Happy Weekend (5)

Nun also Schalke 04 gegen Bayern München. Mich macht diese Begegnung wehmütig. Bayern München ist die Konstante im Leistungs-Auf und Ab der Bundesliga. Wie immer sich auch der eigenen Club entwickelt, Bayern München stellt die Spitze dar. Selbst dann, wenn zwischendurch mal ein anderer Club Meister wurde, wurden diese Meisterschaften an der Leistung des FC Bayern bemessen.

Seit 2007 schreibe ich regelmäßig im eigenen Blog über Schalke 04. Anfangs war Schalke ein ernsthafter Meisterschaftskandidat, waren die Begegnungen gegen München absolute Topspiele. Wenige Jahre später war der Abstand größer, aber Schalke war immerhin noch ein ernstzunehmender Gegner. Mittlerweile ist Schalke 04 in einem Spiel gegen Bayern München „krasser Außenseiter“, wie Trainer André Breitenreiter bei der gestrigen Pressekonferenz vollkommen zutreffend formulierte. In den knapp 10 Jahren, in denen sich Bayern München vom Top-Club der Liga zu einem Top-Club der Fußballwelt entwickelt hat, hat Schalke 04 die eigene Spielstärke von der eines Clubs aus der Bundesliga-Spitzengruppe zu der einer talentierten Mannschaft mit Chancen auf die Europa League-Teilnahme heruntergemanagt. Aktuell hat Bayern München in der Bundesligatabelle 30 Punkte mehr als Schalke 04.
 
 
Auf’m Platz

Die Personallage der Blauen kann als „unverändert“ betrachtet werden. Natürlich sind Benni Höwedes und Leon Goretzka nicht dabei. Auch Marco Höger und Matija Nastasic sind noch nicht einsatzbereit. Ob Atsuto Uchida überhaupt nochmal für die Blauen aufläuft, würde ich als fraglich erachten, und über den Fall Sidney Sam wagt kaum noch jemand auch nur zu sprechen. Marvin Friedrich und Thilo Kehrer sind laut André Breitenreiter „einfach noch ‘n Tick zu weit weg“, so dass sie für ihn nicht infrage kommen und sich die Defensive durch die Verletzten und die Gelbsperre Sead Kolasinac‘ mehr oder weniger von alleine aufstellt.

Wie der FC Bayern antreten wird könne man nicht wissen, vielleicht spiele er ja mit einer B-Elf, sagte André Breitenreiter in der Pressekonferenz. Er wollte Lockerheit darstellen, er fand das witzig. Ich fühlte mich wie bei einem Adam Sandler-Film.

 
 
Daten und Drumherum

Samstag, 18:30 Uhr ist mittlerweile der „normale“ Termin für ein Spiel zwischen München und Schalke. Von den letzten sechs Begegnungen fanden fünf samstags um 18:30 Uhr statt – das eine andere Spiel fiel auf einen Dienstag/Mittwoch-Spieltag.

Bei den Blauen droht gleich vier Spielern die fünfte Gelbe Karte und damit eine Sperre im Spiel gegen Leverkusen: Dennis Aogo, Johannes Geis, Max Meyer und Roman Neustädter. Bei Bayern München ist kein Spieler von einer Sperre gefährdet.

Mit der Bilanz der letzten Spiele will ich unsere Stimmung nicht unnötig runterziehen. Bei den Wettanbietern bekäme man für einen Schalke-Sieg jedenfalls 13 für 1.

Schiedsrichter der Partie wird Tobias Welz aus Wiesbaden sein; schon wieder. Im Februar leitete er Schalkes Spiel gegen Wolfsburg. Im März leitete er Schalkes Spiel in Berlin. Dies ist nun also sein April-Auftritt.

Googles Wetterdienst sagt für Samstagabend in München übrigens vereinzelte Gewitter voraus. Gegen 18:30 Uhr soll es 14° C haben, die Niederschlagswahrscheinlichkeit wird mit 59% kalkuliert.

