Weinzierl? Ma‘abwarten

André Breitenreiters Tage seien auf Schalke gezählt, Schalkes neuer Manager Christian Heidel wolle Markus Weinzierl zum Schalke-Trainer machen. Dies ist nach der Berichterstattung zum Derby die Top-Story zu Schalke 04, dieser Tage.

Da Christian Heidel noch in Mainz weilt und sich entsprechend kaum zu Themen um die Blauen äußert, lassen sich solche Storys aktuell prima strecken. Vor nicht allzu langer Zeit wurde mit gleichem Nachdrang von den gleichen „Quellen“ kundgetan, Lucien Favre sei längst als nächster Schalke-Trainer ausgemacht.

Ich kann mir durchaus vorstellen, dass Christian Heidel auf Schalke einen neuen, dann eben „seinen“ Trainer installieren möchte. Könnte sein, dass der dann Markus Weinzierl heißt. Oder Lucien Favre. Ich kann mir ebenso gut vorstellen, dass es ein ganz anderer werden könnte, einer mit dem niemand rechnet, den kaum einer kennt, so, wie Christian Heidel es in Mainz mit seinen letzten Trainerverpflichtungen auch hielt. Und aus der Erfahrung des Schalkers, der schon so viele unterschiedliche Trainer mehr und weniger erfolgreich, oft kürzer und selten länger auf Schalke wirken gesehen hat, mag ich mir über das Potenzial unbenannter und nur eventueller S04-Trainer keine weitergehenden Gedanken machen.

Tatsächlich freue ich mich auf Christian Heidel. Ich verbinde mit ihm gradliniges Handeln und er hat in Mainz bereits bewiesen, dass er seine Entscheidungen nicht unbedingt von kurzfristigen Erfolgen abhängig macht. Nach dem Hin und Her auf Schalke in der Vergangenheit, nachdem sich so viel, was anfangs gut aussah, später doch als nicht so toll erwies, bin ich bis auf Weiteres bereit, ihm blind zu vertrauen. Weinzierl? Favre? Breitenreiter? Sonstwer? Christian Heidels Entscheidung. Ich bin entspannt.



56 Kommentare zu “Weinzierl? Ma‘abwarten”

  1. Roman sagt:

    In dem „Exklusiv-Interview“ von Clemens Tönnies mit der WAZ vom vergangenen Samstag spricht der von Heidel als einem Manager mit einem Händchen für eine gute Trainerauswahl.

    Das kann man sicher so sehen, denn mit Klopp, Tuchel und jetzt auch Schmidt hat er Treffer gelandet.

    In dem Zusammenhang in dem Interview kommt damit allerdings unmittelbar die Verbindung zu Breitenreiter auf. Der ist eh schon angezählt und man liegt glaube ich nicht falsch, wenn Clemens Tönnies ihn mit dieser Aussage noch weiter anzählt.

    Vor einem Derby ist das in meinen Augen ein Unding. Und es zeigt mir zum wiederholten Male, dass die sportliche Verantwortlichkeit einzig und allein in den Händen des Sport-Vorstandes liegen darf.

    Insofern vollste Zustimmung dazu, dass einzig und allein Christian Heidel die Trainerauswahl macht. Was wir uns nicht leisten können und dürfen, ist, dass der Aufsichtsrat in sportliche Angelegenheiten hineinregiert. Nicht operativ – und nicht mittels Presseartikeln. Schon gar nicht mit solchen, bei denen rechts oben normalerweise „Anzeige“ stehen sollte.

  2. Eddi04 sagt:

    Die genannten Trainer haben alle bereits bewiesen, dass sie Teams und vor allem Spieler besser machen und weiterentwickeln können.

    Bei Favre bin ich mir aber gar nicht sicher, ob er mit dem Umfeld auf Schalke (Fans und vorallem Medien) umgehen kann. Er ist ein super Trainer, aber sehr introvertiert.

    Weinzierl würde da sicher besser passen.

  3. andres sagt:

    „dass es ein ganz anderer werden könnte, einer mit dem niemand rechnet“
    und wenn dem so kommen sollte, ist alles gut. Dann ist mit der Tradition gebrochen, dass es auf Schalke vorher schon die Spatzen von den Dächern pfeifen
    (womit ich mich jetzt nicht gegen AB, sondern ausschliesslich gegen diese Tradition stellen möchte)

  4. Redondo sagt:

    Lucien Favre ist ein guter Trainer, der aber nicht weniger zu Schalke passen könnte. Bei seiner Dünnhäutigkeit und dem Schalker Borderliner-Umfeld wäre er noch vor den Herbstferien in NRW (2016) zurückgetreten.

    Ob Weinzierl der große Wurf wäre, wage ich zu bezweifeln. Breitenreiter scheint für die kommende Saison unabhängig des sportlichen Abschneidens kein Thema mehr zu sein. Schade, wie es sich entwickelt hat. Beim Blick auf unser Spiel traue ich ihm aber auch nicht zu, dass er es verbessern kann.

    Ich vertraue auf Heidel und seinen Riecher.

  5. schalkoholiker sagt:

    „einer mit dem niemand rechnet…“: Was macht eigentlich Frank Neubarth?

    Als hätte ich es geahnt, habe ich letzte Woche meine Kollegin zur Zukunft ihres Mannes befragt (ist im Trainerstab bei Weinzierl). Da war zumindest letzte Woche noch nichts zu berichten – anders als im letzten Jahr, wo sie mich häufiger nach dem Leben im Ruhrgebiet befragt hatte… Zumindest finanziell war das Angebot damals so lukrativ, dass Weinzierl es intensiv mit seinen Kollegen durchdiskutiert hat.

  6. Klopenner sagt:

    Man man man ist das traurig. Wieder Ende der Saison, wieder Rätselraten um einen möglichen neuen Trainer.

    Weinzierl? Hat letzte Saison abgesagt und will sich jetzt, wo es mit Augsburg nicht gut läuft, plötzlich doch verändern? Was soll man von solchen Typen halten, die in 2015 einen Vertrag für weitere 4 Jahre unterschreiben, um nicht mal ein Jahr später die Veränderung zu suchen? So jedenfalls habe ich es vor Wochen schon gelesen.
    Mal davon abgesehen, dass er auch keine größere „Nummer“ als Breitenreiter ist. Er hat mit Augsburg ein Jahr über Soll gespielt und ist jetzt wieder da, wo ihn alle erwartet haben.

    Wenn wir einen neuen Trainer brauchen, dann auf jeden Fall einen, der sich schon über Jahre in einer erstklassigen Liga behauptet hat und am besten noch international gespielt hat. Die Trainingsanforderungen bei regelmäßigen englischen Wochen sind doch offensichtlich andere als bei gerade 34 Spielen pro Jahr.
    In der Theorie beherrschen das alle Trainer, in der Praxis sieht das wohl doch anders aus.

