Gerechtes Remis im B-Team-Derby

Schalke 04 und Borussia Dortmund trennen sich 2:2. In der ersten Hälfte war es ein schlechtes, in der zweiten aber ein spannendes Derby, das beide Teams hätten gewinnen können.

Kurios: Da Schalke ohne die verletzten Benedikt Höwedes, Matija Nastasic und Leon Goretzka antreten musste, und da Trainer André Breitenreiter ohne Max Meyer, Dennis Aogo und Eric-Maxim Choupo-Moting starten wollte, ließ auch Borussen-Trainer Thomas Tuchel zunächst seine besten Spieler auf der Bank. Dies blieb nicht ohne Folgen. In der ersten Halbzeit war das Niveau der Partie unterirdisch.

„Scheiß Spiel, nä? Alles Taktik!“ sagte der zwei Plätze neben mir sitzende Opa in der 17. Minute zu dem neben mir sitzenden Enkel. Dabei spie er das Wort „Taktik“ aus als wäre es der Abschaum unter den Wörtern.
Wie er schauten auch alle anderen auf wenig Fußball. André Breitenreiter ließ seine Mannschaft mit einer 5er-Abwehrkette antreten. Die aufrückenden Außenverteidiger hatte Dortmund flott isoliert, auch die Anspielstationen im Mittelfeld wurden gut zugestellt. Mit dem Pressing des Gegners kamen die Blauen überhaupt nicht zurecht, für mehr als „hinten dicht“ reichte das Konzept nicht. Eine Halbzeit, die sehr an Schalkes Ex-Trainer Roberto Di Matteo erinnerte. Eine Halbzeit, in der auch Borussia Dortmund nichts aus seiner optischen Überlegenheit machen konnte. Ganz schlechter Fußball.

In der zweiten Hälfte wurde es unterhaltsamer. Dortmund wechselte Mkhitaryan, später auch Aubameyang und Gündogan ein. Breitenreiter wartete – natürlich, wie immer – bis zur 60. Minuten, brachte dann Max Meyer, löste endlich die destruktiv interpretierte 5er-Kette auf und gönnte seiner Mannschaft ein Offensivspiel. Ärgerlich, wie leicht man dem Gegner das Toreschießen machte, vor allem Dortmunds zweiter Treffer hätte so nie fallen dürfen. Aber toll, dass Schalke sich auch nach zwei Rückständen nicht aufgab, wie eben noch in Ingolstadt. Schalke kämpfte, gegen einen eigentlich überlegenen Gegner, und erreichte ein verdientes Remis, mit dem ich zuvor nicht gerechnet hätte.

Leroy Sané schoss ein Tor selbst und spielte den Pass vor der Situation, in der Klaas-Jan Huntelaar gefoult wurde und den Strafstoß zum zweiten Ausgleich bekam. Er ein überragender Kicker. Trotzdem würde ich Klaas-Jan Huntelaar als meinen „Spieler des Spiels“ nennen wollen.

Der Niederländer war in der ersten Halbzeit dramatisch unzufrieden. Schalkes Offensivspiel fand nicht statt, und als Caicara dann doch einmal durchbracht schoss er selbst, anstatt den besser postierten Stürmer anzuspielen. Huntelaar hatte Problemen mit der Bewachung durch die Dortmunder Innenverteidigung. Er wurde unfair, schlug um sich. Er ließ die Befürchtung zu, dass, würde der Schiedsrichter einmal besser hinschauen, Schalke das Spiel mit einem Mann weniger zu Ende bringen müsse.

Nach wie vor bin ich unglücklich mit der Art, wie Klaas-Jan Huntelaar nicht in das Schalker Spiel integriert ist. Vielleicht ist seine beste Zeit vorbei, vielleicht sollte man sich im Sommer von ihm trennen. Aber wenn man ihn aufstellt muss man dafür sorgen, dass seine Mitspieler ihn im Strafraum anspielen. Ohne dies lässt man ihn auf dem Platz verhungern. Doch in der zweiten Hälfte legte er los. Man merkte, dass er nun den Ball wollte. Er lehnte sich auf, er führte er sein Team an. Es war auch seine Körpersprache, sein Willen, der dazu beitrug, dass Schalke zweimal nach Rückstand zurückkam.

