaison, da kann man auch auf Europa mal verzichten.

  3. BlueNote sagt:

    Ein der Karwoche und der aktuellen sportlichen Situation sehr angemessener und wohlfeil durchdachter Beitrag, Torsten. Chapeau! Der Blick geht aber auch nach vorne. Frohe Ostern und möge es bald Licht werden! ;-)

  4. rjonathan sagt:

    Ich persönlich fände es ja gut, wenn man die EL-Spiele auf den Dienstag und Mittwoch VOR die CL-Spiele legen würde. Also ab 18.45 zum Beispiel. Das würde der Aufmerksamkeit für den Wettbewerb auch gut tun – und das Sonntags-Problem wäre weg. Nachteil: Wer länger arbeitet kommt natürlich in arge Probleme.

  5. andres sagt:

    also wenn ich mir was wünschen dürfte:
    im derby und gegen die bauern gewinnen, den rest so lala und am ende eine saison ohne europa, aber mit klarem kopf und einem manager, der seine idee rüberbringt und eine neue mannschaft baut.
    natürlich wird es irgendwie anders kommen
    naja, Dir erst mal schöne ferien und immer wieder danke für deinen blog

  6. hellwach sagt:

    …mehr Chancen, bessere Flanken, Varianten in der Spieleröffnung, Wohlfühlen in verschiedenen Systemen…
    Aha
    Ingolstadt hatte Biss, Leidenschaft…
    Aha

    Früher gab es dafür Ausdrücke wie Brankrotterklärung oder Offenbarungseid. Aber früher war ja alles schlechter.

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