    Also bitte nicht Breitenreiter gegen Weinzierl austauschen. Da sehe ich keine großen Änderungen. Zu allererst muss in der Mannschaft weiter ausgemistet werden. Gerade die, die Woche für Woche ihren Schlafwagenfußball bieten und nach den Spielen immer noch dummes Zeug in die Mikrofone labern. Und die Spieler, die jetzt schon – mehr oder weniger öffentlich – über einen Wechsel nachdenken, können auch direkt gehen. Namentlich: Aogo, Neustädter, Choupo, Sam, Di Santo. Meiner Meinung nach aber gerne auch noch Huntelaar und Meyer.
    Belhanda und Hojbjerg haben sich Verhandlungen über einen Kauf bisher nicht wirklich verdient. Beide haben zwar ihre Fähigkeiten mal aufblitzen lassen, bieten in der Summe aber auch wieder nur Durchschnittskost.

    Sollten aber alle genannten Spieler bleiben, bzw. verlängern, wird kein Trainer der Welt mit unserer Mannschaft richtig erfolgreich sein können und wir Fans dürfen uns weiter Woche für Woche über das zerfahrene und von mangelhafter Einstellung geprägte Spiel aufregen.
    Dann haben wir nächste Saison wieder eine Trainerdiskussion.

    Aber so wie jetzt gerade mit Breitenreiter in der Presse umgegangen wird, und sich vom Verein keiner vor ihn stellt (Heldt kann nicht mehr, Tönnies denkt nicht drüber nach und Heidel kann noch nicht) wird er eh nicht über den Sommer hinaus bleiben.

    Es macht einfach von Woche zu Woche weniger Spaß Fan vom FC Schalke 04 zu sein. Nicht nur, dass ich seit dem Hertha Spiel nur das Derby live gesehen habe, es macht auch keinen Spaß mehr mich über Siege zu freuen, oder Berichte über unseren Verein zu lesen.

  7. Jones sagt:

    Harren wir der Dinge die da kommen werden.
    Als Nah-bei-Mainz-wohnender Schalker kann ich Heidels Gradlinigkeit bestätigen. Hier ist eben alles viel ruhiger und er kann seiner Arbeit nachgehen ohne dass Medien, Vereinsbosse oder Fans laufend für Störfeuer sorgen. Das sind ähnliche Bedingungen wie in Freiburg.

    Für mich persönlich war diese Saison irgendwie wie jedes Jahr – jedes Jahr versucht sich ein neuer Trainer, jedes Jahr wird das tolle Konzept des Trainers angepriesen und jedes Jahr quält man sich irgendwie auf einen internationalen Startplatz. All das täuscht aber auch immer wieder darüber hinweg, was das eigentliche Problem ist: Durch den immerwährenden Erfolgsdruck haben neue Trainer faktisch gar keine Zeit um Konzepte umzusetzen, um eigene Vorstellungen Stück für Stück zu verwirklichen. Keller war echt einer der Trainer, dir mir in den letzten Jahren mit am besten gefallen haben. Sobald es aber mal ein paar Spiele schlecht läuft, wird der Trainer gefeuert und der Teufelskreis beginnt von Neuem. Wenn von Vereinsführungsseite ein Umdenken stattfindet, dann hat Schalke auch mal eine echte Chance auf große Erfolge in den kommenden Jahren. Sarkastisch könnte man auch sagen, es täte uns mal gut abzusteigen und danach alles neu aufzubauen, auch wenn das niemand hören mag.

    Glück Auf!

  8. S04-Fan sagt:

    Weinzierl wäre aus meiner Sicht nicht besser als Breitenreiter, das kann deshalb eigentlich nur eine Nebelkerze sein. Favres Abgang in Gladbach disqualifiziert ihn etwas für Schalke, das wäre auch nichts Halbes und nichts Ganzes.

    Wenn überhaupt, dann kommt nur eine große Lösung mit Marc Willmots in Frage. Der könnte den Verein und die Mannschaft wirklich wieder einen und eine Eurofighter-Mentalität insgesamt verbreiten. Nachdem Trainerkiller und Spielerberater-Liebling Horst Heldt endlich geht und Heidel sicher überhaupts nichts dagegen hat mit einer starken Persönlichkeit zusammenzuarbeiten, ist so eine große Lösung wenigstens auch wieder denkbar auf Schalke.

  9. andres sagt:

    was an Wilmots die grosse Lösung sein soll, war mir schon in der letzten Runde schleierhaft.
    und in meiner Vorstellung ist die Kombi Heidel/Wilmots auch nicht harmonisch – aber da will ich mich jetzt auch nicht aus dem Fenster lehnen

  10. McSkull sagt:

    Glück Auf!
    Also ich bin mir gar nicht so sicher das Heidel Breitenreiter unbedingt sofort austauschen wird.
    Man muss schon zugeben, das in dem momentanen Umfeld und mit einem Kader der ordentlich zwickt die Arbeit des Trainers nicht richtig beurteilt werden kann. Denn der mangelde Rückhalt für den Trainer ist auch sehr Problematisch um die Mannschaft effektiv zu steuern. Selbst Heidel kann aus der Ferne nicht so Nah dran sein.
    Kann mir also durchaus vorstellen, das er Breitenreiter mit verbessertem Kader (was vor allem die Mentalität angeht) und mit Rückhalt von seiner Position aus richtig arbeiten sehen will um ihn zu beurteilen.
    Und wenn Heidel einen neuen Trainer will wird es wie zuvor jemand sein der nicht sehr bekannt ist. Erfahrungen und Meriten oder neuer frischer Geist haben hier nicht wirklich funktioniert. Es schein also auf was anderes an zu kommen.
    Ich hoffe Heidel findet das dann wenn er tauschen will.

    BWG

    McSkull

  11. BlueNote sagt:

    @Jones: Wir brauchen m.E. keinen Abstieg für einen Neuanfang, sondern einen Aufsichtsrat, der sich nicht derartig in die Belange des Vorstandes einmischt, wie es der Oligarch Tönnies derzeit tut. Die sportliche Unbeständigkeit der letzten Jahre haben CT und der von ihm installierte Heldt in entscheidendem Maße mit zu verantworten. Die Mitgliederversammlung ist hier im Frühsommer aufgerufen, endlich mal die Weichen neu zu stellen. Vorher ist jedwede Diskussion über Konstanz, Nachhaltigkeit und sportlichen Erfolg obsolet. Ich schäme mich, dass ein bekennender Putinfreund und Gazprom-Befürworter sich regelmäßig von der Presse als Heilsbringer und „Schalke-Boss“ hofieren und abfeiern lässt. Das ist nicht mehr mein Verein!

  12. Jones sagt:

    @BlueNote: Ich gebe dir natürlich Recht was den Abstieg betrifft – notwendig wäre es nicht, aber es wäre so das allerletzte Mittel um auch dem letzten Aufsichtsratsmitglied vor Augen zu führen dass etwas gewaltig falsch läuft.