Der Titel dieses Textes und der zweite Absatz sind natürlich nicht ganz ernst gemeint. Dass Borussia Dortmund freiwillig ohne seine besten Spieler antreten kann und Schalke immer noch nicht zu einem überlegenen Spiel kommt, ist schon bezeichnend. Aber dass der Dortmunder Trainer auf diese Spieler verzichtet kann man Schalke nicht anlasten.
Ich fand es schade, dass Schalke nicht spätestens ab Mitte der ersten Hälfte mutiger nach vorne spielte. Man hatte das Gefühl, dass Dortmund in dieser Formation nicht besser konnte, dass sich Schalke aber auch nicht mehr traute. Erst als man zurücklag, als man „nichts mehr zu verlieren“ hatte, als man seinen Mut zusammennahm, kam man auch ins Spiel. Dabei gab es von Beginn an eigentlich nichts zu verlieren. Mit mehr Mut wäre gegen diese Dortmunder mehr zu gewinnen gewesen. Aber nunja …

Am Ende war es ein Punkt für die Blauen, mit dem ich zuvor nicht gerechnet hatte, dazu nach zweimaligem Rückstand. Es hätte schlimmer kommen können.



Foto: Tomek Bo



26 Kommentare zu “Gerechtes Remis im B-Team-Derby”

  1. Detlef sagt:

    Eigentlich müsste ich mit dem Ergebnis zufrieden sein. Mehr war objektiv vorher wohl nicht zu erwarten. Außerdem hatte ich in Tippspielen unentschieden getippt.
    Aber und da stimme ich mit Torsten überein kann man schon mutiger spielen, um diese Lüdenscheider Truppe zu besiegen. So wie das Spiel dann lieg hejt das Unentschieden in Ordnung. Schalke hielt dagegen, kam 2 x aus dem Rückstand zurück und zeigte Leidenschaft auf dem Platz.

    Zu Huntelaar: Wenn man spielt wie in HZ 1 ist der Hunter komplett verschenkt. Er benötigt nun mal Bälle die in den 16 er gespielt werden. Sein Einsatz in dieser Partie war mehr als ok, zwar teilweise grenzwertig, aber eben nicht über die Grenze. Er spielte gallig, wie es neuerdings so schön heisst.
    Trotzdem ist für mich Sané der Spieler des Spiels. Er machte wieder einmal den Unterschied. Ich kann nur beten, dass er wirklich noch etwas auf Schalke bleibt und nicht irgendein durchgeknallter Scheich zig Millionen bietet.

    Nächstes Spiel gegen die Bayern. Ich bin gespannt.

  2. kurtspaeter sagt:

    Es hätte schlimmer kommen können. Von mir aus.

    Aber:
    Schalke 04 spielt uninspirierten Schlafwagen-Fußball, langsam, ahnungslos, ideenlos, bewegungslos, hilflos, ängstlich. Seit Jahren. Der Unterschied zum roten Faden seit Ende der Slomka-Ära ist einzig die Stabilität der Abwehr. Wo Bordon und Krstajic schon aufgrund ihrer Namen und Statur für Angst sorgten, stümpert einer der Beiden heutigen Protagonisten einmal pro Spiel für einen sicheren Gegentreffer.
    Schalke stand wenigstens sicher und hatte jahrelang (mit) die beste Abwehr der Liga. Und komm mir keiner mit der Unerfahrenheit. Matip hat inzwischen um die 200 BL-Spiele, Neustädter ist lange dabei, Höwedes (wenn dabei) spielt ne Kack-Saison weil er aber auch Jahrelang immer hin und her geschoben wird, Kolasinac lässt sich von nem 17-jährigen düpieren wenn er nicht gerade sinnentleert versucht Foul zu spielen.

    Immer wenn die ganzen Jungen sich was zutrauen, wenn sie ein Duell im 1-gegen-1 eingehen und es gewinnen, dann gehts ab nach vorne und wird unterhaltsam. Lass sie doch von der Kette und rennen. Lass sie doch im Leverkusener-Stil oder im Klopp-Stil draufgehen was das Zeug hält. Lasst sie doch aktiv Fehler machen, anstelle immer dieser passive Scheiss. Lass sie doch ihre Kreativität nutzen. Lass sie ihre Geschwindigkeit nutzen. Wenns schief geht, ok. Aber alles besser als dieser Kick, dieses in sich zusammenfallen, dieses sich ergeben.