Heute hat Sladan Peric Geburtstag. Der nun 34-jährige, dänische Innenverteidiger kam für die Blauen zwar nie zu einem Pflichtspiel, gehörte aber zwischen 2000 und 2002 dem Kader an. Mittlerweile kickt er bei Vejle Boldklub in der zweiten dänischen Liga.
Sonntag hat kein Schalker Geburtstag, Samstag dafür gleich fünf: Karl Zank, Detlev Szymanek, Otto Schweisfurth und Karl Loweg.
Karl Loweg war einst Torhüter und kam in der Saison nach Schalkes letzter Meisterschaft 1958, als Nummer 2 hinter Manfred Orzessek, zum FC Schalke 04. An ihm kam er nicht vorbei, aber im Achtelfinale des Europapokals der Landesmeister stand er gegen die Wolverhampton Wanderers sowohl im Hinspiel, als auch im Rückspiel im Tor. Nicht zuletzt dank seiner starken Leistung konnte sich Schalke mit 2:2 und 2:1 durchsetzen. Erst im Viertelfinale schied Schalke – ohne Loweg – gegen Atletico Madrid aus. Loweg wechselte in der folgenden Saison zum KSV Hessen Kassel und ließ auch noch weitere Stationen folgen. Mit Hessen Kassel wurde er noch Süddeutscher Meister, 9 Jahre später wurde er mit Bad Homburg noch mal Amateuermeister. Anlässlich seines 75. Geburtstags vor zwei Jahren wurde ihm in den lokalen Zeitungen als „Elfmetertöter und Löwen-Idol“ sowie als „Held vom Bieberer Berg“ gedacht.
 
 
Mehr Schalke

Schalkes Regionalligamannschaft wird am Samstag um 14 Uhr bei der SSVg Velbert antreten. Das Spiel findet in der Christopeit Sport Arena statt. Schalkes U23 musste sich zwar unter der Woche mit 0:1 gegen Alemannia Aachen geschlagen geben. Davor hatte man aber in sechs Spielen fünfmal gewonnen und ein Remis geholt, so dass sich die Blauen mitterweile aus den Abstiegsrängen befreien konnten und mit 40 Punkten auf Rang 10 platziert sind.

Norbert Elgerts A-Jugend spielt am Samstag um 11 Uhr in Ückendorf gegen den 1. FC Mönchengladbach. Die Gladbacher hatten zuletzt 0:4 und 0:7 verloren. Davor konnten sie aber ausgerechnet das Spiel gegen Spitzenreiter Borussia Dortmund knapp halten (2:3).

Schalkes B-Jugend spielt am Sonntag um 11 Uhr bei den Sportfreunden in Siegen.
 
 
Und sonst?

Ansonsten hat Schalkes nächster Manager Christian Heidel bekanntgeben, dass er am 15. Mai – einen Tag nach dem 34. Spieltag – seinen Vertrag mit Mainz 05 auflösen und die Geschäfte an seinen Nachfolger Rouven Schröder übergeben wird. Zukünftig wird Christian Heidel in Essen wohnen, er zieht mit Frau und Kind ins Ruhrgebiet. Während Horst Heldt einst medienwirksam über irgendwelche Bannmeilen schwadronierte, Spielern ihren Wohnort vorschreiben wollte und doch selbst immer noch in Düsseldorf wohnt, ist Heidel damit gleich ganz nah dran.

Und während Schalke pause machte, lieferten sich zwei von Christian Heidels Trainerentdeckungen mit ihren Mannschaften am Donnerstagabend ein großartiges Fußballspiel. Ein Spiel mit einem unglaublichen Ausgang, der mich lächeln ließ …
 

 
 
So. Schönet Wochenende, bis Montach.



27 Kommentare zu “Happy Weekend (5)”

  1. Maddin sagt:

    Ich habe mich diese Säsong ja wirklich mal an meinen Vorsatz gehalten: AB mindestens eine Spielzeit nicht zu loben oder zu kritisieren, darüber hinaus haben private und berufliche Unvorhersehbarkeiten dafür gesorgt, dass mir so manches Heimspiel erspart geblieben ist.
    Und mit meiner ganz privaten Säsong-Analyse warte ich auch konsequent bis nach dem 34.Spieltag, ABER:
    Dieser Sarkasmus ist ja wirklich zum kotzen! Der Gesamtvergleich den Torsten im begegnungsrelevanten Teil anführt ist mal wieder königsblaues Jammern in Reinkultur.
    Natürlich kriegen wir Samstag zur „Topspielzeit“ auf den Sack. So what?
    Ich dachte Bayern wäre nicht die Referenz für uns? Predigen alle ja immer gebetsmühlenartig runter, und das seit Jahren. Zwei Tage vorher kommt der blaue Frust dann aber wieder hoch und muss bei dieser Gelegenheit ja doch nochmal daran erinnern, dass die unfassbare Unerreichbarkeit der Bayern (und der supidupidramababy-schwattgelben) ja absolut hausgemacht ist und sowieso Schalke alles immer selbst schuld ist. Darf ich höflichst die Peitsche zum Selbstgeisseln reichen?
    Meine Fresse, wer Tönnies im Verein duldet und zusätzlich eV bleiben will, der sollte wirklich mal kleinere Brötchen backen Und sich nicht permanent ‚klammheimlich‘ mit Real & Barca auf Augenhöhe hoffen.
    DAS ist zum Fremdschämen!