    Heidel macht mir deshalb viel Hoffnung weil er gemeinsam mit den Trainern Klopp, Tuchel und Schmidt stets Spieler verpflichtet hat, die mit ihrem Charakter und vor allem ihrer Mentalität zu 100% zum Verein passen. Genau das fehlt auf Schalke seit Jahren! Es gibt immer ein zwei Spieler die sich voll und ganz identifizieren und jedes Spiel alles versuchen zu geben und ihre eigenen Befindlichkeiten hinten anstellen.
    Es muss eine Mannschaft zusammengestellt werden, die willig ist jedes Spiel Vollgas zu geben. Interessant dazu war Schmidts Aussage im Aktuellen Sportstudio:
    http://www.zdf.de/ZDFmediathek.....man-planen

  13. Gerhard Kollecker sagt:

    Der Fisch stinkt bekanntlich vom Kopf her! Wenn C.T. Schalke wirklich so sehr am Herzen liegt, dann sollte er dies zeigen und zwar nicht durch zur Schau stellen mit blau-weißem Schal sondern einfach dadurch, sich aus dem operativen Geschäft rauszuhalten und die Leute die Arbeit machen zu lassen, die was davon verstehen. Die letzte Hoffnung für unseren Verein heißt wirklich Heidel!!! Übrigens heißt es in unserem Leitbild: als Schalker muss man auch leidensfähig sein. Also es heißt a u c h und nicht n u r ! Und solange C.T. sich weiter so einmischt wird sich das wohl nicht ändern. Aber: die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt. Glück Auf und Glück Heidel
    Gerdi 04

  14. Esotig sagt:

    Was haltet ihr vom U19 Trainer ich finde der hat verdient

  15. Ernchen sagt:

    Auszug aus dem Leitbild. Ich sehe nix von „…auch leidensfähig…“

    6. Die gemeinsame Leidenschaft für den Fußball und für Schalke 04 und der Stolz auf unsere Tradition eint uns auf Schalke. Seit Vereinsgründung leben wir Emotionen besonders intensiv. Gemeinsame Begeisterung und gemeinsames Leiden sind wichtige und wertvolle Bestandteile unserer Identität. Auch den Angestellten des Vereins, egal ob im sportlichen oder in anderen Bereichen, soll diese Leidenschaft vermittelt werden. Entscheidungen treffen wir auf rationaler Grundlage. Das Ausleben von Emotionen darf keinen der Werte verletzen, für die dieses Leitbild steht.

    http://www.schalke04.de/de/ver.....8211;.html

    Ich habe den Eindruck, dass die Stimmung hier im Blog, den ich immer gerne lese und bei dem ich vor allem schätze, dass er häufig so wenig emotional „schalkig“ ist, leider in der letzten Zeit das Negative überwiegt.

  16. Eddi04 sagt:

    Sonstwer … könnte auch Markus Gisdol sein. Ich halte ihn für einen exzellenten Trainer. Er hat Hoffenheim vor dem Abstieg gerettet und veritable Ergebnisse erzielt. Weiters kennt er Schalke genau, war hier Cotrainer und Taktikfuchs. Ihm würde ich das durchaus zutrauen!!!

  17. bea sagt:

    Wenn jemand öffentlich als Topfavorit für die Nachfolge von… gehandelt wird, ist dann damit gleichzeitig der Noch-Amtsinhaber schon unterwegs zum Schafott?

    Wird also nun mit AB das gleiche miese Spiel durchgezogen wie zuvor mit HH? Ist DAS die aktuelle und zukünftige Strategie?

  18. BlueNote sagt:

    @bea: In meiner Wahrnehmung ist das so. Seit Wochen wird eine Sau nach der anderen durchs mediale Dorf getrieben und niemand im Verein (von ein paar Spielern abgesehen) fühlt sich berufen, sich schützend vor Breitenreiter zu stellen. Im Gegenteil. Er wird vom AR-Vorsitzenden öffentlich angezählt in der WAZ durch Hervorhebung der tollen Händchens von Heidel in Personalfragen. Torsten wies eingangs darauf hin. Das hat Methode und war (z.B. bei Keller) und ist und bleibt Strategie, solange CT hier was zu sagen hat.

  19. Guybrush Threepwood sagt:

    Möchte tatsächlich jemand einen Manager haben, der einen Trainer ohne mit ihm vorher gesprochen oder im operativen Geschäft beobachtet hat, entlässt?
    Mittlerweile scheint AB angezählt zu sein. Da ist es nur logisch das Heidel sich mit einem Plan B beschäftigt.
    Jedoch kann ich mir nicht vorstellen, dass Heidel direkt bei Antritt den Trainer wechseln wird.
    Heidel wird, wie jeder verantwortungsvolle und glaubhafte Entscheidungsträger auch, sich erst einmal ein eigenes Bild machen und dann entscheiden. Hoffe und erwarte ich zumindest.

  20. Roman sagt:

    „Das hat Methode und war und ist und bleibt Strategie.“

    Wenn dem so ist, darf dieser Mensch nicht wieder gewählt werden.

  21. schalker16 sagt:

    Fast schon lustig dass man überall um einen neuen Schalke-Trainer diskutiert obwohl der „alte“Trainer noch da ist. ;)
    @Ernchen
    Ich finde die Stimmung in diesem Block z.Z. auch ein bisschen zu negativ. Wir haben ja nichts mit dem Abstieg zu tun wie andere Traditionsclubs.

    Es ist jetzt schon fast Jahre lang ein einziger Umbruch der nie funktioniert hat.
    Seit F.M. spielen wir nicht mehr konstant.
    Ich hoffe auf heidel dass er einen unbekannten Trainer bringt der auch zu schalke passt. Aber wahrscheinlich bleibt wieder breitenreiter und es gibt wieder ein „Übergangsjahr“.
    Es muss einfach der Kader ausgemistet werden dass ein Trainer mit „seiner“Mannschaft etwas aufbauen kann. Und genau das erhoff ich mir von Heidel.

  22. bea sagt:

    Beim Schachspiel mag ja jeder seine Figuren auf dem Brett nach eigenem Gutdünken setzen und auch das eine oder andere Bauernopfer bringen, um sein selbstherrliches Ziel zu erreichen…

    Dies aber auf das wahre Leben zu übertragen -unabhängig davon, ob nun eine rumänische Fleischerei-Arbeiterin, ein Trainer oder ein Manager betroffen ist- da fehlen mir ausnahmsweise die richtigen Worte, um dieses Vorgehen zu benennen.

  23. Torsten sagt:

    Jedoch kann ich mir nicht vorstellen, dass Heidel direkt bei Antritt den Trainer wechseln wird.
    Heidel wird, wie jeder verantwortungsvolle und glaubhafte Entscheidungsträger auch, sich erst einmal ein eigenes Bild machen und dann entscheiden. Hoffe und erwarte ich zumindest.

    Natürlich wird er das nicht von Mainz aus entscheiden. Aber Gespräche mit Breitenreiter gab es ja schon. Das Training wird er sich auch vorab anschauen können. Eine Meinung dazu, ob Breitenreiters Auftreten und die Spielweise der Mannschaft seiner Vorstellung entspricht, kann er sich auch bilden.

    Mag sein, dass es nicht gut ausschaut, als „erste Amtshandlung“ einen Trainer zu entlassen. Aber gehen wir davon aus, Heidel ist von Beginn an nicht 100% von Breitenreiter überzeugt: Soll er dann tatsächlich „erst mal abwarten“, in die Saison gehen, ihn später entlassen und im laufenden Betrieb eine Wunschlösung suchen?