    Ich schreibe das bewusst nach diesem 2:2. Nach einem Aufholen von Rückständen.
    Nach einem Spiel gegen eine absurd aufgestellte BVB-Mannschaft. Selbst wenn ich gegen die A-Elf der Borussia eine Mauer-Taktik wählen will (weil die A-Elf den Schalkern aber auch taktisch und spielerisch meilenweit überlegen ist), spätestens bei der Mannschaftsaufstellung MUSS ich die Marschroute ändern. Wo ist die Idee beim Trainerteam? Wo ist Flexibilität? Wo ist Mut?
    Ganz Fußball-Deutschland lobt Schalke das die ganzen Eigengewächse in der ersten Mannschaft spielen. Und Schalke glaubt, dass sich was entwickeln kann aus dieser jungen Truppe. Ich sehe aber nicht ansatzweise den Versuch, da irgendwas zu entwickeln. Es wird eher immer als Alibi angegeben, wenn man wieder Kaninchen vor der Schlange war.

  3. Andreas sagt:

    Gut zusammen gefasst Torsten!
    Aus meiner Sicht war es ein eher glücklicher Punktgewinn für die Blauen, denn der Gegner hat eindeutig mehr „Hochkaräter“ liegen gelassen. :-)
    Leider ist es so wie in der jüngeren Vergangenheit schon oft gelaufen.
    Hinten wird der Ball nur quer gespielt, weil im Mittelfeld kaum ein anspielbarer Aufbauspieler zu finden ist. Final geht der Ball dann zu Ralle, der die Pille nur nach vorne schlagen kann. Wenn das eine Art Aufbauspiel sein soll, dann muss man wenigstens die zweiten Bälle erkämpfen, was aber nur selten gelingt und uns dann schnell wieder unter Druck setzt. Leider fehlt uns zur Zeit ein richtig konstant guter 10er. Der einzige der sich im Mittelfeld bisher etwas aus der Masse hervorgetan hat (Geis), wird meist früh vom Gegner angelaufen und hat nicht die Zeit um das Spiel ordentlich zu gestalten. (Meyer spielt ja leider auch nicht konstant gut, was aber dem Alter geschuldet sein kann)
    Des Weiteren haben wir leider eine sehr fehlerbehaftete und teilweise talentfreie Verteidigung (ausser Ralle) mit der man eigentlich keinen Blumentopf gewinnt.
    Frage dazu:
    Trainiert Marvin Friedrich so schlecht, oder warum bekommt der nicht mal seine Chance?

    Leider konnte ich das Spiel nur im TV verfolgen, aber ich fand die Stimmung für ein Derby recht „anständig“ – was ich sehr positiv empfinde!

  4. Redondo sagt:

    Einen Punktgewinn gegen Dortmund hatte ich vor dem Spiel nicht auf der Rechnung. Nachdem ich von der Dortmunder Aufstellung erfuhr, rechnete ich mir dann aber doch etwas aus. In der ersten Halbzeit empfand ich unser Spiel als sehr zufällig und mutlos. Auch wenn die erste Halbzeit halbwegs von den Chancen her ausgeglichen war, konnte man die bessere Spielanlage des Gastes erkennen. Erst als Schalke nicht mehr bloß reagieren konnte und selbst aktiv werden musste, entwickelte sich ein Fußballspiel; wenn auch kein gutes, so doch ein offenes. Die zahlreichen Unzulänglichkeiten taktischer und technischer Art werden wir in dieser Saison sicher nicht mehr abstellen können. Ich erwarte, dass wir die Saison mit Anstand über die Bühne bekommen. Welcher Tabellenplatz dabei herausspringt, bleibt abzuwarten. Platz 4 grenzte an ein Wunder, Platz 6 oder 7 ist wahrscheinlicher.

  5. Ney sagt:

    Schalke ließ alle Anzeichen eines souveränden Spielbetriebs vermissen: Man sah kein System, keinen Spielfluss, kein Zutrauen, keinen Mut.

    (Süddeutsche Zeitung von heute)

    Yippie ey je, yippie ey jo,
    Breitenreiter zieht vorbei…

    (Bruce Low von damals)

  6. Stephan sagt:

    Im Derby die besten Spieler schonen… Geht es demütigender? Zum Begriff „B-Team Derby“: Ich finde es ist ein meilenweiter Unterschied, ob ich meine besten Spieler schone oder ob sie nicht spielen können, weil sie verletzt sind. Unsere Elf war leider das A-Team! Was möglich gewesen wäre, hat man dann nach der Einwechslung der drei Schwachgelben gesehen.
    Ich hoffe, dass WIR NIEMALS die Chance (falls es sie einmal geben sollte) verschenken werden, die Lüdenscheider in deren Stadion aus selbigem herauszuschießen!