  2. Guybrush Threepwood sagt:

    Habe gestern Abend lauter gejubelt, als in den letzten Wochen. Und das ist das eigentlich traurige, dass ein schönes Fußballspiel und eine Niederlage des Nachbarn derzeit bei mir mehr Emotionen auslösen, als unser gekicke.
    Gleichzeitig bin ich auch neidisch, auf den Fußball den beide Mannschaften gestern gezeigt haben.
    Warum funktioniert das nicht mal ansatzweise bei uns?
    Der LFC hat gestern schön gezeigt, dass manchmal auch nur Wille und Leidenschaft ausreicht um zu begeistern. Wenn dann noch das Ergebnis stimmt, perfekt.
    Wobei ich mir sicher bin, dass auch ein Ausscheiden des LFC gestern stehende Ovationen hervorgerufen hätte.
    Verdammt bin ich neidisch.

  3. andres sagt:

    @ Maddin
    was ist denn daran Selbstgeisselung? Das ist doch bloss eine nüchterne Betrachtung.
    Man muss sich natürlich nicht an den Bayern messen, aber vor der Begegnung wird die Betrachtung doch gestattet sein.
    und alles was mit nicht mehr als zwei Toren verloren geht, geht voll in Ordnung. Da können wir fast nur gewinnen. Hauptsache AB bedankt sich nachher nicht wieder

    #LFCBVB
    ich pflege keine ausgeprägte Rivalität zu den Schwarzgelben, trotzdem konnte ich mir das Lachen nicht verkneifen. Die B Mannschaft hatte ich schon als demütigend empfunden. Schön, dass es nichts gebracht hat.
    Inzwischen bin ich auch froh, dass Tuchel nicht bei uns gelandet ist. Was für ne verbiesterte Type…

  4. Dr.No sagt:

    @Maddin sehr schön geschrieben, dieser Sarkasmus und dieses Selbstmitleid gehen mir auch auf den Sack…

  5. Torsten sagt:

    @Maddin, @Dr.No:

    Danke fürs Feedback. Kurze Nachfrage dazu: Was empfindet ihr als Sarkasmus?

    Aus meiner Sicht habe ich beschrieben und bewertet. Aber irgendeine Form von Spott kann ich nicht erkennen. Diesen Eindruck zu erwecken lag nicht in meiner Absicht. Deshalb meine Nachfrage, um erkennen zu können, was (gemessen an meiner Intention) „falsch“ verstanden wurde.

  6. leoluca sagt:

    Riesendank an die Reds für diesen fantastischen Fußballabend. Bewunderung für die Leidenschaft und Fußballkunst und für dieses spielintelligente Publikum.

    Sorry, liebe Ultras, aber wäre das nicht ein kleines Lehrvideo wert, um etwa mehr vom einschläfernden Singsang wegzukommen ?

  7. Ney sagt:

    Interessant, was manche in überwiegend sachliche Feststellungen so hineinlesen und högscht emotional kommentieren.

    NB, Schalke hat gegen Bayern München nach März 2011 (Sieg im DFB-Pokal-Halbfinale) in 10 Partien nicht mehr gewonnen, zwischendurch 7mal in Serie verloren, von den letzten 3 Partien aber nur eine (2x Unentschieden).

  8. Grieche sagt:

    Junge Junge, hat Breitenreiter inzwischen eine schlechte Presse. Und damit mein ich nicht diesen (dieses?) Blog, sondern die WAZ (http://www.derwesten.de/sport/.....35208.html).
    Da kam di Matteo selbst am Ende seiner Zeit hier deutlich besser weg.

  9. Torsten sagt:

    Junge Junge, hat Breitenreiter inzwischen eine schlechte Presse.