    Nein, das kann man so nicht planen. Entweder Breitenreiter überzeugt Heidel, oder es muss zur Vorbereitung auf die neue Saison den Wechsel geben.
     
     
     
     
    Ansonsten gilt:
    Solange ich das richtige Trainerwechselbier bekomme, ist mir der Name einerlei ;-)

    Trainerwechselbier: Herzlich Willkommen und Glückauf, André Breitenreiter! #S04

    Ein von Torsten Wieland (@torstenwieland) gepostetes Foto am

  24. rjonathan sagt:

    Aber gehen wir davon aus, Heidel ist von Beginn an nicht 100% von Breitenreiter überzeugt: Soll er dann tatsächlich „erst mal abwarten“, in die Saison gehen, ihn später entlassen und im laufenden Betrieb eine Wunschlösung suchen?

    Sagen wir mal so: Es ist zumindest DIE große Hoffnung, dass Heidel so konsequent handelt. Experimente am lebenden Patienten gehörten in der Vergangenheit ja leider zur Regel und man hat sich schon dermaßen daran gewöhnt. Einzige Gefahr: Wie gehen die Medien mit mutigen, konsequenten Entscheidungen um? Ich kann mir nicht vorstellen, dass die WAZ es nicht schaffen wird, Heidel gerade in diesen Momenten kräftig einen unterzuschieben.

  25. Grieche sagt:

    Wer auch immer neuer Trainer wird (falls es einen neuen gibt): Ich will zu seinem Einstand nichts lesen von der „besten Trainer-Pressekonferenz aller Zeiten“! Das ist nun schon zweimal in die Hose gegangen.

  26. leoluca sagt:

    Wer über Heidels Zukunft auf Schalke sprechen will, kann über Breitenreiter nicht schweigen.

    Die ersten Zweifel an der Qualifikation Breitenreiters sind doch auf Schalke hochgekommen und nicht in Mainz und nicht in der Bild-Redaktion. Es war bereits um den Jahreswechsel, als erste Stimmen im Verein laut wurden, die das ursprünglich ermutigende Selbstbewußtsein des Trainers weniger für ein Qualitätszeichen hielten, sondern eher für Selbstüberschätzung.

    Diese Skepsis hat sich in den vergangenen drei Monaten mehr und mehr bestätigt, wenn man auf dem Platz nach einem Profil suchte, von Spielidee muss man noch gar nicht reden. Zuletzt schaffte man im eigenen Stadion gegen die B-Elf des Nachbarn, der man spielerisch klar unterlegen war, so eben ein Remis – allein wegen eines verzweifelten Kampfeswillens der Mannschaft, die Breitenreiter und viele Schalker ihr einige Male vorher bereits abgesprochen hatten.

    Ich tippe also auf einen neuen Trainer direkt zur nächsten Saison, auch, weil bei Breitenreiters Abschied mit keinen großen Fanaktionen zu rechnen ist.

    Ich tippe auf Weinzierl als neuen Trainer, auch, weil RB Leipzig die Verhandlungen mit ihm am letzten Wochenende abrupt beendet hat, und ich mir keinen anderen Grund vorstellen kann, als den, dass Weinzierl sich für Schalke entschieden hat.

  27. Lutt sagt:

    Wenns nicht gut läuft, wird der Trainer gefeuert.
    Das machen alle so.

    Die Besonderheit auf Schalke ist nur, dass Monate vorher schon mit Dreck geschleudert wird.
    Ich möchte mich jetzt schon bei einem sympathischen Trainer auf Schalke für die kommende Zeit entschuldigen. Nach dieser Presse hat er keine Chance mehr. Jetzt kann er sich nur noch gut festhalten auf dem Rodeo Bullen.

    Trotzdem möchte ich auch nochmal auf die Tatsache verweisen, dass wir quasi ohne Saisonziel gestartet sind und vor der Saison Topspieler ohne Ersatz abgegeben haben. Es wurde Geduld gefordert und alle haben genickt.
    Jetzt stecken wir im Saisonendspurt, haben noch Chancen auf EL/CL, sind alle einig, dass der Kader n Wurm hat… Und trotzdem wird in Presse und Foren nur noch über den potentiellen Trainernachfolger diskutiert. Das ist schädlich. DAS ist Schalke.

  28. Lutt sagt:

    Aus dem kann ich übrigens meinen Wunsch an Heidel formulieren: Mithilfe von AB viel am Kader ändern und mit ihm in die neue Saison gehen.
    Und all die böse Regenbogenpresse Lügen strafen ;-)

  29. leoluca sagt:

    @Lutt

    Nicht ganz richtig, was Du schreibst, denn weil es auf Schalke schlechter als erwartet läuft, ist als erstes der Sportvorstand, Horst Heldt, „gefeuert“ worden, der für die Zusammensetzung des Kaders und für die Verpflichtung des Trainers verantwortlich ist.

  30. Klopenner sagt:

    @leoluca:

    naja, als erstes ist Horst Heldt auch nicht „gefeuert“ worden. Sein Vertrag läuft einfach aus, nachdem er bereits Stevens, Keller und DiMatteo eingestellt und selbst wieder entlassen hat. Breitenreiter war sozusagen sein letzter Versuch einen Trainer zu „installieren“, der Erfolg bringen soll. Insofern hat Lutt schon recht, dass „Trainer entlassen“ der erste Schritt ist. Das könnte Heldt in dieser Saison – meiner Meinung nach – nicht mal mehr machen, da ihm dazu bestimmt die Kompetenz fehlt und er sich zwangsläufig mit Heidel abstimmen muss.
    Insofern sind auf Schalke beide sportlich Verantwortlichen eine „Lame Duck“. Heldt, weil er nichts mehr machen kann, Breitenreiter, weil ihm die Unterstützung fehlt und Heidel noch nicht entscheiden darf/will/kann…Keine Ahnung.

    Ist in der Tat eine sehr merkwürdige Konstellation zur Zeit

  31. crisscross04 sagt:

    Das Problem unserer aktuellen Situation liegt meiner Meinung nach schon am Anfang der Saison. Dort hat man, oder besser Breitenreiter & Heldt, in der Pressekonferenz mit dem „Herausposaunen einer Übergangssaison“ falsche Voraussetzungen geschaffen.

    Der Trainer hatte mit seinem Team „nur“ das Ziel, die Fans wieder zurückzugewinnen. Die Mannschaft sollte wieder Einsatz zeigen, dann würde der Erfolg von alleine kommen. Andere Ziele wurden ganz bewusst nicht ausgegeben. Es wurde von einer Übergangssaison gesprochen. Und alle haben abgenickt. Klar, wir kamen gefühlt aus der „emotionalen Hölle“.

    Es standen scheinbar zu viele Beteiligte und vor allem die Fans noch unter dem Schock der vergangenen Rückrunde, um zu Beginn der Saison zu begreifen, dass diese Ziele & Aussagen natürlich für das Schalker Umfeld und ihren Ansprüchen inkl. eines 80 Mil. Kaders völliger Blödsinn waren.

    Dumm war zudem, dass wir am Anfang ergebnistechnisch Erfolg hatten (ich rede ganz bewusst nicht vom spielerischen Niveau). Damit stiegen natürlich sofort die Ansprüche.