  7. Voice sagt:

    Ich war positiv überrascht. Ich hatte gar nichts erwartet nach den letzten lausigen Spielen. Der Einsatz stimmte, Zweikämpfe wurden gewonnen und so mancher Ball erobert. Leider wusste man damit meist nix anzufangen. Spielaufbau mangelhaft. Auch gegen die Dortmunder Rotationself hätte man gur und gerne verlieren können. Aud der anderen Seite hatte Meyer den letzten Schuss. Ergebnis geht für mich in Ordnung.
    Was anderes: Liest jemand die WAZ? Da ist heute bereits der zweite Sportkommentar drin, der unverblümt Breitenreiters Entlassung fordert. Das uat in der Schärfe neu und ich finde auch nicht angemessen. Haben die kein anderes Futter?

  8. Mario Albrecht sagt:

    Für mich sieht der optimale Saisonverlauf so aus, dass die Pest des Südens noch zwei Spiele verliert und die aus dem anderen Dorf mit einem Punkt Rückstand Zweiter werden.
    Das nennt man dann verzockt. Mal abwarten…

    Zu uns: immer noch: entweder Vierter oder Achter. Kurioserweise ist beides noch möglich.

    Im Gegensatz zur Hinrunde haben wir schon einen Bonuspunkt gewonnen. Nächste Woche gibt´s noch einen, und ab da zählt´s.
    Ich stimme allerdings jedem hier zu, der eine fehlende Weiterentwicklung in irgendeine Richtung vermisst. Erkennbar ist da nichts.

    Und was mich furchtbar aufregt ist die Tatsache, dass die Mannschaft ja wollen kann. Nur nicht immer, und das ist für mich eine Charakterfrage.
    Fehlendes Können, fehlende Klasse oder fehlendes Glück kann ich akzeptieren, murrend ertragen, aber fehlende Einstellung zum Job nicht.
    Vielleicht sollte die Nordkurve das Transparent vom Sonntag gut aufheben, vor jedem Spiel wieder aufhängen und von jedem Spieler vorlesen lassen.
    So lange, bis sie es auswendig können.

    Zum Schluss was zum schmunzeln: wer gegen beide Borussias so unterlegen ist und vier Punkte holt, der, ja der wird eigentlich Meister.
    Oder nicht?

    Grüße,

    Mario

  9. BlueNote sagt:

    Schade, dass man wieder nur eine gute Halbzeit ablieferte. Immerhin kam man zweimal zurück nach Rückstand und hielt schön dagegen hinten raus.
    Die nächsten beiden Spiele werden schwerer.

  10. Torsten sagt:

    Jens Keller übernimmt ab kommende Saison übrigens Union Berlin.
    Das nur mal so „off topic“ in den Raum geworfen.

  11. Ney sagt:

    @BlueNote
    Gegen Bayern wird’s nicht zwangsläufig schwerer. Weil wir ihnen die Meisterschaft gestern fast sicher gemacht gemacht haben und sie im Moment eher die Champions League im Kopf haben.

  12. Nordlicht sagt:

    Moin Moin Zusammen
    Der Verein aus Doofmund stellt die 2. Reihe auf den Platz und wie begegnen wir diesem Schachtzug?? In dem Ralle, gefühlt, die meisten Ballkontakte der ersten Halbzeit hatte. Sky blendete nach dem Spiel eine Laufleistung von 5.5 km bei Ralle ein. Im Mittelfeld schaffen sie um die 12 km. Normalerweise hätte das Aufhängen des Gegners Aufstellung dafür sorgen sollen das wir sie aus der Halle schiessen wollen.