    Elmar Redenmann packt das ganze Paket in diesen WAZ Text: Die Sache um Sanés Unfall, den Huntelaar-Bruder, die Frage zu Fährmann/Neuer, Breitenreiters Medienschelte. Dadurch wirkt es auf mich wie ein Zusammenkehren von Mist, den man Breitenreiter nun wieder entgegenschleudert. Es wirkt als hätte Elmar Redemann seinen Spaß daran, dass sich das zwischen Breitenreiter und ihm zu „was persönlichem“ entwickelt. Das gefällt mir nicht.

    Völlig okay und berechtigt wäre aber die Darstellung, dass André Breitenreiter einmal mehr die Umwelt für schlechte Stimmung verantwortlich macht. Scheinbar braucht er das für sich. Als er zur durchaus ausführlichen „Medienschelte“ anhob gab es noch gar keine „kritischen Fragen“. Es wirkte, als suche er in der PK mal wieder ein Ventil, um mal abzublasen. Und letztlich stimme ich zumindest in dem Punkt Elmar Redemann zu: Statt auf die 08/15-Fährmann/Neuer-Frage irgendwie launig oder zumindest langweilig zu antworten, witterte Breitenreiter eine Falle. Das lässt schon tief blicken.

    Um das einzuordnen – auch den WAZ-Text – ist meines Erachtens unbedingt das Anschauen der PK erforderlich. Hier nomma: https://www.youtube.com/watch?v=FhaqhMXNYuM

  10. Didi sagt:

    Die Lobhudelei auf Heidel (aus Beitrag kopiert: „… lieferten sich zwei von Christian Heidels Trainerentdeckungen mit ihren Mannschaften am Donnerstagabend ein großartiges Fußballspiel.“). Dem geneigten Leser sollte man eher die Fakten schildern. Demnach wurden sowohl Klopp, als auch Tuchel befördert, weil Mainz kein Geld hatte. Die „gekauften“ Trainer waren z. B. Anderson und Hjulmand. Ergebnis ist bekannt!

  11. leoluca sagt:

    „Finger weg von meiner Paranoia,
    die war mir immer lieb und teuer.“
    (Element of Crime)

  12. BlueNote sagt:

    Ein launiger Einstieg ins blau-weiße Wochenende, Torsten. Sarkasmus kann ich selbst nach dem dritten Durchlesen nicht entdecken und „heruntergemanagt“ trifft den Nagel auf den Kopf.
    Breitenreiters B-Elf-Kommentar bei der PK lässt durchblicken, wie sehr ihn Müsli Mans Aufstellung und deren tausendfache Erwähnung in den Spielberichten gewurmt hat nach dem Derby. Das ist aus PR-Sicht nicht clever in diesem Kontext aber menschlich. Genauso wie seine Reaktion auf die Frage von Elmar „ischschreibdischkrankenhaus“ Redemann, der offenbar reichlich blöd-eske Nachhilfe bei seinem Sportchef Pit Gottschalk genossen hat. (Schalke shit sells)

    Sei’s drum. Der dummdreiste Text im zunehmend qualitativ kränkelnden Online-Blättchen der Funke-Gruppe hat für reichlich Solidarität mit Breitenreiter gesorgt, zumindest was die dortigen Kommentare angeht. Dafür gebührt dem lieben Elmar die gelbe Ananas am schwarzen Bande und ein herzliches Dankeschön aus Gelsenkirchen. Soviel Anstand muss sein.

    Nachdem ich nun emotional bestens aufs sonnabendliche Duell mit den Weißwürsten eingestimmt bin, werde ich bei be-wet einen Zwanni auf königsblau setzen und mir für die gewonnenen 260 Tacken am Montag ein vier Jahres-Abo der echten Happy-Weekend leisten. Soviel Spaß muss sein.

    Bis neulich.

  13. Grieche sagt:

    Danke für den Link, Torsten. Ich glaub auch, dass Redemann mit Breitenreiter persönlich ein Problem hat. Das hängt sicher mit Breitenreiters penetranter Medienschelte zusammen – das hört kein Journalist gern. Inwieweit sonst Redemann mit Breitenreiter schlechte Erfahrungen gemacht hat, ist natürlich schwer zu beurteilen.
    Breitenreiter sollte meiner Meinung nach aber wissen, dass er sich keinen Gefallen tut, Journalisten zu Feinden zu erklären. Er klingt wie Jens Keller, doch wenn der sich über die Berichterstattung beklagte, hatte er die öffentliche Meinung (in Form von Mitleid) zumeist hinter sich.
    Breitenreiter dagegen wirkt so, als wolle er von eigenen Fehlern ablenken. Was hat er denn gedacht, als er zu Schalke gekommen ist? Das „nervöse Umfeld“ hier war ihm nicht bekannt?