    Breitenreiter hat sich der neuen Situation aber nicht gestellt bzw. hat nicht darauf reagiert. Er war immer noch der Meinung, dass es trotz des erfolgreichen Saisonstarts eine Übergangssaison ist und bleibt und dass Spiele gegen unseren Nachbarn, Gladbach, Leverkusen, Wolfsburg, Bayern, etc. FÜR IHN „Bonusspiele“ sind. Deshalb war er auch sichtlich irritiert als sich bei den Fans und in den Medien ein Aufschrei auftat. Er weiß scheinbar bis heute nicht, was er damals „Falsches“ gesagt hat.
    „Man“ (Fans & Presse) hat zwar immer noch davon geredet, dass man der jungen Mannschaft Zeit geben muss, aber sich einfach hinter den Genannten einzureihen!? Nein, so einfach kann man das als Schalker doch nicht hinnehmen. Und so entstand das erste Störfeuer.

    Das zweite war sicherlich die DgS Berichterstattung, wo interne Information über eine angebliche Unzufriedenheit über die Arbeit und die Ansprache des Trainers nach außen drang. Das war der Zeitpunkt, wo nun alle Medien Breitenreiter als neues „Objekt der Berichterstattung“ auf Schalke wahrgenommen haben.

    Leider kam dann auch noch der sportliche Misserfolg in der Euro League und in der Bundesliga hinzu, so dass man als Fan eigentlich gefühlt eher einen Abwärts- als einen Aufwärtstrend verspürt. Dieses Gefühl gepaart mit dem Wechsel im Bereich Sportmanagement ist der Grund, dass nun wöchentlich wieder Trainernamen gehandelt werden.

    Einerseits kann man natürlich sagen: Blöd gelaufen, André. Hättest Du am Anfang nicht den Erfolg gehabt, wäre auch unser Anspruch (die CL Plätze zu erreichen) geringer gewesen und wir alle hätten wohl wirklich mehr Geduld gehabt.

    Aber seien wir doch mal ehrlich. Wir sind Schalker, haben einen der teuersten Kader der Liga und verfügen über eine sehr talentierte Jugend.
    Gibt es mit diesem Hintergrund überhaupt eine Übergangssaison ohne Ziele?
    Können wir uns wirklich emotional und rational hinter Bayern, unseren Nachbarn, Leverkusen, Gladbach und Wolfsburg so einfach anstellen und das auch noch öffentlich so zugegen?
    NEIN UND NEIN.
    Es scheint so, als wenn wir uns alle etwas vorgemacht haben und uns jetzt wundern, dass das Konstrukt zusammenbricht.

    Eigentlich mag ich den Typ André Breitenreiter. Ich glaube auch, dass er gut zu uns passt.

    Leider hat er aber an Standing und Format im Laufe der Saison verloren. Er wirkt sehr verunsichert, ratlos und teilweise resignierend, wenn er vor den Mikros mangelnden Respekt beklagt.
    Und leider sieht man bei der Mannschaft nicht wirklich einen Fortschritt in puncto Taktik, Engagement, spielerischem Niveau, etc.
    Und leider kommt nun auch noch ein neuer Sportmanager in den Verein, der in den letzten Jahren (fast) ausschließlich mit erfolgreichen Trainertypen gearbeitet, was Spekulationen über eine Weiterbeschäftigung des vorhandenen Trainers anheizt.

    Das alles kann eigentlich nur zu einem Ziel führen! Schade, ich hatte mir etwas anderes gewünscht!

    Zu Trainerspekulationen möchte ich mich nicht hinreißen lassen – allein schon aus Respekt gegenüber Breitenreiter. Ich bin allerdings ein wenig überrascht, dass es Torsten tut und damit der nervigen Trainerdiskussion auch hier eine Plattform bietet, wo er sich doch auch aus Spielertransferspekulationen ansonsten heraushält.

    Mich interessiert eigentlich etwas ganz anderes:
    Warum sich fast alle Medien (BILD, WAZ, FAZ, Süddeutsche, etc.) so gegen Breitenreiter verschworen haben? Normal ist das aus meiner Sicht nicht, oder?! Denn wir spielen zwar häufig einen grottigen Fußball, aber immer noch nicht um den Abstieg und stehen aktuell immer noch 6 Punkte vor Wolfsburg und dort ist keine Trainerdiskussion am Laufen! Aber die Antworten zu diesem Thema sind wahrscheinlich genauso spekulativ wie die neuen Trainernamen.

    In diesem Sinne, Glück auf!

  32. Ogro sagt:

    Bei der ganzen Diskussion um AB fällt mir eine Sache auf. In vielen Beiträgen unter diesem Eintrag von Torsten spiegeln sich die Hoffnungen, die viele mit Heidel verknüpfen, wider. Grundsätzlich habe auch ich die Hoffnung, dass mit seiner Verpflichtung ein etwas geradlinigeres Management Einzug hält. Also freue ich mich und bin gespannt… Aber ich würde ihn erstmal gern bei der Arbeit auf Schalke beobachten können, bevor ich mich mit seinen Entscheidungen auseinandersetze.

    Denn ob mit ihm auch zwingend ein neuer Trainer kommen muss, weil er ja ‚so ein glückliches Händchen‘ bei der Auswahl dabei hat, halte ich für die völlig falsche Denkweise.

    Im Endeffekt fallen diejenigen, die genau das jetzt fordern (vielleicht aus Enttäuschung über den Saisonverlauf oder weil sie ‚keine Entwicklung‘ in der Mannschaft zu erkennen meinen etc), gnadenlos auf den Boulevard herein.

    Der macht nämlich eigentlich nichts anderes als die Protagonisten zuerst hochzujazzen und zu Heilsbringern zu erklären, um sie danach fallenzulassen und niederzuschreiben. (Siehe Magath, DiMatteo, Breitenreiter etc.)

    Nun wird also auch von den Fans Heidel jetzt schon zum Heilsbringer erklärt, der quasi durch Handauflegen (neuer Trainer zB weinzierl oder sogar ein noch völlig unbekannter wunderknabe) und das Ausmisten der halben Mannschaft, sowie in Schach halten des AR Vorsitzenden schafft… Ja, was eigentlich? Grösseren sportlichen Erfolg? Attraktiveres Spiel? Abbau der Schulden? Klarere Kommunikation? Bessere Spieler und vor allem billiger?

    Mit so einem Rucksack an Erwartungshaltung kann eigentlich jeder nur scheitern. Wenn der Erfolg da ist, wird dies dann als ‚Normalzustand‘ wahrgenommen. Bleibt der Erfolg aus, kommt auf Schalke nicht nur der Boulevard aus der Hecke…

    Ich bin jedenfalls gespannt, was hier geschrieben wird, wenn Herr Heidel als erste Amtshandlung nicht einen Jürgen Klopp, sondern einen Kaspar hjulmand aus dem Hut zieht.

    In diesem Sinne
    Einfach ma‘ kucken

  33. Pete04 sagt:

    Danke für den Beitrag: 3 Punkte!