    Vor dem Fernseher wurde mir die ( eh schon geringe ) Derbystimmung endgültig genommen. Auch die zweite Hälfte lies mich relativ kalt. Ja sie war schwungvoller als in der ersten Halbzeit. Doch warum?? Weil unsere Abwehr so sicher steht wie unser Offensivspiel kreativ ist. Es ist kein Dampf und geschweige nichts von offensivem Pressing zu sehen. Wieso kann der Hunter im Derby Zweikämpfe gewinnen und Bälle behaupten. Wieso darf Neustädter immer wieder seine Unwesen treiben?? Wie schlecht müssen Kehrer und Friedrich sein das sie nicht einmal den Hauch einer Chance bekommen und warum bekommen diese dann einen Profivertrag?? Fragen die schon xmal formuliert worden sind und trotzdem unbeantwortet bleiben.
    Schlussendlich war es mir zu wenig als „Reaktion“ auf Ingolstadt. Nur mit Laufen und Grätschen kann ich mich nicht abfinden. Würde ich das, wäre es eine Bankrotterklärung an den Kader. Denn das ist die Einstellung von Aufsteigern, die in der Liga bleiben wollen.
    Zum Schluss noch eine Frage. Warum musste AB nach dem Spiel noch in die Kamera blöken „Das hier ja eh nur auf das Trainerteam und der Mannschaft draufgehauen wird.“ War das jetzt nötig und vor allem wem sollen solche Kommentare was bringen?? Will er sich auf diesem Wege selber entfernen??

  13. michael sagt:

    @ Andreas

    Frage dazu:
    Trainiert Marvin Friedrich so schlecht, oder warum bekommt der nicht mal seine Chance?

    Das Frage ich mich auch. Was unsere Innenverteidigung und insbesondere Hochstädter abliefert ist höchstens Zweitliganiveau. Aber ich will nicht schon wieder auf dem Trainerteam und der Mannschaft „rumtreten“.

    @Torsten

    Kann dir nur Zustimmen: Ich glaube an den Hunter. Nur man muss ihn eben auch füttern. Als ich die Aufstellung gesehen habe, war mir klar, dass das nicht der Fall sein kann. Mein Gedanke war: „Feigling“.

  14. Grieche sagt:

    Guck an, da geht er doch in die 2. Liga. Das hatte er immer ausgeschlossen. Immerhin hat sich die Arbeit als Medienexperte gelohnt (die in einem etwas seltsamen Artikel hier beschrieben wird:
    http://www.faz.net/aktuell/spo.....35360.html).

  15. schalkoholiker sagt:

    @Torsten
    Ich erwische mich schon selber dabei, dass ich auf die Uhr schaue bei den Breitenreiterschen Wechseln – nur um zu schauen, ob die von Dir gesetzte 60 min-Hürde gerissen wird…

    Einen sehr schönen Nebeneffekt will ich nicht unerwähnt lassen: Das war das letzte Derby, das von Marcel Reif kommentiert wurde. Jetzt kann er unbehelligt mit Thomas Gottschalk seine Altherrenwitze abfeiern, ohne dass ich zwingend auf die Stadion-Ton-Option umschalten muss.

  16. BlueNote sagt:

    @Ney: Stimmt, das könnte in der Tat eine klitzekleine Chance für uns hergeben, zwei gute und richtig engagierte Halbzeiten mal vorausgesetzt. Sogesehen war der Punktverlust der Gelben gestern vielleicht in doppelter Hinsicht gut für uns.

    @schalkoholiker: Stimmt. Reif war mal wieder furchtbar. Schlimmer noch als seine Witze empfinde ich sein stetiges, sich furchtbar ereiferndes Einfordern von Platzverweisen für relativ normale Fouls, bei denen Gelb nun wirklich ausreicht. Puh…

  17. Horst sagt:

    relative normale Fouls???
    Selbst AB hatte ein Einsehen und hat Kolasinac mit seiner Auswechslung vor gelb-rot bewahrt.

  18. Pukki1904 sagt:

    „Warum musste AB nach dem Spiel noch in die Kamera blöken „Das hier ja eh nur auf das Trainerteam und der Mannschaft draufgehauen wird.“ War das jetzt nötig und vor allem wem sollen solche Kommentare was bringen?? Will er sich auf diesem Wege selber entfernen?? “

    Auch ich verstehe nicht, dass er damit nicht aufhört. Er schadet am Ende nur sich selbst- und vor allem, was verspricht er sich davon?