  14. crisscross04 sagt:

    Breitenreiter wirkt echt angezählt – auch auf der PK. Er möchte gerne gelassen und abgeklärt wirken, aber seine Augen, Gestik und Körpersprache sprechen eine andere Sprache: Pure Unsicherheit! Am Anfang der PK funktioniert seine Taktik der Gelassenheit noch so halbwegs, am Ende bröckelte die Fassade komplett. Rein menschlich verständlich, jedoch nur bedingt professionell.

    Ich fasse zusammen:

    Breitenreiter hat ein gestörtes Verhältnis zu:

    – Elmar Redemann (WAZ, Funke Mediengruppe)
    Aktuelle Schlagzeile: „Schalke-Trainer Breitenreiter sieht sich als Opfer einer Kampagne“

    – Peter Wenzel (BILD, Springer Verlag) Aktuelle Schlagzeile: „Breitenreiter kämpft um neuen Job“

    – Dirk große Schlarmann (SKY)

    Und noch dazu:

    – Philipp Selldorf (Süddeutsche Zeitung) Aktuelle Schlagzeile: „Weinzierl ist Topfavorit auf Schalke“

    Schon komisch, dass diese „einseitige“ Berichterstattung, (AB ist eigentlich schon so gut wie weg) gar nicht bei den Fans angekommen scheint. Also im Stadion habe ich noch keine „Breitenreiter raus“ Sprechchöre vernommen.

    Es ist sicherlich richtig, dass unser Spiel nicht wirklich konstant bzw. engagiert ist und wenig Weiterentwicklung zu sehen ist. Auch wenn wir keine Saisonziele hatten, werden diese wahrscheinlich nicht erreicht! ;-) (also die CL Quali) Aber von einer Seuchensaison sind wir doch noch ein gutes Stück entfernt.

    Ich frage mich darum wirklich, warum mich täglich das Murmeltier mit einer Anti-Breitenreiter- Story grüßt?! Aber Antworten habe ich zu dieser Frage noch keine bekommen. An Zufälle oder große Verschwörungstheorien glaube ich nicht. Was bleibt übrig? Also muss wohl „jemand“ im Hintergrund seine Kontakte spielen lassen. Und allzu lange muss ich nicht überlegen, wer dafür nur in Frage kommt…

  15. Eigenart sagt:

    Ich mag Breitenreiter und fand lange seine Art der Außendarstellung als zu Schalke passend. Aber schon nach dem Derby ging mir sein „Hier hauen immer alle auf das Trainerteam“ ziemlich quer runter, und die PK gestern war schlicht ein Graus. Auf die Torwart-Frage hätte er ja antworten können, dass schließlich beide auf Schalke ausgebildet worden sind oder irgendwas. Aber hinter jedem Baum einen Mörder zu vermuten, zeugt keineswegs von der angeblichen Gelassenheit, die er so gern zur Schau stellen wollte.
    Eigentlich schade. Ich bin ja der Meinung, Breitenreiter hätte es verdient, noch eine Saison auf Schalke zu bleiben und mit einem sinnvoll zusammengestellten und ergänztem Kader zu zeigen, was für ein Trainer er ist. Aber er macht einen angezählten Eindruck. Und seine Medienschelte führt garantiert dazu, dass er den Zusatz „umstritten“ zumindest bei der Funke-Gruppe nie mehr los wird. Ich sehe schon die Überschriften: „So lange Heidel mit Breitenreiter weitermacht, gibt es keinen Neuanfang auf Schalke“. Schade.
    @Guybrush Threepwood: ich mag Klopp überhaupt nicht. Und doch schlich sich gestern Abend der ketzerische Gedanke bei mir ein, was wohl wäre, wenn der bei uns….?!

  16. Grieche sagt:

    @crisscross04:

    Ich denke, der Grund für die Anti-Breitenreiter-Stimmung liegt in dem, was Philipp Selldorf „erfrischendes Selbstbewusstsein“, bzw, „Selbstüberschätzung“ nennt, die vielleicht auch schon der eine oder andere Journalist abbekommen hat. Ich glaub nicht, dass im Hintergrund jemand Breitenreiters Entlassung will.