    Und in der Tat – es ist ja wirklich noch offen, ob Heidel überhaupt einen neuen Trainer beruft. Diese ewigen Diskussionen über mögliche Nachfolger halte ich für vollkommen unnütz und jeder Artikel in einer Bildzeitung oder der W.A.Z. mit Spekulationen über einen neuen Trainer schürt wieder nur Unruhe und hilft kein bisschen. Im übrigen, wenn wir schon dabei sind – in dem Interview mit Tönnies steht, dass er findet, Heidel habe ein gutes Händchen für Trainer. A) Stimmt das und B) Bedeutet dies nicht, dass Heidel mit einem neuen Trainer aufwartet sondern es ist genau so möglich, dass Heidel C) Breitenreiter einfach gut ‚führt‘, denn er wird sein neuer Vorgesetzter. Ich finde es völlig aber und grotesk, was aus so einer Aussage gleich interpretiert wird.

  34. HelmutHaller sagt:

    Sicherlich kann man die Interviewaussagen von CT so interpretieren, dass sie Grundlage für eine Trainerdiskussion bieten. Man kann sie aber auch so interpretieren, dass Heidel ein gutes Gespür für interessante Spieler hat, die Schalke endlich noch einmal voranbringen würden.

    Das sich die ganze Medienlandschaft auf dieses Thema stürzt dürfte nicht verwundern. Neben Bayern und dem BVB ist Schalke der Verein mit dem größten Interesse in Deutschland. Über die vorgenannten lässt sich – da der Erfolg und gute Spiele da sind – nicht viel berichten (Berichterstattung immer unter dem Aspekt, dass nur schlechte Nachrichten auch verkaufsträchtige Nachrichten sind) und schon wird m.M.n. ein Schuh daraus. Und wenn halt nichts zu berichten ist, werden die Schlagzeilen selbst erzeugt (siehe div. Medien).

    Trotz allem ist es doch sehr verwunderlich, dass nach 29 Spieltagen, acht Spielen in der Euroleague und zwei Pokalspielen keine Struktur – im Sinne von Matchplan in unterschiedlichen Spielsituationen – im Spiel zu erkennen ist und dann auch noch der kämpferische Einsatz, welcher eine Mindestvoraussetzungen sein sollte, häufig auf der Strecke bleibt. Bei diesen Themen ist der Trainer bzw. der Trainerstab gefordert. Bei der Kaderzusammenstellung zuoberst jedoch der Manager. Und da ist die Entscheidung für einen Wechsel angebracht. Hoffen wir, dass mit Heidel der richtige Mann kommt.
    Glück Auf

  35. Roman sagt:

    Sicherlich kann man die Interviewaussagen von CT so interpretieren, dass sie Grundlage für eine Trainerdiskussion bieten.

    Und genau das passiert. Ich bleibe dabei: Schlimmstes Timing. Kein Aufsichtsrat der ganzen Bundesliga gibt ansonsten solche Interviews.

    http://www.welt.de/sport/fussb.....ewiss.html

  36. libuda67 sagt:

    Die Freude über Heidel kann ich teilen. Derzeit laufen auch auf dem Feld genug rum, deren Weiterbeschäftigung keinen Sinn macht. Wenn man Kosten und Nutzen gegenüberstellt, verstehe ich nicht warum Spieler wie Neustädter hier weiter ihre Unfähigkeit unter Beweis stellen sollen. Ich hoffe Heidel wird sich von einigen, die hier noch bei bester Bezahlung rumstolpern, trennen. Eine Weiterentwicklung unter A.B hat definitiv nicht statt gefunden. Ob unter ihm eine solche vollzogen werden kann, bezweifle ich. Da Weinzierl nichts kennt außer Augsburg, traue ich ihm Schalke nicht zu, aber da kann man sich irren.Und es stellt sich wie immer die Frage Auf Schalke,
    was finanziell überhaupt möglich ist? Sofern Zusatzeinnahmen ausbleiben, dürfte das überschaubar sein…

  37. leoluca sagt:

    @Roman

    Ja, isso. Dieses Tönnies-Interview sprießt vor eitler Dummheit. Er macht diesen kleinen Seitenhieb Richtung Trainer, mit dem er sich an die Spitze der Trainerdiskussion auf Schalke bugsieren möchte, ausgerechnet wenige Stunden vor Derbybeginn. Ziemlich ungeschickt für einen Populisten.

    Die Trainerdiskussion auf Schalke allerdings existiert längst und weit vor Tönnies‘ verzichtbarem Senf. Nicht seine Aussagen bilden die Grundlage der schnell anwachsenden Trainerdiskussion, die begann bereits zum Jahreswechsel und ihre Gründe liegen auf dem Platz und nicht in Rheda-Wiedenbrück.

  38. Torsten sagt:

    Trotzdem möchte ich auch nochmal auf die Tatsache verweisen, dass wir quasi ohne Saisonziel gestartet sind und vor der Saison Topspieler ohne Ersatz abgegeben haben. Es wurde Geduld gefordert und alle haben genickt.

    Warum sich fast alle Medien (BILD, WAZ, FAZ, Süddeutsche, etc.) so gegen Breitenreiter verschworen haben? Normal ist das aus meiner Sicht nicht, oder?!

    Die Kommunikation des Clubs hat sich über die Saison hinweg verändert – fast um 360 Grad gedreht. Dass es da intern nicht stimmt hatte Dirk große Schlarmann für Sky zuerst berichtet, letztlich wissen das aber alle Journalisten. Weil der Club so ein schlechtes Bild abgibt nimmt die Presse dies auf.

    Horst Heldt selbst war es, der erst keine Platzierung als Saisonziel ausgab, vor Wochen nun aber doch meinte, man müsse sich noch für die CL qualifizieren. Der Druck, den er vor allem Breitenreiter damit macht, kann ihm nun egal sein, seine Zeit endet. Außerdem kann es als Retourkutsche aufgefasst werden, nachdem Breitenreiter wiederholt zu erkennen gab, dass ihm der Kader nicht passt. Am unverblümtesten in der Hinrunde, als er sich öffentlich beschwerte, dass „ein Knipser fehle wie ihn jeder Topverein habe“, obwohl er seinen Wunschstürmer Franco Di Santo bekam und Schalke Huntelaar bezahlt. Damit schoss er Heldt recht direkt an.

    Neben Heldt dürfte auch ein weiterer Vorstand Breitenreiter als unprofessionell erachtete haben, als sich dieser öffentlich über Mängel im Trainingslager in Florida ausgelassen hat. Ob Breitenreiter auch noch Peters angekackt hat weiß ich gerade nicht – aber es kann ja auch sein dass ich mal was nicht mitbekomme.

    Philipp Selldorf (Süddeutsche) fasste das gestern, gewohnt lyrisch, wie folgt zusammen:

    Die Zeichen haben sich verändert. Im Sommer kam der 42-Jährige nach Gelsenkirchen, um einem kranken Klub wieder auf die Beine zu helfen […] Wie der sympathische Landarzt, der mit einfachen Mitteln komplizierte Irritationen behandelt, legte Breitenreiter Hand an und erzielte rasch ermutigende Ergebnisse. Den komplexen Problemen trat er mit erfrischendem Selbst- und erstaunlichem Sendungsbewusstsein entgegen. Bald äußerten aber Stimmen im Verein, dass das erfrischende Selbstbewusstsein nicht zuletzt auf Selbstüberschätzung beruhte. Diese Einschätzung übertrug sich dann auch auf die Betrachtung seiner Fußball-Lehre, deren Konturen auch im Derby nicht zu erkennen waren.