    Vor dem Spiel gab es auf Sky ein Interview mit Tuchel. Seine Aussagen zu unserem Kader fand ich sehr interessant. Er meinte nämlich, das man mit diesem Schalke Kader in Ingolstadt nicht auf diese Weise verlieren darf, weil Schalke vom Potential her einen der besten Kader der BULI hat.
    Da frage ich mich dann schon, warum es dennoch keinem Trainer gelingt, dieses Potential zu wecken und zu formen.
    Die spielerische Entwicklung der Mannschaft unter AB lässt doch m.E. nach stark zu wünschen übrig und ich kann überhaupt nicht erkennen, welchen Plan er verfolgt. Gestern nicht, auch wenn die Mannschaft mehr gekämpft hat als in Ingolstadt, und auch in der gesamten Rückrunde nicht.Deshalb wünsche ich mir auch keinen Einzug in die CL. Ich glaube nämlich dass dies auf Schalke dann wieder dazu führen wird, das alle sich mit dem bestehenden zufrieden geben und ein wirklicher Umbruch verhindert wird. Daher wäre es mit mittlerweile lieber, die Schalker erreichen noch die EL und es wird eine ganz neue Mannschaft aufgebaut. Aus meiner Sicht gerne auch mit einem neuen Trainer, der dann gemeinsam mit dem neuen Manager einen wirklichen Umbruch einleitet. Mal davon abgesehen dass Schalke in der aktuellen Form nun wirklich gar nichts in der CL zu suchen hat.

  19. westecke sagt:

    @ Pukki1904: So reagiert ein Trainer, der weiss, dass er keine Chance mehr hat bzw. realisiert hat, dass er nie eine faire Chance gehabt hat.

  20. hellwach sagt:

    @kurtspaeter
    Danke

  21. crisscross04 sagt:

    Frage: Wie kann man denn ein Remis im Heim-Derby überhaupt ertragen? Sogar mit einem Remis noch zufrieden sein? Sind wir mittlerweile so weichgespült worden?
    Antwort: Ja, weil es alle Protagonisten geschafft haben, die Emotionen vor, während und nach dem Spiel herauszunehmen.
    Bin ich der Einzige, der dieses weichgekochte Alltagsmittelmaß zum K… findet???

    Zum Spiel:
    Irgendwie ist bei mir nur einmal Stimmung aufgekommen: In der 91min. – als Meyer freistehend den Ball übers Gehäuse gehämmert hat. Der Rest, na ja, ist halt so dahin geplätschert und wirklich Neues habe ich nicht gesehen. Mal wieder, ein Abwehrfehler von Neustädter (oder besser: schon wieder ein Riesenbock, den man sich noch nicht einmal in der Kreisliga erlauben darf), Kehrer und Friedrich drückten dafür mal wieder die Bank, endlich mal wieder ein Tor von Sané und Mimosenverhalten von Breitenreiter, mal wieder.

    Es gab jedoch etwas Neues: Tuchel hebt unseren Kader auf CL Niveau! Wow, der hat gesessen. War das jetzt nur taktisches Gequatsche à la Bayern, wo man den Gegner gerne stark redet, damit überhaupt einen Funken Spannung aufkommt oder meint er das wirklich ernst?!
    Ich persönlich glaube, ja, er meint das ernst. Ich glaube auch, dass das Potential dieses Kaders in nur ganz wenigen Augenblicken in dieser Saison abgerufen wurde. Ich glaube, ein Tuchel kann sehr gut beurteilen, wie man einen Kader ansprechen bzw. anteasern muss, damit die Leistungen abgerufen werden. Das hat er jahrelang in Mainz erfolgreich betrieben.

    Was mich zu Breitenreiter zurückbringt:

    Ich bin der Meinung, dass seine Interviews und Aussagen sich mittlerweile dem Leistungsabfall der Mannschaft angeglichen haben. Dieses Gerede, dass alle nur auf den Trainerstab herumhacken, obwohl Schalke ja einen der besten Saisonstarts der letzten Jahre hingelegt hat, ist wirklich kaum noch zu ertragen. Und es will auch keiner hören! (außer der Presse, die solche Statement als Steilvorlage begreifen)
    Auch das „Heißmachen aufs Derby“ kam sehr alibimäßig bei mir an. So richtig abgenommen habe ich ihm das nicht.

    Ich frage mich, warum Breitenreiter so ein dünnes Fell bekommen hat?! Hat er die Aufgabe und das Umfeld (Fans und Medien) unterschätzt?! Ihm muss doch klar gewesen sein, was ihn erwartet, wenn er sich die letzte Saison angeschaut hat!? Er selbst war es doch, der beim letzten Heimspiel in der letzten Saison als Gästetrainer den Frust unserer Fans und die Medienschelte hautnah miterleben dürfte.

    Auf mich wirkt Breitenreiter schon nach einer Saison amtsmüde.