    „Also im Stadion habe ich noch keine „Breitenreiter raus“ Sprechchöre vernommen.“
    Auch die Mannschaft, vorneweg Ralf Fährmann, ist von Breitenreiter überzeugt.

  17. crisscross04 sagt:

    @Grieche:
    Glaubst Du wirklich, dass die Medien sich so an einem selbstbewußten Trainer mehr reiben als an einer grauen Maus?

    Hmmm… kann sein, aber dass das gleich so eine flächendeckende Demontage nach sich zieht? Ich weiß nicht.

    Ich habe Breitenreiter nie als übermäßig selbstbewu0ßt, selbstdarstellerisch oder gar arrogant erlebt. Und ich habe wirklich sehr viele PKs gesehen. Was mir aufgefallen ist, dass er häufiger die Leistungen schön und die Qualität des Kaders klein geredet hat. Aber dass das der Grund der schlechten Mediendarstellung ist? Überzeugt mich auch nicht.

    Was aber auffällt, dass es vereinsintern keine Person gibt, die gegen diese Berichterstattung angeht. Eigentlich ist PR und externe Kommunikation die Aufgabe von Horsti. Aber der sitzt nur noch aufm Podium und grinst sich einen. OK, verdenken kann man es ihm nicht. Der denkt vielleicht: besser der als ich! ;-)

    Zum Spiel gestern. Wahnsinn, die Liverpooler. Wäre super, so etwas von unseren auch mal wieder in der Arena zu sehen. OK; Träume darf man noch haben. ;-)

  18. Grieche sagt:

    Man weiß ja nie, was hinter den Kulissen abgeht. Wie „selbstbewusst“ sich Breitenreiter gegenüber Journalisten im persönlichen Gespräch zeigt.
    Journalisten wissen immer mehr, als sie schreiben (dürfen), kommunzieren das dann aber zwischen den Zeilen. Ich glaube nicht, dass sie in ihrer Berichterstattung von irgendjemandem gelenkt werden.

    Was Heldt angeht, so wird er sich daran erinnern, dass im Herbst, als sein Vertrag nicht verlängert wurde, von Breitenreiter kein Wort des Bedauerns, des „wir arbeiten gut zusammen“ oder „er ist ein fähiger Manager“ zu hören war.

  19. derwahrebaresi sagt:

    Alles Spekulation.

  20. mika sagt:

    #Schalke’s Darstellung in den Funke Medien – sprich WAZ:

    Meiner Meinung ist es völlig eindeutig, von wem die WAZ angetan ist und zu großen Teilen ein positives Bild erzeugen möchte….von den „Schwachgelben“…..
    Ich glaube wir sind für die WAZ der Gegenpol zum BVB.

    Ich wollte gerade mal nach meiner Arbeit ein paar Artikel zum Spiel gestern lesen, aber zu meinem Erstaunen findet man nichts mehr vom BVB auf der Titelseite.
    Wenn wir so verloren hätte, dann wären drei Tage die Titelzeilen im „Diss-Modus“ voll von uns, mit unzähligen Analysen, Kritiken und Ratschlägen…

    Unabhängig davon glaube ich, daß Breitenreiter nicht nur angezählt ist, sondern schon intern Bescheid bekommen hat, daß er gehen muß……leider ist es ja Fakt, daß keinerlei Verbesserung oder auch nur ansatzweise eine Spielidee zu sehen ist. Und ich meine das nicht bezogen auf den Punktestand…..

    Die Selbstdarstellung von ihm passt insgesamt zu unserer erfolgreichen Außendarstellung…..

  21. Rjonathan sagt:

    Ich Doofkopp hab meinen Vater (seit Klopp bvb-Anhänger) nach dem 1-3 gestern alleine vorm Spiel sitzen gelassen und habe mich ins Bett verabschiedet. So blieb mir das Fest verwehrt.
    Bis dahin waren die Dortmunder aber deutlich die zielstrebigere Mannschaft. Insofern kann ich verstehen, dass es jetzt nicht Kritik hagelt. Aber es ist interessant, dass sie jetzt gegen ein Liverpool verlieren, in einer Art, in der sie vor ein paar Jahren ihr Europa-Spiele gewonnen haben. So schnell drückt ein Trainer dem Team seinen Stempel auf.

    Womit wir zu unserem Coach kommen. Ich finde die Diskrepanz zwischen Medien- und Fan-Stimmung auch interessant. Kann ich mir eigentlich nur dadurch erklären, dass die tatsächlich mehr wissen. Zumal Selldorf mir nie lass reißerisch aufgefallen ist.