  39. Roman sagt:

    >>Die Kommunikation des Clubs hat sich über die Saison hinweg verändert – fast um 360 Grad gedreht. <<

    Das denke ich übrigens auch. Da muss etwas vorgefallen sein, sonst lasse ich einen Trainer nicht so im Regen stehen.

    Man sieht, Schalke ist ein hartes Pflaster. Es gibt nicht eine Front, es gibt zig Stück davon.

  40. -titi- sagt:

    Weinzierl hat sich letztes Jahr aber mal sowas von disqualifiziert, der Kerl ist auf keinen Fall tragbar. Davon abgesehen wäre es auch nicht typisch für Heidel diese Art von Trainerwechsel zu tätigen. Da käme nur Andre Breitenreiter Vol. 2. Die solln endlich Elgert zum Cheftrainer machen der kennt den Verein wenigstens und muss nicht nur mit Floskeln um sich werfen die wir ja angeblich hören wollen ( Die Jungs/kämpfen/Maloche/Männer/kratzen/beißen), kann den Scheiß von Breitenreiter nicht mehr mit anhören. Kauf ich ihm auch nicht mehr ab das wirkt auswendig gelernt. Zeit für langfristigen Erfolg hat Heidel hier auch nicht wie jeder andere steht er direkt unter Druck. Stimmen die Ergebnisse nicht direkt gibts Stunk. Man wird sehen wie er damit umgeht.

  41. Netsmurf sagt:

    Bleiben wir doch alle mal entspannt und warten den Amtsantritt von CH ab.
    Die Interviews wertet jeder doch so, wie er es möchte. Dafür hat CT einfach zuviel Spielraum gelassen, und das sicherlich nicht bewußt.

    Das uns die Presselandschaft immer wieder gerne in den Fokus einer negativen Berichterstattung stellt, ist auch wahrlich kein neues Phänomen am Berger Feld.
    Die Medien machen eben alles für mehr Aufmerksamkeit/Auflage.

    Leider wird dieses noch von „Schalkern“ aus dem Blog04, Westline und sonst noch wo, entsprechend verstärkt. Hier wird ohne Rücksicht auf Verluste die Sau CT durchs Dorf getrieben. Partikularinteressen scheinen hier über dem Vereinswohl eingeordnet worden zu sein. Wir haben ja Wahlkampf.

    Dadurch werden alle Personaldebatten in der Neuzeit deutlich präsenter und intensiver befeuert und diskutiert. So etwas werden wir wohl nur noch temporär mit sportlichen Erfolg abstellen können. Wir leben ja im digitalen Zeitalter.
    Allerdings gab es auch bei Erfolg schon immer eine Opposition Auf Schalke.
    Unruhe 2.0 ist zum festen Bestandteil geworden.

    Ich werde mich jetzt nicht an dem orakeln beteiligen. AB hat einen Vertrag, und ab Juni ist CH der neue Vorstand Sport. Das sind die bekannten Fakten. Alles andere hat genauso viel Bestand wie die angebliche Unterschrift des Armin Veh aus der jüngeren Vergangenheit……

    Den Wechsel unseres Vorstand Sport begrüße ich!
    Nicht weil CH so ein toller Typ ist, sondern weil HH offenbar nicht den Ansprüchen eines FC Schalke genügt hat. Also ist diese Position auch folgerichtig neu zu besetzen.

    Ich fand HH nicht schlecht, aber als einen Meister seines Fach würde ich ihn auch nicht betiteln wollen.
    Danke HH, Vertrag erfüllt, dein Name wird im 200 Jahrbuch des Vereins sicherlich erwähnt.

    Was CH dann vor hat, wird er uns spätestens auf der JHV wohl erzählen werden. Ich freue mich auf seine Antrittsrede. Und bis jetzt wird ihn da AB begleiten, nicht mehr und nicht weniger.
    Bis dahin ist dieser „Schalker“ auch „Unser“!

  42. Frank aus Rheinhessen sagt:

    Immer wieder unschön zu erleben, wie auf Schalke mit Menschen umgegangen wird. Die nächste Sau wird durch GE getrieben und
    die Spieler gleich reihenweise „mit entlassen“. Da stehen sich
    die Verantwortlichen und ein Teil der sogenannten Fans in nichts
    nach. Da wird auf das Geschreibsel des Boulevard draufgesprungen
    und ungefiltert als Meinung absorbiert. Und jährlich grüßt das Murmeltier………

    Unbestritten hat Christian Heidel maßgeblichen Anteil am Erfolg
    in Mainz und die 05er sind auch sehr unglücklich über seinen Abgang,
    doch sollten die Erwartungen auch hier nicht ausufern und den neuen Messias auf Schalke feiern, bevor er überhaupt angefangen hat. Er kann
    Verträge auf Schalke sicher nicht so gestalten wie in Mainz und Fehlentscheidungen wie die Trainer Andersen und Hjulmand, die rasch korrigiert wurden oder Spieler die verpflichtet wurden schon nach einem Jahr wieder abgeben, was in Mainz auch des Öfteren der Fall war, da es nicht passte.

    Falls Clemens Tönnies weiter machen darf, wird er auch immer wieder seinen Einfluss nehmen, ich weiß nicht, ob Christian Heidel das mitmacht, sollte er in seinen Kompetenzbereich eingreifen.

    Lieber mal abwarten und nicht wieder auf den Schild heben, zehn
    Meter über den Boden heben und dann 1/2 Jahr später wieder drunter weg ziehen.

    Ich freue mich trotzdem, dass es auf dem Posten eine Veränderung gibt und ein neuer Anfang möglich wird.

  43. Flo Kno sagt:

    ich glaube weder an Weinzierl, noch an Favre. Heidel steht doch für den Pressing-Fußball, wie ihn sonst vor allem Dortmund und Mainz auszeichnet und insbesondere in der 2. Liga RB Leipzig.

    Schalke hat die Spieler dafür: junge und laufstarke Jungs. Breitenreiter hat diesen Fußball versprochen, es aber in 1 Jahr nicht geschafft sowas wirksam einzustudieren und anzubieten.
    Ob Heidel erstmal an ihm festhält liegt hängt wohl zu gleichen Teilen davon ab, wieviel er ihm noch zutraut und ob er ein Ass im Ärmel hat.

    Das dieses dann Weinzierl oder Favre heißt, kann ich mir von deren Spielphilosophie nicht vorstellen.
    Und nen Wilmots wird es mit Heidel auch nicht geben :-D .