    Und ich sehe diesen Gefühlszustand der Müdigkeit leider auch auf dem Platz. Die Mannschaft ist voller Hemmungen, Gedanken und teilweise sogar Angst. Irgendwie sind es immer Leistungen, die eben gerade so reichen (bei Siegen) oder gar nicht erst abgerufen werden (bei Niederlagen).

    Mich frustet eigentlich neben dem Mittelmaß am meisten die fehlende Weiterentwicklung in puncto Taktik, Leistungsbereitschaft, Konstanz und Spielkultur. Ich sehe eigentlich mehr Rückschritte als Fortschritte. Und es werden überhaupt keine weiteren Talente mehr integriert. Eine Entwicklung, die fatale Folgen haben kann. Vielleicht war das auch der Hauptgrund, warum Elgert den Verein verlassen wird, weil er genau diese Entwicklung früh wahrgenommen hat.

    Man wird sehen, was sich ändern wird, wenn der Mainzer das Sportmanagement übernimmt. Eines steht für mich auf alle Fälle fest: Es muss sich etwas ändern! Mal wieder…

    Denn ich will wieder Derbys mit jeder Faser (er-)leben, bei denen ich schon 2 Wochen vor dem Derby allergisch auf die Farbkombination schwarz/gelb reagiere und mit jedem Tag nervöser werde, je näher das Derby rückt. Ich will keine weichgespülten Aussagen vom Trainer, kein emotionsloses Gekicke und keine Zufriedenheit bei einem Remis.

    Denn für mich ist ein Remis schlimmer als eine Niederlage. Es ist Mittelmaß. Nichts ist schlimmer. Ich will kein Grau! Ich will mehr Blau-Weiß

    In diesem Sinne: Glück auf.

  22. schalker16 sagt:

    @crisscross
    DANKE für diesen Kommentar.Stimme dir vollkommen zu.

  23. dergucker sagt:

    @crisscross

    Genau so isses,dem ist nichts hinzuzufügen!.
    Vielleicht noch dieser eingebildete Verfolgungswahn von Trainer und Mannschaft.
    Das ist der Istzustand den man Anscheinend nicht mehr beschreiben darf.

  24. libuda67 sagt:

    Der Fussball den Schalke zelebriert ist von Inspiration und Tempo unterirdisch. Wenn der Gegner dann, nach Einwechslung bewährter Kräfte, schneller spielt, brennt es sofort lichterloh in der königsblauen Defensive. Dass dieses Derby Unentschieden endete, ist allein der Tatsache geschuldet, dass die Schwarzgelben andere Prioritäten hatten. Ich hoffe, entgegen der Meldung im Kicker heute, Herr Heidel verlängert auf keinen Fall mit Neustädter! Wenn ich sehe wie der auf dem Platz rumläuft, neben so Starverteidigern wie Kolasinac oder Aogo, könnte ich meine Dauerkarte schreddern. Und die Spielphilosophie, die A.B nachher zum Besten gibt, macht Glauben in den neunzig Minuten davor ein anderes Spiel gesehen zu haben.

  25. Ney sagt:

    Dass unsere U19 aller Voraussicht nach jetzt nicht mehr Westmeister werden kann, berührt mich fast mehr als das TönniesBreitenreiterHeldt Segment. Eine gewisse Umgewöhnung, dass Schalke nach Jahren erstmals „nur“ auf Platz 2 einläuft. Immer noch eine Klasseleistung (die schwarzgelbe U19 ist aktuell leide auch sehr gut).

    Vielleicht kann Elgert ja probehalber die letzten 4 Spiele unserer Erstligamannschaft übernehmen. Laut Süddeutscher Zeitung (siehe Königsblog-Newsticker) ist Breitenreiter demnächst sowieso weg (zum kolportierten Weinzierl habe ich keine Meinung, außer dass er auf meiner Liste so auf Platz 7 bis 112 wäre, ist aber nicht böse gemeint, ich fand alle Lösungen der letzten Jahre ; Stevens2, Keller, di Matteo, Breitenreiter – sehr löblich, dass wir bei 80+ Millionen Spieleretat die wichtigste sportliche Position im Verein dauernd mit Verlegenheitslösungen besetzen, wo sollen die sonst bleiben).

  26. Glückauf Pils – Der Schalke Podcast: Folge 12 sagt:

    […] Tag des Derbys haben Herr Pepo und ich an einer Mythos-Tour durch den Stadtteil Schalke teilgenommen. […]

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