    Die Angefressenheit von Breite, die schon länger vorherrscht, macht mir allerdings Sorgen. So was geht ja an der Mannschaft nicht vorbei. Ich fand die Presse in vielen Teilen der Saison auch wirklich hässlich und frustrierend. Aber wenn man sich das so nahe gegen lässt, dann ist das enorm schädlich als Führungskraft von jungen Menschen.

    Auf der anderen Seite zeigt die Situation, was das große Problem an Heldt ist. Wenn er in dieser Situation den Trainer derart im Regen stehen lässt, ist das einfach Arbeitsverweigerung als Führungskraft. Und das kann nicht nur an der sicherlich vorhandenen Rivalität zwischen den beiden liegen. Breitenreiter ist ja nicht der erste Trainer, der ohne Rückendeckung im Regen steht.

    Ob Heidel in diesem Punkt viel besser als Heldt ist, wird sich allerdings erst zeigen. In diesem bescheuerten Umfeld hat er ja auch noch nicht gearbeitet. Die Hoffnung stirbt zuletzt. Deswegen tippe ich auf einen 3-0 Sieg gegen Bayerns B-Elf und freue mich auf den Spielbericht von Redemann.

  22. westecke sagt:

    @Rjonathan: Deinen Humor möchte ich haben. Auch gegen die B-Elf gibt es morgen ‚ne Reise. Würde mich nicht wundern, wenn wir Morgen unsere höchste Niederlage im Schlauchboot sehen würden. Ich weiss nicht, wo ich einen Hoffnungsschimmer sehen könnte.

  23. blues sagt:

    „Während Horst Heldt einst medienwirksam über irgendwelche Bannmeilen schwadronierte, Spielern ihren Wohnort vorschreiben wollte und doch selbst immer noch in Düsseldorf wohnt, ist Heidel damit gleich ganz nah dran.“

    Ich habe gelesen, Heidel zieht in den Essener Süden.Vom Essener Süden ist es nur ein Katzensprung bis nach Düsseldorf.

    Im Essener Süden stehen die Villen der der Aldis, Deichmanns und vom alten Beitz. Migranten dagegen, wohnen im Essener Norden.Der Unterschied ist so krass, dass selbst die Essener SPD zu den Hochzeiten der Flüchtlingsdebatte, eine Demo zur ungerechten Verteilung von Geflüchteten innerhalb der Stadt machen wollte. Der Essener Süden ist auch Ruhrgebiet. Das Ruhrgebiet der Bosse, Reichen und der gehobenen Mittelschicht. Hat mit GE fast nichts zu tun.

  24. Pukki1904 sagt:

    @ Blues
    Ich bin überrascht wieviel Emotionen die Wohnortwahl von Heidel hervorruft.Welche Disksussion wird da eigentlich geführt? (s. WAZ Leeserkommentare)
    Ist Heidel tatsächlich erst dann glaubwürdig wenn er sich in eine schäbige 2 Zimmerwohnung in Essen- Katernberg einmietet? Jetzt ist man schon nicht mehr damit zufrieden dass er in das Ruhrgebiet zieht ?
    Ich habe selber jahrelang im Essener Süden gewohnt und kann zur Beruhigung allerSkeptiker sagen, auch dort wohnen echte Ruhrgebietsoriginale.Das Bild, nur der arme Ruhri ist ein echter Ruhri und der wahre Fan kann es ja wohl nicht sein. oder?

  25. Ney sagt:

    Die Albrechts wohnen nebenbei bemerkt in Mühlheim.

    Und zwischen Essen-Süd und Düsseldorf liegen vielleicht nur wenige Kilometer, in der Wahrnehmung der Bewohner jedoch Welten.

  26. blues sagt:

    @Ney;@Pukki1904

    Ich denke wir könnten uns drauf einigen, dass der Essener Süden sowohl geografisch als auch sozial viel näher an Düsseldorf als an Gelsenkirchen liegt. „Nah dran“ wie Torsten schreibt, ist Heidel deshalb aber keinesfalls,auch nicht im Vergleich zu Held. Wenn ich mich recht erinnere war M.Neuers letzte Etappe vor dem Umzug nach München ebenfalls der Essener Süden…

  27. leoluca sagt:

    Kann mir jemand den Unterschied zwischen Gelsenkirchen-Buer und Essen-Werden erklären?

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