  44. Carsten sagt:

    die Diskussion gefällt mir überhaupt nicht…

  45. Eddi04 sagt:

    Mein 82jähriger Vater, der im Übrigen Höwedes – Höfele, Matip – Mathis oder Chupo-Moting – Super Moting nennt, meinte am Mittag als ich ihm vom Weinzierl-Gerücht erzählt habe: „Was soll Reitenbreiter denn machen? Er hat ja nicht das Material für mehr Erfolg. Da kann selbst Gladiola nicht mehr raus holen“.

  46. Tobias sagt:

    Unter Heidel wäre vermutlich Norbert Elgert schon lange Chef….. Und vermutlich wäre es nicht die schlechteste Lösung

  47. Chris sagt:

    Aussage von Johannes Geiß laut WAZ: „Christian Heidel wird den Laden hier rocken und aufräumen.“ Zwar sei Schalke ein anderes Pflaster als Mainz, aber: „Er kann knüppelhart sein, das brauchen wir hier auf Schalke.“

    Prima so als Fazit nach nicht mal einer Saison bei uns. Und das in einem Jahr, das bisher sogar ziemlich ruhig und wenig turbulent verlief.

    Auf Heidel freue ich mich auch. Als Mensch schien er mir zwar oft nicht wahnsinnig sympathisch, aber als Manager leistet er in Mainz riesige Arbeit. Hoffe, er kann das auch bei uns.

    Bei Weinzierl… Ich würde ihn nicht wählen, aber was weiß ich schon. Bin gespannt, was sich auf der Trainerbank der U23 tut. Da hoffe ich auch auf Heidel, dass er junge Talente findet. Trainerübergänge wie in Mainz sind einfach ein Traum.

    Hauptsache, wir bekommen mal etwas Ruhe und Konstanz.

  48. HelmutHaller sagt:

    Die Aussage von Johannes Geiß ist schon bemerkenswert. Er dürfte damit wohl kaum die Angestellten von der Geschäftsstelle oder Aushilfskräfte im Fan-Shop gemeint haben.
    Knirscht es da etwa im Mannschaftsgebälk?

  49. hoffedocS04 sagt:

    Vorhin wurde Breitenreiter unmittelbar vor dem Spiel in München regelrecht angegangen von Ecki Häuser, Sky, die Verpflichtung von Weinzierl sei ja beschlossene Sache, und wie er sich nun fühle, vor seinem fünft-letzten Spiel als Schalke-Trainer.
    Des ersteren Wangen färbten sich ziemlich rot, als er sagte, davon wisse er nichts. Er sei schon mitten in der Kaderplanung für die nächste Saison und gehe davon aus, weiter Schalke-Trainer zu sein.

    Sky hat letzten Sonntag gemutmaßt, Jens Keller werde Trainer bei RB Leipzig. Am nächsten Tag wurde dessen Vertragsvereinbarung mit Union Berlin veröffentlicht.

    Fakten-Check:

    Norbert Elgert hat, so viel ich weiß, mehrfach gesagt, dass er nicht Profi-Trainer auf Schalke werden will.

    Weinzierl hat seine Bereitschaft zum Verlassen von Augsburg deutlich gemacht. Der Tabellenplatz von Augsburg spricht nicht gegen ihn. Es ist eher erstaunlich, wie viel er in den letzten Jahren aus seinem – mit dem Schalkes nicht vergleichbaren – Kader herausgeholt hat.
    Er hat bewiesen, dass er Spieler weiter entwickeln kann.

    Es gibt auch Trainer wie Armin Veh, die sich selber andienen. Veh sagte vor einigen Wochen, er würde jetzt gerne zu einem Klub mit internationalen Ambitionen gehen und wolle nicht mehr wie in Stuttgart oder Frankfurt im Abstiegsbereich spielen. (Diese Trainer allerdings, die schon so viele Bundesligaklubs trainiert haben – wie auch Thomas Schaaf oder Bruno Labbadia – wirken auf mich „verbrannt“.)

    @Eddi04 hat Markus Gisdol ins Gespräch gebracht. Ihn sehe ich ähnlich wie Weinzierl. Dass die TSG unter ihm so schlecht in die Saison kam, war kein Trainerversagen. Die TSG hatte erstens ein sehr schweres Startprogramm mit Leverkusen, Bayern etc. dazu einen dramatischen Aderlass in der Sommerpause, und die neuen, sehr jungen Spieler waren einfach noch nicht so weit. Das hätte sich sicher unter ihm wieder eingerenkt, aber da hat Hopp die Nerven verloren..

    Außerdem glaube ich, dass wir hier gut beraten wären, als Fans ein bisschen die Füße still zu halten, denn Schalke ist das heißeste Pflaster der Liga für einen Trainer, und einen Erfolg ohne „Dellen“ wird kein Trainer haben.

    Egal ob Breitenreiter bleibt oder ein neuer Trainer geholt wird, kein Trainer ist die berühmte eierlegende Wollmilchsau, die junge Spieler entwickelt, selber unverbraucht ist, dabei international erfahren, von allen Spielern respektiert und mit so durchdringendem Stallgeruch auf Schalke, dass er nicht gleich vom Hof gejagt wird, wenn es mal schlechte Zeiten gibt.

    Für mich ist der derzeit beste Trainer Jürgen Klopp, und der wäre mit Sicherheit letzte Saison noch vor Erreichen des 18. Platzes hier zerrissen und entlassen worden.
    Aber nur wer einem Trainer auch mal treu bleiben kann, erlebt das, das Gigantische, das Magische, etwas so Großartiges wie
    .. das 4. Tor an der Anfield Road;-))

  50. hellwach sagt:

    Können Weinzierl-Mannschaften Defensive?

  51. Klopenner sagt:

    Genau genommmen: Nein. Auch Augsburg hat im März dieses Jahres einen Vorsprung gegen Leverkusen verspielt. Ein 3:0 nach 57 Minuten hat am Ende zu einem 3:3 gereicht.
    Ansonsten hat Augsburg insgesamt aber nur 2 Tore mehr kassiert als wir. Mit dem schwächeren Team (auf Papier)

  52. derwahrebaresi sagt:

    … kannst dir ja in kürze (letzte heimspiel) persönlich ein bild machen. -;)

  53. leoluca sagt:

    Bisken neidisch bin ich schon:
    http://www.11freunde.de/artike.....go-simeone

  54. michael sagt:

    Nicht nur ein bisschen:

    »Ich will gewinnen. Wenn ich Schlamm sehe, werfe ich mich hinein. Arbeit ist alles. Ich glaube nicht, dass nur gute Spieler eine Mannschaft verbessern. Ich glaube, dass Spieler, die gewinnen wollen, eine Mannschaft verbessern.« Diego Simeone.

    Genau das wünsche ich mir….. und nachdem ich am Mittwoch das Spiel gesehen habe, würde ich mich nicht wundern, wenn am Dienstag die Spanier weiter kommen. Ist auch gar nicht so verkehrt.

  55. Happy Weekend (7) sagt:

    […] genannt. Die Eröffnung der Saison 2016/2017 findet auf Schalke heute in 100 Tagen statt. Ma’abwarten.     Gegen Augsburg, auf’m […]

  56. Das Ende der Breitenreiter-Saison sagt:

    […] nächste Hoffnungsträger heißt Christian Heidel, und welcher Trainer auch immer. Foto: Thomas […]

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